gen 16. J N. Jaut kirche a 5 Arche uli 4 Friedberger Jutelligenzblatt. 7 Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, asien Amts- und verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. e Nu 35. Dienſtag, den 18. Juli. 1851. Amtlicher Theil. Oeffentliche Aufforderung. Da bis jetzt die in Folge meiner Verfügung vom 24. Februar d. J., Intelligenz-Blatt Nr. 17, angeſtellten Nach— forſchungen ein Reſultat nicht ergeben haben, ſo werden alle Diejenigen, welche an die in gedachtem Blatte verzeich— neten Gegenſtände Anſprüche machen zu können glauben, hiermit aufgefordert, ſolche binnen 14 Tagen von heute an, dahier geltend zu machen, als ſonſt anderweit über dieſelben verfügt werden wird. Friedberg am 15. Juli 1854. Großherzogliches Kreisamt Friedberg M f. e Zwei Verzweifelte. Menſchen, die mit mir in Berührung kamen, belogen, be— Von Ludwig Storch. trogen, hintergangen und beſtohlen worden. Ich war ein (Fortſetzung.) unſchuldiges Kind an Glauben und Vertrauen; ich war „Mein Schickſal iſt bald erzählt,“ nahm der Alte in der Erziehung nicht verdorben worden, hatte von meiner gefaßt und vom Feuer des Weins angenehm erregt, das guten Mutter das weiche, liebedürftige⸗ Herz geerbt. Ich Wort.„Ich bin Kaufmann, aber das Glück war mir wollte mit edlen, guten Menſchen im Bund der Liebe und nicht hold; ich hatte kein eigenes Vermögen und liebte Freundſchaft leben; ich fand heuchleriſche Schurken, Falſch⸗ ein armes Mädchen. Aus dieſen Gründen brachte ich es münzer der Geſinnung, ohne andern Zweck, als mir Geld niemals zu einem eignen Geſchäfte, ſondern diente in ver— abzunehmen und ſich auf meine Koſten vergnügte Tage ſchiedenen Häuſern als Commis und Buchhalter, bis man zu machen. Freunde, oder vielmehr Schufte, die ich für mich nicht mehr brauchen konnte oder vielmehr wollte und Freunde hielt und denen ich mein ganzes Herz hingab, jüngere Kräfte den meinigen vorzog. So beſchränkt meine Lexrieihen und vemenen mich als einen guten dummen Verhältniſſe waren, ſo ſchön und glücklich war mein Fa- Jungen, aber mein Auge ſchärfte ſich mit der Zeit und milienleben. Mein Weib war ein Engel an Liebe, Güte mein Herz ſog ſich voll Mißtrauen. Ich durchſchaute end⸗ und Sanftmuth, fromm und gottesfürchtig, thätig und lich alle Beirüger. Ich verlobte mich mit einer reichen treu, und ſie hat ihre einzige Tochter wiederum zu ſolch Erbin, im Beſitz der hochſten Bildung unſrer Zeit; ich einem Engel erzogen. Aber durch Krankheit und Alter ſchwärmte für ſie in kindiſcher Wegen,„Ihre Liebe bin ich endlich der härteſten Noth verfallen, und mein ſollte mir alles Andere erſetzen. Bald erkannt ich ſie als Gewiſſen gibt es nicht zu, daß das beſte Kind auf Erden eine eitle ſtolze Naͤrrin, die mich zu ihrem Sclaven machen ſich fuͤr mich alten unbrauchbaren Menſchen opfert. Ich und alle Männer an ihren Triumphwagen ſpannen wollte. kann ja unmöglich lange mehr zu leben haben, und ſo Ich brach mit ihr und wählte ein reizendes armes Kind, wird mir Gott verzeihen, wenn ich ſelbſt ein paar Dutzend ein ſüßes unſchuldiges Täubchen, das der Engel meines . ö i ſollte. J 1 Ich überraſchte ſie in den m wenigſtens Geſundheit Lebens werden ſollte. Juchhe! Ich ſchte f N N. 7 90 2 Armen eines andern, von ihr geliebten Jünglings. Mir f in alücklicher Mann,“ rief der hatte ſie Liebe gelogen, um eine reiche Frau zu werden. . ee i ee e Gier. 2 Ich ſtürzte mich in Genüſſe, ich ging auf Reiſen: überall Was Sie Ihr Unglück nennen, das iſt Lapperei. Dem daſſelbe moraliſche Elend. Zuletzt wurde mir das Leben ir andi 1 q zum fürchterlichſten Eckel. Wir begegneten uns, als ich iſt jetzt ſchon gründlich und für immer abgeholfen. Ich 1 l ſe ein schnelles End 97 55 werde Sie morgen früh durch ein Teſtament zu meinem der jämmerlichen Poſſe ein ſchnelles Ende machen wollte. Erben einſetzen, und den Sprung von der Brücke noch„Armer junger Mann!“ ſagte der Alte mit einer um einen Tag verſchieben. Erſt will ich Ihre Betty Thräne des Mitgefühls im Auge.„Wie ſehr bedaure ich kennen lernen, um doch einem Menſchenkinde, das den Sie! Ja ich armer Mann bin glücklicher geweſen als Namen Menſch verdient, in's Auge geſchaut zu haben, Sie. Ich hatte ein Weib und eine Tochter, die rein und eh' ich zu den Todten gehe.“ tugendhaft aus Gottes Hand hervorgingen. Die Eine iſt „Aber, Herr, was hat Sie ſo unglücklich bei dieſer eben ſo wieder zu ihm zurückgekehrt, die zweite wird es. Jugend gemacht?“ rief der alte Mann voll Mitleid und Jammer. Ich kenne meine Betty. Sie wird ihre Tugend und ihren „Ich glaube der Reichthum meines Vaters. Ich Edelſinn bewahren. Sie kann gar nicht anders.“ bin der einzige Sohn eines der erſten Handlungshäuſer„Hört, Alter, gebt mir Eure Adreſſe und erlaubt Londons, und auch ich bin Kaufmann, wie Sie. Wenn Tmir, daß ich morgen Eure Tochter aufſuche. Ich muß ich Ihnen meinen Namen nenne, werden Sie ihn kennen mich ſelbſt von Eurer Behauptung überzeugen. Aber auch und von der Wahrheit meiner Angabe überzeugt ſein. Euer Ehrenwort müßt ihr mir geben, Eurem Kinde mit Mein Vater ſtarb vor fünf Jahren und hinterließ mir ein keinem Worte, keiner Miene, keinem Blick zu verrathen ungeheures Vermögen. Von Stund' an bin ich von allen oder anzudeuten, daß ich ein reicher Mann bin.“ ——— Der Alte reichte die Hand hin:„Ich gebe mein Ehrenwort. Es liegt mir ſelbſt daran, Sie zu überzeu⸗ gen, daß ich die Wahrheit geſprochen. Ich heiße John Smid und meine Wohnung iſt auf dieſem Zettel ver— zeichnet.“ Damit zog er ein Blatt Papier aus der Taſche und händigte es dem andern ein. „Und ich heiße Lewis Stauton und bin der Sohn und Erbe von Andrew Stauton. Hier iſt eine Hundert⸗ pfundnote mit der Bedingung, daß Sie in dieſem Hauſe bleiben, bis ich Sie morgen abhole.— Knabe! Ein Zim⸗ mer mit einem guten Bett für dieſen Herrn!— Sie be⸗ dürfen der Ruhe, Mr. Smid. Gute Nacht! Morgen ſehen Sie mich in einer andern Geſtalt. Aber in welcher auch, vergeſſen Sie Ihr Ehrenwort nicht.“ Der Alte machte eine Geberde des Staunens über den gehörten Namen und des freudigen Schreckens uͤber die Banknote; aber eh' er ſich zu faſſen vermochte, war ſein neuer Bekannter zur Thür hinaus, und der Auf⸗ wärter leuchtete ihm in ein Zimmer vor, in deſſen Bette er bald den ſchnellen Wechſel ſeines Geſchicks vergeſſen hatte. In einem armſelig ausmöblirten, aber ſehr reinen und faſt zierlich aufgeputzten Dachſtübchen in einem der hohen, ſchwarzgeräucherten Häuſer in einer engen und dunkeln Nebengaſſe der City ſaß ein ſehr hübſches blondes Mädchen von ungefähr zwanzig Jahren und nähete feines Weißzeug. Wahrlich ihr ganzer Anzug war nur wenige Schillinge werth, aber er war ſo rein, ſo nett und ſaß ihr ſo trefflich, als wenn er eben ſo viele Pfunde gekoſtet hätte. Ihre hellblonden Locken umrahmten ein Geſichtchen voll ſüßen Seelenfriedens, in welchem ein paar Augen von reinſter Himmelsbläue und von reinſter Himmelsun⸗ ſchuld ſanft leuchteten. Ueberall in ihr, an ihr, um und neben ihr der Geiſt der Ordnung, der Züchtigkeit, der Sitte und der Reinheit. Die Zuͤge waren ſo blaß, ſo zart und ſo fein, wie die einer Fuͤrſtin. Und doch war das Auge übernächtig und voll Unruhe, und dann und wann löſte ſich ein banger Seufzer aus dieſer jungfräu⸗ lichen Bruſt los. Endlich hörte ſie Schritte auf der Stiege, und ihr Geſicht verklärte ſich ſchnell; ſie horchte; aufſteigende Zweifel ſchatteten ſich in ihren reinen Zügen ab. Es klopfte an die Thür, und ſie erbebte. Kaum vermochte ſie die Einladung zum Eintreten auszuſprechen. Ein junger Mann in einem abgetragenen und ausge⸗ beſſerten Anzug ſchritt, ſich linkiſch und demüthig verbeu— gend, über die Schwelle.„Um Verzeihung, wohnt hier Mr. John Smid?“ „So iſt's, Herr. Was wünſchen Sie von ihm 210 „So ſind Sie ſeine Tochter Miß Betty 926 „Ich bin's.“ „Zu Ihnen wollt' ich gerade; denn von Ihrem Vater komme ich her.“ „Um Gotteswillen, wo iſt er? Was iſt mit ihm geſchehen? Es iſt ihm ein Unglück begegnet, denn noch niemals iſt er Nachts aus dem Hauſe geblieben.“ „Allerdings ein kleines Unglück—“ „O mein armer, armer Vater! Was werd' ich hören müſſen.“ Der junge Mann betrachtete die ſichtbaren Zeichen ihrer Seelenangſt in ihren Zügen mit großer Theilnahme und ſah ſich auch im Zimmer um.„Erſchrecken Sie nicht, liebes Kind; mit dem Unglück hat's nichts auf ſich. Ein alter Bekannter hat ihn geſtern Abend getroffen und in eine Taberne gezogen. Da haben ſich die beiden Herrn feſt gezecht. Der Andre hat ſich ſpitzbübiſcher Weiſe aus dem Staube gemacht, Ihr Vater aber iſt als ehrlicher 242 die Schuld bezahlt iſt, wenn er nicht in's Gefängniß wandern will. Sonſt iſt er friſch und geſund.“ „Mein Vater! Mein lieber Vater darf nicht in das Gefängniß!“ ſagte das Mädchen ängſtlich.„Können Sie mir angeben, wie viel ſeine Schuld beträgt?“ „Zwölf Schillinge.“ „Ach, mein Herr, ich habe nur drei Schillinge in meinem Beſitz. Aber ich will ſchnell zu Miß White laufen und ſie ſehr bitten, daß ſie mir neun Schillinge auf meine Arbeit vorſtreckt.“ „Wer iſt Miß White?“ „Die Putzhändlerin, die mir Arbeit gibt.“ „Wenn Miß White aber Ihre Bitte nicht erfüllt, was dann?“ Das Mädchen brach in Thränen aus.„Ach Gott,“ ſchluchzte ſie,„ich fürchte ſelbſt, ſie thut es nicht; denn ich bin ihr ſchon ſechs Schillinge ſchuldig, und ſie iſt eine harte Frau.“ „Wofür haben Sie dieſe Schuld gemacht?“ Sie zögerte erröthend mit der Antwort. „Sie dürfen ſich mir anvertrauen; ich nehme den herzlichſten Antheil an Ihrem Schickſal und wollte nur, ich könnte Ihnen helfen. Aber ich bin ſelbſt ein armer Schreiber. Wozu haben Sie die ſechs Schillinge geborgt?“ „Mein Vater iſt gar ſchwach und bedarf der Stär⸗ kung. Ich habe ihm zuweilen ein halbes Hühnchen in der Brühe gekauft oder ein Beefſteak.“ „Unter ſolchen Umſtänden wird Miß White nichts mehr borgen. Sechs Schillinge will ich Ihnen geben, aber das iſt auch Alles, was ich beſitze. Haben Sie keinen werthvollen Gegenſtand, den wir verſetzen könnten?“ „Ich habe nichts, gar nichts als das Gebetbuch meiner verſtorbenen Mutter. Sie hat mich ſterbend be⸗ ſchworen, mich nie davon zu trennen, und es iſt mir nichts heiliger, als ihr Andenken und mein ihr gegebenes Verſprechen, aber ich gebe es gern hin für meinen Vater.“ Zitternd holte ſie das Buch herbei.„Ach, mein Herr, in mancher ſtillen Nacht habe ich auf die leeren Blätter hinten im Gebetbuch meine geheimſten Gedanken nieder⸗ geſchrieben. Es darf Niemand erfahren, daß ich die Schreiberin bin. Wollen Sie mir das verſprechen?“ „Gewiß, gute Miß. Sein Sie außer Sorgen. Es ſoll kein Mißbrauch mit Ihrem Heiligthum getrieben werden. Nun machen Sie ſich fertig; wir wollen gehen.“ (Schiuß folgt.) Gemeinnütziges. Zerſtörung des Unkrautes auf gepflaſter⸗ ten Stellen. Um das Unkraut zu vertilgen, welches dem Straßenpflaſter eben ſo ſchädlich als dem Auge unan⸗ genehm iſt, wendet man in der Münze zu Paris und anderwärts folgendes Mittel an: Man kocht 100 Pfund Waſſer, 20 Pfund Aetzkalk und 2 Pfd. Schwefelblumen in einem eiſernen Gefäß, läßt die Flüſſigkeit ſich ſetzen, gießt das Klare ab, und verwendet es, nach Umſtänden mehr oder weniger verdünnt, zum Begießen des Pflaſters und der Alleen. Dieſes Mittel iſt jedoch nur bei kieshal⸗ tiger Unterlage des Straßenpflaſters von einigem dauer⸗ haften Erfolg. Monatsbericht der Blinden-Anſtalt zu Friedberg. Herzlichen Dank allen edlen Menſchenfreunden, die uns im ver⸗ floſſenen Monat wieder mit Gaben der Liebe unterſtützt haben. Die Einnahme, mit Einſchluß des Kaſſenreſtes vom Mai, betrug 492 fl. 30¼ kr., die Ausgabe 453 fl. 59 kr., mithin Kaſſenvorrath 38 fl. 31½¼ kr. Von Aktien wurde eine abgeſetzt. Friedberg Anfang Juli 1854. Mann geblieben und muß nun als Fauſtpfand ſitzen, bis J. P. Schäfer, Vorſteher. — 080) Sraitag! 1 5 wird al Stadt Aſengeiut Gemarkung auf ahte untet del macht werden bietend verpacht Aſſenheim Groß herzo — Be! [1111] Peter ledigen Stand nach Amerila Reichelshe 1 von Mauer Lule] Die ſeſter, lagerha ganz oder in zu Bußbach, gegeben werde die unterzeichn Leferung bis J. Friedberg Großher Güte Tita Ju Au Vitwe dabier Mungens 9 Uhr Gulerfiͤck, in lung legend, a meifdiuend ver duüedberg Guußherze 3 1 Arbei 14ʃ] Bun am 5 9 8 größeren einen chuegmn d 11 Uhr, auf flehenden M. von mehrere ockknberger Wenigfforde hierdurch Lauf Ocktadt! Großh end be⸗ it nir egedenes Vater.“ Hert, in Blatter 1 mieder⸗ laſtet⸗ welches unan⸗ nis und ö Pfund Adlumen 243 Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen. Oeffentliche Aufforderung. 11106] Adam Adami II. und deſſen Ehefrau von Niederweiſel haben als Rechtsnachfolger des Konrad Adami II. nachſtehendes Grundflück: Gemarkung Niederweiſel, Bergfeld, 72/19 39½% Ruthen am Commenden⸗See ver⸗ kauft, ſind aber außer Stand ihr Eigenthum genügend nachzuweiſen. Etwaige Anſprüche an dieſes Grundſtuͤck find deßhalb binnen einer Friſt von 2 Monaten ſogewiß dahier geltend zu ma⸗ chen, als ſonſt der betreffende Kaufbrief ohne Vorbehalt beſtätigt und der Eintrag in das Mutations⸗Verzeichniß verfügt werden wird. Butzbach am 29. Juni 1854. Großpberzogliches Landgericht Butzbach In Verhinderung des Dirigenten Dr. v. Schmalkalder, Landgerichtsaſſeſſor. Jagdverpachtung. L10821 Freitag den 21. Juli l. I, Nachmittags 1 Uhr, wird auf hieſigem Rathhauſe die der Stadt Aſſenheim zugeborige Jagd in der ganzen Gemarkung auf ſechs nacheinander folgende Jahre unter den bei der Verpachtung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meiſt⸗ bietend verpachtet. Aſſenheim den 4. Juli 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Aſſenheim Schmidt. Bekanntmachung. [1111] Peter Rack und Philipp Rack, beide ledigen Standes, von Dornaſſenheim, wollen nach Amerika auswandern. Reichelsheim den 4. Juli 1854. Herzogl. Naſſ. Kreisamt v. Preuſchen. Sefer g von Mauerſteinen von Rockenberg. 11126] Die Lieferung von 38 Cubikklaftern feſter, lagerhafter Rockenberger Mauerſteinen, ganz oder in Looſen, für das neue Schulhaus zu Butzbach, ſoll nun aus der Hand in Accord gegeben werden, weßhalb ſich Liebhaber bald an die unterzeichnete Stelle wenden wollen, da die Lieferung bis 1. November 1854 beendigt ſein ſoll. Friedberg den 12. Juli 1854. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg Sea ffert Güter⸗ Verpachtung. [11401 In Auftrag der Frau Anton Eich's Wittwe dahier werden Montag den 24. Juli, Morgens 9 Uhr, in hieſigem Rathhauſe deren Güterſtücke, in hieſiger und Fauerbacher Gemar⸗ kung liegend, auf den Zeitraum von 6 Jahren meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 15. Juli 1854. Großherzogliche Buͤrgermeiſterei Friedberg Bender. Arbeits ⸗Verſteigerung. [1141] Wegen anderer Projection der Brücke am Weg von Ockſtadt nach Friedberg ſoll dieſelbe zur größeren Dauerhaftigkeit ſtatt von Holz mit Steinen gewölbt erbaut werden. Es werden deßwegen Donnerſtag den 20. Juli, Morgens 11 Uhr, auf hieſigem Rathhauſe die dabei ent⸗ ſtehenden Maurerarbeiten, ſowie die Lieferung von mehreren Quader-Sandſteinen, aus dem Rockenberger Steinbruche zu liefern, an den Wenigſtfordernden vergeben werden, was man hierdurch Luſttragenden zur Kenntniß bringt. Ockſtadt den 16. Juli 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ockſtadt Gröninger. Güter ⸗ Verpachtung. [11421] Dienſtag den 25. Juli l. J., Morgens um 9 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die zur erſten Pfarrei dahier gehörenden Güterſtücke, beſtehend in 100 Morgen, in den Gemarkungen Friedberg, Fauerbach II., Ockſtadt und Schwal⸗ heim liegend, auf 9 Jahre meiſtbietend verpachtet. Friedberg am 15. Juli 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Bekanntmachung. 11146] Donnerſtag den 19. Juli, Nachmittags 2 Uhr, werden auf der Fürſtlichen Braunkohlen⸗ Grube Weckesbeim 31 Haufen altes Grubenholz und Zimmerſpähne unter den bei der Verſtei⸗ gerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meiſtbietend verſteigert. Grube Weckesheim den 14. Juli 1854. Fürſtliche Bergverwaltung F. Storch. Fruchtverſtei gerung. [1143] Montag den 24. Juli, Nachmittags um 2 Uor, werden in hieſigem Rathhauſe circa 22 Malter Korn von dem Speicher des vereinigten Armenfonds, zweimalterweiſe meiſtbietend ver⸗ ſteigert. Friedberg den 17. Juli 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Zum Ausleihen. 11144] In der Gemeindekaſſe dahier liegen gegen gerichtliche Obligation 23 fl. 30 kr. Ar⸗ menkapitalien zu 5 pCt. bis zum 15. Septem- ber d. J. zum Ausleihen bereit. Wölfersheim den 15. Juli 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Wölfersheim Allwohn. Arbeits ⸗Verſteigerung. 111451 Samſtag den 22. Juli, des Vormittags um 9 Uhr, ſollen in der Behauſung des Unter⸗ zeichneten folgende Arbeiten, als: 1) Zimmerarbeiten, veranſchlagt zu 82 fl.— kr. 20 Maurerarbeiten*„ 26„ 16„ 3) Schreinerarbeiten„„ 4% 50„ 4 Glaſerarbeit* 99 174 5) Weißbinderarbeiten„„ 60 30„ 6) Brunnenmacherarbeit/„ 73,—„ 7) Pumpenmacherarbeit/„ 34 42 8) Steinhauerarbeit„ 8„ 48„ öffentlich in Accord gegeben werden. Florſtadt den 15. Juli 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Florſtadt Wagner. Weißbinderarbeit in der Reiter⸗ caſerne zu Butzbach. [1147] Dienſtag den 25. d. M., des Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſoll das Ausweißen verſchie⸗ dener Localitäten der hieſigen Reiter⸗Caſerne auf dem Wege der Soumiſſion vergeben werden. Es werden daher die zur Uebernahme dieſer Arbeit luſttragenden Weißbindermeiſter hierdurch aufge⸗ fordert, ihre Soumiſſionen verſiegelt und mit der Aufſchrift„Weißbinderarbeit betreffend“, bis zu dem bemerkten Termin in das am Ein- ange des Verwaltungsbureaus in beſagter Ca— 5 aufgehängte Soumiſſionskäſtchen einzulegen. Voranſchlag und die Bedingungen, die das Nähere beſagen, find zur Einficht aufgelegt. Butzbach den 14. Juli 1854. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. [11481] Bei der heute ſtattgefundenen Verlooſung des unter Vermittelung des Handlungshauſes Simon Lindbeimer in Friedberg aufgenommenen Kapitals ſind die No. 33, 38 und 46, à 500 fl., „ 20 und 22, à 300 fl., zur Rückzahlung für den 15. Oktober d. J. ge⸗ zogen worden. Dieß wird hierdurch unter dem Anfügen bekannt gemacht, daß die Kapitalbeträge ſammt den Zinſen vom 1. Juni d. J. an dei dem Rechner bieſiger Gemeinde in Empfang zu nehmen ſind und daß weitere Zinſen nicht ver⸗ gütet werden. Wippenbach den 12. Juli 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Wippenbach K Fein. Braunkohlen⸗Verkauf. [1149 Die Braunkohlen⸗Klötze aus dem Schoppen auf der Fürftlichen Braunkohlen⸗Grube Weckesheim werden unter Bezugnahme der Bekanntmachung vom 6. Juni l. J. zu Zehn Kreuzer der Centner abgegeben und können fortwährend gute und trockene Braunkohlen— Klötze aus demſelben bezogen werden. Grube Weckesheim den 14. Juli 1854. Fürſtliche Bergverwaltung F. Stor c Pelissier& Hager, Eck der Faalgaſſe, am Dom in Frankfurt a. Al., 111141 empfehlen ihr Lager von Tuch, Damentuch, allen Sorten von modernen Rock⸗, Hoſen⸗ und Weſten⸗Stoffen und dahin einſchlagenden Artikeln in reicher Auswahl von den geringſten Qualitäten an unter Verſicherung der feſtgeſtellten äußerſten Preiſe und der beſten Waaren. Das Anzeigeblatk des Kreiſes Grunberg, Organ der Behörden dieſes Kreiſes, 11096] deſſen Leſerkreis ſehr groß iſt, empfiehlt ſich den Behörden und Privaten zur Veröffentlichung von Bekanntmachungen aller Art beſtens. Grünberg. Die Expedition des Anzeigeblatts. Verſteiger ung von Straßenbauarbeiten zu Butzbach. [1150] Samſtag den 22. Juli, Nachmittags 5 Uhr, ſollen in Butzbach im Rathhauſe die zur ſchichtenweiſen Pflaſterung der Banquette in der Weiſeler Gaſſe nöthigen Arbeiten und Ma⸗ teriallteferungen öffentlich an die Wenigſtneh⸗ menden in Accord gegeben werden. Die Erdarbeiten bei Aufbruch des alten Pflaſters ꝛc. betragen nach dem Voranſchlag 63 fl. 30 kr. Das Steinſetzen 1„„ 6„—„ Die Steinklopferarbeiten„„ 66„— Die Handarbeiten bei Eindeckung der Steine und Abkeilung des Geſtücks 15„—„ Die Pflaſtererarbeiten 450„—„ Das Pflaſterſteinbrechen im Bruche bei Oberhörchern 336—„ Die Beifuhr der Steine 252„—„ Das Aufſetzen derſelben 28„— Die Beifuhr von Griedeler oder Gambacher Sand 1925— Das Meſſen deſſelben 9„ 36„ Friedberg den 14. Juli 1854. i Großberzogliches Kreisbauamt Friedberg Süffert. Verſteigerung. 11151] Unter den vor Beginn der Verſteige⸗ rung bekannt gemacht werdenden Bedingungen ſollen folgende zum Nachlaſſe der verlebten Jacob Wißmer Wittwe dahier gehörigen Gegen⸗ ſtände verſteigert werden, und zwar: Donnerſtag den 20. d. M.: 1 zwölfjähriges zugfeſtes Pferd, von Farbe ein Fuchs, 2 friſchmelkende Kühe, 1 Rind, 1 Mutterſchwein, 7 Schaafe, 99 5 1 einſpänniger Wagen mit eiſernen Achſen, 2 Hinter⸗ und 1 Vorderpflug, 1 Egge, 5 1 einſpänniges Pferdegeſchirr, mehrere Ketten und ſonſtige Oekonomiege⸗ räthſchaften; Freitag den 21. d. M.: ſämmtliche Kleidungsſtücke und Hausgeräth⸗ ſchaften; Samſtag den 22. d. M.: 4 Morgen Korn, 8½„ Waizen, 5½„ Gerſte, 3„ Hafer, 1¼„ Erbſen, 74* Wicken. Bemerkt wird noch, daß die Verſteigerung jedesmal Morgens 8 Uhr beginnt, und daß die am Donnerſtag und Freitag zur Verſteigerung kommenden Gegenſtände nur gegen baare Zah⸗ lung abgegeben werden, die am Samſtag zur Verſteigerung kommende Frucht aber gegen genügende Bürgſcheine bis Michaeli d. J. ver⸗ borgt wird. Da die Frucht auf hieſigem Rathhauſe ver⸗ ſteigert wird, ſo können ſich Kaufliebhaber vor⸗ her an den hieſigen Flurſchützen Frank wenden, welcher ihnen die Aecker zeigen wird. Södel am 15. Juli 1854. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg. Großherzogliches Ortsgericht Södel. In Verhinderung des Ortsgerichtsvorſtehers: Johs. Maurer, Gerichtsmann. Zu ver miethen. 111521 Der mittlere Stock meines Hauſes, be⸗ ſtehend in 6 großen Zimmern, iſt zu vermiethen und kann alsbald bezogen werden. Johannes Walz III., am Bahnhofe. 244 Solbad Nauheim. Jeden Tag Concert im Garten des Rurhauses Morgens von 6% bis 3 Uhr, Nach- mittags von 3 bis 4% Uhr und Abends von 6¾ bis 8 Uhr, ausgeführt von dem Rur- Orchester unter Direction des Herrn Edmund Ueumann. Jeden Donnerstag Bal pure im Nursaale, Anfung 8 Uhr. Für Geſchäftsleute. 11101] 11531 Da der Druck des von dem hieſigen Gewerbverein veranlaßten Werkchens über Friedberg nunmehr beginnt, benachrichtigen wir hiermit die Intereſſenten, daß wir uns entſchloſſen haben an dem Schluß der Schrift geſchäftliche Annoncen aufzunehmen. Da das Buch beſonders beſtimmt iſt, das Nauheimer Badepubli⸗ kum auf die hieſige Stadt aufmerkſam zu machen und zu dieſem Behuf eine ausgedehnte und jedes Jahr ſich wiederholende Verbreitung findet, ſo leuchtet es von ſelbſt ein, daß Inſerate in dieſem Buch eine beſtändige Wirkſamkeit üben, und es ſollte nicht leicht ein Geſchäft hieſiger Gegend und noch weniger hieſiger Stadt, das ſich von der zunehmenden Frequenz der hieſigen Gegend etwas ver⸗ ſpricht, den offenbaren Vortheil dieſes beſtändigen Inſerats verſäumen. Wir berechnen die ganze Zeile oder deren Raum zu dem, in Verhältniß zu der ſtarken Auflage und der weiten und fortdauernden Verbreitung billigen Preis von 12 kr. Wir müſſen uns Inſerate jedoch in kürzeſter Friſt erbitten. C. Seriba's Buchhandlung. Friedberg den 11. Juli 1854. Durch die Nauheimer Kur⸗ und Bade⸗Liſte, 111541 welche wöchentlich 1—2mal erſcheint, gewinnen Geſchäfts-Empfehlungen& Anzeigen in billigſter Weiſe allgemeine und gewiß lohnende Verbreitung unter dem Bade⸗ publikum des benachbarten Nauheim. Einrückungsgebühren für die ge⸗ wöhnliche Zeile oder deren Raum 3 kr. Friedberg. C. Vindernagel's Buchhandlung. Verkauf einer Hofraithe. Zwei möblirte Zimmer 111191 Die Unterzeichnete iſt geſonnen ihre an der Hauptſtraße in Holzhauſen gelegene Hof⸗ raithe, beſtehend aus einem zweiſtöckigen Wohnhauſe mit geräumigem Hofraum und Brunnen, Scheuer und Stallung, ſowie einem bei der Hofraithe gelegenen Pflanzgarten, mit vorzüglichen Obſtbäumen beſetzt, zu ver⸗ kaufen. Holzhauſen den 30. Juni 1854. Urſula Islaub, Wittwe. Neue Fegmühlen und Strohbänke, [11551 gut gearbeitet, hat zu verkaufen Johannes Weihrauch, Schreinermeiſter in Steinfarth. [1156] ſind in dem Gartenhaus bei Gärtner Heß in der Vorſtadt zu vermiethen. Frankfurter Cours vom 17. Juli 1854. Miſtol enn. l f, fl. 9 36-37 Friedrichsd'oao r„10 7½⁹-ο— 77 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 45-46 Rand⸗Ducaten. 8„ 534-35 20 Frankſtücke„ 924 ¼ 257 Engliſche Souverains.„11 45-47 Preußiſche Thaler.„ 147 //. 5 Frankenthale.„ 220 ½--1 Preußiſche Caſſenſcheine.„% 147¼—◻k& Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Währe! das Buch al Mädchens. Thränen der ein ſehr ger der Straße Würde, bett Bewunderun Miß ſſcherte aber Engel. Da Geld aus d das Buch kamen zuſar „Wor Miß, wenn c ſetzte ſie ver arbeiten.“ „Ja, ſich durch ſe Staut das Zimme in ſeiner R. Ueelch ein den Vater ihr Herz dri ſchreckliche 9. um Dich! Dich geſund Dann ihn im Triu Staut. paat Schill beſorgen. 9 Wee, de Der junge Fuͤße küſſen Abende*7¹ 5 er Familie zu 7 Nach „Miß Bet war nur liches Her, Sie g„Kar überwallend Sie g