0 f haz ) dul, Neu r ni Uur g. Za deich f fel weib riehen, Deut, ung gen de erlich Nutz Aust en lu dälsigh Saule 1 fh l Ja ne g figteil sten 1 hel rose fel fil den gc eh, N. 1 elch mme shules 1 0 t N wall i f f. C Wissen ist Wöchentliche Beilage der Oberhessischen Dolkszeitung acht Nummer 32 Dienstag, den 11. Nobember 1913 2. Jahrgang Freie Werte des Geistes und der Seele. Immer von neuem muß man darüber staunen, wie wenig Kenntnis unsere Gegner vom Sozialismus und seiner Lehre haben, obschon doch das eigene Interesse sie veranlassen sollte, sich recht genau damit vertraut zu machen. Wie wollen sie ihn sonst wirksam bekämpfen? Aber einige vor Jahr- zehnten zurechtgemachte Phrasen, die eine ganz falsche Vor— stellung von dem geben, was der Sozialismus uns lehrt— das ist in der Regel alles, was sie von ihm wissen. War doch jüngst wieder in der Frankfurter Zeitung eine Mahnung zu lesen, gerichtet an die Adresse eines Arbeiter-Gesangvereins, er möge sich von der materialistischen Geschichtsauffassung abwenden; denn: „es ist ein Unding, freie Werte des Geistes und der Seele zu leugnen, wenn man ihnen selber so würdig dient.“ Seit 50 Jahren kennen wir die Behauptung, daß die materialistische Geschichtsauffassung alles menschliche Tun auf ökonomische, sozusagen rein mechanische Ursachen zurück— führe und jede eigene geistige Zutat des Menschen leugne. Unzählige Male ist das widerlegt worden. Aber wie Figurg zeigt, bleiben unsere Gegner hartnäckig bei diesem Märchen. Das hat natürlich seinen Grund. Ist es doch schon gar zu oft passiert, daß einer, der sich mit den Lehren des Sozialis— mus wirklich beschäftigte, aus einem Saulus zum Paulus geworden ist. Da ist es denn nicht nur bequemer, sondern zugleich auch sicherer, immer nur die alten, ein für allemal festgelegten Phrasen zu wiederholen, und die Hoffnung, unsere Gegner eines besseren zu belehren, werden wir wohl aufgeben müssen. Aber für unsere Genossen wird es gut sein, bei solchen Gelegenheiten das, was der Sozialismus in Wirklichkeit will, immer wieder vorzutragen. 5 Da sei denn zunächst bemerkt, daß die materialistische N Geschichtsauffassung, wie es schon ihr Name besagt, eben eine Auffassung von der Geschichte ist; d. h. sie will ergründen, warum die Geschichte der Menschheit so und nicht anders ver— laufen ist, keineswegs aber sucht sie eine Erklärung für die Leistungen eines Gesangvereins. Man begreift den Unter— schied, der hier bereits klafft: selbst wenn der historische Materialismus das Werden der Menschheit in der Geschichte auf rein ökonomische Ursachen unter Ausschaltung aller geistigen Tätigkeit zurückführen würde, so wäre damit noch lange nicht gesagt, daß nicht ein Arbeitergesangverein freie Werte des Geistes und der Seele produzieren kann! Dazu kommt nun aber, daß auch das, was der historische Materialis— mus über die geschichtliche Entwicklung sagt, von den Gegnern ganz falsch aufgefaßt und dargestellt wird. Freilich sind sie sich nicht ganz einig darüber, was der historische Materialis— mus eigentlich lehrt. Zum Teil haben sie ganz unsinnige, geradezu alberne Ansichten darüber, wie z. B. die, daß jeder Mensch in jedem Augenblick nur sein eigenes wirtschaftliches Interesse verfolge, sodaß die Reihe von Handlungen, aus denen sich die Geschichte zusammensetzt, stets von den wirt— schaftlichen Interessen der Handelnden diktiert gewesen seien Das ist so komisch, daß es wahrlich nicht lohnt, darüber erst noch zu diskutieren. Nehmen wir deshalb von allen uns bekannten gegnerischen Ansichten über den historischen Materialismus die vernünftigste. Die sieht etwa so aus. Die Geschichte der Menschheit, wie bereits bemerkt, setzt sich zusammen aus einer Reihe von menschlichen Taten. Die Taten entspringen dem Denken, Fühlen und Wollen der Täter; ihr Denken, Fühlen und Wollen aber ist nicht frei, 7 sondern ein Produkt der Verhältnisse, in denen sie leben, so daß letzten Endes die Taten, also auch die Geschichte der Menschen bestimmt werden von den Verhältnissen, darunter insbesondere den ökonomischen Verhältnissen. Wir tun der Frankfurter Zeitung gewiß alle Ehre an, wenn wir diese Ansicht bei ihr voraussetzen, die Hand und Fuß hat, die sich sehr wohl sehen lassen kann, und zum Teil sogar richtig ist. Wer wollte denn im Ernst behaupten, daß das Wollen und Denken der Menschen frei sei! Das Wollen und Denken entspringt aus dem Empfinden, dieses aber richtet sich nach der Art, wie die von außen kommenden Ein— drücke im Innenleben des Menschen aufgenommen und ver— arbeitet werden. Mit anderen Worten: es richtet sich nach der inneren Veranlagung des Menschen, und nach den äußeren Eindrücken, die er empfängt. Kann denn der Reiche so empfinden wie der Arme, der Amerikaner so wie der Deutsche? Es ist schlechthin selbstverständlich, daß die äußeren Verhältnisse einen gewaltigen Einfluß ausüben auf das Empfinden des Menschen, damit auf sein Denken und Wollen, und damit dann letzten Endes auf sein Tun. Gerade wer in der menschlichen Geschichte nichts anderes sieht als eine Reihe menschlicher Taten, der müßte demnach den weit— gehenden Einfluß der ökonomischen Verhältnisse auf den Gang der Geschichte anerkennen. Nun aber— und das macht die Sache fast komisch— trifft dieser ganze, an sich richtige Gedankengang auf den historischen Materialismus nicht zu, weil dieser nämlich in der Geschichte weit mehr und weit Wesentlicheres erblickt als eine Reihe von Kriegs- und Heldentaten. Nicht daß Moltke die Schlacht bei Königgrätz gewann und daß Bismarck den deutschen Kaiserthron schuf, ist ihm das Wesentliche; für weit wichtiger hält er das soziale Werden der Menschheit, ihre soziale Entwicklung, die unaufhörlichen Umwälzungen, die die menschlichen Zustände in ihrer Gesamtheit von jeher durchgemacht haben und weiter durchmachen. Ein Beispiel aus der Gegenwart: Dem Bourgeois erscheint es als ein wichtiges historisches Faktum, daß in Braunschweig der Cumberländer Herzog wird und daß man in Bayern den Regenten zum König macht. Dem Sozialisten sind das sehr nebensächliche Belanglosigkeiten; weit wichtiger erscheint ihm die durch den Klassenkampf herbeigeführte allmähliche Ver⸗ schiebung des Verhältnisses zwischen Proletariat und Bourgeoisie und die dadurch sich anbahnende soziale Um- wälzung der Zukunft. Das ist für uns die Geschichte, nicht aber die Taten dieser oder jener Person. Demnach ist die Aufgabe, die sich der historische Materialismus gestellt hat, überhaupt nicht die Erklärung von Erejignissen, die Er⸗ klärung von Taten, sondern das Verständnis der sozialen Umwälzungen. Diese erklärt er aus den wirtschaftlichen Ver⸗ änderungen, und die„freien Werte des Geistes und der Seele“(mit jener eben gemachten Einschränkung) zu leugnen, hat er schon deswegen keine Veranlassung, weil sie mit den sozialen Umwälzungen denn doch nur in sehr losem Zu— sammenhang stehen. Eine Forschungsreise durch das unbekannte Südamerika. Nach einer an den furchtbarsten Entbehrungen und Gefahren reichen Reise von 21 Monaten, die ihn durch ein fast völlig unbe⸗ kanntes Gebiet von mehr als 150 600 Quadratkilometern führle, ist der amerikanische Arzt und Naturforscher Dr. Hamilton Rice — 8 —— f 1 1 1 N 5 3 9 f p nach London zurückgekehrt. Begleitet von dem zösterreichischen Leutnant Bauer, der ihm ein treuer Gefährte in all den grausigen Abenteuern der Reise war, hatte er im Dezember 1911 London ver⸗ lassen und war von Bogota aus in das Innere vorgedrungen. „Insekten und Krankheiten“, so erzählt er in einem ersten Bericht, „waren die ärgsten Feinde der Expedition. Moskitos machten das Leben sast unerträglich und Schwärme von großen Gras fressenden Ameisen, die nach Sonnenuntergang auftauchten, zerfraßen unsre Kleider, machten unfre Moskitonetze unbrauchbar und verschlangen selbst unfre Se Dazu kam die schlechte Ernährung, denn unser Nahrungsvorrat ging während der Wanderung zu den Quellen des Apaporis zu Ende, und wir mußten uns mit Affenfleisch begnügen. Von zweimongtiger harter Arbeit und Krankheit waren schließ⸗ lich meine Gefährten so geschwächt, daß unmöglich alle weiter mit⸗ konnten. Ich drang mit nur zwölf Mann von neuem vorwärts, aber auch von diesen weigerke sich schließlich die Hälfte, als wir in das Gebiet der gefürchteten Carijona⸗Indianer kamen, und es blieben mir nur noch sechs, mit denen ich in wenigen Tagen den Slidarm des Apaporis erreichte. Unsere Reise war unendlich mühe⸗ voll und schwierig: wir legten trotz größter Anstrengung läglich nicht mehr als 3—4 Kilometer zurück. Jeder Fuß Weges mußte erst mit Aexten durch den dichten Urwald freigehauen werden, wobei ein Mann mit einem Kompaß an der Spitze ging. Hunderte von kleinen Flüssen kreuzten unsern Pfad, und sie waren alle belegt mit Rarjas, einer fehr gefährlichen Schwertfischart, die einem schlimme eiternde und fehr schmerzvolle Wunden beibrachte.“ Solch Biß eines Schwertsisches rief bei Rice selbst ein furchtbares Ge⸗ schwür hervor, so daß eine Operation unbedingt nötig wurde. Der Arzt nahm sie selbst vor, spritzte sich bei dem Schein einer flackernden Kerze Kokain ein und schmitt sein Bein bis auf die Knochen. Diese Selbstoperation, die 2 Stunden dauerte, rettete ihm das Leben, aber die Wunde ist noch heute nach 9 Monaten nicht zugeheilt. Beständige Gewitter, bei denen rings um uns die Riesen⸗ bäume durch Blitze zerschmettert wurden, machten aus unserm Rück⸗ marsch einen grausigen Alptraum. Wir hatten beinahe alles ver⸗ loren außer unsern Hängematten. Endlich hörte der Regen auf, aber nun kamen Myriaden von Ameisen, Bienen und Moskitos hervor und quälten uns weiter. Unsere Lage war verzweifelt. Jeden Tag bekamen die Augen meiner Leute einen merkwürdigeren und verglasteren Ausdruck; unsere Gesichter waren eingesunken und zeigten ein aschfarbiges Gelb, und wir konnten kaum noch ein Wort miteinander wechseln. Einer der Leute verlor überhaupt die Fähig⸗ keit zu sprechen und winselte nur noch wie ein Tier. In dieser Schreckenszeit mußte Dr. Rice verschiedene Operationen im Urwald ausführen, um seine von schrecklichen Geschwüren be— deckten Leute am Leben zu erhalten. Mitten im Dschungel wurde aus roh behauenen Hölzern ein Operationstisch errichtet, und dann bandhabte er Chloroform und Messer, so gut es ging. Auch Einge— borene strömten herbei, um die Hilfe des Wundermannes anzuflehen, und so führte er mehr als 100 Operationen aus, von denen die meisten glücklich verliefen. Nach 11 Tagen der furchtbarsten Entbehrungen gelangte die Expedition schließlich zu dem Macayafluß, wo Rice acht seiner Leute mit Proviant zursickgelassen hatte, und am Weihnachtstag trafen die Reisenden im traurigsten Zustand, am ganzen Körper mit Wunden bedeckt, in San José am Guaviari ein. Von hier aus trat der Forscher mit zwei Kanus, von Bauer, vier Mischlingen und einem indianischen Boy begleitet, den zweiten Teil seiner Erpedition an:„Unser Zweck war, die Flüsse daraufhin zu unter⸗ suchen, in welchem Verhältnis sie zu dem Orinoco und dem Ama⸗ zonenstrom standen. 6 Tage lang schossen wir stromabwärts durch gefährliche Strudel und Barrikaden von in den Strom gefallenen Bäumen. Durch einen Unglücksfall verloren wir das eine Kann; deshalb ließen wir Proviant zurück und fuhren mit einem Boote weiter. Immer beschwerlicher und gefährlicher wurde der Weg Nach einer Woche Fahrt enkdeckten wir einen riesigen Wasserfall von über 100 Fuß Höhe; noch eine Woche später mußten wir die Weiterfahrt als unmöglich aufgeben.“ Die Reisenden trafen hier auf Indianer, die noch niemals einen Weißen gesehen hatten, aber sehr freundlich waren. Während der solgenden Wanderung durchquerten sie einen von Schlangen wimmelnden Sumpf an dem obern Teile des Ymirida⸗ Flusses, den sie vorher hinaufgefahren waren.„Es gab hier kein Aenderungen in den letzten drei Menschenaltern und hat für die Menschheit in ihren tausend Qualen und Daseinskämpfen schon bisher gewiß nicht weniger Tröstung gespendet als die anderen großen Menschheitsgedanken der Nächstenliebe oden der Menschenrechte. 3 Um so merkwürdiger berührt es, zu sehen, daß eine so weltbewegende Idee, trotzdem sie in eine Epoche von der⸗ maßen gesteigerter geistiger Regsamkeit fällt, wie es die letzten 100 Jahre sind, bei weitem nicht die Zergliederung, die Durchdringung mit wissenschaftlichem Denken gefunden hat, wie sie etwa irgendeiner ganz untergeordneten Frage der Theologie zuteil wurde. Außer einem ganz engen Kreise von Forschern und Philosophen berührt der Entwicklungsgedanke das geistige Leben des Volkes gar nicht, und auch unter den „FJachmännern“ besteht eine Art Scheu, sich gewissen und zwar gerade den wesentlichsten Fragestellungen, zu denen es herausfordert, zuzuwenden. Solche Gedanken drängen sich zwingend auf, wenn man beachtet, wie dünnleibig ein soeben erschienenes Werk“, in dem ein angesehener Naturforscher unserer Tage, Professor H. Triepel in Breslau, die Frage nach den Ursachen der Entwicklung einer scharfsinnigen Prüfung unterwirft. Man möchte annehmen, daß über diesen Kernpunkt des Entwicklungsgedankens Tausende von Forschern eifrigst be⸗ 4 müht sind und ihr Wissen und Meinen in abertausend Schriften niedergelegt haben— und man ist erfreut, aus der fleißigen Zusammenstellung Triepels zu ersehen, daß die letzten 40 Jahre Forschung hierüber nur 135 Schriften her⸗ vorgebracht haben sollen in allen Kulturländern, zu Zeiten, da im„Lande der Dichter und Denker“ allein im Jahre mehr als 30 000 Druckwerke die Presse verlassen.... Solches ist gewiß ein Kulturmesser und wird dem Be— urteiler unseres Jahrhunderts mehr sagen über den eigent⸗ lichen Kern unserer Kultur als die noch so dickleibigen „Jubiläumsbücher“, die jetzt beliebt sind, um die„deutsche Kultur“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts so recht breit und selbstgefällig aufzutischen. a Und was ist der Kern dieser 135 Versuche, der wahren Ursache der Entwicklung nahe zu kommen? Sie leiten hinein in eine maßlos interessante Welt der Tatsachen, gewissermaßen mitten in das Welträtsel selbst und zeigen uns so recht, auf welch verfahrenem Geleis der Dünkel ist, der da glaubt, wir hätten bereits den unumstößlichen, richtigen Begriff von dem Wesen des Lebens, die„Wahr⸗ heit“ über die Natur erfaßt, und den Geschlechtern nach uns bleibe nur mehr die Bewunderung vor unserem Scharfsinn und eine armselige Nachlese..... Erfaßt haben wir von der Entwicklung mit Sicherheit eigentlich nur das eine, daß es Aenderungen gibt. Im de⸗ schränkten Ausschnitt ihrer Linie muten diese Aenderungen so an, als führten sie von dem Einfacheren zu dem Ver⸗ wickelten, mit anderen Worten, als sei die Entwicklung den Erde und des Lebens aufsteigend. Da die Natur aber gegen⸗ über der Endlichkeit unseres Urteilsvermögens unendlich er⸗ scheint, werden wir nie sagen können, ob die uns zugänglichen Ketten von Entwicklungsstadien der Dinge nicht Teile eines Kreises sind! Für das Weltall selbst drängt uns manches Erforschbare und unser logisches Bedürfnis, einen Kreislauf * 2 5* 6 — Zeichen menschlichen Lebens, aber Tapire, Jaguare und Affen in] anzunehmen. Jedenfalls können wir über eine aufsteigende lieberfülle. Sie waren so zahm wie Haustiere. Die Tapfre schwam⸗[oder absteigende Entwicklung des Weltalls gar nichts aus⸗ men um unser Boot, während die Jaguare nachts um unsere Netze] sagen. e karate are Annes, nene Gen iber d done der. delane en benen belehrt gun ei uwe die nee vom Balkankrieg und von Scotts Untergang... g des Lebens. Namentlich ein Gesetz hat sich immer wieder 1 bestätigt. Nämlich, daß die Entwicklung des lebendigen ö a 5 8 f Einzelwesens mit der des ganzen Lebens zusammenfällt. Die Die Ursache der Eutwicklung. persönliche Entwicklung 8 die den— Tier- Von H. Falkenfels. kreises, dem das betreffende Wesen angehört; ja die des 8 ein Gedanke mit solcher nelligke ganzen Lebens überhaupt. Diese große Entwicklungsline Ueberzeugungskraft Plat gegriff geistigen Welt. Jaber mutet wie eine Entfaltung von Eigenschaften an, die 1 wie der, daß der Mensch. daß alle lebendigen Wesen, die] im Keim schon im ersten und einfachsten Lebewesen dein Erde, ja das ganze Weltall in ständiger Aenderung, in einer] waren. So behauptet die eine Schule von Naturforschern, Entwicklung begriffen seien zeugung, daß es ein. 3 Naturgesetz der Entwicklung ist letzten Endes die 0 1 5 kreibende Kraft aller gesellschaftlichen und politischen] geng. 8 e N ae ng. 8 1 S —— wach der also alle lebendigen Wesen nur dem Grade nach entwickelt und verschieden sind. Ihnen steht eine andere Unsicht der Dinge gegenüber, nach der sich bei den höheren, J. h. entwickelteren Lebewesen, also z. B. bei dem Menschen Eigenschaften finden, die auf seinen Vorstufen überhaupt nicht, also auch im Keime nicht vorhanden sind. Die wich⸗ tigste dieser Eigenschaften ist das seelische Leben, das den Anhängern dieser Theorie als etwas sonst in der ganzen Natur nicht Vorhandenes, nur dem Menschen Verliehenes erscheint. Beide Meinungen, von denen die erst dargestellte die neuere ist und daher erst wenige Anhänger zählt, während die letztere auf den Schultern der mittelalterlichen Welt— anschauung steht, historisch geworden ist und wohl auch des balb noch die Majorität der Naturforscher auf ihrer Seite bat, lassen aber die Frage, wie die Heranbildung neuer Eigenschaften(was man also Entwicklung nennt) vor sich ging, nicht ungeklärt. a An diesem Punkt setzten wieder andere Meinungen ein, 6 die zum Teil aus Versuchen abgeleitet sind. Wieder stehen sich auch da zwei Lehren schroff gegenüber, die sich um die Namen Darwin und Lamarck gruppieren. Die Darwinisten lassen die Ursache der Eigenschafts⸗ änderungen völlig offen. Sie sagen: wir sehen täglich, daß die Kinder andere, neue Eigenschaften aufweisen, die den Eltern fehlten. Wir nehmen das als gegebene Tatsache und N haben nun durch unsere Forschungen gezeigt, daß sich die ö neu aufgetretenen Eigenschaften durch die Vererbung bei den * Kindeskindern dann erhalten, wenn sie für das Dasein irgendeinen Nutzen mit sich bringen. N Die Darwinisten im strengen Sinn scheiden also bei der N Untersuchung der Ursache der Entwicklung überhaupt aus; sie tun da nicht mit. Die modernen Darwinisten aber, die N sich Mechanisten, auch Entwicklungsmechaniker nennen, fühlen ö diese Lücke und setzen an ihre Stelle folgenden Gedanken— gang: Die Eigenschaftsänderung vollzieht sich im lebendigen Körper so wie in den toten. Das Unterscheidende ist nur, daß der lebendige Körper tätig ist. Er übt Funktionen aus und bildet durch sie, weil eben tätige Teile in ihm besser er— nährt werden, seine funktionellen Anpassungen aus. Tätige Deile werden stärker, tüchtiger, untätige verkümmern. So vollzieht sich eine Umprägung der Eigenschaften. Dieser neue Gedankengang ist aber eigentlich von den Lamarckisten entlehnt. Denn diese haben zuerst die Lehre aufgestellt: Die Ursache der Entwicklung ist die Arbeit! Arbeit aber hat ihre Ursache im Seelischen, nämlich in den Trieben. Daher müsse man überall das Vorhandensein 0 u annehmen, wo man Arbeit, wo man Entwicklung sieht. 0 Der arbeitende Körperteil„entwickelt“ sich, die Uebung macht vollkommener; der Gebrauch der Eigenschaften steigert sie und durch die Vererbung kommen Nachkommen mit bereits gesteigerten Eigenschaften zur Welt. * Das eigentlich Entwickelnde in der Welt ist also nach 1 dieser Ansicht das Seelische, das in sie gelegt ist und das nach N der Ueberzeugung der Lamarckisten im Keim schon in den Tieren bis hinunter zu den einfachsten, auch in den Pflanzen, a in einer uns noch ganz unfaßbaren einfachen Form in 1 der Weltenmaterie überhaupt vorhanden sein muß, weil wir allüberall Entwicklungen, d. h. Eigenschaf sveränderungen antreffen. Es bahnt sich hier also aus der Naturforschung und ihrer denkenden Verwertung eine Philosophie der Arbeit an, die, wenn sie erst einmal das Denken allgemeiner erfaßt hat, dann natürlich zu ethischen Wertungen führen muß. Höchst vielsagenderweise decken sich diese nun mit den in der sozialen Bewegung zum Durchbruch gekommenen natürlichen Empfindungen des arbeitenden Volkes, weil sie allein Arbeit zals„gut“, als fördernd und entwickelnd, als das Pfand der Zukunft erkennen lassen, während der„Nicht⸗Arbeitende“ für ssie der Schädling, der Entartende und daher sicher der dem bistorischen Untergang Verfallene ist. 5 Demonstrationen als Kampfmittel. Liberale politische Massendemonstrationen im Rheinlande in vor⸗ märzlicher Zeit und während der Konfliktsperiode. „Wenn zwei dasselbe tun, ist es noch lange nicht dasselbe!“ Justizminister v. Schönstedt. 1— Von einem alten Parteigenossen, der ein guter Kenner der rheinischen Geschichte ist, wird uns geschrieben: Die von der sozialdemokratischen Presse befürworteten Arbeits- losenversammlungen, verbunden mit Demonstrationen zur Schaf— fung von öffentlichen Arbeiten und zur Herbeiführung einer staat⸗ lichen Versicherung gegen die Folgen der Arbeitslosigkeit, sind, wie bekannt, auf den heftigsten Widerstand seitens der Scharfmacherpresse und ihrer Verbündeten gestoßen. Obschon es sich, im Grunde ge⸗ nommen, um nichts weiter als Kundgebungen zu sozialpolitischen Anregungen der Stadtparlamente, der großen politischen Körper— schaften, namentlich des Reichstages und der Regierungen handelt, lassen die Scharfmacher keinen Zweifel darüber aufkommen, daß es ihnen wohl am besten anstehen würde, wenn die Regierungen sofort mit bewaffneter Hand jede Regung der Arbeitslosen nach der in Aussicht genommenen Richtung hin verhinderten. Demgegenüber sei darauf aufmerksam gemacht, daß das Bürgertum selbst in vormärzlicher Zeit, als es bekanntlich in Preußen noch kein Vereins- und Versammlungsrecht gab, Mani⸗ festationen gegen schädliche Regierungsmaßnahmen und für Forde⸗ rungen des Volkes veranstaltete, wobei man nicht erst um die gnädige Erlaubnis zu solchen Kundgebungen einkam, sondern der hohen Obrigkeit ein Schnippchen zu schlagen suchte und sie tatsächlich überrumpelte und verhöhnte. Auch in der Konfliktsperiode während der 60er Jahre wurden seitens der Liberalen gegen Gewaltmaß⸗ nahmen der Regierung und zur Herbeiführung wirklicher konsti⸗ tutionellen Staatseinrichtungen Massendemonstrationen zu Wasser und zu Lande abgehalten, obschon es auch dabei nicht ohne Zu⸗ sammenstöße mit der Polizei abging. Und die Demonstrationen richteten sich nicht bloß gegen die Regierung, sondern gegen das Staatsoberhaupt selbst. Die preußische Regierung legte nämlich im Jahre 1843 dem siebenten rheinischen Provinziallandtag, als Ersatz des damals noch geltenden französischen Strafrechts, den Entwurf einer neuen Ge⸗ richtsverfassung und eines Strafgesetzbuches zur Begutachtung vor. Das französische Strafrecht hatte manche Härten, die namentlich durch das Räuberunwesen am Ende des achtzehnten und am Anfange des neunzehnten Jahrhunderts geboten erschienen, in sich aufge⸗ nommen, die jedoch in Frankreich durch die Volksvertretung ge⸗ mildert, aber am Rheine, weil keine gesetzgebende Versammlung vorhanden war— die Provinziallandtage konnten nur Gutachten abgeben— keine Aenderung erfahren hatten. Der Entwurf der preußischen Regierung war in einigen Punkten milder als das am Rhein geltende französische Strafgesetz⸗ buch, was jedoch gegenüber den andern Vorteilen des letzteren nicht in die Wagschale fiel. Der preußische Entwurf wollte sogar das öffentliche und mündliche Gerichtsverfahren sowie die Geschworenen⸗ gerichte beseitigen und die durch die Franzosen am Rhein be⸗ seitigte Prügelstrafe wieder einführen. Nun wurde überall, wo es eben angängig war, in den Han⸗ delskammern, an der Börse, in den Gemeindevertretungen, von Tür zu Tür gegen die Regierung mobil gemacht und Proteste beim Landtage in Düsseldorf eingereicht, worin Ablehnung des Regie⸗ rungsentwurfes ohne Diskussion verlangt wurde. Zur Begut⸗ achtung wurde jedoch eine Kommission gewählt, die 11 Mitglieder rählte und 28 Sitzungen abhielt. Die Wiedereinführung der Prügelstrafe wurde einstimmig verworfen. Schließlich wurde dem Plenum folgende Frage zur Abstimmung vorgelegt: „Ist die Ständeversammlung damit einverstanden, daß des Königs Majestät untertänigst gebeten werde, die Einführung des mitgeteilten Gesetzentwurss in der Rheinprovinz nicht zu be⸗ fehlen, dagegen aber allergnädigst verordnen, daß unter Zu⸗ grundelegung der rheinischen Gesetzgebung und der betreffenden Beratungsprotokolle des siebenten rheinischen Landtages ein neuer Entwurf des Strafgesetzes ausgearbeitet, solcher den rheinischen Gerichten und der Presse zur Veröffentlichung und sodann einem künftigen Landtage zur Prüfung vorgelegt werde.“ Diese Frage wurde von der Versammlung einstimmig bejaht, mit dem Bemerken, daß hierdurch gleichzeitig alle auf den Straf⸗ gesetzentwurf bezüglichen Petitionen und Anträge ihre Erledigung gefunden. Sogar ein Redner der rheinischen Ritterschaft hatte eine glänzende Rede gegen die Beibehaltung der Todesstrafe gehalten. „Ich bin gegen die Todesstrafe— so sagte er in längerer ge⸗ haltvoller Rede— weil ich dieselbe als unvereinbar mit den Grundsätzen des Christentums halte. Mag sie selbst in die Ge⸗ setzgebung des Judentums eingezogen sein, ich halte sie dennoch für unchristlich. Das Judengesetz war, wie die heilige Schrift felbst sagt, für ein Volk durae cervicis(von steifem Nacken) ge⸗ geben und forderte noch Blut um Blut, und zwar war die Steinigung die gewöhnliche Todesstrafe, die wir darum nicht in unser Gesetz aufnehmen werden, weil dieselbe im Gesetze der Hebräer stand. Weder die Vergeltung noch die Abschreckung, noch die Sicherstellung von Versonen und Eigentum sind Motive, durch die das Christentum die Todesstrafe retten kann.„Mein ist die Rache“, spricht der Herr, und wenn auch z. B. bei frischer Tat das Rache⸗ oder wenn man will, das Gerechtigkeitsgefühl noch Jo laut um Blut fordert, so ift das immer das Gefühl mensch S licher Leidenschaft, nicht das Gefühl des Christentums. Wir 1 unsere Schuljugend nicht mehr auf die Richtstätte, damit sie lerne, wie das Laster ende. Es wird die Zeit kommen, wo die Todesstrafe mit gleichem Entsetzen betrachtet und verabscheut wird, wie in unseren Tagen die Folter und andere grausame Instrumente.“ Die tapfere Haltung des Landtages und die Abstimmung riefen allgemeinen Jubel hervor. Namentlich unter den Juristen war die Freude besonders lebhaft, da allgemein angenommen wurde, wenn dieser erste Hauptschlag nicht mit Erfolg pariert, auch die Axt an das rhei e Ziwilrecht gelegt werden würde. Der Präsident des Assisenhofes in der Metropole des Rheinlandes lud sogar die Ge⸗ schworenen zu einem Freudenmahle ein, bei dem es, als der Wein die Zunge gelöst hatte, hoch herging. Dann wurden in aller Stille zwei der größten Dampfer gemietet und die Gäste aus den Wein⸗, Bier- und Schnapshäusern sowie die Bülrger aus ihren Wohnungen auf die Dufte sse geholt, um dem noch versammelten Landtage für sein trotzige Votum einen Fackelzug zu bringen, worüber die 7 Kölnische Zei tung die alte Rheinische Zeitung war bereits im Frühlahr unterdrückt worden— großen. anstimmte. N Gestern abend 6 Uhr— so schrieb die alte Wetterfahne — sah man zwei der größten Dampfschisse der Kölnischen Gesell⸗ schaft,„König“ und„Stadt Koblenz“, hochbewimpelt und bunt⸗ beflaggt unter dem Donner der Böller eine Fahrt antreten, die auf den ersten Blick und dem lauten Jubel sowie den rauschenden Tönen der an Bord befindlichen Musikkorps eine Lustfahrt ge⸗ schienen. Aber keine Frauen und Mädchen schmückten die Schifse. Männer nur füllten dichtgedrängt die weiten Räume der Ver decke. Die Schiffe flogen unter dem tausendstimmigen Zurufe der am Ufer zurückgebliebenen Menge gen Düsseldorf. Die Kunde von dem Beschlusse des rheinischen Landtages, wodurch der Strafgesetzentwurf einstimmig abgelehnt worden, hatte wie 5 Laufseuer sich verbreitet und das Gefühl der Freude und des ankes und edlen Stolzes ob solcher Einigkeit in aller Herzen 25 Der erste Impuls rief jene Fahrt hervor, die um 12 Uhr mittags in einer Versammlung auf der Börse angeregt, sechs Stunden nachher von mehr denn 1000 Bürgern angetreten wurde. Bei einbrechender Dunkelheit begrüßten Musik, Schüsse, Raketen, Feuersäulen von den Schissen den Sitz des Landtages und nun wälzte sich aus den Dampfern eine unübersehbare Doppelreihe von Fackelträgern durch die dichte Menge der freudig bewegten, zujauchzenden Düsseldorfer, welche in aller Eile alle möglichen Vorkehrungen zum herzlichen Empfang unserer Bürger getroffen hatten und durch Aufstellung eines Musikkorps, durch Aufhissen der Flaggen und durch Völlerschüsse ihre Freude über den sestlichen Einzug an den Tag legten. Eintretend in die Stadt, am Tor, wurden die Kölner in einem Spalier von Düssel⸗ dorfer Bürgern, die sich in augenblicklicher Improvisation zu einem Fackelzuge zusammengefunden hatten, mit lautem Jubel empfangen, aus deren Reihen ein Wortführer eine begeisterte Begrüßung aussprach und unter anderem sagte:„Köln ist unsere wahrhaft Metropole; Köln verdient uns voranzugehen, wir er kennen ihm diesen Beruf gern und ohne Neid zu. Alaaf Köln!“ Eine Deputation aus Köln, deren Sprecher Holthof, liberreichte an den Landtagsmarschall eine der es u. a. hieß: „Mit gespannter Erwartung sah man der Entschließung des Justigrat Adresse, in Landtages entgegen und der einheitliche Pulsschlag des rheinischen Volkes hat durch den einstimmi gen Beschluß seiner Vertreter den würdigten Ausdruck gesunden. Die Kunde davon eilte von Munde zu Munde, die Freude, der Jubel wälzt ich von Stadt zu Stadt, von Dorf zu Dorf. Die höchsten Güter des Bürgers, das Recht gesetzlicher Gleichheit, das Recht eigener Rechtsprechung sind gewahrt. seiner die Mit Stolz blickt das Volk auf Vertreter, Jusicherung furcht V die Versammlung denen Kölns Bürger die Gefühle des Dankes, ihres sesten, unwandelbaren Vertrauens ehr⸗ voll darzubringen, heute in Massen gekommen sind.“ ei einem am 4. Juli in Düsseldorf abgehaltenen Festmahle sagte der Dandelskammeruräsident Hecker aus Elberfeld u. a.: „Mit gespannten Erwartungen sahen die Einwohner unserer Provinz auf ihre wackeren Vertreter, die in ihrem Namen sich über die Zulässigkeit jenes Gesetzes zu erklären hatten, und mit allgemeiner, an Begeisterung daes Freude wurde daher ihr glänzendes, sast ohne Beispiel dastehendes Votum begrüßt. Und auch diesem Votum gilt das berrliche Fest. Darum ein volles Glas der Gleichheit vor dem Gesetz, dem Geschworenengericht, der Oeffentlichkeit und Mündlichkeit des Gerichtsversahrens. Die Einheit der rheinischen Gesetzgebung soll leben.“ Da das rheinische Bürgertum damals noch aufrechten Ga war und aus seinem Herzen keine Mördergrube machte, auch den Regierungsprästdenten von Düsseldorf und den Oberpräsi⸗ denten der Rheinprovinz Ju einem Fesimahle geladen, die der Ein ladung gesolgt waren. Der Haß gegen die Reaktion suchte sich in offener und versteckter Weise Luft zu machen, worauf der Vize⸗ Landtagsmarschall von Groote aus Köln die Gemüter zu beschwich⸗ tigen suchte, aber am Weitersprechen gehindert wurde. Der Spek⸗ takel wurde so groß. daß der Regierungspräsident und der Ober⸗ präsident unter 1 den e verkleben. Am 18. Juli erließ edrich Wilhelm 44 hinsichtlich der Vor⸗ bänge bei dem Festmable fol gende Philippik „Ich würde von den— Austritten, welche bei dem sogenannten Festmahle am 4. d. M. in Düsseldorf stattfanden, der Beachtung wenig wert gehalten haben, wenn Ich nicht ersahren hätte. daß mehrere Beamten der an sie ergangenen nges hatte man die ie Nachricht solche nur imstande seien, fluß auf seine Entschließungen und den Gang seiner Regierung aus⸗ üben zu können, so mußte er doch, durch die 9 gezwungen, wohl oder übel, sowohl von der Veseitigung des öffent⸗ lichen und mündlichen Gerichtsverfahrens, der Prügelstrafse Abstand nehmen. und den Rhei nländern suchte man auf einem anderen? kommen. Aus Zeitung großen soziale Frage ventiliert und die mobil gemacht welches bis zu ganzen Rheinprovinz nur auf 700 Abonnenten und hatte jedes Jahr nicht weniger als 18 000 mußte vertretung mitreden lassen, die verpönten rheinischen Institutionen, das öffentliche und mündliche Gerichtsversahren schworenengerichte! in ganz Preußen einführen, nachdem die aun des 18. März d Einladung gefolgt wären. Ich erkenne die gute Absicht, dieselben hierbei geleitet hat und welche sich auch dadurch gegeben, daß sie mit lobenswerter Erkenntnis ihrer Ste sofort das Fest bei dem ersten Ausbruch einer verwerf Tendenz verließen, wofür Ich ihnen Meinen Beifall zu erkennen gebe. Dieser Vorfall hat aufs neue den Unwert solcher Demon⸗ strationen ins klarste Licht gestellt. Sie sind nur imstande, Lärm zu erzeugen, ohne irgendeinen Einfluß auf die Sache, auf Meine Entschließung und den Gang Meiner Regierung üben zu können. Um so mehr ist es Mein Wille, daß Meine Beamten sich von solchen Manisestationen sernhalten und nicht hierdurch entweder dazu beitragen, den letzteren wider ihren Willen eine unverdiente Bedeutung zu geben oder gar, wenn deren wahrer Charakter hervortritt, in den Fall zu kommen, das Ansehen der Regterung durch die Gegenwart ihrer Organe zu kompromittieren.“ Und trotzdem der König betonte, daß Demonstrationen wertlos, Lärm zu erzeugen, ohne irgendeinen Ein⸗ Macht der Verhältnisse wie der Unterdrückung Selbstverständlich wurde im übrigen Preußen weiter geprügelt Wege beizu⸗ Die Regierung suchte nun den Teufel mit dem Belzebnd Sie gründete nämlich im Jahre 1844 in Köln eine Formates, den Rheinischen Beobachter, in dem die Arbeiter gegen das S werden sollten, was kläglich mißlang. Das Blatt, den Februartagen 1848 erschien, brachte es in der zutreiben. Taler verschlungen. Nachdem diese. von der Bildfläsche verschwunden, der König hinsichtlich seiner Eutschließung sogar die Volks⸗ die Ge⸗ und n Weg dazu geebnet hatten. aus unserer Sammelmappe. Der kleinste Gegenstand auf den Mond. Der Abbe Morenx, der Leiter der Sternwarte in Bourges, der sich namentlich um die Planetensorschung mancherlei V zerdienste erworben hat, erörtert im Pariser Kosmos die Frage, habe, der sich mit den heutigen Hilfsmitteln der Astronomie auf dem Mond noch wahrnehmen ließe stellung ab, um wieviel ein Fernrohr den Mond zu vergrößern und dem Auge scheinbar näher zu rücken vermag. lere Entsernung des Mondes von der Erde zu 383 000 Kilemeter an, so würde ihn eine zehnfache Vergrößerung so zeigen, als ob er nur 38 500 Kilometer entfernt wäre. rung würde ihn also auf 3850, eine tausendsache auf nähern. Fernrohren bei einer Mondbeobachtung gar nicht, und doch lehrt die Erfahrung, daß wir mit bloßem Auge in einem Abstand von 88 Kilometern eigentlich überhaupt nichts mehr erkennen können, oder sicher nur ganz grobe Umrisse ohne jede Einzelheit. sich, daß sich auf der Mondoberfläche nur ganz große Gegenstände, also ungeheure Bergmassen, und Das war wenigstens der Schluß, zu dem der berühmte Phystker Arago gelangte. Punkt, daß sich ein Vergleich zwischen unserm Sehvermögen auf der Erdoberfläche und demjenigen gegenüber Himmelskörpern, die hoch über dem Horizont stehen, gar nicht ziehen lasse. welche Ausmaße der kleinste Gegenstand Die Antwort hängt von der Fest⸗ Nimmt man die milt⸗ Eine hunder ache Vergröße⸗ 385 Kilometer Eine tausendfache Vergrößerung gibt es nun mit unsern Daraus ergibt Krater von sehr großem Durchm sser andere Gebilde von gewaltiger Ausdehnung unterscheiden lassen. Moreux übt eine Kritik an diesem Urteil in dem Der aufwärts ge⸗ chtete Blick hat selbstverständlich eine viel geringere Schicht der Atmosphäre zu durchdringen als das wagerecht gerichtete Auge. Die Atmosphäre aber ist gerade in ihren untern Teilen ein staxkes Hindernis für die Sehschärse, ein mehr oder weniger dichter Vor⸗ hang, der durch seine Beladung mit Staub und Wasserdämpfen und außerdem noch durch heftige Bewegungen die Reichweite des Auges erheblich einschränkt. Wege beizukommen. Vergrößerung einen Fleck von einer Bogensekunde, die im punkt der Mondscheibe etwa einer Länge von 1830 Metern en spricht, aber eine viel stärtere Vergrößerung erreichen, und es müßte mit einem Fernrohr von einem Meter Oeffnung möglich sein, auf dem Monde sogar einen Gegenstand von nur 18 Metern Durchmesser zu erkennen. Morenx hat versucht, der Frage auf anderm Die Erfahrung lehrt, daß schon eine dosache sichtbar macht. Mit noch größern Fernrohren kaun man K . „ .