des Pols ihne ein⸗ sane⸗ ohe edarfs, so die Höhe 8 häufig 1 Zinssuß empel, der hatte, im riegszeiten veträchtlich, Faustpfand 8 Schüler klagte, daß ne Kapital ingskriegen Gemeinden en mußten, der langen haft folgte, , und auch Maximum r. ein Satz Abneigung Aegypten b und fast Aquino das bot an sich ständen, 00 nsange gab, Mittelalters aufs. Der st, und der leidern und aflich hoch. n normalen 13 vier⸗ und 1nd waren 133 Prozent Erlasse vol lden einen pater, 150 ark Zinsen 0 schon d den hienen wor. „ — Wöchentliche Beilage der Ober N desto höher die Sittlichkeit. In höherem Grade sitt Nummer 3 188 och, 888035 24. il I. Jahrgang * 45 14 Si 2 8 N Religionsunterricht und S 6 3. B. auch die der soz kaldemokrat ischen Arbeiter, die o haben, das ttlii glei. Ii cle 1 f g ohne jeden Wenn wir Sozialdemokraten die Entfernung der Reli⸗— S 5 Ne 05 7 8 0 le man aber den 9 latons⸗-⸗ gion aus der Schule verlangen, und wenn wir bei der häus- unte teich n der Schule 2 ja hört man nur die Re den„die 1 5 5 8 8 2 5 8 1 i der Schule an, ja hört man ede e lichen Erziehung unserer eigenen Kinder die Religion aus seine Notwendigkeit beweisen sollen, so 1 705 sich alsbald daß i Syz⸗* 1 1 5 Not noi el 2 18 n sollen, so igt gie 5 dem Spiele lassen, dann sagen die Frommen im Lande: ohnes es da gerade auf den Gottesglauben in erster Linie an⸗ 101 1 98 31 8 o; f 5 15 2 1* 2 K g Religion gibt 3 keine Sittl lichkeit; 1 folglich können die Kin kommt; Die 5 der Nächste nliebe werden wohl auch ge⸗ der ohne Religion nicht zu sittlchen Menschen erzogen werden; lehrt, aber hinter dem Gottes gla ub en stehen sie weit zurück 1 3. 5 8 1* 2 2„ 9 U 190 b e* 3 1 folglich läuft die sozialdemokratische Forderung auf eine Ve r⸗ Das erste und wich das 5 e 0* 5 4 2 8 D erste u n ich stigste ist, daß 8 Kind an Gott glauben nichtung der Sittlichkeit hinaus. und sich blindlings der göttlich en Autor tät und den göt N 5 f be 5 8 90 28 1188* gortltd 1 4 L Merkwürdiger Weise unte lassen es diese Verteidiger des lichen Geboten unterwerfen soll. d Ja man 158 in sagen, nur in religiöser ts woh ets anzugeben, was sie e 85 5 1 5 5 religii sen 5 5 5 lets au F eigent- diesem Zusammenhang komn ien die sittlichen Lehren über⸗ lich unter„Sittlichkeit“ verstehen. Uns wenigstens ist kein] haupt zur Geltung. Nicht Mensch sie achten 9 2 8 5 7 r 5 Vl g.* Me Ie le(Ike Fall bekannt, wo sie sich auf eine Darlegung des Begriffs sondern weil 5 91 El Shalb soll der und befolgen, weil sie sittli. weil sie gu „Sittlichkeit“ eingelassen hätten. Und doch will uns scheinen, Gott sie befohlen hat. Und on Kern —* 8 2„ 3 1* 2 0 5* L e in 11. Allo d 2 daß dies höchst notwendig sei, denn unter Berufung auf die der, an den Punkt, von dem Bedeutung 21 8*„ 9 rt, Do! Dell* Beben! 0 Sittlichkeit verlangen sie ja nicht nur die en des] des ions zunterrichts erst erkennen läßt er hat nicht Rofigigns 4071 0 1„555 1 J n 3 8 855 5 A5 5* Religionsunterrichts in der Schule, sondern die Durch-] den den Kind rn die Nächstenliebe bei bringen— die tränkung des gesamten Unterrichts mit religiösem Geiste.] könnten sie auch auf andere Weise auben g ö 5 f s doch nicht, was unter Sittlich⸗[ aan, 85 l 5 s 5 1 0 ee ist 1 doch nicht, was unter f sittlich erwerben— sondern er hat den 8 indern 9 eit zu verstehen sei cht wenige Leute werden dabei ledig⸗ religiöse Weltanschauung als die allein richtige lich an geschlechtliche Dinge denken, etwa in dem Sinn:] einzuimpfen, und zwar in ei vorm, daß schon der bloße 15 8 2K 5 1 5 Crate, u! Form, dag On 1 bloße unsittlich sind geschlech tliche Ausschweifungen, sittlich ist das] Zweifel daran, n darüber als Sünde lese le„ Daruber als E 0 Gegenteil davon. Nun liegt doch aber auf der Hand, daß en npfunden wird auung, das heißt die damit die Religion auch nicht das allergeringste zu tun hat. Weltansch auung pe Gott die Welt er⸗ Auf die tolle Idee ist wohl noch niemand gekommen, zu be— schaffen habe 8 id sie als unumf König regiert, daß 1. 5 5 1* N 41 Konit 9„bag haupten, daß ein Mensch ohne Religionsunterricht den ge⸗seiner Autorität und seinen Geboter M. ensch sich un⸗ schlechtlichen Ausschweifungen verfallen müsse, und daß de. zu e habe, und daß von ihm auch alle Einrich— Neligionsunterricht! dagegen schütze. Also muß hier doch woh etwas anderes unter Sittlichkeit verstanden sein. Wir wollen versuchen, die Lücke auszufüllen, und wollen annehmen, daß Sittlichkeit im Sinne unserer Frömmlinge einfach gleichbedeutend sei mit Nächsten lieb* Weni 5 stens verbinden wir diesen Begriff mit dem Wort. Sit. Mensch lich ist danach derjenige Mensch, dem fremdes Leid Unbehagen] wäre es, verursacht, der sich durch seine innere Natur gedrängt fühlt,] Mit einem auf Abhilfe zu sinnen für Uebelst tände, auch wenn sie ihn per-f kommt auf sönlich gar nicht berühren. Je weiter die Nächstenliebe gel stammen, vor allen Shen die staat⸗ gen. Wo eine Ol brigkeit ist, da ist sie von Staate verschiedene Klassen mit verf schie⸗ tt so gewollt, denn gegen 6 Folglich muß der in Ehrfurcht hinnehmen, und schwerer Frevel dagegen aufzulehnen und es ändern zu wollen 8 igiösen Unterrichts en 70 nser 1 bative n Programmsat hinaus:„Staat und Kirche sit on Gott verordnete Ein⸗ den Kindern nicht in „dann hat das Ats es nicht . 0 „ 2 D 2 hnen überhaupt nie diesem Geiste sollen sie erden, das ist der also der Mensch, der sich selbst zu helfen. Und die höchste S eigenen Person, des eigenen zugute kommen. Also die r kurz 5 Aufopferung des einzelner elb stverständlich können wir Sinn ist den die Frommen dem 2 Aber nur so haben ihre Ausfi gen Sittlichkeit einen Sinn. Sie können liche Religion(nur diese kommt ja nicht nur die Näch jebe, sondern nirgends besser als im Religio nt Lehren der Hingabe für andere den eingeprägt werden. Dagegen wäre nun gebot der Nächstenliebe (wie überhaupt jeder Rel Es gehört außerdem dazu der sönlichen Gott. Ja, der Ohne Gottesglauben gibt es 8 2 pfer Aue d en es an unseren M vird,! f — g Nun haber r schon oft den Nachweis erbracht, daß die Weiter sechs Gestalten dicht hintereinander seithin au einem 5— Erhaltung dieser 3 de ke eas im Interesse der G„ mit Eisenstangen in Händen, die sie unter die Schienen ftw N. l e Blätter sind Offenbarungen. Aus 0 samt n f eresse einer ganz kleinen] dem et digen Bedeutung menschlicher Schaf⸗ 4 Min M Schaden davon hat.] fenskr i eine Seele, die da sagen will: Ich— Erst · die neueste Statistik des preußi- fühle zewaltige der Werke menschliche Kultur und will auch in 9 chen eren amtliche Zahlen lehren, daß die chen kraft fühlen. die in die Werke eingegangen ist und so veih e N N ibkt. r u das einzelue krafterzeugende Leben jahrhun zertelang überd auext! 1 ai genn en 0 Prozent der Bevölkerung]; fungen bedeuten das mächtige Aufrecken N Ie nicht ein g* e 35 Prozent en Einzellebens, das im kapitalistischen? lihle in b 9 Proze ben gerade so viel haben erdrückt, he 8 schmäl h verk ö wie sie notdürftig l f 6 f rig blei- en fam e l 1 der Massenkraft! Solch künstlerischer Geist i ben, die bequen d gene 1 1 können gedieh in der Arbeitssphäre von William Morris, dem Sozialisten 1 N worunter nur, J er! 300) Reiche sind. Daß] Und Brangwyn sand die Ausdrucksmittel, die ihm im Bilde Sprache;dröß aber die Ar 5 el der Massen veru f ier durch den R tum 1 U 5 niger Was die großen Werke der Eisenindustrie für die Kunst der 45 er das bristent. 2 5 174 er und Zeichner bedeuten, hat Menzel schon vor gut vierzig. 8 f f 5 u gefühlt und erprobt. Er war in Deutschland nicht der erste, baup gewußt und anerkannt. ein Fabrikbau lockt en um 1840 malte ein Karl Blechen nach Wenn nun ein Unte ht d 8 k hat, zur Landschaft, in der ein Walzwerk aufragt. Aber Menzel drang gan r Zuständ eizutragen. kann n 3 17 ins Innere vor. In der industriellen Blütezeit der Gründerjahre 25 3. i eee ee eee eee walte er sein raummüchtiges weng Eisenwalzwerk. Wenige 1 one n ee l ebe erzis rer] Jahre später begann Meunier mit Stift und Pinsel das belgisch⸗ aber höchsten Form, k pferung des die Inter-] VBorinage zu durchsorschen, das schwarze, seuerft ammende, rauch⸗ hand essen der Gese theit? U d nteil zuzu-] durchschwängerte Reich der Hochöfen, Kohlengruben, Walzwerke, und ober trefsen er erz die Mass zur 3 für den als er seelisch mit ihm eins geworden war, dice sein Meißel die 11 privaten Vorteil der sehr wenigen Reichen: er lehrt, sich sumbolischen Gestalten seiner Proletarier Plastik. Die Forscher⸗ 5 cc arbeit, die er als Maler trieb, gedeiht heute überall, auch in Heli den Interessen der Gesamtheit zenzustemmen. Deutschland. Was unsere Malerei in zwanzig Jahren sesther lernte Bis Nielleid u sich. die Se mal! kommt der Aufgabe zugute. Vom Werkstattidyll mit seinem stillen, ber von dieser Seite, und f serd dal kennen, wieso wir engen Geschehen geht die Kunst über in die großen, lauten, tausend⸗ 10 1 FN ö„ fältig anders 1 Räume der Industrieburgen. Wunder 0 ee f 5 5 cht aus der] dringen dort auf das Auge ein. Wunder einer neuen Natur! Die han! Schule verbannen wollen. Natur kennt sie sends sonst. In riesigen 1 wölbt sich hatt J er Bauten aus Holz, Eisen, Glas, Gestein, 0 bald 8 das Innere merkwürdig 8 g 0 n in 3 ib, Dampf, künstliche Bel euchtung, Glutschein Stätten der Arb beit. 8 0 a schen seltsam-neue Farben. Das Element des Feuers ist, zur un Ein Kapitel aus der Gegenwartskunst N 1 gebändigt, in gesammelter Kraft unmittelbar nah. Weiß beu: a f 8 5. 8875 ühendes Eisen fließt: ten Masse vlrd es geschleppt, be Was malerische Kunst in n Tagen für ihre Aufgabe aus ee Eisen Henk in 9 W din wird es geschleppt, be Un der Sphäre it weiß, davon zeugen: wärtig hämmert, gewalzt. Und all das Werk bedingt Formen der Arbeit SPI 2 t 31 we„davon zeugen Fiege! tis* 9 7 1 5 4 f er e e f 9 En en in den je Arbeitermasse sich schart, f onde rt ud bewegt in Grup. ver! vierhundert Werke er Dresdener Gal' rie Arnold. 5 1 9 18 rei Die bert Be i kee F t mit ibrer wenig den, inge neu und erstaunlich reich sind. Die bert 1 1 lei! Werl Owertsgeit mit ihter wen 91 N 1 nan Arbelt rum! a 1 oder gar nicht geteilten Arbeit sind die riesigen Betriebe der großen Aufge dart diese Stätten d r Arbeit räumlich leben, Aa! Industrie mit** 1 Maschii g ihrer verzweigten ist g Der ein wahres Tausenderlei von seltsamen 655 1 mit bd 1 1 en, erzweigten Ar ung A* utmirre ind ar inen 4 181511 a 1 0 7 1 1 3 ent! ren u I Unutze b tel g u ihrer Ansammlung von Arbeitermassen empor 3 g 25 n 5 74 an e 2 mac gewachf Diese Betriebe haben die Landschaft verändert, haben 2 9 2 die mancherlei Fabrikinnen räume, die in 8 die menschliche Arbeitsbewegung anders gerichtet un ent⸗Jder Ausstellung dargestellt sind— Münchener Theodor geb wickelt 1 e dee nenräume gescha Dummel hat zwe— den A tore einer Glashiltte gemalt, 8 kelt, nvor gekannte Innenräu gescha eine] Y!. d belt raum Glashüt malt Sc Menge erzeugt, den Raum ut se Lebe künstlerisch beide Male in einer Skala von Farbtönen, die von Blau hinüber Cos 1* 11 1 1** 1 f 0 darzuftelle! se M C sartiges an Farben, Luft, Licht, spielen zu Grün und Gelb und spärlichem Rot. Das Blau der Ar 8 Körperlichem und ihrem Zusammenspiel wollen neu erobert sein,] beitstittel 1 Hauptton anklingen und bestimmend he rrschen. 11 0 1* 8 N Gar 0 1 1„Holt Nei und hier liegt da Wichtigste der Aufgabe der Ausstellung: von Auch hier* unter dem Eindruck des fe in geregelten Nei diesem 1 rischen Bemühen vorweg, von d Jarbenk wegung ist a at nichts von der Empfin Arbeit zu schauen, will sie zeug Da den st anderer Gle der Aus⸗ 858 1 0 e will si ige! 2 f des Pfuche von den Veränderungen der wirtf schaftlie stellung gehen auf ei aus, die in 5 welse berührt und gewandelt ö Einklang schwe ien Arbeit der 900 ungen, denen sich auf die D Gla ö uschen, die ihr i ersassen, e sie si Kun Nb! 0 igt einsetzen führen ein Vorga 0 miiss er Stimmungs- hinaus gesch Forsec absicht g ganz anderer wir d Vor Wirkung d, eins der srozeß der grof wick Grün und dit mentale Formen, sonde verss Mächtigkeit des 85 Wucht dicht vor uns hin. J ei n, N arben aus ge⸗ N 0 l a* dit 1 e zu d künstlerisch] wonn rbeiter ri f uden block unter dem* affen deger und kolossalen Hammerbär zurecht, von blauem Dämmer umwoben, und 2 seelise die le Kraft dief unde l einfach ver ien Farben wird de ende siv erh 8 g k Hell 0 ist dem. nur— m 1 1— 0 0 1 8 weil ert, die Schön der 1 Gröf 0 riff N und Be her t 10 heut Erich K tha Carlo Gre 95 0 od red g seur Zung von der G N 1 1. 1 9 f 0 f den Aug k, wo eine Gruppe Ar reinen Glashasen 7 Der große Meister in d g Ark Schmelzof itgegenkar Gelbroter Feuerschein* wuchten ist der Fläme Fran d Jahren] ström r die Gef Gesta der Arbeiter, die sich an der N seiner Anfänge A Werkstattel Sd d* 1 D d 10 1 N tätig war. Zwei B punk us d 1 Selund in. 6 0 liegt 1 näld de k f d le S 90 Arbeit g der arof U d 0 l wand* den and 1 hat en 6 i 1 8 0 5. 1 * 1 1 N* 1 U 1 1* 5 iu ˖ v 1 1 1 0 1 d Weiß, und Wr auf d t 5 * 1 1 1 U 1 1 40 U 9 f Da sind mel 8 0 N f . 8 g I 8 ö f 5 9 1 1 8 ö bee 1* 1 7 1 11* race* 1 1 cht 2 1 fil 5 a 1 9 ——— bas schräg einfallende Oberlicht hinein, strömt der Glutschein in ganzer Macht, und in der tausendstrahlig zerschlissenen Lichtmasse entwickelt sich ein großartig goldiges Gespinst aus Fäden von Rot und Geld und duftigem Blau. Die Wirkung dieser Lichtvorgänge unten und oben ist mächtig: der Raum dehnt sich empor, erfüllt von unermeßlicher Bewegung. An diesem Bilde wird so recht offenbar, welch eigenartig neuen Reichtum die Innenwelt der großen Industriewerke für den künst⸗ lerischen Geist birgt. Märchenwunder der höchsten Kraft und Herr— lichkeit harren in diesen Schatzkammern auf Erlösung. frd. 8 5 Helden der Autarktis. Der Südpol ist in den letzten Jahren zum Mittelpunkt des größten geographischen Interesses geworden; durch Shackletons Tat war die Möglichkeit einer Erreichung des Ziels nahegerückt, und so begann denn ein wahres„Rennen“ nach der Autarktis, an dem sich hauptsächlich Amundsen, der eigentlich zunächst eine Expedition nach der Nordpolarregion geplant hatte, Kapitän Scott, Oberleut— nant Filchner, der Franzose Charcot beteiligten; andere Expedi— tionen, so von Mawson und von Bruce, standen bevor. Sie alle aber, unter denen sich nun der glückliche Sieger zu befinden scheint, standen auf ben Schultern ihrer Vorgänger, und der stolze Er— oberer des Südpols wird dankbar jener„Helden der Antarktis“ ge— denken müssen, die länger als ein Jahrhundert hindurch für das Gelingen des großen Unternehmens Gut und Leben eingesetzt haben. Bis tief in das 18. Jahrhundert hinein spukten auch in den Köpfen der Gelehrten die seltsamsten Phantasien fiber die geheimnisvolle Südpolarzone. Seit Ptolemäus die Vermutung von dem Vor⸗ handensein eines großen unbekannten Erdteiles dort ausgesprochen hatte, fabelte man immer weiter von jenem exotischen Südland, das bald als Brasilla inferior oder Terra Magellanica, bald als das „unbekannte“ oder noch„nicht bekannte“ Land Australien in unge⸗ heurer Ausdehnung auf die Karten gezeichnet wurde. Durch die umfahrung A ustraliens, die Abel Tasmann vollbrachte, verlor dieses fabelhafte Land immer mehr an Umfang; durch Cooks berühmte Umsegelung der Slidpolarregion(1772 bis 1775) ward es in seine wahre Gestalt aufgelöst. Wie Professor Hassert in seiner Geschichte der Polarforschung ausführt, beginnt mit Cooks epoche⸗ machender Expedition die eigentliche Entdeckung der Südpolar— gebiete. Freilich, wenn man hier fruchtbare Wunder und reiche Schätze erwartet hatte, so mußte die Enttäuschung groß sein, denn Cook wies unumstößlich das Ueberwiegen eines ungeheuren Meeres auf der Südhalbkugel nach, verwies das große Südland in das Reich der Fabel und wußte nur von der Armut und Ungastlichkeit der Antarktis zu erzählen. Einen neuen Anstoß gab erst zu Anfang des 19. Jahrhunderts der hler herrschende Reichtum wertvoller Robbenarten; kühne Robbenschläger wagten sich immer weiter vor— wärts, um neue Jagdgebiete aufzusuchen, und diesen zufälligen Ent—⸗ deckungen der wagemutigen Langschiffer verdanken wir zahlreiche geographische Ergebnisse, die zur Sichtung einer ganzen Reihe von Küsten und Inseln führten. Wissenschaftliche Forschungen lagen diesen Pelzjägern natürlich fern; sie wurden erst wieder in den Vordergrund gestellt von der großen russischen Regierungsexpe⸗ dition unter Vellinghausen und Lazarew(181921), die zum ersten Male die unter Schnee und Eis begrabenen Peter I.-Inseln sowie das unnahbare Alexander I.-Land, das erste jenseits des südlichen Polarkreises festgestellte Südpolarland, berührte. Eine neue Epoche, die man die„große Periode der Slidpolarforschung“ genannt hat, wurde durch die bahnbrechnden Arbeiten von Gauß über den Erd— magnetismus und die wahrscheinliche Lage der Magnetpole herauf— geführt. Auch Gauß und Alexander von Humboldt, der die mag⸗ netischen Beobachtungen auf der Südhalbkugel ins Leben rief, sind „Helden der Antarktis“, obwohl sie nie die Südpolarregion betreten. Drei große wlssenschaftliche Expeditionen wurden damals ausge- rüstet, die nordamerikanische unter Wilkes, die das Wilkesland ent— deckte, die französische von Dumont d'Urville, die das von zahlreichen Gletschern eingenommene Louis⸗Philippe⸗Land auffand, und als größte und bedeutendste die englische, deren Held James Clarke Roß alle bisherigen Resultate der Südpolarforschung in den Schatten stellte. Ihm gelang es, bis zu der vor ihm nie erreichten Breite von 78 Grad 10 S. vorzudringen und dem magnetischen Südpol so nahe zu kommen, daß die Magnetnadel eine Neigung von 89 Grad zeigte. Drei gewaltige Hauptgruppen von Küsten und Inseln, die ungefähr den drei südlichen Festländern Amerika, Afrika und Austra⸗ lien, gegenüberliegen und durch eine gewaltige Eismauer mit⸗ einander verbunden sind, waren durch diese drei Expeditionen fest⸗ gestellt. a Dann aber ward die antarktische Forschung fast fünfzig Jahre lang nur wenig gefördert, bis wieder ein Deutscher, Georg Neu— mayer, durch unermüdliches Wirken in Wort und Schrift weiteste Kreise auf die hohe wissenschaftliche Bedeutung der Südpolargebiete hinwies. In den 9er Jahren, als der Gedanke einer deutschen Südpolarexpedition greifbare Gestalt gewann, waren es zugleich die belgische Expedition unter Adrian de Gerlache und dle kühne Fahrt des ausgezeichneten norwegischen Gelehrten Vorchgrevink, die neue Entdeckungen in der Antarktis machten. Borchgrevink drang bis zu 78 Grad 50 S. vor und überholte damit nach 57 Jahren äußersten von Roß erreichten Punkt. Am 11. August 1901 trat nun die deutsche Expedition unter Erich von Drygalski auf dem Schiff „Gauß“ ihre Reise an und erforschte den unbekanntesten Teil der Antarktis, wobei das Kaiser Wilhelm II.-Land entdeckt wurde. Während die Landentdeckungen sonst bei dem deutschen Unternehmen zurücktraten, waren die wissenschaftlichen Resultate von größter Be— deutung, indem ein Jahr lang systematisch die verschiedensten geo— physischen Erscheinungen beobachtet und planmäßige Lotungen vor— genommen wurden. Kurz darauf brachen fast zu gleicher Zeit die englische Expedition unter Kapitän Scott, die schwedische unter Otto Nordenskjöld und die schottische unter Bruce auf, von denen die Scotts die großartigsten Resultate zeitigte. Scott gelangen kon— tinentale Entdeckungen auf siebzehn Schlittenreisen von durchschnitt— lich 25tägiger Dauer, wie sie vorher keinem Helden der Antarktis gelungen. Während der drei Jahre dauernden Expedition, die 1904 ihr Ende erreichte, unternahm er drei große Schlittenreisen, von denen die erste ihn bis zu einer Breite von 82 Grad 17 S. führte. Die schwedische Expedition konnte, obwohl sie in drei Abteilungen zerrissen wurde, doch bedeutende wissenschaftliche Leistungen voll— bringen, und ebenso glückte es Bruce, besonders wichtige ozeano— graphische Ergebnisse zu sichern. Der schwierige, große Befürch— tungen erregende Verlauf der Nordenskjöldschen Expedition rief drei Hilfsexpeditionen hervor, die 1903 abgingen und von denen nur die argentinische unter dem Kapitän Jrizar zurechtkam, während die schwebische unter Lorsen und die französische unter Charcot zu spät eintrafen. Die folgenden Jahre haben dann neue große Vorstöße nach dem Südpol gebracht, die in lebendiger Erinnerung sind. An ihnen waren im wesentlichen jene„Helden der Antarktis“ beteiligt, die schon vorher auf den Plan getreten waren, bis ein„neuer Mann“, Shackleton, den größten Erfolg errang und dadurch den Ansporn zu neuen Taten gab, zum Siege. den Mürchenforschung. Sauerländer In der Zeitschrift Sexual-Probleme, die bei J. D. in Frankfurt erscheint, erörtert A. J. Storfer einiges aus dem Ge⸗ biete der Märchenerotik. Seine Ausführungen werden viele unserer Er schreibt: Seitdem der Wiener Nervenarzt gehend von seinen schaftlichen Deu— auf ver⸗ Folkloristik eine Renaissance, eine Rehabilitierung der psychologi⸗ Märchenforschung bei ist für den Vertreter d wie aus den eigensten Sch schiedenen Wegen, mit verschiedenen Methoden und In den folgenden Zeilen soll die These, daß das Märchen wie der Traum eine durch eine besondere Darstellungstechnik verkappte Realisierung eines Wunsches wandten Märchentypen belegt werden. gruppen, in denen die einzelnen Märchen jeweilen mit der Ver⸗ einigung eines Mannes und eines Weibes dener sozialer Rangstellung schließen. Die Königin-Witwe oder die Königstochter, um die sich un⸗ zählige Männer bewerben, und die dann in überraschender Weise die Gattin eines Outsiders wird, ist eine uralte Mythen⸗ und Märchenfigur. Bevor wir einige tupische Varianten dieses Stoffes behandeln, soll hier ein erotisches Märchen mitgeteilt werden, das ich selbst von ungarischen Soldaten(mit kleinen Abweichungen) öfters gehört habe. Ein General, ein Leutnant und ein Gemeiner reiten am Schloß vorbei öne Prinzessin zum Fenster hinausschauen. Wer an ihr den Geschlechtsakt vollziehe, sagt die Prinzessin, den nehme sie zum Mann; wer es aber vergeb⸗ lich versucht, der wird arausam bestraft. Als erster geht der Gene⸗ ral hinauf, die Prinzessin empfängt ihn in ihrem spitzengezierten Bett, auf herrlichen weichen Kissen. Der General bemüht sich ver⸗ 0„„ und sehen die wundersch schologi ist(Pa st heu te Mädchen die Frau eines vo ibrödelmärchen. Der Prinz f Zierlichkest und Kleinheit so er orschen läßt und he klar, wenn wir die ie ins Auge fe ntoffel!), und zwar ein * as bezeichnendste Märchen dem das sexuell tüchtige, aber rfolg rnehmen Mannes wird, ihren Schuh und sst lickt, daß er seine Be⸗ Der Sinn dieses Märchens sche Rolle des Schuhs in der Daß der Schuh ein weibliches jesprochenes Geschlechts eute nicht mehr b Die Schuhsymbolik(und verwandte Mundsymbolik) us die allgemein ver⸗ ug des kleinen Fuf des kleinen Mundes kommene Gegenstück des wert“ besitzt. unsere— die großen Grundgesetzes, d N u die höchste Gewähr und Nat Aus unserer Sammel Woher kommt das Wort schreibt der Frankfurter orschung hat Will tion in un einen Ueberblick id 2 n gibt 1 Staatsum is dem dama g 54 he übergegangen oder 11 5 inen Schuh“ hat, ist n Bruders, der ein sche Systematik des htig andeutenden gen mit den Worten des genialen Entdeck lutterrechts, schließen: System, überall Zusan in allen Einzelheiten Aus⸗ n Reichtum seiner otwendigkeit besitzt.“ mappe. Demokrat“? d zahlreichen [bare Folge der in Ausgang des 18. n Sprachschatz in ig übernommen unbestritten