10 5 7 3 Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch die Poſt bezogen fl. 1. 30 kr. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petit zeile oder deren Raum 2 kr.; die beiden erſten Zeilen zu⸗ ſammen 7 kr. Dienſtag, den 12. September. 18511. Amtlicher Theil. Def fentliche Nachricht. Durch höchſtes Decret vom 22. Auguſt l. J. iſt Georg Nürnberger zu Wiſſelsheim zum Beigeordneten für die daſige Gemeinde ernannt worden, was ich hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringe. Friedberg den 4. September 1854. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Mu ens Regierungsblatt-⸗ Auszug. Nr. 28 vom 1. September: J. Bekanntmachung Großh. Miniſteriums des Hauſes und des Aeußern vom 16. Auguſt, die Verfolgung von Verbrechern ꝛc. auf fremdem Staatsgebiet betr.— II. Bekanntmachung Gr. Miniſteriums der Finanzen vom 15. Aug. die Prüfungen im Fin anz⸗ und techniſchen Fache betr. — III. Bekanntmachung deſſelden Miniſteriums vom 26. Aug., welche zur Kenntniß bringt, daß auf die Bereitung von Branntwein aus Rüben oder Dickwurzel allein oder in Verbindung mit meh— ligen Stoffen dieſelben Steuerſätze und Controlevorſchriften Anwen— dung finden, welche für die Branntweinbereitung aus mehligen Stoffen feſtgeſetzt ſind.— V. Bekanntmachung Großh. Oberzolldirection vom 22. Aug, welche zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß das den Gr. Zollämtern zum Amtsgebrauche zugegangene amtliche Waaren— verzeichniß zu den vom 1. Jan. 1854 an im Zollverein beim Verkehr mit Oeſterreich gültigen Tarifsbeſtimmungen von dem Publicum, ſoweit der deßfallſige Vorrath reicht, durch Vermitte— lung der Gr. Hauptzollämter Mainz, Offenbach und Gießen gegen Erſatz der Koſten, bezogen werden kann.— V. Steuerausſchlag zur Beſtreitung der Bedürfniſſe der israelitiſchen Religionsgemeinde zu Stadecken, Kreis Mainz, für 1854— 56.— VI. Umlagen der Hammerau⸗Dammbau⸗-Concurrenz zu Großrohrheim für 1854— 56. — VII. Erhebung einer weiteren Umlage der Gemeinde Bechtols— heim für 1854.— VIII. Promotionen an der Gr. Landesuni— verſität Gießen. Die philoſophiſche Doctorwürde erhielten: am 3. December 1853 Carl Roth von Gießen,— 1. Februar 1854 Johann Baptiſt Schmitt aus Mainz,— 24. März Carl Ritter gärten der Korallengewächſe fügen, dieſer wunderbaren aus Mainz, 23. März Otto Zöckler aus Laubach, 4. Mai Carl Aug. Fritſch aus Friedberg.— IX. Dienſtnachrichten. S K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 4. Juni den Clemens von Schauroth zum Kammerjunker und am 13. Juli den Kammer— junker Fhrn. v. Edelsheim zum Kammerherrn zu ernennen;— 28. Juli dem Pfarrer Eich zu Echzell die evang. Pfarrſtelle zu Geis⸗ nidda, 2. Aug. dem Schullehrer Nieß zu Kaulſtoß die evang. Schul⸗ lehrerſtelle zu Friebertshauſen und Rügenbach, 5. Aug. dem Ergän— zungsrichter bei dem Friedensgerichte zu Oppenheim Reiling, unter Ernennung deſſelben zum Polizeicommiſſär 1. Cl., die Stelle eines Polizeicommiſſärs für die Kreisſtadt Bingen, dem Schullehrer Mühr an der 4. Knabenſchule zu Bingen die Schullehrerſtelle an der 2. Knabenſchule daſelbſt und dem Schullehrer Sieben an der 3. kath. Schule zu Darmſtadt die 4. Knabenſchullehrerſtelle zu Bingen zu über— tragen;— 7. Aug. den Aſſeſſor m. St. bei dem Landgerichte Hom— berg Sehrt zum Landrichter in Gladenbach zu ernennen;— die Gerichtsacceſſiſten Baiſt aus Grünberg, Kaufmann aus Ortenberg und Dr. Muhl aus Gießen in die Zahl der Advocaten und Procu— ratoren bei dem Hofgerichte der Provinz Oberheſſen aufzunehmen;— 11. Aug. den practiſchen Arzt Ur. Roßkopf zu Dieburg zum Kreis— arzt des Medicinalbezirks Herbſtein, 12. Aug. den Referendar an dem Bezirksgerichte Alzei, Finger, zum 2. Ergänzungsrichter an dem Friedensgerichte Oppenheim zu ernennen, 16. Aug. dem Schullehrer Schäfer zu Sichenhauſen die evang. Schullehrerſtelle zu Kleinbie— berau und Webern zu übertragen.— X. Characterertheilungen: am 18. Aug. dem Buchhalter und Controleur bei der Hauptſtaatskaſſe und Rechner der Brandverſicherungskaſſe Bonhard und dem Rechner der Chauſſee- und Flußbaukaſſe Raupp dahier als„Rechnungs— rath.)— XI. Dienſtentbindung: 11. Aug. den Reviſor bei der Oberforſt⸗ und Domänen-Direction, Möller, von der ihm übertrage— nen Nebenſtelle eines Secretärs und Regiſtrators bei der Civildiener— Wittwenkaſſe-Commiſſion auf ſein Nachſuchen.— XII. Verſetzung in den Ruheſtand: am 5 Aug. Schullehrer Geßner an der 2. Knabenſchule zu Bingen.— XIII. Concurrenz für: die evangeli⸗ ſchen Pfarrſtellen zu Bottenhorn mit 500 fl., Bernsburg 501 fl., Stumpertenrod 845 fl., Winnerod 634 fl. 48 kr. jährlich; letztere Stelle iſt Präſentation der Freiherrn von Nordeck zur Rabenau;— die kath. Schulſtelle zu Hainhauſen mit 264 fl., nebſt Entſchädigung von 20 fl. für Heizung des Schullocals;— die evang. Pfarrſtelle zu Petterweil mit jährlich 1024 fl. 36 kr., auf welcher jedoch eine temporäre Abgabe von 350 fl. und ein weiterer temporärer Nachlaß von nahe bei 100 fl. laſten(Präſentation des Herrn Grafen zu Solms⸗ Rödelheim);— die 2. evang. Pfarrſtelle zu Reichelsheim mit jährlich 647 fl. 516 kr.(für diesmal Präſentation des Herrn Grafen zu Erbach⸗ Erbach);— die 1. evang. Schulſtelle zu Großzimmern mit jahrlich 361 fl. nebſt 28 fl. Heizungsentſchädigung.— XIV. Geſtorben find: am 6. Aug. penſ. Cantor Schmidt zu Schlitz;— 7. Aug. Militär⸗ penſionär Bonn zu Mainz. Unterſeeiſche Landſchaften. (Fortſetzung.) Zu dieſen Tangwaldungen müſſen wir die Blumen— Thierpflanzen oder Pflanzenthiere. Wenn in die buntgefärbte, vielfachgeſtalte Kalkſchale der Muſchel ſich ein weiches Thierleben einſchließt, ſo daß das Knochengerüſte außerhalb deſſelben iſt, und der Leib ſich mehr oder minder von ihm losmachen kann, ſo ſind die Korallengewächſe das blumenartig dem Kalkſtein ent— knospende Sinnenleben des Thieres. Aus dem ſteinernen Baum ſprießt der empfindende Fangarm des Polypen, nährt ſich, pflanzt ſich fort, verſteinert, indem er ſein Wohnhaus zum Steingrab macht, über welchem aufwach⸗ ſende Geſchlechter ihre neuen Steingehäuſe aufbauen. So wächſt der vielgeſtaltige, äſtige Korallenbaum, und wo die Gewächſe der Oberwelt Blätter und Blüthen tragen, da keimt aus dem Stein ein lebendes, empfinden— des Thier in bunter Blumengeſtalt und phosphoriſchem Glanze. Iſt es doch, als ob das alte Meer, träumend von dem farbenprangenden Blumenleben der ſonnigen Ober— welt, aus ſeinen Steinen jene Gewächſe habe nachahmen, oder in den Geſteinen der Meerestiefe das Thier- und Pflanzenleben im Voraus ahnend habe darſtellen wollen. Wie ein Traum erwacht der thieriſche Polyp im Stein, und wie ein Traum erſtarrt er wieder zu Stein. — 314 Die Korallenbaͤume ſind die Blumengewächſe der Meeresgärten, die an buntem Farbenglanz die Blumen der Lichtwelt weit übertreffen; und wenn die Lichter der Oberwelt erblaſſen, und einförmiges Dunkel ſie einhüllt, da leuchtet und funkelt es in geiſterhaftem Glanze in den Gärten der Meerestiefe, da wimmelt es von zahlloſen Funken und Flämmchen unter der Glasdecke der Gewäſſer. Und was kein Baum der Oberwelt vermag, das kann der Thierblumenbaum des Meeres, er wandelt, obſchon ein— füßig, auf und ab auf den Zauberbeeten des Waſſerreichs; denn einige Polypen ſind wandernde Pflanzen, da ſie ſich mit ihrem kalkigen Stammende von dem Boden, wo ſie ſich feſtſogen, loszumachen und weiter zu bewegen ver— mögen. Ja, was kein Baum der Welt zu vollbringen im Stande iſt, das vollführt der kaum erbſengroße Polyp; er baut große gewaltige Steinburgen, haushohe Schlöſſer in ſeinen Korallenriffen und Koralleninſeln, die den Men— ſchen eine willkommene Heimat bieten, und auf denen die ſchlanke Kokospalme ihre grüne Blätterkrone im Meeres- winde wiegt. Wie mühſam baut der Menſch ſeine Ufer⸗ dämme gegen die andringenden Meeresfluthen, wie klappern und raffeln dabei ſeine gewaltigen Dampfmaſchinen! Die winzigen Polypen führen dagegen in geräuſchloſer Be— harrlichkeit den ewigen Kampf gegen die anprallenden Sturmwellen, ſie bauen Jahrhundert um Jahrhundert an ihren Dämmen, und ſieh, meilengroße Seen ſchließen ihre Atolls oder Ringmauern vom Meere ab, ſo daß man mitten in dem unermeßlichen indiſchen Ocean hundert ſol—⸗ cher Binnenſeen findet. Das iſt die Macht des Kleinen. Zauberiſch liegen ſie da, die Koralleninſeln der Malediven. Ein kokosgrüner Korallenring umſchließt ein ſtilles, ſchim— merndes Binnenmeer mit weißem Sandgrund, der bei ſenkrechter Beleuchtung lebhaft grün ſchimmert, während an der Außenſeite die dunkeln Wogen des Meeres ſich in weißen Schaumwellen an den Klippen brechen, darüber das lichte Aetherblau niederſchaut und bis in unendliche Ferne der Meeresſpiegel flimmert und ſchimmert, auf dem hier und da ein weißes Segel auftaucht und verſchwindet. Bei den Inſeln der Südſee umgeben Korallenriffe mit ihren Palmen oft in meilenweiter Entfernung eine Berg— inſel, an deren Fuße eine üppige Tropenbaumwelt wu— chert. An der Innenſeite des burgwallähnlichen Riffs ſteht das Waſſer ſtill und wärmt ſich behaglich im Glanze der Tropenſonne, an der Außenſeite aber tobt der Vernich— tungskampf; da zürnende, ſchaumbedeckte Wogen gegen das Riff anrennen, um es zu durchbrechen, Tag und Nacht, Jahr aus Jahr ein. Dieſe wogenbrechende Bank befindet ſich oft in großer Nähe an der Berginſel, bald umkreiſt ſie dieſelbe in 5—10 Meilen weiter Entfernung, oder ragt als hoher Steinwall hoch über die niedrige Inſel empor. So ſchützt das Polypengeſchlecht den Men— ſchen auf ſeiner bedrohten Inſel vor dem Untergange durch das vernichtende Meer; der Polyp kämpft muthig und ſiegreich gegen das unermeßliche Weltmeer! Und wenn alle Völker der Erde ihre Macht vereinigten, ſie würden nicht die kleinſte dieſer Korallenbänke im Welt— meere zu bauen vermögen; die Koralle aber baut einen Theil der Erdrinde! Was ſind denn aber dieſe mächtigen Polypen, dieſe Inſelbauer? Sie ſind kleine gallertartige Thierchen von der Größe eines Stecknadelkopfes, die einen Mund, einen Darmkanal und um den Mund herum mehr oder minder viel Fangarme haben, mit denen ſie nach Beute haſchen. Jeder Arm iſt mit einer Menge kleiner Erhabenheiten be— deckt, aus denen ein langer, ſpiralförmig aufgewundener Faden mit einem Wiederhaken am Ende herabhängt. Da nun der Polyp viele Fangarme hat und an jedem ſehr viel ſolcher Erhabenheiten, ſo müſſen wir ihn uns als ein mit hundert Angelſchnuren nach Beute fiſchendes Raubthier denken. Die Seerinde hat ſo kleine Zellen, daß 1800 einen Zoll bedecken. Jeder Polyp beſitzt 20 runde Fühlfäden, jederſeits mit 50 Wimpern beſetzt. Auf einen Zoll kommen alſo 3600 Fühlfäden und 180,000 Wimpern. Der einzeln lebende Polyp hat einen leder- oder hornar— tigen Fuß, mit dem er ſich am Boden feſtſaugt und mei— ſtens zeitlebens an demſelben Orte bleibt. Entbehren polypenartige Schleimthiere dieſen Fuß und ſchwimmen ſie frei umher, ſo heißen ſie Meduſen und Quallen, die man ſich oft wie ein loſe ſchwimmendes Gehirn mit her— abhängenden Nervenfaſern vorſtellen muß. Sie haben die Geſtalt eines Pilzhutes, von dem herab zahlloſe fadenartige Fangarme hängen, und werden oft fauſtgroß. Da die Berührung mit ihren Fangarmen ein Brennen gleich dem Neſſelblatte hervorbringt, ſo nennt man ſie auch Meerneſſeln. Sie haben einen ſtarken phosphori— ſchen Glanz und ſind oft in Millionen neben einander. Die meiſten Polypen bewohnen ein gemeinſames Gehäuſe, in dem jeder Polyp ſeine beſondere Zelle hat, aber durch einen Kanal mit dem Hauptſtock in Verbin— dung ſteht und mit ſeinen Brüdern in communiſtiſcher Gemeinſchaft lebt, denn was der eine von ihnen genießt, das nährt alle andern zugleich. Dieſe Zellen ſtehen ent— weder roͤhrenartig ſenkrecht neben einander oder ſie brechen ſeitlich aus den Aeſten dicht neben einander hervor, oder ſie wachſen wie die Blüthen an einem Mandelbaum hier und dort an dem Zweige, oder bilden eine Schleimhaut über den ganzen Stock. Dieſe Polypen pflanzen ſich durch Theilung fort oder durch Knospung. Indem die abſterbenden verſteinern, wird der Baum immer größer, wie man ſich viele dieſer Polypengewächſe vorſtellen muß als blattloſe Geſträuche oder niedrige Bäume von rother, grüner, gelber und ſchwarzer Farbe. Die Orgelkoralle des indiſchen Oceans beſteht aus rothen ſenkrechten Röhren, welche durch Querröhren ver— bunden ſind, und trägt grüne Polypenblüthen, während die braune Gorgonie des Mittelmeers weiße Polypen mit rothen Pünktchen hat, die rothe armsdicke Melitäre gelbe Polypen. Die ſchwimmende Seefeder gleicht einer Gänſe— feder, da ihre Poſen aus rothen, phosphoriſch leuchtenden Polypen beſtehen; der ellenhohe korkartige Seeſchwamm birgt in ſeinen Röhren blaue Polypen Die Seetanne trägt an ihren Zweigſpitzen bunte Polypenblumenglocken, und die kleine wandernde Seeanemone gleicht mit ihrem breiten auswärts umgelegten Fangarmenblättern dem Cactus. Die Polypen wachſen nur bis zu einer gewiſſen Tiefe, etliche gehen bis 1000 Fuß hinab, andere bis 500, wieder andere nur bis 20—50 Fuß. Die Riffe bauende Koralle muß immer in einer beſtimmten Entfernung von der Oberfläche des Meeres bleiben, weil ſie ſonſt ſogleich abſtirbt. Die Höhe der Korallengewächſe iſt ſehr verſchie— den, einige ſind nur einen Zoll hoch, andere erreichen die Höhe von mehrern Ellen und die Dicke eines mäßigen Birnbaums. (Fortſetzung folgt.) Friedberger Kirchenbuchsauszug vom Monat Auguſt. Getraute: 29. Heinrich Seriba, hſ. B. u. Buchdrucker, des B. zu Dieburg u. Freiherrl. Fechenbach'ſchen Rentamtmanns Friedrich Philipp Scriba ehel. S., und Ottilie Mariane Karoline Marie Katharine Kettinger, des hſ. B. u. Schönfärbers Joh. Gottlieb Kettinger ehel. led. T. 31. Franz Joſeph Reitz, hſ. B. u. Bäckermeiſter, des B. zu Rockenberg u. Ackermanns Franz Reitz ehel. verwittweter S. u. Anna 1 Mack, des hſ. B. u. Schuhmachermeiſters Adam Mack ehel. ed. T. 10 N Loui Mare 6 7 0, f bauma 7 dem 13, ö Uf Nitderwa brrche e llppi li 4 18. dahier Phil — E J.327) lle Jodel und!? Großherzog heſſen der worden. Es werde biger e küche jede ui dahier bei ſes von der In dieser ment berſuch gefaßt werd ſcheinenden zur Mahl e turators d. widrigenfal heit der ers ſehen werde Friedd Gr — 0 11364] DO Fiſcher von deferirte Er daß der gef gelhard Bei cheknriſchen jenen weit flige Glaubt bekannt, ind beſtligt wu Und noch se wollten, zu den 12. O Und der Fo Erden W Hofralhe dufgeforder Friedbe hade u genießt, ſteden ent⸗ r ſe brechen ven rother, keſteht aus odren ver⸗ wahrend die Pelypen mit Neluäre gelbe tiner Gäͤnſe⸗ dem Cactus. et gewiſſen te bis 500, ße bauende eht verſchie⸗ erreichen die ts mäßigen 315 Getaufte: 1. Dem bſ. B. u. Conditor Heinrich Tobias Waltz eine T., Marie Louiſe Sophie, geb. 4. Juli. 6. Dem hſ. B. u. Kappenmacher Joh. Jakob Bender ein S., Hermann, geb. den 20. Juli. a 6. Dem hſ. B. u. Oekonomen Friedrich Ludwig Netz ein S., Johann Heinrich, geb. 21. Juli. 0 6. Dem hſ. B. u. Metzgermeiſter Friedrich Auguſt Waas eine T., Kunigunde Dorothea Wilbelmine, geb. 20. Juli. 7. Dem hf. B. u. Gaſtwirth Peter Decher eine T., Eliſabethe, geb. 17. Juni. a 9. Ein unehel. S., Heinrich, geb. den 20. Juli. 13. Dem Regierungsacceſſiſten auf hieſigem Kreisamte u. B. zu Niederwöllſtadt Dr. Georg Heinrich Buff eine T., Katharine Marga⸗ garethe Chriſtine Karoline Marie, geb. den 11. Juli. 17. Dem hſ. B., Bäckermeiſter u. Conditor Georg Martin Philippi II. eine T., geb. 31. Juli. 18. Dem B. zu Griesheim, Kreiſes Darmſtadt u. Bahnwärter dahier Philipp Kehr ein S., Ferdinand, geb. 17. Juli. 20. Dem bſ B. u. Metzgermeiſter Heinrich Müller III. eine T., Louiſe, geb. den 29. Juli. 20. Dem bſ. B. u. Muſikus Joh. Georg Schneider eine T., Anna Maria, geb. 31. Juli. 20. Dem hſ. Permiſſioniſten u, Ortsb. zu Weickartshain, Kreiſes Grünberg, Johannes Fiſcher ein S., Johann Konrad, geb. 8. Auguſt. Beerdigte: 18. Des hſ. B., Bäckermeiſters u. Conditors Georg Martin Philippi II. ehel. T., alt 18 T., 1 17. 18. Joh. Schmelzer, Musketier im 2. Bataillon des 4. Großh. Inf.⸗Regiments, des Ortsb. zu Holzhauſen, Kreiſes Biedenkopf, Peter Schmelzer ehel. led. S., alt 28 J., 2 M. u. 20 T., f 16. 23. Johann Graf, S. der Eliſabethe Graf von Gießen, alt 4% M., 7 22. 24. Friedrich Ludwig Karl Finkernagel, des hſ. B. u. Schreiner- meiſters Ludwig Karl Finkernagel ehel. S., alt 4 M. u. 8 T., T 22. 24. Petrus Arnold Auguſt Emil Kretſchmer, S. der Henriette Kretſchmer zu Coblenz, alt 1 J., 1 M. u. 4 T., f 22. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Edictalla dung. [1326 Ueber das Vermögen des Johannes Jöckel und deſſen Ehefrau zu Friedberg iſt von Großherzoglichem Hofgericht der Provinz Ober- heſſen der förmliche Concursprozeß erkannt worden. Es werden deßhalb deren ſämmtliche Gläu— biger aufgefordert, ihre Forderungen und An⸗ ſprüche jeder Art Mittwoch den 11. Oktober, Vormittags 9 Uhr, dahier bei Meidung ſonſt erfolgenden Ausſchluſ⸗ ſes von der Maſſe anzumelden. In dieſem Termine ſoll zugleich ein Arrange⸗ ment verſucht und über die Maſſe ſelbſt Beſchluß gefaßt werden, weßhalb die nicht perſönlich er⸗ ſcheinenden Gläubiger ihre Vertreter hierzu, wie zur Wahl eines Gläubigerausſchuſſes und Maſſe⸗ curators beſonders zu bevollmächtigen haben, widrigenfalls ſie als den Beſchlüſſen der Mehr⸗ heit der erſchienenen Gläubiger beitretend ange⸗ ſehen werden. Friedberg den 16. Auguſt 1854. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Edicetalla dung. [1364] Die Vormünder der Kinder des Ludwig Fiſcher von Aſſenheim haben die ihren Curanden deferirte Erbſchaft ausgeſchlagen und genehmigt, daß der geſammte Nachlaß den Erben des En⸗ gelhard Bechſtein dahier zu Tilgung deſſen hypo⸗ thekariſchen und anderen Forderungen, welche jenen weit überſteigen, überwieſen werde. Son⸗ ſtige Gläubiger des L. Fiſcher ſind zwar nicht bekannt, indeſſen werden, ehe jene Ueberweiſung beſtätigt wird, alle, welche dieſelbe beanſtanden und noch ſelbſt Anſprüche an die Maſſe bilden wollten, zu deren Anzeige bis zum Donnerſtag den 12. Oktober bei Vermeidung Ausſchluſſes und der Folge, daß ſonſt den Bechſtein'ſchen Erben die gebetene Eigenthumsurkunde über die Hofraithe des L. Fiſcher ertheilt wird, hiermit aufgefordert. Friedberg den 26. Auguſt 1854. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Oeffentliche Aufforderung. 11401] Adam Enders und Konrad Bek⸗ ker IV. von Gambach, ſowie Maria Eli⸗ ſabetha, Martin Engels Ehefrau, geb. Becker, zu Holzheim wollen verſchiedene, in Gambacher Gemarkung gelegene und noch auf „Johann Georg Ratz von da, eingetragene Liegenſchaften, worüber Verzeichniß vorliegt und in der Regiſtratur des Landgerichts eingeſehen werden kann, als Erben des vorgedachten Jo⸗ hann Georg Ratz und ſeiner ebenfalls längſt verſtorbenen Ehefrau vertheilen und veräußern. Sie find jedoch nicht im Stande, ihr behauptetes ausſchließliches Recht an dieſen Liegenſchaften nachzuweiſen; auf ihr Anſtehen ergeht daher dieſe öffentliche Aufforderung zur Anmeldung etwaiger Anſprüche, und find ſolche binnen einer Friſt von 2 Monaten ſogewiß dahier anzuzeigen, als ſonſt die beantragten Theilungsurkunden beſtätigt und der Eintrag im Mutations⸗Verzeichniß ver⸗ fügt werden wird. Butzbach den 31. Auguſt 1854. S Landgericht Butzbach bel, Landrichter. Mobiliar-⸗Verſteigerung. [1414] Donnerſtag den 14. und Freitag den 15. d. M. werden nachſtehende zum Nachlaß des Konrad Groh III. dahier gehörige Mo- bilien in nachbenannter Reihenfolge in deſſen Behauſung, jedesmal Morgens präcis 9 Uhr anfangend, öffentlich meiſtbietend verſteigert, als: 1 Pferd, 3 Kühe, 1 Mutterſchwein mit Ferkel, 3 Sprenger, 1 vollſtändiger Wagen, Pflug, Egge und ſonſtige Oekonomiegeräthe, eine Partie Heu, Kleider, Bettwerk, Weißzeug und ſonſtige Hausgeräthſchaften. Sodann werden alle Diejenigen, welche etwaige Forderungen an den gedachten Nachlaß zu machen haben, hiermit aufgefordert, ihre deß⸗ fallſigen Anſprüche innerhalb 8 Tagen bei dem Curator Johannes Buch dahier geltend zu machen, als anſonſt nach Ablauf der Friſt weitere Anſprüche durchaus nicht berückſichtigt werden. Niederrosbach den 6. September 1854. Großherzogliches Ortsgericht Niederrosbach Cuntz, Ortsgerichtsvorſteher. O bſt⸗Verſteigerung. [1431] Montag den 18. September d. J., Vormittags um 9 Uhr anfangend, wird das diesjährige Obſt in den ſtädtiſchen Bauman⸗ lagen öffentlich meiſtbietend verſteigert und der Anfang im viereckigen Weiher in der Vorſtadt zum Garten gemacht. Friedberg am 1. September 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Be nde x. Verlorener Pfandſchein. [1432] Der Pfandſchein Nr. 20874 iſt abhan⸗ den gekommen. Derjenige, welcher Rechtsan⸗ ſprüche an das Pfand zu machen hat, wird hiermit aufgefordert, dieſelben binnen 6 Wochen geltend zu machen, als ſonſt dasſelbe an den ſich gemeldeten Eigenthümer verabfolgt werden wird. Friedberg den 31. Auguſt 1854. Für die Pfandhaus verwaltung: Faatz. Schweitzer. 207 Gulden [1433] liegen gegen gerichtliche Verſicherung in der Kirchenkaſſe zu Ockſtadt zum Ausleihen bereit. [893] Von folgenden, ihrer anerkannten Zweckmäßigkeit wegen auch in hieſiger Gegend ſo beliebt gewordenen Artikeln, und zwar: Dr. Borchardt's arom. medie. Kräuter⸗Seife à 18 kr. pr. 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Das Nähere wird, auf gefällige Anfrage, prompt mitgetheilt und das zur Ordnung der Verſicherung Erforderliche ſorgfältig von uns beſorgt. Friedberg im Juli 1854. P. F. Schmittner und Ferdinand Frick, Agenten der Colonia. 111011 Mobiliar⸗Verſteigerung. 1422] Unterzeichneter läßt Freitag den 15. d. M., Vormittags um 9 Uhr, in dem Graubert'ſchen Hauſe in der Vorſtadt nachſtehende gut erhal⸗ tene Gegenſtände, als: 1 Kommode, 1 Bettlade, 1 Tiſch, 1 Spiegel, 1 Nähtiſchchen, 6 Stühle, ſämmtlich von Nuß. baumholz, ſodann einen zweithürigen Kleider— ſchrank, 2 tannene Bettladen, 1 eichene Wiege, 1 Tiſchchen, 1 Wanduhr, 1 zweithürigen Kü⸗ chenſchrank mit Aufſatz, 1 Anrichte, 1 Ziege, 1 ſteinernen Schweintrog, mehrere Fäßchen und Waſchbütten, einige Centner Heu, eine Parthie Miſt, Gartengeſchirr, Säge nebſt Sägebock, ſowie ſonſtige Hausgeräthſchaften, gegen gleichbaare Zahlung, einer öffentlichen Verſteigerung ausſetzen. A. Rein hard. 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