— — 1 11 * 328 irie err Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch die Poſt bezogen fl. 1. 30 kr. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und Perkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petit zeile oder deren Raum 2 kr.; die beiden erſten Zeilen zu⸗ ſammen 7 kr. 4 5 79. Dienſtag, den 10. Oktober. 18541. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Betreffend: Den Verkehr mit Getreide, Mehl und Kartoffeln, ſowie mit Brod. Nach Benachrichtigung Großherzoglichen Miniſteriums des Innern vom 2. d. Mts. Nr. D. 13027, iſt am Schluſſe des erſten Satzes des§. 6 der Verordnung vom 27. v. Mts. obigen Betreffs das Wort„oder“ in„und“ abzuändern, ſo daß dieſer Satz heißen muß, wie folgt: „Es darf mit Ausnahme der im§. 2 bemerkten beiden Fälle, kein Getreide oder Mehl über die Grenze des „Großherzogthums ausgeführt werden, wenn es nicht zuvor auf einem öffentlichen Markte feil geboten, und „dort verkauft worden war.“ Es wird dies zur allgemeinen Nachachtung hiermit bekannt gemacht. Friedberg den 7. Oktober 1854. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Müller. Ueber Verſicherungsanſtalten. (Fortſetzung.) Die Brandverſicherung. Die Brandverſicherung iſt theils Immobiliar— oder Gebäudeverſicherung, theils Mobiliarverſicherung. Was die Immobiliarverſicherung anlangt, ſo würde es überflüſſig ſein, hier zu derſelben anzuregen, da ſchon jeder Gebäudebeſitzer von Staatswegen gezwungen iſt, ſein Gebäude bei der von dem Staate gegründeten und geleiteten Brandverſicherungsanſtalt zu verſichern. Eine andere Bewandniß hat es dagegen mit der Mobiliarverſicherung. Die Mobilien machen einen Theil des Vermögens jeder Wirthſchaft aus und ſind als Betriebsmittel jeder Wirthſchaft unentbehrlich. Die Mo— bilien ſind aber ebenſowohl als die Gebäude der Vernich⸗ tung durch den Brand unterworfen, und jene ſollten daher ebenſowohl gegen den Brand verſichert werden als dieſe. Eine alleinige Verſicherung der Gebäude iſt immer nur eine halbe Sache. Verzehrt ein Brand die Gebäude, und wird der Beſitzer auch dafür entſchädigt, ſo erleidet er doch immer noch große Verluſte, wenn mit den Gebäuden zugleich auch die nicht verſicherten Mobilien ein Raub der Flammen werden. Ja bei vielen Familien, namentlich bei den Miethbewohnern, machen die Mobilien den einzigen Gegenſtand des Beſitzes aus, und ſie ſtehen dann, wenn dieſer ihr nicht verſicherter Beſitz durch die Flammen ver— zehrt worden iſt, als Bettler da, während ſie bei einem Aufwand von nur einigen Thalern jährlich ſich dieſen Be— ſitz hätten erhalten können. Von beſonderer Wichtigkeit iſt namentlich das Mobiliarvermögen des Landwirths, wo— runter die ganzen Vorräthe an Bodenerzeugniſſen, ſowie die Inventariengegenſtände an Vieh, Schiff und Geſchirr, Körnern, Futtervorräthen, Getreide in den und im Freien begriffen ſind. Geht der Landwirth dieſes Betriebcapitals verluſtig, ohne daß er daſſelbe verſichert hat, ſo iſt er in den meiſten Fällen ein geſchlagener Mann. Und gerade in einer Landwirthſchaft, wo ſo viele ſelbſt entzündliche Gegenſtände aufbewahrt werden, wo ſo viel während des Abends mit Feuer und Licht in den Gebäuden umgegangen wird, und zwar von fremden, in der Regel wenig vorſich— tigen Menſchen, wo oft ein Theil des Erndteſegens im Freien aufbewahrt werden muß, der Bosheit ſchlechter Menſchen völlig preisgegeben— gerade in einer Land— wirthſchaft ſind Brandfälle weit eher möglich, als in den meiſten andern Wirthſchaften. Kann demnach die Noth⸗ wendigkeit einer Verſicherung des Mobiliarvermögens nicht dem leiſeſten Zweifel unterliegen, ſo fragt ſich nur noch, bei welchen Anſtalten man verſichern ſoll, ob bei Gegen— ſeitigkeits- oder bei Actiengeſellſchaften? Die gegenſeiti— gen Verſicherungsgeſellſchaften haben vor den Actiengeſellſchaften mancherlei Vorzüge. Schon der eine Umſtand muß als ein großer Vorzug erſcheinen, daß es bei jenen Anſtalten nicht auf Gewinn, wie bei dieſen, ſondern bloß auf Entſchädigung des Abgebrannten abge— ſehen iſt; daß, wenn die Verſicherungsbeiträge einen Ueber— ſchuß gewähren, dieſer dem Verſicherten ſelbſt verbleibt und nicht, wie bei den Actiengeſellſchaften, zum Theil in die Taſchen der Actionäre fließt, und daß die Gegenſeitig— keitsgeſellſchaften in allen Fallen mehr Garantie für eine vollſtändige Entſchädigung gewähren, als die Actiengeſell— ſchaften, weil bei jenen, wenn die Verſicherungsbeiträge für die Ausgleichung der entſtandenen Schäden nicht aus— reichen, die Mitglieder zu Nachſchußzahlungen verpflichtet ſind, während bei Actiengeſellſchaften für ſolche Fälle ein oft nur geringes Reſervecapital vorhanden iſt, das nur ſo weit zureicht, als es eben reicht. Daher iſt auch bei Ae— tiengeſellſchaften die Möglichkeit vorhanden, daß der Ver— ſicherte bei vorkommenden Brandfällen nicht vollſtändig entſchädigt wird. Nur dann können die Aetiengeſellſchaften eine ziemlich ſichere Garantie gewähren, wenn ſie in der Auswahl der Verſicherungsgegenſtände ſehr umſichtig ſind, und wenn ſie ein großes Reſervecapital angeſammelt haben, das ſich bei bedeutenden Brandfällen als nachhal— tig erweiſt. Am ſicherſten geht man aber ſtets, wenn man bei einer Gegenſeitigkeitsgeſellſchaft verſichert; muß man bei derſelben auch einmal Nachſchußzahlungen machen, ſo liegt eben darin die beruhigende Verſicherung, daß man bei vorkommenden Brandfällen vollſtändig entſchädigt wird. (Schluß folgt.) Die Liebesprobe. Novellette. (Fortſetzung.) „Keineswegs, mein junger Freund, ich will der „ſüßen“ Geliebten nicht zu nahe treten; aber ich kenne die Frauen, mein Lieber, und darum ſchwärme ich nicht mehr für ſie. Unſere heutigen Frauen und Mädchen lieben nicht mehr mit der Seele, mit dem Gemüth, mit dem Herzen! das wäre unſchicklich, das gehört nur in die Romane und auf die Schaubühne. So liebt man in der Penſion: den erſten Lieutenant oder Auscultator, der dem fünfzehnjähri⸗ gen Engel nahe kommt. Iſt aber ein Mädchen von Stand und Vermögen zwei Winter lang die gefeierte Ballkönigin geweſen, ſteht ſie dem Traualtare ſo nahe, wie Ihre himm⸗ liſche Julie, ſo liebt das holde Weſen mehr mit dem Ver⸗ ſtande und mißt ſich die Empfindungen mit dem Zollſtabe zu, um nicht zuviel koſtbaren Materials an den Verlobten zu vergeuden, den man ſchon ſicher beſitzt. Man darf ſein Pulver nicht ſo raſch verknallen! vielleicht kommt man ſpäter in den Fall, mit einem— Hausfreunde im ſüßen Spiel der Minne die Empfindungen und Gefühle des Her⸗ zens und die Leidenſchaften aus dem Winterquartiere heraus⸗ zuholen, wohin ſie der gute Ton verbannt...“ „Sie ſind doch unausſtehlich, wenn Sie auf dieß Kapitel kommen, Lorenz!“ rief Marberg.„Im vorliegen⸗ den Fall haben Sie entſchieden Unrecht; aber ich verzeihe Ihnen, weil Sie bis jetzt meine herrliche Julie noch nicht kennen. Ein Hauptgrund dafür, daß ich Sie einlud, Zeuge meiner Verlobung mit dieſem ſüßen Weſen zu ſein, war die Ueberzeugung, daß Juliens Tugenden und Reize ſicher⸗ lich vermoͤgend ſein werden, das geſchmähte und verachtete Geſchlecht der Frauen in Ihren ſkeptiſchen Augen wieder zu Ehren zu bringen, Ihnen zu beweiſen, welch' herrliche Eigenſchaften eine Frau beſitzen.... „Und nicht ausüben kann, weil— der gute Anſtand es verbietet!“ fiel ihm Lorenz bitter in's Wort.„Jenun, der Theorie nach haben Sie recht mit Ihrem Köhlerglauben an die Trefflichkeit des weiblichen Gemüths; nur Schade, daß man in praxi bei den Frauen unſeres Standes ſo wenig davon vermerkt. Indeß werden wir ja ſehen, wie viel Ihre himmliſche Julie über mich verſtockten Sün⸗ der vemag!, ſetzte er halb komiſch, halb zweifelnd hinzu. „Nun aber kein Wort mehr, denn bei dieſem Sprechen erkältet mir der ſcharfe Wind ordentlich den Magen!“ Ein Viertelſtündchen ſpäter hielten die dampfenden Pferde aus eigenem Antriebe keuchend vor dem erſten Gaſthofe des Städtchens, der recht gaſtlich und behaglich die halb erſtarrten Reiſenden anblickte und aus deſſen Fen⸗ ſtern heller Lichtſchein auf die dämmernde Straße fiel. Marberg ſah ſelber ein, daß er den Pferden einige Raſt gönnen muͤſſe, und trat mit ſeinem Freunde in die warme Gaſtſtube. Lorenz ſtreckte und dehnte ſich behaglich, ſchlug die Arme über einander und warf ſich in den großen Lehn— ſtuhl neben dem Ofen.„So le rief er,„nun mögen alle Julien der ganzen Monarchie kommen und ihre verführe⸗ riſcheſten Reize ſpielen laſſen— mich ſollen ſie heute Abend nicht mehr aus dieſem Hauſe hinausbringen!“ „Wie Sie wollen, Freund,“ verſetzte Marberg.„La⸗ ben Sie ſich meinetwegen mit Sauerkraut und Speck, mit Würſten und Bier, ſchwitzen Sie in einem Federbett zwiſchen feuchten Laken; ich für meinen Theil ſetze die Fahrt fort, ſobald die Pferde ihren Hafer verzehrt haben, und 354 Herr Lorenz war's zufrieden, und wärmte ſich ge⸗ mächlich, während er dem drallen hübſchen Schenkmädchen in der Riegelhaube die ernſteſten Weiſungen wegen ſeines Abendbrods und eines Zimmers gab. Jeder andere Rei⸗ ſende als Eugen Marberg würde ſich hier im goldenen Adler behaglich gefühlt haben. Es war freilich kein großes Hotel mit einer Schaar geſchäftiger Kellner und einigen betreßten Portiers! aber es war ein Bauernwirthshaus, das ſich ſehen laſſen konnte, und das in Küche und Keller auf ſeine Ehre hielt. Ein hübſches Gaſtzimmer, mit Hirſch⸗ und Rehgeweihen und Gemsköpfen decorirt, ein Tiſch mit blendend weißem Tuch, eine bequeme Bank um den gewal⸗ tigen Thonofen, erfreuten den Geſichtſinn wie die fühlende Haut, und aus der nahen Küche drang ein ſolch köſtlicher Bratenduft herein, daß Lorenz ſchon jetzt das Waſſer im Munde zuſammenlief. a Die ſchmucke Nanni hatte im Nu für Lorenz ein Ge⸗ deck auf den Tiſch geſetzt und eine Flaſche funkelnden Vel⸗ teliner Wein dazu, auf welche der halb erſtarrte Lorenz ſogleich den Angriff eröffnete. Den erſten Schluck aber hatte er kaum mit bedächtiger Prüfung über die Zunge gleiten laſſen, ſo nickte er Nanni ſchmunzelnd zu und meinte:„Dieſer Wein taugt mir, mein ſchönes Kind; iſt die Küche ebenſo gut beſtellt, ſo werde ich ſagen: hier iſt gut Hütten bauen!“ „Nun, wir wollen ſehen, daß wir Sie zufrieden ſtellen,“ meinte Nanni und wandte ſich an Marberg mit der Frage:„Haben der Herr ſchon befohlen? „Mit nichten, mein Kind; ich bleibe nicht lange! Geben Sie mir etwas Wein und einen Imbiß. Wenn meine Pferde abgefüttert ſind, fahre ich weiter! „Heute Nacht noch? bei dieſem Schneegeſtöber?/ fragte Nanni erſtaunt; mein Gott, müſſen Sie denn reiſen?/ „Allerdings, mein huͤbſches Kind, ich muß noch heute nach Märtenſee hinüber!“ „Nach Märtenſee 2, rief Nanni;„ich fürchte, das werden Sie heute nicht mehr erreichen! „Und warum nicht?“ fragte Marberg,»wer ſollte mich daran hindern? „Der Schnee, verſetzte das Mädchen;„hat es ja doch den ganzen Tag geſchneit, als ob man es aus Mehl⸗ ſäcken herunterſchüttelte! Drüben in der Niederung nach dem See hinunter muß der Schnee faſt mannshoch liegen. Wie wollen Sie ſich da in ſtockfinſterer Nacht zurechtfinden? Bleiben Sie um Gotteswillen hier, oder fahren Sie wenig⸗ ſtens nicht eher, als bis Sie meinen Vater gefragt haben, der draußen auf der Schmelzhütte iſt, aber bald herein⸗ kommen wird!“ damit eilte ſie hinaus. „Ja, bleiben Sie hier, Herr!“ ſagte ein Mann in der Tracht eines wohlhabenden Gebirgsbauers, der draußen in der ſogen. Bauernſtube am Ofen geſeſſen und ſein Pfeif⸗ chen geraucht hatte;„bleiben Sie hier über Nacht, Herr! Die Nanni hat nur allzu recht: in dieſer Nacht können Sie mit den abgetriebenen Pferden nicht nach Märtenſee hinüber. Der ſtarke Oſtwind hat den Schnee von den Jochen heruntergefegt in's Thal und am Jaufenpaß drüben liegen die Schneewehen haushoch. Die ganze Straße iſt zugeweht. Man müßte ein Narr oder ſeines Lebens über— druͤſſig ſein, wenn man in ſolch ſtockdunkler Nacht noch durch den Jaufenpaß fahren wollte. Bleib ich ja ſelber doch mit meinen Roſſen hier, der ich hier in den Bergen aufgewachſen bin!“ „Schönen Dank für den freundlichen Rath! ſagte Marberg zu dem Bauer;„nun denn, Nanni, ſo muß ich halt in's Henkers Namen hier übernachten. Rüſten Sie ſende Ihnen morgen früh den Schlitten wieder herein!“ alſo zwei Betten und ein tüchtiges Abendbrod!“ Erden zu 2 perlaufte XII. 242. worüber de gewieſen w bei Meidu geltend zu Friedb Gr. Hof, Landri 31 4535 D auf den 25 geschrieben Schweinen Staatsbeh resp. füt reducirt von Irru öffentlicht, Ftequenz 30. und ber l. J Ortenb Oroßhe Verleg LN auf din jahre g 11574 2 Uhr/ graben lich an Friel Et zufrieden . Aerdttg mit J dettgeſtober?, ſen Sie denn uß nech beute fürchte, das „per ſellte 1; hat es ja eu aus Mehl⸗ Virberung nach bech lie gen. zurechtfinden? 355 Bis dieſes erſchien, war Lorenz in ſeinem Armſtuhl eingeſchlafen. Marberg aber zündete ſich eine Cigarre an und ſetzte ſich an den Tiſch, um etwas in ſein Taſchenbuch zu ſchreiben. Wie man Lorenz mit der Nachricht weckte, daß das Abendbrod fertig ſei, ſtand er mit ungewöhnlicher Lebhaftigkeit auf, trat zum Tiſche und gewahrte gerade noch, daß Eugen Marberg Verſe in ſein Taſchenbuch ge— ſchrieben hatte, das er jetzt zuſammenlegte und durch Vor— ſtecken des Bleiſtifts verſchloß. Offenbar hatte er ein Sonett oder einige Stanzen an den abweſenden Gegen— ſtand ſeiner Neigung gerichtet. (Fortſetzung folgt.) Butzbacher Kirchenbuchsauszug vom Monat September. eiae: 24. Heinrich Gottfried Köppler, B. u. Schuhmachermeiſter dahier, des bſ. B. und Häfnermeiſters Konrad Köppler ehel. led. S. u. Katha⸗ rine Braun, des verl. bſ. B. u. Maurermeiſters Heinrich Ludwig Braun Getaufte: 4. Dem hſ. B. u. Taglöhner Johannes Wüſtenhöfer eine T., Anna Marie, geb. 14. Auguft. 4. Dem B. u. Schubmachermeiſter Remigius Will ein S., Jo- hannes, geb. 18. Auguſt. 7. Dem B. u. Metzgermeiſter Nicolaus Rübſamen ein S., Wilhelm Chriſtoph Nicolaus, geb. 11. Auguſt. 8. Dem B. u. Gaſtwirth Georg Valentin Kalbfleiſch ein S., Heinrich Ferdinand, geb. 14. Auguſt. 11. Ein unehel. S., geb. 9. September. 24. Dem B. u. Schuhmachermeiſter Johann Jacob Jung eine T., Anna Margarethe, geb. 14. September. 24. Dem Großherzoglichen Expedienten bei der Main⸗Weſer⸗Bahn Philipp Ruths ein S., Johann Karl Theodor, geb. 25. Auguft. 25. Dem B. u. Schuhmachermeiſter Conrad Köberer ein S., Carl Conrad, geb. 9. September. i e ee 7. Katharine Eli ſabethe Gadermann, geb. Seelig, des hſ. B. u. Strumpfwebers Karl Gadermann Ehefrau, alt 31 J. u. 2 T., 1 6. nachgel. ehel. led. T. 22. Der vormalige Gensdarm dahier Konrad Decher, T 20. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen. Oeffentliche Ladung. [1532] Anſprüche an das von Chriſtian Eisners Erben zu Dorheim an Wilhelm Bingel daſelbſt verkaufte Grundſtück in Melbacher Gemarkung: XII. 242. 5. 292 Klftr. im Vogelsgeſang, worüber das Eigenthum urkundlich nicht nach⸗ gewieſen werden kann, ſind binnen 6 Wochen, bei Meidung der RNichtberückſichtigung, dahier geltend zu machen. Friedberg den 21. September 1854. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann, v. Preuſchen, Landrichter. Landgerichts⸗Aſſeſſor. Zur Nachricht. [1535] Der von der Stadt Nidda mehrfach auf den 25. und 26. kommenden Monats aus⸗ geſchriebene Pferde., Fohlen⸗, Rindvieh⸗ und Schweinemarkt iſt durch Beſchluß der höchſten Staatsbehörde vom 16. d. M. aufgehoben, resp. für dieſes Jahr auf einen Schweinemarkl reducirt worden, was man zur Vermeidung von Irrungen unter dem Anfügen hiermit ver⸗ öffentlicht, daß der durch ſeine außerordentliche Frequenz bekannte ſ. g. kalte Markt am 30. und 31. Oktober und 1. Novem⸗ ber l. J. dahier abgehalten wird. Ortenberg am 26. September 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ortenberg Map. Verlegung des Herbſtmarkts zu Altenſtadt. L15721 Der in dem diesjährigen Landkalender auf den 23. und 24. d. M. eingetragene dies⸗ jährige hieſige Herbſtmarkt wird nicht an dieſem Tage, ſondern den 18. und 19. d. M. und zwar in der Art abgehalten, daß am 18. der Vieh⸗ und am 19. October der Krämermarkt ftattfindet. Altenſtadt den 3. October 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Altenſtadt Kreuder. Trauben ⸗Verſteigerung. 11574] Mittwoch den 11. d. M., Nachmittags 2 Uhr, werden die Trauben im vorderen Hirſch⸗ graben der hieſigen Burg in Abthellungen öffent⸗ lich an den Meiſtbietenden verſteigert. Friedberg den 6. Oktober 1854. Großherzogliches Rentamt Friedberg Hau ſer. Lieferung von Lebensmitteln. [1575] Dienſtag den 24. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, ſoll die Lieferung nachſtehenden Bedarfs für das Landeszuchthaus dahier einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden: 9 Von 6 bis 700 Malter Kartoffeln, )„1200 Stück Weißkraut, 3)„ 1200„ Würfing, 4)„ 30 Ctr. untererd. Kohlraben, 5)„ 30„ gelbe Rüben, 6)„ 150 Pfd. Zwiebeln, 7)„ 40 Ohm Sauerkraut, 8)„ 127 Ctr. Erbſen, 9)„ 113 Bohnen(weiße), 10)„ 47„ Linſen, 110 16½„ gedörrten Zwetſchen. L Marienſchloß den 6. Oktober 1854. Die Verwaltungs⸗Commiſſion daſ. Für die Ausfertigung: Nispel, Secretär. Obligations-Verlooſung. [1576] Von den Hohenſülzer Partial⸗Obliga⸗ tioren wurden die Nummern 19 und 38, jede zu fl. 200. durch Verlooſung zur Rückzahlung beſtimmt. Der Betrag kann am 1. Januar 1855 bei dem Gemeindeeinnehmer zu Hohenſülzen oder bei dem Handlungshauſe Herrn J. Lindheimer zu Frankfurt a. M. erhoben werden, da von dieſem Tage der Zinslauf dieſer Nummern auf- ört. ö Hohenſülzen den 24. September 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Hohenſülzen Stamm. Obligationsverlooſung. [1577] Bei der heute ſtattgefundenen Verloo⸗ ſung von Partial⸗ Obligationen hieſiger Ge⸗ meinde wurde die Nummer 14 zu 100 fl. ge⸗ zogen. Es wird der Inhaber derſelben hiermit aufgefordert, dieſen Betrag bis zum 1. Ja- nuar 1855 gegen Einhändigung der quittirten Schuldurkunde bei dem Gemeindeeinnehmer da⸗ hier in Empfang zu nehmen, da von dieſem Tage an weitere Zinſen nicht vergütet werden. Wiſſelsheim den 5. Oktober 1854. Der Großherzogliche Beigeordnete Nürnberger. Zum Ausleihen. [1549 Aus dem evangeliſchen Kirchenfond zu Petterweil können ſogleich circa 325 fl. Ka⸗ pital gegen gerichtliche Obligation ausgeliehen werden. Für den Kirchenvorſtand: C. Schmidt, Pfarrverweſer. Bekanntmachung. [1578] Bei der heute ſtattgefundenen 3. Ver⸗ looſung der zur Abzahlung fälligen Beträge aus dem unter Vermittelung des Handlungs⸗ hauſes Simon Lindbeimer in Friedberg aufge⸗ nommenen Kapitale find die Nummern 32, 34, 35, 39, 40, 48 und 56 à 500 fl., zur Rück⸗ zahlung auf den 5. Januar 1855 gezogen worden und es wird ſolches unter dem Anfügen hierdurch bekannt gemacht, daß die Kapitalbe⸗ träge ſammt Zinſen vom 1. Juni 1854 an bei dem Rechner der hieſigen Gemeinde in Empfang zu nehmen find und daß keine weiteren Zinſen vergütet werden. Wippenbach den 3. Oktober 1854. Großherzogliche Ir Wippenbach a Obligations- Verlooſung. [1579] Von den Framersheimer Partial⸗Obli⸗ gationen wurden die Nummern 10 und 36, jede zu fl. 200. durch Verlooſung zur Rückzah⸗ lung beſtimmt. Der Betrag kann am 1. Ja⸗ nuar 1855 bei dem Gemeindeeinnehmer zu Fra⸗ mersbeim oder bei dem Handlungshauſe Herrn J. Lindheimer zu Frankfurt a. M. erhoben werden, da von dieſem Tage an der Zinslauf dieſer Nummern aufhört. Framersheim am 24. September 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Framers heim Rodrian. Ein Mädchen, [1560] welches das Kochen verſteht, mit Haus⸗ weſen und mit Vieh umzugehen weiß, gute Zeugniſſe hat, wird zu miethen geſucht. Wo? iſt bei der Expedition zu erfragen. [1565] Miss Haas, intends staying one day every week at Friedberg to give english lessons. She begs those Who wish to take lessons, to leave their names at Mr. Bindernagel Bookseller at Friedberg till the 12. October. Fräulein Haas beabfichtigt jede Woche einen Tag in Friedberg zuzubringen um engliſche Stunde zu ertheilen. Sie bittet Diejenigen, welche Stunde zu nehmen wünſchen, ihren Namen in der Bindernagel'ſchen Buchhandlung bis zum 12. Oktober abgeben zu wollen. Annonce. 11580] Lein⸗ und Sommerſaat werden ange- kauft von Friedberg. W. Hanſtein. 356 Soolbuad Nauheim. Jeden Tag CONTI im Garten des Rurhauses Nachmittags von 3 bis 6 Uhr, ausge- führt von dem Rur- Orchester unter Direction des Herrn Edmund Neumann. Jeden Donnerstag Bal pure im Nursauule, Anfang 8 Tur. Anlehen der Großh. Heſſ. Gemeinde Stammheim de fl. 46,000. à 4½ pCt. 115811 Von nachſtehendem durch den Unterzeichneten negociirten Anlehen ſind bei der heute ſtattgehabten Verlooſung nachfolgende Nummern zur Rückzahlung auf den 1. Januar k. J. beſtimmt worden, und können deren Beträge ſ. Z. bei mir in Empfang genommen werden. Lit. A. Nr. 1, 6, 16, 19 und 23, à fl. 1000.= fl. 5000. „ C.„ 4 und 16 A%ſ lg e 20 fl. 5200. H. Lismann. Fuͤrſtlich Iſenburg⸗Buͤdingen'ſches Anlehen von fl. 100,000. d. d. 16. Febr. 1847. 11500] Bei der heute vor Zeugen ſtattgehabten fünften obligationsmäßigen Ver— looſung obigen Anlehens, ſowie einer weiteren außerordentlichen Verlooſung von fl. 11,000. ſind nachſtehende Nummern zur Rückzahlung bis 31. Dezember l. J. beſtimmt worden und können deren Beträge ſ. Z. bei den Unterzeichneten in Empfang genommen werden. 11546] Büdingen den 29. September 1854. Lit. A. Nr. 2, 12, 15, 18, 30, 31, 37 49 à fl. 1000.= fl. 8000. „ B.„ 2, 19, 14, 24, 27, 29, 31, 34, 35, 36, 38, 43, 71, 73, 85, 88 à fl. 500.=„ 8000. fl. 16,000. Büdingen, 22. September 1854. H. Lismann in Büdingen. Simon Lindheimer in Friedberg. Local Veränderung. 1539] Meine Material- und Farbwaaren⸗ Handlung befindet ſich nun in meinem Hauſe große Bockenheimer Gaſſe Nr. 23. Indem ich meinen werthen Gönnern für das mir bisher in reichem Maaße geſchenkte Zutrauen danke, bitte um Fortdauer deſſelben und verſpreche reellſte und billigſte Bedienung. Frankfurt a. M., 1. Oktober 1854. Wilhelm v. Arand. Aecht Englischer Portland Cement 11498] von R. White& Sons in London aà fl. 13. pr. Tonne von circa 430 Pfd. bei Georg Schepeler, Frankfurt a. M. Friſche Saat⸗ und Leinkuchen 15821 bei Friedberg. W. Hanſtein. Formularpapiert L41044] zum Gebrauche der Herren Bürger⸗ meiſter, Gemeindeeinnehmer, Bau- und Forſtbeamten ꝛc. ſind ſtets zu haben in C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Ballanzeige. 11583] Auf Wunſch mehrerer Israeliten findet zur Feier des Laubhüttenfeſtes Samſtag den 14. d. M. bei dem Unterzeichneten Tanzmuſik ſtatt, wozu höflichſt einladet Bönſtadt. Konrad Wiegand IV., Gaſtwirth. Einladung. L1584] Zu dem Sonntag den 15. und Mon⸗ tag den 16. d. M. dahier ſtattfindenden Kirch⸗ weihfeſt, bei welcher Gelegenheit ich Alles aufbieten werde meine geehrten Gäſte aufs Prompteſte zu bedienen, lade ich höflichſt ein. Die beſten Speiſen, reiner Wein, Wird dann bei mir zu finden ſein, An lieben Mädchen ganz charmant, Fehlt es auch nicht bei Wirth Traband, Und zu des Tanzes Luſt und Freuden Die Herren Gönner Euch begleiten: Drum kommt Ihr Freunde und bringt mit Viel Geld, viel Durſt, viel Appetit! Burggräfenrod den 9. Oktober 1854. f J. C. Traband. Harmonie und Ball. 1585] Gelegentlich der israelitiſchen Feiertage iſt Samſtag den 14. d. Mts., von 2 Uhr Nachmittags an, in meinen Wirthſchaftslokalitäten Harmonie⸗ Muſik und Ball anzutreffen und lade ich das israelitiſche Publicum zur Theilnahme an dieſem Vergnügen hiermit freundlichſt ein. In wirthſchaftlicher Beziehung iſt für Alles auf's Beſte geſorgt. Niederwöllſtadt den 8. October 1854. Ph. Speck, Gaſtwirth zur Waldluſt. 1586] In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt zu haben: Immer kreuzluſtig! Neueſtes Taſchenliederbuch. Geweiht den Freunden des Geſanges und des geſelligen Lebens. Eine Auswahl von 232 der beliebteſten Lieder, ſowie auch Schnaderhüͤpfeln. Preis 12 kr. Frankfurter Cours vom 7. Okt. 1854. Pistolen fl. 9 32½33¼ Friedrichsd or. 4% 9 57¼-58¼ Holländiſche 10 fl. Stücke[„ 9 41 B. Rand⸗Ducaten, 5 31-32 20 Fraufftückõeee Engliſche Souverains..„11 40-42 Preußiſche Thaler..„, 1 45%-% 5 Frankenthaler..„% 2 20% B. Preußiſche Caſſenſcheine.% 1 45% Druck und Verlag von C. Bindernagels Buchhandlung in Friedberg. ——— Betteffen Unte Brandwei nage ich in Gemäß olgende Jag 11 brennen a * ſogleich behörde, weinbre zeibeamte Ich In feln wit H. Brandw 9. Käufer; 9. 2 Stun 9. Rebühr zi g.