2 „ bol b Au is 1 1 leg. fo Aich, g fr asc une“ te he fg slulat holt. jeh 82 10. aalen Age l chli, N Eich ö dane, N Ihen. en aft ie lag iche lh 0 be U 4 wissenist mach Wöchentliche Beilage der Oberhessischen Volkszeitung Nummer 6 Mittwoch, den 1a. snai 1913 2. Jahrgang Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Von Josef Dietzgen. Alles Ringen und Kämpfen der Weltgeschichte, alles Sinnen und Trachten der Wissenschaft findet seine Spitze, seinen gemeinsamen Zweck in der Fr eiheit des Menschen, in der Unterwerfung der Natur unter die Botmäßigkeit seines Geistes. Was heißt Freiheit? Ist sie eine Chimäre, von der man singt:„Freiheit, die ich meine“, und von der, genauer zuge— sehen, doch nur der Name gekannt ist; nach der die großen Redner von 48 geseufzt und geschmachtet, wie die Backfische nach einem unbekannten Schatz seufzen? Und wahrlich, auch der hat nur einen höchst spießbürgerlichen Begriff von ihrem hohen Wesen, wer, wie der Philister, dabei an die Freiheit von polizeilicher Plackerei denkt, oder an die Freiheit gewerb⸗ licher Konkurrenz, an die Freiheit der religiösen, politischen oder irgend einer Ueberzeugung, oder an die Freiheit, sich mit den Genossen in irgend einem Lokal oder gar unter freiem Himmel zu versammeln und öffentliche Angelegen⸗ heiten zu diskutieren. Alles das sind nur Quasten und Troddeln der Freiheit. Unsere Liberalen und Fortschritts⸗ männer, die nur nach diesem Flittergold suchen, haben schon längst den wahren Leib der Freiheit als Privilegium dem Volke vorweggenommen. Was sie besitzen und größtenteils im Uebermaß genießen: die Befreiung vom Joche sklavischer Arbeit, die Befreiung von Not, Elend und Sorge, von Hunger, Kummer und Ungewißheit, die Befreiung von der Plage, Lasttier der„höheren Gesellschaft“ zu sein,— diese Freiheit, und zwar für die Masse, für das Volk, das ist der heilige Zweck, den zu erfüllen die so unendlich reich gewordene mensch⸗ liche Arbeitskraft den Beruf hat. Des Menschengeschlechts bisherige Not mochte unver⸗ meidlich sein, weil die Kraft nicht vorhanden war, sie zu lindern. Jahrtausende der Entwicklung waren erfordert, um diese Kraft großzuziehen. Während die Arbeit des Volkes nicht ergiebig genng war, um die Bedürfnisse der Masse zu befriedigen, mochten einzelne Klassen das Privilegium der Herrschaft sich aneignen. Noch mehr: die Entwicklung unserer Arbeitskraft, ihr Ziel, die moderne Ergiebigkeit, fordert die Herrschaft privilegierter Geschlechter, erforderte gleichsam die Ausbeutung der Masse. Wir wollen also das Elend der Ver⸗ gangenheit mit Geduld und Ergebung, ohne Haß und Groll ertragen. Um so vollkommener berechtigt sind dann aber auch die sozialdemokratischen Forderungen für die Gegenwart. Das Volk verlangt nach der realen Erlösung, weil endlich die Bedingungen dazu vorhanden sind. Armut, Hunger und Elend der Vergangenheit waren vielfach durch Mangel an Lebensmitteln verursacht. Gegenwärtig, und seit Dezennien schon, ist es umgekehrt, überschüssiger Reichtum, wie er sich in Geld-, Handels- oder Industriekreisen offenbart, der die Ar⸗ beitskraft des Volkes brach legt. Bisheran war es Aufgabe der geschichtlichen Entwicklung, die Produktion zu organi⸗ sieren, zu arbeiten, zu sparen, Reichtümer zu schaffen. Zu diesem Zweck mochte die Kultur den Menschen als Werkzeug gebrauchen. Soweit ihre Aufgabe innerhalb dieser Knecht⸗ schaft erreicht war, ist sie erreicht. Die Kultur war bisher Zweck, und der Mensch Mittel. Jetzt gilt es die Dinge um⸗ zukehren, den Menschen zum Zweck und Kultur zum Mittel zu machen. Die erste Bedingung, das Werk der Entwicklung diebe. Statt des luxuriösen Firlefanzes eurer Afterkultur verlangt es die planmäßige Produktion, welche nicht die Völlerei einzelner durch den Mangel des Volkes, sondern das tägliche Brot allgemein und reichlich erzeugt. Bewußte plan- mäßige Organisation der sozialen Arbeit nennt sich der er; sehnte Heiland der neuern Zeit. Die Gleichheit der Sozialdemokratie ist keine phan⸗ tastische Gleichheit, welche ihren Gegensatz, die Verschiedenheit, ausschließt. Unsere menschliche Natur hat uns allen das gleiche Bedürfnis gegeben, auf diesem Erdboden unsern Hunger zu stillen, unsern Leib zu kleiden, alle unsere verschie⸗ denen Kräfte zu entwickeln. Die Menschenkinder haben von Natur alle das gleiche Verlangen, ihr Leben zu verbringen in tätiger Lust, ohne Elend und Knechtschaft. Die Gleichheit des Verlangens ändert die Verschiedenheit nicht, welche jeden von uns mit Kräften und Talenten eigner Art ausgerüstet hat. Wie also der Gegensatz zwischen Gleichheit und Mannig⸗ faltigkeit in der Natur der Dinge faktisch vereint und über⸗ wunden ist, so soll auch das soziale Leben der Zukunft die Menschen gleich machen an gesellschaftlichem Rang und Wert, ihnen den gleichen Anspruch geben auf Genuß des indivi⸗ duellen Lebens, ohne deshalb die Verschiedenheit aufzuheben, welche jedem seine besondere Aufgabe zuteilt, jedem gestattet, nach seiner eigenen Fasson selig zu werden. Dazu ist das Erste und Vornehmste: die bisherige Idee vom höchsten Wesen, den Begriff der Vollkommenheit zu reformieren. Bis dahin hat man das Erhabene, das Erste, Höchste, Göttliche und Vollkommene immer als ein einzel- nes Ding oder Wesen gesucht und angeschaut. Hier nahmen die Barbaren irgend einen Baum dafür an, dort war es ein goldenes Kalb, dann eine zornige Gerechtigkeit, die in Blitz und Donner lebte, und die Christen schließlich vergötterten den Geist der Liebe. Warum blieb dieser Geist der Liebe so unvollkommen? Weil dem göttlichen Geiste sein Gegensatz, das Fleisch und Bein, fehlte. Wir werden dem Geist der Liebe nur dann Fleisch und Bein geben, wenn wir das Voll⸗ kommene, das Große und Höchste, weder in einem einzelnen Ding, noch in einer einzelnen Eigenschaft, noch in einer be⸗ sonderen Persönlichkeit, sondern in der Gemeinschaft, in der Zusammengehörigkeit aller Menschen und Dinge suchen. Die bevorzugte Göttlichkeit des Einzelnen soll aufgehoben sein, damit die allgemeine Teufelei aufhöre. Die sozialdemokratische Gleichheit ist demnach etwas ganz anderes als die fade politische Gleichheit, mit der unsere libe⸗ ralen Parteien das Volk abspeisen möchten. Sie wollen die politische Gleichheit, damit wir ihnen helfen sollen, ein Regiment etablieren, wo sie uns zur Erhaltung und Vermeh⸗ rung ihres Reichtums recht weidlich gebrauchen können. Unsere Gleichheit aber zielt dahin, diesen Reichtum dem wiederzugeben, der ihn durch seine angestrengte Arbeit nach und nach im Verlauf der Geschichte erzeugt hat, nämlich dem Volke. Solange die Natur als unbezwingbares Verhängnis, als allmächtige Gottheit gewaltet hat und die Menschheit mit Armut knechtete, durfte Einzelnen oder einzelnen Klassen die Herrschaft gestattet sein, um als Führer zu dienen. Die alte, die feudale und die gegenwärtige bürgerliche Sklaverei sind progressive Schritte zur Organisation der Arbeit. Nun aber naht die Zeit, wo ein weiterer Fortschritt erfordert ist. Das Volk ist durch die errungene reiche Ergiebigkeit seiner Arbei fortzusetzen, ist die Freiheit des Volkes, seine Teilnahme am Konsum. Das Volk ist kein Haufen genußsüchtiger Tage⸗ auf dem Punkte angekommen, wo es verlangt, daß alle Herr⸗ 1 — — — 2 9 — 7 — 1 F CCC — 2 schast endigs. Es fühlt sich berufen, die geschichtliche Entwick⸗ lung der Dinge fortzusetzen ohne Beihilfe privilegierter Führer. Die Freiheit, mit welcher die Bourgeoisie das Volk in den Kampf lockt wider den feudalen Adel und gegen die Bureaukratie, die Gleichheit und Brüderlichkeit, welche uns die Klerisei anpreist, um zum Zwecke ihrer priesterlichen Herrschaft uns mit Stricken des Aberglaubens zu binden, schlägt um in die reale Freiheit, Gleichheit und Brüder⸗ lichkeit der sozialen Demokratie. Die kultivierte menschliche Gesellschaft Einzelwesen, woran wir glauben. Auf ihrer sozialdemo⸗ kratischen Gestaltung beruht unsere Hoffnung. Sie erst wird die Liebe zur Wahrheit machen, für welche religiöse Phantasten bisher nur geschwärmt haben. Wir verlangen von der Gesellschaft, daß sie nicht nur menschlich heiße, sondern menschlich sei. ist das höchste 3— „Höhere“ Schulen. * Von Julian Borchardt. Wozu brauchen wir„höhere“ und„niedere“ Schulen? Wohl kann man sich vorstellen, daß verschiedenartige Schulen notwendig sein mögen je nach der verschiedenen Ausbildung, die die Kinder für ihren späteren Beruf im Leben brauchen. Aber das hat dann doch nichts mit„hoch“ und„niedrig“ zu tun. Halten wir uns, um die wahren Gründe dieser Teilung zu finden, gleich an die„höchste“ aller Schulen, an das Gymnasium. Da wird von denen, die das n Gymnasium„in seiner Eigenart erhalten wollen“, ge⸗ agt, es sei die Gelehrtenschule. Nur das humanistische Gymnasium könne diejenige Bildung geben, die der Betrieb der Wissenschaft und die geistige Führung der Nation erfordern. Damit steht aber in seltsamem Widerspruch die Angabe eben derselben Personen, daß das Gymnasium heutzutage weit entfernt sei, diese seine Aufgabe zu erfüllen. Gerade die eifrigsten Befürworter des Gymnasiums haben neuerdings dessen Leistungen in Grund und Boden ver⸗ dammt. So erklärte z. B. im preußischen Herrenhause am 21. Mai 1912 Herr Dr. Graf Norck v. Wartenburg:„Mit unseren Abiturien⸗ ten steht es übel, sie können im allgemeinen nichts gründlich, und ihr deutscher Stil ist fast noch schlechter als der lateinische.“ Ein Oberlehrer hatte ihm mitgeteilt, daß die Unsicherheit des Wissens bei den Abiturienten sich auf alle Gebiete erstrecke. Auf Fragen, die durchaus der allgemeinen Bildung angehören, werden oft die unglaublichsten Antworten gegeben. Fast noch schlimmere Angaben machte in der gleichen Sitzung der Fachmann Professor Hillebrandt. Fragt man nach den Ursachen dieser überaus mangelhaften Leistungen, so sind sich auch darüber die Sachverständigen voll⸗ kommen einig: es besuchen das Gymnasium viel zu viel unge⸗ eignete Schüler, d. h. Schüler, welche für die schwere Kost, die dort geboten wird, nicht die nötige Befähigung haben. In der Reichstagssitzung vom 23. Januar 101 teilte der Oberlehrer Kuck— hoff vom Zentrum mit, daß nur etwa Dreifünftel derer, die in die Sexta eingetreten sind, das Einjährigenzeugnis erlangen. Nur „ aber von allen Sextanern erreicht das Ziel der Schule, das Abiturientenexamen, und von diesem Viertel wiederum nur in der vorgeschriebenen Zeit! Wie kommt es nun, daß das Gymnasium— und so ziemlich dasselbe gilt auch von den übrigen höheren Schulen— dermaßen überlausen wird von ungeeigneten Schülern, von Schülern, die weder die Fähigkeit noch auch nur die Absicht haben, die Schule bis zum Abiturientenexamen durchzumachen? Auch darüber sind sich die Fachleute durchaus im klaren: es ist eben ein großer Irrtum, anzunehmen, daß das Gymnastum die Schule für die Befähigten, die Begabten, die späteren Gelehrten sei. Es ist vielmehr die Schule für die Reichen, für diesenigen, die Geld geung haben, ihren Kindern durch den Besuch der höheren Schule allerlei Berech⸗ tigungen zu erkaufen. Am schlimmsten wirkt die Berech⸗ tigung zum einjährigen Militärdienst, die auf der höheren Schule erworben wird. Sie verwüstet geradezu den Unterricht. Hören wir darüber wieder die Stimmen einiger sehr„staatserhaltender“ Leute. In der schon erwähnten Sitzung des Reichstages vom 29. Jan. 1913 sagte der Münchener Studiendirektor Dr. Kerschensteiner, daß infolge des Einjährigenzeugnisses das Gymnasium „mit Schülermaterial belastet ist, dem die Schnur alles, die Bil⸗ dung nichts ist... das Einjährigfreiwilligenrecht ist heute ein Privileg nicht der Tüchtigen, sondern der Vermögenden. Was sich in den höheren Schulen die Schnur ersitzt, das ist eher geistig und körperlich verkrüppelt, als daß es wirklich gebildet wäre.“ Der bereits genannte Oberlehrer Kuckhoff vom Zentrum sagte: „Heutzutage werden die höheren Schulen vielsach nicht zu dem Zweck besucht, um sich höhere Bildung zu erwerben, sondern allein zu dem Zweck, das Einjährigenzeugnis zu bekommen.“ Welt gröber drückte sich Professor Uphnes aus, der die Gymnasien eine Probier⸗ Anstalt nannte für die Söhne derer, die Geld haben. Und Prosessor Hillebrandt gab der Empfindung Ausdruck,„daß heute unser Gum⸗ Uastum eine Schutzstätte für die geistig Schwachen“ ib. Man habe sich gewöhnt,„unsere höheren Schulen als ein Warenhaus zu betr. achten, wo man mit billiger Arbeit und mit geringen geistigen Mitteln gute Berechtigungen bekommt.“ Er scheute sich auch nicht, den Zubrang zum Studlum einsach als„Kampf um den Futterplatz“ zu bezeichnen. Wenn man somit den Ursprung des Uebels ganz gut kennt, so ist natürlich auch der Weg zur Heilung klar vorgezeichnet: es müßte eine geistige Auslese stattfinden, nur die Befählgten dürften zur höheren Schule zugelassen werden. Das wünschte denn auch Pro⸗ fessor Hillebrandt mit den Worten: „Allen Begabten muß Tür und Tor geöffnet werden, ob arm ob reich, aber die Unbegabten sollen möglichst zurlickgehalten werden, gleichgültig ob arm oder reich.“ Leiber 15 er jedoch vergessen hinzuzufügen, wie man das wohl machen soll? Heutzutage entscheidet schon der erste Schritt in die Schule hinein meist über das ganze spätere Leben. Haben die Eltern kein Geld und müssen sie deshalb das Kind in die Volks⸗ schule bringen, so nützen ihm die herrlichsten Begabungen nichts, es wird kaum je zu einer höheren Laufbahn gelangen können. Umgekehrt wird gerade deshalb jeder Vater, der es irgend er⸗ schwingen kann, für seine heiligste Pflicht halten, das Kind in die höhere, womöglich in die buchte Schule zu schicken, um ihm fllr später jede Laufbahn offen zu halten, denn bei einem 6—9jährigen Kinde kann man ja noch gar nicht wissen, was es für Begabungen hat und für welchen Beruf es sich später einmal eignen wird. Wer wollte da die furchtbare Verantwortung auf sich nehmen, aus Geiz dem Kind irgend eine Laufbahn verschlossen zu haben, da er doch immer damit rechnen muß, daß sich später Fähigkeiten zeigen, die man in so früher Jugend noch nicht erkennen konnte? Nur der bringt sein Kind in die Volksschule, der es muß, weil er die höhere Schule nicht bezahlen kann. Das Ganze zeigt eben wieder die totale Verkehrtheit und Ver⸗ rücktheit unserer Zustände, die das ganze Leben nach der Größe des Geldsacks abstufen. Einen Weg hinaus aus dieser Misere gibt es allerdings, und der heißt: Einheitsschule. Will man wirk⸗ lich alle Begabten zulassen und alle Unbegabten zurückweisen, gleich⸗ gliltig, ob reich oder arm, daun muß man erstens die Entscheidung bis in ein Lebensalter verschieben, wo sich die Begabung erkennen läßt, und zweitens muß man allen die Gelegenheit geben, ihre Begabung zu zeigen und zu entwickeln. Man muß also sämtliche Kinder— die des Tagelöhners sowohl wie die des Fürsten— im Alter von 6—14 Jahren in dieselbe gemeinschaftliche Volksschule schicken, wo ihnen auf Staatskosten die gleiche Grundlage all⸗ gemeiner Bildung geboten wird. Haben sie diese 8 Schulfahre hinter sich, dann muß sich daran die Fachausbildung für den Beruf anschließen. Dann kann es also auch Gelehrtenschulen geben, welche vom 14. Lebensjahre an diejenigen Kinder besuchen, die dazu be⸗ fähigt sind und einen gelehrten Beruf ergreisen wollen. So ist die Einheitsschule nicht nur Voraussetzung für eine gründliche all⸗ gemeine Bildung des gesamten Volkes, sondern auch für einen gründlichen Betrieb der Wissenschaften. Aber merkwürdig, nur die Sozialdemokratie erstrebt die Einheitsschule, von sämtlichen„staatserhaltenden“ Partelen wird sie bekämpft. Die Verkehrsmittel in den Weltstädten. Man will es vielfach noch immer nicht wahrhaben, daß wir in einer neuen Zeit leben, einer Zeit, die sich von früheren ganz und gar unterscheidet, weil die Entwicklung tatsächlich ganz andere Formen und eine ganz andere Wendung genom⸗ men hat. Wer sich aber-mit den wirtschaftlichen Erscheinungen beschäftigt, wird das ohne weiteres erkennen. Allein schon die Vevölkerungsentwicklung zeigt das zur Evidenz. 1800 beherbergte ganz Europa 175 Millionen Menschen. Um zu dieser Einwohnerzahl zu gelangen, waren fast geologische Epochen nötig. Jetzt, nach etwas über hundert Jahren, ist Europas Bevölkerung auf rund 510 Millionen angewachsen. Es wäre früher schlechterdings unmöglich gewesen, diese Men⸗ schenmasse zu ernähren. Erst die neue Wirtschaft und die Ent⸗ wicklung der Verkehrsmittel, die wir der hochstehenden Wissen⸗ schaft und Technik verdanken, ermöglichen diese Leistung. Die Entwicklung der Bevölkerung bringt eine Erschei⸗ nung mit sich, die zwar scheinbar nicht ganz neu ist, nämlich die Zusammendrängung in den Städten, besonders in den Großstädten. Auch das Altertum hat seine Großstädte gehabt. Babylon und Rom werden immer als Beispiele dafür angeführt. Doch trifft das eigentlich nur für Rom zu. Babylon war keine Großstadt im modernen Sinne, es war vielmehr ein riesiges Zelt⸗ und Hüttenlager, das nur die Befestigung als gemeinsam Bindendes hatte. Allein Rom Wies schon einige Erscheinungen auf, die wir auch in den modernen Weltstädten wiederfinden, nämlich die Zusammen⸗ pferchung der Menschen in vielstöckigen Wohnkasernen. Aber das war doch immerhin ein Ausnahmefall. Die heutige Wohnweise in Deutschland ist nun schon fast typisch dye städtische und wird es trotz aller entgegenstehenden Bestreb⸗ ungen noch immer mehr. Sie bringt naturnotwendig ein früher ungekannten Verkehr mit sich und stellt daber an d e e PFC 1 2 i e ee e 7 * . ** e 31 74 2 5 * * r e e ee e eee ee tsmittel ganz neue Anfordeküngen. Eine Reihe großer, ammenliegender Städte hat schon die Initiative er⸗ und eigene Bahnen auf eigenen Bahnkörpern gebaut, nen der das Eisenbahnmonopol ausübende Staat nicht riedigung der Verkehrsbedürfnisse gewährt. Die dtebahnen zwischen Köln und Bonn, zwischen Köln üsseldorf, zwischen Frankfurt und Wiesbaden sind Bei⸗ dafür. Städte wie die genannten aber haben wir schon ele, und die neuen Städtebahnen stellen nicht die nordentlichen Mittel dar, die in den Ausnahmefällen der kädte zur Anwendung kommen müssen, nach denen die Altnisse in London, Newyork, Berlin und Paris schreien. niesigen bebauten Flächen dieser Städte verlangen noch nehr, und die preußische Staasbahnverwaltung ist ihnen zum Teil dadurch entgegengekommen, daß sie z. B. den gangsverkehr der früher über Berlin ging, zum Teil Umgehungsbahnen abgelenkt hat. Das wird e länger desto mehr erforderlich machen und nicht bloß Güterverkehr beschränkt bleiben. Schlimmer aber als mit dem von außen heranflutenden hrsstrom ist es mit dem Verkehr in den Riesenzentren der nicht bloß aus der wachsenden Bevölkerung, sondern aus sich selbst heraus immer neue Anforderungen ge— Das Städtebild besteht, und die alten Teile, die dem ach verfallen sind, sind aus den modernen Städten schon Nenz verschwunden. So ist fast nirgends noch Erhebliches N em Baubilde zu verändern und die neu zu schaffenden ahrsmittel müssen sich diesem Bilde unbedingt einfügen. 9 Stadtteile müssen natürlich von vornherein mit Rück— auf die vorauszusehenden Verkehrsbedürfnisse angelegt N n— eine schwierige Sache, weil eben niemand voraus— N kann, welche Anforderungen nach einem halben Jahr— N rt dort auftreten werden. Diel⸗brennender aber sind die Fragen des Verkehrs er City der Weltstädte, der dort schon bedroh— N N ö ö Formen annimmt. Baurat Eugen Faßbender hat sich Tage in Wien in einem öffentlichen Vortrage damit üstigt und versucht, die Mittel zur Befriedigung dieses hrs anzugeben. Er bezeichnet es als selbstverständlich, die reinen, nicht an die Oeffentlichkeit gebundenen Be— Msanlagen außerhalb des bebauten Stadtgebietes zu ver— sind. Als außerordentliche Maßnahmen bezeichnet er zenüber⸗ und Unterführungen, namentlich Gehtunnel frequentierte Plätze, Taubengänge(Arkaden) in den lässen(wie in einem Teile der Berliner Friedrichstraße). Straßenbahnen will er ausschließlich als Untergrund— en mit zwei Gleispaaren ausgeführt wissen, deren eins Vokal-, deren anderes den Durchgangsverkehr bewältigen N Sie müssen eine Zugfolge von mindestens einer Minute wisen. Für den Stadtbahnverkehr verlangt er drei ge— rte Liniensysteme, die einem Radial⸗-Ring⸗ und Seg⸗ lwerkehr dienen. Diese Liniengruppen sind im Bau und etrieb vollständig voneinander zu trennen. Kreuzungen eicher Höhe und Gleisverschlingungen verpönt er durch— und will lieber Umsteigeverkehr mit Treppen, Aufzügen Behtunneln anwenden. Das Umsteigesystem hält er für als den direkten Uebergang der Züge. Diese Anreg— für die er eine große Menge Erfahrungen anführt, gen in manchen Punkten von anderen Verkehrstechnikern uten. So sagen die amerikanischen Ingenieure, daß eine kwahnmäßig betriebene Schnellbahn einer Untergrund— immer überlegen sein müsse. Aber die amerikanischen kungen sind nicht ohne weiteres auf europäische Ver⸗ tisse zu übertragen. Da spielen oft noch ganz andere ten eine bestimmende Rolle, Faktoren, die auf alles an⸗ ene sind, nur nicht auf die Erfüllung der Verkehrs- N Der Völkerkrieg der Fürsten. 1813/15. Von Kurt Eisner⸗ 1. VI. waren die Edelleute von Reisachs Rasse, die sich am meisten ö 1. berech bedrückt fühlten. Freilich legten die un⸗ mußte, die Kriege, durch die England das 3 Festland aneinander rieb, den Staaten schwere Lasten auf. Und die Fürsten von Napoleons Gnaden, die sich in würdelosen Schmeicheleien und Treuschwüren gegen den Mächtigen überboten, unterließen auch nicht im Interesse ihre Popularität die Verantwortung für Maß⸗ nahmen, die die besitzenden Untertanen kränkten, auf Frankreich zu schieben. So begann ein Steueredikt des Königs von Württemberg aus dem Jahre 1812 mit den Worten:„Liebe Getreue! Um den großen Aufwand bestreiten zu können, welchen der durch die neuesten Kriegsereignisse erlittene bedeutende Verlust herbeiführt, sahen wir uns gezwungen, umsomehr zu außerordentlichen Hilfs- mitteln zu schreiten, als die Ausgaben, die seit dem Anfang des gegenwärtigen Krieges auf unserer Staatskasse lasten, die gewöhn⸗ lichen Einnahmequellen erschöpfen. Wenn wir hierdurch unseren, guten und getreuen Untertanen unverschuldete Lasten aufzulegen genötigt sind, so fühlen wir nur zu sehr, wie schwer ihnen unter den gegenwärtigen Verhältnissen diese Opfer werden müssen!“ Es wurde durch dieses Edikt eine geradezu mustergiltige Vermögens⸗ steuer und eine Steuer für die höheren Beamten und Pensionisten ausgeschrieben. Die Besteuerung der Amtseinkommen begann erst mit zweitausend Gulden, die Besteuerung der Vermögen wurde auf den niederen Stufen auf je hundert Gulden(nach Abzug der Schulden) mit dreißig Kreuzern belastet; der Satz stieg bei mehr, als zehntausend Gulden auf fünfundvierzig Kreuzer, bei mehr als fünfzigtausend Gulden auf einen Gulden, bei mehr als hundert⸗ tausend Gulden auf einen Gulden und dreißig Kreuzer. Solche Pro⸗ gressionen war man weder vorher noch nachher gewöhnt, wo der Grundsatz galt, daß die Steuern auf die sozial Schwächsten abge⸗ wälzt werden. Dieses Steueredikt mußte auf die Besitzenden höchst aufreizend wirken, und mit Fug beschwerte sich Napoleon bei dem König, der der Schwiegervater Jeromes war, daß er durch das Edikt die Mißstimmung auf Frankreich habe ablenken wollen, das doch weit größere Verluste habe als Württemberg. Diese besitzenden Steuerzahler wurden natürlich dann Patrioten gegen die Fremd⸗ herrschaft, ebenso wie die Großkaufleute, die durch die Kontinen- talsperre litten; Zusammenbrüche einzelner Handelshäuser haben später wesentlich zu den Ausbrüchen nationaler Leidenschaft beige⸗ tragen. Die Steuerlasten zu benutzen, um den Haß gegen Napoleon zu entzünden, rät einmal auch Gneisenau in einem Briefe vom Juni 1811— zur Zeit des preußischen Junkerauf⸗ standes gegen die den Adel belastenden Abgaben!— dem Freihecrn vom Stein: Man hätte die Abgaben, die durch Tribut an Frank⸗ reich, Unterhaltung der Festungen und Kriegsschulden nötig wur⸗ den, sorgfältig von den übrigen sondern müssen,„damit der Be⸗ lastete wisse, wofür und wem er die neue Auflage zahle. Dies würde den Unwillen gegen den fremden Herrscher und seinen kaiser⸗ lichen Jakobinismus rege erhalten, und dieser Unwille könnte der⸗ einst Früchte tragen“. Der Ausdruck Jakobinismus deutet auch hier darauf hin, daß es die Besitzenden und Bevorrech⸗ teten waren, die sich durch Heranziehung zu den öffentlichen, Lasten bestimmen ließen, in Napoleon den Quell aller Uebel zu ver⸗ abscheuen. Aber die große Schicht der Gebildeten, der Gelehrten und der, Beamten priesen noch später diese Zeiten freien Atmens, mit ihrer frohen Tätigkeit auf allen Gebieten der Wirtschaft, des Schul⸗ und Bildungswesens, der Rechts⸗ und Sozialreformen, als die glück⸗ lichste Zeit ihres Lebens; und keineswegs nur die Juden und jüdischen Literaten, die in der kurzen Zeit der Franzosenherrschaft, als gleichberechtigte Menschen geachtet wurden; bis zum heutigen Tage ist in Deutschland diese Gleichberechtigung des Judentums für alle Tätigkeiten und Aemter nicht wieder gewonnen worden. Für die breiten Massen aber war es die Zeit der Erlösung. Während der Zeit der französischen Okkupation wurden die besitzlosen Klassen der Städte zum erstenmal durch Erzwingung niedriger Getreide- preise von dem Wucher des Getreideadels befreit. Diebstahl und Bestechung, Verschlechterung von öffentlichen Mitteln war im acht⸗ zehnten Jahrhundert durchweg bureaukratische und diplomatische⸗ Sitte, an der auch die höheren Offiziere teilnahmen. Napoleon war überall bemüht, auch in dieser Hinsicht die Staatsidee gegen die privaten Eingriffe zu verteidigen und die Integrität der öffentlichen Funktionäre zu erzwingen: freilich vielfach ohne Erfolg, gerade il diesem Zeitalter, da in dem Umsturz alles Bestehenden die bedrohten Interessen Ströme Goldes in willige Taschen fließen ließen Immerhin, so tief die Massen damals in Deutschland noch standen/ sie hatten doch ein dunkles Gefühl für das Neue und Große. 0 dem Aufstand des Obersten von Dörnburg im Jahre 1808 leisteten Soldaten und Bauern den hessischen Aufrührern keine Folge. Auch Schill und Katt wurden links der Elbe im französischen 1 50 nicht unterstützt. Es war zumeist nur Gesindel, das damals deiß Patrioten folgte. 5 Aus dem System Napoleons folgt, 1 7 es ihm durchaus nicht um die Vergrößerung Frankreichs zunächst zu tun war, Die innere und innerliche Einheit sonst selbständiger Staaten war das Ziel seiner Politik. Wenn er 1810 das Rheins bundsgebiet zerriß und die Mündungen der großen deutschen Flüsfe, die Hansastädte Frankreich einverleibte, so tat er das unter de N Zwang jener wirtschaftlichen Weltpolitik gegen England, auf streungeren Durchführung der Kontinentalsperre, bei der ihm die befreundeten Mächte im Stiche ließen. Das Versagen dieser Konz tinentalpolitik, dieses in der Idee gewaltigen, aber in der Dur führung unmöglichen Mittels, ließ das System Napoleons ve bluten. Der umfassende Schmuggel durchkreuzte die Absichten, und Wich irsege, die Napoleon in der Abwehr führen! Napoleon felblt mußte ichließlich durch das Sustem der Lltenzen Sperre durch⸗ entalsperre für 8 Einzelunter⸗ blühen ließ, deren renz jedesmal im Keim gleich f Textilindustrie nahm in dieser— mersten Auf ug, und selbst d indel, der zu⸗ nächst gesec wurde sich vielfach unter dem Schutz des Kontinen talsystems. Hamburg emang sich damals von der englischen Abhängigkeit und gewan indlage für die Entwicklung zum Welthafen. 0 7 1 Aus unserer Sammelmappe. Was barg der Kriegsschauplaß an Kunstschätzen? Was alles an Kunstschätzen durch den Balkankrieg ver worden ist, läßt ich nicht sagen. Mancher glaubt vielleicht, daß in jenen Gegenden, deren Klang sein Ohr bisher kaum gehört hatte, nicht eben viele Kunstwerte steckten. Das wäre aber ein großer Irrtum! Gerade bie moderne Kunstgeschichte hat sich dem Balkan mit größtem In⸗ leresse zugewandt. Vor allem sind Forscher wie Strzygowski und nichtet Oskar Wulf zu nennen. Saloniki birgt große Werke in seinen Mauern, nicht minder Adrianopel. Allerdings ist die Kunst, um die es sich hier handelt, nicht sehr populär bei uns! Das ist auch nicht zu verlangen. Die Kultur, um die es sich hier handelt, ist ein Pro⸗ dukt aus Byzanz und dem Orient, ein höchst kompliziertes Gemisch, das mehr den Historiker N als den Genießer. Die letzten Kämpfe zogen auch den Berg Athos in Mitleidenschaft. Dieser Berg ist die größte Erhebung(1935 Meter) der östlichsten drei Zipfel der Chalkis⸗Halbinsel. Für die Kunstgeschichte ist er durch das sogen „Malerbuch vom Berge Athos“ von größtem Interesse geworden. Die Gegend des Athos ist nämlich noch heute der Sitz einer Mönchs⸗ republik, die 20 große Klöster, 250 Zellen und 150 Einsiede dazu 11 ganze Dörfer umfaßt. Heute nun spielt diese Mönchs⸗ republik im geistigen Leben gar keine Rolle mehr. Im Mittelalter aber waren ihre Klöster der Hauptsitz der griechischen Gelehrsamkeit und der byzantinischen Kunst, aus welcher Zeit sich noch eine Biblio thek von 13000 Bänden erhalten hat. Unter ihnen ist besonders wichtig die Handschrift eines Mönches Lionysius, die ganz genaue Vorschriften für die Malerei der Heiligen und Legenden enthält und, obwohl kaum vor 1500 abgefaßt, auf weit ältere Quellen zurückgeht. Dieses sogen. Malerbuch vom Berge Athos ist natürlich von aller größter Bedeutung für den Kunsthistoriker. Außerdem besitzt der Berg Athos noch eine Reihe der interessantesten Kirchenbauten!— Was wird von all den schönen Dingen nach dem mit beispielloser Brutalität geführten Kriege übrig geblieben sein? Kämpfende Eier. Zu den interessantesten Beisplelen, die moderne Biologie bietet, zählen ohne Zweisel die kürzlich erfolg ten Beobachtungen des Forschers Hausemann über den Kampf der leien, die uns Ei er in den Eierstöcken des Menschen. Zunächst gibt uns der Forscher auf Grund seiner eingehenden Untersuchungen ziemlich ge— nauen Aufschluß über die auch beim Menschen sehr ansehnliche Eier⸗ produktion. So fanden sich z. B. in den Eierstöcken normaler 5-monatlicher Kinder nicht weniger als 30 339, bei Kindern von 1 Jahr und 2 Monaten sogar 48 808 E Später tritt dann aller dings eine Abn— bei Eierzahlen ein, die beim achtjährigen Kinde 25 665 und beim vierzehnjährigen 16 390 betrugen, doch besitzt das geschlechtsreife achtzehnsährige Mädchen normal 0 noch etwa 5000—7000 Eier. Daß es sich hierbei nicht um ahlen handelt, versteht sich natürlich von selbst, da diese bei de zelne ien sehr zu wechseln pflegen und speziell bei Kinde oft um * nachfolgend zwecklose annehmen Dasein, ums f 1 g us Die erste, schon im frühesten Entwi halb des Art in also noch inner Eierstocks— stattfindende Auslese, wirklich eine Kampf zwischen den Eiern darzustellen. bis fünf je einem Säckchen Follikel) liegenden Eier nämlich nur das kräftigste und widerstandssaßz anderen schwächeren Eier an die drückt und dadurch zum Absterben bringt. Wir finden alse im noch unentwickelten Ei bereits Eigenschaften, die es von Artgenossen unterscheiden und zum Kampf ums Dasein Während nun bei diesem, von Hausemann übrigens als zien deutend angenommenen Kampf der Eier wohl hauptsächlich verschiedene Plasmabeschaffenheit maßgebend ist, so scheinen späterhin auch noch mechanische Störungen— wie etwa Dru zustellen, denen aber ebenfalls wieder nur die kräftigsten um Eiern widerstehen können. Nachdem von den ursprünglich so großen Eimassen schor diese Auslese nur etwa einige Hundert ausgesondert und abg wurden, so wird schließlich auch diese Zahl durch eine ue außerhalb der Eierstöcke stattfindende zweite Auslese resp. zwei wickelt sich weiter fort, wobei es die zweiten Kampf ums Dasein noch ganz beträchtlich vermindern indes auch hier die größte Widerstandsfähigkeit den bekreß Eiern den Vorzug gibt, so bleiben jetzt tatsächlich nur die besten übrig. Der Erfolg dieser fortgesetzten Kämpfe zwischen den endlich die verschwindend kleine lung gelangenden Eier. Selbstverständlich kann es aber an genug vorkommen, daß der Zufall Ausnahmen von der Regel führt, so daß z. B. ursprünglich kräftige Eier durch längeren halt außerhalb des Eierstocks Schwächungen erleiden. Mit veise sind solche Schwächungen beim Menschen. Es wäre freilich nun aug zu erfahren, ob auch die männlichen Ges Mißbildungen hohem Interesse, produkte, die Samenzellen, einer ähnlichen Auslese unterlsegen rüber die erforderlichen Beobachtungen jedoch bis jetzt leide; uicht vorliegen. Die Erde als Glühkörper. Einer der führenden Gelehens dem Gebiet der Radiumfsorschung, Professor Soddy, hat sich eine Frage ausgesprochen, die der Untersuchungen über die Strahlungsvorgänge brennen worden ist. Die Gelehrten müssen jetzt eingestehen, daß da Lehre von den Elementen eine unheilbare Erschlltte rung eg hat, nachdem der Nachweis geliefert worden ist, daß ein durch langsame Zersetzung in ein anderes übergeht. Dann aber auch die Art an die Wurzel eines Baumes gelegt, in! Schatten sich die Naturforschung seit langer Zeit so wohl hat, daß sie ihn für unentbehrlich gehalten hat. Das periodische System der Elemente, dessen Aufbau besonders lässig erschien, da er nach dem berühmten Vorgang von Men die Möglichkeit gab, das Vorhandensein von Elementen vor sehen, ehe sie wirklich aufgefunden worden waren. Und dana man auch noch jetzt nicht wohl bezweifeln, daß dies per! System eine innere Berechtigung haben muß, wenn sich auch 2 und Erklärung auf Grund der neuen Ertenntul! dem Wandel der Elemente zu ändern haben wird. Soden ve dies* mit einer Augenblicks-Photographle, die ven! Stufe der stofflichen Entwicklung aufgenommen worden ik. Licht der neuen Jorschung wird sich dies System der El derart verändern, daß sie sich zu dem früheren Bild verhält wu! kinematographische Aufnahme zu einer Einzelphotographie. Elemente verschieben sich eben im Verlauf ihrer durch die herl Zersetzungen. 3 neuen Forschungen ven fessor* exander Fleck tönnen diese Verschiebungen berark ert n, daß sich 35 bisher unter sch. edene Elemente auf 10 U stems ee Es hat sich aber 6 auf deuselben Platz gelangenden strahlenden ihren Eigenschaften übereinstimmen. Für zer rium und Jonium, ist sogar die Gleichheit— 8 gewiesen worden. Der Chemiker würde sie l ür ein und dasselbe Element erklären, wenn sie sich nicht in ahl e geführten Sy die * Tha T9 1 — Str hlung Zahl der zur wirklichen der Eier manchmal die Ursachen durch die übertaschenden Ergen