Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch die Poſt bezogen f.% 0 Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petit zeile oder deren Raum 2 kr.; die beiden erſten Zeilen zu⸗ ſammen 7 kr. Nu 51. Dienſtag, den 1851. 1. Juli. Amtlicher Theil. Von den erſchienenen Regierungsblättern für 1831 ſind zu publieiren: Nr. 19 sub 1, 21 sub 1, 2, 22 sub 1, e Friedberg am 30. Juni 1854. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Müller. Einladung. Zum Behufe der Berathung mehrerer die Landwirthſchaft betreffenden Gegenſtände, namentlich auch über die Ver— wendung der dem landwirthſchaftlichen Bezirksverein Friedberg für 1854 zur Dispoſition ſtehenden Mittel, werden die Mitglieder des Vereins auf Freitag den 14. Julil. auf hieſiges Rathhaus eingeladen. J., Nachmittags 2 Ahr, Hierbei ſpreche ich den Wunſch aus, daß die Verſammlung, ſowohl von den Mitgliedern des Vereins, als auch von allen Freunden der Landwirthſchaft, recht zahlreich beſucht werden mochte. Friedberg am 3. Juli 1854. Der 1 Direktor des landwirthſchaftlichen Bezirksvereins des Kreiſes Friedberg Müller, Regierungsrath. Das Gummi Elaſticum oder Kautſchuk und ſeine gewerbliche Anwendung. Die Eigenſchaften des Kautſchuk oder des Gummi Elasticum, wie es gewöhnlich heißt, waren den Einge⸗ bornen Sud ⸗Amerikas zum Theil ſchon lange bekannt, ehe man in Europa einen andern Gebrauch dafür aufgefunden hatte, als den, die Spuren der Bleifeder auf dem Papier damit zu verwiſchen. Die Indianer ſammelten das Gummi, wie es aus den Bäumen floß, ließen es hart werden und machten Bälle daraus, die ſie bis zu einer großen Höhe warfen, oder beſchuhten ihre ſonſt nackten Füße mit Stücken deſſelben, wodurch ſie in den Stand geſetzt wur— den, ihre grotesken Tänze und Luftſprünge auszuführen. Die ſcharfſichtigen franzöſiſchen Akademiker, welche vor hundertundzwanzig Jahren Amerika beſuchten, lernten dieſe und andere Manipulationen des Gummi durch die Indianer kennen und überzeugten ſich, daß es nicht allein eine ſtarke Elaſtizität, ſondern auch die Kraft beſitze, dem Eindringen von Flüſſigkeiten zu widerſtehen. Den neueren Zeiten war es vorbehalten, die werth⸗ vollen Eigenſchaften des Kautſchuk zu wirklich nützlichen Zwecken zu verwenden. Wir laſſen es uns kaum träu— men, wenn wir von den mannigfachen Artikeln, die aus dieſer Subſtanz verfertigt werden, Gebrauch machen, wel⸗ chen Prozeduren man ſie unterwerfen muß, wie ſie zer- riſſen, verrenkt und zerdrückt wird, ehe ſie die erforderliche Dichtheit und Glätte annimmt. Die Indianer, welche das Gummi ſammeln und es nach ihren Ideen von Schon⸗ heit zu ſeltſamen Formen geſtalten, geben ſich nicht viel Muͤhe, den Sand oder die Holzſtückchen und Fragmente von Steinen daraus zu entfernen; alle dieſe muͤſſen fort— geſchafft werden, ehe das Gummi ſeine Rolle in der Welt ſpielen kann. Hierzu ſind mehrere Marterwerkzeuge von— nöthen. Es wird durch eine grauſame Schneide-Maſchine in winzig kleine Stückchen geſchnitten; es wird in warmem Waſſer gewaſchen, um noch ſo viel Schmutz loszuwerden, als ſich durch dieſes ſanfte Ueberredungsmittel zum Fort— gehen entſchließen will, und dann wird es im trockenen Zuſtande mit ſchauderhafter Härte gedrückt und geknetet. Hierauf wird es über einander gerollt, verdreht, ver— krüppelt, durchſtochen, zerſchält, verdunnt, geſtoßen, in eine Maſſe aufgehäuft, in Klumpen geſchnitten und aber— mals gepreßt— bis endlich jede Spur von Sand oder Stein, Waſſer oder Luft daraus vertrieben und der Stoff durchgehends homogen geworden iſt. In dieſem Zuſtande wird es mit großer Kraft in eiſerne Formen gezwängt, welche ihm die Geſtalt von Würfeln, Platten oder Cy— lindern geben, den verſchiedenen Zwecken gemäß, zu denen es gebraucht wird; dieſe Blöcke aber werden in der Folge in dünne Scheiben geſchnitten, oder zu Fäden geſponnen, oder auch geſchmolzen, wenn man ſie flüſſig haben will. Zu allen dieſen Arbeiten iſt beſondere Geſchicklichkeit er— forderlich, denn das Gummi hat eine hoͤchſt eigenſinnige Natur: es wird heiß und zornig, wenn man ihm zu nahe kömmt, und alle Werkzeuge und Maſchinen, die zur Be— arbeitung deſſelben angewandt werden, nehmen bald einen ſolchen Grad von Hitze an, daß ſie nicht zu brauchen ſind, wenn man ſie nicht reichlich mit kaltem Waſſer überfluthet. In den letzten Jahren hat ſich die amerikaniſche Ju— duſtrie ganz beſonders durch die unermüdliche Beharrlichkeit ausgezeichnet, mit welcher die Verwendung des Gummi Elasticum ſtudirt wurde. Ein gewiſſer Herr Goodyear, in Connecticut, der beinahe ein Viertel-Jahrhundert dem Betrieb und der Verbeſſerung der Kautſchuk-Fabrikation widmete, hat die von Sam Slick gerühmten Ueberſchuhe zu größerer Vollkommenheit gebracht, als irgend einer von den Enthuſiaſten, die ſich mit dieſem elaſtiſchen Gegen— ſtande beſchäftigt haben. Amerikaniſche Ueberſchuhe ſind unter zwei Geſichtspunkten zu betrachten: als elaſtiſche und als waſſerdichte Produkte. Herrn Goodyear war darauf gerichtet, das Steifwerden des Materials zu verhindern, welches immer erfolgte, ſo— bald es kalt wurde, und man muß der Wahrheit gemäß anerkennen, daß ihm dies vollkommen gelungen iſt. Seine Schuhe leiſten der Kaͤlte hartnäckigen Widerſtand, ſie haben eine außerordentliche und anhaltende Dehnbarkeit, und ihre obere und untere Seite können zuſammengepreßt werden, ohne daß ſie feſt kleben— Alles ſchätzbare Eigen— ſchaften. Es ſoll mehr als zwanzig große, mit enormem Aufwand angelegte Etabliſſements in den Vereinigten Staaten geben, welche nach der von Goodyear entdeckten Methode arbeiten, wozu ſie die Erlaubniß des Erfinders erkaufen müſſen. Zu dieſen gehört die Hayward Rubber Company im Staate Connecticut. Ueberſchuhe ſind der Hauptgegenſtand dieſer Fabrikation, und die Ausſtellungs— Jury in London, welche einen Bericht über den Gegenſtand abſtattete, bemerkt, daß die Hayward Company täglich dreitauſend Paar fabricirt. Die verſchiedenen Artikel, welche in dieſen großartigen Anſtalten erzeugt werden, gehen beinahe in's Unendliche: ſie beſtehen aus Wagen— federn, elaſtiſchen Landkarten, Ballons, Schwammbeuteln, Tabackstaſchen, Haarkiſſen, Matratzen, Rettungsbböten, Knöpfen, Meſſerſtielen u. dergl. m. Die Verbindung des Gummi mit anderen Subſtanzen bietet ein großes Feld zur Erweiterung ſeiner Nützlichkeit dar. Hancock in London und Goodyear waren ſchon ſeit vielen Jahren mit ſolchen Experimenten beſchäftigt, ohne daß einer von ihnen um die Beſtrebungen des Anderen wußte, und Beide ſind durch den ſchönſten Erfolg belohnt worden. Hancock's vulkaniſirtes Gummi hat allerdings einen ſonderbaren Namen, aber es iſt nichtsdeſtoweniger ein höchſt nützliches Präparat. Der Erfinder hatte ſich durch Verſuche überzeugt, daß, wenn ein dünnes Stück Gummi in geſchmolzenen Schwefel getaucht, mit demſelben geſchwängert und dann bis auf 120 R. erhitzt wird, es neue und beſondere Eigenſchaften erhält, ohne von den Vorzügen etwas zu verlieren, die es in ſeinem natürlichen Zuſtande beſeſſen. Dies war eine wichtige Entdeckung, und er benutzte ſie praktiſch auf folgende Art: Nachdem man das Gummi weich geknetet, wird es mit Schwefel gemiſcht und zu einer Maſſe verarbeitet. So lange die Miſchung kalt bleibt, erleiden die Eigenſchaften des Gummi keine Veränderung; erhitzt man es aber bis zu 120“ R. — eine Temperatur, die hinlänglich iſt, um das reine Kautſchuk chemiſch zu zerſetzen— ſo geht eine vollſtändige Revolution mit ihm vor: die Flüſſigkeiten, in welchen das reine Kautſchuk ſich auflöst, verlieren bei ihm ihre Wir— kung; es wird nicht mehr hart, wenn man es der Kälte ausſetzt; es klebt nicht mehr zuſammen, wenn zwei Stücke 222 Das Hauptbeſtreben des zuſammengepreßt werden; es verträgt unbeſchadet eine Temperatur, die das reine Gummi in eine klebrige Maſſe verwandeln würde. Während Hancock zur Ausbeutung ſeiner Entdeckungen ſchritt, wurden, merkwürdig genug, von Goodyear Experimente unternommen, welche die Pro— duction einer Subſtanz herbeiführten, die alle Eigenſchaften des vulkaniſirten oder, richtiger ausgedrückt, ſulphuriſirten Gummi beſitzt, und ihre beiden Länder ärndten jetzt die Vortheile der verſchiedenen Unterſuchungen dieſer ſcharf— ſinnigen Männer. (Fortſetzung folgt.) Gemeinnütziges. Die Verſuche, welche zuerſt in Frankreich gemacht wurden, um die wichtigſten Gemüſe durch austrocknendes Zuſammenpreſſen für längere Aufbewahrung geeignet zu machen, haben in neueſter Zeit bekanntlich auch in Deutſch— land Nachahmung gefunden. Die zu kleinen Täfelchen zu— ſammengepreßten Gemüſe zeigen im Ganzen ein gutes An— ſehen und keine erhebliche Veränderung der naturlichen Farben. Der Geruch iſt wenig merklich, und der natür— liche Geſchmack der Gemüſe tritt erſt dann hervor, wenn ſie längere Zeit im Munde verweilt haben. Wenn dieſe Gemüſe mit kaltem Waſſer auf das Feuer geſetzt und lang— ſam zum Kochen gebracht werden, ſo ſchwillt die Maſſe be— deutend auf, ſo daß etwa eine 3 Loth ſchwere Tafel ½ Quart von der Conſiſtenz eines friſch bereiteten Gemüſes liefert. Durch Zubereitung mit Butter und Salz erhält die Speiſe einen dem friſchen Gemüſe nicht unähnlichen Geſchmack. Dieſe Reſultate ſind allerdings prächtig. An— dererſeits aber wird die Verwendung dieſer Produkte da— durch ſehr erheblich erſchwert, daß mindeſtens ein vierſtün— diges Kochen erforderlich iſt, um ſie erträglich weich zu machen. g III. Quartal. Anklagen: Montag den 3. Juli, Vormittags 11 Uhr, gegen Heinrich Rühl von Rüddingshain und Heinrich Müller von Eulersdorf, wegen ver— ſchiedener Diebſtahle; Verth. Großh. Hofg.-Adv. Hensler.— Dienſtag den 4. Juli, Morgens 8 Uhr, gegen Johannes Lecke von Eichelſachſen, wegen Brandſtiftung; Verth. Großh. Hofg.-Adv. Dornſeiff.— Mittwoch den 5. Juli, Morgens 8 Uhr, gegen Johannes Fiedler von Langenhain, wegen Diebſtahls; Verth. Großh. Hofg.⸗Adv. Briel.— Donnerſtag den 6. Juli, Morgens 8 Uhr, gegen Johannes Naumann, Johannes Schanz und Johannes Jöckel von Colbach, wegen Diebſtahls; Verth. für Erſtere: Großh. Hofger.-Adv. Dr. Sames, für Letzteren: Großb. Hofg.⸗Adv. Dr. Schüler.— Freitag den 7. Juli, Morgens 8 Uhr, gegen Daniel Dornſeiff von Battenberg, wegen Körperverletzung mit todtlichem Erfolg; Verth. Großh Hofg.-Adv. Welcker.— Samſtag den 8. Juli, gegen Heinrich Port von Ruppertsburg, wegen Meineids; Verth. Großh. Hofg.-Adv. Briel. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen. Oeffentliche Aufforderung. 1999] Die verſtorbenen Andreas Mackers Ehe— leute zu Ilbenſtadt haben ein Grundſtück: 363/14b 19 Ruthen in den Aulochswieſen hin— terlaſſen, welches bereits vor längerer Zeit an Franz Heller von Ilbenſtadt verkauft worden iſt. Da jedoch die zahlreichen Erben des An— dreas Macker und deſſen Ehefrau, Suſanne, geborne Rübſamen, zum Theil unbekannt, zum Theil abweſend ſind, wodurch de Ratification des Verkaufs ſeither gehindert war, ſo werden dieſelben, wie auch etwaige Dritte, hierdurch aufgefordert, ihre Anſprüche an das oben be⸗ zeichnete Stück binnen 3 Monaten von heute an dahier anzumelden, widrigenfalls die Erben, ſoweit ſie ſich bereits erklärt haben, oder nach den Akten noch ausfindig zu machen ſind, als allein zum Verkauf und Bezug des Kaufgeldes berechtigt, betrachtet werden, und alle ſonſtige 1 bei der Beſtätigung unberückſichtigt ben Friedberg den 2. Juni 1854. Großberzogliches Landgericht Friedberg Hofmann, v. Preuſchen, Landrichter. Landgerichts-Aſſeſſor. Bekanntmachung. [1059] Nachdem die Verſteigerung der Oellie— ferung zur Straßenbeleuchtung der Stadt Fried— berg für das 2. Semeſter 1854 nicht genehmigt worden iſt, ſo ſoll dieſe nunmehr auf dem Sou— miſſionswege vergeben werden. Hierauf Reflec⸗ tirende haben ihre Soumiſſionen ſchriftlich und verſiegelt bis längſtens Donnerſtag den 6. d. M., Vormittags 11 Uhr, bei dem Unterzeichneten einzureichen. Die Bedingungen können jeden Tag eingeſehen werden. Friedberg den 2. Juli 1854. Großherzogliche! Bürgermeiſterei Friedberg Binde Fiſcherei⸗Verpachtung. Lto60] Donnerſtag den 6. d. M., Vormittags 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Fiſcherei im langen Weiber auf drei Jahre öffentlich meiſt— bietend verpachtet. Friedberg den 2. Juli 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg e e eſſen. Schaafpferche-Verpachtung. [1051] Mittwoch den 5. d. M., Vormittags 11 Ubr, werden in bieſigem Ratbbauſe 5 bis 10 Schaapfpferche öffentlich meiſtdietend verſteigert. Friedberg den 2. Juli 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Jagdverpachtung. L10621 Samſtag den 15. Juli d. J., Nachmit⸗ tags üm 1 Übr, ſoll bei Wirth Stein dahier die Feldjagd in hieſiger Gemarkung, eirca 1600 Normalmorgen haltend, unter den vor der Ver⸗ pachtung bekannt gemacht werdenden Bedingungen verpachtet werden. Beienbeim am 29. Juni 1854. ö Großherzogliche Bürgermeiſterei Beienheim Muth. Jagdverpachtung. L063] Montag den 10. Juli l. J., Vormit- tags 11 Uhr, ſoll in dem Gemeindewirthshauſe dahier die der hieſigen Gemeinde von circa 6726 Morgen zuſtehende Feld⸗ und Waldjagd⸗ berechtigung unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf weitere ſechs Jahre öffentlich verpachtet werden, wozu man Jagdliebhaber ergebenſt einladet. Echzell den 7. Juni 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Echzell Sti Kapital⸗Ausleihung. L10641 153 fl. 36 kr. liegen gegen gerichtlich beſtätigte Obligation und doppelten Pfandeinſatz zu 5 PCt. Zinſen am 1. September d. J. bei der hieſigen Gemeindekaſſe zum Ausleihen bereit. Altenſtadt den 28. Juni 1854. Der Gemeinde-Einnehmer Mörſchel. Obligations-Verlooſung. 1065] In der heutigen Gemeinderatheverſamm⸗ lung wurden die Partial-⸗Obligationen No. 93 und 101, jede zu 100 fl., aus dem Anlehn der Gemeinde Altenſtadt vom Jahre 1836 durch das Loos zur Rückzablung beſtimmt. Indem man ſolches hiermit zur Kenntniß der Inhaber genannter Schuld- und Pfandverſchrei⸗ dungen bringt, werden dieſelben zugleich aufge- fordert, dieſe Beträge bis zum 1. September d. J. bei der hieſigen Gemeindekaſſe gegen Rückgabe der Obligationen in Empfang zu nehmen in⸗ dem von dieſem Tage an keine weitere Zinſen mehr vergütet werden. Altenſtadt den 26. Juni 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Altenſtadt Kr e ud er. Grasſamen-Verſteigerung. L10661] Freitag den 7. Juli, Morgens um 9 Uhr, ſoll das Schneiden des Grasſamens in den Gemeindewaldungen der Oberförſterei Bingen⸗ heim verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt um die beſtimmte Stunde auf dem Bingen⸗ heimer Forſthaus, woſelbſt die näheren Bedin⸗ gungen bekannt gemacht werden. Das Forſt⸗ ſchußperſonal iſt angewieſen, denjenigen den Grasſamen im Walde den 5. und 6. Juli zu zeigen, welche ſich an der Verſteigerung bethei⸗ ligen wollen. Bingenheimer Forſthaus den 27. Juli 1854. Großherzogliche Oberförſterei Bingenheim v. Gall. 726 fl. 38 kr. 1067] ſind bei der hieſigen Stadtkirchenkaſſe gegen doppelten Gütereinſatz auszuleihen. Friedberg am 2. Juli 1854. Der Kirchenrechner Fa a tz. 223 Bekanntmachung, betr.: Holzverſteigerung im Großherzoglichen Domanialwald Frauenwald der Ober⸗ förſterei Oberrosbach. [tos] Dienſtag den 11. d. M. wird in dem bei Niedermörlen gelegenen Frauenwald das nach- verzeichnete Holz an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: 14 Stecken Scheit, 55 ¼% Stecken Prügel, 8690[Wellen Reiſer⸗4 Wagen Schlagabraum⸗ bolz und 175, zu Baumſtützen brauchbare, Stangen; ſämmtlich geſchält Eichen. Die Verſteigerung beginnt präcis 9 Uhr. Oberrosbach am 1. Juli 1854. Großherzogliche Oberförſterei Oberrosbach Bingmann. Braunkohlen⸗ Verkauf. Cto00] Mit dem 1. Juli beginnt auf hieſigem Bergwerke die zweite Creditperiode des Jahres 1854. Gegen Einlage vorſchriftsmäßiger Bürgſcheine wird für die Braunkohlenklötze, welche vom 1. Juli bis Ende Dezember d. J. auf Credit bezogen werden, Zahlungsfriſt bis Ende März 1855 geſtattet. Der Preis der Braunkohlenklötze iſt 11 kr. à Ctnr., der der Holzkohlen 14 kr. à Ctnr. Die Braunkoblenfuhren, welche auf hieſigem Bergwerke geladen haben und Oſſenheim paſſiren, bezahlen daſelbſt kein Brückengeld. Bauernheimer Bergwerk den 28. Juni 1854. Gräfl. S.⸗R.⸗Bergverwaltung L. Storch. Friedrich Hoy aus Hanau, während der Saiſon in Nauheim im Hauſe des Herrn Friedrich Schier an der Promenade, 18951 empfiehlt zu billigen Preiſen ſein Lager in Putz- und Modewaa⸗ ren, als: Hüte, Putz⸗ und Negligeehauben, Schleier, Chemi⸗ ſettes, Aermel, Taſchentücher, Schürzen, alle Sorten Handſchuhe, Eravatten für Herren, Halskragen, Weſtenſtoffe, Hauskäppchen, Foulards, Geldbörſen, Eigarren⸗Etuis, feine Parfümerien, achtes Eau de Cologne, weiße gezeichnete Stickereien, Pariſer Stickbaumwolle, Damentaſchen, Stramin⸗ und Häkelarbeiten, geſtrickte Kinderhäubchen und Schuhe, Bijouterie⸗ und Papeterie⸗ Waaren, ſowie ſonſtige Toilettegegenſtände. Das Tuch-Lager 1 August Kott befindet ſich von heute an Neue Kräme 7, neben der neuen Börſe Frankfurt a. M. Das Anzeige-Jlatt 110691 für den Kreis Vilbel, ein in der ganzen Wetterau— ſowohl in kur— heſſiſchen, naſſauiſchen, als auch in frankfurtiſchen Orten— ſehr verbreitetes amtliches Blatt, empfiehlt man hiermit allen verehrlichen Geſchäfts⸗ und Handels— leuten zur Bedienung bei Veröffentlichung von Anzeigen jeder Art. Die In⸗ ſeratgebühren ſind äußerſt billig. Für die breite, zweiſpaltige gewöhnliche Zeile werden nur 2 kr. bezahlt. ein annehmbarer Rabatt geſtattet. Vilbel im Juni 1854. Bei öfterer Wiederholung der Inſerate wird noch Die Redaction des Anzeige-Blatts f. d. Kreis Vilbel. Joolbad Nauheim. 831 Jeden Tag im Garten des Kurhauses Morgens von 6½ bis S Uhr, Nachmittags von 3 bis 4½ Uhr und Abends von 6 ½ Uhr bis Uhr. 224 100701 Mit dem 1. Juli d. J. hat die Neue illustrirte Zeitschrift zu erscheinen aufgehört. Nach der Absicht und dem Wunsche der Unterzeichneten soll den bisherigen Abonnenten der eingegangenen illustrirten Zeitschrift gleichsam eine Fortsetzung geboten werden durch das in demselben Verlage benen Kunſt- und Unterhaltungsblatt, ein Pracht werk, wie um diesen Preis ein zweites in Deutschland kaum erscheinen dürfte. Das Kunst- und Unterhaltungsblatt hat seinen dritten Jahrgang angetreten und hofft seinem zahlreichen, sich tüglich mehrenden Leserkreise durch die That zu beweisen, wie ernst es ihm mit der Zusage ist, die es hier öffentlich abgibt, dass es in artistischer, wie in literarisch poetischer Beziehung alles Mittelmässige aus- zuschliessen und womöglich nur Geschmackvolles, Schönes und Preis würdiges au liefern sich bemühen wird. Die Zeitschrift erscheint in monatlichen Lieferungen, sehr elegant ausgestattet, von zwei Bogen erlesenem Text, grösst 4. in Original- Novellen, Erzählungen, Aufsätzen und Gedichten, denen jedesmal zwei pracht- Jede Lieferung kostet nur 24 kr. und erhalten die Abnehmer von einem Band von 12 Lieferungen am Schlusse ein werthvolles Kunstblatt als Prämie gratis, und zwar für den volle Stahlstiche beigegeben sind. laufenden Band: Stuttgart. „Columbus im Gefängniss“, gemalt von Wappers und gestochen von F. Wagner. Die Redaction und Verlangshandlung Sigmund Sar. Wir können das Kunst- umd Uyterhiultungsblalt als Fortsetzung der Neuen Ilustrirten Zeitschriſt um so mehr empfehlen, da wir in der Lage sind, die schùne Prũmie Columbus, einen prachtvollen Stahlstich, dausnahmsibeise auch schon bei Die Pramie læostet im umsthundel einzeln allein fl. 2. 30 Kr. Probehefte und die Prämie Columbus selbst sind bei uns vorräthig und theilen wir dieselben gerne zur Ansicht mit. 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Die Verſammlung beginnt Vor- mittags 10½ Ubr und endet mit einem ge— meinſchaftlichen Mittagsmahle, zu welchem von den Theilnehmern der Verſammlung auch Da— men eingeführt werden können. Gießen im Juni 1854. Dr. Phöbus. 11026] Es werden Mitleſer geſucht zu Dingler's polytechniſchem Journal und zum Frankfurter Anzeiger. Anmeldungen wolle man gefälligſt in C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg machen. Fuͤr Maurergeſellen. 1032] Tüchtige Maurergeſellen können bei dem Unterzeichneten dauernde Beſchäftigung erhalten und wird denſelben per Tag 44 bis 50 Kreuzer bezahlt. Gießen den 27. Juni 1854. Aug. Nauheimer, Maurermeiſter. Eiſenbahu⸗Frachtbriefe 110751] ſind ſtets vorräthig in C. Bindernagel's Buchhandlung. Zu vermiethen. 1913] Bei L. Buchecker's Wittwe iſt der zweite Stock zu permiethen und kann baldigſt bezogen werden. Kapital⸗ Verleihungen [1072] von 100 fl. bis zu 8000 fl., auf ge⸗ richtliche Aufſätze, ſind in Auftrag bei Friedberg. Jakob Finkernagel. Fuͤr Maurergeſellen. [1073] Tüchtige Maurergeſellen können bei den Unterzeichneten gegen guten Lohn dauernde Be⸗ ſchäftigung erhalten. Friedberg den 2. Juli 1854. Heinrich und Jacob Morſchel, Maurermeiſter. 3 u b er mie t he en [1074] Eine vollſtändige Wohnung in der Man⸗ ſarde in meinem Hauſe nebſt einem einzeln ge— räumigen Zimmer in dem unteren Stocke, iſt mit oder ohne Möbel zu vermiethen und kann alsbald bezogen werden. Friedberg. Carl Frick. Zu de im ie ff hein. [1076] Der zweite Stock des 1 0 des Hrn. Friedrich Netz dahier iſt vom 1. Oktober d. J. an zu vermiethen. Das Nähere 10 zu erfragen bei Friedberg im Juli 1854. Domänenrath Buß. Preußiſche Thaler.. 5„ Zu ver mie t ben [10251 Der dritte Stock meines Hauſes, neu eingerichtet, iſt zu vermiethen. Fr. Roßbach. Anzeige. 11077] Das beabſichtigte Concert kinn, einge⸗ tretener Hinderniſſe wegen, abermals nicht ſtattfinden. No. 6 der Nauheimer Kur⸗ und Badeliſte wurde am 2. d. M. ausgegeben. Frankfurter Cours vom 3. Juli 1854. Piſſele g fl. 9 36-37 Friedrichsd'ooer.„10 9-10 Holländiſche 10 fl. Stücke„9 43-44 Rand⸗Ducaten„ 533-34 20 Frankſtücke. 5„9 24-25 Engliſche Souverains.„11 44-46 147%—-78 „ 220¼½7-—21 „ e 5 Frankentbhales Preußiſche Caſſenſcheine. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. 4 erſcheint lung zu und 1* in kurzer u a Städte ö! Etzählung kthe Et W angenor Als von ſamt Publicatt Art zu wi und V Vorlad dem erwi Bewohner in den üb Landesthe Wi Verha deren R — 9 Das N ded Ka Der M wiederhe wand if mit Nas mit 9 Lagen Gum mittel abhäl Spiri gehöri beſſerſ das G knetet zu las das Macin