9 g für die Interessen des werktätigen Volkes munen der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete. — Sberb. Volkszeitung erscheint jeden Werktag vormittag in Gießen. Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters. Der Anzeigenpreis beträgt für die Millimeterzeile(383 mm breit) oder deren J e 2 1 4 5 N. n Her 5 11 n ieße 00.—— gr. uftrͤgen oder 5 bade Vost bezog. 3300.— Me. einschl. Bestellgeld. Einzelnumm. 120.—Mk Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt G. m. b. 9. Offenbach 5 M. der Rabatt gewährt 75 Anzeigen⸗Annasme big 6 Abr hend* Nr. 79 Gießen, Samstag, den 7. April 1923 18. Jahrgang dan“ f um A** g 0 0 0 9 9 15 8 Geschäft über Volkswohl! 5 W d In der letzten Reichstagssitzung vor den Osterfeiertagen 5 kuk UI I on. eue kpaka on 0 ane. h pon Aug vetteiferten die bürgerlichen Parteien untereinander, um 1 2 2 f 1 übe zug em Verlangen der Agrarier nach Aufhebung der Zwangs Loucheur und Bonar Law. Von Deutschlands Leistungsfähigkeit ist i ken Niefern alen dersten bie dater doc Der ehemalige franzosen auge. does Hennen 97 5 5 1 arts, beschäftigt dc 2 ü„ a d der Ostert in d 4 Das Zentralorgan der S. P. D., der Vorwärts, beschäftig, j 5 Loucheur hat sich während der Ostertage in London aufge“] mit den Mitteilungen des Dailg Telegraph über erglicche tungössch: egenüber der großen Masse der Verbraucher geübt wurden. 3770; dee Zurülcholtung, halten und dort Besprechungen mit maßgebenden Persönlich. Pläne zur Beendigung der Ruhrkrise. Das Blatt gibt der Auffasfung die der Reichsernährungsminister noch keiten der gegenwärtigen Regierung, vor allem mit Bonar] Nusdruc, daß die 20 Milliarden Goldmark die Dauschland ds eng 5 4 5 e n 155 i Law, aber auch mit Lloyd George gehabt. gültige Neparationsleistung zahlen soll, nach französischen und engli⸗ iegeni 755 4 5 r bürgerlichen Parteien Nach einer Meldung aus Amsterdam soll Loucheur von schen Bedürsmissen berechnet sei, nicht aber nach der deutschen Leistungs fähigkeit. Eine Verständigung müsse aber damit beginnen, 1 bte, gab er im Plenum des Reichstags auf; er erklärte seine; 1, Zu; Hgustimmung zur freien Getreidewirtschaft, die ihre Be⸗ e e ee i Bona Lüls die 1 e festzustellen. Mit 2 e 12 3 fe n 1 5 0 0 öglic N. 1 deres ielt, als . 1 1 durch 195 5 England auch fernerhin wohlwollend neutral bleiben de Ee de er 10 5 Jute enten ung reises des letzten Sechstels des Brotgetreides wird. In gewissen politischen Kreisen Londons hoffe man der ein wirtschaftliches Gedeihen nicht aufkommen lasse, erhalten unden hat. Um aber den Anschein zu erwecken, daß die ine baldige Gel it fü 6 t bleibe. Den Vorschlag zur Bildung einer westrheinischen Republik 0 Kegierung Euno auf das Wohl des Volkes bedacht ist, gol 1 ee für England, zugunsten lehnt der Vorwärts ebenfaus ab. 1 dene enk Grand einer Lereiabarnng mi dem Degel dere Loucheur soll Llond George und Vonar Law erklärt Eine internationale Kouferen?? een landwirtschaftlichen Genossenschaften eine Getreidereserve 1 änlich sei 1; 5 den ee ben mene an gate Je bee wie Fete dog CCC oggen zur Verfügung steht und auch als Mittel zum 5 55 5 nationalen Konferenz zur Erörterung des Abzugs der Franzosen Hreisdruck gedacht ist. Diese Reserve wird durch Kredite des bis Deutschland ein festes Angebot gemacht aus dem Ruhrgebiet auf Grund von befriedigenden Jugestang⸗ eiches ermöglicht und verspricht deshalb für die beteiligten habe. Vonar Law habe darauf erklürt, daß er au seinem fussen aner an hab ohne Aufbürdung übermäßigse Neparations⸗ Interessenten. die zu diesem Geschaft zugelassen werden, Reparationsplan und an seinem Vorschlag zur Schulden⸗ 55 4 zien guten und sicheren Gewinn. An dem Preisdruck, der regelung, die er vor der Ruhrbesetzung in Paris unterbreitet Französische Schaumschlägerei. on der neu zu schaffenden Stelle ausgehen soll, kann im hatie, noch festhalte, obwohl wahrscheinlich kleine Aenderun⸗ Die französische Besatzung läßt in Tausenden von. rnst selbst 5. nicht glauben. Vielmehr ist gen notwendig werden würden. 11 5 unter Zu ee ef. 0 5 are fol⸗ it zu rechnen, bei sinkenden Getreidepreise 9 Reut i Es N s Flugblatt an die Arbeiterschaft des Ruhrgebietes ver len: 3 8 i n epreisen zu Neuter berichtet ferner: Es verlautet, daß Loucheur dem„Aebetterk 11 Um die Besatzungsbehörden daran du oder, gunsten der Landwirte und des Handels für höhere Preise Premierminister folgenden 5 Altos zu rrauierieren, hat die Kruppsche Fabrikleing Tau⸗ rveniert wird.. 8 sende von Arbeitern gegen ein Dutzend franzöftscher Soldaten Die Sozialdemokratische Partei hat der Zwangswirt⸗] mitgeteilt habe: Wiederherstellungs plan aufgehetzt und losgelassen. Sie haben fich verteidigen müssen. 1 10 deutsche Arbeiter haben den verbrecherischen Egoismus ihrer t nie unter allen Umständen das Wort geredet, aber sie i 1 120755 5 5 1 1. Die Herabsetzung der Gesamtsumme der Wiederherstellungen. 8 itae it 1 üssen.? 0 t er Auffassung, daß die Angleichung der Getreidepreise 2. Die Ausgabe einer internationalen Anleihe.„ e ae e Nie⸗ N den Dollarstand eine schwere Schädigung für die ärmeren 3. Eine internationale Garantie der Verträge. mals haben die Franzosen beabsichtigt, in die Fabrik einzu⸗ ö odere 7 5 5 1 e 117 Nicht ohne Poincarés Einverständnis. ber Kale konnte dine Fusschen ung dr Een 160 ene iche Gewinne zuführt. Die. 1 Von Partter anfichen Stelen mid zie Louchen.Reise els gehen. Die Freue debe ß und wien Einen 8 zuführt. Die Behauptung der Landwirte,„privates Unternehmen bezeichnet. Trotzdem bestreiten auch franzö⸗ blutigen Zwischenfall hal sie vorsätzlich und wissemtlich herbei⸗ . daß der Getreidepreis die Produktionskosten nicht deckt, ist 3 ö ise wi. geführt. Heut⸗ noch will sie diesen ausbeuten zur Unterstützung sische Blätter nicht mehr daß Loucheur seine Reise nicht ohne von der Cuno⸗Politik! Deutscher Arbeiter, sei mißtrauisch gegen 17 3 9 einwandfrei nicht bewiesen. Noch nach den jüngsten Be⸗ heri e f 1759 a . 5 9 125. ige Verständigung mit Poincaré angetreten hat. Daraus ergibt 5 8 5 5. 5 nungen ergibt sich, daß trotz der hohen Preise für Dünge- sich auch der Wert der am Donnerstaa von dem bivlomaischen du. 1„ i* auisha e b b sy mittel die Aufwendungen der Landwirtschaft vor dem Kriege arbeiter des Daily Telegraph gemachten Aeußerungen über die eng⸗ In eigener Dummheit versuchen die französischen Mili⸗ cht. Der 0 viel höher waren als in der nachfolgenden Zeit. Roggen llisch⸗französischen Verständigungspläne. taristen also trotz aller Mißerfolg immer noch, die Arbeiterschaft inter notierte an der Berliner Börse im Januar 1923 im Durch⸗ Dieser Berichterstatter des Daily Telegraph betont zunächst, daß des Ruhrgebiets vor ihren Karren zu spannen. Der deutsche Ar⸗ e ehnitt 869 760 Mk. die Tonne, im Februar 1 013 540 Mk. dic der gear gübunsten eimer peattichen Losang des Nubekonfelen boder eckich elnmarschierk des defend, dis eee n ae Segenüb e ale 1 k. und der Reparationssrage in amtlichen und nichtamtlichen französischen widerrechtlich einmarschtert sind und sich sebt als„Freunde, auf⸗ amin 1 genüber dem Preis im Jahre 1914 war der Roggenpreis Kreisen an Boden gewinne. Aus seinen weiteren Feststellungen er⸗ spielen, mehr als einmal in Frankreich als Beauftragte der Kapi⸗ zen Dewi um das 3467fache im Januar und um das 6168fache im gibt sich, daß Frankreich nach wie vor talisten gegen streikende französische Arbeiter ebenso vorgingen mie 1 Jebruar gestiegen. Das Umlagegetreide, das in den beiden die Frage der Reparation mit dem Problem der Sicherheit verknhioft. e e e re 5 Ronen mit 600 000 M. bezahlt wurde, also über den Lescenich a daß men weren u genen a eine esche. fas c, ade een bemichnen. Aber schließlich wird die Vorniert⸗ sreien Marktpreis im Januar hinausging, wies eine Preis samtenischabigung bei einer kommenden Regelung auf eine„beschei⸗] ßeft der weltfremden französischen Militärs, die sich nur a steigerung um das 4199fache auf. Dagegen war Kali im dene Summe; herobgesetzt werden muß, 1 IJKriegslist verstehen, verständlich, wenn man ihnen zugute rechnet, g 0 N 55 Leider aber merkt man in den weiteren Ausführungen des Daily daß sie nur besehlsmäßig denken elernt haben und sicherlich auch anuar um das Ssgfache, im Februar um das 2790fache und g iht vi i bend kanzösischen te nur befehlsmaßig de ge 0 2 2 5 N Telegraph nicht viel davon, daß die„maßgebenden französisch in dem betreffenden Fall nur ausführten, was ihnen schon zu Be⸗ m 10. März um das 3458fache gestiegen. Kali blieb also] Kreise“ auch bereit wären, diese ihre Auffassung in die Tat umzu⸗ ginn der Ruhraktion von Paris aus befohlen wurde. Bereits am . unter dem Roggenpreis, und bei der Aufwendung 55 0 Sie i n e eee e 9 1 35 Januar konnte unser Genosse Rr im 1 e einen r die Herbstdüngung i erhältnis noch viel günstiger erung von 2 arden Goldmark un lusch⸗ rerseits, nstruktionsbefehl der französischen Regierung an ihre Truppen 1 5 0 t tnis noch viel günstig die Schulden der Entente an die Vereinigten Staaten auf Deutschland 151 Ruhrgebiet bekanntgeben. Nach diesem Befehl sollte den Ar⸗ 5 übertragen werden, sodaß beitern vorgelogen werden, daß sich die deutsche Regierung syste⸗ 15 Bei Stickstoff war die Preissteigernng⸗ stärker aber sie] die beulsche Gesanmleisang ungefähr 30 Miltarden do dne matisch im Interesse der Schwerindustrie ihrer Verpflicktungen ieb im Januar mit dem 1516fachen gegenüber dem Jahre betragen würde. Deutschland soll in Zukunft also ausschließlich] entzogen hat, während Deutschland selbst seine ökonomische Lage 1914 weit unter der Preisbewegung des Roggen und kam erst Schuldner der französischen Regierung und Amerikas ein. An eine 1 9 0 9 5 1 5 Militärs. 792 181 0 im Februar mit dem 4946fachen etwas über den Preis des derartige Regelung wird die Bedingung gewisser Garantien der deut⸗ e e i 80 ble 21 1 schaft leidet „ und überschritt dann mit dem 5536fachen e ee und 4 9 75 aue e ee e Schon deshalb habe Frankreich das Ruhrgebiet zun Pfand ge⸗ am 10. März den Preisinder der Notierung für Roggen am er deutschen Finanzen die einm me. 8„nommen, um den Geldhandel ins Gleichgewicht zu setzen. Das bela freien Markt. Es mag dahingestellt bleiben, ob die Preise gebenen Versprechen zuwiderlaufen würde, geknüpft.. 8 demokratische, republikanische Frankreich wolle nicht den Arbeiter aeemittel nicht übertrieb 1 di Gänzlich undiskutierbar wird dieser Vorschlag durch die gleiche ausnutzen sondern ihn leben lassen bei Löhnen, die besser im Ein⸗ en nicht übertrieben hoch din ee eee eitige Lösung des Sicherheitsproblems, wie sie sich maßgebende[klang stünden mit der erzeugten Arbeit. Frankreich werde die für Getreide. a a f 0 7 5 1 1 sie nie Aae 1 französtsche Kreise vorstellen. Die Bildung einer westdeutschen Re⸗ e 7 0 Summen den Ausbeutern der Arbeit, balso in dieser Zeit nicht sein Getreide zurückgehallen do in publik auch als integralen Teil des Reiches muß Deutschland ableh⸗] den Großkapitalisten, auferlegen. 5 „ 1 5 Hoffnung daß die Preise noch weiter aufwärts gehen, nen, um so mehr als diese Forverung damit begriindet ist, daß die Wobei Herr Pois cars sich wohl fühl! der konnte Düngemittel zu annehmbaren Preisen reichlich] bisherige preußische Verwaltung beendigt werden muß. Aus dieser Der französsche Minsterprästdent empling am 26. Jul! 1922 einkaufen. Schon desholb, insbesondere aber in Anbetracht Begründung lassen sich Schlußfolgerungen auf französische an nexio⸗ 8 e ranzösische pe eke darunter Sterhan unserer Finanzlage halten wir das Verlangen der Landwirt⸗ nistische Bestrebungen in 1 Form ehen. Er hanne. Marcel Rey, Pertnar und Philippe Millet zu einer ver N N 1 1 1 2 7 5 8 8 10 1 Sehr oft wird von den Landwirten geklagt, daß sie zur lohn von 80 Pfa. gleich einem Roggenwert von zehn Pfund. Ich lehne es ab, unsere Dipkematie von unseren Finanzen abe N on ihr Kredite für den Düngemittelankauf aus der„—— traulichen eee Die e die er ihnen 5 Staatsk. a i chtigt. 28 Kri 47„ dcnt, ist durch eine Indiskretion im Populatre vom 26. Juli 2 N aatskasse zu gewähren, für unberechtig diene folgendes: Vor dem Kriege entsprach der Stunden veröffentlicht und nicht dementiert worden. Poincaré sagte damals: anterhaliung des Betriebes heute verhältnismäßig größere] Bei einem Raggenpreis von 650 000 Mk. für Umlagegetreide hängig zu machen ich weiß. daß eine pekuniäre Wunde nicht tötlich 1 ufwendungen machen müssen als frither. Ein Beispiel mag und 840 000 Mk. für Börsennotierung müßte der Arbeits- ist. Wir gehen ganz einfach, und ich fühle mich dabei sehr wohl. genügen, um diese Behauptung zu widerlegen. Im Jahre lohn pro Stunde 3250 resp. 4200 Mk. betragen. Unsere best⸗ der dauernden Besetzung des linken Rheinufers entgegen. 1.3914 kostete der Hufbeschlag eines Pferdes 6 bis 9 Mk., d. h. bezahlten Arbeiter in der Industrie kommen über 1500 Mk. Mir für meinen Teil würde es wehe tun. wenn Deutschland 9 der Landwirt mußte bei einem Roggenpreis von 3 Mk. pro] kaum hinaus, geschweige denn der Landarbeiter. zahlte, dann müßten wir das Rheinland räumen und so würden wir den Nutzen unserer Experimente verlieren, die wir unternehmen, um Zentner für einen Hufbeschlag 75 bis 115 Pfund Roggen Die von den bürgerlichen Parteien im Reichstag an⸗ 1 r te v 8 erkaufen um das Geld für den Schmied zu erlangen. Da geregte Juschnew ir sczaft eis Se de e eee ee e iu A eee für das Umlagegetreide heute 325 Mk. für das Pfund ge⸗ höhung des Brotpreises bei Aufhebung der Zwangswirt⸗ zukassieren oder neues Gebiet zu erwerben? f f zahlt wird, so müßte der Schmied für einen Hufbeschlag schaft verhindern soll, ist lediglich als vorläufiger Trost zu Ich für meinen Fan ziehe die Besetzung und die Eroberung dem Geld⸗ 325 X 75 resp. 325„ 115 fordern, d. h. 25 075 bis 37 375 betrachten. Sobald die freie Wirtschaft eingeführt ist, wer⸗ einstreichen und Reparationen vor. k. In Wirklichkeit stehen an vielen Orten die Preise den auch die Staatszuschüsse, die an sich zu verwerfen sind‚, Daher werden Sie es verstehen, warum wir eine starke Armee, auf der einen Waffenpatriotismus brauchen. und daß das einzige Mittel den nur di Hälfte. Das läßt die Schlußfolgerung zu, daß nicht bald aufhören. Der Preissteigerung ist dann Tür und Tor] einen. N N Arbeiter um ihren Lohn, sondern auch die Hand- geöffnet— darauf kommt es ja schließlich an. Und dazu ee 8 e ee e eee b um 5„ e 5 18 1 5 quer, d gten, ih halte unen. m ihre richtige Kostenrechnung gebracht. werden. bietet die bürgerliche Regierung des„Preisabbaus“ ihre Deutschland die in Versailles eingegangenen Verpflichtungen erfüllte, Arbeiterlöhne erreichen nirgends die Preissteige-] Hand! wäre es um die Macht unserer Armee getan, daun müßte abgerüstet landwirtschaftlichen Produktion. Als Beispiel 5„ 8 merden.“ N 1 werden von der Zensur zurückgehalten. Blick den Marcelle aufing. Aus dem altbesetzten Gebiet wurden ohne die Familiemmitglieder dis zum 28. März mehr als 2700 Personen ausgewiesen. In den letzten Tagen hat die Zahl der Ausweisungen eine ganz ungewöhn⸗ iche Höhe erreicht. Auffallend ist es, daß die Zahl der Nichtbeamten zumimmt. Leider spielen hier die niederträchtigen Denunziationen eine hervorragende Rolle. Auf Arbeiter wird geschossen. An der Zollstation Herdecke beschossen Donnerstag mittag fran⸗ f Soldaten vier auf dem Wege von Herdecke nach Hagen befind⸗ liche Arbeiter, die die Zollgrenze bereits passiert hatten und verhaf⸗ teten drei von ihnen im unbesetzten Gebiet. Verletzt wurde niemand. Ein Vorstoß gegen die Bochumer Banken. Die Franzosen umstellten Donnerstag nachmittag von 4% Uhr — 7 Uhr das gesamte Bantviertel am Wilhelmsplatz in Bochiim. durchfuchten die Kommerz⸗ und Privatbank sowie die Reichsbank nach angeblichen Streikgeldern für die Eisenbahner. Während sie bei 5 Kommerz⸗ und Privatbank Geld nicht vorfanden, wurden bei der Reichsbank 250 Millionen Mark mitgenommen. Es soll sich hierbei um den Rest der Kassengelder des Bahnhofes Bochum⸗Nord handeln. Bei der Kommerz⸗ und Privathank wurden die Direktoren Becker und Werner, sowie ein Kassierer, verhaftet. Auf die Nachricht von dem neuen Eingreifen der Franzosen schlossen sämtliche Banken. Die Verkehrskrise in Nordfrankreich. Nach dem Progreès du Nord macht sich in den nordfranzösischen striegebieten die durch die Ruhraktion verursachte Transport⸗ krise täglich stärber fühlbar. Es fehlt an Eisenbahnpersonal, sodaß die Industrie bereits außerordentlichen Mangel an Kohlen leidet. 8 Volichen Wagengestellungen bleißen um 50 bis 60 Proz. hinter Anforderungen zurück. Selbst die Gas⸗ und Elektrizitäts werke, deren Vorräte völlig erschöpft sind, leben von der Hand in den Mund. Politische uebersicht. Die Vorbereitung des sozialistischen Welt⸗ 4 kongresses in Hamburg. Wie der Vorwärts mitteilt, trat gestern in Bregenz zur Vorbereitung des sozialistischen Weltkongresses, der zu N Pfingsten in Hamburg stattfinden soll, das hierfür bestimmte Behnerkomitee zusammen unter dem gemeinsamen Vorsitz der beiden Sekretäre Tom Shaw und Friedrich Adler. Weitere Teilnehmer der Konferenz sind: Wels(Deutschland), Abra⸗ mowitsch(Rußland), Bracke(Frankreich), Wauters(Belgien), Thomas(England), Andersen(Dänemark), Ayles(Eng⸗ land). Zunächst ehrte die Konferenz das Andenken des so— eben verstorbenen Martow und sandte ein Beileidstelegramm an die Auslandsvertretung der Menschewistischen Partei. Sodann wurden die Arbeiten der Konferenz in Angriff ge⸗ nommen. Tagungsort und Datum des Hamburger Kon⸗ gresses wurden endgültig bestätigt und der Geschäftsord⸗ nungsentwurf für Hamburg durchberaten. ü 8 Die Lage in Rumänien. ö Der in Budapest weilende rumänische außerordentliche Minister Stircer erklärt die Gerüchte über eine Revolution in Rumänien als unrichtig. Tatsache aber ist, daß in Rumänien die Frage der Verfassungsreform einen heftigen Kampf zwischen der Opposition und der Regierung hervor⸗ gerufen hat. Die Lage in Bukarest ist keineswegs so harm⸗ los, wie sie einige offiziöse Blätter darstellen. Am letzten Montag fanden in Bukarest tatsächlich große Demon⸗ ationen statt, die durch Militär unterdrückt wurden. Nach einer Blättermeldung hat, wie wir bereits kurz meldeten, eine große Demonstration vor dem Palais des Fürsten bey, eines intimen Mitgliedes des Hofstaats, stattge⸗ inden, wobei zahlreiche Türen erbrochen und in den Sälen ungeheure Verwüstungen angerichtet wurden. Die Polizei mußte einschreiten. Alle Meldungen über Tote und Ver⸗ Die Lage in Rumänien ist unklar. Wenn auch die Nachrichten über eine Revolution und eine Flucht des Königs derzeit falsch sind, so ist es doch Tatsache, daß die Regierung Bratianu und die Opposition, in der auch die rumänische Bevölkerung der annektierten Gebiete eine Rolle spielt, sich im Kampf einander gegenüberstehen, dessen weitere Gestaltung sich heute noch nicht übersehen läßt. Der Deserteur. 5 Roman von Robert Buchanan. Die Vorsehung kam ihm zu Hülfe, so daß er davor be— hrt blieb, einen Meineid zu leisten, denn ehe Marcelle zu antworten vermochte, wurde von außen auf die Klinke ge- drückt und als diese nicht nachgab, ertönten laute, Schläge an der Türe. „Zum Teufel, öffnet sofort!“ Sogar der Korporal erbleichte, während Mutter Derval vor ihrem Spinnrad niedersank und Marcelle die Hand auf ihr wild pochendes Herz drückte.„Heilige Jungfrau, wer kann das sein?“ lispelte sie, schreckensbleich. „Wahrscheinlich einer Eurer Nachbarn“, beruhigte Mikel, dem das Herz aber nicht weniger in die Schuhe ge⸗ sunken war als den anderen Anwesenden. „Oeffnet! Ich komme im Namen des Kaisers!“ Marcelle drehte den Schlüssel um, die Tür flog auf und Papriac stürmte mit all seinen Gendarmen ins Gemach. Seine Schnapsnase leuchtete förmlich vor Aufregung, seine Augen sprühten, seine kurzen Beinchen zitterten. „Alle Teufel!“ brüllte er zornig.„Weshalb ist denn bei hellichtem Toge die Türe versperrt? Was geht hier vor, möchte ich wissen? Wo ist der Korporal?“ „Hier!“ rief der Alte, sich in Positur stellend, mit beben— der Stimme. „Ich bringe Dir seltsame Nachrichten, die Dich aus der Haut fahren lassen werden, Kamerad! Ich darf mich nicht lange aufhalten, aber da ich gerade vorbeikam, wollte ich sie Dir selber melden, ehe Du sie aus anderem Munde ver— nimmst.“ Dabei streifte er Mikel mit einem verächtlichen „Guten Tag, Mutter! Derval! Habe ich Euch erschreckt? Du hier, Mikel Grallon? Du Judenpogrome. Aus Bukarest meldet Telunion: Die Averescu⸗Partei veran⸗ staltet jetzt fast täglich gegen die Verfassung Demonstrationen, weil diese alle Mindecheiten, darunter auch die Deutschen in Sieben⸗ bürgen aller politischen Rechte beraubt. Bei amer solchen Kund⸗ gebung drang die Menge in Bukarest bis zum Königlichen Palais, dessen Fenster eingeschlagen wurden worauf Militär einschreiten mußte und viele Personen verletzte. In der Moldau gab es große Kundgebungen gegen die Juden. In Jassy wurde ein förmliches Pogrom veranstaltet. Ter Könsg von Rumänien befindet sich auf der Jagd. Die Königin weilt in Belgrad. Die 4 2 werden hauptsächlich von der Studentenschaft geschürt. In den Dörfern und Städten herrscht jodoch auch unter der Bauernbevölkerung größte Erregung. 8. Die anarchistische Bewegung auf dem Balkan. Eine zweitägige Anarchistenschlacht in Ostrumelien Aus Sofia wird vom 4. April gemeldet: Vor einigen Tagen war aus der Stadt Jamboli die Meldung über einen blutigen Zusammenstoß mit Anarchisten hier eingetroffen. Nunmchr liegen genauere Nachrichten vor. Es hat eine förmliche Schlacht gegeben, die volle zwei Tage dauerte. An⸗ läßlich eines Anarchistenkongresses sammelten sich 500 Anar⸗ chisten an. Die Gendarmen eröffneten nach der vergeblichen Aufforderung an die Anarchisten, den Marktplatz zu räumen, das Feuer. Die Anarchisten flohen in die Häuser und er⸗ widerten aus den Fenstern mit schweren Revolvern das Feuer. Aus Philippopel mußte ein Bataillon Soldaten zur Unterstützung der Gendarmen gerufen werden. Bei der Flucht ließen die Anarchisten 50 Tote und 30 Schwerverletzte in den Straßen zurück. Dem Militär sind 150 Anarchisten in die Hände gefallen. In Sofia wurde an demselben Tage ein Anarchistennest entdeckt. Die Polizei wollte es ausheben, doch gelang allen Beteiligten die Flucht. Der Anarchisten⸗ führer Dimuszew wurde verfolgt, wobei ein Polizeiagent von Domuszew niedergeschossen wurde. Ein Artilleriehaupt⸗ mann, der dem Erschossenen zu Hilfe kommen wollte, wurde von Domuszew ebenfalls schwer verletzt. Domuszew flüchtete schließlich in ein Haus und schloß sich in ein Zimmer ein. Als er seine Verfolger an der Tür sah, schoß er sich eine Kugel in den Kopf. Bauernunruhen in der Ukraine. 340 Bauern hingerichtet. Die Blätter melden aus Kowno, daß in der Hauptstadt des Gouvernements Wolhynien, Schitomir Unruhen ausgebrochen seien, welche von den Bolschewisten blutig unterdrückt wurden. 340 Bauern sind zum Tode verurteilt worden. Das Urteil wurde sofort vollzogen.„ Die französischen Flottenpläne. Der französische Marineminister Raiberti hat in einer Er⸗ klärung an die Presse die zukünftigen Pläne der Regierung über den Ausbau der französischen Marine entwickelt. Es genüge für Frankreich, eine moderne Marine zu besitzen, die mit allen Ver⸗ vollkommnungen der Wissenschaft und Technik ausgestattet, eine vollkomanene Verbindung von Ueberwasserschiff, Unterseebooten und Wasserluftkräften herstellen könne. Eine derartige Flotte wäre teuer, übersteige aber die finanziellen Möglichkeiten Frank⸗ reichs nicht. Der Brabanter Skandal. Ernst Ludwig soll Milliarden bekommen. 1. Die letzten Gründe der sogenannten Hilfsaktion für den ver⸗ flossenen Großherzog pon Hessen braucht man nicht lange zu suchen: Man will dem Volksstaat das finanzielle Rückgrat dadur brechen, daß män ihm die Domänen, der Hauptgrundstock seiner Finanzlage, entzieht. Die Folgen wären: Zunächst 5 ein riesiges Hinaufschnellen der Steuerleistungen der Volksgenossen besonders in Landwictschaft und Gewerbe und damit weiter an⸗ wachsende Unzufriedenheit mit der Republik(das gerade ist ja auch der Zweck aller und jeder Sabotage durch die monarchisthsch gesinnte Geheimrats⸗Bureaukratie!) Zum anderen ergäbe sich als nicht minder verhängnisvolle Folgen der vollständige Stillstand in der Siedlungs⸗ und Kleinbauern⸗Politik; denn mit dem Wogfall der Domänen hätte der Volks staat gar keine Möglichkeit mehr, dem Siedlungsgedanken, sei es durch Landzu⸗ teilung an Arbeiter auf dem Lande sei es durch Verpachtung von Domanfalgrundstücken an Kleinbauern zur Kräftigung deren Wirt⸗ schaft und Hebung auf die selbständige Ackernahrung durchzuführen. mußt uns begleiten, ich habe Wichtiges mit sprechen, mein braves Bürschchen!“ „Was gibt's, Kamerad?“ brachte der Korporal hervor. Die Stimme schien ihm versagen zu wollen. „Was es gibt? Nun denn, die Toten stehen auf! Ha⸗ haha! Was sagst Du dazu? Die Wunder hören nicht auf und Du, mein Alter, wirst nicht wissen, ob Du Dich freuen oder grämen sollst. Dein Neffe, der Deserteur, ist nicht ver⸗ unglückt! Corbleu, er hat eine Katzennatur— er lebt und wir sind ihm auf der Spur.“ Während der ganzen Zeit hatte Marcelle kein Auge von Grallon gewandt, der unter ihrem Inquisitorenblick immer verlegener und unsicherer wurde. Jetzt trat sie ganz dicht an den Sergeant heran und fragte voller Spannung:„Woher wissen Sie, daß er lebt? Haben Sie ihn mit eigenen Augen gesehen?“ „Nein aber andere wollen ihn gesehen haben und haben uns die Meldung gemacht. Verflucht, Mädel, Du durch— borst mich ja mit Deinen Blicken! Und wie blaß Du bist. armes Ding!“ „Man hat Ihnen also Meldung gemacht?“ fuhr sie un⸗ beirrt fort. „Ja doch! Ist das so merkwürdig? Ehrliche Schurken gibt es genug—“ wieder streifte sein Blick Mikel;„ein solcher hat den armen Teufel in seinem Versteck aufgestöbert und uns gemeldet. Wer es war, wirft Du von mir nicht er⸗ fahren, aber wenn es der Böse selbst gewesen wäre, so be— käme er seine Belohnung. Grollet dem alten Pipriac nicht, daß er seine Pflicht erfüllt, die ihm schwer genug wird: aber jetzt darf ich nicht länger weilen. Das Bajonett aufgepflanzt, Ihr Burschen und vorwärts— marsch! Auch Du, Grallon, mußt uns begleiten. Wo sind Alain und Jannick?“ Dir zu be⸗ heiser „Auf dem Fischfang“, stotterte Mutter Derval. Gerade der leßte Gesichtspumt muß die Kleinbarernsche liegenden Frage der sogenannten Hilfsaktion für den Groß zog 3 enge reuter Abwehr gemeinsam Sozialdemokratie auf Plan rufen. Natürlich s und geheimen Monarchisten diesen ihren sauheren 71 K durch die Behauptung. daß sie lediglich eine Aufbesse 1 58 ung wir die rung einm Der t w ich:„ nießt des he 28 nießung des Großherzogli 1 Gebäude nebst ke 8 rstücken und zum„Familieneigenlum des Großherzoglichen Han die sogenanten Krondotationen— einschließlich des Hofe fonds gehen 10 den Vesitz und 1 e e des ö Staates über.“ Damit wu a der volle n mänen in E neben be erklärt. Es ist dq f eine verlogene Spitzfindigkeit der Monarchistenpresse un der Großherzogleute, 5 wenn sie es so darstellen. als ob nach der Vereit 1. April 1010, de„zwischen dem vormaligen Großherzog e che, 1 Ludwig von Hessen. zugleich in Vertretung des Groß 0 t Hauses und dem hessischen Staate, vertreten durch daz 1 0 ministerium“ abgeschlossen und von der hessischen B 0 (gegen 4 sozialdemokratische Stimmen) gutgeheißen wurde bestimmt worden ist über das Eigentum an den Domänen sind unter Zustimmung des früheren Großherzogs, nach 8 Vereinbarung auf den Staat 1 Daran 1 lei jurislische Tüftelei etwas. selbst wenn m. am 1 erfolgte Deklaration des 2. äge öffentlichen Gewalten, des Arbeiter⸗ und Soldatenrates, e wollte, durch die die Domänen als Staatsbesitz 1 Schlußparagraphen(12) ee m S rad ra 5 b 209100„ reiter t„Beide Wee c genden Teile erklär barung u einem von dem Ministerium der Finanzen noch zu fa 1 Zeitpunkt zum Abschluß eines Abkommens im n off Simne bereit: 1. der ftühexe Großherzog ist für sich und sein g. Lur damit einverstanden, daß das„Familieneigentum des Großh 5 uen lichen Hauses durch geen im dolem Smaateeigentam ee dee wipd“ usw. Damit sollte lediglich der damaligen a 0 Aab eile politischen Lage Rechnung getragen werden: Wir st ie zu noch e messen 5 2 LW wir i aich 9 nicht abgeschlossen: niemand wußte, was e e Varsiht gebot, mit ders ann duch gen Uebereign 0 300 0 warten. Dieser Sen ee wie überhaupt die ganze der Vereinbarung entsprach also nur den Interessen des Landes. Wäre die außenpolitische Lage Deutschlands klar gewesen u in absehbarer Frist sichever geworden, dann bätte der paragraph längst feine Ausführung gefunden, menn nicht schon statt der Vereinbarung daß definitive Abkommen dor hätte beschlossen werden können. Diese Interessen des Volks le wurden vom früheren Großherzog auch anerkannt. Sein dam Vertreter. Geheimrat v. Römheld hat gewiß— zu seiner Eh es gesagt— bei Absckluß der Vereinbarung in dieser 7 5 Hintergedanken gehabt. Hätten wir in Hessen nich sonders 1 unter dem Druck des damals bevyrstehenden Friedensdint 5 sestanden, dann wär⸗ die grundbuchmäßige Uebereignung de 1 Lenz Hege 2 0. 1 1 tung scheidung des Reichsgerichts inte ö ona schen Advokaten zur Nothilfe für den früheren Großherzog rufen werden.* Mittlerweile hat sich der Brabanter Ernst Ludwig einen. Sachwalter in der Person eines aus Sachsen gebürtigen Gin er n von Hardenberg 9 iu damals Dieser bat hier eine„Großherzogliche Verwaln dem Foal Wen 5 15 ein Müller oder Schulze 1 eine Ben N 1 anmaßt. die ihm nicht zusteht, dann faßt ihn der G. apa eic Kragen. Wir e etzt n un hört, daß ein Staatsanwalt in Hessen gegen ochge bu Grafen oder seinen noch höheren Brotheren vorgegangen fe. er sich die Firma„Großherzogliche Verwaltung“ zugelegt Denn das werden selbst die berühmten drei Richter des 01 richts Darmstadt trotz aller Vorliebe für d zgroßhe 5 nicht fertig bringen zu beweisen. daß der frühere Großher nt Fre Recht habe, seine Vermögensverwaltung als„großherzo 0 flthechin bezeichnen. Jener Graf von Hardenberg hat füngst N dann in eine„Berichtigung zugesandt. Wir haben sie nicht abgedruch wir die Legitimatson dieses Herrn vermißten; aber auch daß kene 70 weil f b gens il de faustdicke Unrichtigkeiten 1 l L in Au enthielt. Wir haben vorstehend schon eine dieser Unrichticke 5 born daß die Domänen noch nicht in Staatseigentum U 0 07 gangen find. Der Herr Graf weiß sehr wohl, daß es sich i nur um eine Formalität handelt Aber aus seiner damalige ber fei 0 Ze n 6 0 ta een ich ar kerbahng iffige Herr mit Hfntergeda rägt. die nem— 11 5 9 3 e r 1 auf 5 frühere ro zog erzählt man si ier die eressan Dinge. In diesem Zusammenhang lei auch wieder das Antenne ds an Die Gendarmen marschierten hinaus. Auch Der e wollte die Schwelle überschreiten, aber Marcelle 0 Kae zurück. Er blieb stehen, wagte aber nicht, seinen sehl 5 1 bewußten Blick vom Boden zu erheben. Der Korporal wen iam in den Stuhl zurückgesunken und hielt sich den Kopf u Ae beiden Händen, wie in einer Erstarrung. 1 n berch „Mikel Grallon, ich habe Dich durchschaut!“ sagte 1 N mn celle, mit flammenden Blicken.„Du kannst mich nicht ehr Aa hintergehen. Du bist der ehrliche Schurke— ein Eleih es ah nicht wert, daß Dich die Sonne bescheint. Tag und bist Du auf der Lauer gelegen und hast ihn wie ein 5 zu Tode gehetzt. Wenn man ihn findet, wirst Du das 10 5 n geld einheimsen. Ja, Du hast ihn verraten und Du haet 1 noch das Gesicht, herzukommen und Onkel mit einer W due zu hintergehen, damit Deine Schlechtigkeit nicht an den kame, komme. Pfui über Dich!* es verdienst!“ 7 Möge Gott Dich strafen, wie dl „Das ist falsch!“ rief Mikel auffahrend.: 1 1 „Du bist falsch! Du warst falsch gegen meinen L aan z. falsch gegen meinen armen Vetter, falsch gegen mich! 1 1 habe Dich stets gehaßt, aber jetzt verachte ich Dich auch! Uf 1 ben wenn ich ein Mann wäre, Mikel Grallon, Du würdest A 6 Schwelle nicht mehr lebend überschreiten! Leider bin 0 W nur ein schwaches Weib und kann nichts anderes sagen wage es nie wieder mir unter die Augen zu treten, elessl; Verräter!“„ U f Marcelles Worte trafen ihn wie Peitschenhiebe; un; ihren veracktunsvollen Blicken entfernte er sich wie ein schlagener Hund. Nur in seinen Augen loderte ein unben liches Feuer. Der Zorn und die Empörung hatten Marl 2 772 . . aufrecht erhalten; kaum aber hatte sie die Türe hinter 5 N 1 W geschlossen, als sie mit einem wilden Schrei, zum zweite Ae in ihrem Leben, bewußtlos zu Boden sank.(Forts. fo 91 —— Gießen, Samstag, den 7. Avril 1923. eilage zur Oberhessis chen Volkszeitung Nr. 79 Gießen und Umgebung. . Die Freiheit im alten Staat. unter anderen gewagten Behauptungen hat Herr Rechtsanwalt Fischer in dem Prozesse Lenz-Vetters 5 nach dem Bericht des Gießener Anzeigers vom 27. März auch folgende aufgestellt: 5 In dem alten Staate hat hier in Gießen ein Lehrer 80 Jahre unangefochten gewirkt, von dem es als offenes Geheimnis galt, daß er Sozialdemokrat war. Gegen diesen e ist niemals etwas unternommen worden. Jetzt er⸗ treuen wir uns seit über 3 Jahren eines freien Vollsstaates, und schon schießen überall das Denunziantentum, die Ge⸗ sinnungsschnüffelei und Spioniererei üppig ins Kraut.“ Welche Phantasien! Da kann der Sachkenner nur den Kopf schütteln. Ein sozialdemokratischer Lehrer foll„unangefochten“, also vom„Denunziantentum nicht be⸗ lästigt und von seiner„vorgesetzten Behörde“ geduldet, 30 Jahre lang unter der nationalliberalen Regierung gewirkt Haben, die keinen sozialdemokratischen Beigeordneten, keinen sozialdemokratischen Nachtwächter je bestätigt hat, unter der der bekannte Staatsrat Süffert es sich zur Ehre angerechnet und in öffentlicher Kammersitzung verteidigt hat, daß er keine Turnsäle staatlicher Schulen für sozialdemokratische Turnvereine hergab, und daß er es einem Oberlehrer ver⸗ bot, einem sozialistischen Arbeiterverein physikalische Vor ⸗ träge zu halten? Was weiß Herr Rechtsanwalt Fischer eigentlich von jenem„offenen Geheimnis“, das sich zweifel⸗ los zunächst auf Pennäler⸗ und Familiengeschwätz gründete? Was ist überhaupt ein„Sozialdemokrat“? Ein seiner Ge⸗ sinnung nach zur Sozialdemokratie gehöriger Mensch oder ein eingeschriebenes Mitglied dieser Partei? Und wie will Herr Fischer beweisen, daß„niemals etwas gegen jenen g aßen wurde“? Meint er damit, daß der Lehrer nicht entlassen wurde, so ist die allgemein gehaltene Behauptung zwar richtig, aber irreführend; meint er aber, f leichtfertig. Denn was kann Herr Fischer davon wissen? Der Lehrer ist vielleicht wegen seiner Treue zu seiner politi⸗ 1 schen Ueberzeugung noch besonders geehrt und befördert 90 worden? Der„Verkehr mit Dr. David“ ist seinem Freunde, der die Freundschaft auch nach dem Ausscheiden Dr. Davids aus dem Schuldienst und seinem Uebertritt zur Sozialdemo⸗ kratie natürlich nicht aufgab. wohl jederzeit nützlich ge wesen?? Denunzianten gab es gewiß damals überhaupt nichts?? Der Universitätsprofessor der Geschichte, Geheimrat O., der damals zu dem Direktor jenes Lehrers eilte und ihn nach dem Abgange Dr. Davids vom Gymnasium auf einen „zweiten Sozialdemokraten“ unter seinen Lehrern aufmerk⸗ am machte, hat beileibe nicht„denunziert“; er tat, was er at, natürlich nur aus wohlerwogenem Staatsinteresse, unter dem sittlichen Zwange seiner nationalliberalen Vater⸗ landsliebe gegenüber dem inneren Feind. Zu welcher Ver⸗ lierung aller sittlichen Begriffe mußte es auch führen, wenn jener Freund Dr. Davids, also jener„Sozialdemokrat“, flrderhin die Söhne der staatserhaltenden Gesellschaft in Latein und Griechisch unterrichtete? Der nationalliberale Weltuntergang drohte, Gefahr war im Verzug— also! Und als eigens der(übrigens besonders täppische) Oberschulrat S. im Auftrage des Geheimen Staatsrates v. Kn., der da · mals das hessische Schulwesen leitete,(dieser wiederum veranlaßt durch einen Wink des regierenden Staatsministers dene, F., der seinerseits ein Gespräch von Oberlehrern in einem daß s Eifenbahnabteil erlauscht hatte), von Darmstadt nach Gießen Stadttheater Gießen. Lustspiel in 3 Akten von Hermann Bahr. . Spielleitung: Adolf Teleky. Der Begründung unserer Theaterleitung für die Einstudie rung dieses Stlckes mit der Tatsache, daß der Dichter in diesem Jahre 60 Jahre alt wird, hätte es nicht bedurft, um die Aufführung zu rechtfertigen. Im Gegenteil: es wäre unverantwortlich, wenn das likum etwa bis zum 70. Geburtstage Hermann Bahrs warten müßte, um seine geistreiche Liebenswürdigkeit wieder von der Schau⸗ bühne herab zu vernehmen. N Hermann Bahr ist am 19. Juli 1863 zu Linz geboren, stu⸗ ut!“ fagte 1 dierte in Wien, Graz und Czernowitz die Rechtswissenschaften, bereite une nien Frankreich, Spanien und Rußland, lehnte sich in Paris an Maurice nic Ehn— mit großem Einfluß in Wien lterarisch und als Theaterkritiker tätig und ist als Schriftsleller ungemein fruchtbar gewesen. Er soll den Begriff der(dekadenten) „Moderne“ auf dem Gebiete der Literatur geschaffen haben und ist D ohne eigentlich aus den Grenzen des Feuilletonismus in das Reich 0 der wahren Kunst je eingetreten zu sein— ein mit Recht beliebter WMopeluftspieler geworden. Und sein belicotestes Werk ist das 1900 erschienene„Konzert“ Ueber die Aufführung im Berliner Lessing⸗ en, Theater am 23. Dezember 1909 schrieb Arthur Cloesser im Lite⸗ „ barischen Echo(S. 659):„Hermann Bahrs„Konzert“ hat allgemein befriedigt.“ Dieses Kritükers weiteres Urteil:„Man lacht, un Himerher zu lächeln, und schließlich, wenn auch trockene und flache Stellen zu überschreiten waren, verzeiht man dem num dramatisch gesestigten Feufllelonisten die halben und schlaffen Bemühungen mit denen er uns früher geärgert hat“, verteilt richtig Licht und Schatten beim Werk und beim Dichter. 1 5 Die Handlung besteht in einer Sittenschilde rung nach franzö⸗ fjssschem Geschmack; man fühlt, Bahr billigt den Ehebruch, weil er so „ett“ und vor allem so„modern“ ist. Moderne Decadence! Der„Pianist Gustav Heink“ ist berühmt genug, um sich das Dausrverbrechen des Chebruchs unbeanstandet leisten zu können. Halb Gewaltmensch, halb Kind, verlangt er von seiner Frau und der Welt, — 970 1275„Kunst“ und seiner ee 5— 105. vechselung“ zu gönnen. Und die Welt und seine Frau, die wenige ene gleichgestellte Lebensgefährtin als seine mütterliche Haushälterin it, gewährt resigniert, halb aus Liebe, halb aus Decadence. Und en Künstler schwärmen nun all die kleinen Mädchen und ver⸗ heirateten Frauen, die dem„Professor“ ihr Herz und— noch mehr zu Füßen legen. Von Zeit zu Zeit gibt der„Meister“ auswärts ein 700 zert“, d. h. so sagt er seiner Frau und der Welt— und beide 50 enn e wie wenn sie es glaubten. In Wirklichkeit fährt er mit einer f gerabe besonders gefallenden un Schlilerin auf seine Jagdhütte zu 1 aalanten Abenteuer, denn das braucht er— seiner( enst zu „Das agongert. 6 ö Barres an, war in Berlin, dann — 1 5 daß er nicht„diszipliniert“ oder angeklagt wurde,, so ist sie fuhr, um„die Erregung von Unzufriedenen unter jüngeren Oberlehrern über Gehaltsverhältnisse“ auf jenen„sozial⸗ demokratischen“ Kollegen„mutmaßlich“(1) zurückzuführen (der natürlich an dieser Unzufriedenheit der durchweg nationalliberalen Kollegen und ihrer Erregung so wenig schuldig war, wie der nationalliberale Staatsminister selbst), so trug das alles und vieles andere, was wir einstweilen nicht erwähnen wollen, sicher nur zur unverkümmerten Dienstfreudigkeit des„Sozialdemokraten“ bei: er blieb ja „unangefochten“! f Nein, Herr Rechtsanwalt: wenn etwas„diesen Herrn“ in seiner oppositionellen Gesinnung noch bestärkt hat, so war es die zunehmende, teilweise an der eigenen Person erprobte Einsicht in die Kleinlichkeit und Kläglichkeit des damaligen alten Regimes, dessen Freiheitlichkeit jetzt von Ihnen ge⸗ priesen wird. Was nicht konservativ oder nationalliberal war, galt nicht für voll bei der herrschenden Clique und war mindestens von der Beförderung in leitende Stellungen von vornherein ausgeschlossen. Wie dieser Staat selbst den zahmen politischen„Freisinn“ verfolgte, dafür wird manchem Miterleber jener„herrlichen“ Zeiten allein auf dem Gebiete des Schulwesens die Behandlung des Lehramts⸗ assessors Dr. Textor in Gießen, die Maßregelung des Ober⸗ lehrers Dr. Stork im„Großherzogtum Heyl“ u. a. in trauriger Erinnerung stehen. Wie hätte es da nun gar ein sozialdemokratisch gesinnter Beamter(„ein innerer Wider⸗ spruch“ nach der Auffassung jener Zeit, die Monarchie mit Staat gleichsetzte und nur„gottgewollte“ Obrigkeiten kannte) wagen dürfen, sich so offen gegen den alten Staat zu be⸗ kennen, wie es heutzutage z. B. die deutschvölkischen und die deutschnationalen Oberlehrer allenthalben und unaufhörlich gegen den neuen tun, unter skrupelloser Ausnutzung der jetzt herrschenden politschen Freiheit?—„unangefochten“! Höch⸗ stens gelegentlich„im Interesse des Dienstes versetzt“. Wenn in jenen ganzen 30 Jahren„nichts gegen diesen Herrn unternommen wurde“, so war einzig und allein deshalb(das wollen wir Herrn Fischer verraten), weil nichts gegen ihn unternommen werden konnte. Gedanken und Gesinnungen konnten schließlich sogar im alten Obrigkeits⸗ staate preußischer Observanz nicht leicht„diszipliniert“ wer⸗ den. Aber wir sehen noch das Entsetzen oberer Stellen und die Schreibereien, die es verursachte, als jener„Sozialdemo⸗ krat“ die Teilnahme an der Bismarckfeier 1895 ablehnte. Am tollsten war es schließlich, als er dem für sein Dienst⸗ alter fälligen„Philippsorden“ auswich. Allen Ernstes wurde damals in interessierten Kreisen die Frage ventiliert, nung durch einen Orden abzulehnen! Hätte sich nun dieser in politischer Beziehung höchst verdächtige Staatsbeamte schließlich so offen zur Sozialdemokratie bekannt, wie sich heute die treudeutschen Oberlehrer gegen die Republik be⸗ kennen, welches Schicksal hätte er dann gehabt? Keinen Tag wäre er länger im Schuldienst geblieben, sofort und unver⸗ züglich wäre er, schon zum warnenden Exempel und aus Gründen der„Staatsgefährlichkeit“, aus Amt und Brot ge⸗ jagt worden. Wir dürfen also annehmen, daß unser„So⸗ zialdemokrat“ mit Absicht damals seiner vorgesetzten Be⸗ hörde nicht den Gefallen tat, das„Geheimnis“ so„offen“ zu machen, daß sie ihn hätte disziplinieren können. Es lag uns wahrlich fern, persönliche und gewiß nicht weltbewegende Erlebnisse aus persönlichen Gründen hier vorzutragen. Wenn wir trotzdem eingehender über diesen Fall gesprochen haben, so freuen wir uns, daß eine leicht⸗ fertige und törichte Bemerkung eines reaktionären Rechts⸗ anwalts uns den Anlaß gab, an diesem kleinen Fall, gewiß nur einem von vielen, die innere Unsittlichkeit Liebe. Diesmal ist„Frau Delfine“ die Auserkorene. Aber eine an⸗ dere Verehrerin sucht aus Neid, nicht aus Moral, das Schäferstünd⸗ chen zu stören. Sie sendet dem Ehemann der Abenteuerin ein War⸗ nungstelegramm, dieser verbündet sich mit der Ehefrau des Künst⸗ lers, die Ausgerissenen werden überrascht,„Frau Delfine“ geheilt und beinahe auch der„Meister“. Schon glauben wir ihn gebessert, da naht die Warnerin und wenn der Vorhang fällt, liegt er in ihren Armen— denn er braucht das. Der Künstler, seine Frau(Marie), der betrogene Ehemann (Dr. Franz Jura), dessen Gattin(Delfine) sind fein ziselierte Figu⸗ ren eben der modernen Décadence. Liebenswürdig und liebenswert, aber moralisch defekt. Auch der„Dr. Jura“, als Vertreter eines guten und nachsichtigen Menschentums, das aber nicht auf Sitte und Kraft, sondern auf Verfall aufgebaut ist. Und doch ist er, sobald er die Bühne betritt, unser aller Freund. Denn der Dichter hat keinen idealen Hampelmann geschaffen, sondern eine rein menschliche, nicht nur menschenähnliche Gestalt. 8 Die Erstaufführung am 4. April bedeutete einen vollen äußer⸗ lichen und innerlichen Erfolg. Die Palme des Abends gebührt ohne Zweifel Wolf Leutheiser, der den„Dr. Jura“ verkörperte. Wir haben hier in modernen Stücken noch selten eine so natürliche und daher echt künstlerische männliche Gestalt auf der Bühne gesehen. Aber so wie Wolf Leutheiser klassische Rollen unbedingt ferner liegen, so ruht umgekehrt Karl Lambertins Größe auf klassischem Ge⸗ biete. Selbstverständlich war sein„Pianist Gustav Heink“ eine in jeder Veziehung einwandfreie Leistung, aber sie war nicht groß wie sein„Orest“ und sein„Don Juan“ es im höchsten Grade gewesen waren. Herrn Feigel möchte die Rolle vielleitch besser gelegen haben. Eine Meisterleistung, namentlich auch im Spiel, mit dem ein⸗ zigen nur zu verzeihlichen Fehler, daß Jugendanmut auch durch Schminke auch nicht fortzuzaubern waren, brachte ums Karla Keller als die vielbeneidete und vielgeplagte Gattin des Künstlers. Ein ent⸗ syrechendes Lob gebührt der Frau Delfine Cläre Turks, eine dem Leben fein abgelauschte Figur. Statt der erkrankten Kitty Franke, der die Rolle wohl auch weniger entsprochen hätte, war Ilse Wissendorff eingesprungen und wußte die nicht leichte Gestalt aufs beste wiederzugeben. Rudolf Goll und Auguste Marcks: zwei köstliche Typen. Else Engel als„Fräulein Wehner“ spielte lobenswert und flott, das letztere vermißten wir etwas bei Lore Schatte, während die übrigen Darsteller der„Schülerinnen“(Gisa Iven, Luise Rammel, und Luise Schubert⸗Jüngling) für Bewegung und Leben sorgten. Karl Holl gab den Chauffeur. Adolf Telekys Spielleitung war ganz ausgezeichnet; der zweite Akt noch etwas flotter: und besser könnte das„Konzert“ nir⸗ gends herausgebracht werden. Mögen auch die weiteren Aufführungen gleich ausverkaufte Häuser erleben! Li. ob ein Beamter überhaupt dazu berechtigt sei, die Auszeich⸗ jener Zeit des Zwangs und der Kaisergeburtstagsessen, der Unfreiheit und des Spalierstehens vor Wilhelm II. zu be⸗ leuchten und somit das wahre Gesicht der monarchischen Ver⸗ gangenheit zu enthüllen. Der Freiheit des Beamten im guten alten Staat aus diesem Falle einen Ruhmeskranz zu winden, dazu gehört schon eine ganz ungewöhnlich dreiste Spekulation auf die Vergeßlichkeit der Menschen. Selbst einer wahrhaft talmudischen Rabulistik des advokatorisch gerissensten, mit allen Hilfsmitteln eines reaktionären Zettelkastens reich⸗ lichst ausgerüsteten Verteidigers der herrlichen bismärkischen und wilhelminischen Zeit dürfte es schwerlich gelingen (wenigstens bei anderen Menschen als seiner naiven oder fanatischen Anhängerschaft, deren schwache Seite historisches Urteil und unbefangene Abschätzung ist), die pseudoliberale, tatsächlich konservative Regierung des ehemaligen Groß⸗ herzogtums Hessen nachträglich als Beschützerin staats⸗ bürgerlicher Freiheit zu feiern! Das hieße, sich stellen, als ob man seine Zeitgenossen für so dumm hielte, daß sie sich weismachen ließen, es hätten Rosen auf Disteln wachsen können. — Steuer- und Wirtschaftsfragen. Ueber dieses Thema spricht am nächsten Dienstag Reichstagsabg. Gen. Sold⸗ mann in öffentlicher Versammlung im Saale des Gewerkschaftshauses. Die Steuerfragen stehen gegen⸗ wärtig im Vordergrunde der innerpolitischen Angelegen⸗ heiten, es dürfte daher jedem ein sachkundiger Vortrag dar⸗ über willkommen sein. Soldmann war Mitglied des Steuer⸗ ausschusses. Zahlreicher Besuch der Versammlung, die um 8 Uhr beginnt, darf deshalb erwartet werden. — Wohnungsbauten. Wegen der riesig hohen Baustoffpreise kann bekanntlich nicht viel gebaut werden und deshalb dauert die Wohnungsnot noch immer weiter an. Die Kosten der Herstellung einer bescheldenen Dreizimmerwohnung geht schon in die Mil⸗ Itonen. Trotzdem bemüht sich die Stadt, wenigstens das Möglichste zu tum. Eine Anzahl Häuser sind in Angriff genommen worden. Das Eckhaus der Stephan⸗ und Gnauthstraße, das neun Woh⸗ nungen erhalten soll ist in etwa 14 Tagen schon über die Grund⸗ malbern herausgewachsen. Es wird von der Bauhütte gebaut. U— Anmeldungen zur Volksschule. Nächsten Montag 9. April, beginnt für die Volksschule wie auch für die Fortbildungs⸗ schule das neue Schulfahr. Der Unterricht beginnt am folgenden Tage. Für die Anmeldungen der schulpflichtig werdenden Kinder sind die Stunden von 9—10 Uhr vormittags am Montag in den betreffenden Schulhäusern festgesetzt; die Fortbildungsschüler sind am selben Tage nachm. von 2—3 Uhr für die einzelnen Abteilungen anzumelden.— Nach der Bekanntmachung des Stadtschulamts. auf die wir hinweisen, sind fortbildungsschulpflichtig alle Schüler und Schütlerimmen, die an letzten Ostern aus der Volksschule entlassen oder aus höheren Schulen nach weniger als 10jährigem Schul⸗ besuch ausgetreten sind. 5 — Neue Lehrkräfte an den Gießener Schulen. An die Gießener Volksschulen wurden, wie aus den amtlichen Perfonalnach⸗ richten zu entnehmen ist, folgende Lehrer und Lehrerinnen versetzt: die Lehrer Heinrich Simon zu Dieburg, Friedrich Westphal zu Wieseck, Heinrich Weisel zu Mainzlar, die Schul⸗ amtsamwärter Heinrich Dern aus Großen⸗Linden, Ernst Simon aus Wahlen, Kreis Alsfeld; die Lehrerin an der Höheren Bürger⸗ schule zu Alsfeld Elisabeth Schonebohm die Schulamtsanwär⸗ terin Magdalene Hammer aus Thann i. Elf. — Stadttheater Gießen. Das Schauspiel Goethes Iphigenie auf Tauris“ kommt morgen, Sonntag, als Nachmittags vorstel⸗ lung zur Aufführung. Eine Besprechung der ersten, Aufführung des Werkes brachten wir in der Mittwochnummer. Es ist eines der be⸗ deutendsten Werke des großen Dichters, das anzusehen kein Theater⸗ freund versäumen sollte. Abends wird die Operette„Die Dollar⸗ prinzessin“ nochmals wiederholt und am Montag abend wird das Ibsensche Schauspiel„John Gabriel Barkmann“ zum zweiten Male gegeben.— Es sei darauf hingewiesen, daß die Auf⸗ führung von„Iphigenfe auf Tauris“ am Sonntag nachmittag bei Heinen Preisen stattfindet, damit Schüler und Schülerinnen Gelegen⸗ heit haben, die letzte Aufftihrung des klassischen Meisterwerkes sich anzusehen. — Sparsames Kochen und Heizen. Im Saale des Kathol. Ver⸗ einshauses wird eine Ausstellung veranstaltet, die sich mit spar⸗ samer Verwendung der Heizstoffe befaßt. Bei den ungeheuren Kohlen⸗ preisen hat jedermann ein Interesse an sparsamer Verwendung der Brennstoffe. So wird für Gasersparnis ein Deckelschiff gezeigt, in dem man bis zu drei Liter Wasser ohne Extrafeuerung kochen kann: weiter eine dreiteilige Dampfkochgarnitur, die das gleichzeitige Kochen von drei Gerichten auf einer Flamme ermöglicht und 65 Prozent und mehr aller Brennmaterialien ersparen läßt. Die Garnitur fesselt ganz besonders die Aufmerksamkeit der Besucher. Auch in der Kohlen⸗ kliche lassen sich bis zu 80 Prozent aller Brennstoffe durch einen äußerst sinnreich konstrujerten, von ersten Fachleuten überaus lobend anerkannten Apparat„Küchenschatz“ ersparen. Der Apparat verdient seinen Namen in der Tat; denn wenn man mit einem halben Bri⸗ kett 8—10 Stunden Glut halten und kochen kann, mit einem ganzen Brikett sogar 20—24 Stunden, dann kann man gewiß sparsam mit dem Brennmaterial umgehen. Heute Samstag und Sonntag von 11 bis 12½ und 2½ bis 6 Uhr nachmittags ist die Ausstellung nochmals geöffnet. Ebenfalls finden Vorträge nochmals statt. Inserat siehe in heutiger Nummer. Kreis Friedberg⸗Büdingen. Butzbach. Eine sozialdemokratische Kund⸗ gebung wurde vorige Woche hier gegen die Ruhrbesetzung veran⸗ staltet. Genosse Wittig hielt dabei das Referat: Flugs waren die Kommunisten dabei uns zuvorzukommen und beriefen am Abend vurher selbst eine Versammlung im gleichen Saale ein. Sie hatten aber damit keinen Erfolg. Ganze 45 bis 50 Personen waren an⸗ wesend, während in unserer Versammlung am nächsten Abend Massenandrang zu verzeichnen war. Darob herrscht nun bei den Kommunisten großer Aerger, und da sie bei ihren Parteigenossen mit der Wahrheit nicht durchdringen können, müssen„Ver⸗ drehungen“ herhalten, mit denen im Nauheim-Frankfurter Kommu⸗ nistenblatte operiert wird. In der Diskussion erklärte der Führer der hiesigen Kommunisten, Oppenheimer, mit einigen kleinen Aende⸗ rungen könne man sich mit den Ausführungen des Genossen Wittig einverstanden erklären. Kleine Nachrichten. Bedauerlicher Unglücksfall. Wie das B. T. aus Augsburg meldet, überfuhr auf der Landstraße nach dem Lager Lechfeld bei Königsbrunn ein Automobil ein Motorrad, auf dem sich der prak⸗ tische Arzt Mühlhäuser, Inhaber eines chirurgischen Instituts und sein Assistent Eisenlohr befanden, die von einer Operation in Landsberg a. Lech nach Augsburg zurückkehrten. Dr. Mühlhäuser war sofort tot, der andere wurde schwer verletzt. HSöueralDegontte, fahren, wer die Verbindung vom frühe Erk wig dem u. a. fagte:„Er persönlich rnalisten historischen Wert entsprechend auf das Zuvorkommendste gelegen, nventar seinem 0 Eigentumsrechte sei ihm alles daran Das Rainzer Sg a mänen. Es wäre doch gewiß von zwischen dem n N zwischen dem Neuen Palais in Darmstadt und dem französischen General ekommen sel. Weiter führt er u. a. aus: hat es sich bei uns gehellt, find wir iniger, freier brüderlicher geworden? gibt 25 heute noch, um Bürgerkrieg die Frage dieser Verbindung eines Freilich, der„Pri⸗ keine bündige tröstliche Antwort. gerüstet. zu neuem Blutvergießen, derung gebracht das lun Oktober vorigen Jahres Ernftskung der Lauen und de nem Redakteur der Weserzeitung gewährte—. in dem Ander 0 Feine Gelegenheit gehabt, aber die Frausolen zu der das Mainzer Schloß bewohnte, vetrachten dessen und respektiere 90 8 5 Parr Aer f rsichert, em Großherzog 0 6s Tages sein Eigentum in bester Verfassung zurückzuerstatten.“ Schloß ist. wohlgemerkt eim Bestandteil der Do⸗ allgemeinem Interesse, zu er, französischen General der sonderbaren Zeitgenossee die sich meimen, daß es auf se ja do es im ifbrigen ja an einen Seite in d. Propaganda nicht die Predi⸗ des eigentlich klagen. Der beschönigend„ erstiegenen. irregeleiteten Patriotismus“ aber sofor! in sainer spießerliche N nd dem Brabanter„gemacht“ hat. Eine Regierungsstelle doch fes 4 8 0 1 wohl ee 9 1 9. das at Schloß biff ae 5 ell 5 3 i m olksstgates. Hat sich den icht i i l 2. 7 5 5 1 h denn nicht einmal ein[dar. Erziehung zu wahren Staatsbürgern, kratie, Erziehung zur grober Unfug getrieben, wie im Das ist kein Widerspruch, denn im Innern Stunde. Es gibt nur Auch darauf die Gewalt der Vernunft, des Man hatte dieser Waffe zu unserem Schutze, Es führt zunn Siege r Tag der„Kriegserklärung“ an die eigenen Volksgenossen war Des Geistes Schwert, schun sestgesett, das Schicksal der seindlschen, Führer schon im t zur Ausführung gekommen, gestört und der Beginn des blutigen E bestinmt. Der Plan ist nicht seine Vorbereitungen sind Tanzes muß mindestens See ist noch 9 himausgeschoben werden. ammenfindet schieden. entgegenzutreten. wär jedoch eine große Selb sttäuschung. die sich eimmal bitter könnte. wollte man von der Polizei allein eine Hei der Schäden unserer Zett erwarten. Gerade uns Sozial⸗ den daten ziemt es nicht im Vertrauen auf dae wachende Augg des Gesetzes die Schlafmütze sester auf den Kopf zu zichen und nach Wohl der Bürger stärkste Partei des Landes u nd der die Massen des Volkes das Rückgrat die festeste Stütze der demokratischen Ver⸗ die heilige Pflicht jeden Anschlag chif die pub die demokratische Versassung auch von sich aus und eigenem Rüstzeug abzuwehren. Und da der Hieb immer noch beste Parade war darf sie sich auch nicht in jedem Falle in die dae Spießerart einen hohen Senat für das Angriffsmöglichkeiten und Fülle strophenpolihhkern und Säbeldiktatoren, stehen scharfser Kampfstellung. Denn ob grund gezogen, unter die Diktate eines 21 Säbels gebracht werden beulschvölkisch nach bolschewistisch Dies und unserem. 1 Sozi N aushungern und e Ame ist uns Darüber hinaus aber gibt es für Held zur Führung des Abwehrkampfes: nicht endgültig beseitigt. wenn er größere Teil unseres Volkes sich nicht zu⸗ zu dem festen Willen. Zu den Extremen von rechts und linkes, wir in gleich 0 wir durch die Wahn⸗ simnstaten deut s cher Desperados oder durch die vielfach sogar unverstandenen Rezepte der Turkestaner in den Ab⸗ „weißen“ oder eines sollen,— wir wollen uns weder klar vorgezeichnet. saldemokraten ein vesches das ist die Aufrütte⸗ Selbstyertrauen, Glauben an die Vertrauen Aber die ihr ent ⸗ Werte Genossen! den stabilen Stand unserer trages für den Monat April Monat April von den männliche Mitglieder sind von der Beitra beitende Mitglieder zahlen eine geringere Anzahl Parteibeiträge. bieten sich in nach Tariflöhnen bezahlsen sowie zu den Kata Lage befindenden Mitglieder Die finanzielle Lage der Par es muß aber nach wie vor an appelliert werden, um der Parte knebeln lassen. befinden, sind für den Monat Ap Nordanlage7 kaufen Kokonlalwarenh 5 wohl„so schlimm“ nicht sei; die auf der der kommunistischen Einheitsfront räuberischen Fuchses erkennen, anderen Seite die motorische Kraft des rechtsradikalen Bewegung Den Teufel spürt das Völkchen nie, Und wenn er sie beim Kragen hätte! Das itt das Völkchen. das stets nach fester Führung ruft. sich e publ. tätigung unserer Partei im Abwehrkampf sein. wehrkampf, der stetige. mothodische Abwehrbampf koinem Lande mit Revolvern und anderem Schießzeug ein so ehesten in der Lage dem Unfug des sogenannten Selbstschutzes wendung jeder zerstörenden Gewalt— dgs ist die Forderung der eine n schaffende Gewalt, das ist Geistes. Zußunft unseves Freunde— es muß gelingen! Varteinachrichten. Sozialdemokratische Partei Hessens. An die Ortsvereine! Der Bezirksvorstand hat mit Rücksicht auf Mark keine Erhöhung des 1923 vorgenommen. den weiblichen 40 Mark Wochenbeitrag zu entrichten. Arbeitslose empfehlen wir den Parteimitgliedern entsprechende Anträge an den Vorstand der Ortsvereine zu stellen. Der dadurch der Vazirkskasse durch wieder ausgeglichen werden, mindestens einen Wochenbejtrag mehr bezahlen. sam einsetzende Krise und der Arbeitslosigkeit verursachten Ausfall an Einnahmen wieder auszugleichen. also, die voll arbeiten oder sich sonst in guter wirtschaftlicher Lage 5 Wochenbeiträge zu kleben. ändler und Metzger sehr vo Träumer, dle Mobllisterung“ in rührender Bescheidenheit von d ch wohl nicht ankomme und daß nung möglichst ist sowohl der und auf der neuen. n. Ruhe gestört fühlt. wenn ein fstöbert. Und diefes in⸗ keine geringe Gefahr Erziehung zur Demo⸗ ik muß das Ziel dieser Be⸗ Daß dieser Ab⸗ mur mit geistigen Waffen geführt werdon kann, darüber besteht unter Sozialdemokraten wohl baum e Rockenberg und in Zweisel. Es wird wohl in damit auf Mk. Lande der geringsten Wehrmacht. eine starke Stagtsgewalt ist am auf, Mobilisieren wir mit fris zum Schutze der Republik: der Fraiheit Scharen des Rechts Panier! zu unserer Sache, Vertrauem, Volkes, Mut, ihr konnte. nommen: vom Mark, vom Parteibei⸗ Es sind also im n Milgliedern 100 Mark, von gsleistung befreit. Verkürzt ax⸗ band ihrem Einkommen entsprechende Um Mißbräuchen vorzubeugen, entstehende Ausfall muß da⸗ daß die voll arbeitenden und sich sonst in guter wirtschaftlicher 31. März 1923 abgelaufen. Parteivorstand in guf die schnellste Ablieferung Ortsvereine angewiesen. 1923 an die Bezirkskasse eingeschickt sein Mit Parteigruß! W. furth(Kreis Lauterbach) sollen ab 15. bisherigen Lohn regelung an, Der Stundenlohn der Betriebsarbeiter über 21 Jahren sollen ab 15. 2. larer Fabrik und Bruch der Schefdhauer und Gießing A.⸗G. Der Spitzenlohn der Betriebsarbeiter beträgt dann Mk. 1410.—. pi Den Butz bacher Gerbereien gab der Schlichtungs⸗ vom 24. 3. 1923 an die Löhne zu zahlen, die in der Der Aufsichtsrgt des Verbandes sozialer Baube Geschäfts führung tragt, die Erhöhung Mark zu betreiben. Schritte hatten so guten Erfolg, daß Mark neuen Stammkapitals über zeichnet wurden, so schafterversammlung am Stammkapitals auf 125 Millionen Von dem neu gezeichneten Stammkapital wurden über⸗ Mark, vom Verban. Deutschen Verkehrsbund 6 schinisten und Heizec rund 5 der Holzarbeiter und der Maler je 4 Millionen Mark, pom Bu der technischen Angesicllien und Beamten 1800 000 Mk., vom Ver⸗ er Steingrbeiter 900 000 Mk., vom 890 000 Mk., nom Zentralverband der Zimmerer 750 000 Mk., vom Verband der Sattler 150 900 Mk., vom Verband der Asphalteure 100 00% Mk., vom Deutschen Polierbund 70 000 der Steinsetzer 80000 Mk. und den ebenfalls 50 000 Mk. tals ist bereits eingezahlt. Dollarstand am 6. April: Die Eintriktsgebuhr vekrägt nach wle vor 20 Mark. An die Ortsvereine ergeht das Ersuchen, die Tuartalsabrech⸗ Das Geschäftslahr ist am Zur Fertigstellung des Jahresberichtes Berlin wie der Bezirksvorstand der Quartalsabrechnungen durch die Diese müssen bis spätestens 10. April bald einzuschicken. Widmann, Bezirkssekretär. Arbeitsrecht, Gewerkschastliches, Arbeiterbewegung. Schlichtungsausschuß der Provinz Oberhessen. Sitzung vom 5. April 1923. Die Quarzitbrüche bei Homberg an der Ohm und die Kiefelgurgruben bei Oberc⸗Ofleiden und Stein⸗ 2. 23, d. h. vom Ablauf der 12 75 die Löhne um 25 Prozent e 1250.—. Die Quarztbrüche in Treis a d. Oda. 29 wie zuvor dieselben Löhne zahlen wie Mainz⸗ entgegenzutreton, und die Stärkung der Machtmittel des Staates aus schuß auf, vom. j 3 en. 4 0 5 1 18 icht 3 chlässigr 1 Aber Metallindustrie seit dem 15,. für die angelernten Arbeiter gelten, N e g. 0 9 1 wenn wir uns an her Ruhrfron demühen, mit ie der Spitze Mk. 1300. Stundenlohn. Seit längerer Zeit hatten weiteren Bestimmungen der„Vereinbarung“ sollen in[der Macht der dee die Bajonette zu, überwinden, sie die jewefligen, Löhne der angelernten Metallarbefter gezahlt, is einem folgenden Artikel besprochen werden. sollten wär denn zu dlesem Mittel bei den zum 24. 3. die der arsten FJebrnarhälfte, in der Spitze 1110.— Mk. 1 Kämpfen im Innern weniger Vertrauen haben? Ueber etwaige spätere Lohnregelung auf anderer Grundlage 1 Selb. Jah Unser Land, unser Volk sind krank. Die gewaltige durch empfahl der Schlichtungsausschuß Verhandlung von Verband zu nser Selbslschutz. Krieg ud Neparation berbeickeführte Blutentzichung hat den Verband. 5. f der Osternummer des Vorwärts veröffentlicht der[Volkskörper an den Rand des Todes gebracht. Die Eisenbart⸗ Die Oberhefsische Masschi nen ab riz und die he Mimister des Junern Karl Severin g unter Diesem Kuren der Pfuscher von reillits und links:„Erst Reinigung im Schlossereien Bücking, Joch und Reßner n Alsfeld sollen vom eine Betrachtung in der er. an die Vorgänge im Westen Innern“ oder„Errichtung der Räteherrschaft“ würden ihn vollends 19. 3. 1923 an den S ndenlohm der gelernten rbester über 25 schlands ankntipfennd sessstelt, daß der Völtcrfrühling noch zerstören. Kein neuer Aderlaß an Blu und Gut, sondern Ab⸗ feen Verhaltnis. Mk. und die übrigen Löhne in dem⸗ U 0 Zu allen Schiedssprüchen erhielten die Streitteile Erklärungs⸗ ist. 100 Millionen Mark neues Stammkapital für den Verband sozialer Baubetriebe. des Verbandes in seiner Januarsitzung beguf⸗ des Stammkapitals von 25 auf 100 Millionen Die von der eee eingeleiteten e vorgglehepen Millionen ö die Gesell⸗ Erhöhung des Mark beschließen 27. März die Deutschen Baugewerksbund rund 43 Mi lionen serband der Fabrikarbefter rund 23 lionen der Bergarbeiter 10% Millignen Mark, vom Millienen Mark, vom Verband der Ma⸗ Millionen Mark, von den Verbände Verband der Dachdecker 8 Mk., vom Verband von zwei Bauhüttenbetriebsverhan⸗ Der größte Teil des neuen Stammkapi⸗ 21180 Mark. tei ist zwar eine bessere geworden, die Spferwilligkeit der Genossen i den durch die Ruhraktion lang⸗ Von allen Parteimitgliedern ril 2923 Großen⸗Bu tag abend 9 U abends 8% Uhr Mitgliederversammlung im liges Erscheinen dringend erforderlich. Staufenberg. Volks verein. Sonntag, 8 Uhr ordentliche wollen hierzu pünbklich und vollzählig ersche inen. rtellhaft bel Versammlungskalender. seck. Gesangverein„Eint cacht“. hr Gesangsstunde. Vollzählig erscheinen! Klein⸗Linden. Wahl verein. Samstag, den 7, April 1923, Sams- Verefnslokal. Vollzäh⸗ April, gpends den 8.. Die Mitglieder Generalversammlung bei Geißler. Telephon 1s Othördliche Oekaunkmachungen Bekanntmachung. Viehmarkt in Gießen. Der nächste Viehmarkt findet am 10. und 11. April 1923 stgtt und zwar Dienstag, den 10. April Nindviehmarkt Mittwoch, den 11. April Schweinemarkt Viehhändler und Landwirte werden aufgefordert, den hiestgen Viehmarkt zu beschicken und können nach 0 früheren Erfahrungen eines guten Absatzes sicher N. Gießen, den 26. März 1923. Der Oberbürgermeister. 8 Bekanntmachung. g an der Zeit vom 1. Oktober 1922 bis 30 März 195 wurden in unseren Straßenbahnwagen nach⸗ hende Gegenstände vorgefunden: 1 Modeheft. 2 Portemonnaie, 1 Autoschlauch, Sack, 1 Tabakspfeife, 3 einzelne Handschuhe, drei amenschirme, 1 Samtgürtel, 1 Vereinsabzeichen für Radfahrer, 2 Pelze, 1 Paar Glacehandschuhe, em inzelger Glacehaudschuh, 3 Spazierstöcke, 1 Brosche, Kinderhandschuh, 1 Karte, 1 Schlüssel, 1 Sed fosche, 1 Arbeitsjacke, 1 Gürtel, 2 Paar Handschuge, 1 Pagr Kinderhandschuhe, 1 Ellenstock, 1 wissen⸗ scgaslliches Euch, 1 seidener Schal. Die vorbezeichneten Gegenstände 8 bel der Verwaltung, ang genommen werben, Ueche den 4. April 1923. Direktion der Glettrizitätswerke V: Klingspor. können von den Lahnstraße 28, in 51 Bekanntmachung. Das neue Schuljahr beginnt für die hiesige Volks⸗ und Fortbildungsschule Montag, den 9. April 1923, mit der Aufnahme der noch nicht angemeldeten Schüler. Hieran schließen sich Konferenzen der ein⸗ zelnen Lehrerkollegien. Der lehrplanmäßige Unterricht nimmt Dienstag, den 10. April 1923, in der Volks⸗ schule um 8 ½ und in der Fortbildungsschule um 8 Uhr vormittags seinen Anfang. Die Anmeldungen zur Aufnahme haben zu erfolgen 1. für die Volksschule von 9 bis 10 Uhr vormiltags in den betreffenden Schulhäusern, 2. für die Abteilung der Fortbildungs- schule von 2 bis 3 Uhr nachmittags und zwar a) in der alten Klinik, Liebigstraße, seither haus Neustadt(allgemeine Abteilung), p) in dem Gewerbehaus, Kirchstraße(gewerbliche Abteilung), c) in dem kaufmännischen Vereinshaus, Nordan lage, kaufmännische Abteilung), d) in dem Schulhaus Neustadt(Mädchen⸗Abteilung) (Kaufmännisch beschäftigte Mädchen haben ich dagegen im kaufmännischen Vereinhaus zu melden.) Fortbildungsschulpflichtig werden mit Beginn des neuen Schuljahres alle Schüler und Schülerinnen, die zu Ostern aus ber Volksschule entlassen worden oder aus höheren Schulen nach mehr als 8⸗, aber weniger als 10 jährigem Schulbesuch ausgetreten sind Für auswärtige Schüler, die die gewerbliche oder die kausmängische Abteilung der Fortbildungsschule be⸗ suchen wollen, ist ein Schulgeld zu entrichten, dessen Beirag bei Schulbeginn bekanntgegeben wird. Gießen, den 5. April 19283. Stadischulamt. J. V.: Dr. Alles. Schul⸗ Bekanntmachung. Der Preis ür den Zentner schweselsauren Ammo⸗ und een ahn der Stadt Gießen Stolte. glak ist auf 63 000.— Mark unter der Bedingung zu⸗ rückgesetzt, daß Bestellung Abruf und Bei bis zum 17. ds. Mts. einschließlich erfolgt. ie Abgabe erfolgt werktäglich von 8 Uhr früh bis 12 Uhr mittags und 3 bis 5 Uhr nachmittags. Gießen, den 5. April 1923. Städtisches Gas⸗ und Wasserwerk Gießen. Städt. Arbeitsamt Gießen Liehigstraße 16 Telephon 2054 Kostenlose Arbeitsvermittlung und Berufsberatung für beiderlei Geschlecht, u. a, auch für Kriegerwaisen und Kriegsbeschädigtenkinder. Es können eingestellt werben: a) bel hiesigen Acbeitgebers: 1 Friseur, 1 junger Kellner, 1 Hoteldiener. Lehrlingen 2 Friseure, 1 Bäcker, 2 Lackierer, 1 Einrahmer, 2 Schmiede, 2 Gärtner, 1 Schriftsetzer, 1 Glaser, 2 Buchbinder, 1 Spengler und Justallaieur, 2 Kellner. b) bei auswärtigen Arbeitgebern: 5 landwirtschaftlicher Knecht, 1 verheirat. Gärtner für Hofgut, 1 Schmied, 3 Dreher, 1 älterer Bau⸗ schlosser. Lehrlinge: 1 Steinmetz, 1 Spengler und In⸗ stallateur, 1 Schreiner. S8 suchen Arbelt: 8 Schriftsetzer, Buchdrucker, 2 Schreiner, Kaufleute, Schreiber und Reisende, Packer, Haus burschen und Ausläuser, Maschinenschlosser, Bauschlosser, Schuh⸗ macher, 1 Krankenpfleger, 1 Sattlet, 2 landw. Verwalter, Bäcker u. Metzger, 3 Schneider, 1 Kraftfahrer, 1 Buch⸗ binder, Mechautker, 1 Heizer, 1 Wagner, mehrere Austreicher u. Weißbinder, 1 Konditor, 2 Bautechniker, 1 Maschinenbauprattikant, 1 Zahntechniker. Lehrlinge: 1 Kaufmann. 2 Autoschlosser, 2 Schlosser, 1 Spengler, 3 Mechaniker, 3 Elektromon⸗ teure, 2 Schuhmacher mit Kost und Wohnung, 1 Schreiner desgl., 1 Schneider. Gelegenheitsarbeiten werden ebenfalls eutgegen⸗ genommen. Weibliche Abteil mme: Es können eingestellt werden; a) bei hiesigen Arbeitgebern: Mädchen für tagsüber, Dienstmädchen, Lauffrauen und ⸗mädchen für einzelne Tage, tüchtige Allein- mäd hen, 1 einfache Stütze, mehrere Waschfrauen, eine Haushälterin, mehrere Küchenmädchen. b) bel auswärtigen Arbeitgebern; 5 landwirtschaftliche Dienstmädchen, Dienstmädchen, Hausmädchen, Zimmermädchen, Alleinmädchen, eine Stütze, 1 Hotelköchin, mehrere Küchenmädchen. as nchen Arbeit: Kontoristiunen, 1 Flickerin, drei Verkäuferinnen, 1 Haushälterin, einige Lauffrguen, auch für Nachmittagsbeschäftigung, Mädchen für tags⸗ über, Fabrikarbeiterinnen,! Waschfrau, 1 chneidersnnen⸗ lehrmädchen, 3 Bürolehrmädchen, eine Gutshaus hälterin. Die Berufsberatung und Arbeits⸗ Vermittlung, für Musiker findet Dienstag, Donnerstag und Samstag ven 10—12 Uhr statt. 1 Büglerin, —* Gestorbene 4. April. Georg Herbert, Reserve⸗Lolo⸗ motivführer, 38 Jahre alt, Lahnstraße da. 4. April. Katharine Trebing, Schneiderin, 20 Jahre alt, Oillebrandstraße 8. Beerdigung: 7. April 1 Uhr nachm. We e. triebe hatte die Die Messe ist noch geöffnet: Ihe I 5 Helle Samstag, Sonntag, den 5., Montag, den und Dienskag, den 10. April. ——— Erstklassige Fahr⸗ und Schaugeschäfte 1 aldsgarten haben auf dem Oswaldsgarten Aufstellung genommen. Um recht e— 551. 53 Dir San die Süss kraft von Eilsstfuff reichlich 1 Pfund Zucker 1 Pfund Zucker „ 70 1 Eine Tablette 1½ Würtel Zucker Süsstoff ist rein im Geschmack, bequem zu verwenden, bekõmmlich und immer noch sghr billig. 41 Erhältlich in Kolonial waren-, Drogenhandlungen und Apotheken Dienstag, den 10. April, abends 8 Uhr im Saale des Gewerkschaftshauses Deflentliche Lersammlung Tagesordnung: 1 H-Briefchen 100 Tabletten 200 Referent: Reichstagsabgeordneter Soldman⸗Schweinfurt Nur noch heute und morgen Sonntag Deröteinaeh Tin! im Lichtspielhaus Bahnhofstr. 34 Vornehme gediegene 10. April und Fremdsprachen. 4 k. Sa u e meldung bei der f Speisezimmer Hansaschule von bis einschlienlich Sonntag d. Doppel-Sensations-Programm 7 8 Eddie Polo—— im Zirkus Gray 3. Episode erste Tischlerarbeit Vogtschen 1 n Teindeg ura. nach Entwürfen reich geschnitzt e Billigste Preise de raspeln de Möbelhaus J. JTTMAN N Aumm iso len Inhaber: A. Brumlik Giessen, Bamb r 29 Ind Absahe 52 billiger und haltharer als Leder, offeriere Donnerstag. 12. April noch zu äusserst sl kl kr Außer Abonnement billigen Preisen Einmalige Aufführung . Sonne, bega, Avril Gastspiel J. P. Mono f 2 das. 15 10* ö. U 0 8 N Der Meisterdieb Baron Bunnys Erlebnisse. 8 15 0 Jie 0 en k. bias Leal“ Vornehmstes und grösstes Theater am Platze. E AK N Bis Sonntag, den 8. April einschl. Achtung! 0 145 Arbeiter und Landwirte! 1 8 ES 1 E Die beste Berufskleidung kaufen Sie konkurrenzlos billig im fu aer fa Fer Steuer⸗ und Wirtschaftsfragen— Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. J. 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Vereinshauses, Giessen, wird infolge des grossen Interesses, das derselben vom Publi- kum entgegengebracht wurde, noch um 3 Tage verlängert Schi, 8 78 4 9 5 ö. Herꝛog/ W und ist bis Sonntag einschliesslich geöffnet. Auch Sie wollen nicht versäumen, die Ausste lung zu besuchen. Ihre Abtell.:„Sparsames Kochen u. Helzen“ in der Gasküche. ——„Sparsames Kochen in der Kohlenküche“. 5„Sparsames Heizen“, dürfte auch für Sie lnteressierendes bieten. Die Ausstellung ist noch geösfnet heute Samstag, nach- 7 . 006 i 25 Rat und Aus fun mittags von is 6 Uhr und Sonntag, vormittags von 11 25 bis 0 und nachmittags von 2½¼8 bis 6 Uhr und 10 799 7 50 7 6 5 1. Nectzen Werden die ausgestellten Apparate durch praktische Vor- 2 Jeb Nathan führungen und Vorträge genau erklärt. Eintritt frei! 4 5 Mark vlag 14. e 6 Mittmoch nach — N von 6 bis, 7½— Schauspiel in 3 Akten von issie Gesch ossene Vorstellung. Wilbelm von Scholz. 1 John Haoriel Anf.7 Ende geg. 10 Uhr. 0 0 . sakartei u botber f eue Dikt Agenkeinen Ain afl a ber toten al in Vor: ungen. d genug ach wir auf Edauen v sungheit in d Frkenn aer ungt fie 1 Jacen e —— S. —.— 7 4 15 2 alfeitie 1 lber die