Aufwärts! Gemeinlchaftsblatt für Bellen Erscheint alle vierzehn Tage. Verlag der Buchhandlung der Pilgermission Gießen. Redakteur: Stadtmissionar F. Herrmann, Gießen Verschiedene Mitarbeiter.. Druck von J. G. Oncken Nachfolger, G. m. b. H., Cassel Nr. 19/20. Sonntag, den 9. und 16. Mai 1920. Err, Dein Wort bleibt ewiglich, so weit der Himmel ist; Deine Wahrheit währt für und für. Du hast die 5 zugerichtet, und sie bleibt stehen. Es bleibt tägli nach Deinem Wort; denn es muß Dir alles dienen. Dein Gesetz nicht mein Krost gewesen wäre, so wäre ich vergangen in meinem Elend. Ich will Deine Befehle nimmermehr vergessen, denn du erquichst mich damit. Pf. 119, 89—93. Das Wort Gottes. „Welches Buch kann mir den besten Auf⸗ schluß über die Bibel geben?“ fragte ein junger Mann. Die Antwort lautete:„Lesen Sie die Bibel selbst, dann finden Sie den allerbesten Kufschluß.“ Ja, die Bibel ist ein wunderbares Buch, sie wendet sich an das Herz und das Gewissen des Menschen mit Erweisung des Geistes und der Kraft, wie irgend— ein anderes Buch solches nicht zu tun vermag. Sie erleuchtet den Menschen und stellt ihm sein Innerstes vors Angesicht. Was in ihm dunkel und verborgen war, das macht sie klar und offenbar. Ohne das Licht des göttlichen Wortes wüßte zer Mensch über seinen Ursprung und über seine Zukunft absolut nichts, auch nichts über Gott.„Die Welt hat durch ihre Weisheit Gott in Seiner Weisheit nicht erkannt.“(1 Kor. 1, 21.) Wir bedurften einer Offenbarung von Gott selbst in unserer Finsternis, und Gott hat sie uns gegeben durch Sein Wort, die Heilige Schrift. Das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als ein zweischneidig Schwert und dringt durch, bis daß es scheidet Seele und Geist, zuch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. Ein solcher Richter oder Beurteiler ist dem menschlichen Herzen keineswegs angenehm; denn das Dichten und Trachten des Herzens ist böse von Jugend auf. Der Mensch liebt die Finsternis mehr als das Licht, und weil seine bösen Werke vom Worte Gottes verurteilt und an das Licht gestellt werden, deshalb haßt der Mensch das Wort Gottes. „Wort des Lebens, du erleuchtest Und belebest auch zugleich; Eine Hölle offenbarst du, Aber auch ein Himmelreich. Furchtbar schreckest du den Sünder, Aus der dumpfen, trägen Ruh'; Doch mit Liebe deckst du jedem, Der sich beugt, die Sünden zu.“ Die Bibel ist das Buch, gegen welches der Mensch seine vergeblichen Angriffe richtet. Andere Bücher werden zuweilen auch bekämpft, aber diese Kämpfe sind immer nur von kurzer Dauer. Weißt du, woran es liegt, daß der Krieg gegen die Bibel dauernd fortgesetzt wird? Es liegt eben daran, daß die Bibel selbst die Offensive gegen die Menschen ergreift. Vor einigen Wochen kam ich in einen Eisenbahnwagen und traf zwei Herren in einer Unter⸗ haltung, wovon ich nur die Schlußworte hörte, und diese lauteten:„Man fühlt sich dort wohl, nur be— rührt es sehr peinlich, daß auf dem Zimmer eine Bibel liegt; das bewirkt so ein unangenehmes Ge— fühl.“ Es handelte sich ohne Zweifel um ein Vereins. haus oder ein Hospiz, in welchem auf den Gäste⸗ zimmern eine Bibel lag. Der betreffende Herr wird natürlich die Bibel nicht gelesen haben, aber sie war ein stummer, oder soll ich lieber sagen, ein redender Zeuge gegen ihn. Das Bewußtsein, eine Bibel auf seinem Zimmer liegen zu haben, beunruhigte ihn. Das Wort Gottes hat nichts eingebüßt von seiner Kraft und Klarheit, von seiner Schärfe und seinem Licht. Durch die Macht Gottes, dessen Wort und Stimme die Bibel ist, hat sie alle Feindschaft der Menschen überlebt und wird sie auch ferner über⸗ leben, denn„das Wort Gottes bleibt in Ewigkeit“. Die Verächter und Spötter werden diese Erde verlassen, um in der Ewigkeit zu erkennen, wie töricht ihr Streiten wider das Wort Gottes war, und Schrecken und Entsetzen wird es für sie sein, einmal in das volle Licht Gottes gestellt zu werden. Gott läßt sich heute noch den Spott über Sein Wort gefallen, aber einmal kommt Jesus Christus als Richter her- nieder, und dann wehe, wehe, wehe allen Verächtern und Spöttern! Heute haben viele Menschen keine Zeit oder keine Lust Gottes Wort zu lesen und zu hören, sie weisen es ab und wollen ungestört den Weg der Sünde weitergehen. Dann aber, am Tage des Ge⸗ richts, werden sie durch das Wort Gottes gerichtet werden ohne jede Gnade. Du lieber Mann, liebe .— Frau, lieber Jüngling, liebe Jungfrau hast Gottes Wort in deinem Hause, oder du kannst es doch be⸗ kommen; nimm es zur Hand, höre es, lies es und nimm es zu Herzen. Gott sagte einst zu Josua:„Laß das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern beirachte es Tag und Nacht, auf daß du haltest und tust allerdinge nach dem, was darinnen geschrieben steht. Alsdann wird es dir gelingen in allem, was du tust, und wirst weislich handeln können.“(Jof. 1, 8.) Und 1500 Jahre später schreibt Petrus:„Wir haben desto fester das prophetische Wort, und ihr tut wohl, daß ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint in einem dunkeln Ort,(2 Petri 1, 19. Das Wort Gottes zeigt dir jetzt, wer du bist in deiner Armut, Schwachheit und Schuld, es sagt dir die Wahrheit über dich selbst, aber auch die Wahrheit über Gott, der also die Welt geliebt hat, daß Er Seinen eingebornen Sohn gab, auf daß alle, die an Ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. e Q „Wort des Lebens, lautre Quelle Die vom Himmel sich ergießt, Frieden, Leben, gibst du jedem, Der dir Ohr und Herz erschließt; Der sich wie die welke Blume, Die der Sonnenbrand gebleicht, Dürstend von dem Quellenrande, Zu der Quelle niederneigt. Ohne dich, was ist die Erde? Ein beschränktes, finstres Tal. Ohne dich, was ist der Himmel? Ein verschloss'ner Freudensaal. Ohne dich, was ist das Leben? Ein erneuter, finst'rer Tod. Ohne dich, was ist das Streben? Nachtgrau'n ohne Morgenrot.“ „So sucht nun in dem Buche des HErrn und lest; es wird nicht an einem derselben fehlen; man vermißt auch nicht dies noch das.“(Jes. 34, 16.) Woher stammt die Bibel! Ein ernster Gelehrter legte sich diese Frage vor und sagte sich:„Nur vier Fälle sind möglich. Ent⸗ weder ist sie von guten Menschen oder von bösen Menschen ersonnen, oder sie hat direkt Gott oder den Teufel zum Urheber.“ „Gute Meuschen können die Bibel nicht erfunden und ersonnen haben. Denn gute Menschen lügen nicht; und sie würden gelogen haben, wenn sie dieselbe aus sich geschrieben hätten und hätten doch dabei wohl tausendmal gesagt:»Und Gott sprach.« »Und der HErr redete.« Bose Menschen aber würden die Bibel nicht ersinnen und schreiben können noch wollen. Denn sie sind unfähig, solch hehre und heilige Wahr— brachte, meine stete Begleiterin gewesen. heiten und Lehren zu ersinnen und aufzustellen; ja, sie hassen die Bibel, die ihr Dichten und Trachten, Tun und Treiben verurteilt und ihnen das ewige Gericht als ihr sicheres Teil verkündigt. Noch weniger kann aus dem angegebenen Grunde ein böser Geist Urheber der Bibel sein, welche Gottes Heiligkeit und Majestät so wunder⸗ bar entfaltet. So muß die Bibel also sein, was sie auch von sich behauptet: Gottes Wort.«“ Diese richtige Erwägung führte den Mann zur Bekehrung. Die Heilige Schrift. Dieses Buch zeigt uns den Willen Gottes, den Zustand des Menschen, den Weg des Heils, das Gericht des Sünders, die Glückseligkeit des Gläu⸗ bigen. Seine Lehren sind heilig, seine Vorschriften bindend, seine Geschichten wahr, seine Aussprüche unwandelbar und ewig. Lies es, um weise zu werden; glaube es, um errettet zu werden; befolge es, um glücklich zu sein, heilig und gerecht! Es enthält Licht, um dich zu führen, Speise, um dich zu nähren, Trost, um dich zu stärken und zu erquicken. Es ist des Wanderers Reisekarte, des Pilgers Stab, des Seefahrers Kompaß, des Kriegers Schwert, des Christen Urkunde. Hier öffnet sich der Himmel, und der Höllen Pforten tun sich auf. Sein Hauptgegenstand ist Christus; unser Glück und Heil sein Zweck, Gottes Ruhm und Herrlichkeit sein Ziel. Es sollte unser Gedächtnis füllen, unser Herz regieren, unsere Füße und Schritte leiten. Lies es langsam, täglich, unter Gebet. Es ist eine Grube voll Gold, ein Paradies der Herrlichkeit, ein Strom des Segens und der Wonne. Im Leben ward es uns gegeben, für die Ewigkeit ist es bestimmt, dort ist es bestätigt und wird droben auf immer in Erinnerung bleiben. Es stellt uns unter die größte Verantwortung, belohnt die ihm dargebrachte Treue aufs reichste und richtet einst alle für ewig, die es geringgeachtet haben oder verwarfen. 2 5 Des Seemanns Wibel. Vor einigen Jahren starb ein wackerer Seemann und hinterließ neben anderem Erbteil auch eine Bibel. Dieselbe wurde von der Familie ganz besonders in Ehren gehalten. Was ihr aber einen so hohen Wert N verlieh, das waren die einfachen und vielsagenden Worte, welche der Besitzer vorn auf das weiße Blatt mit eigner Hand geschrieben hatte. Sie lauteten also: „Diese Bibel erhielt ich von Herrn Reikes in H. im Januar 1791 zur Belohnung. Sie ist während 53 Jahren, von denen ich 41 auf dem Meere zus. Während 4 diese fecht einn Boo Art mein Han inha auf des des Stöl kran wir Bib das ein ließe Erd wir sei's du! Lich Tag gebn aber in aufg lang Ben und wir Ben ort bei in d 180 fürc ste dl Sch furc der höre sage dem und vor unre miu find en; ja, rachten, ewige zebenen l sein, vunder⸗ e auch nn zur es, den 8, das Gläu⸗ chriften sprüche eise zu befolge Speise, en und te, des kriegers Höllen ind ist Gottes unser te Füße „unter aradies nd der für die gt und en. Es belohnt richtet haben eemann Bibel. ders in u Wert agenden e Blatt n also: eikes in vährend sere zu-, zährend dieser Jahre war ich in 45 Seeschlachten und Ge⸗ fechten, erhielt 13 Wunden, litt dreimal Schiffbruch, einmal verbrannte unser Schiff, zweimal schlug unser Boot um, ich hatte fünfzehnmal Fieber mancherlei Art und— immer war die Bibel mein Halt und mein Trost! Dies alles bezeuge ich mit meiner eignen Handschrift.“ Wahrlich, eine vielgebrauchte Bibel! Und welch inhaltsreiche Geschichte erzählen diese schlichten Worte auf jenem weißen Blatte! Man hört da das Brausen des Sturmes, das Toben der Wellen, das Krachen des Schiffbruchs, den Donner der Seeschlacht, das Stöhnen der Verwundeten, das Seufzen der Fieber⸗ kranken— und aus aller Angst und Gefahr kehren wir zurück zu jenem Buche und vernehmen:„Diese Bibel war mein Halt und Trost!“ Muß wie ein Bergungsort,“ schrieb vor Tausenden von das nicht ein wunderbares Buch sein? Ob es wohl ein zweites gibt, das sich ihm an die Seite stellen ließe? Nein, wahrlich nein; und„Himmel und Erde werden vergehen, aber Gottes Wort wird nicht vergehen“. a Teurer Leser, nimm's zu Herzen! Einmal, sei's nun in dieser Zeit, sei's in der Ewigkeit, mußt du dich und dein Leben vor Gott sehen in Seinem Lichte und dich verurteilen. Geschieht's jetzt, am Tage des Heils, so kannst du in Jesu Blut Ver⸗ gebung und Rettung finden. Nach dem Tode aber ist das Gericht! O so laß Gott heute noch in Seinem Worte zu dir reden! Ein Bergungsort. Ist einmal das Gewissen durch das Wort Gottes aufgeweckt worden, so erwacht damit ein tiefes Ver⸗ langen nach einem Bergungsort. Man kommt zum Bewußtsein der ernsten Tatsache, daß„alles bloß und aufgedeckt ist vor den Augen Dessen, mit dem wir es zu tun haben“(Ebr. 4, 13), und in diesem Bewußtsein sucht man ängstlich nach einem Bergungs⸗ ort vor diesen alles durchdringenden Augen. Schon bei Adam finden wir dieses Suchen. Nachdem er in die Sünde gewilligt hatte, sagte er zu Jehovah: „Ich hörte Deine Stimme im Garten, und ich fürchtete mich, denn ich bin nackt, und ich ver⸗ steckte mich.“ Im letzten Buche der Heiligen Schrift haben wir das Gleiche. Dort werden die furchtbaren Gerichte beschrieben, die Gott am Ende der Tage über die Erde kommen läßt, und wir hören die Menschen zu den Bergen und Felsen sagen:„Fallet auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht Dessen, der auf dem Throne sitzt, und vor dem Zorn des Lammes.“(Offb. 6, 16.) Ja, der Mensch bedarf eines Bergungsortes vor dem Angesicht des heiligen Gottes. Er ist ein unreines, sündiges Geschöpf. Das Gericht Gottes muß ihn erreichen, wenn er nicht Bergung sucht und findet vor Gottes gerechtem Zorn. Glaubst du das? Es gibt viele Menschen, die sich hinter ihren Gebeten, ihren vermeintlich guten Werken oder dem fleißigen Gebrauch der sogenannten Gnadenmittel zu bergen trachten— alles Dinge, die nicht mehr Schutz gewähren als der Baum, hinter dem Adam sich vergeblich zu verstecken suchte. Das Wichtige ist, den wahren Bergungsort zu erreichen. Aber wo ist er zu finden? Gott allein kounte ihn be⸗ reiten, und Er hat es getan. Kein anderer Bergungs⸗ ort bietet Schutz. Mit menschlichen Mitteln ist da gar nichts zu machen. Darum sei Gott ewig dafür gepriesen, daß Er selbst den sicheren Bergungsort bereitet hat! Schon im Alten Testament lesen wir von diesem Bergungsort.„Und ein Mann wird sein Jahren der Prophet Jesaja.(Kap. 32, 2.) Wer ist denn dieser Mann? Es ist Jesus, der Mann der Schmerzen.„Er hat selbst unsere Sünden an Seinem Leibe auf dem Holze getragen.“ (1 Petri 2, 24.) Er hat für Sünder gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, auf daß Er uns zu Gott führe.(1 Petri 3, 18.) Er ist ins Grab gelegt, aber„auferweckt worden durch die Herrlichkeit des Vaters“(Röm. 6, 4) und sitzt jetzt verherrlicht auf des Vaters Thron. Das ist der Mann, den Gott zu einem Bergungsort gesetzt hat für die schuldigen, unter ihrer Sündenlast seufzenden Sünder. Solchen ruft Jesus selbst zu:„Kommt her zu Mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und Ich werde euch Ruhe geben!“(Matth. 11, 28.) „Diesem geben alle Propheten Zeugnis, daß jeder, der an Ihn glaubt, Vergebung der Sünden empfängt durch Seinen Namen.“(Apg. 10, 43.) Deshalb, du lieber unbekehrter Leser,„glaube an den HErrn Jesum, und du wirst errettet werden“. Und bist du errettet, so kannst auch du, wie einst der Psalmist, nach oben blickend, frohlockend ausrufen:„Du bist ein Bergungsort für mich.“(Ps. 32, 7.) 2(„Samenk.“) Schwere Verantwortung. Unter den Aufzeichnungen eines früheren Ge⸗ fängnisgeistlichen befindet sich eine ergreifende Erzäh⸗ lung. Im Zuchthause saß ein zum Tode verurteilter, noch jugendlicher Verbrecher. Schon am nächsten Tage sollte das Urteil vollstreckt werden, und, wie üblich, hatte man den Verurteilten gefragt, ob er noch einen besonderen Wunsch habe. Die Antwort lautete, er wünsche noch einen Herrn M., in der .... Straße wohnhaft, zu sprechen. Man benach⸗ richtigte den genau Bezeichneten, der, höchst verwundert über die Aufforderung, doch den Wunsch eines dem Tode Nahen nicht unerfüllt lassen wollte und sich in das Zuchthaus begab. In die Zelle eingeführt, trat ihm ruhig und gefaßt der Sträfling entgegen: —. 1 1 2 2 4 oft gesehen. Morgen soll ich-sterben, und ich bin weit entfernt, meine Taten zu beschönigen. Nur mußte ich Ihnen noch sagen, daß Sie indirekt die Schuld daran haben. Sie aßen lange Zeit hindurch zäglich an der Mittagstafel des Gasthauses in X. und saßen am Abend dort mit Ihren Bekannten bei Bier und Karten. Ich war Kellnerlehrling in dem Gasthofe und hörte, was Sie untereinander sprachen. Die spottenden bösen Worte Ihrer Unterhaltungen drangen wie Gift in mein damals noch unverdorbenes Kindergemüt und waren die böse Saat, die fort— vucherte, mich von Stufe zu Stufe sinken ließ, bis ich zum gemeinen Verbrecher und Mörder wurde. Ich verdiene meinen Tod, aber Sie und Ihre Ge— nossen haben schwere Verantwortung auf sich geladen.“ —„Ich sage euch aber, daß die Menschen werden Rechenschaft geben müssen am Jüngsten Tage von einem jeglichen unnützen Wort, das sie geredet haben.“ Matth. 12, 36.) 2. „Wo ist, o Tod, dein Stachel?“ Ein hoffnungsvoller fünfzehnjähriger Sohn lag im Krankenhause auf seinem letzten Lager. Er hatte ein Krebsleiden und war operiert worden. Trotz der Operation war es klar, daß er nicht mit dem Leben davonkommen würde. Doch diese Gewißheit beunruhigte den Kranken nicht. Als seine Mutter ihn fragte, welchen Spruch sie auf sein Grab schreiben solle, antwortete er:„Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget, daß wir Kinder Gottes heißen sollen!“ Das Ende nahte. Die Schmerzen waren groß, aber der Friede Gottes und der Triumph des Glaubens waren größer. Der Sterbende klammerte ich an die Gnadenhand des HErrn, und diese Hand hielt ihn. f . „Sie kennen mich nicht, aber ich habe Sie früher U Das Wort des HErrn. Dein Wort, o HErr, ist milder Tau Für trostbedürft'ge Seelen; Laß keinem Pflänzlein Deiner Au Den Himmelsbalsam feblen! Erquickt durch ihn Laß jedes blüh'n Und in der Zukunft Tagen Dir Frucht und Samen tragen! Dein Wort ist, HErr, ein Flammenschwert Ein Keil, der Felsen splittert, Ein Feuer, das im Herzen zehrt Und Mark und Bein erschüttert. O laß Dein Wort Noch fort und fort Der Sünde Macht zerscheitern, Und alle Herzen läutern! Ich suchte Trost und fand ihn nicht: Da ward das Wort der Gnade Mein Labsal, meine Zuversicht, Die Fackel meiner Pfade; Sie zeigte mir Den Weg zu Dir Und leuchtet meinen Schritten Bis zu den ew'gen Hütten. Nun halt' ich mich mit festem Sinn Zu Dir, dem sichern Horte. Wo soll ich sonst mich wenden hin? HErr, Du hast Lebensworte! Laß immerfort Dein helles Wort In allen Lebenszeiten Uns trösten, warnen, leiten! O sende bald von Ort zu Ort Den Durst nach Deinen Lehren, Send Hunger, HErr, Dein Lebenswori Und Deinen Geist zu hören, Und send ein Heer Von Meer zu Meer, Der Herzen Durst zu stillen Und Dir Dein Reich zu füllen! 55 Garve Vversammlungs-Anzeigen. Bezirk Giesten. Stadtmission Gießen, Löberstraße 14 Jeden Sonntag 1½ Uhr Sonntagsschule; 4 Uhr Jungfrauenverein; 8½% Uhr Versammlung; 4½ Uhr Christlicher Verein junger Männer, jeben Mutwoch ½% bee Disethunbe; jeden Brett 8% Uhr Gebetstkunde. e Bezirk Bellnhausen. geden Sonntag 2 Uhr Bersammemg im Beretnshaus Belinhaufen G Bezirk Friedberg. Stadtmission Friedberg, Ludwigstr. 24. Jeden Sonntag vorm. 11 Uhr Sonntagsschule; nachm. 4 Uhr unter⸗ haltungsstunde für die Jugend; abends 8/ Uhr Predigtgottesdienst; Dienstag abends 8½ Uhr Blaukreuz⸗ oder Frauenstunde; Mittwoch abends 8½ Uhr Jugendbund; Donnerstag abends 8½ Uhr Bibel⸗ und Gebetsstunde. Bad Nauheim; Erholungsheim Bethesda, Frankfurter Str. 37 Jeden Dienstag und Donnerstag abends 8½ Uhr Bibelstunde Stammheim und Schwalheim Jeden Sonntag Versammlung. Bezirk Nidda- schotten. Nidda(in Burahel). Jeden Seuntag abenbs 9 Ur Berfanmluns: jeden Montag abends 9 Uhr Gebetsstunde; ieden Dienztag abends 9 Uhr Bibelstunde. Schotten, Haupthr. 9. Jeden Gountag mittags 12½ uhr Sonn; tagzschule; jeden Sonntag abends 9 Ur Berfammleng, jeben Mittwoch abends 9 Uhr Bibel und Gebetsstunde. Anderungen siehe Tageszeitung der Otis SN Bezirk Sellnrod. Jeden Seuntag abends 8½ Uhr Bersammlung und jeden Mittwoch und Frettag Gebetistunde mit Bibelbetrachtung. N —— Sch w und vor — Ste St voll und standen von de und bef mit ihn vermock zu wide Weishe Geiste, chem e Da ric zu etlie ner, die „Wir h gehört te rede Mose u Gott.“ bewegte. gelehrten führten dar, die zu reder das Gese von Naz die Sitte sahen at sein Ang 0 5 aber spra Gott der und spra⸗ deiner Fr dir zeiger