t du j⸗ 7 Haß den in ig un! ewige; Igathe m Rat ch hir gebunf dt hast, ige Heil 8 Teil. ir zur d blick. ien ein gegeben e ver werder . — es recht und un cht nun Geld iß alles, n Jesu Kindern rden ist en, doch esen. Datum manchen Datum kommen dumme Blattes J). D — 80 14 r Meng is 12 und Hoffnung. * 2 Nufwärts! Gemeinschaftsblatt für Bellen Erscheint alle vierzehn Tage. Verlag der Buchhandlung der Pilgermission Gießen. Redakteur: Prediger O. Dreibholz, Bad Blankenburg. Verschiedene Mitarbeiter. Nr. 3/4. Sonntag, den 18. und 25. Januar 1920. Druck von J. G. Oncken Nachfolger, G. m. b. H., Cassel 13. Jahrg. Die Gedanken der Gerechten sind reoͤlich; aber die Anschläge der Gott⸗ losen sind Trügerei. Der Gottlosen Reden richten Blutvergießen an; aber der Frommen Mund errettet.“ Spr. 12, 5. 6. Ein Verbrechen. „Zu der Zeit kam das Gerücht von Jesu vor den Vier- Arsten Herodes. Und er sprach zu seinen Knechten: Dieser u Johannes der Täufer; er von den Toten auferstan. zen, darum tut er solche Taten. Henn Herodes hatte Johannes egriffen, gebunden und in as Gefängnis gelegt von zegen der Herodias, seines Zruders Philippus Weib denn 1 hatte zu ihm esagt: Es ist nicht recht aß du sie habest. Und er Atte ihn gern getötet, fürchtete ich aber vor dem Volk; denn ze hielten ihn für einen Pro⸗ zheten Da aber Herodes nen Jahrestag beging, da anzte die Tochter der Herodias er ihnen Das gesiel Hero, wohl Darum verhieß ihr mit einem Eide, er zollte ihr geben, was sie ordern würde Und wie sie uvor von hrer Mutter zu⸗ krichtet war sprach sie: Gib ein Mann, ein Fürst, sich durch einen Eid in die Hand eines ehebrecherischen Weibes verkauft; er ist verloren! Herodias ist eine Feindin von Johannes dem Täufer; er hatte et gewagt, im Namen Gottet gegen ihre Sünde zu zeugen. Der Eid ihres ehebrecherischen Gemahl gibt ihr Gelegenheit zur Rache: Um das Haupt dee Täufers soll die Tochter bitten Wird Herode; seinen Eid halten? Nie mand ist gebunden, einer Eid zu halten, der vor Gott ein Greuel ist. Unt wenn er ihn halten wil wird nicht jemand in de: Gesellschaft aufstehen unk im Namen Gottes dagegen protestieren? Herodes if von der Sünde verblendet Air her auf einer Schüssel as Haupt Johannes des käufers. Und der König ward traurig; doch um des Eides willen ind derer, die mit ihm zu Tisch saßen, befahl er, es ihr zu geben, nd schickte hin und enthauptete Johannes im Gefängnis. Und ein Haupt ward hergetragen in einer Schüssel und dem Mägd⸗ ein geg und sie brachte es ihrer Mutter Da kamen seine zünger und nahmen seinen Leib und begruben ihn und kamen verkündigten das Jesu.“(Matth 14, 112.) Es gibt Gesellschaften, die fröhlich sind, über ie man im Himmel weint und in der Hölle lacht zine solche Gesellschaft war versammelt im Palast es Herodes. Da wurde gegessen, getrunken, getanzt, escherzt und gelacht. Herodes, der Fürst, schwur mer gewandten Tänzerin einen Eid, ihr alles zu eben, was sie bitte, bis an die Hälfte seines König⸗ ichs. Eide, auf dem Tanzboden geschworen, sind ine bedenkliche Sache. Die Tänzerin weiß nicht, s sie bitten foll, sie fragt ihre ehebrecherische Mutter, die Herodias. Wie surchtbar ernst, wenn verkauft an ein loses. Weib, er fürchtet Menscher mehr als Gott Sein Ehrgefühl ist ein verkehrtes; er will ein Versprechen halten, das“ er ohne Zweife in angetrunkenem Zustand gegeben und dessen Zurück nahme der erste Schritt zu seiner Rettung hätte seir können Er zaudert, aber der Feind wird Meister und in der Gesellschaft erhebt sich niemand geger den Mord, alles ist still. Schauerliche Stille! Da: Haupt des größten alttestamentlichen Propheten er scheint auf einer Schüssel, ein Verbrechen schließ jenen Abend. O welche Warnung, nicht zu sitzen da die Spötter sitzen! Wir können unsere Kinder nicht genug warnen vor Gesellschaften, in denen di Lust des Fleisches regiert, in die man sich nicht be⸗ geben kann ohne daß das Gewissen befleckt wird E Sch Herodias' Rache. „Da tanzte die Tochter der Herodias vor ihnen; das gefiel Herodes.“ Matth. 14, 6. Es galt für sehr unanständig, schon in jenen Tagen und in jenem Lande, wenn ein Weib sich in den Näumen blicken ließ, die der Schwelgerei und dem Trunkgelage dienten. Nun gar an solchem Orte Tänze aufzuführen zur Belustigung solcher Prasser— es war der höchste Grad der Selbst— erniedrigung. Dieses unsittliche Auftreten der Tochter zeigt, daß sie bereits alles Gefühl für Anstand und Sittsamkeit verloren hatte. Daß es aber die Mutter war, die ihr Kind zu solchem Schritt bewegen konnte, scheint beinahe unglaublich. Dieser ganze Auftritt offenbart uns die Verdorbenheit des Familienlebens am Hefe Herodes' sowie die Anschauungen über jungfräuliche Keuschheit. Er verrät uns aber zu⸗ gleich die Racheg⸗fühle der Königin gegen Johannes. Um dieser Leidenschaft willen gibt sie ihre Tochter preis. Das Gebaren dieser Jungfrau ist ein warnend aufgehobener Finger für die Jungfrauen aller Zeiten. Euer Benehmen an der Offentlichkeit kann nicht zurückhaltend und vorsichtig genug sein. Der„gute Ruf“ ist ein kostbares Kleinod, wertvoller für eine Jungfrau als Reichtum oder alle Vergnügungen. Ist er dahin, können Schätze und Freuden ihr ihn ersetzen? Ihr einmal befleckter Name wird nicht wieder fleckenlos werden. Es kommt vor, daß junge Mädchen gegen die Eltern murreu, weil diese ihnen ihrer Meinung nach nicht genug Freiheit in ihren Bewegungen lassen. Indes wird der Tag sicherlich kommen, wo sie ein⸗ sehen werden, wie weise die ihnen von den Eltern auferlegte Beschränkung war. Junge Mädchen können nicht an gewissen modernen Tänzen teilnehmen, ohne die Grenzen der weiblichen Zartheit zu überschreiten. Die Herzenseinfalt ist etwas sehr Heiliges und zu— gleich etwas, was leicht getrübt wird. Darum ist es besser, das betrügerische Vergnügen zu fliehen, als etwas so Kostbares und dazu das Heil der Seele aufs Spiel zu setzen M. NN. 6 Sehr betrübt doch! „Sehr betrübt!— doch um seines Eides willen und derer, die mit ihm zu Tisch saßen, wollte er sie nicht lassen eine Fehlbitte tun.“(Matth. 14, 9.) Das war die Entschuldigung eines Königs, als er eine Mordtat beging. Jaohannes der Täufer hatte ohne Scheu dem König Herodes Vorwürfe darüber gemacht, daß er seines Bruders Philipp Weib geheiratet.„Es ist nicht recht von dir,“ sagte der Bußprediger,„daß du deines Bruders Weib habest.“ Herodias war natürlich über diese offenherzige Rede zornig ge— worden. Sie konnte es nicht ertragen, daß ihre Stellung bedroht war, und vielleicht fühlte sie auch die Schuld, welche ihr Gewissen belastete, zu rauh berührt; deshalb hätte sie am liebsten den frommen Tadler ihrer Sünden nicht mehr am Leben gewußt, Sie mochte wohl denken: das Grab muß für immer diesen kühnen und strengen Mahner zum Schweigen bringen; ihn, der es wagte, sie einer ruchlosen Leidenschaft anzuklagen, und der sie ihr verbrecherisches Leben nicht mit Ruhe weiter führen ließ. Herodias gab sich solchen Gedanken ohne Bedenken hin.„Herodes aber fürchtete den Johannes, denn er wußte, daß er ein frommer und heiliger Mann war und verwahrte ihn; und gehorchte ihm in vielen Sachen und hörte ihn gern.“ Deshalb beobachtete ihn der König, und anstatt gleich sich zu einer Bluttat zu entschließen, wählte er den Mittelweg und ließ Johannes greifen und in das Gefängnis bringen. Aber, obschon Johannes nun aus dem Wege geräumt war und damit nicht mehr zu befürchten war, daß seine beleidigenden Vorwürfe noch ferner das Ohr des Herodes und seiner schuldigen Genossin erreichten, war Herodias doch noch nicht zufrieden. Johannes lebte! und so lange wurde sie ihres Lebens nicht froh. Sie konnte ihm nicht vergeben; seine Auklage haftete tief in ihrer Seele, welche, von Bitterkeit, verletztem Stolz und Wut erfüllt, nach Rache dürstete. Johannes sollte sterben, damit er für immer zum Schweigen gebracht würde. Aus dem Grabe konnte keine Stimme sie mehr in ihrer Lust stören. So wartete sie nur auf eine Gelegen heit, um Herodes zu dem Entschluß zu bringen, Johannes töten zu lassen. Und es kam ein gelegener Tag, als Herodes auf seinem Jahrestag ein Abendessen gab. Die Tochter der Herodias tanzte vor ihm. Und sie gefiel dem König wohl, darum verhieß er ihr mit einem raschen Eid, daß er ihr geben wolle, was sie ihn bitten würde, und wenn es die Hälfte seines Königreichs wäre. Die Gelegenheit war gekommen. Das Mädchen antwortete, nachdem es vorher seine Mutter um Rat gefragt hatte:„Gib mir das Haupt Johannes des Täufers auf einer Schüssel.“ Da wurde der König sehr betrübt. Er hatte nicht erwartet, daß diese Lustbarkeit solch schreckliches Ende nehmen würde. Doch um seines Eides willen, und um derer willen, die mit ihm zu Tisch saßen, wollte er diese Bitte nicht versagen. Befangen in einem falschen Begriff von Ehre, beherrscht von einem feigen Schamgefühl, befahl er, das Haupt des Johannes dem Mädchen zu bringen. Und bald gab der König dem Henker den Blutbefehl. Der ging hin und enthauptete den Johannes im Gefängnis und trug sein Haupt auf einer Schüssel zu dem Mädchen, und das Mägdlein gab dasselbe seiner Mutter. So endete diese schreckliche Geschichte. Da drängen sich bei Betrachtung der Entschuldigung des Her auf, Int. erst weil seine befa hind Seit schö denk brech nicht etwe zeig! verz Eid gega besse Sün Bef welc tiefe fürch obgl und schul si dene zeug Du meh Ver woll in d Zeit du! aber mäck 8 weif bedr und ange Sür dir du! wech gebu dan: Ihn 91 läßt sie auch zu rauh crommen gewußt. r immer chweigen uchlosen herisches herodias Herodes „daß er erwahrte id hörte lig, und chließen, greifen n Wege fürchten ferner Benossin frieden. Lebens i; seine he, von lt, nach „damit he. Aus in ihrer Gelegen; bringen, Herodes b. Die Und sie ihr mit was sie e seines Mädchen um Rat mes des Er hatte reckliches s willen, h saßen, ingen in scht von aupt des iker den tete den iupt auf Nägdlein te. Da ung des auf, und es möchte für den Leser wohl einiges Interesse haben, dieselben näher zu betrachten. Zu— erst laßt unsere Gedanken bei folgenden Worten weilen:„Der König ward sehr betrübt, aber um seines Eides willen und derer, die bei ihm waren, befahl er, ihr das Haupt zu bringen.“ Er war betrübt, sehr betrübt, aber dieses Gefühl hinderte ihn doch nicht, das Verbrechen zu begehen. Seine eigne große Schwäche entschuldigt und be— schönigt er vor sich selbst mit dem eingebildeten Be— denken, daß er doch seinen gegebenen Eid nicht brechen und sein Versprechen vor seinen Höflingen nicht zurückziehen könne, ohne sich in seiner Ehre etwas zu vergeben. Welch eine Bestätigung für das Schriftwort zeigt sich uns hier:„Das Herz ist ein trotziges und verzagtes Ding. Wer kann es ergründen!“ Dieser Mann, welcher so bedenklich ist, seinen Eid zu brechen, ist eine verbrecherische Ehe ein— gegangen und fügt zum Ehebruch den Mord. Nein, besser, ein rasches, ungerechtes Gelübde brechen, als Sünde auf Sünde zu häufen, um es zu halten. Besser, du zerreißest auf einmal die Netze der Sünde, welche deine Seele umweben, als daß du dich immer tiefer in dieselben verstricken läßt. Aber Herodes fürchtete die Menschen mehr als Gott, und darum, obgleich er sehr betrübt war, opferte er Johannes und entschuldigte sich damit, daß er es seiner Ehre schuldig gewesen, so zu handeln. Fühlt der Leser bei Betrachtung dieses Bildes sich vielleicht getroffen? Gehörst du vielleicht zu denen, welche, wenn sie sündigen, sich selbst zu über⸗ zeugen wissen, daß sie genötigt waren, es zu tun? Du siehst dich vielleicht selbst als jemand an, der mehr zu bemitleiden, wie zu tadeln ist, weil die Verhältnisse dir nicht erlaubten zu tun, wie du wolltest, und es dir fast zur Notwendigkeit machten, in dem zu verharren, das nicht gut war. Du hast Zeiten der Gewissensunruhe und Reue, in welchen du danach verlangst, ein besseres Leben zu führen, aber die Welt, das Fleisch und der Teufel sind zu mächtig, und du bleibst Gott fern wie bisher. O hüte dich vor dem Betrug der Sünde! Du weißt es nicht, wohin sie dich noch führt! Ein oft bedrücktes Gewissen wird zuletzt stumpf und hart, und du könntest von Gott als eine verlorne Seele angesehen werden, welche nicht mehr die Last ihrer Sünde fühlt. Denkst du denn, daß Gott der HErr dir und deinen Mitmenschen ähnlich ist? Bildest du dir ein, daß du immer fortfahren kannst, ab- wechselnd Ihn zu beleidigen und dann seine Ver⸗ gebung erbitten; erst zu tun, was Er verbietet, und dann durch ein paar Tränen und einige leere Seufzer Ihn zu bewegen, dir Seine Vergebung zu gewähren? „Irre dich nicht, Gott läßt Sich nicht spotten.“ Er läßt Sich nicht durch solche Gefühle der Reue, wie Herodes für seine Mordtat einige Wahrheiten uns wir sie eben beschrieben haben, täuschen, wenn du „sehr betrübt“ bist und doch fortfährst zu sündigen. Du hast noch nicht die göttliche Traurigkeit, welche wirkt zur Seligkeit eine Reue, die niemand gereut, und welche besteht in einem richtigen Gefühl für die Sünde und in einer heiligen Gottesfurcht Aber du stehst noch in der Traurigkeit, die den Tod wirkt, weil in ihr keine Selbstverurteilung, kein Schuldbekenntuis, sondern noch der Eindruck vor⸗ herrscht, daß die Verhältnisse dein Tun rechtfertigen, und daß Gott anstatt zu strafen, eher deine Ver⸗ gehungen mit Nachsicht ansehen müsse. Welche Pflicht hast du nun zu erfüllen, wenn du wirklich nicht bloß von der Schuld, sondern von der Macht der Sünde möchtest befreit werden? Kommt diese Frage aus einem aufrichtigen, ehrlichen Gewissen, dann ist die Antwort bereit:„Übergib dich selbst ganz dem HErrn.“ Verlaß Herodias, welche uns gleichsam ein Bild der bestrickenden Sünde dar⸗ bietet, und laß jede Entschuldigung und Ver— teidigung für die Sünde beiseite. Tue nicht das, was schicklich, sondern tue das, was recht ist. Mit dem Schwert des Geistes, mit dem Wort Gottes durchschneide den Knoten aller sündlichen Ver— strickungen, und tritt ganz an des HErrn Seite. Laß nichts zwischen dir und dem Heiland stehen! Er ist willig, das, was hinter dir liegt, dir zu ver⸗ geben, wenn du nur den Frieden annimmst, der dir in der gnadenreichen Botschaft, in dem Evangelium geboten ist. Jesus kann dir alles geben, was deine Seele braucht: Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligung und Er— lösung! Hast du auch viele Sünden auf deinem Gewissen, Sein Blut wäscht dich von aller Sünde rein. Er selbst, ohne Sünde, opferte Sich, damit du kannst dem lebendigen Gott dienen. R Die Kraft der Vibel. Im Gefängnis zu Talka(Chile) saß ein berüch⸗ tigter Bandit. Verbrecher seit seiner Kindheit, klebte an seinen Händen das Blut von mehr als einem Opfer; lange hatte er es verstanden, sich der irdischen Gerechtigkeit zu entziehen. Endlich festgenommen, wurde er zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe ver⸗ urteilt. Für einen Mann wie er, der das freie und wilde Leben in den Bergen gewöhnt, war das Ge⸗ fängnis schlimmer als der Tod. In seiner Er⸗ bitterung wurde er bald der Schrecken der Kerker⸗ meister wie der Gefangenen. Oft schlug er seine Wärter in der Hoffnung, von dem einen oder anderen durch einen Schuß hingestreckt zu werden. Glück⸗ licherweise war einer dieser Wärter ein Christ. Von Mitleid ergriffen, redete er mit seinem Gefangenen von Jesu, dem Sünderheiland, und erzählte ihm in kurzen Zügen Sein Leben nach dem Eoangelium. Der Sträfling horchte vorerst mit Verachtung, später mit Achtung, und zuletzt fragte er, ob das Buch mit diesen Wundergeschichten zu haben wäre. Nach⸗ dem er erfahren hatte, daß es um einen geringen Preis zu erwerben sei, zog er einen versteckt ge⸗ haltenen Dolch hervor, den er dem Wärter über⸗ reichte mit den Worten:„Geld besitze ich keins, nehmen Sie diesen Dolch, verkaufen Sie ihn und verschaffen Sie mir aus dem Erlös eine Bibel!“ Der Wärter nahm den Dolch und brachte am nächsten Morgen dem alten Verbrecher seine eigne Bibel. Dieser las dieselbe zu wiederholten Malen; eine Anderung in seinem Benehmen wurde bald bemerkt, eine stufenweise Besserung, Zeichen innerer Sinnes⸗ veränderung traten ein. Der Gefangene wurde zu⸗ letzt wirklich eine neue Kreatur. Durch die Kraft des alten Evangeliums umgewandelt, wurde er mild wie ein Lamm, gehorsam gegen seine Vorgesetzten, jeden Tag mit Ergebung und Eifer seine Pflichten erfüllend. Einige Zeit später wurde er in das Gefängnis zu Santiago übergeführt, und dort kamen mehrere seiner Mitgefangenen durch seinen Einfluß zu der Erkenntnis Jesu Christi. Beweis genug. Eine Verkäuferin von Früchten am Markt stand nicht müßig den ganzen Tag da und ließ ihre Augen spazieren laufen, wie die anderen es tun. Sie las fleißig in ihrer Bibel und kümmerte sich nicht um das, was die Vorübergehenden von ihr dachten oder über sie sagten. Da kam aber einmal ein Herr, der, nachdem er etwas von ihr gekauft hatte, sie darob ansprach und sie fragte:„Was lesen Sie denn da?“„Das ist Gottes Wort,“ lautete der Bescheid. „Wie Gottes Wort? wer hat Ihnen denn das weisgemacht?“„Gott selbst hat es mir gesagt.“ „Ja, meinen Sie denn, Gott habe mit Ihnen ge⸗ sprochen?“„Gewiß, ich habe zu Ihm gesprochen, habe zu Ihm gebetet, und Er hat mir geantwortet. Er hat mich dessen vergewissert, daß das Sein Wort sei.“„Sie täuschen sich, liebe Frau; das alles, was Sie da sagen, bilden Sie sich nur ein. Oder können Sie mirs beweisen, daß es keine Täuschung sei.“ Nun war die Frau in ziemlicher Verlegen. heit. So gewiß sie wußte, daß ihr Glaube auf einem festen Grund stehe, und so wenig sie sich davon abbringen ließ, so wußte sie doch nicht, wie sie den Beweis antreten solle. Endlich schaute sie dem Fragenden klar ins Auge und erwiderte mit einer Gegenfrage:„Können Sie mir beweisen, daß es am Himmel eine Sonne gibt?“„Beweisen?“ entgegnete der.„Ist es nicht Beweis genug, daß sie mich wärmt und ich ihr Licht sehen kann?“ „Nun, lieber Herr,“ sagte die Frau und hatte ihre Zuversicht wieder gewonnen,„so wie Ihnen mit der Sonne, geht es mir mit der Bibel. Sie erleuchtet mein Verständnis und macht mein Herz warm, daß ich auch die Widerwärtigen lieben und das Unrecht ertragen kann. Das ist mein Beweis, daß diesez Buch Gottes Wort ist.“ 2 Der Tag des Heils, da Gott noch den Menschen Gnade, Vergebung unk Frieden durch Jesum Christum im Evangelium an bieten läßt und auch dir frei und umsonst schenken will, geht rasch zu Ende. Alles um uns her zeig! dies deutlich. Überdies kannst du heute noch durch einen schnellen Tod vor Gott gefordert. werden Sage, bist du schon mit deinen Sünden vor Ihn erschienen und von Ihm begnadigt worden? Dam kannst du mit dem Apostel und mit allen Gläubiger sagen:„Da wir nun gerechtfertigt worden sind durch Glauben, so haben wir Frieder mit Gott durch unseren HErrn Jesun Christum.“(Röm. 5, 1.) Du kannst dann ver trauensvoll und folgsam als Gottes Kind an Gotte⸗ Seite durch diese unreine und unruhige Welt gehen Verf ammlungs-Anzeigen. Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, Löberstraße 14 Jeden Sonntag 1½ Uhr Sonntagsschule; 4 Uhr Jungfrauenverein; 8½ Uhr Versammlung; 4½ Uhr Christlicher Verein junger Männer, jeden Mittwoch 8½ Uhr Bibelstunde; jeden Freitag 8½ Uhr Gebetsstunde. . Bezirk Bellnhausen. Jeden Sonntag 2 Uhr Versammlung im Vereinshaus Bellnhausen. G Bezirk Friedberg. Stadtmission Friedberg, Ludwigstr. 24. Jeden Sonntag vorm. 11 Uhr Sonntagsschule, nachm 4 Uhr Unter haltungsstunde für die Jugend, abends 8 ¼ Uhr Predigtgottesdienst, Dienstag abends 8¼ Uhr Blaukreuz⸗ oder Frauenstunde; Mittwoch abends 8½ Uhr Jugendbund; Donnerstag abends 8¼ Uhr Bibel und Gebetsstunde. Bad Nauheim; Erholungsheim Bethesda, Frankfurter Str. 87½a, Jeden Dienstag und Donnerstag abends 8¼ Uhr Bibelstunde. Stammheim und Schwalheim. Jeden Sonntag Versammlung. Bezirk Nidda Schotten. Nidda(im Burghof). Jeden Sonntag abends 9 Uhr Versammlung; jeden Montag abends 9 Uhr Gebetsstunde; jeden Dienstag abends 9 Uhr Bibelstunde. Schotten, Hauptstr. 99. Jeden Sonntag mittags 12 Uhr Sonn⸗ tagsschule, jeden Sonntag abends 9 Uhr Versammlung, jeden Mittwoch abends 9 Uhr Bibel- und Gebetsstunde. Anderungen siehe Tageszeitung der Orte. G Bezirk Sellnrod. Jeden Sonntag abends 8½ Uhr Versammlung und jeden Mittwock und Freitag Gebetsstunde mit Bibelbetrachtung. G