. Friedberger Jutelligenzblatt. Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum benen Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. r. ſammen 7 kr. „90. Freitag, den 1851. 17. November. Des Schulzen Fritz. (Fortſetzung.) Des Schulzen Fritz ſaß den andern Tag in aller Frühe ſchon auf ſeinem Rappen, um hinaus in's Blachfeld zu fahren, wo er heute ackern wollte. Es war ihm dabei nicht gar wohl zu Muth, als er ſo dahin fuhr,— er hatte beim Ausfahren geſehen, daß des Bürgermeiſters Michel mit einem Geſichte, als wollte er ihn auffreſſen, an ihm vorbeigegangen und in ſeiner Eltern Haus getreten war. Indem er ſeine Pferde noch aus dem Brunnentroge tränkte, hatte er die Gelegenheit benutzt, auf das laute, heftige Reden im Hauſe zu merken, und bald ſchwand aller Zwei— fel, ob er verrathen ſei. Seine Ahnung von geſtern Abend hatte ihn nicht betrogen. „Sollen wir das erleben,“ hörte er deutlich den Michel rufen,„daß es noch heißt: des Bürgermeiſters Ihre hat's mit dem Knecht im Hauſe! Sollen wir ſo in den Leuten ihren Mäulern herum geh'n? Lieber dreh ich der Schlange den Halz um, lieber brech' ich dem Lausbuben das Genick, als daß ich ſo etwas zugebe!“ Fritz richtete ſich bei dieſen Worten des brutalen Michels in ſeiner ganzen Höhe auf dem Rappen empor, — ſein Geſicht überflog die Röthe die Zornes, und er wäre gerne abgeſtiegen, um dem Wüthenden in der Stube zu ſagen, daß er hiebei doch vielleicht zu kurz kommen würde; aber er dachte an die Kathel, deren Ruf ein ſolcher Lärm nur ſchaden könnte, und fuhr weiter zum Dorf hinaus. In der Wohnſtube ſeiner Eltern wüͤthete aber der Michel immer fort und fuhr um ſich mit einem„Heilig Donnerwetter um das andere. Der alte Bürgermeiſter hatte ſich im Bette aufgerichtet, rieb ſich die Augen und ſagte in Einem fort:„Ja, Hotz Streich! So Eine iſt unſre Kathel! Wer hätte das von dem Mädel geglaubt? Will ſie ſich die Kinderpoſſen nicht aus dem Kopfe ſchla⸗ gen? Hotz Streich! das wär' mir eine ſchöne Geſchichte?“ Jetzt aber winkte die Frau Buͤrgermeiſterin ihrem Sohn und Manne zu ſchweigen und keinen Lärmen zu machen, damit es nicht unter die Leute komme.„Wenn man ſich die Naſ' abſchneidet, verſchändet man ſich's Ge— ſicht!“ ſagte die kluge Alte.„Still jetzt von der ganzen Sache,— der Fritz muß aus dem Hauſe und zwar auf der Stelle,— Unſere aber macht ſich gefaßt, des Ochſen— wirths Sohn zu heirathen. Damit hat die Geſchicht' ein Ende.“— Darin hat ſich aber die Frau Bürgermeiſterin geirrt: die Geſchichte ſollte mit dem Wegſchicken des von ihrer Tochter Geliebten noch kein Ende haben, und ihr ſelber ſauer genug aufſtoßen in der Folge.— Während dieß Alles in dem Hauſe ſeines Dienſtherrn vorging, machte unſerm Fritz das Ackern gar keine Freude. Mehrmals hielt er die Pferde an, ſetzte ſich auf den Pflug und ſtarrte in den Nebel hinein, der dick und ſchwer über'm Felde lag,— oder ſchlug mit der Peitſche nach den Raben und Krähen, die in den friſchen Ackerfurchen ſich die Regen— würmer und Maden aufhackten; ſo ließ er an den ſchreienden dreiſten Vögeln ſeinen Unmuth aus, denn er konnte die heute Morgen gehörten Worte nicht ſo leicht verſchmerzen; — zum erſtenmale grollte er ſo recht dem Schickſale, das ihn— den Enkel des alten, reichen Dorfſchulzen— zum Dienſtknechte werden ließ und ihm ſeine junge Liebe ſo ſehr verbittern wolle. Aber dann tröſtete er ſich, daß die Kathel ihn trotz ſeiner Armuth nimmermehr laſſen würde, — er dachte daran, wie herzlich ſie, wenn er im Stalle oder ſonſt im Hauſe etwas arbeitete, ihm von ihrem Zim— mer aus das Lied herüber ſchallen ließ, worin es heißt: Vater und Mutter wollen es nicht leiden, Gelt, mein Schatz, das weißt du wobl; Vater und Mutter und Schweſter und Brüder, Daß ich dich nicht nehmen ſoll! Leiſe ſummte er ſelbſt das Lied für ſich hin, aber auch das Singen freute ihn heute nicht ſehr. Etwas Luſti— ges hätte er gar nicht zuwege gebracht. Immer kamen ihm wieder ſolche Lieder zu Sinne, die mit ſeiner Stim— mung harmonirten und auf ſeine eigenen Verhältniſſe Be— zug haben konnten. Trübe brummte er jetzt: Warum iſt denn die Armuth ſo ſehr veracht't? Man ſtellt ſie hinter die Thür. Hätt' ich nur dreitauſend Dukaten in der Hand! So zög' man mich herfür! und als er ſo einige Verſe vor ſich hingeſungen hatte, war er froh, von der Mittagsglocke hellen Klängen, die vom Dorfe im Nebel herüber hallten, unterbrochen zu werden. Mit bangem Herzen und der Frage, was Alles zu Hauſe heute Morgen vorgefallen ſein mochte, kehrte er mit ſeinen Pferden heim. Die Kathel ſtand heute nicht unter'm Thor, um ihm heimlich zuzublinzeln, aber die Magd vom Hauſe, die rothe Fränz, die den hochmüthigen Fritz nicht leiden konnte, ſtand dorten— und er konnte ihr etwas wie Hohn und Schadenfreude im Geſicht ableſen. Kaum hatte er die Pferde in den Stall gebracht, als auch ſchon der Bür— germeiſter herauskam und, nachdem er etwas von dem Willen der Frau Bürgermeiſterin geſtammelt, ihm kund gab, daß er ſich um einen andern Dienſt umſehen möge. Der Fritz nahm dieß ohne Erwiederung hin, putzte noch einmal ſeine Pferde und tränkte die lieben Thiere, von denen er ſich jetzt trennen ſollte, wobei ihm, ohne daß er's wußte, mehr als eine Thräne in den Waſſereimer fiel. Dann und wann ſah er auch nach den Fenſtern hinüber, aber da war kein Kathele zu ſehen, und als dann der Bürgermeiſter noch einmal mit ſeinem Dienſtlohn kam und ihm dann kalt geſagt hatte, daß er jetzt gehen könne, da nahm er ſeine ſieben Sachen zuſammen und ſchlich ohne ein Wort zu ſagen, durch die Grasgärten hinterm Dorfe hinauf, nach dem kleinen Häuschen des alten Jergmichel. Während noch am nämlichen Abend am großen Dorf— brunnen von den Mädeln und Weibern über nichts anders geplaudert wurde, als daß des Bürgermeiſters ihren Knecht fortgeſchickt hätten: während die Eine dieß, die Andere jenes als Urſache anzugeben wußte, Alle aber darin uͤbereinkamen, daß es dem ſtolzen Schulzenfritz, der ſo hoch hinaus wolle, und ſich mit keinem Mädel aus dem ͤ.——.. Dorfe abgegeben hatte, recht geſchehe, — ſaß Fritz truͤb vor ſich hin oder in die Ofengluth ſtarrend, in dem engen Stübchen des Häuschens auf dem Kirchberg, das der alte, treue Jergmichel bewohnte, und das ihm lange Zeit ein Ob— dach und ſeiner armen Mutter ein Todtenbett gegeben hatte. Der alte Jergmichel rückte, den Glatzkopf ſchuͤttelnd, den ſtrohgeflochtenen Großvaterſtuhl näher an den Ofen, die alte Liſe legte noch mehr Holz in die Gluth, die Heimchen zirpten ſo traulich wie ſonſt aus ihren Verſtecken hervor, wenn es ihnen nur gelungen wäre, die frühere Behaglich⸗ keit und Gemüthlichkeit durch ihre Stimme heute Abend auch an den ſtillen Herd hin zu locken. mung der um den Ofen Sitzenden war weit entfernt, den 402 Licht begehrt. Namen einer traulichen und heimlichen zu verdienen, das könnte man den Leuten ſchon am Geſicht anſehen, wenn das Oellicht ſchon angeſteckt wäre; als ob man ſich ſcheute, einander in's Geſicht zu ſehen, hatte Niemand noch nach (Fortſetzung folgt.) Aber die Stim- Für die Brandbeſchädigten zu Felda ging ferner bei uns ein: Von Gr. zu Aſ. fl. 1. 30 kr., durch Herrn Lehrer Bindewald in Ziegenberg von Förſter Berger zu Münſter 20 kr., Wirth Kuhl daſ. 30 kr., Frl. Peppler zu Staden 18 kr. Ungenannt 24 kr.; ferner von einem Ungenannten 30 kr., von Frau J. R. 30 kr. Um weitere Gaben wird gebeten. Die Exped. des Frie db. Int.⸗Bl. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Güter ⸗ Verpachtung. I1701] Dienſtag den 21. November d. 3 Vormittags um 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die dem vereinigten Armenfond dahier zustehenden Petritag 1855 leihfälligen, ungefähr 15 Morgen haltenden Güter in den Gemar⸗ kungen Aſſenheim und Bruchenbrücken, auf weitere dreizehn Jahre öffentlich meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 9. November 1854. In Auftrag der Armencommiſſion: Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Holz üefter ngg. 11719] Montag den 27. d. Mts., Vormittags um 10 Ubr, ſoll die Lieferung von 152 Stecken buchen Scheid⸗ und 3 Stecken Kiefern⸗Holz für die Garniſon und das Militär ⸗Lazareth dahier unter den in unſerm Büreau zur Einſicht offen liegenden Bedingungen auf dem Soumiſſions⸗ wege in Accord gegeben werden. Friedberg den 14. November 1854. Großberzoglicher Verwaltungsrath des 2. Bataillons 4. Infanterieregiments. Geſuch. [1705] Die Gemeinde Eckartsborn im Kreiſe Nidda beabſichtigt wegen Zinſenveringerung ein Kapital von 4000 fl., welches auf je 1000 fl. getrennt werden kann, aufzunehmen. Unter Zuſicherung prompter Zinſenzahlung werden hierzu luſttragende Darleiher erſucht, ihr Anerbieten an Unterzeichneten portofrei gelangen zu laſſen. K Eckartsborn den 6. November 1854. Großherzogliche e Eckartsborn r th. Lieferung von Baſaltſteinen. L17331] Die Lieferung von ſechs Ruthen Baſalt⸗ pflaſterſteinen für die hiefige Saline ſoll Dienſtag den 21. d. M., Vormittags 10 Uhr, im Ge⸗ ſchäftslocale des Salzamts, unter den im Ter⸗ mine bekannt zu machenden Bedingunden, an Verpflichtung nachkommen. leur Flach wieder zurückvergütet werden. Bekanntmachung. L17041 Mit dem 11. November 1854 hört die ſeither beſtandene Befreiung von der Bezahlung des Brückengeldes zu Oſſenheim für die Fuhren, welche auf dem hieſigen Bergwerk Braunkohle⸗ geladen haben, auf und es müſſen diejenigen, welche hier Koblen laden, Oſſenheim paſſiren und zur Bezahlung von Brückengeld daſelbſt verpflichtet ſind, vom 13. November d. J. an dieſer Bei Einhändigung der Ladſcheine wird jedoch denjenigen Fuhren, welche in Oſſenheim Brückengeld bezahlt haben, der entſprechende Betrag, 2 kr. für die Achſe, von dem Gräfl. Contro⸗ Bauernheimer Bergwerk den 9. November 1854. Gräfl. S.⸗ R. Bergverwaltung L. Storch. (Butzbach.) Lieferungen an Brod, geläutertem Oel, Thran, Stearinlichtern, Gerſtenſchrot, Waizenkleie und Leinkuchen, ſodann Stroh zum Füllen einzelner Betten. [17351 Donnerſtag den 23. dieſes Monats, des Vormittags um 10 Uhr, ſollen die Lieferungen der Bedürfniſſe der Garniſon Butzbach auf das 1. Semeſter 1855 auf dem bekannten Soumiſ⸗ ſionswege an den Wenigſtverlangenden in Ak⸗ kord gegeben werden. Dies den Intereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Be⸗ dingungen jeden Tag auf dem hieſigen Militär⸗ verwaltungsbureau eingeſehen werden können. Butzbach den 14. November 1854. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Verſteigerung von Bauarbeiten. [1736] Donnerſtag den 30. November l. J., Vormittags 11 Uhr, ſollen auf dem Bureau des Unterzeichneten zu Merlau die durch Er⸗ bauung einer neuen Kirche daſelbſt veranlaßten Arbeiten: 1) Glaſerarbeit, veranſchlagt zu 253 fl.— kr. 2) Weißbinder- und Stukatur⸗ arbeit, veranſchl. zu. 11209 fl. 27 kr. öffentlich an den Wenigſtnehmenden in Akkord gegeben werden. Zeichnungen, Voranſchläge u. Verſteigerungs⸗ bedingungen liegen auf hiefigem Kreisbauamte zur Einſicht offen. den Geringſtfordernden veraccordirt werden. Nauheim den 13. November 1854. Der Salinen inſpector F. Schreiber. Bekanntmachung. 11734] Montag den 4. December, Morgens 9 Uhr, ſoll auf dem Rathhauſe dahier die erſte Abtheilung der Domanialfrüchte aus der dies⸗ jährigen Erndte, beſtehend in: 90 Maltern Korn, 60„ Gerſte, 9 Hafer, neu naſſauiſchen Maaſes, meiſtbietend verſteigert werden, wozu man Steigluſtige einladet. Reichelsheim den 13. November 1854. Herzogl. Naſſ. Receptur v. Preuſchen. Grünberg den 11. November 1854. Großherzogliches Kreisbauamt Grünberg In Verhinderung des Kreisbaumeiſters Reuß, Bauacceſſiſt. Arbeits ⸗Verſteigerung. [1737] Montag den 20. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen auf dem Gemeindehauſe dahier nachſtehende Arbeiten öffentlich an die Wenigſt⸗ nehmenden in Accord gegeben werden: 1. Steinbrechen, veranſchlagt zu 12 fl.— kr. 2. Steinfahren, 1 12 3. Steinſetzen,„„ 1„ 30„ 4. Steinſchlagen,„„ 15— 5. Handarbeiten, 17„ 3, 36„ Niederwöllſtadt den 14. Novbr. 1854. Großherzogliche eee Niederwöllſtadt e Obligations-Verlooſung. [1738] Von den Partial⸗Obligationen hieſiger Gemeinde find heute mittelſt Verlooſung von dem Anlehen bei dem Handlungshauſe Simon Lindheimer in Friedberg zur Rückzahlung be⸗ ſtimmt worden: Nr. 12 mit 200 fl. vom 1. September 1842; „ 14„ 200 fl.„ 1. Januar 1839. Die Inhaber dieſer Obligationen ſetzt man hiervon in Kenntniß mit dem Anfügen, daß die Rückzahlung am 1. Januar 1855 durch Herrn S. Lindheimer in Friedberg erfolgt, reſp. bieſige Gemeindekaſſe, und von dieſem Tage an keine weiteren Zinſen vergütet werden. Ilbenſtadt am 6. November 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ilbenſtadt e Arbeits ⸗Verſteigerung. [1739 Donnerſtag den 23. d. M., Vormittags 10 Uhr, werden in dem Gemeindehauſe dahier nachſtehend beſchriebene Arbeiten öffentlich we⸗ nigſtfordernd in Accord gegeben. A. Herrichtung eines Pumpenbrunnens in dem Ort: 1) Bergmanns- und Maurerarbeit, ver- anſchlagt zu 40 fl. 2) Zimmerarbeit, veranſchlagt zu 30„ 3) Pumpenmacherarbeit,„ 36* B. Anfertigung von Fenſtern in der Gemeinde ⸗Armenwohnung: Glaſerarbeit, veranſchlagt zu 32 fl. Die Voranſchläge und Bedingungen können ſchon vorher auf dem Büreau der Bürgermeiſterei eingeſehen werden. Stammheim den 11. November 1854. Großherzogliche 8 Stammheim au lp. Verſteiger ung eines Wohnhauſes auf den Abbruch. 1740] Donnerſtag den 23. d. M., Vormittags 11 Uhr, wird in dem Schloßhofe dahier ein Wohnhaus von 60 Fuß Länge und 49 Fuß Breite, wovon der unterſte Stock von Stein, und der obere Theil von Eichenholz erbaut, welch letzteres noch ſehr gut erhalten iſt, öffentlich meiſt⸗ bietend auf den Abbruch verſteigert. Stammheim den 11. November 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Stammheim Pauly. 18, 1800] bn hne in werden. 1. chen 4 be. Friedbert eee Bralll Hach in ſe ſlen Preiſa, Friedbet Le! L11100 80 heim im neut Menſch einen 3 Dir L742] und wünſcht aus 3 L743] Ein ſaufen bei Oberrot —— 11744] in d ſſt zu verkau bei Frau Di 3 [1745] Ein leitern, breit brauchbar, in vertheilungsh geber dieſes 9 11746) Von bevorzugten J. W. habe ich die e am hieſigen! klben, und er Waare meine bf möglie Friedberg 55 N 7a. N bolländi bolländi Kräuter⸗ aieriſ 5 ran e: Punsch Tafel⸗ 8 Emmen Käſe, K toſinen 0 0 d Oſenbeim * ene durch Herrn 1 5 „ Tag an leine . zurgtn können argermtiſterti Haus verkauf. 1686] Unterzeichneter iſt geſonnen ſein Wohn⸗ baus nebſt Hinterbau mit geräumigem Hofraum unter ſehr vortheilhaften Bedingungen aus der Hand zu verkaufen. Wilbelm Stritzinger. Friedberg. 18,000 fl. Capitalien [1694] können durch Vermittelung des Unter— zeichneten in verſchiedener Größe ausgeliehen werden. An Gemeinden werden die Capitalien gegen 4 pCt. Zinſen abgegeben. Friedberg im November 1854. Joſeph Straus. Braunſchweiger Flachs, L730] in ſchönſter Qualität und zu den billig— ſten Preiſen, bei Ph. Dan. Kümmich. Friedberg. eh ngsgeſu ch. 11741] Bei Herrn Tapezirer Zöllner in Nau— beim im neuen Johnnnisberg findet ein junger Menſch einen Lehrherrn. eb n ke 11742] und eine Waſſerwaage mit Zugehör wünſcht aus freier Hand zu verkaufen Martin Glaſer in Obermörlen. ran fen. 11743] Ein gemäſteter Faſelochſe iſt zu ver⸗ kaufen bei Oberros bach. G. Ruppel. Ein Garten 1744] in der Langgaſſe, ½ Morgen haltend, iſt zu verkaufen oder zu vermiethen. Näheres bei Frau Diſtrictseinnehmer Specht dahier. nen 11745] Ein vollſtändiger Wagen mit Erndte⸗ leitern, breiter Spur, drei- und vierſpännig brauchbar, in noch gutem Zuſtande, ſteht erb— vertheilungshalber billigſt zu verkaufen. Aus- geber dieſes ſagt wo? sr. 11746] Von der rühmlichſt bekannten all' überall bevorzugten J. W. Dieffenbach'ſchen Punſcheſſenz habe ich die erſte Sendung empfangen, beſitze am hieſigen Platz den alleinigen Verkauf der⸗ ſelben, und erlaſſe dieſe ſich ſelbſt empfehlende Waare meinen verehrten Abnehmer zu den billigſt möglichſten Preiſen. Friedberg. Guſt. Dieffenbach. Neuer Lapperdan! 11747] Neue Stockſiſche, neue holländiſche Vollhäringe, neue holländiſche Sardellen, neue Kräuter⸗Anchovis, neue rhein⸗ baieriſche Kaſtanien, Rum de Jamaica, Arae de Batavia, Orange⸗ und Ananas⸗Araec⸗ Punſcheſſenzen, feinſte Stearin⸗ Tafel⸗& Chaiſenlichter, beſten Emmenthaler und Limburger Käſe, Krachmandeln& Tafel⸗ roſinen bei Wilhelm Fertſch. 403 Bekanntmachung. 117271 Die ſeither für die Kohlenabnehmer der Braunkohlengrube Wilhelmsboffnung bei Dorn⸗ aſſenheim beſtandene Befreiung von der Bezahlung des Brückengeldes zu Oſſenheim hört mit dem 11. d. Mts. auf. Dagegen wird denſelben alsdann von dem Materialſchreiber Weitz, bei Abgabe der Lad⸗ ſcheine, das für ihre Kohlenfuhren zu Oſſenheim entrichtete Brückengeld auf Verlangen vergütet. Reichelsheim den 9. November 1854. Schmid, prov. Bergcontroleur. G. Sack, 11748] Herrnkleidermacher in Wohnbach, vor— mals 14 Jabre als Meiſter in Berlin, empfiehlt ſich unter Zuficherung ſolider und moderner Arbeit und mit dem Bemerken, daß er hohe Herrſchaften zur größten Zufriedenheit bedient, auf's Beſte. Nu ſlan d und die Ruſſen für 12 Silbergroſchen. Frei nach dem Engliſchen. [1749] Vorräthig in C. Scriba's Buchhand⸗ lung in Friedberg. Herr Tapezirer Zöllner [1750] in Nauheim, im neuen Johannisberg empfiehlt ſich im Anfertigen von Stahlfederbetten. Schnellwagen, [1751] geſtempelt, ein- und zweiſeitig, find ſtets vorräthig bei Friedberg. A. Wohlfahrt, Großberzoglicher Eichmeiſter. Eine vollſtändige Wohnung, 11752] welche ſogleich bezogen werden kann, iſt zu vermiethen bei Chr. Hofmann. Zur Nachricht. [1753] Dienſtag den 28. November d. J. wird die Cafinogeſellſchaft im großen Trapp'ſchen Saale einen Ball abbalten. Der Anfang iſt um 8 Uhr. Die Vorſteher. 7000 bis 9000 fl. 1754] liegen gegen hypothekariſche Sicherheit durch meine Vermittlung zum Ausleihen bereit. Poſten unter 2000 fl. werden jedoch nicht abge— geben. Anmeldungen zu größeren Summen erhalten den Vorzug. Nidda den 13. November 1854. Dr. Boorberg. Turnuͤbungen. [1755] Während überall die Turn⸗Anſtalten eingegangen ſind, hat ſich eine ſolche in dem Eldorato des Kreisamtsbezirks Friedberg, Nie- derwöllſtadt, bis auf dieſen Augenblick er— halten! Erſt am verfloſſenen Mittwoch Abend, nach 7 Uhr, gaben vier fremde Turner(aus der Provinz Fulda) eine Gaſtprobe auf der nahe an der Bahnhofſtraße eingerichteten circa 30 Fuß tiefen Sprunggrube. Die Probe fiel i doch unglücklich aus, indem zwei der Turner ſich ſo ſchwer verletzt batten, daß das Publikum an ihrem Wiederaufſtehen zweifelte. Die Künſt⸗ ler ſprangen ohne Beleuchtung, was wohl die Urſache der mißlungenen Probe geweſen ſein mochte. Indeſſen dürfte es wünſchenswerth ſein, wenn die Municipalität zu Niederwöllſtadt jene An⸗ ſtalt ganz eingeben ließe und dagegen anderen Inſtituten, wie z. B. den Lehr- und Erziehungs- anſtalten, Weg⸗ und Straßenanlagen, Wohl⸗ ſtandbeförderungswerken, Armenpflege ꝛc. etwas mehr Aufmerkſamkeit zuwendete und überhaupt die großen Mittel der Gemeinde auch zu großen und ſchönen, den Zeitverhältniſſen ent⸗ ſprechenden Zwecken verwendete.— Wir wollen das Beſte hoffen! Schlipf's Handbuch der Landwirthſchaft. 11756] Bei Carl Mäcken in Stuttgart iſt erſchienen und in E. Seriba's Buchhandlung in Friedberg vorräthig: Populäres Handbuch der Landwirthſchaft für den praktiſchen Landwirth nach dem gegenwärtigen Standpunkte der Fortſchritte im Acker-, Wieſen- und Weinbau, in der Obſtbaumzucht, der Rindvieh-, Schaf-, Pferde-, Schweinen— und Bienenzucht, von J. A. Schlipf, Oberlehrer der königl. Würtemberg. Ackerbauſchule in Hohenheim ꝛc. vermehrte und verbeſſerte Auflage. nungen. Preis fl. 32 Eine gekrönte Preisſchrift. Mit zwiſchen den Text gedruckten Zeich— Vierte, Unbedingt das Vorzuͤglichſte aller landwirthſchaftlichen Handbücher. An ei ge. [17161 Den Bewohnern der Stadt Friedberg und deren Umgegend bringen wir hiermit zur Anzeige, daß wir in Friedberg eine Niederlage von unſeren Fabrikaten in Rauch⸗Taback bei Herrn Ph. errichtet haben. D. K ùdù mmi c h Sowohl die Qualität der Tabacke, als auch die Preiſe ſind noch denen vor dem Steuer- Anſchluſſe gleich. Fuchs& Ko ch in Hannover. In Bezug auf vorſtehende Anzeige halte ich mich zu gefälligen Aufträgen beſtens empfohlen. Ph. Dan. Kümmich. — 404 DVX. Reiſegelegenbei uͤber England nach Amerika& Auſtralien. Abfahrt nach Amerika per Segelſchiff jeden Mittwoch, Dampfſchiff monatlich zweimal. 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Das Verzeichniss der zirkulirenden Zeitschriften wie die näheren Abonnements- Bestimmungen werden wir den Interessenten, welchen diese noch nicht zugekommen sein sollten, gerne mittheilen, und bitten nur, sich desshalb an uns wenden zu wollen. Friedberg. C. Bindernagel's Buchhandlung. Kirchliche Anzeigen. 23. Sonntag n. Trinit. den 19. Novbr. Pfarramtswoche: r. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candida t Kraus. Nachmittags: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Seel. Nachmittags: Hr. Candid at Lauer. Abgang der Eiſenbahnzüge in Friedberg. Nach Frankfurt: 6 25 9 8* 1 40 6 48 9 32 Die mit“ bezeichneten Zü Nach Caſſell⸗ 7 3 12 24 A 87(Gießen) 5 555 7 56(Marburg) ge ſind Schnellzüge. Frankfurter Cours vom 15. Nov. 1854. Piſtolen„ Friedrichsd or, Holländiſche 10 fl. Stücke Rand⸗Ducaten. 5 20 Frankſtücke. Engliſche Souverains. Preußiſche Thaler. 5 Frankentbalenxs Preußiſche Caſſenſcheine. fl. 9 31-32 „ 9 59-10 fl „9 37-38 „5 29 B. „9 19 B. „1140 B. „ 145%¼/-46 „ 220½ G. „ 145% 7 Polizei ⸗ fur die Städte Friedbe vom 18. bis zum Taxe rg und Butzbach 24. Novbr. = 0 Fried⸗ Butz⸗ 2 Brod⸗Preiſe. berg. bach. * kr. pf. kr. pf. 1[Roggenbrod ½ Korn— und ½ Gerſtenmehl 443 43 2, 7 73 9 1 9 1 4 7 7 7, 18 1 18— 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) 1 ½ Korn- u. ½ Waizenmehll 5 151 2 7. 7 7. 10 1110 1 4 7 75, 20 1 20 4 —[Milchbrod A —Waſſerweck 13½ —Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 104 14 Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1Ochſenfleiſch 14— 14— „Kühfleiſch, gemäſtetes 10— 10— „ Rindfleiſch, gemäſtetes 9 2192 „Kalbfleiſch 919 „Schweinenfleiſch 15 1 „Hammelfleiſch 10— 10— „Schaaffleiſch 7——— „Wurſt veblos Schweinen 16— 16— „[Bratwurſt 20 2 20— „Schwartenmagen 20— 120— „Geräucherter Speck 28 228— „Schinken 20— 20— „ Dörrfleiſch 20— 20— „Schweinenſchmalz, ausgel. 24— 24— „ unausgelaſſen 22— 22— „ Nierenfett 22— 22— „Hammelsfett 161— 116— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seippel. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Betteffen! J Ihnen Fol 2 Jud um Zwec zum Ausſte dieſe Scho Dieſe den Schor laſſen. 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