— * —— L—— 5 r n 1K 2 2— — 83 — N 7 0 9 doc: Gießen Fahuhofstraße 23 5 zerusprecher 2008. 5 3 1 NS berhess sche Vo 2 Organ für die Interessen des werktätigen Volles der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete. Fppebition: Gießen Bahnhofstraße 23 dernshreher 2008. Sur 1 Volksseitung erscheint jeden Werktag vormittag in Gießen. — entspreis mit den Beilagen. 19993 Blatt der Frau“ 1 N 0 2— Mk. einschl. 8 Abonnem e Beilage beträgt monatlich 18 .—. Peicgen 1800. l einschl. Vestelgeld. Einzelnumm. 50. Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters. Für den Inseratenteil verantwortlich; N. Seohteg g. Verlag von Hermann Neumann& Cie., sämtlich in Gießen. Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt G. m. b. H. Offenbach a. M. Der Anzeigenpreis beträgt für die 3 35 mm breit) oder 500 9 lokal 10.— Mt, auswärts 15.— Mk., die Retlamemillimet — Mk. Bei größeren Aufträgen oder Wieberhalingen wird entsprechen⸗ der Rabatt gewährt— Anzeigen⸗Annahme bis 6 Uhr abends. Gießen, Samstag, den 3. Februar 1923 18. Jahrgang Die Kohlensperre. Im ersten Abschnitt der deutsch⸗französischen Kraftprobe e der Ruhr kam es für Frankreich darauf an, das Gebiet, b dem sich der Wirtschaftskampf abspielen soll, militärisch tt in die Hand zu bekommen, die etwa anzuwendenden 17 Jethoden zu erkundschaften, den Grad des Widerstandes f der Gegenseite zu erproben und vorbereitende Maß⸗ bu für den Hauptkampf zu treffen. Dieser Abschnitt jetzt vorüber. Er hat Frankreich gezeigt, daß das Unter⸗ men schwieriger ist als man angenommen hatte. Der egensatz zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, auf den un einen guten Teil seiner Hoffnungen gesetzt hatte, mt für die unter der Besatzung Bleibenden in diesem genblick nicht in Frage. Die Hoffnung auf die Privat- eressen der Industriellen hat gleichfalls vollkommen ver⸗ Die Beamten und Angestellten, von denen man er- ete, daß sie auf einen genügenden Druck hin der Be⸗ sse ungsbehörde dienstbar würden, sind fest in der Hand der Nächsregierung, resp. der einzelnen Körperschaften. Frank⸗ nich ist infolgedessen genötigt, im Ruhrgebiet sozusagen bei . anzufangen. Es muß sich einen Verwaltungs-, Kntroll- und Verkehrsapparat anschaffen, ohne sich auf 5 eine einheimische Kraft stützen zu können. Darüber bi aus weigern sich auch die Deutschen in den altbesetzten teten der Rheinprovinz und der Pfalz, in französischem Sllde Henkersdienste am Deutschen Reiche zu leisten. Der Tparat, den Frankreich einzurichten hat, ist also außer⸗ entlich umfangreich. So liegen die Dinge heute. Wenn man die Besetzung Ruhrgebietes selbst und die zahlreichen Ausweisungen Maßregelungen außer Ansatz läßt, haben Frankreich Belgien bisher jede Pression auf Deutschland unter⸗ lasen. Nunmehr kündigt eine offizielle Note an, daß vom Februar ab die Kohleneinfuhr aus der besetzten Zone . unbesetzte Deutschland„nicht mehr stattfinden“ werde. 0 franzẽsische Regierung, pon der die Note ausgeht, be⸗ 5 15 sich alle weiteren Maßnahmen vor, d. h., wie die fran⸗ * Presse treffend ergänzt, nach und nach sollen auch al übrigen Produkte und Fabrikate des Ruhrgebiets vom smerdeutschen Markt abgeschnitten werden. Die Abschnürung des Ruhrgebietes hat begonnen. Es wäre sinnlos zu fragen, inwieweit diese Absperrung iglich ist und wie sich die Reichsregierung den Abwehr- 1 gegen diese Repressalien denkt. Die Verhältnisse . für den Außenstehenden zu verworren, um ihm einen uh) nur einigermaßen orientierenden Ueberblick geben zu amen. Aber immerhin muß die Frage aufgeworfen wer⸗ a. wem die Aktion des Herrn Poincaré überhaupt Nutzen 15 aas Das Ruhrgebiet ist mit seiner Produktion vor 2 auf den innerdeutschen Markt eingestellt. Die fran⸗ isssche Presse selbst rechnet nicht damit, daß die französischen Zetwaltungsbehörden, die bezeichnenderweise dem General enoutte unterstellt sind, den Transport so in der Hand Ihen erden, um den ungestörten Gang des sehr ver— eee sügten wirtschaftlichen Arbeitsprozesses aufrechterhalten können. Abgesehen davon, würde sich für die Produktion Ruhrgebiets in absehbarer Zeit ein ncues Absatzgebiet f ö un schaffen lassen. Ganz ohne jeden Zweck wird also hier gur der blühendsten und modernsten Wirtschaftskörper 1 Fopas bor 1 die Gefahr einer katastrophalen Absatzkrise Ffellt. Wie hieß es doch in Genua: Nur Arbeit kann uns ten! Freilich, Herr Poincaré scheute dieses Genua wie Teufel die oberen Sphären. Er kann das Kriegspielen ie im Frieden nicht lassen. Dieser ungeheuerliche Ueber⸗ lttarist, der das Wort Militarismus immer im Munde 1 t, wenn es gilt, die Opfer seines Ehrgeizes zu ver⸗ uriden, wagt ganz Europa sein Paroli zu bieten. Ein Merner Moloch, droht er, aus dem vierjährigen Kriege In Krieg der dreißig Jahre zu machen. Und Europa? 0 opa schweigt dazu. Die Abschnürung vollkommen. Die Abschnürung des unbesetzten Deutschland vom 0 lürgebiet ist seit Mitternacht vollkommen. Die Befehle vnden sofort au sämtliche Stellen weitergegeben. Lataillone Zollbeamten standen bereit, um unter dem mando Philipps den Dienst aufzunehmen. Punkt Uhr nachts funktionierte alles. Alle Kohlenzüge aus n besetzten Gebiet wurden auf den Bahnhöfen angehalten, daß sich merklicher Widerstand bemerkbar machte. Auf Doppelgleisen wurden 35 Kohlenzüge angehalten, weitere 1 an der Weiterfahrt verhindert worden. 5 Poincarés Abdrosselungskrieg. Die Kontrollstationen. Der Kohlenversand der Oberhausener, Duisburger, Mül⸗ heimer und linksrheinischen Zechen wurde wegen der Stockungen im Eisenbahnverkehr zum größten Teil durch Automobile weiter⸗ befördert. Die Besatzung hat jetzt zur Kontrolle dieser Trans⸗ porte an den Landstraßen Kontrollstellen eingerichtet. Dort wer⸗ den die Papiere der Automobile geprüft, die mit dem Stempel der Besatzung versehen sein müssen. Die angedrohte Absperrung der Kohlentransporte für das unbesetzte Gebiet ist noch nicht zur Aus⸗ führung gebracht worden. Im neubesetzten Gebiet sind im ganzen 12 Kontrollstationen eingerichtet worden, von denen gegenwärtig nur zwei, nämlich Hörde und Brakel, in Betrieb sind. Alle anderen Linien liegen still. Auch die Stationen, die nach der sogenannten englischen Zone zu liegen, sind mit Kontrolllommandos belegt worden. Erpressungsversuche mit Kanonen. Bei der Besetzung der Fahrzeugfabrik Lueg durch franzö⸗ sische Infanterie, Maschinengewehrabteilungen, Panzerauto⸗ mobile und Ingenieure zwecks gewaltsamer Beschlagnahme von zwei privaten Personen-Kraftwagen wurden die Werkleitung und die Arbeiterschaft in gewalttätiger Weise von den Franzosen be⸗ droht. So wurden dem Elektrotechniker Moritz Schulz, dem Meister Roth und dem Meister Ernst von Franzosen⸗Soldaten Revolver und Dolch auf die Brust gesetzt, um sie zu zwingen, Werkzeuge und Motorenteile herauszugeben. Die Bedrohten lehnten sämtlich trotz schwerster Lebensgesahr jede Handreichung, Anweisung und Aussage ab. Das Panzerautomobil richtete beide Geschütze unter höhnischer Zustimmung der herumziehenden fran⸗ zöstschen Offiziere, Korporale unt Ingenieure auf die nur wenige Meter von der Mündung entfernt stehenden Werkleiter und Ar⸗ beiter. Die Straßen waren mit großem militärischen Aufgebot von Tanks und Panzerautomobilen abgesperrt. Die Passanten be⸗ lachten die wiederholte französische Drohung, auf 2—3 Meter Ent⸗ fernung in die Menschenmenge hineinzuschießen. Die Sklavenpeitsche. Als am Mittwoch in Waldmar bei Bochum ein deutscher Polizeibeamter einen fronzösischen Oskizier den Gruß berweꝛgerte, versetzte ihm der Offizier mit der Hand einem Schlag ins Gesicht. In Bochum wurde ein anderer Polizeibeamter aus dem gleichen Anlaß von einem Offizier mit der Reitpeitsche geschlagen. Wiederaufnahme des Eisenbahnbetriebes in Köln. Im Eisenbahndirektionsbezirk Köln wird der gesamte Eisenbahnbetrieb heute morgen um 6 Uhr durch eine Ver⸗ fügung des Eisenbahndirektionspräsidenten wieder aufge— nommen werden und zwar unter folgenden Bedingungen, die in einer Verhandlung mit dem englischen Präsidenten der Eisenbahn-Unterkommission festgesetzt wurden: Der Eisenbahnbetrieb ist ausschließlich von deutschem Personal wieder aufzunehmen. 2. Die Besatzungsposten werden zurückgezogen. 3. Das alliierte technische Personal, das nach dem Rheinlandabkommen geduldet werden muß, bleibt zurück, jedoch ohne Waffen. Die Knebelung der Presse. Verleger, Redakteure und technische Angestellte sämtlicher Tages⸗ zeitungen von Coblenz hatten es durch gemeinsamen Beschluß abge- lehnt, eine Bekanntmachung zu veröffentlichen, die ihnen der franzö⸗ sische Bezirksdelegierte zugestellt hatte und worin der Nachweis zu erbringen versucht wurde, daß die deutschen Beamten den neuen Ordonanzen, die sich auf die Aktion im Ruhrgebiet beziehen, Folge zu leisten haben. Daraufhin wurden sämtliche Coblenzer Zeitungen auf drei Tage verboten.— Die Frankf. Ztg. ist im besetzten Gebiete auf einen Monat verboten worden. Politische Uebersicht. Lausanne und das Orient-⸗Pulverfaß. Die entscheidende Sitzung der Lausanner Friedens- konferenz hatte damit geendet, daß Ismed Pascha nach Ueberreichung des englischen Vorschlages für den Frieden um eine Frist von 8 Tagen bat. Lord Curzon erklärte nur 4 Tage warten zu wollen. Er erklärte, auf jeden Fall am Sonntag abreisen zu wollen. Frankreich erklärte England gegenüber, daß es sich gegen jeden Schritt ausspreche, der wie ein Ultimatum aussehe. Inzwischen ist die ausgehändigte Note Poincarés durch den britischen Geschäftsträger in Paris nach London weiter— gegeben worden. Frankreich will sich hiernach vollständig freie Hand sichern, im Falle die Türkei es ablehnen sollte, den Lausanner Vertrag zu unterzeichnen. Die Neigung Englands, mit der Türkei einen Separatfrieden zu schließen, wächst immer stärker. 1 Hirillings Kanossagang. Der bayerische Ministerpräsident Herr v. Knilling hat am Donnerstag im Haushaltsausschuß des Bayerischen Landtags für die Verhängung des Ausnahmezustandes um Entschuldigung ge— beten und daraufhin von den bürgerlichen Parteien sein Ver— trauensvotum erhalten. Bei der Aussprache hat Knilling auf die Möglichkeit hingewiesen, daß wir„eine Neuauflage jener un⸗ seligen Novembertage 1918, wo auch nicht die Münchener, sondern auswärtige Zuzügler Herren der Straße waren, erleben könnten.“ Mit diesem Argument hat Herr Knilling sicher auch bei den deutschnationalen Gegnern des Ausnahmezustandes Eindruck ge⸗ macht. Welchem Deutschnationalen sollte nicht bei der Erinnerung an die„unseligen Novembertage 1918“ eine Gänsehaut über den Buckel laufen? Bei Herrn v. Knilling scheinen die Nobember⸗ ereignisse eine recht tiefgehende Wirkung gehabt zu haben. Unser Münchener Bruderblatt erinnert ihn dieser Tage an ein Inter⸗ view, das er Anfang Januar dem Vertreter des Pariser Eclair gewährt haben soll und in dem es u. a. heißt: „Trotz einer peinlichen Untersuchung durch die Polizei habe er nicht den geringsten Beweis für den Aufenthalt des Kapiräns Ehrhardt erhalten, und er könne versichern, daß Kapitän Ehr⸗ hardt augenblicklich nicht in Bayern weilt. All das sind Ge⸗ schichten der deutschen Linkspresse, die falsche Gerüchte ver⸗ breiten. Diese Sozialisten, Verräter am deutschen Vaterlande, verdienen erschossen zu werden.“ Die amtliche Pressestelle versichert der Münchener Post, das Interview sei„von Anfang bis Ende unwahr“. Der Minister⸗ präsident habe das gewünschte Interview abgelehnt, und nur„ein paar Sätze allgemeiner Art“ gesagt, nachdem der franzöfische Journalist ehrenwörtlich erklärt hätte, nichts davon zu veröffent⸗ lichen. Ein Dementi werde aber nicht für nötig gehalten. Wir erinnern uns, daß bei Beginn der französisch⸗belgischen Ruühraktion ein deutscher Reichsminister ein nicht gerade sehr glück⸗ liches Interview gab, es nach seinem Erscheinen zu dementieren be⸗ absichtigte, im letzten Augenblick aber doch noch in die Welt hinaus⸗ gehen ließ. Der Fall des Herrn v. Knilling liegt aber weit schlim⸗ mer.— Wenn der bayerische Ministerpräsident den Inhalt dieses Interviews sachlich unwidersprochen läßt, dann darf man sich nicht darüber wundern, daß die von ihm angeblich zum Schutze der öffent⸗ lichen Ordnung und Sicherheit erlassenen Maßnahmen von Herrn Hitler, dessen Anhänger darauf brennen, Auer und andere Sozialisten zu erschießen, nicht ernst genommen werden. Die französischen Gelder des Herrn Hitler. Im Anschluß an die Frage nach der Herkunft der Geldmittel der Nationalsozialisten, die das Berliner Tageblatt in bestimmter Form aufgeworfen hatte, kommt auch heute der Bayerische Kurier auf die Frage der Geldgeber für die Nationalsozialisten zu sprechen und be⸗ merkt seinerseits: „Auch sind Gerüchte zugetragen worden, welche den Geldzufluß an die nationalsozialistische Partei mit französischen Quellen in Zusammenhang brachten, wobei aber betont wurde, daß die Her⸗ kunft der Gelder, die durch verschiedene Zwischenhände gegangen seien, Hitler nicht belaumt gewesen sei.“ Also französische Gelder waren's schon,„harmlose“ Hitler hat's nicht gewußt! 0 * Nationalistischer Unfug in Königsberg. Am Mittwoch abend kam es in Königsberg zu Aus⸗ schreitungen. Eine große Menschenmenge zog in den Abend⸗ stunden vor die verschiedenen Hotels. in denen die Mit⸗ glieder der Interallijerten Kontrolllommission untergebracht sind und verlangten den Abzug der französischen Offiziere. Mehrfach wurde von der johlenden Menge der Versuch ge⸗ macht, einzudringen. Dieses Vorhaben konnte die Schutz⸗ polizei verhindern. Die Menge zog dann zum polnischen Konsulat, dessen Schild abgerissen wurde, und zur Wohnung des polnischen Generalkonsuls. Auch hie verhinderte die Schutzpolizei weitere Ausschreitungen. Dieselben Kund⸗ gebungen der rechtsstehenden Kreise begannen gestern nach⸗ mittag von neuem, sodaß sich der Polizeipräsident. Genosse Lübbring, veranlaßt sah, nicht nur weitere Polizeimann⸗ schaften aus den umliegenden Orten heranzuziehen, sondern auch ein Verbot für Versammlungen unter freiem Himmel zu erlassen; außerdem hat er die Schließung aller Gastwirt⸗ schaften auf 9 Uhr angeordnet. Heute morgen wird uns noch telephonisch gemeldet: Bei den Kundgebungen, die seit Donnerstag nachmittag wieder im Gange sind, sammelte sich wieder eine nach tausenden zählende Menschenmenge, deren Erregung ständig wuchs. Um 9 Uhr abends wurde das französische Konsulat gestürmt und sämtlche Fensterscheiben eingeschlagen. Der Schutzpolizei gelang es, wenigstens die inneren Einrichtungen vor der Zerstörung zu bewahren. Am späten Abend fielen auch zahlreiche Schüsse, ohne daß bis jetzt von Verletzten etwas bekannt geworden ist. Die Lage ist um so bedrohlicher, als die Kom⸗ munisten ihrerseits zu Demonstrationen gegen die nationalistischen Kundgebungen aufgerufen haben. Neun Hundertschaften der Schutz⸗ polizei sind eingesetzt worden, denen es bis zur Stunde gelang, die beiden demonstrierenden Parteien auseinander zu halten, die auf der einen Seite das„Deutschlandslied“, auf der anderen Seite die„In⸗ ternationale“ singen. Sogtalde ing te und Lohnsteuer. Durch die Geldentwertung ist der Lohnabzug genau wie in den letzten Monaten des vergangenen Jahres zu einer schweren Belastung des Arbeitseinkommens geworden. Ein Arbeiter, verheiratet, mit zwei Kindern, der Anfang Januar von einem Wochenlohn von 15000 Mk. 650 Mk.= 4,3 Proz. Steuern bezahlte, zahlt jetzt Anfang Februar bei einem Wocheneinkommen von 40000 Mk. 3150 Mk. 2 7,9 Prozent Steuern. Diese Belastung des Arbeitseinkommens und die nur der Milderung der Steuerlasten bei den Besitzenden haben eine berechtigte Erregung geschaffen, die durch die Ankündigung, daß eine Neuregelung des Lohnabzuges erst zum 1. März erfolgen soll, noch insbesondere gestiegen ist. Die sozlaldemokratische Reichstagsfraktion hat deshalb Veranlassung genommen, das Reichsfinanzministerium auf die schweren sozialen, finanziellen und politischen Gefahren aufmerksam zu machen, die entstehen, wenn trotz des ge⸗ waltigen Sturzes der Mark der Lohnabzug auch während des ganzen Monats Februar unverändert bleibt. In. einer Besprechung, die zwischen Vertretern der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion und dem Reichsfinanzminister Hermes am Donnerstag stattgefunden hat, ist deshalb verlangt wor⸗ den, daß die steuerfreien Ermäßigungen bereits im Februar erhöht werden. Es wurde ferner die Forderung aufgestellt, die Veerliden Lasten für die Kurzarbeiter zu ermäßigen. Die Kurzarbeit greife in ungeheuerlichem Maße um sich. g den verminderten Einkommen und den höheren Steuer- lasten ist eine Fristung der Existenz eines Kurzarbeiters einfach nicht möglich. 5 Der Reichsfinanzminister Hermes erkannte die Not⸗ wendigkeit einer Erhöhung der steuerfreien Ermäßigungen zan, wies jedoch auf die technischen Schwierigkeiten einer rhöhung im Laufe des Monats Februar hin. Der von n Mitgliedern der sozialdemokratischen Fraktion gewiesene 5 sweg der Nichteinziehung des Lohnabzuges für eine f Woche wurde von ihm als erwägenswert bezeichnet und 8 bete daß auch die Steuerermäßigung für die Kurz⸗ arbeiter sofort vorgenommen werden soll. In einer Sitzung, die am Samstag mit den Spitzen⸗ verbänden der Gewerkschaften stattfindet, soll die Ent⸗ sscheidung über diese beiden Fragen getroffen werden, ebenso über die Frage der automatischen Anpassung der steuerfreien Ermäßigungen an die Geldentwertung. Deutscher Reichstag 5 Berlin, 1. Februar. Re agssitzung am Donnerstag dauerte nur kurze Die Re Zeit, well die Beratung der Haushalte des Reichskanzlers und s Reichsfustigminsterfums auf den Freitag verschoben wurden. it dem Haushalt des Reichskanzlers sollte bekanntlich der soztal⸗ mokratische Antrag auf Aufhebung des Ausnabmezustandes in auyern verhandelt werden. Die Reichsregierung legte aber Wert arauf, erst die Verhandlungen des bayerischen Landtags, die e Do. vorgesehen waren, vorübergehen zu lassen, ehe sie a im Reichstag Stellung zu dieser Frage nimmt. Die Sozial⸗ entokratie wird darguf dringen, daß die Angelegenheit nunmehr am Freisag im Reichstag zur Sprache kommt. Allerdings besteht bei zer Reichs pegierung und den bürgerlichen Parteien die Nei⸗ gung, Debatte bis zum Wiederzusummentritt des Reichstags in der nächsten oder übernächsten Woche hinaus zuzögern. Der Reichstag beendete dann die dritte 150 Beratung des Jugendgerichtsgesetzes. N gelang, in namentlicher Abstimmung die vom Zentrum und en Rechtspareien beabsichtigle Verschlechterung des Gesetzes, die gunsten der klerikalen und evangelischen kirchlichen Organt⸗ sationen geplant war, dee machen. Das Gesetz wurde nach en Beschlüssen der zweiten Lesung angenommen. Entsprechend 8 40 des Reichswahlgesetzes hat das Reich einen ˖ fe e Beschaffungskosten der Stimmzettel für die Reichs⸗ 15 ren. er Betrag wurde* die Reichsta Di gs⸗ dur n in Oberschleslen Reichstagsbeschluß auf 2 Mark für 5timmzettel 9 9— Angenommen wurde ohne De⸗ tte u. a. das deutsch ⸗ polnisch⸗oberschlesische n e erufs⸗ 1195 1 ein Gesetzentwurf über die Rücklagen bei den W chaften. f kächste Sitzung: Freitag, 2 Uhr. Der Deserteur. Roman von Robert Buchanan. „Neuigkeiten wollen Sie hören, Vater Rolland?“ sagte dieser düster.„Leider gibt es nur die alten traurigen Ge⸗ sschichten. Rotes Blut tränkt die Schlachtfelder; schwarzer Krepp, wohin man blickt. Ich glaube nicht, daß es noch lange fortgehen kann— die Geduld der Welt ist erschöpft!“ „Hm, hm! Die Well scheint wirklich auf dem Kopf zu stehen, lieber Bruder,“ bestätigte der Curé, mit seinem kleinen Finger bedächtig den Pfeifenkopf stopfend. Die Stürme der Revolution und des Bürgerkrieges waren über das behäbige Pfäfflein dahingebraust, ohne ihm ein Haar zu krümmen; er hatte so viel Schrecken und Tod gesehen, daß der Krieg für ihn nichts Furchtbares mehr hatte. Er war überzeugt, daß die großen und kleinen Kriege kur dor Ausfluß eines nicht zu unterdrückenden Elementes der menschlichen Natur seien; auch war er nicht Politiker genug, um ein bestimmtes Individuum für das Blutver⸗ gießen verantwortlich zu machen. Nach seiner Ansicht mußten die Dinge gehen, wie sie eben gingen, und es war ebenso nutzlos wie gefährlich, sich dagegen aufzulehnen. „„Ich will Ihnen etwas erzählen,“ begaun Arfoll in seiner melancholischen Weise nach einer kurzen Pause.„Als lich mich in einem gewissen Dorfe des Ostens aufhielt, betrat in das Haus eines Weibes, das ihre beiden Söhne im letzten Feldzuge verloren und vor einer Woche ihren Gatten be— graben hatte. Sie saß auf einer Bank, starrte ins Feuer und ihr Blick glich dem einer Wahnsinnigen. Ich klopfte ihr auf die Schulter, aber sie rührte sich nicht. Ich sprach sie an, aber sie hörte mich nicht. Nur langsam konnte ich sie aus ihrer Lethargie erwecken. Sie stand mechanisch auf, setzte mir Speise und Trank vor und ließ sich dann wieder vor dem Feuer nieder. Obgleich nicht alt, hatte sie weißes Haar. Nachdem ich meinen Hunger und Durst gestillt, sagte ich ihr, daß ich ein Wanderschullehrer sei und Schüler suche. „Was können Sie lehren?“ fragte sie plötzlich. Ich ent⸗ gegnete sanft daß ich ihre Kinder schreiben und lesen lehren könne.„Gehen Sie und suchen Sie meine Kinder,“ schrie sie, ein entsetzliches Lachen ausstoßend,„und wenn Sie sie in ihren Schneegräbern gefunden haben, kehren Sie zurück und lehren Sie mich, der Hand fluchen, die sie getötet und dort in fremder, kalter Erde verscharrt hat! Lehren Sie 14 Die Beratungen des Landessteuergesetzes im Steuer⸗ ausschuß des Reichstages, die vor Weihnachten begonnen wurden, sind seit dieser Zeit nicht viel vom Fleck gekommen. Das Kernstück des Gesetzes, die Erhöhung der Umsatzsteuer von 2 auf 2½ Prozent, war das heiße Eisen, vor dem sich auch die bürgerlichen Parteien scheuten. Die Sozjaldemo⸗ kratie hatte von Anfang an erklärt, daß sie die Er⸗ höhung der„ Umsatzsteuer wegen der ungeheuren wirtschaftlichen und sozialen Folgen nicht tragen könne. Die bürgerlichen Parteien ohne Ausnahme drückten sich um eine Stellungnahme herum. In der ersten wie in der zweiten Lesung wurde die Ab⸗ stimmung ausgesetzt. In der Donnerstag⸗Sitzung des Steuerausschusses ist num die Entscheidung gefallen. Das Zentrum, das am Donnerstag abend in einer stürmischen Fraktionssitzung sich mit der Umsatzsteuer beschäftigt hatte, ließ durch den Abg. Herold erklären, daß auch ihm die Zustimmung der Erhöhung der Umsatzsteuer nicht möglich sel. Daraufhin erklärte Staatssekretär Zapf, daß der Reichsfinanz⸗ minister Hermes angesichts dieser Sachlage die Stellungnahme des Kabinetts für notwendig halte, das sich darüber klar werden mülsse, ob die gesamte Vorlage aufrechterhalten werden solle oder nicht. Abg. Hergt(Dnatl.) beantragte mimmehr die Vertagung der Ver⸗ handlungen des Ausschusses. Im Auftrage des Reichs rates erklärte der preußische Vertreter, daß eine Vertagung des Landessteuergesetzes für Gemeinden und Länder untragbar sei, das Gesetz sei der letzte Rettungsanker für die sonst zugrunde gehenden Gemeinden. Die Verantwortung für den drohenden Unter⸗ gang der Gemeinden trage der Reichstag. Für die Sozialdemokratie erklärte Genosse Kahmann: Eine Veranlassung für die Zurücknahme der gesamten Vorlage liege nicht vor. Unsere Stellungnahme zur Umsatzsteuer sei von vornherein be⸗ kannt gewesen. An Stelle der Umsatzsteuer habe die Sozialdemo⸗ kratie Beteiligung der Gemeinden an der Kohlensteuer beantragt. Auch die stärkere Heranziehung der Besitzenden zur Zwangs anleihe, ebenso wie die Beschleunigung der Steuereinziehung seien gangbare Wege für die Rettung der Gemeinden. Die Ankündigung der Re⸗ gierung über die Zurückziehung der Vorlage sei ein Zeichen für ihre Schwäche gegenüber den Besitzenden. Das Finanz⸗ nanisterium müsse Vorschläge machen, wie die abgelehnte Umsatzsteuer ersetzt werden könne. Das Landessteuergesetz gescheitert. 1 se 5* Sofort nach Kahmann erhob sich der E 5 9 zu erklären, der 75 1 — Weg der Zwangsanleihe nicht gaugbar: 13 Abg. auch seine Fraktion angesichts der Haltung des 2 2 sel. Die Zwangsanleihe sei für die Sachlieferungen sei außerdem nur eine einmalige Steuer das Verhalten des Finanzministeriums 1 gegenüber den Besitzenden, sondern auch ein Ultima 4 über denen, die die Um satzsteuer für kata Bei der Ermäßigun der Einkommensteuer, wo auch g gierungsvorlage von den bürgerlichen Parteien abgeleh war das Finanzministerium keinen ernsthaften 1 der Zwangsanleihe sei möglich u f Dem Steue 1 handlungen 0 0 halten wir uns vor. Trotzdem muß bereits in d Augenblick gesagt werden, daß die Sozialdemokratie getan hat, um die Gemeinden zu schützen. Wenn durch die Aussetzung der Verhandlungen über das Lo steuergesetz in die schwerste Bedrängnis geraten, so il die Schuld der bürgerlichen Parteien und d bisherigen Steuer und Finanzpolitik der Vesitz in Frage kam, schont man, während man Verbrauch auf das stärkste belastete. weitere Belastung verspricht keine Rettung für meindefinanzen, bringt dafür aber Untergang Millionen Rentner, die freien Berufe u Lohn⸗ und Gehaltsempfänger. Die bürgerlichen P lassen jedoch lieber die Gemeinden zugt gehen, ehe sie sich zu einer Belastung des Be entschließen. Wie gerecht der Ausweg bezüglich der 8 anleihe wäre, den die Sozialdemokratie im Steueraus vorgeschlagen hat, das zeigen die Bewegung der St kurse und die Börsenberichte über den Stand der papiere. * 1 Soziale Rundschau. Die geistige Not des Arbeiters. Die gemeinsam getragenen Blutopfer des Krieges und das Wirkschaftselend, das Hoch und Niedrig in gleicher Weise in seinen Bann zwang, hatten die vor dem Kriege so scharf geschtedenen Volksklassen, Bürgertum und Arbeiter⸗ schaft, einander genähert und der demokratische Aufbau des Reiches, der dem Zusammenbruch des Obrigkeitsstaates folgte, ließ weiter eine Ueberbrückung der Kluft von der Zukunft erhoffen. Wir wissen heute, daß es zum Schaden unseres Volkes anders gekommen ist. Die Gründung der „Arbeitsgemeinschaft“ der bürgerlichen Parteien als Ant⸗ wort auf die Wiedervereinigung der durch den Krieg ge⸗ trennten sozialdemokratischen Bruderparteien war das Schlußspiel einer Entwicklung, die sich schon lange unter der Oberfläche vollzogen hatte. Auf die politisch⸗wirtschaftliche Seite dieser tiefernsten Angelegenheit wollen wir heute nicht eingehen. Für sie gibt es aber auch eine psychologische, in geistig⸗seelischen Zuständen begründete Erklärung. Für die en e der ihn niederschmettern könnte! Lehren Sie mich, ihn töten und in die Hölle befördern! O meine armen Jungen! André! Jacques! Meine armen Kinder!“ Sie stieß ein Wehgeschrei aus, fiel auf die Kniee und zerbiß das eigene Haar. Meine Qual war groß, und da ich nicht helfen konnte, schlich ich mich davon!“ „Das ist furchtbar! Das ist wirklich Fall,“ gab der Priester bewegt zu. „Jawohl, aber es ist nur einer von vielen tausenden. Die Flüche steigen zum Himmel empor. Werden sie nicht erhört werden?“ „Vorsichtig, Meister Arfoll!“ mahnte der Priester, ängstlich um sich blickend.„Man könnte Sie hören.“ „Was liegt mir daran! Der Kafser mag ein großer Taktiker, ein großer Soldat sein, aber ein großer Mann ist er nicht, denn er hat kein Herz! Glauben Sie mir, Vater Rolland, dies ist der Anfang vom Ende!“ Der kleine Curé antwortete nicht; eine solche Sprache, wie sie Arfoll führte, war in diesen gefährlichen Zeiten be⸗ denklich. Man mußte vorsichtig sein deshalb meinte er be⸗ schwichtigend:„Der Kaiser kann uns ja doch den Frieden geben!“ Freilich könnte und müßte er das!“ rief der Lehrer heftig.„Aber er will nicht!“ „Die ganze Welt lehnt sich gegen Frankreich auf...“ „Und die ganze Menschheit gegen unseren Kaiser.“ „Bedenken Sie doch, daß er für Frankreich kämpft. Die Engländer, Russen und Deutschen würden uns ja lebendig aufessen, wenn wir ihn nicht hätten.“ Arfolls erstaunten und verdrießlichen Blick bemerkend, fügte er bescheiden hinzu:„Seien Sie mir nicht böse, ich verstehe nicht viel von Politik!“ „Sie haben doch Augen, zu sehen, mein Vater! Es ist leicht, in Kromlaix am Meere zu sitzen, fernab von dem Getriebe der Welt. Wenn Sie herumkämen wie ich, würde auch Ihnen ob all des Jammers das Herz schwer werden. Wie viele Menschen müssen sich opfern, um die furchtbare Eitelkeit eines einzigen zu befriedigen! Von ihm ist kein Friede zu erwarten! Sein Handwerk ist der Krieg! Er behauptet zwar, England erlaube ihm nicht, Frieden zu machen, er kämpfe um dieses Friedens willen, aber er lügt, er lügt!“ „Ich bitte Sie, Meister Arfoll, in Ihrem Inkeresse, nicht so starke Ausdrücke zu gebrauchen.“ ein furchtbarer mich den Kaiser verfluchen! Lehren Sie mich einen Fluch, e 8 1 (Fortsetzung folgt.) ee 5 2 Das größte Elend des Arbeiters 1 nicht, daß er 3 Lohn bekommt, daß es ihm äußerlich schlecht geht, sonde er unwürdig, daß er seelenlos leben muß; daß er neuerliche Entfremdung der beiden Volksschichten f einem beträchtlichen Teil das völlige Unvern der bürgerlichen gebildeten Schichten, sich in die seelif Welt der Arbeiterschaft einzufühlen, verantwortlich machen. Ja, es ist schon erstaunlich, wieviel Unwisse über das geistige und seelische Leben des Arbeile „bürgerlichen“ Kreisen einem entgegentritt. Natür es auch hier Einzelne, die nicht nur Bescheid wissen, so auch die Fähigkeit der Einfühlung besitzen, und wir f uns über jede Stimme, die das Verständnis für tarisches Seelenleben im anderen Lager zu fördern gee ist. Eine solche Stimme hat sich unlängst in der Tat(Diedrichs, Jena) vernehmen lassen(Dr. A. I. Wir geben einiges aus den Ausführungen hier wied stumpfe 1 deren E mechanisches Arbeitstier ist, daß er in und völlig mechanisch Dinge herstellen muß, nicht kennt, oder(schlimmer) deren Siunlosigkeit, deren menschlchkeit, Zweckwidrigkeit und Gefährlichkeit er deut greift, Dinge, die weder den Vedürfnissen der Mehrheit seiner Arbeitsveranlagung Arbeit, auch läßt sich ertragen. Aber sie muß sinnvoll sein: Sie muf dem Mensschen herauswachsen. Sie muß ein Stück Wesens sein. g N Und auch Not kann dem Menschen taugen. Aber sie aus seinem Wesen kommen, sie muß aus seinem Erxleben als türliche Wirkung herausguellen. Die Not des Arbeiters nicht aus seiner Arbeit und aus seinem Leben.. Sie steht als etwas Fremdes und Hartes üher ihm Leben ist ihr unterworfen, aber es ist nicht mit diefer Not knüpft. Wie ein Hammer steht die Not über dem A fremd und kalt. Schuldlos trifft ihn der Hammer. Ohne Sinn ist die Arbeit des Proletariers. 92 Er muß herstellen. was das Profitb s denen der Boden die Rohstasse und die Arbeftsmfttel verlangt. Ob diese Waren gebraucht werden, ob sie dem Men wirklich nötig sind, ob sie schön oder 9. nützlich oder siud, ob es Alkohof oder Margarine. Handgranaten ode geschirre, Straußensaderhüte oder Schuhe, Kölnischwasse Grütze ist, das ist alles belanglos gegenüber der Tatsache Geld einbringt, daß es den Beutel füllt daß es die? weitert, den Genuß erhöht. Deshalb ist diese Arbeit freudlos. und weil sie weil sie ohne Sinn, weil der Arbeiter ohne Beziehung Dingen seiner Arbeit zum Material. zur Technik zur Formen ist, deshalb ist auch sein Leben wesenlos ohne Sinn daher ohne Glütk, erfüllt von Dumpfheit und ödem Sinnenxa Der heutige prolstarische Arbeiter lebt gleichsam in der Lu getrennt von der Erde. die ihn trägt, von der Natur die i gibt, von den Dingen. die durch seine Hände gehen, Kenan Er lebt abgeschnitten von allen schöp Kräften.“ entsprechen. Versammlungskalender Alten⸗Buseck. Wahlverein. Sonntag, den 4. Fe nachmittags 2 Uhr findet im Vereinslokal eine Vorstand und um 3 Uhr die Generalversammlung statt. Tagesordi Geschäfts⸗ und Kassenbericht, Vorstandswahl usw. Alle Genossen müssen unbedingt erscheinen. 5 Klein⸗Linden. Wahlverein. Samstag, 3. Februar 2 gliederversammlung im Vereinslokal. Wichtige Tages ee Erscheinen erforderlich. ollar. ———.— 0 Der Vorsitzende: J. A.: K. — 7 „ 3 — — n — — 2 rr 2 5 . e 2 — 1 1 1 1 14 1 1 8 4 0 5 1 N wird, ist der Beweis geliefert, daß es nicht im Sinne des 1 1 die Absicht gehabt, der Kirche eine Stistung zu machen, dann Schreiben des Minsteriumd, wie sie bestehen, durchgeführt werden. Fessen und Nachbargebiete.] Gießen und Umgebung. 1 J. Februar. 1800 Der Homponist Wendelssohn-Bartholdy geboren. 1899 Das Prien Schwurgericht fällt das berüchtigte„Löbtauer Urteil“, durch das eine Anzahl Banarbeiter aus dem Vor. orte Löbtau wegen,„Landesfriedensbruch“ zu zusammen 59 Jahren Zuchthaus und 8 Jahren Gefängnis verurteilt wurden. Sie hatten einen Bauplatz. betreten, um ihre dort arbeitenden Kollegen aufzufordern, die sestgesetzte Arbeitszeit einzuhalten.* 1008 Der porkugiesische Diktator Franco verläßt das Land. 1919 Internattonale Sogialistenkonferenz in Bern. 4. Februar. 1082 Johann Friedrich Böttcher, Erfinder des Porzellans in Schleiz geboren. 1819 Erste 1 0 der Ständeversammlung in Bayern. 1867 Uebernahme der von Hessen-Darmstadt an Preußen abge⸗ tretenen Gebete, 1897 Wbnden ag Debatte im Reichstage. 5 Vaterländische Streikkasse. Es gingen weiter bei uns ein: Jakob dschmidt 100.— Met., M. Nikol-Hochwaldhausen 400.— Mt., Ungenaunt 500.— Mk. Prof. Welßgerber 9000.—. Jusammen 5800.— M. Bereits quttttert 152 350.— Mk., gu- saumen 158 150.— Mk. Den Gebern herzlichen Dank. Weitere Spenden werden gerne Verlag der Oberhessischen Volkszeitung. Wem gehören die Schulgüter? Diese Frage ist z. St. in vielen hessischen Gemeinde- vertretungen Gegenstand lebhafter Auseinandersetzungen. Es ist deshalb notwendig, daß sich. Gemeindevertreter und Lehrer eingehend mit dieser Frage beschäftigen und sie dom geschichtlichen und rechtlichen Standpunkt untersuchen, um sich ein gerechtes und objektives Urteil bilden zu können. In nachfolgenden Ausführungen sei versucht, die Schulgut⸗ frage nach diesen beiden Gesichtspunkten zu beleuchten. Früher waren die Kirchen die Träger der Schulen. Diejenigen also, die zu Schulztwecken Stiftungen machen wollten, mußten die Schenkungen den Kirchen Übertragen. Daraus erklären sich die Eintragungen in die Grundbücher wie: Kirche ev. oder kath.(Schule) usw. Hatte der Stifter entgegengenommen. hätte er sie nicht als Schulgut oder mit dem Vermerk „Schule“ eintragen lassen, sondern als Kirchengut. Gerade dadurch, daß es neben dem Schulgut auch noch Kirchengut gibt, das ausschließlich zu Zwecken der Kirche verwendet Stifters liegen kann, das Schulgut der Kirche zu ihren Zwecken zu überlassen. Das Schulgut kann also nur den⸗ jenigen zufallen, die die Möglichkeit haben, es auch stiftungs⸗ gemäß zu Zwecken der Schule zu verwenden. Durch das Schulgesetz von 1874 wurden den Gemeinden neben den sachlichen auch ein großer Teil der persönlichen Lasten auf- erlegt. Es war deshalb selbstverständlich, daß die politischen Gemeinden die Nutznießer des Schulgutes wurden. Die damalige Durchführung des Schulgesetzes vollzog sich zwar auch nicht Überall ganz reibungslos, aber jedenfalls ein so heftiger Kampf, wie er durch die Kirche gegenwärtig um die Schulgüter geführt wird, ist wohl kaum oder nur sehr selten entstanden. Die Ursachen dieses gegenwärtigen heftigen Kampfes seien im Rahmen dieser Ausführungen nicht näher untersucht. Bei der Schaffung des Schulgesetzes von 1921, das be- stimmt, daß die persönlichen Lasten der Staat und die sach— lichen die Gemeinden zu tragen haben, warf sich wieder die Frage auf, wer erhält die Erträgnisse der Schulgüter? Die Kirche, die wohl früher die Schule bevormundete, ist nun nicht mehr in der Lage die Schulgüter stiftungsgemäß zu Zwecken der Schule zu verwenden; es können also nur Staat oder Gemeinde in Frage kommen. Bei der Gesetzgebung entschied man sich für letztere, wohl auch aus dem Grund, weil man den Gemeinden, die durch die Steuerhoheit des Reiches in finanzielle Schwierigkeiten geraten waren, für die ihnen zugemuteten sachlichen Ausgaben wieder Ein— nahmequellen verschaffen wollte. Die ohnedies schwer⸗ belasteken Steuerzahler einer Gemeinde hälten dann, wenn der Gemeinderat in un verantwortlicher Weise das gesetz— liche Recht der Gemeinde auf die Einnahmen aus dem Schulbermögen an die Kirchengeminde abtritt, auch noch die nicht unbeträchtlichen sachlichen Schullasten aufzubringen. Im Artikel 40 des Schulgesezes von 1931 heißt es u. a.: „Die Einkünfte aus dem örtlichen Schulvermögen fließen in die Gemeindekasse und dienen als Zuschüsse zur Be— streitung der sochlichen Schulkosten.“ Von den Vertretern der Kirche und auch in einem das den Gemeinden zuging, wird teils offen, teils versteckt behauptet, die Bestimmungen des Artikels 4h bestünden nicht zu Recht und verstießen gegen die Reichsverfassung. Es ist nicht recht erklärlich, wie an sich die Konsequenzen dieser Unterminierung der Autorität eines Gesetzes denkt. Entweder ist das auf ver; fassungsmüßigem Wege zustande gekommene Gesetz gültig zund daun muß es ohne zu drehen und zu deuten ausgeführt werden, und kein Ministerium und keine Kirchenbehörde hat bas Riecht, an seinen Bestinemungen— auch nicht hinten⸗ herum— zu rütteln, oder die Bestimmungen des Gesetzes ind nicht haltbar, dann muß das Gesetz auf dem schnellsten Wege, geändert werden. Letzteres ist jedoch bis heule nicht ider Fall und wird auch in absehbarer Zeit nicht geschehen. Folglich müssen guch die Bestimmungen des Artikels 40, so Auch die Schulvorstände haben ein Interesse daran, daß die Kirchen die Schulgiter nicht wieder an sich reißen. Es bürste zich daher empfehlen, daß auch die Schulvorstände zu der Schusgutfrage Stellung nehmen und ihre Stellung mahhme dem Gemeinderat zur Kenntnis geben. — Nommunsstssches.. * In den Kreisen unserer Genossen werden die Kom munisten vielsach als eine Arbeiterpartei eingschützt, die nur„radikaler“ sei als die Sozialdemokratie. Welegentlich der letzten Stadtverordnetenwahl wurde in unserer Partef⸗ versammlung von einzelnen bedauert, daß es nicht zu einer Listenverbindung mit den Kommunisten gekommen sei, und bei dem Zusammenschluß der beiden sozialdemokratischen Parteien hörten wir einen Redner den Wunsch ausspreche, daß es hoffentlich bald zum Zusammenschluß mit der „weiter links“ von uns stehenden Partei kommen möge. Wie die Kommunisten als Vertreter der Arbeiterinteressen zu bewerten sind, zeigt ihre sattsam bekannte Tätigkeit in den Gewerkschaften, auf deren Zerstärung sie hinarbeiken. Und was das„Weiter links stehen“ betrifft, so wollen wir in dieser Beziehung hier weitere Ausführungen unterlassen. Was die Leutchen aber in ihrem ganzen Glantze zeigt, das ist ihr Streich im sächsischen Landtage, der in unserem Donnerstagsblatte gebührend charakterssiert wurde. Arm in Arm mit den bürgerlichen Parteien stürzen sie die sozial⸗ demokratische Regierung, die gut und tüchtig gearbeitet und jedenfalls stets das Wohl der arbeftenden Bevölkerung im Auge gehabt hat. Und dies aus niedrigem Haß gegen die Sozialdemokratie. Dieser verbohrte Streich politischer Kindsköpse wird hoffentlich unseren Parteifreunden die Augen über diese angeblich„sozialistische“ Partei öffnen, die in Wirklichkeit eine so reaktionäre Politik treibt wie die Deutschnationalen, Völkische und ähnliche. Die Verteuerung der Lebenshaltung ist infolge der Ruhrbesetzung auf ein Maß gestiegen, das kaum noch über- schriktten werden kann. Sscher ist jedenfalls, daß Tausende die ohne regelmäßigen Arbeitsverdienst sind, hungern müssen und langsam zugrunde gehen. Maßnahmen sind unbedingt notwendig. Noch niemals ist die Teuerung so rapide fortgeschritten wie jetzt. Die Lohnzugeständnisse der Unternehmer aber sind im Hinblick auf das Steigen der Preise vollkommen unzureschend. In einer Zeit, wo die Großhandelspreise von einer Woche zur andern um 50 und mehr Prozent steigen und die Kleinhandelspreise mit un- geahnter Geschwindigkeit ihnen nachfolgen, droht die Ge— fahr, daß die Widerstandskraft der Arbeiterschaft bei ihrer moralischen Abwehr der Ruhrbesetzung auf das äußerste ge— schwacht wird. Nicht nachdrücklich genug kann auf diese Ge— fahr hingewiesen werden. Es ist dringend zu fordern, daß die Reichsregleruig aus ihrer Reserve gegenüber diesen Vorgängen herausgeht, sonst drohen die wenigen Zugeständ— nisse, die mancherorts erfolgt sind und unter denen der oor- läusige Verzicht der Landwirtschaft auf eine Erhöhung der Umlagepreise erwähnt werden muß, wirkungslos zu ver- puffen. Es geht nicht an, daß man die ganze Last der Ve- setzung auf die ohnehin kaum mehr tragfähigen Schultern der arbeitenden Bevölkerung abwälzt, nachdem weitere Kreise der Bevölkerung unter der Geldenkwertung schon br Letztes verloren haben. Die Schwierigkeiten der Lage sind keinesfalls zu verkennen. Auf der einen Seite stehen die jenigen, die an einem Dollarstand von 50000 ihre Freude haben, während auf der andern Seite die auf den Ertrag ihrer Arbeit Angewiesenen in ärgster Sorge um das lägliche Brot leben miissen. Von einer Einhaltung des Existenz— minimums kann bei den sprunghaft davonrasenden Preisen in vielen Berufsgruppen überhaupt gar nicht mehr die Rede sein. Ein Kabinett der Arbeit hätte durch zielbewußte gemeinwirtschaftliche Eingriffe in die Warenproduktion und -verteilung zu beweisen, daß es diese furchlbare Gefahr sieht und ihrer Herr zu werden versucht. — Die Gießener Gewerkschaften und die Ruhrhilfe. Die am 29. Januar stattgesunbene Vollversammlung des Gewerkschaftskar— tells und Asa-Bundes hat zu der Unterstlltzungsaktlon für das Ruhrgebiet Stellung genommen und beschlossen, sich an der Saman⸗ lung zu beteiligen. Auf Antrag der Arbeltgeberverelnsgung des Lahn⸗Dillgebietes und Oberhessens sollte dlese Unterstltzungsaktlon gemeinsaum durchgeführt werden. Die zahlreich erschtenenen Ver— treter haben dies Auflunen der hlesigen Arbeitgebexve reinigung abgelehnt. Die Gründe, die gegen elne gemeinsame Durchfiihrung der Unterstlitzungsaktion sprechen, sind in der Hauptsache die, daß die Arbetgeberverelnigung des Lahn-Dillgebletes und Oberhessens von jeher zentralen Abmachungen über Tarksverträge usw. den stärksten Widerstand entgegengesetzt hat und sich auch heute noch an solche Abmachungen nicht hült und nicht anerleunt; serner, daß diese Vereinigung gum Abschluß von Tagrisverträgen berhaupt nicht geneigt ist und einen direkten ablehnenden Standpunkt ein⸗ ulmt. Und welter: Als wir am 11. August 1922 mit der Bitte au diese Arbeltgeberverelnlgung herantraten, mit uns in eine ge— neinsame Besprechung einzutreten, unn mach einem einheitlichen Verfahren zu süchen, sose am besten und schnellsten die Frage der Kaxtofselversorgung bezw. Beschasung und reltstellung von Geldmitteln gelöst werden könnte, wurde dies von dleser Arbeit- geber vereinigung ebenfalls abgelehnt. Aus dlesen Gründen, deren woch mehr angeführt werden können, hat die Kartellversammlung es abgelehnt, mit der hiesigen Arbeltgeber- Vereinigung gemeinsam die Unterstültzungsaktion durchgufshren. Die unterzeichneten Or⸗ gansatlonen nehmen also elne selbständige Sammlung vor. In den Betrieben, Geschäften und Bureaus, wo die Betriebsräte, Ob- leute usw. bereits ihre Zustinumung zu einem einmaligen Lohnab⸗ zug in Höhe elnes Stendenlohnes oder wie dies an verschtedenen Stellen bereits geschehen, 1 bis 2 Prozent des Lohnes, gegeben haben oder diesenkgen Vetriebsleszte, Obleute usw., die ihre Zu⸗ stimmung noch zu geben gedenken, haben dahlm zu wirken, daß dhese Beträge an bas Gewerlkschastskartell abgeführt weyden. Mir welsen serner darauf hin, daß die Sammlung eine freiwillige ist und ohne Zustimmung der Betelligten ulcht in Abgug gebracht werden kann.— Weltere Auskunft erteilt das Gewerkschaftskartell. Der Zuckerwucher. Die„Einheltsfront“ und die Besetzung des Rührgebtels hindert unsere Zuckerfabrikanten durchaus nscht, den Zuckerprels welter hiuaufzusetzen und die Regterung wird ihre Zustimmung geben. Der zurzeit auf 52 000 Maxk pros 100 Kilo- gramm stehende Zuckerpreis dürfte für die erste Februgrhälste weiter heraufgesetzt werden. Die Forderungen der Fabrlken liegen zwischen 70000 und 80 000 Mark. Der neue Großhaußelsprels solürde einen Klelnhandelspreis von etwa bo bis 650 Mark pro Pfund ergeben; im Einzelhandel würde er wohl in der zwelten Februarwoche flihlbar werden. — Der Unterhaltungsabend, den die Gießener Gewerkschasten heute abend in der„Liebigshöhe“ veraustalten, bletet ein, sehr leschhaltiges und gute Programm, swie aus der Bekanntgabe in der Nummer vom Donnerstag ersichtlich war. Deu Besuchern steht ein erlesener Genuß bevor. Es werd deshalb hier nochmals auf diesen Abend hingewfesen, K berhessischer Kunstverein. Die Ausstellung des silddeutschen Oüustratoren⸗Bundes Mihuchenmer Kitustherr hat dsese Woche packendes Theaterstlick aufgeführt mit, dem Titel Fwftter eite fefriberfe Welteiteritfrg erfafhrett Fier eck. 1 wf neu ausgestellt wurden. Die gesamte Austellung verbleibt nur moch auf kurze Zelt ber, — Vorläusige Zahlung von Versorgungsgebührnissen. Von Versorgungsamt wird geschrieben: Am 19. Dezember v. J. hat der Reichstag einer Aenderung des Gesetzes über das Verfahren. Versorgungssachen zugestimmt. Versorgungsberechtgte, denen auf; Berufung hin vom Versorgungsgericht Gebthrnssse e 5 worden find, erhalten Its zur Erledigung des vom Rel takus etwa eingelegten Rekurses einen Teil der ihnen zuerkannten Ge- bülhhrnisse vorläufig ausgezahlt. Eine solche vorläufige Zahlung kann serner von den Verforgungsgerichten und dem Reichsver⸗ sorgungsgericht angeordnet werden, wenn sie nur dem Grunde nach erkennen oder die Sache an eine Vorinstanz zurückverwetsen. In allen Fällen beschränkte sich sedoch die voxläuftge Zahlung bisher auf die Grundrente und die Schwerbeschädigtenzulage, bet Hinter⸗ bltebenen auf die Hnterbliebenenrente, während z. B. die Aus⸗ gleichs⸗, die Pflege-, dle Kinder- und vor allem die Teuerungs⸗ zulage zunächst nicht gezahlt werden konnten. Nach dem neuen Gesetz werden auch die Ausgleichs, die Kinder und die Pfl.— lage ohne welteres gezahlt. Darllber hinaus können im Falle der) Bedürftigkeit auch die fämtlichen sonstigen Geblchrnisse, insbe⸗ sondere die im Vergleich zu der eigentlichen Rente sehr lichen Teue rungszulggen, bewilligt werden. Damit ist elne An- regung des Relchsarbettsminkstertumms verwirklicht, die für die Be⸗ teiligten um so wichtiger ist, als das Rekursperfahren infolge der Ueberlastung des Rechsversorgungsgerschts längere Zeit in An⸗ spruch uimmt. — Im Stadltheater wird am morgigen Sonntag 3% Uhr nachmittags Schillers„Wilhelm Tell“ nochmals gur Auf- führung gelangen. Abends wird die gestern hier zum ersten Male gegebene Operette„Gasparone“ von Millöcker wiederholt.— Weiter wird aus dem Theaterbureau mitgeteilt; Der Direktion ist es gelungen, für Donnerstag, den 8. Februar, abends 7 Uhr, ein Gastspiel mit dem zurzeit in Frankfurt mit Riesen⸗ ersolg gastiereuden rufsischen Theater„Der Feuervogel“ abzuschließen. Das Inte resse zu dlesem Gastspiel ist schon heute ein sehr großes, gewinnt der Besücher doch einen ungetrübten Einblick in die russische Volksseele. Nicht unerwähnt bleibe der überall gerühmte Hinwels auf die Pracht der Dekoxatlonen und Kostüme, deren Enbwilrse von russischen Künstlern stammen. — Lichtbildervortrag über Unfallverhütung. Auf den morgen, (Sonntag) vormittag 10% Uhr beginnenden Voctrag Über Unfall⸗ verletzung und Verhlltung sei an diesex Stelle nochmals hinge⸗ wiesen. Für leden Arbelter wird der Vortrag des Herrn Prof. Gelesbach viel Velehrendes und Nützliches bieten, deswegen ist reger Besuch erwiünscht. Wie schon mitgetellt, ist der Eintritt frel. — Treis a. Lda. Am Sonntag abend veranstaltete ber hlesige Arbetter-Gesaugvereln„Hoffnung“ unter Lektung seines bewährten Dirigenten Herrn Helnr, Nikola e einen Familien- abend dem Ernst der Zeit entsprechend in wllrdiger Welse. Die Feiler wurde eingeleitet durch einen Festgesang(won Uthmanns Frelheltschor). Der 1. Vorsitzeude gedachte in markigen Worten der Vergangeuhelt und Gegenwart des Verelns, wies in kurz Zügen auch auf die lebigen drilckenden Verhältnisse in uud vichtete den dringenden Appell an alle Arbeltersäuger und Freunde des Gesanges, sest zusammen zu stehen. Hievauf wurde— „Freie Bahn den Tlöchtigen“. Hier hatien es die Darsteller verstauden, den uhalt des Stlickeg im sestelnder Weise wiederzugeben, wie der sebhafte Beifall bewies. Eg wechselten daun noch Sologesänge mit Ge⸗ sahetchören. Vas Lied„Helmat“ vorgetragen von eller Gruppe Mädchen mt Voglektung von Mäumerstümmen, fand ebenfalls großen Veifall. Den Schluß blldete elne Duoszene, vorgetragen von einer Dame und einem Herrn die auch als gelungen bezeichnet werden konnte. n allgemeinen fanden die gut eingellbten Chöre reichen Beifall. Die wenigen Stunden waren nur zu schnell ver⸗ slossen, mit Eintritt der frühem Pollzeistunde wurde— ge⸗ macht wie es die Disalplin gebietet. Verlses so diese Vevanstaltung in schöner und harmowischer Weise, so stand ein an desmpselben Abend abgehaltener Familltenabend des anderen hier beste 15 (bürgerlichen) Gefangvevelns im Gegenfatz dazu. Bemer ei, daß dlesem zum großen Tell Arbelter angehören. Dem Herrn Pfacrer, der Mitalled ist und anwesend war., scheinem die Gesangs⸗ vorträge uscht besonders gefallen zu haben, sonst hätte er sicher nicht andere Lieder wie Deutschland über alles und die Wacht am Rhein gipgestiummt. Und wir hören, daß fast alle Anwesenden. selbst die Arbeiter, das Kerlegslled mitsangen, Arme verslihete Arbelter! Erkennt ibr nicht, in was für ein Fahrwasser ihr geraten seid? Sind die Tage im Schllgeugvaben schon vecgessen Denkt ihr wücht mehr an ellve elgenen Leiden und die Drangsgle, die eure Angehörigen. das gange Volk wegen des verbrechersschen Förieges zu ertragen hatte? Und das, während die geößten Maul⸗ aufreißer zu Haufe— durchhielten! Käte es wieder gu einem Kriege, sür den setzt wieder manche Kindsköpse sich begelsteri wrde man euch wieder wie belm Ahmarsch 1914 sagen: Gehe mit Gott! Seht euch die Kelegsbegefsterten genau az sie sing in der Regel fvisch und wohlgenährt, dabel voller Nächstenblebe“ darum lassen sie auch andern das Krlegsvergnügen! Treis a. Log. Auf die Lichtbilder⸗Vorträge, di heute abend um 57% Uhr für Kinder und um 8 Uhr süür 0 0 stattfinden, set nochmals ausfmerksam gemacht. Der Bessuch ist seh gu empfehlen. — Londorf. Die auf Sonntag, 4. Februar einberufene Unterbezirks Konferenz findet nicht statt, sondern wird auf Sonntag, 11. Februar verlegt. Sie findet statt um Lokale don Weber in Kesselbach. Kreis Mehlar. Rodheim g. d. Bieber. Fünfzig Jahre Arbeit! In der hiesigen Gafl'schen Zigarreifabrlk seterte am Samstag, der dort beschäftigte Joh. Mattern aug Fellingshausen das Jul läum selner sikusgigsährigen Tätigkeit in diesem Betriebe. Dr. Gail als Vertreter der Firma überreschte dem, Iubtlar einen Ruhe sessel, eine lange Pfelse und eine Flasche Wein, Ferner wurde ein Ruhegehalt ausgesetzt, das ihm dle Existengmöglschkelt serner⸗ hin stchert. Von Nah und Fern. Sckreclenstat einer Mutter. Aus Guben wird berichtetz In der Nacht warf die Vahnarbeftexehefrau Gegenmantel zweit ihrer Kinder im Alter von und 3 Jahrey in die durch Hochwassey angeschwollene Lubst. Ste holte sie aber dann wieder heraus und stieß hierauf ihre zehnjährige Tochter in die Fluten. Diese konnte sich durch Schwmmen retten. Die Mutter warf dann nochmals die beiden iüngsten in das Wasser und sprang dann selbst hinein. Alle drei sind ertrunken. Die ältere Tochter wurde dem städtischen Kranlenhause zugefsihrt. Ein Postinspektor als Beiesmarder. Der Postinspektor Blen in Stuttgart war vor elniger Zelt unter dem Verdacht. Dollarnoten aus Amerikabriesen entnommen zu haben, verhaftet worden. Er wurde aber aus der Haft wloder entlassen, da ihm nichts nachgewlesen werden konnte. Jetzt wurde ex wieder in Haft genommen, als er bel elner hiesigen Bank 1900 Dollar unter falschen Namen einwechseln wollte, Die unterschlagenen Noten haben einen Wert von rund 60 Millionen Mark. g Lokale Parteinachrichten. Sogialdemokratischer Kreiswahlverein Friedbeg⸗Büdingen. Gemeindevertreterkurs Unterbezter Gedern. Sonntag, den 4. Februar d. J. findet in Gedern dex gweste Unterricht flatt und zwar mochmiktags d Uhr Gastwerkschaft gur Traube. Die Vorsitzenden werden ersucht, die Gemetide vertreter so⸗ fort in Keunkuss zu setzen und für guten Vesuch Sorse zu tragen Mit Parteigruß! J. A.: Bruno W 5. Agikalionsbezirk Gießen ⸗Alsfeld⸗Lauterbach. Gemeindevertreter⸗Konferenzen, Die begonnenen Gemeindevertreter⸗Konfrenzen finden wieder re Fortsetzung und finden wie folgt statt: Sonntag, den 4. Februar: Schlitz, zm Lokale Habermeht, 3 Uhr nachmittags. Sonntag, den 11. Februar: Gießen, im Gewerkschuftshaus(Doppelzimmer) 1¼ Uhr nachmittags. Trais⸗Horloff, im Lokale Rudlof, 2% Uhr nachmittags. Grünberg, im Lokoele„Cafe Stein“, 1½ Uhr ittags. Londorf, im Lokale„Zur Stadt Gießen“, 2 Uhr nachmittags. Nieder⸗Ohmen, im Lokale Ziegenhain, 1½ Uhr nachmittags. Tagesordnung in allen Konferenzen: 14a. Die Selbstverwaltung der Gemeinden im Rahmen der heu⸗ — tigen Gesetzgebung. 5 b. Rechte und Funktionen der Gemeindevertretung. Referenten: Landtagsabg. Mann, Bürgermeister Walz, „Maier, Stadtv. Vetters u. Gemeinderatsmitglied Benner. Zu diesen Konferenzen werden hiermit alle neu und wiederge⸗ wählten Stadtverordneten und Gemeindevertreter, sowie die Vor⸗ itzenden der Ortsvereine eingeladen. Wir erwarten, daß kein Ver⸗ treter fehlt. Den Vertretern aus den einzelnen Orten bleibt es assen, den Vortragsort selbst zu wählen. Der Vorstand der Vereinigten Sozialdemokratischen Partei. J. A.: H. Häuser. S Sport Arbeiter⸗Turn⸗ und Sportbund. Bezirksturntag des 3. Bezirks, 9. Kreises am 28. Januar in Gießen. Bezirksvertreter Medebach eröffnet um 9,15 den Be⸗ Firks⸗Turntag, begrüßte die Delegierten und wünscht unter Be⸗ kanntgabe der Tagesordwmg den Verhandlungen guten Verlauf. Turng. Kuhl⸗Gießen schließt sich einer kurzen Begrüßung im Auf⸗ krage der Freien Turnerschaft⸗Gießen an. Außerdem 9 Bezirksvor⸗ stands⸗ und Turnausschußmitglieder. Für den Kreisvorstand ist Kreisvertreter Bauer⸗Frankfurt erschienen. Den Geschäfts⸗ bericht gibt Turng. Medebach und verzeichnet der Bezirk eine Zunahme von 4 Vereinen im vergangenen Jahre. Bestand 46 Ver⸗ NS SHicriI Weser eine. Eine genaue Uebersicht über die Zahl der ieh i en noch nicht möglich, da verschiedene Vereine mit der Einreichung der Fragebogen im Rückstande sind.— Den Verlauf des Bundes festes in Leipzig läßt Medebach noch mal in kurzen Umrissen vorüber⸗ gehen. Das Bundesfest schloß mit einem ungefähren Ueberschuß von 3% Mill. Mark ab, die zum Bau eines eigenen Gebäudes für die Bundesschule Verwendung finden sollen. Der Kassenbericht wird von Turngen. Laucht⸗Gleiberg gegeben und verzeichnet dieser eine Einnahme von Mk. 12 134,88, Ausgabe Mk. 9 349,05, bleibt Kassenbestand Mk. 2 785,83.— Den Turnbericht gab Bezirksturnwart Amend⸗Krofdorf. Die turnerische Tätigkeit wird von ihm als gute bezeichnet und war der Verlauf der abgehaltenen Feste und turnerischen Veranstaltungen aurfriodenstellend bis auf die Arbeiten des Berechnungsausschusses, Diesem wird zukünftig ein Turnausschußmitglied beigegeben. An der Kampfrichterausbildung am 12. März 1922 nahmen 32 Turngenossen teil.— Das Schülerturnfest in Wißmar verzeichnete eine Teilnahme von 298 Schülern.— An den Wettkampfübungen beim Bezirksturnfest in Lollar nahmen 615 Turner teil.— Die Herbstfportwettkämpfe in Wetzlar mußten infolge des stark einge⸗ setzten Regenwetters abgebrochen werden. An einer Vorturneraus⸗ bildung im November nahmen 17 Vereine mit 29 Turnern teil. Bezirksspielleiter Schäfer ⸗Wieseck gibt den Spielbericht und bezeichnet diesen mm auch als eine Vorwärts im Bezirk. Durch die anfangs des Jahres erfolgten Wechselungen der Spielleiter litt die Bewegung not, jedoch wurde auf dem Bezirßks⸗ turntag festgestellt, daß die Leitung nun in guten Händen liegt und stellte der Bezirksturntog Turngen. Schäfer auch das Vertrauen aus. Die Diskussion über die Berichte bewegte sich in sachlichen Bahnen. Turngen. Kuhl rügt im allgemeinen die heute noch so niedrigen Vereinsbeiträge mitunter von 2—5 Mk. monatlich. Hier⸗ durch fehlen nachher die Mittel zur Beschickung von Bezirksveran⸗ staltungen. Turngen. Pfeiffer kritisiert die mangelhafte Einf, der Bezirksfragebogen. Dem Kassierer wird Entlastung erteilt. Ueber Organisation und Agitation spricht Kreisvertreter Bauer. Er empfiehlt die Einrichtung von Sportbartellen und Rege⸗ lung der Spielplatzfragen. Das Vergnügungssteuergesetz insbeson⸗ dere§ 2, welcher besagt: Alle Veranstaltungen der körperlichen und geistigen Jugendpflege sind steuerfrei, wurden von ihm erläutert. rückwärts nimmer“ durch Medenbach geschlossen. Beuern(10⸗Kampf), Großen⸗Linden(12⸗Kampf nd Riegenturnen) 12. A Leichtathl⸗(Ort wird noch festges) 21. Araber Ae mee in Gießen, 0 November Vorturnerkursus. Ewald Viehmann, Kinzenbach, eiter 1. Gruppe, Ludw. Schleenbecher, Krofdorf, Gruppenleiter 2. Gruppe, M. Rei gen, Gruppenleiter 3. Gruppe. Laumsbach, Bezirksschriftführer ö 9. Kreis, 3. Bezirk. Nächsten Sonntag findet im Gewerkschaftshaus, vorm. 10 Uhr Ludwig Wagner, Schiedsrichtersitzung statt. Nichterscheinen der Schiedsrichter wird 4 mit 100 Mark bestraft. Hofmann, Schiedsrichterobmann. Hierüber will Turngen. Bauer einen Abdruck in der Turnzeitung ergehen lassen. ar rr f 5 8028 in alter bewahrter Güte! 8 Se See deer SSeignet für alle Arten von Wäsche. Alelruce rer sehem MEKKEI a c., dUS SEID, ννν dee Ahe πν NED πινẽ”0̈s M ον νον,ẽůe—) leich. Sc) N Dollarstand gestern mittag 12 Uhr: ca. 39 00 Mark Niemos hose Nur 0 Ori SHH r Das Haushaltunasgeld ist knapp, die Haus⸗ frau und Mutter muß sparen. Darf aber das Kindchen im zarten Alter schon darunter leiden? — Nein! Ihm muß die gute Pflege und Ernährung werden, deren es zu einer gesunden, kräftigen Entwicklung dringend bedarf. Keine Mutter sollte daher von„Kufeke“ abgehen und dies altbewährte, zuperlässige, erfolgreiche Kinder⸗ nährmittel durch etwas anscheinend Billigeres ersetzen, das in der Wirkung aber nie an „Kufeke“ heranzureichen vermag. mit „Kufeke“ genährtes Kind unterscheidet sich von anderen durch sein vorbildliches Gedeihen, sein blühendes Aussehen und seine Wider⸗ standsfähigkeit gegen Krankheiten.„Kufeke“ ist auch heute noch preiswert, denn es ist nicht gehürdliche Bekanntmachungen Bekanntmachung. Unserer Aufforderung vom 19. Dezember 1922, wo⸗ nach alle Vermieter verpflichtet sind, dem städt. Woh⸗ nungsamt, Asterweg 25, anzuzeigen, was ihnen über a Hol- Leiten die Höhe der das Haus betreffenden Friedensmieten bekannt ist, ist vielfach nicht entsprochen worden. Die Frist zur Erstattung der Anzeigen wird bis zum Nur noch Samstag und Sonntag Ede, Hahrlraffee N 15. Jebruar 1923 verlängert. In allen Fällen, in welchen bis zu diesem Tag die Anzeigen nicht einge⸗ gangen find, wird Strafantrag gegen die Vermieter gestellt werden. Vordrucke für die Meldungen sind im Städt. Wohnungsamt erhältlich. Gießen, den 1. Februar 1923. Städtisches Wohnungsamt. Städt. Arbeitsamt Gießen Liebigstraße 16 Telephon 2084 Kostenlose Arbeitsvermittlung und Berufsberatung für beiderlei Geschlecht, u. a. auch für Kriegerwaisen und Kriegsbeschädigtenkinder. Eis können eingestellt werden: N a) bei biesigen Acbeltgeber at 1 Dreher, 1 Provisionsreisender. Lehrlinge: 1 Friseur, 1 Bäcker, 2 Lackierer, 1 Einrahmer, 2 Schmiede, 2 Gärtner, 1 Schuhmacher, 1 Maler und Weißbinder, 1 Glaser, 1 Metzger, ein Buchbinder, 2 Schreiner, 1 Spengler und Justallateur, 2 Kellner, 1 Schneider, 1 Schriftsetzer. d) bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 landwirtschaftliche Knechte, m. Hauer, 1 verheirate⸗ ter Knecht mit älteren Kindern, 3 Dreher, 2 Sattler und Polsterer, 1 Müller. 0 Lehrlinge: 1 Steinmetz, 1 Spengler u. Installateur. Es suchen Arbeit: Schriftsetzer, Buchdrucker, 2 Schreiner, Kaufleute, Schreiber und Reisende, Packer. Hausburschen und Ausläufer, Maschinenschlosser, Bauschlosser, Schuh⸗ macher, 1 Krankenpfleger, 1 Sattler, 1 landw. Verwalter, Bäcker und Metzger, 2 Kelluer, 1 Kraftfahrer, 1 Buch⸗ binder, Mechaniker, 1 Heizer, 1 Wagner, mehrere Anstreicher, 3 Weißbinder, 1 Konditor, 2 Bautechniker, 1 Maschinentechniker, 1 Land wirtschaftspraktik ant, ein Maschinenbaupraktikant, 1 verh. landw. Pfer deknecht, 3 Schneider. Lehrlinge: 1 Kaufmann, 2 Autoschlosser, 2 Schlosser, 1 Spengler, 3 Mechaniker, 3 Elektromon⸗ teure, ein Schuhmacher mit Kost und Wohnung, 1 Schreiner desgl., 1 Schneider. Gelegeuheitsarbeiten werden ebenfalls entgegen⸗ genommen. N Weibliche Abteilung: es können eingestellt werden: al bei biesigen Arbeitgeberm Mädchen für tagsüber, Dienstmädchen, Lauffrauen und ⸗mädchen für einzelne Tage, tüchtige Allein⸗ mädchen, 2 einfache Stützen, 1 Köchin, 1 Schästestepperin, m. Waschfrauen. bl bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 landwirtschaftliche Dien stmädchen, Dienstmädchen, Hausmädchen, Zimmermädchen, Alleinmädchen, eine Köchin. 1 Stütze. ö ö es luchen Arbeit: 2 Büglerinnen, Kontoristinnen, 2 Flickerinnen, drei Verkäuferinnen, 1 Haushälterin, einige Lauffrauen, auch für Nachmittags beschäftigung, Mädchen für tags⸗ über, Fabrikarbeiterinnen, 3 Waschfranen, 1 Kaffeeköchin, 1 Schneiderinnenlehrmädchen, 1 Bürolehrmädchen. Die Berufsberatung und Arbeits⸗Vermittlung für Mustker findet Dienstag, Donnerstag und Samstag von 10—12 Uhr statt. Die Abenteuer des Kapitäns Lincoln Spannende Sensationen in 6 Akten. Dazu: Die Sippschaft Ein Film von Hass und Liebe. 6 Akte. Ab Montag: glühende Kristall 3. und 4. Teil. Terner ein glänzendes Deiprogramm. DA Aigen Deutseher Uegerkschabebund Gccpertechate karten) und An Essen Oeffentlicher Vort- Lehrfilm über Unfallverhütung mit Erläuterungen von Prof. Dr. Griesbach am Sonntag, den 4. Februar 923, vormittags 10% Uhr Der 8„Klee 2 Fein 8 im Geschmack Alles fragt sieh ganz verwundert, Und wir Deutschen halten aus Wenn wir nur Edel-Nähr-Kaffee haben Und unser täglich Brot im Haus. Allein. Hersteller: Fritz Blatt, Worms 25 billig— ausgiebig Zu haben in den Geschäften * Das Pfund Kaffee über Mark Einhundert Es ist traurig aber wahr, Sind die Menschen denn noch klar? 25 Doch das ist Geist der Zeit, nebst seinen Gaben, in demselben Maße Lebst wie die meisten anderen Lebensmittel des täglichen Bedarfes. biessener Konzert-Fereim Sonntag, den 4. Februar, nachmittags 5 Uhr fünftes Konzert i. d. Neuen Universitäts-Aula Frau Heyne-⸗-Franke 1. Kol.-Sopran von der Staatsoper in Stuttgart. Am Klavier: Prof. G. Trautmann Lieder von Pfitzner, Wolf und Strauss. ee, I uvelwalter der Universität. bei Ernst Challier und abends an der Kasse, Studen- Lu verkaufen. Gießen, Brandgase h. Fal u Nigrin. dass es unter den vielen Schuh- cremen nichts besseres gibt als Sfadttheaker Sonntaa, den 4. Februar Wilhelm Tell Anfang 3½¼ Ende n. 6 Uhr Gasparone Anfang7 Ende 10 Uhr. 25 beseit. Dienstag, den 6. Febr. Krätzurgan sofort 16 Vorstellung im e 1 15 7 Dienstag⸗Abonnement 8 15 5. 5 Brüderlein fein Auch Versd. 432 Hierauf: 6 2 Die schöne Galaths Zu verkaufen: aue eee Eintritt frel. im Lichtspielhaus, Bahnhofstrasse. 1234 jede erwachsene Person ist Wilkommen. J. P. Mono, er 10. . 2 2 eee eee eee eee eee i 1 5 5 . 0 N 5 l Gummisohlen E 8 8 1 zund Absätze 8 billiger und hastbarer als Leder, offeriere 10 noch zu äusserst billigen Preisen 2 ES 5 Buch handlg Toni Sender: Große Koalition Gegen ein Bündnis mit der Schwer⸗Industie Preis Mk. 50.— Ob 2 Soeben erschien in unserem Verlage: [Muschel⸗Uhrständer, Nickel⸗ 1 Wolljumper(neu) Haar⸗ schneidmasch., Rasiermesser, Mittwoch, den 7. Febr. Außer Abonnement: Gutscheine gültig. ethtsssche Volkgtitng Gastspie! des russischen Theaters Der Feuervogel Anfang? Ende nach Freitag den 9. Febr. 16. Vorstellung im Freitag⸗Abonn tungshalter, Nähkorb u. a. 2e Löberstraßr 3, 2. tend deen für kleinen Haushalt(3 er⸗ 505 4 Frau M. Levy„ Schauspiel von Ib se Seltersweg 35. Samstag, den 10. Febr. 1 5 5 3 E Süßst M. 105.— Kann mitgekocht werden. 25 8 — ff⸗Preise im F 1 H⸗Packung= Süßkraft von reichlich 1 Pfund Zucker Vorzüglich zum Kochen, Backen usw. eb bei kleinen Die drei Haule⸗ ruar mänuerchen Märchen 49 ener i Tabletten haben die Süßkraft von je 1½ Würfel Zucker Anfang 8 Ende 6 Uhr 4 Schachteln mit 100 20⁰0 500 Tabletten Sonutag, den II. Febr. Mt. 150.— 300.— 747.— Gasparone 5 zum Süßen von Kaffee, Tee usw. Anfang 8˙½ Ende nach bllhr Erhältlich in Kolsnialwaren⸗, Drogenhandlungen und Apothesen. 1 Iuns Kindervocstel ien! Eintrittskarten Mk. 200.—, 180.—, 150.— 1. 10 tenkarten Mk. 60.— nur im Vorverkauf beim Haus. 4 fubeen 1 uhrkette, Gummimanschett, Manschettenknöpfe, weiße Sen g Herrenglaes, Photographie⸗ 1% Uher rahmen, 1 Herrenhemd Aufn.„ gewebt), Haarpfeil, Zei⸗ 1 N wachsene Personen) per John Gabriel 5 15. Februar oder später. 1 bei hohem Lohn gesucht. Borkman 177 2 1 1 Anfang 7 Ende geg. 10 uber: f