Friedberger JIntelligenzblatt. Sußz Erſcheint wö⸗ 4. chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ ſpaltene Petit zei le tag. Preis jährl. a Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, de Indi 5. 14 an. eren Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. a ſammen 7 kr. Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ 5 51. 18511. Freitag, den 14. Juli. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Landgericht Friedberg an die Großherzoglichen Ortsgerichte. Betreffend: Die Führung der Hppothekenbücher durch die Großherzoglichen Ortsgerichte. 3 In Folge höchſter Miniſterialverfuͤgung vom 29. Mai d. J. ſoll der Eintrag einer Hypothek in das Ortshypo— * 1. thekenbuch nicht— wie bisher geſchehen— bei Ausfertigung der Taxation, ſondern erſt dann erfolgen, wann die Hypothek milden von dem Gerichte beſtätigt worden iſt. nchen Indem wir Sie hiervon zur Nachachtung in Kenntniß ſetzen, geben wir Ihnen, höchſter Weiſung zu Folge, auf, jede beſtatigte Hypothek, ſobald Ihnen dieſe von uns zugeſandt werden wird, in das Ortshypothekenbuch einzutragen, 2 0 daß Sie dieſes gethan und die Nummer des Eintrags auf der Urkunde zu bemerken, dieſe ſodann den Schuldnern zu be— 3 händigen und uns alsbald darüber, daß dieß Alles geſchehen, unter Angabe der Nummer des ortsgerichtlichen Eintrags au berichtliche Anzeige zu machen. n gi. Unter Hinweiſung auf§. 37. der Inſtruction für die Großherzoglichen Ortsgerichte geben wir Ihnen weiter auf, dun. die Regiſter der Hypothekenbücher, wenn dieſe zu mehreren Bänden bereits angewachſen ſind, oder vorausſichtlich bald 5 anwachſen werden, möglichſt in einem beſonderen Bande anzulegen. he. Friedberg am 10. Juli 1854. Großherzogliches Landgericht Friedberg n u Dr. Irle, Landgerichtsaſſeſſor. Hof Aigen Das Gummi Elaſticum oder Kautſchuk und ſeine erzwingen.— Wenn das mineraliſirte Gummi in Formen . gewerbliche Anwendung. geſchnitten wird, ſo nimmt und behält es den Abdruck ſolcher Formen, und auf dieſe Art werden unter Anderem det ·(Schluß.) die Puppenköpfe, Thiere ꝛc. gemacht, welche man jetzt in In ſeinem natürlichen Zuſtande wird das Gummi der Kinderſtube und auf den Spielplätzen findet und welche überhaupt bei weitem nicht ſo ſtark benutzt, als in Ver- ihrer zähen, unzerbrechlichen Beſchaffenheit halber bei den Sur bindung mit anderen Subſtanzen. Es wird in den meiſten Müttern und Kinderfrauen in ſo hoher Achtung ſtehen. 22 Fällen mit Schwefel oder Magneſia, oder Bleiglätte, oder Bei Aufzählung der Experimente, die mit dem vul— unt irgend einem andern mineraliſchen Stoff zuſammenge- kaniſirten Kautſchuk angeſtellt worden, darf auch der Ver— knetet; oder es wird auch einem gewebten Material hin- ſuch, es um Straßenpflaſter zu benutzen, nicht übergangen ect. zugefügt. Von beiden Hauptclaſſen der Kautſchuk-Fabri- werden. Der enorme Verkehr in den Straßen London's 27 kation haben wir ſchon einige Beiſpiele angeführt, und es hat zu vielen Erfindungen Veranlaſſung gegeben, um würde nicht ſchwer fallen, die Liſte noch bedeutend zu ver- Härte und Dauer des Pflaſters mit hinlänglicher Schärfe längern. Das vulkaniſirte oder mineraliſirte Gummi wird oder Elaſtizität zum bequemen und ſichern Tritt für Pferde and zu Röhren, Schläuchen, Flaſchenſtöpſeln, chirurgiſchen und und Fußgänger zu verbinden. Man glaubte zuerſt, daß e in thierärztlichen Inſtrumenten, chemiſchen Apparaten, Loko- alle dieſe Bedingungen durch die Anwendung des Gummi er— zel's motivenpuffern, Wagenfedern, Radſchienen für geräuſch-fuͤllt werden könnten, indem man es durch eine dem vul— ö loſe Räder, Klappen für Abzugskanäle und Kloaken, ela- kaniſirten ähnliche Bearbeitung härtete. Aber die Erfah— g. ſtiſchen Takelagen, Flaſchenzuͤgen, Piſtons, Klappen und rung hat bewieſen, daß dieſe Kunſt noch nicht weit Kur⸗ Hähnen zu vielerlei hydrauliſchen und chemiſchen Zwecken, genug vorgeſchritten iſt, um unſere Straßen mit einem 9. d. Luftpumpenklappen, Schwärzerollen für Buchdrucker, ſo angenehmen Material, wie das präparirte Gummi, zu Billardbanden, Röhrengelenken gebraucht; in der That pflaſtern. Der einzige Ueberreſt dieſes Verſuchs iſt in — erweitert ſich der Kreis nützlicher Verwendungen deſſelben[dem Hofe der Londoner Admiralität zu ſehen. 1854. fortwährend. Die praktiſchen Reſultate, die man hierdurch Die zweite wichtige Anwendung dieſer äußerſt ſchätz— J gewinnt, ſind zum Theil ſehr wichtig und faſt immer baren Subſtanz beſteht, wie bereits geſagt, in der Her— 8 aäußerſt intereſſant. Wir wiſſen Alle, daß eine complizirteſtellung eines fließenden Cements oder öligen Firniſſes auf 6 Vorrichtung des Klappen-Apparats dazu erforderlich iſt, der Außenſeite eines gewebten oder faſerigen Stoffs. Die * um eine Röhre ſo zu ſchließen, daß ſie die Flüſſigkeit nur Induſtrie, welche hierdurch in's Leben gerufen worden, . in einer Richtung durchläßt; aber unſere Gummi-Fabri- nimmt in der That einen großartigen Charakter an. Wem * kanten haben dieſen Zweck dadurch erlangt, daß ſie ein ſind die Mäntel und Kragen, die Ueberzieher und Ueber— 11 Ende der Kautſchuk-Röhre ganz einfach ſo zuſammen-hoſen, die Matroſenhüte und Beinkleider, die Handſchuhe 8 drücken, daß es eine Art Mund und Lippenpaar bildet:[und Kamaſchen, die Luftbetten und Luftkiſſen, die kleinen — die Lippen bleiben feſtgeſchloſſen, bis das Waſſer ſie aus- niedlichen Bänder oder Ringe, die Landkarten und Kupfer— tl“ einanderdrängt, um den Ausgang in dieſer Richtung zu ſtiche, die Beutel und Bälle von Gummi unbekannt? Aber eine Klaſſe von Gegenſtänden haben wir bis jetzt ganz unberührt gelaſſen, bei welchen gerade aus jener Eigenſchaft des Kautſchuk Vortheil gezogen wird, die viele Jahre hindurch einen Stein des Anſtoßes für die Fabrikanten abgab. Das Gummi Elasticum verliert faſt ſeine ganze Elaſtizität, wenn die Temperatur bis etwas über den Gefrierpunkt fällt; und dieſe Eigenſchaft hat man ſich bei der Verfertigung von Litzen und Tragbändern und Schnüren in unendlicher Verſchiedenheit zunutzege— macht. Die Strumpfwirker, Schneider, Poſamentiere und Putzmacher gebrauchen Unmaſſen von dieſen kleinen Artikeln, die zuſammengenommen, trotz ihrer Geringfügig— keit, einen recht anſehnlichen Werth haben. Es werden hier Gummidrähte mit ſeidenen, baumwollenen, wollenen oder leinen Fäden verbunden. Das Gummi wird durch ſehr künſtlich eingerichtete ſpitze Meſſer in Fäden geſchnitten, dieſe werden durch ein Rad geſtreckt und ſo in Spannung gehalten, bis ihre Elaſtizität beinahe verloren geht. Dem⸗— nächſt werden ſie in eine Flechtmaſchine gebracht und mit einem Ueberzuge von Seide, Haaren oder Flachs be— ſponnen, worauf man die Faden als Kette oder Einſchlag benutzt, oder auch in beiderlei Weiſe zur Weberei ge⸗ braucht. Auf dieſe Art werden die Schnürbander, Beſätze, Tapezier-Schnüre und andere Artikel ähnlicher Gattung gemacht; aber es bleibt noch zu erklären, durch welchen Prozeß die Elaſtizität des Materials wiederhergeſtellt wird. Wenn Gummidrähte in ihrem gewöhnlichen Zuſtande, ent weder mit anderen Fäden oder ohne ſie, gewebt würden, ſo würden ſie eine ſolche Elaſtizität erhalten, daß ſie zu dem Zweck unbrauchbar wären, dem ſie dienen ſollen; in— dem man ſie aber einige Zeit bei einer niedrigen Tempe— ratur ausgereckt hält, erlangen ſie eine ſo große Störrig— keit, als ob ſie durch die Kälte ſteif geworden wären, und können dann leicht verwebt werden. Iſt jedoch dieß erſt geſchehen, dann vertreibt eine freundliche Wärme dieſe Starrheit mit einem Male; man fährt mit einem Plätt⸗ eiſen, das bis zu fünfzig Grad erhitzt wird, über den ge— webten Stoff, das Gummi gibt ſogleich nach, verringert ſich in der Länge und vermehrt ſich in der Dicke bis zu ſeinen früheren Dimenſionen; aber da es in brüderlichem Verein mit den andern Fäden von Seide, Wolle u. ſ. w. ſteht, die mit ihm verwebt ſind, ſo bleibt letzteren kein anderes Mittel übrig, als einzuſchrumpfen oder zuſam— menzukriechen, bis ſie eine gleiche Länge mit ihrem Nach— bar haben. So bringt die Elaſtizität eine doppelte Wir⸗ kung hervor; die Gummi-Fäden dehnen ſich aus, weil das in ihrer Natur liegt, und die faſerigen Faden ſtrecken ſich, weil ſie etwas zuſammengeſchrumpft waren und der Wechſel einige Erleichterung gewährt. Hierin beſteht das Geheimniß der elaſtiſchen Strumpfbänder, Kragenhalter, Schirmſchnüre, Tragbänder, Gürtel, Sandalen, Corſet— Gürtel und Uhrſchnüre, Armbänder, Handſchuhhalter, Hals— ketten und einer Menge anderer Gegenſtände, die wir täglich gebrauchen, ohne ihren Urſprung und ihre Zu— ſammenſetzung zu kennen.(Erheit.) Zwei Verzweifelte. Von Ludwig Storch. Mitternacht war vorüber. Die Laternen auf der Blackfriarsbrücke in London leuchteten nur noch einzelnen Fußgängern. Von der City her ſchritt ein junger Mann haſtig der Mitte der Brücke zu, von Southwark her ſchlich ein bejahrter Mann ihm entgegen. Noch ſtießen ſie nicht zuſammen, als der Letztere ſich vom Wege rechts ab nach der Brüſtung wandte und die augenſcheinlichſten Anſtalten traf, ſich über dieſelbe in die Themſe hinabzuſtürzen. Der junge Mann war ihm gefolgt, und hielt ihn plötzlich zurück. 236 „Herr, ich glaube Sie wollen ſich erſaͤufen?“ „Ihr Glaube iſt richtig, Herr; aber was geht das Sie an? „Allerdings nicht das Mindeſte. Ich wollte Sie nur um die Gefälligkeit bitten, noch einige Augenblicke zu verziehen und mir zu erlauben, die Partie mitzumachen. Laſſen Sie uns einander feſt umarmen und ſo vereint den Luft⸗ und Waſſerſprung machen. Die Ausſicht, mich mit einem mir blutfremden Manne, den ich in dieſem Augen⸗ blick hier in derſelben Abſicht getroffen, die auch mich hier⸗ her geführt hat, zuſammen zu expediren, iſt zu pikant fuͤr mich, als daß ich Sie nicht bitten ſollte, ſich mit mir zu dem angegebenen Zwecke zu verbinden. Wahrlich, Herr, ſeit lange iſt mir nichts ſo reizend vorgekommen; und ich hätte nicht geglaubt, daß mir in der Todesſtunde noch ſo etwas Angenehmes widerfahren könne. Schlagen Sie ein, Herr; ich habe ſeit Jahren keine Bitte mehr an ein menſchliches Weſen geſtellt; verweigern Sie mir alſo die Erfüllung dieſer einzigen und letzten nicht. Auch kann ich mich nicht erinnern, jemals ſo viele Worte gemacht zu haben, als in dieſer Minute.“ Damit hielt er dem Andern die Hand hin. Dieſer gab denn auch die ſeinige, und der junge Mann fuhr in einer Art muthiger Begeiſterung fort:„Alſo feſt um⸗ ſchlungen, Arm in Arm! Und nun kurzen Prozeß! Es iſt mir recht wohl, zuletzt noch ein paar Augenblicke an einem Menſchenherzen zu liegen. Ich frage nicht, ob Du auch ein Schuft biſt. Hinab!“ Der ältere Mann, der erſt ſo große Eile gehabt hatte, in die kalten Fluthen der Themſe unterzutauchen, legte jetzt der Eile des Jüngern einen Zügel an, indem er deſſen Hand feſthielt und ihn zurückzog.„Halt Herr!“ ſagte er, indem ſein lebensmüdes Auge in den Zügen ſeines Gegenübers zu forſchen bemüht war, ſo viel der ungewiſſe Schein der nächſten Laterne erlaubte,„Sie ſind noch ſo jung, und wollen ſchon freiwillig aus dem Leben gehen. Ich fürchte, Sie übereilen ſich. Für einen Mann in Ihren Jahren bietet das Leben noch tauſend ſchöne Fernſichten und reizende Genüſſe.“ „Ja Moder und Geſtank, Lug und Trug, Nichts— würdigkeit und Verworfenheit. Kommen Sie und machen wir der Sache ein Ende!“ „So jung Sie ſind, Sie haben ſchon ſehr ſchlimme Erfahrungen gemacht, und ſcheinen alle Kreaturen, welche die menſchliche Geſtalt tragen, für Otterngezücht zu halten.“ „Ottern ſind edle Geſchöpfe gegen den Menſchen; denn ſie folgen ihrem Naturtrieb; ſie ſind keine Heuchler, welche die Tugend im Munde fuhren und das Laſter im Herzen.“ „Sie thun mir leid; denn in der That es gibt viele ehrenwerthe Ausnahmen von der von Ihnen aufgeſtellten Regel.“ „Hahaha! Ausnahmen!“ lachte der junge Mann bitter und höhniſch.„Ich habe keine gefunden.“ „Dann darf ich Ihnen wenigſtens den, wenn auch armſeligen Troſt geben, daß Sie in dieſer ernſten Stunde eine ſolche gefunden haben. So ſehr auch das Lügen den meiſten Menſchen zur Gewohnheit geworden iſt, in der Todesſtunde, gegenüber der ernſten und ſtummen Ewig⸗ keit, pflegen die Wenigſten zu lügen. Ich aber habe mein Leben lang nicht gelogen und möchte um keinen Preis der Welt mit einer Lüge auf den Lippen die dunkle Straße wandeln. Wenn ich Ihnen alſo ſage: ich bin kein Schuft, für den Sie auch mich zu halten ſcheinen, ſondern ein ganz ehrlicher und braver Mann, ſo iſt das die lautere Wahrheit.“ „Wirklich? Das iſt intereſſant! So mußte ich den beitet un ein ſelige 6 in der Te zhlen. dem meir Sie brar ein reich ſo verhö Ihre To nicht hun De traten zu Gläſer v beim hell — ö—ͤ— Zur mern dei Grundbed gebötig b Di werkſtel 8 wie ihn drei 0 zerfällt. kaltes tüchtig zugedeck vollkom ſſch zu dem Bo zur Ber delt hen! den Zuͤgen ſo viel der Sie ſind dem Leben men Mann end ſchoͤne 1g, Nächts⸗ dub nachen r ſchlimme en, welche halten. Nenſchen; Heuchler, Laſter im gibt viele fgeſtellten ige Mann wenn auch den Stunde Eigen den , in der at Ewig ⸗ 1 babe ne in n Preis der alle Straße 10 1 Schuft, ſonbern ein die lautere ite ich den . 237 einzigen ehrlichen Menſchen, der mir vorgekommen, gerade auf dieſem letzten Wege kennen lernen, um mit ihm ge— meinſchaftlich der Welt Valet zu ſagen.“ „Laſſen Sie mich allein gehen und bleiben Sie. Es gibt noch mehr, noch viel ehrliche und brave Menſchen, die Ihnen ein nüchternes, einfaches, thätiges Leben mit Luſt und Schönheit würzen können. Suchen Sie ſie nur, Sie werden ſie gewiß finden.“ „Nun den erſten hätt' ich ja ſchon gefunden. Aber wenn ſich Ihnen das Leben von ſo paradieſiſcher Seite präſentirt hat, warum wollen ſie es denn gleich mir von ſich werfen? „Weil ich ein alter blutarmer und dabei kranker und ſchwacher Mann bin, der nicht im Stande iſt, etwas zu verdienen und es nicht länger mit anſehen kann, daß ſein einziges Kind, ein Engel von Tochter, ſich Tag und Nacht todtarbeitet, um mich alten unbrauchbaren elenden Men— ſchen zu ernähren, ja mir ſogar noch manche kleine Freude zu machen. Nein, Herr, das laͤnger zu ertragen, müßte ich ein Unmenſch, ein Barbar ſein.“ „Was, Herr!“ rief der Andere wie erſchrocken. „Sie haben eine einzige Tochter, die ſich für Sie auf— opfert?“ „O und mit welcher Geduld, mit welcher Milde, mit welcher Liebe, mit welcher Ausdauer thut ſie es! Ich ſehe ſie dahin welken unter Arbeit und Entbehrung und keine Klage entſchlüpft ihren bleichen Lippen. Sie ar⸗ beitet und hungert und hat immer ein Wort der Liebe, ein ſeliges Lächeln für mich.“ „Herr, und Sie wollen ſich umbringen? Sind Sie des Teufels?“ „Kann ich den Engel langſam ermorden? Das wühlt mir wie ein Schwert in der Seele,“ weinte und ſchluchzte der alte Mann. „Herr, Sie müſſen mit mir eine Flaſche Wein dort in der Taberne trinken und mir dabei Ihr Schickſal er— zählen. Wenn's Ihnen recht iſt, will ich dagegen mit dem meinigen aufwarten. Im Voraus ſag' ich Ihnen, Sie brauchen nicht da hinab zu ſpringen; denn ich bin ein reicher, ein ſehr reicher Mann, und wenn Alles ſich ſo verhält, wie Sie mir angedeutet haben, ſo braucht Ihre Tochter nicht mehr zu arbeiten, und Sie ſollen Beide nicht hungern.“ Der weinende alte Mann ließ ſich fortziehen. Sie traten zuſammen in die Schenkſtube. Bald ſtanden volle Gläſer vor ihnen, und ſie betrachteten einander näher beim hellen Lampenlichte. (Fortſetzung folgt.) Gemeinnütziges. Zur guten Erzeugung des in den zwei letzten Num⸗ mern des Intelligenzblattes beſprochenen Brodes iſt es Grundbedingung, daß das hierzu verwendete Kalkwaſſer gehörig bereitet iſt. 1 Dieſe Bereitung kann auf folgende Weiſe leicht be⸗ werkſtelligt werden: ö Man nimmt ſechs Loth friſchgebrannten, reinen Kalk, wie ihn die Seifenſieder brauchen, und beſprengt ihn mit drei Loth Waſſer, ſo daß er zu einem ſtaubigen Pulver zerfällt. Dieſes Kalkpulver ſchüttet man in drei Maas kaltes Waſſer, arbeitet es mehrere Minuten mit dem Waſſer tüchtig durcheinander und läßt dann das Ganze in dem zugedeckten Gefäße ſo lange ſtehen, bis das Waſſer wieder vollkommen klar geworden iſt und der überſchüſſige Kalk ſich zu Boden geſetzt hat. Hierauf wird das Waſſer von dem Bodenſatz vorſichtig, klar abgegoſſen und kann dann zur Bereitung des Brodteiges verwendet werden. Th. Bitte an Menſchenfreunde! Jeruſalem. Nach einem im Staatsanzeiger für Würtemberg abgedruckten Privatſchreiben üben die orientaliſchen Zuſtände einen er⸗ ſchrecklichen Rückſchlag auf die Bewohner Paläſtinas aus. Unter der deutſch⸗israelitiſchen Gemeinde wüthet der Hungertyphus, der durch das dortige Klima unterſtützt, ſeine Opfer fordert. Das k. k. öſterreichiſche Conſulatszeugniß erzählt folgende Begebenheit:„Ein Israelite, Bilo mit Namen, der mit Frau und Kindern ſchon drei Tage hungerte, nahm in der Verzweiflung einen ſeiner Söhne auf die Schulter und war gerade im Begriff, ihn an einen Türken auf öffentlichem Markte zu verkaufen, als ein jüdiſcher Kaufmann, Uriel Kabili, hinzukam und durch eine Gabe von einem Piaſter(21 kr. nach unſerm Gelde) die Schreckens⸗ that verhinderte.“ Die Rabbiner der h. Stadt haben einen Aufruf an die deutſchen Israeliten erlaſſen, in dem ſie flehentlich um Hülfe rufen. Vieler Orte hat man ſich, auch in unſerm engern Vaterlande, für dieſen Gegenſtand lebhaft intereſfirt, und wir hoffen, daß die hler erzählte Thatſache hinreichend iſt auch manchen Chriſten wie Jorgeliten zu be— wegen ein Opfer auf den Altar der Liebe zu legen. Gerne find die Unterzeichneten bereit dieſe Gaben in Empfang zu nehmen und mit vielen andern an den Ort ihrer Beſtimmung gelangen zu laſſen. Ge— wiſſenhaft werden ſie ſ. Z. Rechnung über das Anvertraute ablegen. Friedberg im Juni 1854. Maper J. Hirſch, Kaufmann. J. P. Schäfer, Vorſteher der Blindenanſtalt. Oeffentliche Dankſagung. Dem unbekannten Geber aus Butzbach zeige ich den richtigen Empfang der mir guͤtigſt zugeſandten ſechzehn Gulden auf ſeinen Wunſch in dieſem Blatte an und ſage ihm im Namen des hieſigen Hilfscomités und der Noth— leidenden meines Kreiſes den herzlichſten Dank. Grünberg den 29. Juni 1854. Der Vorſitzende des Hilfscomités fur den Kreis Grünberg: v. Zangen, Großherzoglicher Kreisrath. Friedberger Kirchenbuchsauszug vom Monat Juni. Getraute: 25. Mai.(Zu Darmſtadt.) Peter Juſtus Wilhelm Süffert, Gr. Kreisbaumeiſter dahier, ein Wittwer, u. Julie v. Röder, des zu Darm⸗ ſtadt verſt. Großh. Oberſten Freiherrn Louis v. Röder ehel. led. T. 5. Friedrich Roßbach, hſ. B. u. Lackfabrikant, ein Wittwer, u. Chriſtiane Louiſe Huth, des Philipp Emmerich Huth, Schullehrers zu Reichelsheim, ehel. led. T. Getaufte: 5 Dem hſ. B. u. Taglöhner Georg Scharf ein S., Karl, geb. Mai. 4. Dem hſ. B. u. Schubmachermeiſter Johann Heinrich Mack eine T., Sophie Chriſtine, geb. 25. Mai. 4. Dem bſ. B. u. Schreinermeiſter Chriſtoph Konrad Heinrich 25. Rauſch eine T., Suſanne Eliſabethe, geb. 20. April. 4. Dem hſ. B. u. Zimmermeiſter Johannes Füller eine T., Margarethe Eliſabethe, geb. 15. Mai. 4. Dem bſ. B. u. Schreinermeiſter Chriſtian Valentin ein S., Karl Heinrich, geb. 21. Mai. 5. Dem B. zu Fauerbach II. u. Bahnhofsarbeiter dahier Daniel Brack eine T., Friedericke Philippine, geb. 22. Mai. 5. Dem hſ. B. u. Glaſermeiſter Friedrich Hanſtein eine T., Maria, geb. 22. Mai. 6. Dem hſ. B. u. Metzgermeiſter Emmerich Hanſtein ein S., Chriſtian Auguſt Martin Emmerich, geb. 14. Mai. 9. Karl Ludwig, ein unehel. S., geb. 31. Mai. 18. Dem Großh. Profeſſor am Predigerſeminar dahier u. ev. Stadtpfarrer Franz Alexander Friedrich Schwabe ein S., Franz Otto Bernhard, geb. 28. Mai. 25. Dem B. zu Babenhauſen u. Handarbeiter dahier Peter Greim eine T., Friedericke Eliſabetb, geb. 29. Mai. 28. Dem hſ. B. und Gaſtwirth Hermann Jakob Simon ein S., Joſeph Adolf Karl Oswald, geb. 1. Juni. Beerdigte: 6. Karoline Louiſe Hutter, geb. Chriſthold, Wittwe des dahier verſt. 25* Johann Philipp Hutter, alt 73 J. 2 M. u. 8 T., 3. Juni. 8. Anna Eliſabeth Lang, led. T. des verſt. Brigadiers der Gens⸗ darmerie Nikolaus Lang, alt 35 J., T 6. Juni. 8. Ein todtgeb. S. des B. zu Oberbreidenbach u. Gensdarmen dahier Heinrich Lieberknecht, geb. 7. Juni. 12. Katharine Tönges, unehel. T. der Marie Bauer, alt rr. 20. Guſtav Emmerich, des Adam Emmerich II. zu Oberlais ehel. S., alt 16 J. u. 5 M. 238 * Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. een der Steinklopferarbeiten im Baubezirk Friedberg für 1854. C1087] An den nachbemerkten Terminen, fedes Mal Morgens um 10 Uhr, ſollen die Stein⸗ klopferarbeiten zur Straßenunterhaltung öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden, was mit dem Bemerken zur Kenntniß der Steigliebhaber gebracht wird, daß die Steine bereits auf den verſchiedenen Straßenſtrecken aufgeſetzt ſind und eingeſehen werden können. Oeffentliche Aufforderung. [999] Die verſtorbenen Andreas Mackers Ebe⸗ leute zu Ilbenſtadt haben ein Grundſtück: 363/14b 19 Ruthen in den Aulochswieſen hin- terlaſſen, welches bereits vor längerer Zeit an Franz Heller von Ilbenſtadt verkauft worden iſt. Da jedoch die zahlreichen Erben des An— dreas Macker und deſſen Ehefrau, Suſanne, geborne Rübſamen, zum Theil unbekannt, zum Theil abweſend find, wodurch die Ratification des Verkaufs ſeither gehindert war, ſo werden dieſelben, wie auch etwaige Dritte, hierdurch aufgefordert, ihre Anſprüche an das oben be⸗ zeichnete Stück binnen 3 Monaten von heute an dahier anzumelden, widrigenfalls die Erben, ſoweit ſie ſich bereits erklärt haben, oder nach den Akten noch ausfindig zu machen ſind, als allein zum Verkauf und Bezug des Kaufgeldes berechtigt, betrachtet werden, und alle ſonſtige Anſprüche bei der Beſtätigung unberückſichtigt bleiben. Friedberg den 2. Juni 1854. Großberzogliches Landgericht Friedberg Hofmann, v. Preuſchen, Landrichter. Landgerichts ⸗Aſſeſſor. Bekanntmachung. [1081] Donnerſtag den 20. Juli, Morgens 9 Uhr, werden in dem hiefigen Gemeindewald, Diſtrikt Achtzigmorgen, 150 Klafter Erdſtöcke nochmals verſteigert. a Pfaffenwiesbach den 28. Juni 1854. a Der Bürgermeiſter Rupp. Obligations⸗Verlooſung. [1065] In der heutigen Gemeinderathsverſamm⸗ lung wurden die Partial⸗Obligationen No. 93 und 101, jede zu 100 fl., aus dem Anlehn der Gemeinde Altenſtadt vom Jahre 1836 durch das Loos zur Rückzahlung beſtimmt. Indem man ſolches hiermit zur Kenntniß der Inhaber genannter Schuld- und Pfandverſchrei⸗ bungen bringt, werden dieſelben zugleich aufge- fordert, dieſe Beträge bis zum 1. September d. J. bei der hieſigen Gemeindekaſſe gegen Rückgabe der Obligationen in Empfang zu nehmen, in⸗ dem von dieſem Tage an keine weitere Zinſen mehr vergütet werden. Altenſtadt den 26. Juni 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Altenſtadt render Immobilien⸗Verſteigerung. [1079] Montag den 17. Juli, Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die dem hieſigen Bürger und Bierbrauer Johannes Koch gehörenden Immobilien meiſtbietend verſteigert, als: Flur 2 Pag. 700 45% 55 Hofraithe in der tadt adt. 2„ 674 32/8 Klftr. Hofraum in der Stadt adt. „2„701 3½o Klftr. Grabgarten in der Stadt. Friedberg den 5. Juli 1854. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg: Bender, Ortsgerichtsvorſteher. Bekanntmachung. 1122] Jacob Brückmann von Dornaſſenheim mit Frau und drei Kindern, ſowie der Wittwer Wilhelm Hartmann von da mit ſeinen beiden Kin⸗ dern, beabfichtigen nach Amerika auszuwandern. Reichelsbeim den 12. Juli 1854. Herzogl. Nafſ. Kreisamt v. Preuſchen. N 2 *— 5 Ta g Ort und Local der Verſteigerung. S[Namen des Bauauf⸗ 8 S ſehers, in deſſen 2 105 2 Bezirk die Straße A[Verſteigerung.] Ort. e e 8 gehört. = 11 Montag den 17. Juli Eberſtadt Gaſthaus zum Schwanen 16[Hölzer. 21 Dienſtag den 18. Juli[Niedermörlen[Gaſthaus zum Löwen.[u. 2 Diehl und Weide. 3[Mittwoch den 19. Juli Ilbenſtadt Chauſſeehaus Gu. 7 Faulſtich und Reitz. 4Donnerſtag den 20. Juli Obereſchbach[Gaſthaus zum Homburger Hof 13 Schmidt. 5 Donnerſtag den 20. Juli, Nachmittags 7 Uhr, Steinbach Gaſthaus zum Schwanen] 14 Michel. 60 Freitag den 21. Juli Rödelheim Gaſtwirth Weber 15[Lützel. 7 Samſtag den 22. Juli Friedberg Gaſthaus zur Stadt Frank⸗ furt 3 KKreß. 81 Montag den 24. Juli Niederwöllſtadt Gaſtwirth Puth Au. 5J[Götz und Schäfer. 9 Dienſtag den 25. Juli Altenſtadt Gaſthaus zum Adler 8[Gauß mann. 100 Mittwoch den 26. Juli Lindheim Gaſtwirth Koch gu Weigel und Groß. 110 Donnerſtag den 27. Juli Büdingen Salinenhof 12 fAleienſteuber. 121Freitag den 28. Juli NiedermoxſtadtRathhaus 10 Jäger. Friedberg den 4. Juli 1854. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg Süffert. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. L1108] Zur Uniformirung des Locomotiv⸗ und Zugsperſonals ſoll die Lieferung von 1 Paletot, 11 Röcken, 13 Hoſen und 13 Mützen, im Gan⸗ zen veranſchlagt zu 360 fl. 37 kr., auf dem Sub⸗ miſſionswege vergeben werden. Die Vorſchriften und Bedingungen liegen bei unterzeichneter Stelle zur Einſicht offen, an welche die Gebote längſtens bis zum 20. d. M., des Vormittags um 9 Uhr, verſiegelt und mit der Aufſchrift verſehen„Uniformirung betreffend“ eingereicht ſein müſſen. Gießen am 7. Juli 1854. Die Großherzogliche Magazins⸗Commiſſion. In Auftrag: Daudt, Maſchinenmeiſter. Jagdverpachtung. 111131 Montag den 17. Juli l. J., Vormittags um 10 Uhr, ſoll die den Gemeinden Ober- und Niederrosbach zuſtehende Jagd, umfaſſend circa 2990 Morgen Wald und 4318 Morgen Feld, auf anderweitige 6 Jahre auf der Raths⸗ flube zu Oberrosbach öffentlich meiſtbietend unter den im Termin näher bekannt gemacht werden⸗ den Bedingungen verpachtet werden. Ober⸗ und Niederrosbach den 8. Juli 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ober⸗ und Niederrosbach ee Cuntz. Edietalladung. [1123] Nachverzeichnete Grundrenten, und zwar: 1) die dem Herrn Karl Chriſtian Wilhelm Freiherrn Schenck zu Schweinsberg zu Herrmannſtein, durch Allodification eines von der Balthaſer Webers Wittwe in der Gemarkung Wiſſelsheim beſeſſenen Erb⸗ leihguts zuſtehende Grundrente, im geſetz⸗ lichen Geldanſchlag von zweihundert drei⸗ undachtzig Gulden einundvierzig dreiviertel Kreuzer; 2) die dem Herrn Karl Freiherrn zu Holz⸗ hauſen zu Frankfurt a. M. ebenfalls durch Allodification eines von 175 Cunz und Conſorten in der Gemarkung Ober⸗ und und Niederrosbach beſeſſenen Erbleihguts zuſtehende Grundrente, im geſetzlichen Geld⸗ anſchlage von einundfünfzig Gulden ſechs⸗ undfünfzig zweidrittel Kreuzer, ſollen nach den beſtehenden geſetzlichen Beſtim⸗ mungen abgelöſt werden. Es werden daher alle bei dieſen Ablöſungen bekannte und unbekannte Betheiligte hiermit auf⸗ gefordert, ihre etwaige Rechtsanſprüche innerhalb zwei Monaten bei dem unterzeichneten Gerichte um ſo gewiſſer anzumelden, als ſonſt die Aus⸗ zahlung der Ableiſtungskapitalien an die unter pos. 1 und 2 genannten Herren Berechtigte ge⸗ ſtattet werden wird. Friedberg den 4. Juli 1854. Großberzogliches Landgericht Friedberg In Verhinderung des Landrichters Dr. Ir le, Landgerichtsaſſeſſor. Steinkohlenlieferung. 1124] Donnerſtag den 27. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 750 Centner Steinkohlen für die Garniſon dahier auf dem Soumiffionsweg an den Wenigſtverlangenden in Accord gegeben werden. Die Bedingungen 1 liegen in unſerm Büreau zur Einficht offen. Friedberg den 11. Juli 1854. Großherzoglicher Verwaltungsrath des 2. Bataillons 4. Infanterieregiments. Jagdverpachtung. L11251 Freitag den 21. Juli l. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll auf dem Büreau des Unterzeich⸗ neten die der Gemeinde Bruchenbrücken gehörige Feldjagd von circa 2400 Normalmorgen, unter den im Termin eröffnet werdenden Bedingungen auf ſechs Jahre verpachtet werden. Bruchenbrücken den 7. Juli 1854. Großherzogliche eee Bruchenbrücken e ſt. 4 von Maue! 26 Die 5 bea a ganz oder 5 zu Butzbach, 0 egeben watt die unterzeichn Leſerung bis J. Friedberg! Großher. „5 3091 Lale Die de C. 11006] emp ſachen und nungen zur wird auch f —— (ute In ei dem J. Augu ſehener junger nommen wer Verka 11119 Die der Haupiſtraſ raithe, beft Pohnbaufe Brunnen, Sa bei der Hofral mit vorzügliche kaufen. Holzhaus . Kapi Lilo von richliche duff driedberg — * 11103] Die hauffee von! deemals gon, 7 8 et da Jahre 7 ertheilt Niedero! U ——— 11131)— . em bei pern 2 Jagdverpachtung. 1979] Freitag den 21. Juli d. J, Vormit⸗ tags 10 Ubr, ſoll auf dem Gemeindehaus da— bier die der Gemeinde Stammheim zuſtehende Jagd, beſtehend in der ganzen Gemarkungs- grenze von Stammheim, eine Fläche von circa 2400 Morgen Normalmaas, mit Ausnahme der fiscaliſchen Waldungen, öffentlich meiſtbietend unter den vor der Verſteigerung eröffnet wer— denden Bedingungen auf weitere ſechs Jahre verpachtet werden. Stammheim den 20. Juni 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Stammheim Paulp. ef tan von Mauerſteinen von Nowenbreg 111261 Die Lieferung von 38 Cubikklaftern feſter, lagerhafter Rockenberger Mauerſteinen, ganz oder in Looſen, für das neue Schulhaus zu Butzbach, ſoll nun aus der Hand in Accord gegeben werden, weßhalb ſich Liebhaber bald an die unterzeichnete Stelle wenden wollen, da die Lieferung bis 1. November 1854 beendigt ſein ſoll. Friedberg den 12. Juli 1854. Großberzogliches Kreisbauamt Friedberg Si ff Jagdverpachtung. 111271 Die der Gemarkung Weckes heim ge⸗ börige Jagdberechtigung, umfaſſend 1071 Nor- 239 malmorgen, ſoll Samſtag den 22. d. M, Nach⸗ mittags 1 Uhr, dahier auf weitere ſechs Jahre unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen meiſtbietend verpachtet werden. Weckesheim den 8. Juli 1854. W Bürgermeiſterei Weckesheim tber Holzverſteigerung im Niederrosbacher Gemeindewald. 11128] Donnerſtag den 20. l. M., des Vor⸗ mittags 9 Uhr, werden in dem hieftgen Gemein- dewald, den Diſtrikten Waſſerdöll V, Pfahl- graben 1 und Burg II: 1 Stecken Buchen ⸗Scheitbolz, 57 7 7 Stockbolz, 12 Wellen„ Reiſerholz und 7005 Gebund Ginſtern⸗ und Haidebackholz, an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend ver— ſteigert. Niederrosbach den 11. Juli 1854. Großherzogliche r Niederrosbach un ß. Arbeits ⸗Verſteigerung. [11291 Montag den 17. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſollen bei Gaſtwirth Stumpf dahier die bei Herſtellung eines Gemeindebrunnens vor— kommenden Arbeiten, als: 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 7 fl. 24 kr. 2) Zimmerarbeit 1„ 12„ 10„ 3) Steinhauerarbeiten, veranſchl. zu 11 fl. 12 kr. 4) Pumpenmacherarbeit/„ 35„ 6„ öffentlich in Accord gegeben werden. Oſſenheim den 13. Juli 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Oſſenheim Kopp. Holzverſteigerung. [1130] Donnerſtag den 20. und Freitag den 21. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald dahier, Diſtrikt Schwarzloch: 42 Stecken Eichen⸗Scheitholz, „ Erlen⸗„ 60 2„ Eichen-Prügelholz, 20„ Erlen⸗„ 13% Eichen⸗Stockholz, 277„altes* 4025 Wellen Buchen ⸗Reisholz, 22911„ Birken- und Eichen⸗Reisholz, 9950„ Erxlen- und Aspen⸗ 5 19 Wagen 10 Läſte Allerleiholz, 24 Eichen⸗Stämme- 1457 Cubikfuß, 71 Erlen 11„. 8 ½ Stecken geſchältes Eichen⸗Scheitholz, 46„„„ Prügelholz, 11950 Wellen 1„ Reiſerholz, 6 geſchälte Eichen⸗Stämme= 119 Cubikfuß, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Obermörlen am 12. Juli 1854. Großherzogliche ä Obermörlen i cola i C. Bindernagelss Buchhandlung in Friedberg 11006] empfiehlt ſich zur Beſorgung aller Werke und Schriften aus dem Geſammtgebiete der Literatur, ſowie von Kunſt⸗ ſachen und Muſikalien. nungen zur Anſicht mit.— Unſere Buch 2 Nicht vorräthige Artikel beſorgen wir möglichſt raſch und theilen gerne alle literariſche Erſchei⸗ und Steindruckerei wird auch ferner bemüht ſein, durch freundliche—— und correcte Ausführung jedes Auftrages ſich zu empfehlen Ge ſ u ch. 111181 In einem bieſigen Gaſthauſe kann mit dem 1. Auguſt ein mit guten Zeugniſſen ver⸗ ſehener junger Menſch als Kellner in Lehre ge⸗ nommen werden. Näheres bei der Expedition. Verkauf einer Hofraithe. 111191 Die Unterzeichnete iſt geſonnen ihre an der Hauptſtraße in Holzhauſen gelegene Hof⸗ raithe, beſtehend aus einem zweiſtöckigen Wohnhauſe mit geräumigem Hofraum und Brunnen, Scheuer und Stallung, ſowie einem bei der Hofraithe gelegenen Pflanzgarten, mit vorzüglichen Obſtbäumen beſetzt, zu ver⸗ kaufen. Holzhauſen den 30. Juni 1854. Urſula Islaub, Wittwe. Kapital⸗ Verleihungen [10721 von 100 fl. bis zu 8000 fl., auf ge⸗ richtliche Aufſätze, find in Auftrag bei Friedberg. Jakob Finkernagel. Ziegelhütte. [11031 Die in der Gemarkung Aßenhain an der Thauffee von Grünberg nach Homberg gelegene, ehemals Konigiſche Ziegelhütte mit Kalk⸗ ofen und circa 5 Morgen Land ſoll freiwillig aus der Hand verkauft oder auf mehrere Jahre verpachtet werden. Nähere Auskunft ertheilt Ludwig Ohnacker. Niederohmen, Kreis Grünberg, im Juni 1854. Im Bettfederureinigen [11310 empfiehlt ſich Kath. Nees, wohnhaft dei Herrn Schmiedmeiſter Oberländer. 11047 Die Auswanderer werden durch meine Agentur jeden Monat 8. und 15. über Bremen nach allen Häfen von Amerika zu den billigſten Preiſen und beſten Bedingungen, von jeder Eiſenbahn-Station ab befördert. G. F. Schweitzer, General-Agent in Friedberg. Kür alle an hohlen Hähnen Leidende! Erprobter durchaus unſchädlicher Zahnkitt! 11321 Ohne alle Unbequemlichkeit kann man ſich mit dieſem billigen unübertrefflichen Zahnkitt jeden ſchadhaften hohlen Zahn dauerhaft auskitten. Die dem Kitte eigenthümliche Elaſtizität macht ein Zerbröckeln und Zerbeißen deſſelben unmöglich, und wird er weder von ſauren, geiſtigen noch heißen Getränken und Speiſen angegriffen. Dieſen Kitt empfiehlt in Etuis mit Gebr.⸗Anweiſung a 190 und 30 kr. Friedberg. P. F. Schmittner. . Schuckhardt, Uhrmacher in Nauheim, wohnhaft bei Hrn. Bauaufſeher Kerſting an der Trinkquelle, 111601 empfiehlt ſich in allen vorkommenden Reparaturen unter Garantie; ferner unterhält derſelbe ein Lager von goldenen und filbernen Spindel- und Cylinder-Uhren aller Art, kleine Wandührchen, goldene Uhrketten, wie auch Mufikdoſen. Hofraithe⸗Verkauf. [1133] In einem, an einer ſebr frequenten Straße gelegenen und an ſich ſchon lebhaften und wohlhabenden Ort iſt eine Hofraithe, be⸗ ſtehend in zweiſtöckigtem Wohnhaus, Stallung, Schlachthaus und Garten, aus der Hand und billig zu verkaufen. Lage und Einrichtung der Hofraithe eignen ſich vorzugsweiſe zum Be⸗ trieb einer Metzgerei, ein Geſchäft, welches an beſagtem Ort ſebr vermißt wird. Der größere Theil des Kaufſchillings kann verzinslich ſteben bleiben. Näheres bei der Exped. d. Blattes. 240 Soolbad Nauheim. 11101] Co n im Garten des Kurhauses Morgens von 6% bis 8 Uhr, Nach- mittags von 3 bis 4%/ Uhr und Abends von 6½ bis 8 Uhr, Jeden Tag r ausgeführt von dem Rur-Orchester unter Direction des Herrn Edmund Neumann. Jeden Donnerstag Bal pure im Hursduale, Anfang 8 Uhr. Nummer 9 der Nauheimer Kur⸗ und Bade⸗Liſte 110971 wurde am 12. d. M. ausgegeben. Durch dieſelbe gewinnen Geſchäfts- Empfehlungen& Anzeigen, allgemeine und gewiß lohnende Verbreitung unter dem Badepublikum des benach— barten Nauheim. Friedberg. C. Vindernagel's Buchhandlung. * Tapeten 111341 das Stück zu S kr., 9 kr., 10 kr. u. ſ. f. bis zu den feinſten, in großer Auswahl bei Kiedberg. Darid Groedel Söhme. 111351 Die Kölniſche Hagel-Verſtcherungs-Geſellſchaft Grundkapital 3 Million 300,000 Gulden verſichert zu feſten Prämien, wobei in keinem Falle Nachzahlungen vorkommen können, alle Bodenerzeugniſſe gegen Hagelſchaden durch meine Vermittelung. Butzbach den 30. Juni 1854. M. Kuhl, Agent. Liederkranz. 11091 Sonntag den 16. Juli findet im Daniel Zritz'ſchen Saale zu Nauheim von Seiten des Friedberger Liederkranzes eine Geſangsunter⸗ haltung ſtatt, wozu ſämmtliche Mitglieder des Vereins hierdurch eingeladen werden. Anfang Nachmittags 4 Uhr. Wohnungs⸗Veränderung und Empfehlung. 11137] Einem geehrten Publikum mache ich die ergebenſte Anzeige, daß ich nunmehr in dem Hauſe der Wittwe Lorenz, neben Hrn. Nath. Hirſchhorn in der Uſergaſſe wohne. Indem ich mein Schirmgeſchäft in empfehlende Erin⸗ nerung bringe, bemerke ich, daß ich ſowohl neue Schirme in jeder Gattung verfertige und in Vor⸗ rath habe, wie auch deren Reparatur auf's Beſte beſorge. Außerdem verfertigt meine Frau Putz⸗ arbeiten und übernimmt Putzgegenffaͤnde, als: Hauben, Chemiſettes ꝛc. zum Waſchen. Um geneigten Zuſpruch bittend, verſpreche ich billige und reelle Behandlung. Friedberg. S. Garde, Schirmmacher. Gin e d 8 [1136] auf der Ludwigsſtraße, welches bis zum Oktober bezogen werden kann, hat zu vermiethen Johannes Rückert, Schuhmachermeiſter. Hauptkirſchenfeſt im Oſſenheimer Wäldchen. L138] Sonntag den 16. Juli große Tanzmuſik im Wäldchen, wozu höflichſt e 91 e e. Soolbad Nauheim. [1139] Einem hochgeehrten Publikum Nauheims und der Umgegend erlaube ich mir hiermit er— gebenſt anzuzeigen, daß ich mit meiner rühmlichſt bekannten Kunſtreiter-Geſellſchaft, aus 18 Damen und Herren beſtehend, und mit 20 gut dreſſirten Pferden dahier eingetroffen bin. Täglich große Vorſtellung. Anfang Abends 6 Uhr. Schauplatz in dem dazu erbauten Circus in der Nähe des Kurgartens. Das Nähere wird durch den Anſchlagzettel bekannt gemacht.— Ergebenſt ladet ein C. Blumenfeld, Director. Kirchliche Anzeigen. 7. Sonntag n. Trinitatis den 16. Juli. Pfarramtswoche: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Meyer. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Seel. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Nachmittags: Hr. Candidat Mitzenius. Frankfurter Cours vom 13. Juli 1854. Piſtolen 5 fl. 9 36-37 Fried richsdor 108 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 44¼7-—EH5½ Rand⸗Ducaten. 9345„ 534-35 20 Frankſtüc kee Engliſche Souverains.„11 45-47 Preußiſche Thaler.„ 147-7 5 Frankenthaler 4 220½-21 Preußiſche Caſſenſcheine.„ 147%. Fruchtpreiſe. 12. Juli j 7. Juli 6. Juni Gattung. Friev⸗,[Gerns⸗ berg Mainz heim kr, H. er ff kr. fl. Waizen pr. Malter 1561517 3— S„ 121211243112— Gerſte„ 75 9 30 9351 940 Bae„ 5 6 30 71151 6— Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 15. bis zum 21. Juli. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. 2 e Fried⸗ Butz ⸗ 2 Brod⸗Preiſe. berg.] bach. 8 kr pf ie 11 Roggenbrod ½ Korn- ö und ½ Gerſtenmehl 4 2 77 77 7 8 92 8* 4 77 7. 7. 16 5 16 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) % Korn- u. ½ Waizenmehl 5 2 5 2 2 7 1 8 5 F 7„7 — Milchbrod 103 13˙0 — Waſſerweck 13% .„ 1 5 14 14 Fleiſch-Preiſe. pf. 5 1 Ochſenfleiſch 144— 14 5 „Kübfleiſch, gemäſtetes 11— 11— „Rindfleiſch, gemäſtetes 9 29 2 57 Kalbfleiſch 5 7 2 71— „ Schweinenfleiſch 15— 15— „Hammelfleiſch 111 21412 „ Schaaffleiſch 713 „Wurſt v.blos Schweinen 16— 16— „Bratwurſt 20— 118— „Schwartenmagen 20— 118—— „Geräucherter Speck 28— 28— „Schinken 20— 20— 1 Dörrfleiſch 2 „Schweinenſchmalz, ausgel. 24— 24— „ unausgelaſſen 22— 22— „ Nierenfett 22— 20— „Hammelsfett 16— 116— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bern dee rr e Da bis orſchungen 5 Gegen dabier gelten Frie db — „Mein gefaßt und Wort. 20 nicht hold; ein armes niemals zu ſchiedenen H mich nicht m jüngere Kräf Verhaltniſſe milienleden. und Sanft treu, und einem Eng. bin ich enk Gewiſſen gi ſſch für mic kann ja un. wird mir Go Tage oder und Leben n „Alter Juzere.„ Unt Sie iſt hegt ſcho werde Sie Erben eie um einen kennen lern ungeheures