%% I ↄ—!! ‚ m N — 6 Wefahren für die deutsche Arbeiterschaft nahegerückt, desdroht: — Oberhess sche Volkszeit . U 0 gemein dahin aus:„Das ist ein Friede gegen den Sozialis⸗ mus!“— Die späteren Watsa den und Vorgänge haben be⸗ wiesen, daß dieses Urteil zutreffend war; denn alle Be⸗ strebungen zur Sozialisierung einzelner Wirtschaftszweige sind schließlich an den Bedingungen und Auswirkungen dieses Friedensdiktates gescheitert. Durch die Ruhrbesetzung sind aber neue, noch schlimmere Ge⸗ ffahren, von denen in weiterer Folge die Arbeiterschaft der ganzen Welt bedroht ist. Handelte es sich bei der Soziali⸗ sierung immerhin noch um ein Zukunftsproblem, wenn auch einer scheinbar nahen Zukunft, so sind durch die Ruhr— Hesetzung und die damit verbundenen Absichten des fran⸗ zöösischen Imperialismus alle gegenwärtigen sozialpolitischen Frrungenschaften der deutschen Arbeiterschaft unmittelbar alles, was sie in jahrzehntelangen, opfervollen Jämpfen auf diesem Gebiete erreicht hat, steht vor der Ge— ahr, restlos vernichtet zu werden— in erster Linie der Acht⸗ zundentag! Alle sozialpolitischen Fortschritte und Ein⸗ Lichtungen sind ebenso in Frage gestellt. Um das zu verstehen, müssen wir uns ganz kurz mit geist und Sinn des Versailler Friedensdokuments vertraut nachen, ins Sbesondere mit den französischen Aspirationen. Es verrscht leider auch in der deutschen Arbeiterschaft in dieser Zinsicht noch eine geradezu unglaubliche Urklarheit und Unkenntnis. Man kann gewiß der Meinung sein, daß ge⸗ gisse deutsche Kreise weit mehr zu den Kriegslasten hätten serangezogen werden können, als es geschehen ist. Aber s(rundfalsch ift, anzunehmen, daß damit die französischen Zläne irgendwie hätten beeinträchtigt oder gar vereitelt berden können! Selbst wenn Deutschland noch unendlich iel mehr an Reparationen geleistet hätte. als es geleistet tat, so hätte das Instrument von Versailles den französischen emperialismus doch die erwünschte und gewollte Veran⸗ aussung geboten, deutsche„Verfehlungen“ festzustellen. Und . wenig der Wortlaut des Friedensdokuments den Fran⸗ posen ein Recht zu den jetzt ergriffenen Maßnahmen ge⸗ vährt, so wenig sie ein Recht zur Besetzung von Düsseldorf ind den übrigen bisherigen Sanktionen hatten und es 1 ennoch ausgeübt haben, indem sie sich dieses„Recht“ ein⸗ 1 sich selbst zuerkannten— so wenig hätten sie sich auch in 9 dem anderen Falle von ihrem Vorhaben abbringen lassen. a sie Ankläger, Richter und Vollstrecker alles in einer lerson zu sein sich anmaßen, so lassen sie sich durch die Epinnwebfäden vertraglicher oder völkerrechtlicher Er⸗ 1 von ihrem Vorhaben nicht abbringen. Gestützt 1 anf die größte Militärmacht die die Welt in Friedenszeiten gesehen hat, glauben die französischen Machthaber dem foralischen Urteil aller Welt trotzen zu können. Sie rechnen ibei auf die politische Erfahrungstatsache, daß in der ö solitik immer nur der Erfolg entscheidet und daß die Welt ich auch mit dem von ihnen angestrebten Erfolg abfindet, dvenn er einmal eingetreten sein wird. Die französischen Machthaber wollen gar nicht. daß Deutschland erfüllt— und wenn es das nach unserem Er⸗ nessen getan hätte, dann würden sie noch immer nach- weisen“, daß es nicht geschehen ist. Es ist das auch gar nicht s sehr schwer, weil Deutschland gezwungen worden ist, ilsolut unerfüllbare Bedingungen zu unterschreiben. Diese fierfüllbaren Bedingungen sind das Mittel, das es Frank⸗ eich ermöglichen soll, sein bis heute noch nicht aufgegebenes 1 Wiegsziel zu erreichen: die Annexion des linken Rhein- ers! Es will außerdem die deutsche Steinkohlenproduktion ener eigenen Eisenindustrie dauernd dienstbar machen— uf Kosten der deutschen Eisenindustrie. Dazu muß es die sukserzeugung des Ruhrreviers fest in seine Hand be⸗ arnmen und nach eigenem Ermessen darüber verfügen bônnen. Das ist der Sinn des französischen Vorgehens an der kuhr. Wenn Frankreich dieses Ziel erreicht, dann ist Otutschlands Wirtschaftsleben endgültig zerschlagen! Schon usch die bisherigen Amputationen ist seine Lebensfähigkeit lechnitten und verkümmert. Selbst wenn die Ruhrbesetzung 0 icht hinzugekommen wäre, wäre es ausgeschlossen, daß die hetsche Wirtschaft ihre frühere Höhe und Bedeutung“ lädererlangt Geht nun aber noch das linke Rheinufer keiloren und gelingt es Frankreich wirklich, sich die Ruhr- 0 Henproduktion dienstbar zu machen, dann ist der wirt- Juftische Zusammenbruch Deutschlands ein vollständiger 15 v abjoluter. Der Vorstoß der Franzosen an der Ruhr ist. aller unserer Leistungen und Einkünfte macht täglich, stünd⸗ mehr. Verhaftung folgt weiterhin auf Verhaftung, selbst vor dem Gebrauch von Schußwaffen gegen harmlose Be— wohner scheut man nicht zurück. In Recklinghausen wurde gestern abend durch fünf Tanks eine Kundgebung ver— hindert. Gleichzeitig erschienen Patrouillen, die mit Kolben⸗ hieben und dergleichen die Bevölkerung von der Straße trieb. In Hechtsheim wurde ein Straßenbahner von einem Marokkaner derart behandelt, daß er schwerverletzt mit einer Gehirnerschütterung in das Krankenhaus gebracht werden mußte. Das sind wenige Einzelfälle, die beliebig durch Tatsachen ergänzt werden können. Inzwischen setzen die Franzosen ihre Bestrebungen fort, vor allem das englisch besetzte Gebiet abzusperren. Durch die Besetzung weiterer Bahnstationen im bergischen Land beherrschen sie jetzt u. a. auch die Eisenbahnlinie Ohligs Remscheid— Barmen. Aus dem Taunus wird die Ankunft weiterer französischer Zollbeamter gemeldet. Nach mehreren aus Düsseldorf vorliegenden Meldungen kam es auf der Strecke Düsseldorf— Kettwig zu einem Zu⸗ sammenstoß von zwei französischen Militär⸗ zügen. Zwei Wagen wurden zertrümmert, 28 Tote sollen die Opfer des Unglücks sein. Die Toten wurden nach den vorliegenden Meldungen in aller Heimlichkeit von den Franzosen auf dem Düsseldorfer Friedhof beigesetzt. Einspruch der Schweiz? Eine Regierungsdeputatiaͤn aus Basel weilte am Mittwoch beim Bundesrat in Bern, um wegen der Einstellung des Zugver⸗ kehrs Frankfurt.—Basel vorstellig zu werden. Bundesrat Motta stellte in Aussicht, sofort bei den Regierungen in Paris und Ber⸗ lin die notwendigen Schritte zu unternehmen. Er betrachtet die Lage als erust.(Daß die kleine Schweiz inmitten der feindlichen Brüder ernstlich Einspruch erhebt, ist kaum anzunehmen. Der Trotz der Schweizer, sich fremder Willkür nicht zu beugen, ist recht sagenhaft und hat sich noch nicht bewährt.) Die Italiener nicht abgereist? Die Telegraphen⸗Bureaus hatten die Meldung veröffent— licht, daß dis italienischen Ingenieure, die der alliierten Kon⸗ troll⸗Kommission zugeteilt sind, plötzlich Essen verlassen haben. Demgegenüber ist festzustellen, daß sich die von Mus— solini zur Teilnahme an der Ruhraktion beauftragten Ita⸗ liener bis auf zwei am Mittwoch Abend noch in Essen be— e 0 5„ 242 wen Organ für die Interessen des werktätigen Volkes W 1 ahnhofstraße dere. der Prov 3 Oberhess d der Nachb biete. ihnen an, der Provin erhessen und der Nachbargebiete. en n, ö Die Oberb. Volksseitung erscheint jeden Werktag vormittag in Gieß Verantwortl Redak f N 5 e. 1100 0 Durch die Post bezogen 1800.— Mk. einschl. 9 Einzelnumm. 50— M' Druck: U 1 Verlag Offenbacher Abendblatt 8 e a. M. 1 e pee et ee Ann e 5186 Mar ben Nr. 33 a Gießen, Freitag, den 9. Februar 1923 18. Jahrgang * Muechun un Sinh. Täglich neue Gewaltakt Murtbestzung und Sialpolit äglich neue Gewaltakte. 1 Von Alexander Knoll, Settetär des Allgemeinen Deutschen Gewerkschastsbundes. Und täglich neue Enttäuschungen. 1 Als seinerzeit in Deutschland die einzelnen Bestimmun⸗ Die Lage im Ruhrgebiet. fanden. Richtig ist, daß nur ein Ingenieur nach Paris abge⸗ gen des Versailler Friedensdiftats näher bekannt wurden, Das Gewaltregiment der französischen und belgischen reist ist, um sich dort informieren zu lassen. klang das Urteil der sozialpolitisch urteilsfähigen Kreise all Besatzung im Ruhrgebiet verschärft sich von Tag zu Tag Der Vossischen Zeitung wird zuverlässig aus Rom mit⸗ geteilt, daß neuerdings auch„zwei italienische Zollbeamte“ nach dem Rhein entsandt wurden. Die Lage im Offenburger besetzten Gebiet. Die Lage im neubesetzten badischen Gebiet hat sich wenig ver⸗ ändert. Die Verhandlungen zwischen den verschiedenen Beamten⸗ und Arbeitervertretungen und dem französischen Oberkomman⸗ dierenden haben zu keinem Resultat geführt. Die französische Be⸗ satzungsbehörde hat einige Bestimmungen, die zum Teil bereits aufgehoben, zum Teil gemildert worden waren, wieder verschärft. So hat sie den Nachtverkehr von neuem verboten und zwar in der Zeit von 8—5 Uhr. Auch die Wirtschaften müssen um 8 Uhr schließen. Nur diejenigen Restaurants, welche französische Militärpersonen beköstigen, dürfen bis 10 Uhr abends für die Franzosen offen halten. Die Offenburger Zeitung ist auf 2 Tage verboten worden, meil sie die Bedingungen der Gewerkschaften zum Teil in Fettdruck veröffentlichte. Die kleine Gemeinde Schütterwald, südlich von Offenburg, ist ebenfalls besetzt worden. Der verhaftete Postdirektor Krieg ist nach Kehl oder Straßburg verbracht worden und soll dort vor ein Kriegsgericht gestellt wer⸗ den. Der Telephon verkehr sowie der Bahnverkehr ruht vollkommen. Wann eine Aenderung in der Be⸗ triebsstillegung, die für das Wirtschaftsleben von Offenburg außerordentlich nachteilig ist, eintreten wird, läßt sich zur Stunde noch nicht sagen. Die Verprovfantierung der französischen Trup⸗ ven erfolgt auch jetzt noch aus eigenen Beständen. Irgend welche Requisitionen wurden weder in der Stadt„Ofsenburg noch in den besetzten Dörfeen vorgenommen. Einige Franzosen, denen es in Offenburger Hotels nicht gefiel, haben eigenmächtig Privat⸗ quartiere bezogen. Ein daraufhin erfolgter Protest des Ober⸗ bürgermeisters wurde von dem Obersten zur Kenntnis genommen mit dem Bemerken, daß er dafür sorgen mird, daß sich derartige Vorfälle nicht wiederholen.(!) Es ist beabsichtigt, in den aller⸗ nächsten Tagen zwischen Renchen und Nene eine Kraftwagen⸗ verbindung herzustellen. Streikbeschluß der b Bergarbeiter. Die lothringischen Bezirksleiter haben den Streik be⸗ schlossen, wenn die Grubenbesitzer nicht neue Zugeständnisse machen. Auf einigen Gruben wird bereits gestreikt. Auch hier handelt es sich also nur um die Austragung von Lohn⸗ differenzen. Aufruf der Bervarbeiterverbände. Die Bergarbeiterverbände veröffentlichen einen Aufruf, in dem sie sich gegen die brutale Gewalttaten wenden, mit der die franzö⸗ sischen Imperialisten der Ruhrbevölkerung ihre Herrschaft aufzwin⸗ gn wollen. Der Anfruf weist hin, auf das Anwachsen von Verhaf⸗ tungen und Ausweisungen sowie Mißhandlungen friedlicher Bewoh⸗ im furchtbarsten Sinne des Wortes ein Stoß in das Herz Deutschlands! Hat dieser Stoß den von Frankreich ange— strebten Erfolg, dann ist auf einen Schlag Deutschland ein im vollsten Sinne des Wortes übervölkertes Land. Es müssen sich dann automatisch alle die Folgeerscheinungen einstellen, die eine Massenübervöllerung naturnotwendig zur Folge hat. In sozialpolitisch urteilsfähigen Kreisen dürfte ein Zweifel darüber, daß eine leistungsfähige Sozialpolitik nur auf dem Boden einer gesunden Wirtschaft möglich ist, nicht bestehen. Krankt die Wirtschaft ständig und geht sie mehr und mehr zurück, so muß das nicht zuletzt auch die Sozial⸗ politik nachteilig beeinflussen. Die Wahrheit dieses Satzes erkennen wir täglich in immer erschreckenderem Maße. Unsere Wirtschaft zehrt sich selbst auf— die Folge ist, daß alle sozialpolitischen Einrichtungen sozusagen eintrocknen. Der Nährboden, auf dem sie sich bisher entwickelt haben, wird vollkommen ausgesogen. Beweis: die Krankenkassen vermögen trotz höchstgesteigerter Beiträge ihre Aufgaben nicht mehr zu erfüllen; die übrigen sozialpolitischen Ver— sicherungszweige verdorren mehr und mehr. Die Unter⸗ stützungen dee Erwerbslosen reichen kaum zu, um trockenes Brot zu kausen; auf alles andere, was zum Leben notwendig ist müssen die Unglücklichen, die auf irgendeine der sozialen Fürsorgeeinrichtungen ongewiesen sind, verzichten. Noch schlimmer steht es un die großen Kreise der Aermsten, die auf die öffeptliche oder private Wohlfahrtspflege angewiesen sind. Und schrumpf“ nicht auch das Einkommen derjenigen, die noch so glücklich sind, arbeiten zu können, täglich, stünd⸗ lich zusammen? Muß nicht der hochqualifizierte Arbeiter, der vor dem Kriege wöchentlich 10 Dollar verdiente, heute mit einem Wochen ⸗„Verdienst“ von 60—75 Cents sich durch— hungern? Gewiß brauchte es in letzterer Hinsicht nicht über— all so entsetzlich schlimm zu stehen aber selbst deer glühendste Phantast wagt nicht zu behaupten, daß es mög— lich wäre, heute auch nun annähernd die Friedensparität der Löhne herzustellen. Und dieser Prozeß der Entwertung lich weitere rasende Fortschritte. Die Notenpresse vermag den Bedarf an Zahlungsmitteln kaum noch zu decken— und je mehr sie ihre Leistungen dem Bedarf anpaßt, umso schneller schreitet der Entwertungsprozeß fort.. Wie soll es unter solchen Umständen möglich sein, unsere sozialpolitischen„ aufrechtzuerhalten! Und nun stehen wir vor der unbedingten Gewißheit, daß die Zahl unserer Arbeitslosen ins Ungeheure und Ungemessene steigen muß— wenn der französischen Regierung ihr Vorhaben an der Ruhr gelingt! Auf der anderen Seite aber erscheint es absolut ausgeschlossen, diesen Hunderttausenden die nötigen Mittel zu gewähren, um sie vor dem glatten Verhungern zu bewahren. Gewiß kann die Notenpresse noch„produktiver“ gestaltet werden— mit der Wirkung wie wir sie in Oester⸗ reich und noch mehr in Rußland erblicken. Und unsere bange Sorge ist: Können die deutschen Gewerkschaften, kann die deutsche Arbeiterschaft unter solchen Umständen den Achtstun⸗ dentag noch weiterhin wirksam verteidigen? All das Gerede und Geschreibe um den Achtstundentag, das wir bis jetzt in Deutchland gehabt haben, bedeutet im Ernst keine Gefahr für ihn. Es hat schon immer in Deutschland Leute gegeben, die in jeder Arbeitszeitverkürzung eine„Gefahr“ erblickt haben. Sie haben es nicht verhindern können, daß die deutschen Ge⸗ werkschaften den Achtstundentag als erste für ihr ganzes Land errungen haben. Und sie werden— unter wirtschaftich ge⸗ sunden Verhältnissen!— den Achtstundentag solange haben. als sie ihn selber nicht preisgeben! Aher: unter wirtschaftlich gesunden Verhältnissen! Darauf kommt es an. Der Kampf an der Ruhr, jetzt die deutschen Arbeiter. Angestellten und Beamten gegen den französischen Imperi⸗ alismus führen, ist ein Kampf um Sein oder Nichtsein des deutschen Volkes, von dem die Arbeitnehmerschaft Neunzehn⸗ tel darstellt. Um Sein oder Nichtsein und damit auch um all das, was die organsierten deutschen Arbeitnehmer in einem halben Jahrhundert zähen, opfervollen Kampfes auf wirt- schaftlichem, sozialem und allgemein kulturellem Gebiet sich selbst geschaffen, den besitzenden und herrschenden Gewalten abgerungen haben. W rs 0 2— 725 8 f 8 7275 5. 5 i ler des N. 0 At gegen uhrgebiets und die urei das wehrlose geiselt die 2 ie 810 8 en al 19 Fee N F 3 en Bruta dsichtsl. amilien an man di noch in e ie e Sraehnervtee Aalen der on ar 11. 75 e aut mier 20 5 Lage im R g 5 mes, seit lä uisches zu stift e man auf treffen. D„minister Le T uhrgebi ehaltenen 55 ihr 1 17 hebe 5 3 auf der Jet e n. 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In einer gutgelesteten, in bester Entwicklung befindlichen thürin⸗ Genossenschaft kon vor kurzem ein Herr zur Verwaltung, als peusionierter Beamter vorstellte. Er sagte, er habe schon viel über die Vorteile gehört und gelesen, die die Konsum⸗ vereine zu bieten vermöchten, und wolle nunmehr einmal die Probe aufs Exempel machen. Er meldete sich als Mitglied an und hinterlegte den vorgeschriebenen Betrag als Anzahlung auf den Ge⸗ a schäftsautell. Rach 14 Tagen erschien der Herr wieder, legte 1000 Mk. auf den Tisch und bat, ihm diese Sunune auf seinen Anteil gutzu⸗ schreihen, wobei er bemerkte:„Das ist der Betrag, den ich in den wei Wochen durch die Genossenschaft erspart habe.“„Ich habe“, 10 bemerkte er weiter und legte ein Verzeichnis von Waren vor, „diese Waren aus dem Verein geholt, gleichzeitig mich aber von den Preisen des Geschäfts unterrichtet, hei dem ich früher kaufte. Ich werde das weiter so machen und hoffe in Klirze meinen Anteil voll erfüllen zu können.“— Dieses leine Begebnis bewetst folgendes: Wenn ein Mitglied seiner Genossenschaft mit dem Rechenstift gegen⸗ über steht und Kontrolle übt, erkennt es sofort den handgreiflichen Vorzug einer solchen Mitglied schaft. Die Kontrolle muß nur richtig und nicht auf oberflächliche Weise geschehen, wie es leider viele Mit⸗ alteder, namentlich Mitglieder frauen zu tun pflegen, indem sie au der Hand einiger Lockartikel privater Geschäftsleute meinen, den Nachweis flihren zu kömmen,„daß im Konsum alles teurer“ ist. Ein Vergleich aller Waren überzeugt von den vorleilhaften Leistungen der Genassenschaft. Westere Erhöhung der Erwerbslosenunterstützung. Einer allgemeinen Erhöhung der Erwerbslosenunterstützung hat der Reichsrat in seiner letzten Vollsigzung am 25. Janna ds. Is. 1 Danach werden die Höchstsätze für die Zeit vom 15. bis zum 27. Januar gegenüber den bisherigen Sätzen um zwei Drittel beraufgesetzt; von da ab erfahren sie eine weitere Er⸗ höhung auf das Doppelte der vor dem 15. Januar geltenden Sͤtze. Eine entsprechende Verordnung. des Reichsarbeits⸗ ministers, der die neuen Sätze im einzelnen festsetzt, wird dem⸗ nächst im Reichsarbeitsblatt veröffentlicht werden. Durch die Heraufetzung erhöhen sich gleichzeitig die Förderungsbeträge der posuftiven Erwerbslosenfürsorge. Darüber hinaus ist der be⸗ sonde an Nerexung und der vexmehrten Not der Erwerbslosen des besetzten Gebietes dadurch Rechnung getragen, daß die in Be- tracht lommenden Länder ermächtigt worden ind, an die Er⸗ werbslosen des besetzten Gebietes höhere Veträge zu zahlea. Aus Mitteln der Erwerbslosenfürsorge wird ein Betrag zur Verfügung gestellt, der es ermöglicht, auf den Kopf des unter⸗ stützten Erwerbslosen durchschnittlich 25 v. H. mehr zu gewähren als im unbesetzten Gebiet. Diese Fürsorge soll den besonders Bedürftigen unter den Erwerbslosen zugute kommen, nach Mög⸗ lichkeit insbesondere dadurch, daß ihnen Lebensmittel und andere Sachleistungen unentgeltlich oder zu besonders günstigen Be— dingungen geliefert werden. Eine Betriebskräte⸗Versammlung ist für nächsten Sonntag 11. Februar, vormittens 8% Uhr einberufen. Die Tagesordnung lautet: Die wirtschaftliche Lage unter besonderer Berücksichtigung der Ruhrbesetzung. Die Versammlung findet im Saale des Ge⸗ werkschastshauses statt. 5 4 — Weißbinberarveiten vergiebt die Vaughnossenschasr 8894 für ihre Neubauten an der Licherstraße(20 Wohnungen). Ange⸗ bote sind bis 15. Februar bei Architekk' Hamann, Bergstraße 11, einzureicken. 1 5 — Abgabe von Rutzholz an Handwerker. Wie aus einer Be⸗ kanntmachung des Oberbürgrmeisters im Mittwochblatte zu lesen war, beabstchtigt die Stadtverwaltung bei Abgabe von Werkholz die Gießener holzverarbeitenden Handwerksvetriebe besonders zu becücksichtigen. Welcher Handwerker davon wünscht. muß sich bis spätestens 10. Februar also morgen, melden und dabei au⸗ geben. was für Holzart, sowie Stärkeklasse und Menge er wünscht. L Aus dem Stadttheater. Für bie heutige Auffühoung von Ibsens ohn Gabriel Borkman, die unter der Spieir⸗ leitung von Adolf Telekn steht, ließ sich eine sehr gute Besetzuny ermöglichen. Die Titelrolle wird von Herrn Juhnke, die beiden Hauptfrauen rollen von Frau Rose Rubner und Fräu⸗ lein Marcks, die Fannn Wilton von Frau Franke, der alte Foldal von Heren Volck seine Tochter Frieda von Fräulein Engel und der junge Botkman von Herrn Frommann ge⸗ geben. Es zeigt sich für diese Ibsen⸗Aufführung lebhaftes Unteresse.* — Das Konzert zum Besten der Gießener Studentenhilfe. am 11. ds. Mts., nachmittags 5 Uhr in der Neuen Aula verspricht ein großer Kunsigeuuß zu worden. Ueber die Mitwirkenden aus Gießen, Frau Hedwig Spohr(Violine), Frau Claire Nebelung⸗Knapp(Klavier) und Herrn Professor Dr. Rudolf Henle(Klavier braucht nichts Empfehlendes gesagt zu werden; ihre musikaltschen Fähigkeiten sind allen Gießener Musirsreunden wohl bekannt. Der Sängerin, Fräulein Maria Martha Peter aus Berlin. geht ein ausgezeschneter Ruf vor⸗ aus. Uns liegen Krit ken über ihren Gesaug aus dem Göklinger Tageblart, dem Sanrabischen Volksboten, der Tortmunder Zeitung u. a. vor, die alle üb reimstimmend den weichen Glanz ihres wundervollen, pastosen. umfangreichen Alts, die sorgfältige Schuluug, des hervo ende Können, die leichte Tongebung, das tiefe Adructsvermö und die außerordentliche musfikalische Begabung ber jugeublinen Süngerln hervorheben. So darf die Studentenlälfe hoffen ihren Freunden ein Konzert bieten zu fönwen, das mit semem gewählten Programm(Chopin, Brahms) auch höchslen Erwartungen enesprechen wird. — Ein 20⸗Markstück gleich 150 000 Mark. Der Ankauf von Gold für das Reich durch die Reichsbank und der Post erfolgt in der Woche vom 5. bis 11. Februar zum Preise von 150 000 Mart für eist 20⸗Markstück, 750% Mark für ein 10⸗Markstück. Für aus⸗ ländische Golbmünzen werden entsprechende Preise gezahlt. Der Ankauf von Reichssilbermünzen durch die Reichsbauk und Post er⸗ folgt vom 5. Februar an bis auf welteres zum 3000 fachen Betrage des Nennwertes.— Gegenwärtig dürfte es noch wenig Leute geben, die 20⸗Marl⸗ oder 10⸗Markstücke im Besitz haben. Nebenbet bemerkt, haben ssauh dleser Wertbemessung sehr viele arbeitende Leute kein 20⸗Markstück im Monat! — Goldzähne aus dem Munde gestohlen! Wie von polizeilicher Seite berichtet wird, treibt in letzter Zeit ein Gauner sein Unwesen, der in der Zahub rauche kundig zu sein scheint. Unter irgend einem Vornmand macht er Geschäfte auf und fobald er sieht, daß ein Ge⸗ schüftsinhaber ein künstliches Gebiß trägt, sucht er in dieser Richtung Gespräche zu sühren und erbietet sich, eine nötige Reparatur an dem Gebiß zu vollziehen. Dabel kommt es ihm darauf an, in den Besitz von Gold zu kommen, mit welchem er, nachdem er sogar einen Gips⸗ abdruck auf der Stelle genommen hat, verschwindet. e Um Irrtum zu vermeiden, müssen wir zu dem Artikel in unserer vorgestrigen Nummer mit der Ueberschrift„Sie wollen die Wahrheit nicht hören“ bemerken, daß der zweite Absatz, der mit den Worten„Diese Mißstände usw.“ beginnt, noch zu der Anfrage Düngel⸗ dey und Osann gehört. Am Schluß waren berschiedenklich die An⸗ flührungsstriche weggeblieben.— Ferner muß es im letzten Absatz in der 5. Zeile von unten Darum statt„Dann“ heißen. — Diebstahl von Margarine. Schubert, Aus einem Butter- und Eier⸗ geschäft wurden in der Nacht zum 6. Februar 1923 4 Kisten Mar⸗ Harine Marke„Merkur“ und„Rippo“ entwendet, weiter sind dahler entwendet worden ein Fahrrad Marke„Vorussig“, Fabrik⸗Rummer 469 858. Vor Ankauf wirb gewarnt. Sachdienliche Mitteilung nimmt die Krimingl⸗Abteslung entgegen. — In bas. Schnusenster gefallen. Am Mittwoch mittag gingen oel Frauen vom Lande den Seltersweg entlang, besde trugen Körbe Huf bem Kopfe. Bei dem Laden von Vach rutschte die eine Frau auf dem Kanaldeckel aus und ihr Korb mit ossenbar schwerem Inhalt log in weltem Bogen mitten in eine der großen Schaufensterschesben des Bach'schen Geschäfts. Diese wurde vollständig zertrümmert. Gegenwärtig dürfte eine derartige Scheibe einen Wert von mehr als hunde rttausend Mark reprösentteren. In diesem Falle dürfte ver⸗ mutlich die Versicherung für diesen Schaden aufzukommen haben. Kreis Friedberg⸗ Büdingen. Bad⸗Nauheim, 7. Febr. Großer Villeneinbrusch. Bei einem Einbruch in eine hiesige Villa wurde in einer der letzten Nächte neben wertvollen Schmucksachen, Kleider, Wäschestücke und gahlreiche andere Gegenstände im Gesamtbetrage von mehreren Millionen Mark gestohlen. Die Täter enttamen unerkannt. Assenheim, 7. Februar. Französische Brieftaube. Hier wurde eine französische Brieftaube eingefangen, die folgende Meldung bei sich trug:„Allgemeiner Streik! Zwei Offiztere sind mit guter Verstärkung in Kenn angekommen. Gestern vier neue Tauben er⸗ 130 1 Der Chef, 3. Febr. 1923.“ Kenn ist ein kleines Dorf bei Trier. Nidda, 7. Febr. Das Ende vom Liede. Der tragische Aus⸗ gang der Liebesgeschichte, bei der vor einigen Monaten ein hiesiger Kassenbeamter die Tochter einer Niddaer Bürgerfamilie erschoß, aber dan selbst nicht den Mut fand, sich zu töten, fand jetzt seine gericht⸗ liche Sühne vor der Strafkammer in Cassel. In der Verhandlung wurde festgestellt, daß das Mädchen den Geliebten veranlaßt hat, es zu töten. Das Gericht beurteilte den Fall milde und verurteilte den Beamten zu drei Jahren und sechs Monaten Gefängnis, zu deren Verbüßung der völlig gebrochene Mann sofort abgeführt wurde. Kreis Alsfeld⸗Lauterbach. b. Ruhrhilfse. Die Arbeiter und Beamten der Gewerkschaft Luse u. Ilsdorf haben sich bereit erklärt, jede Woche eine Ueber⸗ stunde für die Ruhrhilse zu versahren. Dieses macht wöchentlich einen Vetrag von ungefähr„ Million Mark aus. Kreis Schotten. b. Laubach. Unerhörte Holzpreise wurden bei der ersten Holzversteigerung des gräflichen Forstamts Laubach am Montag erzielt. Für den Raummeter Scheite wurden dabei 70 000 bis 90 600 Mark geboten. Daß diese unsinnigen Preise ein Arbeiter oder Kleinbauer nicht bezahlen kann, liegt auf der Hand, zumal die Zahlungsfrist auf nur 14 Tage gesetzt ist. Bei Verpachtung der Wald⸗ und Feldjagd der Gemeinde Freienseen auf weitere 6 Jahre wurde der ungeheuere Preis von 2,7 Millionen Mark erzielt. Die Versteigerung fand am Montag statt. Kreis W 81 8 ve ehlarxr. = Wetzlar. Ein Junge vom Jäger erschossen. Vor einiger Zeit gingen ein paar Jungen aus Niederbiel Sonn⸗ tags ins Feld, um mit dem Tesching nach Raben oder Elstern zu scheßen. Vier Jäger beobachteten die Jungen und riefen sie an. Einer lief fort, der andere blieb stehen. Auf diesen gab einer der Jäger frevelhafter Weise einen Schuß ab, durch den der Junge schwer am Bein verletzt wurde. Einige Tage darauf ist er an der Verletzung gestorben. Genosse Dortu wurde durch den uner⸗ hörten Vorfall und den Tod des Knaben zu folgenden Versen ver⸗ aulaßt: Mord! Ein Knabe zieht lustig auf Elsternfang— scharf weht der Nordwind das Feld entlang! Dort kommen Jäger: Drei.— vier Mann—— Knabe! Springe! Lauf was du kannst! Die Jäger brüllen: Halt Bürschchen! Halt!!“ ein blaues Wölkchen— ein Blitz— und ein Knall! Der Knabe liegt in seinem Blut— die Jäger sprechen von Jägermut! Am Bette des Knaben— wie glüht seine Hand—— 8 weht der Nordwind das Dorf entlang! Die Mütter weinen: Der Knabe ist tot! durch die Nacht hin glüht der Mond blutrot. Gerichte! sangt euch den Jägersknecht— oder gibt es in Deutschland sür Proleten kein Recht?? Westerwald und Unterlahn. Kundgebungen an der Lahn gegen die Ruhrbesetzung. Am Sonntag hatte unsere Partei in Limburg und Weil⸗ burg große Versammlungen veranstaltet. In Scharen strömte die Bevölkerung— und nicht nur die zur Sozialdemokratie sich rechnende— aus den benachbarten Ortschaften des besetzten Gebietes nach Limburg. Die Kundgebung erhielt be⸗ sonderes Gewicht durch die Person des Redners: der preußische Mi⸗ nister des Innern, Severing, war hierhergeeilt, um die unter der Fremdherrschaft schmerzend duldende Bevölkerung des besetzten icbes der Teilnahme und der tätigen Hilfe von Regierung und Volk zu versichern. Severing beleuchtete scharf den Geist des Unfriedens, von dem die Politik Poincarés getrieben ist, und die katastrophalen wirtschaft⸗ lichen Verhältnisse, die durch sie geschafsen worden. Poincars, dem bodauerlicherweise das französische Parlament und Volk Gefolgschaft leiste, werde von der Erfahrung belehrt werden, daß man„auf VBajo⸗ netten nicht sitzen könne.“ Mit Genugtuung stelle er fest, daß Poin⸗ caré sich verrechnet habe, als er die Haltung der deutschen Arbeiter und Veauten nach der Fügsamkeit der ohnmächtigen framzösischen Arbeiterschaft bemaß. Eine Verhandlungsmöglichkeit sieht Severing augenblicklich nicht. Um so nachdrücklicher erhob er die Forderung, daß jede Möglichkeit, die sich dafür biete, sobald die Zeit einmal ge⸗ kommen sei, ausgenützt werden müsse. Im Namen des Verwaltungs- ausschusses der sozialdemokratischen Vezirksorganisation legte dessen er Bechtel, der von den Franzosen verhaftet und wieder freigelassen worden ar, eincelöbnis der Treue ab, eineResolution bekräftigte die unbeirrbare Entschkossenheit. Verhandelt wurde, wie man genau wußte, vor den Ohren französischer Spitzel. Der ruhige Verlauf der Kundgebung wurde auch dadurch nicht beeinträchtigd, daß gleich zu Beginn beim Verlassen des Bahnhofes ein Sonder⸗ bündler verprügelt wurde, sodaß er von der Polizei in Schutzhaft genommen werden mußte. Ebenso eindrucksvoll, wie die Limburger Kundgebung, war eine Versammlung in Weilburg. Hier war der neuernannte Regierungs⸗ präsident von Wiesbaden Haenisch für Severing, der hier eben⸗ falls sprechen sollte, eingesprungen. Für den früheren Unterrichts⸗ minister lag es besonders nahe, die Gefahr, die den leben notwendigen kulturellen Beziehungen Deutscklands und Fraukreichs droht, in den Vordergrund zu rücken. Gerade als Sozialdemokrat nimmt er für sich das Recht in Anspruch, gegen den tobenden französischen Impe⸗ rialismus, den schlimmsten, den er kennt, zu protestieren. Den Sieg des Rechts über die Gewalt erwartet Haenisch allerdings nur dann, wenn die Geschlossenheit des deutschen Volkes nicht durch chaupk⸗ nistische Treibereien gestört werde. Wenn der Arbeiter, der die Haupt⸗ last daͤr Abwehr zu tragen habe, wisse, daß als Siegespreis ihm die Erhaltung der deutschen Republik winke, wenn er sicher sein könne, daß nicht von unbesonnenen Elementen zu einem neuen Kriege ge— hetzt werde. Non Mah und Fern. Frankfurt a. M., 7. Febr. börse. Enksprechend dem Devisenkurse waren heute die Preise etwas schwächer, nur Weizenmehl stand höher im Preise. Es wur⸗ den bezahlt für je 100, Kilo Weizen 130 000132 000 Mk., Roggen 115 000— 120 000 Mk., Gerste 100000110 000 mk. Haser inläu⸗ discher 70 00090 000 Mk., Wetzenmehl 215 000—260 000(245 000 letzte Notierung), Roggenmehl 170 000 190 00% Mk., Kleie 70 000— 75 000 Mark. Vollstrecktes Todesurtel, Der algerische Schlitze Kenounider, der wegen Ermordung der Frieda Guckes aus Idstein im letzten Herbst von dem franzöfischen Krlegsgericht zum Tode verurteilt wunde ist jetzt im Walde bei Klarental(Wiesbaden) standrechtlich erschossen worden. Auf Ein- ladung der französischen Behörde wohnten der Blürgermeister von Jostein und zwei Vertreter der Bürgerschast dem Akt bei. Frankfurter Getreide Ein sellsamer Zufall. Der Vertreter einer großen Casseler Lebens versiche rungsgesell⸗ schaft schloß mit einem Lehrer eine Versicherung in dessen Wohmung ab. Der Lehrer unterschrieb und bezahlte die Prämie. Dann stürzte er zu Boden und war in wenigen Augenblicken eine Leiche. Der Fall dürfte wohl einzig in der Versicherungspraxis dastehen. Arbeitsrecht, Gewerkschastliches, Arbeiterbewegung. Schlichtungsausschum der Provinz Oberhessen in Gießen. Verhandlung vom 6. Februar 1923. Den Antrag dez Gewerkschaftsbundes der Ange⸗ stellten auf Einflihrung des Tarisvertrages der Mitleldeutschen Braunkohlenbergbaubetriebe bei der Gewerkschaft Friedrich, dem Salzhäuser Bergwerk und der Grube Jägertal bet Alsfeld an Stelle der bisherigen Entlohnung der Angestellten nach dem Gießener Industrietarif und dem oberhessischen Werkmeister⸗ tarif lehnte der Schlichtung ausschuß ab. Dem Kündigungseinspruch einer Arbeiterin der Gummi⸗ warenfabrik Poppe u. Co, nach 8 84 Abfatz 1 Ziffer 4 des Be⸗ triebsvätegesetzes gaß er statt In der Autragssache dreier Maurer dec vereinigten Bauge⸗ schäfte Hofmann, Hartmann und Steuernagel in Bad⸗Nauhelm wogen Wiedereinstellung vereinbarten die Partesen die Wiederein⸗ stellung und eine Emtschädigung 0 Die Gewerkschaftsbewegung der Welt. Das Bureau des Internationalen Gewerkschaftsbundes ver⸗ öffentlicht Angaben, die nicht nur die Lage und Entwicklung der ihm angeschlossenen, sondern die aller Gewerkschaften überhaupt in Ziffekn darstellen. Allerdings fehlen dabei Mitteilungen über die finanzielle Lage der Organisation; bei der heutigen bunten und schwankenden Geldwertlage hätte es auch wenig Sinn gehabt. Es werden also mur Mitgliederzahlen mitgeteilt: 5 1. Die Zahl der Gewerkschaftsmitglieder betrug Ende 1921 in den 34 wichtigsten Stagten der Welt 46,3 Millionen Menschen(im Jahre 1912: 14% Millionen). An erster Stelle stand Deutschland (12,6 Millionen), ihm folgte Rußland(8,9 Millionen), England (6,6 Millionen), die Vereinsgten Staaten von Amerika(3,2 Mill.), Itel den und Tschecho⸗Slowaket hatten je zwei Millionen, Spanien 13, Frankreich und Oesterreich je eine Million organisierter Arbeiter. Weiter folgten Belgien(920 000), Polen(820 000), Mexiko(710 000), Australien(630 000), Holland(660 000), Indien(500 600), während in den übrigen Ländern die Zahl der organisierten Arbeiter weniger als eine halbe Million betrug. Diese Zahlen umfassen aber die ver⸗ schiedensten Gewerkschafts richtungen; einen richtigeren Begriff von dem Charakter des gewerlschaftlichen Kampfes in der Welt und den einzelnen Ländern bekommen wir erst, wenn wir die Verteilung nach Gewerkschafts richtungen untersuchen. z Fast die Hälfte der organisterten Arbeiterschaft der Welt(22, Millionen) ist dem Internationalen Gewerkschaftsbund angeschlossen und stimmt also seinen allgemeinen Richtlinien zu. Die andere Hälfte verteilt sich auf folgende Weise: 7,1 Millionen giht die„kommu⸗ nistische Internationale“ an(davon 6.9 Millionen in Rußland): 6,6 Millionen sind in„Neutralen Organisationen“ vereinigt: das sind die meisten Gewerkschaften der Vereinigten Staaten(3,9 Millionen, bekanmtlich sind sie im Jahre 1920 aus der Internationale ausge⸗ treten), die Hirsch⸗Dunckerschen und die unabhängigen Vereine Deutschlands(1,8 Mistionen) und ähnliche(nattonale) Organisatio⸗ nen in der Tschecho⸗Slowakei, in Polen, Frankreich, der Schweig, und Holland. Weitere 3,8 Millionen entfallen auf die konfessio⸗ nellen Vereine; die Hälfte davon(18 Millionen) befand sich in Deutschland; auch in Spanien und Italien(je 400 000), in Holland, Belgien und Ungarn(je 200 000), in Polen und Frankreich(le 150 000) spelen ste eine gewisse Rolle.— Weitere 1.3 Millionen um⸗ sassen die syndikalistischen Verbände; die Hälfte davon (6635 000) befand sich in Spanien; ihm folgten die Synydfkalisten Deutschlands(250 000) und Italiens(100 000).— Endlich bleibt noch ein Rest von fünf Millionen Menschen, die unter der zweifel⸗ haften Rubrik:„Verschiedene Organisationen“ untergebracht sind: es sind erstens die Organisationen der außereuropäfschen Länder(Ver⸗ einigte Staaten, Australien, Indien, Meriko), soweit sie in ihrer Eigenart keiner der obengenannten Richtungen entsprechen; zweitens sind hier auch die italiensschen Fascisten(damals 200 000 an der Zahl), die tschecho⸗flowakischen Nationalisten und ähnliche Gruppen untergebracht. a Seit dem letzten Friedensjahr hat sich die Mitgliederzahl ver⸗ dreifacht(1913: 7,7 Millionen, 1921: 22 Millionen), jedoch war der Mitgliederzustrom kein stündiger. Die Kriegsjahre haben einen Mitgliederrückgang in den kriegführenden, einen gewissen Zustrom in den neutralen Ländern herbeigeführt; Ende 1918 zählte der Inter⸗ nationale Gewerkschaftsbund 10,3 Milltonen. Das Jahr 1919— das der allgemeinen Arbeiteroffensive— erhöhte diese Zahl auf 23,2 Mil⸗ lionen. 1920 hat aber der Austritt Amerikas, der weiße Schrecken in Ungarn, das Abflauen in Frankreich und Italien, die allgemeine Weltkrise einen Rückgang der Mitgliederzahl verursacht, der 1921 sich fortgesetzt hat. Die dem Internationalen Gewerkschaftsbund angeschlossenen 22 Millionen Arbeiter verteilen sich folgendermaßen auf die einzel⸗ nen Gewerbezweige: An erster Stelle stand die Metallindustrie mit 3,7 Millionen Gewerkschaftsmitgliedern; ihr folgte ummittelbar das Transportwesen mit 3 Millionen Arbeitern. Auf diese beiden Wirt⸗ schaftszweige entfiel somit fast ein Drittel des gesamten Mitglieder⸗ bestandes der Gewerkschastsinternationale. Es folgten: das Bange⸗ werbe(2,5 Mill,), die ungelernten Arbeiter(2.1 Millionen), die Bergarbeiter(1,8 Millionen), die Textilarbeiter(1.7 Millionen), die Landarbeiter(1,5 Millionen). Je eine Million Mitglieder wiesen die Gewerkschaften der Staats- und Kommunalarbeiter und die An⸗ gestelltengewerkschaften auf. Die übrigen Kategorien zählten weniger als eine Million Mitglieder. Narteinachrichten. Von der Redakleurkonferenz. Nachdem sich am Dienstag der Parteiausschuß mit der poli⸗ tischen Lage, insbesondere der Haltung unserer Partei zur Ruhr⸗ besetzung beschäftigt hatte, traten am Mittwoch im Reichstag die politischen Redakteure der Parteipresse zusammen, um die gleiche Frage zu erörtern. In einem einstündigen Referat gab Genosse Hermann Müller einen umfassenden Bericht über die Ursachen und die Folgen des Einbruchs der Franzosen und Belgier in das Ruhrgebiet Die Debatte ergab völlige Eiumsttigkeit über die von der Partei besolgte Politik, sodaß Genosse Wels am Schluß der Aussprache widerspruchslos feststellen konnte, daß sich auch die Leiter unsever Paxteipresse und damit sämtliche Körperschaften der Partei hinter die Parteileitung gestellt haben. Einmütig trat die Konferenz der am Dienstag vom Parteiausschuß angenommenen Entschließung bei Im weiteren Verlauf der Beratungen wurde eingehend über die Tätigkeit des Sozialdemokratischen Parlamentsdienstes ge⸗ sprochen. Es wurden mannigfache Anregungen über die Ausge⸗ staltung des Dienstes gegeben und seine Haltung bei wichtigen vo⸗ litischen Fragen als richtig anerkannt Lokale Parteinachrichetn. 5. Agitationsbezirk, Friedberg⸗Biidingen⸗Schotten. Gemeindevertreterkursus. Sonntag den 11. Februar finden in Stockheim die Kurse statt und zwar und Echzell Stockheim vormittags 10 Uhr. Gastwirtschaft Adam, Ref. Gen. Kroner⸗Vilbel. Gchzell, vormittags 10 Uhr, Gastwirtschaft Alt, Res. Gen. Wittig⸗Butzbach. Ich ersuche die Vorsitzenden die Gemeinderatsmitglieder auf den Besuch der Kurse nochmals hinweisen zu wollen. Kein Genosse darf sehlen. Mit Parteigruß Ir. Witige Sekretär. ii Lollar I.— Weidenhausen I. 2: 2(1: 2). Am Sonntag, den 28. Januar trafen sich die beiden Mann⸗ schasten in Lollar. Um 3.38 gab der Schiedsrichter Artz Gr.⸗Linden den Vall frei. Mit dem Anstoß Weidenhaufens entwickelte sich ein scharser Kampf. Zwei Ecken für Lollar bringen nichts ein. In der 8. Minute erzielt W. das 1. Tor: dem in 12 Minuten das 2. Dor folgt. L. kann vor Halbzeit auch noch ein Tor entgegensetzen. Nach Halbzeit kann L. durch eine Ecke ausgleichen. Nun entspann sich ein scharfer Kampf um die Führung. L. konnte schöne Mo⸗ mente nicht verwerten, da sie nur noch mit 10 Mann spielten. Auch W. setzte alles daran, jedoch scheiterte alles an L.'s Verteidigung und mit 2:2 trennten sich die Mannschaften. Der Schiedsrichter war ziemlich korrekt in seinen Entscheidungen. Gr.⸗Linden I.— Wölfersheim⸗Södel I. 33(1: 1), Ecken 8:4. Nachdem Gr.⸗Linden das Vorspiel in W. 3: 2 durch 2 Selbst⸗ ore verloren hatte, trafen sich die Mannschaften am vergangenen Sonntag in G. G. mußte leider mit reichlich Ersatz antreten. Um 2 Uhr gab der Schiedsrichter den Ball frei. Der Anstoß von G. landet im Aus. Nach verschiedenen schönen Momenten wird das Spiel in der 5. Minute wegen Regen um 10 Minuten abgebrochen. Eine Ecke für G. bringt nichts ein. Gleich darauf kann W. durch verlehrte Entscheidung des Schiedsrichters durch Elfmeter das erste Tor erzielen. G. kann 2 Mi FN schů i — des Linksaußen durch biesen unhaltbar den Ausgleich erzwingen. Mit 1:1 geht's zur Pause. Gleich nach Halbzeit kann W. 21 in Führung gehen. G. erzielt noch mehrere Ecken und kann auch noch zwei schöne Tore erzielen, welchen W. nur noch eins und damit den Ausgleich eine Minute vor Schluß entgegensetzen kann. Die Mannschaften trennten sich mit kräftigem„Frei Heil“. Das Spiel litt leider sehr unter dem aufgeweichten Boden. Weidenhausen I.— Wieseck I. 2: 2(Ecken 3: 5). Die Mannschaften trafen sich am Sonntag in Weidenhausen. Wieseck II.— Weidenhausen II. 2: 2(1: 1)(Ecken 7: 5). Um 1.10 Uhr gab der Schiedsrichter Wagner den Ball frei. Wieseck konnte nach 10 Minuten einsenden. Nun stellte Weiden⸗ hausen um und konnte kurz darauf den Ausgleich und dann die Führung erringen. Ohne Pause ging es weiter. Wieseck konnte 20 Minuten vor Schluß den Ausgleich erzielen. Beide Mannschaf⸗ ten spielten gut. Der beste Mann auf dem Felde war Wiesecks erst 16 Jahre alter Mittelstürmer. Herborn I.— Laubeseschbach I. 6:0(4 0). Obige Mannschaften trafen sich am Sonntag in Herborn. Die Bodenbeschaffenheit war infolge des Regens schlecht. Herborn war die technisch bessene Mannschaft und konnte das Spiel 6: 0 für sich waren fast gleich. nur die Verteidigung Herborns stärker. In der ersten Halbzeit kann Herborn durch ö . 0 f und Heuchelheim kann 1 Tor aufholen. welchem Herborn kurz Schluß auch noch eins eulgegensetzt. Aus den auntlichen Bekanntmachungen. Das Amtsverkündigungsblatt W e 1 3 75 55 li Maßnahmen gegen Wohnungsman gel. rung fe— Abänderung des Hundesteuergesetzes. Ein⸗ stellung und Beschäftiauna ausländischer Arbeiter.— 0 einer Tapezierer⸗ und Sattlerzwangsinnung für die Stadt und den Kreis Gießen— Maul⸗ und Klawenseuche— Abe und aun ästen der an den Kreisstraßen stehenden Obstbäume.— Ent⸗ Verordnung über außecordent⸗ Laufende wösserung der Grundstücke in der Gemeinde A— nachrichten. Versammlungskalender Großen⸗Linden. Wahl verein. Sonntag. den 11. Febr. nachmittags 3 Uhr lung. Erscheinen aller Heuchelheim. Soziald. 10. Febr., 1 eee Alles Greilich. Tages ord i r N 1 Beige een, Nute geren, Samen den 1 e abends 9 Uhr bei Guntrum Monatsversammlung. Pünktliches Er⸗ scheinen. 5 Dollarstand gestern mittag 12 Mitglieder dringend n Wahlverein. Samstag. den Nr 11 vom 6. Februar enthält: Teue⸗ bei Gastwirt Faber Generalversamm⸗ abenes 8 Uhr Versam mlung bei Gastwirt Herm. Preiswerte Marmeladen harnelide. e 500.— 5 Einfrucht⸗Marmeladt Johannisbeer, Heidelbeer, Kirsch⸗, Aprikosen⸗, Stachel⸗ beer⸗, Himbeer⸗ mit Apfel 580 1 Pfd. 2 Irtrafeine Marmelade in 1 Pfund⸗Gläsern„. 90. mit ganzen Kaffee⸗ 8. 48. Kafeuto bohnen, ausgiebig, bekömmlich, wohlschmeckend, ersetzt teueren Bohnenkaffee mit 10% Kaffee- J mit 25% Kaffee⸗ bobnen ½ Pfd.⸗] bohnen, Pfd. Paket Mk. 860.—[ Paket Mk.1810.— [Schade&. Füllgrabhe Filialen in allen Stadtteilen Nidda: Raun 28 Schotten: Heuptstr. 15 1 Othürdliche Bekanntmachungen Bekanntmachung. Jufolge Erhöhung der Zechenpreise und Fuhrlöhne für Kohlen und Koks ab 1. Februar 1923 sowie der ten darauf nach s em All 5 4. Bei Abholung von dem Lagerplatz des ngang 2 Tore erzielen. Nach Halbzeit bringt das Sp Henkel's Putz⸗ für Haushalt. Gewerbe und Industrie unentbehrlich. 2 und Scheuerpulver ee gemäß Beschluß der städtischen Brennstoffdeputation vom 7. Februar 1923 auf Grund der Vorschriften des§ 17 der Ausführungsbestimmungen zum Gesetze über Regelung der Kohlenwirtschaft vom 23. März 1919 „ vom 8. Februar 1923 wie folgt fest⸗ gesetzt: Fettstückkohlen Mk. 6840.— für den Zentner Fettnußkohlen Mk. 6970.—„„ 1 Fettkohlen, meliert Mk 5950.—„„ 7 Eßnußkohlen Mk. 7570.—„„„ 5 Anthrazit Mk. 8400.—„„*. Steinkohlenbriketts Mk. 8980.—„„ 0 Braunkohlenbriketts Mk. 3680.—„„ 5 Zechenkots, grob i Zechenkoks, nuß Mk. 9075.—„„ 4 Die Preise verstehen sich ab Eisenbahnwagen in Fuhren bis vor das Haus des Käufers oder frei Lagerplatz des Kohlenhändlers für den Zenkner ein⸗ schließlich Warenumsatzsteuer: Zuschläge dürfen erhoben werden für den Zentner: 1. für das Einwerfen des Brennstoffes von der Straße in den Keller 2. für das Eintragen des Brennstoffes von der Straße in den Keller 3. Bei Lieferung in Säcken ober Körben bis zu Höchstmengen von 15 Zentner ab Eisenbahnwagen in den Keller Mk. 50.— Mk. 74.— Kohlenhändlers bis zu Höchstmengen von 15 Zentner M 5. Bei Lieferung des Kohlenhändlers ab Lagerplatz bis vor das Haus Mk. 130.— 6. Bei Lieferung in Säcken oder Körben bis zu Höchstmengen von 15 Zentner ab Lagerplatz des Kohlenhändlers bis in den Keller Mk. 180.— Aeltere Bestände sind zu den seitherigen Höchst⸗ breisen abzugeben. Uebertretung dieser Höchstpreise kann auf Grund des§ 4 der Preistreibereiverordnung vom 8. 5. 1918 mit Gefängnis und mit Geldstrafe bis k. 25.— allgemein gestiegenen Unkosten, werden die Höch stpreise straft werden, vorausgesetzt, daß das Gesetz betreffend Verschärfung von Strafen vom 18. 12. 1920 nicht An⸗ wendung findet Beschwerden über Mängel bei der Belieferung und Preisberechnung sind beim städtischen Brennstoff⸗ amt vorzubringen. Gießen, den 7. Februar 1923. Der Oberbürgermeister: J. V.: Dr. Seib. Lie dpatzen pfeifen es von den Dächern, dass Schuhputz Nigrin-Extra mit Garantie-Staniolblatt der sparsamste ist. Sonntag, den 11. Februar, nachmittags 5 Uhr in der Neuen Aula der Universität Tohltäbgtelstonet zum Besten der Gießener Studentenhilfe e. V. Werke von Chopin, Schubert, Brahms. Vorverkauf bei Challier, Studentenkarten bei Herrn Ritter. 1244 1720 Sonntag, den 11. Februar 1923 abends 3 Uhr im Café Leib spricht Aandtagsabg. Knoth⸗Iranlfut über das Thema: 12⁴⁵ Der Kampf an der Ruhr! K. P. D. Giessen Hans Krüger: 5 Die Reichspachtschutzordnung nebst der Preußischen Ausführungs- verordnung. Deutlicher als in der 1 bisher geltenden Pachtschützordnung 0 vom g. Juli 1920 tritt in dem neuen Gesetz zur Verlängerung der Pacht⸗ schutzordnung, welche das geltende Recht enthielt, der Gedanke des sozialen Schutzes für die kleinen landwirtschaftlichen Betriebe hervor. Preis 150 Mk. Buchhandl. Oberhess. Voltsztg — 7 * 5 8 Disconto- Gesellschaft Jweigstelle Giessen, Plockstr. 13 Kapital und Reserve: 1200 000 000 Mk. Banken, Industrie 1 Darmstädter u. 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Die Zeiten von 600 Uhr abends bis 522 Uhr morgens sind in den Minutenziffern unterstrichen Gasthaus Gambrinus, Wieseck Besitzer Heinrich Braun Butzbach — Mitteldeutsche rezitbank Filiale Giessen, Johannesstrasse 17 Handels-und Gewerbebank giessen E. G. mi. b. I. Giessen ualitatslache für Industrie und kanlel backfabrik Gebrüder b. 5 Aktiengesellschaft, Giessen Lrelephon Nr. 1409 u. 217. Telegramm-Adr.; Lacklöb IJsidor Krämer, Butzbach Leistungstähiges Haus für Kleiderstoffe, Baumwoll. waren, Damen- und Herren-Kontektion. Wäsche- Ausstattungen Wiln. Hadermann, Butzbach Herren- u. Knaben-Kleidergeschäft Carl Hadermann, Butzbach Kurz-, Weiss- und Woll-Waren Schuhhaus Britt, Butzbach Weisslerstr. 25 Grosse Auswahl Weisslerstr. 25 Solidita c Iuhaber: C. BRI TT Butzbach, Wetzlarerstr. 19 Schuhwaren aller Art und Schasteustepperei 2 6b Kernseifen- gelstern“ Pueer Hermann Löb, Butzbach Uhren— Goldwaren— Brillen— Musikalien bobis Stiefel, bich unzkerialen 1. 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