FAA berge i olkszeitung ation: Gießen O 85 24 8 242 5 n Organ für die Interessen des werktätigen Volkes Wonen arge — zernsprecher 20bb. d er 5 f a 0 Buhnhofstraße 2 1 Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete. u en )!!! r„ * eee eee eee ee Ede heel are e e i fr D 1 a N 5 Gießen, Dienstag, den 12. Juni 1923 183. Jahrgang Jun sozialdemokrali N 5 2 rülischen Boden B. U N shen Kader! Belagerungszustand in Dortmund. 0 H S E E U U 41 SS 2a 1 ö 0 ö 0 5 4 4 1 ö ö 7 8 2 IJ . * — 8 n — — — — — N enserer Partei ein Bodenprogramm veröffentlicht, welches ese dieses Bodenprogramms ist deshalb von so 4 U die größte volitische Partei Deutschlans versucht hat, die Ver⸗ heißungen der Reichsverfassung in Bezug auf die Boden⸗ reform in die Wirklichkeit umzusetzen. Es ist selbstverständ⸗ Großgrundeigentümer und in ihrer Presse der schärfsten Deutet. Dr. Damaschke⸗Berlin, hält die Festsetzung 5 grenze deshalb für bedenklich, weil es doch auch Landwirte 9 Von Dr. A. Libschitz. Im Oktober v. J. schrieb ich in meiner Agrar⸗Korre⸗ pondenz unter der Ueberschrift„Eini 0 1—ð 5 rschrift„Einigung und Agrarfrage 5„Wenn wir der vollzogenen Einigung der SPD. mit der USPD. freudige Zustimmung geben, so 1 das unter dem Gesichtspunkte, daß wir für das deutsche Volk sowie für die internationale Weltwirtschaft hiervon einen wesentlichen Einfluß auf die Ausdehnung sozialistischer Gedanken und Bestrebungen sowie auf die planmäßige Ordnung der gesamten Volkswirtschaft erwarten. Wir glauben und hoffen, daß uns die Vereinigung der beiden großen sozialistischen Parteien der Sozialisierung der Wirtschaft ein gutes Stück näherbringen und insbesondere auch der Lösung des Bodenproblems in sozialistischem Sinne entgegenführen wird. Wir haben wiederholt nach⸗ zuweisen versucht, daß von dieser Lösung der sogenannte Wiederaufbau Deutschlands und damit die Gesundung des Wirtschaftslebens aller Kontinente in erster Linie ab⸗ hängig ist.“ 5 Ich habe nicht gehofft daß dieser Wunsch so schnell in Erfüllung gehen würde, als es tatsächlich der Fall gewesen st, denn schon vor etwa 4 Wochen hat die Reichstagsfraktion in der Parteipresse und in den bürgerlichen Zeitungen leb⸗ zaft erörtert wird und, soweit ich sehe, namentlich bei den Demokraten und Kommunisten viel Anklang findet. Die veitgehender Bedeutung, weil damit zum ersten Male seit Inkrafttreten der Reichsverfassung vom 11. August 1919 Reihen der 1 Ab⸗ ehnung begegnet, und es darf daher nicht Wunder nehmen, venn das führende Organ dieser Kreise, die Deutsche Tages⸗ zeitung, kaum einen Tag vergehen läßt, an dem sie nicht zu Seweisen versucht, daß die Durchführung des sozialdemo⸗ kratischen Bodenprogramms das Ende der landwirtschaft⸗ lichen Produktion und die Beseitigung des Eigentums he⸗ Einige Bestimmungen des Programms sind be⸗ onders heiß umstritten. Daß die Grenze von 75⁰ Hektar Ur landwirtschaftliche Großbetriebe den Latifundienbesitzern Ostelbiens schon viel zu weit geht, liegt klar auf der Hand, denn diese Herren sind ja nur dafür zu haben, daß der in Staatsbesitz befindliche Grund und Boden sür Siedlungs⸗ zwecke bereitgestellt wird, wenn nur der Privatbesitz geschont bpird. Der Führer des Bundes Deutscher Bodenreformer, einer Größen⸗ lich, daß der sozialdemokratische Vorschlag in den eben könnte, die infolge ihrer Tüchtiakeit in der Lage sind, auch größere Güter von mehr als 3000 Morgen musterhaft zu bewirtschaften. Im Westen Deutschlands ist man da⸗ gegen von dieser Bemessung der Grenze des Grundbesitzes uf 750 Hektar nicht sehr erbaut, weil dort die Verhältnisse anders liegen als in Ostelbien. Daher kommt auch der frühere oldenburgische Ministerpräsident Tantzen in seiner sehr wohlwollenden Kritik in der Vossischen Zeitung zu dem Schluß, daß die Grenze für West⸗ und Mitteldeutschland zu hoch bemessen sei und eine Herabsetzung, erfahren müßte. Aus all dieser Gründen möchte ich darauf hinweisen, daß man in allen Staaten Osteuropas nach der Bodenrevolution elne solche Größengrenzenbestimmung für Grundeigentum vorgenommen hat. In Polen ist sie auf 180 Hektar, in Lett⸗ land auf 100, in Bulgarien auf 30 Hektar festgesetzt. Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion ist zweifellos von dem richtigen Gedanken ausgegangen, daß eine planlose Zer⸗ schlagung gut geleiteter Großbetriebe die Volksernährung gefährden müsse, und daß deshalb zunächst der e Latifundienbesitz und schlecht bewirtschaftete Güter für Sied⸗ lungs zwecke in Anspruch zu nehmen si Daraus 1 aber die Pichter, Siedler, Kleinbauern und Heuerleute west⸗ lich icht etwa folgern, daß ihnen das sozialdemo⸗ 0 e 355 nichts bringt! Im Gegenteil, j drücklich gefordert, daß ein Klein⸗ Reich geschaffen werden muß, Hamburg, Oldenburg, Lippe, Schaum Anhalt usw. mit gutem Erfolge bereits geführt haben. Und außerdem wird nliegersiedlung nach den Bestimmungen setzes weiter durchgeführt wird. Wenn in die Tat umgesetzt werden, dann chkeit gegeben, auch im Westen der Hauptsache zu stillen, Drohende Zeichen. Zwei französische Unteroffiziere ermordet. In Dortmund sind in der Nacht zum Sonntag zwei französische Unteroffitziere erschossen worden. Ueber den N ist in Paris von Havas folgende Meldung ver⸗ reitet: 5 Zwei Adjutanten des 159. Infanterie⸗Regiments sind gestern abend um 10 Uhr 30 durch eine Gruppe von drei deutschen Zivilisten in den Straßen von Dortmund ermordet worden. Einer der Adjutanten wurde von einer Revolver⸗ kugel in den Kopf getroffen und war sofort tot, während der andere noch einige Augenblicke am Leben war. Die fran⸗ zösische Wache wurde durch deutsche Zivilisten alarmiert, die von fern der Szene zugesehen. Die nächste Folge ist, daß die Franzosen über Dortmund den Belagerungszustande verhängten; von 9 Uhr abends bis 5 Uhr morgens ist jeder Verkehr verboten, auch der Eisen⸗ bahnverkehr in dieser Zeit ist untersagt. Wer in den Straßen angetroffen wird, wird von den französischen Patrouillen festgenommen. Die Abstempelung der Personalausweise ist eingestellt worden, so daß niemand ins unbesetzte Gebiet kann. Der Bahnhof war dicht umlagert, da alle Fremden die Stadt schnellstens verlassen wollten. Die Aufregung in der Stadt ist groß, da man noch schärfere Maßnahmen der Franzosen befürchtet. 5 Die übereifrige französische Berichterstattung muß von vornherein stutzig machen. Schon einmal meldete der eil⸗ fertige französische Pressedienst den Mord eines französischen Offiziers, bis sich einwandfrei herausstellte, daß französische Soldaten die Täter waren. Nach der Entdeckung, daß die nationalistischen Geheimperbände bis in die höchsten Führer⸗ stellen von französischen Spitzeln durchsetzt sind, erscheint es einigermaßen fraglich, daß diese Bluttat diesen Stellen zu⸗ zuschreiben ist. 5 Die Telunion meldet über diesen Vorfall aus Dortmund: Hier sind vorgestern abend in der Wilhelmstraße zwei französische Offi⸗ ziers⸗Aspfranten von unbekannten und bisher nicht ermittelten Tätern aus nächster Nähe erschossen worden. Der eine war sofort tot, der andere starb nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus. Zwei Zivilisten, die den Vorfall auf der französischen Kommandantur an⸗ zeigten, wurden von den Franzosen in Haft genommen. Der Intransigeant meldet: Nach einer im Kriegsministerium eingegangenen Mitteilung soll die Erschießung der beiden französischen Soldaten in Dortmund im Laufe einer Balgerei zwischen Franzosen und Deutschen erfolgt sein. Brückenkopfsprengung. 1195 Belagerungszustand und Ausdehnung der Be⸗ satzung. i Samstag nachmittag ist in Lünen eine große Brücke worden. Aus diesem Anlaß ist über Lünen am Sonntag vormitta 10 Uhr der verschärfte Belagerungszustand verhängt und die Zechen „Preußen 1 und II“ und die Gemeinde Horstmar besetzt worden. Horstmar und die Zechen lagen bisher im unbesetzten Gebiet. 5 Die französische Presse. 5 Do der nur Diese Instruktionen werden am 24. Januar erneuert. Es folgen gemeinsamen Aktion auffordern. Das Datum dieser Dokume Die Eisenbahnarbeit das gilt besonders für Industriearbeiter; Eisenbahner und Handwerker auf dem Lande, einen Anspruch bis zu zwei Morgen Feldland neben ihrem Gartenlande bekommen, und durch die Anliegersiedlung besteht die Möglichkeit, die nicht lebensfähigen landwirtschaftlichen Kleinbetriebe auf die Größe einer selbständigen Ackernahrung zu heben und z. B. auch nach dem Erlaß des Preußischen Landwirtschafts⸗ Ministers vom 23. Dezember 1921 Industriearbeitern und Handwerkern auf dem Lande. soweit ihre Tätigkeit in der Hauptsache der landwirtschaftlichen Bevölkerung zugute kommt, soviel Land zu beschaffen, als sie zur Haltung einer Kuh benötigen. Darüber hinaus ist von besonderer Wichtig⸗ keit, daß in den Richtlinien unter III verlangt wird die Förderung aller Bestrebungen, die dem unmittelbaren Aus- tausch zwischen den Erzeuger⸗ und den Verbrauchergenossen⸗ schaften dienen. Wenn es gelingt, die landwirtschaftlichen Kleinbetriebe in engste Verbindung zu bringen mit den genossenschaftlichen Organisationen, der industriellen Ar⸗ beiterschaft, mit den Konsumvereinen, und hierdurch den direkten Austausch von landwirtschaftlichen Erzeugnissen gegen landwirtschaftliche Bedarfsgegenstände dem Produ⸗ zenten angemessene Preise für seine Erzeugnisse und erträg⸗ liche Preise für seine Bedarfsartikel zu gewährleisten, und auf der anderen Seite dem Verbraucher in gleicher Weise zu erträglichen Preisen Nahrungsmittel usw. zuzuführen, dann wird die Verwirklichung des sozialdemokratischen Boden⸗ programms von überaus segensreicher Wirkung sein. Ohne mich weiter in Einzelheiten zu verlieren, möchte ich nur noch darauf hinweisen, daß die bereits erwähnte Kritik des früheren oldenburgischen Ministers Tantzen in einem Punkte zweifellos gänzlich verfehlt ist. Es heißt dort z. B. folgendermaßen: „Vom demokratischen Standpunkt aus aber muß von vornherein klar Stellung dagegen genommen werden, daß der enteignete landwirtschaftliche Boden Eigentum des Reiches bleibt und zur Nutzung nur in langfristiger Pacht, Erbpacht oder nach Heimstättenrecht vergeben wer- den soll. Auch der Klein- und Mittelbauer muß Besitzer des Bodens werden. Dann erst wird der Boden der gegen Papiermark ist aber eberso abzulehnen. Die fre. und Veräußerung, alsa das freie Eigentum wenn der Boden gegen eine unlösbare, für das eingetragene Naturalwertrente den Siedlern wird. Außerdem muß für das Reich, Länder oder Ge⸗ meinden ein Wiederkaufsrecht gelten, so daß jeder Wucher mit Boden unmöglich gemacht ist. auf freier Scholle wird sich wohl fühlen, seine ganze Kraft zur Verbesserung seines Bodens, zur Erzielung höchster Erträge aufwenden. Daher muß das Allgemeininteresse darauf gerichtet sein, freies Eigentum, nur durch Un- lösbarkeit einer Naturalwertrente und Wiederkaufsrecht beschränkt, als Besitzreform zu schaffen.“ 5 Herr Tantzen hat wohl ganz übersehen, seinem Vorschlage genau dasselbe verlangt, was die Sozial demokraten in ihrem Bodenprogramm niedergelegt haben, denn die Belastung der Siedlergrundstücke mit einer unab- ols die Vergebung der Grundstücke in Erbpacht bezw. nach Heimstättenrecht. sozialdemokratischen Bodenprogramm verlangt wird, mehr als bisher bei der Schaffung neuer Siedlerstellen die · jenigen berücksichtigt werden sollen, die mit der Landwirt- schaft von Jugend auf vertraut find. Das sind aber in erster Linie die landwirtschaftlichen Söhne Kleinbauern, Siedler und Henerleute sowie die zweiten und dritten Söhne derjenigen Hofbesiver z. B. in der Provinz Hannover, deren Höfe in die Höferolle eingetragen sind und sich ungeteilt auf den ältesten Sohn vererben. Ich glaube daher, daß die Richtlinien unserer Reichstagsfraktion zur Lösung der Bodenfroge eine sehr geeignete Grundlage für die ländliche Bodenreform darstellen, und daß die Partei sich auf dem rechten Wege befindet wenn sie dieses Programm noch zu verbessern und auszubauen versucht. Ziehen wir im nächsten Jahre mit der Parole„Land dem Volke!“ in den Reichstagswahlkampf, dann müssen alle anderen Par- teien hierzer Stellung nehmen, und es wird sich zeigen, daß die ländlichen Wähler nur denjenigen ihre Stimme geben, von denen sie in Zukunft wie bisher bei der Pachtschutzgesetz⸗ Vollsgemeinschaft den höchsten Nutzon bringen; nur dann de die einzelne Familie, werden ont die Dauer hböchste Erträge ersielt. Verkauf! gebung usw. weitgehendste Unterstützung zu erwarten haben. geiurenat 5 ort⸗ Erbit⸗ N Nur der freie Bauer daß er mit lösbaren Naturalwertrente ist doch schließlich nichts anderes Auch ich begrüße besonders, daß in dem daß der Pächter, 15 3—— 8 . 1 Vild davon machen, was aus der französisch⸗belgischen Aktion und dem Versailler Vertrag werden würde, wenn in Paris oder Brüssel das geringste Nachgeben festzustellen sei. Frankreich möchte ablehnen. Eine Havas⸗Depesche aus London teilt mit, daß ein französisches Dokument, das die Ansicht der französischen Regierung über das deutsche Memorandum darlegt, in London eingetrossen ist und dem en 10 hen Kabinett vor seiner Sitzung überreicht werde. Dem gleich⸗ zektigen offiziösen Havasbericht zufolge legt Herr Poincarͤ in dem ersten Teil des Dokuments den Wunsch dar, daß das Kabinett von London sich dem Kabinett von Paris und Brlissel anschließe, um von Deutschland die Aufgabe des passiven Wider⸗ Run 5e zu verlangen. In dem zweiten Teil des Dokumentes er⸗ kle der französische Ministerpräsident, daß, wenn Deutschland den alliierten Regierungen die Genugtuung gegeben habe, die französische Regierung geneigt sein werde, die Lösung der Reparationsfrage zu prüfen unter der Voraussetzung, daß diese Prüsung im Rahmen des französischen Memorandums vor sich geht. Unter diesen Um⸗ ständen würde sich die französische Regierung bereiterklären, eine gemeinsame Antwort an Deutschland abzugeben, die sich im lebrigen einfach darauf beschränkt, Deutschland aufzufordern, den passiven Widerstand zu beendigen. Man nimmt an, so heißt es brveiter, daß die englische Botschaft immer über die Absichten der ffranzösischen Regierung unterrichtet gewesen ist. Der Londoner Korrespondent des Echo de Paris glaubt seinerseits zu wissen, daß außer dieser ersten Mitteilung der sranzösischen Regierung an das englische Kabinett noch eine weitere Mitteilung Frankreichs zu er⸗ warten ist, die den französischen Gesichtspunkt näher darlegt. Wahr⸗ scheinlich würde die Pariser Regierung, so schreibt der Korrespon⸗ dent, in dieser zweiten Mitteilung für die Zurückweisung des deutschen Angebotes in der Garantiefrage eintreten, wenigstens hinsichtlich der Garantien so wie sie in dem letzten deutschen Memo⸗ randum formuliert find und sie würde weiterhin das Prinzip einer ernationalen Kommission zur Abschätzung der deutschen Zahlungs⸗ fähigkeit zurlckweisen. In gewissen englischen politischen Kreisen, die ganz besonders wohl informiert sind, denke man indessen, daß dieser letztere Punkt noch nicht geklärt werden kann. Man meint, daß die internationale Kommkssion zur Abschätzung der deutschen Zahlungsfähigkeit nicht, wie Frankreich meint, eine Verletzung der Rechte der Reparations⸗ kommission darstellen würde, denn man könne ja z. B. diese inter⸗ nationale Organisation als eine Emendation der Reparationskom⸗ mission selbst aufassen, oder sie z. B. dadurch bilden, daß sich die zparationskommission durch einige amerikanische oder neutrale tglieder erweitert. Cuno in Westfalen. Der Reichskanzler hielt am Samstag bei einem Empfangs⸗ 1 5 der Deutschen Presse in Mlinster eine außenpolitische Rede. ie allgemein gehegte Befürchtung, daß er auch hier wieder Por⸗ 8 Herr Cuno hat im allgemeinen nochmals an die Vernunft 5 ellan zertrümmern würde, hat sich zu unserer Zufriedenheit nicht t „ 1. neue Zweidentigkeit, deren sich die Regierung zum Schad 1 e 1 Welt appelliert und auf jeden Phrasenschwall, den die Deutsch⸗ nationalen von ihm immer noch erwarten, verzichtet. Endlich ist also auch in der Wilhelmstraße die Besinnung zurückgekehrt und die Ein⸗ sicht gekommen, daß man mit Phrasen, wie sie kürzlich in München f We wurden, keine Politik machen kann. Die Zurückhaltung erscheint uns im Augenblick notwendiger denn je. Die alliierten Mächte verhandeln zur Zeit über eine ge⸗ 13 Antwort auf das Memorandum der deutschen Regierung. Ni könnte Herrn Poinaré in diesem Augenblick angenehmer fein, en be kes und den Deutschnationalen zu Liebe allzuoft befleißigt Wäre man früher zur Einsicht gekommen, dann wäre dem deut⸗ 1 lke manches erspart geblisben, und vor allen Dingen hätten in Framkreich die maßgebenden Persönlichkeiten einen Verzicht auf den passiven Widerstand gefordert, wenn der Sinn für politische Not⸗ endigkeiten in der Wilhelmsstraße bereits vorhanden gewesen wäre, als Deutschland im Ruhrgeblet noch eine gesicherte Abwehrstellung besaß. Es ist begreiflich wenn Frankreich heute auf die einmal in die g Debatte seworfene Forderung nicht verzichtet. Die französische Re⸗ gie rung 15 sich klar über ihre Machtposition, die ste sich zweifellos er⸗ rungen hat, und deshalb auch bemüht, sie aus Prestigegründen voll dauszumützen. Schon hat sie den Entwurf für die gemeinsame Ant⸗ wort fertigggestellt. Sie verweist zunächst darauf, daß die deutschen Vorschläge in ihrer gegenwärtigen Form nicht annehmbar sind, ge⸗ wisse Punkte in den deutschen Angeboten will man geändert sehen, wenn eine Verständigung möglich werden soll. Frankreich wie Bel⸗ bestehen unbedingt darauf, daß Dentschland vor dem Beginn der 5 2 indlungen auf den„passiven Widerstand“ verzichtet. ngesichts dieser Tatsache, an der kaum noch etwas zu ändern wird, halten wir es für zwecklos, fortgesetzt eine Diskussion über die Aufgabe des passiven Widerstandes abzulehnen. Es ist unbedingt 91155 Fsch⸗delgische Ruhrunternehmen gerichtet werde und könne sich ein nolwendig, auch in diesem Punkte zu einer Verständigung men. die wir in einem Waffenstillstand auf Gegenseitigkeit sehen. Langsam muß sich die Regierung in diesem Sinne aktiv betätigen und wenn nicht offiziell, so inoffiziell entsprechende Maßnahmen er⸗ greifen. Sie sollte endlich bei allen politischen Handlungen bedenken, daß Deutschland alles zu verlieren hat, und daß was Frankreich noch aufgeben könnte, schließlich nur auf unsere Kosten aufgegeben wird. Der Sozialdemokratie ist eine Verständigung unter Opfern im Rahmen des Möglichen jedenfalls lieber, als die von den Deutsch⸗ nationalen bewußt geförderte und herbeigesehnte Kapitulation. Politische Uebersicht. Die Wahlen in Oldenburg. Die am gestrigen Sonntag in Oldenburg abgehaltenen Landtagswahlen brachten der Deutschen Volkspartei nicht den Erfolg, den sie sich nach ihren Aeußerungen erhofft hatte. Die Wahlen verliefen vollkommen ruhig. Die Wahlbeteili⸗ gung war viel stärker als bei den letzten Wahlen. Gewonnen haben in der Hauptsache die extremen Parteien rechts und links, also diejenigen Parteien, die sich im heutigen Staate jedes Maß von Verantwortungslosigkeit erlauben dürfen. Der Gewinn der KPD. erfolgte auf Kosten der früheren US., sodaß die VSP. jetzt 2 Sitze weniger haben wird. Nach dem vorläufigen amtlichen Wahlergebnis er⸗ hielt die SPD. 44000 Stimmen, während die SPD. bei der letzten Wahl 31730 und die USP. 20 692 Wähler hatte. Die Kommunisten eroberten ungefähr 8000 neue Wähler; sie erhielten 26 730 Stimmen. Nach den bis jetzt vorliegen⸗ den Ergebnissen erhielten die Demokraten infolge der ver⸗ hältnismäßig stärkeren Wahlbeteiligung rund 33 000 Stim⸗ men gegen 27 160 bei der letzten Wahl. Das Zentrum verlor rund 6000 Stimmen, es erhielt statt bisher 44000 nur rund 38 000 Stimmen, während die Deutsche Volkspartei nur die Zunahme um einen Sitz erreichte. Sie ergatterte trotz der skrupellosesten und demagogischen, mit ungeheuren Geld⸗ mitteln inszenierten Wahlmache nur 4000 Stimmen mehr als bei den letzten Wahlen, also 44 000. Günstig schnitten die Deutschnationalen ab. Sie stiegen infolge der Agitation ihrer zahllosen Einpeitscher von 2773 auf 13 000 Stimmen, wobei zu berücksichtigen ist, daß sie dabei einen Teil der Stimmen des Landbundes aufnahmen, der bei dieser Wahl nicht wieder aufgetreten ist. Jedenfalls aber haben die Rechtsparteien den so heiß ersehnten Erfolg, die alte Koalition zu zerstören, nicht ge⸗ habt. Auch jetzt noch haben VS PD., Demokraten und Zen⸗ trum dieselbe Stärke wie bisher und bleiben allein regierungsfähig. Es ist dabei zu erwarten, daß die alte „kleine“ Koalition das„Beamtenministerium“ ablösen wird ohne die Deutsche Volkspartei, die glaubte, bei dieser Partie das große Geschäft zu machen. Zu erwähnen ist noch, daß die USP. des Herrn Ledebour in ganz Oldenburg 2300 Stimmen ergattern konnte. * Natlonalisten⸗Exzesse an Schlageters Bahre. Die am Freitag in Elberfeld erfolgte Trauerfeierlichkeit für den von den Franzosen erschossenen Leo Schlageter, der der Organi⸗ sation Heinz angehörte, von der feststeht, daß eine große Anzahl ihrer Angehörigen im Solde der Franzosen steht, gestaltete sich zu einem großen 1 Exzeß. Von nah und fern waren Stahlhelmleute Hakenkreuzler, Jungdoleute usw. mit Bannern und Fahnen in allen möglichen Uniformen angerückt. Die Beteiligung war riesenhaft. An ihr nahmen u. a. auch die Spitzen der Be⸗ hörden teil, sowte die meisten der ausgewiesenen und höheren Be⸗ amten, so Dr. Schlutius aus Düsseldorf und Regierungspräsident Grützner, der bestrebt war, der Veranstaltung den nattonalistischen Charakter zu nehmen. Grützner hatte dem Polizeipräsidenten von Elberfeld, einem ehemaligen Rittmeister, mitgeteilt, daß schwarz⸗ weißrote Schleifen und antirepublikanische Abzeichen und Fahnen nicht getragen werden dürfen. Außerdem ließ er einen Kranz mit schwarzrotgoldener Schleife überreichen. Das Verbot war jedoch ohne seden Erfolg. Schon zu Beginn der Veranstaltung zeigte sich, 5 2 daß Kräfte am Werk die die Feier po gestalten und die Erregung, die die Erschießung Schlage gerufen hatte, zu autirepublikanischen Zwecken au Während die Elberfelder Or ie von schwa Schleifen absahen und weiße Schlei 10 wählten, rückte wärtigen mit schwarzwweiß roten Schleisen. ie teilw. mit Hakenkreuzen verziert waren. Vor Beginn der protestierte man gegen das Verbot der Regikrung und Polizei ere wollte, erklärtee in ehemaliger Kon aus einem oberschlesischen Freiwilligenkorps, daß de schwarzweißroten Schleifen nur über seine Leiche g eigentümliche Rolle spielte der Polizeipräsident von Dieser Mann, der infolge des Verbotes des Regierungsp Gützner antsmüdde sein soll, erklärte, daß er nur seinen führe; wie er als Mensch denke, brauche nicht erörtert Er habe seinen Beamten den Befehl zur ace ee der weißroten Schleifen gegeben, die aber nicht wagten, der 1 der Menge, den Befehl zur Ausführung Bei der eigentlichen Trauerfeier sprachen Prälat Neum Pastor Fricke. Neumann nannte die Tat Schlageters große Heldentat und sagte, man müsse sich d ö Schlageter zum Vorbilde nehmen. l 1 0 wollen wir weiterwirken. Besonders die Aus s Pastors Fricke waren eine Aufpeitschung der Leidenschaften in schlimmster Form. Der Sarg Schläg dann von Stahlhelmleuten auf der Schulter von der Stad dem Hauptbahnhof Eleberfeld getragen. 5 Wie wir weiter erfahren, hat Regierun äsident angeordnet, daß gegen alle, die sich bei der sfezeler; 0 das Verbot vergangen haben, vorgegangen wird. In hat er angeordnet, daß die Namen der 1 7 der ver Uniformen festgestellt werden, damit sie zur antwor zogen werden können. 0 g a f a Lohnkämpfe in Hannover. Auch in Hannover hat die Notlage der arbeitenden Ber erheblich zugenommen. Ernste Komplikationen sind in den Betr des Peiner⸗Walzwerkes und der Ilseder⸗Hütte zu befürchten Arbeiter dieser Betriebe haben das letzte Angebot de industrie, das ab 3. Mai 1518 Mark, ab 26. Mai 2250 M Stundenlohn vorsah, mit neun Zehntel Mehrheit abgelehn für Arbeitseinstellung entschteden. Da laut Arbeitsordn achttägige Kündigung für die Betriebe besteht, wird diese nutzt, um unter Mitwirkung des Reichsarbeitsministerin Verständgung zu erzielen.— Die Bereithaltung der tec Nothilfe ist bereits angeordnet, weil durch die Stillegung treffenden Werke die Skromversorgung der Stadt Hanno bunden wilrde.** 1 Landarbeiterstreik in Schlesien. Dior, Deutsche Landarbester⸗Verband hat für Mittel- u derschlesien den Generalstreik erklärt, da die Arbeitgeber d füllung der bescheidenen Landarbeiter forderungen ablehnen gerade die schlesische Landwirtschaft in der letzten Zeit Gewinne gemacht hat. Die Mindestbedingungen des Landa Verbandes für die Wiederaufnahme der Arbeit umfassen e beihilfe in Höhe eines Monatslohnes nach den Februatsägen die Vervierfachung der Febtuarlöhne für Juni. Bezah Streiktage wird nicht verlangt, dagegen die volle Aushändig are und der Verzicht auf Entlassungen aus An Streikes.* l Der Streik in Oberschlesten. Did Streiklage in Oberschlesien hat sich wesentlich ve Die Arbeitgeber lehnen alle Verhandlungen ab, da der S von den e erklärt worden sei und sie ihn wilden Vertragsbruch betrachten. Bürgerliche Meldungen gebliche Terroralte werden von gewerkschaftlicher Seite als u bezeichnet. Ueber die genaueren Ziele des Streiks ist info Planlosigkeit der Agitation von kommunistischer und union Seite ein klares Bild nicht zu gewinnen. Die Ursache de standes liegt im wesentlichen in der maßlosen Teuerung, Industriegebiet neuerdings besonders scharfe Formen angen hatte. 1 Die Telunion meldet aus Gleiwitz: Die Betriebst schlesiens erschienen zum Kongreß am Sonntag n waren die streikenden und die nichtstreikenden Werke. Die f gelassenen unionistischen Betriebsräte drangen während der ferenz in den Sagl, den ein großer Teil der Konferenztei verließ. Angehörige der Zentralstreikleitung eröffneten darau neuen Kongreß. Dieser beschloß, in Oberschlesien den Gen auszurufen. 7 verlorene Sohn. Der n Roman von Hall Caine. 4 Es lagen nur wenige Jahre zwischen der Geburt der bier Kinder, Magnus aber war das alteste und Helga das jüngste, während Oskar und Thora fast gleichen Alters waren. Die Frauen der beiden Freunde hätten kaum ver⸗ schiedener sein können. Anna, schlicht von Angesicht, in Klei⸗ dung und Lebensgewohnheiten, war in praktischer Hinsicht eine echt isländische Hausfrau, fleißig, mäßig und sparsam. Obgleich die Stellung eines General-Gouverneurs hohe Würde in sich schloß, war sie doch bei weitem keine einträg⸗ liche, und Anna spannte ihre Segel je nach dem Lauf von ihres Gatten Schiff. Sie war klug, aber nicht wohlunter⸗ richtet, weise, aber nicht aufgeklärt, und regierte den Gou⸗ verneur, indem sie ihm gehorchte. Stephan fand in seiner Frau seine zuverlässigste Verwalterin und trceueste Rat⸗ geberin. Er hatte tiefen Respekt vor ihrem Instinkt, nicht aber gerade viel Hochachtung für ihren Geist. In allen zweifelhaften Föllen fragte er sie um Rat und saß aufmerk⸗ sam lauschend da, während sie ihm sagte, welchen Weg er verfolgen müsse, sobald sie aber begann, ihre Gründe für den Verfolg desselben auseinanderzusetzen, sprang er auf und entfloh. Des Faktors Frau war ausgesprochen hübsch, wankel⸗ mütig und eitel, und ihr Betragen nach ihrer Ankunft auf g Island ganz danach angetan, die Skandalgeschichten, die sich an ihren Namen knüpften, zu rechtfertigen. Sie war auf⸗ fallend in ihrer Kleidung, verschwenderisch in ihrer Wirt— schaft, unstet in ihren Gewohnheiten und romantisch in ihren Neigungen und begann nach einer Weile über die Gleichförmigkeit und Trübseligkeit des sie umgebenden Lebens zu spötteln. Eine leichtfertige Frau macht einen schwerfälligen Gatten, und der Faktor, der damals noch kein reicher Mann war, begann einzusehen daß er durch seine Heirat mit der dänischen Schönheit eine Ware erstanden habe, die er weder umtauschen noch zurücksenden könne— eine Hausfrau, die sein Haus vernachlassigte und eine Mut⸗ ter, die sich wenig aus seinen Kindern machte. Die Kinder waren die ersten, die ihrer Mutter Mangel an Interesse für Island herausfühlten, denn während es im Gouvernementsgebäude anläßlich irgend eines heiteren Festes, wie Magnus' erster Ferientag, oder Oskars letzter Geburtstag, stets vergnügt und fröhlich herging, gab es im eigenen Hause, das immer still und meistens kalt war, keine Ferten⸗ oder Geburtstage zu feiern. Ein Mutterohr aber ist hellhörig und über die Kluft hinüber, die zwischen den Häu⸗ sern des Gouverneurs und des Faktors gähnte, hörte Anna die Herzen der kleinen Mädchen und ersann sich Pläne, ihnen beizukommen. Des Faktors Frau war froh genug, sich ihrer langweiligen Pflichten enthoben zu sehen, und un⸗ gestört dramatische Zeitschriften und französische Novellen verschlingen zu können, und so kam es denn, daß Thora und Helga die Hälfte ihrer Kinderzeit bei Anna verbrachten und daß ihre Gestalt es war, die, sobald sie während ihres ganzen späteren Lebens zu den blauen Bergen der Kindheit und Jugend zurückdachten, ihnen an Mutterstelle vor⸗ schwebte. Welch köstliche Tage verlebten die vier Kinder, Annas Flügeln vereint! So lange sie klein waren, das Regierungsgebäude einem Nest voll Singvögel, und wenn es hier und da auch einmal mehr einem Affenhause ähnelte, so herrschte doch stets Leben und Glück in ihm. Waren aber Fest⸗ und Feiertage, dann pflegten der Gouverneur und der Faktor mit ihren langen deutschen Pfeifen aus ihren Bureaus unter die Küchentüre zu treten, um dem Getolle der Kinder zuzuschauen. Und beim Anblick Annas, wie sie gleich einer im besten Alter stehenden, mütter⸗ lichen Feenpatin, ihr schlichtes Antlitz von dem Liebreiz der Liebe verklärt, so mitten unter ihnen stand, pflegte der Gouverneur ein„Gott segne sie!“ und der Faktor ein„Gott senger mein mutterlosen Mädchen!“ vor sich hin zu murmeln. Und dann senkten beide alten Freunde den Kopf und kehrten zu ihrer Politik zurück. Drittes Kapitel. Wie die Kinder des Gouverneurs und des Faktors bei Beginn ihres Lebens waren, so blieben sie bis ans Ende des⸗ selben. Thora war stets ein fröhliches kleines Wesen, dessen anmutiges Gesicht ein immerwährendes Lächeln umspielte. Sie schloß oder schmiegte sich meistens irgend jemandem an gewöhnlich Oskar konnte aber stundenlang unter glich scheicheln, scheltend und üngend bei ihrer Puppe sitzen, denn der mütterliche Instinkt war von Anfang an st ihr ausgeprägt. g Helga war 3 Schwester. Sie hatte schwarzes Haar, große, hellbraune, oft halbgeschlossene Augen, ein Stumpfnäschen und einen großen Mund mit dünnen, meist ein wenig verzogenen Lippen. Eine Hexe mag 1 einem zarten Teint und ein Engel unter einer dunklen zu finden sein, Helga strafte ihr Aeußeres nicht Lügen. war glänzend wie ein Kiesel im Bach und ebenso har unbeweglich. Sich selbst genügend schloß sie sich niem an, liebte es aber, aller Augen auf sich gerichtet zu se Sie sang wie eine Drossel und fand in ihrer Verstellu kunst und mangelhaften Unterscheidungsgabe für Wal und Dichtung die größte Freude darin, sich in prunk Verkleidung von Papierkronen und Diademen herau putzen. 0 a Die Söhne des Gouverneurs waren sich ebenso un Magnus war ein großer, schwarzhaariger, schwerfäl schweigsamer und bedächtiger Junge und galt für zie beschränkt. Das Lernen wurde ihm schwer und sein trug oft einen nachdenklichen, manchmal einen dü mürrischen Ausdruck. Anderersests war sein 0 Charakter ebenso feinfühlend wie sein Geist und wenn irgend jemand ih Bleistist borgte, ging er meilenweit, um ihn wi liefern. Die Folge hiervon war, daß sein Gerechtigke bis zur Empfindlichkeit scharf entwickelt war, und er unter einer unverdienten Rüge als unter einem S Seine höchste Freude wor ein Besuch auf dem Familiengut Thingvellir, und wenn ihn jemand fragte, er werden wollte, platzte er sofort mit der Antwor Pachtkauer“ heraus. In seiner Vorliebe für Tien völkerte er das Haus mit Hunden, Katzen, Maulwil weißen Mäusen und schien für niemand anderes a seine Mutter ein Herz zu haben. Kein liebenswt sondern eher ein mürrischer und unzufriedener Kn er durchaus kein allgemeiner Liebling nur Anna hiel viel von ihm. 8 1 (Jortsetzung folgt.) —— Deutscher Reichstag. , N Berlin, 9. Juni 1923 eee die sogialdemobratische— interpel 5 vr den dolce enge e aide(nig Wee) al 85 er Sozlaldemokraten, die den Frie⸗ n 9 7 988 5 und den flüdischen Kapftalisten in die en r(u. Soz.) fordert zur Beseitigung des ien preteetee die auc, n der Lenk ic deen berge schaffen.— Alss mn erhält das Scherk e e e rtig in 1 Abg. Robert Schmidt(Soz.): f n, um das Si d ing zu stoppen und di as ist ein mis, mit dem wir eden sind. Als die Maß tet wurden, ging ein G diesem gewaltigen Anp ige eee der ser steigenden Entwertung Entwicklung und A. Es ist hier viel Über die Vorzüge der freien Wirtschaft 5 0 U geredet en, aber niemand hat gesagt, wie man die Opfer dieser freien tschaft unterstützen soll. Fsir uns ist die freie Wirtschaft und die wangswirtschaft keine Glaubenssache. Der Getreidepreis wird 9 0 der Fleischpreis nur durch die Konjunktur 12 die Höhe — Die Anpeffüng an die Weltmarktpreise ist nicht nötig, well 5 13 1 zu Unrecht an Löhnen sparen, weil wir ein Opfer von der Arheiterschaft verlangen, während r anderen Seite jedes Verständnis für dieses Opfer fesslt. 15 behauptet, die Landwirtschaft könne keine weiteren Lasten tragen. 5 Ein Beispiel: ir das Ablieferungsgetreide wurde in den letzten Monaten 685 000 Mark pro Tonne bezahtt, während es im frelen pandel 2 Millionen Mark kostet. An jeder im freien Handel verkauften Tonne Getreide erübrigt die Landwirtschaft also gegenüber dem Ablieferungsgetreide 1315 000 Mark. Wenn diese Marktlage aufrecht erhalten wird, und wenn man berücksichtigt, daß die Landwirtschaft in diesem Jahre 2,1 Millionen Tonnen Brotgetreide abgeliefert hat, dann wird sie im nächsten Jahre allein aus dieser Differenz einen Gewinn von 27 Bll⸗ ionen Mark, oder bei einem Dollarstand von 80 000- 138 Millionen 0. rk erlangen.(Hört! hört! links.) Nobelerweise wollen die n daftir auch 200 Millionen zur Reparation beitragen. Ueber ö die Wirkung unserer Sleuergesetzgehung auf die Landwirtschaft hat mueeilich ein Abgeordneter in der hessischen Kammer einige Ausführun, n. geen gemacht, die ergaben, daß der Pächter eines Besit ums von 904 is zu 750 Morgen, daß er bewirtschaftet, Defizit macht und keine inkommensteuer bezahlt, während dieselbe Steuergesetzgebung bei inem Besitztum von 70 Morgen ein Einkommen von 75 000 Mark * date und dem Besitzer oder Pächter mit Mk. 7500.— Steuern N et. Der große Hesitzer ist also frei, während der einfachste Landarbeiter . seine Steuern zu zahlen hat. 0 Dieser Ar ist unhaltbar und kann unmöglich aufrecht erhalten werden. Wir halten nichts davon. zur Besserung der Verhältnisse Schaufensterscheiben einzuschlagen und haben mit Genugtuung davon Kenntnis genommen, daß auch der kommunistische Redner von den Krawallen der letzten Tage abgerückt ist. Die Hilfeleistung der In⸗ dustrie in der Reparationsfrage hat die Unzufriedenheit in unserem Volke nur geschürt, Haben die Arbeiter für ihre Mitwirkung am Ruhrkampf, für die Opser, die sie brachten, Forderungen gestellt? Sie haben nur gefordert, Sorge dafür zu tragen, daß sie nicht zu⸗ grunde gehen. Von der Regierung fordern wir, daß sie dafür sorgt, daß den Angestellten und Arbeitern in Industrie, Handel und Land⸗ mi Löh ezahlt werden, die 1. sieht, daß kapitalistische Interessen⸗ Wenn unser Volk immer wieder kreise 1 der Markentwertung keinen Schaden haben, sondern daß sich die Preisentwicklung mit der Markentwertung parallel bewegt, so fühlt ee sich mit Recht zurückgesegkt, denn es ist nicht in der zu Gericht zu sitzen. ein Auskommen ermöglichen.“ J zelt bekfagen. Ble rchen n iind her don zen Substazvertisten ber berechen ee ö n den Substanzver en der „Aber treiben wir nicht auch ein Stüi Raubwirtschaft mit unserer Arbeitskraft, die auch eiue volkswirtschaftliche Substanz, zwar nicht eine tote, aber eine lebende von ungeheuerem Werte ist? und ist es nicht eine Raubwirtschaft, daß unser Volk nicht genügend er⸗ währt wird, daß die Kinder krank, gebrechlich sind und geisstig zurückbleiben? Diese trüben Aussichten für die Zukunft verpflichten Uns, len die Frage zu prüfen, ob nicht ein automatlscher Weltmesser zu finden ist, der die Löhne an die Entwertung der Mark und die Preisentwicklung anpaßt. Herr Dernburg hat gesagt, die Produktion sei um 50 Prozent zurückgegangen. Bei der Stein⸗ kohle im Ruh ebtet haben wir im Jahre 1922 gegen 1913 einen Rückgang von 15 Prozent. Es fragt sich, welche Betriebseinrich⸗ tungen dort rückständig geblieben sind, die die Erklärung für den Rückgang der Produktion geben. Und dann sage ich offen; so wie es vor dem Kriege der Fall war, konnte mit du Arbeitskräften im Kutschen Bergbau nicht weiter gewirtschastet werden. Mit 40 Jahren werden diese Leute als verbrauchte Menschen auf die Schutt⸗ halden geworfen. Bei der Braunkohle haben wir in demselben Zeitraum ein Plus in der Produktion von 57 Prozent. Im Kali⸗ bergbau haben wir eine Zunahme der Absatzziffer von 19 Millionen Doppelzentnern gegenüber im Jahre 1913. Auch beim Aluminium ist eine erhebliches Zunahme der Produktion zu verzeichnen. Für eine ganze Reihe won Industrien ist es natürlich auch sehr schwwer, Man glaubt, wenn wir billig liefern, könnten wir den Markt wieder erobern; das ist falsch, denn der Krieg hat uns nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt die Konsumfähigkett, die wirtschaftlichen Grundlagen vernichtet. Ich sehe für die kommende Zeit nach den Erklärungen der Regierung und ber Parteien kein Ausschalten des wetteren Verfalls der Mark, weitere Bedrängnis aller Erwerbsschichten, die bis ins unerträgliche wächst. Wer hier helfen will, darf sich mit der Erklärung wirtschaftlicher Uebelstände nicht bognligen. Nolg weniger sollte er sie beschänjgen. Es gilt, den Fe 1 diese Mißstände aufzunehmen!(Lebhafter Beifall bei en Soz. Damit ist die Interpellationsdebatte beendet.— Ein von den Kommunistett eingebrachter Mißtrauensantrag gegen die Regierung Euno wird gegen 5 kommunistische Stimmen abgelehnt.— Schluß 4½% Uhr. Nächste Sitzung Montag 3 Uhr. Gießen und Umgebung. Natlonalistische Demonstration mit der Leiche Schlageters. Am Freitag abend passierte die Leiche des von den Franzosen hingerichteten früheren Offiziers Schlageter den Gießener Bahnhof, um nach seiner Heimat Baden transportiert zu werden. Auch in unserem Blatte wurde die Vollstreckung der Todesstrafe an dem Schlageter selbstverständlich verurteilt; nach unserer Ansicht haben die Franzosem überhaupt kein Recht, über Deutsche im Ruhrgebiet Trotzdem muß— mit diesem Vorbehalt— die Tat Schlageters, wenn er wirklich getan hat, was ihm zur Last gelegt wurde, entschieden verurteilt werden, weil diese Dinge (Sprengungen usw.) dem Reiche und unserem Volke An Schaden zufügen. Daher ist es ganz unangebracht, den Mann als Helden und Märtyrer zu feiern, wie es bei dem Leichentrans port in mehreren Städten und auch hier in Gießen geschehen ist. Ver⸗ mutlich war eine Mitteilung hierher gelangt, daß die Leiche den hiestgen Bahnhof um 10 Uhr abends passieren werde, es hatte sich daher eine große Menschenmenge am Bahnhof eingefunden. ez uns berichtet wird, wurden bel dieser Gelegenheit hetzerische Reden gegen„Novemberverbrecher“, die Republik üsw. gehalten. Wer die Herren waren, die so mutige und tapfere Reden hielten, konnten wir noch nicht erfahren. Sicher ist jedenfalls, daß die Leichen⸗Demon⸗ stration bei allen verständigen Leuten keinen Eindruck machen kann. Bemerlt sei noch, daß der Leo Schlageter der Organisation Heinz angehörte, von der feststeht, daß eine große Anzahl ihrer An⸗ gehörigen im Solde der Franzosen stand.— Schon in Elberfeld gestaltete sich die Trauerfeier zu einem großen natio⸗ nalistischen Erzeß. Von nah und fern waren Stahlhelmleute, Hakenkreuzler, Jungdoleute usw. mit Bannern und Fahnen in allen möglichen Unfformen angerückt. Die Beteiligung war riesenhaft. An ihr nahmen unter anderm auch die Spitzen der Behörden teil, sowie die meisten ausgewiesenen höheren Beomten, so Dr. Schlutius aus Dlisseldorf und Regie rungspräsident Grützner, der bestrebt war, der Veraustaltung dem nationalistischen, Charakter zu nehmen, Grützner hatte dem Polizeipräsldenten von Elberfeld, einem ehemaligen Ritt⸗ meister, mitgeteilt. daß schwarzweißtote Schleifen und antirepublika⸗ nische Abzeichen und Fahnen nicht getragen werden dürfen. Außer⸗ dem ließ er einen Kranz mit schwarzrotgoldener Schleife überreichen. Das Verbot war jedoch ohne jeden Erfolg. Schon zu Beginn der Veranstaltung zeigte sich, daß Kräfte am Werke waren, die die Feier parteipolitisch ausgestalten und die Erregung, die die Erschießung Schlageters hervorgerufen hatte, zu antirepublikanischen Zwecken Ordnung, daß die Löhne heute nur 40—50 Prozent der Vorkriegs⸗ ꝗ6Ptß.... ˙ r!N——— Gastspiel der Frankfurter Oper. Don Juan. Oper in 2(3) Akten von W. A. Mozart. Was uns Darmstadt versagte hat uns Frankfurt beschext: den Here h Mosarischen„Don 1 8 Auf Mozart selbst haben wir schon ge⸗ er dull legentlich unferer Figaro⸗Bosprechung kund, reien und 115 ict Lin andlung des„Don Juan“ wurde 1 0 Tetl anläßlich c Grab 0 i schhen Schauspieles bereits etwas eingehender erwähnt. Dor Tert en en bes Lorenzo da Ponto wurde in der Bearbeitung von Hermann sich nie Levi geboten, die musikalische Leitung war Dr. Ludwig Rot⸗ Atet U. tenberg, die Spielleitung Franz Warten berg anvertraut, * tl als besonderer Anspizient zeichnete Albert Dobbertin ver⸗ er antwortlich. 5 1. 5 f „GC b i feiert ertr. N 8 giese 1 95 0 05 10 0 genannt): der Komtur. Leporello und Ma⸗ men len fetto singen Baß; Don Oetavio Tenor; Donng Anna, Donna El⸗ bvira und Zerlie Sopran. Die Handlung spielt in Sevilla im 17. 9 4 eben 5* nde Berichterstattung erfordert, daß zubor reinlich „e Bete Sen aus ben Kerben voll Lob fiir unsere Gäste heraus⸗ 55 75 1 0 7 0 ö 9 1 ben Fahrten einer Orgel aten ueber f abe n e e ente Lerttetz weiblicher Hauptpar tem n, icht rechten darf, den alte Erfahrung, über die man in der 1 1 0 1 ein. will man sich nicht die Gunst der besuchenden gr 15 8 aupt verscherzen. Die„Zerline“, ehemals, eine Glanzrolle der 1 12 i 9 nd die onna Anna“, mit der eine Hen⸗ ich 1 a S 1. 10 0 ihre 1 7 0 begann, ee 890. 5 f ii i sesungen, die, mit dem Frank⸗ — doegsondt erwachen, eie unbedingt abgerundete 1. 2 nen, die man eben oon berühm⸗ ündigten und im großen und n nd ein Fest ist. 11 1 eus mitgebrachten Requi⸗ geteilter Meinung sein. 1 mochte die Bühne nur schwer einen . e des Komturs“ vorzutäuschen und gerhause.— ö te(wohl etwas zu stark in 1 Tongebung das Haus, n erst geboren und aller ursprünglichen e keen ee ee Und nun der Don Juan Adolf Permanns. Wir kennen nicht al le bedeutenderen heutigen Darsteller dieser Rolle— Adolf Permann aber muß wohl einer der größten sein. Musikalisch erübrigt sich jede„Kritik“ und mimisch set die gebotene richtige f ee der Gestalt als eine im Grunde tragische ausdrück⸗ lichst festgestellt. Hans Erls„Comthur“ und A dolf Jägers „Don Octavio“ standen gleichfalls auf löchster Höhe. Richard von Schenk, der den„Leporello“ sang, ist nicht nur in Gießen ein besonders beliebter Gast, sondern auch überhaupt als erst⸗ klassiger Künstler zu bekannt, als daß wir seine Vorzftge im einzel⸗ nen zu bewetsen 711 7 Die undankbare Rolle der„Donna Elvira“ wurde von Elisabeth Friedrich gefanglich und schau⸗ spielerisch wahrhaft gemeistert und Rudolf Brinkmann als Ma⸗ setto half ebenbürtig, die ihm zufallende besondere Aufgabe hervor⸗ ragend durchzuführen. Anna Karasek vom Nationaltheater Mannheim, als Gast- Gast, und Anta Franz, die ihre Kor- legin Elisabeth Kandt vertreten mußten, seien besonders be⸗ dankt, daß sie das Opfer übernahmen, gegenüber dem eigentlichen Ensemble womöglich etwas abzufallen. Wir freuen uns, feststellen zu können, daß sie sich nicht nur keine Enttäuschung bereiten mußten, sondern überraschend glücklich sich an⸗ und einzupassen wußten. Namentlich gab sich die anfangs gessanglich entweder etwas indisponferte oder befangene„Zerline“ hald in freierer und rei⸗ nerer Stimmgebung, sodaß sich musikalische und schauspielerische Leistung bestens die Wage hielten. „Vier Diener“ gab den Herren Adolf Grünhut; Robert Bernaskoni, Paul Neumann und Hans Surkau Ge⸗ legenheit, den dramatischen Gang der Handlung und das Gesamt⸗ spiel wohltuend zu fördern. Ueber die Bearbeitung und die Einteilung sowie die dadurch bedingte Verteilung der Pausen kann man dramaturgisch in An⸗ sichten auseinandergehen. Die Spielleitung als solche schuf Bedeu⸗ tendes, unbeschadet der eingangs erwähnten Bedenken. Leporelles„Schöne Donna, dieses kleine Register“, Don Juans „Reich mir die Hand, mein Leben“, sein„Champagnerlied“, sein „Zitherlied“(mit wundervollster Begleitung!), Zerlines„Wenn du sein fromm bist“, verbanden nicht nur wegen der Geläufigkeit der Melodien, sondern vor allem auch deshalb besonders Bilhne, Pub⸗ likum und— Komponisten, weil sie nicht als selbständige Arjen, son⸗ bern in lebendigster Handlung geboten wurden; und das herrliche Menuett wurde in vollster Vornehmheit und Lieblichkett Mozart⸗ sscher Tonsetzung gespielt. 5 Mit Dankbarkeit für die Gäste, die wir so sehr gern öfter hier begrüßen möchten, und Stolz auf Mozarts Genkus verließ das überaus zahlresche Publikum unseren Zuschauerraum, der woch Usikallschen Leitung(Dr. 00 1 0 10 U 15 rs bedeuteten selten so Schönes vernahm. Et. hiesigen Bahnhof der Zug ein, der die Lesche des heraus, in dem der das verlorene Absatzgebiet nach dem Auslande wiederzugewinnen. Phantastisches Anschwellen der Groß“ audelspreise. „fachen Vorkriegsstand. Das Prelsusveau ausmittzen wollten. Während die Elberfelder Organfsationen vor schwargweißroten Schleffen absahen, und weiße Schlelsen wählten. rückten die auswärtigen mit schwarzweißroten Schleifen an, die teil. weise sogar mit Hakenkreuzen verzlert waren. Von einem Augenzeugen wird uns berichtet:. Vergangenen Freitag abend, etwa 11½ Uhr, traf auf dem von den Franuzosen ermordeten Schlageter in dessen Heintat führte. Eine große Menge, die zwei Stunden lang geduldig auf das Eintressen des Zuges wartet“, und unter der die von einer Abordnung, der Pro⸗ fessoren gesithrte akademische Jugend überwog, hatte sich auf dem Bahnsteig angesammelt. Dlejenigen aber die nur eine dem Ernst der Stunde angemessene, wilrdige Feier mitznerleben hofften, wie sie dann auf dem Frankfurter Hauptbahnhof veranstaltet wurde, sollten sich bitter enttäuscht sehen. Wenn man auch nicht, wie bald darauf in Frankfurt daran dachte, die Feier durch einen von einer Musik⸗ kapelle gespielten Choral eröffnen zu lassen, warum beschränkte man sich uscht auf ernste, würdige Ansprachen, wie die Stunde sie gebot, und auf den Gesang des Deutsch landliedes und des Liedes„Ich hatt“ einen Kameraden“, worin die Menge dem Toten und dem Vater⸗ land zu Ehren gern einstimmte? Warum mußten aus dem Wagen Sarg stand, von wenig Taktgefühl und wenig Ehrfurcht vor der Majestät des Todes zeugende Ansprachen gehalten werden Hatte man denn gar kein Empfinden dafür, wle abstoßend und für sedes feiere Gefühl im höchsten Miße verletzend es wirken mußte, wenn man das von den feindlichen Kugeln unversehrt ges bltebene Taschentuch des Ermordeten der Menge zeigte, Karten ver⸗ ö .—— teilte, zur Eingahlung von Geldsummen auf ein genanntes Bank⸗ konto aufforderte und durch Schimpfen iber das Verbot des Tragens gewisser Abzeichen, die doch wohl gewünschten lauten Pfuixufe der Menge entlockte? Wußte auch einer der Redner, die außerhalb des Wagens sprachen, keinen passenderen Ton zu finden, als den mili⸗ tärisch schrejenden, der schrüll in die ganze Feier hineinklang? Wußte man wirllich nichts Besseres zu tun, als den Racheruf in die Masse hineinzuschleudern, damit er von dieser aufgenommen und weiter⸗ gegeben wurde? Der Ruf„Heil Ehrhardt“(1) aber, der vom Wagen her erscholl und dann vielfach wiederholt wurde setzte allm die Krone auf. Ob es endlich angebracht war, die Feier beim Wester⸗ fahren des Zuges mit dem Liede„Siegreich wollen wir Frankreich schlagen“ zu beschließen, darüber wollen wir nicht reden, Im ganzen hatte man den Eindruck, als ob es den Leuten, die bei der Veran⸗ staltung sich besonders hervortaten, wensger um eine Ehrung des Toten zu tun sei als darin, auch diese Gelegenheit zugunsten ihrer deutschnatlonglen Bestrebungen griindlich auszunftzen. Wo es gilt, ihre deutschnationale Gefinnung zu dokumentieren, scheinen diese Leute sich überhaupt nichts übel zu nehmen, auch nicht den Mißbrauch einer ernsten Totenfeier. 0 . Zum Naub⸗ und Luftmord im Schiffenberger Walde. Durch eine Bekanntmachung der Statsan wa ltschaft wird eine Belohnung von hunderttausend ar deufensgen zugesichert. die durch Mitteilungen oder Mitwirkung 1 dazu beitragen, daß der Täter ernmttelt wird. Im allgemeinen Interesse empfiehlt es sich, die Bekanntmachung genau durchzulesen und etwaige Wuhrnehmungen oder Mitteilungen, die in dieser Alen wichlig erscheinen, an die angegebene Stelle welter⸗ zuuleiten.. 1 7 Die gewaltige Steigerung der Großhandelspreise, welche durch die amtliche Statistik bereits zum 25. Mai festgestellt wunde, hält an. Nach den Berechnungen der Frankfurter Zeitung stellte sich Anfang Juni der durchschnittliche Preksstand von 98 Waren auf den 14 639⸗ ist um 78 Prozent höher als am Anfang Ma und weit mehr als doppelt so hoch als am nfang April ds. Js. Neben den Lebensmitteln, die eine Steigerung um rund 80 Prozent auf den 12 57ö5fachen Vorkriegsstand aufweisen, ist ö die Presssteigecung der industriellen Rohstoffe von großer Wichtig? keit. Hier fällt es auf, daß die Warengruppe Textilien, Leder usw. noch stärker gestiegen ist als die übrigen Warengruppen. Sie haben sich während des letzten Monats um 96,5 Prozent im Preis erhöht und stellen sich im Durchschnitt bereits auf den 27 640 fachen Stand, während der Dollar am Anfang Juni erst auf den 18 155fachen Staud angelangt war. Die anhaltende Presssteigerung im roß⸗ handel macht es wahrscheinlich, daß die Lebenshaltungskosten in den nächsten Wochen noch weiter und verschärft anziehen werden, nachdem insbesondere Zeit der neuen Brotverteuerung erst eben wieder eine gewaltige Belastung des Verbrauchs eingetreten ist. 5 — Störungen in den elektrischen Ueberlandanlagen. Vom Eleltrigitatswerk wird geschrieben: Um Verwechselungen vorzu⸗ beugen, würd darguf bfingewiesen, daß seitens des Kreisamts im 5 lokalen Teile der Nr. 125 dieses Blattes veröfsenblichte Mit⸗ teilung betr. Störungen in den elektylschen Leitungsanlagen in Ueberlandgebiet sich auf die von der Propinz betriebenen Anlagen dehog. Bel Slörungen in der an das Elektrizitätswerk Gießen augeschlossenen Ueberlandanlage jst stets dieses Werk(Telephon Gießen Nr. 6 und 113) auf schmellstem Wege zu verständigen. — Zur Bekämpfung des Wuchers. Unsere Leser haben gewiß mit Erbilterung den Artikel von dem„elnträglichen Kuhhandel“ in der Samstagnummer unseres Blattes gelesen. Es ist einfach ein gemames Verbrechen aen darbenden Volke, wenn der Vieh⸗ händler das Doppolte des Preises für das Tier forderte, was er 71 zwer Tage vorher dafür bezahlt hatte. Und hier handelte es sich um sehr bedeutende Summen. Ein großer Unterschled, ob für eine Kuh 29 oder 5½ Millionen Mark bezahlt werden müssen. Handelt es sich um Schlachtvieh, kommt natitrlich die Preistreiberei im Preise des Fleisches zum Nuss ruck, das ohnehin teuer genug ist; handelt es sich um Zuchtvieh, so werden die Milchpreise in die Höhe getrieben die auch nicht mehr zu erschwingen sind. Aber es ist Lamit nicht gstan. diese Dinge der Oeffentlichkeit zu unter⸗ breiten und zu kritisieren es sollten vielmehr die betreffenden Händler ohne weiteres dex Polizei zur Anzeige gebracht werden. In vielen Städten find Marktgerichte eingerichtet worden, mit dereil Wirksamkeit man durchaus zufrieden ist. Dieser Tage wurde die Frage im badischen Ministerium erörtert, wobei wal dem Bericht der Frkftr. Ztg. in. Aalssicht genommen wurde, die Marktgeuichte so auszubauen, daß sie nach Bedarf überall um Lande rascheslons in Tätigkeit treten können. Betont wurde serner, daß die Mitwirkung der Bevölkerung bei der Wucherbekämpfung durch Erstattung von Anzeigen für die Wirkung der wuchorpoligeilichen Maßnahmen von größter Be⸗ deutung ist. Besonderes Augenmerk wird in der nächsten Zeit der Verhinderung des Wuchers mit Brot zugewandt werden. Gewichte und Preise für freies Brot sollen schärfer kontrolliert werden.— Das ist vollständig richtig, in dieser Weise kann nur eine Besserung und Ordnung geschasfen werden. 0 — Neuer Fahrplan der Straßenbahn. ist ein Fahrplan der Straßenbahn veröffentlicht, Verkehr von heute, 12. Jueni ab regelt. Bei seiner auf den Fahrplan der Reichsbahn Rücksicht genommen. Wir weisen an dieser Stelle auf den Plan, der an verschiedenen Orten der Sladt dauernd zum Aushang gebracht wird, hin. 1 — Hungen. In unserem Blatte vom 5, Juni brachten wir eine Notiz mit dem Skichwort„Tod bei der Arbeit.“ Dazu wird uns von der Gewerkschaft„Friedvich“, Braunkohlengrube, ge⸗ schrieben:„Der erst kurze Zeit hier beschäftigte Arbeiter über Tag Gustav Ebert von Utpbe ist nicht bei der Arbeit verunglückt, sondern an einem Magengeschwür erkrankt. Ebert wurde im Krankenhaus Hungen(micht Gießen) vor 8 Tagen einer Operation unterzogen und wird, wie uns heute der behandelnde Arzt mit⸗ teilt, wenn nicht unvorhergesehene Fälle eintreten sollten, von seiner Kraukheft genesen.“— Wir nehmen von der Zuschrist gerne Kenntnis. Viellescht liegt eine Verwechselung vor oder unserem Gewalrsiann ist eine irrige Mitteilung zugegangen. 10 Im heutigen Blatte nachdem sich der Aufftellung ist 98 Darmstadt, 9. Junf. Ein rfelheffer Nord. Leßte Nacht gegen 1 Uhr wurde vor einem Hause in der Pallaswiesenstraße 23 der Bankbeamte Paul Fischer, 23 Jahve alt, in der Karlstraße 63% wohnhaft, von bisher unbekanntem Täter erstochen.— Ueber die Tat erfahren wir folgende Einzelheiten: Fischer, ein äußerst zu⸗ werlässiger und fleißiger junger sch, war seit 3 Jahren auf der Deutschen Bank angestellt. Letzte Nacht befand er sich mit drei 5 Freunden nach Verlassen der Rheingauer Weinstube, auf dem Wege 5 Zur pallaswiesenstraße, wo sich die Wohnung seines Freundes be⸗ 15 findet. Auf dem gegenüberliegenden Fußsteig, vor dem Hause Nummer 29 gewahrte F. einen Mann, der sich, nach einem klirren⸗ den Geräusch, als sei ein Schlüssel gefallen, suchend auf dem Boden 1 zu schaffen machte. Fischer wollte dem Unbekannten beim Suchen 5 helfen, kam jedoch nachdem er einige Worte mit demselben gewechselt 1 hatte, zu seinen Freunden zurück mit den Worten, er sei gestochen. Ein Streit ist der Tat nicht vorausgegangen. Die Begleiter des 4 Fischer entfernten sich sofort, um Hilfe zu holen, sie hörten noch, wie 4 der Unbekannte rief:„Macht Euch fort, ich schieße, ich habe noch se 1“ Als sie zurückkamen, war Fischer bereits tot. Der 3 ich ging in die Halsschlagader. Der Täter ist unerkannt ent⸗ 3 kommen. 5 Höchst a. M., 10. Junf. Ortssperren. Aus unbekannten 0 Gründen wurde über die Nachbarorte Griesheim und Nied von den Franzosen für die Zeit von abends 9 bis morgens 5 Uhr die Straßensperre verhängt. A2Lokale Parteinachrichten. Lundesporfand der verein. sozialpemokt. Parti Hesenz. Der Landesvorstand beruft hiermit den ordentlichen Landes⸗Parteitag auf Samstag, 21.(nachmittags 4 uhr) und Sonntag. 22. Juli 1923 nach Darmstadt(Mathildenhöhfaal, Dieburgerstraße) ein. Vorläuf ge Tagesordnung: 1 Geschäftsbericht: Referent Bezirkssekretär Widmann b) Kassenbericht: Referent Bezirkssekretär Dey. Tätigkeitsbericht der Landtags kannt gegeben). raktion(Referent wird noch be⸗ Die politische und wirtschaftliche Lage Deutschlands(Referent wird noch bekannt gegeben.) g Jugend und Sozialismus. Referent Genosse Westphal⸗Berlin. Beratung der eingelanfenen Anträge. Wahl des Bezirksvorstandes, Bezirksausschusses und des Be⸗ zirksbildungsausschusses. Wahl des Ortes des nächsten Partei⸗ tages. Die Ortsvereine werden ersucht, zur Landesversammlung Stellung zu nehmen. Anträge für den Landespartag sind bis 5 Sr I spätestens Montag, 2. Juli 1923 an das Landesselt 1 F Offenbach a. M. Herrnstr. 16, einzureichen. 6 Die Delegation zum Landesparteitag regelt 8 7 de sationssatzungen der V. S. P. D. Hessens. 5 Zum Parteitag können entsenden: 5 Ortsvereine bis 100 Mitglieder 1 Vertreten 5 Ortsvereine bis 300 Mitglieder 2 Vertreter Ortsvereine bis 600 Mitglieder 3 Vertreter Ortsvereine bis 1000 Mitglieder 4 Vertreter für je weitere 1000 Mitgleder 1 Vertreter mehr. Ueber 500 Mitglieder werden für voll gerechnet. Die Anmeldung der Nachtquartiere hat bis spätestens Sa tag, 14. Juli 1923 bei dem Landesparteisekretariat in D bach a. M. zu erfolgen. Die Darmstädter Genossen werden mühen, für die auswärtigen Delegierten Privatquartiere mäßigen Preisen zu gewinnen, sodaß es den Ortsvereinen m hältnismäßig geringen Kosten möglich ist, den Landesparte beschicken. Den kleinen Ortsvereinen wird empfohlen, Unterbezirk auf einen oder mehrere Delegierte zu einigen ö Kosten umlagsweise auf die Ortsvereine verteilt aufzubringen. Mit Parteigruß J. A.: W. Widmann, Bezirkssekrete r. Dollarstand Montag mittag 12 Uhr: ca. 82 000 Mark. Am Sonntag, den 3. Juni ds. Js., zwischen 2 und 3 Uhr nachm. wurde die 71jährige Sophie Hofmann Wwe. aus Gießen auf dem„Fichtenweg“, der vom Schiffenberg nach Hausen führt, durch einen Schlag in's Genick mit einem schweren unebenen Gegenstand und Eindrücken des Kehlkopfes ermordet, ihrer Barschaft, die sie in einem vom Täter am Tatort zurückgelassenen Briefumschlag, zum Teil wohl auch in einem nicht mehr bei der Leiche vor⸗ gefundenen alten Portemonnaie aus braunem Leder mit Klappverschluß bei sich trug, be⸗ raubt und geschändet. 5 Die Leiche, die an der rechten Halsseite deutliche Würgespuren zeigte, lag etwa 150 Meter vom Waldeingang und 10 Meter seitwärts vom Wege in einer Fichtendickung und war bis auf das Hemd und Leibchen sowie einen Strumpf und Schuh, entkleidet. Sämtliche worden waren, lagen auf oder bei der Leiche, ebenso eine schwarzlederne Handtasche und der obenerwähnte Briefumschlag. ö Der Tat dringend verdächtig erscheint ein Mann in den 40er Jahren, der auf dem alten Schiffenverger Weg, kurz vor dem Waldeingang bei der Heil- und Pflege⸗ anstalt etwa um 1 ¼ Uhr nachm. sich der Frau angeschlossen hat und um 1 ¼ Uhr mit ihr auf einer Bank sitzend gesehen wurde, die an der Kreuzung des alten Schiffenberger Weges und der dritten Schneise steht. ö Der Unbekannte wird wie folgt beschrieben: 1,60— 1,65 Meter groß, gebräunte, etwas blaursot angelaufene Gesichtsfarbe, lange Nase, spitzes Kinn, glatt rastert, vielleicht auch ganz kurz gehaltener Schnurrbart, schwarzer, ziemlich langer Sackrock, schwarze Hosen, beides von Naub⸗ und Lustmord auf dem Schiffenberg bei Gießen. 100000 Mark Belohnung. Kleidungsstücke, die offensichtlich der Frau mit großer Hast und Gewalt vom Leibe gerissen k 8 und zu weit; schwarzer weicher Hut, in der Mitte eingedrückt, Oberkörper etwas nach geneigt; schleppender Gang, auffallender etwas verstörter Gesichtsausdruck. 5 Als Täter kommt möglicherweise auch ein unbekannter Bettler in Betracht, der a Sonntag um 1 ½ Uhr nachmittags in Hausen gebettelt hat und bald daxauf auf Waldweg gesehen wurde, der von Hausen am Tatort vorbei auf den Schiffenberg füh Er wird wie folgt beschrieben:. ö Alter: 20—22 Jahre, Größe: ca. 1,60 Meter, Gesicht: länglich und braun gebre an den Schläfen Kotelettes, im übrigen bartlos; etwas aufgeworfene Lippen; Haare Augen schwarz; Kleidung: Sackrock und Hosen von grau- braunem Sommerstoff, bra Patschkappe, der Rock am Aermel zerrissen, die Hosen unten stark ausgefranst. Der U annte, der norddeutschen(Berliner) Dialekt sprach, ging barfuß und führte einen selbs e 1 Knotenstock bei sich, wie er später unweit des Tatortes im Walde g. unden wurde. 1 Wir ersuchen um eifrige Nachforschungen über die Persönlichkeit der beiden als Täte N in Frage kommenden Personen und um Mitteilung aller Anhaltspunkte, die zu ihrer E 550 100 Festnahme führen können unter J. 3052/23, sowie um Festnahme im d tretungsfalle. Eine Belohnung von 100 000 Mark wird denjenigen zugesichert, die durch ihre teilungen oder Mitwirkung dazu beitragen, daß der Täter ermittelt wird. Gießen, den 8. Juni 1923. i Hessische Staats an waltschaft HabUSkAT Gemeinnützige Möbel versorgung für das Rhein-, Main- und Lahngebiet, G. m. b. H. Giessen, Lindenplatz 1 * Möbel auf Teilzahlung! Bahnbofstraße 34. Von Montaa bis einschliefflich Freitag: Fricdericus Rer 3. Teil Er und sein Auth. Großes, berühmtes Orchester. 18 altmodischem(bäuerlichem) Schnitt und schlecht sitzend; die Hosenbeine insbesondere zu lang Hofmann. f DBDEECrCrCrCCrCCrCrCC Bekanntmachung. 5 8 f 90 9 15 Das Volksbad ist von jetzt ab geöffuet: P t Lit 1 f Lichtspielh aus Milte, Penerstag, Breiti and FAT TSI Litera Samstag. Gießen, den 9. Juni 1923. Städtisches Volksbad Gießen. Bei der diesjährigen Heu⸗ ernte 6—8 Waggon gutes Hen zn kaufen gesucht. Ziegenzuchtverein empfiehlt Buchhandlg. Oberhess. Volks: Dr. Gentner's Was chextrakt Goldperle mit Schnitzelseife ersetzt teuere Kernselfe Clafeld- Geisweid. vollständig. Ab 12. Juni d. J. wird der Fahrplan der Straßenbahn wie folgt geändert: Bahnhof— Markt Wieseckerweg. Bekanntmachung. Grüne Linie 715 8080815837845 908f91509380945 7015 Bahnhof und so 0 1240 und jo 1001221300138 1580208015005] 50300 908075 358034573008 515/ und so Markt 645745715 722 in. 815 822 845 85209 15.922 945952 1022 1137 1152 1200 1247 wen a 107 130137 145 2000 215.222 237, 252.257 3073150322345 352 437 445 500 507515522 wan Wieseckerwg 651751722720, bis 8220820852 859 922.929 9520959 103011441159, 207 125% bi 114137 44.152 207222 229. 244250 314.322 329.352 359,444 452.507 514.522.529 1 f g Bahnhof[587 7 700 8890009 d Markt 700072 70 757805081580 95792 1007 Wieseckerweg— Markt Bahnhof. Wieseckerwg 77272728882 8279 95310 5 Wieseckerwg 5 70e ede 5 000, e 5g T000 10 0 1125 120001207 ne III 1751580080800, 300 15,2808, 250 5000/50 100 Markt 700715730737 wine 837 900907930987 10001007 101711451152 1200 120% 1215 witch 122 1451522000215 230237 252 300 307 822330 337 415 422452507 515 welle ene . 10 Bahnhof 707 722 787 744 bis 844907914937 94410071014 115² 11591207 12141222 bis 129 152.159 2072220237 244 259 307 314.329 337 422 429 459514522 2 bi „ Wieseckerwg 7087807878088 288910 0001015 Markt 750% 7 88010891025 Bahnhof 727 2 8295“ 1 5(Bahnhof)—Markt— Schützenhaus Rote Linie Bahnhof N Mein 85 700.7¹⁵ ul 8¹⁵ 820852 907.923 9 N 1020 lege 1153 1 1240 7 15% 1 1245 12530100 100 105 0 14 2 305358 1 0 5080515 520 u. 5 Ludwigsplatz 46487030715 4 8 8190833085509 10926941 956.10261141/(1148 1156012031211 121801225 1233012411248 12560103 119155 141145 226 237 256.3113560433.448 456503511518 5260 0 3 Siechenanstalt 652 707722 Min. 822837859 914929944959 1029 114.1152 11571207 12151222 1230 1237 124301252 100107113 137 145 152 229 244 259.314 359 437 452 500 507 5150522580 1 Schützenhaus bis + 4 120% 127% 125% 1247 10 17 147155 440 45550 517% 582 . Bahnhof....,, 800, 82009271000 8 mar 72907 890 805 8187907981057 Ludwigsplatz 7871 8088118188 91198101 1 Siechenanstalt 7272880781 822 89 ˙ 10¹⁵ ö a Schützenhaus. 7⁴⁴ 82 9 1017 5 Schützenhaus Markt(Bahnhof) e 9. Schützenhaus ö 1217 1227 122 1257 IIZ 1500157 f 0 2 2 4420457 12 7 Siechenanstalt 658708 725 19155 82²3 850 00 0. 100d 100 11451153 12061215 1223612301238 1245 12538 100108115130 138 12 3000815408445 1 5 50 0 al Jruduigsplatz. 68 7117 4 ee 84 903 910 0 94 100 103 148155 1212124812253 1241245236, 1031 118 133 141.150%20 233 248303 318 411.448 508511 518526539 J * 1... 689 7140720 ln. 829 844,907 8 9521007 10370152118912182221229 123701244 12521259 9 122137144 1 5e e buten 5¹⁴ 1 5 Mi f 9 5 bis g g 15 9 5. 1 1 1 N 7 1 f Schützenhaus. 728757 8891020 i i Siechenanstalt 72878800888818828 900922 953,05 5 Ludwigsplatz. 7 72 801 888 90 92U 9881025 5 0. 75 72 f 08810881050 Bahnhof... 72 8 82 98955 0 N An Sonn⸗ und 3 Gießen, den 9. Juni 1923. „ Min jedoch beginnt der Vetrieb erst mittags 1148 Uhr. Direktion der Elektrizitätswerke und der Straßen 8