Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch die Poſt bezogen fl. 1. 30 kr. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum 2 kr.; die beiden erſten Zeilen zu⸗ ſammen 7 kr. N 98. Freitag, den 15. Dezember. 18541. Die Mitgift. (Fortſetzung.) Ein weiterer Anziehungspunkt im Hauſe der Tante war für Paulinen der Umgang eines jungen Mannes, welchen ſie daſelbſt traf. Karl Schörtel war ein Neffe der Tante, ein Brudersſohn ihres verſtorbenen Gatten, und zum Landwirth beſtimmt, in welcher Eigenſchaft er auch auf dem Gute der Tante Schörtel wohnte. Karl war fünf oder ſechs Jahre älter als Pauline,— ein ſchöner junger Mann von freier, offener Miene, gerade und bieder, gutmüthig und geſcheidt, anſpruchslos und offen, und ein großer Liebling der Tante Schörtel, die zwar die ſtille Neigung der beiden jungen Leute für einander wohl bemerkte, aber nichts that, um dieſelbe im Keim zu erſticken, allein auch in keiner Weiſe dieſelbe nährte. Sie glaubte es aber ihrer Pflicht als mütterliche Verwandte dieſen beiden Waiſen ſchuldig zu ſein, daß ſie vor ihnen offen über Karl's Ausſichten für die Zukunft und die teſtamentariſchen Verfügungen ihres ſeligen Gat— ten ſeinetwegen ſich ausſprach. Kraft dieſes Teſtaments ſollte Karl nach dem Ableben der Tante Schörtel, welche nur die lebenslängliche Nutznießung davon hatte, den Hirſch— hardter Hof erben, allein nur unter einer Bedingung, deren Erfüllung eine ziemlich herbe Beſchränkung fuͤr Karl's perſönliche Freiheit enthielt: die Wahl ſeiner zu— künftigen Gattin ſtand ihm nämlich nicht frei. Ohne dieſe Beſchränkung wären ſicher Pauline und Karl bald ein Paar geworden; ohne dieſelbe hätte gewiß auch Frau von Altenhof ihn mit mehr Rückſicht behandelt, denn der Hirſch— hardter⸗Hof war ſeine ſiebzigtauſend Gulden unter Bruͤdern werth,— und ohne dieſelbe wäre es auch Paulinen nicht erlaubt worden, ſo oft zur Tante zu kommen. Ohne dieſe Beſchränkung hätte Frau v. Altenhof trotz ihrer hochgehen— den Pläne dennoch in Karl'n eine gute Parthie für eine ihrer eigenen Töchter geſehen, denn er war nach Herz und Verſtand ein Mann, dem man das Lebensglück einer ge— liebten Tochter ruhig anvertrauen konnte. So aber ſah ſich der junge Schͤrtel von Frau v. Altenhof und ihren vier klug erzogenen Töchtern mit vollkommenſter Gering— ſchätzung und Mißachtung behandelt, und er und Tante Schörtel tauſchten oft, wenn ſie dieß bemerkten(und es geſchah dieß ſtets ohne Groll), bedeutſame ironiſche Blicke aus.„Laſſen wir uns das nicht anfechten, lieber Karl!“ pflegte die Tante dann wohl zu ſagen;„wir kennen ja die Frau Schwägerin. Es geht ihr wie dem Fuchs in der Fabel:„ſie verachtet die Trauben, welche fur ſie zu hoch hängen!“— Und dieß war bei Karl der Fall: das Teſtament ſeines Oheims beſtimmte ihn nämlich nur unter der Bedingung zum Erben des großen Gutes, daß er eine Frau oder Braut mit einer baaren Mitgift von fuͤnf— undzwanzigtauſend Gulden wähle, um zugleich mit dem ſchuldenfreien Gut auch ein ſchuldenfreies Betriebskapital in die Ehe zu bringen; und Tante Schörtel ſtand es frei, ihren Neffen gegen entſprechende Jahresrente an jedem beliebigen Tage in den Beſitz des Gutes einzuweiſen, wenn nur erſt die Vorfrage wegen der Braut mit dieſer Mitgift gelöſt war. Konnte Karl dieſe Bedingung nicht erfüllen, ſo verlor er alle Anſprüche auf das Gut, und dasſelbe ſollte verkauft und ſein Ertrag unter die Verwandtſchaft und gewiſſe milde Anſtalten vertheilt werden.— Nun war es aber Frau Schoͤrtel längſt kein Geheimniß mehr, daß es mit dem Vermögen ihres Bruders nicht ſo glänzend be— ſtellt war, um ihm zu erlauben, jede ſeiner Töchter mit baaren 25,000 Gulden ausſtatten zu können. Vielmehr waren ſeit Herrn von Altenhof's zweiter Ehe durch die üppige Lebensweiſe der Frau vom Hauſe und den hohen Ton, in welchem das ganze Hausweſen geführt wurde, alljährlich die Ausgaben ſtets weit größer geweſen, als die Einnahmen, ſo daß das Vermögen ſich allmählich ziemlich verringert haben mußte. Tante Schörtel hatte mehrfach ihrem Bruder vergebliche Vorſtellungen darüber gemacht, allein gefunden, daß er keinen eigenen Willen mehr hatte und daß es darum nur zu ehelichem Hader führen müßte, wollte ſie den Ernſt ihrer Ermahnungen weiter treiben. Sie ſchwieg daher, verhehlte es aber Paulinen nicht, daß unter ſo bewandten Umſtänden an eine Verbindung zwi— ſchen ihr und Karl nicht zu denken ſeie. Und Pauline? ſie grämte ſich nicht darob; ſie liebte den Vetter, ohne es ſich zu geſtehen; ſie wußte wohl, daß ſie nie im Stande war, der Bedingung jenes Teſtaments zu genügen; auch achtete ſie Karl zu hoch, bewunderte die Vorzüge ſeines Charakters und ſeines Herzens allzu ſehr, um den kühnen Wunſch zu hegen, daß er je ihr Le⸗ bensgefährte werden könnte. Gewöhnt an Entſagung, an die Rolle eines Aſchenbrödelchens im Vaterhauſe, verſtieg ſie ſich niemals zu ſolchen ſanguiniſchen Hoffnungen. Aber auf ſeine Freundſchaft war ſie ſtolz, denn ſein Rath, ſein Umgang genügten ihr vorerſt, wie ſie ſich einredete, um 15 Bedürfniſſe jedes Menſchenherzens nach einer Stütze oder einem Anlehnungspunkte zu genügen, und Pauline war niemals glücklicher, als wenn ſie in Tante Schörtel's Hauſe mit Karl ſingen oder zeichnen, neben ihm auf mu— thigem Pferde durch die herrliche Landſchaft dahinſprengen, oder auf Spaziergaͤngen im Geleite der Tante die ſchön— ſten Punkte der Gegend beſuchen konnte, oder wenn Karl in traulicher Abendſtunde der Tante und der Nichte mit ſeiner klangvollen Stimme vorlas. Pauline begehrte dann nicht mehr, als höchſtens, daß ſie den Aufenthalt bei Tante Schörtel ſo lange wie möglich fortſetzen und dem Vater— hauſe noch längere Friſt ferner bleiben dürfte.— Und wie verhielt ſich Karl dazu? hör' ich meine holden Leſe— rinnen in Gedanken fragen. Jenun, er ſchien merkwürdig ſäͤumig oder gleichgültig, jene Bedingung des Teſtaments zu erfüllen, und pflegte bei allfälligen Erkundigungen ſeiner Bekannten lachend zu erwidern: er habe die Wahl ſeiner Zukünftigen lediglich der lieben Tante anheimgeſtellt. Wann er nun dieſer dieſelbe Antwort gab, ſo konnte er ihr ſelten in's Auge blicken, ohne daß eine leichte Verlegenheit ſeine Wangen röthete, denn er ahnte, daß ihm Tante Schörtel, wäre es von ihr abhangig geweſen, am liebſten Paulinen 436 zur Gattin gegeben haben wurde. Aber die leidige Be⸗ dingung des Teſtaments drohte Beider ſtille Wünſche zu vereitein, denn die ſtille Hoffnung der Tante, bei einem etwaigen frühen Tode ihres Bruders das Erbe Paulin— chens aus ihren eigenen Erſparniſſen auf die benöthigte Summe erhöhen zu konnen, ward plötzlich durch einen unerwarteten Zwiſchenfall vereitelt, den wir im nächſten Abſchnitt erzählen wollen. (Fortſetzung folgt.) Für Weihnachten empfehlen wir allen Eltern, welche dieſelben bis jetzt noch nicht ange⸗ ſchafft haben, zwei allerliebſte Bücher,“) beide vom Onkel Ludwig, dem beliebten Kinderſchriftſteller, nämlich: 1) Luſtige und ernſte Märlein, Kindern erzähltz mit 9 reizenden Bildern.(Weimar bei Janſen u. Comp.) Das ſind lieb⸗ liche und doch kräftige Märchen für Kleine und Große, die ſich vom Heimchen und von Gnomen, vom Geiſt Schabernack und vom Nuß⸗ knacker, vom verzauberten Ziegenbock und von andern Erfindungen des Volksbumors etwas erzählen. Sie regen den Geiſt und die Einbildungs⸗ kraft wohlthätig und belehrend an, ohne den Kopf mit geſpenſtigem Kram anzufüllen, den Eltern und Erzieher nachher gar zu gern wieder aus⸗ treiben möchten, wenn es nur gleich ginge.— Durch dieſe Märchen wird die Bildung des Herzens befördert, und der Verſtand hat auch Nutzen davon. Und ſo allein iſt es recht! Nur ſolche Märchenbücher können den Kindern wirklich frommen.— Gleich empfehlenswürdig ſind Onkel Ludwig's 2) Luſtſpiele für Kinder, nebſt einem Anhange dramatiſirter Sprüchwörter, mit drei hübſchen Bildern.(Weimar im gleichen Verlage.) Wer auch ein noch ſo begründetes Vorurtheil gegen Kinderſchauſpiele im Allgemeinen hat— die ſe Luſtſpiele kann er ganz unbedenklich ſeinen Kindern zur Aufführung in die Hände geben, ohne den geringſten Nach⸗ theil in ſittlicher oder irgend welcher Hinſicht befürchten zu müſſen. Im Gegentheil gewähren ſie— abgeſehen von einer ſehr angenehmen und *) Vorräthig in C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. anregenden Unterhaltung, ſowohl für die Kinder ſelbſt, als für die Zu⸗ ſchauer— den gar nicht gering anzuſchlagenden Nutzen, daß ſich die Kinder frei, ungezwungen und anſtändig zu bewegen und zu ſprechen lernen. Alle Stücke ſind ganz im jugendlichen Sinn und Geiſt geſchrie⸗ ben, und zum Theater kann obne weitere Vorbereitung jede Stube dienen. — Das alles ſind Vorzüge, die das nette Büchlein gewiß empfehlen, und wir ſtimmen darin ganz dem Recenſenten in dem Münchner Jugend⸗ freund(1853 Nr. 25) bei, welcher darüber Folgendes ſagt:„Das iſt wieder einmal ein Buͤchlein, das dem Herrn Verfaſſer und dem Herrn Verleger Ehre, Eltern und Kindern aber Freude macht. Solche Luſt⸗ ſpiele ſind dem Jugendfreunde noch nicht zu Geſicht gekommen; die Auf⸗ führung ſo leicht, ohne den geringſten Aufwand, die Sprache ſo edel, einfach und kindlich, der Inhalt ſo lehrreich— kurz alles ſo anſprechend, daß das Bächlein es verdient, unter den Chriſtgeſchenken einen der erſten Plätze einzunehmen.“ 2 Guſtav⸗Adolf⸗Stiftung. Indem ich den Empfang der Beiträge zur Guſtav⸗Adolf⸗Stif⸗ tung für 1854 aus den evangeliſchen Gemeinden Großkarben mit 8 fl. 1 kr. und Melbach mit 8 fl. 48 kr. hiermit dankbarlichſt be⸗ ſcheinige, bitte ich die anderen zum Wetterauer Zweigvereine gehören⸗ den, evangeliſchen Gemeinden brüderlich, nunmehr ihre Jahresbeiträge 095 und an Herrn Apotheker K. Wahl dahier einſenden zu wollen. Friedberg den 11. Dezember 1854. l Dr. Matthias, Secretär. Markt⸗Bericht von Friedberg. Dienſtag den 12. Dezember. Waizen aufgefahren 892 Malter, verkauft 758, 16 fl. 33 kr.; Korn aufg. 171, verk. 110, 14 fl. 15 kr.; Gerſte aufg. 49, verk. 43, 9 fl. 9 kr.; Hafer aufg. 197, verk. 185, 5 fl. 25 kr.; Vorſchußmehl aufg. 44, verk. 38, 20 fl. 25 kr.; Waizenmehl aufg. 18, verk. 18, 15 fl. 10 kr.; Roggenmehl aufg. 25, verk. 24, 13 fl. 30 kr.; Erbſen aufg. 4½, verk. 4½, 12 fl. 15 kr.; Wicken aufg. 2; Bohnen aufg. 10, verk. 6 ½, 15 fl.; Kartoffeln aufg. 12 ½, verk. 12½ 4 fl. 42 kr. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Bekanntmachung. 11875] Montag den 18. Dezember, Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die erforderlichen Schubfuhren für 1855 an den Wenigſtnehmenden verſteigert. Friedberg den 9. Dezember 1854. In Auftrag Großherzoglichen Kreisamts Friedberg: Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Bekanntmachung. [18781 Montag den 18. Dezember, Nachmittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe für 1855 an den Meiſtbietenden verſteigert, 1. Das Einkommen des Standgeldes an Wochen- und Jahrmärkten mit der Butterwage und 2. das Einkommen der Stadtwage. Sodann werden an den Wenigſtnehmenden verſteigert: 3. Das Liefern des Oels, der Dochte und Lichter zur Straßenbeleuchtung, der Nachtwache und des Thürmers; 4. das Fahren des Kieſes von dem ftädtiſchen Theil der Uſa; 5. das Auswerfen und Meſſen desſelben; 6. das Anliefern der Pflöcke; 7. das Steinſetzen; 8. das Wegfahren der Steine und des Schutts von den Straßen in der Stadt. Friedberg den 9. Dezember 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Arbeits ⸗Verſteigerung. [1888] Montag den 18. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſollen auf dem Nathhaus zu Nieder- wöllſtadt die bel Herſtellung der Feuerſpritze vorkommenden Wagner⸗, Schmied⸗ und Weiß⸗ binderarbeiten in Accord gegeben werden. Niederwöllſtadt am 13. Dezember 1854. Großherzogliche N Niederwöllſtadt 0. Holzverſteiger ungen in den Domanialwaldungen des Forſts Friedberg in dem Jahre 1855. [1877J Die obengenannten Holzverſteigerungen werden in den nachbenannten Perioden abge⸗ halten werden und dabei folgende Holzquanti⸗ täten zur Verwerthung kommen: A. In der Oberförſterei Hochweiſel: in den Monaten März, April und Mai S 513 ſum. Stecken Brennholz und 43 ſum. Stecken Bau⸗ und Werkholz; B. In der Oberförſterei Oberrosbach: a) in den Monaten Dezember, Januar und Februar 777 ſum. Stecken Brennholz, b) in den Monaten März, April und Mai 1525 ſum. Stecken Brennholz und 114 ſum. Stecken Bau⸗ und Werkholz; c) in den Monaten Juni, Juli und Auguſt 938 ſum. Stecken Brennholz und 46 ſum. Stecken Bau- und Werkzeug; C. In der Oberförſterei Altenſtadt: a) in den Monaten Dezember, Januar und Februar 443 ſum. Stecken Brennholz und 5 ſum. Stecken Werkholz. b) in den Monaten März, April und Mai 180 ſum. Stecken Brenn- und 4. ſum. Stecken Werkholz. Die ſpeciellen Holzverſteigerungstermine wer— den in den Friedberger und Vilbeler Anzeige- blättern, ſowie durch beſondere Ausſchreiben in den Gemeinden durch die Großherzoglichen Ober förſtereien bekannt gemacht werden. Rodheim am 4. Dezember 1854. Großherzogliches Forſtamt Friedberg Rübſamen. Güter ⸗Verſteigerung. 11889 Mittwoch den 27. Dezember, Morgens 11 Uhr, werden in bieſigem Rathhauſe nach⸗ bezeichnete zum Nachlaß der Frau Geheime Kirchenrath Ferdinand Fertſch gehörende Gärten einer freiwilligen meifibietenden Verſteigerung ausgeſetzt, als: Flur 4 Nr. d. Grundſtücks 232, 39 Klafter Grab⸗ garten in der Kohl, „4 Nr. d. Grundſtücks 201, 102 Klafter deß⸗ gleichen an Großberzogl. Fiskus. Gibt 26 kr. abgelöſte Grundrenten. Friedberg den 13. Dezember 1854. In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Bender, Ortsgerichtsvorſteher. Holzverſteigerung. [1890] Donnerſtag den 21. d. Mts., Vormit⸗ tags 10 Uhr, werden im Rodheimer Gemeinde⸗ wald: Diſtrikt Spitzenſteinhecken: 11 Stecken Nadel⸗Scheit⸗ 126 7 19 58 ½„ 17 4840 Wellen„ Reis⸗[ 90„ Eichen⸗„ öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert. Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine wird Zablungsfriſt bis zum 1. April 1855 geſtattet. Rodheim am 11. Dezember 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Rodheim e e Arbeits ⸗Verſteigerung. [1891] Montag den 18. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Nieder wöllſtadt nachbemerkte Arbeiten an der Kirche daſelbſt öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 3 fl.— kr. 2) Steinhauerarbeit,„„ 12%—„ 3) Dachdeckerarbeit,„„ 15% 24„ 4) Weißbinderarbeit,„„ J 2 Niederwöllſtadt am 13. Dezember 1854. Für den Kirchenvorſtand: Großherzogliche Bürgermeiſterei Riederwöllſtadt Stoll. —— jum Nucl Oberwo! — 6 flesh) en hum zeige! meiner Bir Schweine nm zahlreichen Friedbet 5 2 1840] Eine 10 guet bommen bei 3¹ I1859J Nai Kind ſowe Geſ Schach in Spiele und! zu bevorfſehet laufe ich in Friedbet, 3. 11871] pt. pr. Flache Friedde Neue 872] S. feine Liguen Rum, Arat, ger Kocherdl Ein 14894) kann Fried ben —— 1899) Ir 0. Deze! grof ſitgeſtzt Loo e 1 del — Bekanntmachung. 11892] Die Lieferung von 6000 Stück Bind⸗ weiden für die Bedornungsarbeiten bei der bie⸗ ſigen Saline ſoll Freitag den 22. d. M, Vor⸗ mittags 10 Uhr, im Geſchäftslokale des Salz⸗ amts unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen einer öffentlichen Ver⸗ ſteigerung ausgeſetzt werden. Nauheim den 13. Dezember 1854. Der Salineninſpector F. Schreiber. Auszuleiben. 11893] Im bieſigen Kirchenfond liegen 120 fl. zum Ausleiben bereit. Oberwöllſtadt den 12. Dezember 1854. Veitb, Kirchenrechner Empfehlung. 11881] Einem hieſigen und auswärtigen Publi⸗ kum zeige ich biermit ergebenſt an, daß ich mit meiner Wirthſchaft und Bierbrauerei auch die Schweinenmetzgerei verbunden habe und bitte um zahlreichen Zuſpruch. Friedberg im Dezember 1854. Emmerich Müller, in der Uſergaſſe. ige. 11849] Eine neue Sendung ächter Bremer⸗ und Havanna ⸗Cigarren iſt wieder ange⸗ kommen bei 2. 5 Louis Winheim. Zur Nachricht. 118591 Meine bekannten Kinderſpielwaaren, ſowie Geſellſchafts⸗ Spiele, Schach in Bein und Holz, dann Tivoly— Spiele und komiſche Licht bilder ſind wieder zu bevorſtebendem Chriſtfeſte aufgeſtellt und ver⸗ kaufe ich in möglichſt billigen Preiſen. Friedberg im Dezember 1854. W. May. Jamaica⸗ Rum, 118711 pr. Flaſche 1 fl. 18 kr., Punſcheſſenz, pr. Flaſche 1 fl. 12 kr. bei Friedberg. C. Wahl. Neue holländiſche Häringe 118721 Sardellen, Nord⸗Lapperdan feine Liqueure, Punſch- und Groc⸗Eſſenzen, Rum, Arac, ſowie auch vorzügliche Vogelsber⸗ ger Kocherbſen ohne Fliegen billigſt bei Louis Winheim. Ein Schmied⸗Geſelle [1894] kann in Arbeit treten bei Friedberg. Philipp Ritzel 1. 437 Geſchäftsanzeige. 11858] Da ich Mehl⸗Handel angefangen babe und mit ſehr feinem Waizen⸗Vorſchuß verſehen bin, ſo erlaube ich mir, ein geehrtes Publikum darauf aufmerkſam zu machen und bitte um recht zahlreichen Zuſpruch. Karl Morell, in der Burgvorſtadt Nr. 123. Leere Faͤſſer, [1854] von 1 bis 6 Ohm haltend, in Eiſen und Holz gebunden, werden ſehr billig abge- geben bei Louis Winheim. Fruchtmaße 11834] von Eiſenblech 2 8 vorräthig bei Friedberg. u d 6 g Spenglermeiſter. Chroniſche Rheumatismen. 11895] Die galvanoelectriſchen Ketten“) von Goldberger zeigen ſich in Verbindung mit dem gleichzeitig dabei angewendeten Verfahren bel chro niſchen Rheumatismen nützlich. Leipzig. Dr. Clarus, Profeſſor der innern Klinik an der Univerſität. ) Stets icht vorräthig in Friedberg bei P. F. Schmittner, ſowie in Butz⸗ bach bei Val. Wießler. 2 Anzeige. 11896 Ich zeige einem hohen Adel und ver⸗ ehrten Publicum ergebenſt an, daß ſich mein Herrnkleidermagazin während des Marktes wie⸗ der im Steinernen Haus befindet. J. Frank, Geſchäftsführer aus Darmſtadt. Einladung zur Theilnahme an einer zu errich— tenden Gewerbhalle in Friedberg. [1897] Da die Statuten zu dieſer Anſtalt höhe— ren Orts bereits genehmigt ſind, ſo werden außer den Unterzeichnern derſelben auch die übrigen hieſigen Gewerbtreibenden, deren Erzeug⸗ niſſe ſich zur Ausſtellung eignen, hierdurch zu einer weiteren Beſprechung auf Samſtag den 16. d. M., Abends 8 Uhr, in das Local des Herrn Nicolaus Engel um ſo mehr eingeladen, als der ſpätere Beitritt zu dem Unternehmen noch mit beſonderen Bedingungen verbun— den ſein wird. Friedberg den 11. Dezember 1854. Der Vorſtand. Nicht zu uͤberſehen! 118981 Kapitalien von 200 fl., 300 fl., 500 fl. und 1900 fl. können gegen gerich liche Sicher⸗ heit ſogleich die Zuſage ertheilt bekommen bei Friedberg im Dezember 1854. Joſeph Strauß. Metzgergaſſe. Zu Weihnachts und Neujahrsgeſchenken 11864] empfehle ich mein reichhaltiges Lager von Kinder- und Jugendſchriften, Bilderbüchern, Kinderbildern, Illuminirübungen, Muſikalien, und Häkel⸗Vorlagen, Neujahrswünſchen, Reißzeugen und Federmeſſern. Ferner elegante neue Zeichnen⸗, Schreib— franzöſiſchen und engliſchen Farbkaſten, Leder⸗, Papp⸗ und Kinderſpiel⸗Waaren, beſonders ſelbſt verfertigte Portefeuilles, Cigarrenetuis, Portemonnaies, Brief— taſchen, Notizbücher, Arbeitskäſtchen, Wandtaſchen, Stammbücher, Albums und Schreibzeuge ꝛc. ꝛc. Friedberg. Louis Weis. C. Scriba's Buchhandlung in 2riedberg 11863] empfiehlt zum bevorſtehenden Weihnachtsfeſte ihr reichhaltiges Lager un allen Zweigen der Literatur, insbeſondere in Jugendſchriften, Bilderbüchern, eleganten Miniaturausgaben, Erbauungsbüchern, wiſſenſchaftlichen Werken aus allen Fächern u. ſ. w., ſowie von Kupferſtichen, Lithographien, Atlanten, Reiß⸗ zeugen, Farbenkaſten, Papeterien u. ſ. w. Unſer ſoeben ausgegebener ausführlicher Weihnachtskatalog ſteht allen Intereſſenten mit Vergnügen zu Dienſten. Bekanntmachung. 11899 In Folge Dekrets höchſtpreislichen Großherzoglich Heſſiſchen Miniſteriums des Innern vom 5. Dezember 1854 iſt die Ziehung der großen Kunſt-, Induſtrie- und Geld-Lotterie unwiderruflich auf den 1. Juni 1833 Der Joosverkauf wird am 1. Mlärz 1855 geſchloſſen. Looſe zu den bekannten Preiſen bei feſtgeſetzt worden. D. Grödel Söhne. J. Hanau. 438 L900] Im Verlage der Unterzeichneten iſt ſoeben erſchienen: Friedberger Adreßkalender für das Jahr 1855. Preis 6 kr. i Dieſer Kalender, in groß Placatformat gedruckt, gibt eine Zuſammenſtellung ſämmtlicher hiefigen Staats- und Localbehörden und Verwaltungen, theilt zugleich die für die einzelnen Büreaus feſtgeſetzten Amts- und Geſchäftstage mit, führt ferner die Staats- und ſtädtiſchen Lehr⸗ und Er⸗ ziehungsanſtalten ꝛc. ꝛc. auf, bringt ſodann eine Ueberſicht der wichtigſten Märkte der Umgegend, Abgang und Ankunft der Poſten, Rundgang der Bezirksboten und noch ein Verzeichniß der aus den benachbarten Orten regelmäßig nach Friedberg kommenden Privatboten, nebſt Angabe der Ge— ſchäftshäuſer, in welchen Aufträge für dieſe Boten angenommen werden. Durch die Herausgabe dieſes Kalenders, der für das Geſammtpublikum, namentlich aber für jeden Geſchäftsmann von practiſchem Nutzen ſein wird, hoffen wir einem vielſeitig gehegten Wunſche entſprochen zu haben. E. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Zu Weihnachtsgeſchenken 11852 empfehle ich mein reichhaltiges Lager moderner, ſolid gearbeiteter Gold⸗& Silberwaaren zu den billigſten Preiſen.. 5 S. Steinhäuſer, Gold⸗ und Silberarbeiter auf dem Markte. Friedberg. en 113531 Auf bevorſtehende Weihnachten bringe ich mein gut aſſortirtes Lager in Muffs, Pelerins, Pulswärmer, Jagdſtauchen, Pelzhandſchuhen, ferner meine große Auswahl der neueſten Filz- und Seidenhüte, ſowie Kappen aller Art in empfehlende Erinnerung. Friedberg im Dezember 1854. S u pp uch, der Poſt gegenüber. Car l L. Hanau, Goldarbeiter& Uhrmacher in den drei Schwertern, 11901] empfiehlt ſein aufs Beſte aſſortirtes Lager aller Sorten ee und filberner Uhren, Pendüls, Gold-, Silber⸗ und Neuſilberwaaren, Brillen ꝛc. zu möglichſt billigen Preiſen. Feſtgeſchenk für Damen. 11902 Soeben iſt erſchienen und in E. Bindernagels Buchhandlung in Friedberg zu haben: Blüthen und Perlen deutſcher Dichtung. Für Frauen ausgewählt von Frauenhand. * Sechſte wiederum vermehrte Auflage. Mit Titelſtahlſtich von Profeſſor Oeſterley, geſtochen von Adrian Schleich und prachtvollem Titel in Buntdruck.— Miniatur⸗Ausgabe in feinem, mit den zar⸗ teſten Farben ausgelegtem Moſaikbande mit Goldſchnitt fl. 3. 36 kr. Die ſechſte Auflage dieſer gediegenen Sammlung deutſcher Dichter iſt wiederum vermehrt und durch einen prachtvollen Titel in Buntdruck verſchönert und darf mit Recht als das ſchönſte und billigſte Feſtgeſchenk für Damen empfohlen werden. Der prachtvolle Einbind iſt ein Muſterſtück der Buchbinderkunſt. Buchhandlung von Carl Nümpler in Hannover. 3. Advent den 17. Kirchliche Anzeigen. Dezember. Pfarramtswoche 2 Hr. Stadtpfarrer Seel. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Gaul. Nachmittags: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Nachmittags: Hr. Candidat Grein. Abgang der Eiſenbahnzüge in Friedberg. Nach Frankfurt: 6 25 9 8* 1 40 6 4 9 32 Nach Caſſel: 7 3 12 24 4 8 gießen) 5 55⁵ 7 56(Marburg) Die mit“ bezeichneten Züge find Schnellzüge. Frankfurter Cours vom 13. Dez. 1854. Piſtolen. 3 Fried richs dor?! Holländiſche 10 fl. Stücke Rand⸗Ducaten. 3 0 20 Frankſtücke. 8 Engliſche Souverains. Preußiſche Thaler. 5 Frankenthaler.. Preußiſche Caſſenſcheine. fl. 9 30-31 „10 1-2 „9 36-37 „ 5 30 B. „9 18½ B. „1136-38 „146878 —— „ 146/ 7 Polizei ⸗ Tax e für die Städte Friedberg und Butzbach vom 16. bis zum 22. Dezember. 2 5 Fried⸗Butz⸗ 2 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 85 r. pf. kr, pf. 11 Roggenbrod /½ Korn- und ½ Gerſtenmehl 442542 2 77 77 7 9— 9 2 4 7. 2 77 17 3 17 3 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) ½ Korn⸗ u. ½ Waizenmehlſ 5— 5— 2 77 7. 7. 10— 10— 4 7. 77 7. 20 Lot 20 Loht — Milchbrod 1 3 13 Waſſerweck 13) Gemiſchte(Tafel-) Brod 14 14 Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 14— 14— „Kühfleiſch, gemäſtetes 10— 10— „ Rindfleiſch, gemäſtetes 2 „Kalbfleiſch 8— 18— „Schweinenfleiſch 15— 15— „Hammelfleiſch 10— 10— „Schaaffleiſch 7——— „Wurſt v. blos Schweinen 16— 16— „Bratwurſt 20— 20— „Schwartenmagen 20— 20— „Geräucherter Speck 28— 28— 7 Schinken 20— 20— „Dörrfleiſch 20— 20— „Schweinenſchmalz, ansgel. 24— 24— 1 unausgelaſſen 22— 22— „Nierenfett 22— 22— „Hammelsfett 16— 16— 25 Großherzoglichen Bürgermeiſter e nder. Seippel. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. ſſheint wi ſelung zu er Turn und liehen, wer die durch die Unſer! luger Zuſam lichen Theil ſheilungen un von den bene Mit Di Als Al von ſaͤmmtlic Hublication Art zu weiter und Verpe Vorladung von Priva bei den wohl bedeutenden und Herzogli Wir kö der großer werden nur Frier detreffend: 1 Nach 9 len die dar leben Jabres ſiernach zeitig deröffentlichen des Monats amulare m Fried „ Phili: mttags 9 tirne: hoch chwachen K ſmerkungen