Kehlen: Gießen Pibuhoffraße 23 dirußprehet Abs. Organ für der Provinz Oberhesse die Interessen des werktätigen Volkes n und der Nachbargebiete. Srpedition: Gießen Bahnhofstraße 23 Ftrusprecher 2008. Der Auzeigenpreis beträgt für die Millimeterzeile(68 mm breit) oder deren Die Oberb. Volksseitung erscheint jeden Werktag vormittag in Gießen. Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters.. Der Abonnementspreis mit den Beilagen„Das Blatt der Frau und„Land⸗ Für den Inseratenteil verantwortlich: R. Strohwig. Raum lokal 60— Mk., auswärts 80.— Mk die Reklamemillimeterzeil⸗ 5 Dlalscherche Beilage“ beträgt monatlich 3800.— Mt einschl. Bringerlohn. Verlag von Hermann Neumann& Cie. sämtlich in Gießen. 200.— Mk. Bei größeren Aufträgen oder Wiederholungen wird entsprechen⸗ Durch die Post bezog. 3800.— k. einschl. Bestellgeld. Einzelnumm. 120.— Mk Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt G. m. b. H. Offenbach a. M. der Rabatt gewährt— Anzeigen⸗Annahme bis 6 Uhr abends. 1 Nr. 95 Gießen, Donnerstag, den 26. April 1923 183. Jahrgang Die Zahlung und ihre Garantie. Die Beratungen des Reichskabinetts über den Inhalt Leines deutschen Angebots an die Reparationskommission als Vertretung der alliierten Mächte gehen naturgemäß in An⸗ betracht des schwierigen Fragenkomplexes nur langsam vor sich. Bisher ist sich das Kabinett noch nicht klar darüber, ob es ein Angebot unter Nennung einer festen Summe machen oder lediglich eine Zahl umschreiben soll. Wir sind der Auffassung, daß der Streit um diese Frage keineswegs die Absendung eines deutschen Angebots verzögern darf. Nachdem die Reichsregierung bereits in ihrem Vorschlag für die Pariser Konferenz die deutsche Leistungsfähigkeit nach ener Schätzung ziffernmäßig zum Ausdruck gebracht hat, fte es jetzt nicht schwer sein, positiv zu erklären, daß sie eit ist, 30 Milliarden als Reparationsleistung zu zahlen. Darüber hinaus kann sich Deutschland selbstver⸗ ständlich bereitfinden, die endgültige Schätzung der deutschen Leistungsfähigkeit— die ausschließlich von Deutschland be⸗ 5 Fziffert, bei Frankreich immer Zweifel erwecken wird— schulstr. einem internationalen Gremium zu überlassen, wie es Lord Curzon in seiner Rede angedeutet hat. In diesem Zu⸗ 8 dleilere sammenhang muß aber darauf verwiesen werden, daß gerade eller“ dieser Punkt der Rede des englischen Außenministers noch der Klarstellung bedarf. Während Curzon zunächst darauf verwies, daß Amerika den Vorschlag seines Staatssekretärs Hughes nicht mehr aufrechterhalte und Frankreich ihn im übrigen ablehne, erklärte er an anderer Stelle, daß ein Fort⸗ schritt dadurch erzielt werden könnte, wenn Deutschland irgend ein Anerbieten seiner Bereitschaft und seiner Absicht, zu zahlen, machte und seinen Wunsch dahin äußerte, die Summen durch eigens mit dieser Aufgabe betraute Autori⸗ täten festsetzen zu lassen. Dieser Widerspruch muß klarge⸗ stellt werden. nboet. Es ist unmöglich, daß Deutschland die Festsetzung seiner , Leistungsfähigkeit ohne weiteres einer Instanz überlassen hensmitte!] kann, die von vornherein den Charakter der Parteilichkeit trägt. Nachdem Frankreich den Hughesschen Vorschlag ab⸗ gelehnt hat und damit ein Kollegium neutraler Sachver⸗ Ill 0 ständiger kaum mehr in Frage kommen kann, hätte Curzon zum mindesten sagen müssen, wie er sich das Gremium von Autoritäten zusammengesetzt denkt. Es scheint, daß er an eine Instanz gedacht hat, wie sie der letzte englische Zahlungs⸗ dt 21 3 plan Bonar Laws vorsah. Hier war ein Tribunal aus fünf U 7 Vertretern der alliierten Länder und zwei Neutralen unter Vorsitz des Reichsfinanzministers, der kein Stimmrecht haben sollte, geplant. Wir können nicht behaupten, daß eine der⸗ artige Zusammensetzung als unparteiisch anzusprechen ist Jarts ö und Vertrauen in Deutschland genießen kann. Das deutsche 1 Mäusbure“ Volk wird zu keiner„Sachverständigenkommission“ Ver⸗ trauen haben, von deren Sitzungen seine eigenen Vertreter nialwal. ausgeschlossen sind und die in der Mehrzahl aus seinen 0 Gläubigern zusammengesetzt ist. Es wäre deshalb nur zu nhauer begrüßen, wenn Lord Curzon die notwendige Klarstellung f des von uns angeführten Punktes seiner Rede bald nach⸗ . Wurstu holen würde und der deutschen Regierung klipp und klar 52 darüber Aufschluß gibt, wie sich England die Zusammen⸗ setzung eines Gremiums von Autoritäten zur Festsetzung der el deutschen Leistungsfähigkeit vorstellt whele Die Regelung der Sicherheitsfrage in dem deutschen elapo 1 Angebot kann u. E. keine Schwierigkeiten machen. Die Re⸗ gierung muß sich bereit erklären, alle Sicherheiten zu leisten, te mit der Aufrechterhaltung der deutschen Souveränität im Einklang stehen. Die Räumung des Ruhrgebiets muß im Zusammenhang mit der Garantiefrage, die den wichtig⸗ sten Punkt des Angebots zu bilden hat, verhandelt werden, Es ist nicht mehr als recht und billig, wenn Deutschland bei 77 genügender Sicherheitsleistung für die Reparationsver⸗ g(ges pflichtungen die restlose Räumung der Ruhr auf schnellstem (0. 1 Wege fordert. 4 Devisenspekulation und die Opfer der Lohn⸗ empfänger. ine Devisenspekulation durch den letzten Nahrung erhalten hat, ist die amtliche tag zum ersten Male seit Anfang Februar wieder über 30 000 hinausgegangen und betrug 30 250. Es waren wohl in der Zwischenzeit im freien Verkehr schon höhere Kurse erzielt worden, die amtliche Notierung aber hatte sich bisher immer unter 30 000 gehalten. Der Reichs bankpräsident Havenstein hat bei der Begründung der Diskonterhöhung von 12 auf 18 Prozent vor dem Zentralausschuß der Reichsbank eine Rede gehalten, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließ und die rund heraus er⸗ klärte, wo die Feinde der Mark zu suchen sind. Es waren nicht nur die Tagesspekulation, sondern auch ernsthafte Kreise der Wirtschaft, also Industrie und Danken, die sich weit über ihren Bedarf hinaus Nachdem die allgeme Marksturz wieder neue Notierung des Dollars am Diens Vor einem deutschen Angebot. lich, ob es gelingen wird, diesen Kurs jemals wieder für längere Zeit zu erreichen. Zwar hat die Regierung erklärt, daß die Stützungs⸗ aktion sortgesetzt wird, dagegen ist sie der Frage, auf welchem Punkte die Stabilisierung erfolgen soll, ausgewichen. Offenbar ist der Ein⸗ fluß der Schwerindustrie, die ein Interesse an dem Niedergang der Mark hat, in der Regierung noch zu stark. als daß man ernsthaft eine Stützungsaktion betriebe. Wenn man es doch tun will so muß man auch die Finanzlage des Reiches zu bessern suchen. Es ist ein gerade⸗ zu vernichtendes Zeugnis für die Steuerleistungen des Besitzes, wenn von der Einkommensteuer im Monat März 19 20, nämlich 179 Milliarden, die Lohnsteuer in dem einzigen Monat März aufgebracht hat. Die Zwangsanleihe hat in dem ganzen Rechnungsjahr 1922 12,8 Milliarden ergeben. Wenn so weitergewirtschaftet wird, wenn durch schwebende Schulden des Reiches der Notenpresse immer wieder ein neuer Antrieb verliehen wird, so ist an eine Stabilisierung des Markkurses auf lange Sicht nicht zu denken. Ganze Maßnahmen sind dazu erforderlich. 5 Die neue Au nahmeverordnung des Reichs⸗ präfidenten. Die Verordnung des Neichsprästdenten zur Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ist Dienstag erschienen. Es heißt darin: Personen, von denen eine Unterstützung der an dem wider⸗ rechtlichen Einbruch in deutsches Reichsgebiet beteiligten Mächten zu befürchten ist, können zur Verhinderung ihres Eintritts in das besetzte Gebiet und Einbruchsgebiet in ihrer persönlichen Freiheit beschränkt werden. Der Artikel 114 der Reichsverfassung wird in⸗ soweit vorübergehend außer Kraft gesetzt. Der Reichsminister des Innern ernennt einen Reichs kommissar, der ermächtigt ist, die zur Durchführung dieser Maßnahmen erforderlichen Anordnungen zu treffen. Zuwiderhandlungen gegen die erlassenen Verord⸗ nungen des Regierungskommissars werden, mit Gefängnis oder Haft oder Geldstrafe bis zu 2 Millionen Mark bestraft. Diese Verordnung tritt mit ihrer Verkündigung in Kraft. Als Be⸗ schränkung der persönlichen Freiheit kommen in erster Linie die Schutzhaft und die Ueberwachung des Postverkehrs in Betracht. Amerika läßt sich Bericht erstatten. Wie das Berliner Tageblatt meldet, begibt sich der amerikanische Botschafter in Berlin, Housten, am 2. Mai nach Washington, um zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt in Berlin dem Präsidenten Harding und Staatssekretär Hughes über die Lage in Deutschland Bericht zu erstatten. Neue Unruhen im Ruhrrevier. In der Nacht zum Mittwoch ist in Katternberg das Polizei⸗ gebäude durch Notstandsarbeiter und Arbeitslose besetzt und die Wohnung des Polizeikommissars nach Waffen untersucht worden. Ruhestörer wurden durch die Feuerwehr auseinandergetrieben. 42 Mann sind verhaftet worden, ein junger Mann wurde erschossen. Aus Mülheim werden wieder Anzeichen von neuen Unruhen gemeldet. Die Stadtverwaltung trifft Abwehrmaßnahmen. Der Zuzug tschechischer und vol nischer Arbeiter, die von Franzosen auf den besetzten Zechen verwendet werden, macht sich immer imangenehmer bemerkbar. Schon verschiedentlich haben fremde Arbeiter im betrunkenen Zustand Streitigkeiten mit deutschen Ar⸗ beitern angezettelt. So kam es in einer Wirtschaft in Buer zwischen deutschen und fremden Arbeitern zu einer Schlägerei, bei der es beiden Seiten mehrere Verletzte gab. Deutschvölkische Helden. In Miesbach in Oberbayern sollte nach einer Meldung der Deutschen Allgemeinen Zeitung am Dienstag früh 5% Uhr der Redakteur Wegener vom Miesbacher Anzeiger von vier Kriminal⸗ beamten aus München und Berlin für die Verhandlungen vor dem Staatsgerichtshof verhaftet werden. Er war aber nicht aufzu⸗ finden. Die Frau verweigerte jede Auskunft über den Aufent⸗ halt ihres Mannes. So gehen diese deutschvölkischen Helden aus, die zuerst in leicht⸗ fertiger Weise Verleumdungen unsstreuen, und dann kneifen, wenn sie den Beweis für ihre schmutzigen Behauptungen antreten sollen. * 5 1 2 9 2— 5 85 Nücktritt italienischer Minister. Auf dem Wege zur Diktatur. Die im italienischen Kabinett seit Tagen drohende Krise, die bereits beigelegt schien, ist nun doch eingetreten. Bekanntlich hatte Mussolini das Kabinett bei seiner Uebernahme der Regierung vollständig mit scinen Leuten besetzen können, jetzt sind die nicht zu den Fascisten gehörenden Minister zurückgetreten und Mussolini hat den Rücktritt angenommen, so schreibt der Korrespondent der Frank⸗ furter Zeitung. Die Bedeutung dieses gordischen Schwertstreiches ist noch ni⸗ zu übersehen und kaum abzuschätzen. Jedenfalls handelt es sich um keine eigentliche Kabinottskrise, da voraussichtlich Mussolini die vier freiwerdenden Porteseuilles und Unterstaatssekretariate streicht und die Regierung überhaupt vom Parlamente unabhängig ist. Aber d Schritt deutet ein förmliches Aufgehen des parlamentarischen Systems, das ja prablisch bereits mehr oder weniger aufgegeben war. Die letzten Kundgebungen Mussolinis insbesondere am Gründungstage Roms deuten an, daß der Fascio seine Revolution als noch nicht vollendet ansieht. Daraus eröffnet sich eine weite Perspektive. Ferner tritt der Kampf Mussolini⸗Don Sturzo in ein akutes Stadium. Mussolini begründet die Annahme der Demission der Popolari⸗ Minister ausdrücklich mit dem linksradikalen Charakter der Turiner Tagung, der durch die von der Fraktion eingebrachte Tagesordnung nicht aufgehoben werden könne. Es besteht die Möglichkeit, daß die Popolari⸗Partei sich spaltet. Bereits soll Vassallo, der Unterstaats⸗ sekretär des Aeußern, aus der Partei ausgeschieden sein. Gegen den linken Flügel der Popolari dürften die Faselsten einen erbitterten mit Devisen eingedeckt und damit gegen die Mark den entscheidenden Stoß geführt, der die Beibehaltung eines Dollarkurses von 21 000 stens vorübergehend unmöglich machte. Es ist überhaupt frag⸗ Kampf führen, wie ihn in gleicher Weise der Sozialismus erfahren hat. Andererseits geht auch der Fascio isolierter aus der Ent⸗ scheidung hervor, während die Rückwirkungen auf die Beziehungen des Vatikans zum Jascio noch nicht zu übersehen sind. Politische Uebersicht. Monarchistische Maskerade. Die Ehreuritter der„Balley Brandenburg“. Der wegen Kapitalverschiebung vorbestrafte zweste Sohn Wilhelms, der sich noch immer„Königliche Hoheit“ nennen läßt und sonst als Eitel Friedrich bekannt ist, amtiert auch jetzt noch in der schönen⸗ Stellung als„Herrenmeister der Ballen Brandenburg“ im Johanniteror den, der aus dem Mittel⸗ alter in die Zeit der Republik überkommen ist. Als solcher stellt er alljährlich eine Anzahl Urkunden aus, die in schönstem Diplom⸗ druck etwa so aussehen: (Johanniter⸗Kreuz) Kir Wilhelm Eitel Friedrich Christian Karl von Gottes Gnaden Prinz von Preußen, Herrenmeister der Balley Brandenburg des ritterlichen Ordens St. Johannis vom Spital zu Jerusalem, tun kund und fügen hiermit zu wissen, daß Wir 5 nach Prüfung seines Gesuches durch das Ordenskapitel als Ehrenritter die ses Ordens angenommen haben, weshalb Wir, als Herrenmeister der Ballei Brandenburg, demselben darüber das gegenwärtige Patent unter Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift ausfertigen und solches mit Unserem Ordens⸗Insiegel versehen lassen. f ee So geschehen— den— 5 n Eitel Friedrich nicht weniger als Die Feier ging in den die neuen Ehren⸗ und königlichen In diesem Jahre hat Prinz 233„Edelleute“ als Ehrenritter eingeführt. üblichen Maskenkostümen vor sich. Wer sind nun ritter unter Führung des ehemal⸗ kaiserlichen Prinzen? Man wird sich nicht wundern, daß ehemalige Offi⸗ ziere und junkerliche Rittergutsbesitzer den Hauptteil stellen. Man tut aber gut, sich in der deutschen Republik auch über manches andere nicht mehr zu wundern. Man findet nämlich in der Lifte schon als Nr. 3 einen Polizeimajor und Kommandeur der Schutzpolizei in Gumbinnen als Ehrenritter des Monarchisten⸗ ordens. Als Nr. 8 und 9 erscheinen zwei Herren von der Reichs⸗ wehr, der eine Rittmeister in Allenstein, der andere Major in Königsberg. Hat man sich durch die lange Liste der Grafen, Frei⸗ herren und gewöhnlichen„vons“ durchgearbeitet, so zählt man, daß nicht weniger als 36 Angehörige der Reichswehr und der Marine „auf ihr Ansuchen“ zu Ehvenrittern gemacht worden sind. Zwei dieser Herren sitzen sogar im Neichswehrministerium! Ferner sind unter den Monarchistenrittern elf Herren von der republikanischen Polizei; vier von ihnen sitzen in Bayern. Nebenher prangen in der Liste der Ehrenritter auch neun Herren aus dem gegenrevo⸗ lutionären Ungarn, die in diese Umgebung ausgezeichnet passen. Es ist ein republikanisches Bildchen, das wohl nur in Deutsch⸗ land möglich ist: Ein Sohn des abgedankten Katsers und Königs schart Offiziere der republikanischen Reichswehr und der ebenso republikanischen Polizei als seine Ehrenxitter um sich. Und all die Herren aus altem Adel finden das ganz in der Ordnung. Das Volk aber hat leider versäumt, nach der Revolution mit der Mög⸗ lichkeit solchen Maskenspiels endgültig aufzuräumen. * Eine Wahl in Schlesien. Im Breslauer Landkreis fanden Neuwahlen zum Kreistag statt, die von allen Parteien mit einem großen Ausgebot von Agi⸗ tation vorbereitet waren. Der Kreistag war aufgelöst worden, weil die gleich starken Gruppen der Sozialdemokraten und der ge⸗ schlossen zusammenhaltenden bürgerlichen Parteien ein gedeihliches Zusammenarbeiten nicht mehr ermöglichten. Von deutschnationaler Seite wurde die Agitation mit besonderer Skrupellosigkeit auf das rein persönliche Gebiet getragen, wobei Vorwürfe gegen einen so⸗ zialdemokratischen Abgeordneten, die noch einem gerichtlichen Ver⸗ fahren unterliegen, die Hauptrolle spielten. Trotzdem ist es dem Bürgertum nicht gelungen, auch nur ein Mandat mehr zu er⸗ obern. Der einzige Ersolg der deutschnationalen Hetze war daß die Kommunisten den Sozialdemokraten von 14 Mandaten 2 weg⸗ nahmen, während das Verhältnis zwischen den bürgerlichen und der sozialdemokratischen Partei dasselbe blieb. Innerhalb der bürgerlichen Varteien haben die Deutschnationalen dem Zentrum und den Demokraten eine geringe Anzahl von Stimmen abge⸗ nommen.. Im Haushaltsausschuß des Reichstages wurde am Dienstag die Beratung des 12. Nachtragsetats zu Ende geführt. Die Regierung erteilte dabei die Antwort auf die von den Sozialdemokraten gestellten Fragen an den Kosten der Ruhrbesetzung. Die Verhandlungen werden für vertraulich erklärt. a Zum Etatgesetz beantragte die Sozialdemokratie: „Garantien des Reiches dürfen nicht übernommen werden, a) soweit nicht alle sonstigen Besitz- und Garantieunterlagen der Garantiesuchenden bereits voll ausgenützt worden sind, b) soweit sie sich mittelbar oder unmittelbar auf Schutz vor Preissenknugen beziehen. Ueber Höhe und Art solcher etwa bereits gewährter Garan⸗ tien ist einem Ausschuß des Reichstages von sieben Mitgliedern bis spätestens 1. Mai 1923 über künftig zu gewährende Garan⸗ tien jeweils spätestens monatlick eingehend Rechenschaft zu geben.“ Dieser Antrag wurde angenommen. Die Sozialdemokraten b⸗ antragten ferner folgende Entschließung: „Der Ausschuß wolle beschließen, die Reichsregierung zu er⸗ suchen, daß Garantien, die auf Grund des Artikels 2 des 12. Nach; — bekämpfung gestellt. kragsetats von 1022 gewährt werden, nur mit Justhnming des J aber Hlarfehende Staalsbürger mit Einsicht in das Leben und bie] Deutschlands oft begeisterke Zuftzmmug fand, wird folgend siebengliedrigen Ausschusses den Betrag von 100 Milliarden über⸗ schreiten dürfen und daß Kredite gus Reichsmitteln für produktive Unternehmungen tunlichst nur auf wertbeständiger Basis gewährt en. Die Richtlinjen für diese Kreditgewährung bedürfen der vor⸗ herigen Zustimmung des fiebengliedrigen Ausschusses.“ g Ueber diese Entschließung soll in der Mittwochsitzung Beschluß Hefaßt werden. Volksbildung und Jugendpflege in Hessen. Am 18. April war im Landtage der Hauptaus⸗ schuß für Volksbildung und Jugendpflege in Hessen versammelt. Die sehr stark besuchte Versamm⸗ lung wurde durch ein Referat von Direktor Hassinger über den„Stand des Bolksbildungswesens in Hessen“ eingeleitet. Die amtliche Volksbildungsarbeit muß allen Kreisen des Volkes dienen. Vertiefung und Ver⸗ innerlichung des Gemeinschaftsgedankens, Entgiftung unseres öffentlichen, politischen und sozialen Lebens sollen ihre Leitsterne sein. Jung an Entwicklung, noch ungeklärt in vielen Grund⸗ und Durchführungsfragen, schwankt die Praxis der Erwachsenenbildung zwischen verschiedenen Mög⸗ lichkeilen. Aber immer hatte die Zentralstelle außerordent⸗ lich zu tun. Es mußten die allgemeine Richtung des Weges festgelegt, für die verschiedenen Zweige Sonderausschüsse eingerichtet, Werbeschriften herausgebracht und der Gedanke wahrer Volksbildung durch Tagungen, Kurse, Vorträge im Lande in rechte Bahnen gelenkt werden. Das Bücherei⸗ wesen wurde ausgebaut, Bibliotheken unterstützt, die nn eingerichtet, das Landes ⸗ wanderkino in den Dienst aktiver Filmschund⸗ Die Hessische Lehrlichtbildgesellschaft und die amtliche Bildstelle blühen, Volkshoch⸗ schule, Heimatpflege, Staatsbürgerkunde wurden nach Möglichkeit unterstützt. Dies nur als Ueber⸗ blick. Ein umfassender Bericht ist am 20. März in der Darmstädter Zeitung erschienen. Zusammengefaßt ist all diese Arbeit in dem Ziel, Volksbildung muß letzten Endes Menschenbildung sein. Menschen bilden wir nicht durch Wissen, sondern durch Anleitung zu lebendigem geistigen Verhalten gegenüber den Dingen der äußeren und inneren Welt. Der Mensch soll frei werden von der Befangenheit in Vorurteilen und Nachurteilen. J rüher war Volksbildung eine Auszahlung geistiger lmosen an die Benachteiligten aus der großen plebs. J etzt muß Volksbildung sein eine allgemeine Höherlegung des geistigen und kulturellen Seins der lebendigen Volksgemeinschaft. Im Anschluß daran sprach Direktor Bäuerle aus Stutt⸗ gart über Gas if 40 fehr und Volksbildung“. Kein Teil unseres Volkes ist so sehr Kriegs⸗ und Nachkriegsopfer geworden wie die Jugend; denn der Krieg ist ein schlechter Jugenderzieher ge⸗ wesen. Die Not unserer Jugend ist aber nicht eine bloß leibliche— tuch nicht eine bloß seelische: sie ist die Not des ganzen jungen Menschen überhaupt, dessen ganzes Wesen ein Inbegriff von Widersprüchen ist. Man verlacht die Alten und ahmt sie doch oft ganz N nach. Dabei ist das Jugendalter zwischen dem 14. und 20. die gefährliche Zeit, die tragische Zeit des Aus⸗ F e unserer Volksgemeinschaft; denn er Handarbeiter wird geistig, der Kopfarbeiter handwerklich ver⸗ machlässigt. Kein Wunder, daß die Stoßtruppen des latenten Bürger⸗ krieges auf beiden Seiten die Jugend sind. Die einen fühlen sich um hre neuerhaltenen Rechte betrogen, die anderen in ihren neuen und alten Rechten bedroht. Auch das kulturelle Antlitz unseres Volkes wird in dem Jugendalter geformt. In den Jugendlichen ist ja Be⸗ wegung, Drang vorwärts angehäuft. g Gerade in der Zeit des Reifens und Werdens ist das Trieb⸗ leben beim Menschen am stärksten entwickelt. Daher ist die Gefahr der Verführung am größten. In diese gärende Zeit fällt die Be⸗ rufs ausbildung. Unser atomisiertes Berufsleben sordert Spezialistentum, nur ein Teil des Körpers wird durch die Arbeit egt. Tiefe Tragik des Berufslebens, daß, wenn der Berufsknacks eintritt, ein vorzüglicher Arbeiter meist eine ge⸗ brochene Persönlichkeit ist. Der Kampf zwischen dem bloßen Arbeitswesen und der Persönlichkeit wird häufig schon in der Jugend zugunsten des ersten entschieden. Der Staat braucht * Organisation der Gemeinschaft, mit Willen zur Gemeinschaft. Dem allem hat eine zielbewußte Jugendpflege Rechnung zu tragen. Möge sie sich an der Volksbildung orientieren. Diese ist der Kampf um die geistige Befreiung des Menschen und unseres Volkes von der Tyrannei des Stoffes, um Durchgeistigung der Lebensformen und Lebens verhältnisse. Vor allem darf also Jugendpflege nicht nach dem Schema der Erwachsenen⸗ bildung getrieben werden. Den Ausbrüchen des jugendlichen Trieb⸗ lebens muß durch Sport und ausgiebige Körperpflege ent⸗ gegengewirkt werden. Der Fußball darf aber den Jungen nicht zu seinem Sklaven machen. Wandern, richtig Wandern, sehend wan⸗ dern ist so viel als möglich zu pflegen. Dann Feste 25 Stärkung des Gemeinschaftslebens, aber veredelte Feste. hr in Er⸗ wägung zu ziehen ist die Einfiihrung eines Arbeitsdienst⸗ jahres, das die hohe Schule des Volks⸗ und Gemeinschaftslebens werden, ein Jahr intensipster Volksbildung und Volkserziehung im Dienste nationaler Arbeit sein müßte, nicht ein Jahr wirtschaftlicher Aus mützung billiger Arbeitskräfte werden dürfte.. Das alles ist nur möglich, wenn sich mit der Jugendpflege die Jugendbewegung verbündet. Wäre doch die Zeit nicht mehr fern, wo die Jugendpflege im Sinne wahrer Volksbildung in der Hauptsache von der Jugend selbst getrieben wird. Wir brauchen die Jugend im Kampf gegen unsere großen Feinde: Alkohol, Tabak, Schundliteratur, Kino, Unsittlichkeit. Tiefer Eindruck! Schmerz über Versäumtes! Starker Willen zur Mitarbeit: das trat in der Aussprache zutage. Genosse Würtz aus Langen bedauert die geringe Aktivität der hessischen Regierung in Fragen der Jugend⸗ wohlfahrt. Abgeordneter Kaul setzte sich ernst mit den an⸗ geschnittenen Problemen auseinander. Infolge der nahe⸗ liegenden Parallele mit dem früheren Militärdienstjahr, infolge des Zwangsmäßigen des Arbeitspflichtjahres, das der jugendlichen Psyche widerstreitet, infolge möglicher Kollisionen mit der freien Arbeit steht er dem Gedanken des Arbeitsdienstjahres skeptisch gegenüber. Von der Schul- erziehung fordert er mehr Leistungen im Dienste der Heran⸗ bildung zu einer innerlich erfaßten Volksgemeinschaft. Ge⸗ meinschaftsschule als Einheitsschule nach der Methode der Arbeitsschule. Direktor Bäuerle erklärte hierauf, er wollte den Gedanken des Arbeitsdienstjahres nur zur Dis⸗ kussion stellen. Der Volkserzieher müsse sich damit befassen, damit er nicht eines Tages durch den Politiker mit der Ein⸗ führung überrascht würde. Selbstverständlich müßten Formen gefunden werden, daß die Jugend sich freiwillig eingliedere. Jugendpfarrer Zentgraf sprach über die Notwendigkeit der Ueberwindung des geistigen Kapitalismus, der in furcht⸗ barer Grausamkeit die andern in Bildungsnot darben lasse. Aenderung erwarte er aus einer religiös⸗sittlichen Er⸗ neuerung. Liebe müsse als Verpflichtungsbewußtsein wach werden. Direktor Hassinger schloß darauf die sehr wesentliche Versammlung, indem er allen Mitarbeitern im Lande, vor allem aber der Presse und den Landtag, für ihre tätige Hilfe dankt. Hessische Arbeitsgemeinschaft für Siedlungswesen. Am 21. April ds. Js. hielt in Stockheim die hessische Ar⸗ beitsgemeinschaft für Siedlungswesen eine außer⸗ ordentliche Mitgliederversammlung ab. Die Fragen, die zur Be⸗ handlung standen, waren der Anschluß an eine Reichsorganisation, Wahl eines Verbandsorgans und das Volksbegehren zur Abänderung des Reichssiedlungsgesetzes. Referate zu diesen Fragen hielten der 1. Vorsitzende, Herr Oberjustizsekretär Walther aus Büdingen, das Vorstandsmitglied, Herr Landwirt Fähler aus Leeheim und der Ge⸗ schäftsfühver der Arbeitsgemeinschaft Herr Christaller aus Jugen⸗ heim. Es wurde beschlossen, die bisherige Verbindung mit dem Reichsbund für Siedlung und Pachtung zu lösen und sich dem Reichsverband landwirtschaftlicher Kleinbetriebe in Berlin anzuschließen. Diesem Reichsverband sind z. Zt. 7 Landes⸗ oder provinzielle Organisationen der Pächter, Kleinbauern und Siedler mit zusammen über 100 000 Mitgliedern angeschlossen; er steht auf bodenreformerischer Grundlage im Sinne von Herrn Dr. Damaschke. Unsere Hessische Orgamisation übernimmt auch dessen jetzt neu herauskommende Verbandszeitschrift, die Land wacht. In der Frage des Volksbegehrens für Abänderung des Reichssiedlungsgesetzes, das in der Presse häufig erwähnt und noch häufiger angegriffen wurde, das jedoch aus allen Teilen lutjion zugestimmt: 5 „Obwohl wir überzeugt sind, daß auf dem Gebiete 9 lung im Interesse der Volksernährung nicht genug gesch so halten wir es in der Zeit des vertrags widrigen Einbruch französischen Regierung in das Ruhrgebiet für angeb rah Antrag zur Herbeiführung eines Volksbegehrens zurüc Uneh Wir wollen aber zu gegebener Zeit im Verein mit den aer caften, Bodenreformer und allen Siedlerverbänden einen aan samen Antrag zur Herbeiführung eines Volksbegehrens besserung der Landgesetze wieder aufnehmen.“ 1 Deutscher Reichstag. Berlin, 24. April, nachm.. Die Genehmigung zur 8 en einer Reih ordneter wird versagt.— Das Haus tritt dann in die zweit ratung des Antrags der bürgerlichen Parteien Schutz der Versammlungen und in Verbindung ent des sozialdemokratischen Antrags über die Bestrafung von e amten, die ihre Amtsbefugnisse gegen die Republik mißbra e Der sozialdemokratische Antrag würde vom Rechtsausschuß g lehnt und der Antrag der bürgerlichen Parteien in schg 8 FJassung angenommen:„Dem Strafgesetzbuch wird ein 8 10 lag eit gefügt, der folgende Fassung erhält:„Wer nichtverboten 1 sammlungen, Aufzüge oder Kundgebungen mit Gewalt t ur) Bedrohung mit einem Verbrechen verhindert oder sprengt, oog i unmittelbarem Zusammenhang mit solchen Versammlungen, zligen oder Kundgebungen, Gewalttätigkeiten begeht, wird fl be⸗ fängnis, neben dem auf Gelbstrafe bis einer Million Mar er⸗ kannt werden kann, bestraft. Der Versuch ist strafbar.“— ag der Berichterstattung über die Ausschußverhandlungen durchs den Abg. Leutheußer(D. Vp.) erhält das Wort 4 Abg. Vogel⸗Franken(Soz.): N Mit diesem Gesetz soll vor allem eine Bewegung Nee 0 die nur zum Teile eine legale ist, deren unterirbische Tätigkeiten ausgedehnter ist, als er sich vielleicht die Parteien, die hinter hie⸗ dem Gesetzentwurf stehen, vorstellen. Diese, deu italiensschen Fasecismus gleichzustellende Bewegung macht von dem gesetzl Vereins⸗, Versammlungs⸗ und Presserecht nur Gebrauch, inn e große Anhängerschaft für den gewaltsamen Umsturz des besthen⸗ den Staates zu gewinnen. Diese Bewegung noch durch ein he⸗ sonderes Gesetz zu schültzen, bedeutet, wenn auch ungewollt zu in der Praxis, die Republikschutzgesetze zu sabotieren. Wir lt diesen Gesetzentwurf aber auch für„ ee weil der darf he⸗ drohte Sachverhalt unter eine ganze ihe anderer Stussshe⸗ stimmungen fällt. U Die Deutschvölkischen haben in das Versammlungsleben fein Verwilderung hineingetragen, wie sie schlimmer nicht zu denke Die bestehenden Strafbestimmungen sind immer gegen die auh zen Parteien angewendet worden. ie bayerische Regierung half i direkt schüitzend vor die deutschvölkische Bewegung gestellt, ohhh nach der Ansicht des Staatsgerichtshofes die Sturmaßtesin N der nationalsozialistischen Arbeiterpartei gegen die Gesetze Schutze der Republik verstoßen. Daß für Hitler und seine Jr die Republikschutzgefetze in Bayern nicht existieren, beweist auch ein Artikel in Nr. 51 des Völkischen Beobachters, der Namen des Herrn Hitler trägt und in dem es u. a. heißt sehe das heutige Reich weder für eine Demokratie an, noch flir Republik, sondern für einen marxistisch⸗jüdisch⸗interna Saustall.“ Am 10. April schrieb dasselbe Blatt nach dem des Reichskanzlers in Miinchen, der Kanzler werde in St ebenso lächeln wie in München,„denn er hat dazu allen Unter seinem Zepter ist das Nuhrgebiet besetzt worden, den täglich Deutsche vergewaltigt und ist das Leben deutscher Arhasfer hingemordet worden. Das sind immerhin Griinde, über dez deutscher Reichskanzler freundlich lächeln kann.“ Herr Hitler ha in seinen Versammlungen seine Anhänger wiederholt aufgefoßt sich Notizbücher anzulegen, die mit Namen der i Lumpen beginnen, in denen die Wohnungen der n, vember⸗ und Erffllungsverbrecher aufgezeichnet sind, dam Tage des Sieges entsprechend Nache genommen werden kann. gab sogar die Parole aus, in diesem Kampf nicht Halt zu maßen vor Kardinälen und Konsistorialräten. ö Unaufshö rlich Guten die Hitler⸗Leute ihre ben r ab. So werden Sonntag für Sonntag auf einem Exer bei Nürnberg Schießübungen der Sturmtruppen abgehalten, denen die Maschinengewehre, die Gewehre ind die Munition von der Reichswehr auf 2 mes fördert werden(Lebh Hört, hört! links.) Dieser Ta ist amtlich festgestellt worden. Aus leicht begresfl Gründen sehe ich davon ab, weitere Dinge anzuführen. n jomand von Ihnen oder als bayerischer Abgeordneter in Pan dese Mitteilungen machen würde, dann würden Sie— dahhen dürfen iSe überzeugt sein— wegen Landesverrats gefaßt In Bayern würden selbst die Demokraten für die Aufbebun Immunität eintreten, wie das Tagen in den letzten Der Deserteur. 4 Noman von Robert Buchanan. Der Tod adelt jedes Gesicht, auch der alte Sergeant sah in seiner starren Blässe ernst und ehrwürdig aus. Rohan war fassungslos— das hatte er nicht gewollt! Der Mond beleuchtete jetzt die grauenvolle Szene in der Kathedrale, die Flut war ruhig geworden, man hörte nur mehr das gleich— mäßige Gemurmel der Wellen, die bereits Rohans Füße be⸗ leckten, was er gar nicht zu fühlen schien. Aber plötzlich ging ein Zittern durch seinen Körper, er horchte gespannt auf, über seinem Kopfe glaubte er menschliche Stimmen zu ver— nehmen, die in der Entfernung verhallten. Er warf noch einen Blick auf den Toten. Armer Pipriac, du wirst nie mehr schlechte Späße machen, nie mehr fluchen und wettern, deine Stimme ist für immer verstummt! Deine untersetzte Gestalt, deren unsichere Beine dich erst kürzlich durch die sonnenbeschienene Dorfstraße getragen, wird jetzt wie eine Weide von den Wellen der Flut bespült. Nie mehr wirst du die geliebte Schnapsflasche an deine durstigen Lippen füh⸗ ren. Du bist mit Tausenden von besseren Menschen auf deinem Posten, im Dienste des großen Welteroberers, der die Welt erzittern läßt, gefallen, und obgleich du dein Leben fern vom Schlachtfelde eingebüßt hast, muß man dir altem Veteranen die Gerechtigkeit widerfahren lassen, daß du tapfer deine Pflicht erfüllt hast. Du warst trotz deiner rauhen Zunge ein seelenguter Mensch! So wenigstens dachte Rohan Gwenfern, während er sich zum letztenmal traurig über die Leiche neigte und über ihr das Kreuzzeichen machte. Jetzt erst bemerkte er, daß dos schwere Felsstück noch auf der zerschmetterten Brust lastet. Er schleudert es in die Flut. Der von der Last befreite Körper wird von den Wellen hin und her geschaukelt, bis er auf das Gesicht zu liegen kommt. Rohan steht schon bis zu den Knöcheln im Wasser. Mit einem tiefen Seufzer reißt er sich los, wirft noch einen letzten verzweifelten Blick auf die von den Wellen umspülte Leiche und klettert dann wieder in sein Versteck. Kaum ist er oben angekommen als seine Aufmerksam⸗ keit von neuem durch den Laut menschlicher Stimmen erregt wird. Er blickt aufmerksam lauschend in die Höhe. Zum erstenmal wird ihm die Gefahr, in die er sich durch seine Tat gestürzt, klar. Obgleich er, um kein autorisierter Menschenschlächter zu werden, nur aus Notwehr einen Tot⸗ schlag begangen, wird das Gesetz ihn dennoch als Mörder betrachten und früher oder später als solchen auch bestrafen. Mit einem markerschüsternden Schr wirft er sich auf die Knie. Ach, dieser verzweiflungsvolle Schrei, der sich in der Stille der Nacht erhebt, ist kein sanftes Gebet, das um Mit⸗ leid und Gnade fleht, es ist vielmehr der wahnsinnige Rache⸗ schrei einer verbitterten Seele.„Ich bin unschuldig an die⸗ ser Tat, o Gott, nicht auf mein Haupt falle die Schuld, son⸗ dern auf das Haupt desjenigen, der mich wie ein Wild zu Tode hetzt und mich zu dem gemacht hat, was ich geworden bin. Strafe, o Herr, denjenigen, dessen rotes Schwert die Welt erzittern macht und der deine Geschöpfe zur Schlacht- bank führt! Schone ihn nicht, o Herr, er sei verflucht, wie ich verflucht bin!“ Dies ungefähr war der Sinn des Gebetes, das sich aus Rohan Gwenferns gepreßtem Herzen gen Him⸗ mel erhob. Dann sprang er auf und betrat, ohne daran zu denken, was mit ihm geschehen werde, den schwindeligen Pfad, der zur Klippe emporführte. * Das Datum jenes Tages ist denkwürdig: man schrieb den 19. Oktober des Jahres 1813. Das Vorkommnis, welches wir jetzt erzöhlen wird von jenen, denen der Lebenslauf Rohan Gwenferns bekannt ist, verschieden wiedergegeben. Die Frommen und Abergläubischen sind von der Ueberzeugung durchdrungen, daß Rohan an jenem Abend wirklich eine überirdische Erschei⸗ nung gesehen habe; andere meinen, daß er die Vision nur im Geiste gesehen habe— sein fieberhaft erregtes Gehirn habe ihm eine Art Jata Morgana vorgespiegelt; die kleine Zahl der Skeptiker geht so weit zu behaupten, Rohan habe sich die Geschichte erst in späteren Jahren zusammengereimt, wollen, Rohan Gwenfern berichtet, daß er, als er in jener Nacht aus seinem Versteck floh und den gefährlichen Klippenweg emphr⸗ klomm, plötzlich am SHimniel eine geheimnisvolle spiegelung bemerkte. ö Der Mond verschwand hinter einer Wolke, von der her wie aus einem durchsichtigen Zelt sein fahles Licht den Himmel ergoß. Dichte Dunstmassen stiegen empot un wurden in der Richtung des Windes vorwärts getrieben; plötzlich, wie auf das Zeichen einer Hand, hörte der auf, die Wolken standen still und lautlose Ruhe herrschte lo- wohl in den Lüften, als auch über dem Meere. Diese ängstigende Stille dauerte jedoch nur einen Augenblick. amtemloser Spanung sah Rohan den weiteren Ereigissen entgegen. Er blickte in die Höhe und bemerkte zu senam grenzenlosen Erstaunen, daß die Wolken die Gestalt von ilher seinem Haupte marschierenden Armeen angenommen h Die Erscheinung nahm immer größere Dimensionen an! wurde immer deutlicher. Er sah das Blitzen der Säbel das Aufeinanderplatzen der Regimenter, ja, er konnte sogar klar die Infanterie und die Silhouetten der Artillerie unh scheiden! Das ganze Himmelszelt schien sich in ein ue heueres Schlachtfeld zu verwandeln, das mit Toten Sterbenden bedeckt war; dort, wo sich sonst die Milchsieg hinzieht, schlängelte sich ein ungeheuerer Strom, durch Legionen von fliehenden Soldaten schwammen. Die Gestalten zogen klar und deutlich, aber doch ger, haft an ihm vorbei und selbst die sich in weiter Ferne ls. hebenden Gesichter glaubte er deutlich zu sehen, sie tin alle den schmerzlichen Ausdruck jenes Toten, vor dem er an in wahnsinniger Angst geflohen war. Doch was war b Seine ganze Aufmerksamkeit wurde jetzt von einer G in Anspruch genommen, die sich in der Nähe der halbd Waden Wolke, die den Mond perschleierte, riese nh erhob. 15 Die saß, in Mantel und Kapuze gehüllt, hoch zu f und deutete mit erhobener Rechten noch vorwärts. Tro 101 ihre Umrisse das gewöhnliche menschliche Maß bei wal als Wahrheit und Dichtung sich in seinem Geiste zu einem außergewöhnlichen Bilde verschmolzen. Sei dem wie immer, überschritten, schien sie doch das Antlitz eines Menscheß in haben— es war weiß wie Marmor und kalt wie der T ö (Fortsetzung folgt.! 1 A 2 — r 5 05 0 S 2 8 . 3 5 — * S — 2 11 185 8 enten d Ber- Truppen besetzt Ind. Allein gus belsischem Gebiet] index zugründe gelegt, oder war feine Absicht Erfolge zu evnken, e it den ee ee e Sbmohl 10 05 er Reichs⸗ wurden 680 Familien mit zusammen etwa 2500 um seinen Auftraggebern als immer größerer Schlaulopf unent⸗ 115 eee 2 ln. Fab 87 7 Gummi⸗ Personen ausgewiese n. Wie groß die Zahl der Einge⸗ behrlich zu erscheinen und das Volk mit diesen Zahlen besoffen 10 17 er l Nö 57 Aten ung der kerkerten ist, läßt sich mit Sicherheit nicht angeben. Aus den viel⸗] machen? Wie diese Aufmachungen entstehen, geht aus einer 0 1 Anden 4 l Gumm t knüphel off ändischenfältigen eidesstatlichen Versicherungen ehemgliger Inhaftierter] Aeußerung des Herrn Syndikus des Arbeitgeberverbandes für die dae der Vergeltunlgsertion der Nürnberge Watte 6 ö t. An aber wissen wir, daß die Behandlung der Gefangenen im franzbe mittlere Lahn hervor, welcher am 28. März in einer Schlichtungs⸗ . dee en W 45 e ee nach sischen Militärgefäöngnis zu Mainz schändlich und schmachvoll ist ausschuß⸗Sitzung in Limburg folgende Aeußerung zum Beften gab: * benz N Landespolizei is Sturmtrupple ürnberger und keine Spur jener Ritterlichkeit und Großmut erkennen läßt,„Seitdem wir uns an der Ermittelung der Teuerungszahlen be⸗ 0 Helbung, daß der Bund„Oberland“ mit 15 5 teil. Die die in Geschschtsblichern als nationale Tugend der franzöfischen tefligen, sind diese für Limburg ganz gewaltig herabgesetzt worden“. 9 8 5. 558. 1 95 ane e. ee e e tst 3 5 eee 55 mit dem Worte„wir“ der Arbeitgeberverband für 0 N b 6 g würd, 1 n 5 inge f 0 l woder gezwungen, ein voll⸗ ie mittlere Lahn. Hat sich das irklich dal 0 70 e 5 setzen diesem Dementi nach all unseren Erfahrungen] kommenes 1 des wirklichen politischen Geschehens zu geben. können? Oder haben 2 90 diesen rbe 1775 entgegen. Die Annahme des vorllegenden Gesetz⸗] Ohne Rücksicht auf Immunität sind auch Reich r 8 5 bestäti if 3 e en, 9 vo! e t au nun h- und Landtags⸗ Zahlen? Das letztere muß bestät d N i 54. bs bg e 75 ee e b dul be 1 58 10 ihnen der Verkehr mit ihren Wah Lohnverhandlungen 1 b e ee 4 n n 0 1 5 8 luß ö möglich gema 5 ob eine Lohnerhöhung bewilli den s icht. Kö u in 0 de Ann n er ee e i diebes Gesetz⸗ Die Vertriebenen haben mit hoher Freude und Dank zahlreiche die 0 wirlsich als e N Nasen TTT Verden e da. 0 urch. sschichten Hessens, besonders in Darmskadt emp: Indexzahlen beschäftiat, au dere Grundzahlen auf, sodaß nie⸗ adnbun 0 6. 100 erhöhen, und wenn Sie 845 Gesetz, was gar nicht Ihre Ab⸗ fangen, aber es follte auch feden Einzelnen angehen, daß dieser Nals einheitliches Bild ber peh bc g eee pull dn! fi aucht. 117 Nee praktisch so auswirken wird, Kampf eines e waffenlosen Volkes gegen die brutale liegt doch darin; wie groß ist der Reallohn, welchen der 10 d ine be Partesen der Arbelferschaft anwenden Maßnahmen eines fremden Militarismus und Imperial tsmus] Arbeiter zur Zeit erhält. In der Vorkriegszeit war das Ei für . Wel wir diese Dinge voraussehen, deshalb lehnen wir von allen Deutschen Opfer fordert, die willig gebracht werden 6 Pfennige zu haben, wogegen dasselbe im März dieses Jahres müssen. Wir danken aus vollem Herzen, meine Damen und Mk. 360 Wund Mk. 580.— kostete. Ein Berguann konnte sich bei bird ein ö* ö K z 0 nicht n d M Abg, Henning(Dtschvölf) erhebt insbesondere deswegen] Herren, Jenen, Männern und Frauen, die im besetzten Gebiet für einem Stundenlohn pon 50 bf ming mie er in i een 0 enten gegen die Vor age. da, sie nur den„nicht verbotenen Ver⸗ das Recht und für ihr Vaterland leiden. Alle Gewalttaten haben verdient hat, ehe W e bei 1 nenen 1 der sen 00 f 5 gewähren soll. Gegenüber den Ausführungen nicht vermocht, ihren stolsen Sinn von der Unantaftbarkeit und Mk. 1201.—, wie er im März ds. Is. zur Auszahlung elangte, hann 0 20 s Severjna im preußsischen Landtag erklärt der Hesligkeit ihres Rechtes und der nationalen Würde zu beugen. nur 3,5 Stück Eier erhalten konnte, sodaß die Pebenshalseng an echt ungen 0 ie bun durchgus unwahr, aus den Allen ergebe sich nicht Ihre Front steht unerschüttert. Wir hoffen dringend, daß die Zelt diesem in Deutschland erzeugten Produkt gemessen, um 60 Prozent er Mien 0 e 5 der Annahme, daß die Deutschvölllsche Frei⸗ ihrer Qualen bald zu Ende sein wird und daß die Einsicht auch gefunken ist. Legt man die 30 Bedarfsarkikel, welche der Konsum⸗ Fast M„ 1 1 1 12 cht hege. Sevexring halte seine schützende unserem Gegner kommt daß die Welt nur gesunden kann, wenn verein Gießen vor nicht langer Zeit in der Oberhessischen Volks⸗ 85 ar. Hand übe von links vorbereiteten Umsturz und sei zugunsten auch dem deutschen Volk Freiheit und Gerechtigkeit wird.(Leb⸗ zeitung veröffentlichte, zugrunde, so findet man, daß diese 30 Ar⸗ 0 den dug 0 gegen die vatersändischen Leute im Ruhrgebiet vote hafter Beifall.) 5 tikel 1014 für Mk. 11.65 zu haben waren. Dieselben Waren g 0 roßer Lärm links— Rufe: Verleumder! Schluß Vor Eintritt in die Tagesordnung werden einige Anfragen bosteten am 15. März, also in der Zeit, in der die Arbeitgeber⸗ i F— Nach minutenlangem Lärm erklärt erledigt. Eine kleine Anfrage des Abg. Schian(D. V.) bee zeitung einen 10,2 prozentigen Preisabschlag für Gießen feststellt, wegung geh dent ich. 5 werde das Stenogramm daraufhin schäftigt 97 mit der Auszahlung der erhühten Dezuge der] Ak. 5 555.—. um diese Maren ds täglichen Bedarfes kaufen zu irdische Tut 1 aß 2 nschreiten gegeben sei.— Stürmische Staatsbediensteten, die oftmals später erfolge als bei den Be⸗ können, mußte der obenerwähnte Bergmann bei einem Tagesver⸗ eien, die haus Schsußruf Unks.— Nach weiterem minutenlangem Lärm verläßt omten. Finanzminister Henrich sagt Abhilfe zu, soweit dies in dieust non Mk. 4.50 im Jahre 1914 2, Tage arbeiten. Um die⸗ e, den iu 10 ener unter tronsschen Bravorufen der Linken das Redner⸗ sesner Macht stehte. 8 selben Artikel sich am 15. März 1928 kaufen zu können, mußte er don dem 1 pul 5 a 5 Präsident Adelung teilt mit, daß mit der Budgetberatung aber 5,5 Tage arbeiten, sodaß sich der Reallohn um 61 Prozent t Schranch Aa 65 Gesa v. 1 t; Ich will der Versuchung an Donfierstag begonnen werden soll, ohne Mücksicht auf den Stand verschlechtert hat, trotz des großen„Preisabbaues“. Kann ein inn dez zn 119 1 en, auf de griffe des Abg Vogel gegen die banerlf der Tagesordnung. 0 Arbeiter davon leben? Wie sießt es aber auch in den anderen woch U egietung einzugehen(Rufe Unks: Sie können Sie eben nicht Daun fanden eine Reihe von Regierungs vorlagen durch ein-] Berufsgruppen aus? Dabei wird häufig verkürzt gearbeitet. Hat widerlegen!) alauben nicht, daß man eine abflauende Be⸗ fache Mitteilung— nachdem sie in den Ausschüssen beraten worden der schlaue Berechner dieser Zahlen in der Arbeitgeberzeitung eh Wi G ungewolst 13 A rer. aht 5 f deen e epne durch Polfzeimaßnahmen unterdrücken kann, ind vielmehr searen 5e schnelle Erleßsgung, Ein Nachtrag zur Regierungsvor⸗ dieses berücksichtigt, oder ist es sein Wunsch, innerhalb der Arbeiser⸗ „ ef 170 der Meinung, daß man sie dadurch nur zu neuem Leben bringt. lage Über den Wroßschiffahrtsweg Rhan⸗Main⸗ Donau wird er⸗ schaft e edu beschh lem den Ua. den poi 57 anderer% In Bayern bestht volle Versammlungefreikeit.(Stürm. Wider⸗ ledigt. Daun werden einige Ausschlisse ergänzt, worauf Abg.] Truppen dem Arbeiter sein gesetzlich festgelegtes Arbefterrecht zu 5 und unruhe links) Daß die banerische Regierung energisch Delß(Coz.] über ie Erhöhung der Bezsige⸗ der Land⸗ entreißen und seinen Lohn noch mehr zu kürzen? Arbeiter, haltet reift.. Auswüchse zu umterdrücken sind, beweist die Ber⸗ zagsab geen dueten resersert. Der Ausschußantrag findet die Augen auf und haltet Euch bereit, diesen schlauen Rechen⸗ gung des Ausnahmezustandes.(Abg Grber⸗München(Soz.) Annahme. Rückwirkend ab 1. 1. 2 sollen für den S. ungstag für künstlern zur gegebenen Zeit die richtige Antwort erteilen zu u nic u be, Tas war doch die größte Blamage der bayenschen Regierung und in Darmstedt wohnhafte Abgeordnete 8000 Ak für auswärts kennen. 1 ien di die tollste Womödiel! Die Aufgabe der bayerischen Polizei gegen Wohnende 12 000 Mk. und für Uebecnachtung gleichfalls 12 000 150 fl Versammlungssprengungen ist nicht so einfach durchzuführen. Die Mart gewährt werden. 5 5 2 Schül 50 l 2 1 baue fische Regierung wird es als eine Pe Erleichterung be⸗ Eine kurze Debatte entspinnt sich über den Antrag des Abg. 1 ermützen. 1 di 115 f leu, wenn der vorlsegende Entwurf Gesetz würde.(Unruhe Nuß(Str.), die im Vorbereitungsdienst stehenden Staats dienst⸗ Das Schuljahr hat wieder begonnen. Neben den Kleinen, die er und. hg. 17. anwärter den geitverhälbmissen, entkprechend zu besolben. Da⸗ ein wenig scheu noch und ängstlich von ihren ersten Schulstunden leren, 1 05 5 Abg. Remmele(fomm.): Noch nie ist mit schamlosexer rüber besteht im Haute Einmütigkeit a zurückkehren, neben den langen Zügen der Kinder der Volksschule, — N ein Geses befürwortet worden, als eben von dem Ver⸗„Abg. Storck(Soz! fordert Verringerung der Unterschiede für die das Ende des Unterrichts noch längst nicht den Beginn der 4 s ee, Reer der bauerischen Regierung.(Große Unrute recht.— Ord⸗ wischen fen einzelnen Vesoldungsgruppen und Aufstellung einer Erhelung bedeutet, gehen die„beglüteren“ Kameraden aus der 45 4 hei, mes) Es kann keine schlimmere Verleumdung geben, als meuen Gebastsskala... 5 4.„höheren“ Schule einher. Wir wollen heute nicht darüber streiten, u noh eh wenn die bayerische Regierung bebauplet, in Bayern sei die Ver. die folgenden Antuige über die Durchführung der We- 0 sie wirlich glücglicher daran sind and od hen Schule höher zu sammlungsfreiheit gewährleistet. Kommumsstische Versammlungen soldungsordnung, die Auszahlung der Gehälter der Beamten ent, bewerten ist als die andere. Wir sind ja von einer Einheitsschule an nach den n werden grundsätzlich verboten. Selbst geschlossone Zusammenkünfte fesseln ein kurzez Rededueh zwischen dem Abg. Gb er(Komm.) immer noch weit genug entfernt. Aber ist es wirklich nötig, daß l und Reiber(Dem.). Annahme findet ein Antrag, bel der die Zugehörigkeit zur„höheren“ Schule auch äußerlich betont 3 1 17 1 1810 A 18 1 1 2 1 9 9 Reichsregi f 5 ine endliche Auf 5 mer peihaftet. Hitler⸗ en und Polizei spreugen planmäßig sdeichsregierung erneut vorstellig zu werden, um eine, endli uf⸗ wird? Wäre es nicht endlich an der Zeit, in einem demokratisch zt worden, alle gepübfikanischen Versammlungen. Bei diesem Gesetz handelt esserung der Vergiktung der Verwafter der Posthilfsstellen zu sein wollenden Staat mit dem Unfug der bunten Schülermützen en deutscher es sich um nichts anderes. als das der Widerstand der Arbeiter erzielen. Ein weiteser Antrag richtet sich gegen die Ueberfremdung aufzuräumen? Was wird damit anderes bezweckt oder zum min⸗ nde, iber d“ gegen den Fascismus gebrochen werden soll! Wenn dieses Gesetz des hessischen Haus- und Grundbesttzes. Es follen geeignete Maß. deston anderes eßreicht, als daß sich die Träger dieser Mützen als lüsschuß zurückverwiesen wird etwas„Besseres“ dünken, daß sie sich daran gewöhnen, einen „ berr Hiller g 135 715 wird. werden sich die Arbeiter um so fester gegen die nahmen ergriffen werden An den 2 berholt aufgeff eiten organisieren(Beifall bei den Komm.) eine Vorlage über den Ausbau der Wölfersheimer Anlagen zur vielleicht vorhandenen— sozjalen Vorteil nach außen fn zu be⸗ men det 5 Abg. Dr. Levi(Soz.): Gewinmung von Preßsfteinen. Nach Erledigung einiger Anträge tonen und den breiten Schichten sozial schlechter gestellter Kame⸗ det 14 5 Dieser Gesetzentwurf, den wir mit aller Erbitterung 90 e Bahnverbindung usw. vertagt sich das Haus raben und Altersgenossen hochmütig vor Ahn a1 führen? Man l bekämpfen, ist das h vorm 9 Uhr. lomme nicht mit dem Einwand, die bunte Mütze fördere Kamerad⸗ i nirden nn Ausnahmegesetz gegen die Arbei, 575 schaft und Schuldlsziplin. Wir danken fün eat Kameradschaftlich⸗ %%% Gießen und Umgebung. ier decrease eee See bürgerlichen Gewalten verschreiben.(3 3: Das ist ni 3 55 1. 8 gipli a Saen . uruf rechts: Das ift nicht die schränkt! Und wenn die Schuldisziplin durch farbige Schulmützen e Abficht!) Aber die Wirkung wird es sein! Wenn Sie fragen, wo 7 f gefördert wird— wie wär's dann, wenn man die Volks⸗ abgchal das Vertrauen der Arbeiter zur deutschen Justiz 0 ist, so Zum Vergleiche! schi ler einmal damit beglückte? Nein, es ist eben so: die 41% 0% e e ee par einigen Tagen wunde vor dem Staateacer er eee 9 e e 0 Beer Le ren e e e der Nauen dee eps Verliner Schrifsteller Ernst Pfeiffer, dae fh Auge horte einer vesserene dec 3 beicht bene zen, weil es in Bayern um Leben und Sterben des Reiches geht. Redakteur des Wochenblattes Der Aufrechte, wegen Be- schaftsschicht schon äußerlich von den gewöhnlschen Sterblichen b anzuflihren. In Bayern wird das Ende des Reiches bewußt, absichtlich und bös⸗ leidigung der Regierung und einzelner Minister verhandelt. und vom„Volke unterscheiden monte Und peu mir den Stu. ordnete in d willig organisiert. Und in die Hand einer solchen Behörde und der Der Angeklagte hatte in seinem Blatte am 25. Juli einen denten und den Offisteren 8. unserthalben gönnen, wollen, sich in ürden Sie— Gerichte, die heute in Bayern wirken legen Sie solche Gesetzesbe⸗ 5 9 f: 5 5 den Augen freidenkender, sozial und demokratisch empfindender inden f 1 0 en, les che Gesetzesbe⸗ Artikel veröffentlicht, in dem es u. a. hieß,„daß es unter[Menff A 5 e sie es selber für nöti stimmungen N 0 Menschen so lächerlich zu machen, wie sie selber 9 weg ge Reich.„Bayern befindet sich in offener Rebellion gigen das der Negierung des Kaisers tausendmal besser war, als unter halten— 4 55 unseren Kindern, bon den Kindern der deu e e de Reichs asttamnister: It ee ehr dag 0 schen Republik vollen wir den Kastengeist fernhalten, sie 1 f Reich. 42095 Henn 2 n Lahe u die bayerischen Behörden den Anweisungen auch des Reichsgerichtes der gegenwärtigen demokratisch-sozialistischen Judenherr⸗ 7 N b 5 N den orsan ausgekündigt haben? Wie steht es damit, daß der schaft“. Dann wird weiter von Phrasendreschern und ekel⸗ wollen wir davor bewelen schan mit 2 Fa 9 1 Ichsgerichtsrat Dr. Metz Amtshandlungen in Bayern nicht vor. haft iten, die die Arbeiter lediglich als Werkz Dünkel und Hochmut eines höheren. un silers innerlich u, in jener Nl nehmen wunte? Hat der Justizminister sich verleiten lassen, fi haften Parasiten, die die Arbeiter ediglich a erkzeuge äußerlich zum Ausdruc zu bringen. Darum; Fort mit der Mützen glübpenweg en gegen das 1 e. 1 e ihrer Machtgelüste und Ausbeutung benutzen, von sozialisti⸗ uniform aus den Bildungs⸗ und Erziehungsstätten unserer heimmisvolt westerzugeben? Gehorcht die bayerksche Regierung noch den deutschen scher Unfähigkeit und Lügenhaftiokeit, von sozialistischem Jugend!. Hochverrat, Verbrechen des 9. November, Maulhelden, Volks- ueber die volkswirischaftliche Bedeutung des Ruhrgebil s Gesetzen, dem Oberreichsauwalt? Wie ist es mit der Durchführung. Haftbefehle gegen Eckardt u. Weger? Weshalb sind sie nicht durch⸗ verderbern, Terror der roten Gewerkschaften, die nur noch spricht morgen, Freitag. abend Genosse Dr. Max QAuarck im 0 5 Volle, von 5 geführt? Wie gedenkt die Reichs regierung die Autorität des Rescha⸗ dur 1 9 0 en uf eußen O8 ipersita 7 ist der Vor ö l i hreg a 0 e 8 urch Zwang zusammene ehalten werden usw., gesprochen. großen Höcsaal der Unipersität. Veranstaltet ist der Vortrag von fahles 5 1 gerichtes, des Slaatsgerichtshofes und des Oberreichsanwaltes Gel⸗ Der Angeklagte versuchte sich damit herauszureden, daß der Cießener Volkshochschule. Das Thema ist in gegenwärtiger stiegen enter; kung zu verschaffen? Iist es ein menschenmöglicher Zustand daß die die Schimpfworte nicht gegen die Regierung gebraucht wor⸗ Zeit sehr angebracht es wärd Uerbel Viele dem pörer vorge⸗ S 2 nich 5 90 9 führt werden, was ihm bisher moch nicht bekannt war und was a 0 in relviertel des Reiches verbotene deutschpölkische Freiheitspartei. 5 15 a ö 3 sorwärts gelle im letzten Viertel des Reiches gehälschelt und gepflegt wird? den seien, den Artikel hätte ein Arbeiter geschrieben und alle geeignet ist, seine allgemeinen Kenntnisse zu erwestern. Quarg id, dun 171 Existiert noch der 8 17 des Gesetzes zum Schutze der Republik? Fühlt Schimpfworte sollten sich nur auf die Führer der Gewerk- ist als ein Volkswirtschaftlex von Bedeutung bekannt, man kaun Ruhe ert 10 der Minister des Innern sich nicht verpflichtet, die Einheitlichkeit der schaften beziehen.(Die dürfen also ungestraft maßlos be⸗ sicher sein, daß er sich sener Aufgabe mit der ihm eigenen Gründ⸗ ledigen wird. Wir empfehlen unseren Neere⸗ rechtlichen Verhälknisse in Deutschland herzustellen: ch bin üben, schimpft werden, Red.) Der Reichsanwalt wies diese Ein⸗ Lafer 25 Vun, h el der um 8 Uhr beginnt * 5* 0 des 9, 1 N. blic. zeugt, daß die Reichs regierung die Konsequenzen nicht will, die aus F e 80„„ 3* en Auge era ühren Dulden gegeniiber Bayern folgen müssen. Aber ich sche die wendungen entschieden zurück, die Schimpfereien könnten— Kriegsgräberfürsorge. Uns wird geschrieben: Der Volks- seiteren E Konsequenzen und ben Tag kommen, wo entschicden werden muß, ob nach dem Artikel nur auf die Regierung bezogen werden. bund Deulsche Kriegsg äbersürsorge hal in seiner letzen Bundes⸗ bemerkte zu e Bepern weiter zum Reich gehört oder nicht. In der Arbeiterklasse Er beantragte 100 000 Mk. Geldstrafe! vorstandssitzung beschlossen. aus seiner zur Zeit im ganzen Reich ie Gestolt bol Bayerns allein ist die Einheit und der Bestand des Reiches gesichert. Das Urteil für diese absichtlichen, gemeinen Beleidi⸗[ veranstalteten Sammlung Vekräge für etwa 60 Kriegerfhedhöse ommen Zustimmung links.) Diese Kräste wollen Sie heute zerschmettern. gungen lautete auf 50000 Mk.— fünfzigtausend aller Krregsschauplätze sowie für die deueschen Kriegsgräber in ngen K Sie haben den politischen Verstand, in dieser Situation, der stäcksten N 1 Geldstrafe! f Siebenbürgen und den nordöstlichen Nandstaaten auszuwerfen und imensio Stütze für die Einheit und den Bestand des Reiches einen Fetzen Mark— Gel strafe 8 15 den ausländischen Vertranensleuten des Bundes durch die Ver⸗ hen der Papier hinzuwerfen, den Sie als blutige Verhöhnung von Seiten der. In der Urteilsbegründung wurde hervorgehoben, daß mittlung der deuischen diplomatischen Vertretungen zuzustellen. konnte 1 1 15 empfinden. Wen die Götter verderben wollen, den schlagen die Beschimpfungen in den Artikeln ohne Zweifel die Re- Jiese e Jol nich dan wehren len ee illetle E. e mit Blindheit. 5 gierung treffen sollten, was sich aus der Gegenüberstellun Reg erungen die ihnen obliegenden wertende; fie erzue der rtl ein E, Reichs justizmimister Dr. Heintze erklärt, die Reichsregiernug der e 3 10 910 ite 1 1 1 nehmen; vielmehr soll die vielfach unzureichende fremde Tätigkeit i sich* N werde dieses Gesetz umparteilich mach rechts und links e Was sogialittithen n 1 1 e Gale lee ie ae Reber durch eine werbe mit Lol in Bayern geschehe, verletzte nicht mit einem Deut die Gesetze. Die e hen zien 0 925 der c Bolksempfünden entsprechende liebevolle Fürsorge ergängt werden. ö 901 9 Haftbefehle 5 0 vollstreckt.— Nach einer längeren Geschäfts⸗ 50 000 Mk. für diese geradezu empörenden Beleidigungen! Maßnahmen jür einen besseren Schutz der Frkeshese, für die Er⸗ 1* ordnungsdebatte wird ber sozlaldemokratische Antrag abgelehnt und Das Urteil fordert zum Vergleich mit demjenigen des 19 0 Tee An ane Face Hie der i% ̃ ůͥ Ns n.. fun b 1 Strafe gegen unsern Redakteur erkannte, weil ein über- höfen eine gleiche Fürsorge angedchhen qu laffen; um so mehr ist 5 weite 77 a Hessischer Landtag. empfindlicher Oberlehrer sich ganz zu Unrecht durch einen FLientz erer daß a c, A ae 5 50 05 f f 3. harnilosen Ausdruck beleidigt fühlt! Kriegsgräberfürforae anhält. Dis Anteilnahme an den hohen Auf⸗ an f ö Bei gutbesetztem Hause und Tribünen eröffnet Präsident gaben des Volksbundes ist in erfreulichem Wachsen; in zahlreichen U sehe n kl; Adel: f lgender Ansprache: 3 Stad d Gemeinden h sich eue Ortsgr 5 4 bot dem elung die Sitzung mit folgenber letzen Sit g. 1. 5„Faden und Ezmeinden haben sich neue Ortsgruppen ge⸗ , al Meine Damen und Herren! In der letz en Sitzung befaßte sich] Wle sie 1 P Fieß 1 Gldet, die die Erinnerung an zimsere gefallenen Helden pflegen. doch rob 1 000 die hessische Volksvertretung mit den Gewaltakten des frauzösischen Wie sieht es mit dem Preisabban m Gießen silis?] Machtvolle Kundgebungen. wie die im Aprilheft dor Bundeszeit⸗ pon einc Militärs in deutschen Landen und brachte einmütig ihre Entrüstung Von einem Gewerkschafts⸗Angestellten wird uns geschrieben: schrift Kriegsgräberfürsorge geschilderte Gelsenkirchener Feier, Fabe der ul zum Ausdruck. Inzwischen haben sich die Uebergriffe, Quälexeien„In der Ar. 14 der Arbeitgeberzeitung wird der sahlen⸗ zeigen, wie unser Volk trotz aller Not selner Toten gedenkt und Nat 9 iel und Bluttaten gegen die friedlichen Bewohner des besetzten deut⸗ äßige Beis anzutreten versucht, daß ein starker Preisabbau in bereit ist für ide Erhaltung der fernen Gräber zu opfern. Das leiente 9 schen Gebietes ins maßlose gesteigert. Zahlreiche Deutsche haben er Zeit vom 7. bis 21. März staltgefunden hat, wobei die Stazt beweisen auch die vielen Deutschen— an ihrer Spitze der Herr 6 1 57 Leben die Treue zu ihrem Vaterlande besiegeln müssen,(ehen mit 10, Prozent an höchster Stelle steht. Nach dem Reichs.] Neschspräsident— die in richliger Erkenntnis der Bedeutung en lt, he zusende sind mit Frauen und Kindern aus der Heimat ver⸗ inden dagegen ist in Gießen in der Zei von Februar bis März Volkebundziele durch Ulebergahme von Patronaten mitgeholsen chi, T trieben und Hunderte schmachten in qualvoller Kerkerhaft, weil sie eine starke Steigerung zu verzeichnen und zwar betrugen die hoben, die durch die Geldentwerkung bedrohte Fortführung der Ib. eben 1 2 8 1 3 212 442, welche 1 75 8 5 8 9 vorn 0 k zu Verrätern an ihrem eigenen Volkstum werden wollten. Inde zaßlen en Fabula 212 2, welche im März auf 240 183 ge⸗ vom Bunde betriebenen svemdsprachigen Schriftwechsels für den 5 Naß 1 Unser Hessenland ist besonders heimgesucht, da etwa 45 Proz. e sind, e he 8 1 10 von 18,2 Prozent zu Schutz unserer g riegergräben zu sichern. Die wertvollen Ergeb⸗ * 4% seines Vestandes im Olkupationsbereich liegen und sogar Telle ber e eme A 60 dub ole Jedes. Sr. diefe nasse bieses Schrictwechsels kommen der Allgemeinheit wieder zu⸗ e del der Gemarkung seiner Hauptstadt nunmehr von französischen 1 ber eitgebere itgetellt hat, auch die len bax Neichs⸗ J gute: Berichte über den Zustand der deutschen Kriegerfriedhose len, aus allen Ländern, selbst aus den entlegensten Orten außereuro⸗ pälscher Gebete, wenden monatlich in der Zeitschrift Kriegsgräber⸗ lürsorge veröffentlicht und geben den Angehörigen der Gefallenen die Möglichleit, sich ständig über den Zustand der fernen Gräber ihrer Lieben auf dem Laufenden zu halten. Genauere Auskünfte werden erteilt sowie Spenden. Mitgliederanmeldungen und Patronatsbeiträge entgegengenommen durch Beigeordneten Dr. Frey, Gartenstraße 2. Jimmer 15. I. Obergeschoß. — Eine Fahrplan⸗Uebersicht, die die wichtigsten Fernver⸗ bindungen von und nach Frankfurt enthält sowie die vorüber⸗ gehend nicht verkehrenden Züge und den Pendelverkehr auf den gesperrten Strecken ist an den Fahrkarten⸗Ausgaben der Stationen des Bezirks Frankfurt zum Preise von 180 Mk. zu haben. Gültig ist die Uebersicht vom 16. April ab. — Nödgen. Die Wohnungsnot nimmt in unserem Dorfe mehr zu. Die Wohnungs⸗Kommission hatte mehrere Wohnungen bei Privalleuten beschlagnahmt. Es ist aber leider durch Beschluß der Mieteinigungs⸗Kommission nichts daraus geworden. Was oll jetzt gemacht werden? Sollte einmal ein Unglücksfall eintreten, so hat die Gemeinde nicht Platz, um ein paar Leuten Unterkunft zu bieten. Das sieht man auch, wenn der Gemeinderat Sitzung hat; sind die Mitglieder alle da, so kann sich keiner bewegen in dem kleinen Stülb⸗ chen. Ich meine, die Gemeinde Rödgen sollte sich auch mal entschlie ßen, ein Wohnhaus zu bauen, denn von dem Holzgeld, das die Gemeinde eimimmt, kann sie ruhig mal 10 Millionen Mark bereit stellen zu einem Neubau. Steine hat die Gemeinde selbst, Notstandsarbeiter können diese im Steinbruch brechen, Holz hat die Gemeinde eben⸗ falls. Es brauchte nicht in die Struth gebaut zu werden, sondern man könnte in der Nähe des Pfarrhauses oder das Inderthalsche Grundstück als Baugelände in Aussicht nehmen, gegen das letztere könnte die Gemeindewrese bei Jörster Bruck ausgetauscht werden. Dieser Gedanke wird bei vielen Eimwpohnern unserer Gemeinde als praktisch und leicht durchflihrbar erwogen. Vor allen Dingen müßte der Herr Bürgermeister eine Bürger⸗Versammlung einberufen und zwar auf einen Samstag abend durch zweimalige Bekanntmachung duuch den Ortsdiener. Es haben sich schon einige Bauersleute bereit erklärt, wenn die Gemeinde ein Haus baut, fahren wir auch einige Male. Es find auch Arbeiter da, die opfern ein paar Stunden für das Gemeindewohl. Die Sache muß aber bald in die Wege geleitet werden. Die Bürger⸗Versammlung muß gemeinsam mit dem Wahl⸗ verein und dem Bauernbund Rödgen einberufen werden; wenn das geschieht, wird etwas erreicht, denn hierbei müssen politische Sachen fern bleiben. Hoffentlich dommen wir bald etwas näher zum Woh⸗ mungsbau. b. — Lollar. In der Nacht vom Sonntag zum Montag wurde auf dem hiesigen Güterbahnhof eingebrochen. Der oder die Diebe hatten es ö aurf die Kasse abgesehen. Erfolg war negativ. 72 eimer eingedrückten Fensterscheibe soll kein Verlust entstan⸗ im. — Lollar. Dieses Fahr word die Maifeier hier von der Gewerk⸗ schaft des Metallarbefter⸗Verbandes veranstaltet, wozu sämtliche durch die Belegschaft der e in Frage kommenden Arbeiter⸗ Organisationen(Partei-, Gesang⸗ und Turnvereine) eingeladen wer⸗ den. Da Lollar Sitz der Gewerkschaft ift, zentrale Lage hat und über die eventl. notwendigen großen Säle verfügt, so wurde Lollar zum Festort gewählt. Die Feier besteht durch vollständige Arbeits⸗ ruhe am 1. Mai, durch Demonstrations zug, Festrede und nachfolgen⸗ dem Bessammensein in den Sälen der„Linde“ und„Germania“, welches durch Musik, Gesang und turnerische Aufflührungen verschönt 5 Näheres wird wohl noch in Laufe der Woche bekannt gema Kreis Wetzlar. Wetzlar. Wie wrr hören, wird von unserer Partei für den ersten Pfingstfeiertag ein Partei⸗Waldfest geplant, auf dem Genosse Scheidemann sprechen soll. Das Fest soll den Charakter einer großen tragen, zu der die Parteigenossen aller Parteiorte der Umgebung eingeladen werden sollen. Aufgefunden weibliche Leiche Vor ungefähr drei Wochen wurde die Leiche einer polnischen Arbeiterin des Hofgutes Altenberg aufgefunden. Es wird vermutet, die Arbeiterin habe sich in gesegneten Umständen befunden und sei gewaltsam getötet worden. Wie berichtet wird, hat die Leiche sehr starke Merkmale der gewaltsamen Tötung aufgewiesen. Ein Mitglied der Mordkommission habe erklärt, die Getötete habe einen sehr schweren Kampf bestanden. Bereits vor⸗ genommene Verhaftungen konnten nicht aufrechterhalten werden. Eine behördliche Aufklärung ist unbedingt notwendig. Kleine Nachrichten. Frankfurt a. M. 24. April. Ein drittes unaufgeklär⸗ tes Verbrechen? Die Zahl der anf geheimnisvolle Art und unter den seltsamsten Umständen verschwundenen Personen mehrt sich in ganz finnfältiger Weise. Vor Monatsfrist verschwand der 24jähr. Monteur Heinrich Kieser aus dem Vorort Hausen an einem Sonntagabend, nachdem ihm ein Fremder lange gefolgt war. Eine Woche später wurde die Leiche Kiesers bei Höchst a. M. aus dem geborgen. Seit dem 13. April ist der Landwirt Wilhelm Heimberger aus Anspach verschwunden. Er führte rund drei Millionen Mark bei sich und wurde zum letztenmal in einer Altstadt⸗ wirtschaft gesehen. Mit größter Wahrscheinlichkeit ist der Mann einem Verbrechen zum Opfer gefallen, wofür, wie wir hören, bereits be⸗ stimmte Anhaltspunkte vorliegen.— Jetzt wird schon wieder das Verschwinden eines Mannes gemeldet. Es handelt sich um den 31jähr. Viehhändler Julius Hayum aus Rückershausen(Unterlahnkreis). Dieser weilte am 16. April in Frankfurt, hob hier fünf Millionen Mark, übernachtete in einer Wirtschaft der Kronprinzenstraße und wollte am 17. April, mittags, mit dem Zuge nach Hause fahren. Hier ist er nicht eingetroffen. Auch in diesem Falle nimmt die Kriminal⸗ polizei mit guten Gründen an, daß Hayum gleichfalls einem Ver⸗ brechen zum Opfer gefallen ist. Die Nachforschungen in dieser Rich⸗ tung sind in vollem Gange. Darmstadt, 24. Aprll. Ei uberufung von Aus⸗ schüssen. Der Gesetzgebungsausschuß tritt am 25. April, nach- — mittags 3 Uhr zur Erledigung verschiedener Vorlagen, die von ihm zurückgestellt sind, zusammen. Der IV. Sonderausschuß für Sied⸗ lungswesen wird sich am Mittwoch vormittag während der Pause des Plenums konstituieren. Darmstadt, 24. April. Rasch geschnappt. Wie in Wilhelm Buschs bekannter Geschichte„zwei Knaben jung und heiter die tragen eine Leiter“, waren Heinrich Bechtold und Ludwig Leißler von hier zu unlöblichem Tun nächtlicherweile ausgerückt. Sie wollten ungeachtet ihrer Vorstrafen dem jetzt so beliebten Metalldiebstahl obliegen, stiegen auf ein Hausdach in der Rosen⸗ höhe umd schnitten eine gehörige Menge des wertvollen Zinkbelags ab. Die Freude solchen Besitzes sollte nur recht kurz sein, denn sie wurden auf dem Heimweg mit der Beute erwischt. Das Schöffengerichtsurteil für den schweren Diebstahl lautet gegen B. auf 1 Jahr 3 Monate Gefängnis und gegen L., der noch nicht rückfällig ist, auf 1 Jahr Gefängnis.- Darmstadt, 24. April. Der Herr Eichbergkomman⸗ dant in der Martinstraße. Folgender Vorgang wird uns als weiteres Charakteristikum durchaus glaubwürdig ge⸗ schildert: Am vorletzten Sonntag gegen 3 Uhr spielte sich in der oberen Martinstraße ein Vorfall ab, der auch die Oeffentlichkeit interessieren dürfte. Bei starkem Regen schritten ein Herr und eine Dame von der oberen Wittmannstraße kommend die Martin⸗ straße aufwärts. Der Herr trug eine Ledermappe unterm Arm, in der Hand den Negenschirm, auch die Dame ttug einen Schirm und beide schienen sich zu unterhalten. Plötzlich sah man den zur Genüge bekannten Eichbergkommandanten auf den Herrn du⸗ schreiten. Er packte den Nichtsahnenden beim Arm, drängte ihn, der vor Ueberraschung nicht einmal Widerstand leistete, gegen den Zaun eines Vorgartens und versuchte, ihm die Ledertasche zu ent⸗ reißen. Es entspann sich nun zwischen dem Herrn und der Dame einerseits und dem Eichberger andererseits ein Wortwechsel— Fan sich der Eichbergbaron in entgegengesetzter Richtung ent⸗ rnte. Mainz, 24. April. Aus weisun gen. Am 23. März wurden folgende Eisenbahner der Reichsbahndirektion Mainz ausgewiesen: Betriebsassistent M. Spitz⸗Boppard; weiter aus Boppard Eisenbahn⸗ sekretär E. Krahn, Lokomotioführer J. Rech, Eisenbahnassistent H. Trapp, Ober⸗Bahnmeister S. Schmitt, Schlosser J. Jäger, Lokomotiv⸗ führer A. Weinand, Betriebsassistent A. Vonhoff, Eisenbahnsekretär F. Federhen, Eisenbahnsekretär P. Spitz⸗Rey; ferner Bahnwärter Ph. Napp⸗St.⸗Goar, Bahnwärter Gg. Maier⸗Hirzenach, Rottenauf⸗ seher J. Friesenhan⸗Hirzenach, Ober⸗Bahnwärter W. Pabst⸗Biebern⸗ heim, Weichenwärter N. Rätz⸗Salzig, Weichenwärter A. Lutz⸗Biebern⸗ hein, Eisenbahninspektor W. Pape⸗Bacharach, Weichenwärter J. Retz⸗ mann⸗Nieder⸗Heimbach, Weichenwärter J. Maurer 1. Rheim⸗Diebach, Eisenbahnassistent K. Diehl⸗Ober⸗Wesel, Stellwerksmeister F. Persch⸗ Ober⸗Wesel, Eisenbahnsekretär W. Daniel⸗Ober⸗Wesel, Rottenführer J. Salzig⸗Salzig, Weichenwärter J. Muders⸗Ober⸗Wesel, Bahn⸗ arbeiter J. Dreide⸗Ober⸗Wesel, Rottenaufseher J. Eich⸗Salzig, Ober⸗ Bahnmeister W. Schlitt⸗St.⸗Goar. Mainz, 24. April. Neues Verbot der Volkszeitung. Die von den Franzosen schon wiederholt, zuletzt auf vier Wochen verbotene Mainer Volkszeitung ist erneut für drei Tage bis zum 25. April verboten worden. Selbstmord eines Ausgewiesenen. Samstag vormittag ist der Zollinspektor Klein aus Worms unweit Hähnlein von einem Güterzug überfahren worden. Das Eisenbahnpersonal des kurz darauf gegen 10 Uhr die Strecke passierenden Eilzuges Karlsruhe⸗Frankfurt schaffte den Toten, der in entsetzlicher Weise verstümmelt war, von den Schienen. Da Klein von den Franzosen kurz vorher ausgewiesen worden ist, ist mit Bestimmtheit anzunehmen, daß sich Klein aus Verzweiflung vor den Zug geworfen hat. Die Nangliste der Seligen. Der Jahresbericht des Bayerischen Automobilklubs beginnt mit folgenden Worten:„Das Berichtsjahr brachte dem Klub dadurch eine besonders erfreuliche Auszeichnung, daß Seine Königliche Hoheit Prinz Ruprecht die hohe Gnade hatten, das Protektorat des Klubs, das bisher sein Allerhöchstseliger Vater weiland Seine Majestät König Ludwig III. inne hatte, zu übernehmen. Seine Königliche Hoheit hat dadurch dem Klub, dem Er bereits seit vielen Jahren angehörte, erneut bewiesen, welch hohes Interesse Er dem Klub bewahrt hat. Am 24. März wurde die Uebernahme des Pro⸗ tektorats durch Seine Königliche Hoheit mit einem Herrenessen feier⸗ lich begangen, an dem Allerhöchstderselbe die hohe Gnade hatte, teil⸗ zunehmen.“ Nach der bayerischen Automobiltheologie gibt es im Himmel verschiedene Rangstufen der Seligkeit. Die abgeschiedenen Seelen zerfallen in allerhöchstselige, höchstselige und gemeine Seelen. Die letzteren scheinen im bayerischen Paradies besonders zahlreich zu sein. In drei Monaten 40 Millionen durchgebracht. In Gios le wurde ber 17jährige Banklehrling Herbert May verhaftet, der seit Mitte Jamar von den Kriminalbehörden eifrig gesucht wird. May unterschlag einer Privatbank 10000 Dollar und verschwand Damit. Die Bank setzte auf seine Ergreifung und die Wiederbeschaffung seiner Beute eine Belohnung von 3 Millionen Mark aus. Die Er⸗ mittlungen ergaben, daß der 17jährige Defraudant zunächst in Berlin und Umgegend den Lebemann gespielt hat. Er kleidete sich alsbald auf das feinste neu ein und suchte und fand in den Lokalen der Lebe⸗ welt die Bekanntschast von jungen„Damen“, mit denen er kostspielige Autofahrten und größere Ausflüge machte. Die Kriminalpolizei ver⸗ sandte Ausschreiben mit dem Bildnis des Flüchtlings. So wurde man in Goslar cuf einen jungen Mann aufmerksam, auf den die Beschreibung paßte, und nahm ihn fest. Der Verhaftete, der auch dort unter falschem Namen auftrat, räumte dem Untersuchungsrichter ein, daß er der gesuchte May ist. Er besaß noch 8240 Dollar, hat also gegen 40 Millionen Mark bereits durchgebracht. Krautwusst als Lebemann. Ein 27 Jahre alter Kaufmann Alfred Krautwurst, der in einem Berliner Geschäfte tätig war, eignete sich dort ein Scheckbuch an, fälschte mehrere Schecks und erhob da rauf bei einer Bank am Halleschen Tor 3 800 000 Mark. Sofort setzte er sich mit einem 23jährign Freunde namens Herbert Ockendahl in Ver⸗ bindung. Beide kle Parteinachrichten. Franz Pokorny f. Nach jahrelangem, schweren Siechtum ist in Aplerbeck Genosse Franz Pokorny gestorben. Mit markantesten Gestalten aus der Geschichte der Berga ter bewegung dahingegangen. Als Arbeiterkind 1874 Schwehm boxen, arbeitete er von 1890 bis 1897 auf Bergwerken N gebiet, nachdem er vorher schon mit seinen Brüdern in In für die Arbeitersache tätig gewesen war und die Flugschristt breitet hatte, die ihm Genosse Gerisch aus Berlin übern— Von 1895 bis 1911 war er als Angestellter des Bergarbeiter 90 11 bandes im Ruhrg 0 er die gen de 1— rbe. für den Verband; dort steckte ihn die deutsche Militck U 191) auf acht Wochen in Untersuchungshaft wegen Paßvengehen 9 und Hochverratsverdacht, ohne ihm etwas anhaben zu linen 1919 sperrten ihn die Franzosen im Saargebiet ein een ihn aus. Für Koblenz⸗Trier wurde er 1919 in die Natsonglver⸗ sammlung gewählt. 1920 erblindete er und erkrankte bald rauf unheilbar.. Mit der Geschichte des Deutschen Bergarbeiterverbandch, an dessen Zeitung er einige Jahre Redakteur war, ist der ame Pokorny verknüpft wie nur wenige andere. Vokorng war hut ge⸗ borene Agitator, und jeder Bergarbeiterbezirk Deutschland weiß von seiner Wirksamkeit das B. zu erzählen. Manches Ge⸗ 5 fängnis hat ihn zu 2 Insassen gezählt, und allen Gegnen war Au ex ein gefürchteter tiker.. 10 Ahle Franz Pokornys Gattin ist schon vor einigen Jahre N 1 fl 0 en. Er hinterläßt zwei erwachsene Töchter und einen linen 0 ingen von sieben Jahren, der sich bei bekannten Parteig ien Ruhrgebiet befindet. 92 1 2 42 ö A2Qiolkale Parteinachrichten. 11 3 1 1 el 2 2 2 0 101 Bezirksselretariat d. der. soziald. Partei Hees An die Ortsvereins vorstänbe! f 50 presse and aun Aitteitangs bla, be begin dae 0 möglichst abzuschließen und an das Bezirkssekretartat einzushscken hat 100 1 e Hälfte der Ortsvereine abgerechnet d 0 arteivorstand muß der Gesamtpartei über seine Tätigkeit chen 905 0 chaft ablegen. Dasselbe ist für den Landesvorstand der Fall Die Parteigenossen Hessens und des Reiches haben ein Anrecht d 0 wissen, wie es mit der sozialdemokratischen Partei im Reli unnd einzelnen Ländern bestellt ist. Es kann aber kein abschließ 4 Bericht gegeben werden, wenn die Ortsvereine ihren Verf in! tungen nicht nachkommen. Es find in der Regel immer dieselben Ortsvereine, die noch nicht abgerechnet haben und welche glauben, che ein Recht zu besitzen, die Parteiarbeit zu hemmen. Es ergeh n nochmalige Aufforderung an die Kassierer und Vorsttzenden aller 1 Ortsvereine, welche. 1 abgerechnet haben, die Quasfals-⸗ abrechmung umgehend abzuschließen und an die Bezirkskasse u, f dae schicken. Vas der einen Hälfte der Ortsvereine, in mustergülssger, 1 ordnungsgemäßer Weise ihre Pflichten zu erfüllen, möglich ist muß u uff auch bei den anderen Kassierern der Ortsvereine Furchführbar in. k Die Vorsitzenden der Ortsvereine müssen darin wetteifern, dag lie die Geschäftsfüthrung in ihrem Ortsverein eine e 6 ch Diejenigen Ortsvereine, deren Quartalsabrechnungen 1. Mat nicht bei uns eingegangen sind, können im Bericht fin Geschäfts 192223 nicht mit aufgenommen werden. Wir erw wat daß bis 30. April 1922 sämtliche Quartalsabrechnungen bei ung Müde eingegangen sind.* 15 V Mit Parteigruß 4 Wi d man 1 An die Vorsitzenden der Ortsvereine! 19 Werte Genossen! Jn letzter Zeit ist wiederholt die Muf forderung am das Bezirkssekretariat um Uebersendung von Satzungen und Gebührenordnungen für die unentgeltliche Durchführung der Leichenbestattung ergangen. Dem Bezirkssekretariat fehlen abe die notwendigen Unterlagen hierzu. Es ergeht deshalb die Auffordaxung an die Gemeindergtsmitglieder und Vorsitzenden der Ortsvereine, Bezirkssekretariat bal dmöglichst eine Satzung oder Gebührenorh liber die unentgeltliche Leichenbesttttung von allen Gemeinden schicken, wo das Beer bigungswesen entweder durch Gratislief des Sarges oder voller Uebernahme der Kosten auf die Gem durchgefführt ist. Mit Parteigruß! W. Widmann, Bezirkssekrelrk. 1 Versammlungskalender. Großen⸗Buseck. Gesang verein Eintracht. Abmersch am Sonntag, den 29 April. 12% Uhr, vom Lokal Koch nach Alten⸗ Buseck zur Masfeter. Pünktlich und vollzählig erschalnen. Großen⸗Buseck. Sozialdem. Volksverein. Abphrsch nach Alten⸗Buseck zur Maifeier am Sonntag, den 29. April 25 Uhr. Pünktlich und vollzählig erscheinen. f Heuchelheim. Freie Turnerschaft. Samstag den 28. April, abends 9 Uhr Versammlung im Vereinslokal. Lollar. Sozialdem. Wahlverein. Donnerstag, den 23. April, abends 19 Uhr in der Schule: Mitgliederversammlung Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gegeben. Es ist Pflicht aller Genossen hier zu erscheinen eten sich neu ein und spielten nun mit Freun⸗ re Pelzkragen und dergleichen schenkten, in den dinnen, denen sie! Bekanntmachung. Ortsansässige Personen, die in Bad Nauheim die Kurmittel gebrauchen wollen, ohne dort Wohnung zu nehmen, erhalten nur daun Bäder verabfolgt, wenn sie eine von hier ausgestellte Ausweiskarte im Badehaus vorzeigen können. Die Ausstellung don Ausweis karten erfolgt im Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 29. 985 Gießen, den 14. April 1923. ungen 5— Die volkswirtschastliche Bedeutung des Ruhr⸗ gebiets. Dr. M. 5 Freitag, 87. April, abends 8 Uhr, im Großen Sörsaal der Universität. Karten 300 Mek. im Vorvertauf in der Schneider'schen Vuchhand⸗ lung(Neuen Bäue) und an der Abendkasse. 188 W l e Gesucht wird g 5 Aus- F ie leine zuverlässige unabh.] Alte ktyaratathedürftige Volkshochschnle Gießen. er ene be, Tn dir Fehn Das Ruhrgebiet 2. Vortrag: Näb d. d Geschäftsst. d. Bl. Quarck, Frankfurt a. M Lupler day. Zufall Der Oberbürgermeiller: Keller. B KK neu dasse. 1 .... T..... 5 9 zur Führung eines kleinen Klaviere Haushalts nach Alsfeld. 5. jeder Art 8 Lies Lan ung Die, Sede ee Zuschristen an zahlt die höchsten Preise Heinr. Knüttel Fraukfurt a. M. Lönigswarkerder 8, p Dollarstand Mittwoch mittag 12 Uhr: 30 50031 000 Mark. 5——... „Servus mere ssch ein. jeh H, die Schuh- erhôst das Led em Herire lubszynsti& CN A- G, Berlin Lichtenhe * ——— 8