ton: dhe sraße 23 9 Eppediti on: Gießen Bahuhofstraße 23 i Fernsprecher 2006. Oberb. Volksgeitung erscheint jeden W 55 e c ägt monatlich 5500.— Mk. ei no 2 adi est bezog 880er— Mi einsckl.Beftelgerd. Einselnunm. 200. Verantwortlicher Redakteur: J. Vetters. Für den Inseratenteil verantwortlich: R. Strohwig. Verlag von Hermann Neumann& Cie. sämtlich in Gießen. Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt G. m. b. H. Offenbach a. M. Raum lokal Mt. auswärts 300.— Mt. Bei größeren 00 2 die Reklamemillimeter Aufträgen oder Wiederholungen wird entsprechen⸗ Der Anzeigenpreis beträgt für die Millimgterzeile(85 mm breit) oder d en 80.— Mk., eile der Rabatt gewährt— Anzeigen⸗Annahme bis 6 Uhr abends. —. N Gießen, Samstag, den 9. Juni 1923 18. Jahrgang Den Regierungen in London, Rom, Paris, Brüssel, ashi gton und Tokio ist am Donnerstag zur Erläuterung Ergänzung der Note vom 2. Mai nachfolgendes Memo⸗ dum übermittelt worden: 1. Die deutsche Regierung hat nach sorgfältiger und ge⸗ hafter Untersuchung ihre ehrliche Ansicht darüber zum druck gebracht, was Deutschland an Reparationen zu listen fähig ist. Sie würde nicht aufrichtig handeln und das sroblem seiner wirklichen Lösung nicht näher bringen, wenn F nur, um die politischen Schwierigkeiten des Augenblicks a übergehend zu erleichtern, mehr versprechen wollte, als uch ihrer Ueberzeugung das deutsche Volk bei Anspaunung ler seiner Kräfte zu halten imstande ist. Die Frage nach Ir deutschen Leistungsfähigkeit ist jedoch eine Tatsachen⸗ age, über die verschiedene Meinungen möglich sind. zeutschland verkennt nicht, daß es unter den augenblicklichen a ungemein schwierig ist, zu einer sicheren schätzung zu gelangen. Aus diesem Grunde hat die deut⸗ he Regierung sich erboten, die Entscheidung einer unparteiischen internationalen Instanz über Höhe und Art der Zahlungen anzunehmen. in stärkerer Beweis für den Reparationswillen Deutsch⸗ nds ist nicht denkbar. Die deutsche Regierung ist bereit, le Unterlagen für eine zuverlässige Beurteilung der deut⸗ shen Leistungsfähigkeit beizubringen. Sie wird auf Er⸗ erdern vollen Einblick in die staatliche Finanzgebarung ge⸗ ähren und alle gewünschten Auskünfte über die Hilfs⸗ gellen der deutschen Volkswirtschaft erteilen. 5 2. Die deutsche Regierung hatte die Ausgabe größerer lnleihen in Aussicht genommen, um den reparationsberech⸗ Iten Mächten baldmöglichst erhebliche Kapitalbeträge zu⸗ führen. Solange sich die Ausgabe von Anleihen in krößerem Betrage als undurchführbar erweist, ist die deut⸗ he Regierung auch damit einverstanden, daß an Stelle der sapitalsummen ein System von Jahresleistungen 2 9 3. Da die alliierten Regierungen Wert darauf legen, hon jetzt genau Angaben über die Auswahl und die Aus⸗ estaltung der von Deutschland ins Auge gefaßten Sicher⸗ en zu erhalten, schlägt die deutsche Regierung folgende Garantien für die Durchführung des entgültigen ö Reparationsproblems a) Die Reichsbahn wird mit allen Anlagen und Eiurich⸗ ungen von dem sonstigen Reichsvermögen losgelöst und in ein Sondervermögen umgewandelt, dessen Einnahmen und Aus⸗ gaben von der allgemeinen Finanzverwaltung unabhängig ist und unter eigener Verwaltung steht. Die Reichsbahn gibt Goldobliga⸗ tionen in Höhe von zehn Milliarden Goldmark aus, die alsbald als erststelliges Pfandrecht auf das Sondervermögen eingetragen wer⸗ Juli 1927 ab mit 5 Prozent verzinslich ist, alsof 500 Millionen Goldmark sicherstellen. Jahresleistung von 500 Millionen Gold⸗ 1 . N 1 b sicherzustellen, wird die deutsche Regie⸗ Wirtschaft, Industrie, Banken, Handel, Verkehr und Land wirtschaft zu einer Garantie heranziehen, t in Höhe von zehn die als erststelliges Pfandrech 10 5 15 städtischen und land⸗ chaftlichen ben 9 85 sitz eingetragen wird. Diese 500 ntweder mittelbar im 0 1. Besitz erfassenden Steuer, oder un⸗ ten aufgebracht. den belasteten Objekten aufg nuß mittel und ein und a ie die Erträge des Branntwein mono⸗ 25 48 als Eiherbet für die Jahresleistungen verpflichtet. Der Rohertrag dieser Zölle und Verbrauchsabgaben, der sich im Durch⸗ g illionen Mark 5 ten Vorkriegsfahre auf rund 800 Mi door beidem infolge des Verlustes an Land 28 1 nufolge des verminderten Verbrauchs auf etwa ein Viertel zu 15 8 gegangen. Mit der Gesundung der Wirtschaft wird er je automatisch wieder steigen. 5 e 1 5 S laubt die deutsche Regierung folgende * 1 5 n einer so großen und verwickelten age können entscheidende Fortschritte nicht durch 11 che Darlegungen, sondern nur durch e e ausch am Verhandlungstisch erzie rden. 2 gahlangsvermögen hängt von der Art 3 Lösung des amkproblems ab. Die Zahlungsmethode ann in einer unmittelbaren Aussprache mit den Repa⸗ i rationsberechtigten 13 ie Festlegung der Garantien in ihren 75 Aae g derjenigen, denen die ell werden. elheiten bedarf der i jenen sollen. Lösung. gage fänduche Verhandlungen nötig. Deutschland er eine Verpflichtung zu Reparationen Das deutsche Memorandum. Zur Lösung aller dieser Fragen an. Die deutsche Regierung wiederholt ihr Ersuchen, eine Konferenz einzuberufen, um den besten Weg zur Erfüllung dieser Verpflichtung zu vereinbaren. Amtlich wird zu diesem Memorandum erklärt: Wie be⸗ kannt, sind der deutschen Reichsregierung auf ihre Note vom 2. Mai von den alliierten Regierungen verschiedene Ant⸗ wortnoten zugegangen. Um alles zu verhindern, was die Fortsetzung des Gedankenaustausches erschweren könnte, hat die Reichsregierung sich in ihrer Rückäußerung auf die Punkte beschrankt, die den Antworten der Alliierten ge⸗ meinsam sind. 0 Am 2. Mai richtete die Reichsregierung ihr erstes Angebot an die alltierten Mächte, um eine Grundlage zu Verhandlungen für die Beilegung des Ruhrkonflikts zu schaffen. Wenige Tage später war sie im Besitz der französisch⸗belgischen Gegenantwort. Im Interesse Deutschlands hätte dieses Dokument eines gewiegten Juristen eine schnelle Antwart erfordert. Stattdessen aber hat die gegenwärtige Regierung mehr als vier Wochen zur Ergänzung ihres ersten Vor⸗ schlages gebraucht. Das war nicht notwendig, wie überhaupt die zweite Note überflüssig gewesen wäre, wenn das Kabinett Cuno schon damals statt der beliebten Zweideutigkeit, die notwendige Klar⸗ hett hätte walten lassen und damit das Maß an Verantwortung ge⸗ zeigt hätte, das in dem gegebenen Augenblick notwendig war. Die am Donnerstag nachmittag den Alliierten mit einem Begleitwort überreichte Note beweist das am besten. g Es handelt sich hier ausschließlich um Ergänzungen zu dem ersten deutschen Vorschlag, die von der Sozialdemokratie schon als Inhalt des Angebotes vom 2. Mai gewünscht wurden. Wäre man damals unserer Reichstags⸗ fraktion gefolgt, dann hätte das deutsche Volk vielleicht manches un⸗ angenehme Ereignis der letzten Zeit nicht über sich ergehen lassen brauchen und den Franzosen wie Belgiern wären die Behauptungen von dem schlechten deutschen Willen, der immer noch die Welt er⸗ füllt, nicht so leicht gemacht worden. 5 Leider viel zu spät hat die gegenwärtige Regierung aus ihren Fehlern in der Außenpolitik und aus der Entwicklung der Verhält⸗ misse in den letzten vier Wochen etwas gelernt. Sie hat in ihrer neuen Note jede unnütze Polemik vermieden und sich einer psychologischen Form befleißigt, die wesentlich besser ist als die der Note vom 2. Mai. Die Sicherheitsfrage jenes Pro⸗ blems, das in den kommenden Tagen den wesentlichen Gegenstand aller Erörterungen bilden dürfte, ist diesmal unberücksichtigt geblieben. Kei Wort enthält die Note ferner über den von Frankreich gefor⸗ derten Verzicht auf den passiven Widerstand. Der verhängnisvolle Einfluß der Deutschnationalen auf die letzte Note ist also endlich fortgefallen. Das beweist auch der übrige Inhalt des ergänzenden Vorschlages, dessen Aufbau rein sachlich vollzogen wurde, und der so den Beweis von der langsamen aber steten Sinnesänderung dieser Regierung liefert. Während Herr Rosenberg unter Zustimmung des Reichs⸗ kanzlers und der Deutschnationalen noch in seiner letzten großen Reichstagsrede im April sich gegen ein internationales Schiedsgericht zur Festsetzung der deutschen Leistungsfähigkeit wandte, so lange nicht bekannt ist, welche Zusammensetzung diese Instanz hat, ist er mit Herrn Cuno jetzt bereit, unsere Wirtschaftskraft und finanziellen Fähigkeiten einer derartigen Kommission zu überlassen. Aber auch in anderer Hinsicht haben sich die Herren eines andern besonnen. Der Sinn des wesentlichen Teiles ihrer Ergänzungen läuft in erster Linie auf ein vierjähriges Moratorium für die Barleistungen hinaus. Solange Anleihen nicht möglich sind, wollen sie an Stelle der Kapitalsummen ein System von Jahresleistungen übernehmen, ohne jedoch zu erklären, wo hoch nach ihrem Ermessen diese Leistungen sein sollen und welche Höhe die Gesamtpflicht nach eigenen Schätzungen haben kann. Die Sozialdemokratie war in diesem Punkte gegen⸗ teiliger Auffassung wie die, Regierung, die ihre Haltung zur Frage der Endsumme mit angeblich guten Informationen begründete, da⸗ mit jedoch eine Aenderung in der Haltung unserer Fraktion nicht erzielte. Die Richtigkeit ihrer Informationen dürfte sich bald her⸗ Ausstellen. Vielleicht vermag ein positiver Entscheid eine Aenderung der Auffassung innerhalb der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion herbeizuführen. Vorläufig bleibt sie jedoch der Meinung, daß die Nennung einer festen Zahl angebracht war und kann sich infolgedessen der Behandlung der Frage über die endgültige Leistungsfähigkeit, wie sie in der Note der Regierung Cuno gegeben ist, nicht an⸗ schließen. Immerhin aber läßt auch das Kabinett bei der Be⸗ handlung der Garantiefrage indirekt durchblicken, daß nach seiner Schätzung die Annuitäten jährlich 500 + 500 + die Einnahmen aus den Zöllen für Genußmittel, Tabak, Bier, Wein, Zucker usw., die heute den vierten Teil der Einnahmen aus der Vorkriegszeit, also 200 Millionen Goldmark, ausmachen, betragen können. Rechnet man zu dieser Jahresleistung von 12 Milliarden Goldmark die Beträge filr die Sachlieferungen, so würde sich l eine jährliche Annuität von 1,6 Milliarden Goldmark ergeben. Zwar wird in der neuen Note kein Wort über die Ver⸗ rechnung der Sachleistungen geäußert, wie sie überhaupt jede Er⸗ wähnung der Sachlieferungen vorsichtig vermeidet. Wir glauben deshalb, darauf hinweisen zu miissen, daß sich das Kabinett in seiner ersten Note bereits bereit erklärt hat, auch während der Dauer des Moratorlums Sachleistungen vorzunehmen und müssen erwarten, daß diese Auffassung aufrecht erhalten bleibt. Zur Vermeidung von Mißverständnissen wäre es erwünscht gewesen, auch die Sachliefer⸗ ungen, ihre Abgeltung und Verrechnung, zu erwähnen. Wollen wir im Ernst die Verständigung, dann wird diese Frage im Zusammen⸗ bana mit den Ergänzungen bald geklärt werden müssen. In der hat die Regierung endlich ein klares W pfänden, fügung stellen. ihre Zusammenhang müssen Volbes verdient haben, als Entgelt die zuzusagen. Sie haben in größere Opfer zu bringen, in einer neuen Vermögenssteuer, meinwert vollzogen wird und deren Mark Verwendung finden. die Regierung unerwähnt gelassen. D muß deshalb mit allem Nachdruck nachgeholt wird. 0 In ihrer Gesamtheit ebnen Die Aussichten auf eine Beilegung des Ergebnis der Brüsseler Konferenz wirft kommen einseitig gefaßt.. kommen, wenn den aufregenden Tagen 8 wahre Friede folgen soll. Die bereits gestern am frühen Nachmittag hat. Jedenfalls spricht das dafür, Möglichkeit, die neue handlungen zu nehmen, mit wem wird zuerst verhandelt. Information, neue deutsche Note den Engländern von Verhandlungen geben werde. der Morningpost veröffentlichten, aber und als eine schwere Ueberraschung und wiederholte dabei wörtlich die der gebene Einleitung, nach lichkeiten zu vermeiden, wolle, die den alliierten meinsam waren. Das Memorandum der wärts sagt u. a.: „Wir haben die Meinung, daß falsch und verhängnisvoll bezeichnet. Ueberbrückung müßte auf unübe stoßen.“ Auch die Vossische Zeitung läßt. Sie nennt es eine zivilrechtlichen Prozeß handelte. gehenden Zugeständnisse der deutschen finanziellen, wirtschaftlichen und so Ende durchdenkt, wenn man nicht bl spielenden Gedanken an all das die Zahlen sprechen läßt, kann man fast übermenschlichen nehmen will.“ Tageszeitung jedoch lassen. Mit Nachdruck hebt sie hervor, deutschen Abwehrwillen gegenüber den gesagt oder angedeutet wird. gang nach, Diesem harmlosen deutschnationalen M zeichnet, nicht zu verübeln. Fragen vom 2. Mai am mit auch nicht mehr Geltung haben. diesem Staate und diese Leistungen sehen wir vorläufig deren Veranlagung nach dem Ge⸗ Einkünfte zur Stabilisterung der Auch diesen innerpolitisch g 12 dafür sorgen, Keine Regierung hält es davon ab. Paris schweigt vorläusig. Es ist auffällig, daß die französische Regierung, war, bisher nicht irgend eine Erklärung durch daß man den der die deutsche Regierung, sich lediglich auf solche Punkte beschränken Antworten auf die letzte deutsche Note ge⸗ Morgenpresse ven der Rechten bis zur Linken aus lichen Gründen eine äußerst zurückhaltende Behandlung. Der Vor⸗ ein Schriftstück, das nach innen und außen alle ausgezeichnete Verhandlungsgrundlage, wenn es sich um einen wirtschaftlichen Streitfall, oder um einen Das Berliner Tageblatt hebt in berantritt, Bei aller sachlichen Kritik der Note vermag nicht, ihre Katastrophenpolitik zu unter⸗ aufrechterhalten bleibt, was in der Note sichtigkeit, die unsere gegenwärtige Regierung nun Die Hauptsache ist, daß die 7. Juni nicht wiederholt wurden und da⸗ „ Garantiefrage. ort gesprochen Sie will von den deutschen Grundbesitz mit Jahresleistungen von 500 Millionen Goldmark heranziehen und außerdem die Zölle zu einem wesentlichen Bestande zur Ver⸗ Es ist bedauerlich, daß ohne weiteres das Angebot der Wirtschaft in seiner zahlenmäßigen Höhe übernommen wurde. Die Herren Sachwertbesitzer mögen noch so heulen und schreien über Opferbereitschaft, das eine steht doch fest, von 500 Millionen Goldmark jährlich nicht schwer wir deshalb auch heute wieder nen, den deutschen Wirtschaftskreisen, die in dem Elend des deutschen daß ihnen das Opfer In diesem davor war⸗ Erfüllung ihrer Bedingungen ie Sozialdemokrat der sen letzten 0 ohne Bedingungen noch ische Partei daß das Berscunte die Ergänzungen weiter den Weg zu Verhandlungen. 5 Konfliktes bestehen. Aber das auf die Zukunft der Entwick⸗ lung, auf die Art der Lösung unheilvolle Schattenzeichen. Statt die wirtschaftlichen Interessen in den Vorderg die Beschlüsse von den französischen und Brüssel wieder einmal von rein politischen Gesi So kann man nicht * rund zu stellen, wurden belgischen Politikern in chtspunkten aus, voll⸗ zur Verständigung Jahre endlich der Frieden will das deutsche 2 im Besitz der deutschen Note Havas abgegeben nicht ausgeschlossen ist. Die Frage ist Ihre Beantwortung deckt ganzen Gefahren unserer außenpolitischen Situation auf. In einer die den Pariser Pressevertretern kurz nach Eingang des Memorandums über die Auffassung des französischen minfsteriums gegeben wurde, soll dieses der Ansicht sein, l keine Grundlage zur Aufnahme völlig falschen als gefunden. Note von Berlin um Berliner Pressestimmen. i Reichsregierung findet in der Berliner leit Inhalt der Note vorläufig nicht für unannehmbar hält und daß die. deutsche Note zum Ausgangspunkt einem gewissen Zeitpunkt an die Einnahmen der Reichsbahnen ver⸗ von Ver⸗ Außen⸗ daß die Der erste Eindruck in London. Nach dem in politischen und Finanzkreisen auf Grund des von Auszugs der neuen deutschen Reparationsnote entstandenen Pessimismus wird der Donnerstag abend bekannt gewordene Text unerwartet Botschafter Dr. Sthamer überreichte die Note Donnerstag nachmittag Lord Curzon aus beige⸗ Gegensätz⸗ 7 chtverständ⸗ man berechtigt sei, eine münd⸗ liche Aussprache zu verweigern, weil im schriftlichen Meinungs⸗ aubstausch noch keine genügende Annäherung erzielt sei, stets als Sie jetzt noch zu vertreten, der Versuch rwindliche sieht in Note hervor: „Erst wenn man die Vorschläge, die die Reichsregierung jetzt zur Lösung der Reparationsfrage den Alliierten macht, in ihrer zialen Auswirku oß mit dem Gefü sich eine Vorstellu dazu fehlen alle Voraussetzungen, denn die Gegensätze sind nicht mehr so groß, daß man meinen dürfte, zu ihrer Schwierigkeiten dem Memorandum Möglichkeiten offen sbesondere die weit⸗ ing bis zu hl und mit sonern immer wieder ing von der Bürde machen, die das deutsche Volk auf sich die Deutsche daß selbstverständlich alles vom 2. Mai über den französischen Gewalttaten den der Reichsaußenminister nach Uebergabe sogar glaubte, in einer öffentlichen Konferenz vertreten zu können. Sie kommt damit einem Gedanken⸗ der Note ann ist das bei seiner Kurz⸗ Und selbst wenn einmal aus⸗ polemischen Rosenbera * 8 — 2 FCE * 7 auch den kühnen Mut haben sollte, dies alles vor einer breiten Oessentlichkeit aufrechtzuerhalten, dann dürfte ihm die Entente bald klar machen, was die Zeit an Vernunft erfordert, ebenso wie sie ihm in der Zwischenzeit so manches klar gemacht hat. Die Deutschnationale Tageszeitung wird nur sbertrumpft von der Roten Fahne. Dieses Blatt beschwert sich darüber, daß vom N Widerstand, von der Räumung des Ruhrgebiets, keine Silbe mehr gesagt wird und erklärt dann: „Das ist die Preisgabe des Ruhrgebiets, die Zerstückelung Deutschlands. Die deutsche Bourgeoisie und die Regierung tragen vor aller Welt die volle und ausschließliche Verantwortung für die Kapitulation vor Poincars und Stinnes.“ 5 Interessant ist die Stellungnahme der Allgemeinen [Deutschen Zeitung, des Organs von Stinnes. Nachdem das Blatt darauf hingewiesen hat, daß über die wirtschaftlichen Punkte noch vieles zu sagen wäre, schreibt es: „Hier(über die wirtschaftlichen Punkte) erheben sich noch uche Bedenken... Im Schreiben der deutschen Industrie hat srch das Privateigentum freiwillig bereit erklärt, seinen Teil an den Reparationslasten zu tragen. Aber es ist klar, daß hier nur eine leihweise Anleihe in Frage kommt, deren Höhe nicht schrankenlos ist.“ Also schon der erste Abbau. Vielleicht kommt bald der Tag, an idem die deutsche Industrie ihr Memorandum überhaupt ver⸗ leugnet. g Das Ergebnis von Brüssel. Neue Konferenz. 1 In Pariser politischen Kreisen herrscht der Eindruck vor, daß die Brlülsseler Konferenz keinerlei Fortschritt im Sinne einer baldigen Entspannung gemacht habe. Viele Berichterstatter kündigen sogar den baldigen Zufammentritt einer interalliierten Konferenz in Ostende an, Als wesentliches Ergebnis der Brüsseler Konferenz wird von ben Pariser Blättern festgehalten, daß die von den Belgiern an⸗ fänglich gewünschte Annäherung an England zunächst nicht zustande⸗ kommen wird und daß es dem französischen Ministerpräsidenten ge⸗ lungen sei, die belgischen Minister zu seinem Standpunkt zu bekehren. Dieser Standpunkt lautete: Die französische Regierung ist bereit, mit den spelgfschen Sachverständigen den Plan zu besprechen, der in Paris ausgearbeitet wurde und die von Brüssel bezüglich der Re⸗ parationen erteilten Anregungen aufzugreifen; sie ist gleicherweise bereit, mit England und Italien in Besprechungen einzutreten, so⸗ bald die Grundlage zu einer Unterhaltung gegeben ist, doch halte sie es für notwendig, diese Grundlage festzustellen; vor allem müßten sich Frankreich und Belgien darüber zunächst verständigen. Diesen Gesichtspumkt setzte Poincaré gestern in Brüssel seinen belgischen 5 1 2 5 0 en auseinander. * inblick uuf die gestrige Brüsseler Konferenz verlautet, daß Poincaré gegen die Aufnahme von Besprechungen mit England geltend mache, daß Deutschland einen ungünstigen Eindruck davon gewinne. Es ist keineswegs gesagt, daß zwischen England und Bel⸗ gien nicht hinter den Kulissen Verhandlungen, wie sie bisher im Gange waren, fortgesetzt werden. Es heißt, daß dem belgischen Geschäftsträger in London, Baron Moucheur und dem englischen ee in Brüssel, Sir Grahame, ein großes Verdienst für die Fortsetzung ihrer Bemühungen, eine Verständigung zwischen 1* und den französisch⸗belgischen Verbündeten zu erzielen, zu⸗ ume, doch hätte sich Poincare angelegen sein lassen, auf das schäd⸗ liche und nachteilige offizieller Besprechungen mit England in Er⸗ wartung der deutschen Antwort hinzuweisen. Aus Einzelheiten der gestrigen Konferenz geht hervor, daß die belgischen Minfster mit Bitterkeit von der wegwerfenden Beurteilung Poincares ihres Projektes Kenntnis nehmen. Der französische Minister⸗ (präsident hob hervor, daß das belgische System, sofern es im un⸗ besetzten Deutschland überhaupt funktionjeren könne, doch nur Papier⸗ 0 einbringen werde. Unter diesen Umständen erklärten die bel⸗ Minfster, dem Brüsseler Korrespondent des Oeuvre zufolge, daß sie keinen neuen Plan mehr ausarbeiten werden. Stimmung und Lage an der Ruhr. Die Tatigkeit der Franzosen erstreckt sich nach der Beschlagnahme der wichtigen Ruhr⸗Mittellinie auf die umliegenden Zechen, die die 3 Kokereien Westfalens enthalten. Gewöhnlich erscheinen Truppen mit Panzerwagen. Sie reißen daß Anschlußgeleis nach den in der Nähe gelegenen Zechen auf und entfernen sich wieder. Am Donnerstag wurden die Anschlußgeleise der Zeche„Zentrum 1 und III“ in Wattenscheid,„Holland III und IV“ in der Nähe von Gelsen⸗ ki unbrauchbar gemacht. Man rechnet mit völliger Stillegung des wichtigen Verschiebebahnhofes Wattenscheid. Damit wäre der Kohlentransport vollständig unterbunden. Es tritt die seltsame TDatsache ein, daß Fabrik und Haushaltung die sozusagen auf Kohle 5 10 eee en leiden. 155 streng die 7 5 bzosen die Vorschriften über den Kohlentransport handhaben, geht dar⸗ ats hervor, daß in Reiklinghausen ein Fuhrmann, der eine Menge Deputatkohle, also die Kohle, die der Bergmann umsonst von seiner Zeche bezieht und die einen Teil seines Lohnes darstellt, abfuhr, mit Mk. 25 000.— Geldstrafe belegt wurde. 5 Man darf sich über die Stimmung gerade der Bevölkerung des Industriegebietes keinen Illusionen hingeben. Sie könnte falsche Meinungen aufkommen lassen, die den tatsächlichen Verhältnissen im Ruhrbezirk nicht gerecht werden und die den Ruhrkrieg in ein Stadium treibe, das den gewünschten Erfolg nicht gewährleistet. Am Mittwoch fanden große, von den Gewerkschaften und vom AfA⸗Bund einberufene Versammlungen statt, in denen diese Auffassung zutage trat. Während der Mann auf der Straße der Auffassung zuneigt, daß der Widerstand der Eisenbahner so ziemlich zwecklos sei. weil die Zechen ihre Kohle doch auf die Halden kippten und sie sozusagen mit den Franzosen schon Hand in Hand arbeiten, hat auf andere Kreise das Angebot der Industrie und der Land wirtschaft, die sich vor den Opfern drückten, während die Arbeiterbevölkerung an der Ruhr sozusagen alles opferte, verheerend gewirkt. Weiter fährt mam ins Feld, daß die Disziplinarverfahren gegen die streikenden Eisenbahner vom Februar 1922 immer noch schweben und daß Bergbauangestellte, die seit Jahren gemaßregelt sind und laut Schiedsspruch wieder ein⸗ gestellt werden müssen, immer noch auf der Straße liegen. In einer Resolution, die die Gelsenkirchener freien Gewerkschaften gestern abend einstimmig angenommen haben, wird das als Dolchstoß in den Rücken der Ruhrkämpfer bezeichnet. Im übrigen macht sich ein großer Kaxtoffelmangel bemerkbar. Er ist zurückzuführen auf die durch die Witterungsungunst hier im Westen fast um vier Wochen verschobene Kartoffel⸗Frühernte und auf die infolge des Marksturzes ungeheuer in die Höhe geschnellten Preise für holländische Kartoffeln, durch die früher der Bedarf im Ruhrgebiet gedeckt wurde. Wie wir erfahren, beschäftigten sich be⸗ reits die Arnsberger und die Düsseldorfer Regierungen mit dieser Frage. Der Hauptgrund der Mißstimmung bleibt aber die Lohn⸗ frage. Die Geduld der Ruhrarbeiter in dieser Beziehung wird auf die denkbar härteste Probe gestellt. Hier muß bald eine Aenderung getroffen werden. Politische Uebersicht. Der deutsche Wirtschastszusammenbruch im Reich. Die Beratung der sozialdemokratischen Notstandsauträge. Schon der erste Tage der Beratung der Interpellation im Reichstag hat gezeigt, daß die Reichsregierung die furchtbaren Gefahren der Lage nicht klar erkennt. Unsere Schuld ist dies nicht; denn der Fraktions⸗ reduer Genosse Aufhäuser entwarf ein ungeschminktes, stark wirkendes Bild von den unerträglichen Schwierigkeiten, gegen die Lohn- und Gehaltsempfänger und der versinkende Mittelstand ankämpfen. Er klagte die Reichsregierung an, daß sie ebenso passiv sei wie die raffgierigen Schichten aktiv. Mehr als einmal schäumte auf der Rechten des Hauses Zorn auf, wenn unser Redner die ungeheure Mitschuld des deut⸗ schen Kapitalismus an den verworrenen Finanz⸗ und Wirt⸗ schaftsverhältnissen aufdeckte. f 5 Aufhäufer begnügte sich nicht mit scharfer Kritik, sondern entrollte zugleich ein Sanierungsprogramm zum Kampf gegen den Devisenschwindel und für die Sanierung der Reichsfinanzen. Nur auf dieser Grundlage könne eine Stützungsaktion für die Mark Erfolg haben. Den Reichs⸗ wirtschaftsminister erinnerte er daran, daß er vor Monaten sehr rasch mit einer Mahnung herausgekommen sei, mit Rücksicht auf die Stützungsaktion die Löhne nicht zu erhöhen. Wo aber bleibe jetzt die Kundgebung des Reichswirtschafts⸗ ministers an die Unternehmer, die Löhne der rapiden Geld⸗ entwertung anzupassen? Unter dem Lärm der Deutsch⸗ nationalen schloß Aufhäuser seine Rede mit einer sehr ernsten Mahnung an das Bürgertum. Die Sozialdemokratie, so sagte er, werde sich nicht als Domm gegen die hungernde Masse gebrauchen lassen. Die bürgerlichen Parteien müßten ihre Politik ändern und auch die Gemeinwirtschaft umstellen, wenn Deutschland von schweren inneren Erschütterungen be⸗ wahrt bleiben solle. 0 Der Reichsarbeitsminister Dr. Brauns, ein geist⸗ licher Zenkrumsniann, beschränkle sich mi kluget auf eine Aufzählung dessen, was in seinem Ressort schehen sei und in wenigen Tagen noch geschieht, Renten aller Art, insbesondere diejenigen für die opfer und für die Erwerbslosen, der Geldentwertung gleichen. Gegen die Forderung der Goldlöhne polem der Minister sehr entschieden. Er glaube, daß bei d führung der Goldlöhne die Preisbildung ganz hem los nach oben drängen werde, die Notenpresse noch r arbeiten müsse und die Spannung zwischen dem Non lohn und der Kaufkraft der Löhne noch stärker werde verwies darauf, daß auch in der freien Gewerkschaff sehr kritische Stimmen gegen die sogenannten Go laut würden. Notwendig sei freilich, die Löhne, Ge und Renten rascher als in den jüngsten Wochen dem änderten Geldstand anzupassen. Die Reichsinderziffern auch nach der Meinung des Reichsarbeitsministers ideale Grundlage für die Lohnberechnung. Darum die Reichsregierung für diesen Monat mit ihren Bewill gen über den Reichsindex hinausgehen. Der Reichsfinanzminister, der in se üblichen glatten und geschickten Weise sprach, gab zu, daß Steuergesetze dem großen Geldsturz nicht gewachsen Ein beschleunitzter Ausgleich sei erforderlich. Allerd scheitere eine grundsätzliche Umgestaltung unseres Steu wesens daran, daß dadurch die Veranlagung für lange h aus ins Stocken käme. Notwendig aber sei eine sehr ste Vervielfältigung der Vermögensabgabe zur Brodverb gung. Ferner sei eine weitgehende Erhöhung der Vo zahlung auf die Einkommensteuer der Veranlagu pflichtigen notwendig. Auch die Nachprüfung des kommensteuergesetzes und des Körperschaftssteuergese und eine neue Veranlagung der Vermögenssteuer sei e forderlich. Die Bewertungsvorschriften könnten eben nicht aufrecht erhalten bleiben. Die bürgerlichen Parteien hörten diese Kritik ihrer vor wenigen Wochen gegen unsere Stimmen verabschi Steuermachwerke in Ruhe an. Damit ist natürlich noch gesagt, ob sie sich auf den Boden der ohnehin noch genügenden Regierungserklärungen stellen. Die S demokratie wird die Anregungen des Reichsfinanzminist nicht nur unterstützen, sondern alles tun, um ihn noch sein Programm hinaus zu treiben. Seine Bemerkung die großen Lasten nicht nur von dem Besitz aufgebracht den könnten, ist eine Binsenwahrheit, die nirgendwo stritten wird. Verlangt wird aber, daß der Besitz end entsprechend seiner Leistungsfähigkeit hergibt. Davon k einstweilen gar keine Rede sein. Wir haben nicht geh daß die bürgerlichen Parteien Herrn Hermes warme stimmung gezollt hätten. Sie werden auch jetzt zum 9 wendigen gezwungen werden müssen. Eine besondere Figr bildete wieder der Reichswirtschaftsminister Dr. Becker spricht als Minister nicht anders wie früher als Ver des Großkapitals in den Steuerausschüssen. Warum man sich auf der Suche nach Auswegen aus der furcht Lage allzu viel Sorgen machen? Für Herrn Becker ist Versailler Vertrag und seine Auswirkung die bein alleinige Ursache unserer Not, und damit gibt er sich frieden. Er wird aber erleben, daß mit dem Hinweis den Versailler Gewaltfrieden, so sehr dieses Dokument schuld an unserm Elend trägt, niemand zufriedengestellt v den kann. Nicht nur Versailles und nicht nur die Diktate Entente, sondern in sehr großem Maße auch die Selbsts Ce... Elegant wird jeder Schuh und anderes Lederzeug nur durch Färben mit Heitmann's Reuovator. 1 Renoviere Leder nnr mit Heitmann's Renovator. „Natürlich willst Du das nicht, Du wunderliches, altes n. Du hast ihn lieber als sonst irgend jemand, und ich glaube, Du möchtest ihn für Dich selbst haben, Du eifer⸗ süchtige Tante, weil Du ihn für den witzigsten, klügsten und schönsten jungen Mann von ganz Island hältst.“ „In einem Goldschmiedladen glitzern viele Sachen, eine vernünftige Frau streckt aber ihre Hände nicht nach allem aus.“ ö Und tue ich das etwa?“ »Es hat den Anschein, mein Herz; setze Dich aber hier vor den Spiegel, damit ich Dir das Haar bürsten kann. Du sollst Magnus heiraten, und Deine öffentliche Verlobung wird übermorgen in Gegenwart beider Familien stattfinden, und doch hast Du Oskar, seit er vor acht Tagen aus England heimgekehrt ist, alle Tage und die ganzen Tage hier gehabt und willst nun mit ihm nach Thingvellir reiten. Du wirst Unheil stiften, so viel sage ich Dir. Zwei Hunde einigen sich selten über ein und denselben Knochen.“ Hier befiel das Mädchen ein toller Lachanfall. chen, was Du uns für Namen beilegst!“ „Besser, daß ich es tue, als jemand anders! Die Leute hier sperren die Ohren gewaltig auf und Oskar den Mund 1 spricht beständig von Dir.“ „Nicht beständig, Tantchen.“ Thoras hübsches Gesicht errötete in dem vor ihr stehenden Spiegel. „Beständig! Erst gestern noch sagte er,„meine künftige Schwägerin.“ Wicht„künftige Schwägerin“, Tantchen.“ i fen Hab' ich gesprochen, Thora, oder nicht? Meine zu⸗ künftige Schwägerin ist ganz bezaubernd,“ sagte er—“ 5„Sicher aber sagte er nicht„bezaubernd“, liebstes Tantchen.“ 45„Ja, so war es, und halte Deinen törichten Kopf'mal still, mein Fräulein—„ganz bezaubernd“, sagte er,„und ich bin schon halb eifersüchtig auf den alten Magnus.“ Die blauen Augen im Spiegel strahlten vor Entzücken, [der Mund aber sagte:„Natürlich würde ich furchtbar ärger⸗ „Tant⸗ 5 0 F eee e 8 0 N 0 lich gewesen sein, wenn ich ihn das hätte sagen hören, meine und schlank, fast ebenso N wie Thora selbst und 8 Der verlorene Soh. Schuld ist es aber nicht—“ einem Kranz kurzer Locken unter seinem Tirolerhut, den 305 Roman von Hall Caine. 2„Dummes Zeug!“ sagte Tante Margret mit einem ver⸗ gegen die sich bewegende Jalousie lüftete. Der Mond achtlichen Schnauben.„Laß Dir von einer verdrehten alten Schraube raten, mein Schatz, und säe keinen Unfrieden zwischen zwei Brüder.“ Darauf nahm das strahlende Gesicht im Spiegel einen ernsthaften, nachdenklichen Ausdruck an und Thora sagte: „Wie kannst Du nur so schreckliche Dinge aussprechen, Tante Margret? Nur weil ich mit Oskar nach dem Schafeintreiben reiten will.“ „O, ein kleiner Bach kann zu einem großen Fluß an⸗ schwellen. Was nützt aber alles Reden— ein wildes Tier kann gezähmt werden, nicht aber ein starrköpfiges Frauen⸗ zimmer.“ Dann aber, beim Anblick von Tränen in Thoras Augen, gab Tante Margret dem Haar des Mädchens ein paar sanftere Bürstenstriche und sagte:„Magnus mag nicht so klug wie sein Bruder sein, Thora, er ist aber zwanzigmal gewissenhafter und zuverlässiger und nicht weniger imstande, ein Mädchen unter seine Obhut zu nehmen und es glücklich zu machen. Außerdem, mein Herz. ist alles bestimmt und ab⸗ gemacht, und auf der schon fertigen Straße reist es sich stets am bequemsten, wie Du weißt. Deine Heirat mit Magnus ist zwischen dem Gouverneur und Deinem Vater nun einmal ausgemacht, sie haben ihr Herz darauf gesetzt und der Kon⸗ trakt ist fertig, und wenn jetzt noch irgend etwas dazwischen kommen sollte—“ Thora jedoch, die mit seitwärts geneigtem Haupt einem Geräusch draußen gelauscht hatte, sprang plötzlich auf und sagte,„ich glaube, das ist Silvertops Schritt.“ Der Hufschlag eines Pferdes auf dem Straßenpflaster wurde laut, und im nächsten Augenblick rief eine männliche Stimme unter dem Fenster:„Hallo! Hallo! Hallo!“ Thora rannte ans Fenster und sagte, zwei der Jalousie⸗ latten teilend, mit erheucheltem Erstaunen,„das ist Oskar!“ Dann klopfte sie an die Fensterscheibe, um der untenstehen⸗ den Gestalt ein„Sogleich!“ zuzurufen und einen Augen⸗ blick auf dieselbe hinabzuschouen. 0 Ein junger, dreiundzwanzigjähriger Mensch saß auf einem Ponp und hielt ein zweites am Zügel. Er war groß indes untergegangen; eig grau angehauchtes rosa sickerte— als Vorbote der Sonne— durch die dun Atmosphäre. Die Schiffe und Fischerboote in der Bu brachen durch einen Nebelschleier? und undeutliche Schatte von Männern und Frauen, bis an die Kehle verhüllt, o wie Kinder plaudernd und lachend, bewegten sich im Du der Straße hin und her.. 3 „Schnell, Tantchen, schnell!“ rief Thora mit gedäm Stimme, und während die Frauen im Schlafzimmer hin her liefen und flüsternd miteinander sprachen, schlug sich wartende junge Mann draußen mit seiner Reitpeitsche die Gamaschen und pfiff und sang abwechselnd Str. eines Liebesliedes vor sich hin— 3 „Trink mir zu mit den Augen Dein, Dir antwortet mein Blick.“ „Muß ich diese abscheulichen Dinger tragen??“ „Gewiß mußt Du das. Sie sitzen warm und be und es ist nicht, als ob irgend jemand sie sehen würde „Tantchen, sprich nicht so laut, die Leute möchten hören.“ 5 8 „Im Becher brauch' ich keinen Wein Läßt Du den Kuß zurück.“ „Was für eine Stimme er hat! Ich eines Tages sein Glück damit machen.“ 5 „Mag sein, von der Stimme leben die Leute aber n e hier in Island nicht— da ist Dein Kl. rock.“ 5 „Um Simmelswillen Tantchen!“ „Der Seelendurst will mehr als Wein: Den Göttertrank von Glück.“ „Und nun meinen Hut. Wenn ich das alte schöa Reitkleid tragen soll, muß ich wenigstens etwas Kleid auf dem Kopf haben. Der mit der Feder— nein diesen 1 einen Schleier. So! Sehe ich nekt aus?“. g „Furchtbar nett, wenn ich Dir's sagen soll.“ (Fortsetzung folgt.) bin sicher, er in u, 1 hsen fh Alerding Stund lange ii seht siuz rowdetish t lahm. des g duergef er h eben ihrer c abschichh noch fh noh ng ie Stic nzmin it — 0 Gießen, Samstag. den 9. Juni 1923. 1 0 eilage zur Oberhessischen Volkszeitung Nr. 129 edigende Tagesordnung unterscheidet sich nicht viel von N sprechung reichspolitischer Fragen anschließen wird. Es eich durch ihre Vertreter beteiligen. Wir begrüßen die Konferenz auf das herz⸗ sichste und wünschen ihren Arbeiten besten Erfolg. — Stadtverordneten⸗Versammlung. Die am Donnerstag stattgefundene Sitzung des S . 1 tadtpar⸗ amentes erledigte ein halbes Hundert e bn ene die meisten ohne jede Debatte. Nur bet einigen Punkten kam es iu einer Aussprache, die dafür aber auch ziemlich ausgiebig war. guerst war das bei der Kreditbewilligung für Notstandsarbeiten, für die Verwaltung 40 Millionen Mark verlangt. Von unserer Fraktion wurde beantragt, den Finanzausschuß zu ermächtigen, ie fach Lage der Sache einen höheren Betrag für diesen Zweck vorzu⸗ ehen. Von allen Seiten wurde betont, daß es eine der Haupt⸗ orgen der Stadt sein müsse, soviel wie nur angängig für Arbeit u sorgen, weil sonst erhebliche Mittel unproduktiv für Erwerbs⸗ sosenfürsorge ausgegebn werden müßten. Dem Antrag der soziald. Fraktion wird zugestimmt.— Eine lebhafte Debatte entwickelte sich nuch bei der Frage der Hundesteuer, deren erhebliche Er⸗ söhung der Finanzausschuß beantragt. Für den Hund sollen 30 000 „ark bezahlt werden. Manches Gute und Lobende wurde über die Vierfüßler gesagt, dessen Treue sprichwörtlich ist, aber auch manches Al fällige. Tatsache und entscheidend ist jedenfalls, daß ie Stadt unbedingt Geld, viel Geld braucht und sie muß es ehmen, wo sie es bekommt und wenn der„Hund des armen annes“ darunter leidet. Es sind immerhin einige Milltonen, die hadurch einkommen.— Die Vorlage wurde nochmals an den Aus⸗ chuß zurückverwiesen. Diann beschäftigte die Straßenbahn die Versammlung 1 Das Schmerzenskind der Stadt kostet in den ersten vier Fonaten rund 60 Millionen Mark Zuschuß! Das ist wirklich nicht mehr zu verantworten; es wird deshalb dem Vor⸗ chlage, den Betrieb weiter einzuschränben, zugestimmt. einde zurückerstattet. Anträge hierzu wären bei der betreffenden Bürgermeisterei einzureichen. Das Gesetz ist am 30. 4. 23 in Kraft getreten und gilt vorläufig bis zum 31. 12. 281 Ein einträglicher Kuhhandel. Aus Leihgestern wird uns geschrieben: Daß einer manch⸗ mal einen Tagesverdienst haben kann, der den eines gewöhnlichen Hand⸗ oder Kopfarbeiters viele Meilen hinter sich läßt, beweist fol⸗ endes Beispiel: 5 d Ein Auszligler von hier verkaufte anfangs voriger Woche an ehhändler seinen letzten Goldwert— eine Kuh— f 254 Millionen Papiermark. Am selben Tage ver⸗ kafte der Viehhändler dieselbe Kuh an einen seiner Kollegen für 3 Millionen 200 000 Mark weiter. Außerdem wurden bei diesem 1 wurden flir diese Kuh sage und schreit gefordert und auf dieser Forderung bestan näckig. Als ihm von 1 e daß di m vorhergehenden Tag n en 51 und 0 1 Preise von 274 Millionen Mark verkauft worden sei, stammelte er bleich wie Leinentuch, daß er die Kuh über⸗ haupt nicht verkaufen wolle. Diesen Ausweg hätte er sicher nicht gewählt, wenn er von seiten des Interessenten nicht bloßgestellt 1 äre.. 1 5 R er kunwerschömten Preistreiberei müßte mit aller e heit entgegen getreten werden. In andern Städten hat man an 155 Schlachthöfen und Markthallen Wuchergerichte errichtet, die die ein⸗ g zelnen Fälle sofort aburteilen. Diese. 0 i Es ist kein Wunder, wenn dann die Fu 85 er⸗ 1 1 5 b den, ganz gleichgültig, ob es sich hier um Schlachtvieh eder Kuchtvieh handelte. 3 ie 0 t. Vor dem Sch wur⸗ Noch ein Bruderstreit um die Gerbe con verhandelt, der dem 1 5 22 ieder ein gericht wurde am Warme rene 1 gleicht. Auch hier handelt es i geurteilten auf Auch nes sch. zweier Brüder um den, elterlichen 5 f 1 der Arbeiter Georg F e ee e 0 ö Sversuch. Die Anklage ve 0 54fch e ist Rechtsanwalt Hauff. Dem Angeklagten . gt, den Versuch unternommen zu haben, seinen 0 dwig Walter zu töten. In der Verhandlung e 41 ins de traurigsten Familienbilder, wie sie unsere heutige 5 1 1 bringt. Der Vater des Angeklagten verstarb im 1 ö Wegen des väterlichen Nachlasses bam es i en ter und seinen übrigen ce Luhe 110 5 0 Loubwi Streitigkeiten, die zu Sin 0 5 5 * 3 7 905 5 sich schließlich wegen des beweglichen 1 Meß rend es bezüglich der Grime nich 6 1 ig 35 1 ud es beßzenden Ludwig W. Letztoietender eo. 1 e pe dene Rechte wie Einräumung 9 0 Bezug von Naturalien zugesichert, solange 1 8 0 fol Falls er fortziehen sollte, fielen diese Rechte ionen Der Angeklagte ist Gießen und umgebung. e 2. Osterfeiertag garf erwartet werden, daß sich die Genossen im Bezirk zahl⸗ schlag und nach B one 11 4 6 1 0 100 den. derartiger Versammlungen, aber es ist und seine Mutter abgegeben gaben, um endlich mal 1 edem Parteiangehörigen bekannt, daß gerade in der heutigen] Juälereien zu befommen. ee eee es notwendig ist, die heute die Oeffentlichkeit bewegen⸗ g i i sen Fragen gemeinsam zu erörtern. Hier steht die Landes⸗ u de ee ddt dee e solitik im Vordergrunde; 1. 5 s. und des Bruders wieder, die diese in Jaliti 8 grunde; es ist aber kein Zweifel, daß sich h. in die Berichte der Landtagsabgeordneten auch die Be⸗ Göbelnrod geb Familienstreitigkeiten. Die Geschworenen vernein chen wurde. kleider! Wie von Wetterkundigen mitgeteilt wird, liegt hinein recht kalt zu sein. Denn der Kälteherd liegt in de tigen Eisbergen, die von Island und Grönland zusanemenschmelzen, weil ihnen noch der warme Wind aus fehlt. Die Eisberge kühlen auf ihrem Wege das Wasser solgende Richtigstellung zu bringen. In der Besprechung Blatte vom Mittwoch ist bei den Vereinen der zweiten 2. angeführt. Das ist ein Irrtum. Nach den uns den Krieg zu erklären, sondern sollen sich— was sie leicht ein Irrtum unterlaufen.— Uebrigens sind wir singen die einzelnen Vereine an, damit ist aber noch daß nun in der Veweytung, et eln! wpkemahl und unerschütterlich sestgestellt wäre. auf den mit der Post beförderten Briefsendungen nur straffällig, solche unvollständig entwertete Freimarken, von den Umschlägen abgelöst worden sind, nochmals bemerkt. In den meisten Fällen werden diese Ge ziehungen aber bei den Postanstalten, die angewiesen der oberen Postbehörde die dafür in dem Postgesetz beim Fehlen des Klebstoffes auf der Rückseite, empfi Anfrage über ihre Gültigkeit am Postschalter. Deulschen Reich und der wichtigeren Orte im Ausland Bezirk; serner die wichtigsten daußerdeutschen Orte Preis beträgt 9000 Mk. 5 ist ein Stück Papier das unbedruckt 3 Mk. kostet, Einmarkschein umgewandelt. dann verringert sich d eine Papiermark: verkauft man es als Altpapler, man mehr dafür, als der Schein Kaufkraft besitzt. ein Kilo nach Qualitäten sortiertes Altpapier gib Menge die Hälste(für Zeitungspapier bis zu zwei Nennwertes. Rechnet man die Herstellung eines zu dem Ergebnis, daß der Einmackschein mindestens zusbellen koflet. Daraus folgert sich weiter, daß in i i ieder weg. g 7 1 eee mehere die aber bei den Eltern blieb 60 der Angeklagte in Göbelnrod keine Wohnung er⸗ nicht einmal die Herstellungskosten decken. „ Aber auch nach der Auseinandersetzung blieb das Ver⸗ 5 1 55 5 1 1 Mutter 155 e— Am 1 5 2 1 es zu einem Streit zwischen dem Angeklagten Zur Parteikonferenz für Gicßen⸗Alsseld⸗Lantetbach N ud dann seinen Bruder Ludwig. Im Verlaufe Morgen k 5„ der Auseinandersetzung schoß Heinrich Walter nn die Vertreter unserer Parteifreunde in] Ludwig, ohn serem Bezirke in Gießen zusammen, um die diesjährige ging ein zwe gitations- Konferenz abzuhalten. Die zu er- lich und in der Abscht fel auf seinen Bruder aben. Beamte des Amtsgerichts Grünberg und Einwohner, von en eingehende Schilderungen über die Erbschafts⸗ und kurzer Beratung die an sie gestellten Fragen nach versuchtem Tot⸗ edrohung, worauf der Angeklagte freigespro⸗ — Von Sommerkälte darf man in diesem Jahre beinahe reden. Noch jetzt, fast Mitte Juni, hüllt sich die Menschheit in ihre Winter⸗ für die klihle Junitemperatur darin, daß Island, die Färöer und Nordschottland seit Wochen von einem Hochdruckgebiet beherrscht wer⸗ den, dem wir unsre fortgesetzten Nordwestwinde zu verdanken haben. Die Nordwestwinde pflegen manchmal bis in die ersten Junitage jetzt nach Silden unterwegs sind und die diesmal besonders schwer meilenweit ab und das Wasser wiederum kühlte die Luft, ab, die uns nun durch jene unerwünschte Nordwestwinde aus erster Hand vermit⸗ telt wird. Witterungsumschläge, wie wir sie gegenwärtig erleben, treten fast alle Jahre um dieselbe Zeit ein. Der Grad der Abkühlung hängt dann gewöhnlich von dem Umfang der wandernden Eisberge ab. In diesem Jahre scheinen diese Eismassen besonders groß zu sein und wenn keine siüdentropäische Wärme kommt, die sie mit ihren heißen Winden zerstört, dann werden sie auf das Festland unter Um⸗ ständen noch im Juli ihre verheerende Wirkung aussiben und die Vegetation beeinträchtigen. Von andern Wetterkundigen wird bal⸗ dige Aenderung vorausgesagt, da sich die Luftdruckverhältnisse über dem Atlantischen Ozean verbessert haben. Hoffen wir 281 — Vom Wertungssingen am Sonntag werden wir ersucht, Angabe der Punktzahlen„Liedertafel“ ⸗Launs bach als 1. mit 136,„Freihejt“⸗Klein⸗Alten städten mit 128 Punkten als Wertungszetteln hat der Verein Klein⸗Altenstädten 138 Punkte er⸗ telt, er hätte also an die erste Stelle und Launsbach mit 136 nkten an die zweite zu kommen. Offenbar liegt hier ein Fehler i der Addition der Punktzahlen vor.— Nun— beide Vereine stehen in ihrem Können gleich, zwei Punkte macht ja keinen Unter⸗ 3 557 aus, sie sollen sich also freuen, daß beide Gutes leisten.— ine weitere Richtigstellung verlangt der Verein„Heiterkeit“⸗ Gleiberg in der dritten Gruppe. Auch hier wurden uns die Wertungszettel vorgelegt und die Ziffern ergeben 81 Punkte, nicht 76, wie in der Zeitung stand. Es würde danach Gleiberg an die 7., Krofdorf an die 8. Stelle in der Reihenfolge kommen. Auch hier ist die Differenz so gering, daß sich dbe beiden Vereine als gleichwertig ansehen können. Sie brauchen sich deshalb nicht etwa so wie so tun werden— gemeinsam bestreben, immer Besseres zu leisten.— Bemerken wollen wir noch, daß die Besprechung des Wertungs⸗ singens von einem von uns bestellten Sachverständigen stamamt, nicht von der Redaktion. Beim Zusammenzählen der Punktzahlen kann daß die Vereine nicht soviel Gewicht auf die Punktzahlen legen sollten. Diese werden auf Grund zweter Liedervorträge gewonnen. Dabei können leicht Einflüsse irgendwelcher Art mitwirken, die das Ergebnis herabzumindern geeignet sind. Ein Verein kann im allgemeinen recht Gutes leisten, kann aber gerade an dem Tage des Wertungssingens verstimmt, oder aus irgend einem Grunde nicht „auf der Höhe“ sein. Gewiß regt das Konkurrenz⸗ oder Wertungs⸗ wird, die Leistungs fähigkeit und Qualität des Vereins unbedingt Warnung! Es kommt ab und zu vor, daß einzelne Freimarken oder schwache Entwertungszeichen, oftmals nur Striche oder schwärz⸗ liche Flecken tragen, weil sie beim Abstempeln in der Eile nicht ge⸗ troffen worden sind. Selbstverständlich ist es verboten und auch machung von anderen Postsendungen zu benutzen. Trotzdem geschieht dies sehr oft in der falschen Voraussetzung, der Betrug würde nicht besonders zu achten, entdeckt; gegen die Absender wird dann von Geldstrafen verhängt. Allem Anschein nach werden derartige schwach entwertete Freimarken auch vielfach in betrügerischer Absicht als Ersatz für Kleingeld in Verkehr gesetzt. Darum tut Jedermann, der sich Unannehmlichkeiten ersparen will, gut, Freimarken, die er nicht selbst am Postschalter gekauft hat, vor ihrer Verwendung genau zu besichtigen. Bei verdächtigen Wahrnehmungen, insbesondere auch sehlt sich eine Ein Verzeichnis der Postanstalten und Eisenbahnstationen im verzeichns zu den Postleitheften, Ausgabe 1923) erscheint Mitie Juni. Das in kaufmännischen Kreisen wegen seiner Zuverlässig⸗ keit sehr geschätzte Nachschlagebuch enthält sämkliche Posbalten und Eisenbahnstationen des Deutschen Reichs nebst den gebräuchlichen zusätzlichen Bezeichnungen und dem zuständigen Oberpostdirektions⸗ der Länder nach der jetzt gültigen polftischen Abgrenzung. Das Ortsverzeichnis kann bei jeder Postanstalt bestellt werden. Der Was ist eine Papiermark? Eine Papiermark(Einmarkschein) einem siebenfarbigen Druck und mit einer Blindprägung zu einem glaubt, rechne nach: 2000 Einmarkscheine wiegen ein Kilo; ein Kilo holgfreies Papier kostet 6000 Mk., mithin en Gramm 3 Mk. Für dazu, die noch den Papierpreis weit Übertrüfft, daun kommt man Zeit Scheine bis zu 10 Mk. vielleicht auch der Zwanzigmarkschein, ten nach die Ursache n gewal⸗ aus gerade Südeuropa des Ozeans in unseremn Gruppe bei vorgelegten der Ansicht, nicht gesagt, ausgedrückt geringfügige nachdem sie zur Frei⸗ bührenhinter⸗ sind, hierauf vorgesehenen (früher Orts⸗ nebst Angabe ist aber mit er Wert auf dann erhält Wer es nicht t es je nach Dritteln) des Geldͤscheines 10 Mk. her⸗ der heutigen Zeitung vom 28. Mai.„Die Leser sich aussprechen möchten, gestellten Fragen bestehen sollt Herzen wünschte, kornbrot ist. brachte uns zu gleicher Zeit pflichtungen nur au stelligen, während un Besteuerung des Besitzes du lerne, daß die politische Wahlen, sowie der Stand gerieben hatten, stehen nun und dann nicht fein zermahlen, Roggen⸗ oder Weizenbrot l b Zumischungen von anderen Bestandteilen erfolgt sind oder 3 und das ist einer der Hauptgründe, warum man gegen das Voll⸗ I cht eben so gut(wie Ste schreiben) ist Vollkorn⸗ brot, sondern etwas ganz anderes in seinem Nährwert als das! übliche Brot. Wäre es nur e des obengenannten Artikels sich die en und ich hätte diese Zeilen auch unterlassen. Unter dem Vielen, was zu sagen wäre, sei nur heute noch auf eine Tatsache hin wiesen. Erwachsene und Kinde 0 f J furchtbar unter Madenwürmern. Dieses fürchterliche Uebel hat seine Ursache in dem schlechten Brot mit seinen erlaubten und unerlaubten Zu⸗ sätzen. M doch einmal klar, daß Brot der wichtigste sätzen an mache sich doch mache sich welle 2 7 gegenseitigen Bruderstreit Eim frischer, denn die Kräfte, die sich Schulter an Schulter in geeinter Front der Arbeiterschaft Die — Sonntagsdienst der Aerzte und Apotheken am 10. 6. 1923. Dr. Wolf, Dr. S. Klein(von Montag vorm. 7 Uhr);: Samstag nachm. 4 Uhr bis Pelikanapotheke(von Samstag abend 7 Uhr bis Montag vorm. 8 Uhr, mit Nachtdienst in der an⸗ schließenden Woche). 6 Eingesandt. l (Sur Jorm und Inhalt der unter dleser Rubrik zum Abdruck kom⸗ menden Artikel übernimmt die Redaktion keine Verantwortung.) Volkskornbrot! Mit großer Freude las ich den Arttkel in 1 0 f Brotpreiserhöhung unnötig!“ Da mich nun fast 20 Jahre mit dieser Frage beschäftige, so halte ich es für meine Pflicht, etwas dazu zu sagen. Mit dem genannten Ar⸗ tikel durchaus einig, bemerke aber, daß zu dieser Frage viel zu sagen ist und daß es erwii nscht wäre, wenn noch viele ihrer 5 in löst wenn die Beteiligung nur e. Gewundert habe ich mich über die Frage des Reparationsproblems. im Innern mit ihren Verschw' der Sabotage der Erfüllungspo land, versteckte den Argwohn un durch die Droh⸗ und Gewaltno der Mark beeinflußte und immer daß durch die Steuersabotage und von Industrie und Landwirtschaft die Brotes und aller Bedarssgegenstände. 5 esetzung des Ruhrgebietes, tei geforderten Eingriff in die Substanz zu tun. des Besitzes ist auf solch einen Tiesstand gesunken, daß es eine festen Zupachens bedarf, um Steuerfragen sind politische Mach diesser Tatsache neee die hetätigung und die Untersttzung de Sozialdemokratischen Partei für jeden einzelnen eine Lebensnot⸗ wendigkeit sein müsse. Die Vorauss Zustände ist die Erkämpsung der politischen Macht. Die Ent ⸗ scheidungen um dieses Ziel fallen in den Wahlkämpfen. diese Kämpfe siegreich führen und bestehen zu können, brauchen wir in jedem Orte eine zielbewußte, überzeugungstreue Anhängerschaft. Daß auf diesem Gebiete noch ein weites Arbeitsfeld in unserem 1 zirk zu beackern ist, lehrt uns der Ausfall der unserer Mitgliederbewegung und Leserzahl unserer Parteipresse. Die Vereinigung der beid Parteitag in Nürnberg ist wohl einer der denkwürdigsten Tage i der Parteigeschichte des verflos der beiden Parteien brachte uns einen bedeutenden moralische Erfolg. Das Parteileben, das in verschiedenen Orten durch buße erlitten hatte, pulsierte wieder sether in zehrendem Kampfe auf⸗ gegen unsexe Gegner und für die Interessen 1 Kraft der Einigung zeitigte bei den Gemeindewahlen bereits schöne 1 1 1 ben so gut dan r leiden seit dem Krieg fu litik durch die senen Jahres. Anmerkung, die dieser Artikel von ihnen bekam. Man will in Ihren Kretsen das Kapital bekämpfen und siehht doch so oft nicht, wo man einsetzen muß. Das gilt gerade auch für diese Ihre Anmerkung. Es handelt sich in dieser Brotfrage nicht so sehr um die Meinung der Wissenschaft(die so oft irrt), sondern um die In dustrie, die hier beteiligt ist. Ein Vollkornbrot, wie ich es unserem Volk von kann man nicht aus fein zermahlenem Mehl her⸗ stellen, sondern da muß das Brotkorn gründlich gereinigt werden sondern geschrote n. Bei solchen kann man aber sehen, 2 Mühe nicht zu machen br unser Brot ist. Mögen diese Hinweise anderen Lesern Gelegenheit geben, sich zu dieser Frage zu äußern. Sch. Geschästsbericht des Vorstandes vom 6. Agitations⸗ a Bezirk Gießen⸗Alsfeld⸗Lauterbach. ö Geschäftsjahr 1922/23. Als ein bewegtes aber auch zu gleicher Zeit als ein recht 5 hinter uns liegende Geschäftssahr für die die Vermehrung der Arbe Merkmale des Jahres an seinem erung und Geldentwertung sind. Di herunter⸗ Eine Lohnbewegung jagt die en sozialistischen Parteien auf dem Erfolge, sodaß wir in 14 Orten des Bezirks sozialistische Mehr⸗ konferenz, die sich mit den Vorbereitungen der Wahlen und der N 1 85 n hätte der Schreiber die etzung zur Aenderung dieser Um jedoch stattgefundenen die Der Zusammenschluß den — . — — 5 n 1 heiten in Gemeindeparlamenten erringen konnten. 1 Die Vorbereitungen zu den Gemeinde-, Kreis- und Provinzial⸗ 1 9 tagswahlen, sowie der Wahlkampf selbst brachten eine Fülle von 110 Arbeit. Am 8. Oktober tagte in Gießen eine Agitationsbezirks⸗ 9 3 . creistagswahlen! 12 80 die Anzah 1 Zeitungen des eden enen Säge, af dieser gönne wrde auch in unserem Bezirk die Einigung vollzogen. Dieser Tag dürfte wohl jedem Genossen in angenehmer Erinnerung bleiben. 5800 fanden noch Konferenzen für die Kreise Alsfeld und Lauter⸗ bach statt. a Vie Wahlbewegung war ruhig, eine Versammlungsagitation wurde fast lediglich von unserer Partei geführt, während die irgerlichen Parteien mit seitenlangen Mahlaufrusem in sämtlichen Bezirks arbeiteten. Eine rührige Kleinarbeit lleisteten die Anhänger des Bauernbundes in den Landorten. Wenn wir das Wahlresultat in den einzelnen Orten vergleichen so ist festzustellen, daß dort, wo eine gute politische Organisation besteht, wir schöne Erfolge hatten und unsere Position behauptet haben, während in gleichartig wirtschaftlich gelagerten Orten ohne politische ganisation die Arbeiterschaft zur Einflußlosigkeit ver⸗ urteilt ist. if Nachfolgende Aufstellung gibt ein Bild über den Ausfall der drei Kreisen des Bezirks. Die weitere Tabelle N[der sozialdemokratischen Gemeindevertreter, rgermeister und Beigeordnete und die Vertreter in den ein⸗ gelnen Körperschaften. Ergebnis der Kreistagswahlen. ö Nesse N K. P. D.] Soz. Dem. Jentr. D. P. P. Dn. u. Bb Gießen 1403 13 622[ 2469 647] 4608[ 12 877 Alsfeld...— 3636 46627 verbunden x Lauterbach“ 3146 45649 verbunden e 1403][ 20404[ 14745[ 647[ 4603[ 12 877 32 672 4 Die Sozialdemokratie in den einzelnen Körperschaften. 92 Kreise Gem.⸗[ Bei⸗ Bür⸗Kreis⸗[Kreis⸗ Proo.⸗Prov⸗Land⸗ Reichs 0 Vertr.] geord. germst] tag aussch] tag aussch.] tag tag [Gießen. 224 6— 12 3 4 1 3 1 C Lauterbach. 21 1 17 2 2—— 1... . Vergleicht man die sozialdemokratische Stimmenzahl mit den spolitisch organisterten Mitgliedern der Partei, so stehen 20 404 0 soztaldemokratischer Wähler 3137 Parteimitglieder gegenüber. ehaupten, so haben wir im Kreise Alsfeld 2 und im Kreise Lauter⸗ bach 85 Sitze hinzugewonnen. 1 5 1 15 1 .— 0 Kreise . n veranstalten. nossen Rechthien, Mann, Vetters, Schmidt, Maier, Genosse Walz⸗Lauterbach. 5 l fstatt, der recht gut besucht war, den besten Verlauf ffentliche Versammlungen wurden im Kreise Gießen 64, im Alsseld 32 und im Kreise Lauterbach 28, zusammen 124 0. Ein Flugblatt in einer Auflage von 42 000 und zu be den Wahlen je 153 000 Stimmzettel gelangten zur Verteilung. Außer wurden 28 Ortsvereinen Stimmzettel zur Gemeinde⸗ ratswahl durch das Sekretariat vermittelt. i 7 Idungsarbeit. Nach Baoendigung der Wahlen be⸗ ssschäftigte sich der Agitationsbezirksvorstand mit der Bildungsarbeit, für die gewählten Gemeindevertreter eine Reihe Gemeindevertreter⸗ Die Kuxse fanden in 10 Unterbezirken statt 6 Teilnehmern aus 48 Orten. Referenten waren die Ge⸗ Benner und mit Neben den Gemeindevertreter-Kursen fanden noch eine Anzahl W e statt. Der Aufforderung, örtliche Bil⸗ du Beachtung 8 en dem nen Wort wurde auch das Lichtbild in 9 ALeben gesproche 5 85 N der Bildungsarbeit gestellt. Durch die Anschaffung eines 1 8 11 r⸗Apparates durch den Bezirksvorstand war es möglich, in einer Anzahl Landorte Lichtbilder⸗Vorträge zu halten, die sich 10 8 eines 9 5 Besuches erfreuten und beifällige Aufnahme fanden. Die Vorträge fanden meistens in Schulsälen statt. Im Bezirk wurden 18 Vorträge abgehalten, die auch ein gutes 15 zielles Ergebnis zeitigten, indem 40 826 Mark Einnahmen für Parteikasse zu verzeichnen waren. 5 1 48 beste Mittel, für Aufklärung und Bildung zu wirken, ist ebenfalls unsere Parteipresse. Die fortwährenden! Preissteige⸗ rungen zwangen die Preßkommission, wiederholt den Abonnements⸗ preis herauf zu setzen, was natürlich Verluste zur Folge hatte. Venn wir die Zahl der sozialdemokratischen Wähler und die hohe ahl der gewerkschaftlich organisierten Arbeiterschaft annehmen, die traurige Tatsache zu verzeichnen, daß die bürgerliche und Stinnespresse in einer großen Anzahl Arbeiterheimen gelsen wird. Jeder gewerkschaftlich organisterte Arbeiter sollte endlich begriffen haben, daß die sozialdemokratische Presse seine beste Stütze im wirt⸗ schaftlichen Existenzkampf ist. Unsere Genossen müssen hier durch leine intenstve Hausagitation Besserung schaffen. . 5 Die Mitgliederbewegung. 0 ö Die Vereinigung der beiden Parteien hätte zweifellos die Auf⸗ wärtsentwicklung der Mitgliederzahl befruchten müssen, wenn nicht die Ungunst der wirtschaftlichen Verhältnisse hier hemmend gewirkt 5 5 Die Mitgliederbewegung im abgelaufenen Geschäftsjahr zeitigt folgendes Bild: 8 4. Quart. 1. Quark.] 2. Quart.[ 8. Quart. T. Quart. 21—22 22—23 22—23 22— 23 22—23 3 ml. wbl.] ml. wbl.] ml. wbl.] ml. wbl.] ml. wbl. 5 f. 2681 105 2633 97 2688 128 2835127[3011 120 6, Sezirts 785 2780 28ů0 2962 3187 ö Wenn wir im letzten Quartal eine kleine Mitgliederzunahme 5 verzeichnen können, so ist diese im wesentlichen auf die Ver⸗ schmelzung zurückzuführen und ist in den Orten, wo vorher 2 Par⸗ tetorganisattonen bestanden, eine erfreuliche Aufwärtsentwicklung festzustellen. Der furchtbaren Geldentwertung Rechnung tragend, mußt der Bezirksvorstand im Laufe des vergangenen Jahres sechs mal die Beiträge erhöhen und zwar für männliche von 1 Mark auf 100 Mark und für weibliche Mitglieder von 0.50 Mark auf 40 Mark. Wenn man bedenkt, daß man für einen einzigen Brief mit Porto mindestens 200 Mark ausgeben muß, so sind die Beiträge als gering zu bezeichnen. Wo Genossen verkürzt arbeiten oder arbeits⸗ los find, soll der Beitrah erlassen oder ihrem Verdienst entsprechend ein geringerer Beitrag ächoben werden. Es hat also kein Mitglied Ursache, wegen vorübergehender geringerer Verdkenstmöglichleit den e erklären. 5 Leider gibt es eine Anzahl Ortsvereine, die mit der Abrech⸗ nung fast bei jedem Quartal im Rückstande bleiben, welches meistens durch unregelmäßige Beitragskassierung verschuldet wird. Neue Ortsvereine wurden im vergangenen Geschäftsjahr gegründet: 5 Bersrod, Deckenbach Lindenstruth, Stangen rad, Burg⸗Gemünden und un Zahl der 1 im Bezirk 72. g das uns nicht befuedigen kann, ist die Zahl der weiblichen Mitol eder. Die Tatsache daß 2½ Millionen Wählerinnen 15 5 als Wähler zu verzeichnen sind, muß uns Anlaß sein, zur Ge⸗ winnung von weiblichen Mitgliedern mehr zu tun. Weibliche Mit⸗ glieder sind in 9 Ortsvereinen vorhanden, hiervon kommen 81 auf den Ortsverein Gießen. was auf die Rührigkeit der Geßener Frauengruppe zurückzuführen ist. Daß es auch möglich ist, in den Landorten die Frauen für die Partei zu gewinnen, beweist uns die bestehende Frauengrupve des Ortsvereins S aufenberg. Die Jugendbewegung. Am 12. und 13. August fand Gießen ein Jugendtag für die Unterbezirke Gießen und Vilbel 5 nahm und zu den besten Hoffnungen für die Jugendbewegung in unserem Bezirk Anlaß bot. Wenn diese Hoffnung nicht in Erfüllung gegangen ist, seo ist es der Anlaß. daß unsere älteren Genossen nicht der Jugend⸗ bewegung die Bedeutung und Wertschätzung beimessen und auf der 1 ande ren Seite die Jugend selbst, durch ihren vielfachen Wechsel in Iden Personen der Bezirksleitung. Jugendgruppen bestehen im in 0 wir im Kreis Gießen im Kreistag unsern alten Besitzstand . Beitr 12. Die Arbeit unten der Jugend kun natürlich im wesent⸗ lichen nur Bildungs⸗ und Erziehungsarbeit sein. Selbstverständlich muß curch Spiel, Sport und Wanderung betrieben werden. Nichts wäre verkehrter wie mit der Jugend nur zu politisieren, wie es von unvevantwortlichen Menschen der Rechts⸗ und Linksbolsche⸗ wisten leider geschleht. Die Jugend soll durch unsere Bildungs⸗ arbeit, erst die wirtschaftlichen und politischen Zusammenhänge des Lebens bennen lernen um so zur sozialistischen Lebensauf⸗ fassung zu gelangen.. a Die Beamten. Eine Anzahl Genossen aus den Reihen der Boamten, bie sich Ansanas sehr aktiv in der Partei betätigten, ver⸗ hielten sich lange passiv. im besonderen seit wir aus der Regierung ausgeschreden sind. Die Stellungnahme der bürgerlichen Parteien bel Beratung des Beamten rätegesetzes und der Lohn⸗ und Gehalts⸗ regelung für die Beamten scheint vielen doch zum Bewußtseim gebracht zu haben daß sie mit der politischen Gleichgültigkeit und Untätigkeit ihrer Sache nicht denen. Es ist dann auch in jüngster Zeit eine vegere Anteilnahme am Parteileben erfreulicherweise festzustellen. Wohlfahrtspflege. Der Krieg mit seinen verderb⸗ lichen Folgen hat über weiteste Kreise unseres Volkes furchtbare Not gebracht. Die Betätigung in der Wohlfahrtspflege, Jugend⸗ fürsorge, sowie der sozialen Arbeit in der Gemeinde ist für uns eime zwingende Pflicht geworden. Den Aermsten der Armen, die das Schickfal unserer unglücklichen Zeitverhältuisse besonders hart getrossen bat, sollten unsere Gemeindevertreter überall das not⸗ wendige Verständnis entgegen bringen. Um die gesetzlichen Be⸗ stimmungen und Handbaben der Wohlfahrts⸗ und Fürsorgegesetz⸗ gebung kennen zu lernen, fand vom 18. März ab im Gewerkschafts⸗ haus in Gießen ein Kursus, bestehend aus 4 Vorträgen zur Ein⸗ führung im bas Reichsjugendwohlfahrtsgesetz und allgemeine Wohl⸗ fahrtspflege statt. Referenten waren die Genossen: Dr. Aaron, Frau Dr. Quarck⸗Frankfurt. Genosse Beigeoron. Delp⸗Darmstadt und Rechtsanwalt Homberger⸗Gießen. Die Vorträge hätten einen besseren Besuch verdient gehabt. zumal den Teilnehmern das Fahr⸗ geld vergütet wurde um auch den auswärtigen die Teilnahme zu ermöglichen. Die Vorträge waren besucht: 1. Vortrag 24, 2. Vor⸗ trag 32, 3. Vontag 28. 4. Vortrag 20 Teilnehmer. Das Partetkeben im Bezirk. Wie aus den Berichts⸗ bogen ersichtlich, ist das Parteileben im Bezirk ein recht reges gewesen. Es haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 312 Vorstands⸗ sitzungen, 605 Mitgliederversammlungen, 189 öffentliche Versamm⸗ lungen und 13 Frauenversammlungen stattgefunden. Parteisekretariat. Aus vorsbehendem Bericht um nachfolgender Aufstellung ist zu ersehen, daß die Arbeit durch das Sekretariat eine vecht umfangreiche war. Die Tätigkeit des Sekretärs geht aus folgender Aufstellung hervor. Derselbe hat teilgenommen: an 14 Vorstandssitzungen des Agitationsbegirks, 25 Sitzungen der Orts vorstände, 6 Sitzungen des Landes vorstan⸗ des, 6 Konferenzen von Agitations⸗Bezirk und Unterbezirk, 8 son⸗ sligen Sitzungen, 95 mal Referent in öffentlichen und Mitglieder⸗ versammlungen, Teilnahme an Mitglieder⸗ und öfsentlichen Ver⸗ summlungen 14, Vertrauensmänner⸗Sitzungen 8, und 18 Licht⸗ bildervorträgen. Außerdem die Büroarbeiten und sonstige Funk⸗ tionen, bie mit der Tätigkeit im Parteileben verbunden sind. Der Postverkehr erledigte sich wie folgt: Eingänge: 678 Byief, 89 Kar⸗ ten, 164 Drucksachen, 22 Geldsendungen. Ausgänge: 694 Briefe, 110 Karten, 1537 Druckfachen 15 Geldsendungen, 5 Telegramme. Wir sind am Ende unseres Verichtes. Nicht alle Einzelheiten des wechselvollen Jahres können hier Erwähnung finden. So wie im der abgeschlossenen Bevichtsperjode wird die Partei auch im Zukunft neben 50 polttischen Kämpfen, im der Organi⸗ sberung der arbeitenden Massen, in der Vertiefung und Ver⸗ breitung unserer Grundsätze ihre hauptsächlichste Aufgabe erblicken. Große Scharen von Proletariern stehen unserem politischen Leben noch fern. Und das zu eimer Zeit, in der die Kapital jeden Dag am Umfang und Stärde zunehmen, dem Staat in seiner be⸗ drängten finanziellen Lage das sogenannte„Industrieangebot“ an⸗ bieten, das eime schroffe Herausforderung am die Arbeiterschast be⸗ deutet. Die heuere Teuerung, das Jagen wach Profit und Gewinm, der Tieffland der Lebenshaltung und die Vevelendung breiter Massen umserer Volksgenossen, trägt den Stempel dieser bapitalistischen Machtenlfaltung. Die Arbesterschaft muß die Reihem schließen. Ste muß sich der Stunde und der Größe ihrer Aufgabe bewußt sein ihr Denken, Sinn und Streben muß erfüllt sein von dem Gedanken den Ferdinand Lassalle in seinem Arbeiter⸗ programm ausgesprochen hat: Jeder aber, der sich zum Arbeiterstande bekennt, hat eine neue Pflicht. Jeder muß von der Würde, die auf ihm liegt, ganz und gar durchbrungen sein.„Es ziemen Ihnen“, so sagte er,„nicht mehr die Laster der Unterdrückten, noch die müßigen Zerstreuungen der Gedankenlosen noch selbst der harmlose Leichtsinn der Unbe⸗ deutenden. Sie sind der Fels. auf welchem die Kirche der Gegen⸗ wart gebaut werden soll.“ Wir übergeben hiermit unseren Mitgliedern den Berfcht und bitten um kritische aber gerechte Beurteilung. Unser aller Streben aber muß es sein. umablässia für das Wohl und Aufwärtsstreben der Partei zu arbeiten. K Der Vorstand der Vereinigten Sozialdemokratischen Partei des 6. Agitationsbezirkes. J. A.: H. Häuser. Lokale Parteinachrichten. 5. Agitationsbezirk Friedberg⸗Büdingen⸗Schotten. Werte Genossen! Wir machen nochmals auf die am Sonntag, den 10, Juni, vormittags 11 Uhr in Stockheim stattfindende Unter⸗ bezirkskonferenz aufmerksam. Es muß erwartet werden, daß alle Ortsvereine zu der wichtigen Konferenz Delegierte entsenden. Eine ganze Anzahl Ortsvereine hat wichtige Anträge gestellt, die auf der Konferenz zur Verhandlung kommen. Deshalb ist es not⸗ wendig, daß kein Ortsverein fehlt. Es gilt neues Leben in die Organisation hineinzutragen. Jeder Delegierter muß mit einem Mandat versehen sein. Auf nach Stockheim!. Mit Parteigruß J. A,: Br. Wittig, Sekretär. 2 Landesvorstand der verein. soialdemokr. Partei Hessens. An unserer Parteimitglieder in Stadt und Land! Genossinnen und Genossen! Landesvorstand und Landesaus⸗ schuß haben in gemeinschaftlicher Sitzung beschlossen, daß mit Rück⸗ ee auf die sprunghaft einsetzende Geldentwertung für den Monat uni anstatt 5 Beiträgen 6 zu kleben sind. Es wäre notwendig gewesen, den Beitrag wie in anderen Be⸗ Arken auf mindestens 200.— für männliche Mitglieder zu setzen. Da in zahlreichen Ortsvereinen schon flir Monat Juni kassiert worden ist, ist von einer weitezen Beitragsangleichung an den ge⸗ sunkenen Geldwert Abstand genommen worden. Dagegen hoffen wir, daß die Parteimitglieder recht gerne unsere schwierige Loge be⸗ greifen und für den Monat Juni 6 Beiträge zahlen werden, um unser Budget auszugleichen. Arbeitslose Mitglieder sind von der Beitxagsleistung befreit. Kurzarbeiter können auf Antrag bet dem örtlichen Vorstand eine ihrem aschmälerten Einkommen entsprechende geringere Anzahl Beiträge kleben. Hält die Geldentwertung an, so müssen die Vei⸗ träge für den Monat Juli ganz bede nicht die Partei in ihrer Aktionsse leiden soll. Mit Parteigruß tend erhöht worden, wenn higkeit schwersten Schaden er⸗ J. A.: W. Widmann, Bezirkssekretär. ** Für die Nothilfe der V. S. P. D. Hessens wurden ferner ge⸗ zeichnet: Unterbezirk Lollar, Ueberschuß von der Maifeker 140 000 Mk., Ortsverein Büdesheim(Oberhessen) Ueberschuß von der Mai⸗ feier 35000 Mk., im 4. Agftationsbezirk gefammelt 31 der Oberhessischen Volkszeitung 20 000 Mk., 2. Rate 10 000 Mk., 6 Mk. von ge Staatspräsibent Ulrich Präsident Neumnann⸗Darmstadt 2. Rate 10000 0 Mk., Landtagsaäbgeoroneter Kaul⸗Offend. n 6 000 Mk., 5 Naab 4. Nate 5000 Mk. Genosse Amadori⸗Worms 5000 Landtagsabgeordneter Neff⸗Michelstabt 2. Rate 2000 8 sammen 267 766 Mk., bereits quittiert 149 042 Mk., Gesamte 446 808 Mk. 5 1 Allen Gebern herzlichen Dank. Weitere Gaben werden entgegengenommen. 5. — Mit Parteigruß W. Widmann, Bezirkssekr Arbeitsretht, Gewerkschastliches, Arbeiterbewegn Schlichtungsausschuß der Provinz Oberhessen in Gleße 0 Sitzung vom 7. Juni. 5 1 Im der Lohnstreiligleit des Zentralverbandes Bäcker und der Bäckerinnungen Gießen und Bad⸗Nauheim ging folgender Schiedsspruch: 1. Für Gießen gelten Mimdestwochenlöhne: Schießer ab 11. 6. 100 000 Mark und 18. 6. 120 000 Mark. Teigmacher 92 000 und 110 000 Mark, gehelfen 80 000 und 95000 Mark. Für Kost und Wohnung kö von diesen Beträgen wöchentlich ab 11. 6. 46 000 und ab 18. 55 000 Mark abgezogen werden. 2. Für Bad⸗Nauheim ge vorstehenden Beträge mit 10 Prozent Zuschlag. Der spruch ist für Bad⸗Nauheim bindend. Für Gießen erkannten Streitteile ihn an. N 50 Für die Weißbindergehilfen in Gießen schlug d Schlichtungsausschun 3000 Mk. Stundenlohn ab 7. 6. 23 vor(0 her 1700 Mk.). Der Verband der Maler und Weißbimder kannte den Schiedsspruch an. die Verenigung der Maler⸗ Weißbindermeisler lehnte ihn ab. 0 Den Arbeitern der Eisensteingruben des be Lahngebietes sprach der Schlichtungsausschuß in einem Ve gemäß§ 22 Absatz 2 der Verordnung vom 23. 12. 1918 eine sondece Loheizulage zu: ab 1. 5, in der Spitze 1500 Mk. je 2 und Schicht und ab 1. 6. 2000 Mk., nach umen entsprechend d . abgestuft. Die Streitteile erhielten Erklärungs rist. g Dem Kündigungseinspruch eines Angestellten der Guts refor e. G. m. b. H. in Bad⸗Nauheim auf Grund des§ 12 der Demoh machungs verordnung gab er statt. Die Streitteile erhielten klärungsfrist. 5 5 In der Lohnstreitigkeit der Notstandsarbeiter der Geme Albach einigten sich die Streitteile ohne öffentliche Verhandlung. Wirtschaft, Handel, Soziales. Volkswirtschaftliche sinnlose Produktion. 7 Immer wieder wird von neuer Hartgeldproduktjon berichtet. Es ist absolut unersichtlich. was das eigentlich für einen Sinn h Charakter des Vorläufigen solange sollte, bis die wirklichen inneren m e Periode der Bestenbsegkeit geschaffen sind. So maßgebenden überlegen, ob mehrere Mill 1 an 31 100 Zwe r soll inn naher Zukunft mit a von 50 bis zur Hale von 90 Milliarden Mark begonnen mam denm Mam bedenke nur, daß sich das Volk durch rauchs völljg an den Papiergeldverkehr g hat, daß es sich ganz auf dlese Art der täglichen Zahlung m Geldlaschen und Porfefeuilles eingestellt hat, daß das Portemon so gut wie verschwunden ist. Das würden ja doch keine entscheid er den Gründe sein. Aber wie verhält es sich denn mit den Ko der Herstellung dieses doch auch substanzwertlosen Hartgeldes Es wäre interessant, vom Finanzminister zu erfahren, wie 8 Herstellungskosten eines 500⸗Markstlickes und eines 500⸗Mar scheines sind. Damach könnte man sich ein Urteil bilden, ob die Ausgabe vgn Hartgeld gegenwärtig angebracht ist oder nicht. Die schwebende Schuld des Reiches 3 i die Schuldve an diskontierten Schatzanweisungen, also schreibungen des Reiches, denen keine Einnahmen gegenüberstel hat sich nach der Uebersicht über die Geldbewegung bei der Ref hauptkasse in der Zeit vom 10. bis 20. Mai um 364 Milliarden a 8912 Milliarden Mark erhöht. Das bedeutet eine Tageszung von durchschnittlich 36,4 Milliarden gegen 10,5 Milliarden Tages durchschnitt in der ersten Maidekade. Diese Steigerung ist im sammenhang mit der Markentwertung auf die außerorden starke Inanspruchnahme der Reichskasse zur Erfillung Zahlungsverpflichtungen in ausländischer Währung in Ausfiihr des Friedensvertrages— belgischer Wechsel— und auf erhöh Aufwendungen für die bwehr der wirtschaftliche Schäden im Ruhrgebiet zurückzuführen. 0 Sport Spielbericht vom 3. Juni. Nieder⸗Ohmen 1. gegen Großlinden 1. 10. Großlinden tritt mit 10 Mann an. 2.45 Uhr gibt der Schie richter den Ball frei. Nieder⸗Ohmen hat Antritt. Großl erhält den Ball, geht vor N.⸗O. Tor, erreicht einen Eckball, jedot ohne Erfolg. So geht das schöne Spiel weiter und gehen be Parteien mit einem 0:0 in die Halbzeit. 5 8 „Nach Halbzeit geht das Spiel im raschen Lauf weiter Großlinden muß sich gefallen lassen, daß N.⸗Os.⸗Stürmer schon 15 Minuten unhaltbar einsenden. Das Spiel geht nun m wöhnlicher Schnelligkeit weiter und Großlinden versucht den A gleich zu holen, doch vergebens und so endet das schöne Spiel, do mit großer Ruhe ausgetragen wurde, auf vorherige Einkg beider Parteien, 5 Minuten vor Spielschluß, da einige Spi früher fort mußten. Der Schiedsrichter leitete das Spiel Ruhe und sehr korrekt. Die kleine Niederlage Großlindens jedoch nicht die harmonische Geselligkeit der beiden Vereine nach d 5 Spiel stören, eine Eigenschaft Großlindens, die lobenswert und ein Vorbild sein sollte. 0 Nächste Abfahrten der Hamburg—Amerika⸗Linie. Hamburg⸗Nordamerika. Nach Newyork: D. Reliance 12. 6., Mount Clinton 19. 6., D. Westphalia 21. 6., D. Resolute 26. 6., Mount Clay 28. 6., D. Albert Ballin 5. 7. Nach Philadelphia, more, Norfolk: D. Kermit 29. 6. Nach Boston, Baltimore, 90 1 D. Fürst Bülow 15. 6. Hamburg Cuba Mexiko: D. e 7. D. Sachsemwald 23. 6., D. Schwarzwald 25. 7., Hamburg 5 indien: D. Kupatoria 9. 6. D. Denderah 22. 6., D. Antiochig 14. 7 Hamburg. Südamerika: Nach Rio de Janairo u. Bs. Air Rugia 16. 6. Nach Montevideo, Bs. Aires und Rosario:! wald 27. 6. Nach Pernambuco levtl. Bahia, Viktoria), Rio de 58 5 Santos: D.. 7 5 Nach* Janeiro u. D. Galiota 7. 7. Hamburg.— Ostasien: Ludwigshasen Engl. D. Lyeaon 27. 7. beg 7 0 8 S Dollarstand Freilag Mittag 12 Uhr: 80 000 M E an „0. 10 N 1 geben g von e 1 n eee eee IMA in das Clend hineinge⸗ Regierung, die auf diese macht, daß sie in dieser Volkes zu ganz anderen drei Minister heute ange⸗ Gegen die Devisenpiraten. Der Reichsausschuß zur Unte bereien beschäftate fen Stunden mit darauf hinwesen, daß die evisen der Wirtschaft, sei auch kein dauernd ird weiter verhandelt. * Die Regierungskrise in Thüringen. Wegen der bestehenden Regierungsschwierigkeiten in ghüringen haben am Mittwoch, den 6. Juni, abermals Ver⸗ hndlungen zwischen der Sd. und KPD. stattgefunden, de ergebnislos verlaufen sind. Die KPD. verlangte die v Uständige Unterwerfung der SPD. unter die kommunisti⸗ 0 Bedingungen. Der Versuch der SPD., trotz der Gegen⸗ tze die KPD. zu veranlassen, auf dem Gebiet der allge⸗ einen Arbeiterpolitik die Regierung zu unterstützen, wurde 7 off abgelehnt. In einer Erklärung, die die KPD. abgab lud die von ihr vor Beginn der Verhandlung niederge⸗ rieben und vervielfältigt war, verlangt sie den Rücktritt er Regierung. Demgegenüber erklärten unsere Genossen, uß sie die bisherige Politik fortsetzen und erwarten, daß die , nicht Arbeiterinteressen, die durch die sozialistische Ninderheitsregierung in Thüringen verfolgt werden, auf⸗ gibt, sondern kräftig weiter unterstützt und fördert. 2 N Die soziale Gärungswelle. J Im Hagener und bergischen Bezirk. Der Metallarbeiterstreik in Hagen ist beigelegt; damit kehren 5 000 Metallarbeiter zur Arbeit zurück. Die Gemaßregelten sind bieder eingestellt worden. Dieser Ausgang bedeutet nicht nur einen eg der Gewerkschaften, sondern auch einen Sieg des offiziellen itgeber⸗Verbandes des Hagener Stahlbundes gegen die äußerst 5 und extrem nationalistisch gerichtete Gruppe der bergischen Arbeitgeber, die unter dem direkt verbrecherischen Einfluß des deutsch⸗ onalen, aber durchaus nationalsozialistisch orientierten Reichs⸗ geordneten van den Kerkhoff stehen und die den Streik im N jen Industriebezirk Hagen provozierten. In Remscheid, wo och immer 15 000 Metallarbeiter im Streik stehen, haben am zonnerstag unter dem Vorsitz der Düsseldorfer Regierung Einigungs⸗ vrh andlungen begonnen. Tumulte in Krefeld. In Verfolg der jüngsten Erwerbslosendemonstrationen kam es im Mittwoch nach Schluß einer Versammlung im Innern der Stadt r Tumulten. Die Polizet mußte, da sie an mehreren Stellen auf Biderstand stieß, mit Säbeln und Gummiknüppeln vorgehen. Erst uch mehreren Stunden wurde die Ruhe wieder hergestellt. Erwerbslosendemonstration in Weimar. Wie in allen größeren Städten Thüringens und Sachsens, uch in Weimar eine Erwerbslosendemonstration statt, an der offiziell beteiligt war. Bedaue rlicherweise ließ man es geschehen, ls morganistert und in der 510 selbst jedoch sehr geschädigt. Lage in Leipzig. 2) nach Anl. knnten, 7 1165 1 1 den Verhaft fimdet sich kein Lrbeiter und nur wenig 1 In der Mittwochsitzung des Fuchs⸗Machhaus⸗Prozesses vor dem Münchener Volksgericht beantragte der Verteidiger Graf Pesta⸗ lozza die Vernehmung mehrerer Landtagsabgeordneter als Sach⸗ verständige. Unser Genosse Auer, Herr Held von der Bayert⸗ schen Volkspartei und der Deutschnationale Hilpert sollten auf⸗ gefordert werden, unter dem Eide eine Darstellung der polittschen Lage Bayerns zu geben. Dies sei für die Beurteilung der Hand⸗ lungsweise des Angeklagten Prof. Fuchs nötig. Das Gericht lehnte den Antrag ab. Der Vereidigung des ersten Zeugen, Major a. D. Mayr, widersprach der Verteidiger des Fuchs, da der Zeuge als Anstifter und Mittäter in Frage komme. Mayr sei als Lockspitzel tätig ge⸗ wesen. Er habe aber die Grenzen derart überschritten, daß er als Mittäter in Betracht komme. Das Gericht beschloß jedoch die Ver⸗ eidigung. Der neue Rheinbund. Die Vernehmung Mayrs füllte den ganzen Sitzungstag aus. Mayr teilte mit, der französische Offizier Richert habe einen 1 den Fuchs mit seinen Freunden verwirklichen wo Bayern sollte vom Reich absallen und dann ganz Oesterreich außer der Stadt Wien belommen; Wien sollte tschechoslowakisch werden. Dann sollten mit Bayern Württemberg, Baden, der rechtsrheinische Teil von Hessen, Hannover und Bremen unter Trennung von Deutschland zu einem Bundesstaat, dem neuen„Rheinbund“, vereinigt werden. Bayern sollte die Pfalz behalten. Das ganze übrige linke Rheinufer sollte an Frankreich fallen.. Richert und Fuchs haben erzählt, daß der Präsident von, Frank⸗ reich, Herr Millerand, Herrn Richert ausdrücklich beauftragt hatte, diesen Plan in Bayern vorzubereiten. Die Entlarvung des Exkronprinzen Rupprecht Kronprinz Rupprecht habe, so erzählt Mayr, Herrn Richert ausdrücklich zu einer Besprechung nach Bayern eingeladen. Deshalb set Herr Richert am 6. Dezember 1921 angekommen. Rupprecht habe es dann aber abgelehnt, Herrn Richert zu empfangen. Rupprecht habe Fuch⸗ ersucht, mit seinem Freunde Graf Soden über die Sache zu konferieren. Soden habe mit Fuchs verabredet, daß ein anderer Freund Rupprechts, Frei⸗ herr v. Cramer⸗Klett, den Voten Frankreichs empfangen sollte, freilich nur, um ihm„eine verzuckerte Absage“ zu erteilen. Fuchs kam aber davon ab und ersuchte einen Grafen Leyden, den Ex⸗ Kronprinzen zu bitten, Herrn Richert doch zu empfangen. Kron⸗ prinz Rupprecht sagte zu Fuchs, er(der Kronprinz) habe zwar selbst den Franzosen zur Reise nach München aufgefordert, aber er könne ihn nicht bei sich sehen und mit ihm sprechen, weil er(der Kronprinz) überwacht werde. Also der Ex⸗Kronprinz verzichtete auf Verhandlungen mit Frankreich nur aus Feigheit, weil er fürchtete, die Sache könnte herauskommen. Innerlich sehnte sich der Mann, getreu den deutschfeindlichen Traditionen seiner selbst⸗ füchtigen Familie, danach, mit Hilfe Frankreichs 5 Der Müchener Hochverrats⸗Prozeß. König von Bayern und Kaiser des Rheinbundes zu werden. Kurz darauf fuhr Fuchs nach Paris und unterhielt sich mit Loucheur. Dieser sagte f mit Wissen Poincares, j E sei in Paris sehr übel vermerkt worden, daß Rupprecht den Empfang des Herrn Richert abgelehnt habe. Deshalb könne Bayern jetzt nicht mehr auf Rücksicht rechnen, die Thronbesteigung de „Verwüsters von Lille“ sei nunmehr ausgeschlossen, ebenso die Be⸗ lassung der Pfalz bei Bayern, Oesterreich solle nunmehr an Tschechoflowabei fallen. Am 16. Februar 1923 hatte Mayr 8 ein Gespräch mit Richert auf dem Gute des Angeklagten Gutermann in Ronental. Hier kam Richert auf den alten Plan der Länder⸗ verteilung zurück und beteuert, Loucheur habe nur aus augenblick⸗ licher Verärgerung gesagt, daß dieser Plan nicht mehr bestehe. Es sei dafür gesorgt, daß die Verschwörer alles bekämen, was sie brauchten. Richert habe zur baldigen Vornahme des Putsches ge⸗ drängt mit dem Hinweis, daß die Verhandlungen der Großindu⸗ schlossen Deutschlands und Frankreichs in wenigen Tagen abge⸗ chlossen sein könnten und dann käme Bayern mit der Berliner Börsenregterung nicht mehr aus. Sodann wurde bewiesen, daß. Ministerpräsident v. Killing und Minister des Innern Schweyer unter schwerer Verletzung ihrer Pflichten Richert hatten entkommen lassen. Richert hatte sich auf deutschem Boden im unbesetzten Gebiet des 8 gegen Deutschland schuldig gemacht, mußte also ver⸗ et werden. ö Minister des Innern, Schweyer, durch Kapitänlentnant Kautter und Hofrat Pixis von der Verschwörung Mitteilung gemacht wor⸗ den sei, habe der Minister nach Rücksprache mit dem Ministerpräst⸗ denten Knilling erklärt, daß aus inner politischen Grün⸗ den die Verhaftung unterbleiben müsse. Der Franzose 1 später wieder einmal herübergelockt und dann verhaftet werden. Do rauf hatte Mayr erneut ein Gespräch mit dem Verschwörer Richert. Der Franzose sagte nun, die Teilnehmer könnten über⸗ zeugt fein, doß sich Frankreich für den geleisteten Dienst dankbar erweisen werde. Richert habe abermals z drängt. Die Aktion müsse jetzt geschehen, s Fuchs habe nun erklärt, man müsse jetzt handeln, auch in Südbayern allein. Machhaus habe gleichfalls erk lasse sich nicht mehr abhalten er werde mit seiner Abteilung(al wohl dem Blücherbumd) allein losschlagen. Nach der Unterredung sei Richert am 21. Februar 5 Uhr morgens in einem Auto 5 7— 1 5 ohne daß Polizei krgend etwas zu semer getan hätte. a 5 Der Verteidiger fragte. ob Mayr„Halbjude“ sei. Der Vor⸗ sitzende sagte, diese Frage sei für den Gerichts saal ganz ungewähn⸗ lich. Mayr antworlete es sei bein Tropfen jlüdischen Blutes in seiner Verwandtschaft. Maurs wurde Donnerstag fortgesetzt. eee N Die Streiklage in Oberschlesien. Der Streik im oberschlesischen Industriegebiet hat dadurch eine Verschärfung erfahren, daß die Grube Westfeld und die Gastello⸗ Lenge⸗Grube in den Streik getreten sind u. mehrere Kokereien dadurch gleichzeitig zum Stillstand gekommen sind. Die Belegschaften fordern eine sofortige Wirtschatfsbeihilfe. Die Frist läuft in 24 Stunden ab. Heute soll eine Urabstimmung für oder gegen den Streik in den Gleiwitzer Glektrizitätswerken stattfinden. * Der Finanzausschuß des Landtags perabschiedete am Mittwoch den Gesetzentwurf über die Riedentwässe⸗ rung. Damit hat er den Grundstein zu einem Werk gelegt, das von hervorragender wirtschaftlicher und kultureller Be⸗ deutung für das ganze Ried sein wird. Die Bestrebungen, den fast ständig vom Hochwasser gefährdeten Teil des Rieds durch Entwässerung und anderweitige Bodenverbesserung nutzbarer zu machen, gehen bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts, aber es ist niemals zu einem Erfolg in der Angelegenheit gekommen, weil der Widerstand der Ge⸗ meinden und Grundbesitzer dagegen zu groß war. Noch im Jahre 1921 wurden zwei Teilprojekte von den beteiligten Gemeinden abgelehnt. Erst die außerordentlich starken Ueberschwemmungen und die daraus hervorgegangenen Ernteverluste des letzten Jahres haben einen Umschwung herbeigeführt. Nunmehr tritt die Regierung mit einem großzügigen Projekt hervor, dessen Bedeutung für das Ried für die Zukunft nicht hoch genug angeschlagen werden kann. — Ein großer Teil der Aussprache war der Frage der Er ⸗ werbslosenunte e rstützung gewidmet. Der Aus⸗ gangspunkt war eine Eingabe der Erwerbslosen des Kreises Groß-Gerau, die mit einer Reihe von Forderungen, darunter der einer sofortigen namhaften einmaligen Unterstützung, an Negierung und Landtag herangetreten waren. Die Aus⸗ sprache ergab Einmütigkeit bei allen Parteien darüber, daß die Notlage der Erwerbslosen groß und schwer ist. Die Re⸗ gierung wurde ersucht, mit tunlichster Beschleunigung zu der Angelegenheit Stellung zu nehmen und alsdann dem Finanzausschuß von dem Ergebnis ihrer Beratungen Mit⸗ teilung zu machen, zur Herbeiführung geeigneter Beschlüsse. — Für erledigt erklärt wurde ein Antrag des Abg. Herbert, auf Beschleunigung der Auszahlung der Bezüge der Pensionäre und ein Antrag Kindt auf Vorauszahlung der Bezüge für auf Privatvertrag angestelltes Personal. Der Antrag des Abg. Werner betr. die Ausländerfrage konnte in Die Vern fast allen Punkten für erledigt erklärt werden. Einstimmige Annahme fand der Passus, nach dem die Regierung darauf hinwirken soll, daß russische Studenten in Deutschland an den Universitäten nur noch zugelassen werden sollen, wenn auch die Sowjetregierung deutsche Studenten an den russi⸗ schen Universitäten zuläßt.— Der Antrag des Abg. a betr. die Anrechnung der Kriegsdienstzeit bei Pensionã wurde für erledigt erklärt, dagegen angenommen der An ⸗ trag des Abg. Ebner, die Regierung zu ersuchen, für eine Erhöhung der Bezüge der unteren und mittleren Beamten einzutreten.* 1 Versammlungskalender. Gießen. Freie Turnerschaft. Am Sonntag, 10. i, Schülerturnfest in Beuern. Abfahrt von Gießen 8.16 Uhr vormittags. Fahrkarten sind bis Großen⸗Buseck du lösen. 10 Uhr Beginn des Wetturnens. Nachmittags: Fest⸗Umzug, allge- meine Freiübungen, Sondervorführungen. Die passtven Mit⸗ glieder können den Zug 12.30 Uhr benutzen. Um zahlreiche Be⸗ teiligung wird ersucht. Lang⸗Göns. Wahlverein. Samstag abends 9 Uhr Mitglieder⸗Versammlung bei Hebbel. Tagesordnung; Bezirkskonfernz in Gießen. Großen⸗Buseck. Gesaugverein Eintracht. Abmarsch nach Beuern 1 Uhr. Pünktliches und zahlreiches Erscheinen wird erwartet.— Bevor das Tagewerk beginnt, müssen dem Körper kräftige Nährstoffe einberleibt werden— gerade so, wie eine Maschine, die arbeiten foll, gut angeheizt werden muß. Besonders wichtig ilt das für schwächliche, nervöse Menschen, für die g ranwachsende Schufjugend, überhaupt für alle, die einer Aufbesserung ihrer Kräfte und ihrer Leistungsfähigteit bedürfen. Versuchen Sie einmal„Kufeke“,— in Wasser aufgekocht und mit Fuse n 2 von etwas Milch oder Kakao ist es ein Frühstücksgeträ nicht nur Kaffee und Tee ersetzt, sondern diese an Woh. schmack übertrifft und gleichzeilig durch seine kräftigende Wirkung Idre Wohlbefinden und Ihre Tatkraft erhöht. Auch vorzügeiche Suppen sind aus„Kufeke du bereiten; lassen Sie sich in der nächsten Apokheke oder Drogerie gratis das „Kufeke“ Kochbuch geben.„Kufeke ist außerdem billig, denn es verbraucht sich sehr sparsam und der Inhalt einer Dose reicht längere Zeit. „ 75 8 5 J N Gestorbene. 6. Juni. Eduard Trautmann, Kupfer⸗ schmiedemeister, 82 Jahre, Tiefenweg 5. Beerdigung: 9. Juni, 2 Uhr nachm. 287 r 2— Nur mit Was viele Sorten ser nach Anweisung gekocht, erhält man wie: Eiernudeln, Eiersternchen, Reis, pilz u. s. w. bieten reichliche Abwechslung. 1 429 Pthördliche Bekanntmachungen BVelanntmachung. ies jährige öffenlliche Impfung findet am 6, Juni statt. Auf die durch Aushang erfolgte u bel die Japfung wü d ziennit zin ber. u 16. Ma 1025. 5 9 3 Sberbtegernellet hof von den Bekanntmachung. Montag, den 11. Juni und Dienstag, den 12. Juni soll das Heugras von den städtischen Wiesen auf Grund der vom Hess. Ministerium erlassenen Ver⸗ ordnung vom 15. Mai 1920 meistbietend versteigert wer⸗ Montag, den 11. Juni vormittags 9 uhr Zusammenkunft am Schlacht⸗ Man achte auf den Namen N Heugsas⸗Versieigerung der Stadt Gießen. im Heegstrauch. Wiesen im Neustädter Feld. b) vormittags 10¼ Uhr in der Restauration von Georg Schrimpf, Kaiserallee 4, von den Wiesen im Heegstrauch, von der Hospilalwiese auf der Weiß⸗ erde und vom Obstbaumstück an der Licherstraße in 4 Abteilungen, sowie von der Wiese des Turnvereins nachmittags 2 Uhr im Philosophenwald, von den Wiesen am Fürstenbrunuen, im Wiesecktal, von den Hospitalwiesen in der Gemarkung Wieseck. Dienstag, den 12. Juni vormittags 9 uhr an Ort und Stelle an der Rödgerstraße von den Ochsenwiesen, von den Wiesen im Stolzenmorgen, am Utersbrunnen und Altentisch Felt Rödgen. Steigliebhaber, welche die Wiesen zu besichtigen de⸗ absichtigen, wollen sich an den städtischen Wiesenmeister Bellof, Wolsstraße 15, wenden. Die Bürgermeistereien der umliegenden Gemeinden werden ersucht, Vorstehenoes in ihrer Gemeinde bekaunt machen zu lassen. Gießen, den 4. Juni 1923. der Oberbürgermeister. J. A.: Dr. Rosenberg. Herr Mayr sagte aus: Als am 20. Februar dem b) nachmittags von 2 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Großen⸗Buseck und . .——...— zen b., ——— —— p Vornehmstes und grösstes Theater am Platze Bis e Sonntag: Das Abenteuer der Katia Nastlenko. Drama in' 6 Akten nach slavischen Motiven von Dr. Demy, 1 6 Die Hauptdarsteller Emil Birron, Lenhard Haskel. Olaf Storm. Fred Immler, Margit Barnay und Marla Rhema entledigen sich ihrer künstlerischen Darbietungen in brillanter Weise. Ferner heute letzter(VI.) Teil Elmo der Furchtlose* oder Tarzans neue Mission. Mit Elmo Licoln in der Haupt- W rolle.— Echt amerikan. Sensations- und Abenteurerfilm in 6 Akten. ———— Ab Montag: In Vorbereitung: e lalsung Ab ractende d e in 5 Akten. Hauptdarsteller: Luciano Albertini(Lausone), — Ferner ein sehr gediegenes Bei programm.— Du Mädel vom Rhein 8 Filmsingspiel in 5 Akten mit Gesangseinlagen. Anfang der Vorstellungen: 4, 6 und 8.18 Uhr. N N Kaufen Sie nicht eher Offenbacher Lederwaren, bevor Sie sich über die billigen Preise im Etagengeschäft otfenbacher“ederwarenvertrieb Giessen, nur 3 Kirchenplatz 8, 1. Stock 1 ö orientiert haben Einziges derartiges deschäft am Platze kein Laden dJeder achte genau auf die Adresse Grosse Auswahl in Brieftaschen, Geldscheintaschen, Aktenmappen, Damentaschen, Besuchstaschen, Koffer in Vulkanfibre und Leder mit und i ohne Einrichtung, Kabinenkoffer, Schränkkoffer und Reisenecessaires 4 beseit. sofort unauffäll., mild, unschäbl. Jucken ur. fast alle d gutleid. Krätzurgan Droga. Kar u, e Auch Versd. L 0 Babnhofstraße 34. Nur noch beute und morgen Ata Mielsen, Paul Wegner, Max Lauda in dem spannenden Gesellschafts⸗ Drama dete Dazu: Ceo Veuliert in einem glänzenden Lustspiel in 3 Akten. Ab Montag: g Frei, Rex 3. Teil fz EE Städt. Arbeitsamt Gießen Alebigstraße 16 Telephon 2054 Kostenlose Arbeitsvermittlung und Berufsberatung für beiderlei Geschlecht, u. a. auch für Kriegerwalsen und Kriegsbeschädigtenkinder. es können eingestellt werben: e) bei hiesigen Arbeitgebern 1 Metalldrücker, 1 Gürtler. Lehrlinge: 2 Friseure, 1 Bäcker, 1 Einrahmer, Schmiede, 2 Gärtner, 1 Sattler, 2 Buchbinder, 2 Kellner b bei anzwärtieen Arbeitgebern: 1 Eisenhobler, 1 verh. Gärtner, 1 Polsterer, ein Dreher, 1 Schuhmacher, 1 Schäftemacher, 1 Holzmaler, 1 Uhrmacher. Lehrlinge: 1 Steinmetz, 1 Spengler und In⸗ stallateur, 2 Land wirtschaftseleven. e suchen Arbeit: Schriftsetzer, Buchdrucker, 2 Schreiner, Kaufleute, Schreiber und Reisende, Packer, Hausburschen und Ausläufer, Maschinenschlosser, Bauschlosser, Schuh⸗ macher, 1 Krankenpfleger, 1 Sattler, 1 landwirtschaftlicher Verwalter, Bäcker und Metzger, 1 Kraftfahrer, 1 Buch⸗ binder, Mechaniker, 1 Heizer, 1 Wagner, mehrere Anstreicher u. Weißbinder, 2 Bautechniker, 1 Maschinen⸗ baupraktikant, 1 Zahntechniker, mehrere Elektromon⸗ teure, 3 Schneider, 2 Gärtner. Lehrlinge 1 Kaufmann, 2 Autoschlosser, 2 Schlosser, 1 Spengler, 3 Mechaniker, 8 Elektromon⸗ teure, 2 Schuhmacher mit Kost und Wohnung, 1 Schreiner desgl. 1 Schneider) 1 Schlosser oder Schmied auf dem Lande. Gelegenheitsarbeiten werden ebenfalls entgegen⸗ genommen. Weibliche Abteilung: ei tönnen eingestellt werben: S bei biesigen Arbeitgebern: Mädchen für tagsüber, Dienstmädchen, Lauffrauen und ⸗mädchen für einzelne Tage, tüchtige Allein⸗ mädchen, 1 einfache Stütze, mehrere Küchenmäbdchen. b) bei anärtigen Arbeitgebern: Mehrere landwirtschaftliche Dienstmädchen, Dienst⸗ mädchen, Hausmädchen, Alleinmädchen, eine Stütze, mehrere Hotel⸗Küchenmädchen f. d. Saison, 1 Pflegerin in ein Erholungsheim, 1 Kaffeeköchin für die Saison, 1.. 1 Hotelköchin für Saison. eee, PFE 2 es suchen Arbeit: 2 Büglerinuen, 2 Kontorisunnen, 1 Flickerin, e ine Verkäuferin, einige VLauffrauen, auch für Nach⸗ mittags beschästigung, Mädchen für tagsüber, Fabrik⸗ arbeiterinnen, 2 Waschfrauen, 2 Bürolehrmädchen. Die Berufsberatung und Arbeits⸗ Vermittlung für Musiker findet Dienstag, Donnerstag und Samstag von 1014 Uhr stati. 1 l Astorla-Lichtspiele Seltersweg Nur heute u. morgen Der Wirbelwind 2 fei Ii den dehluehlen des bonneeieul 6 Akte.— Ferner: Bill, der Waldläufer 435 Schauspiel in 5 Akten. In der Haupteolle- Hüholb Löekx oog. A K S 1 unn Annen InüEs i, 5 Nach 74 NoRb-, ZENTRAL UND S0 D- AFRIKA, OS TASHE! USW. siligeBefstderungüber deutsche und ausländische Häfen.— Hervorragende III. Klasse mlt Speise- und Rauchsaal. Erstklassige Salon u. Kajütendampfer/ Etwa wöchentliche Abfahrten von N naassune Mac M ven Aus scũ nyte und Drueksachen dureh 5 b ANRBURG-ANERIKA TLI NIE Mcab und und deren Vertreter In: 2 — 5 en 8. Loeb GIESSEN: Bahnhofstr. 52a. N — 7 — HAUSRAT Gemeinnützige Möbelwersorgung für das Rhein-, Main- und Lahngebiet, G. m. b. H. Giessen, Lindenplatz 1 * Möbel auf Teilzahlung! 18 Berücksichtigt unsere Inserenten! Bauhüt fe⸗ für die Kreise Giessen-Wetzlar : Soziale Baugesellschaft m. b. H.:: führt aus Alle Befon-, Erd-, Maurer-, Eisen-Befonarbeiten des Hoch- und Tlefbaues Alle ö herput-, Anstreicher und backlererarbeiten Schnelle Ausführung xu Selbstkostenpreisen bũtgt dle Gemeinnftrigkeit Fernsprecher 831 6 i eEeS Sen Schanzenstr. 18 Turngenossen! Auf zu dem am Sonntag, 10. und Montag, 11. Juni in Beuern bei Gastwirt Sommerlad stattsindenden Bezirks⸗Schüler⸗Turnfest verbunden mit 15 jährigem Stiftungs-Jest Mit freiem Turnergruß Der Vorstand und Festausschuß. Praktiziere ab Montag, den Il. Juni wieder Dr. Steinreich Ankauf von Techlsschüta-Olelle fans Mangelsdorff Dentist wohnt jetzt 10 Wilhelmstrasse 10 Telefon 881 336 Stadttheater Donnerstag, 14. Juni, von 7 bis 9 Uhr Gastspiel des Kurhaustheaters Bad-Naubheim Neuheit! Klarissas halbes Herz. Lustspiel in 3 Atten von Max Brod. Vorverkauf an der Tages⸗ kasse N Mittwoch v. 111 Uhr u. Donnerstag von 11—1 und 3½¼—5 Uhr. DDr: Ehrliches, kräftiges Bürsch⸗ chen vom Lande findet als Lausbursche gute Dauerstellung. 426 S. Joseph, Lederhandlg. eee eee eee Gold⸗U. Silbet⸗ Gegenstände zum höchsten Tagespreis. Reelle Bedienung. Karl Weller Uhren u. Goldwaren Giessen 433 Rittergasse 11. Bei der diesjährigen Heu⸗ ernte 6—83 Waggon gules 9. Frauen u. Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und Auskunft i. Rechtsangelegenbeiten im alten Rathaus Marktplatz 14, Mittwoch nachmittag von 6 bis 7½ Uhr. Uummisoen Id Abeale billiger und haltbarer als Leder, offeriere noch zu äusserst billigen Preisen zu kaufen gesuct. J. P. Mono Ziegenzuchtverein Neuenweg 10. Clafeld- Geisweid. 0 Dr. Gentner's Waschextrakt Goldperle mit Schnitzelseife hat sich das Vertrauen der Hausfrauen schnell erobe