1 Truppen 1 i diesem e obachtung h et nach hy tingent z. ze Relhe ser Orischisg Orte blieh ch keine, olerainflgien en und duch; rasahren 1 rten, war da odessälle au t so sehr dun enen Verhle odenbeschafse sher keine ce ö hin verschlep mmengeballe Lebensbedhnß e Prosesean e Erschein ßeren Tl Besup berelck bruch vor jede Celut sich dan 15 raft und ii esondels 1 enden Bohl Schollwelk 0 Zuerst . und daß P. Helder rrand. e sie ncht „„otograble 8 photeh 15 Gesche ehen. r wurde gel la sestese nicht weil Abo Flaumelbe. Gerdust 5 cha gt hüchse Wisse 7255 Wöchentliche Beilage der Oberhessischen Dolkszeitung Nummer 39 Dienstag, den 31. Dezember 1912 J. Jahrgang Sammlungen“, Kunst aufzuzählen und alle„Triumphe der Zeit über das Füßen des kolossalen Götterbildes die ewige Lotosblüte, die japanischer Häuser die vielhundertjährigen Seidenmalereien bewußt trotzend in immer gleichem, immer gleich beherrschen⸗ der bewegliche Mensch den unbeweglichen Gott, die erregte und rasche Form die zeitlose und ruhige überwand. Es kamen Zeiten, in denen die ewige und kolossale Form durch die jäh lings, vergänglich und klein geformte Sekunde verdrängt wurde. 1333 2 Zeitwandel im Bild. f Von Wilhelm Hausenstein. Wenn irgendwo der Kunsihistoriker schnuppert, der sich einen Beruf daraus macht, als ein trefflicher„Buchhalter der wie der amerikanische Maler Whistler zu sagen pflegte, sämtliche Sanduhren der Weltgeschichte der Leben“ mit ihrem höchst sinnbildlichen Drumunddran fein säuberlich in ein kunstwissenschastliches Inventarium aufzu— nehmen, dann wollen wir mit diesem wackeren Mann nicht in Wettbewerb treten. Für die einen ist die Zeit nun einmal ein allegorisches Frauenzimmer: sozusagen die sitzengebliebene, aber erfahrene und respektheischende Tante der Weltgeschichte. Dann hat sie ihre Spezialität wie jede alte Jungfer— Strickt sie leine Strümpfe, so beschäftigt sie sich doch mit den so be⸗ liebten roten Lebensfäden, die gesponnen und eines schönen Tages abgeschnitten werden müssen. Oder sie treibt eine andere für ällere Damen ziemliche Veschäftigung. Wir wollen das Verhältnis der„Zeit“ zu einem mehr oder minder bürgerlichen Familienleben nicht stören. Es bleibe den Registratoren und Kanzleigehilsen der Kunstwissen— schaft. Und da wir Sozialdemokraten nun einmal den Hang, zum Ausschweifenden, Allgemeinen und Großartigen haben und es nicht lieben, die Dinge mit der lobenswerten Genauig— keit des Zivilstandesregisters einzutragen, wollen wir die Sache etwas mehr kosmopolitisch nehmen. Und wir könnten etwa fragen: Wie hat sich überhaupt das Zeitbewußtsein in Stoff und Form der Kunst durch die Jahrtausende hin aus⸗ gesprochen? Wie die Antwort aussallen mag— es ist zum mindesten schon erhebend, so stolz zu fragen. In der Welt des alten Orients war das Bewußtsein von der Zeit und ihrem Wandel fast gar nicht vorhanden. Pyra— miden und Sphinxen, die Memnonstatue und die Pharaonen— kolosse sind durch die maßlose Größe und Schwere ihrer For⸗ men der Zeit entrückt. Diese Formen drücken nicht Zeit aus. Sie sind mit dem Anspruch geschaffen, steinern und riesig die Weltgeschichte zu überdauern und so über die Jahrtausende zu herrschen, wie die unmeßbare Ewigleit sich über die meßbaren Minuten der Zeit erhebt. In Indien steht Buddha auf der Riesenschildkröte, die alt ist und gelassen wie die Unsterblichkeit. Sie bleibt sich gleich und der Gott bleibt sich gleich. Er ist heute wie vor zwei Jahrtausenden. Und noch heute blüht zu den glänzenden sich vor zwei Jahrtausenden zuerst entfallete. Noch heute glänzen an den Innenwänden chinesischer und in altgoldenem Braun, in Nachtblau und Blutrot, die der feierliche Kanon der altostasiatischen Kunst jedem Zeitwandel dem Stil gemalt hat. Dann kamen andere Zeiten. Es kamen Zeiten, in denen Die alten, unbewegten, über jeden Gedanken Zeitliches erhabenen Formen der ägyptischen, indischen, altostasiatischen Naturalwirtschaften und ihres starr und langsam ausgebrei— teten konservativen Lebensgefühls. Aber dann kam etwa die raschbewegte bürgerliche Kultur der städtischen Griechen. Wo Zeit Geld ist, da ist Zeit auch Kunst. Die Griechen formten das Zeitliche, wo die Aegypter die massige Langsamkeit ihres feudalkonservativen Lebens durch Symbole der Ewigkeit ver göttlicht hatten. Auf die grenzenlose Erhabenheit und For— menweite der ägyptischen Pharaonen und der indischen Buddhas folgte der Diskuswerfer des Griechen Myron. Dieser Diskuswerfer ist bewegte, rasche Zeit, die in erregte Form gegossen wurde. Er hebt den Athletenarm mit der Wurfscheibe rückwärts bis zur äußersten Winkelweite empor, um den Diskus mit der höchsten Kraft zu schleudern. Dieses Formenbild klingt aus der Zeit und in die Zeit hinein. Dann kam die Malerei des Abendlandes. Sie war je länger, desto mehr von dem Bewußtsein erfüllt, daß die Zeit etwas Bewegtes und Vergängliches sei. Man malte die Ver— gänglichkeit des Fleisches in immer heftigerer, bewegterer Art. Im Höllensturz des Rubens ist das Zeitliche zu einem wahnsinnigen Tempo getrieben. Ueberall lebte man im sechs— zehnten und im siebzehnten Jahrhundert unter einem Vor— stellungszwang, der an den jähen Umlauf der Zeit gemahnte. Man malte Totentänze. Man malte mit zunehmender Heftigkeit, mit immer wilderer Gebärde der bildenden Hand jüngste Gerichte. Man malte Bildnisse, auf denen der Tod sich vertraulich an den Dargestellten herandrängt, als wäre er der selbstverständlichste aller Freunde. Man zeichnete apoka⸗ lyptische Reiter. Aber wie war das alles gekommen? Wie die bürgerliche Kultur voranschritt, so lebte man rascher, enger, kleiner. Man lebte nun erst in der Zeit. Nun bildete man das Vergäng⸗ liche— und man bildete es in Werken von begrenzter mate— rieller Dauer mit eiliger Technik. Wenn die Aegypter jahr— zehntefordernde Riesendenkmale geschaffen und dauernde In⸗ schriften in Stein gegraben hatten, dann malte ein bürger⸗ liches Geschlecht um die Wende der Neuzeit Kalenderminia— turen, druckte es papierene Kalender. In dem Breviarium Grimani, einem spätmitteltalterlichen Gebetbuch, sind Bilder der Monate: und diese Bilder sind Bilder der Arbeit in der Zeit. In der Tafelmalerei begann im sechszehnten Jahrhun⸗ dert eine wahre Leidenschaft für die Darstellung der mit Ar⸗ beit erfüllten Jahreszeiten. Auf Bruegels Jahreszeitenbil dern sieht man die Menschen im Dezember auf die Jagd gehn im Vorfrühling die geilen Schösse der Bäume schneiden, in Hochsommer Getreide schneiden, im Oktober das Vieh zu Ta treiben und die Trauben ernten. So bildete man nun die Darstellungen des Veränderlichen, der zeitausnützenden, wo die Aegypter nur das Stetige und Ueberdauernde, die herr⸗ schaftliche Gedehutheit des nie arbeitenden Despoten gekannt hatten. Man bildete in der neuen Welt dem tätigen und raschen bürgerlichen Lebensrhythmus gemäß. Aber noch wurden die Dinge zunächst mit Ruhe gemalt und in sich selber ruhig. Der Rhythmus der Zeit wurde noch viel bewegter. Rasend wurde er in der Kunst, die wir Im⸗ pressionismus nennen: in jener Kunst der jüngsten Ver⸗ gangenheit, wo nur noch Sekunden in Form und Farbe über— setzt wurden. Wir kennen die sozialen Voraussetzungen dieser Kunst. Wir kennen die Arbeitsjagd und Lebenshast, die ins Tausendstel gespaltene Zeitlichkeit in den Genüssen und in Kunst waren die Formenideologie feudaler und despotischer der Arbeit dieser kapitalistischen Städte, diesen kinemato⸗ nalen zwar nich e ten alleg e Weiber n Int rift„Die Jagd! k en“. ie malen vielleicht Lan chaften. Aber ch so malen sie eine Welt, die aus Sekunden besteht, ruhenden Land schaft in erregter a r bringt der Sozialismus der eine neue Ruhe, eine neue e einer neuen beruhigenden higenden Uebersicht über die und einer neuen Uebersicht. t 1 n die Herrenwelt des alten un er wird größer sein, weil er die je, die Herrschaft über die Zeit nicht die Hände legt. Wir wissen nicht, einen sein werden. Aber wir wissen und wollen, daß J h und Kunst in einer ganz neuen und invergle ichlich Art über die Zeit Herr werden Ader: über die Zeit, die uns jetzt zerfasert. Vie Kunst eine Ewigkeit. 2 — Ann 9 Ordnung — wie die Din Farbensinn und Berufswahl. 3 bekannte und doch außerordentlich ch, welche Berufe Farbenblinde Alfred Guttmann in der Vom Berufe in der Eisen⸗ linde schon längst ausge⸗ Ueber eine wenig wichtige Materie, ne meiden müssen, gibt Dr. Umschau wertvolle Aufschlüsse. bahn und Marine sind Farbenb schlossen. Aber auch Farbenschwache, d. h. solche, die zwar je Grundfarbe kennen, aber nicht so viele Farbennuancen können, wie die Normalen, dürfen zu diesen Berufen nicht zugelassen rden Sonst 2 ihnen aber len in Unkenntnis ihrer Minder⸗ dem sie 5 gänzlich un- So werden sie in landwirt⸗ die Leistungsfähigkeit des erreichen. Auch für die Garten k un st sind sie Alle naturwissenschaftlichen Berufe, in denen es nunterscheidungen ankommt, schaffen solchen Per eiten, denn auf allen Gebieten der Chemie mt es auf scharfe Erkennung der Farben an. Der Geologe, Zoologe, Botaniker ist fortgesetzt auf ihre Erkennung angewiesen. Für viele ärztlichen Untersuchungen ist der Fa Der Apotheker und Drogist muß sicher Farben er- kei und unterscheiden. Unbrauchbar sind Farbenblinde 1 Far ischwache naturgemäß für bestimmte Industrie⸗ für die Kon⸗ unterscheiden alle Berufe frei und sie w rtigkeit oft einen Beruf, in der minderwertig sin und P bysik kom rbensinn unbedingt erforderlich. wie für Färbereien, Lackierereien, und Putzbranche, für die Farbensabrikation und Farbengraphik, für die Photographie, das Handwerk der Maler und Anstreicher, Tapezierer, Dekorateure, Juwelen⸗ und Edelmetallarbeiter, für die Nahrungs- und Genußmittel br sw. In denjenigen Teilen, wo es nicht auf die Unterscheidung von Farben ankommt, können beide Arten von Farbenuntüchtigen wohl manches leisten, das sind abe meist nur untergeordnete Posten. Vielfach wird die Farben- blindheit nicht erkannt, weder von dem Leidenden, noch von . U verden dann auf ein falsches Ind anche 1 r 1 e 91 cklichen 8 U zugese el 710 N ian! die Geschichte der Eiser od Minderwertigkeit oft du amtl munpassenden Berufen k Int* zan iß on tiger Intelli Lenz Flei weckm et, nach der allen Nat 3 u Ar ten be un ⸗ erteilen wäre, für welche Berufsk geeignet oder Das Orientproblem. Von Parvus. 10 Das Industriekapital. Wie die Staatsschuld, so sind auch die Eisenbahnen in der Türkei für die europälsche Hochfinonz zu einem Mittel sehr intenstver in⸗ direkter Ausbeutung der Volksmassen geworden. Der Staat ge⸗ währt Garantien und das Volk muß die Gelder durch Steuern aufbringen. Daneben hat es aber im Orient an den Methoden ker direkten Kusbeucung nicmals gefehlt. Das sind ja die Länder, die den Handel wi die städtische Kultur zuerst entwickelt hatten. Die Ausbeuturgsme hoden waren von hier aus nach Mitteleurop n über⸗ tragen worden, wurden dort weiter entwickelt, bis sie schließlich in der lapitalistischen Industrie ihre Vervollkommnung erreicht haben. In dieser dervollkommneten Form greifen sie dann wieder von Westeuropa nach dem Orient hinüber. Das kommerzielle und industrielle Kapital, das sich in der Türkei betätigt, tritt uns von vornherein durch starke Konzentraklon entgegen. Da ist in erster Linie die Tabakregie zu nennen. Sie stellt eine Verbindung zwischen* Staat, der Hochfinanz und dem industriellen Kapital dar. Es ist das ein Staatsmonopol, das an eine Privatgesellschaft verpachtet ist. Die Tabakregie hat das aus⸗ schließliche Recht des Verkaufs von Tabak und Tabaksabrikaten für den inländischen Konsum im Gebiete des Osmanischen Reiches. Der Verkauf für den Export ist frei. Der Tabakanbau ist frei, steht aber unter scharser Kontrolle der Tabakregie, von der er auch wirt⸗ schaftlich abhängt. Die Regie diktiert die Preise sowohl dem Tabak⸗ bauer wie dem Tabakkonsumenten, und da sie der einzige Unter⸗ nehmer der gesamten Tabakindustrie ist, so diktiert sie auch die Löhne den Tabakarbeitern. Aus dieser dreifachen Quelle schöpft sie ihren Profit. Die dreifache Ausbeutung bedeutet aber eine doppelte Einschränkung: Einschränkung des Tabakbaues und Einschränkung des Konsums. Es herrscht deshalb im Volke eine starke Erbitterung gegen die Tabakregie, die zweifellos zu einem Hindernis der Ent⸗ wicklung der türkischen Tabakkultur geworden ist. Das Parlament war ebenfalls sast durchweg gegen die Regie gesinnt. Die Kon⸗ zession läuft im Jahre 1913 ab. Es war unter diesen Umständen nicht daran zu denken, daß sich eine Parlamentsmehrheit für die Erneuerung des Vertages finden würde. Doch die Tabakregie hängt, wie wir wissen, eng zusammen mit der Ottomanischen Bank und mit der Finanzgruppe. Man geht deshalb kaum sehl, wenn man zu den geheimen Triebsedern, die zum Sturz des jungtürkischen Regimes beigetragen hatten, auch die Tabakregie mitrechnet. Da die Tabakaussuhr frei ist, so hat sich mit der Zeit ein be⸗ deutendes Exportgeschäft in Tabak entwickelt. Dieses gerät aber immer mehr unter den Einfluß einer ausländischen Kapfitalisten⸗ gruppe, nämlich des amerikanischen Tabaktrusts. Andererselts haben sich die einheimischen Großhändler zu einem Kartell zusammengeschlossen, das den doppelten Zweck verfolgt: erstens, die Löhne der Tabaksortierer zu drücken, zweitens die Tabakkleinhändler zu verdrängen. Die Bewegung scheint vom Tabaktrust gefördert zu werden, der mit Hilse des Kartells leichter zur Beherrschung des Marktes gelangen würde. Bevor wir zu anderen großen Kapitalkonzentrationen Über⸗ gehen, möge hier noch ein eigenartiges Monopol erwähnt werden, das von einem Bedienten Abdul Hamids diesem abgelockt wurde und nach verschiedenen Wandlungen in den Besitz einer Aktiengesell⸗ schaft übergegangen ist. Es ist das das Eis monopol für Kon⸗ stantinopel. Eine große Brauerel hat sich darauf etabliert, die 20 Prozent Dividende verteilt, sie schlägt die Konkurrenz dadurch, daß sie den Dändlern, die anderes Bier vertreiben, kein Eis liefert. Eine große Lonzentration ist der Teppichtrust. Schon 1888 er⸗ klärte er in seinen Prospekten, daß er 20 000 Webstühle mit 100 000 Arbeitern beschäftige. Seitdem hat er sein Kapital verdoppelt— es beträgt jetzt 20 Millionen Mark— und den Wirkungskreis un⸗ gemein erweitert. Es ist dies zunächst elne Zusammensassung der Dausinduftrie. Der Trust verteilt seine Garnwolle an ble Knüpferinnen und läßt sie nach seinen Mustern Teppiche herstellen. Auf diefe Weise hat er sich nicht nur die gesamte Haus industrie Anatoliens, sondern auch jene Persiens unterworfen. Im ZJu⸗ sammenhang mit diesem großen Geschäft errichtete er eigene Woll⸗ spinnerelen und Färbereien. Dadurch gelangte er zur Beherrschung des Handels in Wolle. Er errichtete Weberelen und Tuchfabriken und Übernahm Tuchlieserungen für die türkische Armee. Eine Händlervereinigung ist der Feigentrust, der sich dieses Jahr konstitulert und gleich schon diesen Sommer zu Bauern⸗ revolten geführt hat. Er hat nämlich die Ankaufspreise um mehr als 50 Prozent gedrückt, trotzdem die Marktpreise noch stehen. Die Bauern, bie auch sonst bei den Händlern tief verschuldet sind, werden daburch mit einem Schlage zugrunde gerichtet. Außerdem hat der Trust das Verladungsgeschäft in Smyrna konzentriert, wodurch derte kleiner Verlader brotlos wurden. Es gibt noch mehrere Händlervereinigungen, die ja nicht einzeln aufgezählt zu werden brauchen, ba es sich nur darum handelt, an typischen Beispielen die Wirkung des modernen Kapitals aufzu⸗ decken. Zum Schluß eine ganze moderne Gruppierung— so modern, daß man sie wohl als die komplizierteste aller kapitalistischen Kom⸗ binationen, die das alte Europa bis jetzt gekannt hatte, bezeichnen dürfte. Sie trat hier jüngst zum Vorschein als Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft und ist tatsächlich nichts anderes als die Berliner Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft, die es über⸗ nommen hatte, Konstantinopel mit elektrischen Tramways und elek⸗ trischer Beleuchtung zu versehen. Zu diesem Zwecke hat sie die bereits bestehende Trambahn und die Tunnel-Gesellschaft aufgekauft. Dieses Konstantinopel-Geschäft ist aber nur der eine industrielle Zweig eines Konsortiums, das unter der Führung der „Deutschen Bank“ steht. Außer den Tramways und der elek⸗ trischen Beleuchtung von Konstantinopel verfügt dieses Konsortium Über die orientalische Eisenbahn, die anatolische Eisenbahn, die Bagdad⸗Bahn, die Bahn Saloniki⸗Monastir, die Häfen von Haidar⸗ Pascha und Alexandrette; es führt große Bewässerungsarbeiten in Konia aus, errichtet Bamwollplantagen in Adona und besitzt bereits Konzessionen Über weitere Eisenbahnbauten. Es ist das eine Ver— bindung von Eisenbahnen und Industrie, die ja in Deutschland in— folge der Verstaatlichung der Eisenbahnen nicht mehr auf kapi⸗ talistischem Wege durchgesetzt werden kann. —. Die Arbeiter und die Musik. In Lärm und Staub der Fabriken, umtobt vom Brausen der Räder und Transmissionen, von einem unaufhörlichen Gedröhn und Gekreisch, verbringt der Arbeiter seine Tage. Unter außerster Anspannung der Nerven verfolgt er das un— geheure Triebwerk, in das er als nur dienendes Glied ein— gereiht ist; alle Sinne sind starr auf die monotone Teilarbeit gerichtet, die auszuführen sein Los ist für das ganze Leben. Die Sonne ist aus dieser Welt der Arbeit geschieden, ein nebelgraues Einerlei liegt über dem Wirken der Tausende, aus deren Schweiß gleißendes Gold gemünzt wird. Es ist das Lied der Arbeit, das in den Stätten des Lärmens und der Qual ertönt; ein Lied, gewaltiger und grandioser, als es jemals ersonnen wurde; ein Lied, dessen Harmonien schrille, kreischende Dissonanzen sind, und das doch voll Rhytmus und Kraft ist. Die menschliche Stimme ist aus diesem Liede aus geschaltet; denn eine Verständigung mit den Arbeitsgenossen ist nicht mehr nötig. Männer und Frauen, Greise, Jüng— linge und Kinder sind längst so sorgfältig in den Mechanis- mus des Betriebes eingefügt, daß sie alle mit der Selbstver— ständlichkeit von Automaten ihre Handgriffe verrichten. And wenn die Fron der Fabrik beendet ist, dann ist immer noch nicht die Zeit der Erholung gekommen. Aus allen Ecken und Höhlen, genannt Arbeiterwohnungen, grinst das Elend denen entgegen, die durch ihrer Hände Fleiß Reich⸗ tümer über Reichtümer schanzen. Hunger und Krankheit be⸗ gleiten den Proletarier durch sein ganzes, an Sorgen so über⸗ reiches und an Festesfreuden ach! so armes Leben. Ihm ist keine Stätte gegeben, wo er ruhen und rasten kann. Sein Leben ist nichts als Kampf, Kampf gegen die widerwärtigsten Erbärmlichkeiten des alltäglichen Lebens; Kampf gegen die * Körper und Geist verwüstenden Tendenzen der Ausbeutung: Kampf, heißer, aufreibender und doch so herrlicher Kampf um eine neue Welt voll Glück und Frieden. sublimste und feinste unter allen Künsten, nicht für jeden, der sich ihr genießend hingeben oder sie betätigend pflegen will, gerade das voraus. woran es den Arbeitern am meisten mangelt? Nämlich Muße, ausreichende Muße, ein stilles, behagliches Heim, eine äußerst feine, ästhetische Kultur? Ist nicht die Kenntnis von tausendfachen Dingen nötig, die dem Arbeiter dank seiner Klassenlage, vor allem auch dank seiner schäbigen Halbbildung, womit ihn die Volksschule segnete, lauter Bücher mit tausend Siegeln sind? Was weiß ein Ar- beiter, der den Konzertsaal betritt, von den Geheimnissen der Musiktheorie, der Musikästhetik, der Instrumente und ihrer Funktionen, die sie in dem komplizierten und doch so wohlge— fügten Organismus eines modernen Orchesters auszuüben haben? Ist es da nicht besser, er spart seine Zeit und ergötzt sich bescheidentlich an den Klängen der Ziehharmonika und des Mundhobels, und überläßt den Genuß eines künstlerischen Konzertes den Auserwählten der Bourgeoisie? An alledem ist gerade nur soviel richtig, daß den Arbeitern die Kenntnis des Musiktechnischen allerdings abgeht. Aber das Technische, Formale, ist ja auch nur die eine Seite der Kunst. Die andere Seite ist ihr Inhalt, das, was sie unter Zuhilfenahme der Formen zum Ausdruck bringt. Und da bringt die Arbeiter— schaft allerdings alle Voraussetzungen mit, die zum Verständ⸗ nis der Musik nötig sind. Kampf, sagten wir, ist das Los der Arbeiter. Aber eben der Kampf, der der Vater aller Dinge ist, erzeugt in der Brust der Proletarier einen unvergleichlichen Reichtum tiefer Gefühle. Der Klassenkampf des Proletariats ist voll kräf⸗— tigster Impulse für die Entwicklung und Vertiefung des Ge⸗ fühlslebens, er erzeugt Gefühlswerte von unvergänglicher Größe. Er erzeugt und befestigt in der Seele der Arbeiter alle Gefühle in ihren tausendfältigsten Nuancierungen, vom flammendsten Haß gegen die Unterdrücker bis zur liebevoll⸗ sten Hingabe an die Kampfgenossen, vom wühlenden Schmerz bis zur jubelnden Freude, vom tiefsten Mißtrauen gegen den Feind bis zum grenzenlosesten Vertrauen in die eigene Sache. Und dabei wird das ganze Leben des Arbeiters überstrahlt von jenem sieghaften Optimismus, jener unverwüstlichen Siegeszuversicht, die ihre beste Kraft gerade aus dem Elend ziehen, das die Arbeiter zu erwürgen droht. Angesichts dieser Tatsachen ist es kein Wunder, wenn in den Arbeitern ein feiner Sinn für die Musik lebendig ist;: denn keine andere Kunst wirkt in solchem Maße, wie die eusik, auf die Gefühlswelt der Menschen. Die Musik wendet sich sogar ausschließlich an die Gefühls- und Stimmungswelt. Was Worte nicht mehr auszudrücken vermögen, die aller— differenziertesten Schwingungen unseres Seelenlebens, das ist die Domäne der Musik, und es ist ein großer Irrtum, wenn man sich bemühen wollte, die Musik zu deuten, ihr Gedanken unterzulegen, sie ins Verständnismäßige zu übersetzen. Schopenhauer, einer der feinsinnigsten Musikästhetiker aller Zeiten, trifft durchaus das Richtige, wenn er über eine Sin⸗ fonie Beethovens schrieb:„Zugleich nun aber sprechen aus dieser Sinfonie alle menschlichen Leidenschaften und Affekte: die Freude, die Trauer, die Liebe, der Haß, der Schrecken, die Hoffnung usw. in zahllosen Nuancen, jedoch alle gleichsam nur in abstracto und ohne alle Besonderung: es ist ihre bloße Form, ohne den Stoff, wie eine bloße Geisterwelt, ohne Materie. Allerdings haben wir den Hang, sie, beim Zuhören, zu realisieren, sie, in der Phantasie, mit Fleisch und Bein zu bekleiden und allerhand Szenen des Lebens und der Natur darin zu sehen. Jedoch befördert dies, im ganzen genommen, nicht ihr Verständnis, noch ihren Genuß, gibt ihr vielmehr einen fremdartigen, willkürlichen Zusatz: daher ist es besser, sie in ihrer Unmittelbarkeit und rein aufzufassen.“ Mit diesen Worten hat Schopenhauer der Musik in der Tat in ihr tiefstes Wesen geschaut. Sie ist die immateriellste aller Künste und hat mit gedanklicher Interpretation nicht das mindeste zu tun. Sie berührt unsere Seele wie mit einem Ist es angesichts dieser Verhältnisse nicht Hohn, den Ar⸗ n beitern von der Mufik au sprechen? Setzt die Musik, diese Zauberstab, und wir folgen ihr willenlos. Sie macht in uns 7 5 1 1 13 13 14 7 1 I 5 4 * * 0 0 si 1 L g 2 Freud fre 0 0 e Muf voll 31 1 2 Entwick d De f Reichtum de . 4 er 3 d h he li 8 1 bend en Aus unserer Sammelmappe. Von den seltensten Metallen. Unter den Me. n höhe Grad reg ßig! t werk ist 9 das f d Gold im Preise geschlagen. D die Besiger des betreffenden Grund und Bodens, sondern auch für Wissenschaft u Te k, die dieses Metalls in ihren Laboratorien nicht entr 0 n. Vor gen Monaten wurde 0 Nachricht v et, daß im füdlichsten Teil Britisch Kolumbien in der Nähe de t Nelson Mengen v Pl 1g iden worden Die Gegend, die zur Seltirktette des Felse rge iher schon durch zah reiche Silbe auch du das V d von Gold bek orden n auch sonst in Gef ift dieser beiden Edelmetalle vird, wurde diese Kunde mit großer haben die Hoffnun me e Er tisse der zahlreichen Analysen veröffentlicht worden, die e. ig lenes Ministeriums von mehreren Sachverstän digen sowohl in Amerika wie in Europa ausgeführt worden sind Die Proben umfaßten alle Teile des Gesteinsgangs, in denen die Gegenwart von Platin angezeigt worden war. Leider hat sich die völl Abwesenheit von Platin herau Probe wurde auch nur Entdeckung Us vor einiger Zeit die R ein noch viel selteneres Metall bezieht sich ein 0 ood e e G Gesellschaft vo 1 J 1 de den E U le d da d Iridosmin erhalte G 7 umen mit Gold in den neuen Bergwerken von Miet 1 T vaal t ind zwar nem sehr schmalen Riff, d Kohle ig t wird, w sich dort das Gold k ö ste mit Kohlenstoff vereinigt findet Wie r se L U Edelmetall ft Lauf e halben Jah nach der arbeitung von mehr a 100 000 2 6 ut 910 Körng D 1* wurde Die selbstandige Entwicklung des mehr neu find die Versuche, Eier ntwick 0 die er t 70 Ußte N We Be 1 die genauen Untersuchungen für Briti gestellt. Nicht in einer ein frohe Kunde, nicht nur für zerstört. In dem Jahres sch Kolumbien sind nun K 1 * 1* f dae ge 2 Da de — Mien 0 1 Be 1* in 3 1*— 8 hlommenschaft die neueste Forschung auf dem Gebiete der Exe p em Sperma eine Ehrenrettung gebracht, die jek würdigsten Entdeckungen unserer an wissen⸗ id reichen Zeit gehört. Jacques Loeb und FJ. it berichten in einer kleinen Schrist:„Kann daß Sperma sich auch außerhalb des Eies entwickeln?“ von den Erfolgen er Versuche und denen anderer Forscher. Demnach scheint en, ls ob dem Sperma dieselbe Entwicklungstendenz innewohne wie dem Zellkern des weiblichen Eies, der ja der eigentliche Träger Lebens ist, während die umgebende Eimasse nur die * ug für diesen Keim bildet. Nur müßte zur Auslösung dleser Tendenz dem Spermatozoa dieselben Ernährungs⸗ und Enk⸗ wicklungsbedingungen geboten werden, wie sie der Zellkern in der Masse des Eies findet. J. de Menger, der mit dem Sperma einer Seelgeart experi⸗ mentterte, setzte dasselbe daher in eine Lösung aus Seewasser und aus Seeigeleiern gewonnenen Extrakt. Das Sperma enk⸗ lte sich in dieser Lösung unter Anschwellen des Plasmamantels zu einem undeutlich bläschensörmigen, in Aussehen und FJärbungs⸗ verhältnissen einem Zellkern ähnlichen Bildung. Die Verfasser der oben genannten Schrift benutzten zu ihren Versuchen Sperma von Vögeln, das sie innerhalb 3 Stunden nach der Gewinnung ver⸗ wandten. Es wurde in eine Lösung von Eigelb, Eiweiß, Hühner⸗ serum und ein Sechstel bezw. ein Zehntel Normalringerlösung ge⸗ setzt und bei Bluttemperatur erhalten. Sie beobachteten, wie der Spermakopf zusammenschrumpfte und resorbiert wurde und wie dann das Spermatozoa sich innerhalb 18 Stunden zu einem Alaͤs⸗ chen entwickelte, in dessen Mitte ein ganz normal aussehender Kern sich befand, während das Chromatin in Form deutlicher Stlickchen der Wand des Blä anlag. Teilweise wurden auch Anzeichen für das Vorhan von Liniensubstanz, jener dem normalen Kerne eigentümlichen Gerüstfasern gefunden. so gewonnenen Zellkern zur Zellteilung anzuregen, woraus dann —— e weitere Entwicklung des Embryos resultieren würde. Die Vorstellungen vom Innern der Erde. Ueber die Veschafsen⸗ des Erdinnern kann der Mensch keine unmittelbaren Beob⸗ achtungen anstellen, denn selbst die tiessten Bohrlöscher sind nur wie der winzige Eindruck einer Nadel auf der Erdoberfläche. Es ist zwar neuerdings vorgeschlagen worden, einen Schacht von 20 Kilo⸗ meter Tiese herzustellen, aber diese Arbeit würde nach einem Voranschlag 85 Jahre in Anspruch nehmen und die Kleinigkeit von 100 Millionen Mark kosten. Es ist daher nicht anzunehmen, daß sie ausgeführt werden wird, wenn es sich nur um ein hauptsächlich wissenschaftliches Interesse dabei handelt. Nach den Gezeitenstudien ist die Behauptung aufgestellt worden, daß das Erdinnere eine Härte habe, die etwa zwischen der von Glas und von Stahl liegt, Außer den Gezeiten des Meetes haben namentlich die Erdbeben⸗ wellen ein Mittel geboten, Schlüsse auf den Zustand des Erdinnern zu ziehen. Gewöhnliche Erdbebenwellen pflanzen sich durch den Erbd⸗ körper mit einer Geschwindigkeit von etwa 9,2 Kilometer in der Sekunde fort, und würden danach die ganze Erde in der Richtung eines Durchmessers in 25 Minuten durchdringen. Im Zusammen⸗ ug mit Pendelbeobachtungen haben diese Tatsachen dazu geführt, die Dicke der sesten Erdkruste auf etwa 56 Kilometer zu schätzen. Die Härte des eigentlichen Erdkerns wird jetzt noch weit höher bewertet als früher, denn sie soll die von Nickelstahl noch dreimal über⸗ treffen, während die Starre der Erdkruste im Durchschnitt etwas ter der des Glases steht. Jedenfalls ist die alte Vorstellung, daß Erdinnere bestände durchweg aus einer feurig⸗flüssigen Masse, setzt als lich aufgegeben zu betrachten. Ueberhaupt sind durch die der Naturwissenschaft während der letzten Jahre alle risse von der Beschaffenheit der Erde ins Wanken ge⸗ raten. Während man früher allgemein glaubte, daß die Erbe sich zuf erheben sich jetzt Stimmen dafür, daß sie sich Gege hne. Namentlich hat die Entdeckung des Radiums r alzung der Anschauungen geführt. Lord Kelvin hat die Temp r im Erdinnern auf etwa 4000 Grab geschätzt, sie jetzt auf 400 000 Grab veranschlagt wird, aber dieser noch recht unsicher, Wie die Verfasser meinen, muß das nächste Ziel das sein, den