edition: Gießen Brlahnbofstraße 23 Fernsprecher 2008. berhessische Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete. b kozeitung Frpenition: Gießen Bahuhofstraße 23 Jerusprecher 2003. Die Oberb. Volksseitung erscheint jeden Werktag vormittag in Gießen. n mit den Beilagen, Das Blatt der Frau und„Land⸗ tschaftliche Beilage, betr 9 e 780.— Mk. einschl. Bringerlohn. Durch die Post bezogen 780.— Mk. einschl. Bestellgeld. Eingelnumm. 90.— Mt, Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters. Für den Inseratenteil verantwortlich: R. Strohwig. Verlag von Hermann Neumann& Cie., sämtlich in Gießen. Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt G. m. b. H. Offenbach a. M. Der Anzeigenpreis beträgt für die Millimeterzeile(85 mm breit) oder deren Raum lokal 7.— Mt. auswärts 10.— Mk, die Retlamemillimeterzeile 30.— Mk. Bei größeren Aufträgen oder Wiederholungen wird entsprechen⸗ der Rabatt gewährt— Anzeigen-Annahme bis 6 Uhr abends. Nr. 3 Gießen, Freitag, den 5. Januar 1923 18. Jahrgang 8 Frmjissche Krisenpoltfl. Die französischen Vorschläge zur Regelung der Repa⸗ rationsfragen sind ihrem ganzen Charakter nach darauf an- gelegt, die Krise der Reparationen zu beschleunigen. Seit Jahren wartet die Welt auf eine Lösung der internationalen Schuldverpflichtungen, die endlich die Grundlage für den gemeinsamen Wiederaufbau Europas und für die gemein⸗ same Ueberwindung der Kriegsfolgen schafft. Minister⸗ konferenzen und Zusammenkünfte von Sachverständigen sollten dazu beitragen, die Gesamtheit dieser Fragen zu klären. Es liegen Ergebnisse dieser Beratungen vor, die die Hoffnung zuließen, daß man in Paris zu einer Ver⸗ ständigung kommen würde. Die neuen Vorschläge Poincarés aber setzen sich über alles, was in dieser Richtung gearbeitet wurde, hinweg und verlangen eine Verschärfung anstatt eine Erleichterung des Londoner Zahlungsplans, unter dessen Herrschaft der Dollar auf 9000 gestiegen und deutsche Minister zu Tode gehetzt worden sind. 4 Die dringenste Frage für Deutschland war die Er- reichung eines Moratoriums, das zunächst einmal die Vor⸗ aussetzungen für die Abmessung seiner eigenen Leistungs⸗ fähigkeit, für die Stabilisierung der Mark und für die Balancierung des Haushalts bringen sollte. Die französi⸗ schen Vorschläge sprechen von einem Moratorium, verschärfen aber in Wirklichkeit die jetzt geltenden Zahlungen. Denn an hre Stelle sollen die produktiven Pfänder treten, die anstatt bisher 720 Millionen Goldmark eine Milliarde Goldmark der deutschen Wirtschaft abzapfen wollen. Daneben aber sollen die Sachleistungen, die Ausgleichszahlungen und vor allem die völlig unproduktiven Kosten der Rheinland- besatzung wie bisher bestehen bleiben. Weiler wird aber von Deutschland verlangt, daß es Auslandsanleihen und mit ihrer Hilfe die Reparationsschulden noch während des Mora⸗ toriums abdecken soll. Alle Sachverständigen⸗Gutachten, die übereinstimmend eine Entlastung Deutschlands von den Reparationen forderten, ehe eine Auslandsanleihe überhaupt als möglich erachtet wurde, haben also auf den französischen „Ministerpräsidenten keinen Eindruck gemacht. Nachdem so der Zahlungsplan zunächst verschärft wer⸗ den soll, erklärt man sich bereit, die 32 Milliarden Goldmark Schatzbonds, deren Gegenwert Deutschland der Entente noch schuldet, deren Bezahlung aber niemals amtlich ins Auge gefaßt worden ist, zu streichen. wenn auch die übrigen Alliierten sich mit dieser Annullierung einverstanden er— klären. Eine derartige„Erleichterung“ kann natürlich für Deutschland niemals wirksam werden. nochdem es schon unter der Last der Zahlungen für die vorberechtigten 50 Milliarden Goldmark Reparationsschulden zusammenge⸗ brochen ift. Die Frage lautet: Wie wird dieser Teil der deutschen Zahlungspflicht abgemildert und auf ein erträg⸗ liches Maß gebracht? Poincars tröstet mit Schlössern, die im Monde liegen. 5 N a Ueber alle diese Fragen ließe sich reden. Denn was Poincaré jetzt sachlich verlangt, sind ja schließlich Forde⸗ rungen, die durch Verhandlungen auf ein vernünftiges Maß gebracht werden könnten, wenn nur auch Frankreichs guter Wille zu einer Verständigung erkennbar wäre. An dieser grundlegenden Voraussetzung fehlt es jedoch gänzlich. Das Programm der deutschen Finanzkontrolle, Art und Kon— struktion der Pfänder und die Eingriffe in die deutsche Souveränität sind derart schroff, daß eine Brücke zwischen den gegensätzlichen Anschauungen nicht erkennbar wird. Zur Sicherstellung der Sachlieferungen werden Kohlen und Holz, wie andere zum Wiederaufbau geeignete Materialien, nicht der Form nach, aber sachlich nach allen Regeln militärischer Requisitionskunst beschlagnahmt. Ein interalliiertes In⸗ genieurkomitee soll das Recht erhalten, die Tätigkeit des Kohlensyndikates und der deutschen Kohlentransporte zu überwachen und Befehle zu erteilen. In ähnlicher Weise will man den Holzschlag der Staats- und Kommunalforsten erhöhen, um die Lieferungen an Holz für den Wiederaufbau herauszupressen. Für die übrigen Sachlieferungen verlangt man schlankweg das Recht der Requisitionen sowohl im Rheinland wie im Ruhrgebiet. Zur Sicherstellung der Geldlieferungen ist ein ganzes System von Beschlagnahmun— gen deutscher Einnahmen aufgestellt. Eine Ueberwachung der deutschen Ausfuhr, eine Beschlagnahme der Zoll- einnahmen im Rheinland und im Ruhrgebiet, eine Er⸗ hebung der Zölle im westlichen Deutschland, eine Beschlag⸗ nahme der Kohlensteuer, die in einem Teil sogar von den Zechenbesitzern in fremden Devisen beigetrieben werden soll — alle diese Maßnahmen sollen zur Sicherstellung der fran⸗ kösischen Ansprüche dienen. Aber nicht nur auf den Westen Deutschlands, der für die Reparationen durch die verschärfte Ueberwachung des Ruhrgebietes noch mehr als bisher aus- gepumpt werden soll, erstrecken sich nahmen, die der französische Vorschlag verlangt. Auch die rigorosen Maß- Die Pariser Konferenz auf dem toten Punkte Die Endlösung ist gescheitert. Zwar ist man in Paris trotz den zweitägigen Verhand⸗ lungen und den langen Vorbereitungen der Konferenz bisher noch um keinen Schritt weiter gekommen. Trotzdem aber steht fest, daß die von der Welt angestrebte Endlösung vor⸗ läufig als gescheitert betrachtet werden kann und erst möglich sein wird, wenn sich das Frankreich von heute zur Vernunft durchgerungen hat. Maßgebende Finanzpolitiker in Berlin, darunter auch der Reichsfinanzminister, haben es noch vor Zusammentritt der Konferenz für ausgeschlossen ge— halten, daß eine Endlösung zustande kommt und sind deshalb der Auffassung, daß die deutschen Vorschläge dieser vermu⸗ teten Erwartung Rechnung tragen. Die Entwicklung der Verhältnisse hat ihnen schnell Recht gegeben. Wenn das Ka⸗ binett insgesamt den Hinweis, daß eine Endlösung kaum möglich sein wird, überging und statt dessen Herr Cuno in einem sonderbaren Optimismus lebte, so zeugt das von der kindlichen Naivität, die diese Regierung auszeichnet. Wieder ein Provisorium? Wir werden uns damit abfinden müssen, daß eine End⸗ lösung des Reparationsproblems auch in Paris nicht zustande kommt und infolgedessen zurzeit nur zwei Lösungsmöglich⸗ keiten bleiben, das sind: Schaffung eines Provisoriums oder eigenmächtiges Vorgehen Frankreichs gegen Deutschland. Auch spricht man viel von einer Intervention Amerikas, was doch bei der Verschiedenartigkeit der Grundeinstellung der Regierungen zum Reparationsproblem ausgeschlossen scheint. Mehr Wahrscheinlichkeit spricht für eine provisorische Kompromißlösung, bei der, wie es bereits oft der Fall war, die belgische Regierung den Vermittler spielen wird. Zu ungunsten Deutschlands. Poincaré lehnt Englands Vorschlag ab. Daß die zu erwartende Kompromißlösung nur zu un⸗ gunsten Deutschlands ausfallen kann, ergibt sich unseres Erachtens bei dem Vergleich des englischen und französischen Re⸗ parationsvorschlags und aus der Haltung, die Poincaré im Lause der Mittwochssitzung im Auftrage des französischen Kabinetts eingenommen hat. Der Stärke der französischen Positson bei den augenblicklichen Verhandlungen bewußt, lehnte Poincaré den englischen Vorschlag als Verhandlungs⸗ grundlage ab und erklärte kategorisch, daß seine Regierung nicht daran denke, den französischen Plan durch eine Debatte über die Einzelheiten zerpflücken zu lassen. Die Annahme des eng⸗ lischen Planes käme einer„Aufhebung des Versailler Vertrages“ gleich und rolle Probleme auf, die weit über das Programm der Pariser Finanzkonferenz hinausgingen. Der französische Mi⸗ nisterpräsident kündigte ferner für Donnerstag eine Note an, in welcher der englische Plan eingehend von den französischen Sach⸗ verständigen kritisiert werde. Belgien sleht zu Fraukresch. Poincarés Haltung findet bei den Belgiern ein gewisses Verständnis, zumal er sich für die Aufrechterhaltung der bel⸗ gischen Prioritätsrechte, welche England anscheinend auf⸗ geben will, einsetzte. Das ist naturgemäß ein Moment, das bei der Entscheidung ebenfalls mitsprechen wird. Schon aus der am Mittwoch gehaltenen Rede des belgischen Minister⸗ Präsidenten ging eine starke Geistesgemeinschaft mit Poin⸗ caréè hervor. Theunis erklärte, daß Deutschland alles getan habe, um sich selbst von seiner angeblichen Armut zu über⸗ zeugen, daß es aber in Wirklichkeit durchaus leistungsfähig sei. Besonders warnte er vor der gegenwärtigen Reichs: regierung, die vollständig von der Schwerindustrie beherrscht werde. von vornherein als unerfüllbar anzusehen sind. Zunächst ist es undenkbar, einen Stabilisierungsplan auszuarbeiten und durchzuführen, wenn vorher die Voraussetzungen dafür beseitigt werden. Das gleiche gilt für die Balancjerung des Reichshaushalts. Ueber alles Maß aber hinaus schießen die Kontrollbestimmungen, die zugleich dem Reiche und den Ländern diktatorisch zugemutet werden sollen. Der Garantieausschuß, der nach Berlin übersiedeln soll, würde das Recht erhalten, jede Ausgabe zu streichen und jede Er— höhung zum Zwecke der Erfüllung der Reparationslasten vorzuschreiben. Sogar die Autonomie der Reichsbank— jener fragwürdige Erfolg der bisherigen englischen Repa⸗ rationspolitik— soll dem Diktat des Garantiekomitees weichen. Jeder Widerstand dagegen soll als vorsätzliche Ver- fehlung angesehen werden und automatisch die Sanktionen in Kraft setzen. Während also bisher die Reparationskommission zu— ständig war, um Sanktionen erlassen zu können, und wenn sie bisher auch an die Meinung der Regierung gebunden war, soll in Zukunft nicht nur diese, sondern auch die Rhein- landkommission und die Ingenieurkommission, ein Stab untergeordneter Staatsbeamter, verfügen, daß Essen und gegenüber dem Reiche werden Bedingungen aufgestellt, die England will das Einvernehmen erhalten. Die Rede Bonar Laws, die in der Mittwochssdzung der Er⸗ klärung Theunis folgte, brachte vor allem zum Ausdruck, daß es der lebhafte Wunsch der englischen Regierung sei, das Einver⸗ nehmen unter den Verbündeten aufrecht zu erhalten. Erst Donnerstag nachmittag um 3 Uhr will der englische Minister⸗ präsident eine ausführliche Antwort auf die Erklärungen Poin⸗ carés geben. Am Mittwoch stellte er vorläufig sest, daß England der Auffassung ist, daß die Reparationsangelegenheit sich als ein schlechtes Geschäft erwiesen habe, und man jetzt wenigstens noch sopiel herausziehen müsse, wie herausgezogen werden könne. Er erklärte sich bereit, der Beschränkung des Moratoriums auf zwei Jahre, wie es von Frankreich gewünscht werde, event. zuzustim⸗ men. Besonderen Wert legte er auf die Feststellung, daß England alle Sanktionen mit Frankreich gemeinsam vornehmen würde, falls das neue von ihm vorgeschlagene Ueberwachungskomitee künftig eine vorsätzliche Nichterfüllung auf deutscher Seite fest⸗ stellen sollte. Die von England vorgeschlagene Ziffer für die eng⸗ gültige Festsetzung der deutschen Schulden rechtfertigt Bonar Law mit dem Hinweis darauf, daß diese Ziffer die Mitte zwischen den in der franzsiöschen Kammer ausgesprochenen Höchst⸗ und Mindestziffern darstelle. Zum Schluß erklärte er, daß es unnütz wäre, eine Verständigung zu erstreben, wenn zwischen England und Frankreich wirklich tiefgehende Gegensätze bestünden. Eng⸗ land sei gegen die Erfassung von Pfändern, weil dadurch die Wiederherstellung des deutschen Kredits verhindert würde, und ferner gegen eine Finanzkontrolle, die der Einsetzung einer fremden Nebenregierung gleichkomme. Die Verbündeten müßten entscheiden, ob sie durch Erfassung von Pfändern sofort kleine Zahlungen eintreiben oder durch Wiederherstellung des deutschen Kredits große Zahlungen für später sichern wollten. Seine Re⸗ gierung sei der Auffassung, daß sämtliche drei vorliegenden Pläne erörtert werden müßten. Der italienische Außenminister will erst heute die Auffassung seiner Regierung präzisieren. Aus der Rede Bonar Laws ergibt fich eine starke Kompromißgeneigtheit, die schließlich zu einer Verständigung führen wird, zumal zu erwarten ist, daß der englische Minister⸗Präsident heute auch das Problem der interalliierten Schulden ausführlich be⸗ handeln und Frankreich hier Konzessionen machen wird. Auffallend ist, daß die alliierten Staatsmänner keine Neigung zeigen, den deutschen Plan auch nur kennen zu lernen. der zweifellos hinter den wirklichen Plänen der alliierten Länder zurückbleibt, so daß es schließlich zwecklos wäre, ihn überhaupt noch vorzunehmen. Seine Bekannt- gabe wäre nur ein neues Mittel für Poincaré, Deutschlands „schlechten Willen“ zu beweisen. Berliner Stimmungen. Die Auffassung in Berliner maßgebenden Kreisen hat sich seit Mittwoch mittag nicht wesentlich verschoben. Das Kabinet: trat zu einer Sitzung zusammen, befaßte sich aber, wie versichert wird, nur mit laufenden Angelegenheiten. Dagegen haben sich die zuständigen Ressortminister im Laufe des Nachmittags mit den Einzelheiten der alliierten Vorschläge zum Repaxationsproblem befaßt. Da die entscheidende Sitzung der Pariser Konferenz erst um 5 Uhr begonnen hat, war bis in den späten Abendstunden in Berlin näheres über das Ergebnis dieser entscheidenden Sitzung nichts bekannt. Aus diesem Grunde bestand auch 115 das Kabinett keine Möglichkeit, sich mit dieser Frage zu befassen. Gegenüber den an der heutigen Börse auftauchenden Gerüchten von angeb⸗ lichen Rücktrittsabsichten des Reichskanzlers Dr. Cuno kann von der Telunion auf das bestimmteste versichert werden, daß der Reichskanzler und das Kabinett unter keinen Umständen an einen Rücktritt denken, vielmehr fest entschlossen sind, an den Richt⸗ linien, die der Kanzler in seiner Hamburger Rede dargelegt hat, auf alle Konsequenzen hin festzuhalten. Bochum besetzt werden, daß das gesamte besetzte Gebiet durch eine Zollinie vom Reiche getrennt wird und daß die Be⸗ satzung der Rheinlande um ein halbes Dutzend Jahre ver ⸗ längert wird! Aus dieser Bestimmung spricht die Kata strophenpolitik der französischen Regierung in einer Weise. die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig läßt. Unter diesen Umständen fällt es schwer, an die Möglich⸗ keit einer Verständigung zu glauben, die man natürlich jetzt in Paris suchen wird. England, das aus den früheren Ar- beiten über die Reparationsfrage gelernt hat, will eine wesentliche Erleichterung der deutschen Zahlungsbedingun⸗ gen, wenn auch über die Herabsetzung der Höhe der Repa⸗ rationsschuld Meinungsverschiedenheiten bestehen könnten. Italien nimmt eine unentschlossene Haltung ein, weil es nicht auf seine Forderungen aus dem Versailler Diktat ver⸗ zichten will, um sie den französischen Ansprüchen zu opfern. Die Krise, die damit in Paris eingesetzt hat, noch ehe über ⸗ haupt eitie ernsthafte Erörterung der Reparationsfrage stattfinden konnte, kann jeden Augenblick verschärft werden, wenn nicht plötzlich ein neuer Kompromißvorschlag auftaucht. Inzwischen wächst das französische Staatsdefizit, und die Valutarier, die sich an einem neuen Marksturz bereichern wollen, harren neuer Beute. — 1 1 4 ö ö wollte Neues vom Tage. Die italienische Verfassungs änderung. Der Faseismus baut die Demokratie ab. Dem Mondo zufolge beabsichtigt die Regierung bei der aus den Neuwahlen hervorgehenden Kammer eine Ver- fass reform durchzusetzen in der Richtung, daß die durch das Vertrauen des Königs berufenen Minister nur einmal, zu Beginn der Legislaturperiode, einem Vertrauensvotum unterworfen werden könnten, das dann während der ganzen Legislaturperiode seine Geltung behalten würde. Der Mondo bemerkt dazu, einer derartige Maßnahme werde in letzter Linie die Regierung der Verantwortung vor dem Parlament entziehen. 8 8 Keine Streikandrohung der Reichs gewerkschaft deutscher Eisenbahner. Zu den umlaufenden Gerüchten teilt der Vorsland der Reichs⸗ gewerkschaft Deutscher Eisenbahner und Anwärter, Landesstelle Sachsen, mit, daß seitens der Reichsgewerkschaft in keiner Weise irgend eine Streikagitation betrieben, noch bei den Teuerungs⸗ verhandlungen mit der Reichsregierung eine Streikagitation ange⸗ kündigt worden ist. g 3 Zum Bombenattentat in Halle. Die Polizei hat jetzt festgestellt, daß die Verüber der Dynamit⸗ sanschläge das Dynamit aus dem Sprengmagazin der Karbonid⸗ Aktiengesellschaft in Halle entwendet haben. Es kommen als un⸗ mittelbar Beteiligte an den Anschlägen 4 junge Leute in Frage, von denen einer auf der Flucht eine Kapitänmütze verloren hat. Von mehreren Privatpersonen sind hohe Belohnungen auf die Ergreisung der Täter ausgesetzt, so allein von einem Industriellen 1 Million Mark. 5 L Markthallenstreik in Berlin. Gefährdete Lebensmittelversorgung. „Mehr als dreiviertel der Kleinhändler haben sich am Mittwoch in den städtischen Markthallen in Verlin dem am Dienstag aus⸗ gebrochenen Großhändlerfreik angeschlossen. Außer sämtlichen Obst⸗ und Gemüsehändlern der Markthallen steht ein großer Teil der Fett⸗ und Fleischwarenhändler im Verkaufsstreik. Der geringe Kleinverkauf von Lebnsmitteln in den Markthallen findet unter polizeilichem Schutze statt, da die Streikenden die offenen Ver⸗ kaufsstände mit Gewalt bedrohten. Die Aufforderung des Polizei⸗ präsidenten zur Wiedereröffnung der Stände ist bisher nicht be⸗ folgt worden. Nachdem sich inzwischen auch bas Mittelstands⸗ Kartell auf die Seite der Streikenden gestellt und gedroht hat, die Schlächter und die Bäcker Berlins zum Anschluß an den Streik aufzurusen, hat sich der Polizeipräsident erneut an den Magistrat f um eine Vermittlullg anzubahnen; er beabsichtigt, auch n Reichsarbeitsminister anzugehen, um die Parteien an den Verhandlungstisch zu bringen. In der Magistratssitzung vom Mittwoch beantrage der Stadtkämmerer, etwa 350 Millionen für lt 9 der Stadt mit Lebensmitteln zur Ver⸗ ö zu en. 5 Piolitische ueversicht. Der Kampf ums Deutschtum im Saargebiet. Aus dem Saargebiet wird uns geschrieben: 5 Unter der Herrschaft der Regierungskommisston und des srrancs hat die Korruption und die Günstlingswirtschaft m Saargebiet einen erschreckenden Umfang angenommen und leider auch nicht vor der Arbeiterschaft Halt gemacht. Oft war es Not, noch öfter Ehrgeiz, in den meisten Fällen aber die Sucht nach Reichtum, die die Saarbewohner zu Söldlingen der Franzosen und zu Schädlingen am deutschen Volke machte. Diese unerfreulichen Verhältnisse macht sich jetzt eine sogenannte„Saarbund“-Gesellschaft zunutze. Sie propagiert„die restlose Sammlung aller denkenden, auf⸗ rechten und friedfertigen Saarländer, die Pflege pazifistischer. Ideen, Erforschung und Pflege heimatlicher Traditfson und Geschichte, Schutz, Ausbau und Vervollkommnung der allge⸗ meinen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse, Schutz der Heimat und der Saarbewohner, der Sitten und Gebräuche und Gewohnheiten, Erziehung und Bildung der Bevölkerung zu gegenseitigem Verstehen, zu Ruhe, Frieden und Völkerversöhnung, zu selbständigem Denken und objek⸗ tiver Würdigung und Beurteilung ihrer Gesamtverhältnisse N* 9% 2 Die Sängerin. a Novelle von Wilhelm Hauff. Sehen Sie, lieber Doktor, hier habe ich ein kleines un⸗ scheinbares Papier. Diesem bin ich meine Rettung schuldig. (Ich fandes eines Morgens unter dem Brötchen meines Frühstücks, ich weiß nicht, von welcher gütigen Hand es kam, faber möge der Himmel das Herz belohnen, das sich meiner serbarmte. Es lautet: . Mademoiselle! Das Haus, welches Sie bewohnen, ist ein Freudenhaus; 15 Damen, die Sie um sich sehen, sind Freudenmädchen; 0 ollten wir uns in Giuseppa getäuscht haben? Wird sie einen kurzen Schimmer von Glück mit langer Reue erkaufen wollen? g Es war ein schreckliches Licht, es drohte mich völlig zu blenden, denn es zerriß beinahe zu plötzlich meinen un⸗ sschuldigen Kindersinn und den Traum von einer unbesorgten glücklichen Lage. Was war zu tun? Ich hatte in meinem Leben noch nicht gelernt, Entschlüsse zu fassen. Der Mann, dem dieses Haus gehörte, war mir ein fürchterlicher Zauberer, der jeden meiner Gedanken lesen könne, der jetzt schon darum wissen müsse, was ich erfahren. Und dennoch f ich lieber sterben als noch einen Augenblick hier ver— weilen.— Ich hatte ein Madchen geradeüber von unserer Wohnung zuweilen italienisch sprechen heren; ich kannte sie nicht— aber kannte ich denn sonst jemand in dieser unge⸗ heuren Stadt? Diese vaterländischen Klänge erweckten Zu⸗— trauen zu mir; zu ihr wollte ich flüchten, ich wollte sie auf den Knien anflehen, mich zu retten. Es war sieben Uhr frühe; ich war meiner ländlichen Gewohnheit treu geblieben, stand immer frühe auf und pflegte gleich nachher zu frühstücken, und dies rettete mich. sonders eifrig betätigen sich einige Bergbeamte, des Landes und seiner Bevölkerung und deren Zukunft.“ Welch Geistes Kind die Gründer und Leiter dieses Bundes, Bergbeamte, Lehrer und andere günstlingshungrige Ele⸗ mente, sind, zeigt der§ 19 der Statuten, der besagt, daß der Saarbund allgemein politisch„auf dem Boden des Versailler Vertrages und den daraus resultierenden weiteren Tat⸗ sachen“ steht. Der Saarbund erklärt sich also von vorn⸗ herein mit allen aus dem Friedensvertrag„resultierenden Tatsachen“ einverstanden. der Schädigung der Saarbevölkerung findet in diesem Sammelbecken der„denkenden, aufrechten und friedliebenden Saarländer“ einen Verteidiger. Ist es da noch notwendig, zu betonen, in wessen Dienste diese Gesellschaft. Be⸗ ie den Bergleuten gute und leichte Beschäftigung auf französischen Gruben versprechen, wenn sie die grüne Mitgliedskarte des Saarbundes vorzeigen. Wer bisher sieben Frances ver⸗ dient hat, soll als„Saarbündler“ zehn bekommen. Was bisher dem bezahlten Spitzeltum nicht gelungen ist, das soll der Saarbund erreichen: die Arbeiterorganisationen von den deutschen Gewerkschaften loszulösen! Das Deutschtum im Saargebiet hat an sich einen schweren Kampf zu führen. Durch die oben gekennzeichneten mit französischen Francs, Würstchen. Schinkenbrötchen und anderen Weihnachtsgeschenken gespickten Elemente wird er noch mehr erschwert Die Sozialdemokratische Partei und die freien Gewerkschaften werden aber troßdem in Zukunft mit noch größerer Kraft und Entschlossenheit die Rechte und Aufgaben der Saarbevölkerung vertreten und mit Unter⸗ stützung aller denkenden Arbeiter des Saargebiets die son⸗ derbündlerischen Bestrebungen vereiteln. 4. Gegen die Metallschieber und ⸗Heh er. Zur Einschränkung des wilden Aufkaufs von Metallen aller Art sind die zuständigen Ressorts in Preußen mit den Reichsfinanzbehörden und mit den Spitzenverbänden der Gold und Silber verarbeitenden Industrien und des Edel⸗ metallhandels in Verbindung getreten. Das Reichswirt⸗ schaftsministerium bereitet zwei Gesetzentwürfe vor, die sich mit dem Aufkauf von Altmetall und dem von Edelmetallen befassen. Die Ausarbeitung der beiden Gesetzentwürfe steht unmittelbar vor dem Abschluß. Eine baldige Erledigung der Entwürfe ist dringend notwendig, da sich bei dem wilden Aufkauf geradezu grauenvolle Zustände herausgebildet haben. Besonders in Westdeutschland und im besetzten Ge⸗ biet häufen sich die Diebstähle von Perlen, Edelsteinen und Edelmetallen durch Jugendliche, sodaß rasche gesetzgeberische Hilfe am Platze ist. Hessen und Nachbargebiete. Gießen und Umgebung. — Offener Brief an Herrn Prof. D. Dr. Schian. (Schluß) Daß Sie geradezu darauf ausgehen, durch ausgeklügeltes Deutungen Ausgangspunkte zu neuen Angriffen und Ver⸗ dächtigungen zu schaffen, das beweist schlagend Ihre Er— widerung auf meine Erklärung zu den drei Dingen, die nach Angabe der Regierung zur Einleitung der Untersuchung geführt hatten. Die Erklärung lautete: Weder ich noch jener Kollege hat„mit diesen Dingen“ etwas zu tun. Also bezog sich das„diesen“ für jeden, der lesen kann, auf die vorher genannten drei Dinge. Sie aber suchen darin „einen Sinn, auf den der Leser nicht sogleich kommen kann“, bloß um einen Widerspruch mit einer früheren Aus⸗ sage von mir konstruieren zu können. Ich erkläre, daß ich niemals eine Aeußerung getan habe, die mit der oben ange⸗ führten in Widerspruch steht. Wenn Sie von„Selbstwider⸗ spruch“,„Gedächtnissehler“ usw. reden, so sind das lediglich Phantasiegespinste. Die„Argumentationsweise“, die Sie üben, schreckt aber auch nicht vor geradezu unwahren Behauptungen zurück. Eine solche habe ich Ihnen bereits im Falle Kaul nachgewiesen. Eine weitere will ich wiederum an der Hand der Sitzungsberichte der Volkskammer aufzeigen. Um diese Zeit schliefen noch alle sogar ein großen Teil der Domestiken. Nur der Portier war zu fürchten. Doch konnte er denken, daß jemand aus diesem Tempel der Herrlichkeit entfliehen werde? Ich wagte es; ich warf mein schwarzes, unscheinbares Mäntelchen um mich eilte die Treppe hinab; meine Knie schwankten, als ich an der Loge des Portiers vorbei ging; er bemerkte mich nicht; drei Schritte, und ich war frei. Rechts über die Straße hinüber wohnte das italienische Mädchen. Ich sprang über die breite Straße; ich pochte am Haus, ein Diener öffnete. Ich fragte nach der Signora mit dem schwarzen Lockenköpfchen, die italienisch spreche. Der Diener lachte und sagte, ich meine wohl die kleine Exzellenza Seraphina. Dieselbe, dieselbe, antwortete ich, führen Sie mich geschwind zu ihr. Er schien anfangs Bedenken zu tragen, weil es noch frühe am Tage sei, doch meine Bitten überredeten ihn. Er führte mich in den zweiten Stock in ein Zimmer, hieß mich warten und rief dann eine Zofe, der Erzellanza mich zu melden. Ich hatte mir gedacht, das hübsche italienische Mädchen werde meines Standes sein; ich schämte mich, einer Höheren mich zu entdecken, aber man ließ mir keine Zeit, mich zu besinnen; die Zofe erschien, mich vor das Bett ihrer Gebieterin zu führen. Ja, sie war es, es war die schöne junge Dame, die ich hatte italienisch sprechen hören. Ich stürzte vor ihr nieder und flehte sie um ihren Schutz an; ich mußte ihr meine ganze Geschichte erzählen. Sei schien gerührt und versprach, mich zu retten. Sie ließ den Diener, der mich heraufgeführt hatte, kommen, und legte ihm das strengste Stillschweigen auf; dann wies sie mir ein kleines Stübchen an, dessen Fenster in den Hof gingen, gab mir zu arbeiten und zu essen, und so lebte ich mehrere Tage 10 1 über meine Rettung, in Angst über meine Zu⸗ unft. Es war das Saus des Gesandten eines kle deutschen Die Politik der Entrechtung und Ich hatte in die amtlichen Akten gewährt habe. Der Ausdruck„amt⸗ liche Akten“ ist zunächst formell vollkommen richtig, denn die Untersuchungsprotokolle waren am tliche Akten; auf welche Weise Sie davon Kenntnis erhielten, ob durch Ab⸗ schrift oder sonstwie, ist nebensächlich,. niemand. Die Hauptsache ist: Die Kenntnis war Ihnen nur, durch einen Vertrauensbruch des Protokollfü rers ver⸗ mittelt worden, und dafür ist dieser disziplinarisch bestraft worden(s. Hess. Landesztg.“ Nr. 284). Der Ausdruck „Akten“ aber stammt von Ihnen selbst. Denn am gesagt:„Ich bin 0 ö materials“ über die Dinge genau informiert.“ Und als Ministerialdirektor Urstadt in seiner Erwiderung sagte:„Es ist mir unbegreiflich, wie er(nämlich Sie) aus den Akten vortragen kann. Die Akten habe ich, und sie sind nicht aus meinen Händen gekommen,“ da verzeichnet das Protokoll in Klammer: Abg. D. Dr. Schian: Die Akten habe ich! immerhin eine Verwechselung des Zwischenrufers durch den Stenographen vorliegen kann. Aber das Wort Akten ⸗ material haben Sie in Ihrer eigenen Rede gebraucht, es ist ja auch bei der Vorlegung des betr. Korrekturbogens des Sitzungsprotokolls von Ihnen nicht beanstandet, also ausdrücklich anerkannt worden. Und das genügt mir! Oder (Akten) ein„Sinn“ stecken,„auf den der Leser nicht sogleich kommen kann“? Aber wie Sie sich auch wieder herausreden mögen: das Wort steht nun einmal im offiziellen Sitzungs⸗ bericht, und da wagen Sie es, mir„glatte Unwahrheit“ vorzuwerfen? Ausgerechnet Sie, in dessen Artikeln kaum eine Zeile richtig ist, auch nicht richtig sein kann, weil Sie durchaus einseitig und falsch von Ihren Partei⸗ gängern unterrichtet sind, denen Sie ohne Besinnung und kritiklos Glauben geschenkt haben? Und weil das so ist und weil Sie sich nicht gescheut auszuschlachten und ins Blaue ö Menschen zu verunglimpfen, so kann man Ihnen auch leider den Vorwurf nicht ersparen, daß Sie es an dem Maß von Verantwortungsgefühl haben fehlen lassen, zu dem Sie als Professor der ev. Theologie künftigen Diener der ev. Kirche besonders verpflichtet ge⸗ wesen wären. N Zu Ihrem Unglück ist Ihnen auch die einzige itt liche Stütze für Ihre Angriffe gegen die Regierung und uns durch Ihren Schützling selbst entzogen worden, der, ⸗wie jetzt bekannt wird, sein Pensionierungsgesuch damit be⸗ gründet hat, daß er seine Aufgabe gegenüber der Republik nicht in dem Maße erfüllen könne, wie es von ihm erwartet werde. Wie der Wortlaut auch sein mag, auf jeden Fall liegt der angegebene Gedanke der Motivierung des Gesuchs zugrunde. Nur schade, sehr schade, daß ber Direktor zu dieser Selbsterkenntnis erst so spät gelangt ist und nicht schon früher die Konsequenzen gezogen hat. Dann hätten die Dinge an der Oberrealschule nicht eine so unerquickliche Ent⸗ wicklung genommen und Ihnen wäre die Gelegenheit er⸗ spart worden, sich— zu blamieren. Das verspäteke Geständ⸗ nis— auch alle Abschwächungsversuche Ihrerseits schon in Rechnug gestellt— ist in zweierlei Hinsicht ungemein wert⸗ voll. Zunächst und hauptsächlich wird ja dadurch die Stel⸗ lung, die die entschieden republikanischen Lehrer dem ange⸗ schuldigten Direktor als verantwortlichem Schulleiter und Verwaltungsbeamten eingenommen haben und die ich in meinen Artikeln zum Ausdruck brachte, glänzend gerecht⸗ fertigt. Denn nicht auf das angebliche Wollen, auf die Taten kommt es an, und diese zeugen gegen ihn. Sodann aber deckt das Bekenntnis die ganze Haltlosigkeit der Be⸗ mühungen auf, den Direktor als waschechten Republikaner teidiger hat ihn ja sogar als solchen gepriesen, als ihm(dem Direktor) die Hissung der republikanischen Flagge am 11. August(dem Verfassungstag) endlich gelang! Und wie stehen Sie selbst da? Welches Maß politischer Harmlosig⸗ keit, um nur dies hervorzuheben, muß Ihnen eignen, wenn Hofes in welches ich aufgenommen war. Die Erxzellanza war seine Nichte, eine geborene Italieneriu, die bei ihm in Paris erzogen worden war. Sie war ein gütiges, liebens⸗ würdiges Geschöpf, dessen Wohltaten ich nie vergessen werde. Sie kam alle Tage zu mir und tröstete mich; sie sagte mir, daß der Gesandte durch seine Bedienten in dem Hause des argen Mannes nachgeforscht habe. Man sei sehr in Be⸗ stürzung, suche es aber zu verbergen. Die Diener drüben flüstern geheimnisvoll, es habe sich eine Mamsell aus einem Fenster des zweiten Stocks in den Kanal der Seine gestürzt. Sonderbare Fügung! Mein Zimmer war ein Eckzimmer und sah mit der einen Seite nach der Straße, die andere ging schroff hinab in einen Kanal. Ich erinnerte mich, an jenem Morgen ein Fenster dieser Seite geöffnet zu haben; sich mein Verschwinden erklären. Signorg Seraphina sollte um diese Zeit nach Italien zurückkehren, sie war so gütig, mich mitzunehmen. Ja, sie tat noch mehr für mich; sie bewog ihre Eltern in Piacenza, daß sie mich wie ihr Kind in ihr Haus aufnahmen; sie ließ mein Talent ausbilden, ihr habe ich Freiheit, Leben, Kunst, o! vielleicht mehr als ich weiß, zu danken. In Piacenza lernte ich den Kapellmeister Boloni, der übrigens kein Italiener ist, kennen; er schien mich zu lieben, aber er sagte es mir nicht. Ich nahm bald nachher, den Ruf an das hiesige Theater an. Man schätzte mich hier, man hat mir sonst wohlgewollt, mein Leben und mein Ruf waren unsträflich; ach, ich habe in dieser langen Zeit nie einen Mann bei mir gesehen, als— ich kann Ihnen dieses schöne Verhältnis ohne Erröten gestehen— als Boloni, der mir bald hierher nachgereist war. Sie haben mein Leben jetzt gehört; sagen Sie mir, habe ich etwas getan, um so bittere Strafe zu verdienen? Habe ich so Entsetzliches ver⸗ schuldet?“ (Fortsetzung folgt.) befläufig bemerkt, daß der Prokokollfuhrer Ihnen Einbaum Nun ist dieser Zwischenruf allerdings so unsinnig, daß sollte auch in dieser so eindeutig aufzufassenden Benennung haben, nicht erwiesene, nur behauptete Dinge wahlagitatorisch* hinein die Ehre eines und Bildner der erscheinen zu lassen. Ein ganz besonders ungeschickter Ver⸗ wahrscheinlich war es offen geblieben, und so mochte man interessiert auch 9 N 3. August haben Sie in der Kammer laut Sitzungsbericht jetzt auf Grund des Akten ⸗ : 22 quod, Herr Professorl) „den nach langer, 1 timmig eine Schulregierung fallen ließ, die zu einem erheb⸗ . lichen Teil noch aus Männern Ihrer politischen Richtung bestehte„An der Tatsache, die ich festgestellt, ist nicht das geringste zu ändern: Kleinigkeiten,„Winzigkeiten, Miß⸗ deutungen usw. usw.“ Ich? Wer ist dase Ich, die Au it Schian, unparteiischer Oberrichter im Falle Schnell, Aktenkenner usw. usw. Wer wie Sie von vornherein das Persönliche in die Sache hineingetragen hat, hat kein Recht, sich über den „Ton“ der Gegenartikel zu beschweren. Man hat die Sachlichkeit meiner Ausführungen selbst in Ihren Parteikreisen anerkannt, während man die gleiche Tugend den Ihrigen nicht zubilligen konnte. Daß Ihnen die Ant⸗ worten auf meine Darlegungen schwer geworden sind, glaube ich schon, aber nicht wegen des Tones und der„un. Kaublichen Argumentation“(wer glaubt Ihnen denn; diese?), sondern weil es auf die Dauer lich hatte ja Ihre Positionen eine nach der andern erschüttert) nicht leicht ist, mit noch so verwegenen Kniffen und Umbiegungen gegen Tatsachen anzukämpfen. l Niemand hätte mehr als ich gewünscht, daß Sie „etwas mehr auf sich gehalten hätten“. Die ganze Art, wie Sie den Kampf für die schlechte Sache ge ⸗ führt haben, ist, um auch noch Ihr Parteiblatt zum Wort kommen zu lassen,„wahrscheinlich kein Ruhmesblatt“ für einen Hochschullehrer, bei dem man wohl doch den höchsten 6 Maßstab anlegen darf. Hochmütiges, die Grenzen normalen Selbstgefühls seltsam übersteigendes Gehaben(„ich sage es, also ist es richtig“), tönende Phrasen und salbungsvolle Worte mögen auf die, welche gewohnt sind, in verba magistri (auf die Worte des Meisters; die Red.) zu schwören(was ich aber nicht wörtlich auf die eigenen Schüler bezogen haben 5 möchte), wohl Eindruck machen, Urteilsfähigen aber können 5 sie den Mangel an Substanz nicht verdecken. Ich schließe daher mit den Worten des Dichters: Zurück, du rettest den Freund nicht mehr, So rette das eigene Leben! Die Zentrumspartei und die Krise. Der Landesausschuß und die Landtagsfraktion der Hessischen ö Zentrumspartei haben am Mittwoch geiagt. 8 Es wurde beschlossen, der Fraktion für die Verhandlungen über N die Regierungs bildung freie Hand zu lassen. Einstimmig wurde die Erweiterung der Koalition durch Hinzunahme der Deutschen Volks⸗ 0 tei als im Ineresse des Landes und der Attionsfähigteit bes 3 andtages für unbedingt geboten bezeichnet. Die Angriffe der E e— auf den Innen⸗ 0 v. Brentano als völlig unberechtigt und als uner⸗ träglich für ein weiteres Zusammenarbeiten erklärt. Die Darstellung der demokratischen Erklärung über die Schuld der beiden anderen Koalitionsparteien au dem Rücktritt Henrichs wurde als unbegründet zurückgewiesen.— Die sozialdemokratische Landtags fraktion tritt am Freitag vormittag zusammen. —— Die Valutanot der Hansbesitzer. Die Grundbesitzer beabsichtigen die Aufhebung der Zwangswirt⸗ schaft im Wohnungswefen swesen durchgzusetzen. Was bedeutet das? Ein Haus, das vor dem Kriege 50000 Mk. gekostet hat, soll B. nach dem jetzigen Geldwert auf 300000 Mark abge⸗ schätzt werden. Es wurde nun früher angenommen, ein Grundstsick muß sich mit mindestens 8 Prozent verzinsen, davon sollen 5 Proz. für Verzinsung des Kapitals und 3 Proz. für Reparaturen gerechnet ö werden. Würden die Hausbesitzer mit ihrer Forderung durchdringen, so hätte der Mieter im Durchschnitt das Vielfache der Friedensmiete zu rr Hat der Grundbesitzer Anspruch auf Einschätzung zum Valutawert?— Nein! Nehmen wir an, jemand war vor dem Kriege im Besitze von 50 000 Mark. Er legte sein Geld in Staatspapieren oder Papiergeld an, so war die Reichsbank verpflichtet, auf Anfordern den Betrag in Gold auszuzahlen. Dieses auszufsihren, ist die Reichsbank aber nicht mehr in der Lage. Im anderen Falle kaufte er sich für die 50 000 Mark ein Haus und will jetzt nach dem Valutawert 300000 Mark dafur haben. Ist das gerechtfertigt?— Nein! Im N ersteren Falle sind seine eingezahlten 50 000 Goldmark nur 50 000 8 wert, im zweiten Falle verlangt der Grundbesitzer für seine 50000 Goldmark 300 000 Papiermark. Das ist nicht nur r, das ist Volksbetrug. 5 schärfer tritt der Volksbetrug in die Erscheinung, wenn n der Hausbesitzer hat selbst 5000 Mk. eigenes Geld im Grumdstuck und 45 000 Mk. geliehenes Geld. Bei Abschä tzung zum Valutawert würde der Hausbesitzer zu seinen Gläubigern doch micht sagen:„Ihr habt mir 45000 Mk. geliehen. Ihr bekommt von mir das Sechs sache zurück.“ Nein, die 45 000 Mark wifrde er nur in Papier zurückzahlen und seine im Grundstiick stehenden 5000 Mk. hätten dann einen achs von 250 000 Mark. Man wird mir sagen, es sind doch einige da, die jetzt Häuser 0 zu teurem Preise gekauft haben, die müssen sich doch verzinsen. Ja, f wer eben über naunalen Wert bezahlt hat, hat es nur getan, um zu spekul eren, und dafiir soll er selbst das Risiko tragen, nicht aber die Allgem Weit Der Entwurf eines Gesetzes über die Schutzpolizei ist 0 dem Landtage zugegangen. Die Sozialdemokratie hat alle Ursache, sich den Entwurf gründlich anzusehen. Mandatswechsel im Landtag. Wegen Uebergangs in andere Be⸗ rufe haben die Abg. Dr. Müller vom Bauernbund und Obenauer 5 der Demokratischen Partei ihre Landtagssitze niedergelegt. An ie Stelle des letzteren tritt Rechtsanwalt Schreiber von Ober⸗ ö 9 15 e in den Landtag, dem er von 1919 bis 1921 an⸗ e. Zwei Millionen Wohnungen zu wenig. Im„Wiederaufbau“ errachnet der Ministerialrat Krüger die Zahl der im gegenwärtigen Reichs gebiat seit Kriegsbeginn neugeschaffenen Ehen auf 3970 009. Da dauon die auffgolösten Haushaltungen, die Krüger auf 2170 000 schätzt, abgehen, fehlten somit 1800 000 Wohnungen für die durch 1 N ießung neu hinzugekommenen Haushaltungen. Dazu kommen 1 noch 200 000 Wohnungen für Flsichtlinge und etwa 20 000, die die ö Besatzungstruppen in Anspruch genommen haben. Rund 2 Mil men en fehlen uns in Deutschland also. Gegen diesen ing der Wohnungsnot ist der Baumarkt viel zu schwach. — Geldmünzen zu 500 Mark. Von den Ersatzmlünzen im Nonn⸗ betrage von 1, 3 und 5 Mark, die auf Grund des Gesetzes vom 2850. Mai 1922 ausgeprägt werden sollten, konnte bekanntlich nur der — 1 werden. Im Hinblick auf die weitere 8 g der Mark hat sich die Reschsfinanzwerwal tung Deutsch⸗ lands entschlossen, Hartgeld in weit höherem Werte zu prägen, als dies bishex geschehen ist. Der Reichssinanzminister hat dem Reichs⸗ rat ele zugehen lassen, die die Ausprägung von Ersatz⸗ münzen im Nennwert von 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Mark vor⸗ sieht. Da es sich nicht um Währungsgeld, sondern nur um einen Er⸗ fslatz für Scheidenuingen handelt, soll niemand verpflichtet sein, Er⸗ satzmülngen im Betrage von mehr als dem 20 fachen des Nennwertes der einzelnen Mlinzen in Zahlung zu nehmen. — Schulferien und Kohlennot. Das Landes⸗Bildungsamt gibt bekannt, daß in Rllcksicht auf die Kohlennot gestattet wird, daß die Weihnachtsferien bis einschließlich 8. Januar verlängert werden und die Osterferien bef einer Dauer von vier Wochen am 10. März beginnen. — Alten⸗Buseck. Am Silvestexabend hielt der hiesige Gesang⸗ verein„Eintracht“ sein diesjähriges Winterfest ab. Der Verein steht umter der Leitung des Herrn Konrad Nicolai aus Großen⸗Buseck. Die zu Gehör gebrachten Chöre zeugten von ausgezeichneter Schu⸗ lung und befriedigten allgemein. Der Verein berechtigt zu guten Hoffnungen Neben anderen flott gespielten Theaterstücken erregte ein Trauerspiel„Die Sühne“ eine Dichtung von Körner, Bewun⸗ derung. Dieses Stlick von den mitwirkenden Personen mit einer erstaunlichen Sicherheit und natürlichen Wiedergabe gespielt, machte auf die Gäste offensichtlich einen erhebenden Eindruck, welcher sich beim Ende in stlürmischen Beifall auslöste. Für Dilettanten eine be⸗ wunderungswürdige Leistung. Den Darstellern Wilh. Kohl, Willi Valz und Fräulein Luise Becker gebührt aufrichtiger Dank. Auch die Mufik unter Leitung des Herrn Nicolgi gab ebenfalls Vorzlgliches. Nur hätte bei ihren Vorträgen im Sgale meyr Ruhe herrschen müssen.— Im allgemeinen kann die Feier als vorzliglich gelungen bezeichnet werden. Man hatte den Eindruck daß alle Anwesenden befriedigt nach Hause gegangen sind.— Dem Verein ein weiteres Blühen und Gedeihen! f. Watzenborn⸗Steinberg. Am Sonntag fand hier die Weihe eines Krieger⸗Gedenlsteines für die im Weltkrieg Gefallenen statt. Man hatte sich aug, hier entschlossen, den 68 unschuldig Hinge⸗ opferten ein bleibendes Zeichen der Dankbarkeit zu setzen. Von Seiten der Bevölkerung wurde der Veranstaltung veges Interesse entgegengebracht. Es zeigt sich, daß das Völkermorden auch in unserer Gemeinde aroße Lücken gerissen, unsägliches Leid, Kummer und Elend über viele Familien gebracht hat. In dieser Hinsicht wäre noch manches zur Milderung zu tun, mancher Denkstein in anderem Sinne könnte da errichtet werden.— Die Weihe erfolgte in würdiger Weise, Liedervorträgen der Gesangvereine umrahm⸗ ten verschiedene Reden. Hervorzuhebe wären die Worte des Vorsitzenden der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbllebenen, der betonte daß wir den schönsten Gedenkstein setzen würden, wenn wir die Hinterbliebenen der Kriegsopfer so unterstützen würden, daß sie ein menschenwürdiges Dasein führen könnten und vor der größten Not bewahrt blieben— Der Entwurf des Denksteines stammt von Herrn Regierungsbaumeister Schneider, ausge⸗ führt ist er von Herrn Bllohauer Schrader in Großen⸗Linden. Möge dieser Gedenkstein auch zu gleicher Zeit ein Mahnstein fir die kommenden Geschlechter sein und mögen die Worte des Ge⸗ nossen bei Niederlegung des Kranzes des Arbeiter⸗Gesangvereins 4 Wunsch und Forderung werden:„Nie wieder rieg!“ Von Nah und Fern. Frankfurt a. M., 2. Jan. Für 10 Millionen Mark Trauringe unterschlagen. Der in einem hiesigen Gold⸗ warengeschäft angestellte Kaufmann Wilhelm Frank hat dem Geschäft nach und nach Trauringe im Werte von rund 10 Millionen Mark unterschlagen und sie in einem Kaffee an einen Artisten verkauft, dessen Namen er natürlich nicht kennen will. Die Unterschlagungen konnten durch falsche Buchungen lange nicht entdeckt werden. Frankfurter a. M., 3. Januar. Frankfurter Getreide⸗ markt. Bei fester Geschäftslage wurden bezahlt für je 100 Kilo Weizen Mk. 31000 bis 32 000, Roggen Mk. 30 000, Gerste Mk. 26 000 bis 27 000, Hafer, inländischer Mk. 23 000 bis 26 000, aus⸗ ländischer Mk. 33 000 bis 35 000, Mais(La Plata und Mired) Mk. 30 000 bis 32 000, Weizenmehl, südd. Mk. 51 000 bis 55 600, Roggenmehl Mk. 43 000, Kleie Mk. 15000 bis 15 500, Erbsen Mk. 44 000 bis 50 000, Biertreber Mk. 19 000. Frankfurt a. M. 3. Jan. Der Raubmord in Ecken⸗ eim. Der in einer Scheune im Stadtteil Eckenheim mit einer kt erschlagene und beraubte Unbekannte ist jetzt ermittelt wor⸗ den. Es ist der 1883 in Fürth geborene Johann Haller. Seine Ehefrau lebt hier seit drei Jahren getrennt von ihm. Frankfurt a. M., 3. Jan. Liebesdrama. Der 38jährige Kaufmann Schäfer aus Stuttgart erschoß am Dienstag nachmittag in einem Hause der Seilerstraße seine 22jährige Geliebte, die Ver⸗ käuferin Anna Borrath, und tötete sich dann selbst durch einen Schuß in das Herz Der ehelichen Verbindung des Paares hatten sich klaum überwindbare Hindernisse in den Weg gestellt. 0 Die kleinste Uhr der Welt. Uhrmachermeister Knöchel in Hanau hat in den Uhrturm eines Frankfurter Römertalers eine gehende Uhr eingesetzt. deren Zifferblatt so klein ist, daß die Zeit nur mit einer Lupe abge⸗ lesen werden kann. Die Uhr dürfte die kleinste der Welt sein. Ein bestialischer Ehemann. Aus Schwetzingen. Der Taglöhner Heinrich Metzger forderte am Weihnachtsabend in später Stunde seine Ehefrau die schon zu Bett gegangen war, noch zum Fortgehen mit ihm auf. Als sie hierzu keine Lust ver⸗ spürte, stach er sie mit einem Messer in den Hals, ließ sie in ihrem Blute liegen und ging fort. Wie verlautet. ist die Frau ihren Verletzungen erlegen. Beraubung einer Bank. Die Filiale der Kommerz⸗ und Privatbank in Vechelde bei Braunschweig wurde am Donnerstag abend von Räubern überfallen. Diese drangen in den Augenblick in den Raum ein, als die Beamten der Bankfiliale mit der Abrechnung beschäftigt waren. Die Beamten wurden unter Drohung mit Revolvern zur Herausgabe des Geldes gezwungen. Nach den vorliegenden Meldungen spricht man von einer Gesamtbeute von rund einer Million Mark baren Geldes. Zugzusammenstoß bei Breslau. Ein Eienbahnzusammenstoß ereignete sich auf der Strecke Bres⸗ lau⸗Kamenz. Der Personenzug, der den Breslauer Hauptbahnhof in der Richtung Kamenz verläßt, fuhr kurz vor der Station Schönborn auf einen Güterzug auf. Drei Wagen desselben wurden in Stücke gerissen, weitere Wagen beschädigt. Die Maschine des Personenzuges entgleiste. Durch den Anprall wax der Gasometer explodiert, wodurch der Packwagen und der vordere Personenwagen Feuer fing, das aber durch die Geistesgegenwart des Lokomotivflihrers sofort gelöscht wer⸗ den konnte. Das Zugpersonal trug nur geringe Verletzungen dapon. Auch von den Passagieren wurden etwa 10 Personen nur leicht ver⸗ letzt. Tote sind nicht zu beklagen. Der Mgtexialschaden ist sehr groß. Der Unfall ist auf falsche Weichenstellung zurlickzuführen. Was eine Schreibmaschine kostet! Der Verband deutscher Schreibmaschinenfabrikanten hat eine weitere Erhöhung der Schreibmaschinenpreise vorgenommen, so daß nunmehr der Preis für eine normale deutsche Schreibmaschine 336 000 Mark beträgt. Wetterkatastrophe in Newyork. Hier herrscht seit einigen Tagen ein fürchterliches Unwetter. Mehrere Personen wurden bereits getötet und eine große Anzahl ver⸗ wundet. Die Stadt hat infolge des starken Sturmes, der zun Teil den Eisenbahn⸗ und Schiffahrtsdienst lahmlegte, nur noch für zwei Tage Kohlen. Eine Weihnachtssammlung haben die New⸗Norker Stgalszeitung und die mit ihr verbun⸗ denen Blätter zugunsten der Notleidenden in Daeutschland veran⸗ staltet. Ihr Nesultat: 30000 Dollar, rund 280 Millionen Mark, ist Reichspräsident Ebert zur Verteilung übergeben worden, der sie im Einvernehmen mit dem Reichsarbeitsminkster an die das Reichsgebiet umfassenden Zentralorganisatsonen der frejen Wohl⸗ fahrtspflege vertellte. Unmittelbar vor dem Fest gingen dem Reichspräsidenten nochmals 9000 Dollar als Schlußrate dieser Sammlung zu. Dor Reichsprästdent hat dem amerilanischen Blatt den herzlichsten Dank des deutschen Volkes süd dsese Nemo menschenfreundlicher Gestunung ausgesprochen. Lokale Parteinachrichten. Verwaltungsbezirk: Wetzlar, Dillenburg, Westerburg, Hachenburg. Werte Genossen! Auf zum Protest gegen das Steuerunrecht, gegen die Beseitigung des Achtstundentages, gegen den unverschämten Wucher! In folgenden Orten finden öffentliche Volksversam n statt und ich erwarte, daß ihr alles daran setzt, daß die— lungen einen guten Besuch zu verzeichnen haben. Stärkt die Partei! Achtet auf das mationalistische Gefindel! Versammlungen. Januar, abends 8 Uhr in Atzbach, Sonntag, 7. Januar, nachmittags 3 Uhr in Kinzenbach, Sonntag, 7. Januar, abends 8 Uhr in Rodheim. (Referentin: Genossin Berta Jordan, Frankfurt a. M.) Samstag, 6. Januar, abends 8 Uhr in Dorlar, Sonntag, 7. Januar, nachmittags 3 Uhr in Garbenheim, Sonntag, 7. Januar, abends 8 Uhr in Naunheim. (Referentin: Genossin Alma Röhle, Frankfurt a. M.) Samstag, 6. Januar, abends 8 Uhr in Frankenbach, Sonntag, 7. Januar, nachmittags 3 Uhr in Crumbach, Sonntag, 7. Januar, abends 8 Uhr in Königsberg. (Referent: Genosse Kressel, Frankfurt a. M.) Samstag, 6. Januar, abends 8 Uhr in Vetzberg, Sonntag, 7. Januar: nachmittags 3 Uhr in Krofdorf⸗Gleiberg, Sonntag, 7. Januar, abends 8 Uhr in Launsbach. (Referent: Bez.⸗Sekretär Genosse Ot to, Frankfurt a. M.) Samstag, 6. Januar, abends 8 Uhr in Wißmar, Sonntag, 7. Jamar, nachmittags 3 Uhr in Odenhausen, Sonntag, 7. Januar, abends 8 Uhr in Sglzböden. (Referent: Bez.⸗Kassierer Genosse Dämisch, Frankfurt a. M.) Samstag, 6 Januar, abends 8 Uhr in Bo 5 Sonntag, 7. Januar, nachmittags 3 Uhr in Schwalbach, Sonntag, 7. Januar, abends 8 Uhr in Nauborn. (Referent: Genosse Ziegler, Wetzlar.) Samstag, 6. Januar, abends 8 Uhr in Allendorf, Sonnlag, 7. Januar, nachmittags 3 Uhr in Ulm, Sonntag, 7. Januar, abends 8 Uhr in Rodenroth. (Referent: Arbeiterdichter Mar Dortu, Wetzlar.) An die Arbeit! Mit Parteigruß! W. Knothe, Wetzlar. Arbeitsrecht, Gewerkschaltliches, Arbeiterbewegung. Ein sonderbarer Schiedsspruch. Der Schlichtungsausschuß Gießen fällte in seiner Sitzung am 21. Dez. v. J. einen Schiedsspruch, der in der Geschichte dieses Schl.⸗A. ein sonderbares Kuriosum darstellt. Es handelte sich um Lohndifferenzen zwischen den Arbeitgebern der oberhessischen Sägewerlsindustrie und ihren Arbeitern, vertreten durch den Deutschen Holzarbeiterverband. Zur Aufklärung sei zunächst be⸗ merkt, daß bis zum Jahre 1921 ffir das Sägegewerbe des gane Freistaates Hessen ein einheitlicher Tarifvertrag mit enhestlicher Samstag, 6. Lohnbildung bestand. Die Arbeitgeber in Oberhessen splitterten sich in der Folge ab, und es mußte mit diesen die Lohne gesondert vorgenommen werden Daß sich die Organisation* Arbeiter bei ihrer Stellungnahme jeweils nach den für Südhessen vereinbarten Löhnen richtete, liegt auf der Hand, und so war es bei den verschiedenen Lohnverhandlungen in den letzten Monaten gelungen, die Löhne der oberhessischen Arbeiter nahe aa die Löhne in Suͤdhessen heranzuführen, teilweise, so für die jugendlichen Ar⸗ beiter, um Beträge von 10 bis 16 Mk. pro Stunde darüber hin⸗ aus zu bringen. Die letzte Lohnregelung war auf dem Wege freßer Vereinbarung bis zum 9. Dez. mit einem Suitzenlohn von 197,50 Mk. in der dritten Tariftlasse(Alsfeld) getroffen. Für die diesmalige Lohnregelung boten die Arbeitgeber für die Woche vom 9. bis zum 16. Dezember einen Spitzenlohn von 217,00 Mk. gegensiber 218,50 Mk. in Südhessen, das waren 10 Prozent, für den Rest der Dauer des Lohnabkommens wurden weitere 25 Prozent, also insgesamt 35 Prozent geboten. Tamit konnte die Organisation der Arbeiter nicht abschließen, da das insgesamt für den Monat Dezember eine Lohnerhöhung von 75 Proz. gegenüber 95 Proz. in Südhessen gewesen wäre. Der Schl.⸗A. hatte nun über die Differenzen zu entscheiden. nahe, anzunehmen, daß der Schl.⸗A. die noch verbliebene ferenz teilen würde, womit sich die Arbeiter notgedrungen abge⸗ funden hätten, jedoch was tut derselbe? Er setzt für die Zeit vom 16. bis zum 31. Dez. einen Spitzenlohn von 270 Mk., das sind gegenüber dem Lohn von 217 Mk. rund 23 Proz., fest, und bleibt damit unter Ein rechnung der bereits bewilligten 10 no um 2 Proz. hinter dem Angebot der Arbeitgeber in der Vorver⸗ handlung zurück. Und das Tollste, was dieser Schiedsspruch brachte, war, daß er zugleich bestimmte, daß zwar die Jugend- lichen unter 18 Jahren den gleichen Lohnzuschlag bekommen sollten, jedoch mit der Einschränkung, daß der Lohn dieser Ar⸗ beiter um mindestens 2 Mk. pro Stunde hinter Südhessen zurück⸗ bleibe. Welche Logik! Hinsichtlich der älteren Arbeiter trägt man keine Bedenken, den Lohn um 14 Mk. pro Stunde hinter Südhessen zurückzuschrauben, und hinsichtlich der Jugendlichen, von deren geringerer prozentualer Entlohnung die Arbeitgeber 102 kein Wort gesagt hatten, nimmt man einen Abstrich von 10 bis 12 Mk. vor, sodaß die verbleibende Lohnerhöhung lächerlich ge⸗ ring ist. Man richtet sich also nach Südhessen, wo etwas ab⸗ zugtehen üst, und läßt den gleichen Grundsatz, wo es sich um eine Aufbesserung handelt, nicht gelten. Das verstehe, wer kann. Gewisse Richtlinien und Grunssätze sollten auch die Schl.⸗A. bei ihren Entscheidungen sesthalten, sonst wird das gest Schlicht⸗ ungsverfahren zur Farce. Und noch eins. Angesichts solcher Schiedssprüche werden die Arbeitgeber Ursache haben, Angebote auf Lohnerhöhung in freier Verhandlung zwischen den Barteien überhaupt nicht mehr zu machen, da sie durch Schiedssprüche der Schlichtungsausschüsse ja billiger wegkommen. Ob das allerdings im Interesse der Fortentwicklung des Tarifwesens liegt, muß schon bezweifelt werden. Und angesichts solcher Erfahrungen wer⸗ den es sich die oberhessischen Verwaltungsstellen der freien Ge⸗ werkschaften auch überlegen müssen, ob sie nicht die Durchsetzung ihrer Lohnansprüche auf anderem Wege vorziehen, oder aber die Reorganisationf des ganzen Schlichtungsausschusses betreiben, ehe sie ihre Mitn ilkung fortsetzen. f. Arbeiter⸗Schlichtungsausschuß der Provinz Oberhessen in Gießen. Verhandlung vom 3. Januar. Die Bad⸗Naubeimer und Friedbecger Mitglieder des Südwestdeutschen Arbeitgeberverbandes für das Trans⸗ part⸗ Handels- und Verkehrsgewerbe sollen die Transportarbeiterlösme. die vom 1. bis 15. 12. 22 galten, vom 10. 12. 22 am um 25 v. H. erhöhen und vom 24. 12. 22 bis Ende Januar 1923 die Lähne zablen die in derselben Zeit in Gießen gelten. Ueber den Wirkungsbeginn der Lohnregelung waren die Streikteile einig. Sie erhielten zwei Tage Erklärungssrist. In der Antragssache des Zentralverbandes der Angestellten gegen die Ortskrankenkasse⸗ fit r Kreis Friedberg wegen Regelung V sesten Anstellung der Krankenbesucher und Hilfskräfte ergab die Verhandlung Uebepeinstimmung der Streitteile darüber. Enblohnung nach den Sätzen der hessischen Besoldungsordnung er⸗ folgen soll. Ueber die Eingruppierung im einzelnen und die Mur stellungen verhandeln sie zunächst unmittelbar wester. Dem Einspruch von 13 Arbeitern der Gall! schen Ton- werke bei Gießen gegen Kündigung wegen Beendigung der Arbeit, für die sie eingestellt waren, gab der Schl.⸗A. nicht siantt. In der Einspruchssache eines Arbeiters der Fabrik seuer⸗ sester Erzeugnisse Scheidhauer u. Giessüng in Mainz ⸗ kar wegen fristloser Entlasfung setzte er auf Antrag der Arben⸗ — Es lag Dif⸗ der Entlohnung und — gcberdn nach 8 88 Abind 2 des Belriebsvötegesebes bas Entscheidung über die Be⸗ zur Herbeiführung einer gerschtlichen der fristlosen Entlassung aus. i Kurze Mitleilungen. Kommunistentaten in der Pfalz. In Verfahren Lambrecht drangen Lommunisten, die beim letzten wilden Streik gemaßregelt wur⸗ 3 Aus den ichen Bela umachunge. Das Amtsverkündigungsblatt für den Kreis Gießen Nr. 1 vom 2. Januar 1923 enthält: rd den Verkehr mit Milch— Pflegegelber in der Anstalt für Schwach⸗ und Blödsinnige„Alicestift“ bei Darmstadt.— Erhöhung des Ein⸗ kaufsgeldes für Ortsbürger— Kohlenmangel und Schulferien.— Schulvorstand für die gewerblichen Abteilungen der Fortbildungs⸗ Abänderung der Verordnung über Die Maul- unß Klanenseuche it ir Neue rn„f eschen;: U Großen⸗Linden hat sie weitere Augbreitumg net gefunden Versammlungskalender ie T aft. Samstag, 6. abend 60 b. 1 ee Tf Zahlreiches Der Vorstaub. den in das Bureau des Deutschen Tertilarbesterverbandes; ste 8 5 te 1 Gießen. Kraft⸗ und Sportklab 1893. Samstag, ben mißbandelten den Sekretär Merkel und dessen zu Hilse eilende schulen. 255 e 3 r ang Borbe. g. Hanmar findet zn Vereiustotal ite ötesfährioe Genermiverfhhamt Fran somie das Lorstamdsmitglied Kaiser srutal well Merbel FFF A. lung statt.. 1 *. ee Ane der Se ebene Stallstit des Fafel⸗ meiskirchen, Wahlen renn Samet 8. Nane 2 15 te kimete pfälniche Arbeiterschaft in den Streik gelockt ee ügube fir 8% Uhr bei Mimtiederversammbumg. Fabkrriches 1 f wesens.— Erheb Wohnungsbauabgabe für das Rj. 1922. 2 0 werden sollte. seinerzeit entgegengetreten sind. 1„ 1757 pünktliches Erscheinen ertvüinscht. — Erwerbslosensürsorge: hier: Nachwelsung für den Monat Dezember.— Revision der Bierdruckapparate.— Biehseuchen.— Dienstnachrichten.— Gefunden verloren. den 7. Januar 4 W Sport — — 9 l 3 Gefunden und verloren. Das Polizeiamt Gießen gibt be⸗ 0 Scud den 14. Janna 1923,„ kaun, Jaden e dam 18, oremcer iwer wurden in, dengel e 1 83 0 Gießen(Gewerbschafts haus) eim auße rordentl Bezirks⸗Jußball⸗ hiesiger Stadt gefunden: 1 Schulmäppchen mit ein We achmittags. g 2 inte. Tagesordnumg. 1. Neuwahl des Bez. Spiel⸗Ausschusses, silberner Dameming mit grünem Stein. 1 vergoldete Brosche, Based. Wefausveree titre, 2. Verschiedenes. Die Vereine werden erfucht, scch recht zahlreich Spanmkette. 1 Stück Messing vom einem Leuchter. 1 schwarges 1 5 b nr Generalvers. Wie g bn demfeiben zu betetligen und für jede Mannschaft einen imme Damenportemommase mit Inhalt 1 graues Portemonnaze mit tag, 7. 9 1 0 5 berechtigten Vertreter mit Mandat zu versehen. Gleichzeitig gebe ich Inhalt, 1 Nickelbrille mit Futteral. 1 linker Damenstofshandschuh, und pafsive Mitglieder haben vo an cheinen. 4 allen Vereinen bekannt, daß der 9. Bezirk dem 3. Bezirk angegliedert 1 Kinderregenschirm 1 Paar e Wildleder!„einde Arbeiter ⸗Sangerbund Nhein⸗ und Mais 1 1 worden it, und gegen den„Männerturnverein Marburg“ solange bramme gestickte Kinderntütze. 1 Zwanzigmarkschein 1 Arbeitsrock, Bezirkswertungssingen 1932. 1 Spielverbot besteht, bis er setnen Verpflichtungen gcgen Bimd, Zwölflumdert Mark Zweitausend Mark. 1 Thermometer von einem der geme inschaftli Sitzung mit dem erweiterten Bor Kreis und Bezirk warsgerenmen f. ̃ küpe bi ene. decoder Tamemreveundien met gelder Hern. fang des Arbelter⸗Sungerbundes hein ind afngen 1 Bez Bezirksspiel⸗Ausschuß, 9. Kreis— 3. Bezirk. kuppe, 1 schwarzes Kopftuch Einhundertfünfzig Mark, 1 Kinder⸗ wurde beschlossen, das Bezirkswertungssingen 14 Tagen n KA Karl Schäfer, Beztrrsspielleter. kelzkragen.! grauer Damenqurtel. 1 Schroileiter: verloren: dfingsten am 3. Juni 1923 abzuhalten. Die Vereine innerhas ö Briefkasten Stopenteengusdig che anit Inga! schwares Geldeisscden mit ges 2 Bezirks wenden hiermit darauf ande teen L feen a 1 5 Studentenausweis 1 braune Brieftasche mit Inhalt 1 Portemon⸗ Jestlichketten dementsprechend einzurichten. J. Hltlgärtner. E. Sch. in Lich. Die fragliche Anforderung ist von Ihnen zu bezahlen, wioͤrigenfalls Aus pfändung zu erwarten ist. Wenn Sie allerdings den Preis für nicht angemessen halten, so können Sie auff der Provinzialdirektion dagegen remonstrieren. Dollarstand gestern mittag 12 Uhr: ca. 8000 Mark. . Pianos Disconto- Gesellschaft Zweigstelle Giessen, Plockstr. 13 Wochenfag von 8—12 Uhr vormittags und 2—8 nachmittags im Polizeiamt Zimmer Nr. 3. erfolgen. Spielwaren Mete, rz Mitiert für die Oberhessische Volkszeitung Allgemeines Nutovertrieb u. 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Löwenstein, Wieseck Sie ried Haas 14 0 Filiale Giessen Besitzer Heinrieh Braun Manusakturwaren, Wäsche und Herrenstoffe Papiergrosshandlung =.nhofstrasse, Ecke Westanlage- Butzbach Wilnelm Wüm hn Wieseck Selters weg 68 a ö f——.— eisch- und Wurstwaren N 4 im: 8 Isidor Krämer, Butzbach 1 Lich Goldwaren Taschen- Uhren 1 Ilitteldeutsche Ereditbank Leistungsfähiges 1 155 ee. 14 Karat Trauringe 8 Karat 1 4 a B Damen- und Herren- Konfektion, Wäsche- 4 0 C Nek Keuzplatz 8 1 2 2 tt 9 N 0 Ffliale Files sen, Jobannesstrasse 1) ade na bach Carl Chambrè, Lich 91 Geo Wem I Ki E 0 +. II. 1 0 Wilh. Ha ermann, Butz ac Manufakturware i Selters weg 36 125 Gegr. 1844 n 1537 TT Handels- und Gewerbebank Herren- u. Knaben-Kleidergeschäft 5— reer, 3 1 biessen Carl Hadermann, Butzbach Karl Kühler, lich[Hessen] M. Ch. Mühlstein, Seltersweg 83 4 ö be Kurz-, Weiss- und Woll-Waren f ff Hulnnialulapgn- fr Säcke aller Art, sowie Papier-Gewebe-Säcke„ 1 163 f f 7 N Ernsshandlun ibi 7 5 ö 0 f detslache lux Industrie und Haniel Schuhhaus Britt, Butzbach 3 Musikinstrumente Afabrasgen 1er t 1 backfabrig sebrüder böb Weisslerstr. 25 e bebe ET L. ebensmittelh Us Ernst Challier, Giessen, Neuenweg Nr. 9 0 Hit Inhaber: C. 5 2 751 eee„Solidität Butzönch, Wetrlarerstr 19 W. Hahn, Lich Optiker Magnus, Marktplatz 19 eephon Nr. 1469 u. 247. Telegramm-Adr.: Lacklob Schuhwaren aller Art und Schaftenstepperei erstadt 2 erstadt 2. Fachmänn. Bedienung. Lleferant aller Krankenkassen e, Fi lelstern“ neten, Hermann Löb, Butzbach bouis Stiefel. bich kzungteriallen Lonis Rothenberger, Neuen weg 22 1 wit 32 r 8 Pulver Uhren— Golduaren Brillen usikalien 5. 7 n Alteisen Metalle Lumpen 0 Hehärdliche Bekanntmachungen! Allgemeine Ortskrankenkasse Gießen. 5 0 N Laut Beschluß des Ausschusses vom 22. Dezember 1922 treten ab 1. Januar 1923 vorbehaltli Bel anntmachung. der e 15 Sewerd rue an Stelle der seitherigen gemäß§ 17 der Satzung 2 5 Viotor Moack 5 Grundlöhne die untenstehenden und an Stelle der seither in§ 42 festgesetzten Beiträge die nachstehenden in 35 7 15 18 pe e 51 dem 1955 Geltung: Tas 0 1 9 10 5 U C 6 für . Friedhof vi 5 15 i i i t in der Nähe beider Eper ind Anlage echel⸗ 5 5 Wöchentlicher Beitrag] Der Anteil der Bersicherten lich beschädigt haben, sehe ich mich veranlaßt, das Be⸗ Täglicher Verdienst Beitrag bei zur o Woche uur Krankentasse u. 12 neten des neuen Friedhofs für die Dauer der Aus⸗ 85 Grund⸗ Inbanden. 185 Fat et Kommunal olitiker Er lirgzerkelten nur mit ausdrücklicher Erlaubnis] Stufe 5 lohn sechs eben Versicherg.] bei sechs bei sieben 1 Friedhofsverwaltung zu gestatten. von bis Arbeits⸗ Arbeits⸗ bro Arbeits- Arbeits⸗ 0 Gießen, den 2. Januar 1823. tagen tagen Woche tagen tagen Unentbehrilch fur alle, die sioh 5 Der Oberbürgermeister. J. B.: Kreuz ön Me Me. Ml. Mk. Mk. Ml. Mk. 1125 E 2 4. 1— 150.— 100— 54.— 63.— 30.— 51.— 57.— f i 1088 Bekanntmachung. 11 150.— 300. 200.— 108.— 125.— 30.— 97.— 109.— e ee reis 720 u. a In Anbetracht der stelig fortschreitenden Geldeut⸗ 10 3 0 8 7 3 1 5 91 5 1— 5 B u ehhHAan 4d! 9 1 derttanf und der damit ständig verbundenen Erhöhung 700.— 900. 800.—] 432.— 501.—] 145.—[ 360.50 406.50 Oberhess. Volkszeltung der Zufchüsse zu deg Kosten der höheren Schulen wird“ J 900.— 1100. 1000.—] 540.— 580— 14.— 422.50 492.50 2 Nine be im] vil 1100 1300.— 1200.—[ 648.— 756.—180.—522.— 594.— Tür 5i60fl8ge, Dtere Wieder uljahre 1922 eine d. Schulgeldrate in Höhe ei 300. g 2 2 2 2 5 25 1 Biene hahregahlung für die Wien e 5 441 8 N 85 55 1— N 85 955 ande u. echache Fruncbeeas Mädchenschule erhoben und im Laufe des ersten f N 5 8 a 5 de undbertrottene, kruttigende Kalendervierteljahres 1923 eingezogen. Diejenigen Arbeitgeber, welche es unterlassen haben, nach unserer Aufforderung vom 13. Dez. 1922 ufeK und leicht vordaunche Nahrung Gießen, den 28. Dezember 1922. die 3 e e zu erstatten, werden hiermit erneut aufgefordert, ihren Verpflich⸗— Fordern Sie ia Apotheken und 5 6 2 S i D en. Der Oberbürgermeister. J. V.: Dr. Seib. tungen Zech ulelauf Pieser riß Hud wir geitungen, bei unterlassenen Meldungen ncht nur Denen das. Kubene egen ä allein Strafanzeige zu stellen, sondern auch noch gemäß den gesetzlichen Sestimmungen das 117 Iuche, Serge, Molton, Fünffache der Beiträge zu erheben. 11³³ Der Vorstand. G 1 d Drelle, Jacketts, Hosen, 7 Arbeits- und Unterzeug unn wird Knapp tragen alle Berufe. Ein wenig getragener (Versand an Wieder- Gebrauchte les un int die, Ilarin Shilergeige ee und 3 5 er, e 0 1 schwarzer 1 f 1 . aufen. Elungen Gehrock⸗Auzug! bull l. 2 ere ee 3 Gestorbene zu kaufen gesucht. aeensware) zu verk.[it 3 bal presse 9— 5 5 ut schuhputz . f 5 1 l 458 1. — Sieb geelg f Haber all Gelbetreße 250 Schuhhaus Mtyer Sate 8 Woifeng affe. f ketleltr Penk. 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