1 dcn: Giesen Bihnboffraße 23 Fttusptechet 2008. 0 ung A E010 Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete. Eppedition: Gießen Bahnhofftraße 23 Fernsprecher 2000. Volkszeitung erscheint jeden Werktag vormittag in Gießen. mentspreis mit den Beilagen„Das Blatt der Frau und„Land⸗ it monatlich 3300.— Mt einschl. Bringerlohn. Kk. einschl. Bestellgeld. Einzelnumm. 120.— Mk ö Die 9 5 Der Abonne preiz 8 irtschaftliche Beilage betrã N uh ef begog. 38800.— Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters. Für den Inseratenteil verantwortlich: R. Strohwig. Verlag von Hermann Neumann& Cie. sämtlich in Gießen. Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt G. m. b. H. Offenbach a. M. Der Anzeigenpreis beträgt für die Millimeterzeile(35 mm breit) oder deren Raum lokal 8 5 2 300— Mk. Ber größeren Aufträgen oder Wiederholungen wird entsprechen⸗ — Mk., auswärts 80.— Mk., die Reklamemillimeterzeil. der Rabatt gewährt— Anzeigen⸗Annahme bis 6 Uhr abends. Gießen, Freitag, den 13. April 1923 13. Jahrgang N Fersirkter Ruf nach aktiver Außenpolitik. Es ist mehr als wahrscheinlich, daß der Reichstag in der am Mittwoch begonnenen Sitzungsperiode noch vor große Entscheidungen itischer Art gestellt wird. Die Besprechungen Loucheurs in n und die durch sie zutage getretene Annäherung zwischen Frank⸗ und England fanden am Mittwoch in den Wandelgängen des stages große Beachtung. Trotz der Ankündigung Poincarés, keine Schwenkung der französischen Reparationspolitik stattge⸗ glauben maßgebende Politiker doch, daß gerade durch Best und die über sie offiziell und inoffiziell e, * 5 ausgeschlossen In Anbetracht dessen ist es begreiflich, wenn man im Reichstag nicht nur bei den Linksparteien, sondern hauptsächlich „Shriffühne ollspartei mehrfach den Wunsch nach einer aktiven Politik hun gen, der gegenwärtigen Regierung zum Ausdruck bringen hörte und die Fraktion der Volkspartei nachmittags zusammentrat, um eingehend h ber diese Frage zu beraten. Auch die am Mittwoch in Berlin in Anwesenheit des Reichskanzlers zusammengetretenen Abwehr⸗ ausschüsse aus dem alt⸗ und neubesetzten Gebiet, sowie aus baden waren überwiegend der Meinung, 9 daß die deutsche Außenpolitik aktivere Formen annehmen muß, ohne auch nur den geringsten Zweifel darüber zu lassen, daß der a i rstand fortgesetzt werden soll, bis daß eine Aktive Politik 0 Verständigung führt. Aktiv soll die deutsche Außenpolitik inso⸗ 1 e, als die deutsche Regierung der Welt an Hand eines zeigt, wie sie sich die Lösung des gegenwärtigen, die Welt⸗ iutetschaft erschütte nden Konfliktes vorstellt. Es hat übrigens den Anschein, daß sich auch ein Teil der Reichs⸗ mokratisth winister der Notwendigkeit einer ernsthaften zielbemußten Außen Ur Genet politik nicht versckließt und daß bald in diesem Sinne gehandelt az ige Eutscheidungen sind deshalb für die nächste Zeit g 15 5. Aus Berlin wird uns hierzu noch telephonisch gemeldet: Der Vorwärts nimmt heute ausführlich zu der außenpolitischen Situation Stellung. Nach allgemeinen Betrachtungen sagt er, daß die Frage der Stunde ist, ob die deutsche Renie rung den Mut fin⸗ den wird, umter den gegebenen relativ günstigen Verhältnissen auf .. von Verhandlungen zu drängen und ob es ihr ge⸗ e Maiftier) iimgen wird, die Verhandlungen so zu führen, daß die Lebensnot⸗ en milsen J. wendigkeiten des deutschen Volkes gewahrt bleiben und seine Be⸗ f ffreiung von militärischem Druck ge wird. Zum Schluß des Donnerktag. Artikels heißt es dann: 1 anmlung gm ersten Teil des Ruhrkampfes ist die moralische Kraft der mer it eh Masse auf die Probe gestellt worden; sie hat, diese Probe glänzend 1 Hestanden. In seinem zweiten Teil wird die Regierung zu beweisen haben, ob sie über die geistigen Qualitäten verfügt, die notwendig find, um eine schwierige Lage zu meistern. Im Interesse des deut⸗ chen Volkes, im Interesse ganz Europas, um dessen Zukunft es geht, dbpird man wünschen müssen, daß diese zweite Probe ebensogut ausfalle, wie die erste. Das Volk hat das Seine getan und tut es weiter, unöge auch die Regierung das Ihre tun.“ Besprechungen mit den Parteiführern. Laut der Vossischen Zeitung meldet der demokratische Zeitungs⸗ gzienst, daß die Parteiführer auch am Donnerstag zu einer Be⸗ sprechung durch den Reichskanzler gebeten worden sind, der ihnen ungeblich Aufklärung über die politische Lage zu geben gedenkt. Worerst sollen jedoch nur die Parteien der Arbeitsgemeinschaft ge⸗ laden worden sein. Daß die Vertreter der Parteien heute beim fteichskanzler erscheinen werden, ist richtig. Unzutreffend ist aber mach unseren Informationen, daß sie vom Reichskanzler geladen worden sind. Unter Führung des Herrn Stresemann haben die derren Petersen und Marx eine Aussprache über die außen⸗ wolitische Tage verlangt. „ usw. 8 den 14. 1 J. Tageso I. feier — . 1 Reise Loucheurs und deren Er⸗ 9 U 1 eb er englischen, wie in der französischen 0 verlautete sogar, daß mit der Mög⸗ rita/ 12. A 1 eurs nach England zu rechnen ist enen, und daß Louchee em Falle nicht weniger in indirekt n Dünkirchen hat sich inzwischen Plötzlich kommt auch N 14 was Pap* Uhlig ung, Torten wieder geschäftig. 0 ‚ gerr Dorten, der Rheinbündler, ist wieder einmal in Paris, Er 175 hat mit amtlichen be eine intensivere Wiederaufnahme seiner „ Loslösungstätigkeit verhandelt, scheint aber diesmal auf kühle Zu⸗ wüdhaltung gestoßen zu sein. An Malin veröffentlicht er einen Aufruf, in dem es u. a heile: 6 Der Augenblick ist außerordentlich günstig. Wenn die Unabhängigkeit % er Rheinlande von uns, den Nheinländern, beschlossen würde o wird von Berlin aus eine Komödie in Szene gesctzt werden, mit deren Ausführung der Bürgermeister irgend einer größeren rheini⸗ ein fade der seinen Platz in dem neutralen Staat des Herrn Ich bin hierher gekommen. um zu Ich erwarte Antwort 170 ee N 1 hat, betraut wird. b Ja oder Nein. Vor großen Entscheidungen? Eine Reihe nationalistischer Blätter, wie Liberté und Journal, ist mit dieser ablehnenden Haltung der amtlichen Stellen wenig zu⸗ frieden. Sie rufen aber zugleich mit deutlichem Hinweis auf die Loucheurgespräche nach einer aktiveren Rheinlandpolitik, die noch über Dorten hinausgeht. Das Rheinland könne nicht zwischen Amboß und Hammer bleiben. Es müsse sich an Paris anlehnen, damit es nicht in Abhängigkeit von Berlin bleibe. Das Rheinland müsse dadurch die Rückenwehr der französischen Verteidigung bilden und nicht die vorderste Linie der preußischen Revanche. Daran könnten alle Worte von Autonomie, Inkernationalisierung, Garantieverträge und Aufsicht des Völkerbundes nichts ändern. Frankreichs Zukunft am Rhein hänge einzig und allein von einer unumwundenen französischen und energisch durchgeführten Politik ab. Staatssetretär Hamm wieder freigelassen 0 und ausgewiesen. Der am Montag abend auf dem Bahnhof Scharnhorst von den Franzosen verhaftete Staatssekretär Hamm wurde nach seiner Verhaftung nach Castron gebracht dann Dienstag abend um 8 Uhr freigelassen, aber unter militärischer Bedeckung nach Scharnhorst zurückgebracht und aus dem besetzten Gebiet ausgewlesen. Der Staatssekretär hat schristlich gegen seine Verhaftung und Aus⸗ weisung Verwahrung eingelegt Wie die Telegraphen⸗Unson von zuständiger Stelle erfährt, wird die Reichsregierung gegen die Verhaftung und Ausweisung des Staatssekretärs Hamm scharfen Protest bei den Einbruchs⸗ mächten erheben. Die Reise des Staatssekretärs Hamm hatte wie ausdrücklich betont werden muß, lediglich den Zweck, für die Opfer der Essener Metzelei die Teilnahme der Reichs regierung zum Ausdruck zu bringen. Die Angabe der Franzosen. daß die An⸗ wesenheit des Slaatssekvetärs Hamm im besetzten Gebiet die Sicherheit der Besatzungstruppen gefährde, ist zu lächerlich als daß sie noch ausdrücklich widerlegt werden müßte. Die Liste der Blutopfer. regierung veröffentlicht die Liste der von den Fran⸗ zosen im Ruhrgebiet vom 15. Januar bis 6. April getöteten Deut⸗ schen. Die Liste verzeichnet 48 Todesopfer Unter den Erschossenen befinden sich 9 Beamte 34 Arbeiter, Angestellte und Kaufleute. 1 Zuvalike, 1 Greis von 70 Jahren, ein 16jähriger Lehrling. ein 14jähriges Mädchen und ein 8jähriger Knabe. Das Fiasko der Ruhrbesetzung. Wie die Telegraphen⸗Union von zuvporlässiger Seite erfährt. sind vom 11. Januar bs Ende März 238 000 Tonnen Kohlen und Koks von den Franzosen und Belgiern abgefahren worden, während sie in dieser Zeit nach dem bisherigen Verlauf der Repa⸗ rationslieferungen 42 Millionen Tonnen erhalten hätten. Die Vergewaltigung von Mannheim. Am Mittwoch früh marschierten in Mannheim erneut vier Kompagnien von Ludwigshafen her ein. Es handelt sich um die Ablösung der bisherigen Besatzung. Im Laufe, des Vormittags erhielt das Verbandsbureau des Deutschen Verkehrsverband.s (Traulssportarbeiter und Schisser] in der Schanzenstraße Besuch durch eine Abteilung von 60 Mann unter Führung von vi zieren. Die Offiziere nahmen eine Durchsuchung vor die offenbar auf Material für neue Ausweisungen gerichtet war. Das Bureau ist übrigens außerhalb der Besetungszone gelegen. Nach einer anderen Daystellung hatte man es auf die Verbandsgelder abge⸗ sehen. Politische Uebersicht. Die Neichssinanzen in 1922. Im Rechnungsjahre, das jetzt am 31. März zu Ende gegangen ist, beliefen sich die Einzahlungen bei der Reichs- hauptkasse auf 7,63 Billionen Mark, wovon allerdings allein 6,329 Billionen auf die schwebende Schuld entfallen, während aus den Steuern, Zöllen und sonstigen Zweigen der Reichs⸗ finanzverwaltung nur 1,288 Villionen eingingen und aus der Zwangsanleihe gar nur 12,75 Milliarden Mark. Ausgezahlt hat die Reichshauptkasse in der Zeit vom 1. April 1922 bis 31. März 1923 folgende Posten: Für Zahlungsverpflichtungen aus dem Friedensvertrag in aus⸗ ländischer Währung 951,969 Milliarden Mark, für Zahlungs- verpflichtungen aus dem Friedensvertrag in inländischer Währung und für die Reichsverwaltung 4,471 Billionen Mark, für die fundierte Schuld 4,27 Milliarden Mark, für Zinsen für die schwebende Schuld 2,71 Milliarden Mark. Außerdem wurde die Reichshauptkasse von den Betriebs- verwaltungen des Reiches durch die Summe von 1,978 Billionen Mark belastet, wobei die deutsche Reichseisenbahn die gewaltige Summe von 2,04 Billionen abgehoben, die Reichspost⸗ und Telegraphenverwaltung jedoch 62,843 Mil⸗ liarden Mark abgeliefert hat. Die Rei Sozialdemokratische Wahlerfolge. In Schaumburg⸗Lippe fanden am Sonntag nach dem neuen Kreis⸗ und Gemeindewahlrecht die Kreis⸗ und Gemeinderatswahlen statt. Sowohl in dem Kreistag des Landkreises Bückeburg, wie dem des Kreises Stadthagen hatten bisher die bürgerlichen Parteien die Mehrheit. In dem Kreistag von Bückeburg besaßen sie sogar die absolute Mehrheit. Nach dem endgültigen Wahlresultat erhalten jetzt die Sozialdemokraten im Kreistage Blickeburg 9 Vertreter, vier Offi⸗ her als Domäne der Deutschnationalen schon wegen seiner über⸗ wiegend ländlichen Bevölkerung galt, siegten die Sozialdemokraten mit 8 gegen 7 bürgerliche Vertreter. 9 1* Die Abfindung des früheren Großherzogs. Der von dem früheren Großherzog gegen den hessischen Staat angestrengte Prozeß erregt naturgemäß in weiten Kreisen des Landes Aufsehen und das wird noch verstärkt durch die Art und Weise, wie die Sachwalter und Vertreter des Klägers die öffentliche Meinung zu beeinflussen suchen. Warum man das für nötig hält, wenn man sich seiner Sache so sicher wähnt, ist uns nicht recht verständlich. Jedenfalls hält es die hessische Regierung grundsätzlich für das Richtigere, nachdem einmal das Gericht angerufen ist, diesem zunächst die Entscheidung zu überlassen und sich jeder Beein⸗ flussung der Oeffentlichkeit zu enthalten. Das Vorgehen der Gegner zwingt aber die Regierung, bis zu einem ge ⸗ wissen Grade aus ihrer Zurückhaltung herauszutreten und wenigstens einer Irreführung der öffentlichen Meinung entgegenzutreten. Mit besonderem Nachdruck heben die Ver⸗ treter des Klägers hervor, die Regierung habe es nicht ein⸗ mal für der Mühe wert gehalten, auf die verschiedenen Ein⸗ gaben zu antworten. Die Herren verschweigen dabei, daß die Regierung auf die erste Eingabe dem Finanzausschuß des Landtags eine Vorlage auf Gewährung von Zuschüssen für die Beamten des früheren Großherzogs unterbreitet hatte, die der Ausschuß unter ausdrücklicher Billigung des Abgeordneten Dingeldey wegen des am nächsten Tage bevorstehenden Schlusses der Landtagsverhandlungen nicht mehr beraten wollte; sie verschwiegen ferner, daß diese Ein⸗ gabe sodann ihrem vollen Inhalte nach von einer Anzahl Landtagsabgeordneten als Antrag übernommen wurde und daß die Regierung ersucht war, dazu Stellung zu nehmen und schließlich verschweigen sie, daß der Finanzausschuß mit Zustimmung der Regierung einen Beschluß gefaßt hatte, dem Landtag die Gewährung eines Vorschusses zur einst · weiligen Besserstellung der Beamten zu empfehlen. Diesen Beschluß kann die Regierung erst dann ausführen, wenn der Landtag ihm zugestimmt hat. Alle diese Vorgänge waren dem Kläger bekannt, eine ausdrückliche Antwort auf die verschiedenen Eingaben vor Abschiuß der Verhandlungen hätte keinen Zweck gehabt. 5 Es ist also nicht richtig, daß die Regierung es abgelehnt habe, über eine Erhöhung der im§ 10 der Vereinbarung genannten Summe zu verhandeln. Allerdings lehnt die Regierung es ab, einen Rechts anspruch in einer Sache anzuerkennen, die endgültig— und nicht wie Kläger behauptet, nur vorläufig— erledigt ist, deren Ausführung nur bezüglich eines Teiles des Abkommens aufgeschoben ist. Der Kläger hat aber die Entscheidung des Landtags und die Stellungnahme der Regierung zu den vorliegenden An⸗ trägen nicht abgewartet und hat es vorgezogen, seinen be⸗ haupteten Rechtsanspruch klagend geltend zu machen. Das ist ihm selbstverständlich unbenommen. Damit gibt er aber zugleich unzweideutig zu erkennen, daß er auf eine Ver; ständigung mit Regierung und Landtag keinen Wert legt. Damit entfällt für diese beiden Faktoren jeder Anlaß, sich mit dieser Angelegenheit noch in anderer Weise als auf dem Prozeßwege zu befassen. Inzwischen ist die schon angekündigte einstweilige Ver⸗ fügung des Landgerichts auf Zahlung von 30 Millionen er- gangen und does trotz des Fehlens jeder Unterlage für die Ziffer und trotz des Einwandes, daß der Regierung keinerlei Begründung für die Forderung bekannt gegeben worden war, die es ihr ermöglicht hätte, auch sachlich dazu Stellung zu nehmen. Selbstverständlich ist gegen die Verfügung Widerspruch erhoben worden. Diese einstweilige Verfügung ist um zwecklober, als nach den bestehenden landesgesetz⸗ lichen Bestimmungen der Kläger auch in dem für ihn günstigsten Falle eine Zahlung vor Ablauf von 4 Wochen nicht beanspruchen kann. Für die breitere Oeffentlichkeit dürfte es nicht ohne Interesse sein, zu erfahren, was der ehemalige Großherzog durch seine Rechtsanwölte fordert: 5 An Stelle der im§ 10 der Vereinbarung genannten Sumnie von 440000 Mk. monatlich nahezu 97 Mil. lionen, oder aufs Jah berechnet 1165 Millionen Mark. Wird der gleiche Gelbeniwertungsfaktor auch für die verein⸗ barte Kapitalabfindungssumme von 10 Millionen verlangt, dann hätte das Land hierfür die Summe von 26% Milliarden Mark zu zahlen Die Frage liegt nahe, ob der frühere Groß⸗ herzog die Vorkriegsgehalte seiner Beamten um den gleichen Entwertungsfaktor von 8643, den er für sich beansprucht, er- höht hat.(Die Staatsbeamten erhalten nicht entfernt diesen Betrag.) Würde der ehemalige Großherzog als regierender Fürst den Mut gehabt haben, vom Lande eine Zivilliste in während die bürgerlichen Parteien, die bisher die absolute Mehr⸗ heit besaßen, nur 6 Sitze bekommen. Auch in Stadthagen, das bis⸗ der Höhe zu fordern, wie er sie jetzt als Unterhaltsrente beansprucht? 5 e zu erwecken. Deutschlands Wirtschaftslage nach dem Kriege Das Statistische Reichsamt gibt neuerdings eine Denlschrift über „Deutschlands Wirtschaftlage unter den Nachwirkungen des Welt⸗ krieges“ heraus, deren Materialsammlung im In⸗ und Auslande Aufklärung schaffen soll über die geschwächte Wirtschaftskraft und Minderung der ökonomischen Leistungsfähigkeit Deutschlands von heute gegenüber der Vorkriegszeit. Aus ihr geht u. a. hervor, daß die Arbeitskraft als Produktions⸗ und wertebildender Faktor der deutschen Volkswirtschaft gegenüber der Vorkriegszeit eine schwere Einbuße erlitten hat. Das ißt um so bedeutsamer, als Arbeitskraft und Arbeitsleistung der deutschen Bevölkerung für die Volkswirt⸗ schaft des Deutschen Reiches von jeher viel ausschlaggebender waren als in Ländern wie England, Frankreich und den Vereinigten Staaten, die mehr als Deutschland aus den natürlichen Reichtümern des Lan⸗ des Nutzen zichen können. Nach dem Berkust weiter Gebiete, die sich befondere Fruchtbarkeit oder durch Kohlen⸗ und Erzreichtum eichneten, spielt heute die Arbeitskraft der Bevölkerung eine noch samere Rolle. Legt man die letzte große deutsche Berufs⸗ von 1907 zugrunde, wo 26,8 Millionen erwerbszälige Per⸗ bei einer Gesemtbevölkerung des Deulschen Reiches alten Um⸗ von 61,7 Millionen gezählt wurden, so entfallen auf die ab⸗ 0 Gebiete nicht weniger als 2,7 Millionen Erwerbstätige. it hat das Deutsche Reich durch seinen Gebietsverlust rund ein. Zehntel semer ehemaligen Arbeitskraft verloren. Dieser Verlust ist führ so groß wie die Gesamtzahl der Ecwerbstätigen Belgiens (2,9 Millionen im Jahre 1910) oder der Erwerbstätigen von Schwe⸗ den und Norwegen(2,0 0,8 Millionen im Jahre 1910) zusammen⸗ genommen. Nach der Zählung von 1907 beziffert sich der Verlust an ändustriellen Arbeitskräften auf 805 000 erwerbstätige Personen. Dieser Verlust ist etwa so groß wie die gesamte gewerblich tätige Bevölkewung der Schweiz(822 000) oder der Niederlande(783 000). In Wirklichkeit ist dieser Verlust noch weit höher zu veranschlagen: denn gerade im oberschlesischen und lothringischen Industriegebiet hatte die gewerbliche Entwicklung von 1907 bis zum Ausbruch des Krieges noch ganz gewaltige Fortschritte gemacht. Ganz besonders die deutsche Landwertschaft betroffen. Sie hat über Millionen Er werbsfähige und damit(nach dem Stande von 907) 13,4 v. H. ihrer Arbeitskräfte verloren. Dieser Peysonalverlust der deutschen Landwirtschaft ist ungefähr so groß wie der Gesamt⸗ bestand der landwirtschafllichen Arbeitskräfte in England und Wales (10 Millionen im Jahre 1911). Durch den Krieg und die Kriegsfolgen ist überdies vor allem ne männliche Arbeitskraft stark herabgemindert worden. Rund zwei i der gesündesten, tüchtigsten und arbeitsfähigften Männer im besten Alter gefallen, mehr als anderthalb Millionen haben im Kriege derartige körnerliche Veschädigumgen dawongetragen, daß ste in ihrer Erwerbsfähigkeit sterrk behindert sind und keine volle Arbeitskraft mehr darstellen. Daneben haben Hungerblockade und Kyfegskromkheiten, die allein 800 000 and der Kriegführung nicht be⸗ 1 Personen dahinvrfften, den Gesundheitszustand und damit die higkeit weiter Bevölkerungsschichten schwer geschädigt. empfindliche Rückgang der Arbeitskraft als Produktions faktor konmte nur zu einem geringen Grade aufgeholt werden durch die Zunahme der Zahl erwerbstätiger Frauen, die die Not in einen Beruf getrieben hat. 6 (Aus der Rechtspflege der deutschen Republik Im Prozeß gegen Mierendorff und Genossen wegen (Landfriedensbruchs erkannte die Erste Strafkammer des Landgerichts Heidelberg nach siebenstündiger Verhandlung gegen den Hauptangeklagten auf vier Monate Gefängnis, gegen zwei weiter Beklagte auf drei und fünf Monate Ge⸗ ängnis. Mierendorff versuchte, wie erinnerlich, am Trauer ⸗ tage für Rathenau zusammen mit Studenten und Arbeitern den Anordnungen der Regierung Geltung zu verschaffen, als der bekannte Physiker Professor Lenard in erwiesener⸗ maßen provozierender Absicht Uebungen abhielt und die Fahne seines Instituts nicht auf Halbmast hißte. Das Urteil wurde mit großer Bewegung aufgenom⸗ men; es ist in der Tat geeignet, in weiten Kreisen neue Empörung über die Rechtsprechung der deutschen Republik * Stickftoffverhölerung ins Ausland. Mit Erlaubnis der Reichsleitung? Vor wenigen Tagen wurde in der Oeffentlichkeit darauf hin⸗ gewiesen, daß die Reichsregierung neuerdings im Hinblick auf die augenblickliche Absatzstockung der Stickstoffindustrie die Erlaubnis erteilt haben soll, 30 000 T. Reinstickstoff aus inländischer Er⸗ zeugung nach dem Auslande auszuführen. Der Reichsernährungs⸗ minister hat zu der anfänglich kaum glaublich erscheinenden Nach⸗ richt geschwiegen, sodaß jetzt die Tatsache der Ausfuhrerlaubnis für einen so großen Posten deutschen Stickstoff als Tatsache unter⸗ stellt werden muß. Die Absatzstockung im Inland, auf die sich die Herren vom Stickstoffsyndikat berufen, ist, wie jeder Landwirt weiß, nicht da⸗ Füßen gegen die von der preußischen Regierung beantragte Reichskontrolle und Reichserfassung der heimischen Stickstoff⸗ erzeugung gewehrt haben, haben jetzt wieder einmal erreicht, was sie wollten und können dank der Nachgiebigkeit der Reichs regierung auf Kosten des deutschen Ackers ihren deutschen Stickstoff zu Welt⸗ marktpreisen losschlagen. Mit welchem Necht das Stickstoff⸗ syndikat diese Weltmarktpreise und die hohen Inlandpreise ver⸗ langt, das dürfte ihm wohl selbst nicht ganz klar sein. Seine Ar⸗ beiter bezahlt es keineswegs etwa mit Weltmarktlöhnen, und seine Methode, Stickstoff aus der Luft zu fabrizieren, hat es bisher noch nicht dazu bewogen, ausländische Luft gegen Devisenhergabe einzu⸗ führen. Es verwendet immer noch gute deutsche Luft dazu, die ihm vom Reiche kostenlos geliefert wird. 5 Das Endresultat ist: Anstatt daß wir zu einigermaßen er⸗ schwinglichen Preisen, wie es die Vorschläge der preußischen Re⸗ gierung gewollt hatten, unseren Landwirten Stickstoff zur Ver⸗ fügung stellen und damit die deutsche Getreideproduktion erhöhen führen wir nunmehr deutschen Stickstoff aus und müssen, weil es uns an Brot fehlt, zu Weltmarktpreisen das mit deutschem Stick⸗ stoff erzeugte Getreide aus dem Ausland kaufen und einführen. Der frühere bayerische Landwirtschaftsminister Wutzlhofer hat einmal in einer interessanten Denkschrift diese Ernährungspolitik als„Wahnsinn“ bezeichnet. Aber darüber hinaus ist sie noch eine Verfündigung an der Brotversorgung unseres Volles. 2 Widerliches Kriechergeschmeiß. Ueber den Grad des in Bayern auch durch amtliche Stellen eifrig geförderten VBauchkriechertums nach wilhelminischem Muster gibt der Jahresbericht des„Bayerischen Automobilklubs“, einer feudalen Vereinigung derjenigen Bourgeoiskreise, die auch unter der Republik ihr Schärslein ins Trockene zu bringen weiß und sich jeden Luxus gestatten kann, Aufschluß. Der Jahresbericht beginnt mit folgendem Erguß: „Das Verichtsjahr brachte dem Klub dadurch eine besonders erfreuliche Auszeichnung, daß Seine Königliche Hoheit Prinz Rupprecht die hohe Gnade hatten, das Protektorat des Klubs, das bisher sein Allerhöchstseliger Vater weiland Seine Majestät König Ludwig III. inne hatte, zu übernehmen. Seine Königliche Hoheit hat dadurch dem Klub, dem Er bereits seit vielen Jahren angehörte, erneut bewiesen, welch hohes Intevesse Er dem Klub bewahrt hat Am 24. März wurde die Uebernahme des Protek⸗ torats durch Seine Königliche Hoheit mit einem Herrenessen feierlich begangen, an dem Allerhöchstderselbe die hohe Gnade hatte, teilzunehmen.“ Daß die„Gnade“ Rupprechts nicht noch weftergeht, wundert uns eigentlich! Oder sollte er sich doch noch zu anderen Zwecken hergegeben haben, ohne daß der Bericht der feudalen Kriecher davon spricht? Deutscher Reichstag. Berlin, 11. A Der Reichstag trat am Mittwoch zu„ 00 usammen, der bis zum 25. April ohne Pa ihren soll d Sibung wurde eröffnet nit einer Ansprache des Przstdendg, fl. 0 nossen Loebe, in der er gegen 3 5 le die neuesten Uebergrifse der Franzosen gegen Reichstag 8 g. abgeordnete 60* protestierk. Das französische Militär habe sich nicht geschent f e el an Abgeordnete und Regierungsvertreter zu legen, die ke deres Ziel hatten, als den Getöteten des letzten März die Ehre zu erweisen. Es scheine fast, als ob der Bedrücker d Demütigungen und Mißhandlungen unser Volk zur Verzweiss treiben wolle.„Aber zur Verzweiflung werden sie uns bringen, sie werden es dazu bringen, daß unser Wid nd fe hart wird und daß der ganzen Welt ein Licht angezündet wird tief eine Nation von Machthabern erniedrigt werden ram, die einst rühmte, an der Spitze der Zivilisation zu marschiere 1 eines der gestern in Essen gelegten änz zu lesen: g „Sie morden den Geiß nicht, ihr 2 Das rufen wir jeden Tag unseren Landsleuten an Ru und düases Work wird bestehen bleiben, bis die Befretunge schlägt.“ Lebhafter Beifall des ganzen Hauses folgte diesen Wort präsidenten. 2 5 Der Reichstag nahm zunächst in allen drei Lesungen setz an, das ein Verbot des unter dem Namen Absinth belt Trinkbranntweins bringt. Absinth darf weder eingeführt! hergestellt, noch zum Verkauf vorrätig gehalten, noch angekün noch verkauft, noch sonstwie in den Verkehr gebracht werde In allen drei Lesungen wurde ferner angenommen das ANA N 2 E Ein Gesetzentwurf über ein vorläufiges Hand N überwiesen, ebenso je ein Gesetzentwurf zur* Geldstrafen und der Dienstgeldstrasen. ee Nachdem die übrigen Gegenstände der u en Debatte erledigt waren, glaubten sich die Deutschnation⸗ aan 0 . vorsitzender Schultz beschwerte sich mit der Miene eines mannes darüber, daß die Interpellation über das Verbot der Deutschvölki Freiheitspartei Prästdent belehr en des Reichstages stehe die Genosse * 23 * 9 5 1 icht etwa die Deutschnational⸗ — Beratung der Interpellation gedrängt habe. vo 2 * 1 j — 2 = — 7 4 E 9 8 2 A K 8. nerpult. Er teilte mit, daß der n Oeser, heute abwesend sei und die Regierung deshalb 0 übernehmen könne. 1 2 8 8 2 —. 2 141 S Roman von Robert Buchanan. „Was wollt Ihr von mir?“ fragte Rohan mit hohler Stimme. „Was wir wollen?!... Hört ihn doch nur!... Zum. Teufel, haben wir denn zu unserem Vergnügen Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um Dich zu finden? Das ist wirklich ein kostbarer Spaß, zu fragen, was wir von ihm wollen! Der Kerl macht sich über uns noch lustig! Im ee des Kaisers, ergib Dich!“ schrie der jähzornige Pipriac. Wie auf Kommando erhoben alle Gendarmen die Flinten und riefen:„Ergib Dich oder wir schießen!“ „Ihr vergeudet vergebens Eure Zeit, lebend werdet Ihr mich nicht erwischen,“ lautete die feste, klare Antwort von oben. „Unsinn! Komm' herab oder—“ hier blickte der Führer hilflos auf die steilen, glatten Granitwände—„oder wir kommen hinauf, um Dich zu holen.“ „Kommet!“ entgegnete Rohan lachend. Pipriac war ein Mensch, der unter seiner rauhen Hülle ein warmes Herz verbarg, aber eines vermochte er nicht zu ertragen: sich lächerlich zu machen, und er hatte das unbe⸗ stimmte Gefühl, als spiele er jetzt eine lächerliche Rolle. Das machte ihn nervös und fuchsteufelwild. Ein Gemisch der widersprechendsten Gefühle beherrschte ihn. Es verdroß ihn, den Deserteur entdeckt zu haben, denn er bedauerte Rohan aufrichtig— war er doch der einzige Sohn seines besten Freundes! Dann sagte er sich, daß er während des ganzen Streifzuges mit Nachsicht und Milde verfahren sei, so daß er sich beinahe dem Verdacht ausgesetzt habe, nicht eifrig genug gewesen zu sein; ein bitterer Groll gegen Grallon stieg in ihm auf, der ihn mit seinen Spiondiensten in diese Patsche gehetzt, ihm seine Nachtruhe geraubt und, was das Schlimmste von allem war, ihn um sein gewohntes Früh⸗ stück gebracht hatte. Seine Lippen lechzten förmlich nach einem guten Tropfen; dazu kam das herausfordernde Be- nehmen Rohans. Was Wunder, wenn ihn der Jähzorn über- mannte und er, den Hahn seiner Flinte spannend, wut⸗ schnaubend hinaufrief:„Ich gebe Dir eine Minute Bedenk⸗ zeit; wenn Tu Dich bis dahin nicht ergibst, schieße ich! Sei kein Narr; ich meine, was ich sage. und werde Dich nieder⸗ knallen, als ob Tu eine Krähe warst!“ Rohan rührte sich nicht. Er blickte mit überlegenem Lächeln auf seine Peiniger hinab. Wie er so dastand, mit gekreuzten Armen und zurückgeworfenem Haupte, bildete er eine gute Zielscheibe für die auf ihn gerichtete Flinte. Der Deserteur. 1 „Ich frage Dich noch einmal im Namen des Kaisers, bist Du bereit?“ „Ich werde mich niemals ergeben,“ lautete die bestimmte Antwort. Noch ehe die Worte recht verhallt waren, krachte ein Schuß. Der Pulverdampf verzog sieh und Rohan stand un⸗ verletzt und in derselben Haltung auf seinem Platze, als ob nichts geschehen wäre. Ob nun Pipriac absichtlich falsch ge⸗ zielt oder ob die Kugel ihr Ziel verfehlt hatte, wer kann das genau wissen? Aber kaum sahen die Gendarmen, daß Rohan unverletzt geblieben, als sie wie ein Mann ihre Flinten erhoben und auf ihn richteten:„Halt!“ brüllte der Sergeant.„Wer feuert, ehe ich kommandiere, wird es büßen,“ und zu Rohan gewendet:„Du lebst noch? Viel- leicht nimmst Du doch Vernunft an und kommst ruhig her⸗ unter! SHör' mal, ich kann Dir nichts versprechen, aber ich werde für Dich tun, was ich kann! Auf jeden Fall bist Du verloren, wenn Du Dich weigerst, freiwillig herunterzu⸗ kommen, denn Du kannst uns nicht entrinnen, die Kathedrale ist von allen Seiten von unseren Leuten umzingelt. Ich gebe Dir noch eine Minute Bedenkzeit———“ „Ich werde nie Soldat werden!“ 8 „Dazu ist es ohnehin zu spät,“ bemerkte Grallon spöttisch, sich an Pipriae wendend.„Nun, ist er nicht ein Feigling?“ Jedes Wort drang klar und deutlich zu Rohan hinauf. Wieder schien es, als ob er sich auf seinen Feind stürzen wollte, aber er beherrschte sich mit fast übermenschlicher Willenskraft und richtete seine Antwort an den Sergeanten Vielleicht bin ich wirklich ein Feigling, wie der ehrenwerte Mikel Grallon behauptet; aber eins ist sicher: ich werde nie in den Krieg ziehen und mich nie lebend ergeben.“ „Lebend oder tot— Du entrinnst uns nicht!“ „Vielleicht doch!“ „Sei vernünftig und glaub' dem alten Pipriac, Du bist von allen Seiten umzingelt.“ „Wenn ich umzingelt bin, so seid Ihr es auch!“ rief Rohan und begleitete seine Worte mit einem bitteren Lachen, das sich aus einem verzweifelten Herzen rang. Wie von einer Viper gestochen, drehten sich alle um und siehe da— durch's Tor des heiligen Gildas wälzte sich schäumend und gurgelnd die Flut in die Kathedrale— noch einige Minuten und der Rückzug war abgeschnitten. Grallon stürzte, ohne sich weiter um Rohan zu kümmern, dem Aus⸗ gang zu. Pipriac, bei kleinen Provokationen leicht aus dem 1 Häuschen geratend, verlor, wenn es sich um wirkliche Ge⸗ und seine Mannschaft:„Ihr vergeudet vergeblich Eure Zeit. wieder ruhig der Grotte zu, aber Rohan war verschw „Zum Teufel, weg ist er! Macht nichts, wir wollen zum Abschied mit einer Salve bedenken. Feuert!“ ö — — 5. Die Kathedrale widerhallte von dem rechtem wee Flintengeknatter; noch ehe der Pulverdampf verrauchten 47 suchten die Gendarmen ihr Heil in der Flucht, d 0 f Kathedrale füllte sich immer höher mit der smaragdgt 1 Flüssigkeit. Es war die höchste Zeit, denn sie mußten be dungelcher hoch im Wasser waten, ehe sie das trockene Plätzchen dich 820 der Leiter des heiligen Triffine erreichen konnten, 751 eine Schar neugieriger Männer, Weiber und Kinder e age wartete. Unter diesen befanden sich auch die Brüder Fe un und Marcelle. Sie hatte dem Drange ihres Herzens hst nuß widerstehen können und war, fast willenlos wie im Trau, t. der Menge gefolgt. Mit Grauen hatte sie das Steigen ur 0 ben Flut beobachtet und als gar aus dem Innern der Kathe Alen das donnerähnliche Getöse erklang, kaverte sie zu Tod. en schrocken nieder. Was mochten die Schüsse zu bedeuem ken haben? Hatte man„ihn“ entdeckt und verteidigte er en Leben oder schossen sie ihn unbarmherzig nieder? Si 0 7 1 deckte ihr entsetes Gesicht mit beiden Händen und a um mit angehaltenem Atem, bis sie endlich das Plätschern ne Wassers zum Aufblicken veranlaßte. Sie sprang, als sit M Gendarmen Durch die Flut waten sah, erregt auf und! male achtete gespannt ihre Gesichter. Fluchend und pustend bahn 8 0 sich Pipriac einen Weg durch die kreischende und Im n stellende Menge, aber weder er noch seine Leute ließen! abe Wort von dem Vorgefallenen verlauten. Mikel Gt bun folgte ihnen auf dem Fuße und fühlte sich am Arm f 0 9 2 halten. Aergerlich wollte er den Zudringlichen abschitnn“ dc erkannte aber, sich umwendend, Marcelle:„Sprich, Gral was ist geschehen? Hat man ihn gefunden? Ist 4%(, schossen worden?“ keuchte sie in einem Atem hervor, be 195 1 65 0 ihm mit ihren brennenden Augen auf den Grund der an zu blicken. „Nichts von alledem! Er ist geborgen, drüben in e Kathedrale des heiligen Gildas.“ f „In der Kathedrale?“. „Ja, oben im Trou!“ N Obgleich die Worte an Marcelle gerichtet waren, l 5 den sie doch auch von den neugierigen Gaffern verno l. die Rufe der Verwunderung und des Entsetzens ausstiif Marcelle, die die den Arm Grallons krampfhaft umklamm gehalten hatte ließ ihn jetzt los, so daß er seinen W 0 setzen und sich wieder den Gendarmen anschließen ka die in einiger Entfernung in eine Beratung vertieft ft (Tortjetzung folgt) 1 ——— am en e ee e r in % 05 ubefuchter öffentlicher zersammlung im Gewerkschaftshause. Der den uin 0 leitete seine Ausführungen mit einem Hinweis 7 die iesen dom h eingefiz 11121 1 1 8 — 477 2 1 2 144 4 85 . 4 dbu den Friedensvertrag pin. Im Mantelgesetz war vorgesehen, daß Es gingen weiter bei uns ein: g Von F. S. 24 000 Me. Bereits quittiert 690 860 Mk. Zusammen 714 860 Mk. Den Gebern herzlichen Dank. Weitere Spenden werden gerne entgegengenommen. Verlag der Oberhessischen Volkszeitung. — Steuer⸗ und Wirtschaftsfragen. Ueber dieses Thema spruch 0 ee Lage ein, die sich durch den französischen Einfall in das Ruhrgebiet besonders verwickelt gestaltet hahe. Hier tobt sich der ülttarismus aus, der überall von gleich volks⸗ und kulturfeindlichem N sei, ob er man in Deutschlaud, Frankreich oder welchem Lande N er auftritt. Furchthar sind die Leiden, die besonders das arbeitende Volk im Ruhrgebiet zu ertragen hat. Hier werden uns die Folgen glorreichen Krieges gründlich vor Augen geführt. Ueber die Frage, ob micht vor der Ruhrbesetzung eine Verständigung wegen der Reparationen mit den Franzosen herbeigeführt werden konnte, gehen bie Meinungen auseinander. Ohne Zweifel wäre es möglich ge⸗ sen, den Forderungen na„ wenn die Groß⸗Industrie und andere Besitzenden die ihnen zukommenden Steuerleistungen er⸗ den er 8 kund bis zur Grenze seiner Leistungsfähigkeit erfüllt habe, nicht füt zutreffend. Wie siehts innerpolitisch in Deutschland aus? Will die deutsche Regierung erfüllen oder micht? Redner legt kurz di ˖. e im Reiche dar. Dieses selber hatte früher (bor dem Krrege) keine direkte Steuer, nur die Länder Die Ge⸗ meinden erhoben Zuschläge ufw. Heute ist das Steuerwefen grund⸗ segend geändert: Bundesstaaten und Gemeinden sind Kostgänger des Reiches geworden. Gegen den Grundgedanken des Erazbergerschen 8 laufen alle diejenigen Sturm, die gegen die Reichs⸗ zahlen und weisen . Kapitalistische Kreise wollen nicht 6 ein„weithin sichtbares Opfer“ bringen solle. Es die Zwangsanleihe. Sie sollte 1 Milliarde Goldmark Aber es ist erst ein kleiner Bruchteil aufgebracht. Während 6 5— Frankreich usw. schon im Laufe des Krieges die Besitzen⸗ hwere Steuern aufbringen mußten, suchte mam bei uns den 0 zu erwecken:„der Feind bezahlt alles!“ Das war aber icht der Fall. Bisher ist ein 160ftel von einer Milliarde aufgebracht we 1 Dagegen haben die Lohn⸗ und Gehaltsempfänger von April 8 Juni 1922 56 Prozent aufgebracht und dieser Prozentsatz stieg * 71 Prozent, im November 76 Prozent, im Dezember des gesamten Einkommensteuer⸗Aufkommens. Und inn Jamar und Februar d. J. stieg der Prozentsatz auf 941— Die Steuerlast des Lohnempfängers steigt mit der Geldentwertung. Das m Es ist einem Prozent herangezogen bei einem Vermögen von 15 Mil⸗ lionen! 10 Prozent werden erst bei einem Vermögen von 15 Mil⸗ hoben, könnte man mit der Körperschaftssteuer und Dagegen bringt die Um satzsteuer riesige Beträge. 108 Milliarden allem im Monat Februar! Und doch wird zugegeben, daß etwa 40 Prozent dieser Steuer hinterzogen, oder der Staat auf andere Weise daun betrogen wird. Bei der Umsatzsteuer wollen die bürgerlichen Parteien die Verantwortung für die Steigerung auf 2 Prozent nicht allein übernehmen. Wenn sichs um die Verbesserung der Steuern für die Besitzenden handelte, da trugen sie gerne die Verantwortung. Die Kohlensteuer ist mit mehr als 3 Billionen für 1923 ein⸗ 1 1 Davon geht infolge der Besetzung des Nuhrgebiets ein Teil nicht ein.— Unser Steuersystem leidet an zu großer Kompliziertheit. Die vielen Steuerarten lassen zu viele Lücken für die Steuerbetrüger Die Gemeinden verschulden vollständig. Das Reichsfinanzministerium erklärte, es könne den Gemeinden nicht helfen wenn die Erhöhung der Umsatzsteuer nicht bewilligt würde. In den letzten Monaten wir nur den 15. Teil des notwendigen Bedarfs auf.— Alles das müßte der Arbeiterschaft die Augen darüber öffnen, daß sie nicht sich selber zerfleische, sondern daß die Front der Arbeiter⸗ klasse gegen den Kapitalismats sich richten muß. Eine Stabilisie rung der Mark sst vielen Industriellen ein Dorn im Auge und sie petitio⸗ nieren gegen die Maßnahmen hierzu. Die Besitzenden wollen eben kichts fiir den Staat opfern.— Zu bedenken muß die Agitation der National sogialisten geben. Hier haben wir den Beweis für die Folgen mangelnder Aufklärung. Es sind auch Arbeiter bei jenen Leuten! Man muß sich bei unserer Arbeit mit der Gegenwart beschäf⸗ und das, was in der Vergangenheit gesündigt wurde. Wir wollen alle den Sozialismus verwirklichen. Ueber den Weg soll man ich nicht viel streiten. Angesichts der Gefahr, in der wir heute stehen, t es notwendig, daß wir unsere Front feststellen. Die bürgerliche e muß aus dem Hause! Das muß geschehen im Interesse unserer Zukunft, umseres Volkes. In diesem Sinne müssen wir handeln! Nach dem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrage sprachen Komunnist Haupt und der Genosse Mann in der Diskussion. seinem Schlußwort widerlegte Soldmann nachdrücklich und ein⸗ e das von Haupt Vorgebrachte und beantwortete mehrere fragen. i — k v 8 — 5 Jumper, das Kleidungsstück der Kohlenschipper. Was man vor einigen Jahren noch gar nicht kannte, don dessen bittere Notwendigkeit man noch nichts wußte, das gehört heute zum unentbehrlichen Ausstattungsstück des jungen Mädchens: der Jumper. Aber was heute geradezu ein Abzeichen der Vornehmheit und der Wohlhabenheit ist oder gar ein Zeichen des guten Geschmacks sein soll, ist in seinen Anfangen auf Hafenarbeiter und Kohlenschipper zurückzuführen. 5 Noch immer übernehmen wir Deutschen einfach fremd⸗ ländische Bezeichnungen, sprechen sie dann zwar deut sch aus was ihnen allen Sinn raubt, anstatt auch für uns einen gutdeutschen Namen oder Ausdruck zu wählen. Zum Veispiel die Benennung des jackenartigen Kleidungsstückes „Jumper“ wäre sehr leicht und richtig übertragen in „Springer“, da seine Kürze jede Bewegung beim Gehen b bei Sport und Spiel ohne jegliches Hemmnis ge⸗ stattet. Im Englischen stammt das Wort aus dem Jahre 1605, war damals aber verkürzt in„jump“(Sprung) und be⸗ zeichnete ein Jäckchen oder kurzen losen Mantel, der bis an die Hüften reichte. Dieses, aus ganz grobem Sackzeug her⸗ gestellte Kleidungsstück wurde nur von Männern ge⸗ tragen und zwar bei schwerster Arbeit. Es gehörte damals zur Ausrüstung der Kohlenschipper und Hafenarbeiter. Außerdem berichteten Teilnehmer einer Polarexpedition, daß treffenden Ware steigt. bhrten: daß ihr alle Wie der Verbraucher die Preise treibt. Wie Käufer und Verbraucher die Preise selbst in die Höhe treiben, zeigt eine lichtvolle Auseinandersetzung von G. Plötz, die jetzt vom Rei rtschaftsministerium den Preisprüfungsstellen zur Nutz anwendung mitgeteilt wird. Bei steigendem Devisenkurs ilbt der Verbraucher die wirksannste Art der Preistreiberet: die von Mund zu Mund. Weil vielleicht ein Ladenfräulein gesagt hat, daß die Butter in der nächsten Woche 9000 Mark koste, oder weil ein derartiger Preis irgendwo einmal gefordert worden war, so wird er überall, in der Straßenbahn, in der Eisenbahn, zum Standard⸗ preis gestempelt. Ueberall liest man auch nur Spitzen⸗ oder Phanta⸗ siepreise, die so zur Norm merden. Beim Niedergang der Devisen⸗ kurse wird überall der Spruch, selbst in gebundener Form, ver⸗ breitet: Der Dollar fällt, die Preise steigen. Der Warenbesttzer liest das auch und schließt sich dieser„Stimme des Volkes“ mit Freuden an. 5 Was hier mit Recht kritistert wird ist eine Tatsache die jeder täglich und überall beobachten kann. Bis zu einem gewissen Grade ist das Verbraucher⸗Publikum an den hohen und übertriebenen Preisen mitschuldig. Die unverschämtesten Preis forderungen werden ohne Widerspruch aufgenommen, es wird bezahlt, was ge⸗ fordert wird und das geschieht oft genug bei Waren, die noch gar nicht so notwendig gebraucht würden Man hört auch heute noch esst genug, daß Familien weit über Bedarf einkaufen,„hamstern“. Dadurch werden die Preise hoch getrieben. Wenn Tausende von irgend einem Artikel mehr als ihren Bedarf kaufen, so entsteht natürlich Mangel und die weitere Folge ist, daß der Oft genug hört man auch, daß, wenn für Preis genannt wird, die “ Fast scheint es, als wollte einer den anderen in Mitteilung von Wucherpreisen überbieten. Durch der⸗ artige Redereten wird der Preistreiberei Vouschub geleitet, während die Verbraucher ihr nach besten Kräften entgegenwirken sollten. Alle müssen ihr Teil dazu beitragen, daß wir wieder zu gefunden Zuständen kommen. — Den Schulentlassenen. Ihr haßt die Schule verlassen, um in dem breiten Strom des Lebens unterzutauchen. Neues, auch im Innersten packendes Erlebnis steht vor Euch. Wie wird mein, Weg im Leben sein, wie der deine? Was wird sich von meinem Wünschen und Hoffen erfüllen, werden die Erwartungen trügen, die meine Eltern in mich setzten? Werde ich immer allen Gefahren trotzen, die sich mir tausendfältig in den Weg drängen, oder wird es Zeiten geben, wo ich ihrer Gewalt erliege? Ein Heer von Fragen, von denen jede euch zum Bewußtsein bringt, daß ihr werdende, sich entwickelnde Menschen seid, daß es nicht gleichgültig ist, wie ihr euch entwickeln werdet. Dicses Bewußtsein zu haben, ist für euch junge Menschen wertvoll, es hebt euch heraus aus dem Kreise der Kindheit, in der der ein⸗ zelne Mensch fast ziellos, absichtslos dahinlebt. Jetzt kommt Ziel und Plan in euer Leben. Euer Sein spielt sich nicht mehr allein ab im Nahmen der Masse eurer Schulkameraden. Das Leben zieht euch an sich, reißt den einen hierhin, den anderen dorthin, bringt ihn mit bisher fremden Menschen eng zusammen und schüttet taufend neue Eindcücke auf euch aus, von denen euer Inneres erschüttert, be⸗ trübt oder beglückt wird. Nur eines bleibt gemeinsam zwischen euch und euren Schulge⸗ Kinder der Arbeit seid. Daß euer eine Sache ein unsinniger fällt,„na, das ist noch billig eigentlichster Daseinszweck die Arbeit ist. eine Arbeit, die unfrei ist, hinter der mur zu oft die Peitsche grau⸗ samen Zwanges steht, die zu innig mit dem Hunger verbunden ist. Aber wisset, daß sich Millionen von Menschen, die das gleiche äußere Schicksal getroffen hat, vereinigten, um die Arbeit freizumachen, um sie den Menschen als Freude zu geben! So haben sich auch viele tausende junge Arbeiter und Arbeiterinnen zusammengeschlossen, um zu ihrem Teil und mit ihren besonderen Kräften an dieser Be⸗ freiung der Arbeit mitzmofrken. Dort wirst auch du Freunde und Freundinnen finden, mit denen du über alle Vorgänge deines Innern sprechen kannst, die dein Wissen erweitern und dich verstehen wer⸗ den weil sie eben das gleiche Tage deines hoffmungsfrohen Fluges daran, daß die Menschen ihren Weg leichter schreiten, wenn sie zufammemmarschieren. Arboiter⸗ junge, Arbeitermädchen, schließe dich der Sozialistischen Ar⸗ beiterjugend an, die dich gerne an die Hand nimmt auf dem Weg, der uns alle aufwärts führt! — Zugverlegungen. Der beschleunigte Personenzug 126 nach Friedssegen(Coblenz), der abfuhr, verkehrt vom 13. April ab von Gießen um 8.08 Uhr vor⸗ mittags. Es werden somit die Anschlüsse von Hamburg und Fulda erreicht.— Vom 16. April an werden die Personenzüge 556 Gießen ab 3.40 Uhr nachmittags, Fulda an 6.30 Uhr nachmittags und 562 Lauterbach⸗Nord ab 2.14 Uhr nachmittags, Gießen an 4.27 Uhr nachmittags wieder befördert. Vom gleichen Tage an fällt die während des Aussalles der Personenzüge 550 und 502 bei den Güterzügen 8804 Alsfeld ab 1.32 Uhr nachmittags, Grünberg an 5.24 Uhr nachmittags, 8805 Alsfeld ab 5.48 Uhr nachmittags, Lauterbach an 6.46 Uhr nachmittags, 8808 Lauterbach ab 2.99 Uhr nachmittags, Alsfeld an 3.49 Uhr nachmittags und 8809 Saasen ab 4.22 Uhr nachmittags, Alsfeld an 4.44 Uhr nachmittags einge⸗ richtete Personenbeförderung wieder fort. — Für die Ausgewiesenen aus dem besetzten Gebiet sollen Wohnräume zur Verfügung gestellt werden, wo es nur immer solche Leute aufnehmen. auf würden Bekannt⸗ Diejenngen die 0 5 Wir weisen die im 17. Jahrhundert wechselten die„Jumps“ ihre Besitzer und nahm die „jumps“, vervollständigte es in„jumper“ und verlieh diese Bezeichnung einem beliebten Kleidungsstück des Zwischen⸗ decks. Das farbenfreudige, moderne Modell, das wir heute in Seide und Wolle, gestrickt, gehäkelt und gewebt be wundern und das sich so vieler Anhängerinnen erfreut, ist also zwar alter, aber sehr einfacher Herkunft. Und wenn es als abgelegtes Kleidungsstück von der Münchener Straßen- kehrerin getragen wird, dann wird es aufhören, die Büste der Dame zu zieren und was heute unentbehrlich ist, wird dann nicht mehr begehrenswert erscheinen. In den Vereinigten Staaten wird jährlich für elf Mil⸗ lionen Dollar Kaugummi verbraucht. Bei den regen Wechsel⸗ beziehungen, die heute zwischen Dollar und Mark bestehen, ist es nicht ausgeschlossen, daß auch wir von dieser Sitte er⸗ griffen werden und da sich Modetorheiten schneller verbreiten als gute Vorsätze, so kann es bald zu den bitteren Notwendig⸗ keiten eines jeden wohlerzogenen Menschen gehören, Gummi zu kauen. Heute lachen wir noch darüber, aber man er⸗ innere sich nur, daß im letzten Jahr plötzlich das Bedürfnis entdeckt wurde, die Frisur in ein Ballnetz zu stecken. Was man vordem gar nicht kannte, mußte plötzlich sein und heute ist es wieder nicht mehr. Eskimos in tormlosen iumps“ umherlaufen sahen. Erz. Preis der be⸗ tokoll üb le Aeußerung 9 e dürfte Freilich— heute noch äußere Los tragen wie du. Denke am in Gießen bisher 7.45 Uhr vormittags Fliege“ und„Zwangseinquarkterung“ Proven tyrer smererrschen und drastischen Situationsgestaltung gegeben haben. Wieder ist eine lustige, an Verwicklungen reiche Handlung gesponnen, die von Figuren, die dankbare Rollen bieten, getragen wird. — Großen⸗Buseck. Auf die morgen, Samstag, abends 8 Uhr stattsindende Generalversammlung des Volksveretius im Lokale von Koch sei an dieser Stelle hingewiesen. Es siehen Dinge zur Besprechung die sowohl in Allgemeinem als auch für unseren Ort von Interesse sind. Unter anderem sollen kom Ange⸗ legenheiten erörtert werden Deshalb ist es notwendig, daß die Versammlung möglichst zahlreich besucht wird. e. Nieder⸗Vessingen. In der Gemeinderats sitzung vom 6. April wurde für das Vrennbolz. welches zum Verkauf kam, eine Das festgesetzt, unter welcher nicht angeboten werden durfte; es handelte sich Hauhlsächlich um Neisig und Bohnenstangen. Das Mindestgebot auf den Nm. Mischreisia sollte 200) Mark, auf die Bohnenstange 25 Mark betragen. Der Bürgermeister verlas ein Verzeichnis der Arbeiten. welche der Felöschütz in seinen Dienststunden, während der Winteuwmouagte, verrichtet hatte. Ein Gesuch des Feldschützen, nach welchem die Besitzer des auf Gemeindewüstungen lagernden Holzes aufgefordert werden sollen, dasselbe innerhalb einer be⸗ stimmten Frͤst abzufahren. wurde gutgeheißen. Ein Gesuch des in Gießen diensütnenden Schutzmannes Lutz, um Zuteilung von Los⸗ holz. wurde abgelehnt. da derselbe hier keine Familie besitzt. Das Gesuch des Wendelin Diehl. den Gemeinde⸗Flutgraben c ö seinen Gärten in Neparatur au nehmen, wurde befürwortet. Der Graben soll zu gleicher Zeit mit der alten Kirchhofsmauer⸗ instamd⸗ gesetzt werden. Das Baumaterfal soll beschafft werden. Eim Pro- em 8. April vorgenommene Abstimmung über r. Organistenbesoldung, Schulgut, Feuerstein⸗ gewehre usw. wurde nachgeholt. Ueber die Abstimmung zu 1. Hatten wir schon berichtet. Wegen der Afterverpachtung der zum Schulgut gehörigen Wiesen, soll der Bürgermeister Erkundigung einziehen. Lehrer Graul ich besaß, ohne Wissen der Bürgermeisterei und des größten Teiles der Gemeindevertretung. zwei der Ge⸗ meinde gehörige FJeuersteingewehre. Er hatte sich zu ciner Sicher⸗ heitsstellung von 1000 Mark erboten wenn er dieselben behalten Der Bürgermeister wird beauftragt, Gr. ein Schriftstück vorzulegen. worin derselbe unterschriftlich beglaubigen soll, daß die Gewehre Eigentum der Gemeinde sind. Bal Wegzug bekommt sie die Gemeinde zurück. Auf Kaution wurde verzichtet. letzte Punkt des Antrages wurde, da exledigt, zurückgezogen. Zum Schluß wurde dem Gemeinderechner 1½ Meter Buchenknüppel, dem Bürgermeister 272 Meter für Stellen und Heizen der Büros zuge⸗ sprochen. Die Sitzung wurde erst gegen 12% Uhr geschlossen. — Nieder⸗Bessingen. Bei der Holzversteigerung am Montag kamen 2 Nm. Buchen⸗Kutippel(leichtes Holz) auf 180 000 Mark, 2 Meter Birkenknüppel 200 000 Mark 2 Meter Eichenstock 50 00 Mark, 2 Meter Buchenstock 50—60 000 Mark. Die Reiser wurden nicht alle verkauft. Man war Reisig satt und die 6000 Mark Taxe für 3 Meter Reisig, waren den meisten Leuten unseres Dorfes etwas zu viel. In Nieder⸗Bessingen kann man also noch verhält nismäßig billig zu Brennhola kommen. n. — Beuern. Ein interessanter Vortrag findet nächsten Sonntag den 15. April. nachmittags 3 Uhr im Lokale von Gastwirt Karl Sommerlad statt. Prof Hüter ⸗ Gießen wird über„Ent⸗ wicklung des Meuschen aus tierähnlichen Zuständen“ sprechen Der Vortrag wird vom Volksverein veranftalket dessen Freundes umd Gönner, sowie die Genossen in Bersrod und Großen⸗Buseck dazu ebenfalls heczlichst eingeladen werden. Kleine Nachrichten. Frankfurt a. M., 10. April. Million en einbruch. Aus einer Text lwarenhandlung stahlen in der vergangenen Nacht Ein⸗ brecher Waren im Wert von mehr als 10 Millionen Mark. 0 Typhus. „„Der Typhus tritt in 1 einigen Tagen in zahlreichen Fällen auf. Bisher wurden 11 Erkrankungen gemeldet. Arbeitsrecht, Gewerkscha tliches, Arbeiterbewegung, Nuhrhilfe des Bergarbeiterverbandes. Auf dem Bezirksbureau Herborn des Verbandes der Berg⸗ arbeiter Deutschlands, gingen folgende Beträge für die Rußhrspende ein: Zahlstelle Klein⸗Umstadtt 11 000 Mk. Grube Glückauf Phönr. 242 847 M. Zahlstelle Lützelhausen 15 600 Mk. Zahlstelle Obererlen bach 12 500 Mk. Grube Abendstern Bieber b. Gießen. 82 000 Mk. Zahlstelle Biebbtre 93 000 Mk. Zahl telle Larden bach 3 200 Mk. Zahlstelle Birlen ch 9000 Mk. Grube Gnade Gottes 22 000 Mk. Zahlstelle Blessenbaoh 39 500 Mk. Grube Alfredstollen r 26 100 Mk. Grube Eiferfelld. 30720 Mk. Gruhe Ottilie 15 350 Mk. Firma Kempf u. Hilft 70 000 Mk. Grube Wölfersheim„„ 000 Mk. Zahlstelle Gräveneeec fk 40 200 Mk. Zahlstelle Atzenhain 353 74 000 Mt Grube Malepartus 46 400 Mk. Zahlstelle Schwalbnfcc;0h“⸗x 101 500 Mk. Gruben Hirschkopf u. Frauenberg 16 500 Mk. Zahlstelle Borsdorr 105 000 Mk. Zahl stelle Woeldgirmes 46 040 Mk. GG 45 400 Mk. Grube Qrick u. Florentine 146 700 Mk. Grube Abendstern bei Hungen 1056 305 Mk. Grube Philippswonne 57 000 Mk. Grube Alexandria(Wester wald) 750 015 Mk. Grube Fernie VVV 45 661 Mk. Summa: 3 558 538 Mk. Diese von den Belegschaften uns überwiesenen Beträge wurden heute der Nassauischen Landesbank, Zweigstelle Herborn, zur Weiter⸗ leitung an die Ruhrhilfe ükberwiesen. Schlichtungsausschuß der Provinz Oberhessen. Sitzung vom 10. April. Dem Verband der Bergarbeiter und den hessischen Bauxitgewinnungs⸗⸗ Unternehmungen der Schlichtungsausschuß durch Schiedsspruch vor, vom 1 1 2 durchschnittlichen Mindestgedingesatz der Gruben von Mk. 4080.— je Mann und Schicht auf Mk. 5830.— t erhöhen, die monatliche Gezäheentschädigung von Mk. 300.— auf Mk. 1000.— und den Stundenlohn bei der Aufbereitungsanlage Münster und dem Miühleiseschen Werk Rüddingshausen von Mk. 660.— bezw. Mk. 650.— auf Mk. 950.—. Ueber die Regelung der Entlohnung für das Durchsieben der lagernden Winterförderung und für das Ver⸗ laden und über die etwaige Aenderung des Akkordleistungsfaktors der einzelnen Gruben mit Rüücksicht auf die verschiedenartigen Ab⸗ raumverhältnisse sollen die Streitteile weiterverhandeln. Sie er⸗ hielten eine Woche Frist für ihre Erklärung über Annahme oder Ablehnung der Schiedssprüche. Zentralverband der Steinarbeiter und Verband für die Grab⸗ malbranche in Hessen einigten sich in ihrer Lohnstreitsache in un⸗ mittelbarer Verhandlung. Den Antrag dreier Arbeiter der vereinigten Bal mer Baugeschäfte Hofmann, Hartmann und Steuernagel auf r⸗ einstellung auf Grund des§ 12 der Verordnung vom 12. 2 20 wies der Schlichtungsausschuß ab. Er hielt Arbeitsstreckung bei den Wohnungsbauten, die zu Ende gehen, nicht für tunlich. Dem Entlassungseinspruch eines Arbeiters des Baugeschäftes Deibel in Lollar auf Grund des§ 84 Abf. 1 Ziffer 4 des Betrieds⸗ rätegesetzes gab er mit Rücksicht auf die Verhältnisse des Ent⸗ lassenen statt. 8515. Lollar 1— Gießen 1. 1:3. Lollars Mannschaft hatte sich zu einem Gesellschaftsspiel am einige Spieler von 2. Osterfeiertage in Gießen eingefunden. Gießen in der Mannschaft spielen. hoffte man Treffen zu sehen. Aber leider wurde man sehr Lollar spielt mit Wind im Rücken. stellt um trägt eine schärsere Note ins Feld. scheidungen des Schiedsrichters die gegen Lollar sind, werden kriti⸗ iert und ihm Vorwürfe gemacht.. gespielt. sulls er das Spiel abbrechen müsse. ein Tor zu f zu werden. schloßen. läufer versucht es min langen Schüssen. Gießen hat Anstoß, welcher von Lollar abgefangen vor G. Tor getragen wird. Verteidigung wehrt ab. Kurzes Mittel feldspiel. G. Sturm bricht durch, der f Mittelstürmer erwischt das Leder, Nr. 1 sitzt im Kasten. Es dauert nicht lange so kann der Mittelstüürmer einen Ball, den der Tor⸗ manm schlecht abwehrte zum 2. Tore einsenden. L. Durch Drohungen, läßt Gießen nach. sichtlich niedergedrückt wird weiter⸗ Der Schiedsrichter verlangt ruhigere Spielweise, andern⸗ L. läßt sich nicht irre machen, es setzt seine unsaire Spielweise fort. Es gelingt dem Sturm auch f Nach Halbzeit schien es Anfangs etwas besser Es dauert aber nicht lange und das alte Thema ist wieder da. Keiner Partei gelingt es, Tore zu machen. G. Mittel⸗ Eben verfehlt der Tormann einen langen Schuß. Das Tor steht leer, Halblinks erwischt den schiedene Spieler L. mehrmals bricht daraufhin das Spiel ab. 0 Ein Spiel wie es nicht sein ein interessantes enttäuscht. greifen müssen. überrascht, Sämtliche Ent⸗ Spielweise und Tor dauernd mauerte und auch deckte. während G. nur 1 Erfolo und al kann. Obige Mannschaften trugen 0 e auf den. 1 vereitelt der linke Ver⸗ leidiger dur, and das si or. 1 N Der Sen wie puch deen 5 1 2 92 N ss. ird eingeschossen. 5 Tor zu verlassen. Der Ball wi ing Schiedsrichter solchen Spielen dienen wir nicht der Arbeitersportsache. Es wäre L. Vereinsspielleiter oder Vorsitzenden zu empfehlen, seiner Mann⸗ schaft mehr sportlichen Charakter und Disziplin Der Schiedsrichter Kreiling Heuchelheim, i scheidungen einwandfrei hätte aber unbedingt energischer durch⸗ Gr.⸗Linden 1.— Gießen 1. und 2. komb. 6: 2(0: 0). Am 1. Feiertage verweilte G. in Großen⸗Linden zum Austrag emes Gesellschaftsspeles Gr. war die technisch bessere Wanmschaft und konnte auch das Spiel für sich entscheiden. 1. Halbzeit konnte Gr. keine Erfolge erzielen. da G. vor ihrem Aber nach der Pause kommt ein anderes Bild zustande. Gr. spielt sich jetzt endlich frei und kann so Tor auf Tor erzielen, Es wäre G zu empfehlen, daß seine Leute wenn sie auch verlieren, auf dem Spielfelde verbleiben und waterspielen. Herborn 1.— Frankfurt⸗Oberrad 1. 1:4(0: 2). Elfmeter lautet die Ent⸗ Pfui schveien. ˖ soll, hat sein Ende gefunden. Mit beigub ringen. traf seine Emt⸗ Während der den Gr. Innensturm kolossal ab⸗ 8 2. ein Selbsttor von Gr. erzielen Propa A.⸗Melster leicht überlegen. am selben Tage in Herborn ein gamdaspiel aus. Die Gäste zeigten sich als Sonderklasse e e 1 5 1 etwas beeinträchtigt zeigt aber sonst den schönen satren Sport, er im Arbeiter⸗Turn⸗ und Sportbund üblich ist. sodaß die zahl erschrienenen Zuschauer voll auf ihre Kosten kamen. Lollar 1— Großen⸗Linden 1. 2:0(1:0) Gr.⸗Linden verweilte am Sonntag in L. L. konnte das Sg 2 keine mehr im 3. Bezirk haben, sie eine solche Spieltätigkeit vorführen. 8 Sonntag, den 15. d. M., vormittags 10 Uhr, findet im schaftshaus eine Schiedsrichtersitzung statt. Vollzähliges Erscheigg wird gewünscht. Nichterscheinen wird mit 500 Mark Strafe belag Gg. Hofmann, Schiedsrichterobmanm Versammlungskalender. Alten⸗Buseck. Arbeiter⸗Gesangverein German Samstag, 14. April, Versammlung. Wichtige Tagesordnung. Freie Turnerschaft. Gruppenturnstunde der vieren Gruppe am Sonntag, 15. April, nachmittags 1 Uhr in Oppen⸗ 5 Wirtschaft zum kühlen Grund. Pünktliches Erscheinen er wünscht. Pthördliche Bekaunkmachungen Nachtrag zur Ortssatzung über die Erhebung einer Frem⸗ denabgabe in der Stadt Gießen. Auf Grund des Art. 199 Städteordnung wird auf Beschluß der Stadtverordneten⸗Vesammlung v 15. Febr 1923 nach Begutachtung durch den Kreis⸗Ausschuß und mit Genehmigung des Ministeriums des Innern vom 1 22. März 1923 zu Nr. M. d. J 8406 zu der Ortssatzung über die Erhebung einer Fremdenabgabe in der Stadt Gießen vom 10. August 1921 folgender Nachtrag erlassen: Artikel 1. Dem 8 2 der genannten Ortssatzung wird folgender Schlußsatz angefügt: N„Dagezen dürfen Abzüge für Bedienung und sonstige Nebenleistungen nicht gemacht werden“. Artikel 2. Der§ 3 der genannten Ortssatzung erhält folgende Fassung: „Die Abgabe beträgt 20 v. H. des täglichen Zimmer⸗ oder Wohnungspreises. Bei einem täglichen Preise von weniger als 100 Mk. wird die Abgabe nicht erhoben“. Artikel 3. Dieser Nachtrag tritt mit dem Ersten des auf seine Verkündigung folgenden Monats in Kraft. Gießen, den 9. April 1923. Der Oberbürgermeister: Keller. 5 Bekanntmachung. Das noch im Umlauf befindliche Notgeld der Stadt Gießen in Münzen von 10 Pfg. und 50 Pfg. wird bis ö zum 1. Mai 1923 bei der Stadtkasse eingelöst. 0 Nach diesem Zeitpunkt findet eine Einlösung nicht mehr statt. Gießen, den 10. April 1923. Der Oberbürgermeister: Keller. Bullenvertauf. Die Gemeinde Großen ⸗Linden beabsichtigt, einen nicht mehr zur Zucht tauglichen, jungen, fetten Vogels⸗ berger Bullen zu verkaufen. Angebote pro Zentner Lebend gewicht sind verschlossen bis zum Montag, den 16. April 1923, nachmittags 5 Uhr, auf der Bürger⸗ meisterei einzureichen, woselbst auch die Verkaufs be⸗ dingungen eingesehen werden können. Großen⸗Linden, den 10. April 1923. Bürgermeisterei Großen Linden. 96 Lang. Henkel's Putz⸗ und Schen für N f 1 2 r e erpulver⸗ Haushalt, Gewerbe und Industrie unentbehrlich. Alete Gecsefl er; Belanntmachung. Das Hessische Ministerium für Arbeit und Wirtschaft hat in besonderen Ausschreiben darauf hingewiesen, daß in solchen Fällen, in denen Räume zur Unterbringung Ausgewiesener hergegeben wurden, nicht hieraus die Berechtigung zur Beschlagnahme hergeleitet werden dürfe weil anscheinend entbehrliche Räume vorhanden sind. Die Bereitwilligkeit, sich aus vaterländischen Gründen im Wohnraum einzuschränken, soll hoch anerkannt wer⸗ den und es darf den Betreffenden kein Nachteil hier⸗ aus erwachsen. In dankenswerter Weise haben eine Reihe Einwohner bereits Flüchtlingen Unterkunft ge⸗ währt, aber die in der letzten Zeit vermehrten Aus⸗ wenungen erfordern, daß weitere Räume zur Verfügung gestellt werden Ich bitte daher unter Hinweis auf das oben erwähnte Ausschreiben weitere Meldungen an das Wohnungsamt, Asterweg 25,(Telefon 139) gelangen zu lassen. Besonders erwünscht sind möblierte Zimmer mit 2 Betten, Beitwäsche und Morgenkaffee. Gießen, den 11. April 1923. Der Oberbürgermeister: Keller. HAUSRAT Gemeinndtzige Möbelversorgung für das Rhein-, Main- und Lahngebiet, G. m. b. H. Giessen, Lindenplatz 1 * 18 Möbel auf Teilzahlung! „Seryiis merre Sich ein sede Bf die Schu ernòst des lede/. em ee lobsaNnsld c. Ad., gerlin- lichtenbem Wolken gasse. Oeffentliche. Werkmeister⸗Versammlung Sonntag, den 15. April, nachm. 3½ Uhr, in Naufmännischen Vereinshaus, Nordanlage Tagesordnung: Die Aufgaben der Geweräschaften insbelondere des Deutschen Werß meister Verbandes. Referent: Verbandsvorsitzender H. Bu sch man Düsseldorf. g Alle Kollegen, auch solche, die unserem Be, bande noch fernstehen, sowie Freunde 15 Sönner find hierzu eingeladen. 8 Eintritt frei. Der Werkmeister⸗Bezirlis: Verein. D ee ee e e, 10 1. la Buchhandlg. e Volkszig 2 1 e zahlt die höchsten built Ae hor) sucht 8⁴ Zufall 8 r. e 12 5 7 fal Han Bewerbungen bitte zu richten an den Vorsitzenden G. Linkmann, Butzbach, Griedelerstraße 38. Einige Wagen Mist 2 zu verkaufen. Neuenweg 18. Gestorbene. 10. April. 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