Friedberger Intelligenzblatt. r 2 1 Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petit zeile oder deren Raum ern Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. ae ſammen 7 kr. N 738. Dienſtag, den 19. September. 1851. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Die Gebühren der Bezirksboten. Die Bezirksboten haben darüber Beſchwerde erhoben, daß einzelne von Ihnen die Correſpondenz in Privatange— legenheiten mit Dienſtſachen bezeichneten. Hierdurch würden ſie in ihrem ohnehin geringen und ſauren Verdienſte gekürzt. Unter Bezugnahme auf die beſtehenden Verordnungen vom 18. März 1823 und 9. Dezember 1824 weiſe ich Sie hierdurch an, alle Ihre Correſpondenz, welche das Privat-Intereſſe beruͤhrt, nicht mit Dienſtſache zu bezeichnen, vielmehr dafür zu ſorgen, daß den Bezirksboten die ihnen gehörenden Gebühren nicht entgehen. Friedberg am 14. September 1854. Müller. An een Betreffend: Die Ableiſtung des Verfaſſungseides von Seiten der jungen Ortsbürger. Ich benachrichtige Sie, daß Dienſtag den 3. k. M., Morgens 10 Uhr, auf dem Rathhauſe dahier die Abnahme des Verfaſſungseides erfolgt und weiſe Sie zugleich an, nicht nur die jungen Ortsbürger, die noch nicht gehuldigt haben, ſondern die neu aufgenommenen Ortsbürger auf dieſen Termin hierher vorzuladen, auch vor dem Termin Beſcheinigung hierher einzuſenden. Friedberg am 15. September 1854. Male eee n. Betreffend: Die Polizeitaxe in dem Kreiſe Friedberg, bier die Aufſicht über die Lebensmittel. Es wird häufig darüber geklagt, daß Brod, welches nicht wohl ausgebacken, unreif, überreif oder ſonſt verdorben iſt, zum Verkauf gebracht wird. Es iſt dieſes nach der Polizei-Verfügung vom 10. April 1843 bei Meidung polizeilicher Beſchlagnahme und Verurtheilung in 3—5 fl. Strafe unterſagt. Indem ich Sie beauftrage, die Bäcker vor dem Ver— kaufe und Aufſtellen ſolchen Brodes in den Verkaufslokalen zu verwarnen, weiſe ich Sie zugleich an, durch die Polizei— diener ſtrenge Ueberwachung in dieſer Beziehung eintreten zu laſſen. l g Sollte übrigens vorkommen, daß hiernach zum Verkauf nicht zuläſſiges Brod vorgefunden, deſſen Güte aber vom Bäcker behauptet würde, dann werden Sie alsbald das Gutachten des Großherzoglichen Kreisarztes einholen und mir ſofort Bericht erſtatten, damit ich über die erfolgte Beſchlagnahme anderweit verfugen kann. Was ſodann im Uebrigen die Beaufſichtigung der zum Verkaufe gebrachten ungeſunden Lebensmittel, wie namentlich unreifes Obſt und dergleichem betrifft, ſo verweiſe ich auf das kreisräthliche Ausſchreiben vom 10. April 1843, Amts— blatt Num. 6 und empfehle Ihnen gleiche ſorgfältige Ueberwachung. Friedberg am 16. September 1854. Müller. Behäbige Menſchen. Von Joſef Rank. Im Extraſtübchen des Gaſthofes zu den vier Schäfern war abgeſpeiſt. f Drei behagliche Freunde blieben daſelbſt noch eine gute Weile in großen Armſtühlen ſitzen, um das holde Geſchäft der Verdauung ſänftiglich einzuleiten; hierauf erhob ſich einer derſelben ernſthaft lächelnd von dem Stuhle, kreuzte die Hände über die Bruſt, blickte zum Himmel und ſagte mit Andacht: „Laßt uns bummeln!“ Die beiden Freunde nahmen dieſe feierlichen Worte mit gebührender Theilnahme auf, erhoben ſich ebenfalls mit Vorſicht und Bedacht und ſteckten ihre zum Anzünden ſäuberlich zurecht gemachten Cigarren in den Mund. Nun aber war es eigenthümlich, wie die drei behä— bigen Freunde ruhig zuwartend um das Tiſchchen ſtanden, bis einer von ihnen ſein Feuerzeug aus der Taſche ziehen und den anderen das muͤhſame Werk des Feuermachens erſparen würde. Lange ſchwankten die Hoffnungen; die Geduld der Freunde hielt ſich ziemlich haarſcharf das Gleichgewicht. Joſef Anweiler war es, welcher endlich ſein Feuer— zeug— nicht aus der Taſche zog, ſondern geruhſam mit der unangezündeten Cigarre zur Thüre des Extraſtübchens hinausſchritt und dieſelbe durch die brennende Kerze auf der großen Wirthstafel in Gluth verſetzte. Auf das hin folgten die beiden Freunde auch nach dem Speiſeſaale, warteten ab, bis Anweiler ſein Werk der Feuerung voll⸗ endet haben wurde, worauf ſie das Hinuͤberneigen zur Kerze erſparten, indem ſie ihre Glimmſtifte an der Ci⸗ garre des Freundes befeuerten. a 0. Daraus iſt zu erſehen, daß wir es hier mit drei wunderlichen Geſellen zu thun haben. Obwohl ziemlich jung von Jahren, hatten ſie doch bereits den Grundſatz: genieße mit Bedacht; erhitze dich niemals; halte dich fern vom Gedräng und zieh' deine Straße ſtille für dich— zu ihrem ober⸗ ſten Lebensprincipe gemacht. f b Seit Jahr und Tag ſpeiſten die Freunde bei den vier Schäfern ganz allein im Kabinetchen neben dem Speiſeſaale. Die Stunde des Mittageſſens war auf halb ein Uhr feſtgeſetzt, ohne daß ſie ſich auf die Minute binden ließen. Erſchien nun einer von ihnen im Speiſekabinet⸗ chen, ſo durfte ihm der Kellner nicht etwa folgen und ihn mit gewöhnlicher Haſt nach ſeinem Belieben fragen— ſelbſt nicht einmal ſchweigſam erwartend durfte er hinter ſeinem Stuhle ſtehen bleiben: es wäre zu beunruhigend geweſen, einen ſolchen Jagteufel mit der Serviette unterm Arme hinter ſich zu wiſſen; nein, der Kellner durfte erſt auf ein gegebenes Glockenzeichen in das Speiſekabinetchen treten, wenn die Freunde mit bedachtſamer Muße Gericht um Gericht ſorgſam und nach gehörigen Zwiſchenräumen auserleſen hatten. Der Grund dieſes Abſchließungsſyſtems war kein anderer, als weil es den drei Freunden geradezu ein Greuel ſchien, mitten im Tumult einer Table d'höte oder auch nur eines größeren Tiſches, wo nach der Karte ge⸗ geſſen wurde, ihr reinlich, bedächtig, ſorgſam gewähltes Eſſen einzunehmen. Denn dieſes Hin⸗ und Herfahren der Kellner, dieſe türkiſche Muſik der Unterhaltung, dieſes Freſſen mit Mäulern, Händen und Füßen(wie ſie ſagten), dieſes Hereinſtürzen der Gäſte in den Saal, dieſes Hin⸗ ſtürzen derſelben an den Tiſch, dieſes Nachſtürzen der Kellner um das Belieben der Gäſte zu erfahren, dieſes Hinunterſtürzen der Speiſen mit Löffeln und Gabeln, dieſes athemloſe Lallen, Rufen, Fragen, Antworten und Lachen mit gebratenen und geſottenen Dämpfen im Munde — nein! ſolch unchriſtlich⸗ſchauderhafte Tafelfreuden ſollten ihnen ferne bleiben— die drei Freunde gingen lieber in ihr ſtilles Kämmerlein und genoſſen mit ruhiger Andacht und alleine die wohlberichteten Gaben Gottes, zu denen ſie der Zug ihres Gaumens und Herzens vorwiegend hinzog. Der merkwürdigſte unter den drei Freunden war offenbar Stephan Kleber, einziger Sohn und Erbe eines ſehr reichen Breiers aus Lagerſtätten. Seine Natur war von ſo langſamer bequemer Art, daß er— man wolle es nun glauben oder nicht— niemals lachen konnte, wann gerade etwas ſpaßhaft war, ſondern immer erſt viel, viel ſpäter, wenn ſonſt kein anderer Chriſten⸗ menſch mehr an die ganze Luſtbarkeit dachte. Stephan Kleber war urſprünglich von ſeinen Eltern beſtimmt geweſen, mit dem Leibgurt des väterlichen Ver⸗ mögens um die Lenden, in die Fußtapfen des gewinn⸗ reichen Familiengeſchäftes zu treten; allein da die Alten ſchon bei Zeiten einſahen: eh' würden die Spitzen der Berge zu Thal und die Thäler zu den Spitzen der Berge wandeln, als daß ihr Söhnlein Stephan ihr Geſchäft einſt rührig genug betreiben würde, ſo machten ſie noch bei Lebzeiten ihren geſammten Beſitz zu baarem Gelde und ſagten zu ihrem einzigen Sproſſen und Erben einſt am Ziele ihres Lebens:„Leb' wohl, o Sohn, und lebe immerdar zufrieden und in Frieden!“ So Etwas ließ ſich der Sohn nicht zweimal ſagen— denn er lebte von 322 nun an ebenſo wohl als immerdar zufrieden und in Frie⸗ den— wurde aber erſt zwei Jahre nach dem Tode ſeiner Eltern von einem ſeltſamen Lächeln heimgeſucht, da es ihm nun erſt ſpaßhaft vorkam: wieſo ihm ſeine Alten am Sterbebette eine Weiſung hatten ertheilen können, die er von Kindesbeinen an ſtets aufs Beſte zu befolgen ſtrebte. Genug; Stephan Kleber zog nach dem Tode ſeiner Eltern nach der Hauptſtadt, ſchnitt Jahr aus Jahr ein gemäch⸗ lich ſeine Coupons von Actien und Staatspapieren und konnte jedesmal etwa vierzehn Tage nach Empfang der Zinſen hoͤchſt erquicklich lächeln über die Art, wie ihm die lebendigen Leihemaſchinen, die Zahlmeiſter in den Banken, die Geldrollen entgegenſchoſſen. Einſt ſagte ihm ein ſolcher Zahlmeiſter, der ein Witzlein gerne zwiſchen die Zahlen ſeines Geſchäftes ſchwärzte:„Ich muß Ihnen ſagen, Herr Kleber, Sie haben ein beſſeres Auskommen als Fort⸗ kommen.“ Der Witz zielte auf Klebers körperlichen Umfang, der für ſeine dreißig Jahre in der That bedeutend war. Kleber hatte den Witz vernommen, ſteckte ruhig und ohne eine Miene zu verziehen ſeine Geldrollen ein, ſagte„guten Morgen“ und ging gemächlich die Treppe hinunter ſeiner Wege. Nach einer halben Stunde hatte er das Haus erreicht, in welchem er wohnte und ſteckte eben den Schlüſſel in das Schloß ſeiner Zimmerthüre— als um ſeine Lippen ein ſtilles Lächeln erblühte und ſeine Hand nicht ſogleich im Stande war, den Schlüſſel umzu⸗ drehen, denn der harmloſe niedliche Witz des Kaſſenbe⸗ amten fing eben erſt an, ſeine holde Wirkung auf ſein langſames Gemuͤth zu äußern. (Fortſetzung.) Miszellen. Intereſſante Choleracur. Eine franzöſiſche Zei⸗ tung meldet folgende Heilung der Cholera aus Mißverſtänd⸗ niß. Ein Arzt, welcher zu einem Kranken im gefährlichſten Stadium der Cholera gerufen wurde, verordnete demſelben, mit der geringſten Hoffnung eines günſtigen Erfolgs, als Brechmittel 1 Gramme Ipecacuanha, welche auf dreimal je im Zwiſchenraume einer halben Stunde genommen werden ſollten. Die Perſon, welche dem Kranken die Arznei ver⸗ abreichen ſollte, las auf der Verordnung das Wort„prises“ (die franzöſiſche Bezeichnung für Doſen), und da ſie zugleich ſah, daß die Arznei in einem Pulver beſtand, ſo meinte ſie, es ſei etwas zum Schnupfen, und die Verordnung meine drei Priſen(für die Naſe). Gedacht, gethan! Sie ließ den Kranken den dritten Theil des Ipecacuanha-Pulvers ſchnupfen. Statt ſich darauf zu brechen, mußte der Kranke ſo ſtark und ſo lange fort nießen, daß dadurch eine ſtarke Re⸗ action hervorgerufen wurde. Die Haut des Kranken wurde wieder warm, die Symptome der gefährlichen Krankheit ließen nach, und als der Arzt wieder kam, fand er den Kranken geneſen. Die Ruſſen ſind bekanntlich Meiſter in der Anfertigung glorioſer Siegesbulletins. Indeß ſind ſie doch nur Schüler im Vergleich zu den Römern der Kaiſerzeit. Dieſe verſtan⸗ den es noch beſſer. Lucian erzählt von einem literariſchen Zeitgenoſſen, der über eine Schlacht, welche ein römiſcher Feldherr in Perſon lieferte, folgenden Bericht machte:„Der Oberſtlieutenant Priscus machte allein durch ſein lautes Commandogeſchrei, daß ſiebenundzwanzig Feinde todt zu Boden ſtürzten. In der Schlacht ſelbſt aber fielen von feindlicher Seite dreimalhundertſiebenzigtauſendzweihundert⸗ undſechs Mann, während die Römer nur zwei Todte und neun Verwundete hatten.“ Da der haltsott un Antrag her das Kapital len, odet 0 falls er mi für geſtän wie Rechte Alle we Veräußeru Anſchlag Fried Groß! Hofn Landr 1364) Fiſcher be deferitte daß der g gelhard B ſhelariſche jenen wei lige Glä bekannt, beftätigt und noch wollten, den 12. und der Etben die Hoftaülhe dufgeſorde Friedb E erperlichen Nes. leckte ruhi raxziſiſcht Zti⸗ Mrerſtänd⸗ f gefabrlichſten itte demſelben, krſelge Vert prises de ſit zugleich 5 Erinte ſie, g tine drei Sie ließ den ba- Pulvers gte der Kranke ane ſtarke Re⸗ tranken wurde raulheit ließen den Kranken tet Anfertigung 6 nur Schüler Dieſe verſtan⸗ 2 litrrariſchen dt kin remiſchet galt:„ Der 323 Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-⸗Anzeigen. Oeffentliche Aufforderung. 11327] In Sachen des D. L. Privat zu Fried⸗ richsdorf als Vormund der Emilie und Roſalie Achard von da, Imploranten gegen Reulings Eheleute zu Aſſenheim, Imploraten, hypotheka⸗ riſche Anſprüche betreffend, hat Erſterer mittelſt Klage vom 26. Juni d. J. dahier vorgebracht: daß er den Imploraten laut gerichtlich beſtätigter Obligation vom 10. Juni 1853 ein Kapital von 700 fl. zu 4½ pCt. ver⸗ zinslich auf jährige Aufkündigung gegen Verpfändung ihrer Hofraithe No. 68/3 1,7 und ſieben Grundffücken, No 68/31,7, 31/11, 191,16, 273/58, 289/139, 569/7, 854/9 dargeliehen habe und daß die Zin⸗ ſen vom 10. Juni 1853 zurückſtänden und gebeten, den Beklagten das Kapital zu kündigen und ſie zur Rückzahlung deſſelben nebſt Zinſen und Koſten ſchuldig zu er⸗ erkennen. Da der Beklagte abweſend und ſein Aufent- baltsort unbekannt iſt, ſo wird ihm auf Klägers Antrag hiermit aufgegeben, binnen 3 Monaten das Kapital nebſt Zinſen und Koſten zu bezah⸗ len, oder Einwendungen vorzubringen, gegen⸗ falls er mit ſolchen ausgeſchloſſen, der Klage für geſtändig erachtet und demgemäß weiter, wie Rechtens, erkannt werden wird. Alle weitere Verfügungen, auch die wegen Veräußerung der Pfandobjekte, werden nur durch Anſchlag an die Gerichtsthüre eröffnet werden. Friedberg den 14. Auguſt 1854. Großberzogliches Landgericht Friedberg Hofmann, Dre les Landrichter. Landgerichts⸗Aſſeſſor. Edictalla dung. 1364] Die Vormünder der Kinder des Ludwig Fiſcher von Aſſenheim haben die ihren Curanden deferirte Erbſchaft ausgeſchlagen und genehmigt, daß der geſammte Nachlaß den Erben des En. gelhard Bechſtein dahier zu Tilgung deſſen hypo⸗ thekariſchen und anderen Forderungen, welche jenen weit überſteigen, überwieſen werde. Son⸗ ſtige Gläubiger des L. Fiſcher find zwar nicht bekannt, indeſſen werden, ehe jene Ueberweiſung beſtätigt wird, alle, welche dieſelbe beanſtanden und noch ſelbſt Anſprüche an die Maſſe bilden wollten, zu deren Anzeige bis zum Donnerſtag den 12. Oktober bei Vermeidung Ausſchluſſes und der Folge, daß ſonſt den Bechſtein'ſchen Erben die gebetene Eigenthumsurkunde über die Hofraithe des L. Fiſcher ertheilt wird, hiermit aufgefordert. Friedberg den 26. Auguſt 1854. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Arbeits ⸗Verſteigerung. L1457J Mittwoch den 20. J. Mts., Nachmit⸗ tags um 3 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe nachſtehende Arbeiten in dem ehemaligen Karl Klein'ſchen Hauſe an den Wenigſinehmenden ver⸗ ſteigert, als: 19 Maurerarbeit, veranſchlagt zu 19 fl. 42 kr. 2) Zimmerarbeit, 1„ 12, 9, 3) Dachdeckerarbeit,„„ 61„43 4) Schreinerarbeit, 5„ 13% 47„ 5) Schloſſerarbeit,„„ 6„— 6) Spenglerarbeit,„„ 1% 31% Materiallieferung. 7) 0,8 Cubikklftr. Mauerſteine 24%—„ 8) 500 Ruſſenſteine 6„— 9) 6 Bütten Kalk 8— 10) 0,250 Cubikklftr. Sand 6„ 15 Friedberg den 18. September 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Oeffentliche Aufforderung. 11401] Adam Enders und Konrad Bek— ker IV. von Gambach, ſowie Maria Eli⸗ ſabetha, Martin Engels Ehefrau, geb. Becker, zu Holzheim wollen verſchiedene, in Gambacher Gemarkung gelegene und noch auf „Johann Georg Ratz von da, eingetragene Liegenſchaften, worüber Verzeichniß vorliegt und in der Regiſtratur des Landgerichts eingeſehen werden kann, als Erben des vorgedachten Jo⸗ bann Georg Ratz und ſeiner ebenfalls längſt verſtorbenen Ehefrau vertheilen und veräußern. Sie ſind jedoch nicht im Stande, ihr behauptetes ausſchließliches Recht an dieſen Liegenſchaften nachzuweiſen; auf ihr Anſtehen ergeht daher dieſe öffentliche Aufforderung zur Anmeldung etwaiger Anſprüche, und find ſolche binnen einer Friſt von 2 Monaten ſogewiß dahier anzuzeigen, als ſonſt die beantragten Theilungsurkunden beſtätigt und der Eintrag im Mutations⸗Verzeichniß ver⸗ fügt werden wird. Butzbach den 31. Auguſt 1854. i 1 Bußbach el, Landrichter. Bekanntmachung. [1458] Die in Nr. 72 d. Bl. angezeigte Acker⸗ verſteigerung des Bürgers Heinrich Raab wird nicht abgehalten. Friedberg den 17. September 1854. In Auftrag Großherzogliches Ortsgericht Friedberg: Bender, Ortsgerichtsvorſteher. Bekanntmachung. L14591 Alle Diejenigen, welche noch Holz im Wickſtädter Walde ſißen haben, werden hiermit aufgefordert, ſolches bei Vermeidung nochmaliger Verſteigerung binnen 14 Tagen von heute an abzufahren, oder deſſen Betrag bei dem Rechner Veith zu Wickſtadt zu hinterlegen. Forſthaus Beinhards am 17. September 1854. Der Gräfl. S.⸗Rödelh. Revierförſter Hartmann. Aepfel Verſteigerung. 11460 Donnerſtag den 21. September d. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen die Gemeindeäpfel zu Oſſenheim in Abtheilungen öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Oſſenheim den 16. September 1854. Großherzogliche 2 Oſſenheim o p p. Bekanntmachung. 11461] Die Inhaber der Partial⸗ Obligationen der Großh. Heſſ. Gemeinde Niederurſel werden hierdurch in Kenntniß geſetzt, daß für die am 1. Mai l. J. zu Ende gegangenen Zinscoupons des im Jabr 1834 negoclirten Anlehens von 15000 fl. die neuen auf weitere 10 Jahre ge⸗ fertigten Zinskouponsbogen gegen Vorzeigung der Partial⸗Obligationen bei der unterzeichneten Gr. Bürgermeiſterei in Empfang genommen werden können. Niederurſel den 12. September 1854. Gtoßherzogliche Bürgermeiſterei Niederurſel Seidler. Arbeits ⸗Verſteigerung. [1462] Mittwoch den 20. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſollen bei Gaſtwirth Höres dahier die bei Erbauung eines Abtrittes in hieſigem Schulhauſe erforderlichen Arbeiten an die We⸗ nigſtnehmenden verſteigert werden, als: Maurerarbeit, veranſchlagt zu 6 fl. 41 kr. Zimmerarbeit, 17„ 14% 15„7 Schreinerarbeit,„„ 10 14 Schloſſerarbeit,*„ 3„ 36„ Dachdeckerarbeit,„„ 1* 32„ ſowie das Anliefern von 2 Bütten Kalk, 0,1 Cbkklftr. Sand und 400 Stück Ruſſen⸗ ſteinen. Sodann werden in demſelben Termin das Anfertigen der in biefiges Schulhaus erforder⸗ lichen Subſellien, ſowie in demſelben übrig ge⸗ wordene alte Fenſter, Läden und noch brauch⸗ bare gußeiſerne Pumpenröhren verſteigert. Bauernbeim den 16. September 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Bauernheim alt her. Verſicherung der Ernten in Scheunen und Schobern [11811 ſowie des Viehs, der ackerwirthſchaftlichen Geräthe und des häuslichen Mobiliars gewährt die von uns vertretene Kölniſche Feuer⸗Verſicherungs⸗ Geſellſchaft Colonia gegen feſte, mäßige Prämie. Das Nähere wird, auf gefällige Anfrage, prompt mitgetheilt und das zur Ordnung der Verſicherung Erforderliche ſorgfaltig von uns beſorgt. Friedberg im Juli 1854. P. F. Schmittner und Ferdinand Frick, Agenten der Colonia. S i e re Wechſel 11454] auf die erſten Bank häuſer in ni eri K a ſind zu den niedrigſten Curſen zu haben durch g 8 Herm. Auffarth in Nauheim. E. S. 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Zehnter Jahrgang mit einem Stahlſtich und vielen in den Text gedruckten Holzſchnitten. Preis 45 kr. E. Bindernagel's Buchhandlung. Spinnſtube für 1835. 114631 In C. Scriba's Buchhandlung in Friedberg iſt vorräthig: 0 0 11— Die Spinnſtube für 1835. Preis 43 kr. L464] In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt ſo ſoeben eingetroffen: Nhythmiſches Choralbuch von Karl Thurn, Muſiklehrer der beiden Großh. Seminarien zu Friedberg. Quer⸗4. broch. Ladenpreis fl. 1. 30 kr. Dieſes Werk enthält die gebräuchlichſten Melodien des im Großherzogthum Heſſen eingeführten Geſangbuches in älterer rhythmiſcher Form nebſt den nöthigſten liturgi⸗ ſchen Geſängen und wird daher von der Geiſtlichkeit und den Lehrern unſeres Großherzog⸗ thums gewiß freudig begrüßt werden. Eiſenbahn⸗Frachtbriefe 113501 ſind ſtets vorräthig und liefern wir dieſelbe bei größerem Bedarfe mit Verlorener Pfandſchein. 14321 Der Pfandſchein Nr. 20874 iſt abhan⸗ den gekommen. Derjenige, welcher Rechtsan⸗ ſprüche an das Pfand zu machen hat, wird hiermit aufgefordert, dieſelben binnen 6 Wochen geltend zu machen, als ſonſt dasſelbe an den ſich r. Eigenthümer verabfolgt werden wird. Friedberg den 31. Auguſt, 1854. Für die Pfandhausverwaltung: Faatz. Schweitzer. Ge ſuch. [1437] Es wird ein Gut von circa 60 bis 100 Morgen geſucht, welches eben liegt. Mit deßfallſigen Offerten beliebe man ſich, mit dußerſter Preisangabe, Comptoir Joh. Jof. Krämer in Höchſt a. M. franco zu wenden. Obiges Comptoir empfieblt ſich ſtets zur Vermittlung von Gütern ꝛc. zum Kauf und Ver⸗ kauf, jedoch nicht unter 20 Morgen. Briefe franco. Guͤterkaufſchilling, [1436] von allen Größen, werden zu kaufen geſucht. Wo? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Zu verkaufen. [1427] Ein ſehr wenig gebrauchter Victoria⸗ wagen mit Glasverdeck und ein ganz leichtes zweiſitziges Wägelchen, halb gedeckt, ſtehen billig abzugeben bei Adolph Greiß, Hof⸗Sattler in Bad Homburg. 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