b Resch chet, fe ders aß was den sanenm in, si 1 ile ung der aat eine einander Bettler. ichmäßig ehen die 5 entli en e Gleich⸗ 8 in ber auch un⸗ 8 regeln seigt, die ts dahin er guten e modisi⸗ jus dem rhältnisse Item zu⸗ die Lage, oden ein⸗ rtmit, glauben, t. m anders u Mensch dafür ein⸗ das erse ten, darin egten, und steht, was nt, es dl wenn dies ie größe lle hürger⸗ ie gleichen Manne; el r wenigel erschied sie er, die si ld ist un rdings ve den sie Al iter, 5 sh Auch i ei Ke 0 3 „„ Wöchentliche Beilage der Oberhessischen Dolkszeitung Nummer 14 Dienstag, den 9. Zuli 1912 1. Jahrgang Gedanken zur Wohnungsfrage. Die schädlichen Wirkungen unserer heutigen Wohnungs— zustände können nicht leicht übertrieben werden. Ist man sich doch heute völlig darüber im klaren, daß gerade die schlimmsten sozialen Uebel durch die schlechten Wohnungen verschuldet oder doch stark verschlimmert werden. Wir er— innern an die Lungenschwindsucht, an die Säuglingssterblich⸗ keit, an die Trunksucht.„Jeder, der sich mit dieser außer⸗ ordentlich schwierigen Frage beschäftigt hat“, schreibt der Charlottenburger Stadtrat Seydel,„weiß, daß so mancher Mann, durch seine unbehagliche, unzureichende Wohnung ab⸗ geschreckt, nach Feierabend in die Kneipe läuft.“ Dazu kommt die Verwahrlosung der Jugend infolge des engen Zusammen— wohnens und vieles andere. Wie schlimm müssen die Dinge stehen, wenn sogar das Blatt der Bauunternehmer, die Bau— gewerks⸗Zeitung, neuerdings darauf hinweist, daß die bedenk— lich niedrige Geburtenziffer, wie der bedenklich schlechte Ge⸗ sundheitszustand in den Großstädten hauptsächlich durch die Aeberfüllung der Wohnungen verursacht ist!„Da aber,“ so schließt das Blatt seine Ausführungen,„das Bevölkerungs— wachstum Deutschlands fast ausschließlich den größeren Städten zufällt, weil das flache Land seine Jugend an diese abgibt, so muß die Zukunft Deutschlands davon abhängen, ob die Volkskraft in den größeren Städten gedeiht oder ver— siegt.“ Dabei muß man wissen, wie hoch die Zahl der Be— wohner eines Zimmers sein muß, wenn es amtlich als„über⸗ füllt“ gelten soll. Einheitliche Normen bestehen ja dafür nicht. Das Berliner Statistische Amt rechnet eine Wohnung erst dann als überfüllt, wenn mehr als 5 Personen auf ein heizbares Zimmer kommen; das Schönberger Amt„schon“ bei mehr als 4 Personen. Man wende nur einmal den Maß⸗ stab auf die Wohnungen der Besitzenden an. Man stelle sich vor, daß in einer Wohnung mit 4 heizbaren Zimmern nebst Küche, Mädchengelaß und reichlichem Zubehör, 16 Personen hausen müßten! Würden nicht die Bewohner über unerträg⸗ liche Enge klagen? Nun ist es ja richtig, daß genau derselbe Maßstab nicht überall anwendbar ist. Wenn z. B. in einer Wohnung von Stube, Küche und Korridor ein Ehepaar mit 2 kleinen Kindern wohnt, und etwa der Männ den ganzen Tag bei seiner Arbeit außer dem Hause ist, dann wird man die Wohnung in der Tat nicht als überfüllt ansehen können. Venn es aber 4 erwachsene Personen sind, ja, wenn die beiden Kinder nur 14—15 Jahre alt sind und vielleicht noch verschie⸗ denen Geschlechts, dann ist der Raum bereits zu enge. Weit schlimmer ist es noch, wenn die 4 Bewohner aus einem kinder⸗ losen Ehepaar bestehen, das sich wegen der hohen Miete zwei Schlafgänger hält. 0 Trotzdem nun also solche Wohnungen, soweit sie nicht mehr als 4 Personen pro heizbares Zimmer enthalten, nicht mitgezählt sind, ergibt sich doch, daß in Großberlin gegen⸗ wärtig rund 424 000 Personen in überfüllten Räumen woh⸗ nen! Und es ist nicht etwa die Ueberfüllung allein, die an der Gesundheit und dem Mark des Volkes zehrt. Es hilft bei diesem traurigen Werke die Art der Behausung, wie sie in den Großstädten seit einigen Jahrzehnten immer mehr um sich gegriffen hat: die berüchtigte Mietskaserne, die in einer geradezu raffinierten Weise Licht und Luft von den Wohnungen absperrt. Was wir da erzählen, sind wahrlich keine Neuigkeiten. Doch obgleich das alles längst bekannt ist, kann man von einer Besserung, ja auch nur von einem ernstlichen Versuch der Besserung, bisher verzweifelt wenig spüren. In Berlin z. B. ist man sich in der Verurteilung der Mietskasernen vollkom⸗ men einig. Gegen den Ruf nach Ein⸗ und Zweifamilien⸗ häusern läßt sich mancherlei anführen. Aber von hier bis zur Mietskaserne gibt es ja noch viele Zwischenstufen, und heute wagt niemand mehr, der wirklichen Mietskaserne das Wort zu reden. Dabei ist für das Wesen der Mietskaserne nicht eigentlich die Zahl der Wohnungen ausschlaggebend— man kann schon mit 8—10 Wohnungen eine Mietskaserne her⸗ stellen,— sondern die Form des Baues, diese Seitenflügel und Hintergebäude mit den engen Höfen, die sich dem Maß⸗ stabe eines bloßen Lichtschachtes bedenklich nähern. In deren Verurteilung also ist sich heute alle Welt in Berlin einig. Und dennoch genügt ein Gang durch die Vororte, wo Licht und Luft noch in Fülle zu haben ist, um zu sehen, wie Straßen um Straßen neu erstehen und mit lauter Mietskasernen be⸗ setzt werden! Ja der Skandal geht so weit, daß nicht selten hübsche Villen mit schmucken Gärten weggerissen werden, um ein paar scheußlichen Mietskasernen Platz zu machen. Es ist ein Jammer, wie in diesen neu entstehenden Bezirken auf künstliche Weise wieder Dunkelheit und Enge erzeugt wird. dabei sind aber diese so absichtlich verschlechterten Wohnungen maßlos teuer! Ein Beispiel für viele: Das Tempelhofer Feld wird gegenwärtig bebaut. Es soll dort ein sogenanntes „Villenviertel“ entstehen, d. h., es werden nur größere Woh— nungen von 3—5 Zimmern gebaut. Die Dreizimmerwoh⸗ nungen haben ein Zimmer nach der Straße, die übrigen nach dem Hofe hinaus.„Allzu groß,“ so lasen wir in einer Presse⸗ notiz,„sind die Höfe nicht; in den Eckhäusern, die wegen der vielen Querstraßen sehr zahlreich sind, findet man meist die bekannten Lichthöfe, die hier zugleich die Fahrstühle beher⸗ bergen.“ Nun sind die Wohnungen freilich mit Zentralheiz⸗ ung, Warmwasserleitung, elektrischer Beleuchtungsanlage usw. versehen. Das warme Wasser und die Heizung sind also in der Miete schon mitbezahlt(die Beleuchtung natürlich nicht). Aber dennoch: diese Wohnungen von 3 Zimmern, wo⸗ von 2 auf den unfreundlichen, kleinen, dunklen Hof hinaus⸗ gehen, sollen die Kleinigkeit von 1200 Mark pro Jahr kosten! Da muß man doch wirklich fragen: wer kann das eigentlich bezahlen? Es kommen doch nur Leute in Betracht, die allermindestens 50006000 Mk. Jahreseinkommen haben. Und so wären wir denn in Berlin so weit, daß selbst Leute mit solch hohen Einkünften mit engen, unfreundlichen Woh⸗ nungen vorlieb nehmen müssen. Wobei wir übrigens nicht vergessen wollen, daß die Arbeiter in Berlin verhältnismäßig noch mehr bezahlen; denn eine Wohnung von Stube und Küche kostet 300—400 Mk., und dabei fehlt alle Bequemlich⸗ keit, oft ist nicht einmal ein besonderes Klosett vorhanden. Fragt man nun, warum denn— trotz aller anerkannten Schäden— immer wieder Mietskasernen gebaut werden und warum in ihnen die Wohnungen so furchtbar teuer sind, so lautet die Antwort: wegen der hohen Preise des Grund und Bodens. Es gibt Leute, die die hohen Mieten in den Großstädten auf das berühmte Gesetz von Angebot und Nachfrage zurück⸗ führen. In den großen Städten strömen so viel Menschen ——U — 5 . —— — rr —. . ͤ ͤ ———— * 22 zusammen, die brauchen j— da müsses natürlich deren Prei ent tgegen daß zahr so viel neue Wohnungen, e steigen. Dem steht nur die Mietspreise sich gar nicht oder Wohnungsüber⸗ zohnungsmangel kommt in den Großstädten 1 nsweise vor, wie kürz⸗ lich in Köni 3 J n besondere, meist vorüber gehende Ursachen. In der Regel stehen in den Großstädten gar nicht wenig Wohnungen leer. Der Regierungsrat Dr. Fey hat im vorigen Jahr eine Schrift über die Wohnungs- — D 0 leider die Tatsa danach richten, schuß h herrscht. * W̃ — ch 0 ob Ja Ja e frage veröffentlicht, worin er die Prozentsätze der leerstehen⸗ den Wohnungen für 29 deutsche Großstädte angibt. Darunter fanden sich freilich Städte mit weniger als 1 Prozent leere Wohnungen, aber in anderen Städten steigt der Prozentsatz bis auf 7. Jedenfalls ist unter 99 29 8 nicht eine einzige, wo es nicht leerstehende Wohnungen gegeben hätte, wo also nicht das Angebot immer noch größer gewesen wäre als die Nachfrage. Nun ist freilich mit solch summarischen Angaben nicht viel anzufangen. Es kommt natürlich sehr darauf an, welcher Art die e Wohnungen sind. Dem Arbeiter kann es nichts nützen, wenn 5- und 6⸗Zimmer Wohnung gen leer stehen, und der Kommerzienrat kann nicht in eine Arbeiter— wohnung ziehen. Aber da wird nun gerade jetzt von den Ber— liner Hausbesitzern geklagt, daß dort(in Großberlin) weit über 60 000 Wohnungen leerstehen sollen. Darunter werden sich wohl zweifellos Wohnungen jeder Art befinden, große, mittlere und kleine. Und dennoch die enormen Mieten, den— noch die Ueberfüllung der bewohnten Räume! (Schluß folgt.) Fürsorge⸗Erziehungs-Tag. Der Fürsorge⸗Erziehung hat die Theorie eine hohe und be⸗ glückende Mission zugemessen: sie soll die Jugend vor den verderb— lichen Einflüssen und lauernden Gefahren einer in sozlaler, physischer und moralischer Hinsicht bedenklichen Lebenssphäre bewahren und ihr eine gesunde Erz nehung zur Lebenstüchtigkeit gewährleisten, falls die berufenen Erziehung jsfalto hren der Familie in der Er füllung ihre Pflichten versagen. Ein schöner und fruchtbarer Ge— danke im edelsten Ausdrucke menschlichen Wollens und Wirkens. Aber, nicht die Theorie— die Praxis redet die Sprache der Wirklichkeit. Und sie schlägt mit der wuchtigen Unverblümtheit harten Tatsachen aller gepriesenen Theorie ins Gesicht. Während dem Edelmut und der selbstlosen Hingabe geopfert zu werden cheint, grinst dem kritischen Blicke aus dem Weihrauch, den sich ge— 15 tige Selb stgerechtigkeit streut, die abstoßende Fratze einer infamen Klassenmaßregel entgegen und in quälender Nacktheit offenbart sich die F u* rge⸗ Erziehung als eine Institutlon voll empörendster Ungerechtigkeit, Volksfeindlichkeit und Härte. Wo Milde, Frohsinn und die schöne Tugend verzeihender Liebe walten sollten, herrschen eisige Disziplin und harter Zwang. Der Zögling wird zum Sträfling gestempelt. Auf kahlen Höfen mit Glasscherben auf der Mauer oder in öden Gelassen mit Gitterfenstern bis zum vierten Stock soll sich an ihm die bessere Menschwerdung vollziehen. Neben der Peitsche liegt die Bibel; 1 dem Bllttel steht in triefender Gottseligkeit der Pfaff. Der Erzleher hat in der Fürsorge⸗Erziehung nichts zu suchen. Im Grunde ist dieser Zustand nicht verwunderlich. In einer Gesellschaft, deren göttliche Ordnung darin besteht, daß faule Bäuche verprassen, was fleißige Hände erwerben, kann und darf die besitzende Klasse kein ernsthaftes und tatkräftiges Interesse an der Erziehung und Hebung der ärmeren Klasse haben, will ste nicht ihre soziale Existenz und den Fortbestand ihrer politischen Herrschaftsstellung aufs Spiel setzen. Für die Masse haben die Höhen der Wissenschaft, die Reichtümer der Kunst, die Schatzkammern der Kultur und die Regionen freien Menschen⸗ tums ewig unerreichbare Ideale zu sein.„Wer Knecht ist, soll Knecht bleiben.“ Auch in der Fürsorge⸗Erziehung darf es kein ernstliches Bewahren der Irrenden und Fehlenden, kein Emporheben der Fallenden, kein Heilen der an Leib und Seele Kranken geben. Alle schönen Grundsätze haben nur den Talmiwert einer hohlen Dekoration. Was wollt ihr denn?! Der Macht, die Trotz, Verzweiflung, unter Umständen lelhen. Polizei bürge ihnen nich des 8 Prol des Schulm eister nf beamteten Autorität. Diese Reichtum braucht Schutz vor der Selbstbesti mmung und Solidarität auch den Hirnen und FJäusten der Schwachen ver⸗ Staatsanwalt, Kerkermeister und Militär ver⸗ mehr Sicherhei genug. Denn in den Höhlen te gesä brliche Brut heran, der der Bakel im rt wie di Jopfperücke der ire Gefahr. Darum in sichere Verr der Besitz in Ruhe und Behag nießen kann! So hat die Angst vor ihren eigenen Elendsprodukten der berrschenden Klasse das Fürsorge⸗Gesetz diktiert. Die Angst vor den Geistern, die die Stimme der Entwicklung— vor den „Ungeheuern“, die der Kapitalismus selbst ausgebrüht Nuͤn gilt es, zu bändigen anstatt zu erziehen, zu knebeln und niederzutreten anstatt aufzurichten und zu befreien... der Er⸗ innerung melden sich voller Grausen die düsteren Schatten aus Be me s Wildnis und der ODölle von Miltschien. Nützliche Glieder der menschlichen Gesellschaft“ sollen die Gefährde⸗ ten und Verkommenen werden, das heißt in der Realität des christ⸗ lich⸗kapital istischen Ausbeuterstaates: willige Arbeitstiere und billiges Kanonenfutter. N ** — Die mehr als 300 Berufsarbeiter und Freunde des deut⸗ schen Fürsarge⸗Erziehungswesens, die diese Woche ihren 5. Kongreß in Dresden abhielten, hatten es nicht leicht, das schmähliche Odium der Kollegenschaft eines Breithaupt und Colander von sich abzuwaschen und für die Oeffentlichkeit vergessen zu machen. Sie ließen es an Worten und Bemühungen in dieser Richtung nicht fehlen. Schon die kleine Ausstellung von Zöglings⸗ arbeiten, die der Tagung als beliebte e verfolgte unausgesprochen zwar, so doch nicht minder zweckbewußt, diese Tendenz. Eine für das wohlwollend⸗unkritische Auge des flüchtigen Beschauers leidlich herausgeputzte Parade, vermied sie ängstlich alles, was den düsteren und herben Geist des Anstaltslebens in das Gesichtsfeld des Fernstehenden und Unbeteiligten hätte tragen können. Und doch drängten schon die auf die landläufigste Ge⸗ dankenlosigkeit berechneten photographischen Aufnahmen, welche Zöglinge in malerischen Gruppierungen zwischen Obstbäumen und Gemüsefeldern, bei Spiel oder Posaunenblasen zeigten, zu nach⸗ denklichen Vergleichen. Von Landerziehungsheimen oder Resorm⸗ schulen kennt man ähnliche Bilder: Lehrer und Schüler bei der Arbeit auf dem Felde, in der Werkstatt, bei Tanz und Spiel. Aber welch ein Unterschied! Da ist der Lehrer Freund und Kamerad; mitten unter den Buben und Mädchen stehend, weiß er sich durch herzliche Bande der Liebe und des Vertrauens aufs innigste mit ihnen verbunden. Auf den Bildern der Fürsorge-Anstalten aber ist fast durchweg in gemessener Entfernung von den gebückten, tätigen, in ihrer plumpen Anstaltstracht den Stäflingen gleichenden Kindern(„Zöglingen“, wie die offizielle Bezeichnung heißt), der— Aufseher postiert, stramm militärisch, die Amtsmiene im schnauz⸗ bärtigen Gesicht, den Daumen an der Hosennaht. Aus dieser typi⸗ schen Positur spricht der Geist, der die heutige Fürsorge charak⸗ terisiert. Noch treffender als in diesen zufälligen Bildern fanden die ethische Sphäre und das pädagogische Niveau der Fürsorgearbeit ihren Ausdruck in den Verhandlungen des Kongresses. Oder besser noch: in dem, was nicht gesagt wurde. Daß z. B. die Fürsorge⸗ Erziehung sich als eine unverkennbare Klassenmaßregel darstellt, indem sie nur auf Kinder armer und ärmster Kreise Anwendung findet, niemals aber auf Bourgeoissprößlinge, obwohl sie da oft dringend am Platze wäre, ist selbst dem Oberpräsidenten von Hessen⸗Nassau so peinlich auffällig geworden, daß er dies in seinem amtlichen Bericht offen ausspricht— der Fürsorge⸗ Erziehungs-Tag ging über diese Tatsache, die die Beurteilung der Fürsorgeinstitution in eine ganz andere Beleuchtung rücken muß, mit beredtem Stillschweigen hinweg. Weiter, daß Prügel und harte Behandlung die ungeeignetsten Erziehungsmittel für gefährdete und verwahrloste Kinder sind, ist jedem einsichtsvollen Pädagogen klar; zum Ueberfluß legte noch der zum Referenten bestellte Psychiater mit eindringlicher Warnung seinen Finger in die böse Wunde der Fürsorge⸗Erziehung; keiner der 2—300 Praktiker hatte den Mut, die Prügelstrafe rund und ehrlich als unentbehrliches Erziehungsmittel zu verteidigen, und doch wird, dessen dürfen wir versichert sein, in der Fürsorgearbeit in Zukunft genau so bar⸗ barisch geprügelt werden wie bisher. Und noch ein letztes Moment: daß die widrigen sozialen Verhältnisse in erster Linie unzählige Kinder für die Fürsorge reif werden lassen, ist tausend⸗ fach bewiesen und wird jeden neuen Tag tausendfach bestätigt; der Referent des Erziehungstages aber scheute sich, dieser rauhen Wahr⸗ heit ins Gesicht zu sehen, darum schob er den Eltern der Kinder die Dauptschuld zu. Als ein Debatteredner sich damit nicht einver⸗ standen erklärte und die soziale Not als unheilvollste aller Jugendgefährdungs⸗ und Verwahrlosungs⸗Ursachen denunzierte, erstickte lautes Zischen das vereinzelte Bravo. Ja, ein berufener und besoldeter Verteidiger der heutigen Ordnung— der Brave ist Bürgermeister der sächsischen Stadt Freiberg— tat ein Übriges, indem er feierlichst erklärte: niemals könne den sozialen Verhält⸗ nissen eine Schuld beigemessen werden. Vielleicht achte ex dabei an die Zeit, da in dem honetten Kreisen Freibergs noch Grete Beier aus- und einging, jene angenehme Bürgermeisterstochter, die — als guter Leute Kind— nie in Zwangserziehung war, aber als unsagbar lasterhaftes und verworfenes Geschöpf ein unrühmliches Ende auf dem Schafott sand. Die beweglichen Klagen darüber, daß die Fürsorge⸗Erziehung in der Oeffentlichkeit mit starken Vorurteilen zu kämpfen habe und unter der Ungunst einer„schlechten Presse“ leide, find angesichts der Vorkommnisse, die ihren Weg Über die Anstalts⸗ mauern gefunden haben, wie angesichts der Grundsätze, nach denen die Arbeit an der Jugend geleistet wird, nur allzu erklärlich. Nun hat der vorige Fürsorge⸗Tag in 12 e eine Preß⸗ zentrale zu schaffen, einen n II und durch Instematilche Leardeltung der Tägeszprelse 1 . 2 77 —————ꝛ 5 Seer es 2 S2 typi⸗ arak⸗ n die irbeit — ͤ ͤ——— e eee ee —— 3 auch der sozlaldemokratischen— die öffentliche Mei⸗ nung nach Möglichkeit im Sinne der offiziellen Fürsorgebestrebun⸗ gen zu korrigieren. Es war interessant, aus dem Bericht des Ge⸗ schäftsführers zu vernehmen, daß der Apparat bereits funktioniert. Zwar sind die Erfolge der fystematischen Schönfärberei nicht über⸗ wältigend, aber, indem in allen Landesteilen Vertrauensmänner die Presse kontrollieren, Ausschnitte machen, die Zentrale zu Richtigstellungen oder Aufklärungen veranlassen und zu den Redak⸗ tionen in Fühlung treten, wird dem erstrebten Umschwung in der öffentlichen Meinung wirksam vorgearbeitet. Bedauerlich sei, so klagte der Berichterstatter, daß der der Fürsorge⸗Erziehung so oft gemachte Vorwurf, eine Klassenmaßregel zu sein,„nicht bloß von der Presse ausgehe, an die wohl jeder denke, sondern auch von Blättern, von denen es nicht erwartet werden sollte“(Hört, hört!) In Zukunft wird von der Preßzentrale aus die Mohrenwäsche noch intensiver betrieben werden; unsere Redak⸗ tionen werden den Waschzetteln aus Strausberg(Mark) die ge⸗ bührende Würdigung schenken. Für die organisatorische und methodische Seite der Fürsorgearbeit boten drei Referate der Tagung wertvolle Förderung und Bereicherung: das des Hamburger Fürsorge⸗Direk⸗ tors Dr. Petersen über Das Recht des Kindes auf Er⸗ ziehung und seine Verwirklichung, das in der Forde⸗ rung eines Reichsjugendgesetzes ausklang, das des Hildesheimer Oberarztes Dr. Wönkemöller über Die Psychopatho⸗ logie der Pubertätszeit, das, von großer Sachkenntnis getragen, die früher beobachteten Differenzen zwischen Psychiatern und Haupädagogen auszugleichen sich bemühte, endlich das des Berliner Fürsorge⸗Direktors P. Knaut über Die Selbstver⸗ waltung der älteren Fürsorgezöglinge. Alle drei Referate dürften indes über den Kreis der interessierten Berufs⸗ arbeiter des Fürsorgewesens hinaus kaum größerem Interesse be⸗ gegnen. 5 ** * Das proletarische Kind hat in tausend Fällen kein Heim, in tausend anderen kein Familienleben; in abertausend anderen ist der Erziehungsboden des häuslichen Kreises verarmt und versandet. Was Sombart entsetzlich findet und andere Soziologen als uner⸗ hörtes soziales Verhängnis bezeichnen, ist für Millionen Kinder grausame Wirklichkeit: sie wachsen als heimat⸗ und familienloses Geschlecht heran. Die Fürsorge-Erziehung soll ihm Heimat und Familie, Eltern und Erziehung ersetzen. Nun wohl, sie gibt ihnen ein Dach über den Kopf, einen Rock auf den Leib, ein Stück Brot ili die Hand und ein schweres Bündel mühseliger Arbeit auf den jungen Rücken. Wo aber bleiben Spiel und Freude, Jugend und Kinderglück, welchen Gewinn haben Herz und Hirn? Es wächst eine Jugend heran, die keine Jugend hat; Lebenslenze verstreichen ohne Sonne und Blütenglanz. Und der Gesellschaft gehen uner- meßliche Werte verloren. Gewiß, Freund Genügsam, es ist im Laufe der Jahre manches besser geworden. Früher waren die Zustände grauenhaft, jetzt sind sie nur noch unerträglich,— das ist der gewaltige Fort- schritt. Das Feuer und der primitive Meusch.“ In der Entwicklungsgeschichte der Menschheit sind die Verwendung des Feuers zur Nahrungszubereitung und die später folgende Erfindung der künstlichen Feuererzeugung zwei der gewaltigsten Fortschritte. Erst durch sie vermochte sich der Urmensch von den tierischen Lebensbedingungen los— zulösen und die Grundlagen für seinen weiteren kulturellen Aufstieg zu gewinnen. Bisher lediglich, wie noch der heutige Menschenaffe, auf ein bestimmtes Klima und die freiwilligen Gaben der Natur an Früchten und Knollen angewiesen, ge— wann er nun mit dem Gebrauch des Feuers zum Schutze vor der Kälte und zur Zubereitung bislang ungenießbarer Nah— rung, besonders der Wild- und Fischnahrung, die Möglichkeit, sich unabhängig von Klima und Oertlichkeit, dem Laufe der Flüsse und den Küsten der Meere folgend, über Gegenden der Erdoberfläche auszubreiten, die früher für ihn völlig unbe⸗ wohnbar gewesen waren. Sein Leben⸗ und Nahrungsspiel⸗ raum dehnte sich mächtig aus, und zugleich erleichterte sich die Aufzucht der jungen Brut; denn das junge Menschenkind war in seiner Nahrung nicht mehr nur allein auf die Milch der Mutter und vorgekaute Knollen angewiesen, da nun durch das Verfahren der Röstung mit darauffolgender Zer— quetschung und Aufweichung auch manche Früchte, Kerne und Aus dem 18. Bändchen der im Verlag von Dietz in Stuttgart erscheinenden Kleinen Bibliothek. Die jung verstorbene Genossin Hannah Lewin⸗Dorsch eröffnet damit eine Serie über die Technik in der Urzeit, die Genosse Heinrich Cunow fortsetzen und beendigen wird. Das jetzt vorliegende erste Heft behandelt das Feuer und den Woßnungsbse Wurzeln für das unvollkommene Gebiß genießbar wurden. Die primitive Kunst der willkürlichen Feuergewinnung ist nicht, wie früher manche Prähistoriker meinten,„aus dem Gedanken geboren“, das heißt nicht aus bloßem Grübeln ent⸗— auf die Erde und hält ihn dort mit seinen beiden Füßen fest. holten Erfahrung, die der Wilde bei der Herstellung seiner primitiven Werkzeuge und Waffen machte, ihre Entstehung, daß trockene Hölzer in bestimmter Weise fest aneinanderge— rieben heiß werden und schließlich das beim Reiben abfallende Holzmehl in Brand setzen. Alle von den Naturvölkern be— nutzten Apparate zur Feuerentzündung gehen zurück auf die Technik des Bohrens, des Sägens oder Schabens. Bei der Arbeit also, indem er in trockenes Holz Löcher hineinzugraben oder zu bohren suchte, vielleicht auch, indem er es abzuschaben oder mit einer scharfen Muschelschale durchzufeilen suchte, ist der Mensch zu der Entdeckung gelangt, daß sich das vielbe— gehrte Feuer auch künstlich erzeugen läßt. Zwar finden wir außerhalb des Kreises der heutigen Kulturvölker noch zwei andere Instrumente zur Feuerentzündung im Gebrauche: das pneumatische Feuerzeug und den primitiven Brennspiegel, doch gehören diese beiden Erfindungen weit höheren Entwick— lungsstufen an und kommen deshalb für die Anfänge der menschlichen Technik, mit denen wir uns hier beschäftigen, nicht in Betracht. Die älteste Methode der Feuererzeugung ist, soweit man heute zu urteilen vermag, das Feuerbohren. Man bedarf dazu zweier Hölzer, und zwar einer brett- oder stabförmigen Unterlage, die mit einem Löchlein oder Grübchen versehen ist, und eines zweiten Holzstabes, der mit seinem einen mäßig spitzen Ende in das Grübchen der Unterlage gestellt und dann in quirlende Bewegungen versetzt wird. Vielfach benutzt man zur Unterlage ein weiches und zum Bohrstab ein härteres Holz; von griechischen Schriftstellern wissen wir, daß dort der weiche Efeu mit dem harten Lorbeer gebohrt wurde. Es ist jedoch der verschiedene Härtegrad der beiden Hölzer durch— aus kein unumgängliches Erfordernis; die südamerikanischen Indianer bedienen sich, wie wir aus den Berichten zuver— lässiger Forschungsreisender wissen, meist zweier Hölzer von gleicher Art. Hingegen ist ein gewisses Geschick und die Be⸗ obachtung einiger einfacher Regeln erforderlich, will man mit der Technik des Feuerbohrens zum Ziele kommen, ohne all⸗ zuviel Zeit und Kraft daran zu wenden. In Afrika legt man in das Bohrgrübchen gern ein paar Sandkörnchen; sie ver— mehren beim Bohren die Reibung und fördern die rasche Ge— winnung von feinem Holzmehl, das den Zunder abgibt und dessen Erzielung die Hauptsache bei der ganzen Prozedur ist. Will ein einzelner Mann Feuer bohren, so legt er den zur Unterlage dienenden Stab— das nötige Bohrgrübchen bringt auch der primitivste Techniker ohne viel Mühe mit Hilfe eines spitzen Stabes oder eines Muschelscherbens zustande— standen, sondern sie verdankt höchstwahrscheinlich der wieder⸗ Dann setzt er den Bohrstab in die kleine Grube, faßt ihn zwischen beide Hände und bringt ihn vermittels ruhiger, aber kräftiger quirlender Bewegungen in die erforderliche Drehung. Nach wenigen Drehungen schon beginnt sich feines Bohrmehl zu bilden, das in Form eines weißlichen Pulvers durch einen senkrecht abwärts geführten kleinen Einschnitt aus dem Bohrgrübchen hinabrieselt. Sowie sich im Bohr⸗ mehl ein Fünkchen zeigt— und das kann unter günstigen Umständen schon nach weniger als einer Minute der Fall sein— bläst der Bohrende sachte, aber stetig darauf nieder. Ein feiner Rauch steigt empor, und nicht lange danach leuchtet ein Flämmchen auf, das man dann durch Zuführung ge⸗ eigneter Nahrung zu beliebiger Größe anfachen kann. Stehen zwei Männer zur Verfügung, wenn es gilt, Feuer zu bohren, so hält der eine die Unterlage mit beiden Händen auf der Erde fest, während der andere nichts weiter zu tun hat, als zu bohren; die Arbeit wird dadurch natürlich erleichtert, und der Bohrende wird entlastet. Zu dem gleichen Zwecke hat schon der Primitive allerhand Mittel herausgefunden. In Australien und Tasmanien, in Zentralbrasilien und in vielen Teilen Afrikas war zur Zeit ihrer Entdeckung diese Art der Feuererzeugung allgemein üblich, und zwar wurde aus Milchzähnen die Umdrehung des aufrechten Jeuerstocks meist noch dadurch e ————— . . re 6 *. .———— stabes befestigt. mit einer Hand allein, höh Iten Knoch und her ben erzeugen Universität, Gebiete der Schrift eschichte seit wann Aus seinen besonderer Schriftsteller schrift zur erste deutsche antiken Buchstaben geist anzupassen, Heyse, Gerhart Ha die die Lateinschrift einige Jahrhunderte Schriftzeichen amtlich der erste große Em 9. Jahrhund stellung den aus Licht kann man von der Universität im Examen die ohnehin sowere viel schwieriger von Ha Maßen) zu Residenzstadt n mit hat, die 3 den Aus! (statt dessen Spott zu bee so klärung für der Sprache Kultur bricht ein iftkleid f Jahr steigenden Jahrhundert Der Liebe in fol den Schmucke de ziehen und Stil der Ba Offenb Wie ein beim trau oder Aus unserer Sammelmappe. Wie alt ist die denische Sch un veröffentlichten Westgoten, der di gleich umformte, um in den Gebrauch ein. rüde g Schrift keinen e Buchstabieren, Buchstabenform, 9 2. Enden* u der Bertiner enden Autorität auf dem r o Tr N zrterte Frage, zu bringen sen wir mit germanische der Latein⸗ worden. Der deutschen Sprach- selbe, uden Schriftsteller, 9 Chil perich führte Lateinschrift fehlende 1 zan! wie Paul berühmte Otfried, kennen, klagte „daß die Lateinschrift zur Dar— von Tangl Stimmen zutreffen, 1 N r Collitz 1: denn 0 länder noch bt, Häschen n(Massen, große deutsche t gesehen ersetzen, um unverditziten Vorlommnisse die Er derung einer der deutschen ien passende Blütezeit deutscher mußten dem seit dem 10 nimmt, um in voller Behaglichkeit bei der Lektüre die Lasten und Mühen des. zu vergessen, macht für gewöhnlich sich keine Gedanken darüber, auf welche Weise das Buch, das er nun Seite um Seite 25 chliest, entstanden ist. Ihm genügt es vollkommen, wenn sein Buchhändler ihn flink bedient hat, und der gewählte Schrift⸗ steller seine geistigen und seelischen Bedürfnisse befriedigt. Es ist aber höchst interessant, einmal einen Blick hinter die Kulissen, d. h. in die Arbeitsstätten des Setzers, Druckers und Buchbinders tun zu können, in denen ein Buch langsam entsteht, ehe es durch den Buch⸗ handel in die weite Oeffentlichkeit gelangt. Gelegenheit hierzu bietet gegenwärtig eine sehr lehrreiche Ausstellung, die der bekannte Leipziger Verlag von Fr. Wilh. Grunow in einem Schaufenster der Hosbuchhandlung von Hermann Wildt in Stuttgart veran⸗ staltet hat. In dieser Auslage wird dem Beschauer der Werdegang eines Buches vom Schreibtisch des Schriftstellers bis zum fertig broschierten oder gebundenen Buche vorgeführt. Die ersten Nummern gehören noch in die Werkstatt des Schriststellers. Da findet man eine mit der Schreibmaschine sauber hergestellte Manusfkriptseite, das Entzücken jedes Redakteurs, der so oft mit den unmöglichsten, schlecht und flüchtig hingekritzelten„Handschriften“ sich abzuquälen hat, und eine bereits gedruckte Seite mit den verschiedensten Korrekturen und Ergänzungen von der Hand des Autors. Die Arbeit des Setzers veranschaulichen ein Winkelhaken, in dem der Text des geschriebenen Manuskripts, Buchstabe um Buchstabe, in der erforderlichen Zeilen⸗ breite eingesetzt 40 und eine fertig gesetzte, bereits zur„Kolumne“ umbrochene Buchseite. Sind die für einen Druckbogen erforder- lichen sechzehn Seiten— nur bei besonders großen Formaten gelten auch acht Seiten als ein Bogen— vom Setzer ser rtiggestellt und vom Korrektor und Autor genau revidiert und dann verbessert worden, so wandert das Material entweder in die Druckerei, wo es vom Maschinenmeister resp. Drucker„hergerichtet“ und dann ge⸗ druckt wird, oder der„Handsatz“ kommt zunäc hst in die Stereotypie, in der von jeder Seite mit Hilfe einer Pappmatrize eine feste Blei⸗ platte hergestellt wird, ein Verfahren, das namentlich bei Massen⸗ drucken und für spätere Buchauflagen angewendet wird. Auch diese adien in der Entstehung eines s Buches werden in der Ausstellung üͤtlich gezeigt. Die weitere Arbeit fällt dann dem Buchbinder zu. je einzelnen Bogen werden im Formunt des fertig zu stellenden zuches umbrochen und gefalzt. Aus den gefalzten Bogen werden 1 vollpündi gen Exemplare zusammengetragen, die Rücken werden geheftet, geleimt und gerundet usw., das Vorsatzpapier, das heute im ee, wieder eine größere Rolle als früher spielt, wird mit der Titelseite verbunden und schließlich wird das Buch, sosern es nicht broschiert, also nur geheftet, bleiben soll, mit dem Einband versehen. Sehr hübsch erläutert die Ausstellung die Entstehung des Einbandes. Ein Blatt zeigt den Originalentwurf des Titelbildes von Künstlerhand, drei andere Blätter bringen die vorbereitenden Drucke des farbigen Bildes und den farbigen Druck samt der Rlicken⸗ aufschrift, daneben findet man die Messingplatten, mit denen das Bild und die Zierschriften auf den Einband gedruckt worden sind, und die letzte Nummer der Ausstellung bietet endlich das sertige Buch, wie es nun aus dem Laden in die Hand des Lesers kommt. ies alles zu verfolgen, ist unterhaltend und lehrreich zugleich; es zeigt uns doch, wie viel Mühe und Arbeit die Herstellung eines Buches erfordert, bis der Bücherfreund das schmucke Exemplar als wohlerworbenen Besitz seiner Sammlung guter Bücher, der besten Hausfreunde, einverleiben kann. St de 8 2 * 2 di Was kostet eine Flugmaschine? Die Kosten einer Flugmaschine richten sich in erster Linie nach der Größe des zur Verwendung kommenden Motors. Dann aber stellt sich natürlich ein Zweidecker teurer als ein Eindecker. Wie wir einer Mitteilung der Welt und Technik entnehmen, kostet ein Doppeldecker mit einem Motor von 100 Pferdestärken 36 000. Ein Eindecker mit einem Gopferdigen Motor stellt sich t 24000 Mark. Doch gibt es auch Eindecker mit 50 bis 80 Pferdestärken, die nur 16—20 000 Mark kosten. Die billigste ae die bis jetzt gebaut wird, ist ein Zweidecker mit einem 25 Pferdestärken⸗Motor. Sie ist bereits für den Preis von 89000 Mark zu haben, also für dasselbe Geld, das un Auto⸗ mobil kostet. —