1 1 Nea Y N N 5 ler dz N 1 N 8 gen wal inst weh ig been 507 deußen d Jorbt, e Asti Monaten län fernahn x um dat aß Nope daß Nu „Ne äufert lb un Na cht de enn; 1 8 issen istsnacht öchentliche Beilage der Oberhessischen Dolkszeitung Nummer 11 Dienstag, den 17. Zuni 1915 2. Jahrgang Bildung. Von Wilhelm Ostwald. 1 Aus dieser Betrachtung erkennen wir, daß Bildung an und für sich noch nicht einen Höchstwert oder ethischen Wert darstellt. Es gibt große Bildungsgebiete, welche ethisch ziem— lich indifferent sind, da sie für den sozialen Wert des Be⸗ treffenden nicht ausschlaggebend sind. Hierher gehört vor allen Dingen die Fachbildung, welche zwar insofern sozialen Wert hat, als sie dem Betreffenden ermöglicht, seine Stel— lung in dem System der gegenwärtigen wirtschaftlichen Ge⸗ sellschaft einzunehmen. Da wir aber die wirtschaftlichen Ver⸗ hältnisse als zwar unbedingt notwendige und grundlegende, im übrigen aber doch als die elementarsten und daher nied— rigsten Voraussetzungen für die kulturelle Betätigung der Menschen zu betrachten gewohnt sind, so wird auch Bildung auf diesem Gebiete von uns als eine zwar wichtige und bei jedem Kulturgenossen vorauszusetzende, im übrigen aber in der Wertstufenleiter nicht zu allerhöchst stehende Eigenschaft sein. Wir sehen dann durch Fortführung dieser Betrachtung ohne Schwierigkeit, daß wir ein Bildungsgebiet um so höher schätzen werden, je höher sein Gegenstand in sozialer oder ethischer Beziehung steht, je mehr die dem Gebildeten ge— läufigen Fertigkeiten dazu dienen, das Gesamtleben der Kulturmenschheit zu fördern. Dazu pflegen wir mit sicherem Instinkt das Prädikat Bildung 3. B. einem Gelehrten zu ver⸗ sagen, wenn er zwar eine große Summe von Kenntnissen besitzt, wenn ihm aber die Fähigkeit abgeht, diese Kenntnisse in irgendeinem Sinne zu sozial wertvollem Handeln zu ver⸗ werten. Dieses Handeln braucht sogar nicht notwendig von dem Betreffenden selbst betrieben zu werden. Wir können uns beispielsweise einen Lehrer denken, bei dem sozial⸗ ethisches Handeln vermöge seiner engen äußeren Verhältnisse sich auf einem entsprechend engen Kreis, den seiner Familie, seiner Dorfgenossen und insbesondere seiner Schulkinder be⸗ schränkt, und dem wir doch ein sehr hohes Maß von Bildung zuzuerkennen bereit sind, wenn er sein Wissen ausgiebig zur sozialen, zur kulturellen Hebung dieses seines Kreises zu ver⸗ werten versteht. So kommen wir von selbst auf eine Stufenleiter der Bildungswerte, die mit der Stufenleiter der Werte selbst übereinstimmt, und welche uns die Richtlinien für die Be⸗ tätigung unserer Selbsterziehung und Selbststeigerung gibt. Die gemeinsame Entwicklung des Wissens und Könnens zu immer höheren und allgemeineren sozialen Leistungen ist diejenige Linie, die wir verfolgen müssen, um auf der Bil⸗ dungsleiter immer höher und höher zu steigen. Die meisten von uns werden das Glück genossen haben, mit einzelnen älteren Personen, die instinktiv oder bewußt einen derartigen Selbstbildungsgang erfolgreich verfolgt haben, bekann ge⸗ worden zu sein, und ihnen wird der Eindruck harmonischer Ruhe und schöner Klarheit unvergeßlich bleiben, der von solchen Personen ausgeht, wo sie wirksam sind und ihren Ein⸗ fluß üben, scheint Zank und Streit, scheinen kleinliche, egoistische Betätigungen und gegenseitige Unterdrückungen unmöglich zu sein, so stark wirkt die in ihnen ausgeprägte ethisch⸗soziale Bildung vorbildlich auf ihre Umgebung. Solche Personen stellen demgemäß außerordentlich hohe Kulturwerte dar, und von ihnen mag das sonst so mißverständliche Wort Schillers gelten: „Gemeine Naturen 253 Zahlen mit dem, was sie tun, edle mit dem, was sie sind.“ Wie fast immer bei Schiller, ist auch hier ein an sich richtiger Gedanke durch die übertriebene Ausdrucksweise schief gedrückt worden. Man wird diejenigen Naturen, die mit dem zahlen, was sie tun, nicht gemeine nennen dürfen. Es sind alleredelste und wertvollste Perlen der Menschheit unter ihnen. Aber es gibt, wie wiederholt werden mag, solche ab⸗ geklärte und im höchsten Sinne gebildete Persönlichkeiten, welche bestimmte Taten nicht mehr zu verrichten brauchen, sondern welche dadurch, daß sie einen dauernden und unver- fälschbaren Maßstab für die ethische Beurteilung jeder ein⸗ zelnen Handlung durch ihr Denken und ihre Art der Lebens- führung abgeben, unwillkürlich und ohne weitere Anstreng⸗ ung ihre ganze Umgebung auf einen höheren sozialen, also, in unserm Sinne gebildeteren Standpunkt zu heben ver⸗ mögen. Hieraus ergibt sich denn auch für den einzelnen eine Antwort auf die Frage, wie er sich am besten und sichersten Bildung in solchem hohen Sinne aneignen kann. Er wird seine Lebensverhältnisse überschauen und sich darüber Klar⸗ heit verschaffen, in welchem Umfange und nach welcher Rich- tung er am wertvollsten, d. h. am sozialsten tätig sein kann. Dann wird er sich die drei Stufen der Bildung vergegen⸗ wärtigen, welche oben erörtert worden sind, und sich zunächst durch die gleichzeitige Entwicklung seines Wissens und Kön⸗ nens die Fachbildung zulegen, deren er für die erfolgreiche Ausbildung seines Berufes bedarf. Diesen Beruf seinerseits wird er von vornherein(und wenn es nicht gar zu spät ist, auch eventuell später) daraufhin anzusehen haben, ob das soziale Ergebnis seiner Tätigkeit hoch genug steht, um die Aufwendung eines Menschenlebens nach dieser Richtung zu rechtfertigen. Hat er sich derart für einen seiner Person, seinen Fähigkeiten und Mitteln angemessenen Beruf zu bilden erfolgreich begonnen, dann darf er sich nach den höheren Stufen der Bildung umsehen und diejenige Fähig⸗ keit zu erwerben sich bemühen, die ihm eine erfreuliche und seinen Leistungen entsprechende gesellschaftliche Beziehung sichern. In unserer Zeit, wo als Ueberrest aus dem Mittel- alter von neuem die geistige Krankheit der Standesscheid⸗ ungen und sozialen Schichtenbildung über Deutschland her⸗ eingebrochen ist, erscheint es besonders wichtig, sich von diesen Atavismen freizumachen und durch sein persönliches Verhal- ten gegen diesen Irrweg zu protestieren. Man kann nament⸗ lich die gesellschaftlich„höher“ Stehenden ohne jede Schwie⸗ rigkeit auf das Maß tatsächlicher Bildung, welches sie besitzen, danach beurteilen, wie sie sich zu sogenannten Untergebenen, namentlich Dienern, Kellnern und ähnlichen Personen ver⸗ halten. Jede Barschheit oder gar Grobheit, jedes miß⸗ achtende oder abweisende Verhalten solchen Personen gegen⸗ über ist ein untrüglicher Beweis dafür, daß der Betreffende, wie hoch auch seine äußerliche Stellung sein mag, tatsächlich in hohem Maße gesellschaftlich ungebildet ist. In alter Zeit, wo die soziale Organisation wesentlich auf dem Aufrecht⸗ erhalten der sozialen Schichten begründet war, war ein der⸗ artiges Betragen, das die sozialen Differenzen betonte, wohl auch das Angemessene. In unserer Zeit sind durch die Enz wicklung des Individualismus jene sozialen Grenzen aufge⸗ hoben. Nur persönliche und wirtschaftliche Interessen sind es heute, die ihre Aufrechterhaltung auch dort durchzusetzen suchen, wo sie tatsächlich keinen inneren Grund mehr haben, und ein praktisches Festhalten iener überwundenen Ange⸗ ————— ů——— messenheiten ist ein Beweis für die Zugehörigkeit zu ver⸗ gangenen Jahrhunderten, also ein Beweis gegen die Bildung im Sinne unserer heutigen Kultur. Soziale Bildung wird sich also heutzutage dadurch kennzeichnen, daß ein jeder seinen eigenen Persönlichkeitswert und die Achtung vor dem des andern mit einer stillen Selbstverständlichkeit betätigt, gleich- gültig, ob er mit Personen verkehrt, die auf der gesellschaft⸗ lichen Stufenleiter unter oder über ihm stehen. Die dritte und höchste Stufe der Bildung, welche man mit dem Namen der Herzensbildung bezeichnet, läßt sich ebenfalls auf das kürzeste und schärfste definieren als die per— sönliche Entwicklung zu instinktiven oder unterbewußtem sozialen Handeln. Ein Mensch, dem es selbstverständlich ist, alles und jedes, was er tut, im sozialen Sinne zu richten und auszuführen, wird am meisten mit jenen Eigenschaften aus— gestattet sein, deren Erwerbung als höchstes Ziel jeder per— sönlichen Bildung erscheinen muß. Nun finden wir mit jener Eigenschaft der Herzensbild— ung gelegentlich auch Personen ausgestattet, deren Lebens- verhältnisse und Erfahrungen so enge gewesen sind, daß man sich verwundert fragen muß, wie jene so ungemein hoch zu bewertende und sonst mit so großen Schwierigkeiten zu er— langende Eigenschaft bei ihnen so ohne vorangegangene ent— sprechende Arbeit eintritt. Die Antwort wird wohl nach der— selben Richtung zu suchen sein, nach welcher man die Lösung des Problems vom Genie zu suchen hat. Auch auf andern höchsten Gebieten, z. B. dem intellektuellen und organi— satorischen, findet man einzelne Persönlichkeiten mit ange— borener außerordentlich starker Begabung. Dies erinnert an die neuerdings von de Vries aufgedeckten freiwilligen Mu— tationen im organischen Reich, wo aus der Reihe der regel- mäßig aufeinanderfolgenden Generationen plötzlich sich ein neues Geschlecht ohne jede Uebergangsabstufung heraus— bildet. Die Wissenschaft ist noch zu keiner eindeutigen Be— stimmung darüber gekommen, woher diese Mutationen rühren, und so wird man das hier angedeutete Problem gleichfalls einstweilen nur als Aufgabe auffassen müssen und es dem Fortschritt der Wissenschaft überlassen, die erforder— liche Aufklärung des besonderen Falles mit der Aufklärun/ der allgemeinen Frage beizubringen. 1 1 Ueber künstliche Nahrungsmittel. bracht werden. Von D r. med. A. Lipsch itz. (Nachdruck verboten.) . Nahrungsmittel von den in Wirklichkeit nicht zu Denn die„natürlichen“ Nahrungs⸗ mittel nehmen wir in der überwiegenden Zahl der Fälle nicht in ihrem natürlichen Zustande auf, sondern verände 3 Wir kochen und braten und würzen das Fleisch, wir kochen Milch, und die Eier, Kartoffel und Gemüse. Wir präparieren die natürlichen Nahrungsmittel zu„Speisen“, in denen uns Nahrungsmittel veränder geben sind. Zum Uleberfluß beles findige Küchenchefs en mit Namen, die dem prof Naturmenschen so f für den Anfänger durch großstädtischen Restaurants it im R „natürlichen“. effend. Diese Unterscheidung ist tr d ˖ N l sind, daß es nicht leicht ist, die zelsekarte eines lesen. In jüngeren Jahren war jed Würselspiel für mich. Je mehr mehr wird die und dem ein häufiger he Sprachgebrar zeichnet. mitteln mitteln ˖ Fabrik verlegt amit ehen sertige Fabrikwaxe, die der landläuftge noch nicht al instliche“ ungsn sabrikmäßig bear n natürlich kommt ges iber den eigentlichen ki lich ein Ueberg 5 i DTilesen Alter e Fisch⸗ und konserven usw. Die sabrikmäßig den Nahrungsmitteln ist bei den eigentlich durch den Umstand, daß in den winnung des natürlichen Tieres, Melkung) und seinen Ei ein mehr oder weniger langer Zeitraum verstreichen muß, woben die Nahrungsmittel verderben könnten. Mit der Aufbewahrung der betreffenden Nahrungsmittel in Form von Ke serven wird zunächst nur bezweckt, ein Verderben der Nahrungsmittel zu ver- hindern. f 2 Indem bei der Verarbeitung der Na die Nahrungsmittel schon manche Präpa nur dittsert zwischen der Ge Tötung des Haushalt 5 Nahru Ne! hrungsmittel zu Konserven rierung erfahren, wie z. B. der * 1 5 Beispiel die Vestrebungen, ein künftliches Nährpräparat für den Der allgemeine Sprachgebrauch unterscheidet die„künstlichen“ 100 0 dug 0 tährpräp e 12 bearbeitet.] 2 der künstlichen Nahrungsmittel auf. naturnotwendig mittel schuld daran sind, daß diese so teuer sind: der Käufer muß mit dem Kaufpreise dem Fabrikanten die Kosten für die Reklame gewöhnlich alle Fischkonserven, viele Fleischkonserven, Obstkonserven und in letzter Zeit die alle Beachtung verdienenden Gemülse⸗ konserven, ist ein wichtiger Schritt getan in der Richtung zum eigent⸗ lichen künstlichen Nahrungsmittel. Diese Konserven sind soweit präpariert, daß sie direkt auf den Tisch gebracht werden können oder nur aufgewärmt zu werden brauchen(Gemüsekonserven), um eine fertige Speise zu sein. Denken wir uns weitere Schritte, die die Nahrunsmittel bel fabrikmäßiger Behandlung erfahren können, z. B. die Entfernung mancher Bestandteile aus dem natürlichen Nahrungsmittel oder eine solche Behandlung des natürlichen Nahrungsmittels, die das letztere im Sinne derjenigen Umwandlungen verändert, welchen die Speisen normalerweise im Verdauungskanal unterliegen, so ist uns der Blick auf das unübersehbare Gebiet der sabrikmäßig her⸗ stellbaren künstlichen Nahrungsmittel eröffnet. Wir müssen uns da einige konkrete Beispiele vorhalten, um uns den Sachverhalt geläufiger zu machen. Die Kakaomasse, die man aus dem Zer⸗ mahlen der Kakaobohnen, der Kerne der Kakaofrucht, gewinnt, wird bei der Verarbeitung zu Kakao entsettet: die fabrikmäßige Behand⸗ lung der Kakaobohnen resp. Kalaomasse hat das natürliche Nahrungs- oder Genußmittel, die Kakaobohne, zu einem künstlichen (Kakao und weiterhin Schokolade, die aus Kakao mit allerlei Zu⸗ taten besteht) Nahrungsmittel gemacht. Hier haben wir ein ganz typisches Beispiel für eine erste Kategorie künstlicher Nahrungs⸗ mittel, deren charakteristisches Merkmal in dem Fehlen bestimmler Bestandteile des natürlichen Nahrungsmittels gegeben ist, oder aber auch in dem Hinzufügen anderer, willkürlich gewählter Stoffe zu dem natürlichen Nahrungsmittel. Eine zweite Gruppe künstlicher Nahrungsmittel haben wir in ihrer Natur auch schon angedeutet: ihr charakteristisches Merkmal ist, daß in ihnen die Arbeit der Ver⸗ dauung schon bis zu einem gewissen Grade vorgenommen ist. Hier⸗ her gehören zahlreiche Fleischpräparate, die aus Fleisch bestehen, das einer partiellen„künstlichen Verdauung“(d. h. der Verdauung mit Hilse natürlicher Verdauungssäfte, aber außerhalb des Körpers, in Gefäßen, in denen das Rohmaterial mit Verdauungssaft gemischt wird) unterworsen worden ist. Oder Fleischpräparate, die in Pulverform in den Handel kommen, so daß mit ihnen das Kauen der Nahrung im Munde und das Zerreiben der Nahrung durch die Reib⸗ bewegungen des Magens schon durch die Behandlung des Rohstofses in der Fabrik erledigt ist. An diese beiden grundlegenden Merkmale künstlicher Nahrungs⸗ mittel knüpfen sämtliche Abarten künstlicher Nahrungsmittel an, in vieltausendfältigen Modifikationen von ärztlicher und chemischer Seite angeregt und von den Fabriken in den Handel ge⸗ Durchdenkt man diese beiden Merkmale künstlicher in allen ihren Konsequenzen, so wird klar, daß mit gegeben ist für die unendliche Schar der die Nahrungsmittel ihnen die Grundlage „Eiweißpräparate“ und„Kindermehle“, die wohl allein schon das Gros der künstlichen Nahrungsmittel ausmachen und die in ihrer Anwendung gewöhnlich an den Rat des Arztes geknüpft sind. Indem wir als das eine Merlmal des künstlichen Nahrungs⸗ mittels das Fehlen enies oder mehrerer von den Bestandteilen des das natürlichen Nahrungsmittels oder die Zutat willkürlich gewählter Stoffe zu dem letzteren erkannt haben, ist uns auch ein Verständnis dafür eröffnet, wie die wissenschaftliche Forschung in die Industrie künstlichen Nahrungsmittel eingreift. Nehmen wir hier als ugling zu schaffen, das Ersatz für die Muttermilch bieten soll. Der erste Schritt wird hier sein, daß die Wissenschaft die Bestand⸗ teile der Muttermilch bis in alle Einzelheiten erforscht. Der zweite Schritt ist daun die künstliche Modelung irgend eines anderen— chst möglichst nahe verwandten— natürlichen Nahrungsmittels r Richtung zur Muttermilch. Dieser zweite Schritt ist prinzipiell jenau derselben Weise gegeben im einsachen Verdünnen der Kuh⸗ milch mit Wasser, wie wir es in gewohnter Art bei der Auf⸗ päppelung des Säuglings tun, und in den sein angedachten Be⸗ strebungen na h der letzten Jahre, eine wirklich einwands⸗ freie und allen Eigenschaf der Muttermilch gerecht werdende „künstliche Milch“, wie man sagen kann, zu schaffen. Aber unser erstes Merkmal deckt uns zugleich auch die Mängel Denn der wissenschaftlichen Forschung ist es ja noch nicht gelungen, die einzelnen Nahrungs- mittel so allseitig zu erkennen, daß wir schon jetzt einen vollwertigen künstlichen Ersatz für sie schassen löunten. Da aber die Fabriken, die künstliche Nahrungsmittel auf den Markt bringen, selbstver⸗ ständlich bestrebt sein müssen, die vielsachen Mängel, die einem jeden künstlichen Nahrungsmittel bis zu einem gewissen Grade heute an⸗ haften müssen, in ihrer Reklame zu verdecken, so liegt es in der Natur der Sache, daß die Aufklärung des großen Lafenpublikums über den Wert der künstlichen Nahrungsmittel ungenügend seln muß. Ja, man kann getrost das Paradoxon aussprechen, daß die vorhandenen Mängel der künstlichen Nahrungs⸗ In zurüfckerstatten, die von dem Fabrikanten zum Fang des Käufers aufgewendet worden waren. Ich will mit dieser Feststellung natürlich in keinem Falle den Stab über alle künstlichen Nahrungsmittel brechen! Denn dle künstlichen Nahrungsmitteln sind nötig und spielen eine große Rolle in der Ernährung des Kranken und namentlich des künstlich ernährten Säuglings. Es muß aber darauf hingewiesen— daß die großen Schwierigkeiten. die bei der Herstellung wirklich * voller klinstlicher Nahrungsmittel naturnotwendig gegeben sind, reich Möglichkeiten für den absichtlichen oder unabsichtlichen rieb minderwertiger Ware schaffen und damit stets zur größten mit bezug auf den Gebrauch künstlicher Nahrungsmittel t mahnen müssen. Es soll als allgemeine Regel gelten, as der Gebrauch eines Nährpräparates, gleich ob für einen Säug⸗ ig, ein Kind oder einen Erwachsenen bestimmt, ausschließlich vom angeordnet und geregelt werden muß. * Auch ein Kritiker der Staatsreligion. „Die Religion ist eine alte Maschine, die man immer be— ut hat, um die Völker in untertaner Treue zu halten und e Menschenvernunft zu zügeln.. Solange die Fürsten an er Kette der Theologie liegen und die dem Lande Gebieten— en immer wieder fürs Beten bezahlt bekommen, kann die ar solchen Geistestyrannen verdunkelte Wahrheit das Volk licht erleuchten. Wie Kranke nach allerlei Arznei langen, eil sie hoffen, daß eine sie heilen werde, so hat das Men— cengeschlecht in seiner Verblendung ein göttliches Wesen ud eine helfende Kraft in allen natürlichen Dingen voraus— 0 zt.“ 1. dieselben Menschen, die so widerspruchsvolle Vor— gellungen von Gott haben, führen mit jeder Kirchenversamm— ang neue Glaubensartikel ein, die nach dem Belieben und Ateresse der Priester wechseln. Sie wollen als die Stellver— Christi unfehlbar sein und ihr Leben ist so, daß man sie 0 für Stellvertreter des Teufels halten könnte. Die Ge— 1 Jichte der Kirche zeigt uns mit einem Wort ein Werk der 0 lik, des Ehrgeizes und des Eigennutzes der Priester. 0 kalt den Charakter der Gottheit hier zu finden, sieht man n Namen des höchsten Wesens in ihr nur lächerlich miß— Saucht von geistlichen Betrügern, die sich seiner bedienen, um re berbrecherischen Leidenschaften damit zu verschleiern.“ „Die Theologen scheinen einander überhaupt alle zu ichen, von welcher Religion oder von welchem Volke sie ch sein mögen. Sie haben immer die Absicht, sich ihre spotische Autorität über die Gewissen anzumaßen; und das schon genug, um sie zu eifrigen Verfolgern aller derer zu aachen, die mit edler Kühnheit die Wahrheit entschleiern. bre Hand ist immer mit dem Blitze des Anathemas be— ffnet, um das erträumte Phantom der Irreligion zu oden zu schlagen, das sie ohne Unterlaß bekämpfen. Sie edigen Demut, eine Tugend, die sie in ihrem Verhalten emals zeigen, nennen sich Diener eines Gottes des Frie— ens und haben doch ein Herz voll Haß und Ehrsucht. Schon in Belragen allein, das ihrer Moral so wenig entspricht, inte, wie mich dünkt, ihre Lehre in Mißkredit bringen. Der arakter der Wahrheit ist ganz anders, sie bedarf keiner affen, um sich zu verteidigen, und keiner Gewalttätigkeit, in die Menschen zum Glauben zu nötigen. Sie braucht sie ir zu zeigen, und sobald ihr hellstrahlendes Licht die g bolken zerteilt hat, wohinter sie verborgen war, so ist sie es Triumphes sicher...“ „ben die Religion, welche Demut, Menschenliebe und ö duld lehrte, setzte sich mit Feuer und Schwert fest. Die ner der Altäre, welche Heiligkeit und Armut zum Lose ben sollten, führten ein ärgerliches Leben, sie erwarben sich liichtümer, wurden ehrsüchtig und einige von ihnen sogar ichtige Fürsten...“ . Es ist ebenso schwer, die Priester menschlich zu machen, mit Elefanten zu reden..“ ö „Selig sind die Armen, denn sie werden das Himmel— uch ererben.“„Da aber die Priester wünschen, daß jeder⸗ Aun selig werde, so sorgen sie dafür, jedermann in den zund der Armut zu versetzen. Nichts sollte erbaulicher sein, l die Geschichte der Oberhäupter der Kirche und der Statt⸗ wer Christi, man wird sich vorstellen, in ihr Muster von rad aften und heiligen Sitten zu finden. Indes zeigte gerade das Gegenteil: man findet nichts als empörende aschweifungen, Greuel und Aergernisse, und man kann sich at enthalten, wenn man das Leben der Päpste liest, mehr 1 einmal ihre Verrätereien und ihre Grausamkeiten zu N Im allgemeinen sieht man da, wo ihre Herrsch⸗ lets auf Vermehrung ihrer weltlichen und geistlichen Macht bedacht war, wie ihre Herrschsucht keinen anderen Zweck hatte, als das Vermögen der Untertanen in ihre Fa⸗ milien zu bringen, um ihre Neffen, ihre Mätressen oder ihre Bastarde zu bereichern.“ „Die Menschen haben sich ein sonderbares Phantom von strenger Tugend geschmiedet und wollen, daß die Priester (Leute, die zur Hälfte Betrüger und zur Hälfte abergläubisch sind) diesen Charakter annehmen sollen. Es ist ihnen nicht erlaubt, offenbare H jäger oder Trunkenbolde zu sein, wohl aber ehrsüchtig zu sein... Die Priester spielen, solange sich ihr Eigennutz damit verträgt, den Tugendhaften, aber bei der geringsten Gelegenheit bricht die Natur aus ihren Fesseln hervor, und die Laster und Bosheiten, die von der äußeren Gestalt der Tugend verhüllt waren, erscheinen als— bald aufgedeckt.“ „Eine Gesellschaft kann nicht ohne Gesetze, wohl aber ohne(positive) Religion bestehen...“ „Die Toleranz muß in einem Staate jedem Freiheit geben, alles zu glauben, was er will.“ Diese Ausführungen sind den Schriften des Königs Friedrichdes Großen von Preußen entnommen. * Der Völkerkrieg der Fürsten. 1813/15. Von Kurt Eisner. IX. Das wirtschaftliche Problem Preußens seit 1806 war nicht die unerfüllbare Befriedigung maßloser Ansprüche Napoleons, son⸗ dern die Befreiung des Landes von der Aussaugung durch Krone und Adel. Der preußische Adel hatte bis zur Katastrophe von Jena an den europäischen Kriegen gewaltige Summen verdient. Sein Getreide ernährte zum großen Teil die Heere. Die Getreide- und damit auch die Grundstückspreise waren riesig gestiegen. Das preußische Volk aber litt furchtbar unter den hohen Preisen. Nach Jena natürlich trat ein Rückschlag ein. Aber er traf doch im Adel wesentlich nur die zivilen und militärischen Staatspfründner, die jetzt überzählig geworden waren und nun sehen mußten, wie sie sich auf andere Weise ihr Brot verdienten. Doch herrschte auch selbst in den Kreisen der Beamten und Offiziere durchaus nicht die bleiche Not. Nur wollten sich die Inhaber der Sinekuren durchaus nicht an Einschränkungen gewöhnen. Nichts hat so sehr den Haß der preußischen Beamten gegen Stein geschärft, als dessen Be— mühungen, die unverdienten und unmäßigen Tagegelder zu be— schränken. Der Hof spürte überhaupt keine Not. Als Hardenberg 1810 die Leitung der Regierung übernahm, verzichtete er patriotisch auf jedes Gehalt; aber er behielt sich vor, seine Haushaltungskosten aus Stagatsmitteln zu bestreiten; diese erreichten in manchem Jahr 37 000 Taler, eine selbst für heutige Verhältnisse ungeheure Summe — in der Zeit der„tiefsten Not“. Der adelige Grundbesitz verdiente auch in allen diesen Jahren reichlich an dem nationalen Elend. Die Preise blieben hoch und die Ernten waren zumeist gut. Die Agrarkrisis trat erst nach dem Frieden, nach 1815 ein. Ein Scheffel Roggen, der 1816 87 Sgr. 7 Pfg. gekostet hatte, wurde 1824 nur mit 18 Sgr. 10 Pfg. bezahlt. Das war die Zeit, in der sich dann der preußische König endlich entschloß, seine Domänen, die unrentabel zu werden brohten, dem Staat zu überlassen, gegen eine feste Millionenrente; auf diesen Domänenhandel Friedrich Wilhelms III. wird heute noch das Zwanzig⸗-Millionengehalt des preußischen Königs als über allen parlamentarischen Bewilligungen stehender unantastbarer Rechtsanspruch begründet. Die preußischen Junker fuhren nicht nur fort, das Volk aus⸗ zusaugen, sie waren auch entschlossen, die politische Notlage ihres Königs zu ihrem Vorteil in einer weit brutaleren Weise aus⸗ zubeuten als der fremde Eroberer jemals versucht hätte. Eine einzige Tatsache genügt, um den ganzen jämmerlichen Patrioten⸗ schwindel des preußischen Junkertums für immer zu entblößen. Wegen keiner Forderung ist Napoleon so wütend geschmäht worden als wegen seines Begehrens, für 50 Millionen Franken königliche Domänen zu erhalten. Meisterlich ist die moralische Entrüstung über diesen Anspruch: der preußische Rachen troff noch von dem Fett der polnischen Adelsgüter, die er eben erst verschlungen hatte! Und unübertrefflich die Entrüstung, wenn sie gar preußische Junker hervorbringen! Die Kriegsschuld von 120 Millionen Francs hätte ein einziger Mann allein tilgen können: der König, dessen Domänenbesitz selbst in den Tagen nach Tilsit(mit den Forsten) noch einen reinen Ueberschuß von mehr als 2% Millionen Taler abwarf; ein Besitz also, der weit die ganze Kriegskontribution über⸗ stieg. Aber Napoleon verzichtete auf den Naturalbesitz der Domänen und begnügte sich, für die Summe Domänenpfandbriefe zu empfangen. Bedingung war, daß auch der adelige Grundbesitz mit für die Zahlung bürgte. Da der damalige Wert der Domänen mindestens 230 Millionen Franken betrug, so war die Bülrgschaft für 50 oder 70 Millionen Domänenpfandbriefe ohne jedes Risikoz . 7 8 .— sofern en nder König— es damals merkwü chte 1 und ar wurden auch die ner redikt trüe erschleude⸗ rung die Dome Gelde n Ertrag sowie mit der Ste eute der Staatsk lüchten würde. Als Stein im Frühjahr 1808 über die Pfandbriefbürgschaften verhan⸗ delte, bewilligten die märkischen Junker eine Bürgschaft in der Höhe von 20,6 Millionen Franken, sie forderten aber nicht etwa nur die Verpfändung löniglicher Domänen, sondern die förmliche Ueberlassung von Domänen im Werte von 44,4 Millionen Mark. Die allergetreueste Ritterschaft der Alt⸗ und Neumark, die man heute als„die Märler“ zu begrüßen pflegt, forderte allein für sich als Entgelt für eine lediglich formelle Haftung einen genau so großen Domänenbesitz von ihrem eigenen König, wie ihn Napoleon ursprünglich verlangt, dann aber darauf verzichtet hatte! Und Stein gestand damals diese Konfiskati königlichen Besitzes durch die feudalen Vasallen tatsächlich zu! Die grausamste Kontribution aber, die der preußische Adel in 5 91 01 der Zeit der schweren Not dem Vaterlande auferlegte, war der un- geheuerliche Raub des Bauernlan des, der nach 1806 be⸗ gonnen und nach den Freiheitskriegen, nach der Wiedererrichtung der unumschränkten Junkerherrschaft, schamlos vollendet wurde. Es gab schließlich nach den Regulieredikten weniger spannfähige, das heißt Zugvieh haltende Bauern in Preußen als nach dem bauern mörderischen dreißigjährigen Krieg. Wir haben immer noch keine ausreichende Statistik über den Umfang des damaligen Bauern raubs. Aber man erhält eine Vorstellung von der Bedeutung dieses Junker-Feldzuges, dieses inneren Krieges gegen die Bauern, wenn man aus einer neueren sorgfältigen Berechnung von Hans Gold schmidt erfährt, daß nur in der Kurmark rechts der Elbe, in der Neumark und in Hinterpommern, trotz der inneren Kolonisation, die seit den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts wieder Bauern ansetzte, im Jahre 1907 der bäuerliche Besitzstand um 1100900 Morgen geringer war als 1806. Vor hundert Jahren wurde bei Großgütern der Morgen etwa auf 20 Taler geschätzt. Legt man nur diese Zahl auch für Bauerngüter zugrunde, so wäre das eine von preußischen Junkern aus preußischen Bauern er— preßte Kontribution von mehr als 20 Millionen Talern, oder 70 Millionen Franken nur für diese drei Gebiete des König— zeichs und in der Zeit nationalen Elends! Sicher erreicht und übersteigt diese ganze Kontribution, die die Junker vor und nach den Freiheitskriegen den Bauern auferlegten, die sabelhasten Milliarden Max Dunckers. Was waren das schließlich für Leistungen und Opfer, mit denen das Junkertum in jener harten Zeit das Vaterland zu retten suchte? Die großartige Leistung bestand darin, daß sie sich jeder Steuerpflicht opferwillig entzogen! Bis 1806 war der preußische Adel bis auf eine winzige seudale Lehenspferdeabgabe frei von allen direkten und sogar von allen indirekten Abgaben. Da Preußen damals zu mehr als vier Fünfteln vom Ackerbau lebte und die leistungsfähigen Güter ausschließlich dem König— in Ostpreußen besaß er die Hälfte des Landes und dem Adel gehörten, so be⸗ deutete diese Steuerfreiheit die beispielloseste Steuerausraubung der Bauern und der Städter. Die Bauern wurden außer durch die Feudal- und Militärlasten durch eine wirre Fülle von Kopfsteuern Jahr für Jahr bis auf die Haut gebrandschatzt, die armseligen Bürger der Städte erstickten in der Unzahl sich stetig steigernder und vermehrender Abgaben auf den Gebrauch und in den zahllosen Stempelsteuern. Die adeligen Grundbesitzer aber leisteten nur in Ost⸗ und Westpreußen eine geringe Grundsteuer. In Pommern zahlten sie nicht nur keine Steuern, wie sie auch klüglich unter⸗ ließen, die Zinsen für die ihnen von Friedrich II. geschenkten großen Meliorationssummen zu entrichten; sie schluckten sogar gewisse Staatssteuern, die auf den Bauern lasteten Das war nach 1806 die wichtigste und entscheidendste Frage der leren Resorm, die allgemeine Steuerpflicht nach der Leistungssähigkeit durchzuführen, die„Exemtionen“, wie man die Steuerbefreiungen damals mit einem verhüllenden Fremdwort als ein gewährleistetes Recht bezeichnete, von Grund aus und für immer 1 0 daß die Exemtionen solange be⸗ 0 8 zu beseitigen. Es zeigte sich bald standen, wie man die Eximierten nicht selbst ausrottete. Die onen wie die Eximierten bestehen heute noch! Die Exemti ganze Finanz. und Steuerpolitik d deutschen Reiches ist nichts des Großgrundbesitzes. anderes wie eine tributzahlende Exemtion (Fortsetzung solgt.) Aus unserer Sammelmappe. Kalk im Brot? Zwei Münchener Gelehrte von ernstem wissen⸗ schaftlichem Rufe sind wieder einmal der Leidenschaft verfallen, das Steuerrad der Natur in die Hände zu nehmen. Sie haben herausgefunden, daß DO der Org g wenn er die Auswahl seiner ug dem Standpunkt aus trifft, wieviel Kalk in ihnen enthalten ist. Nach il er 0 1 ingesähr 1 Gramm Kalk Professoren an, man nd so dem Organis ene 2 Ar 7 neue Sache. Man hat zu uns solle Brot mi beispringen. schon bei Blutungen und zur Erhöhung der Blutgerinnbarke Leuten, bei denen die kleinsten Wunden unstillbar strömen, bei den sogenanten Blutern, Kalk verordnet— man ist davon abgekommen Man hat bei den Knochenerweichungen der Schwangern schon Kalk verordnet— man hat keine dauernden Erfolge davon gesehen. Mn hat bei Lungentuberkulose schon Kalk verordnet— man ist davem wieder abgekommen, und es dürfte aus dem Gesichtswinkel heraus daß in Ernährungsfragen die Natur keine Präzeptoren braucht, in Bälde eine Abkehr von der neuen Schulmeisterei erfolgen. Je tiese⸗ wir in das Wesen des Organismus eindringen, desto mehr müssen wir seine Weisheit bewundern und seine wunderbare Klugheit, se sich immer das Richtige zu wählen. In der Geschichte der Medi hat es schon oft Neuerer gegeben, die der Schöpfung die Arbeit abs nehmen wollten, und alles besser wußten als der Körper. Man her den Leuten Blut zu trinken gegeben, wenn sie blutarm waren, abe; diese Methode ist längst vergessen. Man hat sie Gehirn essen lassen wenn sie dumm waren. In diesem Beispiel leuchtet die Naspitz am ersten ein. Man hat die merkwürdigsten Beihilfen leisten wollen, aber die gewollte Zuführung solcher Mittel ist immer mz eine Modesache gewesen und später verschwunden. Wenn der Körpa Flüssigkeiten braucht, so schafft er den Durst, der zum Trinken auff fordert; wenn er Salze und Gewürze braucht, leitet er die Menschen scharfe saure Sachen zu genießen; wenn er Kohlehydran braucht, so stellt sich ein Hunger nach Süßigkeiten und Gebäck enn usw. Daraus kann man mit zwingender Notwendigkeit schlleßer daß, wenn der Körper Kalk braucht, er diese Forderung in Wünsche und Handlungen der Menschen hineinfligt. Solange mu Laboratoriumsversuche eine solche Forderung ergeben— möge sie noch so sauber und exakt bearbeitet sein— wird nich! Bleibendes von solchen Dingen ersprießen.(Aus der populle medizinischen Monatschrift Hyg, Verlag Volksmedizin, München. Natur, Halbmonatsschrift für alle Naturfreunde. 4. Jahrgang Heft 15. Theod. Verlag, Leipzig. Jährlich 2 rest illustrierte Hefte und 5 wertvolle Blicher zum Preise von zusammen nur 6 Mark. Ein ungemein interessantes und reichhaltiges Heft bietet un diese ausgezeichnete Zeitschrift hier wieder. Der treffliche Arth von Kurt Scheibener„Grindwaljagd auf den Faeroer“ wird sebe durch die frische und anschauliche Schilderung, welche noch durch seß, gut wiedergegebene Abbildungen belebt ist, fesseln. Dr. E. Schem Aufsatz„Naturwissenschaftliche Studienreisen“ atmet eine solen töstliche Freude an der Natur und ihren Erscheinungen, daß wa allen Lesern die Lust ankommen wird, derartige Wanderungen ele mal mitmachen zu können. Es wird ihnen leicht gemacht. De Deutsche Naturwissenschaftliche Gesellschaft veranstaltet jahrlich eim Anzahl von Exkursionen, welche für die Mitglieder der Gesellsche nur mit ganz geringen Kosten verbunden sind. Unsere Leser können also nichts Besseres tun, als sich dieser Gesellschaft anzuschlleßen Der Aufsatz von Scheu ist gleichzeitig auch ein Bericht über bet Osterwanderung der D. N. G. in die sächsische Schweiz; er sowelt wie die prächtigen Bilder lassen ahnen, welchen reichen Gewinn lu Körper und Geist derartige sachkundig geleitete Ausflüge den Ten nehmern bieten. Viele sind gewohnt, sich in den Osten Deutschlanle ein weites Oedland vorzustellen; diese werden durch den Artil von E. Wernicke„Die Tucheler Heide“ eines Besseren belehrt. uus endlich reizvolle Landschaftsbilder weisen jene Gegenden auf, W deutlich auch aus den 3 Abbildungen zu dem Artikel zu ersehen* Wer seine Mußestunden gern mit physikalischen Experimenten dio bringt, wird in dem Aufsatze von Dr. O. Frey„Die Stahlkugel 1 dilfsmittel für lehrreiche physikalische Versuche“ eine Fülle 2 neuen und interessanten Anregungen finden, die die Lust erwede⸗ 5 di und Thomas sich mehr und mehr mit diesen Dingen zu beschäftigen. Das ist mx ein kleiner Teil des reichen Inhaltes dieses Heftes. Da der Le zugspreis der Zeitschrift wirklich ein außerordentlich geringer 6 nennen ist, können wir unseren Lesern ein Abonnement empfehlen, umsomehr als sie dadurch Mitglieder der Deutsch.⸗ Naturwissenschastlichen Gesellschaft werden, deren mannigfache Bas sie ohne jede weitere Verpflichtung genießen. 7 meldungen können bei der nächsten Buchhandlung oder der schäftsstelle der D. N. G., Leipzig, Königstraße 3, aufgegeben werber, günstigungen — öͤ i