Früh- Eine wann dann dause, n sich if lag zmtem hlimm rüber n ins d, die einer bo das d das Sturz r sein er sich Mann, enesen. n, und Als er kleinen n und wester, m den werden damals Wunde end sie ist nur lichts zu Jesum efährlich Grund- in. —— rsammlung; ends 9 Uhr Uhr Sonn. n Mittwoch en Mittwoch E/ rr eee f f i i i f f . f f 2 i i i i f Nufwärts! Gemeinschaltsblatt für Hessen. „ 9 Erscheint wöchentlich einmal. Einzelne Exemplare bestelle man bei der Post vierteljährlich. Verlag der Buchhandlung der Pilgermissioa Gießen. Redakteur: Stadtmissionar Herrmann⸗Gießen und die Prediger der Pilgermission. Druck von J. G. Oncken Nachfolger, G. m. b. H., Cassel. Nr. 35/36. Sonntag, den 31. August und 7. September 1919. 12. Jahrg. Was sollen wir tun! Das ist immer die große Frage, wenn außer⸗ ordentliche Ereignisse die Herzen bewegen und die Gemüter erschüttern. So wird auch heute, angesichts der Umwälzungen und Nöte, allenthalben gefragt: „Was ist zu tun? Wie kann es anders, wie soll es besser werden?“— Als vor zweitausend Jahren die Volksmenge in Jerusalem erschreckt wurde durch die wunderbaren Zeichen, die sie am Pfingstfest sah, da fragte sie ebenfalls:„Was sollen wir tun?“ (Apg. 2.) Und Petrus antwortete ihr:„Tut Buße!“— Diese Antwort zeigt uns und unserem ganzen Volk auch jetzt wieder den Weg der Rettung, zunächst der inneren, dann aber auch der äußeren. Was bedeutet das Wort„Buße“?— Es kann bedeuten ein heilsames Erschrecken vor oder in den Strafgerichten Gottes. So geschah es bei den Einwohnern von Ninive, als der Prophet Jonas ihnen den nahen Untergang verkündigte.(Jona 3). So auch bei Ahab, als Elias ihm die Strafe Gottes ansagte.(1 Kön. 21, 17— 29.) Und in beiden Fällen, als man wenigstens durch eine äußere Beu⸗ gung vor Gott die eigne Schuld anerkannte und einige Gottesfurcht bezeugte, da übte der HErr Barm⸗ herzigkeit.— Diese Art von Buße können nicht nur einzelne Personen, sondern ganze Städte, ja ganze Völker tun, wie wir wiederholt in der Geschichte Israels und auch in der Geschichte des deutschen Volkes(1806 bis 1814) sehen. O daß doch auch in unseren Tagen wieder solch ein Geist der Buße über unser so tief gefallenes Volk möchte ausgegossen werden! Dann, nur dann könnte es nach innen und außen ein Neues geben. f Als Johannes auftrat mit seinem Bußruf Matth. 3), da wird von den Zöllnern, die damals meist schlimme Betrüger waren, berichtet:„Sie gaben Gott recht.“ Sie erkannten das Urteil des gottgesandten Bußpredigers an und bekannten sich als Sünder.— Buße tun heißt also: Gott recht geben, sich persönlich als ein Getroffener und Gerichteter unter das Urteil des göttlichen Wortes stellen. Und wie lautet dieses Urteil?—„Die Menschen wollen sich von Meinem Geist nicht mehr strafen lassen; denn sie sind Fleisch.“(1 Mose 6, 3.) Das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend an.“(1 Mose 6, 5; 12. 21.)„Es ist des Menschen Herz ein trotzig und verzagt Ding.“ (Jer. 17, 9.)„Aus dem Herzen kommen arge Ge— danken: Mord, Ehebruch, Hurerei, Dieberei...“ (Matth. 15, 19.) Weitere Urteile kannst du lesen in Pf. 14, 1—3; Röm. 3, 23; Gal. 5, 19—21.— Wer nun soviel Selbsterkenntnis und Ehrlichkeit hat, daß er erkennt und bekennt:„Ja, so einer bin ich,“ der ist auf dem Weg zur rechten Buße. Doch ist es nicht genug, daß man im allge⸗ meinen zugibt:„Ja, ich bin ein Sünder; wir sind alle Sünder.“ Du darfst dich nicht decken und ver⸗ stecken hinter dem großen Haufen der Allgemeinheit, sondern du mußt mit deinen eignen Sünden ans Licht kommen und dich persönlich als ein Schuldiger bekennen. Meinst du, du habest keine Sünden getan, es sei wenigstens nicht so schlimm, dann lies einmal in der Stille die Berg⸗ predigt in Matth. 5—7 und prüfe vor diesem Spiegel aufrichtig dein Herz und Leben. Lies dazu auch den 139. Psalm. Und wenn du dich dann noch immer nicht als schuldig erkennen kannst, dann stelle dir die beiden vornehmsten Gottesgebote vor die Seele: „Du sollst lieben Gott, deinen HErrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüte und aus allen Kräften! Und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!“(Matth. 22, 36— 40.) Hast du diese größten aller Gebote erfüllt? Ganz gewiß nicht! Nun, dann bist du der größte Sünder! Wer seine Sündenschuld recht erkennt und zu⸗ gleich Verständnis erlangt für die große Geduld und Langmütigkeit Gottes, bei dem kommt es zu einer tiefen inneren Beugung, zu jenem Leidtragen, von dert der HErr Jesus sagt:„Selig sind, die da Qiid tragen; denn sie sollen getröstet werden“ (Matth. 5, 4), zu jener„göttlichen Traurigkeit“, von der Paulus schreibt, daß sie eine Reue zur Seligkeit wirke.(2 Kor. 7, 10.) Da kommt es dazu, daß man seiner selbst sich schämt, ja, daß man über sich selber weint, wie der Herr Jesus auf dem Weg nach Golgatha den aus Mitleid weinenden Frauen sagte:„Weint über euch selbst“ (Luk. 23, 28), wie jene„Sünderin“ in Luk. 7, 36—50 nichts anderes tun konnte, als sich hinlegen zu Jesu Füßen und weinen und weinen! Beim weiteren Hinabsteigen in die Tiefen der Selbsterkenntnis erkennt der aufrichtige Mensch nicht nur die einzelnen sündlichen Verfehlungen im Lebens⸗ wandel, sondern die sündliche Verdorbenheit des Herzens und Wesens. Da heißt es nicht nur:„Ich habe gesündigt,“ sondern auch:„Ich bin sündig durch und durch.“„Ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleisch wohnt nichts Gutes.“ (Röm. 7, 18.) Diese Erkenntnis wird um so tiefer gehen, je mehr sie verbunden ist mit einem lebhaften Eindruck von der Heiligkeit Gottes und Christi. Als Jesaja die Herrlichkeit Gottes schaute, rief er aus: „Wehe mir, denn ich bin unreiner Lippen!“ Und Petrus, nachdem er Jesu Predigt gehört und den wunderbaren Fischzug erlebt hatte, brach zusammen, fiel erschüttert zu des HErrn Füßen und sprach: „HErr, gehe von mir hinaus; ich bin ein sündiger Mensch!“ Das ist wahre Buße. Die führt zur Erneuerung des Herzens und Lebens. Wodurch wird die rechte Buße gewirkt?— Sie kann gewirkt werden, wie bei den Niniviten und bei Ahab, durch Androhung von schweren Strafen, oder auch durch wirklich vorhandene Nöte und Leiden, darin der Mensch erkennt: Es ist meiner Sünden Schuld. Doch geht solche Angstbuße meistens nicht tief. Wirksamer ist es, wenn ein Herz sich zur Buße erwecken läßt durch die Stimme des Gewissens oder durch die Wahrheit des Wortes Gottes. Den schönsten Weg zur Buße aber zeigt uns der Spruch:„Weißt du nicht, daß dich Gottes Güte zur Buße leitet?“(Röm. 2, 4.) Wahre Buße treibt ans Herz Gottes; sie wirkt den rettenden Glauben und führt dadurch zum Frieden mit Gott und zum ewigen Leben. Darum freut Sich auch Gott von Herzen über jede aufrichtige Buße.„Es wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut.“ (Luk, 15,7 K. E. 8. Die zwei Wege. Vater Nila, der Lappländer oder„Lappe“, wie der Name eigentlich lautet, war ein lieber alter Mann, den jedermann gern hatte. Als er diese Erde verließ, hatte er mehr als fünfzig Jahre seinem HErrn in aufrichtigem, treuem Glauben gedient. Es war ergreifend, ihn mit der ganzen Wärme seines Herzens von der Zeit erzählen zu hören, wo er aus dem Sündenschlaf aufgewacht und nach ernsten, schweren Kämpfen das geistliche Leben in seiner Seele zum Durchbruch gekommen war. In seiner Jugend hätte Nila nicht gerade das Muster eines ehrlichen Menschen genannt werden können. Über das Mein und Dein hatte er seine eignen Begriffe, was in diesem Falle sagen wollte, daß er es nicht allzu genau damit nahm, ob die Renntiere, welche er benutzte oder schlachtete, zu seiner Herde oder zu der Herde eines Nachbarn ge⸗ hörten. Die anklagende Stimme des Gewissens ver⸗ stand er dabei meisterhaft zum Schweigen zu bringen. Eine besondere Freude bereitete es ihm, wenn er fremde Kaufleute, die im Lande Handel trieben und dabei den Lappen manches Unrecht zufügten, einmal gründlich übers Ohr hauen konnte, wie man zu sagen pflegt. Im übrigen nahm er das Leben, wie so viele seiner Altersgenossen, von der heitersten Seite. Dann und wann fuhr er von seinem Zelt in das nächstgelegene, aber immerhin noch weit entfernte Kirchdorf, aber nicht etwa um die dortige Kirche zu besuchen, sondern um Branntwein zu kaufen. So schwanden für Nila die Tage und Jahre dahin, ohne daß er sich je um höhere Dinge gekümmert hätte. Doch der HErr ging in Seiner Gnade auch diesem verlornen Sohne nach. Eine große geistliche Erweckung entstand in dem kalten, felsigen Lande der Lappen. Man berichtete wunderbare Dinge darüber. Aus Trunkenbolden wurden nüchterne, ernste Menschen; Diebe brachten das gestohlene Gut zurück und ge⸗ standen offen ihr Unrecht ein; Flucher gaben ihre bösen Gewohnheiten auf und riefen den Namen des HErrn an. Eine wunderbare, geheimnisvolle Macht hatte ihre Wirksamkeit unter den rauhen Bewohnern des Landes begonnen. Viele zwar nannten die Bewegung eine geist⸗ liche Krankheit und suchten sich ängstlich vor jeder Ansteckung zu bewahren. Aber auch unter diesen „Feinden“ hörte man nicht selten von wunderbaren, durch die geheimnisvolle Macht bewirkten Verände⸗ rungen. Sowohl in den Zelten der Lappen als auch in den Wohnungen der Fremden, die sich im Lande ansässig gemacht hatten, wurde das Evangelium ver⸗ kündigt. Auch Nila bekam es zu hören. Aber welchen Eindruck machte es auf ihn?— Sollte man es für möglich halten? Er war in seinen Augen viel zu gut für diese neue Botschaft. Wie er hörte, sollte jeder Mensch von Natur ein verlorner Sünder sein, Das war nach seiner Meinung weit übertrieben. Was für außergewöhnlich Böses hatte er denn getan? Und wenn er wollte, konnte er sehr wohl ein noch besserer Mensch werden. Ein vorzüglicher Gatte und er ja mit leichter Mühe ersetzen. So dachte Nila. Aber obwohl er selbst es nicht wußte, war Gottes Geist mit ihm beschäftigt. Zuerst machte er zu seinem großen Verdruß die Ent⸗ Freund war er schon. Was ihm noch fehlte, konnte decku künd Zeit Sie ein der um es i Wol Angf eine viele Min im V ihm Sün seine Eine seine Gott von sich Händ fande seine selbst nicht Kam kämp reiße woll! der! schme der für Wah bishe hören Fron glück Gede gebie war da a die festhi treten nis Er l geger schul wollt Fried Sün ernsten, mseiner ade das werden er seine wollte, ob die tete, zu barn ge⸗ ens ver. bringen. wenn er ben und „ einmal zu sagen wie so en Seite. in das entfernte tirche zu fen. So hin, ohne hätte. ade auch geistliche Lande der darüber. Nenschen; und ge⸗ aben ihre amen des lle Macht zewohnern eine geist⸗ vor jeder ter diesen uderbaren, Verände⸗ 8 auch in im Lande elium ver⸗ er welchen ian es für viel zu örte, sollte inder sein, bertrieben. enn getan? lein noch Gatte und lte, konnte selbst es beschäftigt. uß die Ent⸗ deckung, daß seine junge Frau, mit der er der Ver⸗ kündigung des Evangeliums beigewohnt hatte, seit der Zeit oft sehr niedergeschlagen und bekümmert war. Sie war also auch schon von der Krankheit angesteckt, ein Grund mehr für ihn, von jetzt ab besonders auf der Hut zu sein. Aber was geschah? Eines Tages befand sich Nila auf dem Felde, um nach seinen Renntierherden zu sehen. Da war es ihm mit einemmal, als ob sich eine schwarze Wolke auf seine Seele niedersenke. Eine schreckliche Angst befiel ihn, und in seinem Innern erklang eine Stimme, die ihm zurief, er sei verloren seiner vielen Sünden wegen. Dieser Zustand wurde von Minute zu Minute schlimmer. Die Bäume drüben im Walde, die Renntiere, sein Hund— alle erschienen ihm glücklich im Vergleich mit ihm, weil sie keine Sünder waren wie er. Er fürchtete, die Erde unter seinen Füßen könne sich auftun, um ihn zu verschlingen. Eine unbegreifliche, nie gekannte Bewegung hatte sich seiner bemächtigt. Er wußte nicht, daß es der Geist Gottes war, der an seinem Gewissen wirkte, um ihn von der Sünde zu überführen. f Als Nila zurückkam, ging er in sein Zelt, warf sich aufs Bett und verbarg sein Gesicht in beiden Händen. Er hätte weinen mögen, aber seine Augen fanden keine Tränen. Seine Frau bemerkte wohl seine Not, konnte ihm aber nicht helfen, weil sie selbst die richtige Arznei für ihre kranke Seele noch nicht gefunden hatte. So mußte Nila denn seinen Kampf allein durchkämpfen, oder besser gesagt, Gott kämpfte, um ihn der Gewalt des Satans zu ent⸗ reißen. Es war ein furchtbares Ringen. Der Teufel wollte seine Beute nicht fahren lassen. Deutlich sah der Unglückliche die zwei Wege vor sich, über die er noch vor wenigen Tagen hatte predigen hören: den schmalen Weg, der zum Leben, und den breiten Weg, der ins Verderben führt. Er verstand, daß er jetzt für sein ganzes Leben, ja, für die Ewigkeit seine Wahl zu treffen hatte. Sollte er seinem ganzen bisherigen Wesen den Abschied geben? Sollte er auf— hören zu fluchen, zu trinken und zu stehlen und den Frommen gleich werden, die in ihrem Glauben so glücklich zu sein schienen? Oder sollte er den neuen Gedanken, die ihn bestürmten, mit Gewalt Einhalt gebieten und sein altes Leben fortsetzen? Niemals war es ihm bisher zum Bewußtsein gekommen, was da alles in seinem Herzen wohnte; jetzt sah er, daß die Sünde ihn mit schier unwiderstehlicher Macht festhielt. Sollte er dieser Macht erfolgreich entgegen- treten können? Was unserem Nila jedoch als das größte Hinder⸗ nis erschien, ein Christ zu werden, war folgendes: Er hatte sich in seinem Leben vieler Betrügereien gegen seinen an der Seeküste wohnenden Gutsherrn schuldig gemacht; und das verstand er sehr wohl: wollte er wirklich ein neues Leben beginnen und Frieden für sein Herz haben, so mußte er diese Sünde, die ihm wie eine Zentnerlast auf dem Gewissen lag, rückhaltlos bekennen. Der freundliche Leser kann sich leicht vorstellen, welch ein schwerer Entschluß das für unseren armen Freund war. Die Tür war in der Tat sehr eng. Sollte es nicht besser sein, draußen zu bleiben? Sollte er nicht lieber zu dem Brannt⸗ weinhändler im Dorfe fahren und in dem berauschen⸗ den Getränk Vergessen aller Gewissensqualen suchen? Endlich konnte Nila es nicht länger in dem engen Zelt aushalten. Er trat ins Freie. Nicht weit von ihm graste sein bestes Renntier, das schon oft seinen Schlitten in eilender Fahrt über die zugefrorenen Moräste und durch die dichten Fichtenwälder Lapp⸗ lands gezogen hatte. Noch einen Augenblick zögerte er; dann aber lockte er das Tier heran, schirrte es ein, und wenige Minuten später befand er sich auf dem Wege. Unermüdlich legte das prächtige Tier ein Kilometer nach dem anderen zurück. Wohin ging denn die Reise? Direkt auf die große Straße zu, welche sich von der Küste zu dem Kirchdorf oben im Gebirge hinzog. Von dem Punkte aus, wo der Weg in die Straße einmündete, war es fast genau so weit zum Branntweinhändler im Dorf wie zum Gutsherrn an der Küste. Das waren die beiden möglichen End⸗ punkte der Reise; zwischen ihnen mußte Nila wählen. Es bedurfte nur eines einzigen leichten Ruckes am Zügel, um das Renntier dahin oder dorthin zu lenken. Er fühlte, daß diese einzige Bewegung seiner Hand entscheidend sein würde für sein ganzes ferneres Leben. Immer näher kam der verhängnisvolle Punkt, aber immer noch hatte er seine Wahl nicht getroffen. Was sollte er tun? O wenn die Tür, die zum Leben führte, nur nicht so unsagbar eng gewesen wäre, wenn der schmale Weg nicht durch soviel Schmach und Demütigung, ja, vielleicht durchs Gefängnis ge⸗ führt hätte! Daß es der beste, ja, der einzig rich— tige Weg war, das fühlte Nila immer mehr. Jetzt sah er die Straße vor sich liegen. In wahrer Todesangst versetzte er dem Renntier einen Schlag mit der Peitsche, daß es in fliegender Eile voranstürmte; dann schloß er die Augen. Das Tier mochte sich selbst seinen Weg wählen. Der Kreuzungspunkt war erreicht. Schnaubend bog das starke Tier in die Straße ein und wandte sich, ohne einen Augenblick zu zögern, der Seeküste zu, wo der Gutsherr wohnte. Gott hatte seine Schritte gelenkt. Was Nila im weiteren Verlauf der schnellen Fahrt fühlte, ist nicht zu beschreiben. Er vermochte nicht seine Gedanken zu einem Gebet zu sammeln, aber das ängstliche, stammelnde Rufen seines Herzens drang doch hindurch zu Gott. O wie schwer fiel dem armen Lappen der Gang zum Herrenhause! An Ort und Stelle angekommen, ging er in die Küche und setzte sich da, der Landessitte gemäß, in der Nähe der Tür auf den Boden. Gedanken der pein— lichsten Art durchfuhren ihn. Wie würde man ihn aufnehmen? Wie würde alles ablaufen? Würde er nicht am Ende noch wegen all seiner Missetaten in den Kerker geworfen werden? Doch, mochte es kommen wie es wolle, er war jetzt bereit, für sein Unrecht zu büßen. „Guten Tag, Nila! Nun, bringt Ihr etwas Neues aus dem Lande der Felsen?“ Mit diesen Worten begrüßte die freundliche Gattin des Guts⸗ herrn beim Eintritt in die Küche den in seine trüben Gedanken Versunkenen. Nila sprang auf. Gebeugten Hauptes und in abgerissenen Worten antwortete er, er bringe nichts Neues, möchte aber einer besonderen Sache wegen den Herrn gern unter vier Augen sprechen. Die gütige Frau warf einen Blick voller Teil. nahme auf das bekümmerte Gesicht des Mannes. Doch sagte sie nichts, sondern geleitete ihn schweigend in das Arbeitszimmer ihres Gatten. Nachdem sie mit letzterem ein paar Worte gewechselt hatte, zog sie sich zurück und ließ die beiden Männer allein. Da stand nun Nila Auge in Auge dem Guts— herrn gegenüber. Seine Lippen bebten; er wagte die Augen nicht vom Boden zu erheben; es war ihm, als sei seine Kehle wie zugeschnürt. „Nun, habt Ihr mir etwas zu sagen, Nila?“ fragte der Gutsherr freundlich. Da war das Eis gebrochen. Mit zitternder Stimme begann Nila seinen Bericht. O er hatte vieles zu sagen! In voller Aufrichtigkeit und mit tiefer Zerknirschung bekannte er seine Betrügereien und unehrlichen Handlungen, nichts verhehlte er; und je länger er sprach, desto leichter wurde es ihm ums Herz. Ja, er wußte schließlich, daß, wenn sein Bekenntnis ihm auch lebenslängliche Gefängnisstrafe einbringen sollte, er doch nie bereuen würde, es ab⸗ gelegt zu haben. Wahrlich, in diesem Augenblick war Freude bei den Engeln Gottes; denn ein Sünder bekehrte sich von seinem bösen Wege. Als Nila geendigt hatte, fühlte er, daß er Ver⸗ gebung von Gott empfangen hatte, und ein nie ge⸗ kanntes Glücksgefühl erfüllte seine Brust. Und der Gutsherr? Mit innerer Rührung hatte er dem von tiefster Zerknirschung diktierten Bekennt⸗ nis des Mannes gelauscht. Und Gott lenkte sein Herz, so daß er dem armen Lappen alles vergab, was dieser an ihm gefehlt hatte, und ihn von aller Schuld freisprach. Unser Freund wußte nicht, wie ihm geschah. Das ging über sein Bitten und Ver— stehen! Und als er hernach wieder in der Küche saß, wo er mit Brot und Kaffee bewirtet wurde, da strömten ihm Freudentränen über die Wangen herab. 5 f Dann aber verlangte er zurück nach den weiten, schimmernden Schneefeldern, von wo er gekommen war, und wo seiner Meinung nach die Sonne jetzt viel herrlicher scheinen mußte als je zuvor; er ver⸗ langte zurück nach den Felsenriesen, deren Spitzen in den blauen Himmel emporragten, zurück nach seiner Frau, der er jetzt mitteilen konnte, wie er seine Schuld bekannt habe, aber wie ihm auch alle seine Sünden um Jesu willen vergeben worden seien. Es drängte ihn mit Macht, ihr zu erzählen, wie er durch die enge Pforte auf den Weg des Lebens gekommen war. So machte er sich denn bald wieder auf den Heimweg, und es schien ihm, als ob die dunklen Tannen, an denen er vorbeiglitt, ihm freundlich grüßend zugewinkt hätten. Mehr als fünfzig Jahre, wie bereits erzählt, hat Nila seit jenem ernsten Tage noch auf Erden gelebt, ein glücklicher, von Tod und Verdammnis erretteter Mensch. Er zog fortan im Glauben seine Straße, als ein Zeugnis für viele, bis die selige Stunde kam, wo er eingehen durfte in die Freude seines HErrn. Und nicht mehr lange, so wird für alle, die im HErrn entschlafen sind, sei es im sonnigen Süden oder im eisigen Norden, der mächtige Ruf ihres HErrn ertönen, der ihre sterblichen Leiber auf erwecken und sie in Herrlichkeit und unverwelklicher Schöne vor Gottes Angesicht darstellen wird mit Frohlocken. 2 Sl Versammlungs Anzeigen. Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, Löberstraße 14 Jeden Sonntag 1½ Uhr Sonntagsschule; 4 Uhr Jungfrauenverein; 8½ Uhr Verfammlung; 4½ Uhr Christlicher Verein junger Männer; jeden Mittwoch 8½ Uhr Bibelstunde; jeden Freitag 8 ½ Uhr Gebetsstunde. ON Bezirk Bellnhausen. Jeden Sonntag 2 Uhr Versammlung im Vereinshaus Bellnhausen. GN Bezirk Friedberg. Stadtmission Friedberg, Ludwigstr. 24. Jeden Sonntag vorm. 11 Uhr Sonntagsschule; nachm. 4 Uhr Unter⸗ haltungsstunde für die Jugend; abends 8¼ Uhr Predigtgottesdienst; Dienstag abends 8½ Uhr Blaukreuz⸗ oder Frauenstunde; Mittwoch abends 8¼½ Uhr Jugendbund; Donnerstag abends 8½ Uhr Bibel⸗ und Gebetsstunde. Bad Nauheim; Erholungsheim Bethesda, Frankfurter Str. 37 ¼0. Jeden Dienstag und Donnerstag abends 8½ Uhr Bibelstunde. Stammheim und Schwalheim Jeden Sonntag Versammlung. Bezirk Nidda- Schotten. Nidda(im Burghof). Jeden Sonntag abends 9 Uhr Versammlung; jeden Montag abends 9 Uhr Gebetsstunde; ieden Dienstag abends 9 Uhr Bibelstunde. Schotten, Hauptstr. 99. Jeden Sonntag mittags 12 ¼ Uhr Sonn⸗ tagsschule, jeden Sonntag abends 9 Uhr Versammlung, jeden Mittwoch abends 9 Uhr Bibel- und Gebetsstunde. Anderungen siehe Tageszeitung der Orte. EN Bezirk sellnrod. Jeden Sonntag abends 8½ Uhr Versammlung und jeden Mittwoch und Freitag Gebetsstunde mit Bibelbetrachtung. R e 2 2 9. Einzelne Verla Nr. 3 In hauses garten. daran v ich mich Pracht. gewann als ich schönen Hecken u sträucher Wieviel jede ein aber we ihm au einzelnen Schnitt edeln K läßt aue Herkunf; die Blät ja sogar Ick größerer 55 ist ie Pfle Er vers Finstern Lieber Weißt dr in deine Schnitt, aus Lie oder haf stillen E Schlaf klopfte Vergang in dir au