ahrschein. ürtig erf. fapanisch eiches sest e kosthare er Wand⸗ der Revo⸗ Aaponaise itzes, die bekannte —— 0 ——— gibt. der em Kaiser ithält nur etwa 3000 Charakter Menschen eiten, Ge⸗ oisonnierte mlung ist chinesisch ichen ihres r klaren en an sich. 7 her Mensch Zeichen zu wohl für ur so viel ne Bilder⸗ ste, so daß mit dem Jung dieser dourtie zu⸗ t und dann folgt hat, 5 die rohen erwähnten rsten küns⸗ druck von aber kaum den sei, und Vielmehr tändig voll m man von einzeluet angte. Als w angeführe waren und e für ihren n. Dennoch n, die erste bee bzeichen, die rsc i in 0 wissenist Wöchentliche Beilage der Oberhessischen Volks zeitung Nummer 18 Dienstag, den 6. August 1912 I. Jahrgang Guter und schlechter Geschmack im Kunstgewerbe. „ Den guten und schlechten Geschmack im Kunstgewerbe be— handelt ein Buch“) von Gustav E. Pazaurek, dem Gründer und Leiter der bekannten„Abteilung der Geschmacks— verirrungen“ am Landesgewerbemuseum zu Stuttgart, jener Schreckenskammer, in der kunstgewerbliche Entgleisungen als warnendes Mene— Tekel gesammelt und zur Schau gestellt sie nd. Nicht als dünnleibige Broschüre, wie sie so reichlich jetzt über ästhetische Themata in die Welt gestreut werden, sondern gewichtig, 365 Seiten stark, mit Farben tafeln und vielen anderen Abbildungen, nach den kunstgewerblichen 1 aug⸗ nissen aller Zeiten und Völker, präsentiert sich das Werk. Dennoch wendet es sich nicht an den Fachmann, sondern an den Laien und ist deshalb mit Absicht in einem leichteren, unterhaltlichen Tone geschrieben; denn auch der Verfasser sieht in der Verallgemeinerung der Kunstbildung das Heil, und hält es für die moralische Pflicht aller bereits kulturell Höherstehenden,„nicht mit verschränkten Armen zuzusehen, wie sich das Unkraut des Ungeschmacks in entsetzlicher Frucht— barkeit vermehrt“. Es liegt ihm aber nicht so sehr daran, neue künstlerische Gesichtspunkte aufzustellen, als vielmehr die eingewurzelten Geschmacklosigkeiten zu be⸗ seitigen. Er meint mit Meier-Graese, an der Kunst ließe sich am ehesten das berechnen,„wie sie nicht kann“, und über Geschmacklosigkeiten könne man sich besser verständigen wie über Geschmacksachen. Was sich auch dagegen einwenden läßt— immerhin scheint die Methode ganz plausibel: zuerst ein Reinigungswerk vorzunehmen, den Schutt wegzuräumen, ehe die Fundamente für das Neue errichtet werden. Pazaurek legt seinem Buche ein dreiteiliges System zu— grunde, wie er ein solches auch in der bereits erwähnten Schreckenskan imer-Abteil ung walten ließ. Er teilt die kunst⸗ gewerblichen Geschmacklos 1 ein in: Verfehlungen gegen das Material, Verfehlungen gegen die Konstruktion* Technik) und Ver⸗ 3 gegen den Schmuck. Die Verfehlungen gegen das Material nehmen den brei— testen Raum ein. Das Kunsthandwerk kann nur jene Stoffe brauchen, bei denen Beschaffung und Behandlungsfähigkeit im richtigen Verhältnis zur Dauerhaftigkeit und zur erzielten Wirkung stehen. Ob aber ein Grundstoff an und für sich teuer oder billig ist, das scheint für die Aesthetik sehr unwesentlich. Ein künstlerisch bearbeitetes Stück Holz oder Eisen kann den Wert, auch den Marktwert eines Stück Goldes von gleicher Größe z. B. weit übersteigen. Es gibt auch von vornherein unter den Materialen keine echten oder unechten; nur muß die Behandlungsart so sein, daß das Material stets seinem Wesen nach zu erkennen ist. Das zahl⸗ reiche Aufkommen neuer Stoffe verstärkt aber die Täuschungs⸗ misere unserer Zeit. Gelingt einem Chemiker eine Erfin— dung, so weiß dieser, daß sich sein neuer Stoff am besten durchzusetzen vermag, indem er andre, alte Stoffe aus ihrer bisherigen Stellung verdrängt. Es wird dann zunächst ver⸗ sucht, den neuen Stoff im erborgten Gewande der alten Geg⸗ ner in die Praxis einzuschmuggeln. So entsteht eine sehr unerfreuliche Surrogatperiode, die zum Glück in vielen ) Im Verlage der Deutschen Verlagsanstalt, Stuttgart. Preis gebunden 12 Mark. Fällen jetzt durch das Herbeiziehen eines tüchtigen Künstler beendigt wird, der, falls das neue Material überhaupt 8 9 ch⸗ bare Eigenschaften besitzt, diese auch aus ihm hervorlocken und s seiner Eigenart gemäß behandeln lassen kann. Ich möchte hierbei z. B. an das Linoleum erinnern, das in 55 Anfängen, um sich durchzusetzen, es für nötig hielt, Fliesen, e Dielen, Pakett 5 oder e vorzutäuschen, bis es dann schließlich, da seine Brauchbarkeit vollauf erkannt! war, seinem Mat erial entsprechende Entwürfe von Künstlern erhielt. Schlimmer liegt der Fall, wenn das Material an und für sich verdorben oder minderwertig ist, und wie häufig kommt dies nicht in unserer Zeit der Unter— bietungen vor! Die Großindustrie sowohl wie das gesamte Handwerk leiden unter dieser Richtung des modernen Kon— Eurrenztümpfes Am krassesten wohl das Bauhandwerk, und mit Recht nennt R. Schaukal die modernen Zinshäuser„aus schlechtem Material errichtete Schandsäulen des kulturmörde— rischen Parvenütums“. Alle Fehler, die ein Material wäh, rend der Herstellung erhalten kann, werden auf die raffinier⸗ teste Art im modernen Kunsthandwerk zu verdecken gesucht, und ein ganzer Stab von Reparaturkünstlern ist einzig dazu ausgebildet und tätig. Namentlich in der Keramik, wo so leicht verzogene Formen und Brandrisse, blasige, fleckige Glasuren, ausgebrannte Farben entstehen, blüht diese Ver— tunschungspraxis. Ablenkende oder verhüllende Montierun— gen, Streublümchen oder andere deckende Malerei werden gern dazu verwandt. Wo findet man noch diese Ehrlichkeit wie beim alten Meißener Porzellan, das seine Aus sschußware durch ein deutliches Zeichen kenntlich machte, oder jenes Ja— paners, der die Bruchstellen eines ihm wertvollen Teekänn— chens allen sichtbar mit Gold nachzog? Merkwürdigerweise wird aber auch oft von Haus aus gutes Material absicht⸗ lich verdorben oder in der primitiven Technik früherer Zeiten behandelt. So hat man in Ssôvres neuerdings die „Pate ter dre“„das altfranzösische Weichporzellan, wieder ein⸗ geführt, während man doch jetzt allgemein froh war, endlich ein gutes Hartporzellan erzeugen zu können. Und viele Glashütten, die sonst einwandfreie Erzeugnisse produzieren, stellen absichtlich schlecht entfärbtes, blasiges Glas, wie das „Waldglas“ des Mi ttelalters 3 oder der Renaissance her. alles einer„altdeu Mode zuliebe, gleichzeitig aber auch 17 Objekt für die Fälscherkünste mancher Emailmaler. Auch 2 Dies tschen⸗ cht nur wenn betrügerische Absichten damit verbunden sind, 15 ein solches Vorgehen auf alle Fälle zu verdammen. Wir sollten froh über die gewaltigen technischen Fortschritte unse⸗ rer Industrie sein, die uns die meisten Materialfehler, die früheren Zeiten selbstverständlich waren, zu vermeiden ge⸗ lehrt hat, und uns in unserer Entwicklung nicht bewußt zurückschrauben. Von einer anderen merkwürdigen Verirrung des Kunst⸗ handwerks ist dann die Rede, von den„wunderlichen Materialien“. Besonders frühere Zeiten— namentlich das 17. Jahrhundert— waren mit großer Vorliebe dafür erfüllt. Auch der menschliche Körper mußte als Stoff dazu herhalten. Menschenschädel dienen als Trinkgefäße, Weihwasserkessel und Streusandbehälter. Aus Knochen werden Kronen, Wap⸗ pen, Lamprequins und Kronleuchter hergestellt. In der Bibliothek zu Göttingen findet sich ein in gegerbte Menschen⸗ heit gebundenes Buch und ein ebensolches auch im Pariser Karnevaletmuseum, das die Konstitution von 1793 enthält, „wie überhaupt eine N Förderung der Menschen⸗ 1 * od 8 4 1 1 * 7 7. 080 der Woche. Auch als Stickmaterial so noch bi in früheren Zeit 13 3 lides Ne 5780 e aller Art in den Museen überliefert. Eine Stu ben ⸗ tro jeuesten Datums brachte einmal eine Ab- findet man Stroh, a zaterial 1 spiele⸗ uf den heutigen eng 10 110 Der Untergaug der großen Armee Der Krieg von 1812.“ Von Kurt Eisner. 1. Kapitel: Die Ursachen. 2* v eschichtliche Namen 0 st sich em m Zusam⸗ je ischen Entwicklung ei napoleo⸗ * idesten bi lisch Revolution zurück⸗ Erscheinung der isolierten Persönlichkeit sick stenfalls der dotenpfuchologie begnügt, die aus c. Wahngebilde(der eigenen Befangenheit) da die P k zu erklären sucht, verliert wirre Widersprlche, die er schließlich wohl für die A sprüch Helden ausgel möchte D ter Napo a deshalb von unver⸗ g we n die der europäischen Ge⸗ e! g uch, weil es die unver⸗ N e Triebkräfte des ge⸗ . 5 st da stärlste Tatgenie der 8 2 1 schärfstem Verstand, der e d politisches d d endlich jener echten g a f Ausche dennoch einer 0 ich opf Und dieser us, dessen 2 te g. Beherrschung, Bändigung 0 d f. 0 scheint, war ichen getragener und emp 0 türzte polton hat 0 9 2 S rde Buchmacherel g dniff 8 len A des schlechten Ge⸗ el! 5 1 Sie sind aber das schlichte und ehr⸗ Bel tnis ei Wannes, der sich über sich selbst ebenso klar 0 3 2(Das Ende des Re habe ich den durch ch bemüht, daß Napoleon die ge⸗ 1 5 rnahm, der Vorkämpfer für die . che B und e ig des europäischen 8 che W po Ddandel und In⸗ D 5 e hr unterlag er. Dem d stsüch g indischen Dynastien und er c 1 Veltherrschaft Englands J a d 1 es Erben Napoleon nicht Nap g ammen, der europäische wurd 1 es Jahrhundert gelähmt, d 2 0 volitik trieben um diese Zeit en en 5* 0 Legenden— die g wicklun 0 darsteller hunderterinnerungen chtungen, die— ab⸗ roßen Zu far menhänge 14 5 6 f 1 14 1 N —— 1 * lben. Ab. roh, ligen piele⸗ ble zierte chup⸗ lech. bon ganz Veise ingen Pro⸗ Rom garter bilder »Ehr⸗ ndsten n und m und Namen Zusam⸗ fapoleo⸗ zurüc⸗ lichkeit die aus genheit) verliert ich wohl umnver⸗ chen Ge⸗ ie unver⸗ des ge⸗ nie der and, der olitisches ier echten loch einer dessen nur England und Frankreich. Nichts kleiner und verächtlicher da⸗ gegen als die enge, faule, gewissenlose, feige, tückische und an⸗ maßende Politik der Helfer Englands und der Feinde Frankreichs. Die politische Unreife und Unmündigkeit besonders der deutschen, in den Jahrhunderten des feudalen Polizeistaates entseelten deutschen Völker ließ letzten Endes die große kontinentale Politik Napoleons scheitern— zum Unheil Deutschlands und aller Völker des Fest⸗ landes. In einem kürzlich aus dem Nachlaß des bedeutenden öster— reichischen volkswirtschaftlichen Schriftstellers Alexander von Peez („Englands Vorherrschaft. Aus der Zeit der Kontinentalsperre“, Leipzig 1912, Duncker& Humblot) kann man die eben angedeuteten Grundgedanken zum ersten Mal in einem deutschen Werk umfassend und weittragend ausgeführt finden. Trotz der konservativen Richtung des Verfassers und mancher Grillen(die vielleicht aber auch Zutaten des Herausgebers sind) ist diese Schrift geeignet, das Verständnis für die geschichtliche Mission Napoleons zu fördern, das fast von der gesamten bürgerlichen Geschichtsschreibung Deutsch— lands, seit den Pamphleten vor 100 Jahren bis in unsere Tage der unermeßlichen Entdeckung des„korsischen Parvenus“ verschüttet und erstickt worden ist. Die englische Revolution hatte England einen wirtsthastlichen und politischen Vorsprung von 100 Jahren vor dem festländischen Europa verschafft. Rasch stieg es zur allbeherrschenden Weltmacht empor. Nachdem zuletzt Holland gesunken, hatte England nur noch einen Rivalen: Frankreich. England gebot über alle Meere. Durch eine zügellose Aus⸗ übung der Seegewalt, die organisierter Seeraub war— es gab kein Recht und keine Sicherheit der Schiffe und der Waren neutraler Mächte—, sicherte es seinem Handel und seiner Industrie das Welt⸗ monopol. Eine zielsichere Diplomatie unterstützte und förderte seine Gewaltpolitik. Das Glück Englands war die dynastische und feudale Verkommenheit des Kontinents. Die Handelsverträge, die Eng— land in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit den festländi⸗ schen Staaten schloß, benutzten den feudalen Verrat an den Landes- interessen, um jedes Aufkommen einer konkurrierenden Industrie auf dem Festland zu verhindern. Mit Frankreich(wie zuvor mit Portugal) vereinbarte England, unmittelbar vor Ausbruch der französischen Revolution, einen Handelsvertrag, der französische Weine und andere Agrarerzeugnisse zugunsten des grundbesitzenden Adels Ludwigs XVI. begünstigte, aber die aufblühende bürgerliche Industrie Frankreichs zerstörte. Das Elend, das infolge dieses Handelsvertrags entstand, war die entscheidende Ursache für die Ex⸗ plosion der revolutionären Spannung. England glaubte zuerst, daß die Revolution Frankreich verzehren würde. Als es aber sah, daß der Umsturz der Monarchie und Feudalherrschaft auch in Frankreich alle Kräfte bürgerlicher Arbeit entwickelte, als die Kündigung jenes verwüstenden Handelsvertrags durch die Revolutionäre im Januar 1793 die Gefahr für das englische Weltmonvpol entblößte, stellte England sich an die Spitze der europäischen Fürsten, des Adels und der Kirche, um die Revolution niederzuwerfen. Der englisch-sranzösische Gegensatz, der seit dem Anfang des 18. Jahrhunderts bis 1815 von 116 Jahren fast die Hälfte, 56 Jahre, mit kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Mächten erfüllte, ist die bewegende Kraft des Zeitalters Napoleons. Shakespeare hat in dem Testament Heinrich IV. die ewige aus⸗ wärtige Politik Englands gezeichnet: Darum, mein Heinrich, Beschäftige stets die unzufriedenen Geister Mit fremdem Zwist; damit ausländische Wirrsal Erinnerung an heimische Kämpfe banne... Die Klugheit will ich segnen, Wenn Frankreichs sich und Oesterreichs Schuß begegnen In den endlosen kontinentalen Kriegen wuchs Englands Mach empor. Kanada. Als es die Völker Europas gegen die französische Revo lution und Napoleon führte, ward es Weltherrscher. Noch in un seren Zeiten erlebten wir ein Beispiel der gleichen Politik. In de gefährlichsten Krisis des Burenkrieges, als England die indischen Grenzen durch Rußland gefährdet sah, gelang es der britischen Poli tik, die Völker und Heere Europas— in sicherer Berechnung de Als Preußen, Oesterreich, Frankreich sich um dynastische Interessen im siebenjährigen Kriege zerfleischten, nahm England China zu sammeln und festzuhalten. Wenn die überwundene Un⸗ fähigkeit sich dann durch Schimpfen auf das„perfide Albion“ rächt, so ist das nur lächerliche Kinderei nach der schimpflichen Niederlage Napoleon erlag dem englischen Golde; er selbst hat es gewußt und gesagt, wie immer der beste Zeuge der geschichtlichen Wahrheit. Von 1793-1814 hat England die Fürsten und Regierer des Fest⸗ landes gekauft, zumal deutsche Landeskinder als Schlachtvieh— ganze Heere mietend, kaufend, lockend— verwertet, ausgeweidet. Nach Porter—„Das britische Reich in Europa“— betrugen die englischen Kaufsummen(„ Hilfsgelder“,„Subsidien“): Hannover(17931814) 2280 107 Pfund Sterling Hessen⸗Cassel(17931810) 1406 127 5 1 Preußen(17941814) 3 375 664 25 5 Hessen⸗Darmstadt(1794—1799) 263 581 3 2 Baden(17941795) 20 990 1 7 Deutsches Reich(Anleihe 1795) 4600 000 7 5 Braunschweig(1795-1798) 125 087 8 5 Deutschland(1797-1806) 9 336 666 5 1 Bayern(1800) 501017 5 15 Deutsche Fürsten 700 000 5 5 Oesterreich(18091814) 1214 882 1 75 Das sind allein an go ffenen Hilfsgeldern rund 19 Millionen Pfund, 380 Millionen Mark, für die Herrscher des deut⸗ schen Reichs! Rußland, Schweden, Dänemark, Spanien, Portu⸗ gal, Sardinien, Sizilien, Marokko, erhielten ebenfalls riesige Sum⸗ men. Dazu kommen aber die ungeheuren Bestechungssummen flür Fürsten, Staatsmänner, Feldherren aller Länder. Potemkin, der Freund Katharina II. hatte vor dieser Zeit allein einmal eine bare Million erhalten zur Beeinflussung seiner Politik. Das war die Macht, gegen die Napoleon während seines ganzen Daseins die verzweifelte Abwehr rüstete; mit seinem militärischen Genie, der revolutionären Begeisterung seiner Heere und mit dem wirtschaftlichen Kampf der K ontinentalsperre, aus der alle Feldzüge seiner letzten Jahre entstanden sind. Die gesellschaftliche Herkunft der 3 Nen. 22 2 Wissenschasts⸗Pioniere. Im Jahre 1873 erschien ein Werk von Alphonse de Cadolle, „Zur Geschichte der Wissenschaften und der Gelehrten seit zwei Jahrhunderten nebst anderen Studien über wissenschaftliche Gegen⸗ stände, insbesondere über Vererbung und Selektionen beim Men⸗ schen“, von dem uns im vorigen Jahre Wilhelm Ostwald eine deutsche Ausgabe geschenkt hat, die im Verlage der Akademischen Verlagsgesellschaft in Leipzig erschienen ist. De Cadolle hat mit seinem Buche, in dem sein Hang, die Methoden der Statistik auf alle möglichen Probleme anzuwenden, zu starkem Ausdruck kommt, die Grundlagen einer„Geniologie“, einer Naturgeschichte des Genies geschaffen. Wiewohl die Art der Inangriffnahme dieser Aufgabe durch de Cadolle starke Anfeindungen erfahren hat und noch er⸗ fährt, so ist doch dieses Werk zweifellos eine bedeutsame und höchst beachtenswerte Leistung, die sich erst recht fruchtbar machen kann, wenn das Buch unter die kritische Lupe genommen wird, wenn die Grundideen an weiterem Material und Studien erprobt werden, wie das Wilhelm Ostwald in seiner Sammlung von Biographien „Große Männer“ zu tun unternommen hat. Welche wertvolle Rich⸗ tung dieser Forschungen schon genommen haben, läßt vor allen Dingen der erste Band dieser Sammlung erkennen, das hier schon gewürdigte Buch Ostwalds, das auch den Titel der ganzen Samm⸗ lung trägt, ferner die neue Cohensche Biographie des berühmten Chemikers van t'Hoff, die als dritter Band erschienen ist. Zu welchen interessanten Ergebnissen de Cadolle immerhin kommt, mag ein gekürzt abgedrucktes kleines Kapitel aus seinem Werk zeigen, das wir hier mit Erlaubnis des Verlages zum Ab⸗ druck bringen. Der Verfasser benutzt als Unterlagen für seine Studien die Männer, welche in die Akademien der Wissenschaften und ähnlichen gelehrten Gesellschaften aufgenommen worden sind. Nun ist es sicher, daß nicht alle Mitglieder der Akademien große Männer gewesen sind, ebenso sicher, wie andererseits viele große tJ Männer nie für die Mitgliedschaft solcher Akademien in Frage ge⸗ kommen sind. Dennoch ist gerade Frankreich mit einem zentrali⸗ sierten Wissenschaftsbetriebe— alles„große“ wohnt zusammen auf einem Hümpel in Paris— ein geeigneter Boden für die Anwenduig dieser Grundlage. De Candolle findet nun für 100 auswärtige Mit⸗ glieder der französischen Akademie folgendes. Es stammten aus r dem Adel und aus reichen Familien 41 große Forscher, aus der mittleren Klasse 52 und aus der unteren Klasse 7. Als der mitt⸗ it de Candolle die Söhne von Lehrern, Juristen, Pastoren, Kaufleuten, Kleinbesitzern die aus reichen Familien stammten, an⸗ leren Klasse zugehör 2 Aerzten, Professoren, usw. mit Ausnahme solcher, abenteuerlichen Unfähigkeit der Leiter der deutschen Politit— in H aeseben. da zuweilen in gewiffen Ländern der Titel Professox oder NVerm verbindet 1 d 24 zehne 1 daß der 19 5 6 g 6 1 6 D st 5 N d! 1 7 A2 2— 7 151 1 17 5* 5 eich 1 18 Al. t nd Reichen 8 1 9 11 8 1a zahl 1 1 0 N 8* Fam, * 1 1 5* Gef rant 6 0 0 1 * 17 8 g 4 1 117 t d Jntrigue * 1 der* e f 5 den Verhältnisse nicht erheblich Andern. Die Verfolgung neuer Ge⸗ danlen oder Sachen wird niemals eine regelmäßige und lukrative Beschäftigung sein. Jene Hilfen bringen gebildete Menschen hervor, 5 und soge-] welche Professoren werden können, aber um einen jungen Mann zu ervorge⸗] veranlassen, da 5 ex sich ar cließlich der Durchführung originaler der Gesell⸗J Fe ngibt, ist d zusammenwirken mehrerer Faktoren ich nich außer d versitätserziehung 3 4 chöbe M st Unter den bestehenden Verhältnissen ist das zweifellos richtig. teil der Es ist der eine Tatsache, daß die, die nichts besitzen, von si sich] der höchsten geistigen 1 n sind— ein entsetz⸗ t hat. D r Fluch der Armut! 2 in der ungeheuren Zahl der Un⸗ der sozialen k nicht mehr große Geister sein sollen, als setzt aus ihr 3 den reich höchst unwahrscheinlich. Es ist schon etwas Wahres den, d an de ung, da e großen Geister und Männer zum großen n bes Ul Teile Tief Masse heraufsteigen, daß die sogenannten In den niede ol ihren Auswüchsen degenerseren und N igten und g s dem riesigen Reservoir der breiten Le Volk ist daher auch salsch, die Beobachtung so e tnismäßig e unmittelbaren Verhältnisse der einzel⸗ f da 1 seiner Klassenzugehörigkeit nimmt. Im hmäf S nuß man schon eine oder einige Gene⸗ i 1 ratic ner Familie, in der Gelehrsam⸗ ch am keit u hätzt wird, bildet sich eine Tradition in un de C le] dieser auch die Kinder ein gewisses Maß von ir Leute er Gelel erben und oft auch bei den Söhnen dl weite aufgestiegene Familien scheinen sich nd a d 0 ge erhalten und in dies N schäte werten sse finden sich] T sich das wieder verliert. Diese treten de Ca l in die E rscheinung und kommen mit⸗ 6 0 u ichen Kreise hinein. Dabei sind Forscher] diese K t Gelehrten und großen Männern rei Kla teht.] durch ls d Denn aus dieser sondern sich sa n 8 ße Geister sofo men die zußeren Klassenmerkmale wie d Be den oder en an. Denn— die reichen und 0 a n lige grof Gel ste herd rbringen, ed f be st er bene ache, daß seit lleicht im] drei 3 ö— u. dergl.) in 1 zeit der] den k ten sehr berühmten 100 000 hätzt.] Jorsch änemark Tucho Brabs, Eng aus Familien böchsten g Rang nur höchst seltene Erschei⸗ 6 ere Untersuchungen aller der Umstände, unter denen 9 van 0 noch manche wichtigen a sse äter noch der Ergänz⸗ virtschaftlichen Verhältnisse ö t. fi st„daß die Menschheit U sch denen sie große Fort⸗ den 6 fahrungen nötig und It en Rucke, mit denen 8 9 hen werd en. nicht 0 sind tehmen pflegt. Es 9 n der menschlichen 5 f ide u verdanken wäre, als dem 0 f Felix Linke 8 Aus unserer Sammeluappe. d Tra nerversümmelungen 6 uralte und merkwürdigen 2 0 1 die M och nicht geklärt sind, d Tranerverstümmelungen le außer oft in grau⸗ 2 gen und im Scheren der Haare, in der Ent⸗ d rer Fingerglieder, seltener der Zehen oder g L der 2 den st Ju nem Feuilleton der 3 hreibt Hermann Singer über: Beispfele 8 5 g diane auch von Afrikanern und f Ssid k f scheint indessen, daß diese Sitte allg je⸗ 8 0 6 vd. ichmal r von 5 d g 5 0 ese haar Ein e 6* 85 d oder Hricht bähnt e r- Indianer, der, um seinen im Kampfe 0 ea gefal 2 1 sich jeden Monat ein Stück von einem 3 a* d, da vorgeschr Trauerzeit ein Jahr be⸗ 2 g at, d D d 5 alte. Bekan 1 3 — 10 f 1 5 he Bekannt ist die Trauerver⸗ kt lt den Skyuthen und den alten Aegyptern. Die Ethno⸗ 1 td e an, daß die Sitte ein Ersatz oder eine Ab⸗ f D* n N sei. Eine ere Ansicht aber(von K. a 3* Urcuf d an habe es mit einem Versuch der Hinter⸗ . 1 0 sches Gleich herzustellen, mit der bhäng d.* es sich regenden Gewissens im Menschengeschlecht“ er G m n f W vorauszusetzen sei, die Hinterbliebenen des Verwandten mit chuldig.