Aufwärts! Gemeinschaftsblatt füt Bellen Erscheint alle vierzehn Tage. Verlag der Buchhandlung der Pilgermission Gießen. Verschiedene Mitarbeiter. Redakteur: Prediger O. Dreib holz, Vad Blankenburg. Druck von J. G. Oncken Nachfolger, G. m. b. 5. Cassel. Nr. 9/10. Sonntag, den 29. Februar und 7. März 1920. „Das ist gewißlich wahr und ein teuer wertes Wort, gekommen ist in die Welt, die Sünder seligzumachen.“ 1 Tim. 1, 1. 13. Jahrg. daß Christus Jesu⸗ Ein Erlebnis in Riga. Es war im Juni 1880. Die Sonne war am Antergehen und vergoldete mit ihren Strahlen die suppeln der russischen Kirchen zu Riga. Vor dem alten Dome ging eine heruntergekommene Jünglings nn 88 8 * 5 8 1 * 0 2 1 5 1 2 L 2 Riga. N— Blick von der Düna auf die Altstadt. E in sein Herz:„Du bist der Mann!“ Kaum war das Amen gesprochen, als er, wie von Furien ber ⸗ folgt, hinausstürmte. * * 0 Vier Wochen waren seitdem vergangen. Wie von ungefähr kommt er in das Versammlungslokal 3 scheu auf und ab. Seine Gesichtszüge trugen den Stempel der Völlerei. Die Kleider redeten stark von ihrer Vergänglichkeit. Das Herz war belastet nit einer furchtbaren Schuld. Plötzlich erbrauste die Orgel und sandte ihre Töne bis auf die Straße in des jungen Mannes Herz. Er erschrak! Erinnerten ihn die Weisen an die Tage der Kindheit, da er dielleicht hier neben seinen Eltern gesessen hatte? Mit festem Schritt ging er dem Eingang der Kirche 3 Scheu setzte er sich in eine stille Ecke unweit er Tür, um der Predigt zuzuhören. Da aber die derschiedensten Erinnerungen auf ihn einstürmten, dar es ihm kaum möglich, der Rede zu folgen. der Text aber bobrte sich mit unwiderstehlicher Kraft der Baptistengemeinde. Der Text der Predigt lautet: „Kehre dich zu Mir, denn Ich erlöse dichl“ Der junge Mann stürmt nach Schluß auf den Pre⸗ diger zu und sagt:„Ich muß bekennen! Heute muß es anders werden. Heute muß der Wendepunkt statt⸗ finden!“ Und er bekennt. In Riga geboren, ist er vor zwei Jahren in die Fremde gegangen und bat alle Pfützen der Sünde durchwatet. Die Not hat ihn vor vier Wochen zurückgetrieben. Im Dom hat er gesessen an dem Platze, der ihm als Kind so heilig vorgekommen war. Die Predigt packt ihn, und vier Wochen furchtbarer Seelenkämpfe folgen. Heute ist er auf dem Wege zur Düna, um dem trostlosen Dasein ein Ende zu machen. Gott will ihn jedoch 1 2——— vor der Verdammnis bewahren und führt ihn in dies Haus, wo er die Überzeugung gewinnt, daß er heute sein Herz Gott übergeben muß. Soweit das Bekenntnis des Jünglings. Der Prediger zeigt ihm den Heilsweg, betet, und der Verlorne kommt zu Glauben. 5 1 N * Es war im Oktober desselben Jahres. Ein kleiner Leichenzug bewegt sich still dem Friedhof zu. Der Sarg barg diesen geretteten Jüngling. Nach- dem er an jenem Abend zum Glauben gekommen war, suchte er seine Eltern auf, und es fand eine ergreifende Begegnung statt, die zur völligen Aus⸗ söhnung führte. Man konnte singen:„Denn dieser mein Sohn war tot und ist lebendig gewor⸗ den, er war verloren und ist wiedergefunden.“ Bald darauf wurde er von einer tödlichen Krankheit erfaßt, die eine Folge seines ausschweifenden Lebens war. Während seiner achtwöchigen Krankheit hatte er umfangreiche Gelegenheit, zu seinen Jugendfreunden über die Torheit seiner Irrwege zu reden. Und oft beschwor er sie bei ihrer Seligkeit, nicht in seine Fußspuren zu treten. Mehrere seiner Freunde bekehrten sich auch zum HErrn. Am Tage seiner Auflösung war er sonderlich bewegt. Immer wieder redete er von der Wundergnade Gottes, die ihn gesucht und gefunden hatte, und mit bewegter Seele pries er die Blutskraft Jesu, die ihn freigemacht. Mit dem Bekenntnis:„Sie haben überwunden durch des Lammes Blut“ hauchte er den Geist aus. An seinem Bette knieten die Eltern und priesen Gott für die Rettung ihres Sohnes als Frucht ihrer Gebete F W' 28 In einer Strafanstalt. Vor etlichen Jahren, erzählt Moody in einer einer Schriften, hatte ich Gelegenheit, in einer Straf. anstalt den Gefangenen das Evangelium zu ver⸗ kündigen. Da keine Kapelle in derselben vorhanden war, mußte ich zu ihnen reden in einem langen Gange, von wo aus zu beiden Seiten die Gitter⸗ türen der Zellen abgingen. Ich redete wohl zu 400 bis 500 Menschen, konnte aber keinen von ihnen sehen. Nach Beendigung der Ansprache durfte ich mit den einzelnen persönlich reden. Ich kam an die erste Zelle und fragte:„Nun, wie kommen Sie denn hierher?“„Durch den Meineid falscher Zeugen!“ war die Antwort. An der zweiten Zelle erwiderte mir jemand:„Der eigentliche Verbrecher sah mir ähnlich, und da wurde ich für ihn ver⸗ haftet.“ Auch er war unschuldig. So ging es mir an allen Zellen.„O,“ sagte ich,„von euch kann Christus keinen retten, hier ist ja niemand verloren!“ Alle um⸗ Keiner hatte wirklich etwas verbrochen. hüllten sich mit den fadenscheinigen Lumpen der Selbstgerechtigkei: Wenn jemand an ihrer Lage schuld war, so war es die Obrigkeit. Fast hatte ich das ganze Gefängnis durchwandert, als ich an eine Zelle kam, in der ein Mann saß, der ganz in sich zusammengesunken, sein Gesicht in den Händen verborgen hatte.„Was fehlt Ihnen denn?“ fragte ich. Er erhob sein Haupt, und auf seinem Gesicht waren Kummer und Verzweiflung zu lesen.„O meine Sünden sind zu groß!“ schluchzte er „Danken Sie Gott dafür!“ erwiderte ich. „Was,“ fuhr er fort,„sind Sie nicht der Mann, der eben zu uns gepredigt hat? Sie nannten sich doch unseren Freund, und jetzt freuen Sie sich darüber, daß meine Sünden mir zu schwer sind?“ „Ja, und ich will Ihnen auch den Grund meiner Freude sagen,“ beruhigte ich ihn.„Möchten Sie nicht, wenn Ihre Sünden Ihnen zu schwer sind, jemand haben, der sie für Sie tragen will?“ „O wer ist das?“ „Der HErr Jesus!“ „Er will meine Sünden nicht tragen. Ich habe mich mein ganzes Leben an Ihm versündigt.“ „Ja, das haben Sie; aber das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, macht rein von aller Sünde.“ Dann wies ich ihn auf Jesum hin, der in die Welt gekommen sei, zu suchen und seligzumachen, was verloren ist, die Gefängnistürer zu öffnen und die Gefangenen zu befreien. Es war für mich wie ein Becher kalten Wassers bei großer Sonnenhitze, einen Menschen zu finden der sich als verlorner Sünder bekannte. Es ging ihm schwer ein, zu glauben, daß ein so elenden Sünder wie er gerettet werden könne. Er bekannt mir alle seine Sünden, und ich sagte ihm, daß Christus sie alle zudecken könne. Nachdem ich länger mit ihm gesprochen hatte, forderte ich ihn noch auf, mit mir zu beten, er in seiner Zelle und ich auf dem Gange. Auf mein Zureden ließ er sich endlich dazu bewegen, kniete nieder, hob seine Augen auf wie jener Zöllner und sprach:„Gott, sei mir elender Sünder gnädig!“ Ich reichte ihm die Hand durch Gitter; und indem ich ihm die Hand schüttelte, fie eine Träne auf meine Hand, die mir zugleich im Herzen brannte. Es war eine Träne der Reu: Er glaubte, daß er ein Verlorner sei, wagte aber noch nicht, zu glauben, daß Jesus gekommen fei, um auch ihn zu retten. Seine Seele war noch im Dunkeln, als ich ihn verließ, doch versprach ich, fin ihn zu beten. Am anderen Morgen fühlte ich mich gedrungen, ihn noch einmal aufzusuchen, ehe ich den Ort ver ließ. Ein Blick genügte, um zu sehen, daß Kumme: und Verzweiflung fort waren, sein Herz hupfte vos Freuden, er hatte ja Christum darin aufgenommen „Wie ist es Ihnen denn ergangen?“ fragte ich „O,“ sagte der Gefangene,„ich weiß nicht, wie spär es war, ich glaube, es war um Mitternacht; langt hatte ich noch in Trauer dagesessen, da fiel mir mii einemmal die Last ab, und ich glaube, ich bin jeßt der glü wirklich haben Ich mu ich wer viederse Nu Weg de Es ist! werden die E bis heu kösung und bet Ir in Süd schwer, solches rung ei eines 2 währen, sagte i den de Züge, follte. aber sa mich, ic Dankbe aber au ohne d Sie Il Worten trug de Als er bei der ber Tü D Arzt ti den Au armer Seele auch in hatte h an z in nden ragte eficht „ der mten sich nd?“ rund chten chwer ill? Ich igt.“ Jesu von sesum und türer assere nden ging ende annte daß änge auf hauf ndlick a auf enden urche , fie! h im Reue aber i sei, ch im „ für ingen, t vet mme: e vo! nmen ich spat langt r mit 1 jetzt der glücklichste Mensch.“ Und ich erinnere mich, wirklich keinen glücklicheren Menschen je gesehen zu haben Sein Antlitz leuchtete im himmlischen Glanze. Ich mußte mich nun leider von ihm verabschieden; ich werde ihn droben beim HErrn aber gewiß viedersehen Nun, du sitzt nicht im Gefängnis. Aber der Weg der Rettung ist für jeden von uns derselbe. Es ist hier kein Unterschied:„Sie sündigen alle und werden geschenkweise gerecht aus Seiner Gnade durch die Erlösung in Jesu Christo.“ Wenn du bis heute noch nicht als verlorner Sünder die Er⸗ lösung erfahren hast, bist du noch ohne Hoffnung und betrügst dich selbst. 2 Die Witwe und der Arzt. Im Sommer 1869 behandelte ein jüdischer Arzt in Südrußland eine arme Witwe. Ihr Leiden war schwer, aber die Geduld und Ruhe, mit welcher sie lolches trug, flößte dem Arzt die höchste Bewunde⸗ rung ein. Als es sichtlich schlechter ging, fragte sie eines Tages:„Herr Doktor, wie lange wird's noch währen, bis es mit mir zu Ende geht?“ Der Arzt sagte ihr, daß ihr Leben nur noch wenige Stun⸗ den dauern würde. Darauf verklärten sich ihre Züge, als ob es zu einer Hochzeit gehen sollte. Darüber verwunderte sich der Voktor. Sie aber fagte„Herr Doktor, Sie waren so gütig gegen mich, ich möchte Ihnen gern ein kleines Zeichen meiner Dankbarkeit binterlassen; Sie sind ein Jude, Sie sind aber auch ein Sünder, Sie können nicht selig werden ohne den Sünderheiland; o suchen Sie Ihn, suchen Sie Ihn hier aus diesem Buch!“ und mit diesen Worten übergab sie ihm ihre Bibel. Der Doktor trug das alte Buch nach Haus und legte es beiseite. Als ex am anderen Morgen auf seinem Berufswege bei der alten Frau vorsprechen wollte, blieb er unter ber Tür stehen; die Pflegetochter der Sterbenden sang: „Ich Betrübter komme hier Und bekenne meine Sünden, Laß, mein Heiland, mich bei Dir Gnade und Vergebung finden Daß dies Wort mich trösten kann. Jesus nimmt die Sünder an!“ Die Worte des Kindes drangen dem jüdischen Arzt tief zu Herzen, es fiel ihm wie Schuppen von den Augen, er mußte sich sagen: Du bist auch ein armer Sünder, nur der Sünderheiland kann deine Seele retten! Zwei Monate später lag der Doktor auch im Sterben, aber er wußte jetzt: „Jesus nimmt die Sünder an, Mich hat Er auch angenommen Und den Himmel aufgetan, Daß ich selig zu Ihm kommen Und auf den Trost sterben kann Jesus nimmt die Sünder an!“ Von Feipzig nach Hamburg. Vor einigen Jahren fiel in Leipzig ein Student, der Apotheker werden wollte, durch das Examen Aus gekränktem Ehrgefühl suchte er die elterliche Wohnung nicht wieder auf, sondern beschloß, in die weite Welt zu gehen. Er kam nach Hamburg. Hier stürzte er sich mit dem Geld, das ihm geblieben war, in den Strudel des Großstadtlebens. Er geriet in den Sumpf und sank immer tiefer. Zuletzt wurde er Karrenschieber. So fanden ihn vor etwa vier Jahren zwei Hamburger Journalisten, die beruflich am Hafen zu tun hatten. Sie kamen mit ihm ins Gespräch und merkten, daß der verlottert aussehende Mann einst bessere Tage gesehen hatte und über eine größere wissenschaftliche Kenntnis verfügte. Da entschlossen sie sich, den Entgleisten wieder auf die richtige Bahn zu bringen. Er wurde neu eingekleidet, und den Bemühungen des einen Herrn gelang es, den tief Gesunkenen bei einer Hamburger Zeitung als Kor⸗ rektor mit einem Monatsgehalt von hundert Mark unterzubringen. Vier Jahre lang füllte er diesen Posten getreu⸗ lich aus. Dann wurde er krank, ging in ein Kranken⸗ haus und starb daselbst. Die Leitung des Spitals teilte der Familie seinen Tod mit. Zu seiner Be⸗ erdigung stellten sich drei Brüder, ein Offizier und zwei Gutsbesitzer, ein. Und nun stellte sich heraus, daß schon vor sechs Jahren von der Familie für die Auffindung des Vermißten 5000 Mark ausgesetzt worden waren. Aber man hatte nirgend eine Spur von ihm entdeckt, da er sich nicht polizeilich ange meldet hatte. Bald nach seinem damaligen Ver⸗ schwinden war der Vater gestorben, und dem unglück⸗ lichen Sohne war, wie auch seinen Brüdern, ein Vermögen von 200000 Mark vererbt worden. Von dem allen hatte er nichts gewußt, weil sein Trotz ihn von der Heimkehr zurückhielt und er kein Lebens. zeichen von sich gab. Er war reich, und doch ver. sank er im Elend. Er führte zuletzt ein dürftiges, wenn auch besseres Leben, und er hätte es doch se gut haben können, wenn er nur heimgekehrt wäre. „Komm zum Kreuz mit deinen Lasten, Müder Pilger, du; Bei dem Kreuze darfst du rasten— Da ist Ruh'.“ Die Koflbaren Juwelen. Eine vornehme Dame, welche durch ein ver⸗ gnügungssüchtiges, geselliges Leben ihre Gesundheit eingebüßt hatte, lag auf ihrem Ruhebett und sehnte sich nach den Gesellschaften und Vergnügungen, an denen sie einst soviel Genuß gehabt hatte Sie bat ihre Krankenpflegerin, ihr den Kasten zu bringen, in dem sie ihre Juwelen aufbewahrte, damit sie sich an ihrem Anblick erfreuen und all die festlichen ——— . ͤ——————— Gelegenheiten ins Gedächtnis zurückrufen könne, bei denen sie dieselben, von vielen bewundert, getragen hatte.„Nun, Schwester,“ fragte sie,„möchten Sie nicht gern einige dieser Juwelen haben?“ „Nein,“ war die Antwort,„ich besitze viel kost⸗ barere Juwelen!“ „Wie ist das möglich? Meine Schmucksachen sind doch die schönsten im ganzen Lande. Wo haben Sie Ihre? Sie tragen sie ja nie.“ Die Pflegerin hielt ihre Bibel empor und sagte:„Meine Juwelen sind hier drin verborgen.“ Die Dame, welche dachte, daß die Schmuck⸗ sachen wirklich in dem Buche verborgen waren, sagte: „Bitte, nehmen Sie Ihre Juwelen heraus und zeigen Sie sie mir.“ „Ach,“ antwortete die Krankenschwester,„meine Juwelen sind so kostbar, daß ich Ihnen nur immer eine auf einmal zeigen kann.“ Dann öffnete sie die Bibel und las:„Ich habe gelernt, bei welchem ich bin, mir genügen zu lassen.“(Phil. 4, 11.) Sie erzählte ihr von dem Schatz, den sie im Himmel hatte, und daß, wenn sie auch arm sei, ihr Vater im Himmel doch reich sei und für sie sorge. Sie erzählte von dem großen Glück, das sie in Jesu habe, und wie sie geduldig warte auf das Kommen Seines Reiches. „Schwester, so etwas habe ich nie gehört,“ rief die Dame erstaunt aus,„wie glücklich müssen Sie sein! Ich wünschte, ich wär's auch.“ Am nächsten Tage sagte sie zu der Schwester:„Ich möchte gern einen anderen Ihrer Juwelen sehen; der, den Sie zeigten, war wundervoll.“ Die Krankenschwester öffnete von neuem ihre Bibel und las:„Das ist gewißlich wahr und ein teuer wertes Wort, daß Jesus Christus gekommen ist in die Welt, die Sünder seligzumachen, unter welchen ich der vornehmste bin.“(1 Tim. 1, 15.) Als sie noch einiges hinzufügte, kat Gott der Dame das Herz auf. Auf einmal fand sie, daß sie eint Sünderin sei, und daß Jesus Christus ihr Heiland sei. In Ihm fand sie bald Ruhe, Frieden und Freude. K Was der Mensch sät, das wird er ernten. Einer meiner Freunde hatte einen Onkel, der ein Krüppel war, und den hatte er nie anders ge⸗ kannt. Dieser Onkel war das Opfer eines Unfalls geworden, und seit der Zeit hinkte er. Er selber aber schrieb diese Verunstaltung einer Heimsuchung Gottes wegen seines schlechten Wandels in der Jugend zu. In der Tat hatte er und sein Freund in einem Dorfe der Berner Alpen die Grausamkeit begangen, sich durch Quälen von Vögeln zu be⸗ lustigen. Nachdem sie diese gefangen hatten, hielt sie der eine in der Hand fest und der andere schnitt ihnen die Zunge ab und setzte sie alsdann in Frei⸗ heit. Welche Frechheit, welche Grausamkeit! Und was ist mit dem anderen jungen Manne geschehen! Denn er war es, der dieses gräßliche Geschäft an ⸗ gestiftet hatte, und der die grausame Tat ausführte, während sein Kamerad den Vogel hielt. Er wurde ebenfalls für sein ganzes Leben ein Krüppel. Ferner waren zwei seiner Kinder taubstumm und schwach⸗ sinnig, so daß der Vater sich ihrer schümte. Woll läßt sich nicht spotten, was der Mensch sät, wird er ernten.(Gal. 6, 7.) Wisse, daß deine Sünde dich finden wird(4 Mose 32, 23); und wenn es nicht hienieden ist, so wird doch daz Gericht nicht ausbleiben. Vor dem Thron des höchsten Richters in der Ewigkeit findet alle seinen gerechten Lohn. Lieber Leser! Mag deine Sünde nun groß oder klein sein, du wirst ihr eines Tages wieder begegnen, Erkenne sie doch heute, bekenne sie und nähere dich doch Dem, der allein ihr Gericht und Urteil und ihre Folgen hinwegnehmen kann. Versammlungs-Anzeigen. Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, Löberstraße 14 Jeden Sonntag 1½ Uhr Sonntagsschule; 4 Uhr Jungfrauenverein; % Uhr Versammlung; 4½ Uhr Christlicher Verein junger Männer; jeden Mittwoch 8½ Uhr Bibelstunde; jeden Freitag 8½ Uhr Gebetsstunde. GN Bezirk Bellnhausen. Jeden Sonntag 2 Uhr Versammlung im Vereinshaus Bellnhausen. GN Bezirk Friedberg. Stadtmission Friedberg, Ludwigstr. 24. Jeden Sonntag vorm. 11 Uhr Sonntagsschule; nachm. 4 Uhr Unter⸗ haltungsstunde für die Jugend; abends 8¼½ Uhr Predigtgottesdienst; Dienstag abends 8½ Uhr Blaukreuz⸗ oder Frauenstunde; Mittwoch abends 8½ Uhr Jugendbund; Donnerstag abends 8½ Uhr Bibel⸗ und Gebetsstunde. Bad Nauheim; Erholungsheim Bethesda, Frankfurter Str. 87½, Jeden Dienstag und Donnerstag abends 8½ Uhr Bibelstunde. Stammheim und Schwalheim Jeden Sonntag Versammlung. Bezirk Nidda Schotten. Nidda(im Burghof). Jeden Sonntag abend 9 Uhr Bersammlung jeden Montag abends 9 Uhr Gebetsstunde; ieden Dienstag abends 9 Uh Bibelstunde. Schotten, Hauptstr. 99. Jeden Sonnkag mittags 12½ Uhr Sonn tagsschule; jeden Sonntag abends 9 Uhr Versammlung, jeden Mittwoch abends 9 Uhr Bibel⸗ und Gebetsstunde. Anderungen siehe Tageszeitung der Orte. N Bezirk Sellnrod. Jeden Sonntag abends 8½ Uhr Versammlung und zeden Mittwoch und Freitag Gebetsstunde mit Bibelbetrachtung. G 0 Buck — Nr. 11/1. Wenn mein 1 er Wet Nacht e en imt nd es er ais ganz na Stärkere il geren her Bild aber Szene vor Zegenteil ingt de f benalte David der llath. Die Jergeliten * Kriege Ne Isra⸗ zicht aus . iese Gol Zolich zeig ichen, hö LVorten ergi dercht ein. Da kam cages zu l Lager. den Rieser eine spotte nen. Es nichteten sie eger liebte. b 5 diesen Feit elit m lichelt habe naßend und galten. Alle Ehre sei uf Jehova