itte sich er eine es ist n einen errn zu ötter! B. K —— rsammlung; ends 9 Uhr Uhr Sonn⸗ n Mittwoch en Mittwoch Uerlag der Buchhandlung der Pilgermissjoa Gießen. Gemeinschaltsblatt für Hessen. .... 5 Erscheint wöchentlich einmal. Einzelne Exemplare bestelle man bei der Post vierteljährlich. Redakteur: Stadtmissionar Herrmann⸗Gießen und die Prediger der Pilgermission. Nr. 43/44. Druck von J. G. Oncken Nachfolger, G. m. b. H., Cassel. Sonntag, den 26. Oktober und 2. November 1919. 12. Jahrg. — 2 Die deutsche Mücherei in Feipzig. Die Stadt Leipzig besitzt neben vielen anderen Bauten und Denkmälern ein besonders hervorragen⸗ des Bauwerk: die deutsche Bücherei. Das vor⸗ nehm schlichte Gebäude mit seinen vielen Fenstern, seinem schönen Portal ist für den kunstsinnigen Baumeister ein beredtes Zeugnis. Der Zweck des Hauses ist, die Werke der Dichter und Denker Deutschlands zu sammeln und sie so der Nachwelt zu erhalten. Von jedem neu erschienenen Buch wird ein Exemplar der großen Bücherei einverleibt. Schade drum, daß jedes Werk dort vertreten sein soll, denn ich glaube, wir müssen uns dann vor unserer Nachwelt tief, tief schämen, daß die Hand, der Geist deutscher Männer und deutscher Frauen fähig war, soviel Wertloses und Schmutziges zu schreiben. Denn ist's nicht so, daß wir, wohin wir sehen und hören, überall auf Schmutz stoßen? Unsere einst so gesunde Literatur ist jetzt in erschreckendem Umfange ein Handlanger des Satans geworden. Wo bleibt das Verantwortungsgefühl? Ach, das hat man längst mit einer nachlässigen Handbewegung beiseite getan. Gesunde, gute Hausmannskost zieht nicht mehr, es muß prickeln und reizen. Wie wird ein großer Teil unserer Schriftsteller einmal zu⸗ sammenbrechen, wenn Gott von ihnen Rechenschaft über jedes unnütze Wort, das sie geschrieben haben, verlangt! Aber sind sie allein die Schuldigen? Niemals! Ein jeder, der ihre faden, seichten Er⸗ zeugnisse zur Hand nimmt, unterstützt sie und wird ganz sicher auch einmal Rechenschaft von einem jeden sündhaften Buch, welches er gelesen, ablegen müssen. Ja, die Kunst des Lesens und Schreibens hat uns viele Vorteile, viel Schönes gebracht, aber sie legt uns auch eine schwere Verantwortung auf. Es wird dermaleinst nicht nur gefragt werden, was wir ge⸗ lesen haben, sondern auch, was wir nicht gelesen haben. Bei dem letzten handelt es sich vor allem een. Wort? um die Bibel. Welche Antwort mußt du, lieber Leser, muß ich geben? Halte einmal still und denke nach. Wie manches Buch hast du sozusagen ver' schlungen, aber das Wort Gottes ist dir noch siebenfach versiegelt. Ja, du hast darüber gespottet, hast seine Mangelhaftigkeit oft„schlagend“ bewiesen, aber— selbst gelesen hast du es noch nicht, wenigstens nicht mit ernstem suchenden Herzen. Eins aber laß dir mit heiligem Nachdruck sagen: Verwirfst du Gottes Wort, dann verwirfst du Gott, denn in Seinem Worte hat er Sich geoffenbart. Nimmst du die Bibel nicht zur Hand, dann wirst du einst das furchtbare Urteil hören müssen: „Du hast nicht gewollt.“ Dieser ernste Richterspruch wird dich treffen, du aber hast keine Entschuldigung. e 8 Das Wort Gottes. „Des Büchermachens ist kein Ende.“ So schrieb schon vor beinahe 3000 Jahren der weise König Salomo. Wie viele Bücher, gute und böse, sind aber seitdem geschrieben und gedruckt worden. Und unter den Millionen von Büchern der ganzen Welt ist nur ein Buch, ein einziges, von dem mit Recht gesagt werden kann und das es selbst von sich sagt, daß es Gottes Wort sei. Es ist die Heilige Schrift, die Bibel. Sie ist Gottes untrügliches, ewiges Wort. Und diesen großen Schatz, teurer Leser, hast du in deinem Hause, oder du kannst ihn doch haben für einen geringen Preis. Dieses Buch, dessen Worte und Weisheit und Wahrheit nicht vergehen werden, sagt dir, wer du bist und wer Gott ist. Es sagt dir, daß du, wie alle Menschen von Natur, ein Sünder bist vor Gott, der begnadigt und errettet werden muß, wenn er nicht einst im Gericht verlorengehen will. Es sagt dir, daß Gott Licht und Liebe ist; daß Er die Sünde haßt, den Sünder aber liebt; daß Er für ihn Seinen eingebornen Sohn als Opfer und Retter hingegeben hat. Es sagt dir aber nicht nur, wie du einst selig zu werden vermagst, sondern auch, wie du schon auf Erden zur Gewißheit der Seligkeit gelangen und im Frieden mit Gott auf dieser armen Erde wandeln kannst und sollst. So sage denn, glaubst und liest du Gottes Vielleicht können wir in den folgenden Zeilen dem einen oder anderen Herzen einige Regeln oder Winke geben, wie man Gottes Wort mit Nutzen und zum Segen liest. 1. Lies die Heilige Schrift im Bewußtsein dessen, was sie ist: Gottes Wort. Den Tessa⸗ lonichern schreibt der Apostel:„Ihr nahmt das Wort nicht auf als Menschenwort, sondern wie es wahr— haftig ist, als Gottes Wort!“(1 Thess. 2, 13.) Und darum wirkte es in ihren Herzen Heil und Leben. Und der Apostel Petrus schreibt an die Gläubigen:„Die ihr wiedergeboren seid nicht aus verweslichem Samen, sondern aus unverweslichem: durch das lebendige und bleibende Wort Gottes.“ (1 Petri 1, 23.) Also, wenn du die Heilige Schrift öffnest, wisse, Gott redet mit dir! 2. Prüfe treu an der Hand dessen, was du in Gottes Wort liest, deine inneren und äußeren Erfahrungen, d. i. die Erfahrungen deines Herzens und Lebens. Und du wirst, wenn du dich auf— richtig anschickst und bemühst, das Gelesene zu befolgen und zu tun, bald erkennen, daß du Gottes Wort in Händen hast! So sagt auch der Herr:„Wer da will Seinen Willen tun, der wird inne werden, ob diese Lehre aus Gott sei!“(Joh. 7, 17.) 3. Lies mit einem betenden, verlangen⸗ den Herzen, welches wirklich Gottes Willen erkennen und tun möchte. Derselbe Gott, der die Heilige Schrift durch Seinen Geist niederschreiben ließ, muß jedem Lesenden das Verständnis öffnen, um Gottes Wort zu verstehen. 4. Laß dich von Gottes Wort strafen, din dein Herz und Leben schonungslos aufdecken. Wisse, wenn es dir das Leben eines anderen Menschen zeigt, sei es im alten oder neuen Bunde, so zeigt es dir dein eignes Verderben. Und dies soll dir zur Warnung und Belehrung dienen. Ebenso be⸗ achte, was Gottes Gnade an diesem und jenem Menschenkinde zum Heil und Segen getan und was Er zu seiner Tröstung sagt. Es soll dir ein Be⸗ weis sein, wie Gott den Menschen liebt, dich liebt und auch dich segnet, wenn du dich vertrauensvoll zu Seinem Herzen wendest und hältst. 5. Lies Gottes Wort, auch wenn nur kurz, jeden Tag und zwar regelmäßig! Die Zeil mag dir knapp zugemessen sein; aber ein Viertel. stündchen oder zehn Minuten kannst du dir dazu aus 24 Stunden gewiß erübrigen, wenn du nur willst. 5 6. Wo du gestern aufgehört zu lesen, da fahre heute fort. Lies nicht hin und her, da und dort, es sei denn, daß du neben dem fortlaufenden Lesen dazu Zeit findet und du zu deiner augenblicklichen Erbauung dir ein Wort vom Herrn erflehst oder als bekannt und passend dir aufsuchst. Also in der Regel lies fortlaufend! Fange z. B. bei einem der vier Evangelien an und lies täglich weiter! Auch das Alte Testament lies später oder zu einer anderen Tageszeit, wenn du kannst, fortlaufend durch, 7. Vergleiche, was du heute Neues über einen Gegenstand gelesen, mit dem, was du in einem anderen Kapitel oder Buche der Bibel über den selben Gegenstand bereits gelesen hast; lege eine zum anderen; stelle Neues mit Altem zusammen, Du darfst dir am Rand der Bibel Notizen machen, Parallelstellen oder ähnliche Stellen bemerken. Du wirst und daß! Geif den 2 tat. Wor bewal mit 0 Gott deinen regier und b „Glüc bewah Wi 1 1897 zu B. einem glau eine d mit d verzeh deuten Mund Geprä Antlitz Sofor Sie Sohr 2 mich z Bekem selber glau! der 2 wiß,“ welch ich au war u schule; der jed wurde, kam. mich d und w 2 seitden aber a Offizie Gesells den F kam so 2, 13) eil und an die icht aus slichem: ottes.“ Schrift vas du äußeren Herzens ich auf, befolgen 8 Wort :„Wer werden, 0 angen⸗ erkennen Heilige en ließ, nen, um den, dir Wisse, Nenschen so zeigt soll dir enso be⸗ d jenem und was ein Be⸗ ich liebt uensvoll tur kurz, die Zeit Viertel. dir dazu du nur da fahre nd dort, en Lesen licklichen hst oder so in der ei einem weiter! zu einer nd durch. her einen n einem ber den: ege eine isammen., machen, en. Du F ³˙¹.üi- pp CCC PPP wirst finden, eine Stelle hilft die andere verstehen; und bei gründlicher Forschung wirst du erkennen, daß das Buch ein Ganzes, ein Guß, ein Geist, ja, selber Geist und Leben ist. 8. Behalte, was du liest, d. h. erwäge es den Tag über in deinem Herzen, wie einst Maria tat. Und wenn du dies tust, wenn du Gottes Wort in deinem Herzen eine Stätte einräumst und bewahrst, so schenkt es dir Leben und Frieden mit Gott; es führt dich in die Gemeinschaft mit Gott und bewahrt dich darin. Es bildet ferner deinen Charakter, leitet dein Verhalten, formt und regiert deine Gedanken, dein ganzes Tun und Lassen und bildet dich Jesu Christo gemäß. In der Tat: „Glückselig sind, die Gottes Wort hören und bewahren!“ G. B. d. F. * Wiederherstellung eines Abtrünnigen. Am Abend eines der ersten Tage des Jahres 1897 bat mich eine Schwester des Diakonissenhauses zu B., zu einem ihrer Kranken zu kommen, der nach einem Prediger verlangte, der„an Jesum Christum glaube“. Ich suchte den Kranken auf. Es war eine durch die Lungenschwindsucht verzehrte Gestalt mit dem Tode im Antlitz und in den Augen ein berzehrendes Feuer. Seine Gesichtszüge waren be⸗ deutend: eine hohe Stirn, edelgeformte Nase und ein Mund, dem Entschlossenheit und Verbitterung jenes Gepräge gegeben hatten, das sich so oft auf dem Antlitz moderner Menschen findet. Er war Offizier. Sofort richtete er an mich die Frage:„Glauben Sie an Jesum als den Mensch gewordenen Sohn Gottes?“ Die klar gefaßte Frage überraschte und erfreute mich zugleich; ich erwiderte sie mit einem freudigen Bekenntnis zu dem Heiland, dessen Gnadenmacht ich selber einst in schwerem Leiden erleben durfte.„Und glauben Sie, daß Jesus für die Sünde der Welt starb?“ fragte der Kranke weiter.„Ge⸗ wiß,“ war meine Antwort,„Er ist das Lamm, welches der Welt Sünde trug.“„Das habe ich auch einmal gehört,“ sagte jetzt der Kranke,„es war während meines Unterrichts auf der Kadetten⸗ schule zu O., dort wirkte ein lieber, gläubiger Pfarrer, der jedesmal von einer tiefinnigen Bewegung ergriffen wurde, so oft er auf das Kreuz Christi zu sprechen kam. Ach, es war eine selige Zeit; kindlich gab ich mich dem Glauben an den Gekreuzigten hin und war glücklich und selig. Damals erfüllte mich ein Friede, wie ich ihn seitdem nie, nie wieder empfunden habe. Es kamen aber andere Zeiten. Ich bestand mit Glanz mein Offizierseramen, und bald hatte ich im Strudel des Gesellschaftslebens und im Rausch der Vergnügungen den Frieden jener gesegneten Zeit verloren; ja, es kam so weit, daß ich unter gleichgesinnten Genossen über die Predigt vom Kreuze spottete. Ich wurde ein Freigeist. Da packte mich vor zehn Jahren der erste Lungenkatarrh. Seitdem führte ich ein ziemlich stilles Leben. Jetzt flackert es aus. Bald werde ich sterben. Aber ich fühle, daß ich so, wie ich bin, nicht sterben kann. Gibt es noch eine Ver- gebung für mich?“ Brennend heftete sich sein Auge auf mich. Er⸗ griffen durch sein Bekenntnis, antwortete ich mit dem Prophetenwort:„Wenn eure Sünde gleich blutrot ist, soll sie doch schneeweiß wer— den.“„Gilt dieses Wort auch noch mir? Glauben Sie das gewiß?“ fragte der Kranke mit durchdringen⸗ dem Blick.„Ja, so gewiß ich es selber an mir er— fahren habe,“ erwiderte ich.„Bitte, beten Sie für mich!“ bat der Kranke mich nun. Gemeinsam nahten wir dem Gnadenthron des HErrn. Ich betete zuerst und flehte zum HErrn um die Gnade der inneren Herstellung des Kranken. Dann betete auch der Kranke. Es war, als ob er den erhöhten Heiland auf die Erde herabziehen wollte. Auf einmal hielt er inne und rief freudig aus:„Ja, ich kann es glauben, ja, Jesus starb für mich! Es ist mir un⸗ zweifelhaft gewiß, daß Er auch mein Heiland ist. Habe Dank, HErr Jesus! Habe Dank!“ Sein Gesicht strahlte, seine Arme waren gen Himmel er hoben. Es strömte über die Lippen des Mannes, der jetzt in Jesu ruhte, ein Lob⸗ und Dankgebet, ver⸗ bunden mit erneutem Sündenbekenntnis, wie ich es noch nie gehört habe. Am folgenden Tage traf ich den lieben Kranken in der vollen Seligkeit der Gottes⸗ kindschaft. Am dritten Tage erhielt ich von der Schwester die Nachricht:„Er ist glücklich und selig im HeErrn entschlafen. Sein Sterben war ein freu⸗ diges Hinübergehen in die Herrlichkeit.“ Die Schwester erzählte mir, wie alles, was ihr Kranker in der Jugend aus der Heiligen Schrift gelernt hatte, wieder lebendig geworden sei. Er konnte ganze Abschnitte der Heiligen Schrift aus⸗ wendig hersagen; namentlich beim Gleichnis vom verlornen Sohne verweilte er oft stundenlang. „Da schlug er in sich,“ habe er wie träumend manchmal leise sprechend wiederholt, als wollte er sich seiner Umkehr freuen. Als es zu Ende ging und er mühsam atmete, sagte ihm die Schwester:„Gott sei Dank, der uns den Sieg gegeben durch unseren HErrn Jesum Christum!“ Mit einem stillen seligen Lächeln wiederholte es der Sterbende. Seine letzten Worte, die er mit aufgerichtetem Haupte sprach, waren:„Dank Dir, Dank Dir, HErr Jesu! Amen! Amen!“ Wie Großes hatte an diesem von Sünde, Welt und Unglauben umklammerten Manne die Gnade getan, um ihn an das Ziel der Herrlichkeit zu tragen! v. V. 4 7 4 57 5 N 4 Die zerschnittene WVibel. Ein Kolporteur näherte sich mit seiner Bücher- tasche einem Bauernhause. Man warnte ihn, das Haus zu betreten, denn er werde jedenfalls schlecht empfangen werden, wenn der Mann zu Haufe sei. Auch die Frau würde es nie wagen, eine Bibel zu kaufen. Der Kolporteur brachte diese gottlose Familie im Gebet vor Gott und bat um Seine Leitung. Dann ging er getrost auf das Haus zu. Bei seinem Eintritt in den Hof fand er die Frau mit Wäsche⸗ aufhängen beschäftigt. Sie sah freundlich aus und erwiderte lächelnd den Gruß des Fremden. Als er ihr nach einigen freundlichen Worten eine hübsch ge⸗ bundene Bibel anbot, streckte sie zwar erst begierig ihre Hand nach ihr aus, dann aber zog sie sie ängstlich wieder zurück, denn sie wußte, daß ihr Mann die Bibel nicht im Hause dulden werde. „Wollen Sie es nicht doch einmal versuchen?“ sagte der Kolporteur.„Vielleicht haben Sie eine schlechtere Meinung von Ihrem Manne, als er es verdient. Wie, wenn Sie ihn einmal auf die Probe stellten?“ „Das habe ich freilich noch nicht getan,“ ant⸗ wortete die Frau,„aber ich weiß doch, wie er spricht und denkt. Er sagt, daß er schon das Wort „Religion hasse.“ Nach kurzem Gespräch entschloß sich die Frau, die Bibel zu behalten. Als sie das Buch gerade mit vor Freude glänzenden Augen aufschlug, kam ihr Mann hinter dem Hause her mit einer Axt auf der Schulter. Der Kolporteur teilte ihm freundlich mit, daß er seine Frau überredet habe, eine Bibel zu kaufen. „So, dafür sind Sie also hierhergekommen?“ sagte der Bauer.„Gib mir mal das Buch, Frau!“ Er nahm das Buch aus der Hand seiner zittern⸗ den Frau, und indem er es aufschlug, legte er es auf einen Block und teilte es mit einem einzigen Schlag der scharfen Axt in zwei Teile. Dann gab er eine Hälfte seiner Frau und steckte die andere in seine Tasche. „Frau,“ sagte er dabei,„wir haben bis jetzt alles gemeinsam gehabt. So soll uns dies auch zu⸗ sammen gehören.“ Dann ging er fort, ohne weiter auf den Kolporteur zu achten. a Drei Tage nach diesem Vorfall saß der Bauer, nachdem er den ganzen Morgen im Walde Holz gehauen hatte, auf einem Baumstamm und aß sein Mittagbrot. Als er damit fertig war, fiel ihm die verstümmelte Bibel ein, die er noch in der Tasche trug. Er nahm sie heraus und sah sich die letzte Seite an. Als er anfing zu lesen, war bald sein Interesse erregt durch die Geschichte vom verlornen Sohn. Zu seiner Enttäuschung endete die Seite mit den Worten:„Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen.“ Am Abend suchte der Bauer mit scheinbarer Gleichgültigkeit in Schranz und an anderen Orten nach der zweiten Hälfte der Vibe. Als seine Frau ihn fragte, was er suche, antwortete er:„Gib mir die zweite Hälfte der Bibel. Ich habe von einem Jungen gelesen, der von zu Hause fortgelaufen war und sehr ins Elend kam und sich dann entschloß, nach Hause zu gehen Da hört mein Teil des Buches auf, und ich möchte nun wissen, ob der Junge wirklich nach Hause kommt, und wie sein Vater ihn aufnimmt.“ Das Herz der armen Frau klopfte heftig, aber sie lief nichts von ihrer Freude merken, sondern gab ihrem Manne ruhig ihren Teil der Bibel. Er nahm sie eifrig aus ihrer Hand und las sofort den Schluß der Geschichte. Er las sie noch einmal und las dann immer weiter bis tief in die Nacht hinein. Plötzlich sagte er in seiner kurzen Weise:„Frau, ich glaube, dies ist das beste Buch, das ich je gelesen habe.“ Einen Tag nach dem andern fuhr er fort zu lesen. Zur Freude seiner Frau sagte er eines Tages:„Frau, ich denke, ich werde versuchen, nach dem Buche zu leben, denn ich glaube, es ist der beste Führer, den ein Mensch haben kann.“ Versammlungs⸗-Anzeigen. Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, Löberstraße 14 Jeden Sonntag 1½ Uhr Sonntagsschule; 4 Uhr Jungfrauenverein; 8½ Uhr Versammlung; 4½ Uhr Christlicher Verein junger Männer; jeden Mittwoch 8½ Uhr Bibelstunde; jeden Freitag 8 ½ Uhr Gebetsstunde. G Bezirk Bellnhausen. Jeden Sonntag 2 Uhr Versammlung im Vereinshaus Bellnhausen. d. Bezirk Friedberg. Stadtmission Friedberg, Ludwigstr. 24. Jeden Sonntag vorm. 11 Uhr Sonntagsschule; nachm. 4 Uhr Unter⸗ haltungsstunde für die Jugend; abends 8¼ Uhr Predigtgottesdienst; Dienstag abends 8½ Uhr Blaukreuz⸗ oder Frauenstunde; Mittwoch abends 8½ Uhr Jugendbund; Donnerstag abends 8½ Uhr Bibel- und Gebetsstunde. Bad Nauheim; Erholungsheim Bethesda, Frankfurter Str. 37½o0. Jeden Dienstag und Donnerstag abends 8½ Uhr Bibelstunde. Stammheim und Schwalheim. Jeden Sonntag Versammlung Bezirk Nidda ⸗ Schotten. Nidda(im Burghof). Jeden Sonntag abends 9 Uhr Versammlung; jeden Montag abends 9 Uhr Gebetsstunde; jeden Dienstag abends 9 Uhr Bibelstunde. Schotten, Hauptstr. 99. Jeden Sonntag mittags 12¼ Uhr Sonn⸗ tagsschule, jeden Sonntag abends 9 Uhr Versammlung, jeden Mittwoch abends 9 Uhr Bibel: und Gebetsstunde. Anderungen siehe Tageszeitung der Orte. G Bezirk Sellnrod. Jeden Sonntag abends 8⅛ Uhr Versammlung und jeden Mittwoch und Freitag Gebetsstunde mit Bibelbetrachtung. N ee 2 2 2 2 2 54 8 Bu Nr. 45/4 Am D Verzw Es ist Abendstun hält ihn n. Wohnung; die Nacht Planlos it die Straße stadt; er si nichts von und Jod mütiger B. dem auffäl wilder S chen. In nern brenn ists, als f Flammen 1 Haupte zufe kommt zur E sinnend ste Geländer, gurgelt die; ich— sol hinabstürzen ists vorbei die Qual e Doch horch, te! J als würde dies Gerau Wirklichkeit rufen. Er bor sich selb geplanten T Augenblick sinnend ste wenngleich huͤltig ist,