0 e & . 252 A„„ — . 1 — — ——— LAS e e * AN 1 ä — von der Hinterpforte des Parks ein Auto abfuhr. knfolgedessen explodierte. erschossen. Vahubofftraße 23 Ferusprecher 2008. erhessi e Volkszeitung Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete. Spedition: Gießen Bahnhofftraße 23 Fernsprecher 2008. Di rb. Volkszeitung erscheint jeden Werttag vormittag in Gießen. 52 ee e mit den Beilagen„Das Blast der A und„Land⸗ wirtschaftliche Beilage“. monatlich 3000.— Mk. einschl. Bringerlohn. Durch die Post bezog. 3000.— Mk. einschl. Bestellgeld. Einzelnumm. 12 Mk Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters. Für den Inseratenteil verantwortlich; R. Strohwig. Verlag von Hexmann Neumann& Cie., sämtlich in Gießen. Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt G. m. b. H. Offenbach a. M. Der Anzeigenpreis beträgt für die Millimeterzeile(35 mm breit) oder deren Raum lokal 30.— Mk. auswärts 40.— Mk., die Reklamemillimeterzeile 128.— Mk, Bei größeren Aufträgen oder Wiederholungen wird entsprechen⸗ der Rabatt gewährt— Anzeigen⸗Annahme bis 6 Uhr abends. Nr. 55 Gießen, Mittwoch, den 7. März 1923 — 18. Jahrgang Einbruch in die deutsche Botschaft in Rom. Der Berichterstatter der Vossischen Zeitung in Rom meldet seinem Blatt über den Einbruch in der dortigen Bot- schaft u. a. folgendes: N „Schon wochenlang vorher war es aufgefallen, daß frag⸗ würdige Gestalten das Botschaftspersonal beobachteten. Im Garten der Botschaft wurden wiederholt Leute angetroffen, die dort nichts zu suchen hatten, auch sand man einen Doppel- posten der Gendarmerie im Garten, die Veilchenpracht be⸗ wundernd. Es wurde ferner festgestellt, daß die Hinter pforte des Parks wiederholt nachts geöffnet worden war. In den letzten Tagen mehrten sich die Anzeichen, die klar darauf hindeuteten, daß ein politischer Anschlag auf die Geheimakten vorbereitet wurde. Die Botschaft verzichteet aus bestimmten Gründen auf eine Benachrichtigung der Polizei. Geradezu herausfordernd wurde die Botschaft von einem Baugerüst aus nächster Nähe beobachtet. Mit Sicherheit wurde daher vermutet, daß die Nacht vom Samstag auf Sonntag zur Ausführung der Tat benutzt würde. 5 Das Kassenzimmer der Botschaft liegt im 3. Stock, wo auch der Geldschrank mit den Geheimakten sich befindet. Hier postierten sich im Treppenaufgang drei Personen der Bot⸗ schaft. Es war ausgemacht worden, die Diebe erst in den Raum hineinzulassen, um ihren Plan auszuführen. Kurz nach Mitternacht öffneten diese, drei Mann stark, mit Nach⸗ schlüsseln die Eingangstüre, schlichen auf Gummischuhen in das dritte Stockwerk, öffneten auch hier mit Nachschlüsseln die Zimmertüre und hatten 10 Minuten später mit Nach⸗ schlüsseln den Geldschrank geöffnet und zwei Aktenmappen an sich genommer. Als sie dann wieder die Treppe hinunter⸗ steigen wollten, wurden sie angerufen. Da sie flüchteten, wurde auf sie geschossen, wobei einer der Diebe einen Schuß erhielt und die Treppe hinunterfiel, wo er von einer anderen Gruppe empfangen wurde. Legationssekretär Altenburg, der inzwischen Licht gemacht hatte, erhielt dabei einen Schuß in das Bein und einen in den Leih. Im ganzen wurden etwa 10 Schüsse gewechselt. Zwei der Spione wurden ergriffen, dem dritten gelang es, zu entkommen. Sobald die Schüsse ertönten, hörte man im Garten Signalpfeifen, auch Licht- signale wurden beobachtet. Alsbald hörte man auch, daß Kurz darauf tauchten etwa 12 verdächtige Gestalten auf, die an⸗ gaben, von der Polizei zu kommen. Sie wurden aber —:. D 2 Täglich neue Schandtaten. Ein neuer Mord in Essen. 1 Am Samstag abend wurde das Polizeirevier 7 von den Franzosen umstellt und die Beamten verhaftet, wobei tücksichtslos vorgegangen und ohne Grund von der Waffe Gebrauch gemacht wurde; ein Schuß traf die Gasuhr, die Der dem Polizeirevier in der Bonnerstraße in Essen gegenüberwohnende Justizbeamte Löwe befand sich auf dem Wege zu seiner Wohnung, als er dor dem Polizeirevier von einem Franzosen angerufen und nioch ehe er antworten konnte, durch einen Bauchschuß getötet pvurde. Der von einem französischen Posten in der Nähe des neubesetzten Hauptbahnhofsgebäudes Erschossene ist als der Bahnwärter Herold festgestellt worden. Er wurde in der Nähe der Zeche Königin Elisabech auf dem Bahngelände Einzelheiten der Tat konnten bisher nicht er— Truppenbewegungen, n Langenberg, Vohwinkel nach Lennep. Gräfrath und darüber sind bvorgenommen worden. Erschießung eines GelsenkirchenerBergmaunns nittelt werden. Aus dem Raume südlich Elberfeld werden starke in der Hauptsoche Kavallerie, von in Richtung Wipperfürth gemeldet. Desgleichen im Landkreis Gelsenkirchen Truppenverschiebungen Hinaus Auf der Zeche Westerholt ist der Bergmann Franz Groote aus Polsum von einem französischen Posten erschossen worden. Der Bergmann war auf dem Wege über die An⸗ schlußgleise der Zechenanlage, um zur Schicht zu gehen. Die Erregung der Bergarbeiterschaft über diesen Vorfall ist sehr Die gesamten Belegschaften der Zechen Westerholt Bergmannsglück sind in den Proteststreik eingetreten. die Räumung der Belriebswertstalt iin Darmstadt. Am gleichen Tage die Räumung bes Loko⸗ tt, um . Verbandlue gen zu erreichen. Diese energisch aufgefordert, sich zu entfernen. Dies alles war möglich, trotzdem sich der Botschaft gegenüber eine Polizei wache befindet. Die beiden Verhafteten wurden einem Verhör unter- zogen. Der eine, ein richtiger Verbrechertyp, verweigerte die Aussage und erklärte, über den Zweck des Einbruchs nichts gewußt zu haben. Der andere brach bei dem Verhör moralisch vollkommen zusammen. Er gab an, im Feldzug italienischer Offizier gewesen zu sein, ferner, daß der Dieb— stahl politischen Charakter hatte. Durch Kreuzverhör be— stürmt, gestand er schließlich, daß das Geld zu dem Einbruch aus Nizza gekommen sei.“ Nach dem Messagero gingen die Räuber vollständig militärisch vor und bildeten eine lange Postenkette von dem hinteren Parktor, wo anscheinend Autos hielten, bis zum Kanzleigebäude. Der Hauptbandit, der einen distingnierten Eindruck macht, bezeichnet sich als früheren Offizier. Die Räuber waren wohl entkommen, hätten die Botschafts⸗ beamten nicht ganz energisch eingegriffen und das Feuer eröffnet. Schmiedens Kaltblütigkeit verdient hohe Anerkennung, aber auch alle andern taten vollauf ihre Pflicht. Der Messagero gibt die Zahl der in den Park eingedrungenen Spießgesellen, die mit Lichtsignalen untereinander verkehrten, auf mindestens ein Dutzend an. Von der Botschaft wird eine höhere Zahl angegeben. Die Eindringlinge hatten nach dem Mißlingen des Handstreichs sogar die Stirn, sich als Ge⸗ heimpolizisten auszugeben und versuchten, in der Villa zu bleiben, vermutlich, um die beiden Festgenommenen zu befreien. Der Mi⸗ nisterpräsident Mussolini stattete dem Botschafter von Neurath einen längeren Besuch ab und besuchte dann auch den verwundeten Legati⸗ onssekretär Altenburg, der außer Lebensgefahr ist. * Havas verbreitet eine lange Depesche aus Rom, in der der ge⸗ heimnisvolle Einbruch in die dortige deutsche Botschaft auf völlig ent⸗ gegengesetzte Art erklärt werden soll, als es durch die deutschen Aus⸗ sagen geschehen ist. Die deutsche Darstellung, so wird darin gesagt, ziele darauf hin, die guten Beziehungen zwischen der französischen und italienischen Regierung zu trüben. Die italienische Polizei schenke dieser Darstellung aber keinen Glauben und sie kenne die Namen der beiden verhafteten Einbrecher, die Italiener seien. Die ganze Insze⸗ nierung des Vorfalles sei verdächtig, da sich herausgestellt habe, daß man in der Botschaft den Einbruch erwartet und daß die deutschen Pressevertreter schon zu sehr früher Stunde dort zusammenberufen wurden, um ein Losungswort zu erhalten. Havas schließt mit den Worten. man müsse wünschen, daß die italienische Polizei so schnell als möglich die Ergebnisse ihrer Untersuchung veröffentliche. In⸗ dessen sei zu erwarten, daß die deutschen Kreise ihr letztes Wort noch 221 gesprochen haben und daß sie eine neue Ueberraschung vorbe— reiten. . scheiterten. Die Franzosen lassen sich auf eine Räumung des Loko⸗ motivousbessevungswerlkes nicht ein, sondern erklären, daß sie das Werk in eigene Verwaltung übernehmen. Auf eine Ertlärung der Eisenbohnarbeiter daß sie von der Notwendigkeit dieser Maß⸗ nahme nicht überzeugt sesen, da hierfür ein Grund nicht rorliege, erwiderten die Franzosen, daß sie über die in Mainz zutage ge⸗ tretene Sabotage sehr enttäuscht seien und den Betrieb in Darm⸗ sladt in der Hand behallen wollen, um eine Sabotage zu verhin⸗ deen. Die Maichinen würden nach dem besetzten Gebiet abge⸗ fahren. Wenn die Arbeiterschaft unter französischer Leitung ar⸗ beiten wolle so könne sie jederzeit anfangen. Dieses Ansinnen haben die Vertreter der Arbeiterorganfsationen entschieden ab⸗ gelehnt 5 Frauzösischer Bahnbetrieb in der Pfalz. Aus Ludwigshafen wird uns gemeldet: Die Franzosen versuchen mehrere Züge nach verschiedenen Rich⸗ tungen in Gang zu bringen. Im Hauptbahnhof Ludwigshafen sind alle Schalter geschlossen. Die Züge werden durch die Franzosen auf dem Bahnhofsplatz ausgerufen. Auch auf allen übrigen pfälzischen Stationen hat das Militär die Beamten verdrängt. Die dort woh⸗ nenden Arbeiter der badischen Anilin⸗ und Sodafabrik sind in der Fabrik untergebracht und werden dort verpflegt, weil sie nicht mehr nach Hause können. Die Näherwohnenden werden in Kraftwagen be⸗ fördert. Die Münchener Neuesten Nachrichten enthalten nähere Mitteilun⸗ gen über die Militarisierung des pfälzischen Eisenbahnnetzes durch die Franzosen. Es heißt, daß die Bahnhöfe auf den pfälgz. Haupt⸗ strecken, vor allem Ludwigshafen, Landau und Neustadt von den Franzosen besetzt und in Ludwigshafen mehrere Lokomotiven mit Ge⸗ walt weggeführt und die Arbeiter und Beamten mit Bajonetten aus ihren Wohnstätten vertrieben wurden. Es wurden bereits Ver⸗ haftungen vorgenommen, Ausweisungen verfügt und die Räumung der Dienstwohnungen bis zum 8. März anbefohlen. 6 Nur wenig Ruhrkohle. Ein Kenner der Wirtschaftsverhältnisse in Frankreich berichtet, daß in Frankreich schatzungsweise noch 25—30 Hoch— öfen in Betrieb sind von über 100 am Anfang Januar und 9osam Anfang Februar. Die zur Verfügung stehende Koks— menge französischer Erzeugung beträgt etwa 50 000 Tonnen. Die Menge des jetzt aus England hineugekauften Koks läßt sich nicht berechnen, dürfte aber mindestens ebenso hoch sein, wie die eigener Erzeugung. Die augenblickliche Roheisen— erzeugung wird auf 100 000 Tonnen monatlich geschätzt gegen 486 000 Tonnen im Monat Januar und 515000 Tonnen im Monat Dezember 1922. 3. Zt. wird schon amerikanischer Koks zu 8 Schilling in kontinentalen Häfen gekauft. Belgien bezieht sehr viel englische Kohle. Die belgische Erzeugung von Eisen muß relatip viel besser sein. Das Journal erklärt: Bisher haben wir nur sehr kleine Mengen von Ruhrkohle auf dem Landweg einführen können. N Der Newyork Herald meldet, General Degoutte bereitet die Durchführung eines Planes zur Erfassung der Kohlen von den Grubenausgängen vor. Die dazu erforderlichen Maßnahmen werden unter Entfaltung einer großen mili⸗ tärischen Macht vor sich gehen. Der Bahnhof Mannheim⸗Industriehafen stillgelegt Die Reichseisenbahndirektion teilt mit: heim⸗Jadustrichajen besetzten die Franzosen das Stellwerk 3 und unterbanden damit den Betrieb im Bahnhof Industriehafen. Die Franzosen haben die Besatzung in der Hildaschule ver⸗ stärkt. Der Eisenbahnverkehr über die Rheinbrücke Mannheim⸗ Ludwigshafen ruht vollkommen Im Hauptgüteramtshafen wur⸗ den von den Franzosen alle Wagen beschlagnahmt. Die im Neckar liegenden Schisse dürsen den Hasen nicht mehr verlassen. Ein Kranschiff wurde von den Franzosen beschlagnahmt. Entwaffnung der Gendarmerie in Offenburg. Die Franzosen haben Befehl zur Entwaffnung der Gendormerie gegeben. Durch einen Befehl des französischen Kommandanten zeichnet. f Die Franzoseu in Krefeld. Nach einer Meldung der Kölnischen Zeitung sind auf dem Krefelder Filialwerk der Mülheimer Firma Stoecker und Kurz, die sich beharrlich weigerte, an französische und belgische Firmen ihre Fabrilate zu liesern, zwei französische Kompagnien eingerückt. Die Arbeiter wurden am Verlassen der Fabrik gehindert, im Kontor wurden die Pulte erbrochen, die Beamten verhaftet und 60 leere Eisenbahnwaggons wahllos mit den vorhandenen Vorräten beladen. Die Arbeiter haben die Arbeit sosort niedergelegt. Die Ausdehnung der Besetzung. Die Franzosen haben Remscheid und Cronenberg besetzt. Gerüchtweise heißt es, daß auch Wipperfürth besetzt sei, doch fehlt bisher eine sichere Bestätigung. Französisch⸗belgische Eisenbahnverwaltung. Die Direktoren der geplanten französisch-belgischen Eisen⸗ bahnverwaltung im Ruhrgebiet treffen gegenwärtig die ersten Vorbereitungen zur Uebernahme ihres Amtes. zwischen sind die Militärs eifrig dabe, den neuen Männern die künftige Arbeit zu erleichtern. Sie„beschlagnahmen“ alles rollende Material, das ihnen vor die Finger kommt, so⸗ daß jetzt schon infolge Mangel an Verkehrsmitteln ein ge regelter Zugverkehr unmöglich ist. Lebensmit telzüge aus dem Innern des Reiches können gegenwärtig noch in das Ruhrgebiet gefahren werden, aber auch diese Zu⸗ 1 fuhr wird bald unterbleiben müssen, da die Franzosen die Ausfuhr leerer Güterzüge restlos unterbinden. D. h., daß die jetzt noch auf dem Eisenbahnwege vor sich gehende Er⸗ nährung der Bevölkerung dem Reich täglich mehrere Maschi⸗ nen und ungefähr 200 Güterwagen kostet— ein Zustand. der schon im Verlauf mehrerer Wochen unhaltbar wird. Durch die Beschlagnahme der Verkehrsmittel ist natürlich auch jede andere Zufuhr lahmgelegt, da sich das Reich hüten muß, zum Vergnügen der Franzosen fortgesetzt Wagen in das Ruhr- gebiet laufen zu lassen, die wir jedenfalls vorläufig nicht wiedersehen werden. Diese„Maßnahmen“ der Franzosen und Belgier zeigen immer deutlicher, welches Ziel mit der sogen.„Uebernahme der Eisenbahnen“ erstrebt wird. Es kommt ihnen gar nicht darauf an, einen regelrechten Betrieb zustande zu bringen, als vielmehr, jede Ein- und Ausfuhr, jeden Güter⸗ und Personenverkehr, soweit er nicht durch sie direkt oder durch ihre Befehle bewerkstelligt wird, lahmzulegen. Würde die „Uebernahme der Eisenbahn“ mit der ernsthaften Absicht ver⸗ bunden sein, einen ordnungsgemäßen Verkehr zustande zu bringen, dann wäre es sinnlos, alles rollende deutsche Mate⸗ rial auf die militarisierten Strecken zu verschleppen und die bisher nicht unter Militärgewalt stehenden Linien dadurch restlos brach zu legen. Es wird nicht lange dauern, dann werden, selbst, wenn das Reich die Opfer nicht scheut, die ihm durch weitere Lebensmitteltransporte infolge Beschlagnahms der hierzu notwendigen Wagen entsteben, auch die jetzt noch zur Lebensmittelbeförderung benutzten Linien für den deut⸗ schen Bedarf ausgeschaltet, und jede deutsche Lebensmittel. zufuhr wird unmöglich gemacht. Von der Lahmlegung des Personenverkehrs verspricht man sich Steigerung der Ar- beitslosigkeit, da viele Arbeiter, Angestellte und Beamte nicht im Wohnort arbeiten und infolge Stillegung der Eisenbahn nicht zur Arbeitsstelle gelangen können. Von der Unterbin⸗ dung jedes Güterverkehrs erwartet Degouette erhöhte Stei⸗ gerung dieser Arbeitslosigkeit, die gleichzeitig mit einem Druck auf den Magen durch Erschwerung der Lebensmittel 9 N Im Bahnhof Mann⸗ wird die Gendarmerie als aufgelöst be⸗ In. —— so einfach ist, wie man es sich in Paris und Brüssel vorstellt. die für Geld und gute Worte sich selbst und die in der Abwehr frage erte 15 lie Rhein e ben e Anweisung bekommt, gegen das ungesetzlithe 8 Abern Wahlniede lu e Wonar Laws. „ e is ber Ertanzungswahl im Wahlbeziek Mitcham ist b geworden. Der W e der frühere M sundheisspflege, A ee det 7196 St It, wurde von dem Vertreter ber Arbelterpartel, Ede, der men geschlaßen. Der liberale Kandtoat er⸗ ielt immen. unabhänginer Konservativer, der mit eim Pro ber Ruhr⸗ daß eine Debatte vermieden werden soll. In diesem Falle zufscht auf das Gemüt der Vevökerung wirken soll. So soll schließlich die allgemeine Unterwerfung der Ruhrbevölkerung unter französischen Oberbefehl erzwungen werden. f Wir sind überzeugt davon, daß das im allgemeinen nicht Leider abet hat die Zermürbungstaktik Frankreichs auf ein. zelne schwachs Subjekte schon Einfluß ausgeübt. Es gibt Leute im Westen Deutschlands— Gottseidank nur wenige— stehend Arbeiterschaft verraten haben, sodaß der Reichs genötigt war, eine Verordnung zu erlassen, die der⸗ Landesberrat mit Zuchthaus nicht unter 10 Jahren n Masnz und Koblenz und zwischen Koblenz und Khln am 25. Februar d. Js. bese a die Rheinlandkommission 1 5 125 et als unter ihrer Oberhoheit stehend erklärte, wogegen er englis Vo Mae Neill: f eee, 3 1 1„ N Nach N e en Stanley s in wenigen Tagen die zwelle Mebersage des abel Voller Lam. 5 N Die Reichstagssitzunn vom Dienstag. Reichskanzler Dr. Cuno und Außenminister Dr. Rosen⸗ berg haben im Lause des Montags verschiedene Be⸗ sprechungen mit Parlamentariern gehabt in denen alle Fragen behandelt wurden, die mit der Reichstagssitzung am Dienstag zusammenhangen. Der Aeltestenrat des Reichstags, der Dienstag vormittag zusammentritt, wird die letzte Enk⸗ scheidung darüber fällen, ob den Erklärungen des Kanzlers eine längere Debatte folgen soll oder ob man sich mit einer allgemeinen kurzen Zustimmung des Reichstags zu den Aus⸗ führungen des Kanzlers begnügen soll. In den letzten en hat die Anschauung an Uebergewicht bekommen, 1 100 England den Franzosen in Stunden hal würde nach den Erklärungen des Reichskanzlers eine kurze Erklärung im Namen der Mehrheit des Reichstags erfolgen. Am Mittwoch würde dann die Beratung des Etats des Aus- wärtigen Amts beginnen, die durch eine Rede des Außen⸗ ministers eingeleitet werden und eine allgemeine Debatte über die politische Lage bringen würde. Hierzu meldet unser Pressedienst: Die für Dienstag angekündigte Rede des Reichskanzlers wird kaum dem entsprechen, was man im Ausland und In— land auf Grund der Art ihrer Ankündigung hätte erwarten dürfen. Der Reichskanzler plant in der Hauptsache ledig⸗ Der Deserteur. Roman von Robert Buchanan. Dreizehntes Kapitel. Marcelles Beichte. 5 Die ärztliche Untersuchung hatte stattgefunden und die Konskribierten von Kromlaix kannten bereits ihr Schicksal. Gildas Derval war überaus tauglich befunden worden und hielt es seither für unerläßlich seine kriegerische Begeisterung im Wirtshaus zu kräftigen. Er taumelte wie ein richtiger Veteran. Sein Herzenswunsch, daß auch Hoél angenommen werde, war ebenfalls in Erfüllung gegangen. Dieser hatte, wie wir wissen, die Nummer 27 gezogen und da zwei junge Burschen, welche niedrigere Zahlen gezogen halten, untaug⸗ ilch befunden wurden, außerdem auch Rohan sich nicht stellte, mußte er mit noch zwei anderne einspringen. Der Korporal war begeistert, die beiden Burschen redeten sich in eine kriegerische Stimmung hinein; aber Mutter Derval war untröstlich, denn in einigen Tagen sollten ihre Söhne den Marschbefehl erhalten. „Mittlerweile suchte das ganze Dorf der widerspenstigen „Nummer Eins“ habhaft zu werden. Von St. Gurlott war eine Abteilung Gendarmen unter Führung des alten Jacques Piprige gekommen, die Kromlaix Tag und Nacht durchstreiften und denen die Konskribierten, soweit es in ihrer Macht stand, Detektivdienste leisteten. Alles vergebens. Rohan schien vom Erdboden verschwunden zu sein. „Sakrament noch einmal hinein!“ schrie Pipriae die alte Gwrenfern eines Tages an, nachdem er zum vierten— oder fünftenmal ihre Hütte durchsucht hatte.„Wenn ich den Kerl erwische soll er mir büßen! Alte. Du hast ihn irgendwo versteckt, leugne es nicht! Heraus mit ihm!“ Die Leute durchstachen mit shren Bajonetten die Matratzen, durchstöberten alle Schränke, Schubladen und Truhen, suchten an Orten, wo sich kein Hund verkriechen würde und wetterten und fluchten gegen Rohan, bis Mutter Gwenfern es nicht mehr mit anhören konnte und bitterlich weinend ausrief:„Schmach über Sie Sergeant Pipriac! Ich hatte es nie für möglich gehalten, daß Sie gegen seines Vaters Sohn so grausam sein könnten!“ 43 Neues vom Tage. Die Negierungsbildung in Sachsen. Auf der Landeskonferenz der sozialdemokratischen Partei wurde mit großer Mehrheit, mit 92 gegen 32 Stimmen, ein Antrag angenommen, der weitere Verhandlungen mit den Kommunisten zum Zweck der Regierungsbildung fordert. Diese Verhandlungen werden Dienstag bereits wieder auf⸗ genommen.. Der Antrag des Landesvorslandes, nach dem Scheitern aller Versuche, mit den Kommunisten eine arbeitsfähige Re⸗ gierung zu bilden, nunmehr mit den Demokraten in Ver⸗ handlungen einzutreten, wurde mit 95 gegen 31 Stimmen abgelehnt. Mit 68 gegen 57 Stimmen wurde ein Antrag auf Auflösung des Landtags abgelehnt. Keine Stickstosflieferungen für Frankreich und Belgien. 0 Die Reparationskommission hatte für Montag, 7. März, Vertreter der deutschen Regierung zu Besprechungen über deutsche Stickstofflieferungen an Frankreich, Belgien und Italien eingeladen. Die deutsche Regierung hat darauf ge⸗ antwortet, daß sie wegen des Einfalles der Franzosen und Belgier in das Ruhrgebiet nicht in der Lage sei, Stickstoff⸗ lieferungen für Frankreich und Belgien auszuführen und daß sie deshalb zu der Sitzung keine Vertreter entsenden werde, daß aber mit Italien unmittelbare Verhandlungen wegen Stickstofflieferungen eingeleitet seien. Vor schweren Käm ofen? In Anbetracht der Senkung des Dollarkurses und der augenblicklichen stabilen Haltung der Mark treffen die Unter⸗ nehmer bereits Vorbereitungen zum Lohnabbau, obwohl die Löhne noch nicht einmal Im die letzte gewaltige Teuerung Alle Verhandlunge und olle Vermittlungsversuche amtlicher Stellen haben noch In der Metall- industrie beginnen auf Einladung des Reichsarbeitsministers f s diesm nicht zu einer aufzuhalten sein. der Arbeiter etsch Ein proletarischer Ordnungsdienst in Gera. Am Sonntag trat in Gera zum erstenmal eine Arbeilerwehr, die den Namen Prolelarischer Irdnungsdienst führt, in einern Stärke von fünf zu n sten zu einem Appell zusammen, Diese Formationen sind in den Bezirken Gera⸗Wef e a⸗ Zwötzen von der V. S. P. 8. aufgestellt worben. Hundertschaften der gag oh Bezirle sollen 4 im Lause dieser ee werden. Am 11. März sotlen sie alle zu e e pell zu⸗ ammentreten. Von ee ee Seite wird die Aufste ieser Arbeiterwehr damit begründet, daß ni e a eichsgericht tsmäßige Organisati unt wor⸗ ach daß bos Frösdae dörkden r eke wee Bombenattentat in Kairo. In dem englischen Hanptqnarxtier wurde am Sonntag ein Bombenattentat verübt, wobei drei britische Soldaten und mehrere Aegupter verwundet wurden. a 1 vom den i — lich eine entschiedene Protesterklarung gegen die weitere Ver⸗ gewaltigung deutschen Gebietes, er will ferner vor den Augen der Welt ein Bild über die Schandtaten entwickeln, die sich das dcutsche Volk bisher im Frieden hat bieten lassen müsser und beabsichtigt u. a. auch, von der Tribüne des Reichstages aus der Ruhrbevölkerung den Dank und die An⸗ erkennung wegen ihres Verhaltens auszusprechen. Dem Protest des Kanzlers werden sich voraussichtlich alle Par⸗ teien mit Ausnahme der Kommunisten anschließen. Der Regierungserklärung soll eine Debatte folgen. In Paris hat man sich bereits damit abgefunden, daß die Rede des Reichskanzlers im Reichstag keine Ueber⸗ raschung bringt. Es ist daher nur als Selbsttrost zu be⸗ trachten, wenn der Temps in seiner gestrigen Abendausgahe sagt, daß die Bekanntgabe der deutschen Vorschläge in Frank⸗ reich nicht befriedigen könne und nur als„Beweis für die Wirksamkeit der Ruhraktion“ begrüßt werden könnte. Im übrigen werde man verstehen, daß Frankreich nach den Er⸗ fahrungen der letzten zwei Monate etwaigen Angeboten und Besprechungen keinen großen Wert beimessen könne, sondern auf Garantien bestehen müsse. Politische Uebersicht. Der Preis für Getreide und Zucker. Vor einigen Tagen hatte der Zwanziger-Ausschuß den Preis des vierten und fünften Sechstels des Umlagegetreides durch Mehrheitsbeschluß auf 600 000 Mk. für die Tonne Roggen festgesetzt, während die Minderheit für eine Verdrei⸗ fachung des dritten Sechstels auf 495 000 Mk. eintrat. Die Regierung hat nunmehr nur für das fünfte Sechstel den grauten Schnurrbart und brummte:„Zum Teufel auch, der Mensch und Soldat muß doch zuerst seine Pflicht erfüllen! Alte, Dein Sohn ist ein Narr und wenn ich nicht hinter ihm her wäre, würde ein anderer die Sache in der Hand haben, der ihm noch schlimmer zusetzen könnte. Ich habe Gott ge⸗ dankt, daß man mich geschickt hat, den fahnenflüchtigen Sohn meines besten Freundes zu suchen. Du weißt, ich meine es gut mit ihm. Sei gescheit und sag' mir, wo er steckt, ich schwöre es Dir bei den Gebeinen des heiligen Triffinie, daß ihm kei Leid geschieht und daß er noch ein tapferer Soldat unseres Kaisers wird!“ „Ich habe Ihnen schon versichert, daß er nicht hier ist und daß ich seinen Aufenthaltsort nicht kenne. Vielleicht ist er nach England geflüchtet“... „Alle Teufel, nach England?!“ „Ich vermute es, Sergeant Pipriac,“ stöhnte die Witwe. „Bah, das ist nicht so leicht, wie Du glaubst, und er wird wohl nicht so dumm gewesen sein, sich in das Land der wilden Bestien zu flüchten! Ich sags Dir er ist hier! Ich weiß— nein, ich rieche es, wie der Hund die Ratte riecht. Verflucht, daß der Sohn meines braven Kameraden, Raoul Gwenfern, ein solcher Feigling ist!“, „Er ist kein Feigling, Sergeant!“ fuhr die Witwe er⸗ regt auf. 5 „Er ist's! Er verkriecht und versteckt sich aus Furcht.“ „Mein Sohn Rohan weiß ate, was Furcht ist, aber er wird nie Soldat werden!“ „Wenn ich ihn beim Kragen hätte, ich würde ihm ordentlich meine Meinung sagen.“ bemerkle der alte Hau- degen argerlich.„Weshalb nimmt er sich kein Beispiel an seinen Vettern Hol und Gildas! Das sind tüchtige Burschen, jeder so stark, daß er einen Ochsen erwürgen könnte. Ihr Onkel, der Korporal das ist aber auch ein Dann wandte er sich an seine im Schorn⸗ stein suchenden Leute:„Habt acht! Vor härts, marsch! Der Fuchs ist uns entwischt.“ An der Türe drehte er sich noch einmal zurück:„Guten Tag, Mutter Gwensern, wir werden wiederkommen! Nicht weil wir es wollen, sondern weil's der Kaiser befiehlt. Folge meinem Rate und werrede „Deinen Sohn— morgen kann's shon zu spät sein. Roch einmal Adieu! Marsch Ihr Leute!“ ganzer Mann!“ Der Sergeant, ein kleines. untersetztes, e einäugiges Kerlchen mit scharfgebogener Schnapsnase, wirbelte den er- (Fortsetzung solen! Umlagepreis auf 600 000 Mk. festgesetzt und für das vierte Sechstel, das im allgemeinen im Laufe des Monats ant zut Ablieferung kam und für das zum großen Teil Be. zahlung bereits erfolgt ist, einen Preis von 500 000 Mk. be⸗ stimmt. Die Festsetzung des letzten Sechstels der Umlage des Wirtschaftsfahres 1922/29 hat man sich noch vorbehalten. Die 1 Preisfestsezung wird vom Reitchsernährungsministerium folgendermaßen begründet: Nach rein kaufmännischen Ge. sichtspunkten würde die jetzige Erhöhung des Umlagepreises zusammen mit den Veschaffungskosten für das Auslands⸗ getreide auch eine wesentliche Erhöhung des Getreideabgabe⸗ 5 preises und des Mehlabgabepreises der Reichsgetreidestelle erfordern. Mit Rücksicht auf die volitische Lage und die Markstabilisterungsmaßnahmen hat sich die Reichsregierung jedoch entschlossen, eine solche Erhöhung nicht eintreten 1 n⸗ 7 lassen, um einer weiteren Verteuerung des Brotpreises da vorzubeugen. Die der Reichsgetreidestelle dadurch entstehe den Verluste werden aus allgemeinen Mitteln der Finanz ⸗ verwaltung getragen werden müssen. 1 Gleichzeitig mit der Festfetzung des Getreidepreises hat die Reichsregierung auch den Zuckerpreis für den Monat März festgesetzt. Hier lautete der Mehrheitsbeschluß des Beirats der Zuckerwirtschaftsstelle auf 90 000 Mark für den Zentner Zucker. Die Reichsregierung hat jedoch nur einen Preis von 81000 Mark zugebilligt, indem sie einen Aus. gleichszuschlag auf den früheren Zuckerpreis in Höhe von 9000 Mark ablehnte. Gleichzeitig hat sie sich aber grundsätz. lich auf den Standpunkt der freien Wirtschaft für das nächste Zuckererntejahr gestellt, wodurch sie einen Rückgang des Zuckerrübenanbaues, der angeblich droht, vermeiden will Die bedenklichen Folgen der freien Wirtschaft für die Ver⸗ braucher will man dadurch herabmindern, daß eine/ ange- messene Menge Mundzucker für das Ende des Wirtschafts jahres bereitgestellt wird, indem man die industrielle Zucker⸗ verarbeitung entsprechend beschränkt. Mit Rücksicht auf die Verbroucher soll die freie Zuckerwirkschaft keine Freiheit de Zuckerausfuhr bedeuten. Dadurch soll verhindert werden, daß der dentsche Inlandszucker den an sich sehr hohen Welt⸗ marktpreis erreicht. Ob das gelingen wird, bleibt nach den unerfreulichen Erfahrungen, die die Verbraucher mit der freien Zuckerwirtschaft im Wirtschastsjahr 1921½2 machen mußten, dahingestellt. Vielmehr wird die Entpicklun wit der dahin führen, daß Zucker zwar in genügender 15 für den Inlandsverbrouch vorhanden ist, daß aber der Preis für dieses in heutiger Zeit doppelt wichtige Nahrungsmittel sich in einer Höhe bewegt, die es weiten Schichten des Volkes unmöglich macht, den Zucker abzunehmen. f An das hessische Volk! 3 Französische Truppen haben am Samstag, den 3. ds. Mz. die Eisenbahuwerkstätten westlich des Hauptbahnhofes Darm. stadt besetzt. Dieser Gewaltakt wird ebenso wie die B 1 der Mannheimer und Karlsruher Häfen von der französischen 51 Regierung in einer an die Reichsregierung gerichteten Rote als Vergeltungsmaßnahme für die Sperrung des Rhein 3 Herne-Kanals bezeichnet! Auf eine rechtliche Begründung wird von der französischen Regierung verzichtet. Die He 3 Regierung und mit ihr das ganze hessische Volk gibt 1 Entrüstung über diese im Wege der Gewalt durchgeführte . und die Rücksichtslosigkeit, mit der ohne ae 5 Ankündigung in einen lebenswichtigen Betrieb eingeg ö wird, Ausdruck. Wir können den Gewaltmaß nahmen der Gegner keinen Widerstand entgegensetzen. Das hessische Volk ist aber in allen seinen Teilen einig in dem Willen, 1 wie die Volksgenossen an der Ruhr und in Baden, dur. feste Entschlossenheit, sich der rechtswidrigen Gewalt bengen, und durch Festhalten an seinem Recht der gu Sache zum Siege zu verhelfen. Den umlaufenden unkoß schütterliche Ruhe wird auch bei uns den Erfolg sichern helfen. Darmstadt. den 4. März 1923. ein en 5 195 Gesamtministersum. i Ulrich, von Brentano, Henrich, Raab. 1 2 5 trollierbaren Gerüchten ist kein Glauben zu schenken. Uner ⸗ 5 E 5 8 N EI * K.. —— Gießen und Umgebung. — Franen als Geschworene. Das Schwurgericht der Provinz Oberhessen trat em Montag zur Sitzungsptriode des 1. Vierteljahrs 1923 zusammen. Bei Eröffnung der Sitzung hielt der Präsident, Landgerichtsrat Funk, eine Ansprache, in der er, wie üblich, die Geschworenen auf die hohe Bedeutung ihres Richteramtes hinwies und sie ermahnte, der Verantwortung, die es mit 2 bringe eingedenk zu sein. Dieser Schwurgerichtsperiode omme eine besondere Bedeutung dadurch zu, daß hier zum ersten Male Frauen als Geschworene zugezogen wurden. 0 Bisher habe die Gesetzgebung dabon abgesehen aus Gründen, 3 einige Berechtigung nicht abgesprochen werden konnte. Es herrschte die Ansicht vor, daß die Franen sich mehr dom Gefühl als vom kühlen Verstand leiten ließen und hielt sie deshalb nicht für das Richteromt geeignet. Auch die Sorgen des Haushalts und der Familie, die auf dek Frau lasten, waren bisher ein Grund, sie nicht zur Geschworenentätigkeit eranzuziehen. Die Tatsache, daß von fünf ausgelosten nen drei unter Berufung auf ihre Hausfrauenpflichten gebeten, sie von der Geschworenenliste abzusetzen, beweist, daß dieser Grund Beachtung fordert. Schließlich ermahnte der Präfident besonders die Frauen, sich auf Grund von dem, was in der Verhandlung vorgetragen wird, ein Urteil zu bilden, objekliv und nach bestem Wissen und Gewissen zu urteilen. Bei der nunmehr erfolgten Auslosung der Geschworenen⸗ bank wurde nur eine Frau von den zwei anwesenden und zwar Frau Salzmann aus Bad⸗Nauheim ausgelost. Weder vom Staatsanwalt noch von der Verteidigung wurden aus⸗ geloste Geschworene abgelehnt. 15 Wegen Kindestötung hatte sich das am 14. Dez. 1900 in Düdelsheim bei Büdingen ge⸗ borene Dienstmädchen Emma Adam vor den Geschworenen zn verantworten. Die Oeffentlichkeit der Verhandlung wird ausge⸗ schlossen, die Presse aber zugelassen.— Der Angeklagten hat das Schicksal übel mitgespielt oder vielmehr der Dienstherr, in dessen Hände sie zu geraten das Unglück hatte. Im Jahre 1920 kam sie zu dem Landwirt Carl Rentzel in Schwickartshausen als Magd in den Dienst. Sthon nach einigen Tagen drang der Bauer in die unverschlossene Kammer der Angeklagten ein, um sie zum Beischlaf zu verführen. Das Mädchen wies— nach seiner Darstellung— den Dienstherrn ab, er setzte jedoch seine Angriffe fort, denen das Mädchen schließlich unterlag. Im Laufe des Jahres 1921 fühlte sich die Angeklagte schwanger und machte Abtreibungsversuche, die Erfolg hatten. Im vorigen Jahre wurde sie jedoch wieder schwanger und gebar im Oktober ein Mädchen, daß sie bald nach der Geburt durch Erwürgen tötete. Während ihrer Niederkunft kümmerte sich weder der Bauer, noch seine Frau um die Wöchnerin, niemand sorgte für eine Hebamme, niemand brachte ihr etwas Geeignetes zu essen. Die kleine Leiche wurde von der Angeklagten im Garten vergraben. Wenige Tage nach der Geburt fuhr der Bauer die Wöchnerin mit dem Wagen vier Stunden weit nach ihrem Wohnort Düdelsheim, bei ziemlicher Kälte! Dort wurde das Mädchen verhaftet und nach dem Krankenhaus in Bidingen 8 Die Angeklagte ist geständig. Vorher war ihr Dienst⸗ err wegen Anstiftung zum Mord mit angeklagt, das Verfahren gegen ihn mußte aber wieder eingestellt werden. Als Zeuge unbe⸗ . vernommen leugnet er alles und streftet jeden Verkehr mit der Angeklagten ab, obidohl diese glaubwürdig behauptet, daß der Verkehr sehr oft und jahrelang stattgefunden habet— Die Ange⸗ klagte wird wegen Abtreibung in zwet Fällen und Kindestötung unter Zubitligung von mildernden Umständen in weitestem Maße zu 2 Jahren 6 Monaten Gefängnis erurteilt. Die Ver⸗ seidigung wird mit Unterstützung der Geschworenen ein Gna⸗ dangesuch eir reichen. Konsumverein Gießen. Die am Sonntag nachmittag abgehaltene Halbjahrs⸗Generalversammlung im Saale des Ge⸗ werkschaftshauses war sehr stark besucht, die Versammlungsbesucher konnten nickt alle Platz finden. Im Verhältnis zu der Gesamtmit⸗ gliederzahl, die jetzt rund 12 500 beträgt, steht trotzdem die Besucher⸗ hl in keinem Verhältuss. Wenn die letztere auch ca. 300 beträgt, o will das gegensiber der angegebessen Mitgliederzahl nichts be⸗ delten. Immerhin war der Besuch recht erfreulich. Nachdem der Vor⸗ sitzende des Auffichtsrates, Vetters, die Versammlung eröffnet und begrüßt hakte, erteilte er dem Geschäftsfüßrer Diener das Wort, der über das Ergebnis des exsten Geschäfts⸗Halbjahres be⸗ richtete. Er wies auf die allgemeine Wirtschaftslage hin, die in der Hauptsache dsrreh die„passive Handelsbilanz“ hervorgerufen ist, das heißt, daß Deutschlond mehr an Waren einführen muß, als es em das Ausland ausflihrt. Das ift auch der Hauptgrund der Mark⸗ entwertung, unter der selbstverständlich auch die Genossenschaften zu leiden haben. Auch unsere Genossenschaft mußte im verflossenen Jahre vielfach Kredite in Anspruch nehmen, wofür natürlich erhebliche Zinsen bezahlt werden müssen. Deshalb muß für mehr Kapital ge⸗ soygt werden. Der einfachste Weg dazu ist die Erhöhung des Geschäfts⸗ altteils, wie es schon von vielen gate ung 5h geschehen ist und 9 5 mußte. Die Verwaltung hätte auch öhere aren nehmen, der allgemeinen pretslage sich anpassen können. Da⸗ erhöht, aber auch das genossenschaftliche Prinzip verletzt worden, prefsregelnd zu wirken., Die Mitglieder fönnten auch dadurch zur Behebung des Kapitalmangels beitragen, daß sie die Sparkasse mehr in Auspruch nehmen. Um deren Be⸗ nutzung zu fördern sind die Zinssätze erhchlich hergufgesetzt worden. Die übrigen auf die Enfmickelung der Genoffenschaft bezüglichen 1 des Redners sind in dem Artikel in der Samskag⸗ Nummer enthalten.— Kassterer Günderoth trägt die finan⸗ 1 b Ergebnisse des letzten Halbfahres vor. Diese wurden in un⸗ mit wäre die Einnahme erem Blalte in dem erwähnten Artikel ebenfalls veröffentlicht.— In der Aussprache, die sich an die Berichte anschließt, steht folgende, von Seng und Genossen beantragte„Resolutjon“ mit zur Debatte: „Die am 4. Staat und Reich herangetreten wird, behufs Gewährung von Krediten. Sie verlangt weiter, daß gegen die Umsatzsteuer der Kampf mit allen Mitteln geführt wird. Notwendig ist ferner, daß die Konsumvereine in Verbin tung des Konsumvereins bereit, diesem so werden wir 0 E Erhöhung der Geschäfs nkejle vorzunehmen, ohne die illung obiger Forderungen, der Erklärung des Geschäftsantells einfach mit ig o Presse für die März im Gewerkschaftshause tagende Mitglioder⸗ versammlung beschließt Folgendes: Wir verlangen von der Leitung. des Konsumvpereins Gießen und umg., daß an Gemeinde, ung mit sämtlichen wirtschaftlichen und politischen Organisationen der Arbesterschaft einen Kontroll⸗ für Wirtschaft und Handel bilden. Erklärt sich die Lei⸗ Verlangen zu entsprechen, einer Erhöhung der Geschäftsantefle zustimmen. 5 80 ten die Mitglieder nicht für ein e Dauer genligende Hilfe.“ 6 0 er Bersten acht darauf aufmerksam, daß es eine Alem mung mit einem Vorbehalt nicht geben könne, es 110 e bei der Frage er nein gestimmt — Fahrplan ⸗ Veränderung. wird an jedem Samstag der Personenzug 773 in der Richtung nach Kassel(Gießen ab 12.32 Uhr mittags) bis auf weer wieder gefahren. Aus dem Stadttheater: Ft das neue Gastspiel des aus⸗ gezeichneten rufsschen Balletts am Donnerstag, den d. März, das bei seinem ersten Gastspiel im Oktober vorigen Jahres durch seine außergewöhnlichen Darbietungen größtes Auf⸗ sehen exregt hatte, gibt sich wiederum lebhaftes Inte resse bund. Es ei ansdrücklich darauf hingewiesen, daß das Programm lauter neue tummern aufweist, mit Ausnahme des Bacchanale“, das wohl kein Zuschauer, der es einmal gesehen hat, missen möchte. — Villingen. Hier fand am Sonntag, den 5. März, eine sehr stark befuchte polltische Versammbung statt, mit dem Thema: „Ruhrbesetzung und Sozialdemokratte“. Gen. Moosdorf Gießen behandelte in seinem 1½stündigen Vortrag die Polti in der Vorkriegszeit, während des Krieges und seit der Zeit nach dem November 1918. Dabet besonders hervorhebend die große Sünde der Helfferichschen, Finanzpolitik in der Kriegszeit, ebenso auth die zlelbewußte Erfüllungspolittk des Kabinetts Wirth. Im Abwehrkampf werde die Arbeiterschaft und mit ihr die Beamten alles tun, man müsse aber auch verlangen, daß der Besitz seinen Worten Taten folgen lasse. Die Politik der nationalistischen Phrafendrescher mit ihrem Säbelgerassel müsse das Volk weit von ich weisen, da sie unverantwortlich ist und nur Elend und neue kot mit sich bringt. In diesem wirtschaftlichen Kampf vexschiedener Völler zeige sich zum ersten mal die unüberwindbare Kraft des geistigen Kanipfes, der nur zum Wohle der gesamten Bevölkerung geftihrt werden kann. Zur exsalgreichen Abwehr ist stärkste Heranziehung des Besitzes erforderlich. Die Ausführ⸗ ungen wurden mit dem größten Interesse verfolgt. Die Villinger Genossen haben insofern eine recht günstige Einrichtung getroffen, indem ste in Anbetracht der ganzen Verhältnisse biese Versamm⸗ lungen in dem schön geräumigen h ie. der Bürgermeisterei abhalten; überall, wo ähnliches möglich ist, kann dies zur Nach⸗ ahmung empfohlen werden. Eine Tellersammlung flir die Partei ergab den anfehnlichen Vetrag von 4750 Mk. p. Großen⸗Buseck. Am Samstag abend sprach hier in der Wirt⸗ schaft Koch Herr Diener, Vorstandsmitglled des Konsum vereins Gießen über die Griinde und Umstände, welche maßgebend waren, daß bis jetzt hier in Großen⸗Buseck noch nicht damit begonnen wer⸗ den konnte, eine Verkaufsstelle des Konsumvereins einzurichten. Die Haumptfrage, an welcher bisher alle Versuche gescheitert sind, war die Lokalfrage. Aus den Ausführungen des Redners komte man ent⸗ nehmen, daß einerseits diese Frage, andererseits aber auch die des Lagerhalters zu unberechtigten Reklamationen geführt haben. Dem einen war dieser, dem anderen jener nicht recht als Lagerhalter, und so auch die Verkaufsstelle. Weiter wurden in der Diskussion die Gespräche und Redereien(genannt auch Dorfklatsch) angeschnitten, welche zur Zeit im Umlauf sind. Daß sie jeder Grundlage— soweit es sich um Anschuldigumgen gegen H. handelt— entbehren, hat Herr Diener ja genügend bestätfgt. Aber bei allen Gesprächen muß man doch wirklich sehr bedauern, daß sie von verschtedenen Personen weiter verbrestet wurden, denn welche Leute sind es denn, die ein Interesse daran haben, daß eine Verkaufsstelle ni cht hierher kommt? Doch diese, die Nachteil zu erwarten haben, wenn einmal die Sache arbeitet. Wir dagegen, die wir uns dem Konsumverein angeschlossen, haben auch das größte Interesse daran, daß in aller Kürze mit den Arbeiten begonnen wird und wir in den Genuß kommen, Waren aus dem Konsum zu bezbehen. Deshalb jetzt zursick mit allen persön⸗ lichen Bedenken. Wer Lagerhalter wird und wo die Verkaufsstelle hinkommt, ist ziemlich gleich. Für uns muß allein das maßgebend sein, daß, wenn wir die Verkaufsstelle besitzen, wir wieder einen Schritt vorwärts für den Sozjalfsmus und gegen das ausbeutende privatwirtschaftliche System getan haben. Der Vorstand des Kon⸗ sumwereins Gießen hat seinen Standpunkt erklärt, an ihm liegt es nicht, wem keine Verkaufsstelle herkommt, es liegt an uns. Mit diefer Versammlung hat Herr Diener, Aufklärung über den Sach⸗ verhalt der Verzögerung gegeben, welche durch die seitherigen Rede⸗ reien und Klatschereien unnso nötiger war. Hoffen wir, daß die von uns bestimmte Kommission bald in der Lage ist, das beinahe auf einem toten Punkt angelangte Projekt gerecht zu lösen, ganz gleich wie, wo und wer. 1 4 4 2 Kleine Nachrichten. Auf dem Viehmarkt in Frankfurt weilten vorgestern neben der Wuther⸗ und Gewerbepolizet auch der Vertreter der Reichsfleisch⸗ stelle, Landrat a. D. von Bernus, mit verschiedenen anderen Be⸗ amten. Es waren aufgetrieben; 20 dänische und 12 amerikanische Rinder, 152 Ochsen, 25 Bullen, 868 Färsen und Kühe, 202 Kälber, 112 Schafe und 931 Schweine. Es wurden bezahlt für einen Zentner Lebendgewicht: Ochsen 150 000 bis 220 600. Mk., Bullen 160 000 bis 230 000 Mk., Färsen und Kühe, vollfleischige 220 000 bas 250 000 Mk., mittlere Ware 190 000 bis 220 000 Mk., mäßlg genährte 190 000 bis 190 00 Mk. gering genährte 80 000 bis 120 000 Mark: Schafe 80 000 bis 230 000 Mk.: Kälber, feinster Qualität, 210 000 bis 240 000 Mark, mittlerer Qualität 100 000 bis 200 000 Mark, geringerer Qualität 120 000 bis 150 000 Mk.: Schweine imter 80 Kg. 200 000 bis 250 000, Mk, von 80 bis 100 Kar. 250 000 bis 270 000 Mark, von 100 bis 150 Kgr. 270 000 bis 280 000 Mark, über 150 Kgr. 280 000 bis 290 000 Mk. Groß vieh, hinterließ etwas Ueberstand, Kleinvieh⸗ und Schwweinehandel war lebhaft, bei Schweinen verblieb etwas Ueberstand. Die Metzger waren im Einkauf sehr zurlckhaltend, da der Verbrauch von Ge⸗ frierfleisch zunimmt. Frankfurt a. M., 5. Mürz. Frankfurter Getreide⸗ börse. Bei ruhiger Geschäftslage wurden notiert Weizen Mk. 93 000 bis 98 000, Roggen Mk. 88 000 bis 92 000, Gerste Mk. 83 000 bis 88 000, Hafer, inländischer, 60 000 bis 75 000, Mais(La Plata und Mixed) Mk. 96 000 bis 105 000, Weizenmehl, südd, 140 000 bis 175 000, Roggenmehl Mk. 115 000 bis 125 000, Kleie Mk. 40 000 bis 45 000, Erbsen Mk. 140 000 bis 175 000. Ein frecher Raub. Freitag vormittag gegen 10% Uhr wurden zwei Beamte der Darmstädter Bank in Berlin auf der Chaussee zwischen Niederschöneweide und Baumschulenweg von drei jungen Burschen, die ihnen auf Fahrrädern entgegenkamen. angehalten und der Geldtasche mit etwa 10 Mill. Mark beraubt. Darauf schwangen sich die Täber auf ihre Räder und fuhren in Richtung Baumschulen⸗ weg davon. Bisher ist es noch nicht gelungen, die Straßenräuber zu ermitteln. 8 Strafkammer Gießen. Sitzung vom 27. Februr. untreuer Verwälter. Der früher bri der Freih. v. Röedesel'schen Gutsverwaltung in Altenburg b. Alsfeld als Guts⸗ iüspeklor angesbellte F. G. in N. hat sich im Verlaufe seiner Tätig⸗ keit im Jahre 1921 eine Reihe von Veruntreuungen zuschulden kommen lassen, die zu Einor Anklage wegen Untreue, Unterschlagung und Vetrug führten. Auf Grund der sehr umfangreichen Beweis⸗ auftehe wurde festgestellt! daß er ohne Ermächtigung sefnes Arbeitgebers 40 Zentner Weizen verkauft und den Erlös für sich verwendet hat. Ferner hat er in einer Reihe von Fällen den Kaufpreis für im Kleinverkauf veräußerte landwirtschastliche Pro⸗ dukte vereinnahmt und den Erlös für sich verbraucht, ohne die vor⸗ geschriebenen Buchungen vorzunehmen. In zwei Fällen hat er unter Verschweigung der Tatsacho, daß er bereits entlassen war, Zahlungen entgegengenommen, und das Geld für sich behalten. Wegen Untreue mit Unterschlagung in 7 Fällen und Betrug in 2 Fällen erhielt er unter Zubilligung mildernder Umstände an Stelle der an sich verwirkten Gefängnisstrasen Geldstrafen von ins⸗ Vom Samstag, den 10. März,! deshalb die Hrurdenfälschung erhfetr er die gesetzliche Mindeststrafe von ene Woche Gefängnis. Sitzung vom 2. März. Gestohlener Kupferdraht und unglaubwüär⸗ diger Zeuge. Der wegen Dlebstahls mehrfach „Gelegenheitsarbeiter“ H V. und sein älterer Bruder, der Al händler L. V., beide aue Großen⸗Busech sind angeklagt. n Weihnachtszeit eine erhebliche Menge Kupferdraht der Gewerk. schaft Gießener Braunstelnbergwerk gestohlen und elne Bescheinsgung er den angeblich rechtsmäßigen Erwerb des Kupfers gefälscht zu haben, bestreiten aber die Tal. In der Hauptverhandlunc trat ein von dein älteren Angeklagten unmittelbar geladener Zeig auf, der im Borperfahren keine Angaben machen konnte. numme! aber unter Eld bekundete er habe unter völlig unwahrschein⸗ lichen Umständen— gesehen wie ber Angeklagte das Ku ge⸗ kauft und bezahlt habe, Da dringender Verdacht des inesds und der Anstiftung vorlfegt, wurde auf Antrag des Staatsanwalts die Aussage protokolliert und die Verhandlung vertagt; der Staats⸗ 2— ließ den Zeugen und den älteren Angektagten söfort fest⸗ N en- Falsche Eisenbahnfahrkarte. Mit 1000 Mark Gelostrafse und 10 Tagen Gefängufs wurde ein Schlosser an Als⸗ feld bestraft, weil er ohne gültigen Fahrscheln die cuba 8. nutzt umd einen Fahrschln gesälscht hat. 5 Unaufgeklärte Einbruchs deb stähle. In 0 höheren 1 der Universttätsbibliothek, der Medi 5 der Pfychiatrischen Klinik wurden in elner Oktobernacht Reshe von Eifib ruͤchsdiebstäßlen verübt, wobei der Verhvecher Schuß auf den ihn überraschenden Hausverwalter abge nrütmaßlicher Täter ist ein zurzeft in Ziegenhain eine strafe von drei Jahren verbüßender Sträfling angeklagt. leugnet und will üüberhaunt nicht ir Gießen gewesen sein. Sddatsanwalt beantragte, die Verhandlung auszusetzen m um Tatort gefundene Patronen⸗Hülse und das 25 Chem⸗Mikrosk. Institut von Dr. Popp in Frankfurt a. M. urtersuchen zu lassen ob sie aus der Pistole des A stanten. Das Gericht erljeß einen entsprechenden Be Er 85 12 Uhr: 22 600 Mar Dollarstand gestern mittag Oehürdliche Bekaunkmachnagen Bekanntmachung. Auf Grund des K 5 8 der Verordnung zum Schutze der Mieter dom 22. Juni 1919 und des§ 9 des Ge⸗ setzes über Maßnahmen gegen Wohnungs mangel vom 11. Mai 1920 wird mit Zustimmung des eichz⸗ arbeitsministers und mit Ermächtigung des Hessischen Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft zu Nr. M. A. W. 5553 vom 1. März 1923 für den Bezirk der Stadt Gießen folgende Anordnung getroffen: 9 1. Die ztwangsweise Räumung einer Wohnung darf nicht erfolgen, wenn die Gemeindebehörde(Wohnungs⸗ amt) bescheinigt, daß der Inhaber der Wohnung dei Durchführung der Räumung wohnun werden würde. ö 9 2 Diese Anordnung tritt mit dem Tae dir Ver⸗ kündigung in Kraft. Gießen, den 5. März 1923. Der Oberbürgermeister. J. V.: Krenzin Edelnetall⸗Aukauf! Gold-, Silber⸗, Vlutin⸗Genenstünde, auch Bruch, Uhren, Brillanten, pols⸗ brandstifte, Prismen e e künstliche Zähne und Gebisse kanft in höchs erreichbaren Petises 3 G4. Koch, Gießen Mühlstr. 2, nächst der Bahnhofstr. Gegr. 1894 12 bbßelmetalsachverstäpdiget. Schiferhund bd. Dobermann zu kaufen ges. Angeb. mit Preis unt. 2713 an Herso M. A. E. Gießen. 1814 Deen nädehen e - 1 47. 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