lehnz N. n an en mite Na eien fe erscheh⸗ fußt h 0 5 der l geh Fhent Fl en isse nist Wöchentliche Beilage der Oberhessischen Volkszeitung Nummer 27 Dienstag, den 7. Oktober 1913 2. Jahrgang Religion des Sozialismus. II. Wie der Mensch der Vergangenheit das tatsächliche Ver— hältnis seiner Ohnmacht zur Natur in düsteren religiösen Schreckvorstellungen umdeutet, so gibt ihm seine Religion auch die Auskunft über die furchtbaren Aengste seines politisch⸗ gesellschaftlichen Daseins. Diese Religionen sind ent⸗ standen in einer Zeit, da die große Masse der Menschheit aus Sklaven bestand, das heißt aus Rechtlosen, aus Sachen, mit denen ihre Herren und Peiniger treiben durften, was sie wollten. Dieses Dasein war für die große Masse in der Tat ein Jammertal, aus dem es kein Entrinnen gab. Man hätte ohne die Religion schließlich am Leben verzweifeln müssen. Warum sind wir arm und jene reich? Warum müssen wir alle Unbill dulden und jene dürfen uns quälen, ausbeuten, töten, ganz nach Willkür? Dieser Wahnsinn der menschlichen Verhältnisse läßt sich nicht lösen. Vielleicht erheben sich ein— mal die Sklaven in auflodernder Wut gegen ihre Herren. 5 Aber die Gewalt schlägt sie nieder und es wird schlimmer denn zuvor. Die große Masse der Menschen ist ohnmächtig gegen die Gesellschaftsordnung, in der zu leben sie schuldlos verurteilt sind. Aber die menschliche Vernunft empört sich gegen dies unerträgliche Schicksal; und weil die Körper sich nicht zu wehren vermögen, so suchen die Seelen eine Zu— flucht. Das kann doch unmöglich der Zweck des menschlichen Daseins sein, so jammervoll dahinzugehen, die Herzen voll von Sehnsucht nach Glück und Freude, und immer nur ge— marterte, mißhandelte, hungernde und frierende Lasttiere der Arbeit! Aus diesem Zwiespalt vernünftigen Denkens und sinn— los grausamer gesellschaftlicher Zustände entsteht der Flucht— und Zufluchtsgedanke des Jenseits; wenn dann in diesem Leben es keine Erlösung gibt, so muß nach dem Tode dennoch das wahre Leben der Gerechtigkeit und Freiheit beginnen! Das war der notwendige Trostgedanke, der die Menschen vor dem Zusammenbruch rettete, und das war die große, niemals verächtlich zu wertende Leistung des Christentums, daß es die Sklaven lehrte, das Leben zu ertragen. Wir Fissen wohl, wie schmählich später die weltlich-politische Organisation der Kirche diesen frommen, heiligen und heilenden Trostgedanken mißbraucht hat, indem sie ihn um⸗ kehrte und zu einem Werkzeug der Unterdrückung fälschte. Der Sklave erträumte den Himmel, weil er im Diesseits ohnmächtig war, sein furchtbares Dasein zu erlösen. Daraus fälschte man die Lehre: weil der Sklave des Himmels gewiß sein muß, soll er sich in alle Gewalt der Peiniger geduldig fügen. Dennoch, jener Gedanke der Erlösung war in seinem Ursprung selbst Erlösung. Man begriff nun auch, wie die alten Religionen die — Jahrhunderte überdauern konnten; denn auch die soziale Ohnmacht der beherrschten Klassen wie des einzelnen gegen— über der bestehenden Rechtsordnung dauerte bis in die neueste Zeit unverändert, ungemildert. Der leibeigene Bauer, der bis an die Schwelle der Gegenwart die Masse des unter— drückten Volkes darstellte, ist in Deutschland erst im 19. Jahr⸗ hundert, in Bayern erst durch die Revolution von 1848 be⸗ freit worden. Das Industrieproletariat aber, das seitdem entstanden ist, hat, trotz aller seiner sozialen Unterdrückung und Ausraubung, doch als Erbteil der großen Menschheits— 8 die 1 das Recht der freien Geburt, der Selbst⸗ bestimmung erhalten. Der geburtsfreie Proletarier weiß, daß er nicht das wehrlose Opfer einer durch alle Ewigkeit dauernden, unentrinnbaren Gesellschaftsordnung ist, sondern er hat erkannt, daß alle menschlichen Ordnungen Menschen⸗ werk und deshalb vergänglich sind. Diese Einsicht gewann er, weil er ja selbst mitwirkte an der Gestaltung der Rechts⸗ verhältnisse, die ihn bestimmen. Nur ein paar Jahrzehnte zurück, und es gibt keine politische Betätigung der Masse: kein Wahlrecht, kein Parla— ment, keine freie Presse, kein Vereinsrecht. Was heute dem Proletariat das mächtigste Werkzeug der Notwehr gegen den Kapitalismus geworden ist, das Koalitionsrecht, war noch in einer nahen Vergangenheit Verbrechen der Meuterei, des Aufruhrs, des Hochverrats; wer sich mit seinen Arbeits— gefährten zur gemeinsamen Selbsthilfe zusammenfand oder gar durch Arbeitseinstellung besondere Lebensbedingungen zu erzwingen versuchte, hatte die schwersten Strafen verwirkt: Peitsche, Folter, Zuchthaus, Schafott. Jetzt aber ist die Menschheit mündig geworden. Sie hat die Ohnmacht in der Erduldung überkommener politischer und sozialer Verhältnisse überwunden. Wie immer noch unsere Rechte und Freiheiten verkümmert sind, wie immer noch die rohe Gewalt des Staates und einzelner bevor— rechteter Personen die freie Selbstbestimmung der Masse zu lähmen bemüht ist, und aus aufrechten, ihrer Würde und ihrer Aufgaben bewußten Menschheit zitternde Untertanen zu demütigen versucht;— wir wissen heute dennoch, daß wir stark genug geworden sind, genau den Anteil an den Gütern des Lebens, die Rechte und Freiheiten zu besitzen, die wir ent⸗ schlossen sind, uns zu erringen. Wir sind nicht mehr ohn⸗ mächtig, wir haben im Gegenteil alle Macht, wenn wir nur wollen, wenn wir durch gemeinschaftliches, entschlossenes, ehern zusammenhaltendes Handeln zialen Zustände herbeizuführen bereit sind, die unsere Men— schenvernunft uns klar und hell zeigt: Brot, Freiheit, Glück für alle ohne Unterschied auf dieser Erde, in diesem Leben. Haben wir dergestalt Macht über unser eigenes Schick⸗ sal gewonnen, so beflügelt unseren Willen zur Tat der junge Glaube, daß die Menschheit zu erreichen vermag, was uns als Ziel ihres Strebens vorleuchtet. Dieser Glaube an die Zu— kunft ist unsere Religion, die hell, tapfer, freudig dem Leben zugewandt ist und das Leben aller zur reichsten Blüte zu entwickeln strebt. Die Religion des Sozialismus in ihrem Kraftgefühl und ihrer Daseinsbejahung hat die Verzweif⸗ lung des Jammertals 3, die Hoffnungslosigkeit des irdischen Geschickes für immer überwunden. Aber wenn auch, wie jeder uns zugeben wird, in der Tat diese Religion des Sozialismus für die Rätsel unseres heutigen Daseins die rechte lösende Antwort findet, haben wir dann, so wird man fragen, wirklich den ganzen Sinn des Lebens erfaßt und für vernünftige Menschenzwecke wertvoll gedeutet? Bleibt nicht gerode dann, wenn es uns gelingt, das Dasein der ganzen Menschheit zu all seiner mög⸗ lichen und denkbaren Herrlichkeit zu entfalten, daß dennoch all diese Herrlichkeit für die Menschen wieder endigen muß — im Tode. Der natürliche Lebenstrieb jeder Kreatur hat sich in lähmende Todesangst verwandelt. Nicht immer haben die Völker den Tod gefürchtet. Aber besonders seit dem Mittel⸗ alter ist es wie eine Geisteskrankheit über die Menschen ge⸗ kommen, daß sie sich in schrecklichen Zuckungen vor nichts mehr fürchtete als vor dem Ende. Und keine schwerere Schuld die politischen und so⸗ . — bat ble kirchliche Machtbegierde auf sich geladen, als die Aus⸗ beutung der Todesangst, die Marterung der Gewissen. Da⸗ durch erst sind die Menschen auch seelisch zu Sklaven gewor- den. Wir haben es nie begriffen, wie einzelne Menschen von Fleisch und Blut, die gar nichts anderes sind, wie wir alle, es vor ihrem Gewissen verantworten konnten, arme gequälte Menschen, die schon auf Erden die Hölle hatten, nun noch mit der gesteigerten Hölle nach dem Tode zu ängstigen. Was wollen wir Menschen denn eigentlich? Wollen wir ewig leben? Ewig leben können, heißt so viel wie ewig leben müssen. Das aber wäre der Tod, die wahre Hölle alles Lebens, wenn wir Menschen gezwungen wären, niemals wieder, wie wir ins Leben kamen, so auch aus dem Leben gehen zu können; der Lebenszwang wäre das Uner— trägliche, das unser Dasei u ersten Tage an vergiften müßte. Nein, es ist gnädig von der Natur eingerichtet, daß das Leben des einzelnen, wenn es ein Weilchen sich geregt hat auch wieder in stillem Frieden zu ruhen vermag. Verhängnisvoll ist diese Geisteskrankheit für die Ent⸗ wicklung der Menschheit geworden; denn indem wir entsetzt und verängstigt auf den natürlichen Tod starrten, ver; gaßen wir den Kampf gegen den künstlichen Tod, der vor der Zeit die Menschen zerstört; diesen Tod, der der Fluch des Menschengeschlechts geworden ist, und den wir, wenn nicht fürchten, so doch hassen und bis zur Ausrottung verfolgen müssen. Herrlich ist es, nach getaner Lebensarbeit, nach Erschöpf— ung der Glücksspenden des Daseins wieder davongehen zu dürfen. Aber es gibt keine entsetzlichere Vorstellung, als denken zu müssen, daß in Wahrheit nur wenige Menschen ihr Leben leben können. Unübersehbar die Opfer der Schlachtfelder, auf denen in den Jahrhunderten die Jugend verfaulen mußte! Unübersehbar die Zahl der Opfer, denen durch Hunger, Ueberarbeit, gesundheitsgefährliche Arbeits— verhältnisse das Leben künstlich verkürzt, verkümmert, ver⸗ krüppelt worden ist! Und gibt es einen gräßlicheren Ge— danken als diese Massenerscheinung, daß Millionen von armen kleinen Menschenkindern, wenn sie kaum das Licht der Sonne erblickt und damit das Recht gewonnen und die Sehnsucht dunkel empfunden haben, daß auch sie nun teil— nehmen werden an den Strahlen des Lebens sofort wieder ach wenigen Tagen und Monaten, düsteren Vorwurf in den erlöschenden Augen, sterben müssen, nur weil die Mütter unter der Ungunst der Daseinsverhältnisse nicht genügende und gesunde Nahrung für sie besaßen oder weil sie engen Wohnhöhlen tödliches Gift einatmen. Diesen lichen Tod gilt der Kampf der Sozialisten religiöser Glaube ist es, daß wir einst eine Menschen erreichen werden, in der jeder, der geboren ist, keine Stund vor dem natürlichen Ende, vor der erlösenden Ruhe ver nichtet wird. In solchem tätigen Glauben wird auch das Bed irf nis nach Unsterblichkeit in all seiner Tiefe ganz erfüllt. Der einzelne Mensch stirbt, aber die Menschheit lebt. Und das das Leben dieser Menschheit f i gestalte, das ist der Inbegriff Kämpfens. In der Gemeinsch d a r Mensch⸗ heit wird der Unsterblichkeitsgle Mirr N Wirt! 5 keit. Was tut hheit, und sei es die e Lei ärmsten Mannes im fernsten einsar niemals untergehen, darin verbürgt Unsterblich⸗ keit, das ist die Aussaat seiner unsterblichen Seele in alle Ewigkeit. Zu diesem schöpferischen Unsterblichkeit die Religion des Sozialismus Deutschland das Land der stärksten lapitalistischen Eutwickelung. n Die übliche amtliche Betriebszählung gibt über die Größe der Einzelunternehmungen, bezw. über ihre innere Entwicklung nur sehr unvollkommene Auskunft: über die Besitzverhältnisse schweigt saugung der Keinen durch die Riesenunternehmungen schon eintrat, das ist dem breiten Publikum so gut wie unbekannt. Deshalb herrscht in der öffentlichen Meinung die Ansicht vor, bezüglich der großkapitalistischen Entwicklung sei Deutschland immerhin noch gegenüber Großbritannien und ganz gewiß hinter Amerika, wenn nicht gar auch im Vergleich zu Belgien zurückgeblieben. Ein ge⸗ naues Eingehen auf die einschlägige Statistik lehrt aber unzwei deutig, daß Deutschland eine geradezu sprunghafte Industrialisierung durchgemacht hat. In bezug auf einen der wichtigsten Rohproduk⸗ tionszweige z. B. hat es die genannten Länder in der Entwicklung zum Großbetrieb weit überflügelt. Aus Anlaß des unlängst in Breslau abgehaltenen Allgem. Deutschen Bergmannstages leine Zusammenkunft von Vergwerksbesitzern, Beamten und Akademikern) hat der Statistiker Dr. Jüngst in einer Sonderausgabe der Zeitschrist Glück auf [(Essen) eine Untersuchung der früheren und jetzigen Betriebsgrößen in der Vergwerlsindustrie Deutschlands, Belgiens, Frankreichs und Großbritanniens unternommen, die zu hochlehrreichen Resultaten gekommen ist. Jüngst betrachtet die Entwicklung des Steinkohlen⸗ bergbaues unter dem Gesichtspunkt, welchen Umsang der Einzel- betrieb hinsichlich der beschäfigetn Arbeiter und der geförderten Tonnenmenge im Laufe des letzten Jahrhunderts gewonnen hat. Hier das Hauptergebnis seiner Untersuchung: Es entfielen durch⸗ schnittlich auf das Werk: 1800 1911 Arbeit. Förd. i. Tonn. Arbeit. Förd. l. Tonn. Oberschlesien 143 30 377 2130 649 049 Niederschlesien 00 17 341 1824 352 914 Ruhrgebiet 104 15 597 2100 567 262 Saargebiet(fisk.) 750 130 397 4414 654910 Königr. Sachsen) 170 43 120 1128 219 827 Frankreich 186 26 030% 763 140 306 Belgien 533 72 830 1134 181524 Großbritannien 92 28 378 32⁰ 86 546 Danach hat sich die Entwicklung zum Großbetrieb absolut am stärksten im Saargebiet und in Oberschlesien, am schwächsten in Großbritannien, relativ am stärksten im Ruhrgebiet vollzogen. Diese Feststellung wird für seden, der gewohnt war, in Großbritannien, dem industriellen Mutterlande, die Heimat der gewaltigsten Be⸗ trlebskonzentration zu erblicken, eine verblüffende Ueberraschung fein. Aber auch auf Volkswirte, die den Werdegang der Montan⸗ industrie aufmerksam beobachtet haben, muß es überraschend wirken, zu sehen, daß ausgerechnet Großbritannien im Vergleich zu den konkurrierenden Bergwerksländern im Zustande der kleinbetrieb⸗ lichen Organisation stecken geblieben ist. Es standen nämlich Kohlengruben in Förderung: 1860 1890 1911 Oberschlesien 80 88 1 Niederschlesien 45 37 16 Ruhrgebiet 281 75 161 Königreich Sachsen 80˙⁷ 30 23 Belgien 175 134 127 Fr eich 319% 20 258 Großbritannien 9009 3400 3102 Im letztgenannten Lande ist die Zahl der Betriebe 1911 gegen 560 sogar noch gewach fen, während in den anderen Staaten und 1 rikten, namentlich in Schlesien und im Ruhrgebiet, eine starke minderung der Betriebe, aber daneben eine noch viel größere emehrung der Förderung pro Werk vor sich ging. Die Er⸗ lärung für das Vorherrschen des(relativen) Kleinbetriebes im zbau ist nicht zuletzt in den dortigen eigentümlichen ssen zu suchen. In Großbritannien gehören die se(ausgenommen Silber und Gold, die der id, dem Oberflächeneigentümer. Nur mit dessen Einwilligung kann der Bergbau unternommen werden, und es ist Landesbrauch, nur verhältnismäßig kleine Felder dem Bergbau- egen bestimmte Abgaben zur Ausbeute freizugeben. Das Nechtsverlältnis gilt auch in den Vereinsgten Staaten von amerika. Infolgedessen finden wir auch im dortigen 5 sogar noch mehr wie in Großbritannien, den(relativen) Klein- betrieb vorherrschend. Nach dem amtlichen Auswels über die Koblenproduktion in der nordamerikanischen Union— Jüngst hat diese Zahlen nicht berücksichtigt— standen dort 1910: 6126 Kohlen ⸗ gruben in Retrieb, auf die im Durchschnitt 80 991 Tonnen Frörde⸗ rung entfielen, 1911 dagegen 6179 Gruben mit einer durchschustt⸗ Förderung von 79374 Tonnen. Im letztgenannten hre rten 2103 Gruben je durchschnittlich nur bis zu 10 000 Tonnen ir 735(110 Prozent) lieferten je eine Durchschnittsmenge als 200 000 Tonnen. Dagegen ist nach französisch⸗deutschem Bergrecht der Ober⸗ flächeneigentümer in der Regel nicht zugleich wertung e über die unterirdischen Kohlenablagerungen; er muß vielsehr deren isbe gestatten, wenn der Unternehmer die leicht erfüllbaren lichen Vorschriften beobachtet. Dann aber kann dieser ehr viel größeres Ausbeutungsrecht sichern und es eventuell n mit benachbarten Feldern konsolidieren, als dem britischen Berg⸗ werkennternehmer überlassen wird. Dieser fundamentale Unter ) Für diesen Bezirk ist nicht das Jahr 1800, sondern 1870 zum Ausgangspunkt der Berechnung genommen. Zahl von 1881. ritischen Berg esitzverhäl lische te sich völlig aus, Welche im e Betriebskonzentrat jon und Auf⸗ 6) für 1870,) für 1807.) für 1881. schied in der Bergwerksgesetzgebung mußte dem Aufkommen der detriebe in den Ländern mit der sogenannten„Bergbaufrei⸗ t“ natürlich sehr günstig sein: Wo sich dazu ein sozusagen uner⸗ pflicher Kohlen reichtum, wie in Oberschlesten und im rheinisch⸗ westfälischen Industriegebiet vorfand, da erhielten die kapitalistischen Expansionsbestrebungen ihr dankbarstes Betätigungsfeld. Folgen wir Jüngst in der Betrachtung der Besitzverhältnisse, dann stellt sich heraus, daß auch die Berechnung der Betriebsgrößen noch nicht den wirklichen Umfang der kapitalistischen Konzentration in unserer wichtigsten Rohstoffindustrie erhellt. In Oberschlesien fördern 8 private Unternehmungen allein über 54 Prozent der Ge— samtkohlenmenge: in Niederschlesien sind es 4; im Ruhrgebiet kom— mandieren 12 Unternehmergesellschaften(inkl. preußischen Fiskus) über 80 Prozent der Förderung und 317 000 Arbeiter! Die Macht des Großbetriebs hat sich demnach im Bergbau am 5 in Deutschland, nicht etwa in dem Lande der Dollarfürsten, urchgesetzt. Diese unstreitige Entwicklung, die sich auch auf einer Reihe anderer Gebiete mit Zahlen belegen läßt, erklärt aber auch, warum in Deutschland das Großunternehmertum an Hartnäckigkeit in der Bekämpfung der sozialpolitischen Arbeiterforderungen un⸗ übertroffen dasteht, und warum sich die Herren vom Zentralver— band der Industriellen als die eigentlichen Machthaber in Deutsch⸗ land fühlen. Von Augebot und Nachfrage. Die Klagen über die Teuerung nehmen kein Ende, und anstatt einer Besserung weisen die neuesten bekannt geworde— nen Tatsachen auf eine abermalige Verschärfung hin. Nun versteht es sich von selbst, daß eine wirksame Abhilfe nur denkbar ist, wenn man die Ursachen des Uebels kennt. Des— halb ist es von Wichtigkeit, daß nicht nur die Leiter unserer „staatserhaltenden“ Politik, sondern auch die offizielle Wissen— schaft über die Ursachen der Teuerung immer noch vollständig im Dunkeln tappen. Es hat ja seine guten Gründe, daß die 0 offizielle Wissenschaft, sobald sie über die Bewegung der Preise etwas aussagen soll, einzig und allein das Sprüchlein von Angebot und Nachfrage herzuleiern weiß. Wollte sie es nicht tun, wollte sie sich auf eine Erforschung der tieferen Gründe einlassen, die für die Gestaltung der Preise maß— gebend sind, so würde sie auf Wahrheiten stoßen, die den Staatserhaltenden“ sehr unangenehm in den Ohren klingen. Das fühlt sie instinktiv im voraus, und deshalb bleibt sie lieber an dem oberflächlichen Sprüchlein von Angebot und Nachfrage haften. Es verdient aber festgestellt zu werden, daß dieses Sprüchlein an der gegenwärtigen Teuerung rein gar nichts zu erklären vermag. i Ueberlegen wir's zunächst einmal theoretisch. Ueber— wiegt das Angebot, so sinken die Preise; überwiegt die Nach— frage, so steigen sie. Da nun seit Jahren die Preise in ihrer Gesamtheit steigen, so müßte demnach seit Jahren die Nach— frage überwiegen. Dies könnte verursacht sein, entweder weil das Angebot gesunken wäre, oder weil die Nachfrage ge— stiegen wäre. Ueber zu geringes Angebot, ja über künstliche, absichtliche Einschränkung des Angebots ist allerdings hier Rund da geklagt worden, z. B. bei der Lieferung von Schlacht- 0 bieh. Aber alsbald haben die Agrarier den bei ihnen ge⸗ wohnten Lärm erhoben, und so hat man bald dieses Argu— ment fallen lassen. Bleibt also nur übrig, daß die Nachfrage gewachsen sein muß. Und richtig hat man das denn auch A wissenschaftlich“ festgestellt, und in mancher„hochgelehrten“ bhandlung kann man lesen: Die Steigerung aller Preise 9 sei etwas ganz Natürliches, ja etwas sehr Erfreuliches, denn sie sei ein Zeichen dafür, daß allgemein die Kulturbedürfnisse 5 gestiegen seien und auch der Letzte und Aermste heute viel mehr kaufe als früher. Bei so allgemein steigender Nach⸗ frage müssen natürlich auch die Preise steigen! Eeine wahrhaft blendende Weisheit! Also geht's den Deuten bloß deshalb so schlecht, weil's ihnen so gut geht! Bloß deshalb können sie das Notwendigste nicht kaufen, weil lie so viel kaufen! Wie„voraussetzungslos“ muß eine Wissen⸗ Ichuft sein, die es nicht einmal merkt, daß ihre Lehrsätze zu solch vollendetem Blödsinn führen. 0 Und nun wollen wir das„Gesetz von Angebot und 18 chfrage“ auch an den Tatsachen der Praxis prüfen. Man Funke mit einem Schein von Recht sagen: Die Nachfrage seigt selbstverständlich von Jahr zu Jahr, weil ja die Be⸗ lkexung von Jahr zu Jahr zunimmt, Aber leider dauert . die„Zunahme“ der Bevolterung seit 100 vayren ohne unter- brechung an. Auf dem Gebiet des heutigen Deutschen Reichs wohnten im Jahre 1816 24,8 Millionen Menschen 1830 29,5 1 1840 32,8 5 1850 35,7 7 1860 37,7 1870 40,8 1880 45,2 5 1890 49,4 1900 56,3 1 1910 64,9 5 5 Die Nachfrage ist demnach zweifellos seit 100 Jahren ununterbrochen gestiegen. Die Preise dagegen?— tach den Napoleonischen Kriegen, gerade als die starke Volksvermehrung anhob, fielen sie, und ihre Senkung dauerte bis gegen das Jahr 1850. Dann gingen sie in die Höhe bis 1873, wo der große Krach erfolgte. Von da ab fielen sie wieder, obgleich grade damals die Volksvermehrung besonders kräftig wuchs. Diesmal dauerte die Senkung bis 1896, seitdem haben wir Teuerung. Die wirkliche Bewegung der Preise hat sich also nicht im mindesten nach der steigenden Nachfrage gerichtet, welche die steigende Volkszahl mit sich bringt. Pünktlich wird darauf erwidert: es kommt ja nicht auf die Nachfrage allein an, sondern auf das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage; möglicherweise ist in den Jahrzehnten sinkender Preise das Angebot besonders stark gewesen.— Das läßt sich leicht nachprüfen. Gegenwärtig ist die Teuerung am empfindlichsten beim Fleisch und Brot. Was das Fleisch anbetrifft, so schreibt z. B. Eßler(im Archiv für Sozialwissenschaften, 1912, S. 10—11): „Man kann schätzen, daß auf dem Gebiete des heutigen Deutschen Reichs in den 91 Jahren von 1816-1908 die gesamte Erzeugung von Rind-, Kalb⸗. Schaf. und Schweinefleisch auf das 8½ fache gestiegen ist... Trotz des Bevölkerungswachstums ist die heute durchschnittlich im Laufe des Jahres auf den Kopf entfallende Fleischmenge 3½ mal so groß wie 1816.“ Also das Angebot ist im Verhältnis zur Nachfrage weit größer geworden, und doch die enorme Teuerung! Und das Getreide? Es wurden im Deutschen Reich geerntet: Weizen 2 500 000 Tonnen Roggen 1901 rund 8 160 000 Tonnen 1906„ 9600 000 5 3 900 000 5 1910„ 10 500 000 5 3 900 000 45 Ebenso ist auch die Produktivität des Getreidebaus stark gewachsen, d. h. der auf der gleichen Ackerfläche geerntete Er⸗ trag. Es wurden pro Hektar im Deutschen Reich geerntet: Roggen Weizen 1901 rund 14 Doppelzentner 15,8 Doppelzentner 1906„ 15,8 1 20,3 8 5 3 19,9— Ebenso steht es auch mit allen anderen wichtigen Waren des Haushalts der breiten Massen. Man lese die Bertehte der Handelskammern, man lese die amtliche Statistik, man lese die Schriften der bürgerlichen Nationalökonomen da, wo sie nicht philosophieren, sondern Tatsachen berichten, und man wird sich überzeugen, daß auch an Eisen, Kohle, Wolle, Baumwolle usw. usw. das Angebot noch weit stärker gewachsen ist, als die Nachfrage, wie das ja auch im natürlichen Verlauf der Dinge gar nicht anders sein kann. Wäre das Gesetz von Angebot und Nachfrage richtig, so müßten wir eine fortschreitende Verbilligung aller Waren erleben. Daran, daß der wirkliche Stand der Dinge grade entgegengesetzt ist, vermögen Angebot und Nachfrage nicht das allermindeste zu erklären. —— 8 7 ** N Der Kanaltunnel. In seinem neuen berühmten Roman„Der Tunnel“ läßt Keller⸗ mann vor unseren Augen im atemraubenden Tempo der Produk⸗ tions⸗ und Lebensweise künftiger Geschlechter einen gewaltigen Tunnelbau zwischen Europa und Amerika entstehen. Die Wirklich⸗ keit wird vermutlich binnen kurzem jene geniale technische Phantasie wenigstens in verkleinertem Maßstabe, nachahmen. Der Tunnel, um den es sich dabei handelt, soll zwar nicht zwei Erdteile, wohl inander verbinden. Bereits zu Ende submarien Seine Ver⸗ Verbindung wirklichung Inzwischen fängt aber die geographesche Isolierung Englands an, für die kulturelle Entwicklung dieses Landes bedenkliche Folgen zu haben. In einer Zeit des steigenden Weltverkehrs muß England es mit ansehen, daß es an diesem Personenaustausch, der gleichzeitig einen Austausch an ideellen und materiellen Zivilisationsgütern be⸗ dingt, nur in relativ schwachem Maße beteiligt ist. Die Angst vor einer Uebersahrt über den meist stürmischen Aermelkanal hält eben unzählige Reisende von England fern. Im Jahre 1912 betrug der Passagierverkehr über den Kanal 10 Millionen Personen. Bei einer Bevölkerungsziffer Englands und der ihm zunächst liegenden Länder(Frankreich, Belgien, Holland, Deutschland) von 157 Mil⸗ lionen macht dies nur 1 Prozent aus, während beispielsweise der Verkehr zwischen Frankreich und Deutschland 2 Prozent, der zwischen Frankreich, Velglen und Hollands 8 Prozent der Bevöllerung um⸗ faßt. So ist es zu verstehen, daß allmählich ein Umschwung in der englischen öfsentlichen Meinung in der Kanalfrage eingetreten ist. Der neue, von der Kanalbaugesellschaft vorgelegte Tunneiplan, der voraussichtlich die allgemeine Zustimmung finden wird, nimmt auf die militärischen Bedenken Englands die genügende Rücksicht. Mit Zustimmung des französischen Staates, bezw. der Nordbahngesell⸗ schaft, sieht er an der französischen Küste einen Viadukt vor, der weit ins Meer hineingebaut ist und den alle Züge passieren müssen. Der Viadukt beginnt bei Visant und führt 4 Kilometer nördlich wieder aufs Festland, sodaß die englischen Schisse im Kriegsfall in der Lage sein werden, mit ihren Kanonen die ganze Verbindung zu zerstören und jeden Verkehr abzuhalten. Der Tunneleingang in England liegt ferner hinter dem Schloß von Dover, unter dem direkten Feuer der Forts. Endlich werden beide Länder die Möglichkeit haben, die Kraftstationen, die zum Betriebe der Züge notwendig sind, jeweils unter Jeuer zu halten. Der Tunnel führt unter dem Aermelkanal weg von Sangattle nach Dover. Die Strecke unter Wasser wird 38 Kilometer, die Ge⸗ samtlänge des Tunnels, einschließlich der Verbindungsstrecken mit den Hauptlinien, 50 Kilometer lang sein. Der Tunnel besteht elgentlich aus 2 Tunnels von je 6 Meter Durchmesser, die in einer Entfernung von 12 Meter angelegt werden und in kurzen Zwischen⸗ räumen durch Quergänge miteinander in Verbindung stehen. Diese Bauart gestattet eine bessere Ventilation als sie bei einem einzigen zweigleisigen Tunnel möglich wäre. Die Tunnels werden innen durch starke Gußeisensegmente gegen den gewaltigen Druck, den sie auszuhalten haben, verstärkt und außerdem mit einem dicken Zement⸗ mantel umgeben. Für die Ventilation werden von jeder Seite her 10600 Kubikmeter Luft pro Sekunde mit einer Geschwindigkeit von 2 Fuß pro Sekunde hineingepreßt werden. Die Züge werden natür⸗ lich elektrisch betrieben, sodaß keine Rauchentwicklung stattfindet. Sie werden außerdem aus feuersestem Material bestehen. Um krob⸗ dem für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, wird neben den Ge⸗ leisen ein von der elektrischen Leitung gesicherter Jußsteig führen, auf den sich die Passagiere gegebenenfalls retten können. Der Bau soll in der Weise vor sich gehen, daß man zunächst von beiden Kanalseiten her nach der Mitte einen Abwässerungsschacht treiben wird, der in zirka 4 Jahren vollendet sein dürste. Die Kosten des Tunnels sollen nach dem Voranschlage 320 Millionen Mark, also für jede Seite 160 Millionen Mark betragen. Man rech⸗ net damit, daß bei seiner Eröffnung der Tunnel von dem inzwischen auf 2 Millionen angewachsenen Passaglerverkehr zwischen England und dem Festlande 13 Millionen an sich ziehen wird. Das würde, wenn man 10 Mark Reingewinn pro Person annimmt, 13 Millionen Mark bringen. Dazu kommen 13 Millionen Mark aus der Gepäck⸗ beförderung, 200 000 aus dem Post⸗ und 1,6 Millionen Mark aus dem Güterverkehr. Das macht zusammen 22,7 Millionen Mark Ver⸗ Ansung für ein Kapital von 320 Willionen Mark, ohne Berik ⸗ sichtigung des wahrscheinlich rapid steigenden Personenverkehrs. Hoffentlich wird das große Werk, das London— Paris auf 5 Stunden und Berlin auf 10 bis 18 Stunden nahe bringen würde, bald Wirklichkeit. Aus unserer Sammelmappe. Die gänzliche Entfernung des Magens. Wie weit heute die operative Chirurgie vorgeschritten ist, erkennt man u. a. an den glänzenden Leistungen, welche die Magenchirurgie aufzuweisen hat. Bei Krebs wird heute der Magen, wenn nötig, gänzlich entfernt und es kann Heilung danach eintreten. So berichtete türzlich] Dr. Sasse in Frankfurt a. M., der Chirurg des dortigen Marien⸗ krankenhauses, über zwei von ihm operierte, geheilte Fälle von gänzlicher Magenentfernung. Bei dem einen, 50 Jahre alten 0 Patienten wurde der ganze Magen, im streng anatomischen Sinne genommen, entfernt. 3½ Wochen nach der Operation konnte der Patient bereits alle sesten Speisen ohne zum Skelett abgemagert, sie wog nur noch 60 Pfund. Nach der Operation nahm sie in kurzer Zeit 52 Pfund an Gewicht zu. Es l handelte sich hier nicht um Krebs, sondern um ein narbiges Ge- so daß dieser gänzlich schrumpfte. Da die Patientin nunmehr bereits zwei Jahre nach den Operation lebt und der Verlust des Magens kaum nachteilige Folgen schwür, das den ganzen Magen einnahm, für die Ernährung gehabt hat, so kann man behaupten, daß der Magen absolut entbehrlich ist. Die Patientin gesund aus. Essen kein eigentliches Gefühl der Sättigung mehr habe. Sie ge⸗ 5 nießt alle Speisen, ohne im geringsten auf die leichtere oder 1 schwerere Verdaulichkeit Rücksicht zu nehmen. 1 Das Wesen des Schlangengiftes. Nach Dr. Faust in Würzburg ist die Unterscheidung der Schlangen nach giftigen und geschieht allgemein mit Hilfe besonderer Giftzähne. lich. Während es Jormen gibt, die bei einem Biß 100 bis 2⁰⁰ Milligramm Gist entleeren, ist die Menge, die von unserer ei heimischen Viper entleert wird, etwa 40 Milligramm. Außer der Art des Tieres ist für die Menge des ausgeschiedenen Giftes sehr wesentlich, ob das Tier kurz vorher schon einmal gebissen hat. Daß entleerte Gift enthält 30 Prozent Trockensubstanz, es enthält außer dem speziellen Gift auch noch Fermente. Diese können dadurch für die Schlange wichtig sein, daß sie beim Biß in den Körper des An ⸗ gegriffenen eingespritzt werden und so die Verdauung beschleunigen. 1 Bekanntermaßen ist diese bei Schlangen, die ihre Beute in einem Bissen hinabschlingen, sehr schnell. Was das Gist anbelangt, so ist 5 es nach den Untersuchungen, die Dr. Faust angestellt hat, Saponin. Durch diese FJeststellungen sind die Wirkungen glatt er⸗ klärt, man braucht nun nicht mehr einzelne Gifte für die speziellen Symptome anzunehmen. Lebende Organe außerhalb des Körpers. Der berühmte amerls kanische Chirurg Carrel, der auf Grund seiner aussehenerregenden Züchtung von lebendem Gewebe d des Organismus den er Veröffentlichung neuer, erstaunlicher Ersolge hervor. Durch geeignete Behandlung ist es Nobelpreis erhalten hat, tritt jetzt mit ihm gelungen, Teile des Herzens und der Blutgefäße von Hühner ⸗ embryonen Über ein Jahr lang lebensfähig zu erhalten. Noch über⸗ raschender aber sind die Ergebnisse des folgenden Versuches: Carrel unterband einer Katze die Luftröhre und die Hauptblutgesäßze und entnahm ihrem Körper dann die gesamten Brust⸗ und Bauche inge ⸗ weide und legte sie sofort in Ningersche Lösung. Das Tier 1 nach Durchschneiden der Gefäße, aber die Eingeweideorgane 5 in der Ningerschen Lösung weiter. Herz und Darm arbeiteten wie im Körper, der Magen des Tieres, das kurz vor dem Versuch dleisch gefressen hatte, suhr in der Verdauung dieser Speise sort, und der Darm entfernte die Reste in der gewohnten Welise. es gelang Carrel, diese Eingeweideorgane 13 Stunden lang am Lebes 2 erhalten, ein Erfolg, der dem Lalen unfaßbar erscheint. Die Wissen⸗ schaft weiß freilich, daß diese Erfolge bel zlelbewußter Arbeit er“ reicht werden mußten. Für die Erkenntnis der Tätigkeit der inneren Organe bei den Tieren und in entsprechender Schlußsole⸗ rung auch beim Menschen sind diese Versuche von unf g Wert, denn sie geben uns Aufschluß Über die Vorgänge in un Körper und entschleiern die intimsten Gehelmnisse des Lebensvor“ ganges. 25 ** Beschwerden genießen und er zeigt eine normale, gute Verdauung. An dem Röntgenbild sieht man, wie vom Magen nichts mehr vorhanden ist und wie der Baryumbrei aus der Speiseröhre direkt in den Dünndarm fällt l Bei dem anderen Fall war die Patientin vor der Operation bis sieht blühend und Bemerkenswert ist ihre Angabe, daß sie nach den 8 ungiftigen Arten eine sehr einseitige. Die sog. Giftschlangen sind eben die für die Menschen giftigen, die ungiftigen Schlangen können für Tiere sehr wohl giftig sein. Die Einverleibung der Gifte in den Körper Diese haben für die Führung des Giftes entweder einen Kanal, der sie der Länge nach durchbohrt oder eine Rille. Die Menge des beim Biß entleerten Giftes wechselt bei den verschiedenen Arten außerordent⸗ 1 5 e ee* e