e des el, sterung be als eine koa late t geändert von con. die Armee sander m Als aber de Macht, serrschenden se, warfen ation det Sie wur⸗ einahe ver⸗ e ein neuer deeaufstäbe ig mit ben Vehrpflic ter genom⸗ ur noch ge⸗ Nun hat soziale Ele⸗ reien, die Die Kon⸗ ie politische 1 die Spitze witalistische opäer, oder veise spielt ergeorduete Revolution. sement, das im und nur Zusammen⸗ assen ihrer Anatolien geolste, die em Einfluß sich bereits zen Reich, Zersetzung, ement und . Daburh je ber fit ig wir nu Wöchentliche Beilage der Oberhessischen Dolkszeitung Nummer 35 Dienstag, den 3. Dezember 1912 I. Jahrgang .. 0 5 Zur Frage der inneren Kolonisatiou. Als Mittel gegen die Teuerung der Nahrung, insbeson— dere gegen die Fleischnot, wird neuerdings von liberaler Seite die innere Kolonisation empfohlen. Die Konservativen sind zwar im Grunde ihres Herzens dagegen, weil sie davon Nachteil für den Großgrundbesitz befürchten. Doch können sie nicht offen widersprechen; haben sie doch gar zu oft die Schaffung und Erhaltung eines Kleinbauernstandes als vor— nehmstes Mittel zur Kräftigung des Staates gegen den Um⸗ sturz gepriesen. Nachdem nun der Reichskanzler im preußi⸗ schen Abgeordnetenhause eine Vorlage zur Förderung der inneren Kolonisation angekündigt hat, die— laut Zeitungs— meldungen— noch vor Weihnachten dem Landtage zugehen soll, wird man bis auf weiteres annehmen dürsen, daß sie die Unterstützung sämtlicher„staatserhaltenden“ Parteien finden wird. Und in den nächsten Wochen und Monaten wird die bürgerliche Presse vermutlich wieder bis zum Ueberdruß die Lehre verkünden, daß ein seßhafter und wohlhabender Mittel— stand die Grundlage jedes geordneten Staatswesens, das festeste Bollwerk gegen die Sozialdemokratie bilde und daß deshalb die innere Kolonisation nach Kräften gefördert wer— den müsse. Kann denn nun auf dem Wege der inneren Kolonisation solch ein Stand von kleinen und mittleren Bauern geschaffen werden, die sorgenfrei und schuldenfrei auf ihrem Besitztum leben? Selbstverständlich handelt es sich bei dem, was Re⸗ gierung und bürgerliche Parteien wollen, nicht einfach um die Urbarmachung von Oedländereien, daß hierfür die So— zialdemokratie ohne weiteres zu haben wäre, braucht nicht erst gesagt zu werden. Sondern es handelt sich darum, eine Anzahl von kleinen und mittleren Gütern zu schaffen— sei es durch Parzellierung schon vorhandenen Kulturlandes, sei es auf neu gewonnenem Boden— und auf ihnen kleine Leute anzustedeln. Davon verspricht man sich zweierlei: erstens eine Wiederbevölkerung des platten Landes; der vielbeklag— ten„Landflucht“ hofft man dadurch zu steuern. Zweitens soll ja— nach der bekannten Theorie— in der Landwirtschaft der Kleinbetrieb, wenigstens für bestimmte Wirtschaftszwecke, namentlich Gemüsebau, Obstbau, Viehzucht, produktiver sein als der Großbetrieb. Man erwartet also, daß ein so ausge— dehnter Kleinbetrieb mit der Zeit so viel Gemüse, Obst und Fleisch liefern werde, daß wenigstens diese Nahrungsmittel stets in überreichem Maße vorhanden sein würden. Wie man sieht, ist es ein ganzer Komplex von Fragen, die sich an die innere Kolonisation knüpfen, und sie alle wer⸗ den zu gegebener Zeit sorgfältig durchgesprochen werden müssen. Für heute wollen wir uns damit beschäftigen, ob und wie es bisher gelungen ist, durch solche oder ähnliche Maßnahmen eine Wiederbevölkerung des platten Landes zu erreichen und wie die Nächstbeteiligten, nämlich die Ange— siedelten selbst, dabei gefahren sind. In dieser Hinsick schätzenswertes Material ein in den Preuß. Jahrbüce schienener Artikel über den„Stand der mitteldeutschen Kl bauern“ von Kuno Waltemath, der seinerseits aus huch der deutschen Landwirtschaftsge fahren da, daß man in Mittelder Möglichkeit gegeben habe, ihre Scholle Landes zu stillen. J z. B. wird die Lage wie folg „In der unmittelbaren Nähe der Städte wird im bauern, noch mehr sind es aber Leute, die als Industriearbeiter und sonst in der Stadt tätig sind, aber außerhalb der Stadt ein Stück Land oder einen Garten ihr Eigen nennen und diese Fläche mit der Familie bewirtschaften. Das Gemlise wird dann nicht etwa waggonweise in die Stadt gebracht, sondern an jedem Markttage schleppen die Frauen das Gemüse als Traglast auf dem Rücken oder in Körben auf dem Kopf nach der Stadt und ver— werten es dort zu meist recht annehmbaren Preisen.“ So besitzt Hessen nicht weniger als 79 459 landwirtschaft— liche Nebenbetriebe, wovon die eben geschilderten Gemüse— wirtschaften einen großen Teil ausmachen,„einen anderen großen Teil die landwirtschatlichen Betriebe, die den zahl⸗ reich in Hessen lebenden Waldarbeitern, Eisenbahnarbeitern und ländlichen Handwerkern zugehören, sowie den ländlichen Arbeitern“. Aehnlich liegen die Dinge in Nassau, und nun heißt es weiter: „Diese Nebenbetriebe haben in unserem Bezirk eine besondere Bedeutung, sie bilden die Grundlage für jene soziale Struktur, die man im großen und ganzen wünscht. Die große Mehrzahl aller dieser Besitzer und Betriebsinhaber sind Arbeiter, Hand— werker, Maurer, Zimmerer usw., Leute, die entweder auf dem Dorf oder in der Stadt arbeiten und zu Hause ihr Besitztum haben, die Samstags nach Hause fahren und ihre Ersparnisse auf die Sparkasse des Vorschußvereins tragen.“ Also so sieht die soziale Struktur aus, die man im großen und ganzen wünscht! Dabei wird ausdrücklich hervorgehoben, daß sie, wenn auch nicht durch innere Kolonisation, so doch auf eine ganz gleichartige Weise entstanden ist, nämlich durch Zerteilung größerer Vesitzungen.„Wo es jetzt in Nassau von den kleinen Parzellen der Arbeiter, Handwerker, Gärtner wimmelt, bestanden früher größere geschlossene Höfe.“ Es ist dies eine Folge des in Nassau geltenden Erbrechts:„jebes ländliche Eigentum wird in so viel Teile zerlegt, wie Kinder vorhanden sind.“ Auf diese Weise wird natürlich das Besitz⸗ tum jedes einzelnen immer kleiner, bis es schließlich nicht mehr ausreicht, ihn zu ernähren, sodaß er gezwungen ist, da⸗ neben andere Arbeit zu betreiben. Das aber betont der Ver⸗ fasser als besonders segensreich! Denn— das sagt er zwar nicht mehr ausdrücklich, aber es versteht sich von selbst— nun sind die Leute seßhaft gemacht und stehen trotzdem dem städtischen Kapital oder dem großen Grundbesitz als Lohn— arbeiter zur Verfügung. Ebenso liegen die Dinge in Thü⸗ ringen, wo die Leute außer ihrer kleinen Lan wirtschaft die Hausindustrie betreiben, und im Teutoburger Wald, wo sie vielfach in die Ziegeleien gehen: „Wer im Sommer Lippe durchwandert, dem fällt der große Mangel an jüngeren Männern auf. Nur Frauen, Kinder und alte Männer stieht man: die Frauen verrichten tatkräftig die Feldarbeit. Aehnliches sieht man häufig im südlichen Han⸗ nover. Im Grubenhagenschen und Göttingenschen sind u. a. zahlreiche Törfer vorhanden, deren Insassen als industrielle Ar⸗ beiter, als Handwerker oder in sonst einem nicht landwirtschaft⸗ lichen Berufe ihr Brot verdienen, aber Bauernwirtschaft daneben betreiben.“ Wir haben nicht nötig, deutung solcher Zustände er rtige„Landwirtschaft“ — sowohl unseren Lesern die wirkliche Be— t noch lange zu erläutern. Eine f Zweck, als dem als dem land⸗ zu stellen, die Ist das nicht here Arbeit in merleute, bekom⸗ Daß noch betrieb sehr viel Gemüsebau betrieben. Zum Teil sind es Klein⸗ abzuquälen, um — e . 2 imer der volkstümliche Vermittler sein— isicht leistet, das wird der Forschung selbst als zen, als hochherzigen Geld⸗ helfer ˖ 0 nicht entbehren. Nord⸗ amerika ist n leuchtendes Vorbild, dem wir in diesem Falle nur mehr lage wünschten auch. Auch da aber wird der volkstümliche Darsteller der entsch nde Mann sein, im rechten Augenblick das Interesse zu we u rich a zu bezeich⸗ . 3* tu tten gefallen lassen. Aber als schwerstes Geschltz n zu werden, daß der volkstümliche Lehrer, einige rteile zugestanden e im ganzen sei, weil ihm die Kontrolle sehle. Die Fachwissenschaft f schlossenen St 8 1 sester Kontrolle über ugegliedert an den wirklichen freie Vögel ihr Lied. Die kontrollieren. Was biete da Ge⸗ jesem Einwand unwillkürlich, daß rnalismus gemacht worden ist. ne äußeren Gesetze, Zügel und olk. Jeder Einsichtige oßmacht sich durch zähe inneres Gesetz doch ge⸗ 0 ganz schranken⸗ Nutzen der Be⸗ folgreiche und onnen unterstsitzte Punkten auf die ff in sich selbst a freiheit wird auch ihr aber zum Vorteil bleiben und schließlich auch wieder 7 1 1 18 Piefes* sogar nur zum Vorteil des Fachgelehrtentums. Dieses Fach⸗ 1 8 — 1 1* 1 entum 1 Fachmann und Laie. stets selber kräftig geha derwertige Nn 8 a a g benen Pers tus, Anklänge an thafte Autoritäts⸗ e r J anspri unschöne Rechthaberei Grobheit in der Polemik, 7. ler S iptome und Zopfansätze. Demgegenüber kann wenn eine unabhängige, frei bewegliche da ist, die zwar vor der eiligkeit wirklicher bedingt den Hut zieht, aber ine besondere kol⸗ auch vor jenen persönlichen Schwächen zu verpflichtet fühlt. Ganz ta Zustände, zumal rgang, darf man türlich in freien Lehre nicht ber auch unter der sch ten Fachkontrolle hat es von iudi hase gegeben: nen gesunden In⸗ g 1 man auf die Dauer 8 selbst zu⸗ a Lehre ja eben wesen läuft und von dessen Kontrollapparaten mfaßt und beaufsichtigten Ein letzter Punkt, eben, betrifft q äußere Mache. Die wissenschaft arbeite mit zu viel Marktschreierei riebildern, die de Ansehen der ernsten For⸗ aber wird gerade gegnerisch ain einen etwas maleri⸗ Akstümlicher Vortrag rnamen auf die also den Weg geht, muß, will aß einer das Noch wieder a Wa! u sie vergessen eute selber ist, die so groß greift und uns dort auf⸗ u ihr und aus ihr öffentlich eltanschauungsdinge dabei ne Züge von„Mache“ täßig sel mlos sind. Die große naturwissenschaftlichen Dingen doch eichsam gröbere Sinne als vor den wie Geschichte, Literatur, Kunst. ugssünden, Erziehungsfünden rächen ockung, zur Reizung oft auch noch Jachjargons in verständ⸗ schwer, daß weit a der Historiker vor einem Ich gebe zu, daß da manch⸗ ing kommt. Aber schließlich Wenn Menschen mit sicherer zum Tleferen, vom t zu führen, ist immer be: wirklich hoffnungs⸗ chen Das Orientproblem. on Parous. Der Reichsgedanke und bie Jungtürken. a nan die Dinge im Orient von einem gemesnsamen tanken⸗ der Be⸗ che und erstützte auf die h selbst it wird wieder Fach⸗ menten : über⸗ oritäts⸗ zolemik, er kann wegliche irklicher ere kol⸗ hen zu zumal re nicht es von en In⸗ e Dauer lbst zu⸗ ja eben paraten Punkt, e. Die hreieret en For⸗ gnerisch maleri⸗ Vortrag auf die eg geht, — „ 3 cungsgedanke trat in der Form einer Gesichtspunkte aus, der mindestens die gesamte Balkanhalbinsel umfassen muß, so findet man eine unverkennbare Analogie zwischen dem, was hier vorgeht, und den Zuständen in Deutschland und Italien um die Mitte des vorigen Jahrhunderts. Hier wie dort eine starke soziale Zersetzung, Ruin des Handwerks, Untergang des Bauerntums, eine aufkeimende Bourgeoiste, die ihre Intelligenz vorausschickt, erste Regungen der Arbeiterklasse; politisch verwickelte Zustände, der Drang, um aus den engen Verhältnissen der Klein- staaterei und der politischen Bevormundung herauszukommen. „Freiheit und Einigkeit“ ist die Losung. Die Intellligenz ist ihr Wortführer, die Bourgeoisie folgt, soweit sie darin ein Mittel zur Ausdehnung ihrer Geschäfte und ihrer politischen Macht erblickt, die Massen bleiben in konsuser Gährung, die sie mehr geeignet macht für den Krieg, als für die Revolution, und nur die Arbeiter er— sassen das Problem in seiner ganzen demokratischen Tragweite, ind aber noch zu schwach, um ihren Willen durchzusetzen. Also, der italienische Befreiungskrieg, die deutsche Märzrevo— lution, die Kriege um die Bildung des deutschen Reiches, das alles wird den Balkanwirren in Parallele gesetzt. Ja, gewiß, wir wohnen großen Begebenheiten bei; es ist ein geschichtliches Schauspiel, das sich vor unseren Augen entrollt. Dem deutschen Leser drängt sich wohl eine weitere Analogie auf. Er denkt an den Gründerschwindel, der der Reichsgründung folgte, und den späteren Zusammenbruch. Er wird in seinen Vermutungen Recht behalten: es werden den Balkankriegen eine kapitalistische Orgie, eine arge Enttäuschung der Massen und eine starke Sozialdemokratie solgen— wenn sie nicht schon jetzt in einen europäischen Krieg ausmünden, der die ganze kapitalistische Welt außer Rand und Band bringen wird. Während aber in Italien sowohl wie in Deutschland die Idee der Bildung des Großstaats, der politischen Einigung, mit der Idee der nationalen Einigung zusammensiel, ist das im Orient nicht der Fall. Hier hat es sich vielmehr gezeigt, daß ein Großstaat auf nationaler Grundlage sich nicht errichten läßt. Der nationale Eini— bulgarischen, serbischen, griechischen Einigung auf. Für sich allein genommen, bedeutete der nationale Gedanke jedesmal die Bildung einer größeren politischen Einheit und war insofern fortschrittlich; aber keine dieser natio— nalen Strömungen war imstande, das Ganze zu erfassen, und alle standen sie sich deshalb gegenseitig im Wege, insofern waren sie reaktionär. „Einheit und Fortschritt“— erklärten die Jungtürken. Sie waren zielbewußte Vertreter der Idee eines gemeinsamen Großstaats, der die christlichen und die muselmanischen Nationen umfaßt. Aber es stand in diesem Programm eine Einschränkung und eine Fälschung. Die Einschränkung war die, daß die Jungtürken sich das ge— meinsame Reich in seinen jetzigen Grenzen dachten. Die europäischen Grenzen der gegenwärtigen Türkei sind aber längst zum Hinder⸗ nis geworden. Eine Wiedergeburt des Reiches war nun denkbar, wenn dessen Nordgrenze mindestens bis an die Donau verschoben worden wäre. Das war unter den gegenwärtigen Verhältnissen nur auf dem Wege der Konföderation, durch ein Bündnis der Balkanvölker, durchzuführen. Nur dieser große Gedanke konnte die Türkel retten. Er war aber den Jungtürken fremd. Andererseits, obwohl sie von der Einigung aller Elemente sprachen, erstrebten sie doch in Wirklichkeit die Zusammenfassung, aber unter türkischer Herrschaft und unter dem Fortschritt verstanden sie die Modernisierung dieser Herrschaft. Darum mußten sie erleben, daß die Kräfte, die die Revolution er⸗ weckte, und die zum Teil die Revolution vorbereitet hatten, gegen sie selbst, die an der Spitze dieser Revolution standen, sich kehrten. Ohne die Idee des Balkanbundes hatten sie nichts, worin sie den nationalen Einigungsbestrebungen der Griechen und Bulgaren einen Ausweg schaffen könnten. Diese mußten vielmehr nach wie vor ihre Richtung nach außen nehmen, und ihr Heil in der Zer⸗ stückelung des Reiches suchen, um eine Verbindung mit Griechen⸗ land bezw. Bulgarien zu erzielen. Im Parlament waren die christlichen Nationen von vornherein zu einer Minderheit herabgedrückt, weil dort die asiatische Bevölke⸗ rung dank ihrer größeren Zahl den Ausschlag gab. Die christlichen Abgeordneten im Parlament bekamen es auf Schritt und Tritt zu spüren, daß sie dort fremd sind, eigentlich nur mehr oder weniger gern gesehene Gäste. Zum Ueberfluß hat man noch durch eine schwindelhafte Wahlkreisgeometrie und einen brutalen Wahlterro⸗ rismus die christliche Vertretung eingeschränkt und gefälscht. Um das türkische Prinzip zur Geltung zu bringen, mußten die Jungtürken von den armenischen und mazedonischen Revolutio- nären, mit denen sie vor der Revolution zusammengingen, abrücken. Sie libten Verrat an beiden. Obwohl sie mit den armenischen Parteien einen formellen Vertrag geschlossen, erfüllten sie die über— nommenen Bedingungen nicht. Mit Dolch und Revolver suchten sie sich ihrer früheren Bundesgenossen, der mazedonischen revo⸗ lutionären Führer, zu entledigen und töteten mehrere von ihnen. Da bei alledem die Türken eine Minorität im Reiche bilden, so wollte man auch auf das Muselmanentum als breite politische Basis sich stützen. Die Araber und Albauer mußten herhalten, um die Herrschaft der Türken zu stützen. Die einen wie die anderen durchschauten das Spiel. Die albanischen Häuptlinge verlangten ihren Auteil an der Herrschaft. Sie wurden zurückgewiesen und blutig niedergeschlagen. Unter dem Beifall Europas wurde die Entwaffnung der Albaner durchgeführt. Ich erinnere mich noch, wie der— inzwischen ver- storbene— serbische Minister des Aeußeren, Mila wanowitsch, der an den Jungtürken kein gutes Haar lassen wollte, zu mir sagte:„Das eine muß man zugeben, mit den Arnauten(den Al— banern) sind sie fertig geworden.“ Die Sache nahm später eine andere Wendung— nicht zum geringsten dank Waffen und Geld, die aus Oesterreich, Montenegro, Bulgarien, wohl auch aus Serbien kamen. In Arabien nahm der Imam Josia die Gelegenheit wahr, um sich als selbständiger Fürst zu etablieren. Auch hier verwehrte es die jungtürkische Regierung erst mit Waffengewalt. Sie hatte keinen Erfolg und mußte beim Ausbruch des italienischen Krieges mit dem Imam einen schmählichen Frieden schließen. Die arabische Fraktion im Parlament war allerdings stets be— reit, die christlichen Abgeordneten niederzustimmen oder nicht zu Worte kommen zu lassen, blieb aber sonst in der Reserve, stets be— reit, ihr eigenes Interesse wahrzunehmen. Also mußten sie im letzten Grunde doch auf das rein türkische Element zurückgreifen. Dabei zeigte es sich aber, daß die Jung— türken keine Volksbewegung darstellten, daß zwischen diesen Kon— stantinopeler Jungen und den Bauern Anatoliens eine tiefe Kluft bestand, die durch die ganze Geschichte des osmanischen Reiches ge— bildet wurde. Auf der einen Seite die türkischen Bauernmassen, denen der wirtschaftliche Boden unter den Füßen schwand, ohne daß sie wußten, woher das kam, die die alte Oroͤnung und die alten Sitten abbröckeln, verkümmern, zusammenstürzen sahen, ratlos, hilflos, hoffend auf den Staat, der aber immer mehr Soldaten und Steuern verlangte, auf der anderen Seite— die Byzanz. Die Jungtürken waren keine Volksbewegung und wollten keine Volksbewegung seln. Darum setzten sie sich in Widerspruch zu dem Freiheitsgedanken der Revolution, wie sie sich von vornherein zu dem Einheitsgedanken in Widerspruch setzten. Beides schwächte den Parlamentarismus, entfesselte die Kliquenwirtschaft und die Beutejagd und machte aus dem Verrat an der Revolution den Verrat an dem Vaterlande. 6. Der Revolutionsverrat der Jungtürken. Wie anders wurde doch die türkische Revolution von Europa aufgenommen, als die russische! Die russische Revolution erweckte die Begeisterung der europäischen Arbeiterschaft, versetzte aber in Schrecken die Bourgeoisie. Die finanzielle Unterstützung seitens der europäischen Hochfinanz, die moralische Unterstützung seitens der westeuropäischen Regierungen und der öffentlichen Meinung der Bourgeoisie haben denn auch sehr wesentlich zur Stärkung der Kontre⸗Revolution in Rußland beigetragen. Denn die russische Revolution wurde von den Arbeitern geschaffen, von ihnen und den Bauern ausgefochten; darum entfesselte sie die Klassenkämpfe, weckte aber gerade gewaltige politische Energien. Von der bürgerlichen Demokratie werden deshalb die russischen Sozialdemokraten als Utopisten, die keinen Sinn für Realpolitik haben, verschrien. Die revolutionäre Taktik der russischen Sozialisten hat aber bewirkt, daß das Volk im Kampf um Parlamentarismus und Demokratie das höch ste geleistet hat, was unter den sozialen Verhältnissen Rußlands überhaupt zu leisten war. Wenn auch die politischen Erfolge im Sinne der Aenderung der Regierungsform nur gering ausgefallen sind, so dauert doch der politische Wiedergeburtsprozeß des Landes, der von der Revolution kraftvoll eingeleitet wurde, ungebrochen fort. Anders in der Türkei: Hier hatte die Revolution den äußeren Erfolg, mangelte aber der inneren Kraft der Ent⸗ wicklung. —.——— — 8 4 1 1 1 1 1 . 1 4 nicht mehr erk t werden Man solgte auch hier Hau 1 ert 0 d die von der nanz gegeben wurde. 8 f de 1 8 8 sie, d 0 dien das Parlament fremd, weil g N 0 a b · lute Herrschaft des türkischen j 0 e 1 teten; den tülrkische erschien dieses D a garlament ebenfalls fremd, weil fi keiten um die interessen der christlichen Völker w nichts, was sie g ar anging 0 Tak Die A ter begriffen wohl die Bedentung der politischen Freih aber gerade deshalb wurde ihnen die politische Freihest 0 5 1 1„* 0 5 de die Was war der til ke selbst, wo ihm das volkstüm⸗ Banke Elemente 0 war der abstrakte Staatsgedanke. ö st u In die Pra fe das: 1. Den Kampf um die Groß⸗ 0 t t, achtstellung der 2 Regierungsgewalt. 1 Türk e 1 d Gegensätzen zu den 1 0 2 U N sen, und zwar ick den türkischen, ft g damit eim g 1 man selbst di zen der 8 f f g Sta f h wurde der Kampf um di sgewalt Ka die Volk Es ging rasch abwärts! a D g 6 kung der polit 5 j Knebelung der Presse, 0 d N er de der pa itarisch Oppositson, Wahlterrorismus g 0 2 k ö 9 2 1 V ssi uch Mit diesem Prozeß grissen 0 sich die Klie w haft und die Korruption. ö D te der Zusamn h: erst der Zusammenbruch f 5 d 1 der R t der g dann der Zusammenbruch 0 es B 5 stan r Staatsg 0 de Re J r g 3 1 e Jung 1 d Rei verriet wurden sie 47 10 ans 5 Ver er nihrem Vaterl 8 1 a g d dustrie sich g 8 demokratische A n 5* 7 en Schikanen unter- Aus unserer Sammelmappe. i f den die A er Ein Wunder an Sehkraft. Ueber ein einzigartiges Phänomen g f n dnn 1 menschlich raft, das von einem wissenschaftlichen Fachorgan de el r n unzweiselhafter Ernsthaftigkeit eingehend erörtert wird, macht 1 g d gel e N e einige interessante Angab idelt sich um einen 1* l n, folgt sie g* nten des Aug arztes Dr. Geo d Der Patient ver⸗ Sie war keine V 0 t über ein Sehvermögen, dessen er Wahrnehmung D ö g Ver hinausgeht, u man bisher tsamen Fällen auf f f* durch d durch sen G kennen lernte. Der Patient, dessen Name auf f 0 j mit d seinen ei unsch en genannt wird, ist imstande, mit einem 8 Sie l 0 f 0 en Blick eine ganze Buchseite von gewöhnlicher Oktavgröße a 0 f aufzu n 7 Augen ruhen nur zwei oder drei Sekunden f g f J uf der Seite: dann spiegelt sich im Ge vollkommen genau das ˖ 5 8 und k Wort für Wort wiederholt 3 ˖ 5 Türk den. Der t auf die Sehkraft ist so groß, daß der Patsent 8 g f 0 ch Jahre 1 de ist, eine solche auf wenige n ehene Druckseite zu erholen, bezw. nach dem a 5 a 6 1 wieder„vorzulesen“. Dy. s a* Spre 5 0 d l 8 Erp ent g rt von Kollegen mehrfach it holt d nit der 1 ertaschenden Resultate. 8 ist 1 t ift 1 ih es sich eine leichte, schnell verständ⸗ 0 s peler 2 Lektüre a sttakte Probleme erörtert. e a 8 a te, Gedichte, R und gewöhnliche Zeitschriften wur⸗ 2—* 8. 0 t d e eine Zeit von zwei Sekunden, um K g*. f 9 und g die Y keit zu en, den nie gehörten und vorher 8 Die Trenm 1 0 en Text Wort für Wort zu reproduzieren. Der Held Türk rürten, da ˖ Versuche hat besondere Fre n tann ie W f 0 g dem ihm da en Versen g ei Seklund r die 2 ehalten Der be⸗ * 4* 1 1 8 der 7 fer 1 r st 5* 9 1 persö lich über a d N f d die Volk eine sende B und ist als Schriftsteller in seinem Heimaz⸗ ü f N de d de Geschick hungen und durch literarische v 9 1 ken. Die B Ef ka Der Forschung sind bisher eine Reihe von Fällen der 5 die Arme A1 tslese kannt g 5 ber das hier vorliegende 5 A 0* 1 b* w er die bisber! achteten Beispiele hinaus. e d* dich 8 7 1 1* Dr. Gould diefe rötsethafte Erschel⸗ 0 1 de 2 2 1 der krankhaften Sck he eines Augenmuskels in Verbin⸗ nd 2 das dung g möcht In der Tat hat der Patsent vor vielen g r 0. rlichen Ent ing einer Gefäßhaut des 5 1 der eine Schwöchun eines Augenmuskels zu⸗ 1 2 1 g t ch bezeichnet Dr. Gould se 1 Erklärungsver⸗ f* reichend und muß sich darauf beschränken, die oder Erklärung e