ohe 1* n Min d Weh hang! ing l ht gan u Mig Nensche J ihte d alle U lle helle durch a5 sst eh rg, U Teil N len, K icht fig elligen n den gfk lle u e fog fh Malu z strahl r Heth 6 teac über A. dana eret u fue 18 alt findet. . Wöchentliche Beilage der Oberhessischen Dolkszeitung Nummer 38 8 Dienstag, den 23. Dezember 1913 2. Jahrgang Die Weihnachtsgedauken im Volksempfinden. Von H. Falkenfels. Uralt, älter als Kirche und Christentum, ist im deutschen Volksempfinden der Gedanke, Im altgermanischen Empfinden machte: Ursprünglich war nur der Baum, Gmmnungagap nach dem älle Sehnsucht ging, di war diese Drehung des war diese Quelle alles Naturunheils, Sonnenrades, wie so anschaulich die alten Quellen den stets gleichmäßigen Wechsel der Jahreszeiten nennen, ein Symbol des Weltenbaues selbst, von dem sich der Deutsche, bevor ihm worden. die römischen Mythen bekannt wurden, folgende Vorstellung Bronnen, Weltgegend, aus der die fast jede Woche im europäischen Wetterbericht wiederkehrende isländische oder atlantische Depression ihren Ausgang nimmt und wie ein Dämon der Eishöhle, begleitet von Stürmen, Regenböen und Wetter— f Ge daß die Jahreswende der stürzen, langsam über Europa hinzieht, wo sie schon viel von Sonne, die zum aufsteigenden Leben führt, wahre„Weih⸗ nächte“ in sich birgt, in denen mehr vom Naturgeheimnis offenbar werden mag als sonst im Abrollen des Sonnenjahres. ihrer ursprünglichen Macht verloren hat, bis sie, etwa an den Südostgrenzen Deutschösterreichs endgültig von der trockenen Luft der Steppen aufgesogen wird. Den Dichtern der Edda die für den Natur— menschen nur zu oft Tod und Weltuntergang bedeutete, nur zu wohl bekannt, ist doch die Edda in Island aufgezeichnet Viel weniger bekannt war ihnen dagegen Urds von dem nur ferne Sendboten und Sagen nach deutschem Lande herüberkamen vom afrikanischen Süden, e aber nur von Ostgoten nennt ihn die Edda, das älteste Denkmal, in denen sich der Weihnachtsgedanke un— abhängig von seinen späteren Deutungen An seinem nördlichen Teil ent— sprang die Quelle der Kälte. Sie hüllte ihre Umgebung in frostige Nebel. Dort war das Nebelheim(Nifelheim), von dort strömten die nebelgrauen Kältewogen hin- aus in die Welt und trachteten, sie mit Grauen und ewiger Leblosigkeit zu er— erfüllen. Daran aber wurden sie gehindert durch die Wärme, die sich dem Kälte— tod entgegenstellte und aus Ruds Brunnen, dem Wärmequell im Süden des Baumes, kam. Wo sich die beiden Strömungen trafen, keimte das Leben in tausendfacher Gestalt, als Götter, als Riesen, als Mensch und Tier und Pflanze. Alles das ist verkörpert im Sinnbild der Welt⸗Esche Yggdrasil, die ihre Wurzeln sandte zum Wärme- und zum Kältequell, ihre tiefste dritte Wurzel aber in den Brunnen senkte, aus dem die 1 8 f a„ 8 5 Fredhinsebbel. Zum 50. Todestage des Dichters(13. Dez. 1863). und Vandalen, und von denen nur zul ihrem Unheil, verwirklicht wurde. Der Südwind, die dem Nordländer am süd— lichen Himmelsrand dahingehende Sonne. jeder Wandrer vom Süden brachte Kunde, daß der Quell der Wärme am andern Ende der bekannten Welt wieder jenseits eines Meeres zu suchen sei. Solche Wandrer aus dem Süden aber gab es oft, denn reichlich sind uns ihre Spuren er— halten in altgermanischen und vorge— schichtlichen Grabdenkmälern als Rephrit- und Jadeitschmuck und Waffe. Beide Ge— steine kommen in Europa kaum vor; sie finden sich„gewachsen“ im südöstlichen Asien, und die wenigen Fundorte in Skandinavien kommen gar nicht in Be— tracht angesichts der weiten Verbreitung von Nephritbeilen in der prähistorischen Welt. Wandernde asiatische Händler 70d. haben sicher das meiste davon nach der ultima Thule gebracht, gleich wie die lebenerhaltende Weisheit floß. Diese Vorstellung vom Weltenwerden und ⸗sein hat man nicht umsonst die schönste aller Mythologien genannt. Denn sie vereinigt wirklich in seltener Weise Wirklichkeiten, echtes Wissen mit einer Vorstellung pon den kosmischen Gesetzen, die eigentlich nur in andrer Sprache, in dichterischen Bildern dasselbe sagt, was sich heute wissenschaftliche Weltanschauung nennt. Wäre im Ablauf deutscher Entwicklung aus jenen Vorzeiten in natürlichem ungestörtem Wachstum die Gegen⸗ wart entstanden, nie hätte sich die tiefe Kluft zwischen Volks- empfinden und Wissenschaft aufgetan, unter der unsre Kultur heute leidet. Die altdeutsche Schöpfungssage ist nämlich, wie man leicht erkennt, vor allem eine geographisch richtige Be— schreibung der Naturverhältnisse des Erdteils zwischen dem nördlichen Atlantischen Ozean und Afrika. Nifelheim gibt es wirklich. Es ist der Teil zwischen der Küste von Labrador und Island, nicht weit von dem Punkte, wo die„Titanic“ auf dem Meeresgrund langsam zum Fossil wird. Dort braut ewiger Nebel, fast ununterbrochen gehen feine Sprühregen nieder, und um die von Norden herantreibenden Eisberge brodelt eisiges Wasser, das aus der Baffinsbai, dem wahren Griechen Urzeit hinaufgezogen und Phönizier nach Nifelheim schon in der an die Bernstein⸗ küsten, um den hochgeschätzten„Elektron“ zu holen, dessen Name erst drei Jahrtausende später so unge⸗ ahnte Bedeutung für den Menschen erlangen sollte. Solche Boten aus der heißen Welt aber bestätigen dem Deutschen der Vorzeit die Richtigkeit seines Weltbildes und die Tatsache einer südlichen Wärmequelle. Wie richtig war aber erst der Satz von der Welten esche, die in der Weisheit, in der höchsten Kultur wurzelt, just in richtiger Mitte zwischen dem Kälte- und Wärmeland! Wie sinnvoll, daß das Leben gerade dort entstehe, wo sich kalte und heiße Strömungen mischen! Deutschland, Mittel— emropa war damit als die Wiege der Menschheit und der Kultur gekennzeichnet. Das ist eine Anschauung, zu der die Wissenschaft sich erst in unsern Tagen durchgerungen hat. Sie ist heute zu der Ueberzeugung gekommen, daß Mittel- europa immer eine führende Stellung hatte, und die prähistorischen Skelettfunde namentlich der Oso-Magnon-⸗Zeit haben den alten Irrtum endgültig zerstört, als sei der Euro— päer nicht Eingeborener seines Landes, sondern ein Ein⸗ wandrer aus dem fernen Indien. So besteht denn das schöne dichterische Bild der Edda Kältebrunnen der Welt, langsam herausströmt. Es ist jene auch vor dem wissenschaftlichen Bewußtsein von heute zu Recht; und damit auch der Weihnachtsgedanke, der nichts andres als eine Projektion dieser geographisch-entwicklungsgeschichtlichen Behauptungen auf den Kreislauf des Jahrs ist. Was unsre Vorfahren in der horizontalen Erstreckung des ihnen be⸗ kannten Weltteils sahen, erlebt jeder von ihnen auch im Ab⸗ lauf eines Jahres. Die Kälte- und Wärmequelle wurde jedem fühlbar und jeder merkte, daß in dem Augenblick, da beide miteinander stritten, das neue Leben aufblühte, als entstünden dadurch die Grundstoffe des lebendigen Werdens. lbst wurde dadurch das Sinnen und Grübeln auf den Beginn dieser jährlich wiederkehrenden lebenserzeugen⸗ den, schöpferischen Wandlung hingelenkt, und rasch hatte der scharfsinnige Volksgeist herausgefunden, daß noch mitten im Frost und Eis diese Wandlung sich vorbereitete in einer Woche, die als die lebensheiligende, zauberisch unverständliche und doch so sichtbar wirkende Zeit aus dem ganzen Jahresablauf hervorgehoben wurde als die Woche der Weihnächte. Was der Urmensch in einfachste Begriffe kleidend, un— bestimmt, aber doch mit unbeirrbar sicherm Gefühl empfand, ist auch für den Kulturmenschen von heute gültig geblieben. Wenn er nicht ganz entartet und abgestumpft ist für die natürlichen Bedingungen seines Seins, wird ihn ein inneres Gefühl immer dazu treiben, die Weihnachtswoche bedeutsam zu empfinden und auch festlich zu begehen. Auf tiefen, im Wesen der Natur begründeten Ursachen hat sie ihm etwas zu sagen, einen der ewigen und alle Menschen gleicherweise berührenden Gedanken, die das Voltsempfinden stets mit ungemein feinem Gefühl zu erfassen und auch mit höchster Kunst und Innigkeit in sinnige Formen einzukleiden wußte. Auch in aller Zukunft wird das Volksgemüt stets eine herz bwegende Form dafür finden, so oft auch noch da Symbol! des Weihnachtsgedankens wech seln mag. „ 1 Von — 72 i Mechauisches Spielzeug. Von Felix Linke Wenn zu Weihnachten die Mechaniker und Optiker ihre Schau fenster mit Maschinen und Modellen bebauen, wenn sie nicht bloß Dampfmaschinen, Heißluftmaschinen und Elektromotoren ausstellen, die vlelleicht sogar„gehen“, sondern sie mit ganzen Betriebsanlagen verbinden, wenn Sägemaschinchen, Hammer- und Fallwerke, Hobel und Mühlen durch eine umfangreiche Transmission in Betrieb ge setzt werden, wenn sie einen ganzen Bahnhof mit Stellwerks⸗ und Gleisanlagen, mit elektrischer Beleuchtung usw. in das Schaufenster setzen, dann gibt es nux wenige Knaben, die wunschlos vor diesen Wunderwerken der mechanischen Spielzeugindustrie stehen. Als ich noch zu ihnen gehörte, da waren der Wunderwerke bei weitem nicht so viele. Fast ausschließlich die Dampfmaschine war gangbarer Marktartilel, aber nur in der altbekannten einfachen Form mit dem pendelnden Zylinder. Nur ein Schulkamerad er regte ganz besonderen Neid, denn der hatte eine Dampfmaschine mit liegendem Zylinder und wirklicher Schiebersteuerung. Nun, das war unerreichbar, und da ich nie in den Besitz einer gekauften Dampfmaschine gelommen waxe, so baute ich mir selbst eine, an der ich allerdings bei der Mangelhaftigkeit der aufgewendeten Mittel nur wenig Freude hatte. Ich wurde etwas entschädigt durch einen guten Freund, der viel mechanisches Spielzeug hatte, weil sein Vater viel Zeit, Geschick und Lust hatte, ihm allerlei schöne Dinge zu bauen und zu kausen Ich muß aber gestehen, daß uns im Sommer auch das schönste mechanische Spielzeug nicht in die Stube gelockt hätte, da wax uns der schöne Garten und der Sand bhausen lieber mechanisches Spielzeug war vergessen. So wars sast immer. Aber auch im Winter hat uns die gehende ampf maschine und die kunstvolle Bergwerksförderanlage nie gefesselt. Wie sollte sie das auch? Es war doch schließlich in dasselbe, was sie vollführte: das kannten wir bald und so mußte es natürlich den Reis sehr schnell verlieren Da steckt der Kernpunkt der izen Misere mit dem schen Spielzeug. Das Kind beko e Modelle fix und. läßt sie laufen, vielsach ohne Ve steckt höchsteus einmal ein Paar Schi der inneren Vorgänge usammen und die lichkeiten sind erschöpft. Eine Dampfmaschine kann immer uur eins sie k 0 Welle nebst Schwung nichts als mit ihrem Zylinder en. Noch schlimmer ist es se 1* hinen als Spielzeuge seit der Einführung der elek a bleiben die inneren Vor gänge dem spielenden Kinde völlig verschlossen, weil es nicht wahr nehmen kann der Da zaschine nach außen e * kindlichen Phanta r nichts vorstellen, u sche Spielzeug ist Zurzeit meiner frühesten Jugend kamen die Richterschen Steinbau⸗ kästen gerade auf. Ich bekam als sechsjähriger Knirps von meinem älteren Bruder einen verhältnismäßig großen Baukasten dieser Art zu Weihnachten, und dieser und mein alter Holzbaukasten haben mich mein halbes Leben hindurch begleitet. Wenn meine Spiel⸗ kameraden bei mir waren, dann griffen wir immer wieder zum Vaukasten. Wie kam das? Er drehte sich doch nicht! Ein Stein blieb auf dem anderen, wie er gelegt war, und das fertige Bau⸗ werk konnte nicht verändert werden.— Das Geheimnis dieses Zaubers ist nicht schwer zu entschleiern. Das Kind hat hier ein Material, in dem es denken kann, das feiner Phantasie wirklich als Möglichkeit, einen Bau durch die verschiedenartig kombinierten Lagen die Stabilität des Bauwerks und dergleichen heraus, es hat die Möglichkeit, einen Bau durch die verschiedenartig kominierten Lagen der einzelnen Elemente in seiner Form zu bilden, es kann seinem Geschmacke nachgehen und muß sich doch wieder durch die Art der Bausteine Beschränkungen auferlegen, die ihm nicht gestatten, jeden Wunsch zügellos zu erfüllen. Die Mannigfaltigkeit der mit einem größeren Baukasten herzustellenden Bauten ist so groß, daß ein Kind nie ermüdet: es lann sich stundenlaug mit seinem Baukasten beschäftigten, ohne daß das Interesse exlahmt, denn es gewinnt aus den wechselnden Gestalten und den Möglichkeiten immer neue An⸗ regung. Die Dampfmaschine und der Elektromotor dagegen stehen als fertige Dinge da, an denen sich eine Welle dreht und dreht und weiter nichts.— Eine langweilige Sache! Wenn ich die Aufgabe hätte, einem Kinde ein Spielzeug zu bescheren, dann würde ich nie eln kompliziertes mechanisches Spiel- zeug wählen, sondern immer einen Baukasten oder dergleichen vor⸗ ziehen. Und dem ungestsimen Wunsche nach einer mechanischen Spielerei würde ich mit der billigsten Dampf- oder Heißluftmaschine oder zur Not auch mit dem billigsten Elektromotor begegnen. Das teure mechanische Spielzeug ist nux für reiche Leute da, für solche, die mit dem Weihnachtstisch repräsentieren, und für Protzen, bei denen die Puppe erst mit Gold und blauen Lappen aufgewogen werden muß, ehe sie anschaffungsfähig ist. Ein wesentlicher Unterschied zwischen dem mechanischen Spiel⸗ zeug und dem Bankasten ist der, daß das erstgenannte zumeist aus Blech oder einem Stoff hergestellt ist, dem gewissermaßen die Körperlichkeit abgeht. Ein Baukasten enthält Klötze oder Steine, das sind sumpathische dicke Körper, vor allen Dingen aber Körper, dreidimensional, die man fühlt, an denen man Raumgefühl hat. Dagegen ist die Fläche ein ämliches Gebilde, denn ihm fehlt mit der dritten Ausdehnung die durch sie erschlossene unendlich reiche Mannigfaltigkeit. Blech aber ist praktisch immer nur flächenhaft, es ist gewöhnlich auch bemalt und lackiert und hält weder Hitze— Flüssigkeiten stand. Blech ist eine Sache, an der man sich reißt un schneidet, aber wer hätte durch einen Bauklot oder einen Baustein e eine Verletzung erlitten? Der Körper bildet die Anschauung, was die Fläche sast gar nicht vermag. Der Schillersche Satz: „Leicht beieinander wohnen die Gedanken, doch hart im Raume stoßen sich die Sachen“ geht dem spielenden Kinde nicht besser ein, als durch einen Vaukasten, und zwar nicht bloß soweit, wie man den Ausspruch wörtlich fassen will. Der erzieherische Wert des Baukastens ist zu groß, als daß auf die Dauer auch der Ingenieur, der mechanische Spielzeuge entwirft, daran vorbeigehen konnte. So kam denn einer auf den Gedanken, den Baukasten mit dem mechanischen Spielzeug zu verbinden oder die mechanischen Spielzeuge zu einem Baukasten auseinanderzulegen. Der österreichische Ingenieur Johann Korbuly kam auf die Idee, einen mechanischen Holzbaukasten auszubilden, der sich zuerst gar nicht einführen wollte und erst nach und nach an Boden gewinnt, obwohl er ein Spielzeug von idealer Mannigsaltigkeit ist. Er be⸗ steht aus nichts weiter als aus Klötzen, Holzscheiben, Stäbchen und leinen Röllchen. Als Grundeinheit der Klöße ist der Würfel ge⸗ wählt, und die Klötze sind nun in verschiedenen Längen als Viel⸗ fache des Würfels vorhanden, als Zweier, Dreier, Vierer usw. Jeder Würfel ist in der Mitte kreuz und quer durchbohrt, und die Vielfachen weisen soviel Durchbohrungen auf, wie sie Würfel ent⸗ balten. Um nun nach den beigegebenen Vorlagen Modelle bauen u können, werden die Klötze gegeneinander mit Stäbchen besestigt, die einsach durch die Löcher gesteckt werden. Die Klötze bestehen aus hartem Holz, die Stäbchen aus weichem, das man ein wenig drücken und quetschen kann. Im Lause der Zelt werden die Stäb⸗ chen verbraucht, man kann sie aber um wenige Pfennige ersetzen. Um den Modellen größere Mannigfaltigkeit zu verleihen, sind die Klötze auch nach Vielfachen des halben Würfels vorhanden, dann nur von den flachen Seiten her durchbohrt. Die Zahl der mit diesem Baukasten herstellbaren Modelle ist sehr groß. Beim Spielen lernt das Kind nicht bloß die Klötze zu setzen, sondern sie auch gegeneinander zu befestigen. Dabei mu es bedenken, daß die später welter anzusetzenden Klötze auch befestigt werden müssen, sodaß es ohne Nachdenken nicht bauen kann. h hal esen Baukasten genau ausprobiert. Mit einem ößeren re Modelle zu bauen, macht selbst dem gesch ien Er- nerst Schwierigkeiten. Das Kind kann es nicht, es muß 6 einfachen Modellen, die in lehrreschen Vorlagenheften 0 mehrfachen Ansichten nebst den Größenbezeichnungen der a u Klöse gezeichnet find, beginnen. Die Kinder jedoch mit so großem Eifer dabei, daß sie gewöhnlich bald an bie größeren Modelle gehen und sie auch wirklich bauen können. Diese Baukästen sind unter dem Namen„Matador“ 1 sie sind in verschiedenen Größen von 1 Mark an zu haben. Es daun Ergänzungskästen, so daß man sie zu den größten ergänzen kann. Der größte Kaslen kostet 81 Mark. Alle Kästen sind ein so verwende ab seinen Zweck hat, Zuannte icht besitz. nundsätzlich darauf, zu kon⸗ mieren. Er baut mit den inem Kinderverstand an⸗ Epazten Hilfsmitteln und ihmt die Gegenstände nur er Form nach, dabei Zauelemente 7s waltet also zwischen beiden ders undspielzeug und dem modernen pädagogis Jas wesenlichste hervorkehrt. Der Unterschied 4 en und der kunstvoll imitierten Puppe mit ama sagen kann! Ich möchte nicht mißverstand ich die metallenen Baukästen als Schund anspreche, im Gegen⸗ gearbeitet und überragen Aber gerade deshalb be⸗ sie nur besser gestellten Familien daß man die mit den Metall⸗ odelle auch mit einem kleinen ist auch dem Hols⸗ nicht in so hervorragenden naß 5 S 8 * 2 anregendes Spielzeug, daß man sie bestens empfehlen n Wien und Berlin in den eigenen Geschäften des annehme, auch in anderen Städten erhältlich. einen eisernen Kasten herausgegeben, aber n der Hand des Kindes lieber Holz als tall. Holz ist nicht zu hart wie Metall, r Verunreinigung ausgesetzt, ist in jedem Falle ein tten und Streifen von geringer Dicke— haben. nden, daß man die Modelle damit viel naturgetreuer nach- 4 u kann als in Holz, und das stimmt zweifellos. Aber ich wende , daß man nicht konstruktiv mit den Metallbaukästen baut, wie bas Metallmodell vortäuscht. Baut man z. B. mit einem großen [Grunde nur ungern missen. Sonnenwenden und an anderen Festen hofften sie den Schlüssel zum Verständnis der Zukunft in Händen zu haben. Allerlei Gebräuche bildeten sich heraus, Orakelspiele, in deren Ausgang man eine Antwort auf Schicksalsfragen zu erblicken glaubte. Selbst an streng kirchlichen Festen scheute man sich nicht, solchen abergläubischen Gebräuchen zu huldigen, und auch in die Weihnachtsfeier fanden sie Eingang. Von Natur aus sind freilich gerade diese Weihnachtsgebräuche meist recht harmlos, so daß ihre Bekämpfung von seiten der Kirche sehr milde gehandhabt wird, ja man kann in vielen Fällen von einer offenen Duldung reden. Und das ist nur im Sinne des Weihnachtsfestes gehandelt, dessen versöhnlichem Charakter dadurch Rechnung getragen wird. Betrachten wir einige dieser Weihnachtssitten, dann wer. den wir selbst erkennen, daß all der Aberglaube, der sich mit eingeschlichen hat, nicht gar so ketzerisch ist. Ja, einzelne Ge⸗ bräuche tragen geradezu zur Verschönerung und Verinner⸗ lichung des ganzen Festes bei, und man würde sie aus diesem Groß ist die Zahl der Vor- bedeutungen, die man am Weihnachtsabend in allerlei kleinen Zufälligkeiten zu erblicken geneigt ist. Der Weihnachtsblock oder Julblock muß bis zum andern Morgen oder gar bis zum Ende der ganzen Weihnachtszeit brennen, dann ist das ktallbaukasten den Eiffelturm nach— man muß für solchen Kasten ein glückverheißendes Zeichen. Verlischt er aber vor der Zeit, so bedeutet das nichts ere hundert Mark()) enden, so werden ein n Versteifungen ange⸗ „die für das Modell nicht notwendig sind, nur den Eindruck des ruktiven Eisengerüstes Paris möglichst getreu nachahmen sollen. Denn einem Eisengerüst kon⸗ ert man so, daß jeder ährend das Baukasten⸗ sodell nicht konstruiert, dern nachahmt, also iuscht. Das ist ein päda⸗ agischer Fehler, den der Holzbaukasten Er verzichtet Gutes. Auch das vor— zeitige Verlöschen einer Kerze am Baum be⸗ deutet einen Todesfall in der Familie im Laufe des kommenden Jahres. Als Aberglaube und schlimmen, ja gefähr- lichen Unfug muß man es ferner bezeichnen, wenn die Reste der Weihnachtskerzen zur Heilung von Wunden an Händen und Füßen benutzt werden. Das mag manches Unheil verschuldet haben. Aber gene Wege für die gegen⸗ tige Befestigung der verfolgend. stlerisch liebevoll behandelten irchen und jeden Zahl nachahmt, eil, sie find sogar verhältnismäßig solide n Wert das meiste andere Spielzeug. ingen sie einen hohen Preis, der sorbehält. Der gerühmte Vorteil, Wut en hergestellten beweglichen M tor oder mit der Hand betreiben kann, eigen, wenn auch vielleicht N Sale Das pädagogisch Wertvolle ist das Bauen selbst. ase Bruder neben die guten a Rindes, neben den Holz⸗ und den Steinbaukasten. Weihnachten und Aberglaube. 5 Von Dr. A. Lanick. kos. Die menschliche e es sonst zu erklären, glaube beieinander wohnen. es ihnen ermöglichen sollten, einen Aung beimaß so gm Gebuntstag, (Das Werk des Sozialdemokraten Hofbaurat Demmler). elbe Unterschied wie bei dem alten ich abgebildeten und Spielzeug, das nicht das kleinste sondern in einfachen Umrissen zwischen dem Teddy⸗ Schlafaugen, die sogar en werden dahin, „Aber dieses in Betriebsetzen ist nicht das Wichtigste bei der Deshalb ich dem Holzbaukasten den Vorzug und stelle ihn als vervoll⸗ ten Freunde des spielenden Natur ist voller Widersprüche. Wie daß in derselben Brust Glaube und ö Die ohnmächtige Abhängig⸗ von dem Walten des Schicksals bedrückte die Menschen jeher, und sie suchten nach allerlei Mitteln und Mittelchen, N Blick in die Zukunft Besonders an Tagen, denen man eine höhere Be⸗ am Neujahrstag, zu den! 5. auf dem Lande erhält ——— ich dieser Aberglaube os Heosgenzschcs in õciimerin. g artnäckig. Mit eben⸗ solcher Treue glaubt man dort an die Kraft des Weihnachtsstrohes, mit dem am Christabend der Fußboden der Kirche und der Feststube bedeckt wird. Legt man etwas von diesem Stroh in die Nester des Hausgeflügels, dann sind sie geschützt vor Mardern, Füchsen und anderen Räubern und— vor Be— hexung. Gibt man von diesem Stroh den Tieren zu fressen, ehe sie im Sommer auf die Weide getrieben werden, dann schützt es sie vor allerlei Krankheit und vor dem Auseinander- laufen. Auf den Acker gestreut, verbürgt es reiche Ernte und zu Mitternacht um die Bäume gewunden Fruchtbarkeit. Aehnliche Wirkungen werden in vielen Gegenden den Ueber- resten des Weihnachtsessens zugeschrieben. Sie werden dem Hausgeflügel und dem Hofhund zu fressen gegeben, sie wer⸗ den aufs Feld getragen und dort verstreut oder unter den Bäumen eingegraben. So verhüten sie Krankheit unter den Tieren und Mißernte. Ein heilkräftiger Einfluß Weihnachtsbrot zugeschrieben. uns auch noch den Brauch, daß g Weihnachtsbrotes geknetet hat, untätig bis zum Einbruch der Nacht warten, dann in den Garten laufen und mit ihren noch mit Teig beschmierten Armen die Obstbäume umfassen muß, denen sie dadurch die Fruchtbarkeit erhält. Wenn übrigens das Weihnachtsgebäck nicht geraten, also shliff⸗ gebacken“ ist, so bedeutet das Krankheit und Todesfall in der Familie. In manchen Gegenden wird in der Christnacht Schlag zwölf aus einer Quelle oder einem Brunnen Weih⸗ nachtswasser geschöpft, das alle, die von ihm trinken, vor Un. auf Mensch und Tier wird dem Hier und dort findet man bei die Magd, die den Teig des 755 C e eee eee 8 glück! ll. Und die Mitt chtsglocken die zu läuten ben lauben die Macht de Es ist ˖ all Weihnach fest ht das g tun 1 1 0 Imm Us Aber 1 x verwerf sind 2 a ber 1 in d 2. kes, so kennt n, all das au n Ausdruck des fr f f Glauben der Bezug auf Weihnachten hat t über her Kraft stattet. Daß sie diese ig ve ten Kräfte in den Dienst egoistischer Wünsche llen, wer kann das d Menschen verdenken oder wer will sie gar desw gen schelten? Es kommt dabei freilich e 6 Uf den K turstand und die Bildung des E nen We bei dem einen als tiefe Frömmigkeit achtet, wenn e Form des Aber glaubens angenommen hat, das wi in Bildungsstand eine ideren verächtlick Ab hente soll uf kei 1 Sunder ein Stein geworfen werden! Weihnachten, das Wort hat einen so versöhnlichen Kle ng, es verzaubert die Welt und f loft, daß diesem Tage andere Menschen sind, milder gegen unsere Untergebenen, versöhnlicher unseren Widersachern gegenüber. Ist also nicht doch etwas Wahres dare in diesen Tagen alles gesegnet ist und beseelt mit über jöttlichen K Aus unserer Sammelmappe. Weihnachtsblumen. Entsprechend Pflanzen, die den nordischen Völkern in einer besonders geheiligten Beziehung zum Weihnachtssest stehen, solche, die der Blüten fiber haupt entbehren. Der sich von Deutschlan Neben ihm verbreitet sich von England her die sich wegen ihrer Eigenart der Jahreszeit sind die Tannenbaum hat aus die Welt erobert. Mistel auch auf andere Gebiete, da sie leicht Beachtung und Vorliebe erwirbt. Das Schmuckbedürfnis des Menschen hat es jedoch dankbar angenommen, daß die Fortschriste der Blumenzucht die Möglichkeit geben, auch mitten im Winter die schöͤnsten Blumen zu haben, und so hat sich auch eine besondere In Es bleibt allerdings frag⸗ lich, ob sie jemals in bezug auf eine bestimmte Blume eine solche und auch der wie schon der Name dustrie von Weihnachtsblüten entwickelt. Achtung erringen wird, wie sie dem Tannenbaum Mistel Alles Moderne ist, verknüpft und daher zugebilligt wird. sagt, mit der Mode einem mehr oder weniger sich auch bei Weih zu Jahr nicht dieselben bleiben. Tonan raschen Wechsel unterworfen. Das zeigt den nachtöblumen, die von Jahr gebend ist auch auf diesem Gebiete der Mode Frankreich und ins besondere Paris. Früher wurde der weiße Flieder für den Weihnachtsschmuck bevorzugt, seit einigen Jahren aber haben die Schneeballen sich mehr und mehr an seine Stelle gesetzt. Frank reich besitzt in seiner Riviera einen unerschöpflichen Blumengarten, aber sie ist von der ein wenig zu es Hauptverbra weit Nähe von Paris 71 8 5* 2 1 sich um diese Jahreszeit mi * ttelh 91 unmittelbaren 1 1 sich in der zickelt, die doße Blumenzue der Erzeugung von reeballsträuchern beschäftigen. Sie werden Mitte November aus den Baumschulen genommen, indem man sorg jede Wurzel eine genügend dicke Erdscholle beläßt. Die tausragenden sehr biegsamen Wurzeln werden dann noch mit Stroh umwunden. So werden die Stiele, die in 0 S als sammengehäuft und erst toͤcken einer noch zur Nach istellt, in die Warmhänser gebracht Die Glasd ge dicht mit Stroh bedeckt gelassen, so daß im Innern eine fast völlige Dunkelheit Im dieser künstlichen Nacht entwickeln sich die Blüten der allen in der gewü die einer Art von Bleichsucht 1 Ge Ende ihres Wac aber werden die Hüllen Dächern abgenommen die Stiele sich üppiger entwickeln m zu verhindern. Nach e Opera an den Sträuchern vor⸗ n so on den Knospen beseitigt, daß an der Spitz des Stiele 1 oder vie Bl und etwa zwei mit Blättern bleiben. Nach zwei Wochen etwa ze i einige zartgrüne Triebe, und schüchtern wagen sich die Sch 5 trauben hervor. Am 25. oder 30. Tage ist das ganze Gewa 9 mit den weißen Kugeln übersäet. Die Gewächshäuser werben in mit einigen Tagen Abstand beschickt, so daß sie von Mitte Nove bis Anfang Mai immer neue Blüten liesern, aber die Ha kanfszeit ist doch die Weihnachtswoche.— Zwei neue Sonderhefte der Lese sind soeben erschienen. mer Is ist dem schwäbischen Dichter Der mann Ku r gen und bringt anläßlich seines 100. Geburtstages Proben aus besten Werken, darunter reizvolle Erinnerungen an seine K Außerdem finden sich in dieser Nummer einige Gedichte ze Tochter, der geschätzten Dichterin Isolde Kurz, der dieser Tage der Universität Tübingen der Ehrendoktor verliehen worden ist. den weiteren Beiträgen verdienen Beachtung zwei launige Ski Fritz Müllers, ein Artikel über den Komponisten Guiseppe und Sprichwörter aus der Lüneburger Heide. Das andere Nr. 49, ist zu einer Märchen⸗Lese ausgestaltet und großen und kleinen Kindern viel Ergötzliches. Wir nennen nur Beiträge von Ludwig Steub, Georg Busse⸗Palma, Richard De und Rudolf von Delius. Besonders hervorzuheben ist der reichha Bildschmuck dieser Nummer. Probenummern der Lese, dieser züglichen, von Theodor Etzel herausgegebenen billigen Wochen versendet auf Wunsch die Geschäftsstelle der Lese, Stuttgart, Lund straße 26. os. Der Deutsche wird Vegetarianer. Zu dieser Ueberzeng muß man unwillkürlich gelangen, wenn man sich die Riesen vergegenwärtigt, welche die Deutsche Reichsstatistik beim Lapis „Gemüseeinfuhr“ in diesem Jahre sestzustellen Gelegenheit han Deutschlands Gärtnerzunft ist bei der allgemeinen Entwicklung niz stehen geblieben und produziert von Jahr zu Jahr immer mch Gemüse; allerdings wächst auch die Bevölkerung ständig, so daß dadurch ein Mehrverbrauch innerhalb gewisser Grenzen erklang ließe; die kolossale Einfuhr an ausländischen Gemüsen aller ie aber ist zweifellos ein Zeichen dafür, daß unsere deutschen Haus frauen die gärtnerischen Produkte auf ihrem Speisezettel imme mehr schätzen lernen.. Der Gesamtwert der Gemüseeinfuhr in Deutschland belief seh im Jahre 1907 auf 26 Millionen Mark, 1908 auf 39, 100 auf 1910 auf 40, 1911 auf 51. 1912 auf 80 Millionen Mark. Von 10 bis 1912 allein also eine Steigerung um genau 100 Prozent. Ei in den letzten Jahren hat das statistische Amt sich eingehender uz der Jeststellung der verschiedenen Gemsearten, welche eingeslhr wurden, beschäftigt, während früher nur der Gesamtwert derselben gebucht wurde. Und daß in der Handelsbilanz auch die Herkun solcher Werte eine wesentliche Rolle spielt, versteht sich von selhs. Wer Holland kennt. wird sich vielleicht nicht wundern, daß diefe Land mehr als die Hälfte aller Zuführen liefert. Nicht wenige als 1 700 000 Zentner= 8500 Waggonladungen zu je 10 000 Kile, gramm gingen im Jahre 1912 über die holländisch⸗deutsche rens in der Hauptsache Lohlarten(Rotkohl, Weißkohl, Blumenkohll Gurken, Salat usw. Italien kommt erst an zweiter Stelle mit d schon bedeutend geringeren Menge von 500 000 Zentnern, die 60 hauptsächlich aus Tomaten, Blumenkohl, Bohnen und ähnlichen! wärmbedürftigen Gemüsen zusammensetzen. An dritter Stelle sols Oesterreich⸗Ungarn mit einer Lieferung von 400 000 Zentnern, den sich Aegypten(dank seiner großen Zwiebelkulturen] mit 250 U% Zeutnern anschließt. Frankreich, dem wohl viele unserer Leser f 1 a 0 dieser Beziehung mehr zugetraut hätten, liesert uns nur 10 0 Zentner, dafür aber die wertvollen, seinen und teueren Frühgemlse, wie Spargel, Blumenkohl und Bohnen. Es folgen mit nennens⸗ rten Zufuhren noch Belgien mit 57 000 Zentnern und Spanzen as es mit seinen ausgedehnten Tomatenkulturen auf 42000 Zent⸗ ner in vergangenen Jahre gebracht hat. Welche Werte in nur einzelnen Gemüsearten stecken, erhellt „ B. aus der Tatsache, daß im Jahre 1912 nicht weniger als 11 Millionen Zentner Blumenkohl im Werte von 17 Millionen sowie rund 2 Willionen Zentner Gurken für rund 12 Millionen Mark in Dentschland eingeführt wurden. Unsere Gärtner konnen diesen Zahlen lernen, Dr. Sch.