in im nt ise er m id. en aft er · lb · des ler nn as ott er 98. ige ien ge er nb *. ung Uhr jonn · twoch woch 4 Der fteigt von seinem Tiere gbd Frieden. Freud' und Leben Nufwärts! Gemeinschaftsblatt für Bellen Erscheint alle vierzehn Tage. Redakteur: Prediger O. Dreibholz, Bad Blankenburg. Verlag der Verschiedene Mitarbeiter. Buchhandlung der Pilgermission Gießen. Druck von J. G. Oncken Nachfolger, G. m. b. H., Cassel. Ar. 7/8. Sonntag, den 15. und 22. Februar 1920. 13. Jahrg. ö„Ich ging an dir vorüber und sah dich in deinem Blute liegen und sprach zu dir, da du in deinem Blute lagst: Du sollst leben!“ Hes. 16, 6. Anter die Mörder gefallen. Ein Mensch liegt halberschlagen Am Weg in seinem Blut; In seinen schweren Wunden Brennt heißer Schmerzen Glut Er wimmert nur noch leise 5 seiner großen Not; aht ihm nicht bald ein Retter Dann faßt ihn rauh der Tod Ein Priester ritt vorüber Vorbei ging ein Levit; 28 hat sie nicht gekümmert Was dort ihr Nächster litt 118 naht ein Samariter kit priesterlichem Sinn, And neigt sich zu ihm hin. g E wäscht ihm zart die Wunden. Bießt Mein und Ol darein, Zerscheucht mit Trank und Speile des Hungers Qual und Pein Run bringt er in die Herberg n armen, schwachen Mann Und zahlt für treue Pflege dem Wirt zwei Groschen an Hleich jenem Samariter 2 einst durchs jüd'sche Land r Sohn des Allerhöchsten die Jahmen und die Blinden Wer Mir sich anvertrauet, dar Er erquickt, geheilt Der wird von Sünden rein, Der wird auf Erden selig Und als Er fuhr gen Himmel Da sprach Sein holder Mund Geht hin, ihr Meine Zeugen Lom Vater ausgesandt. Macht Meinen Namen kund. Ihr, Menschen, laßt euch lieben Von diesem milden HErrn; Er lockt und ruft so freundlich O glaubt's, Er hilft euch gern Er sieht in ihrem Blute Hinsterben eine Welt Und neigt sich voll Erbarmen A Sünder ausgeteilt. Und reich im Himmel sein. Herab zum Erdenzelt. eie„—!!r.r.r!.r.————— ———————————————ĩ—ß———ĩ——j—ꝓ— B. R Swei Erlebnisse. einen Arzt, sondern einen Seelsorger haben, der meine Seele rettet. Sehen Sie, ich bin ein Judas; — Eine Dame wurde von ihren Angehörigen in ich habe meine Seele verkauft und umgebracht. ane Anstalt für Nervenleidende gebracht, weil man Als ich ein Kind von sechzehn Jahren war, e für irrsinnig hielt. Hier lag sie jahrelang auf wußte ich ganz bestimmt, daß ich mich bekehren sollte, em Bette, ohne auch nur einen Augenblick Ruhe und ich fragte meinen Vater:»Vater, ist es wahr, zu haben weder für ihre Seele noch für ihren Leib. was in der Bibel stebt?⸗ Mein Vater antwortete: Fiuen Tages sagte sie zu ber pflegenden Kranken. ⸗Kind, laß dieses Buch beiseite; es macht die Leute wester:„Ich bin nicht irrsinnig; ich sollte nicht nur verrückt, e und ich habe ihm gefolgt. Sehen Sie, darum bin ich nun in diesem Haufe, nicht weil ich Gottes Wort gelesen, sondern weil ich es verachtet habe. Nur mein Leib liegt auf diesem Bette; meine Seele wird von finsteren Geistern von einem Land zum anderen gejagt. O bringen Sie mir einen Seel— sorger, der mir Ruhe schaffen kann für meine Seele!“ Ein anderer Fall. Ich kannte einen Mann, der regelmäßig alle vierzehn Tage zur Kirche ging, aber auch regelmäßig jeden Abend in den„Ratskeller“. Da, am Bierglas, wurde er vom Schlag getroffen. Man trug ihn heim und legte ihn aüfs Bett, wo er noch mehrere Tage in heftigem Todeskampfe lag. Benändig schlug er mit der Hand, als ob er nach jemand schlagen wollte, und flehte bitterlich zu den Seinen:„Haltet mich! haltet mich! Ich versinke, ich versinke in die Tiefe!“ 5 O welch eine Macht übt die Sünde aus an den Menschenkindern! Wie oft habe ich schon ge⸗ wünscht, daß Leute, die so wenig an die Macht der Sünde glauben und meinen, im letzten Augenblick ihres Lebens so schnell mit derselben fertig zu werden, einmal an dem Sterbebett eines solchen Unglücklichen stehen möchten, um zu sehen, wie die Sünde eine Last ist, die ihre Opfer hinunterzieht in ewige Nacht und ewige Qual! G. St. 8 Gemeinschaft mit Gott. Jeder aufrichtige und wahrheitssuchende Mensch trägt es in seinem Herzen und Gewissen geschrieben, daß die Befriedigung seines Innersten nur in der Gemeinschaft mit Gott zu finden ist. Es ist eigent⸗ lich jedem Menschen aus der Seele gesprochen, wenn der Kirchenvater Augustin sagt:„Der Mensch ist zu Gott geschaffen, und er findet nicht Ruhe, bis daß er ruhr in Gott.“ Gott selbst trägt Verlangen nach Gemeinschaft mit dem Menschen, der ja Sein Geschöpf ist und dem Er gern ein liebender Vater sein möchte. Schon im Worte Gottes Alten Testaments begegnen wir immer wieder dem Ausspruch aus Gottes sehnendem Herzen:„Sie sollen Mein Volk sein, so will Ich ihr Gott sein. Ich will unter ihnen wohnen und wandeln.“ Und Er selbst hat den Menschenkindern die Gottessehnsucht und das Himmelsheimweh ins Herz gepflanzt, wie es so ergreifend im 42. Psalm zum Ausdruck kommt: „Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu Dir! Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott! Wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes An⸗ gesicht schaue?“ So finden wir auch schon im alten Bunde leuchtende Vorbilder solcher Menschen, die in inniger Gemeinschaft mit ihrem Gott standen. Von Henoch lesen wir 1 Mose 5, 21— 24„Er blieb in einem göttlichen Leben(genauer: Er wandelte mit Gott) dreihundert Jahre und zeugte Söhne und Töchter.(Er führte also seinen göttlichen Wandel nicht im Kloster, sondern als Familienvater.) Und weil er ein göttliches Leben führte, nahm ihn Gott hinweg und ward nicht mehr gesehen.“ Ahnliches wird uns berichtet von Noah, Abraham, Joseph und anderen. von Moses bezeugt Ebr. 11, 28:„Er hielt sich an Den, den er nicht sah, als sähe er Ihn.“ Und Gott selbst sagt von ihm: „Mündlich rede Ich mit ihm, und er sieht den HErrn in Seiner Gestalt.“(4 Mose 12, 6— 8.) David sagt:„Der HErr ist mein Gut und mein Teil. Das Los ist mir gefallen aufs Liebliche; mir ist ein schönes Erbteil geworden. Ich habe den HErrn allezeit vor Augen; Er ist mir zur Rechten, so werde ich fest bleiben. Darum freut sich mein Herz.“(Pf. 16.)„Gott, Du bist mein Gott; früh wache ich zu Dir. Wenn ich mich zu Bett lege, so denke ich an Dich; wenn ich er— wache, so rede ich von Dir. hanget Dir an.“(Pf. 63.) Asaph bezeugt allem Leid und Schmerz dieses Lebens gegenüber: „Dennoch bleibe ich stets an Dir; denn Du hältst mich bei meiner rechten Hand. Wenn ich nur Dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist Du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.“(Pf. 73.) Das vollkommenste Vorbild der Gemeinschaft mit Gott haben wir an dem HErrn Jesu selbst. Er 1 sagte Seinen Jüngern:„Glaubt Mir, daß Ich im Vater bin und der Vater in Mir ist.“ (Joh. 14, 10. 11.) Und Er durfte die selige Er⸗ fahrung machen:„Mein Vater läßt Mich nie allein; denn Ich tue allezeit, was Ihm gefällt.“ (Joh 8, 29.) Sein Ziel war nun, daß Seine Jünger der⸗ selben innigen Gemeinschaft mit Ihm und dem himmlischen Vater teilhaftig würden. Er betete für sie:„Gleichwie Du, Vater, in Mir und Ich in Dir, daß auch sie in Uns seien.“(Joh. 17,21.) „Ihr in Mir und Ich in euch.“(Joh. 14, 20; 15, 4), dahin wollte Er sie haben. Und es war gewiß eine der größten Verheißungen, wenn Er ihnen sagte:„Wer Mich liebt, der wird Mein Wort halten, und Mein Vater wird ihn lieben, und Wir werden zu ihm kommen und Wohnung in ihm machen.“(Joh. 14, 23.) Dieses Ziel, so wunderbar hoch es auch ist, wurde erreicht. Der Jünger Johannes schrieb später an die Gläubigen:„Solches schreiben wir euch, daß ihr mit uns Gemeinschaft habt, und unsere Ge⸗ meinschaft ist mit dem Vater und mit Seinem Sohne Jesu Christo.“(1 Joh. 1, 3) Der Apostel Paulus konnte sagen:„Ich lebe; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir“ (Gal. 2, 20.) Und sein ganzes Sehnen stand nach einer immer innigeren Gemeinschaft mit dem HErrn. Meine Seele 2 lag Ge Ve dar der des ihn kan abs mit ist. nick Jai leic es im Alr nich flei heif Wa Go Pfe müf ne und Wandel ) Und n Gott hnliches eph und „ h, als on ihm: eht den 68 id mein 'ebliche; abe den Rechten, ch mein Gott; u Bett ch er Seele bezeugt enüber: nn Du un ich nach ib und allezeit b.. 73 inschaft bst. Er Ich im r i ige Er⸗ ich nie efällt.“ er der⸗ d dem ete für ud Ich 7, 21.) 4, 20; 8 war r ibnen Wort d Wir ng in ich ist, später ch, daß e Ge⸗ mit 1,3 doch mir.“ d nach 5Errn, — N —— N ö In einem seiner letzten Briefe schreibt er:„Ich achte alles für Schaden und für Kot, auf daß ich Christum gewinne und in Ihm erfunden werde.“(Phil. 3, 7—10.) Das ganze Christen⸗ tum faßt er in die Worte zusammen:„Lebet Gott in Christo Jesu!“(Röm. 6, 11.) Für den noch Fernstehenden und Suchenden ist nun die wichtigste Frage: Wie erlange ich solche Gemeinschaft mit Gott und dem wohl in dem Worte:„Naht euch zu Gott, so naht Er Sich zu euch.“(Jak. 4, 8.) Wer sein die Seligkeit umsonst erlangen. Gott müßte nichts von mir verlangen... Er müßte mir alles schenken! Aber das kann ich nicht hoffen. Ich bin verloren!“— Still und betroffen saß der Pfarrer Er wußte nicht, was antworten Wohl kannte er die Erlösung aus Gnaden den Worten nach; aber er glaubte sie nicht.„Wenn aber diese Lehre von der freien Gnade doch wahr wäre,“ dachte er bei sich selbst,„und ich ließe dieses Weib ohne diesen Errn Jesu? Die einfachste Antwort haben wir Überzeugung reden? Herz Gott zuwendet und sein Leben Ihm übergibt, den wird Gott nicht lange auf Seine Gemeinschaft warten lassen. Der HErr Jesus sagt:„Wer zu Mir kommt, den werde Ich nicht hinaus— stoßen.“ Weitere Antworten sind aus folgenden Schriftstellen zu entnehmen:„... daß Christus wohne durch den Glauben in euren Herzen.“ (Eph. 3, 17.)„Also spricht der Hohe und Erhabene: Der Ich in der Höhe und im Heiligtum wobne und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind.“(Jes. 57, 15.)„Ich habe dich je und je geliebt; darum habe Ich dich zu Mir gezogen aus lauter Güte.“(Jer. 31, 3.) „Will Mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge Mir.“ (Matth. 16, 24. 25.) 1 b 3 Das Wort von der Gnade. Die junge Frau eines französischen Offiziers lag krank. Angesichts des Todes erwachte ihr das Gewissen. Es überkam sie Angst und Schrecken. Vergeblich versuchte sie, die Furcht durch den Ge— danken an Gottes Langmut und Nachsicht zu ver⸗ scheuchen. Sie ließ den Pfarrer des Orts kommen, der eben die Universität, angefüllt mit den Zweifeln des„neuen Glaubens“, verlassen hatte. Sie empfängt ihn mit den Worten:„Nichts, nichts auf der Welt kann mich retten! Wenn Sie mein Leben, mein abscheuliches, unreines Leben kennten, so müßten Sie mit mir gestehen, daß meine Verdammnis gerecht ist.“ Verlegen saß der junge Pfarrer da und wußte nicht recht, wo er Rat sollte holen bei so großem Jammer. Um jedoch zu antworten, sagte er:„Viel⸗ leicht ist doch noch eine Hoffnung daz vielleicht gibt es noch ein Mittel.“...„Nein, nein,“ sagte sie im Tone der Verzweiflung,„kein Mittel, kein Mittel! Almosen können mich nicht retten. Ich kann auch nicht hinfort eines besseren Lebenswandels mich be— fleißigen; meine Zeit ist hin; der Tod ist da. Die heißeste Reue kann meine Schuld nicht auslöschen. Was soll ich tun? Ach! gibt es kein Mittel, um Gottes Gerechtigkeit zu versöhnen? Sehen Sie, Herr Pfarrer, um der Verdammnis zu entgehen, dazu müßte ein Unmögliches geschehen ich müßte Trost dahinsterben, so würde diese Seele um meinet— willen verlorengehen! Aber wie kann ich ohne Nein, das kann ich nicht!“ Da seufzt er in seinem Herzen:„Gott! was soll ich tun?“ Plötzlich war ein Entschluß gefaßt. Un- bekümmert, ob die Lehre von der freien Gnade wahr sei oder nicht, entschloß er sich, aus der Bibel eine Stelle vorzulesen, ohne eine eigne Erklärung hin⸗ zuzufügen.„Nun hören Sie,“ sagte er zu der ge⸗ ängstigten Frau,„ich will schweigen, Gott soll reden Hier haben Sie Sein Wort!“ Und er las:„Also hat Gott die Welt geliebt, daß Er Seinen ein⸗ geborenen Sohn gab, auf daß alle, die an Ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“(Joh. 3, 16.) Wie ein erquickender Balsam flossen die Worte, die er las, in das Herz der Sterbenden. Unverwandt war ihr Blick auf die Bibel gerichtet; sie merkte auf jedes Wort. Ein gewisses Erstaunen malte sich auf ihren Zügen; dann lächelte sie sanft; ihre Augen glänzten; ihre Hände falteten sich zum Gebet. Einige Minuten darauf waren ihre Augen geschlossen, und des Todes Blässe überzog ihr Angesicht. Sie war nicht mehr. Ernst ging der junge Pfarrer nach Hause. Er las jene Stelle nochmals, die der Frau Trost ge— bracht hatte. Er entschloß sich endlich, jenen Aus- spruch nach dem Wortlaut in seiner Einfalt zu fassen: Erlösung durch das Blut Jesu Christi, Vergebung der Sünden und Seligkeit. Gott gab ihn ihm zu erkennen, daß er glauben und danken lernte. Der törichte Droschkenkutscher. In einer Großstadt, so erzählte ein Pastor, hatte ich für meine Fahrten einen bestimmten Droschkenkutscher, mit dem ich stets fuhr, wenn er irgend zu haben war. Wir hatten dabei manche Unterhaltung zusammen. Eines Tages aber war er ungewöhnlich schweigsam, bis er, als wir in eine ruhige Straße einbogen, plötzlich zu mir sagte: „Gestern hatte ich einen Fahrgast, den ich zwei Stunden lang von einem Platze zum anderen fuhr, und wenn ich mich nur umgedreht hätte, um vier Worte zu ihm zu sagen, so hätte mir das ein Ver⸗ mögen eingebracht.“ Auf meine erstaunte Frage, wie das möglich wäre, erwiderte er:„Sie sind immer so freundlich zu mir gewesen, deshalb will ich's Ihnen erzählen. Daß ich als Droschkenkutscher mein Leben beschließen sollte, hätte ich in meiner Jugend nicht gedacht. Ich entstamme einem vornehmen Hause und genoß alle Vorzüge, die mir meine wohlhabenden Eltern bieten konnten. Aber auf der Universität geriet ich in schlechte Gesellschaft, spielte und besuchte Pferde⸗ rennen und machte Schulden, bis ich schließlich Wucherern in die Hände fiel. Um frei zu werden, tat ich etwas, was mich ins Gefängnis gebracht hätte; ich wanderte aber aus und führte in fremden Ländern ein unstetes Leben. Jahrelang erschienen in den größten Zeitungen des In⸗ und Auslandes Inserate, in denen ich gebeten wurde, nach Hause zu kommen Aber ich tat es nicht, ob⸗ wohl ich wußte, daß meiner Mutter das Herz darüber brechen würde. Nach Jahren wurde mir das Umher⸗ schweifen aber doch leid, und die Sehnsucht nach meiner deutschen Heimat wurde so groß in mir, daß ich für meine Überfahrt auf einem Schiffe arbeitete und zurückkehrte Mein Aussehen war so verändert, daß ich nicht erkannt zu werden fürchtete, zumal ich auch meinen Namen gewechselt hatte. Da ich schon immer gut mit Pferden umzugehen wußte, erhielt ich bald hier eine Stelle als Droschkenkutscher. So gat mich zwanzig Jahre lang niemand erkannt. Der Herr gestern aber war— mein Bruder Ich er⸗ kannte ihn sofort, und meine Hand, die den Zügel Fan zitterte mehr als einmal, als er mit mir sprach enn wenn ich nur gesagt hätte: Willi, wie geht's dir?«, würde sicher sofort alles wieder gut gewesen sein.“ „Und warum sagten Sie es nicht?“ fragte be⸗ gegt der Pastor.„Und leben Ihre Eltern noch?“ „Die Mutter ist seit Jahren tot; aber der Vater lebt noch, und Liebe und Vergebung und ein Zermögen warten auf mich noch immer, wenn ich zur nach Hause gehen wollte; aber ich kann das zicht, mein Stolz läßt es nicht zu.“ Mit bewegten Worten bat ich ihn, seinen Ent⸗ chluß zr ändern und dem alten Vater vor seinem Sterber die große Freude seiner Wiederkehr zu nachen. Aber ich brauchte alle meine Beredsamkeit vergebens; er blieb bei seiner Weigerung und er⸗ klärte:„Ich werde leben und sterben als ein Droschken⸗ kutscher, und niemand wird wissen, wer ich war Geben Sie sich keine Mühe weiter, mich zu über reden. Ich gehe nicht nach Hause, mein Stolz läßt es nicht zu. Und hier ist das Haus, wohin Sie wollten. Drei Mark fünfzig bekomme ich.“ Ich bezahlte und begann noch einmal, ihn zur Heimkehr zu überreden; er aber berührte nach Kutscher⸗ art seinen Hut zum Gruße mit der Peitsche und fuhr davon. Als ich nach bald Jahresfrist wiederkam, war er nicht mehr unter den Lebenden. Eine Lungen⸗ krankheit hatte ihn vor einigen Monaten dahingerafft Bei seinem hartnäckigen und törichten Entschluß war er geblieben; in einem Hospital starb er unbeweint und unbekannt und unversöhnt mit seinem Vater „Mein Stolz läßt es mir nicht zu!“ Um dieses ver⸗ kehrten Stolzes und Trotzes willen lebte der Kutscher ein armseliges, glückloses, unbefriedigtes Leben und hätte doch so reich und glücklich werden können durch der Eltern Verzeihung und Liebe, wenn er den Weg zu ihnen gegangen wäre Aber schilt nicht vorschnell auf dieses Manne Verkehrtheit, vielleicht gleichst du selbst ihm auf Haar genau, wenn du einmal das Verhältnis zwischer dir und deinem Gott vergleichst mit seinem Tun Warum bist du noch nicht heimgekehrt an das Vater herz Gottes, um Vergebung, Friede, Freude, Leber und Seligkeit zu empfangen? War es nicht auch dein Stolz, der dich abhielt, dich vor Gott z beugen und das Bekenntnis deiner Sünden vor Ihm und wenn es nötig wäre, auch vor Menschen al zulegen? Mit Recht hat einmal jemand gesagt daß die drei am schwersten auszusprechenden Wort lauten: Ich habe gesündigt! O dieser Stolz, dei die meisten Menschen um ihr ewiges Heil betrügt Wirf ihn von dir und eile, deinen Platz am Vater herzen Gottes einzunehmen, wie einst der verlorn⸗ Sohn heimkehrte voll Reue und Buße zu eine: neuen, glücklichen Leben! G. H Versammlungs Anzeigen. Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, Löberstraße 14 Jeden Sonntag 1½ Uhr Sonntagsschule, 4 Uhr Jungfrauenverein; 9% Uhr Versammlung; 4%½ Uhr Christlicher Verein junger Männer; eben Mittwoch 8½ Uhr Bibelstunde; jeden Freitag 8½ Uhr Gebetsstunde. N Bezirk Bellnhausen. Jeden Sonntag 2 Uhr Versammlung im Vereinshaus Bellnbausen. . Bezirk Friedberg. Stadtmission Friedberg, Ludwigstr. 24. Jeden Sonntag vorm. 11 Uhr Sonntagsschule; nachm. 4 Uhr Unter ⸗ haltungsstunde für die Jugend; abends 8¼ Uhr Predigtgottesdienst; Dienstag abends 8½ Uhr Blaukreuz⸗ oder Frauenstunde; Mittwoch abends 8½ Uhr Jugendbund; Donnerstag abends gi Uhr Bibel⸗ und Gebetsstunde. Bad Nauheim; Erholungsheim Bethesda, Frankfurter Str. 37½0. Jeden Dienstag und Donnerstag abends 8½ Uhr Bibelstunde. Stammheim und Schwalheim. Jeden Sonntag Versammlung Bezirk Nidda Schotten. Nidde(im Burghof). Jeden Sonntag abends 9 Uhr Berfsammlung jeden Montag abends 9 Uhr Gebetsstunde, ieden Dienstag abends 9 Uhr Bibelstunde Schotten, Hauptstr 99. Jeden Sonntag mittags 12¼ Uhr Sonn · tagsschule, jeden Sonntag abends 9 Uhr Bersammlung, jeden Mittwoch abends 9 Uhr Bibel und Gebetsstunde. Anderungen siehe Tageszeitung der Orte. EN Bezirk Sellnrod. Jeden Sonntag abendt 8½ Uhr Bersammlung und jeden Mittwoch und Freitag Gebetsstunde mit Bibelbetrachtung. N 0 Inter; Nuppe alten 22 88 21 188 N 3 den St Bon ihr mit eil die Ort in des; f ihn die vielleich Mit fe 2 er Tü berschied war es der Te