Friedberger Jntelligenzblatt. Erſcheint wö⸗ Weine. 2 2 2. Einrückungsge⸗ . Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, ae 94 Ae. 5— oder deren Raum ee Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. ſammen 7 kr. Nu. 70. Freitag, den 8. September. 18511. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Die Einſendung der Waiſenhausbüchſengelder für 1854. — An die Einſendung der Waiſenhausbüchſengelder für 1854 unter vorſchriftsmäßigem Beiſchluß von Sortenzettel den und Mitunterſchrift durch den Controleur, werden Sie erinnert. ius Stu Friedberg am 4. September 1854. Müller. derung. Das ſel be —— an die isr. Vorſtände des Kreiſes. n brtan— Betreffend: Die Einſendung der Waiſenhausbüchſengelder für 1854. An die Einſendung der Waiſenhausbüchſengelder für 1854 unter vorſchriftsmäßigem Beiſchluß von Sortenzettel und Mitunterſchrift durch den Controleur, werden Sie erinnert.— Binnen 10 Tagen ſehe ich der Einſendung Ihrer Berichte entgegen, daß Sie das Waiſenbüchſengeld und in welchem Betrage, an den Großherzoglichen Rabbiner Dr. Levi zu Gießen eingeſendet haben. Friedberg den 4. September 1854. Müller. Nef fentliche: NA tc Die beiden nachſtehenden Aufſätze der landwirthſchaftlichen Zeitſchrift vom 25. Juli d. J. bringe ich im Intereſſe der Landwirthſchaft und des Publikums zur öffentlichen Kenntniß. Hierbei ſpreche ich den Wunſch aus, demnächſt, wenn gleiche Verſuche angeſtellt worden ſind, mir das Reſultat mitzutheilen. Friedberg den 2. September 1854. Der erſte Direktor des landw. Bezirksvereins Friedberg Müller, Regierungsrath. Kartoffelkrankheit. 00. Als Mittel wider die Kartoffelkrankheit empfiehlt ein engliſcher Gärtner folgendes Verfahren: Wenn die Kar— 1- Putlung toffeln vollſtändig in's Kraut gewachſen ſind und ehe die Blatter ſchwarz werden, wird daſſelbe auf die Seite gedrückt 2 und zunächſt durch die Hacke mit etwas Erde bedeckt; demnächſt wird die Erde zwiſchen den Reihen tief ausgegraben Dabbendlnng und auf die Kartoffelreihen, namentlich auf das Kraut geworfen. Wiewohl dieſes dabei etwas leidet, ſo erholt es ſich 1 doch im Ganzen wieder und wächſt fort, die Knollen aber bilden ſich zu voller Größe aus und ſind ſeit länger als 5 Jahren beſtändig geſund geerntet worden, während in der ganzen Umgegend und auf demſelben Felde die nicht ſo l behandelten Kartoffeln total erkrankten.— Das Verfahren ſcheint mit dem beim Anbau der Kartoffeln im Großen über— olera. einſtimmend zu ſein, und von dieſem ſich nur dadurch zu unterſcheiden, daß die Rillen zwiſchen den Kartoffelreihen tiefer ausgebreitet werden, und das Behäufeln unter gleichzeitiger Bedeckung des Krautes mit Erde ſpäter als gewöhnlich ge— ſchieht. Es beſteht alſo im Grunde genommen nur in einer Tieferſtellung der Kartoffelpflanzen. cher ber tte Auflage Die Rübe als Material für die Branntwein⸗Brennerei. — In wie weit die Runkelrübe bei der Branntwein-Brennerei die Kartoffel zu erſetzen im Stande iſt, möge fol— 89 1—— gende Berechnung zeigen. Ein Joch Landes trägt 150 Ctr. Kartoffeln mit 20 Procent Stärkegehalt, alſo—5— f 1= 230 Ctr. Stärke, mit Rüben beſtellt ergibt das Joch unter ähnlichen günſtigen Verhältniſſen 300 Ctr. mit einem 5 4 Zuckergehalt der Rübe(nicht des Saftes) von 8½ Procent, alſo—.— 0.—.= 25 ½ Etr. Rohrzucker. Durch Vermitt— 2 lung des Malzes wird das Stärkmehl in Zucker umgewandelt, daher in der Praxis zwiſchen dem Rohrzucker, der Rübe 1. und dem Stärkmehl der Kartoffel behufs der Weingeiſtbildung kein Unterſchied in der Berechnung gemacht werden kann. Es ſtellt ſich alſo für die Kartoffel ein namhafter Mehrertrag an Weingeiſt pr. Joch heraus; außerdem hat ſie noch den Vorzug, daß ſie weniger Anſprüche an Boden und Clima macht, als die Rübe. Die Koſten der Ausſaat ſind zwar bei der Kartoffel größer, hingegen kommt die Bearbeitung der Rüben höher zu ſtehen. Somit kann bei der Brennerei die Ruͤbe die Kartoffel nicht verdrängen, ſondern nur als Ausnahme in Nothfällen ſtatt derſelben eintreten. 310 Unterſeeiſche Landſchaften. (Fortſetzung.) Durch ihre Größe zeichnen ſich zwei Arten des ſüd— lichen Polarmeeres aus. Der oft 1000 Fuß lange Bla- ſentang(macrocystis pyrifera) gedeiht da, wo das Waſſer dem Gefrierpunkt nahe ſteht, hat eine olifengrüne oder carmoſinrothe oder lebhaft violette Farbe und wird in los— geriſſenen Streifen bis 45 Grad noͤrdlicher Breite hinauf⸗ getrieben. Sein Laub iſt lang und vielgeſtaltig. Der Bandtang(CJaminaria radiata) wächſt ſüͤdlich vom Cap der guten Hoffnung, hat gefingertes Laub. An den Falk⸗ landsinſeln findet man außerdem noch die lessonia, die einem Apfelbaume gleicht, einen 5—10 Fuß langen aufrecht ſtehenden Stamm von ſechs Zoll Dicke, gabelartige Zweige, grasartige Blätter und Fruͤchte hat. Sie klammert ſich mit ihren Wurzeln am Felſen an und läßt ihre langen Blätter wie die Weide ins Waſſer hängen. Andere Tange wachſen ſchief aus dem Boden empor und laſſen ihre 300 Fuß langen Zweige an der Oberfläche des Meeres dahin— wallen. Die baumartige d'Urvillea bei den Falklands— inſeln wird 12—14 Fuß lang und die laminaria digitata Helgolands hat gefingerte Wurzeln, einen dicken hohen Stamm und eine palmenartige braune Laubkrone, wogegen die porphyrea pupurea purpurrothe Farbe hat. Außer dieſen Tangen wachſen im Meer noch Meer— lattige mit gekräuſelten, purpurrothen Blättern, klumpige, fauſtgroße durchlöcherte Seeſchwämme, quirlförmig ver— zweigte Röhrenalgen mit rothgefärbten Bläschen voll be— beweglicher Fäden u. ſ. w. Dieſe Pflanzen bilden die unterſeeiſchen Waldungen, indem ſie in buntem Gemiſch und mannigfacher Verflech— tung durch einander wachſen, ihre Zweige verſchlingen, hier Lauben und Gänge, dort unentwirrbares Dickicht bilden, hier freies Wieſenfeld offen laſſen, wo kleinere Meer— pflanzen die roſenrothe Raſendecke bilden. Da ſchillern und blitzen die bunten Farben der verſchiedenen Arten durch einander, die bei jedem Wellenſchlage und der da— durch veränderten Lichtbrechung in anderen Farben ſpielen. „Ueppig mit tauſend mannigfachen Geſtalten, theils dem Boden ſich anſchmiegend, theils mit krauſen Laubbüſcheln emporragend, theils lang hingeſtreckt mit wallenden We— deln der Bewegung des Waſſers folgend, ſtehen die Tange in hellem und dunklem Grün, in prachtvollſtem Roth und Gelb glänzend im Widerſchein des Lichtes. Millionen von Seethieren der verſchiedenſten Art nähren ſich von dieſen Pflanzenmaſſen, welche mit großer Raſchheit wach— ſen und vergehen.“ Und durch dieſes traumhafte Farben— ſpiel rudern buntfarbige Muſcheln und ſchillernde Fiſchchen; langſam an den Stengeln kriechen weidende Schnecken, an den Bäumen nagen die 20 Fuß langen, grauhaarigen Wallroſſe, ſtark durch mächtige Hakenzähne, an ihnen nährt ſich der rieſige Dugong, die Sirene der Fabel, der ebenſo lange, plumpe Manati, das noch längere Borken— thier mit ſeiner runzligen Haut, die wie Eichenrinde aus— ſieht, der wandernde 30 Fuß lange Haifiſch, der dichtbe— haarte Seehund und die ſchwerfällige Schildkröte. Siehe, wie dieſe Rieſenkühe des Meeres einander von den beſten Weideplätzen verjagen, wie der Seehund flüchten muß, wenn das Wallroß naht, wie heftig das Borkenthier an den Zweigen reißt, daß die angeklammer⸗ ten Schnecken klappernd herabfallen! Eben weiden die Heerden in behaglicher Ruhe in der dämmerigen Kühle des Meerbodens, da ſchleicht ein hungeriger Hai heranz ſeine glaſigen Augen leuchten im gelben Glanz der Eulen— augen und ſuchen ihre Beute. Bald bemerkt ihn der Seehund und flüchtet in das dichteſte Gebüſch des Tang waldes. Im Nu verändert ſich die Scene. Die Muſchel klappt ihr Gehäuſe zu und ſtürzt ſich in die Tiefe, die Schildkröte kriecht unter ihr Horndach und läßt ſich raſch zu Boden ſinken, die tändelnden Fiſchchen verſchwinden unter den Zweigen der macrocystis, die Krebſe ſchlüpfen unter deren Wurzeln, das junge Wallroß aber wendet um, dem gefährlichen Feinde die ſcharfen Stoßzaͤhne entgegen zu kehren. Der Hai ſucht ihm die wehrloſe Seite abzuge— winnen. Der Kampf beginnt, er zieht ſich hinein in den Tangwald, in deſſen Zweignetz die Kämpfer ſich hier und dort mit ihren Floſſen verwickeln, bis es dem gewandteren Hai gelingt, dem Gegner die Seite zu zerfleiſchen, worauf dieſer voll Todesangſt Rettung durch die Flucht in den Wald ſucht, ſich hier feſtrennt und von dem Sieger ver— zehrt wird. (Fortſetzung folgt.) Feiertage. Die Chriſten feiern den Sonntag, die Griechen den Montag, die Perſer den Dienſtag, die Aſſyrer den Mittwoch, die Aegypter den Donnerſtag, die Türken den Freitag, die Juden den Sonnabend, ein ächter Tagedieb aber feiert— die ganze Woche. (Fl. Bl.) Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Mobiliar-Verſteigerung. 11414] Donnerſtag den 14. und Freitag den 15. d. M. werden nachſtehende zum Nachlaß des Konrad Groh III. dahier gehörige Mo⸗ bilien in nachbenannter Reihenfolge in deſſen Behauſung, jedesmal Morgens präcis 9 Ühr anfangend, öffentlich meiſtbietend verſteigert, als: 1 Pferd, 3 Kühe, 1 Mutterſchwein mit Ferkel, 3 Sprenger, 1 vollſtändiger Wagen, Pflug, Egge und ſonſtige Oekonomiegeräthe, eine Partie Heu, Kleider, Bettwerk, Weißzeug und ſonſtige Hausgeräthſchaften. Sodann werden alle Diejenigen, welche etwaige Forderungen an den gedachten Nachlaß zu machen haben, hiermit aufgefordert, ihre deß⸗ fallſigen Anſprüche innerhalb 8 Tagen bei dem Curator Johannes Buch dahier geltend zu machen, als anſonſt nach Ablauf der Friſt weitere Anſprüche durchaus nicht berückſichtigt werden. Niederrosbach den 6. September 1854. Großherzogliches Ortsgericht Niederrosbach Cuntz, Ortsgerichtsvorſteher. Verſteigerung bei der Pfand⸗ und Leihanſtalt zu Friedberg. 11415] Montag den 9. Oktober d. J. anfan⸗ gend und die darauf folgenden Tage, von Vor⸗ mittags 9 bis 12 Uhr und Nachmittags 2 bis 5 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die bis zu dieſem Termin die Verfallzeit erreicht haben⸗ deu und nicht ausgelöſten oder renovirten Pfän⸗ der, beſtehend in: Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Weißzeug, Herren- und Frauenkleidern, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Die Auslöſung und Renovation der Pfänder findet nur an den hierzu beſtimmten Tagen: Montag, Mittwoch und Samſtag ſtatt und wird noch ausdrücklich bemerkt, daß dies nur bis zum 4. Oktober d. J. geſchehen kann, da das Pfandlocal vom 5. Oktober bis zum Schluſſe der Verſteigerung geſchloſſen bleibt. Friedberg den 5. September 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Backholz⸗Verſteigerung. 114161 Donnerſtag den 14. d. M., Morgens um 9 Uhr, ſollen in hieſigem Gemeindewald 2775 Gebund Heiden und Ginſtern, zu Back⸗ holz ſich eignend, an den Meiſtbietenden ver— ſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt auf dem ſog. Steinkopf, Schlag Nr. IV. Ockſtadt den 6. September 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ockſtadt Gröninger. 0 2 Gloßherze —— 3 L418] Ne 1 Uhr, soll, ſtehende dal wirlhs Solz ber pachlet we Bauernhe Großherzo 0 Laa] Hen ſichligt mit rita aus zuw Reichele Aepf 1420] Me 10 Uhr, ſo meindeäpfel, werden. Vohnba Große 1142/0] Kit Gütereinſatz Ausleiben d. Friedber —— 8 Lla82] werde zu leißen geſe die Expedition — 180 Ale in din gang üg zr. Itiedber, 2 2 14409) Ci leichter zwe ſuht billig riedben 0 Verſteigerung von Bauarbeiten. L14171 Freitag den 15. September J. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen nachfolgende Repa— raturarbeiten an der Kirche zu Obermoxſtadt unter den bei der Verſteigerung bekannt ge— macht werdenden Bedingungen an den Wenigſt— nehmenden in Accord gegeben werden: 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 16 fl. 40 kr. 2) Steinhauerarbeit,„ 5 5%— 3) Weißbinderarbeit,„„ 400/ 11 4) Zimmerarbeit,„„ 20„—„ 5) Schreinerarbeit, 1„ 30„ 3„ 6) Glaſerarbeit, 1 1 7) Dachdeckerarbeit,„„ 69„ 45„ Die Zuſammenkunft iſt auf hieſigem Rath hauſe zu der genannten Stunde. Obermoxſtadt am 1. September 1854. Für den Kirchenvorſtand: Großherzogliche Bürgermeiſterei Obermoxſtadt Mickel. Jagdverpachtung. 114181 Montag den 11. d. M., Nachmittags 1 Uhr, ſoll die der Gemeinde Bauernheim zu⸗ ſtehende Feldjagd in der Behauſung des Gaſt— wirths Solz nochmals öffentlich meiſtbietend ver pachtet werden. Bauernheim den 5. September 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Bauernheim Walther. Bekanntmachung. 11419] Heinrich Becht von Reichelsheim beab— ſichtigt mit Frau und ſechs Kindern nach Ame— rika auszuwandern. Reichelsheim den 5. September 1854. Herzogl. Naſſ. Kreisamt v. Preuſchen. r es. [1420] Montag den 11. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen dahier circa 12 Malter Ge— meindeäpfel, ſtammweiſe meiſtbietend verſteigert werden. Wohnbach am 5. September 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Wohnbach hilip pi. f, 11421] Kirchenkapital liegen gegen doppelten Gütereinſatz bei der hiefigen Stadtkirche zum Ausleihen bereit. Friedberg. Faatz, Stiftungsrechner. 8 0 0 0 Gulden L13821 werden von einer Gemeinde zu 4 pCt. zu leihen geſucht. Das Nähere hierüber ertheilt die Expedition dieſes Blattes. Wollengarn. L13861 Alle Sorten Wollengarn, 1fach bis 6fach, in den gangbarſten Farben, zu den möglichſt billigſten Preiſen, bei Friedberg. Nathan Hirſchhorn, Uſagaſſe 244. Zu verkaufen. 11409 Ein vollſtändiger, faſt noch ganz neuer leichter zweiſpänniger Wagen mit eiſernen Achſen ſteht billig zu kaufen bei Schmied Göbel in Petterweil. Wohnungs-Veraͤnderung. L411) Meine Wohnung iſt nunmehr in dem von mir erkauften Jöckelſchen Hauſe in der Burg, was ich einem verehrten Publikum biermit er— gebenſt anzeige, indem ich mich zugleich zu ge⸗ fälligen ferneren Aufträgen beſtens empfehle. Friedberg. Carl Schneider, Dachdeckermeiſter. 311 Mobiliar-Verſteigerung. 11422] Unterzeichneter läßt Freitag den 15. d. M., Vormittags um 9 Uhr, in dem Graubert'ſchen Hauſe in der Vorſtadt nachſtehende gut erhal⸗ tene Gegenſtände, als: 1 Kommode, 1 Bettlade, 1 Tiſch, 1 Spiegel, 1 Nahtiſchchen, 6 Stühle, ſämmtlich von Nuß. baumholz, ſodann einen zweithürigen Kleider- ſchrank, 2 tannene Bettladen, 1 eichene Wiege, 1 Tiſchchen, 1 Wanduhr, 1 zweithürigen Kü— chenſchrank mit Aufſatz, 1 Anrichte, 1 Ziege, 1 ſteinernen Schweintrog, mehrere Fäßchen und Waſchbütten, einige Centner Heu, eine Partbie Miſt, Gartengeſchirr, Säge nebſt Sägebock, ſowie ſonſtige Hausgerätbſchaften, gegen gleichbaare Zahlung, einer öffentlichen Verſteigerung ausſetzen. Friedberg. A. Reinhard. Kirchweihfeſt zu Fauerbach II. 11423] Sonntag den 10. und Montag den 11. d. M., an den Tagen des bhieſigen Kirch— weihfeſtes, iſt bei dem Unterzeichneten gutbeſetzte Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen und lade unter Zuſicherung guter Bedienung hierzu höf— lichſt ein. Fauerbach II. den 5. September 1884. eee fu ch 11424] Ein Burſche, welcher Ackerbau verſteht und mit Pferden gut umgehen kann, wird in Dienſt geſucht. Näheres bei der Expedition dieſes Blattes. Soolbad Salzhauſen. 2* Zum Schluſſe der dies jährigen Saiſon nde Sonntag den 10. September in hieſigem Kurſaale Ball par é ſtatt, welcher des Nachmittags um 5 Uhr be⸗ ginnt. Indem ich hierzu ergebenſt einlade, er laube ich mir noch zu bemerken, daß ein Entrée von 36 kr. erhoben wird. Salzhauſen den 4. September 1854. H. W. Seum's Wittwe. Eine freundliche möblirte Wohnung 11426] wird in der Burg oder deren Nähe für eine einzelne Perſon zu miethen geſucht und wäre ſehr erwünſcht, wenn gleichzeitig eine gute bürgerliche Koſt beigegeben werden könnte. Die Expedition d. Bl. hat die Gute, deß⸗ fallfige Anmeldungen anzunehmen. 2 Zu dero fen [1427 Ein ſehr wenig gebrauchter Victoria wagen mit Glasverdeck und ein ganz leichtes zweiſitziges Wägelchen, halb gedeckt, ſtehen billig abzugeben bei Adolph Greiß, Hof⸗Sattler in Bad Homburg. 1 Morgen 20 Ruthen Garten 11428] im Schützenrain iſt im Ganzen oder getheilt zu vermiethen. M. Groß Wittwe. . Koͤlniſche 5 5 Feuer- Verſicherungs-Geſellſchaft Colonia. Grundkapital: Fünf Millionen, 250,000 Gulden. Geſammte Reſerven: Eine Million, 963,143 Gulden. 11348] Die Colonia, weleher durch die Großh. Heſſiſche Verordnung vom 26. November 1847 die Rechte einer inländiſchen Geſellſehaft verliehen worden ſind, übernimmt fortwährend Verſicherungen gegen Brandſchaden auf bewegliche Gegenſtände jeder Art gegen feſte, möglichſt billige Prä⸗ mien und gewährt hierbei noch beſondere Vortheile, worüber die Unterzeichneten auf Befragen die gewünſchten Erläuterungen geben werden. Proſpecte und Formulare zu Verſicherungs⸗ Anträgen werden jederzeit unentgeltlich ausgegeben, und kann man auf ſorgfältige und raſche Beſorgung der angetragenen Verſicherungen ſtets rechnen. Friedberg im Auguſt 1854. P. F. Schmittner, Ferdinand Frick, Special-Agenten der Colonia. Patent-Portland- Cement. 113491 Fabrikat von Robins und Comp. in beſter kräftiger Qualität billigſt bei Friedberg. H. W. Hatteroth. Anzeige. 11429] Die regelmäßige wöchentliche Paquet⸗Expedition zwiſchen Deutſchland und Amerika der Herren von Carnap, Eberts& Comp. in Liverpool und Rotterdam, hat mir eine Agentur übertragen, und bin ich dadurch in den Stand geſetzt, ſelbſt die kleinſten Paquete zu ſehr billigen Sätzen ſicher und ſchnell zu befördern. ich mit Vergnügen bereit. Friedberg. Jede nähere Auskunft zu ertheilen bin Georg Groß, Agent. 312 Soolbud Vamheim. Jeden Tag Concert im Garten des Rurhauses Morgens von 6% bis 3 Uhr, Nach- mittags von 3 bis 4% Uhr und Abends von 6% bis 8 Uhr, ausgeführt von dem Rur-Orchester unter Direction des Herrn Edmund Neumann. Bal dre im Niursdale, 11101] Jeden Donnerstag Anfang 8 Uli. Veränderung der Eiſenbahnzüge. 11350] In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt zu haben: Fahrplan der Main⸗Weſerbahn mit Angabe der derzeitigen Anſchlüſſe. Placatformat zum Aufziehen, à 2 kr. Fahrplan der Eiſenbahnen, Dampfſchiffe ꝛc. nebſt einer Eiſenbahn-Routen— Karte, ausgegeben am 5. September, Weſtentaſchenformat, à3 kr., Eiſenbahn⸗Frachtbriefe ſind ſtets vorräthig und liefern wir dieſelben bei größerem Bedarfe mit der Firma des Beſtellers. 11400] Bei Fr. Benjamin Auffarth in Frankfurt a. M. iſt ſoeben er- ſchienen und vorräthig in E. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg: Lebensregeln zum Schutze gegen die Cholera. Von Dr. med. Wilhelm Stricker, praktiſchem Arzte zu Frankfurt a. M. Preis 9 kr. In dieſem Schriftchen behandelt der Verfaſſer in klarer einfacher Sprache folgende zehn Punkte: I. Speiſe. II. Getränke. III. Kleidung. IV. Wohnort und Wohnung. V. Sonſtige Lebensweiſe. VI. Diätetik der Seele. VII. Verfahren bei den Vorboten der Krankheit. VIII. Ver⸗ halten beim Ausbruch der Krankheit. IX. Sorge für die Umgebungen des Kranken. X. Schlußwort. 11430]. Im Verlag von Ludwig Rauh in Berlin iſt erſchienen und in C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg vorräthig: Anweiſung zur augenblicklichen Vertilgung des Kornwurms und anderer dem Getreide ſchädlicher Inſekten und ihrer Brut in Kornſpeichern und Scheunen ſowie der ſchädlichen und läſtigen Inſekten in Zimmern, Bettſtellen, Schränken, Meubles aller Art, Kleidungsſtücken und Pelzwerk, in Treibhäuſern und überhaupt in allen geſchloſſenen Räumen, durch ein leicht zu bereitendes, wohlfeiles Mittel erfunden und veröffentlicht vom Grafen Edg. v. Lannoy- Clervaux Hrsten von Rena- Molbech, Landwirth und Chemiker. Zweite Auflage. Preis 36 kr. 7 Kirchliche Anzeigen. 13. Sonntag n. Trinit. den 10. Sept. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Keller. Nachmittags: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Seel. Nachmittags: Hr. Candidat Gaul. Frankfurter Cours vom 7. Sept. 1854. Piſtolen ee, Holländiſche 10 fl. Stücke Rand⸗Ducaten. 1 20 Frankſtücke. Engliſche Souverains. Preußiſche Thaler. 5 Frankenthgale n Preußiſche Caſſenſcheine. 17 2 B. „11 39-41 „ 145%/ „ 220% B. „ 144%¾/-46 Fruchtpreiſe. 6. Sept. 1. Sept. 1. Sept Gattung. Fried⸗ Gerne⸗ berg Malnz heim fl. kre fl. er fk. Waizen pr. Malter 14 2515 3—— Korn 7 11020116188 940 Gerſte„ 15 e e Hafen 7 4481 454 420 Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 9. bis zum 15. September. 2 Fried⸗ Butz⸗ 2 Brod⸗Preiſe.] berg. bach. 8 rü e 11Roggenbrod/ Korn⸗— ö 1 5 Gerſtenmehl 33 3 2 7 7 57 151 4 7 77 77 14 2 14 2 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) 7 Korn⸗u., Watzenmehl 4115 2 7. 77. 8 2 8 2 . 16 316 3 JLotb Loth — Milchbrod n. — Waſſerweck 14 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod. Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch i „Kühfleiſch, gemäſtetes 111i „ARindfleiſch, gemäſtetes e „ Kalbfleiſch 8 218— „ Schweinenfleiſch 16— 116— „Hammelfleiſch 12— 12— „7 Schaaflfleiſch n „Wurſt v. blos Schweinen 17— 17— „Bratwurſt 21— 20— „lSchwartenmagen 22— 120— „Geräucherter Speck 28— 28— „Schinken 22— 22— „ Dörrfleiſch 22— 22— „Schweinenſchmalz, ausgel. 24— 24— „ unausgelaſſen 22— 22— „Nierenfett 22— 20— „Hammelsfett 16— 16— 55 Großherzoglichen Bürgermeiſter e nde e Seippel. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. ———— Nr Miniſteriu Verfolg ber.— 15. Aug.! . zur Kenn aus Rüb ligen St dung finde feſtgeſetzt 22. Aug, Zollaͤmter verzeicht Verkehr dem Publ lung der Erſatz der Beſtreitur Stadeck Hamme — VII. heim für verſität E 3. Decemk Johann B aus Main; Aug. Frit der Großhe von Scha funker För . Juli d nidda, 2. lehterſtell zungstich 2— Polizeieo an der Anabenſe Schule z tragen; berg S Gerichts und Pr. ratoren 11. Aug arzt des den Bez Friedens, Schafe! berau un am 18. 9 und Recht der Cha