Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Friedberger Jutelligenzblatt. Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petit zeile oder deren Raum Nene n Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. e ſammen 7 kr. Freitag, den 1. Dezember. 1851. Amtlicher Theil. nne d een Montag den 18. Dezember l. J., Vormittags 10 Uhr, findet die Generalverſammlung des Mathilden— ſtifts auf dem Rathhauſe dahier ſtatt, wozu ſaͤmmtliche Mitglieder des Vereins, namentlich auch die Herren Bürger— meiſter der betheiligten Gemeinden, eingeladen werden. Da unter anderen wichtigen Beſchlüſſen auch die Statuten, deren Reviſion durch die Trennung von dem Kreiſe Vilbel nothwendig geworden, neu berathen und feſtgeſtellt werden ſollen; ſo erſcheint es ſehr erwünſcht, daß die Mit— glieder ſich recht zahlreich einfinden. Friedberg am 29. November 1854. Der Großherzogliche Kreisrath des Kreiſes Friedberg als Präſident des Mathildenſtifts WU Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß mit höchſter Genehmigung von nun an und bis auf Weiteres jeden Samſtag ein zweiter öffentlicher Fruchtmarkt zu Grünberg abgehalten wird, auf welchen alle jene Beſtimmungen Anwendung finden, welche für den am Freitag ſtattfindenden Fruchtmarkt beſtehen. Die Großherzoglichen Buͤrgermeiſtereien wollen dies in Ihren reſp. Gemeinden ſofort veröffentlichen. Grünberg den 25. November 1854. Großherzogliches Kreisamt Grünberg d. Zan geen Regierungsblatt⸗ Auszug. i Nr. 39 vom 18. November: 1. Bekanntmachung Großh. Miniſteriums der Finanzen vom 6. Nov., die Organiſation der Oberförſtereien in der Provinz Starkenburg betr.—. Be⸗ kanntmachung deſſelben Miniſteriums vom 7. Novbr, wodurch eine mit dem 1. Januar 1855 eintretende Abänderung des am 23. März 1846 in Nr. 18 des Regierungsblatts bekannt gemachten Verzeichniſſes der zur Erhebung des Chauſſeegeldes auf den Staats- und Pro⸗ vinzial⸗Straßen des Großherzogthums beſtimmten Orte und der Ent- fernungen der im Chauſſeezuge liegenden Orte von einander verfügt wird.— III. Zuſammenſtellung der Ergebniſſe der Staats ſchul⸗ dentilgungskaſſe-Rechnung für 1851.— IV. Umlagen der israelitiſchen Religionsgemeinden im Kreiſe Alzei für 1854/56. —. Abweſenheitserklärung. Durch Urtbeil Großh. Bezirks⸗ gerichts Alzey vom 27. Oct. 1854 iſt zur Conſtatirung der Abweſen⸗ heit des Anton Meerganz, Kaufmann aus Worms, das im Art. 116 des bürgerlichen Geſetzbuches vorgeſchriebene Zeugenverhör angeordnet worden.— VI. Dienſtnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 12. Octbr. den vorma⸗ ligen k. niederländiſchen Rittmeiſter und Lehrer an der beſtandenen k. niederländiſchen Militärreitſchule Freiherrn van der Capellen zum Landſtallmeiſter bei dem Landgeſtüt,— 13. Oct. den vorhinigen Gemeindebaumeiſter Hartmann aus Wallenrod zum 2. Kreisbau⸗ aufſeher für das Kreisbauamt Alsfeld und den pract. Arzt Dr Cauſé zu Genſingen zum Kreiswundarzt des Medicinalbezirks Bingen zu ernennen;— 14. Octbr. dem Schulvicar Jung zu Wöllſtein die 2. evangeliſche Schullehrerſtelle daſelbſt zu übertragen;— 17. Oct. den Landgerichtsaſſeſſor Hoffmann zu Ulrichſtein zum Aſſeſſor an dem Landgerichte Biedenkopf,— 20. Octbr. den Domänenpfandmeiſter Schuch ard zu Alsfeld zum Domänenpfandmeiſter bei dem Rentamte Friedberg,— 23. Okt. den Reviſionscontroleur bei dem Hauptzollamte Mainz Schlapp zum Controleur bei dem Hauptzollamt Gießen,— den Hauptzollamtsgehülfen Henſing zu Mainz zum Aſſiſtenten bei dem Hauptzollamte Gießen,— den Hauptzollamtsgehülfen Dietz zu Mainz zum 2. Aſſiſtenten bei dem Hauptzollamte Offenbach,— den Finanzacceſſiſten Müller aus Ortenberg zum Aſſiſtenten bei dem Haupt⸗ zollamte Mainz und den Ortseinnehmereigehülfen Gunderloch aus Darmſtadt, den Obereinnehmereigehülfen Wittich aus Lisberg und den Feldwebel im Großh. Artilleriecorps Stein aus Darmſtadt zu Gehülfen bei dieſem Hauptzollamte zu ernennen;— 24. Oktbr. den von dem Hrn. Grafen von Schlitz genannt Görtz auf die 1. Pfarr⸗ ſtelle zu Schlitz präſentirten ſeitherigen 2. Pfarrer zu Schlitz Schäfer für dieſe Stelle, ſowie am 27. Oktbr. den von der Geſammtfamilie der Freiberrn von Nordeck zur Rabenau auf die evang. Pfarrſtelle zu Winnerod präſentirten Pfarrer Röschen. Mittelſeemen für dieſe Stelle zu beſtätigen;— dem Schulvicar Rambaud zu Hart⸗ mannshain die evang. Schullehrerſtelle daſelbſt und dem Schulvicar Kober zu Kirtorf die 2. evang. Schullehrerſtelle daſelbſt zu übertra⸗ gen;— den Steuercontrolegehülfen Arth aus Bermersheim zum Controleur und 2. Beamten bei dem Waſſerzollamte zu Steinheim, — den Oberförſter Linß zu Auerbach zum Oberförſter der Ober- förſterei Dudenhofen,— den Oberförſter Lipp zu Gernsheim zum Oberförſter der Oberförſterei Zwingenberg— und den Oberförſter Trautwein zu Dudenhofen zum Oberförſter der Oberförſte rei König zu ernennen.— VII. Concurrenz für: die Domainenpfandmeiſter⸗ ſtelle bei dem Gr. Rentamte Alsfeld(binnen 14 Tagen bei Großh. Ober⸗Forſt⸗ und Domainen⸗Direction mit Beibringung eines Zeug⸗ niſſes über die gut beſtandene Prüfung und eines Zeugniſſes ihrer bisherigen Vorgeſetzten über ihr dienſt⸗ und außerdienſtliches Verhal⸗ ten).— VIII. Geſtorben: am 4. Mai evang. Pfarrer Kräkmann 1 Bernsburg;— 12. Sept. evang. Schullehrer Birkenhauer zu ordheim;— 1. Oktbr. penſ. Schullehrer Büchler zu Auerbach. Des Schulzen Fritz. (Schluß.) Ein heftiger Sturm trieb die Schneeflocken um die Dächer des Dorfes an jenem Morgen, da die Doppel— hochzeit in des Bürgermeiſters Haus gefeiert werden ſollte. Trotz dem unfreundlichen Wetter war an dem Dorfbrunnen doch ein gar lebhaftes Geſpräch, das die Mädele und Weiber unter ſich fuhrten. „Nun, Bärbel, Euer Michel und die Kathel haben gerad' nicht das beſte Wetter!“ wurde die jetzige Magd des Burgermeiſters angeredet. „Ja, ja!'s iſt gerad' kein gut's Zeichen!“ antwor⸗ tete dieſe.„Hat auch unſer Hund heute die ganze Nacht fürchterlich geheult! Unſere Kathel ſieht auch aus, als wäre heute ihre Leiche, ſtatt ihrer Hochzeit! Die iſt wie verſtört!— Unſerm Michel ſein Knecht hat aber von dem braunen Hengſt heut' in der Früh einen Tritt kriegt, daß er wohl heut' nicht groß mithalten kann!“ „Des Schulzen Fritz iſt ja auch wieder im Dorfe!“ ſagte eine Andere.„Der arm' Kerl kommt gerad' recht zu der Hochzeit!'s heißt ja, die Kathel hätt's einmal mit ihm gekönnt!“ „Da könnt' ich reden!“ fing die Bärbel jetzt an. „Die Kathel hat ihn gar nicht ungern geſehen und jetzt hängt noch ihr Herz an ihm, wenn man's beim rechten Licht betracht't! Ich weiß es gewiß, und ſie hätt' ihn— wenn er auch im Zuchthaus geſeſſen iſt— immer noch lieber, als des Ochſenwirths Sohn, ſammt all' ſeinem Geld. Aber hort— ich will nichts geſagt haben!“ „Denkt nur!“ fing nun die alte Krämernanne an: „ich hab den Schulzenfritz geſehen,— er war in meinem Kram, hat Pulver kauft, weil er der Kathel auch zur Hochzeit ſchießen will, wie er g'ſagt hat. Der ſieht Euch aus!— nimmer zum Kennen, und wie iſt er doch einmal ein Burſch' geweſen! Die Schulzenſuſel thät ſich im Grab' umdrehen, wenn ſie ihn ſehen könnt',— er hat mich, mein Seel', gedauert!——— Während dieß Geſpräch am Brunnen geführt ward, ſtanden in's Bürgermeiſters die beiden Brautpaare in ihrem vollen Hochzeitsſtaate bereit, zur Kirche zu gehen. Die Kathel war wirklich wunderſchön anzuſchauen mit dem Kränzel in den Haaren, und ihre Mutter hatte ihr das ſchon ein volles Dutzendmal geſagt, aber die verſtändige Frau, wie ſie ſich ſelbſt gerne nannte, war doch nicht ganz zufrieden, daß ihre Tochter an ihrem Hochzeitstage gar ſo bleich und angegriffen ausſehe.— Wirklich war die ſchöne Kathel auch blaß wie eine Leiche. Sie weinte zwar nicht, wie ihres Bruders Braut, aber ſie blickte voll düſterer Traurigkeit umher, oder nach ihrem Bräutigam. Sie wußte, daß der wieder im Dorfe, an dem ſie ſo ſchmählich gehandelt, und der ſie ſo über Alles liebte. Gott behüte, daß er ihr heute nicht begegne! Sie bebte bei dieſem Gedanken voll banger, unſäglicher Angſt in ihrem Innerſten zuſammen. Der Hochzeitszug ſetzte ſich in Bewegung!— ein ſchwerer Seufzer entſchlüpfte der bleichen Braut. Man mußte, um in die Kirche zu kommen an dem Häuslein vorbei, wo der Fritz ſeine Knabenjahre zubrachte,— ſie war ja ſo oft dorthin gekommen, um im Gärtlein des alten Jergmichel mit dem lieben, wilden Fritz zu ſpielen. Aus jedem Hauſe fiel ein Schuß dem Brautpaar zu Ehren, und da wo das eigentliche Dorf aufhört und der Kirch— berg anfängt, wurden beide Paare durch die jungen Mäd— chen des Dorfes gefangen.— Die Kathel warf einen ſcheuen, ängſtlichen Blick nach dem bekannten Häuschen—— Jeſus Gott! Dort ſtand auf der Staffel— des Schulzen Fritz, wild herüber ſtarrend. Sie bebte an allen Gliedern,— ſie glaubte in die Erde verſinken zu müſſen. Noch ein Blick,— Fritz war wieder verſchwunden,— doch kaum trugen ſie ihre Beine bis zu dem Häuschen hin. Ein ſtarker Schuß, der ihr ganzes Sein erſchütterte, fiel auch hier,— ſie wußte nicht wie ſie in die Kirche gekommen und was allda ge— ſchehen.— Der Trauungsakt war vollendet und der Zug bewegte ſich wieder heimwärts. Wieder war man am Häuschen des alten Jergmichel angelangt,— es hat ſich dort eine unruhig fragende Gruppe verſammelt. Zwei Männer drängen ſich jetzt durch und tragen eine blutige 418 Leiche in's Haus,— hintennach wankt der krumme Peter und flennt wie ein Kind. Des Bürgermeiſters Kathel, die ſchöne junge Frau, mußte heimgetragen werden. * * Schon mehrere Jahre ſind ſeitdem dahingegangen. Der alte Jergmichel und ſeine Schweſter ruhen jetzt auch auf dem Friedhofe von ihrem Kummer aus; in dem kleinen Häuschen auf dem Kirchberge wohnt der krumme Peter ein traurig, einſames Leben und flucht manchmal gottesläſterlich, daß er ein gar ſo zähes Leben habe. Des Bürgermeiſters Kathel aber iſt ein ſchwächliches, kränkliches Weib geworden, ohne jede Freude einer jungen Frau,— denn Kinder ſind ihr verſagt. Ihr Mann iſt ein roher Menſch, der ſeine ſiege Frau hart behandelt und ſein Herz ganz und gar von ihr abgewendet hat. Ueberhaupt machen die beiden Ehen der Frau Bürger⸗ meiſterin vielen, großen Kummer; ſie iſt nicht halb ſo rüſtig mehr, als vor wenigen Jahren noch. Da denkt ſie doch manchmal an das, was ſie an dem armen Fritz ver⸗ ſchuldet. Sie hat keine Hoffnungen auf Enkel, die das ſchöne Vermögen erben ſollen, und der Beſitz des Hauſes, welches dem alten Schulz vor Zeiten gehörte, macht ihr 90 Freude mehr, da es ja auf fremde Leute kommen wird.——— Vor wenigen Jahren war der Erzähler in dem Dorfe, und erfuhr Abends das, was er hier aufgezeichnet hat. Man begrub eben jenen Knecht, der bei des Buͤrgermeiſters Michel diente, und damals die Gendarmen geholt hatte. Ein Schlag eines Pferdes, welchen er auf den Hochzeits⸗ tag ſeines Herrn bekommen, legte ihn für viele Jahre auf das Krankenlager, bis er nun endlich ſtarb. Vor ſeinem Tode hatte er noch das Geſtändniß abgelegt, daß er die Frucht in des Bürgermeiſters Haus geſtohlen, und der Schulzenfritz gänzlich unſchuldig ſei, durch ihn kam der wahre Sachverhalt heraus. Eine Menge Menſchen gingen mit der Leiche, aber es galt nicht ihm.— In einer Ecke des Friedhofs war ein einſames, verſunkenes Grab,— das wurde jetzt eröffnet und die verblichenen Gebeine in ein anderes mitten im Todesgarten gelegt neben die Schulzen— ſuſel und den alten Jergmichel.— So ſuchte man an den irdiſchen Ueberreſten des armen Fritz gut zu machen, was man an ihm bei ſeinem Leben verſchuldet. Als ich mit einigen Leuten in's Dorf zurückkehrte, ſah ich ein junges, aber ganz abgehärmtes Weib am Fenſter des Hauſes ſitzen, das man jetzt noch„'s Schulzen Haus- nennt. Ich ſprach mein Mitleid aus, aber meine Begleiter meinten:„Ja,'s geht der Kathel ſchlecht! Aber ſie hat's verſchuldet an's Schulzen Fritz!“———— (Kunſt⸗ und Unterh.⸗ Bl.) Verſchiedenes. Sag' mal Kleiner, kannſt Du mir wohl einen an— ſtändigen Gaſthof zeigen?“—„Jawohl, die zweite Straße links! Erſt kommen Sie an den rothen Ochſen, dann an Jeheimraths! Den Ochſen laſſen Sie liegen und dann—“— „Nun dann lieber Kleiner?“—„Dann jeben Sie mich zwei Iroſchen und ick ſage Sie das Uebrige!“ Für die Brandbeſchädigten zu Felda ſind bei der Unterzeichneten ferner eingegangen: Gebühren von 5 Zeugen bei Gr. Landgerichte Friedberg am 28. Nov. 1854 1 fl. 40 kr. Wir haben unter dem heutigen weiter fl. 21. an Herrn Pfarrer Strack in Oberros⸗ bach abgeſandt. Summe der bis jetzt eingeſandten Gaben fl. 30. 18 kr. Um weitere Gaben wird gebeten. Die Exped. des Frie db. Int.⸗Bl. Franz? Etblchn 2 Die de 0 a) eine du tigung Geldan b) das.. von 47 mungen Es werde! Betheiligte, ſein, hiermit sigen Rechte bei dem un geltend zu n det Abloſun richtigten ge Friedber Großher Ho LIS lo] M. Vormittags Gemeinde w fiehendes 18S 88 öſenlich m Zuſammenkt dor dem Ke Oberre Großher — . in der Llsli) N gens 10 U Rockenberg erger u. dache dot lahrige B gemacht we bitten ver Es könn Aigpächt A den Dorfe, gezeichnet hat. Dargermeiſters gegolt hatte. den Hochzeits, Hel⸗ e Jahre auf Bor ſeinem gt, daß er die dien, und der in kam der raschen gingen tiner Ecke des Rab,— das debeine in ein die Schulzen⸗ it nan an den uachen, was „ adet weine dlecht! Aber ahl einen al⸗ zweite Straße „dann an 419 Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen. Edietalla dung. L809] Es ſollen: 1) Die dem Großberzoglichen Kammerherrn und Hauptmann Freiherrn Friedrich v. Bel⸗ lersheim, genannt Stürzelheim, zu Darm- ſtadt und dem Fürſtlich Thurn und Taxis'- ſchen Poſtmeiſter Freiherrn Maximilian v. Bellersheim, genannt Stürzelheim, zu Lübeck in der Gemarkung Niedermorlen zuſtehende, durch Allodification eines von Franz Möbs III. und Conſorten beſeſſenen Erblebnguts entſtandene Grundrente im jährlichen Geldanſchlag von 62 fl. 13% kr. 2) Die der Freiherrlichen Geſammtfamilie Löw von und zu Steinfurt, beſtehend aus dem Freiherrn Carl v. Löw, Königl. Preu⸗ ßiſchem Kammerherrn und Oberforſtmeiſter zu Friedberg— Wilhelm v. Low J., Großherzoglichem Kammerherrn und Major zu Löwenruhe bei Offenbach,— Wilhelm v. Löw II., Großherzoglichem Kammer⸗ berrn in Beſſungen,— Auguſt v. Löw II., Großherzoglichem Kammerherrn und Ritt- meiſter a la suite daſelbſt,— endlich den beiden letztern, als Vormündern der Frei⸗ herrn Auguſt und Oscar von Löw zu Löwenthal bei Wiſſelsheim, in der Ge— markung Ober- und Unterflorſtadt zuſtehen⸗ den Grundrenten, als eine durch Ablöſung der Schaafweideberech⸗ tigung entſtandene Grundrente im jährlichen Geldanſchlage von 56 fl. 10 kr. b) das ſ. g. Wehrgeld im jährlichen Anſchlage von 47 fl. nach den geſetzlichen Beſtim⸗ mungen abgelöſt werden. Es werden daher alle bei dieſen Ablöſungen Betheiligte, ſie mögen bekannt ober unbekannt ſein, hiermit aufgefordert, ihre etwaigen deßfall⸗ ſigen Rechtsanſprüche irnerbalb zwei Monaten bei dem unterzeichneten Gerichte um ſo gewiſſer geltend zu machen, als ſonſt die Auszahlung der Ablöſungscapitalien an die genannten Be⸗ rechtigten geſtattet werden wird. Friedberg den 23. October 1854. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. 0 — Bolzderſteß gerung. [1810] Mittwoch den 6. Dezember l. J., des Vormittags um 9 Uhr, ſoll im Oberrosbacher Gemeindewald, in verſchiedenen Diſtricten, nach- ſtehendes Holz als: 1 Stecken Eichen⸗Scheitholz, 5¾„ Birken-⸗Scheitholz, —„ Buchen⸗Prügelbolz, 37„ Birken- u. Eichen⸗Prügelholz, 8/„ Eichen⸗Stockholz, 153 Stück Buchen⸗, 545„ Eichen- und Birken, ſowie 125„ Wellen Aspen⸗ und Weiden⸗ Reisholz; endlich 8 Läſte Leſeholz, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt am Eingang des Hauptwegs vor dem Kellerberg. Oberrosbach den 29. November 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Oberrosbach Blecher. Jagdverpachtung in der Oberförſterei Münzenberg. [18111 Montag den 4. December l. J., Mor- gens 10 Uhr, ſoll auf dem Gemeindehauſe zu Rockenberg die Waldjagd in dem Rocken⸗ berger u. Oppershofer Markwald auf einer Fläche von 1476 Normalmorgen, auf eine 6jährige Beſtandzeit unter den vorher bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Es können nur bekannte rechtliche Leute als Jagppächter zugelaſſen werden, von denen eine vorſchriftsmäßige Benutzung der Jagd zu er⸗ warten ſteht; keine ſolche, die ſich bereits Jagd- vergehen ſchuldig gemacht haben, keine Fiſch⸗, Krebs- oder Wald ⸗Frevler, keine Leute ohne Vermögen oder ſolche, die durch Ausübung der Jagd in ihrem Nahrungsſtande zurückkommen würden. i Pachtluſtige, deren Qualification zur Jagd- pachtung nicht notoriſch iſt, haben ſich hierüber mindeſtens 4 Tage vor dem Verſteigerungs— termine bei dem Unterzeichneten auszuweiſen. Obbornhofen am 22. Novbr. 1854. Großherzogliche Oberförſterei Münzenberg Marchand. Faſelochs⸗Verſteigerung. 118121 Donnerſtag den 7. December l. J., des Mittags 1 Uhr, ſoll ein der hieſigen Gemeinde gehöriger Faſelochs, rothſchäckig, welcher noch zur Zucht tauglich iſt, und ſich auch zum Schlach⸗ ten eignet, auf dem Rathhauſe dahier meiſtbie— tend verſteigert werden. Dornaſſenheim den 28. Novbr. 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Dornaſſenheim Bommersheim. Beit eien. [800] Dienſtag den 5. December d. J., Nach- mittags 2 Uhr, werden auf dem Fruchtmarkt zu Hanau: 3 ſehr ſtarke Mühl und Leiterwägen mit eiſernen Achſen; 2 faſt neue, große, lederne Wagendecken; 1 Pflug mit Egge; Pferdegefchirre, 1 kupferner Waſchkeſſel u. dgl. m. öffentlich gegen gleich baare Zahlung ver— ſteigert. Hanau den 25. November 1854. Pfadt, Vergantungsſchreiber. Neuer Lapperdan! 1747] Neue Stockfiſche, neue holländiſche Vollhäringe, neue holländiſche Sardellen, neue Kräuter⸗Anchovis, neue rhein⸗ baieriſche Kaſtanien, Rum de Jamaica, Arae de Batavia, Orange⸗ und Ananas: Araec⸗ Punſcheſſenzen, feinſte Stearin⸗ Tafel⸗& Chaiſenlichter, beſten Emmenthaler und Limburger Käſe, Krachmandeln& Tafel⸗ roſinen bei Wilhelm Fertſch. Schnellwagen, [1751] geſtempelt, ein- und zweiſeitig, ſind ſtets vorräthig bei Friedberg. A. Wohlfahrt, Großberzoglicher Eichmeiſter. Schmiedekohlen, [1788] ſchwerſter Sorte, habe ich in friſcher Waare auf dem Lager und empfehle ſolche zur gefälligen Abnahme. N F. L. Böing, in Niederwöllſtadt. Leere Oelfaͤſſer, [1792] von 1-5 Ohm, in Eiſen gebunden, ſind billig zu haben bei M. L. Goldmann, in Friedberg. Verſteigerung. [4813] Unterzeichncter iſt geſonnen, Donnerſtag den 7. Dezember, Vormittags um 11 Uhr an— fangend, ſein vollſtändiges Wagnerwerkzeug, worunter namentlich große Rad- und Büchſen⸗ bohrer und noch mehrere andere Gegenſtände ſich befinden; ſodann einige Eichſtämme zu Na ben und Wagenärmen geeignet, eine Parthie birkene Stangen zu Deichſeln und Lannen, end- lich mehreres Werkholz, öffentlich meiſtbietend zu verſteigern. Zahlungsfriſt bis den 1. April 1855. Friedberg den 27. November 1854. Adam Menges. Zu verkaufen. [1803] Ein noch neuer, grauer Tuch— mantel für einen Oekonomen oder Rei— ſenden iſt billig zu verkaufen. Frankfurt. Fiſcherfeldſtraße Nr. 13 im 3. Stock. Zu de a ü f e. 11807] Bei mir iſt eine Quantität Spreu zu verkaufen. Engelthal den 20. November 1854. Pachter Brotzler. 11814J Sorben ift erſchienen: 5 Die deutſchen Juriſten und die deutſche volksthümliche Geſetzgebung ſeit 1848, zugleich als Prognoſe für nationale Rechtsform von viribus unitis. Dr. Friedrich Nöllner. Großh. Heſſ. Hofgerichtsrath in Gießen. gr. 8. geh. 27 Bogen. fl. 3. Caſſel bei F. Fiſcher und vorräthig in C. Scriba's Buchhandlung in Friedberg. Der durch ſeine früheren wiſſenſchaftlichen und practiſchen Leiſtungen bekannte Verfaſſer, ein Oberrichter, welcher alle Branchen der ju— riſtiſchen Praxis durch eigene Betheiligung ken⸗ nen lernte, liefert hier eine ernſte und ſtrenge Kritik der deutſchen Juriſten, nicht blos für ſie, ſondern auch vom Standpunke der all- gemeinen deutſchen Intelligenz. Sämmtliche Gebiete des Rechts werden nach dieſem Maaß ſtabe geprüft und ſehr oft ergiebt ſich ein Re⸗ ſumé zum Nachtheil von Theorie und Praxis. Man muß erſtaunen über dieſe Enthüllungen aus den Myſterien der Jurisprudenz! Den deutſchen Juriſten wird insbeſondere in lebendiger Darſtellung ihr ſchwankendes Benehmen im Jahre 1848 dargelegt, aus dem Allem, auf der Grund lage des monarchiſchen Principes, die Forderung an eine nationale, volksthüm— liche Geſetzgebung abgeleitet und durch eine Prüfung der Principien der einzelnen deutſchen Geſetzgebungen ſeit 1848 bewieſen, daß ſie faſt insgeſammt dem fremden Rechte gedient, dagegen das deutſche Rechtsbedürfniß nicht befriedigt haben.— Wir glauben, daß ſeit langer Zeit keine Schrift tiefer in alle legisla— tiven und rechtspolitiſchen Fragen eingegriffen hat. Insbeſondere werden darin auch die neue— ſten Gerichtsorganiſationen und Entwürfe dazu, die Fragen üder Trennung der Juſtiz von der Adminiſtration, über Einzelrichter oder Col— legialrichter in erſter Inſtanz u. ſ. w. geprüft und die ſeit 1848 begangenen Mißgriffe klar bewieſen. Freimuth, Grundſatffeſtigkeit, treffende Kritik und practiſcher Blick zeichnen das Werk in allen ſeinen Theilen aus. Zu ver ka u en. [1815] Ein zweiſpänniger Kühwagen, eine eiſerne Egge, einen Pflug und eine Grube voll Dung hat aus der Hand zu verkaufen Rentamtsdiener Heiß Wittwe. 420 118161 Bei C. A. Händel in Leipzig iſt ſoeven erſchienen und in E. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg vorräthig: Deutſches Wechſelbuch, oder gründlicher Unterricht über die Wechſelbriefe, nach der allgemeinen deutſchen Wechſelordnung und Nachweiſung über Alles, was man beim Wechſelverkehr zu beobachten hat. ö Ein Handbuch für jeden Geſchäftsmann. Von Ludwig Fort, Lehrer der Handelswiſſenſchaften in Leipzig. Dritte vielfach verbeſſerte und vermehrte Auflage. Preis 1 fl. 27 kr. 11817 Im Verlage des Literatur ⸗Büreau in Leipzig iſt erſchienen und in C. Seriba's Buchhandlung vorräthig: Mediziniſches Haus⸗ und Reiſe⸗Taſchen⸗Lexicon 1000 Heilmittel gegen alle Krankheiten der Menſchen, und diätetiſche Anweiſungen geſammelt und herausgebeben von mehreren praet. Aerzten. Carton. fl. 1. 12 kr. Es macht dieſes Lexicon den Leſer mit allen Fällen bekannt, in denen ohne Zuziehung eines Arztes die eigene Behandlung hinreicht, und gibt bierauf die bezüglichen Mittel an. Es enthält gleichzeitig eine ausführliche Abhandlung der Diätetik und jener Maßregeln, um die be— Kirchliche Anzeigen. 1. Advent den 3. Dezember. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. (Abendmahl.) Nachmittags: Hr. Candidat Thudichum. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Nachmittags: Hr. Candidat Sell. Abgang der Eiſenbahnzüge in Friedberg. 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Benachrichtigung. 1823] Alle Diejenigen, welche ihre ſchuldigen Pachtgelder für die Adam Kehr'ſchen Güter auf Martini nicht bezablt haben, werden aufgefor⸗ dert, dieſelben um ſo gewiſſer innerhalb 8 Tagen zu entrichten, da nach Ablauf dieſer Friſt Koſten entſtehen werden. Friedberg den 28. November 1854. Friedrich Müller l. Zur Nachricht. 11824] Sonntag den 3. December d. J. findet kein Damencaſino ſtatt. Friedberg den 29. November 1854. Die Vorſteher. für die Städte Friedberg und Butzbach vom 2. bis zum 8. Dezember. D 5 Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 7 kr. pf. ke pf 1[Roggenbrod/ Korn⸗ und ½ Gerſtenmehl 4.3„ 2 75, 77 9 1 9 1 4 i n la, 18 2182 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) % Korn⸗u.) Watzenmehl 5 1151 2. 10 2102 4 7 7 7 20 450 20— — Milchbrod 13 13 — Waſſerweck 13 5 Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 14 1 f Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 14— 114— „Kühfleiſch, gemäſtetes 10 10 „Rindfleiſch, gemäſtetes 9 2 8 2 17 Kalbfleiſch 9— 9— „Schweinenfleiſch 15— 15— „Hammelfleiſch 10— 10— „ Schaaffleiſch 7——— „[Wurſt v. blos Schweinen 16— 16— „Bratwurſt 20— 120— „Schwartenmagen 20— 20— „Geräucherter Speck 28— 28— „Schinken 20— 20— „ Dörrfleiſch 20— 20— 17 Schweinenſchmalz, ausgel. 24— 24— „ unausgelaſſen 22 22 „Nierenfett 22— 223 „Hammelsfett 16— 161 Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bere Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Nr. 35 Betreffend Sie h 1) ein Verz Y ein Ver, nicht zu 3) ein Ver; ) Dieſes For Betreffend Der daß die la dabei aber daß nur ſe Ich reien, name moͤglichſt, je Mütheilung Ihre reſp. Frie —— Herr herrn auf überworfen, den war, neiſters ve leichen Ver Paulinens Gemüth ve weſentliche⸗ ahl ſein der junge Herz als dentliche Brüder ha deferunge ihr rasch