9 Uhr Aufwärts! Gemeinlchaftsblatt für Bellen Erscheint alle vierzehn Tage Redakteur: Stadtmissionar F. Herrmann, Fießen Verlag der Verschiedene Mitarbeiter. 3 Buchhandlung der Pilgermission Gießen, Druck von J. G. Oncken Nachfolger, G. m b. 9.2 Cassel Nr. 21/22. Sonntag, den 23. und 30. Mai 1920. 13. Jahrg. „Das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer denn ein zweischneidie Schwert, und dringt durch, bis daß es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Vein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. Und keine Kreatur ist vor Ihm unsichtbar; es ist aber alles bloß und entdeckt vor Seinen Augen.“ Ebr. 4, 12. 18. und wohnte in Haran. Und vo: dannen, da seir Vater gestorbe: war, brachte E; ihn herüber ir dies Land und Stephanus. Stephanus, voll Glaubens und Kräfte, tat Wunder und gro- ße Zeichen unter dem Volk. Da gab ihm den Bun? standen etliche auf der Beschneidung von der Schule Und Abrahan und befragten sich zeugte Isaak un! mit ihm. Und sie beschnitt ihn an vermochten nicht achten Tage und zu widerstehen der Isaak den Jakot Weisheit und dem und Jakob die Geiste, aus wel chem er redete. Da richteten sie zu etliche Män⸗ ner, die sprachen: „Wir haben ihn gehört Lästerwor⸗ te reden wider zwölf Erzväter Und die Erzväte: neideten den Jo. seph und verkauf ten ihn gen Agyp⸗ ten; aber Gott war mit ihm uns errettete ihn 15 Mose und wider aller seiner Trü Gott.“ Und sie eee sal und gab ihm bewegten das Volk und die Altesten und die Schrift. Gnade und Weisheit vor Pharao, dem König in gelehrten und traten herzu und rissen ihn hin und Agypten; der setzte ihn zum Fürsten über Agypten führten ihn vor den Rat und stellten falsche Zeugen und über sein ganzes Haus. Es kam aber eine dar, die sprachen:„Dieser Mensch hört nicht auf, teure Zeit über das ganze Land Agypten und Kanaan zu reden Lästerworte wider diese heilige Stätte und und eine große Trübsal, und unsere Väter fanden das Gesetz. Denn wir haben ihn hören sagen:»Jesus nicht Nahrung. Jakob aber hörte, daß in Agypten von Nazareth wird diese Stätte zerstören und ändern Getreide wäre, und sandte unsere Väter aus aufz die Sitten, die uns Moses gegeben hat.““ Und sie erste Mal. Und zum andernmal ward Joseph erkannt sahen auf ihn alle, die im Rat saßen, und sahen von seinen Brüdern, und ward Pharao Josephs Ge. sein Angesicht wie eines Engels Angesicht. schlecht offenbar. Joseph aber sandte aus und ließ Da sprach der Hohepriester:„Ist dem also?“ Er holen seinen Vater Jakob und seine ganze Freund- aber sprach:„Lieben Brüder und Väter, höret zu. Der schaft, fünfundsiebzig Seelen. Und Jakob zog hinab Gott der Herrlichkeit erschien unserm Vater Abraham gen Agypten und starb, er und unsere Väter. Da und sprach zu ihm: Gehe aus deinem Lande und von nun sich die Zeit der Verheißung nahte, die Gott 5 deiner Freundschaft, und ziehe in ein Land, das Ich Abraham geschworen hatte, wuchs das Volk und dir zeigen will. Da ging er aus der Chaldäer Lande mehrte sich in Agypten, bis daß ein anderer König aufkam, der nichts wußte von Joseph. Dieser trieb Hinterlist mit unserem Geschlecht und behandelte unsere Väter übel und schaffte, daß man die jungen Kindlein aussetzen mußte, daß sie nicht lebendig blieben. Zu der Zeit ward Moses geboren, und war ein fein Kind vor Gott, und ward drei Monden ernährt in seines Vaters Hause. Als er aber aus⸗ gesetzt ward, nahm ihn die Tochter Pharaos auf und zog ihn auf ihr selbst zu einem Sohn. Und Moses ward gelehrt in aller Weisheit der Agypter, und war mächtig in Werken und Worten. Und über vierzig Jahre erschien ihm in der Wüste an dem Berge Sinai der Engel des HErrn in einer Feuer⸗ flamme im Busch. Da es aber Moses sah, wunderte er sich des Gesichts. Als er aber hinzuging, zu schauen, geschah die Stimme des HErrn zu ihm: Ich bin der Gott deiner Väter, der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Moses aber ward zitternd und wagte nicht anzuschauen. Aber der HErr sprach zu ihm: Ziehe die Schuhe aus von deinen Füßen; denn die Stätte, da du stehst, ist heilig Land. Ich habe wohl gesehen das Leiden Meines Volks, das in Agypten ist, und habe ihr Seufzen gehört, und bin herabgekommen, sie zu er⸗ retten. Und nun komm her, Ich will dich gen Agypten senden. Diesen Moses sandte Gott zu einem Obersten und Erlöser durch die Hand des Engels, der ihm erschien im Busch. Dieser führte sie aus und tat Wunder und Zeichen in Agypten, im Roten Meer und in der Wüste vierzig Jahre. Auch hatten unsere Väter die Hütte des Zeugnisses in der Wüste und brachten sie mit Josua in das Land, das die Heiden innehatten, welche Gott ausstieß vor dem Angesicht unserer Väter, bis zur Zeit Davids. Der fand Gnade bei Gott, und bat, daß er eine Wohnung finden möge dem Gott Jakobs. Salomo aber baute Ihm ein Haus. Aber der Allerhöchste wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind, wie der Prophet spricht:»Der Himmel ist Mein Stuhl und die Erde Meiner Füße Schemel. Was wollt ihr Mir denn für ein Haus bauen? spricht der HErr; oder welches ist die Stätte Meiner Ruhe? Hat nicht Meine Hand das alles gemacht? Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an Herzen und Ohren, ihr widerstrebt allezeit dem Heiligen Geist, wie eure Väter, also auch ihr. Welchen Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Und sie haben ge— tötet, die da zuvor verkündigten die Zukunft dieses Gerechten, welches ihr nun Verräter und Mörder worden seid. Ihr habt das Gesetz empfangen durch der Engel Geschäfte und habt's nicht gehalten.“ Da sie solches hörten, ging's ihnen durchs Herz und bissen die Zähne zusammen über ihn. Wie er aber voll Heiligen Geistes war, sah er auf gen Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesum stehen zur Rechten Gottes und sprach:„Siehe, ich sehe den Himmel offen und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehen.“ Sie schrien aber laut und hielten ihre Ohren zu und stürmten einmütiglich auf ihn ein, stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Und die Zeugen legten ab ihre Kleider zu den Füßen eines Jünglings, der hieß Saulus, und steinigten Stephanus, der anrief und sprach:„HErr Jesus, nimm meinen Geist auf!“ Er kniete aber nieder und schrie laut:„HErr, behalte ihnen diese Sünde nicht!“ Und als er das gesagt, entschlief er. (Aus Apg. 6 u. 7. Wie Gott Heinen Diener bewahrte. Einem Prediger ging es, wie der HErr Jesus gesagt hat, er wurde gehaßt und verfolgt um Seines Namens willen. Bei einigen ging der Haß so weit, daß sie ihn zu töten beschlossen. Eines Tages saß der Mann bei seiner Bibel und dachte über die Worte nach:„Ihr seid besser denn viele Sperlinge, ja die Haare auf eurem Haupte sind alle gezählt.“ Diese Größe und Tiefe der Liebe Gottes war ihm beinahe zu viel. Da trat in seine Stube eine Frau, die er kannte, und erzählte ihm sehr bewegt, diese Nacht viel um ihn gelitten und eher keine Ruhe bekäme, bis sie ihren Auftrag ausgeführt hätte. Sie gab ihm dann das Rasiermesser ihres Mannes und bat ihn flehentlich, er möchte sich heute dessen selbst bedienen. Der Prediger aber erwiderte:„Dies habe ich noch nie getan, es wird nicht gehen; ich würde mich schneiden.“ 8„Nein, Sie werden sich nicht schneiden,“ sagte sie,„tun Sie es im Vertrauen auf Gott.“ Er versprach es, und die Frau ging fort. Gleich darauf erfüllte der Prediger sein Versprechen und hatte sich eben wieder an den Tisch gesetzt, als sein Barbier eintrat. Diesem wurde nun gesagt:„Es ist schon einer dagewesen.“ Als aber der Prediger den Barbier sah und seinen großen Schrecken wahr⸗ nahm, fügte er hinzu:„Ich habe mich selbst bedient und sehe, daß es auch so geht. Sie brauchen nicht mehr zu kommen,“ worauf der Barbier sich schnell entfernte. Der Prediger überlegte sich diese Sache wohl vor Gott, sprach aber mit niemand darüber, auch nicht mit jener Frau. Als nun etliche Jahre ver gangen waren, wurde er eines Abends an ein Sterbe, bett gerufen; es war das jenes Barbiers. Dieser sagte ihm, er könne nicht sterben, er müsse ihm erst noch bekennen, daß er damals von jemand gedungen sei, Gift an sein Messer zu tun und ihn damit zu schneiden. Der Prediger, dem die Sache wieder lebhaft vor, die Seele trat, sagte zu ihm:„Ich will nicht wissen, wer Sie gedungen hat, ich räche mich selber nicht; aber ich möchte wissen, was mein Feind sagte, als er den Ausgang hörte, ob er vielleicht Gott die Ehre gab und wir Hoffnung zu seiner Bekehrung haben könnten daß sie Er die auf Er wäl grif nur ins Jetz beke auf ihn ten ihn. n Füßen teinigten r Jesus, nieder Sünde 155 1 rte. r Jesus t Seines so weit, iges saß iber die perlinge, gezählt.“ var ihm die er daß sie ne Ruhe te. Sie nes und en selbst ies habe würde sagte Gleich en und als sein drediger n wahr⸗ bedient en nicht b schnell e wohl er, auch hre ver⸗ Sterbe⸗ Dieser hm erst edungen amit zu aft vor wissen, t; aber ber den hab und unten“ „Nein, das hat er nicht getan. Er erschrak erst und sagte dann:»Dem hat der Teufel geholfen!« »Nein,« sagte ich,»der Teufel wollte ihn verderben, Gott aber hat ihn behütet!« Mit diesem Bekenntnis trat ich aus der Lüge, meine Schuld stand seitdem wie ein schwarzes Gebirge vor meiner Seele, und ich hätte es Ihnen tausendmal schon gern bekannt, wenn nicht meine Kinder mich zurückgehalten hätten, denn für mich fand ich— o große Barmherzigkeit!— schon vor einiger Zeit Ruhe und Vergebung.“ Nun kniete der Prediger am Bett des Sterben⸗ den nieder, dankte und lobte Gott, der ihn damals behütet und diese Seele errettet hatte. Hübner. 2 2 Zachäus und Zesus. (Luk. 19, 110.) Diese Geschichte erzählt uns von einem merk— würdigen Manne. Seinem Beruf nach war er Zoll— beamter. Er hat aber sein Amt nicht redlich ver— waltet, sondern durch übermäßige Zollforderungen sich bereichert. Denn es wird von ihm gesagt, daß er reich war, und er selbst bekennt, daß er betrogen habe. Offenbar fühlte er sich bei seinem betrügerischen Reichtum nicht wohl. Die Gewissensunruhe plagte ihn. Alle Güter und Genüsse dieser Welt konnten ihn nicht hinwegtäuschen über die Unruhe seiner Seele, über das Unbefriedigtsein in seinem Herzen. Nun hörte dieser Mann, daß der weithin berühmt gewordene Nazarener Jesus in die Gegend seines Wohnortes komme. Der Ruf dieses Wundertäters und Lehrers war auch schon an sein Ohr gedrungen. Ja, es schien, daß auch sein Herz einen Eindruck davon bekommen hatte, daß dieser Jesus ihm vielleicht helfen, ihm das geben könne, was ihm innerlich fehlte. Die Gnade Gottes arbeitete an seinem Herzen. Zachäus widerstrebte diesem Zug der Gnade nicht. Er war dem Trieb des Geistes gehorsam und richtete sein ganzes Trachten darauf, Jesum zu sehen und zu hören. Er lief allen anderen voraus an den Ort, wo Jesus vorbeikommen sollte. Da er klein von Person war und ihm deshalb leicht der Ausblick genommen werden konnte, so stieg er auf einen Baum an der Straße. Mochte ihm dies auch den Spott der Leute eintragen, so scheute er dies nicht, wenn er nur Jesum sehen konnte. Und sein Verlangen wurde über Erwarten gestillt. Er durfte Jesum nicht nur vorübergehen sehen; nein, dieser wunderdare Mann stand still bei dem Baum, auf dem er saß. Er redete ihn persönlich an, ja, Er lud Sich bei ihm zu Gaste ein. Welch über⸗ wältigendes Gefühl mag das Herz des Zachäus er⸗ griffen haben! Jesus schien ja gerade für ihn und nur für ihn gekommen zu sein. Mit ihm ging Er ins Haus. Ihm lieh Er Sein Ohr und Herz. Jetzt konnte er sein Herz ausschütten, seine Schuld bekennen, sein Verlangen kundtun. Entschieden wollte er sich abwenden von der bisherigen Laufbahn des Be⸗ trügers.„Wo ich jemand betrogen habe, da gebe ich es vierfältig wieder.“ Das war sein ernstes Gelübde. Und der HErr Jesus, der Herzenskündiger, sah die aufrichtige Buße und Umkehr dieses Zöllners. Er freute sich über die Erneuerung dieses Sünders. So konnte der Schluß der Geschichte lauten:„Heute ist diesem Hause Heil widerfahren!“ Heil, Heilung, Vergebung, Ruhe und Frieden fand Zachäus durch die Begegnung mit Jesu. Jetzt war die Unruhe weggenommen, die leere Stelle in seinem Herzen ausgefüllt. Als ein neuer, glückseliger Mensch ging er nun seinen Weg in der Nachfolge Jesu. Möchtest du, lieber Leser, nicht auch eine solche Begegnung mit Jesu haben? Empfindest du nicht auch die Unruhe des Gewissens, die Leere des Herzens? Föühlst du nicht den Zug des Vaters zum Sohne, nämlich des himmlischen Vaters zu Seinem Sohne Jesu Christo? Willst du dich nicht auch aufmachen, um irgendwie dem HErrn Jesu zu begegnen, mit Ihm in Gemeinschaft zu kommen, Ihm dein Herz auszuschütten, deine Schuld zu bekennen und Ihn um Gnade und Frieden zu bitten? Möchte bald der Tag und die Stunde kommen, da es auch bei dir heißen darf:„Heute ist diesem Hause Heil widerfahren!“ K . Die Wibel. Eine Gesellschaft von Herren aus den höheren Ständen pflegte zu bestimmten Zeiten in der Absicht zusammen zu kommen, die Religion zu verspotten und einander in ihrem Unglauben zu befestigen. Endlich faßten sie den Entschluß, die Bibel zu ver⸗ brennen, um ein Buch los zu werden, daß ihrem Gewissen so lästig war. Der bestimmte Tag kam. Man zündete ein großes Feuer an, legte eine Bibel auf den Tisch, und der dampfende Punschnapf kündigte einen fröhlichen Beschluß der Zeremonie an. Zur Ausführung wurde ein junger Mann aus vornehmer Familie ausersehen. Er übernahm das Werk. Nach⸗ dem er sich mit einigen Gläsern Punsch Mut gemacht hatte, trat er unter dem Beifallsruf seiner lustigen Gefährten zum Tische, nahm die Bibel und tat einige entschlossene Schritte auf das Feuer zu. Aber plötzlich ergriff ihn ein Zittern am ganzen Leibe, Todesblässe bedeckte sein Angesicht, und er schien Krämpfe zu be⸗ kommen. Er kehrte zum Tische zurück, legte die Bibel nieder und sagte mit einer starken Beteurung: „Wir wollen dieses Buch nicht eher verbrennen, als bis wir ein besseres haben.“ Bald darauf wurde dieser junge Mann krank, bat sich den Zuspruch eines evangelischen Predigers aus, dem er obige Ge⸗ schichte reumütig erzählte, und starb als ein Christ im vollen Vertrauen auf das Verdienst seines Er— lösers.(Baseler Sammlung 1800.) 2 N Ein schwimmendes Testament. Eines Tages ging ein Japaner von hohem Range, von großer Gelehrsamkeit und guter Erziehung an den Üfern des Meerbusens von Jeddo spazieren. Kurz zuvor hatten englische oder amerikanische Schiffe den Hafen verlassen. Da sah er etwas auf dem Wasser schwimmen und schickte einen Begleiter hin, es ihm zu bringen Als man es ihm einhändigte, sah er, daß es ein Buch war, das er nicht lesen konnte. Von holländischen Kaufleuten erfuhr er, daß es ein Neues Testament war und daß viele daran glaubten als an das Wort des einen wahren Gottes. Beim weiteren Forschen erfuhr er, daß das Buch ins Chinesische übersetzt und in Schanghai zu haben sei. Er sandte nach Schanghai un: ließ sich ein Exemplar geben. Dann versammelte er sich mit fünf oder sechs Ge⸗ fährten am Hofe seines Fürsten, um dieses Lebens⸗ wort zu studieren. Da wurde es licht in seiner Seele. Jesu Werk rührte ihn so, wie nichts zuvor, wie er selbst sich ausdrückte: Nie habe ich eine solche Person gesehen oder davon gehört, gelesen oder geträumt; auch habe ich mir nie eine solche vorgestellt.“ Viele Monate hindurch setzte er diese Studien der Bibel fort. Endlich, als er hörte, daß ein Lehrer nach Nagasaki gekommen sei, ließ er ihm durch einen Dolmetscher Fragen vorlegen und erhielt darauf die Antwort zurück. So gelangten der japanische Beamte und zwei seiner Freunde ohne jegliche fremde Ein⸗ wirkung zum Glauben an Den, von dem die Schrift zeugt. Als sie sich an den Missionar Verbeck wandten, um getauft zu werden, fand dieser sie wahrhaft be⸗ kehrt und nahm sie in die Gemeinde auf. Soviel man weiß, waren dies die ersten Japaner, die an Christum gläubig geworden sind. 2 Augustin. Augustin, der Sohn der frommen Mutter Monika, war in seiner Jugend auf große Ab- und Irrwege ö geraten. Aber seine Mutter hörte nicht auf, für ihn zu beten und ihn zu bitten und zu ermahnen, daß er das Heil seiner Seele suchen möchte. Doch alles schien vergeblich zu sein. Er wurde später als Lehrer der Beredsamkeit nach Mailand berufen, und Gott, der Gedanken des Friedens über ihn hatte, bereitete hie! seine Rettung. In Mailand machte Augustin dit Bekanntschaft mit dem frommen Bischof Ambrosiu⸗ und fühlte sich durch die große Gelehrsamkeit und Be⸗ redsamkeit dieses Mannes zu ihm hingezogen. Die Kraft der Wahrheit drang immer tiefer in sein Herz Augustins ganze Seele seufzte:„Wer wird mich er, lösen von dem Leibe dieses Todes?“ Er nahm nur die längst vergessene Bibel wieder zur Hand, las, bete! und prüfte sein Herz. Seine Augen wurden ihm auf, getan, und er fing an, die Herrlichkeit des eingebornen Sohnes vom Vater voller Gnade zu schauen. Gott und der Mensch. Gott will nicht, daß ein Mensch verlorengehe, sondern das ewige Leben habe. Darum spricht Er: „Ich habe keinen Gefallen am Tode des Gottlosen Bekehrt euch, so werdet ihr leben.“(Hes. 18, 32.) Gott hat den Menschen mit einem freien Willen ge⸗ schaffen, damit er zeitlich und ewig glücklich werde, Darum wähle, denn der HErr ist nicht nur barmherzig gnädig und von großer Güte, Er ist auch heilig unk gerecht, und kein Mensch kann vor Ihm bestehen Deshalb sandte Er Seinen Sohn Jesus Christus ir die Welt, und Er lebte, liebte, litt und starb für unser⸗ Sünden.„Wer an den Sohn Gottes glaubt, der ha: das ewige Leben. Wer aber dem Sohne Gottes nicht glaubt, der wird das Leben nicht haben, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.“(Joh. 3, 36.) Jeder Mensch muß sich entscheiden. Nehmen wir die Gnade Jesu an und folgen, so sind wir Gottes Kinder. Darum wähle das gute Teil! Gott bietet dir Gnade an, verwirf sie nicht, und benütze deine Gnadenzeit; dann wird Friede und Freude in dein Herz einkehren. Versammlungs- Anzeigen. Bezirk Siezen. Stadtmission Gießen, Löberstraße 14 Jeden Sommbag 1½ Uhr Sonntagsschule; 4 Uhr Jungfrauenveretn; n nir Bersammlung; 4½ Uhr Christlicher Verein junger Männer; leben Mittwoch ½ Nr Bibelstunde; jeden Freitag 3½ Uhr Gebetsstunde. GN Bezirk Bellnhausen. Jeden Sonntag 2 Uhr Versammlung im Vereinshaus Bellnhausen. GN Bezirk Friedberg. Stadtmission Friedberg, Ludwigstr. 24. Jeden Sonntag vorm. 11 Uhr Sonntagsschule; nachm. 4 Uhr Unter haltungsstunde für die Jugend; abends 8¼ Uhr Predigtgottesdienst; Dienstag abends 8¼ Uhr Blaukreuz⸗ oder Frauenstunde; Mittwoch abends 8¼½ Uhr Jugend D Stag abends 8½ Uhr Bibel ⸗ und Gebetsstunde. Bad Nauheim; Erholungsheim Bethesda, Frankfurter Str. 87½, Jeden Dienstag und Donnerstag abends 8½ Uhr Bibelstunde. Stammheim und Schwalheim. Jeden Sonntag Versammlung Bezirk Nidda ⸗ Schotten. Nidde(im Burghos). Jeden Sonntag abends 9 Nür Bersammlung; leden Montag abends 9 Uhr Gebetsstunde; ieden Dienstag abends 9 nir Bibelstunde Schotten, Hauptstr 99. Jeden Sonntag mittags 12½ Uhr Sonn · tagsschule, jeden Sonntag abends 9 Uhr Verfammlung, jeden Mittwock abends 9 Uhr Bibel und Gebetsstunde. Anderungen siehe Tageszeitung der Orte. S Bezirk Sellnrod. Jeden Sonntag abends 8½ Uhr Bersammlung und jeden Mittwoch und Freitag Gebetsstunde mit Bibelbetrachtung. GN . —— ͥ— 8