nd Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fü. 1. 12 kr.; durch die Poſt bezogen fl. 1. 30 kr. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petit zeile oder deren Raum 2 kr.; die beiden erſten Zeilen zu⸗ ſammen 7 kr. Mr. Nu 86. Freitag, den 3. November. 1851. f Des Schulzen Fritz. Eine Geſchichte aus der rheiniſchen Pfalz von Auguſt Becker. Da haben wir's wieder geſehen, Was falſche Liebe nit thut. Volkslied. „Denk' an's Schulzen Fritz!“ ſagt man noch heute, wenn ſich ein junger Burſche im Dorfe in ſeiner Liebe ein Bischen„verſteigt«, und das will dann eben ſo viel ſagen, als was es in dem Liede heißt:„Steh' ab von deiner Liebe,'s iſt Alles doch umſonſt!“ Oder noch mehr will es ſagen, das wiſſen die Leute aus dem Dorfe, das ſich drüben ſo traulich hinter die Kornfelder verſteckt, recht gut, denn die Geſchichte von des Schulzen Buben iſt leider eine ſehr traurige, und Mancher mag ſich ein Exempel daran nehmen. Jene Zeiten, wo der alte Schulz im Dorfe waltete und ſchaltete, ſind ſchon längſt vorbei; der hat ſeine Herr— lichkeit, die mit dem alten„Churpfalz Gott erhalt's!“, in der franzöſiſchen Revolution zu Ende ging, nicht lange überlebt, und hinterließ ſeiner Tochter, der Schulzenſuſel, wie ſie im Dorfe heißt, was er noch bei ſeinem Tode ſein nennen durfte; und das war ein Haus am großen Brun— nen, ziemlich viel an Wald und Weinbergen, Wieſen und Ackerfeld, und nicht wenig an Schulden. Nicht lange vor ſeinem Tode hatte er noch ſeiner Tochter einen Mann gegeben; der hatte auch die beſte Art die Schulden zu ver— größern und die Güter zu verringern; war dabei ſonſt noch ein Leichtfuß, fragte nichts nach den leiſen Ermah— nungen der guten Suſel— oder erwiederte ſie mit zorni— gen Reden und machte ſo der Armen das Leben recht ſauer. Das war im ganzen Dorfe bekannt, und man be— dauerte die Schulzenſuſel recht ſehr, denn ſie war gut gegen Jedermann, nur zu gut! Man wußte darum nicht, ob man's für ein Ungluͤck anſehen ſollte, als ihr der lüder— liche Mann mitten in einem gewaltigen, ſeit Wochen anhal— tenden Rauſche wegſtarb. Nun wohnte die Schulzenſuſel mit ihrem Kinde und einer alten Magd, der Lieſe, allein in dem großen Hauſe am Brunnen, aber nicht lange mehr. Heute iſt ein gewaltiger Lärm in dem Hauſe. Der krumme Itzig, an welchem der alte Schulz und ſein Tochter— mann tüchtig hingen, läßt mit anderen Gläubigern Alles, was noch von dem Vermögen des alten Schulzen übrig iſt, verſteigern. Die Stube iſt gepfropft voll Kaufluſtiger; auch der alte Jörgmichel, deſſen Schweſter noch jetzt in dem Hauſe diente, von welchem er während ſeiner eigenen langen Dienſtzeit ſo viel Gutes erfahren hatte, ſtand unter den Steigerern und ſuchte ſo viel von dem Hausgeräthe an ſich zu bringen, als nur immer thunlich war. Wie war dem treuen Alten in dieſem Augenblicke ſo ſchwer um's Herz! Das hatte er nie gedacht, daß es noch ſo weit kommen müſſe mit der Schulzenſuſel. Eben wurde das Haus ausgeboten, als ein kleiner Bube ſich durch die Leute drängte und ſich dann zwiſchen die Kniee des alten Jerg— michel ſtellte; mit kindiſcher unverſtändiger Freude horchte er des Ausbieters:„Wer bietet mehr? Niemand beſſer?“ und die vielen Leute im Hauſe gewährten dem Kleinen eine noch nie gehabte Unterhaltung. Mancher mitleidvolle Blick richtete ſich jetzt auf des Knaben heitere, offene Miene, und uͤber die rauhe, faltige Wange des alten Jerg— michel lief jetzt ſo ſchnell eine Thräne, als wollte ſie ſich eilen, um nicht geſehen zu werden; ſeine ſchwielige Hand lag auf des Kindes Haupt und ſtreichelte ihm die Flachs— haare,— er hatte noch nie ſeine Armuth ſo ſehr verwünſcht wie jetzt, und mit wahrer Seelenangſt folgte er den Auf— geboten. Der jetzige Bürgermeiſter im Orte hatte bis jetzt das höchſte Gebot gethan, und blitzſchnell ſchlug ihm der Ausbietende auch zu.— Das Haus hatte einen fremden Eigenthümer und die arme Schulzenſuſel nicht mehr wo ſie ihr Haupt hinlegen ſollte.„Du arm's Büb'l!, hörte man jetzt aus dem Munde der Umſtehenden,„du weißt nicht, was dein Großvater für ein Mann geweſen iſt! Der alte Schulz thäte ſich noch im Grabe umdrehen, wenn er wüßt', wie's deiner Mutter geht!“ Der Kleine, dem dieſe mitleidige Rede galt, war eben „des Schulzen Fritz“, von dem unſere Geſchichte erzählen ſoll. Dem Kinde war es in der Stube bald verleidet und es ſuchte wieder in den Hof zu kommen, wo es die Nach— barskinder wußte. Des Bürgermeiſters Kathele, ein kleines blondes Mägdlein, machte ihm ein Mäulchen, weil er heute gar nicht mit ihr ſpielen wolle. „Ja, ſieh!“ entſchuldigte ſich eifrig der Kleine;„ſind heute ſo viele Leute da in unſerem Hauſe, und da kann ich doch nicht ſpielen. Komm einmal, Kathele, unſere Kuh hat ein Junges, komm in den Stall, du darfſt es an der Alten ſaufen ſehen.“ Die Kinder ſprangen mit einander in den Stall, aber der war leer, ganz leer. Nur die alte Lieſe ſtand an der Krippe und weinte: vor einer Viertelſtunde hatte man die letzte Kuh aus dem Stalle geholt. Jetzt mochte der arme Knabe eine leiſe Ahnung von dem haben, was heute vor— ging, und jammernd und klagend eilte er zu der Mutter, die, ganz ihrem Schmerze überlaſſen, in der Oberſtube ſaß. Sie konnte jeden Schlag des Gerichtsdieners auf den Eichen— tiſch in der untern Stube hören, und fuhr dabei immer zuſammen, als geſchähen die Schläge auf ihr Herz. Der Jam— mer des kleinen Fritz machte das Maaß ihres Leidens vollz der Knabe drückte ſein thränennaſſes Geſicht in der Mutter Schooß und wollte nicht aufhören zu weinen um das junge Kälbchen. Die ungluͤckliche Frau nahm ihr Kind in die Arme. „Wie wuͤrdeſt du erſt weinen, wenn du ganz wiſſen könn— teſt, was du verlierſt!“ ſchluchzte ſie.„Morgen vielleicht ſchon weißt man uns auf die Gaſſe. Barmherziger Gott, wo ſoll ich mit meinem armen unſchuldigen Kinde hin?“— „Das hat keine Noth, ſo lange der Jergmichel noch lebt!, ſagte dieſer zur Thüre herein, in das leere Zimmer tretend.„Da muͤßt' ich ja nicht ſo viel werth ſein, daß mich die Sonn' beſcheint, wenn des Schulzen Suſel je einmal ſich hungrig niederlegen müßte, oder gar nicht ein— mal wiſſen ſollte, wo ſie die Nacht zubringe, ſo lange ich noch einen Schnaufer thu'!“ „Ich dank' Euch, Jergmichel!“ unterbrach den Alten „Daß Ihr's gut mit mir meint, weiß ich, aber Ihr ſeid ja ſelbſt arm. Wie geſagt, ich dank' Euch!“ „Man dankt, wenn man genoſſen hat!“ erwiederte „Von was' ich leb' und was e eee e Schweſter und meiner alten Mutter bei ihren Lebzeiten gethan habt, daran wollt Ihr, nicht denken. Thut's dem alten Jergmichel nicht zu Leid und macht ihm gerührt die Wittwe. der Alte etwas beleidigt. ich habe, verdanke ich Euerm Vater, ſelbſt an meiner i die Freud': kommt in mein Haus mit „Ja, Mutter, jetzt plötzlich der Freude gewichen, Als noch am nämlichen Abend die dem alten Jergmichel aus dem ſes trat, um es nie wieder zu betreten, der dicke Bürgermeiſter des Dorfes, unter dem Fenſter und glotzte vergnüglich herüber nach dem neu- Haus, als ſähe er es heute zum Erſtenmale. Das Weinglas, das er geleert, auf das Fenſterſims hin⸗ gar ſelbſt gefällig zu und brummte in „Jetzt wird doch einmal ſie, Herr Nachbar, erworbenen ſtellend, nickte er ſich ſeiner Freude vor ſich hin: wir wollen zum Jergmichel ziehen!“ rief jetzt der Kleine noch ſchluchzend; aber ſein Gram war Tag und Nacht in dem kleinen netten Häuschen des alten Jergmichel ſein zu können, — und die Mutter mußte jetzt einwilligen. Thor des väterlichen Hau— 386 ich ſeh'! Euerm Fritz! nicht tröſten laſſen, Schulzenſuſel mit ihr zu ſpielen.— meine Alte, mit mir zufrieden ſein! Das Haus ſteckte ihr ſchon längſt im Kopfe,— wie ſie meinen Genieſtreich erfahren hat. und wie? Um ein Spottgeld,— hol' Nun, nun! der Nachbarin preſſirt's mit dem Umzug, wie Deſto beſſer, iſt mir die Ausweiſung erſpart.“ Der Glückliche achtete gar nicht in ſeiner Selbſtbe— wunderung auf die Klagen und die Thränen ſeines kleinen Töchterchens, das draußen auf der Gaſſe Schulzen Fritz nachblickte, als dieſer fröhlich hüpfend an der Hand des alten Jergmichel die Gaſſe hinauf der neuen Woh— nung auf dem Kirchberg zuwandelte. wollte ſich von ſeiner Mutter, der Frau Bürgermeiſterin, gar bis man ihr verſprochen hatte, daß ſie hat aber auch geſchmunzelt, Jetzt hab' ich's, mich der Guckuck! ſtand und des Das„Zuckermädel“ der„böſe Fritz“ morgen wieder kommen müſſe, um mit (Fortſetzung folgt.) da lag eben der nannten 18 kr. Für die Brandbeſchädigten zu Felda iſt bei dem Unterzeichneten eingegangen: Tr. III. auf der Eiſenbahn 1 fl., Dom. B. durch die Botin 1„ E. in P. 2 fl., K. 5 fl., Ferner ging bei uns ein: Von Darmſtadt 30 kr., M. Hirſch 1 fl, Zuſammen 10 fl. 30 kr. K. Strack. Von C. N. H. fl. 1., einem Unge⸗ Die Exped. des Frie db. Int.⸗Bl. um weitere Gaben wird gebeten. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen. Mobilien-Verſteigerung. L16621 Dienſtag den 7. November d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr anfangend, werden in hieſigem Rathbauſe die zum Nachlaſſe der Frau Berg⸗ rentmeiſter Hutter dabier gehörenden Mobilien, beſtehend in Bettung, Kleidern, Weißzeug, Tiſchen, Stüblen, Kommoden, ein Sopha, Bettſtellen, Schränken und ſonſtigen Hausgeräthſchaften, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 30. Oktober 1854. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg: Bender, Ortsgerichtsvorſteher. Güter- Verſteigerung. 1672] Donnerſtag den 9. November d. 31 Vormittags um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe auf freiwilligen Antrag der Heinrich Rauſch 11. Wittwe und Kindern dahier deren nachbeſchriebe ne Güterſtücke, nämlich: Gemarkung Friedberg: Pag. No. Flur No. Klftr. 562/30 12 142 385 Acker im Kleingalgenfeld, Gemarkung Fauerbach II.: Pag. No. Flur No. Ruth. 449%3—— 40½ Acker in der oberſten Elach, 702/10—— 9% Grasgarten in der Elach, erbabtheilungshalber öffentlich meiſtbietend ver— ſteigert. Friedberg den 2. November 1854. In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Bender, Ortsgerichtsvorſteher. 8 Zur Beachtung. [1673] Im Intereſſe der Landwirthſchaft bringe ich zur öffentlichen Kenntniß, daß wir in hieſi⸗ ger Gemarkung im Laufe dieſes Herbſtes eine Drainage unter der techniſchen Leitung des Herrn Geometer Lautz zu Friedberg angelegt haben. Die genannte Anlage zeichnet ſich durch ihre Zweckmäßigkeit und Billigkeit vor andern Ent⸗ wäſſerungsanlagen aus und die vortreffliche techniſche Ausführung verſpricht uns den beſten Erfolg. Wölfersheim den 1. November 1854. Verſteigerung. 11674] Donnerſtag den 16. November, Vor⸗ mittags um 9 Uhr, werden auf freiwilligen Antrag des Oeconomen Karl Berg dahier zwei Wallachpferde, eins 5, das andere 7 Jahre alt, eine in gutem Zuſtande ſich befindende ſechs⸗ ſitzige Chaiſe und ein zweiſpänniger ſtarker Wagen mit eiſernen Achſen in deſſen Wohnung öffentlich meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert. Friedberg den 1. November 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Wohnungs-Verſteigerung. [16751 Dienſtag den 7. November, Morgens um 11 Ubr, wird in hieſigem Rathhauſe, Folge eingelegten Nachgebots, die ſtädtiſche Polizei- dienerwohnung in der Vorſtadt meiſtbietend ver— ſteigert. Friedberg den 1. November 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Güterverſteigerung oder Verpachtung. [1676] Samſtag den 11. November d. I Vormittags 10 Uhr, ſollen in hieſigem Rath⸗ hauſe auf freiwilliges Anſuchen des Lehrers Beck zu Gießen nachgenannte Güterſtücke: Gemarkung Fauerbach II.: Mg. V. RNth. 1 38% von dem neuen Schlag, 4 im Bachborngrund, 11 in der Pferdswieſe, 14% am Eſelspfad, 11½ zieht durch den Mainzerthorweg, 33 daſelbſt, 7% daſelbſt, 15. 1 Bachbornpfad neben der Eiſen⸗ ahn, nach den bei der Verſteigerung oder Verpach⸗ tung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meiſtbietend verſteigert oder verpachtet werden. Fauerbach II. den 1. November 1854. In Auftrag: 1 1 1 2 1 1 G!— Oeffentliche Aufforderung. 11677] Etwaige bis jetzt unbekannt gebliebene Abſender oder Adreſſatrn von Geldſendungen, welche in neuerer Zeit durch das Poſtamt da⸗ hier zu beſtellen waren und nicht eingetroffen ſind, werden mit Bezug auf die Unterſuchungs⸗ ſache gegen den früheren Briefträger Klös, wegen Unterſchlagung, hierdurch aufgefordert, binnen 8 Tagen ſchriftliche oder mündliche An⸗ zeige zu machen und ſich demnächſt der gericht⸗ lichen Vernehmung über die näheren Umſtände zu gewärtigen. Friedberg den 31. Oktober 1854. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann, v. Preuſchen, Landrichter. Landgerichts ⸗Aſſeſſor. Fruchtmarkt zu Nauheim. [1678] Nachdem durch Beſchluß Kurfürſtl. Re⸗ gierung zu Hanau die Abhaltung eines öffent- lichen Fruchtmarktes am Dienſtag einer jeden Woche dahier genehmigt worden iſt, ſo bringe ich hierdurch zur allgemeinen Kenntniß, daß der erſte Fruchtmarkt nächſten Dienſtag den 7. November dahier ſtattfinden wird und lade zugleich zu recht zahlreichem Beſuche ein. Nauheim am 30. Oktober 1854. Der Kurfürſtliche Bürgermeiſter Hartmann. Bekanntmachung. [1679] Samſtag den 2. Dezember, Nachmit⸗ tags 2 Uhr, ſoll eine der Civilgemeinde Dorn⸗ aſſenheim gehörende Wieſe, genannt die Schweins⸗ weide, von 1 Morgen, 84 Ruthen, 64 Schuh Flächengehalt, in der Gemeindeſtube daſelbſt öffentlich verſteigert werden. Reichelsheim den 31. October 1854. Herz. Naſſ. Landoberſchultheißerei Hildenbrand. Für e [1680] Auf dem Gräflichen Braunkohlenberg⸗ werke bei Bauernheim iſt eine bedeutende Quan⸗ Großherzogliches Ortsgericht Fauerbach II. Wo Großherzogliche Bürgermeiſterei Wölfersheim All wohn. Ortsgerichtsvorſteher. tität Schilf zu verkaufen. Groß herze 8 Obli L721 J0b ung wurde Rückzablung gatlon wird tag bei de 1. Januar, Tage an le werden. Oſſente Großher 3 Scha a L46833] Mit muttags 10 Gemeinde M zum Schlac bietend gege Abtheilungel Melbach Groß At 1684] Kün Vormittags eines neuen dahier vorko Zimmerar Schloſſera Weißbind. an die Be werden. Nieder! Großherzog! Ob l 11038] Von tionen wurde Birlooſung trag kann af meindeeinneh Handlungshe furt a. M Lage der 3 Wolfs he Großher — G 1. Prei 744 D foſtet fl. a o bringe „ daß der November sogleich zu Obligations-Verlooſung. [1681] In der heutigen Gemeinderathsverſamm— lung wurde die Partial-Obligation Nr. 60 zur Rückzahlung gezogen. Der Juhaber dieſer Obli— gation wird hierdurch aufgefordert dieſen Betrag bei dem Gemeinde-Einnehmer dahier bis zum 1. Januar 1855 zu erheben, da von dieſem Tage an keine weiteren Zinſen mehr vergütet werden. Fauerbach II. den 31. Oktober 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Fauerbach II. Holler. Obligations- Verlooſung. 1782] In der heutigen Gemeinderathsverſamm. lung wurde die Partial-Obligation Nr. 19 zur Rückzablung gezogen. Der Inhaber dieſer Obli— gation wird hierdurch aufgefordert, dieſen Be— trag bei dem Gemeinde ⸗Einnehmer bis zum 1. Januar 1855 zu erheben, da von dieſem Tage an keine weiteren Zinſen mehr vergütet werden. Oſſenheim den 29. Oktober 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Oſſenheim Ko pp. Schaaf⸗Verſteigerung. 116831 Mittwoch den 8. November l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen 47 Stück Schaafe, der Gemeinde Melbach gehörend, welche ſich ſowohl zum Schlachten als zur Zucht eignen, meiſt— bietend gegen gleich baare Zahlung in kleinen Abtheilungen verſteigert werden. Melbach den 31. Oktober 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Melbach S tie r. Arbeits ⸗Verſteigerung. 11684] Künftigen Dienſtag, als den 7. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſollen die bei Anfertigung eines neuen Hofthors an die Schulhofraithe dahier vorkommenden Arbeiten, als: Zimmerarbeit, veranſchlagt zu 19 fl. 36 kr. Schloſſerarbeit,„„ 10%—„ Weißbinderarbeit,„ 5 6 8 an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Niederwöllſtadt den 1. November 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Niederwöllſtadt Stoll. Obligations-Verlooſung. 11638] Von den Wolfsheimer Partial-Obliga⸗ tionen wurde die Nummer 10 zu 100 fl. durch Verlooſung zur Rückzahlung beſtimmt. Der Be trag kann am 1. Januar 1855 bei dem Ge— meindeeinnehmer zu Wolfsheim oder bei dem Handlungshauſe Herrn J. Lindheimer zu Frank- furt a. M. erhoben werden, da von dieſem Tage der Zinslauf dieſer Nummern aufhört. Wolfsheim den 16. Oktober 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Wolfsheim Ho tt u m. 387 Anzeige. [1645] In einem lebhaften gemiſchten Waaren— geſchäfte iſt eine Lehrlingsſtelle offen und kann alsbald mit einem jungen Menſchen, welcher hierzu die nöthigen Vorkennkniſſe hat, mit oder ohne Lehrgeld beſetzt werden. Wo? ſagt die Expedition. Zu verkaufen. [1669] Eine große Quantität ſtarker, hochſtäm⸗ miger Aepfel- und Birnſtämme, mit Angabe der Sorte und veredelt durch den Kunſtgärtner Herrn Steper in Ockſtadt, iſt zu haben bei J. G. Philippi in Melbach. Auf forderung. [1685] Alle diejenigen, welche an den Nachlaß des Georg Bullmann J. dahier Forderung bilden zu können glauben, werden andurch aufgefordert, ihre deßfallſigen Anſprüche innerhalb acht Tagen bei dem Unterzeichneten geltend zu machen, als anſonſt ſpäter gemacht werdende Anſprüche un⸗ berückſichtigt bleiben. Niederrosbach den 1. November 1854. F. Bullmann. — An [1686] Unterzeichneter iſt geſonnen ſein Wohn— haus nebſt Hinterbau mit geräumigem Hofraum unter ſehr vortheilhaften Bedingungen aus der Hand zu verkaufen. Wilhelm Stritzinger. Friedberg. einig e An [1687] Unterzeichneter iſt geſonnen nachver— zeichnete Gegenſtände, als: eine nußbaumene Schreibcommode, einen maſſiven nußbaumenen Eckſchrank, ein halbes Dutzend nußbaumene Stühle, ein Nachtſchränkchen, ein Sopha, einen polirten eichenen Tiſch und eine eichene polirte Bettſtelle, ſämmtliche Gegenſtände ſind noch in ſehr gutem Zuſtande, ſowie einen Eremitage— ofen, einen Kochherd mit 3 Löchern, einige alte noch brauchbare Thüren und Fenſter, eine Parthie Holz, wovon das meiſte noch zum Bauen ver- wendet werden kann, und eine Anzahl neuer Sandplatten, aus freier Hand zu verkaufen. Friedberg. Wilhelm Reuß III., Maurermeiſter. Oeſtreichiſche Pferdeteppiche, 1688] ſowie Mäntel, ſind in großer Aus- wahl friſch angekommen bei M. Schwarz, Friedberg. in der Judengaſſe. Ein ſechsoctaviges Klavier [1689] iſt zu werkaufen. Näheres zu erfragen bei der Expedition d. Bl. Schönes Weißkraut 11690] hat zu verkaufen Heinrich Hanſtein IV. Liederkranz. 116911 Die erſte Abendunterhaltung des Liedertranzes findet Sonntag den 12. No— vember im Trapp'ſchen Saale ſtatt. Benachrichtigung. [16921 Die Damencaſinos der Caſinoge— ſellſchaft dahier beginnen Sonntag den 5. No— vember. Die Vorſtehe r. 5 8 2 Buͤrger-Caſino. 11693] Den geehrten Mitgliedern diene zur Nachricht, daß die ſonntägigen Abendunterhal— tungen Sonntag den 12. November bei Gaſthalter Gerlach ihren Anfang nehmen und die werktägigen jeden Mitt wo ch bei Gaſthalter Ph. Windecker abgehalten werden. Der o teens Wohnungs⸗Vermietbung. 11645] In dem ehemaligen Hoffmann'ſchen Hauſe iſt ein Logis im zweiten Stocke zu vermiethen. Friedberg. Wittwe Büttner. Zu vermiethen. [1670] Der halbe mittlere Stock meines Hauſes iſt zu vermiethen und kann bis zum 15. März k. J. bezogen werden. Friedberg. Friedrich Netz. Zu dermit en. [16471 In Friedberg ſteht eine Brauerei mit Malzkeller und Malzböden zu vermiethen. Auf Verlangen kann auch ein Logis mit Wirthſchafts⸗ local und Bierkeller dazu vermiethet werden. Die Exped. dieſes Blattes ſagt: Wo? Zu vermiethen. 116251] Ein vollſtaͤndiges Logis, welches alsbald bezogen werden kann, iſt zu vermiethen bei G. Fr. Schweizer, in der Burg. Auch ein ſchöner Kochofen ſteht bei demſelben billig zu verkaufen. 18,000 fl. Capitalien 11694] können durch Vermittelung des Unter⸗ zeichneten in verſchiedener Größe ausgeliehen werden. An Gemeinden werden die Capitalien gegen 4 pCt. Zinſen abgegeben. Friedberg im November 1854 Joſeph Straus. Dankſagung. [1695] Allen Denen, welche unſere Tochter Friedericke am verfloſſenen Sonntag an ihre Ruheſtätte begleitet haben, ſagen wir unſern herzlichſten Dank. Friedberg. Philipp Holler. Roſina Holler. Große Kunſt-Induſtrie- und Geld. Lotterie, conceſſionirt durch das Gr. Heſſ. Miniſterium des Innern. Hauptpreis: im glücklichen Falle fl. 52,000. 19708 Gewinne in Geld- und Induſtrie-Gegenſtänden. 1. Preis fl. 50,000 baares Geld und fl. 12,000 in Induſtriegegenſtänden, zuſammen fl. 42,000; ſodann fl. 10,000.— fl. 10,000.— fl. 6000.— fl. 4300.— fl. 4300.— dc. 7441 Die alleinige Agentur fur den Looſendebit im Kreiſe Friedberg iſt uns uͤbertragen worden. Ein Loos koſtet fl. 7.— Für fl. 35— erhält man 5 Looſe, dazu noch unentgeldlich ein ſicher gewinnendes Prämien-Freiloos (ausführliche Spielpläne gratis) bei den General⸗Agenten 1 David Grödel Söhne oder Jacob Hanau zu Friedberg. 88 EINLA DUN. 114931 Wir erlauben uns auf unsere Journal-Lese-Anstalt, zu welcher jederzeit neue Theilnehmer beitreten können, aufmerksam zu machen und zur geſälligen Betheiligung einzuladen. Das Verzeichniss der Zirkulirenden Zeitschriften wie die näheren Abonnements- Bestimmungen werden wir den Interessenten, welchen diese noch nicht zugekommen sein sollten, gerne mittheilen, und bitten nur, sich desshalb an uns wenden zu wollen. Friedberg. C. Bindernagel's Buchhandlung. Von Braunſchweiger Flachs 11696] ſind die erſten Sendungen angekommen bei Wilhelm Certſch. Neueſte Pariſer Modell Damenhüte, 116511 ſowie meine ſonſtigen Artikel für die Wläter-Saiſon, auf's Vollſtän⸗ digſte aſſortirt, empfehle ich beſtens. Friedberg. S. G. Simon jun. Putz- und Modehandlung, neben den drei Schwertern. Gastwirchschaſts-Eröffnung zu Nauheimn. 116501 Der Unterzeichnete beehrt ſich, einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige zu machen, daß er ſeinen neugegründeten Gaſthof, der Apotheke gegen- über, mit dem 1. November d. J. eröffnet hat und ſtets bemüht ſein wird, ſein Etabliſſement durch gute und prompte Bedienung beſtens zu empfehlen. Georg Bayer, früher Oberkellner im Hötel Kurhaus in Nauheim. — 16291 Ueber Bremen nach allen Häfen von Amerika werden durch meine Agentur jeden Monat den 1. und 15. frei ab von jeder Eiſenbahnſtation, zu beſonders billigen Preiſen nach New ⸗Vork mit Poſt⸗ und Dampf⸗ ſchiffen und zuverläſſiger Begleitung bis Bremen Auswanderer befördert. Verträge können jeden Tag bei mir abgeſchloſſen werden. G. Fr. Schweitzer, General-Agent in Friedberg. Sowie bei meinen Herren Unteragenten: Kaufmann Ch. Wallenfels in Gießen, Actuar Weigant in Hungen, Kaufleute Gebrüder Schwarz in Echzell, Gaſtwirth Stephan Alt in Eichelsdorf, Oekonom Heinrich Rauſch in Storndorf, Gaſtwirth K. Zulauf in Angenroth bei Alsfeld. 1697 In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt wieder angekommen: Special⸗Karte der Krim. Nach J. J. Huot's großer geognoſtiſcher und topograpbiſcher Karte zu des Fürſten Demidoff's Reise in die Krim, deutſch herausgegeben von J. F. Neigebaur. Mit Plan der Feſtung Sebaſtopol. Preis 27 kr. Kirchliche Anzeigen. 21. Sonntag n. Trinit. den 5. Novbr. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Seel. Reformationsfeſt. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Cellarius. Nachmittags: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. (Abendmabl.) Nachmittags: Hr. Candidat Hofmann. 0 Berichtigung. Die Feier des h. Abendmahls findet nicht, wie in der kirchlichen Verkündi⸗ gung durch ein Verſehen angezeigt worden iſt, in der Stadt⸗ ſondern, der ordentlichen Reihenfolge gemäß, in der Burgkirche ſtatt. Frankfurter Cours vom 1. Nov. 1854. Mer fe Friedrichsd'or..„ 9 58-59 Holländiſche 10 fl. Stücke[ 9 39-40 Rand⸗Ducaten. e 20 Frankſtücke„, 9 18½---9 5 Engliſche Souverains..„11 39-41 Preußiſche Thaler.., 1 45½¼%/ 5 Frankenthaler..% 2 20% G. Preußiſche Caſſenſcheine—„ 145¼— 75 Fruchtpreiſe. 27. Oct. 27. Oct. 22. Sep. Gattung. Fried⸗ Mainz Gerns⸗ Waizen pr. Malter 164417 30— Korn„ 55 144 21154012 Gerſte„ 77 9 311150 845 Hafer„, 75 5 51 51301 4 Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 4. bis zum 10. Novbr. 2 Fried⸗ Butz⸗ — Brod⸗Preiſe. berg.] bach. . kr. pf. kr. pfe 1[Roggenbrod ½ Korn⸗ und ½ Gerſtenmehl 441 2 2 2 7,, 8 3 8 3 4 5„ 17 2172 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) 2 ½ Korn⸗ u./ Waizenmehl 5— 5— 2 77 7 77 10 ae 4 77 77 7. 20 Loth 20 Loth — Milchbrod 13 13 — Waſſerweck 13 —Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 14 114 Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 14— 14— „ Kühfleiſch, gemäſtetes i „Rindfleiſch, gemäſtetes 9 21 9 2 „Kalbfleiſch 9— 9— „ Schweinenfleiſch 15— 15— „Hammellleiſch 11— 111— „ Schaaflfleiſch 7——— „Wurſt v. blos Schweinen 16— 16— „Bratwurſt 20— 120— „ Schwartenmagen 20— 20— „Geräucherter Speck 28— 28— „Schinken 20— 120— „ Dörrfleiſch 20 20 „ Schweinenſchmalz, ausgel. 24— 24— „ unausgelaſſen 22— 22— „ Nierenfett 222422— „Hammelsfett 16116— Die Großherzoglichen Bürgermeifter Bender. Seippel. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. ſiterlloſter— Felgel zu Ben Juhrcgedacen zu 1 7 von des Joſeph Kis das., von wel des zu erwart nicht exiſtirt, Kinder zahlun, ohne Unkerſchle mächtniſſe der die kath. Kirche verſtorbenen C abzuhaltenden geb. Weber,; zur Stiftung o' — 8. Vermach bickelheim an! Zinſen zur Anſt municanten an 200 fl. zur Ad verſt. Ehefrau Friedberg, Ann ſchen Hausarm Engel zu Ga zur Abhaltung nannten an die haltung von des Bürgermeif daſelbſt, von 50 welches Kapital „Gtotg Arnolde Ang der Bern boftandes unte wertheilt werder Lugliche Fräul dem Bau der p der reſtrenden Oberin des Jr ſolen;— 11. die hiho Lic edächmiſe;— Aalnne Leue ülfsbedürftig 1 hulſenftiftung zu Heidesheim be ehend in ei bon ſſche ener Stärke b