2 5 2 S2 2 esonen Kone Gate sich be hunde“ sich nit i. bab, getraula Kah . * 4 1 Wöchentliche Beilage der Oberhessischen Dolks zeitung Nummer 52 Montag, den 31. März 1913 J. Jahrgang soviel Kraft, als er besitzt“, „Mein Selbstgeunß“. Von Karl Marx. (Unvecöffentlichtves aus dem Nachlaß.) (Fortsetzung.) Alle Kollisionen, in die die Menschen durch ihre wirklichen Lebensverhältnisse mit sich oder mit anderen geraten, er⸗ scheinen unserm Schulmeister Sancho als Kollisionen, in die Menschen mit Vorstellungen über das Leben des Menschen geraten, die sie entweder sich selbst in den Kopf gesetzt haben oder sich von Schulmeistern haben in den Kopf setzen lassen. Schlügen sie sich diese aus dem Kopf,„wie glücklich“ könnten „diese armen Wesen leben“, welche„Sprünge“ dürften sie machen, während sie jetzt„nach der Pfeife der Schulmeister und Bärenführer tanzen“ müssen!(p. 435.) Der niedrigste dieser„Bärenführer“ ist Sancho, da er nur sich selbst an der Nase herumgeführt. Hätten z. B. die Menschen sich nicht fast immer und fast überall, in China sowohl wie in Frankreich, in den Kopf gesetzt, daß sie an Uebervölkerung litten, welch einen Ueberfluß an Lebensmitteln würden diese„armen Wesen“ nicht alsbald vorgefunden haben. Sancho versucht hier seine alte Historie von der Herrschaft des Heiligen in der Welt wieder anzubringen unter dem Vor⸗ wande einer Abhandlung über Möglichkeit und Wirklichkeit. Möglich heißt ihm nämlich alles, was sich ein Schulmeister von mir in den Kopf setzt, wo Sancho dann leicht beweisen kann, daß diese Möglichkeit keine andere Wirklichkeit hat, als in seinem Kopfe.— Seine feierliche Behauptung, daß„sich der folgenreichste Mißverstand von Jahrtausenden hinter dem Wort möglich versteckt hielt“(p. 441), beweist hinlänglich, wie unmöglich es ihm ist, die Folgen seines reichlichen Miß⸗ verstandes von Jahrtausenden hinter Worten zu verstecken. Diese Abhandlung über„Zusammenfallen von Möglich⸗ keit und Wirklichkeit“(p. 439), von dem, was die Menschen das Vermögen haben zu sein und von dem, was sie sind, welche in so guter Harmonie steht mit seinen bisherigen zudring⸗ lichen Ermahnungen, man solle sein Vermögen wirken lassen usw., führt ihn indeß noch auf einige Abschweifungen über die materialistische Umstandstheorie, die wir sogleich näher würdigen werden Vorher noch ein Beispiel seiner ideologischen Verdrehung. P. 428 identifiziert er die Frage „wie man das Leben erwerben könne“ mit der Frage, wie man das wahre Ich(oder auch„Leben“) in sich herzustellen“ habe. Nach derselben pagina hört das„Bangen ums Leben“ mit seiner neuen Moralphilosophie auf und das„Vertun“ desselben beginnt. Die wundertätige Kraft dieser seiner an⸗ geblich neuen Moralphilosophie spricht unser Salomo „sprechender“ noch in folgendem Sprüchlein aus:„Sieh dich als mächtiger an, als wofür man dich ausgibt, so hast du mehr Macht; sieh dich als mehr an, so hast du mehr.“ P. 483. Siehe oben im„Verein“ Sanchos Manier, Eigentum zu erwerben.— Nun zu seiner Umstandstheorie. »Einen Beruf hat der Mensch nicht, aber er hat Kräfte, die sich äußern, wo sie sind, weil ihr Sein ja einzig in ihrer Aeußerung besteht, und so wenig untätig verharren können, als das Leben... Es gebraucht jeder in jedem Augenblick (verwertet Euch, ahmt den Tapfern nach, werde jeder von Euch ein allmächtiges Ich“ usw., ging oben die Rede Sanchos). Die Kräfte lassen sich allerdings schärfen und vervielfältigen, besonders durch man ihre Anwendung vermißt, da kann man auch ihrer Ab⸗ Man kann aus einem Steine Feuer aber ohne den Schlag kommt keines heraus; in cr das Gebot, sie zu gebrauchen, Kraft ist nur ein einfacheres Wort für Kraftäußerung, p. 436. Der„mit sich einige Egoismus“, der seine Kräfte oder Vermögen ganz nach Belieben wirken oder nicht wirken läßt, und das jus utendi et abutendi auf sie appliziert, purzelt hier plötzlich und unerwartet zusammen. Die Kräfte wirken hier auf einmal selbständig, ohne sich um das„Belieben“ Sanchos zu kümmern, sobald sie vorhanden ist, wenn man ihre Aeußerung vermißt. Was dadurch berichtigt wird, daß die Kraft eines Anstoßes bedarf, um sich zu äußern. Wie aber Sancho entscheiden will, ob bei mangelnder Kraft⸗ äußerung der Anstoß oder die Kraft fehlt, erfahren wir nicht. Dagegen belehrt uns unser einziger Naturforscher, daß „man aus einem Steine Feuer schlagen kann“, ein Beispiel, das, wie immer bei Sancho, gar nicht unglücklicher gewählt werden konnte. Sancho glaubt als schlichter Dorfschulmeister, daß, wenn er Feuer schlägt, dies aus dem Stein kommt, wo es bisher verborgen lag. Jeder Quartaner wird ihm sagen können, daß bei dieser in allen zivilisierten Ländern längst vergessenen Methode des Feuermachens durch die Reibung von Stahl und Stein Partikelchen vom Stahl, nicht vom Stein abgelöst werden, die durch eben dieselbe Reibung in Glühhitze geraten; daß also„das Feuer“, das für Sancho nicht ein unter gewissen Hitzegraden stattfindendes Verhältnis ge⸗ wisser Körper zu gewissen andern Körpern, speziell dem Sauerstoff, sondern ein selbständiges Ding, ein„Element“, eine fixe Idee,„das Heilige“ ist— daß dies Feuer weder aus dem Stein noch aus dem Stahl kommt. Sancho hätte ebensogut sagen können: man kann aus Chlor gebleichte Lein⸗ wand machen, aber wenn der Anstoß fehlt, nämlich die unge⸗ bleichte Leinwand, so„kommt keine heraus“.— Bei dieser Gelegenheit wollen wir zu Sanchos„Selbstgenuß“ ein frühe⸗ res Faktum der„einzigen“ Naturwissenschaft registrieren. In der Ode vom Verbrechen hieß es: „Grollt es nicht in fernen Donnern Und siehst du nicht, wie der Himmel Ahnungsvoll schweigt und sich trübt?“ (P. 319 des Buchs.) Es donnert und der Himmel schweigt. Sanchos weiß also von einem andern Ort, wo es donnert, als am Himmel — Sancho bemerkt ferner das Schweigen des Himmels durch seinen Gesichtssinn, ein Kunststück, das ihm niemand nachmacht. Oder aber, Sancho hört das Donnern und sieht das Schweigen, wo beides gleichzeitig geschehen kann. — Wir sahen, wie Sancho beim„Spuk“ die Berge an„Geist der Erhabenheit“ repräsentieren ließ. Hier präsentiert ihm der schcbeigende Himmel den Geist der Ahnung. Man sieht übrigens nicht ein, warum Sancho hier so sehr gegen„das Gebot, seine Kräfte zu gebrauchen“, eifert. Dies Gebiet kann ja möglicherweise der fehlende„Anstoß“ sein, ein„Anstoß“, der zwar bei einem Stein seine Wirkung ver⸗ fehlt, dessen Wirklichkeit Sancho indeß bei jedem exerzieren⸗ den Bataillon beobachten kann. Daß das„Gebot“ selbst für seine geringen Kräfte ein„Anstoß“ ist, geht ohnehin daraus hervor, daß es für ihn ein„Stein des Anstoßes“ ist. Das feindlichen Widerstand oder freundlichen Beistand; aber wo Bewußtsein ist auch eine Kroft, die sich nach der Doktrin, die Wissenistsslachf .—————————— — y — n —. 3 5 —— 2 —ĩ r. . — N Ur pölr eben hörten,„stets von selbst werktätig erweist“. Sancho müßte hiernach also nicht darauf ausgehen, das Bewußtsein zu ändern, sondern höchstens den„Anstoß“, der auf das Be wußtsein wirkt; wonach Sancho sein ganzes Buch umsonst geschrieben hätte. Aber in diesem Falle hält er allerdings seine Moralpredigten und„Gebote“ für einen hinreichenden „Anstoß“. „Was einer werden kann, das wird er auch. Ein gebore⸗ ner Dichter mag wohl durch die Ungunst der Umstände gehindert werden, auf der Höhe der Zeit zu stehen und nach den dazu unerläßlichen großen Studien große Kunstwerke zu schaffen; aber dichten wird er, er sei Ackerknecht oder so glück. lich, am Weimarschen Hofe zu leben. Ein geborener Musiker wird Musik treiben, gleichviel, ob auf allen Instrumenten (diese Phantasie von„allen Instrumenten“ hat ihm Proudhon geliefert. Siehe: der Kommunismus), oder nur auf einem Haferrohr.“(Dem Schulmeister fallen natürlich wieder Virgils Eklogen ein.) Ein geborener philosophischer Kopf kann sich als Universitätsphilosoph oder als Dorfphilosoph bewähren. Endlich ein geborener Dummerjan wird immer ein vernagelter Kopf bleiben. Ja, die geborenen be schränkten Köpfe bilden unstreitig die zahlreichste Menschen⸗ klasse. Warum sollten auch in der Menschen⸗ gattung nicht dieselben Unterschiede hervortreten, welche in jeder Tiergattung unverkennbar sind. P. 434. Sancho hat wieder sein Exempel mit dem gewöhnlichen Ungeschick gewählt. Angenommen seinen Unsinn von den geborenen Dichtern, Musikern, Philosophen, so beweist dies Exempel einerseits nur, daß ein geborener usw. das bleibt, swas er schon durch die Geburt i st, nämlich ein Dichter usw., und andererseits, daß der geborene usw. soweit er wird, sich entwickelt,„durch die Ungunst der Umstände“ dahin kommen kann, das nicht zu werden, was er werden konnte. Sein Exempel beweist also nach der einen Seite hin gar nichts, nach der anderen das Gegenteil von dem, was es beweisen sollte, und nach beiden zusammen, daß Sancho, gleichviel ob durch Geburt oder Umstände, zu der„zahl- reichsten Menschenklasse“ gehört. Er teilt dafür mit ihr und seinem„Nagel“ den Trost, daß er ein einziger vernagelter„Kopf“ ist. Sancho erleidet hier das Abenteuer mit dem Zauber— trank, den Don Quixote aus Rosmarin, Wein, Oel und Salz gebraut hatte, und wovon Cervantes am siebzehnten be— richtet, daß Sancho danach zwei Stunden lang unter Schweiß und Verzuckungen aus beiden Kanälen seines Leibes sich er- goß. Der materialistische Trank, den unser tapferer Schild— knappe zu seinem Selbstgenuß eingenommen hat, entleert ihn seines ganzen Egoismus im außergewöhnlichen Ver— stande. Wir sahen oben, wie Sancho gegenüber dem„An— stoß“ plötzlich alle Feierlichkeit verlor und auf sein„Ver- mögen“ verzichtete, wie weiland die ägyptischen Zauberer gegenüber den Läusen Mosis; hier kommen nun zwei neue Anfälle von Kleinmütigkeit vor, in denen er auch vor„der Ungunst der Umstände sich beugt und endlich sogar seine ursprüngliche physische Organisation für etwas anerkennt, das ohne sein Zutun verkrüppelt wird. Was bleibt unserem bankerotten Egoisten nun noch übrig? Seine ursprüngliche Organisation steht nicht in seiner Hand; die„Umstände und der Anstoß“, unter deren Einfluß diese Organisation sich ent- wickelt, kann er nicht kontrollieren:„wie er in jedem Augen⸗ blicke ist, ist er nicht sein Geschöpf“, sondern das Geschöpf der Wechselwirkung zwischen seinen angeborenen Anlagen und den auf sie einwirkenden Umständen— alles das konzediert Sancho. Unglücklicher„Schöpfer“! Unglüicklichstes„Geschöpf“] (Schluß folgt.) 4 5 5 Der Völlerkrieg der Fürsten. 1813 15. Von Kurt Eisner. III. Die englische Landung in Deutschland zu erreichen, gelang Gneisenaus Bemühungen nicht; alles, was er bel dem allgemeinen „Geistesstupor“ auszurichten vermochte, war, daß sich England Mitte Januar 1813 endlich bereit erklärte, die Geldmittel filr eine in rus⸗ sischen Diensten stehende deutsche Peöon, etwa 10 000 Mann, her⸗ zugeben. Auch bewilligte England Ende Januar Gneisenau endlich die Mittel, die Garnison von Colberg in Sold zu nehmen diesem Stützpunkt aus die militärischen Operationen zu leiten. Da⸗ 2 hatte Vork bereits die russische Besetzung Preußens herbei⸗ geführt. Am 30. Dezember 1812 hatten Pork und der russische General- major Diebitsch, in der Poscherumschen Mühle, jene Konvention unterzeichnet, deren zweiter Artikel das preußische Corps verpflich⸗ tete,„bis zu den eingehenden Befehlen Sr. Masestät des Königs neutral stehen zu bleiben, wenn Höchstgedachte Se. Mafestät den Zurückmarsch des Corps zur französischen Armee befehlen sollten, während eines Zeitraumes von zwei Monaten nicht gegen die kaiserlich russische Armee zu dienen“. Schon der Wortlaut dieses Vertrags zerstört all die oft ver suchten Bemühungen dienstwilliger Geschichtsschreiber, zu beweisen, daß York in geheimem Einverständnis mit dem König von Preußen gehandelt habe, daß es sich also um keinen Bruch des Fahneneides und um keinen Hochverrat gehandelt hat. War doch durch den Ar⸗ tikel zwei sogar bestimmt, daß selbst in dem Falle, wo Friedrich Wil⸗ helm III. befehlen sollte, sich an die französische Armee wieder an⸗ zuschließen, das preußische Corps sich weigern sollte, bis zum Ende Februar die Waffen gegen Rußland zu führen; ein sörmlicher ver⸗ tragsmäßig vereinbarter Waffenstreik. Ein Biograph Yorks glaubt die Vorwürfe einzelner Ueber⸗ patrioten in der Geschichtsschreibung zursckweisen zu müssen, die Hork vorgeworfen haben, daß er sich mit der Neutralität begnügt und nicht sofort aktiv auf Seite der Russen losgeschlogen hätte.„Es war viel und war genug für den Offizier und den Mann, daß er sich formaler Bedenken des Dienstes entschlug“, bemerkt dieser Ver⸗ teidiger orks. Eine sehr feine Wendung, den Bruch des Fahnen⸗ eides und die Auflehnung gegen die Befehle des Kriegsherrn als formale Bedenken des Dienstes zu würdigen. Neuerdings wurde die Handlung Yorks mit dem Satze verherrlicht:„So dachte Vork, als er sich unter dem gewaltigen Zwange der Verhältnisse zu dem Entschlusse durchrang, das ihm anvertraute Corps vox des Restes der großen Armee zu retten und wieder unter den Oberbefehl des Königs zu stellen“. Diese Säkularverherrlichung beruht auf zwer sehr wefentlichen Irrtümern. Einmal war das preußische Corps nicht im mindesten gefährdet. Zwar war es von dem unter Mac⸗ donald stehenden Truppenteil um den 20. Dezember getrennt wor⸗ den. Rufsische Truppen hatten sich dazwischen geschoben. Aber es hätte kaum Mühe gekostet, die Russen, die in dem ganzen Feldzug 1812 nur verstanden hatten, Wehrlose hinzuschlachten, zu durch⸗ brechen. Die Preußen, die am wenigsten unter den Unbilden des Rückzugs gelitten hatten, hätten die Russen von feder Grenzüber⸗ schreitung abhalten können; es wäre Norks militäxische Pflicht ge⸗ wesen, diese Aufgabe zu leisten. Aber er hatte ja nur auf den Augenblick gewartet, wo die französische Armee ohnmächtig wäre, seinen Uebertritt zu den Russen zu hindern und zu ahnden. Der zweite Irrtum der erwähnten Lobrede ist die Ansicht, daß Vork das preußische Corps wieder unter den Oberbefehl Friedrich Wil⸗ helms III. gestellt hätte. Er hat es im Gegenteil, nach den Lehren Arndts, dem eigenen König entfremdet und dem feindlichen Mo⸗ narchen, dem Zaren, unterstellt. Ist sonach an der rechtlichen Bedeutung der Vorkschen Tat kein Zweisel möglich, so ist sie auch moralisch keineswegs allzu 5 Selbst preußische Offtziere empfanden damals die Handlungsweise als verwerflich, daß Vork seinen Vorgesetzten Macdonald in dem⸗ selben Augenblick verriet, als die Armee nicht durch elgene Schulb, sondern durch die Schrecken der Elemente in die furchtbarste Lage geraten war, in dem jemals ein Heer sich befunden. Vork hatte Macdonald seinen Entschluß in einem Brief mitge⸗ teilt, in dem es höhnisch heißt:„Die künftigen Begebenheiten, Folge der Verhandlungen, welche zwischen den kriegfithrenden Mächten stattfinden müssen, werden über das Schicksal der Truppen ent⸗ scheiden.“ In seinen Memolren hat später Macdonald die Hand⸗ lung orks mit dem einen vornehmen Satz erledigt:„Der General rüstete einen Verrat, wie er kein Beispiel in der Geschichte hat“. In der Tat, jeber rechtliche wie leder moralische Rettungs⸗ versuch ist unmöglich. Die einzige Vetrachtungsweise, durch die man dem immerhin energischen Entschluß Norks gerecht werden kann. ist die rein politische Würdigung. Die Kunst der Politik ist, Tatsachen schafsen; und wenn diese Tatsachen die Zwecke erreichen, um deret⸗ willen sie vollzogen waren, so ernten sie gemeinhin den Ruhm der Nachwelt; nur soll man weder von Recht noch Moral reden. Das erste Schreiben, in dem Vork seinen König seinen ritt mitteilte, schloß:„Ew. Mafestät lege ich willig meinen Kopf zu Füßen, wenn ich gefehlt haben sollte; ich würde mit der freudigen Beruhigung sterben, wenigstens nicht als treuer Untertan und wahrer Preuße gefehlt zu haben“. „Jetzt oder nie ist der Zeitpunkt, wo Ew. Majestät sich von den übermütigen Forderungen eines Allflerten losreißen können, dessen Pläne mit Preußen in ein mit Recht Besorgnis erregendes Dunkel gehüllt waren, wenn das Glück ihm treu geblieben wäre. Diese Un sicht hat mich geleitet. Gebe der dimmel, daß sie zum Heile des Vaterlandes führt.“ Friedrich Wilhelm III. ließ Vorks Brief zu seiner eigenen Necht⸗ fertigung Napoleon mitteilen; nur änderte er den ersten Absatz. strich den zweiten. Vork war so wenig bereit, dem König seinen Kopf zu opfern, daß er sich nicht einmal er vom beschlossenen Absetzung fügte. Friedrich Wilhelm III. ließ 5 erklären— durch die Spenersche Zeitung vom 19. Jamar und von vention von Tauroggen nicht ratifiziert habe, sondern Absetzung verfügt habe. Er schickte auch seinen Flügel⸗ u nach Königsberg, um die Verhaftung Norks vorzunehmen. en ließen ihn aber gar nicht zu Vork und im übrigen er⸗ General trotzig, daß er keine Verhaltungsbefehle durch entgegennehme und weiter fortfahren werde, seine Junk⸗ ulben. Frie ah Wilhelm III. hatte durchaus nicht etwa, um Napo⸗ s Zorn zu beschwichtigen, die wirkungslosen Maßnahmen gegen verfügt. Der Uebergang des preußischen Corps zur russischen war nicht nur ohne Wissen und Willen des Königs geschehen, durchkreuzte auch seine Politik, die auf Erhaltung und Be⸗ des Bündnisses mit Napoleon gerichtet war. An einen gegen Napoleon dachte weder er noch sein Staatskanzler Har⸗ 9 dessen Anschauung war, Napoleon würde in seiner gegen⸗ Lage bereit sein, Preußen Konzessionen materieller Art zu Wäre damals Napoleon bereit gewesen, Preußen etwa Ge⸗ iterungen zuzugestehen, so hätte sich Friedrich Wilhelm III. als von ihm abgewandt. preußische König hatte keinerlei Staatsbegriffe, er faßte e Dinge ganz persönlich privatwirtschaftlich auf. So grämte ihn ach 1807 im Frieden zu Tilsit nicht sowohl die Zerstückelung des u Staates, als vielmehr das Unglück, daß nicht nur seine „ sondern auch seine linkselbischen Privatdomänen in Ver⸗ Damals hatte auch seine Gemahlin Luise schluchzend erzen dem Papier anvertraut:„Kaiser Napoleon nimmt nen des Königs in Besitz und läßt sie für sich durch Per⸗ er dazu bestimmt, administrieren. Wir haben alles ver⸗ ben tun wir noch, und dieses Leben weniger unangenehm u, kann jetzt unser einziger Trost sein“. Vor allem wollte Königspaar aus den Stimpfen Ostpreußens heraus, und lb und um die Domänen zu retten, wollte Luise durchaus nach is zu Napoleon fahren. Stein hatte sie nur mit Mühe davon ehalten. Nicht verhindern aber hatte Stein können, daß die der tränenvollen Kostümprobe in Tilsit noch nach jener De⸗ „am 4. November 1807, an Napoleon einen Brief schrieb, e den kotentsprossenen Teufel anflehte, nach Berlin zurück⸗ dürfen:„Ich weiß aus eigener Erfahrung und aus allen gen über mich, daß Sie sich für meine Person interessieren. estät kennen mein Vertrauen zu Ihnen; ich habe Ihnen in Tilsit gesprochen, und ich schmeichle mir, daß Sie diesmal mme Ihres Herzens folgen und Preußen, dem König und as Glück zurückgeben werden, ein Glück, dessen Wert wir elt schätzen werden, wenn wir es aus den Händen Ew. Majestät en.“(Schluß folgt.) le sehr verbreitete naturwissenschaftliche Zeitschrift ntlichte jüngst das Resultat einer Umfrage über die risierung der Naturwissenschaften. Hervorragende herständlicher Weise allen Kreisen des deutschen Volkes glich zu machen, nicht gerade günstig gesinnt hielt, n sich in überraschender Weise zustimmend zu der Um⸗ e mit der Einschränkung, daß auch von wirklich berufener und auch nur wissenschaftlich festgestellte Ergebnisse der ung dem Volke mitgetilt werden dürfen. Die letzte in stattgefundene Generalversammlung der Deut— Naturwissenschaftlichen Gesellschaft ein mustergültiges Beispiel für die Lösung dieser be. Es hatten sich aus Nord und Süd und Ost und hervorragende Vertreter der Wissenschaft bei der Ver⸗ ng dieser Gesellschaft eingefunden, von denen jeder nem Fache in fesselnder Form die neuesten Ergebnisse hung einer stattlichen Versammlung mitteilte, die in großer Fülle gebotenen geistigen Genüsse an . Tagen mit ungeteilter Aufmerksamkeit den Vortragen⸗ folgte. Den ersten Tag der Versammlung eröffnete der rsitende der Deutschen Naturwissenschaftlichen Ge⸗ t Dr. L. Wilser⸗Heidelberg mit einem kurzen Ueber- er die Bestrebungen und Ziele der Gesellschaft und beute sodann Direktor Francs aus München das Wort nemem 9 80 über das Thema„Die Naturwissenschaften kinfluß auf den Geist unserer Zeit“. Günstig und 3 9 5 so führte der Redner aus, ist der Geist der n Naturspissenschaften, denn es gibt zwei Extreme; Partei erblickt in den Naturforschern unbequeme ndere sieht in ihnen die Propheten der Zukunft. gig von der Parteien Haß und Gunst geht die ihre eigenen Wege und zeigt uns als letzten de Harmonie des Unendlichen. In frischer, launiger Weise führte der zweite Redner, Ge— heimrat Prof. Dr. Otto Tummer Breslau, der mit einem großen Demonstrationsapparat und seinem Famulus Scholtze gekommen war, die gespannt lauschenden Zuhörer zunächst in die Grundbegriffe der Physik ein, um dann auf das eigent⸗— liche Thema seines Vortrages über den natürlichen und künst⸗ lichen Flug, besonders den Segelflug, zu kommen. An Licht⸗ bildern und verschiedenen Modellen erläuterte der Redner das Zustandekommen der verschiedenen Flugarten, als des Ruder⸗, Schwimm⸗ und Schraubenfluges. Experimentell wurde die Aufwärtsströmung der Luft gezeigt, die in der klimatischen und in der Bodenbeschaffenheit ihre Ursache findet. Hochinteressant war die Schilderung von der letzten wissenschaftlichen Ballonfahrt des Redners, in der die verti— kale Luftströmung den Ballon trotz mehrfachen Oeffnens des Ventils bei einem schweren Gewitter in die Höhe von mehr als 3000 Meter emporriß, von der er dann plötzlich in der Nähe der Ostseeküste in kaum 15 Minuten wieder auf den Erdboden gelangte. Daß die ungemein anschauliche Dar- stellung die aus den verschiedensten Klassen zusammengesetzte Zuhörerschaft außerordentlich interessierte, bewies der an— dauernde Beifall, der dem Redner gespendet wurde. Mit einer großen Fülle von prächtigen Lichtbildern be— gleitete der dritte Redner des Abends, Dr. Alfred Berg aus Berlin, seinen Vortrag über den Wert der Naturbeobach— tungen im Freien und die Studienreisen der Deutschen Natur- wissenschaftlichen Gesellschaft. Gerade die Bilder, die sämt— lich auf diesen Studienreisen aufgenommen waren, bewiesen in anschaulicher Weise die Worte des Vortragenden. Den zweiten Tag der Generalversammlung leitete Pro— fessor Dr. Lassar-Cohn aus Königsberg durch einen sehr interessanten Vortrag über die Verwendung von Holz und Zellulose am Beginn des 20. Jahrhunderts ein. Er führte aus, wie die alten Römer ursprünglich ihr Wohnge— mach mit ganzen Holzscheiten heizten, so daß durch die Ent⸗— wicklung des Rauches Decken und Wände schwarz wurden. Den Namen Atrium(von ater— schwarz) behielt der Prunk— raum auch dann bei, als der Uebelstand durch die Verwendung der Holzkohle, die ein Bewohner Italiens bereits 600 Jahre vor Christi Geburt zuerst herstellte, behoben war. Jahrtau— sende lang hat man dann die Holzkohle in den Kohlenmeilern fabriziert, ungeachtet des Umstandes, daß dabei mehr als 70 Prozent, wie sich später zeigte, sehr wertvolle Produkte ver⸗ loren gingen. Die Fortschritte der Chemie lehrten nun die Verwendung von riesigen Retorten anstatt von Meilern. Man gewann dabei als Nebenprodukte den Teer und Holzessig. Was im Laufe der letzten Jahrzehnte alles aus diesen beiden Nebenprodukten entstanden ist, die verschiedenen Desinfek⸗ tionsmittel, Creosot, Gujakol, Vanillin, Terpentin, Kolo⸗ phonium, künstlicher Kampher bis zum künstlichen Kautschuk, einer Erfindung des Professors Hoffmann bei den Elbex⸗ felder Farbwerken, führte der Redner in anschaulicher Weise aus. Er zeigte aber auch an verschiedenen Beispielen, d solche Entdeckungen von gewaltigen Schwierigkeiten begleitet waren. So kostete beispielsweise die Erfindung der Jabri⸗ kation des künstlichen Kautschuks zirka 1 Million Mark und in jedermanns Erinnerung wird noch das Schicksal der Kalle⸗ ler Trebertrocknungs⸗A.⸗G. sein, das den Sturz der Leizaiger Bank herbeiführte. Mit einem Verlust von 80 Milfionat Mark wurden damals die vergeblichen Versuche zu einet günstigen Versertung der Holzabfälle bezahlt. Dann wandte sich der Redner der Zellulose zu, 15 nicht weniger Bedeutung in der Industrie erlangt hat. 10 ihr beruht die gesamte Papierfabrikation und wenn man erfäah 7 daß zwei Königsberger Zellulosefabriken Tag für Tag uuf Herstellung des Stoffes für Zeitungspapier allein den Fal: bestand von 12 Morgen Wald verarbeiten, so kann man ar bedenken, wieviel Schönheit unseres Vaterlandes oder derer Länder durch den Kulturfortschritt verbraucht för daß jedermann schon zum Frühstück über die Tags vorlfer stattgefundenen Schlachten am Balkan sich informieren kang! Weiter zeigte der Redner, wie sich dann aus der Zellulasę⸗ fabrikation das Zelluloid, das Kunstleder, das Kollodium, die Kunstseide und schließlich als neuester Triumph der Wissen⸗ Ischaft und Industrie, der Kunstseidetüll entwickelt hat. Als nächster Redner sprach der bekannte Anthropologe Dr. Ludwig Wilser⸗ Heidelberg über Rasse und Herkunft der amerikanischen Eingeborenen, deren Wiege er im Gegen- satz zu Ameghino, dem argentinischen Gelehrten, nach dem äußersten Norden und nach Grönland verlegt. 2 ng der Deutschen Naturwissenschaftlichen Ge⸗ ein Referat über die gesamten Reformbe⸗ strebungen auf dem Gebiete des Unterrichts, zu welchem zu⸗ nächst Professor Dr. Eduard Spranger ⸗ Leipzig das Wort ergriff. Der Redner führte aus, daß eine Betrachtung der Bildungswege von dem stofflichen Universalismus und dem Intellektualismus zu einer nen Form, Bildung der Kräfte durch Selbsttätigkeit führe. Er fordert für die Er⸗ reichung eines Gleichgewichtes die Ausbildung der psychischen, physischen und moralischen Kräfte in allen Arbeitsmethoden an sich und den Arbeitsgemeinschaften. Praktische Belege hierzu boten die beiden Korreferenten Dr. Bastian Schmid⸗ Zwickau und Oberlehrer Frey-Leipzig. Der erstere zeigte in wohlgelungenen kinematographischen orführungen seine Arbeitsweise am Realgymnasium in Zwickau, die Plankton⸗ untersuchungen, anatomische und physiologische Uebungen und tierpsycholische Beobachtungen zum Gegenstand hatten und von der Vielseitigkeit des praktischen, biologischen Unterrichts Zeugnis ablegten. Seminaroberlehrer Frey dagegen führte durch Lichtbilder den Arbeitsunterricht auf physikalisch⸗ chemischem Gebiete in seinen verschiedenen Formen vor und zeigte durch praktische Beispiele, wie sich selbst mit den ge⸗ ringsten Mitteln und durch einfachste Versuche ein Quer- schnitt durch die ganze Physik darstellen läßt. Die gesamten Darbietungen der Tagung sind durch Ver⸗ öffentlichung in einem besonderen Hefte der Zeitschrift Natur allgemein bekanntgegeben. Interessenten steht dieses Heft kostenlos zur Verfügung. Ein Beitritt zu dieser Gesellschaft steht jedermann offen. Für den geringen Jahresbeitrag von 6 Mk. werden die Zeitschrift Natur und jährlich 5 Bücher erster Autoren geliefert. 7 schäftsstelle befindet sich in Leipzig, Königstr. 3. B seldungen nimmt auch jede Buchhandlung entgegen W. K. 10 5 — Lie sellschaft beschloß de S S moder N 2 Aus unscrer melmappe. Neue Nordlichtsorschungen. Im hohen Norden erstrahlt jetzt die Nacht wider von den herrlichen Erscheinungen, die dort neben Mond und Sternen als einzige Lichtentfaltung den langen Winter erhellen. Daß die Polarlichter mit dem Magnetismus der Erde in Zusammenhang stehen, ist seit langem angenommen worden, und später ist dann eine Beziehung zu den Kathodenstrahlen hinzugekom⸗ men. Eine völlige Aufklärung dieses gerade in seiner Mannig⸗ saltigkeit unendlich wundersamen Phänomens ist aber bis auf den heutigen Tag noch nicht gewonnen worden. In den letzten Jahren hat sich Professor Karl Störmer mit Unterstützung des Fridtjos⸗ Nausen-Fonds in hervorragender Weise mit der weitern Ersorschung des Nordlichts beschäftigt und hat zum ersten Male die Photo⸗ graphie planmäßig dabei verwertet. Vor ihm waren höchstens eine oder zwel photographische Aufnahmen von Polarlichtern gelungen, während Störmer zunächst im Jahre 1910 seinen photographischen Apparat in die Organisation seiner Nordlichtsorschungen einführte. Er weilte damals mehrere Monate in Bossekop im nördlichsten Nor⸗ wegen, einem Platz, der schon früher mehrfach zu gleichem Zweck ausgewählt worden war. Er legte dort zwei Stationen an, deren Entfernung von etwa 4½ Kilometern zuvor genau ausgemessen worden war. Von beiden Stellen aus wurden die Nordlichter photographiert, indem durch ein telephonisches Signal dle völlige Gleichzeitigkeit der Aufnahmen gesichert wurde. Durch Benutzung besonderer Platten gelang es, gute Bilder schon in einer Belich⸗ tungszeit von wenigen Sekunden zu erhalten. Außerdem wurde darauf Bedacht genommen, daß stets einige große Sterne auf der Platte waren, um den Himmelsort festzustellen. Dies Verfahren führte zu einer ziemlich genauen Bestimmung der Lage der einzel⸗ nen Nordlichter mit Bezug auf die Himmelsrichtung und die Höhe über dem Horizont, sowie auch die Erdoberfläche. Auf demselben We ch seit langem auch die Döhe von Sternschnuppen — an um ege wird bekanntl metern. Weller hat sich Störmer mik der Frage der Nordlichter beschäftigt. Daß sie durch Kathoden ⸗ und strahlen, die unmittelbar von der Sonne ausgehen, erzeugt hält Störmer für unmöglich, weil nach seinen Untersuchungen elektristertes Teilchen, das von der Sonne kommt, die N iu einem andern Teil als in der unmittelbaren Nachbarschast c magnetischen Pols erreichen könnte. Unter dieser Annahme es sich nicht erklären, daß die Polarlichter zuweilen so wei niedere Breiten vordringen. Störmer nimmt vielmehr au, daß zeitweise in der Ebene des magnetischen Aequators der Erde ungeheurer Ring von Kathodenstrahlen bildet und bestehen de und daß dadurch der Zugang der die Polarlichter hervo Strahlen noch zu niedern Breiten ermöglicht wird. Der dieses Ringes würde den Erdradius 140 mal Übertressen, un Ring selbst würde einen Strom von ungefähr 60 Willtonen enthalten. Die Vermutung des Vorhandenseins eines Gases, des Geokoronium in der Erdatmosphäre, das noch fünf dünner sein soll als Wasserstoff, lehnt Störmer ab. . Die Entdeckung eines errechneten Urstosses der Während die ältere Generation sich damit beschied, daß die Zahl chemisch nicht mehr zerlegbaren Stoffe des bekannten Weltall betrage, lernt die Gegenwart hierüber so rasch um, daß febes 0 neue Elemente die Liste der bekannten Grundstosse bereichern das Problem: die Welt des Stofflichen auf eine Ursubstang zuführen, immer schwieriger wird. Um so mehr, als gegen dit wenigen Jahren solches Aussehen erregenden Forschungen Ramsay über die Umwandlung der Elemente, sich in zw mehr Zweifel als Bestätigungen angesammelt haben. mme ist es gelungen, nach den Atomgewichten der Elemente einen i Zusammenhang, eine Art innerer Beziehungen zwischen den stoffen festzustellen, welche die Hoffnung nicht einschlasen lassen, es auch noch gelingen wird, den Traum des modernen Chemin von der Einheitlichkeit des Stosses doch noch zu verwirklichen. 2 dieses sogenannte„periodische System der Elemente“ keine wi liche Kombination, sondern eine Wiedergabe der Naturgest darstellt, hat sich nun soeben an einem Beispiel erwiesen, daß glänzender Beleg dienen kann, wie sehr die Wissenschaft der sich bereits jener exakten Mathematik nahe kommt, in die sie Ehrgeiz des Menschengeistes zu verwandeln bestrebt. Der russische Chemiker Mendelejeff, der Begründer periodischen Systems der Elemente hatte gewisse Lücken darin a, erklärt, daß es einfach noch nicht gelungen sel, gewisse Element bestimmt errechnetem Atomgewicht und sonstigen Eigenschasten den chemischen Substanzen herauszulösen, und er sprach die Erwartung aus, daß es der Chemie noch beschieden wird, in barer Zeit diese Lücken auszufüllen. J Wie nun A. Wegener in seinem neuen Werk über„die modynamik der Atmosphäre“ berichtet, ist es ihm tatsächlich ges diese Prophezeiung zum Teil wahr zu machen. Er sand in höchsten Schichten der irdischen Lufthülle ein neues ga Element, das er Geocoronium nannte und das noch leichter Wasserstoff, mithin eines der von Mendeleseff vorhergesagten thetischen Elemente ist. Es ist der Wissenschaft hier also wieder Erfolg beschieden gewesen, wie im Jahre 1840, als 64110 ö genau an einem vorher errechnetem Punkte den Planeten entdeckte, den der französische Astronom Leverrler mert N — einmal ein d Störungen der Merkur- und Uranusbahn hypothetssch und sogar in seiner Bahn genau bestimmt hatte. Das Leuchtgas der Tiese. Nur wenig bekannt ist es, welch geheure Mengen von Kohlenwasserstossgas oder natürlichem 8 gas den Bohrlöchern der Erdölselder entströmen. Obgleich Naturgas selbst in dem Lande der praktischen Dankees noch! nicht in dem Maße, wie es möglich wäre, nutzbar gemacht wurden doch von ihm im Jahre 1010 schon 14½ Millarden meter zur Wärme- und Lichterzeugung sowse zu den verschlebe industriellen Zwecken verwandt. Denkt man sich dieses Wecn Kohlenwasserstoffgas über das 63,40 Quabratkilometet große bild von Berlin ausgegossen, so würde es die Riesenstabt 1 220 Weter hohe Atmosphäre von Leuchtgas eluhllllen.* in Amerila nach einer Notiz im Kosmoshandweiser für das! wie bei uns nach Kubikmetern, sondern nach„Millionen-Kntt“ als Verbrauchseinheit berechnete Gas durchschnittlich nut Mark für 28 317 Kubikmeter(= 1000 000 Kubikfuß), obg ermittelt. Der Abstand der Nordlichter von der Erdoberfläche wechselt nach den Ergebnissen dieser Beobachtungen in noch größerm Umfange als bei den? iten, nämlich zwischen 36 und 461 Kilo Aa das künstliche Leuchtgas an Heizeffekt übertrisst. N