öster, n im⸗ leben er zu n zu lische gt. umal vigen damm it zu D. deiner 55 mußt n; Ver⸗ n? l'! rot! gießen nicht n, il ge⸗ t nädig t du's f mlung. nlung; 9 Uhr Sonn; ittwoch ittwoch SO ο/,,j,ũj ü Nufwärts! Gemeinschaltsblatt für Hessen. eee%%%%%%% S eοοοο%ꝶẽ,ẽ˖ ue eονο : a 2 : * Erscheint alle vierzehn Tage. Uerlag der Buchhandlung der Pilgermission Gießen. Redakteur: Prediger O. Dreibholz, Bad Blankenburg. Verschiedene Mitarbeiter. Druck von J. G. Oncken Nachfolger, G. m. b. H., Cassel. Nr. 47/48. Sonntag, den 23. und 30. November 1919. 12. Jahrg. Leben und Tod. „Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blüht wie eine Blume auf dem Felde; wenn der Wind darüber geht, so ist sie nimmer da, und ihre Stätte kennt sie nicht mehr.“ Pf. 103, 15. 16. Nach der ererbten Sitte erblicken viele unserer Zolksgenossen im Totenfest den Tag, an welchem an eine Pflicht der Liebe und der Dankbarkeit an zn Verstorbenen erfüllen darf. Man ehrt die Joten mit liebevollem Gedenken, mit dem Vorlesen ger letzten Briefe und mit mancher Träne der Behmut. Tausende gehen zu den Begräbnisstätten, am Kränze auf die teuren Gräber zu legen; manches gild daheim an der Zimmerwand wird mit Blumen zeschmückt, um den geliebten Menschen zu ehren und im zu erweisen: Du bist unvergessen; wir lieben ach noch wie einst! Aber wie unentbehrlich auch in Mensch zu sein schien— das Leben geht seinen Zang, und immer wieder erleben wir die große, enste Wahrheit:„Der Mensch, wie Gras sind seine rage; wie die Blume des Feldes, also blüht er, enn ein Wind fährt darüber, und sie ist nicht mehr, ind ihre Stätte kennt sie nicht mehr!“ der Verstorbene ist weggenommen von der Stelle, 50 er voll Hoffnung und Freude in Jugendkraft kangte! Wie wehmütig, wie ernst und doch: un⸗ zbänderlich! Die Toten sind nun alle vor Gott, ihr Erden⸗ ben ist abgeschlossen. Wir Menschen wischen uns e Tränen von den Augen um der zerbrochenen hoffnungen und um der Liebe willen, die da be⸗ kaben liegt. Wir können nichts mehr hinzufügen u Liebe und Treue, und wir können nichts mehr iudern an dem, was wir versäumten. Des Todes lille Majestät verkündet an den Gräbern den ge⸗ zaltigen Ernst der Ewigkeit, der Verantwortlichkeit zes Menschen und der Wahrheit des heiligen Wortes Jottes. Darum stebt auch in der Bibel hinter dem Borte von der Vergänglichkeit:„Die Blume ist ab⸗ gefallen“ das andere:„Aber das Wort des HErrn bleibt in Ewigkeit. Dies aber ist das Wort, welches unter euch verkündigt worden ist.“(1 Petri 1, 25.) Jedoch bedenke: Alle Grabstätten reden nicht zu den Toten, sondern zu den Lebenden. Wir Menschen rühmen dankbar die Taten, die Liebe und Treue unserer Toten. Ja, das ist uns ein Bedürfnis; wir möchten ein Denkmal aufrichten, ein Denkmal in unseren Herzen für die Liebe und Treue, die sich für uns geopfert hat; wir möchten, daß dieser hochragende Denkstein leuchtend bewahrt bleibe inmitten der Fluten der Alltäglichkeit des Lebens, durch welche wir hindurchschreiten müssen. Und doch, du lieber Mensch, der du so gern deine Toten dankbar ehren möchtest, weißt du, daß gerade auf diesem Gebiet deines Lebens größter Mangel und deines Herzens tiefste Versäumnis ist? Da ist Einer für dich gestorben, der dich unendlich liebte, der nie das Eigne suchte, der alles, was Er war und hatte, gab und opferte für dich. Er kämpfte und siegte in dem großen Kampf wider Satan, Sünde, Welt und Tod. Er kämpfte und siegte, litt und starb für dich. Du aber hast Ihm dein Herz doch nicht geöffnet und Seiner Liebe doch nicht gedankt und hast Ihm nicht gewährt, um was Er dich bat. Dieser Eine, Jesus Christus, der Sohn Gottes, war die Liebe in Person, und aus Seinem Angesicht leuchtete die Gnade und das Erbarmen Gottes. Darin besteht der Mittelpunkt und das Funda⸗ ment wahren Christentums, daß wir in Sünden ge⸗ bornen Menschen mit unserem oft so harten und eigenwilligen Herzen, mit unserer fündenbefleckten Vergangenheit diese Wahrheit, diese Wirklichkeit er⸗ greifen: Jesus starb für mich! Er ist aus dem Himmel gekommen und auf Erden erschienen, Er ist den Weg von der Krippe bis zum Kreuz gegangen mit tausend Schmerzen, welche Ihm die Sünde der Menschen bereitete. Er hat Sich beladen mit meiner Schuld, Er ist als mein Bürge in das Gericht des heiligen Gottes getreten. Das Urteil, welches ich für ewig verdient hatte, ist an Ihm, dem heiligen Sohne Gottes, auf dem Kreuze voll⸗ streckt worden, damit ich Frieden fände. Alles für mich! Hast du, mein Freund, einmal so in die Todes⸗ wunden des Sohnes Gottes hineingeblickt, daß dein Herz wirklich in überströmender Dankbarkeit über das Kreuz von Golgatha schreiben konnte: Für mich!? Du wirst nicht eher Frieden und Gewiß⸗ heit der Vergebung aller deiner Schuld finden, du wirst nicht eher genesen von allen Wunden, welche dir die Sünde schlug, als bis du diese selige Bot⸗ schaft einer ewig gültigen Versöhnung mit dem ganzen Herzen erfaßt: Jesus starb für mich, Er ist mein Heiland! Wenn du so mit dem Herzen die Gnade ergreifst, dann wird Jesus dein HErr und Gebieter, der das Steuerruder deines Lebens führt, und du wirst Sein Zeuge inmitten dieser Welt, wo man Ihn nicht kennt. Deshalb noch einmal die Frage: Hast du Seine Stimme verstanden in dem Donner des großen Krieges, in den Hunderten von Gräbern, welche die Söhne unseres Volkes bedecken? Hast du Seine Stimme gehört durch das Wort Gottes, welches dir zuruft:„So lehre uns denn zählen unsere Tage, auf daß wir ein weises Herz erlangen“?(Ps. 90, 12.) Hast du verstanden, daß Jesus durch die Reihen unseres Volkes scheeitet, daß Er auch an dein Herz und Gewissen klopft und dich fragt:„Hast du Frieden mit Gott? Hast du Gewißheit der Vergebung aller Schuld? Hast du sie gewisse Hoffnung ewiger Herrlichkeit?“ v. V. 1 85 Der Blick nach oben. Jedermann weiß und kann es mit Händen greifen, daß wir in einer dunkeln, bösen Zeit leben. Viele, die früher lustig das Leben genossen haben, sagen nun, es sei heute nicht mehr schön zu leben. Und wahrlich, wenn man auf die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse blickt, gar nicht zu reden von den religiösen und moralischen Zuständen, so kann man allen Mut verlieren. Am besten ist der⸗ jenige daran, der sich an Gottes Wort hält, das unseren Blick immer wieder nach oben lenkt. Darum wollen wir es mit dem Psalmwort halten:„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mir Hilfe kommt. Meine Hilfe kommt von dem HErrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“ Diesen Blick nach oben finden wir auch in einem anderen Schriftabschnitt, nämlich in den Klageliedern des Propheten Jeremia, Kap. 3, 3758. 1. Wenn wir diesen Abschnitt lesen, so stehen wir zunächst unter dem Eindruck, daß wir nicht die ersten und die einzigen sind, die von großem Leid betroffen wurden. dem Lande vertrieben. ähnlicher Not sind. Propheten, die er vor Gott ausschüttet: durch konnte. ihr Maul auf wider uns. geplagt mit Schrecken und Angst. Tochter meines Volkes.“ rung trifft genau zu auf unsere heutigen Verhältnisse das kleine Israel hat dem großen babylonischen Welt reich gewiß nicht viel zuleide getan. Prophet richtet seinen Blick ganz wo anders hin schehe ohne des HErrn Befehl, und daß nicht Bösez und Gutes komme aus dem Munde des Allerhöchstend“ Er schrieb also das Unglück seines Volkes nicht den Bosheit der Feinde zu, sondern nahm es als ein Schickung von Gott. Sollte er nicht recht haben damit? Wenn irgend etwas geschehen könnte, ohm daß der Wille Gottes es zuläßt und es zur Auz führung der Gedanken Gottes lenkt, so wäre ja Got nicht allmächtig. Und so gewiß das Unglück übe Israel von Gott kam, so ist auch heute der Zusammen bruch unseres Volkes und der Triumph unserer Feinde eine Schickung Gottes. Wir dürfen, ja wir müsser auch heute sagen, was Kaiser Wilhelm I. nach det Schlacht von Sedan aussprach:„Welch eine Wen, dung durch Gottes Fügung!“ Damals war es ein Wendung zum Guten, wenigstens äußerlich. Heut ist's eine Wendung zum Bösen, wenigstens äußerlich Da ist es nicht mehr als billig, daß wir mit Hiol sprechen: warum sollen wir das Böse nicht auch annehmen?“ Und wie das Böse, das damals äußerlich über Hiol kam, ihm hernach zum inneren Segen gereichte, se kann und wird auch Deutschlands Unglück unseren Volke zum Besten dienen, wenn viele sich von Herzen zu Gott bekehren. 3. Jeremia schalt nicht auf die Feinde; en murrte auch nicht gegen Gott. Er sagt:„Wit murren denn die Leute im Leben also? Ein jegliche! murre wider seine Sünde! Laßt uns erforschen unk prüfen unser Wesen und uns zum HeErrn bekehren Laßt uns unser Herz samt unseren Händen aufheben zu Gott im Himmel! Wir, wir haben gesündigt und sind ungehorsam gewesen; darum hast du billig nicht verschont, sondern uns mit Zorn überschüttet.“ Daß Noch größer als die Not und Schmach des deutschen Volkes in unseren Tagen war die Trübsal des Volkes Israel zur Zeit Jeremias Israel wurde von seinen Feinden nicht nur unter drückt und ausgebeutet, sondern ganz und gar auz Es ist ja immer ein Trost, wenn auch ein schlechter, zu sehen, daß andere it Hören wir die Klagen dez „Du haf Dich mit einer Wolke verdeckt, daß kein Gebet hin Du hast uns zu Kot und Unflat ge macht unter den Völkern. Alle unsere Feinde sperren Wir werden gedrückt un Meine Augen rinnen mit Wasserbächen über dem Jammer des Nicht wahr, diese Schilde, 2. Was tat nun Jeremia angesichts solcher Not! Fing er an auf die Feinde zu schelten? Er hätt wohl Ursache dazu gehabt, weit mehr als wir; dem Aber dei Er spricht:„Wer darf denn sagen, daß solches ge „Haben wir Gutes empfangen von Gott, ist die dem 9 zu Go ef seines Ehre: gottlo⸗ sein B liegen Gerech leit.“ In der Deine 2s ver Flehen gerzigk a nich st mäc 4. Allmad oben fi gesproc dom Hi Deinen Stimm Seufzei wenn i licht! erlösest Unrecht Zuversi sein He sich und Die Se stände, Gefahr und Lie Wortes weg, we des Pro dat zu Hand se geschenkt deutschen erweisen, Wahrhei schanden . em Zö! Gott wi kommen, jenem Z Not und en Tagen Jeremias ur unter gar auz in Trost, mdere ir agen dez „Du haf zebet hin. Inflat ge de sperrer brückt un ie Auger imer der e Schilde chältnisse cher Not! Er hätte bir; dem hen Welt Aber dez ders hin olches ge cht Bösez öchsten?“ nicht dei als ein ht habe nte, ohm zur Auz ja Got lück üben üsammen er Feinde ir müsser nach der ine Wen r es ein . Heut äußerlich mit Hiol on Gott, ehmen?“ ber Hiok ichte, st unseren ich von inde; ei :„Wie jeglichen chen unk bekehren aufheben digt und lig nicht t.“ Das ist die rechte Gesinnung. Wir finden sie auch bei dem Propheten Daniel, der siebzig Jahre später sich zu Gott wandte, um Gnade für das verbannte Israel zu erflehen. Auch er beugte sich unter die Sünden seines Volkes und gab der Gerechtigkeit Gottes die Ehre:„Wir haben gesündigt, unrecht getan, sind gottlos gewesen und abtrünnig geworden.“ So lautet sein Bekenntnis. Und dann fleht er zu Gott:„Wir liegen vor Dir mit unserem Gebet, nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf Deine große Barmherzig⸗ leit.“ Diesen Vorbildern wollen auch wir folgen. In demütiger Beugung wollen wir bekennen:„HErr, Deine Gerichte sind gerecht; unsere Missetaten haben 2s verdient.“ Und wir wollen uns mit herzlichem Flehen zu Gott wenden und Ihn um Seiner Barm⸗ serzigkeit willen um Hilfe anrufen.„Menschen sind a nichts; Menschenhilfe ist nichts nütze; Gott allein ist mächtig!“ Er allein kann uns helfen. 4. Dieses Vertrauen in die Barmherzigkeit und Allmacht Gottes, diese Erwartung und Hilfe von oben finden wir in unsexem Klagelied deutlich aus. gesprochen:„Es ist kein Aufhören da, bis der HErr dom Himmel herabschaue und sehe darein. Ich rief Deinen Namen an, HErr, und Du erhörtest meine Stimme. Verbirg Deine Ohren nicht vor meinem Seufzen und Schreien. Du nahst Dich zu mir, wenn ich Dich anrufe, und sprichst: Fürchte Dich nicht! Du führst, HErr, die Sache meiner Seele und erlösest mein Leben. Du siehst, HErr, wie mir so Unrecht geschieht; hilf mir zu meinem Rechte.“ Solche Zuversicht zu Gott kann freilich nur der haben, der sein Herz und Leben Gott übergeben hat, der für sich und andere an die Liebe Gottes glauben kann. Die Schrecken des Krieges und die traurigen Zu⸗ stände, wie wir sie heute haben, sind für viele eine Gefahr geworden, den Glauben an die Gerechtigkeit und Liebe Gottes wegzuwerfen. Da wollen wir des Wortes eingedenk sein:„Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.“ Der Glaube des Propheten Jeremia wurde nicht zuschanden. Gott gat zu Seiner Zeit Israel wieder errettet aus der Hand seiner Feinde und ihm eine neue Segenszeit geschenkt. Solche Gnade kann Er auch. unserem deutschen Volke erweifen. Er kann sie auch dir erweisen, mein lieber Leser. Glaube an die Wahrheit der Verheißung Gottes:„Keiner wird zu⸗ schanden, der Seiner harrt!“ K. E. 2 „Gott, sei mir Sünder gnädig!“ Ein kurzes Gebet! Aber wie gesegnet ist es für jeden, der es mit wahrhaft bußfertigem und aus en Herzen an Gott richtet, wie wir es von em Zöllner im Evangelinm lesen.(Luk. 18, 13.) Gott wird immer für Bitten, die aus dem Herzen lommen, ein Ohr haben und sie erhören. Von hinab in sein Haus.“ Gott sei gepriesen für Sein⸗ herrliche Gnade, die Er so reichlich jedem heils⸗ verlangenden Sünder erweist! Aber wie kam der Zöllner zu jener Bitte? Gott hatte ihm gezeigt, wer er war in Seinem Lichte Gott ist Licht; und es ist gar keine Finsternis in Ihm. In diesem Lichte wird alles Böse offenbar Hier erkannte auch der Zöllner seine vielen Sünden. Von der Fußsohle bis zum Scheitel war nichts Ge⸗ sundes an ihm. Wie oft hatte er gelogen und betrogen! Wo sollte er nun hin? Sollte er die Schuld zu vergessen suchen und weiter sfündigen? Sollte er jenen glauben, die da sagen:„Es geht nun einmal in dieser schlechten Welt nicht anders; man muß lügen und betrügen, sonst kommt man nicht durch, und Gott wird schon ein Auge zu⸗ drücken“? Oder sollte er den Glauben an Goti und Sein Gericht ganz aufgeben? Sollte er reden wie die gottlose, blinde Welt, wenn sie spricht: „Wenn der Rasen uns deckt, ist alles aus“? Nein, das konnte er nicht. Das tat er nicht. Er nahm vielmehr mit seinem schuldbeladenen Gewissen seine Zuflucht zu demselben Gott, in dessen Licht er sich gesehen. Und das war sein Heil. Wie wunderbar! Gott rettet den, der zu Ihm um Gnade ruft. Der selbstgerechte Mensch möchte fragen: Wird nicht Gott den Sünder zurückweisen, der mit seinen vielen Sünden kommt und mit seinem bösen Herzen? Wird Gott ihn nicht verstoßen, bis er alles Böse wieder gutgemacht hat? Ach nein, Gott rettet den Sünder aus Gnaden. Dies glaubte der Zöllner, und das erfuhr er auch. Gott, der reich ist an Gnade und Erbarmen, hatte Vertrauen in ihm er⸗ weckt. So steht er denn zwar tief gebeugt da, mit zerbrochenem Herzen, aber mit dem kindlichen Ver trauen und Flehen, daß Gott ihm, dem Sünder, gnädig sei. Lieber Leser, möchtest du doch auch so zum HErrn kommen! Fütrchte dich nicht! „Wie du bist, so darfst du kommen, Du wirst gnädig angenommen.“ Der HeErr selbst ruft:„Kommt her zu Mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, Ich will euch Ruhe geben.“ Er stößt niemand zurück. Der Heiland der Welt, der sich zu dem Weib am Jakobsbrunnen, zur großen Sünderin und zu dem Zöllner herabgelassen hat, wird dich nicht abweisen. Nimmermehr!„Wer zu Mir kommt, den werde Ich nicht hinaus stoßen,“ spricht Er. Es ist Ihm eine Freude, Erbarmen zu üben „Bei Ihm ist viel Gnade und viel Vergebung.“ Alle wahrhaft zerschlagenen Herzen haben eine kost⸗ bare Verheißung:„Nahe ist Er denen, die zer⸗ brochenen Herzens sind, und die zerschlagenen Geistes sind, rettet Er.“(Ps. 34, 18.) Gott hat den Zöllner erhört. Was erlangt der Zöllner durch seine Bitte? Wir lesen:„Er lenem Zöllner lesen wir:„Er ging gerechtfertigt ging gerechtfertigt hinab in sein Haus.“ Trauernd aud gebeugt hatte er den Tempel betreten, aber mit glücklichem Herzen durfte er, von Gott selbst gerechtfertigt, den Heimweg antreten. Gott hatte ihm alle seine Schuld vergeben; nicht eine Sünde war zurückgeblieben. Er stand rein da in en Augen Gottes. Hatte er nun nicht Ursache, 50 zu freuen? Befreit von aller Schuld und Sünde, genoß er ja jetzt den kostbaren Frieden, den Gott allein schenkt. Möchtest du nicht auch so glücklich deine Straße ziehen?— O schiebe dein Heil nicht auf; denke nicht:„Wenn die Rettung der Seele wirklich so schnell gehen kann, wie hier beim Zöllner, so kann ich mich noch immer bekehren!“ O denke nicht so! Das spricht dir der Teufel vor, der Lügner und Menschenmörder.— Gott spricht:„Siehe, fetzt ist der Tag der Annehmung, stehe, jetzt ist der Tag des Heils.“(2 Kor. 6, 2.) Unsere Zeit ist eine ernste Zeit; aber es gibt auch heute in aller Not der Gegenwart kein wichtigeres Anliegen für uns, als das Heil, die Rettung unserer unsterblichen Seele. So eile denn auch du, wenn es nicht bereits ge⸗ schehen ist, in Jesu Christi offene Retter⸗ arme. Ja, eilel Er, der heute der Retter ist, kommt bald als der Richter der Welt. „G. B. d. F.“ 9 N Die Sünde. Jede Sünde ist ein Fall, und ein Fall tut eh. Jede Sünde verursacht eine Wunde, und Wunden sind schmerzhaft. Ein junger Mann schrieb 1. ir vor kurzer Zeit:„Ich verlasse diese Stadt mit 51. Wunden und unzähligen Narben.“ Nichts st der Natur des Menschen so entgegen wie die Cünde Wer fühlt nicht mehr den Schmerz, welchen die erste Lüge und der erste. Betrug 5 Herzen epebrüchte Betrachte den Menschen, welcher den Vergnügungen oder den Leidenschaften ergeben ist; betrachte den Menschen, welcher Gott leugnet oder auf betrügerische Weise sein Glück gemacht hat; be trachte den Menschen, welcher nicht imstande ist, zu beten, und dann siehe, ob ihr Weg ein glücklicher ist. Die Sünde ist wie die dreißig Silberlinge det Judas; in den Händen glänzen sie, aber im Herzen sind sie eine Qual. Von welchem Schrecken sind die Sklaven der Sünde erfaßt, wenn sie merken, daß ihr Charakter von Jahr zu Jahr schlimmen wird, ihre Leidenschaften brennender, ihre Angesichte: häßlicher und ihre Körper elender! Es hat jemand gesagt: In welche Gestalt die Sünde sich kleidet, so hat sie stets den Zweck, den Menschen zu über wältigen und zu binden. Die Sünde ist das vom Teufel benutzte Mordinstrument; die Sünde ist grausam, die Sünde zerreißt und zerrüttet die Seele Jeder Genuß der Sünde bringt eine bittere Er- fahrung mit sich. Eine Sünde kommt selten allein; die Sünde bleibt nicht eingeschlossen in unserer Herzen, sie öffnet nach Belieben das Tor allen anderen Sünden. Wer ihr den kleinen Finger reicht, der wird bemerken, daß sie bald die ganze Person ergreift. Derjenige, welcher die Sünde tu, herrscht nicht über sie, sondern ist ihr Sklave, und wenn er sich von ihr zu trennen wünschte, würde sie ihr Opfer mit erneuter Heftigkeit wieder ergreifen. Bist du der Sünde müde, und möchtest du von ihr befreit sein? Dann komm zu Jesu, welcher unsere Sünden an Seinem Leibe auf das Holz getragen hat“, welcher„um unserer Missetat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen war“, und du wirst Heilung finden in Seinem Opfertod. Denn„das Blut Jesu Christi, Seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde“. Da wirst du Ruhe finden für deine Seele und daz ewige Leben, denn Er selbst hat gesagt:„Wer an Mich glaubt, hat das ewige Leben.“ Das Blut Jesu Christi reinigt von alle! Sünde.„L. und F. Versammlungs⸗ Anzeigen. Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, Löberstraße 14 Jeden Sonntag 1½ Uhr Sonntagsschule, 4 Uhr Jungfrau nverein; 8½ Uhr Versammlung; 4½ Uhr Christlicher Verein junger Männer; eden Mittwoch 8½ Uhr Bibelstunde; jeden Freitag 8½ Uhr Gebetsstunde. GN Bezirk Bellnhausen. Jeden Sonntag 2 Uhr Versammlung im Vereinshaus Bellnhausen. Bezirk Friedberg. Stadtmission Friedberg, Ludwigstr. 24. Jeden Sonntag vorm. 11 Uhr Sonntagsschule; nachm. 4 Uhr 1 8 haltungsstunde für die Jugend; abends 8½ Uhr Predigtgottesdienst; Dienstag abends 8½ Uhr Blaukreuz⸗ oder Frauenstunde; Mittwoch abends 8½ Uhr Jugendbund; Donnerstag abends 8½ Uhr Bibel⸗ und Gebetsstunde. Bad Nauheim; Erholungsheim Bethesda, Frankfurter Str. 37¼ 0. Jeden Dienstag und Donnerstag abends 8¼ Uhr Bibelstunde. Stammheim und Schwalheim Jeden Sonntag Versammlung Bezirk Nidda Schotten. Nidda(im Burghof). Jeden Sonntag abends 9 Uhr Versammlung; jeden Montag abends 9 Uhr Gebetsstunde, ieden Dienstag abends 9 Uhr Bibelstunde Schotten, Hauptstr 99. Jeden Sonntag mittags 12¼ Uhr Sonn tagsschule, jeden Sonntag abends 9 Uhr Versammlung, jeden Mittwoch abends 9 Uhr Bibel- und Gebetsstunde. Anderungen siehe Tageszeitung der Orte. S Bezirk Sellnrod. Jeden Sonntag abends 8½ Uhr Versammlung und jeden Mittwoch und Freitag Gebetsstunde mit Bibelbetrachtung. N hren kaufen jernde n d Darui ich n Sklav W zen, u omm! einer die so Höhle vird e sie ihn zm ih sorgen Wüter vird e rufen Bauch Wenn zat, i gahig! O, ahr nie Ir wo Hände sollte e gaben. wohlei Art, gerade ihm au könne erreiche würde Mena