DDD 1 9 ie t. rn en onn⸗ voch und t er⸗ Aufwärts! Gemeinlchaftsblatt für Bellen Erschernt alle vierzehn Tage. Verlag der Buchhandlung der Pilgermission Gießen. Redakteur: Stadtmissionar F. Herrmann, Gießen. Verschiedene Mitarbeiter. Druck von J. G. Oncken Nachfolger, G. m. b. H., Cassel. ——ůůů Nr. 47/48. Sonntag, den 21. und 28. November 1920. 13. Jahrg. „Das ist gewißlich wahr und ein teuer wertes Wort, oͤaß Christus Jesus gekommen ist in die Welt, die Sünder selig- zu machen.“ 1 Tim. 1, 15. Vom Sozialisten zum Christen. Von F. Binde. „Lange ging ich in der Irre, Kannte meinen Hirten nicht“, bis zu meinem 33. Jahre. Der Welt rohere Freuden lockten mich zwar nie recht, wohl aber der Welt Weisheit. Mit 18 Jahren hatte ich schon so viel elesen, daß für den Glauben an das Wort Gottes ein Raum blieb. In dieser Zeit lernte ich den ersten gläubigen Menschen kennen. Ich war meinem Vater entlaufen und lag in der Herberge zur Heimat zu Frank⸗ furt a. M. mit mancherlei Reisenden in einem ge⸗ räumigen Schlafraume. Nachdem mancherlei erzählt worden war, kam man auch auf Gott, Gottes Sohn und die Bibel zu sprechen, und das Zeugnis einer gläubigen Seele beherrschte den nächtlichen Raum. Geärgert widersprach ich ins Dunkel hinein:„Ich glaube weder, daß die Bibel Gottes Wort, noch daß Jesus Gottes Sohn ist!“„Dann werden Sie,“ antwortete fest der Gläubige,„in. Ihren Sünden bleiben und entweder darinnen verderben, oder Gott wird Sie erfassen und durch viel Elend hindurch zum Glauben bringen, und dann werden Sie Ihre Worte von heute abend bitter bereuen.“ Ich lachte und schlief ruhig ein. Eine weitere Gnade Gottes war, daß Er mich mit 20 Jahren in das Haus eines gläubigen Mannes, meines nachmaligen Schwiegervaters, führte. Ich hatte ihn recht lieb, aber er forderte eines Tages unnachsichtlich, meine ungläubigen Bücher sollten nicht mehr länger unter seinem Dache bleiben. Das reizte mich zu überlegenem Trotz und veranlaßte mich, Mitglied eines Freidenkervereins zu werden. Meine Braut weinte. Von nun an opferte ich jedes entbehrliche Geld dem Ankauf gottesleugnerischer Bücher und den größten Teil der Nachtruhe dem Studium materialistischer Wissenschaft. Ich war noch nicht 22 Jahre alt geworden, da setzte ich eines Nachmittags den lebendigen, persön⸗ lichen Gott ab und das ewige, unabänderliche Natur⸗ gesetz an Seine Stelle. Zu gleicher Zeit begann ich in gemeine Sünden zu fallen. Unfriede und Angst folgten. Auch tat es mir weh, keinen Gott und keinen Himmel mehr zu haben. Diese Leere im Herzen trieb mich zur Sozialdemokratie, die den Himmel auf Erden versprach. Mit 25 Jahren war ich sozialdemokratischer Redner und Schriftsteller. Aber Gottes suchende Gnade ließ mich nicht. Vier Jahre hielt ich es aus unter diesen trinkenden, lärmenden Weltverbesserern, die da meinen, der Mensch werde besser, wenn seine äußeren Verhält⸗ nisse bequemer und einträglicher werden. Dann packte mich der Ekel an dem herrsch. und rachsüchtigen Parteitreiben und der Zweifel an der sozialdemo⸗ kratischen Wissenschaft. Aus gleicher Verzweiflung an dem Wert und Ziel der Partei erschoß sich da⸗ mals in einer Nacht mein Freund, sozialdemokratischer Redakteur, in einem Raume, dessen Wände bedeckt waren von Büchern voll sozialdemokratischer Volks⸗ beglückungstheorien. Er war eine edle Natur, und deren fand ich manche unter den„Genossen“; aber alle waren zerrissen und unselig. Noch tiefer mußte Gottes Gnade mit mir gehen. Die Enttäuschung an der Partei warf mich auf mich selbst zurück. Zurück zur bürgerlichen Gesellschaft gab es keine Brücke. Auch waren mir die Ord— nungen dieser Gesellschaft geradeso verhaßt wie die der verlassenen Partei. Ein Leben in behäbiger Gleichgültigkeit war meiner hungernden, ringenden Seele unmöglich. Kirche und Gläubigkeit galten mir nichts— so wurde ich Anarchist. Erschrick nicht, lieber Leser, nicht alle Anarchisten tragen Bomben in den Taschen. Mein Schritt ge⸗ schah wesentlich unter dem Einfluß der Kantschen Philosophie, mit der ich damals den naturwissen. ü — 3 n —. schaftlichen und historischen Materialismus überwand. Kants Lehre von der sittlichen Selbstgesetzgebung des Einzelmenschen wurde mir Anlaß zu glauben, jeder⸗ mann müsse sein eigner Priester, Richter und Gen⸗ darm in der Weise werden, daß alle Staats-, Rechts-, Polizei⸗ oder Parteiordnungen überflüssig würden. Die„freie Persönlichkeit in der freien Genossenschaft“ wurde mein ideales Kampfziel. Freilich, zwei Jahre später lag auch dieses Ziel als erkannter Irrtum hinter mir. Ich hatte die schmerzliche Einsicht ge— wonnen, die meisten der Menschen taugen nicht zu „freien Persönlichkeiten“, sondern bleiben Sklaven niederer Instinkte. Und doch hatte ich gerade unter den Anarchisten manche ehrlich ringende Seele ge— funden, die aufrichtig hungerte und dürstete nach der Gerechtigkeit, freilich weit ab vom Weg des Lebens. Etlichen von ihnen hat es der HErr nunmehr gelingen lassen, gleich mir, den Weg des Lebens zu finden. Jedoch vorerst ließ mich Gottes Gnade noch den letzten, nötigen Irrgang antreten. Das war der Gang von Kant zu Nietzsche und durch Nietzsche zur Kunst. Glaubte ich nicht mehr an eine Freiheit für alle, so lernte ich doch nunmehr durch den Philo— sophen Nietzsche glauben an die Freiheit der einzelnen „freien, sehr freien Geister“. Das sind die Menschen, die alle hergebrachten Grenzen des Denkens und Handelns überstiegen haben und„jenseits von gut und böse“ zu leben suchen. Aus ihnen sollte der zukünftige, höhere Mensch, der sogenannte„Über⸗ mensch“, hervorgehen. Ihr Gott ist ihr wunderbares Ich und ihr Gottesdienst das Denken und Schaffen als fröhliche Kunst. Diesem Gottesdienst weihte ich nun meine Feder und ordnete nach ihm mein immer freier und stolzer werdendes Leben. Die letzten Rücksichten des alten Gewissens fielen. Auf dieser Geisteshöhe hörte jede Sünde auf, Sünde zu sein, wenn man sie nur mit dem nötigen erhabenen Selbst⸗ bewußtsein zu heiligen verstand. Hier galt nur eins: Raum allem starken, mutigen Leben, denn in ihm offenbart sich das Göttliche! Die natürliche Folge dieses hohen Lebens war: Verrohung des Gewissens, Verwirrung der Nerven, Sünde und Sündenfolge. Jetzt wurde ich nervenkrank, arbeits⸗ und denkunfähig. Die Folgen meines überstudierten, übernächtigten Lebens mit seinen Auf- und Ausbrüchen, Ent⸗ täuschungen und Sünden traten nun zu tage. Schlaf⸗ lose Nächte, schreckliche Angstzustände peinigten Leib und Seele und machten mich zur Ruine. So ging ein Jahr hin, und ein neues brach an. Verzweifelt hielt ich das abgerissene Blättchen eines Abreißkalenders in den Händen ind— begann zu lesen:. „Das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, macht uns rein von aller Sünde“ (1 Joh. 1, 7.) Das„Blut“?„Unfaßbar! Das war ja heidnisch— jüdischer Opfergreuel! Ein Gott, der Blut sehen will... Hinweg!“ Zerrissen flog das Blatt ins Kohlenfaß. Und dann„Sünde“! Was war mir „Sünde“? Ein Wörtchen in Gänsefüßchen, etwas für altmodische Leute, rein relativer Begriff, not⸗ wendiges Schattenspiel im Weltgemälde, Dissonanz, die sich auflöst im Weltakkord. Jedenfalls ist's „Sünde“, schloß ich meine Betrachtungen, im Leide zu verzagen und feig zu Kreuze zu kriechen. Aber ein anderes Mal las ich: „Die auf den HErrn harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln wie Adler.“(Jes. 40, 31.) O auf neue Kraft harrte ich wohl, aber nicht auf einen„HErrn“! Wohl glaubte ich wieder an einen Gott; aber den suchte ich nicht über mir, sondern in mir: in meinen Gaben, in den Sehn— suchten und Leidenschaften meiner Seele, in meinem bis zu den Grenzen des Alls ausgedehnten Ich, das sich mit allem Leben liebend eins wußte, und was dergleichen große Redensarten mehr waren. Mir gehorchen, hieß deshalb Gott gehorchen: Was sollte da ein HErr„über“ mir? Aber lag nicht mein Ich krank und bankrott im Stuhle? Wo war da der Gott„in“ mir? Nach langem Nachsinnen stellte ich das Blättchen zu weiterer Prüfung auf meinen Schreibtisch. Doch bald griff ich wieder danach, strich entschieden das Wörtlein„HErr“ durch und stellte das Blatt von neuem auf den verstaubten Tisch. Prüfend begann ich die Evangelien zu lesen. Aber wie ganz anders standen die Worte nun in der Bibel als früher, wo ich Jesum als Sozialdemokraten, Anarchisten und übermenschlichen Lebenskünstler zu studieren suchte! Zum erstenmal in meinem Leben war ich wirklich mühselig und be— laden zu Jesu Worten gekommen. Wenn Er nun mein gekreuzigter Heiland werden könnte? Wenn es doch wahr wäre mit dem Blut... Aber dann sprang ich plötzlich auf und holte mir aus der langen Bücherreihe Nietzsches„Antichristen“ heraus. Ich wollte doch nun endlich sehen, wer recht hätte. Doch da las ich in wohlbekannten Sätzen, das Christentum sei nur für die„Schwachen“, „Mißratenen“,„Überreizten“,„Erschöpften“,„die das Unglück mit dem Begriff»Sünde« beschmutzen“. „Es steht niemand frei, Christ zu werden; man wird zum Christentum nicht»bekehrt«— man muß krank genug dazu sein.“ Ich zitterte: War ich nicht ein solcher? Und deutlich hörte ich eine spitze Stimme in mir fragen:„Wenn du gesund wärest, würdest du dann diese Blätter lesen?“ Ich wankte und taumelte gegen einen Spiegel, starrte mein Bild an und erwartete den Ausbruch des Wahnsinns. Bü gel me de un u Zur rechten Zeit führte mich die Gnade Gottes mitsamt den Meinen auf einige Zeit in das Elternhaus meiner lieben Frau. Dort in der Nähe wohnte ein mir bekannter Prediger, der allerdings ohne Einfluß auf mich ge⸗ blieben war. Diesem offenbarte ich jetzt einiges von der in mir statthabenden Umwandlung. Er schien zwar mehr verwundert als erfreut, lieh mir aber ein schlichtes Büchelchen, das er mir sehr empfahl; es war:„Der Weg dem Lamme nach“ von Georg Steinberger. Gleich in der Straßenbahn begann ich das Heftchen zu lesen. Im schwiegerelterlichen Hause las ich es zu Ende und noch einmal. Das Büchlein vollbrachte ein Wunderwerk in mir. Es verwandelte mir näm⸗ lich endgültig Jesum von Nazareth, den vornehm⸗ überlegenen, heroischen Weisen, in Jesum Christum, das demütig dienende, tragende, geschlachtete Lamm Gottes, das der Welt Sünde und auch meine Sünde trägt. Es bewies mir den Sieg des Schwachen und Nichtigen in der Welt gegenüber dem Starken und Großen. Es stellte mir den Lammesweg über den Löwenweg. Es weckte in mir Lammes⸗ und Leidenssinn,„Ja“ zu meinem Elende zu sagen. Und damit machte es mich bereit,„Ja“ zu Gottes Willen zu sagen, der mir dieses Elend geschickt hatte. Es machte mich also fähig, Gott als einen HErrn über mir anzuerkennen und mich nichtig zu Seinen Füßen zu werfen. Es hatte also das nichtige, schlichte Büchlein mehr vollbringen können, als alle Bücher zusammen, die ich jemals in meinem Leben gelesen hatte. Und dies geschah unter demselben Dache, unter welchem damals mein Schwiegervater meine ungläubigen Bücher nicht dulden wollte, unter demselben Dache, unter welchem ich Gott abgesetzt und in Sünden gelebt hatte, und in demselben Zimmer, in welchem mein Schwiegervater aus Gram über mein Leben und unsere Ehe gestorben war. Ich war„bekehrt“, verstand die Bedeutung jener Stunden aber erst viel später und werde sie später noch besser verstehen lernen. Damals war mir das Wort„Bekehrung“ noch sehr widerlich und albern; ich hätte es nimmer⸗ mehr auf mein Erlebnis anwenden mögen. Ich wußte nur, daß ich eins mit blitzschneller Deutlich— keit erfahren hatte, nämlich: Gott ist dein Vater, Er hat dir alles durch Jesum vergeben, und du bist nun in den besten Händen. Aus dieser Gedankenreihe strahlte mir ein wunder— barer Strom der Ruhe und des Friedens entgegen. Es war wie sonniger, warmer Frühlingshauch. Ich lief hinunter in den Garten, staunte den Himmel, die Bäume, die Blumen an, alles frohlockte; Gott ist dein Vater durch Jesum, du bist nun in den besten Händen! Ich jauchzte laut. Es war der erste Lebensschrei der wiedergebornen neuen Kreatur. Laugsam lernte ich Zeugnis von der Gnade meines Heilands ablegen, langsam beten. Wie freute ich mich nun der so lange vergessen gewesenen Gesangbuchverse und Bibelsprüche aus meinen Kindertagen! In dem Maße, als ich beten lernte, ging es auch mit meinen Nerven besser. Allmählich kehrte etwas Arbeitskraft zurück. Natürlich wollte ich in den alten Verhält⸗ nissen weiterwirken, nur sollte in alles der Name Jesus hinein. Wo hätte aber Jesus, der Gekreuzigte, Raum in modernen Kunstblättern und Literatur- heftchen? Wo in Theatern, Gemäldeausstellungen und Nachtkaffees? Eher schon konnte man in freien Vorträgen zeugen. Doch merkte ich täglich deut⸗ licher: das neue innere Leben und der äußere Lebens- kreis paßten nicht zusammen. Als ich meinem ver⸗ trautesten Freunde, mit dem ich ein Jahrzehnt zu⸗ sammen gestrebt und gerungen hatte, eines Tages erklärte, ich wolle nunmehr nur noch nach der Bibel leben, kündigte er mir sofort die Freundschaft. Ahn⸗ liches vollzog sich nach allen Seiten. Dazu kamen die Versuche, mich wieder„vernünftig“ zu machen Aber was konnte man einwenden? Nicht mehr als ich selbst wußte und früher gegen den Bibelglauben eingewendet hatte. Wo waren aber Entwickelungs⸗ lehre, Philosophie und Bibelkritik geblieben? Spur⸗ los vernichtet waren sie worden vom Hauche des lebendigen Gottes, der mich angeweht hatte mit lebenserneuernder Allgewalt. Zu diesem starken Gott schrie ich um einen Ausweg in die Zukunft, und Er erhörte mich. Ich hatte in einer Stadt einen Vortrag über „Zola—Ibsen—Tolstoi“ gehalten und mich eben nachsinnend über das Widerspruchsvolle meiner Tätig⸗ keit zur Ruhe niedergelegt, als ich aus der Tasche meines an der Wand hängenden Überziehers eine Schrift herausragen sah. Nachforschend fand ich: „Lebst du in der Gegenwart Gottes?“ von G. Steinberger. Ein gläubiger Student, den ich damals kennen gelernt hatte, mußte mir wohl die Schrift in die Tasche gesteckt haben. Sofort begann ich zu lesen, und während des Lesens überkam mich eine solche Flut von lichten Gottesschauern, daß ich nach— her in dem dunkeln Zimmer wie in einem überirdisch erleuchteten Raume lag. Und plötzlich hieß es:„Du mußt nach R. in die Schweiz zu Georg Stein- berger!“ Es war wie ein königlicher Marschbefehl Am nächsten Abend trug mich der Schnellzug in die Schweiz. Der Aufenthalt in R. war für mich von der allerentscheidendsten Bedeutung. Denn hätte mein beobachtendes Auge hier irgendwie Spuren der verhaßten Allerwelts-Sehnsucht oder gar der frommen Heuchelei gefunden, so wäre es um meinen jungen Glauben geschehen gewesen. Aber ich fand nichts als überströmende Liebe, kindliche Gläu⸗ bigkeit und wohlgefällige biblische Lebensordnung. N Das allein überwand mich, denn es zeigte mir die Kraft des Glaubens an den Gekreuzigten; es zeigte mir, daß es in dieser Welt wirklich möglich ist, ein Christ zu sein. Daran hatte ich zu allen Zeiten gezweifelt; nie hatte ich christliches Leben gesehen; darum hatte ich auch nie an die christliche Lehre geglaubt. Aber hatte mich nicht die Sehn⸗ sucht nach dem christlichen Leben zum Glauben an die sozialdemokratische oder anarchistische Gerechtigkeit und dann verzweifelt ins„Übermenschliche“ hinauf. und hinausgetrieben? O wäre ich in meiner Jugend einem„Christen“ begegnet Nun aber war ich bei Christen, und mein Lebens- ziel wurde fest, es hieß Durch Jesum für Hesum leber: ich wa wie gebadet in Klarheit und Kraft. (Verkürzung de Heftes mit gleichem Titel. Verlag von P. Ott, Gotha.) Es bleibt dabei! Es bleibt dabei! Der Schritt ist nun getan; Mein Schifflein hat den rechten Kurs genommen. Und stürmen auch die Wogen himmelan, Sei darum doch, mein Herze, nicht beklommen! Sagt mir, was den Erlösten schaden kann? Es lenkt ihr Lebensschiff der beste Steuermann, Ich bin getrost; drum sag' ich's froh und frei: Es bleibt dabei! Es bleibt dabei! Nicht hab' ich Ihn erwählt, Nein, Er hat mich gesucht und auch gefunden. Er hat mich zur erlösten Schar gezählt, Er hat mein stolzes Herze überwunden. Er hat die ganze Schuld hinweggetan, Er rechnet Sein Verdienst auch mir, dem Sünder an. ch bin nun Sein, das rühm' ich froh und frei. s bleibt dabei! Es bleibt dabei! Geht's auch durch Hohn und Spott So geht's doch einem schönen Ziel entgegen. Hienieden schon so glücklich, weil mein Gott In Jesu schenkt mir Frieden, Heil und Segen. Und leg' ich einstens ab mein Erdenkleid, Nimmt Er mich zu Sich in die Herrlichkeit. Er ist getreu, drum sag' ich froh und frei: Es bleibt dabei! Es bleibt dabei! Hinweg mit deiner Lust, O arme Welt, du kannst mein Herz nicht stillen. Nein, mir ist außer Jesu nichts bewußt, Was mir mein Herz mit Frieden könnte füllen. Betrogen, wer in dir Befried'gung sucht! Kurz ist der Wahn, das Ende heißt: Verflucht. In Jesu nur wird froh das Herz und frei. Es bleibt dabei! Es bleibt dabei! Ich hab' den Schritt getan! O Bruder, möchtest du den Schritt auch wagen! Es lohnt sich wohl; dein Leben wird fortan Das heil'ge Siegel wahren Friedens tragen. Verlaß die Welt, die dich so oft beleg! Dir winkt der Himmel, laß den Trebertrog! In Jesu hast du alles, Er macht frei. Es bleibt dabei! Johannes Paulus. Der unbußfertige Schächer hatte viel auf dem Kerbholz. Warum er am Kreuze hing, wird uns nicht berichtet. Wohl sagt der andere: „Wir empfangen, was unsere Taten wert sind.“ Er hatte wohl Erkenntnis seiner Sünden, aber keine Reue darüber, und wollte nur Hilfe haben aus seiner verzweifelten äußeren Lage. Als für ihn der Tod herankam, starb er ohne Vergebung der Sünden, verbittert und ohne Buße. Auch sein Ende war ein Ende mit Schrecken. Viele Menschen haben die Folgen ihrer Sünden in Leid und Weh zu tragen, aber die meisten er— kennen nicht, daß ihre Sünden sie so weit gebracht haben, sondern sie lehnen sich auf gegen den leben. digen Gott und wollen Ihn bemeistern, indem sie verlangen, daß Er ihnen helfe. Für solche, wenn sie diesen ihren Sinn nicht ändern, wird ihr Sterben in Verzweiflung ohne Gott, ohne Jesum und Hoff- nung und ein Ende mit Schrecken sein. versammlungs Anzeigen. Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, Löberstraße 14 Jeden Sonntag 1¼½ Uhr Sonntagsschule; 4 Uhr Jungfrauenverein; 3½ Uhr Versammlung; 4½ Uhr Christlicher Verein junger Männer; jeden Mittwoch 8 ½ Uhr Bibelstunde; jeden Freitag 8 ½ Uhr Gebetsstunde. Bezirk Bellnhausen. Jeden Sonntag 2 Uhr Versammlung im Vereinshaus Bellnhausen. Bezirk Friedberg. Stadtmission Friedberg, Ludwigstr. 24. Jeden Sonntag vorm. 11 Uhr Sonntagsschule; nachm. 4 Uhr Unter⸗ haltungsstunde für die Jugend: abends 8 ½ Predigtgottesdienst; Dienstag abends 8¼ Uhr Blaukreuz- oder Frauenstunde; Mittwoch abends 8½ Uhr Jugendbund; Donnerstag abend; 8 ¼ Uhr Bibel- und Gebetsstunde. Bad Nauheim; Erholungsheim Bethesda, Frankfurter Str. 37½0. Jeden Dienstag und Donnerstag abends 8¼ Uhr Bibelstunde. Stammheim und Schwalheim. Jeden Sonntag Versammlung. Bezirk Nidda⸗Schotten. 5 Nid da(im Burghof). Jeden Sonntag abends 8½ Uhr Versammlung; Bibeln abends 8½ Uhr Gebetsstunde; jeden Dienstag abends 8½ Uhr unde. Schotten, Hauptstraße 99. Jeden Sonntag mittags 12 Uhr Sonn⸗ tagsschule; jeden Sonntag abends 8 ½ Uhr Versammlung, jeden Mittwoch abends 8½ Uhr Bibel⸗ und Gebetsstunde. Anderungen siehe Tageszeitung der Orte. Bezirk Sellnrod. Jeden Sonntag abends 8¼ Uhr Versammlung und jeden Mittwock und Freitag Gebetsstunde mit Bibelbetrachtung. Bezirk Grünberg. Stadtmission Grünberg(Hessen), am Marktplatz. 5 Jeden Sonntag uachm. 2 Uhr Sonntagsschule; abends 8½ Uhr Evangelisationsversammlung; Dienstag abends 8 Uhr Bibelstunde. Nordeck. Jeden Sonntag nachmittags 2 Uhr Versammlung in der Schloß kapelle. In Beuern, Altenbuseck, Daubringen, Londorf, Nüddinghausen und Weitershain regelmäßige Versammlungen in der Woche. Auskunft er⸗ teilt der Geschwister- und Freundeskreis an jedem Orte. Nr. 7 Si See De berül artig nis he Aus Lorch dung in d hebt mit bepfl desse ural lich Noll den