per mit er, nd. er, n. tter das ein, ich; Die der auch die in and zott len? dich dort habe ebes⸗ kiner aller nen hast. n d? ng; Uhr onn; woch 5 900 2 9 c c Nufwärts! i Gemeinschaltsblatt für Hessen. i 9800 eee%%%%%%%%%%% 5 Erscheint wöchentlich einmal. Einzelne Exemplare bestelle man bei der Post vierteljährlich. Verlag der Buchhandlung der Pilgermissioa Glehen. Redakteur: Stadtmissionar Herrmann⸗Gießen und die Prediger der Pilgermission. Druck von J. G. Oncken Nachfolger, G. m. b. H., Cassel. Nr. 31/32. u Sonntag, den 3. und 10. August 1919. 12. Jahrg. Der suchende Heiland. „Der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu erretten, was verloren ist.“(Luk. 19, 10.) Er war gekommen nach dem Willen Seines Vaters, zugleich aber auch gedrungen von Seiner eignen Liebe, um den verlornen und feindseligen Sünder zu er⸗ retten. Das Wort Gottes sagt vom Menschen, daß er „tot sei in Vergehungen und Sünden“. Das ist der Zustand aller Menschen vor Gott, wenn auch in bezug auf die offenbaren Taten ein großer Unter⸗ schied gesehen werden mag. Sehr viele, die sich nach dem Namen Christi nennen, wandeln nach den Lüsten des Fleisches. Sie lachen über jedes ernste Wort und spotten, sobald man über göttliche Dinge zu reden beginnt. Sie wollen das Leben genießen und meinen, daß es beim Herannahen des Todes noch früh genug sei, an die Ewigkeit zu denken. Sie wollen es nicht wissen, daß wir es mit einem Gott zu tun haben,„vor dessen Augen alles bloß und aufgedeckt ist“, und daß wir Ihm von jedem unnützen Gedanken, Wort und Werk Rechenschaft geben müssen. Blindlings stürzen sie sich in den Strudel der Freuden dieser Welt und trinken mit vollen Zügen aus dem Becher der Sünde und reißen andere unaufhaltsam mit sich fort. Sie zeigen es ganz offenbar, daß sie das Licht hassen und die Finsternis lieben; sie suchen alles zu pergessen, was sie je über Sünde und Gericht, über Gott und Ewigkeit gehört haben. Es gibt aber noch eine andere Klasse von Menschen. Man nennt sie ehrbar, sittlich, religibs. Sie bekennen das Dasein eines gerechten Gottes und denken daran, sich Seine Gunst zu er⸗ werben. Sie bekennen, daß es ein Gericht und eine erdammnis gibt. Sie sprechen von einer Gnade, auf welche man vertrauen, von einem Christus, an den man glauben, und von Sünden, die man be⸗ teuen und lassen müsse. Sie geben es aber in bezug nuf ihre eigne Person nicht zu, daß sie verloren — seien. Sie sprechen von Gnade, aber sie wissen nicht, was Gnade ist; sie reden von Christo, aber sie suchen Ihn nicht als ihren Erretter. Sie wollen die Gnade als eine Belohnung und Christum als eine Nothilfe, insofern sie nicht genug gebetet, bereut und Gutes getan haben. In Wahrheit aber hassen sie die Gnade und sind Feinde des Kreuzes Christi. Sie haben„eine Form der Gottseligkeit, deren Kraft aber verleugnen sie“.(2 Tim. 3, 5.) Sie wissen oft vieles aus der Heiligen Schrift zu reden; aber ach, es ist ein Wissen ohne Leben! Sie lehren andere und sind selbst verwerflich. Sie haben ihren eignen Maßstab, nach welchem sie alles, Gott und den Menschen, messen. Sie brechen den Stab über jene Masse, die blindlings von Sünde zu Sünde fort⸗ taumelt, nicht aber über sich selbst. Der HErr aber sieht das Herz an; Er ist der alleinige Richter, und Er beurteilt alles nach Seiner Heiligkeit und Ge⸗ rechtigkeit. Er verwirft völlig den Maßstab des Menschen; Sein Maßstab ist Sein Wort. Vor Ihm sind nur Sünder, elende, verderbte, nichtswürdige Sünder. Mögen sie in den Augen der Menschen ehrbar oder unehrbar, gütig oder hartherzig, religiös oder gottlos sein— alle sind verloren. Vor Gottes Richterstuhl wird einmal jede Täuschung schwinden. Sein Licht wird alles offenbar machen, sowohl den Zustand als auch die Gesinnung und die Werke des Menschen. Und so böse wie die Quelle ist, so böse ist auch alles, was aus ihr hervorsprudelt. Der Mensch ist in Sünden geboren und hat in Sünden gelebt; darum ist er schuldig, verloren! Und es ist kein Heilmittel in seiner Hand, kein Ausweg, kein Entrinnen, keine Rettung. Nur ein schrecklicher Ab⸗ grund ist vor ihm aufgetan, der ihn jeden Augen⸗ blick und für immer zu verschlingen droht. Hoff⸗ nungsloser Zustand! Doch:„Der Sohn des Menschen ist ge⸗ kommen, zu suchen und zu erretten, was verloren ist.“ Wer war dieser Sohn des Menschen, der also sprach? Der geliebte und eingeborne Sohn Gottes, welcher von Ewigkeit her bei dem .————————— Vater war,„der Abglanz Seiner Herrlichkeit und 1 der Abdruck Seines Wesens“. Er war der Mittel- punkt der Gedanken und Ratschlüsse Gottes, der Erstgeborne aller Schöpfung, durch den und für den alles gemacht ist. Er war das Lamm Gottes, ausersehen vor Grundlegung der Welt und geoffen⸗ bart in den letzten Zeiten; ja, Er war es, der da sprach:„Ich bin gekommen.“ Geliebter Leser, siehe, der eingeborne Sohn Gottes gab alles auf, um den verlornen Sünder zu erretten. Er wurde arm, um ihn reich zu machen; Er nahm Knechtsgestalt an, um ihn für immer in die herrliche Stellung eines geliebten Kindes zu ver⸗ setzen. Er machte Sich selbst zu nichts, um ihn in die glückselige Gegenwart Gottes zu erheben. Er nahm auf dem Kreuze den Platz des Sünders ein, um mit diesem Seinen Platz in der Herrlichkeit droben zu teilen. Er war im Gericht des Sünders, beladen mit seinen Sünden und für ihn zur Sünde gemacht, um ihn, bekleidet mit der Gerechtigkeit Gottes, auf ewig unter die lieblichen Strahlen der Gunst und Gnade Gottes zu bringen. Er trug den Fluch des Sünders, um ihn für immer den Segen erben zu lassen. Kannst du bei einer solchen Liebe noch länger gleichgültig bleiben, ihr noch länger den Rücken kehren? Willst du angesichts dieser Gnade und Liebe warten, bis es zu spät ist? O verhärte dein Herz nicht! 2. Mein Herz ist so hart wie Stein. Die beständige Bürde, worüber Sara A. klagte, war die Härte ihres Herzens.„Mein Herz ist so hart,“ sagte sie oft;„ich sehe wohl, welch eine Sünderin ich gewesen bin; aber ich fühle es nicht. Ich glaube alles, was Sie mir sagen; aber obgleich meine Sünden mir auf dem Gesicht zu lesen sind, kann ich doch nicht eine einzige Träne vergießen; mein Herz ist so hart wie ein Stein. Was soll endlich aus mir werden?“ Wiederholt wurde ihr gesagt, daß wir nicht durch Gefühle, sondern durch Glauben gerecht; fertigt würden, und daß sogar der Glaube nur dann rechtfertige, wenn er Christum annehme und auf Ihn vertraue, in welchem alle errettende Kraft wohne, während sie aus den traurigen und schmerz⸗ lichen Gefühlen, nach welchen sie so sehnlichst ver- lange, einen Heiland zu machen suche. Ich sagte zu ihr:„Der HErr Jesus ist gerade für solche ge⸗ storben, die so hartherzig sind wie Sie. Bringen Sie Ihm Ihr hartes Herz. Blicken Sie auf das Lamm Gottes und nicht länger auf sich selbst. Ein. Glaubensblick auf Jesum wird Ihr Herz mehr erweichen, als wenn Sie ein ganzes Jahr auf Ihre Sünden und Ihre Unbußfertigkeit blicken. Sie trachten nach bußfertigen Gefühlen und meinen darin. eine Berechtigung zu finden, auf Jesum blicken und auf Sein kostbares Blut vertrauen zu dürfen; aber wenn Sie in Wahrheit solche Gefühle haben, wie Sie wünschen, so werden diese dadurch bewirkt worden sein, daß Sie im Glauben auf Ihn geschaut und dem Zeugnis Gottes über Seinen Sohn geglaubt haben.“ Doch alles schien vergeblich zu sein. Wenn die Liebe Gottes in der Gabe Jesu und die Liebe Jesu im Sterben am Kreuze für Seine Feinde ihr vorgestellt wurden, so war ihre ganze Aufmerksam⸗ keit darauf gerichtet, und man hätte denken sollen, daß sie die gute Botschaft in sich aufnähme; aber kaum war der Schall des Wortes verhallt, so rief sie mit dem Ausdruck der größten Verzagtheit aus: „Es ist alles wahr, aber ich fühle nichts davon; mein Herz ist so hart wie ein Stein!“ Eines Tages, nachdem wir uns beinahe an ihre verzweifelten Blicke und Ausrufe gewöhnt hatten, wurden wir alle durch die angenehme Nachricht über- rascht, daß Sara A. sich jetzt in dem HErrn freuen könne. Ohne Verzug eilten wir zu ihr, um von ihr selbst zu erfahren, wie diese Veränderung statt⸗ gefunden habe. Daß es wirklich so war, sah man gleich an ihrem Gesicht und in ihrem ganzen Be⸗ nehmen. Ihre Mitteilung war folgende: „Die letzte Nacht war schrecklich. Indem ich wach lag und an meine Sünden dachte und mich wunderte, woher es doch komme, daß ich sie weder fühlen noch loswerden werden könne, schien es mir, als ob Gott mich ganz meiner Herzenshärtigkeit übergeben hätte. Gegen Morgen fiel ich auf ein⸗ mal auf meine Knie und fing an zu Gott zu schreien. Wie lange ich dieses tat, weiß ich nicht; aber da kam mir in den Sinn, was die Bibel von Gott sagt, daß Er also die Welt ge⸗ liebt, daß Er Seinen eingebornen Sohn gegeben habe, auf daß jeder, der an Ihn glaubt, nicht verloren gehe, und ferner von Jesu, daß Er am Kreuze gestorben sei; und ich begann über Seine große Liebe nachzusinnen und konnte an nichts anderes mehr denken. Ehe ich es merkte, schmolz mein Herz; und bei dem Gedanken an das, was der HErr Jesus für meine Sünden gelitten hatte, mußte ich weinen. Meine Tränen flossen reichlich; aber es waren mehr Tränen der Freude als des Schmerzes. Meine Last war fort; ich konnte nur meinen Heiland preisen und vor Ihm weinen, daß Er für ein solches Geschöpf, wie ich bin, gestorben ist.“ e Von jenem Augenblick an freute sie sich stets in Christo Jesu und war fähig, inmitten vieler äußerer Trübsale die Lehre Gottes, ihres Heilandes, zu zieren. 5 Und nun, geliebter Leser, wie steht es mit dir Blickt du auch, wie dieses arme Weib, auf dich selbst, um dein Herz zu erweichen und ein tieferes Sündengefühl hervorzubringen, ehe du es wagst, deine Seele Jesu anzuvertrauen? O möchtest du f durch ihre zur Erweic Jesum zu wie du bi Für Sünde Sein kost „reinigt Jes Eine und nicht a diese, daß ihre Zuf barmen u in vielerlei gleichen sie zu oft gesc verdorben, selbst zu h lösers bedü einer in die Hier staben des lesen hat, kann, als ewigen Tol dem HErrn schon verda rufen:„Ko wie du bif dammen, d Blut aber dich um Gi Dort hat, sein u Gerechtigkei lungen, un man freilich gelingen ka versichtlich aber gerade befleckten R Gerechtigkei ebenso häß nur aus⸗ gestalten, u Ein a Kräften, di Sünde zu und hat d den Meistei ist zu bedau aber wie virkt haut ohn Venn Liebe e ihr ksam⸗ len, aber rief aus: won; e an atten, über⸗ reuen von statt⸗ man 1 Be⸗ m ich mich weder mir, tigkeit f ein- tt zu nicht; Bibel t ge⸗ Sohn Ihn r von ; und n und ich es danken neine Meine Tränen st war n und schöpf, h stets vieler landes, it dir! if dich tieferes wagst, test du durch ihre Erfahrung lernen, daß der einzige Weg zur Erweichung deines harten Herzens der ist, auf Jesum zu schauen und zu Ihm zu kommen, wie du bist!„Siehe das Lamm Gottes!“ Für Sünder, für solche, wie du einer bist, hat es Sein kostbares Blut vergossen, und dieses Blut „reinigt von aller Sünde“. „Hast du auch nichts als Sünden, Ein Herz, so hart wie Stein, Sollst völlig Gnade finden Und ewig glücklich sein.“ *. Jesus nimmt die Sünder an! Eine Wahrheit, die nicht allzuoft wiederholt und nicht allzufreundlich verkündigt werden kann, ist diese, daß Jesus Christus alle Sünder, die ihre Zuflucht zu Ihm nehmen, mit Er⸗ barmen und Liebe aufnimmt, wenn sie gleich in vielerlei Betracht sehr verschieden sind. Darin gleichen sie einander alle, und auch das kann nicht zu oft gesagt werden, daß sie von Natur durchaus erdorben, vom Sündengift ganz durchdrungen, sich selbst zu helfen völlig unvermögend und eines Er⸗ lösers bedürftig sind. Übrigens aber befindet sich einer in dieser, ein anderer in einer anderen Lage. Hier ist ein Sünder, der fast in jedem Buch⸗ staben des Gesetzes Gottes seine Verdammung ge— lesen hat, sich selbst kein anderes Urteil sprechen kann, als daß er Gottes Zorn, Ungnade und den ewigen Tod verdient hat, und denkt:„Ich darf zu dem HErrn Jesu nicht mehr nahen, denn ich bin ja schon verdammt.“ Getrost aber darf man ihm zu— rufen:„Komm nur, so angstvoll, zitternd und bebend, wie du bist, zu Jesu! Das Gesetz muß dich ver⸗ dammen, denn es urteilt nur nach Verdienst; Jesu Blut aber verdammt dich nicht, sondern fleht für dich um Gnade, und dieses Blutes Stimme gilt.“ Dort ist ein Elender, der sich lange gemüht hat, sein unruhiges Herz und Gewissen durch eigne Gerechtigkeit zu besänftigen; es ist ihm nicht ge— lungen, und das macht ihn unmutig. Diesem muß man freilich sagen, daß sein Vornehmen ihm nicht gelingen kann. Inzwischen darf man ihn doch zu— versichtlich einladen:„Komm zu dem Heiland, aber gerade wie du bist, als einer, der über den befleckten Rock des Fleisches noch den Rock der eignen Gerechtigkeit gezogen hat, welcher in Gottes Augen ebenso häßlich ist, wie jener! Laß Christum dich nur aus- und ankleiden! Er wird dich schon so gestalten, wie Gott dich gern sieht.“ Ein anderer Armer hat angefangen, mit eignen Kräften, die er zu besitzen sich einbildete, gegen die Sünde zu streiten, ernstlich mit ihr zu kämpfen, und hat doch nichts ausgerichtet; sie spielt immer den Meister und wütet im Innern des Herzens; er ist zu bedauern, aber um so freundlicher aufzufordern: „Eile doch zu Jesu, so abgemattet und entkräftet, wie du bist! Du kannst mit deinem Feinde nicht fertig werden, aber Er kann es.“ Da ist ein anderer Sünder, der nach allen Versuchen, sich zu helfen, den Mut gar aufgegeben hat und verzagen will.„O verzage nicht!“ darf man mit Freudigkeit ihm in die Seele rufen,„ver⸗ zage nicht, Jesus wartet auf dich mit offenen Armen! Wirf dich als ein bis zum Verzagen Unglücklicher da hinein, so bist du geborgen!“ Ach, dort erblickt man einen vor Todesfurcht und Schrecken halb erstarrten Missetäter schon auf dem Gerichtsplatz, von allen Menschen verlassen, das Schwert des rächenden Richters bereits über ihm gezückt, und eilends kann man ihm unbedenklich noch die fröhliche Botschaft bringen:„Jesus, dein Er⸗ löser, lebt! Rufe zu Ihm um Gnade! Er wird deinen Geist nicht zur Hölle sinken lassen, sondern mit Barmherzigkeit ihn aufnehmen.“ Hier liegt noch ein jämmerlich Kranker auf seinem Sterbebett. Er hat in gesunden Tagen weder an seine Sünden noch an Jesum gedacht. Jetzt erst ist sein Gewissen erwacht und martert ihn schrecklich. Aber die letzte Stunde ist auch schon da; es ist, als stecke er bereits im Rachen des Todes. Voll Ver⸗ zweiflung denkt er, es sei für ihn kein Rat mehr, er müsse verlorengehen. Christi Versöhnopfer aber berechtigt uns, noch in seinen letzten Augen- blicken und in der grausamsten Todesangst ihm an⸗ zukündigen:„Du sollst leben! Der blutige Angstschweiß des Heilandes, Sein Ringen mit dem Tode redet für dich. Überlaß dich sterbend Seinen Händen! Er wird dich wie einen Brand aus dem Feuer reißen.“ Jesus nimmt die Sünder an! 85 Ticht im Dunkel. Daß wir in einer Zeit leben, da der Ausblick in die Zukunft sehr verdunkelt ist, wird wohl nie⸗ mand bestreiten können. Im Dunkel sehnt man sich nach Licht. Aber woher soll das Licht kommen? Das Irrlicht der modernen Weisheit, der religiösen und wissenschaftlichen, der politischen und sozialen, es hat unser Volk noch tiefer hineingesührt in das Dunkel des Betrugs und Irrtums, des Jammers und Elends. Von dem Geiste moderner Aufklärung ist das rechte Licht nicht zu erwarten. Wer es hier sucht, dem geht es schließlich wie dem Dichterfürsten Goethe, der sterbend ausrief:„Mehr Licht!“ Da ist es ratsamer, den Spuren Zwinglis zu folgen, von dessen sterbenden Lippen der Jubelruf kam: „Hier ist überflüssig Licht!“ Woher kam diesem Manne solch überfließende Lichtesfülle? Sein Leben und seine Schriften bezeugen es, daß er sich an die Lichtquellen gehalten hat, auf die wir den lieben Leser nun hinweisen möchten. * —— —.—..... 1.„Ob ich im Dunkeln sitze, so ist doch der HErr mein Licht“(Micha 7, 8), sagt der Prophet, der in einer Zeit lebte, da es mit seinem Volke dem Untergang entgegenging. So bezeugt auch David in der dunkelsten Zeit seines Lebens, da sein Todfeind Saul ihm nach dem Leben stand: „Der HeErr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten?“(Ps. 27, 1.) Der HErr Jesus, der Sohn Gottes, hat gesagt:„Ich bin das Licht der Welt; wer Mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“(Joh. 8, 12.) Und der Apostel Johannes schreibt:„Das ist die Verkündigung(der Hauptinhalt der apostolischen Predigt und ihres Wahrheitszeugnisses), daß Gott Licht ist, und in Ihm ist keine Finsternis.“ (1 Joh. 1, 5.) Also in Gott ist die Quelle des wahren Lichtes! Dieses Licht geht nicht zuerst dem Verstand auf, sondern es teilt sich dem Herzen mit, das sich ihm öffnet, und erleuchtet dann das ganze Wesen und Leben. Es wird zunächst nicht durch wissenschaftliches Forschen gefunden, sondern durch Glauben erfaßt. Petrus sagt zu dem HErrn Jesus: „Wir haben geglaubt und erkannt lalso zuerst geglaubt, dann erkannt), daß Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“(Joh. 6, 69.) Weil Gott selbst das Licht ist, so muß man Ihn selbst haben, wenn man das Licht haben will. Und weil man zu Gott, dem Vater, nur kommen kann durch Jesum, den Sohn(Joh. 14, 6), so muß der Licht⸗ sucher sich im Glauben an Jesum wenden, der in die Welt gekommen ist als ein Licht. Also: „Suche Jesum und Sein Licht, Alles andre hilft dir nicht!“ 2.„Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.“(Pf. 119, 105.) So bezeugt uns derjenige Psalmist, dem eine sonder⸗ lich tiefe Erkenntnis des Wortes Gottes eigen war. Wer mit offenem Herzen den ganzen 119. Psalm liest, der wird gewiß den Eindruck empfangen, daß er hier nicht Theorien, sondern Erfahrungszeugnisse vor sich hat. Und was dieser Mann erfahren hat, das kann noch heute jeder erfahren, der sich auf⸗ richtig suchend in das Wort der Bibel vertieft. Daz freimachende Licht der Wahrheit wird ihm hell ent gegenleuchten. Dies wird freilich nicht immer an⸗ genehm empfunden werden Wo Licht hinfällt, da wird eben alles in seinem wirklichen Wesen gezeigt und erkannt. So entdeckt das Licht des göttlichen Wortes dem Menschen vor allem seine eigne Ver⸗ dorbenheit und Untüchtigkeit, seine Schuld vor Gott und Menschen, seine Sünde und Verdammnis. Wer dieses Licht des Selbstgerichts scheut, dem ist nicht zu helfen. Wer ihm aber Raum gibt und sich dem Urteil der Wahrheit beugt, der wird dann aus Gottes Wort noch weiteres Licht empfangen. Er wird Jesum als den Sohn Gottes und als seinen persön⸗ lichen Erlöser und Heiland erkennen. Er wird durch den lebendigen Glauben an Jesum das Licht und die Kraft des Heiligen Geistes erhalten und in die Kindesstellung zu Gott, dem Vater, kommen. Es wird ihm auch das Licht aufgehen über die Nichtig⸗ keit alles Irdischen und über die Herrlichkeit des himmlischen Gottesreiches. So bekommt er eine geistliche, himmlische Gesinnung. Er wird im Lichte Gottes ein Gottesmensch und Ewigkeitsmensch. Alles Dunkel weicht. Er hat Licht und wird dann selbst zum Licht für andere. K. E. 22 Bezahlt. Ich weiß sonst nichts zu sagen, Als daß ein Bürge kam, Der meine Schuld getragen, Die Rechnung auf Sich nahm Und sie so völlig hingezählt, Daß von der ganzen Menge Auch nicht ein Stäublein fehlt. Vversammlungs-Anzeigen. Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, Löberstraße 14 Jeden Sonntag 1½ Uhr Sonntagsschule; 4 Uhr Jungfrauenverein; 3½½ Uhr Versammlung, 4½ Uhr Christlicher Verein junger Männer, jeden Mittwoch 8½ Uhr Bibelstunde; jeden Freitag 8 ½ Uhr Gebetsstunde. G Bezirk Bellnhausen. Jeden Sonntag 2 Uhr Versammlung im Vereinshaus Bellnhausen. N Bezirk Friedberg. Stadtmission Friedberg, Ludwigstr. 24. Jeden Sonntag vorm. 11 Uhr Sonntagsschule, nachm. 4 Uhr Unter⸗ haltungsstunde für die Jugend, abends 8 ½ Uhr Predigtgottesdienst, Dienstag abends 8½ Uhr Blaukreuz⸗ oder Frauenstunde; Mittwoch abends 8½ Uhr Jugendbund; Donnerstag abends 8 ½ Uhr Bibel⸗ und Gebetsstunde. Bad Nauheim; Erholungsheim Bethesda, Frankfurter Str 377/10. Jeden Dienstag und Donnerstag abends 8½ Uhr Bibelstunde Stammheim und Schwalheim, Jeden Sonntag Versammlung Bezirk Nidda Schotten. Nidda(im Burghof). Jeden Sonntag abends 9 Uhr Versammlung; jeden Montag abends 9 Uhr Gebetsstunde; ieden Dienstag abends 9 Uhr Bibelstunde. Schotten, Hauptstr. 99. Jeden Sonntag mittags 12½ Uhr Sonn⸗ tagsschule, jeden Sonntag abends 9 Uhr Versammlung, jeden Mittwoch abends 9 Uhr Bibel, und Gebetsstunde. Anderungen siehe Tageszeitung der Orte. N Bezirk Sellnrod. Jeden Sonntag abends 8½ Uhr Versammlung und jeden Mittwoch und Freitag Gebetsstunde mit Bibelbetrachtung. 54 900 2 9%% 2 2 Einzelne 0 Uerlag Nr. 3. Am Städte, nach Chri schüttet w In Ausbrüche dauerte d 1600 wat