e eee Vierte Sonderbeilage ihrer Verhütung und Bekämpfung, ein Ende. möglich, die Entstehung der Krebs- krankheit, an der jährlich im Deutschen zu verhüten, weil die Arsache dieses furchtbaren Leidens immer noch nicht bekannt ist. Bis vor kurzem war man ebenso machtlos gegenüber der Ent⸗ eee N Giede dd 14. Nov. Der Kreisdirektor des Kreises Lauterbach Herr Dr. Michel: „Vergeßt nicht die Pflegestätten deutschen Geisteslebens! Ohne geistige keine wirtschaftliche, keine soziale, keine nationale Kraft, ohne Kraft kein Aufstieg der Gemeinschaft und des Einzelnen!“ g bee. Über die Bedeutung der hygienischen Forschung für das volkswohl. Von Dr. E. Gotschlich, o. ö. Professor der Hygiene an der Aniversität Gießen. In seiner Studie über wirtschaftlichen Abbau und Volks⸗ gesundheit hat der frühere Leiter des Preußischen Gesundheitswesens A. Gottstein vor etwa einem Jahre ausgeführt, daß auch in der gegenwärtigen schweren Notlage unter allen Amständen im Interesse des Volkswohls aufrechterhalten hältnisse gleichfalls eine hohe Bedeutung für die Volksgesundheit, wie sich das mit erschreckender Deutlichkeit in den Kriegs- und Hungerjahren gezeigt hat; aber daß es überhaupt gelungen ist, jetzt nach dem Kriege die durch die jahrelange Anterernährung bedrohlich gestiegene allgemeine werden müssen: die gesamte öffent⸗ liche Gesundheitspflege und gesund⸗ heitliche Fürsorge, die wissenschaft⸗ liche und technische Ausbildung und Sterblichkeit sowie vor allem die Sterblichkeit an Tuberkulose an⸗ nähernd wieder bis auf den niedrigen Stand vor dem Kriege herab⸗ Fortbildung der Aerzte und des Heilpersonals, sowie endlich die Mög⸗ lichkeit der wissenschaftlichen For⸗ schung als unentbehrliche Grundlage jedes weiteren Fortschritts. Das Wort des englischen Philosophen Bacon, der am Beginn der UAra der neuzeitlichen Philosophie und Naturwissenschaft steht,„Wissen ist Macht“, hat wohl auf keinem Ge⸗ biete menschlicher Betätigung in so offenkundiger Weise sich bewahrheitet wie in der modernen öffentlichen Ge— sundheitspflege, die sich auf den Er⸗ gebnissen der hygienischen Forschung aufbaut. So weit unsere Kenntnis von der Arsache und den Bedingungen der Entstehung einer Krankheit reicht, so weit geht auch die Möglichkeit und wo es an der ursächlichen Er⸗ kenntnis fehlt, da hat unsere Macht So ist es bis jetzt nicht zudrücken, trotz der entsetzlichen Ver⸗ armung unseres Volkes, das ist ein Ergebnis, das nur dank der hochentwickelten auf dem Boden der wissenschaftlichen Hygiene fest gegründeten öffentlichen Gesundheits⸗ pflege unseres Volkes möglich war. Vor allem gilt das von den Erfolgen der Seuchenbekämpfung; während früher die Seuchen un⸗ zertrennliche Begleiter der Kriegsnot waren, ist es diesmal gelungen, unser Land vor diesen Heimsuchungen zu bewahren und etwa eingeschleppte vereinzelte Fälle seuchenhafter Krank⸗ heiten sofort unschädlich zu machen und so den drohenden Brand im Keim zu ersticken. Dabei bedenke man, daß Deutschland im Welt⸗ kriege in außerordentlich hohem Grade von der Seuchengefahr be— droht war, insbesondere von Osten her sowie von seiten der gegen uns aufgebotenen farbigen Völkerschaften, die oft genug Träger gefährlicher, Reiche über 40000 Menschen sterben, — sonst in unserer Heimat nicht vor⸗ kommender Seuchen wie Pest, Cholera, Fleckfieber u. a. waren; stehung der Kropfkrankheit, die in manchen Gegenden gehäuft auftritt; erst seitdem ganz neuerdings die Arsache dieser Krankheit in der Verarmung des Körpers an Jod erkannt ist, gelingt es, die Entstehung des Kropfes auch in den am schlimmsten heimgesuchten örtlichen Herden durch vorsichtige dauernd fortgesetzte Darreichung außerordentlich kleiner Jodmengen mit der Nahrung zu verhüten. Auch alle anderen großen Erfolge, die die öffentliche Gesundheits⸗ pflege im letzten halben Jahrhundert aufzuweisen hat, sind in erster Linie der Entwicklung der wissenschaftlichen Hygiene zu verdanken, nicht, wie man im Publikum häufig die Ansicht verbreitet findet, der Hebung der wirtschaftlichen Verhältnisse in den letzten 40 Jahren vor dem Weltkriege. Zweifellos haben diese wirtschaftlichen Ver⸗ das Fleckfieber führt ja bezeichnend genug auch den Namen Kriegs- oder Hungertyphus und seine Geschichte ist, wie Hirsch treffend sagt, die Geschichte des menschlichen Elends. Alle diese Krankheiten haben für uns ihre Schrecken verloren, seit die wissenschaftliche Erforschung ihre Erreger sowie die Wege ihrer Verbreitung auf— gedeckt und auf diese Weise uns die Mittel zu ihrer Verhütung und Bekämpfung an die Hand gegeben hat. Selbst solche ansteckende Krankheiten, die dauernd bei uns heimisch sind, konnten durch geeignete wissenschaftlich begründete Maßnahmen in ihrer Ver⸗ breitung eingeschränkt und vor allem ihrer Gefährlichkeit durch neue wirksame Behandlungsverfahren zum großen Teil entkleidet werden. So ist es gelungen, den Anterleibstyphus und selbst eine so verbreitete Volkskrankheit wie die Lungentuberkulose 3. 3 durch systematische hygienische Maßnahmen in früher ungeahntem Maße in ihrer Verbreitung einzudämmen; andererseits hat die Serumbehandlung gegenüber Diphtherie, Genickstarre u. a. Er⸗ folge aufzuweisen, wie sie keiner anderen Methode auch nur an⸗ nähernd beschieden waren und ist es vor allem der Schutzimpfung zu verdanken, wenn die Pocken, an denen früher in Deutschland fast jeder zehnte Mensch starb, bei uns eine so gut wie unbekannte Krankheit geworden sind. Auch die Desinfektion(Entwesung), die es sich zum Ziel setzt, Krankheitserreger und ⸗überträger unschädlich zu machen, ist erst durch die wissenschaftliche Forschung auf eine sichere Grundlage gestellt worden und kann jetzt in zuverlässiger Weise mit einem Mindestmaß von Belästigungen und Kosten aus⸗ geführt werden, während früher gerade auf diesem Gebiete vielfach gänzlich unbrauchbare Verfahren angewendet worden waren; insbesondere glaubte man früher vielfach— und solche falsche Ansichten sind leider auch heute noch gelegentlich anzutreffen—, daß Seuchen durch üble Gerüche entständen und suchte demgemäß diese sog. Miasmen gleichfalls durch Anwendung stark riechender Mittel, selbstverständlich ohne jeden Erfolg, zu bekämpfen. Neuer⸗ dings ist es der rastlos fortschreitenden Forschung sogar gelungen, chemische Stoffe aufzufinden, die eine sehr hoch entwickelte Wirk⸗ samkeit gegenüber bestimmten Krankheitserregern aufweisen, während ihre Giftwirkung gegenüber den Geweben des menschlichen Körpers stark herabgesetzt ist; durch die Anwendung solcher Mittel(Chemo- therapie) gelingt es bei manchen ansteckenden Krankheiten, den Erreger im lebenden Körper selbst ohne Schädigung des letzteren abzutöten und so die Heilung unmittelbar und in kurzer Zeit zu erreichen; hierher gehört in erster Linie die erfolgreiche Behandlung der Syphilis mit Salvarsan und ähnlichen Mitteln. Die zuletzt genannten Beispiele lehren, daß die hygienische Forschung nicht allein auf dem Gebiete der Vorbeugung, sondern auch dem der Hei⸗ lung von ansteckenden Krankheiten große Erfolge gezeitigt hat; diese Erweiterung des ursprünglichen Gebietes der Hygiene ist aus der Erkenntnis hervorgegangen, daß dieselben Kräfte, die den Organis⸗ mus vor dem Ausbruch einer ansteckenden Krankheit schützen, häufig mit denjenigen Kräften gleichbedeutend sind, die sich gegen die ausgebrochene Krankheit selbst wenden und zu ihrer Heilung führen. Endlich ist auch die rechtzeitige Erkennung der ansteckenden Krank⸗ heiten durch die Mittel, welche die wissenschaftliche Forschung in der mikrobiologischen Diagnostik an die Hand gibt, sehr erleichtert worden und dadurch wiederum in vielen Fällen, bei denen sonst das Wesen der vorliegenden Krankheit zu spät oder gar nicht erkannt worden wäre, die erste Vorbedingung für eine erfolgreiche Behand⸗ lung gegeben; es ist z. B. im Publikum noch nicht hinreichend bekannt, daß bei der so gefürchteten Diphtherie die Heilung in fast 100% der Fälle erfolgt, wenn die Serumbehandlung am ersten Krank⸗ heitstage eingeleitet worden war, während bei verspäteter Anwendung des Heilserums die Aussichten für die Heilung sich von Tag zu Tag verschlechtern. Bisher ist im wesentlichen von den Erfolgen der hygienischen Forschung gegenüber denjenigen Krankheiten die Rede gewesen, die durch belebte Erreger(Mikroben) verursacht sind; man macht sich in Laienkreisen vielfach keine richtige Vorstellung von der Be⸗ deutung dieser belebten Krankheitsursachen, die selbst in einem Lande mit hoher Kultur und günstigen klimatischen Verhältnissen wie bei uns in mehr als der Hälfte sämtlicher Todesursachen direkt oder indirekt beteiligt sind; in Ländern mit niedrigerem Stande der Zivilisation und insbesondere in der heißen Zone ist die Bedeutung der Infektionskrankheiten eine geradezu beherrschende, und wenn neuerdings auch in den Tropen eine durchgreifende Verbesserung der Lebensverhältnisse erreicht worden ist, so ist das wiederum in erster Linie den Leistungen der wissenschaftlichen Hygiene zu ver⸗ danken, wobei gerade Deutschland in seinen Vorbildliches geleistet hat. Aber die Aufgaben der hygienischen Forschung erstrecken sich noch viel weiter und umfassen die Anter⸗ suchung aller derjenigen Verhältnisse in der Außenwelt und in der. 5 Konstitution des Menschen selbst, die die Gesundheit irgendwie schädigend oder fördernd zu beeinflussen vermögen. Dazu gehört die gesamte Amgebung des Menschen, wie sie von Natur aus in Luft, Klima und Witterung, Boden und Wasser sowie vor allem in der Ernährung des Menschen gegeben ist und durch die künstlichen Bedingungen der Wohn- und Arbeitsweise besonders bei der zusammengedrängt lebenden Bevölkerung der Großstädte und industriellen Bezirke in eingreifendster Weise beeinflußt wird. Durch die Berücksichtigung dieser Verhältnisse entsteht auf dem Boden der allgemeinen Hygiene die soziale Hygiene, die nur eine besondere Anwendung der ersteren auf die komplizierten Verhältnisse des modernen sozialen Lebens darstellt und nicht etwa, wie das fälschlich von manchen Seiten angestrebt wurde, von der allgemeinen auf naturwissenschaftlicher Grundlage begründeten Hygiene abge⸗ trennt werden kann. Die vielfältigen Fragen der Volksernährung, der Wohnungsreform, der Arbeiter- und Gewerbehygiene, der früheren Kolonien 1 93 ee — 3 2 1 Fürsorge für Kinder, Jugendliche, Kranke und sonstige besonders f Hilfsbedürftige sind nur auf dem Boden der naturwissenschaftlichen hygienischen Forschung zu lösen. Für solche Forschungen und für Lehrzwecke sind die erforderlichen Mittel in wohl eingerichteten hygienischen Instituten zu beschaffen, wie ein solches auch unserer Landesuniversität zur Verfügung steht; entsprechend der Vielseitig⸗ keit der Aufgaben der Hygiene sind diese Institute mit allen Hilfs⸗ mitteln für bakteriologische, chemische und physikalische Anter⸗ suchungsverfahren auszurüsten, die für hygienische Zwecke in Betracht kommen. Andererseits bewahrt die Verknüpfung mit den viel⸗ fältigsten Fragen des praktischen Lebens den wissenschaftlichen Hygieniker vor der Einseitigkeit bloßer Laboratoriumsforschung und bringt ihn ähnlich wie den Techniker stets aufs neue in Verbindung mit den großen Interessen des allgemeinen Volkswohls. Dankbar wollen wir in diesem Zusammenhange des Wirkens des ersten Leiters des hiesigen Hygienischen Instituts, Herrn Geheimrats Professor Dr. Gaffky, gedenken, der in vorbildlicher Weise seine reichen Kenntnisse und seine große praktische Erfahrung in den Dienst 4 . rr unseres Gemeinwesens gestellt hat und dem unsere Stadt so viel auf dem Gebiete der öffentlichen Gesundheitspflege verdankt. Leibesübungen und Volksgesundheit. Von Professor Dr. Huntemüller. Die Leibesübungen haben in den verschiedenen Kulturepochen der Völker eine ganz verschiedene Würdigung gefunden. Bei Naturvölkern war und ist noch heute die körperliche Erziehung des jugendlichen Nachwuchses etwas Selbstverständliches, da nur der körperlich Tüchtige im Kampfe mit den Kräften der Natur und seinen tierischen und menschlichen Feinden bestehen kann. So wissen wir denn auch, insbesondere von unseren Vorfahren, den alten Germanen, daß sie körperlich wohlgeübt und wohlgestaltet, den Kampf mit Wind und Wellen, mit Bär und Ar nicht zu scheuen brauchten. Den Eindruck, den die Römer von diesem gesunden Natur⸗ volke hatten, hat uns Tacitus geschildert, der die Körpergröße, Kraft und Behendigkeit der Jünglinge ebenso zu rühmen weiß, wie den sittlichen Anstand und die Schönheit der Frauen. Die christlich⸗römische Kultur hat diese Naturmenschen gezähmt und sie aus Jägern und Kriegern zu deutschen Bürgern und Bauern gemacht. Die Pflege der Leibesübungen blieb nur in der Ritter⸗ schaft erhalten, bis nach Erfindung des Schießpulvers mit Maxi⸗ milian, dem letzten Ritter, auch diese Hochburg der Körperkultur fiel. Von jetzt ab war nicht mehr körperliche Kraft und Gewandtheit in der Schlacht ausschlaggebend, sondern technische und geistige Aberlegenheit verlieh Sieg und Ruhm. Auch der tägliche Kampf ums Dasein wurde mehr und mehr mit geistigen Waffen geführt. Die Ausbildung der geistigen Fähigkeiten trat daher in den Vorder⸗ grund und wurde bald das alleinige Ziel unserer Volkserziehung; die körperliche Ausbildung trat demgegenüber fast gänzlich zurück. So lange der größte Teil der Bevölkerung auf dem Lande lebte, konnte diese und besonders der jugendliche Nachwuchs dem natür⸗ lichen Bewegungsdrange folgen, sich draußen in der freien Natur in Licht und Luft tummeln und dadurch zu gesunden kräftigen Menschen heranwachsen. Die stärkere Industrialisierung und das Wachsen der Städte und damit der Industrie und Stadtbevölkerung nahmen der städtischen Jugend die Gelegenheit, in Feld und Wald Herz und Lungen, Muskeln und Nerven zu üben und zu kräftigen, denn die körperlichen und geistigen Gaben müssen erst durch zweck⸗ entsprechende Abung zur rechten Leistungsfähigkeit gebracht werden, weil untätig bleibende Organe verkümmern bzw. nicht zur vollen 1 kräftigen Entwicklung gelangen. 8 Der modernen Hygiene ist es trotzdem gelungen, durch Be⸗ seitigung der Abfallstoffe, Zuleitung von einwandfreiem Trinkwasser, Aberwachung des Nahrungs mittelverkehrs, der Anlage von Kranken- häusern, Säuglings⸗ und Invalidenheimen usw. die Sterblichkeit in den Städten noch unter die der Landgemeinden herabzudrücken. Doch wurde mit der Verlängerung der Lebensdauer, die durch Verbesserung der Lebensbedingungen und durch Fernhaltung von 4 todbringenden Krankheitskeimen erzielt wurde, keineswegs eine Erhöhung der Widerstandskraft und des Gesundheitszustandes der städtischen Bevölkerung erzielt, sondern diese ist im Gegenteil durch die Körper und Geist zerrüttende Tätigkeit und aufreibende Lebens- 1 weise in engen, schlecht gelüfteten Räumen viel mehr als die ländliche Bevölkerung von Gebrechen und Leiden geplagt, die nur durch die jederzeit zur Verfügung stehende ärztliche Kunst behoben und auf ein erträgliches Maß zurückgeführt werden können, so lange bis Körper und Nerven versagen und die Schäden des Stadtlebens durch eine Erholung auf dem Lande, im Gebirge oder an der See, 1 so gut es geht, wieder ausgeglichen werden müssen. Je größer die Stadt, um so mehr machen sich diese Schädlichkeiten bemerkbar, und es nimmt daher nicht Wunder, wenn Familien in den Groß⸗ städten nach drei bis vier Generationen aussterben, die ihre Be- völkerungszunahme nur einzig und allein den aus den ländlichen Gebieten Zugewanderten verdanken. Die Verhältnisse fanden auch ihren Ausdruck in der Rekrutie⸗ 9 rungsziffer unseres Volksheeres. So stellten z. B. im Jahre 1906 1 die a e 114, die Landstädte 91, die Kleinstädte 86, die Mittelstädte 83 und die Großstädte nur 65 Militärtaugliche, wenn man 100 als das„Soll“ jeder Gruppe annimmt. Heute würden die Zahlen sich infolge der Hungerblockade, die besonders schwer unseren Nachwuchs in den Städten getroffen hat, noch weit mehr zuungunsten der städtischen Gemeinwesen verschieben. Was das 4 für unsere deutsche Volkskraft bedeutet, können wir daraus ermessen, wenn wir hören, daß heute genau ein Drittel unserer Bevölkerung 5 in Städten über 100000 Einwohnern lebt. Zudem hat auch für die Militärtauglichen durch den Fortfall der Dienstpflicht diese hervor⸗ ragende Körperschule, um die uns einst die ganze Welt beneidete, aufgehört zu bestehen, und vermissen wir bei unserer heutigen Jugend nur zu sehr diese straffe körperliche Zucht, die an Ordnung und Anterordnung gewöhnte. 52 Daß hier dringend Abhilfe geschaffen werden muß, wenn unser deutsches Volk nicht entarten und zugrunde gehen soll, ist wohl allen verantwortlichen Stellen und Persönlichkeiten klar geworden, N sie aber ein tatkräftiges Eingreifen noch vielfach sehr vermissen! Aber wie ein gesunder Körper sich gegen eine Krankheit, die ihn befallen hat, selbst zu helfen sucht, so sehen wir auch bei uns im deutschen Vaterlande den an sich gesunden Volkskörper gegen die ihn bedrohenden Gefahren Front machen. And wie einst zu Zeiten der Nenaissance, der französischen Revolution und Preußens Wiedergeburt, der Ruf nach„Rückkehr zur Natur“ erschallte und das Gleichgewicht zwischen Körper- und Geisteskultur wieder angestrebt wurde, so haben auch bei uns nach dem Kriege die Leibes⸗ übungen einen Aufschwung genommen, der die Hoffnung in sich trägt, daß unser Volkskörper die schwere Krisis glücklich über⸗ stehen wird. Diese Woge der Volksgesundung zu erhalten und in die rechten Bahnen zu lenken, muß das Bestreben der Staatsregierungen und der Kommunen sein. Die Stadtverwaltungen beginnen sich auch ihrer Pflicht gegenüber der Volksgesundheit allmählich mehr bewußt zu werden. Die Großstädte Hannover, Köln, Berlin sind auf diesem Wege mit gutem Beispiel vorangegangen und haben in groß⸗ zügiger Weise trotz der geringen, ihnen zur Verfügung stehenden Mittel im engem Zusammenarbeiten mit den Leibesübungen treiben⸗ den Vereinen ihrer Stadtjugend Gelegenheit geschaffen, Leib und Seele draußen auf dem grünen Rasen, im tiefen Wasser, in Licht und Luft zu üben und zu kräftigen. Das Neichsspielplatzgesetz, dessen Verwirklichung immer noch auf sich warten läßt, verlangt auf den Kopf der Bevölkerung drei Quadratmeter Spielfläche, eine Forderung, die in Amerika und Eng⸗ land, die längst den Wert von Sport und Spiel für die Volksgesund⸗ heit erkannt haben, als selbstverständlich gilt, bei uns aber erst von einigen wenigen Städten erfüllt worden ist. Außer Spielplätzen und Badeanlagen brauchen wir aber jugend⸗ frische Pädagogen, die unseren Nachwuchs zu kräftigen, willens⸗ starken Menschen und charaktervollen, verantwortungsfreudigen Persönlichkeiten heranziehen. Wie wir bereits sahen, ist ein großer Teil unserer Jugend in seiner Gesundheit schwer geschädigt, während vor dem Kriege die Zahl der kränklichen und mißbildeten Schulneulinge in den Großstädten bis zu 45% betrug, müssen wir jetzt auch in kleineren Städten mit Zahlen rechnen, die über 60% hinausgehen. Die Mitwirkung des Arztes in der Jugenderziehung ist daher mehr als bisher unbedingt erforderlich; denn gerade die kränklichen und schwächlichen Schüler beiderlei Geschlechts bedürfen zur Wieder⸗ herstellung ihrer Gesundheit besonders der körperlichen Ertüchtigung, wenn sie zu gesunden, glücklichen Menschen und brauchbaren, Mit⸗ gliedern unserer Volksgemeinschaft heranwachsen sollen. Am die der Fürsorge Bedürftigen auszuwählen und für jeden einzelnen die geeigneten Körperübungen zu bestimmen, bedarf es einer be⸗ sonderen ärztlichen Ausbildung. Gelingt es doch der modernen Orthopädie, selbst infolge von fehlerhafter Anlage, Krankheit, falscher Ernährung bestehende schwere Mißbildungen erfolgreich zu bekämpfen, wenn sie rechtzeitig erkannt und zur Behandlung kommen. Die preußische Staatsregierung hat die Bedeutung dieser Frage auch erkannt und durch Gesetz vom 6. Mai 1920 die öffentliche Krüppelfürsorge geregelt; die anderen Bundesstaaten haben ähn⸗ liche Bestimmungen getroffen. Hierin wird vor allem auch die An⸗ zeigepflicht für Arzte und Lehrer unter Strafandrohung festgesetzt, wenn sie in Aus übung ihres Berufes bei einer Person unter 18 Jahren eine Verkrüppelung wahrnehmen. Die Voraussetzung für den Erfolg einer umfassenden Krüppelfürsorge ist aber die Stellung aller Jugend⸗ lichen bis zum 18. Lebensjahre unter ärztliche Aufsicht, d. h. Schaffung von Schul⸗ bzw. Fürsorgeärzten(innen) und anderer⸗ seits die Vertrautheit der Lehrer(innen) mit den Grundlagen des Baues und der Entwicklung des menschlichen Körpers und mit den Gefahren, die ihn durch Krankheiten und unvernünftigen Lebens⸗ wandel bedrohen. Diese Kenntnisse sind für den Lehrer auch bei der körperlichen Erziehung der ihm anvertrauten Jugend unerläßlich, denn diese darf nur nach biologischen Gesichtspunkten erfolgen, wenn sie möglichst Vollkommenes erreichen soll.— Nur durch enges Zusammen⸗ arbeiten von Arzt und Pädagogen kann unser Volkskörper wieder zur Gesundung kommen. Die Ausbildung auf dem Gebiete der Körpererziehung und Jugendpflege übernimmt in Gießen das Institut für Körperkultur, das mit Mitteln, die zunächst von der Hochschulgesellschaft und von privater Seite vorschußweise zur Verfügung gestellt wurden, im Oktober 1920 an unserer Aniversität ins Leben gerufen wurde. Dieses bisher einzigartige Institut dient neben der Lehrtätigkeit auch der wissenschaftlichen Forschung und untersucht den Einfluß der Leibesübungen auf Leib und Seele und ihren Nutzen für das gesundheitliche und sittliche, wirtschaftliche und politische Leben unseres Volkes. Außerdem hat das Institut noch eine sehr wichtige und praktische Aufgabe zu erfüllen. Es soll neben der ärztlichen Aberwachung und Beratung der Studierenden unserer Aniversität auch die schulärztliche Tätigkeit in den Gießener Fortbildungs⸗ und Mittelschulen übernehmen. Die ärztliche Antersuchung und Beratung der Studentenschaft ist dank der freiwilligen Beihilfe von Dozenten und Assistenten der Medizinischen Kliniken und Institute und mit Mitteln, welche die Studentenhilfe zur Verfügung stellte, seit dem Sommersemester 1923 durchgeführt. Leider konnte die zur Durchführung der Aufgaben des Instituts dringend erforderliche Anstellung von zwei Assistenten bisher nicht erreicht werden, dabei sollte gerade eine Vollsregierung bedenken, daß die für die Volks⸗ gesundheit aufgewandten Mittel das beste Anlagekapital sind und sich hoch verzinsen durch Hebung unserer Volkswirtschaft und, was noch viel wertvoller ist, durch Stärkung und Mehrung der deutschen Volkskraft. Die Leibesübungen an der Universität Gießen. Von Geh. Med.-Nat Professor Dr. Sommer in Gießen. Bei dem Akademischen Olympia in Marburg, Juli 1924, war eine vom Oeutschen Hochschulamt für Leibes⸗Abungen veranstaltete Ausstellung von Plänen und Bildern über die Turn⸗ und Sport⸗ plätze der deutschen Hochschulen, sowie die darauf vorhandenen oder geplanten Bauten zu sehen, so daß man in vergleichender Weise den Zustand an einer Reihe von deutschen Hochschulen studieren konnte. Andererseits haben manche Hochschulen überhaupt noch keine eigenen Plätze, so daß die Studenten auf die Benutzung der Anlagen von Sportvereinen in den betreffenden Städten angewiesen sind. Es ist jedoch unverkennbar, daß der Fortschritt an den Hoch⸗ schulen in der Richtung eigener Plätze und entsprechender baulicher Anlagen geht, wie dies die Aniversität Marburg bei dem Olympia in mustergültiger Weise gezeigt hat. Dadurch ist die Beteiligung der Studentenschaft an anderen Sportsvereinigungen in keiner Weise beschränkt. Die Aniversität Gießen hatte in Marburg den Grundriß ihres akademischen Turnplatzes sowie den Plan des beantragten Sports⸗ häuschens und eine Reihe von Momentphotographien von leicht⸗ athletischen Abungen ausgestellt. Tatsächlich hat sich die Beteiligung der Gießener Studentenschaft an Leibes⸗Abungen wesentlich infolge des eigenen Platzes sehr gut entwickelt. Im Folgenden gebe ich eine Abersicht über das bisher Geschehene und das weiter zu Schaffende. Nachdem sich 15 längere Jahre vorher ein akademischer Aus⸗ schuß für Leibes⸗Abungen um diese Aufgaben bemüht hat, wurde mit Hilfe einer von der damaligen Regierung der Aniversität überwiesenen Stiftung von 65000 Mark im Jahre 1915 aus dem Besitz der Stadt Gießen ein Gelände von 35000 Quadratmeter zwischen Schützenhaus und Wald erworben. Als damaliger Rektor der Aniversität und gleichzeitig als Stadtverordneter habe ich mich lebhaft bemüht, dieses Werk zustande zu bringen, was durch das verständnisvolle Entgegenkommen der Stadtverwaltung gelungen ist. Die Stadtverordnetenversammlung hat den Verkauf des Geländes zu dem mäßigen Preis von 1 Mark pro Quadratmeter einstimmig genehmigt. Es durfte jedoch bei den Kriegsverhältnissen vorläufig nur ein Zehntel des ganzen Geländes verwendet werden. Trotzdem wurde alsbald der Gesamtplan aufgestellt, der bis jetzt als Richt⸗ schnur gedient hat. Die Zeichnungen wurden nach den Angaben des Ausschusses im Städtischen Bauamt in Gießen hergestellt, wobei ich besonders der Tätigkeit des verstorbenen Oberbausekretärs Köhler gedenken möchte. Nach diesem Plan sollte das nach dem Walde zu abfallende Gelände in drei Terrassen angelegt werden, von denen die unterste den Hauptsportplatz mit Laufbahn von 450 Meter umfaßte. 1916 wurde zuerst die mittlere Terrasse im Amfang von ca. 3000 Quadrat⸗ meter mit Hilfe von russischen Kriegsgefangenen, die von dem benachbarten Gefangenenlager gestellt wurden, angelegt und als Platz für Leichtathletik bergerichtet. Dieser war an den vier Seiten mit Meßpflöcken im Abstand von 5 Meter versehen, um alle Leistungen beim Speer⸗ und Diskuswurf usw. durch einfaches Visieren in allen Fällen feststellen zu können. Schon während des Krieges wurde diese Anlage verhältnismäßig stark benutzt, auch wurden eine kleine Amkleidehalle gebaut und gute Turngeräte(Neck, Barren, Sprungeinrichtungen) aufgestellt. Von dem das Gelände in der Richtung der Siechenanstalt durchziehenden Strang der Schiffenberger Wasserleitung wurde eine Leitung in die Halle ab⸗ gezweigt und mit Duschen versehen.— Diese ganze Einrichtung ist während des Krieges auch zur Abung von Jugendlichen viel verwendet worden, erwies sich aber nach Rückkehr der Studentenschaft aus dem Krieg, wie erwartet war, als zu eng, besonders da wesentlich durch die Bemühungen des Hochschul⸗Turnlehrers, Herrn Dr. Werner, die Beteiligung der Studentenschaft immer stärker wurde. Besonders war die Amkleidehalle ebenso wie der Platz für den Andrang viel zu klein. Es erhob sich immer mehr die Aufgabe, die untere Terrasse mit dem eigentlichen großen Sportplatz herzustellen. Durch das 7777S T —— ä——— r r —— R 2 5 8 5 2 8 5 5 f 9 G r 7777 1 Zusammenwirken des akademischen Ausschusses mit der Studenten⸗ schaft gelang es endlich 1921, diesen Plan durchzuführen. Die Studentenschaft borgte und verzinste bei der Sparkasse 100000 Mark, während der Staat die Zinsgarantie übernahm. So wurde im Sommer 1921 der große Sportplatz hergerichtet und durch eine Terrassentreppe mit dem Platz für Leichtathletik verbunden. Dadurch näherte sich die Anlage ihrer mit griechischen Theater⸗ anlagen zusammenhängenden Grundidee. Dabei wurde versucht, dem ganzen Gelände möglichst den Charakter eines Gartens und Parkes zu geben. Mit Hilfe von Spenden aus den Baumschulen der Kliniken wurden entlang der Zufuhrstraße Fichten, Linden und Ahorn gepflanzt. Auch ist der Wall nach dem Walde zu mit Büschen und Kiefern besetzt worden, so daß die Gartenanlage organisch in den Wald übergeht. Einen wesentlichen Fortschritt bedeutete ferner die Errichtung einer Baracke im Amfang von 10* 15 Meter dicht an der schon bestehenden Amkleidehalle, die nunmehr als Sonnenbad und Dusche⸗ raum dient. Diese Baracke wurde von der Stadt Gießen aus dem Bestand des angekauften Gefangenenlagers zu sehr günstigen Be⸗ dingungen überlassen, so daß im wesentlichen nur die Kosten der Aufstellung in Betracht kamen. Sie wurde 1923 hergerichtet und bewährt sich bei der starken Inanspruchnahme vortrefflich. Es ist jedoch die Aufstellung eines festen Baues, wie er von Anfang an auf einem dreieckigen Stück neben der Zufuhrstraße vom Schützen⸗ haus geplant war, unbedingt notwendig. Die betreffenden Pläne, die auch Räume für den Hochschul⸗Turn⸗ und Sportlehrer sowie das studentische Amt für Leibes⸗Abungen umfassen, liegen dem Landesamt für das Bildungswesen zur Genehmigung vor. Der Akademische Ausschuß ist bemüht, die Errichtung dieses Ge⸗ bäudes zu erlangen, da wir zur Zeit in dieser Beziehung hinter der Nachbar⸗Aniversität Marburg zurückstehen und diesen Nachteil unbedingt einholen müssen. Im übrigen ist der Ausschuß durch einen Aufruf bestrebt, Spender für den weiteren Ausbau des Platzes zu gewinnen. Auch wenn die Regierung das Sportshäuschen über⸗ nimmt, ist noch viel zu schaffen. Es sind hauptsächlich folgende Arbeiten in Aussicht genommen: 1. Einfriedigung an der West⸗ und Südseite, 2. Laufbahn von 100 und 450 Meter, 3. Anlage des Nestgeländes, 4. weitere Anpflanzung, 5. ein größeres Licht⸗, Luft⸗ und Sonnenbad, 6. wenn möglich eine 100-Meter⸗Schwimmbahn an der Seite des Waldes, unter Benutzung teils von Quell-, teils von Leitungswasser.— Für die weitere Entwicklung von Turnen, Sport und Gymnastik bietet das Gelände umfassende Möglichkeiten. Herr Dr. h. c. Alfred Bock: Nach neunjähriger Arbeit an dem Platz ist manches erreicht. aber noch viel zu tun. Jetzt stehen wir vor der entscheidenden Frage, ob die hessische Regierung den Bau des Sports-⸗ häuschens bewilligt. Immerhin steht Gießen, wie der Vergleich der Pläne bei dem Olympia in Marburg gezeigt hat, schon jetzt in bezug auf Sportanlagen, trotz mancher Mängel derselben, mit an erster Stelle in der Reihe der deutschen Hochschulen. Die Benützung im Semester und auch bei den von der Turnfachschaft organisterten Ferienkursen ist sehr gut. Ferner hat die Aniversität durch Vertrag den Platz einer hiesigen Sportvereinigung an ver⸗ schiedenen Tagen zugänglich gemacht und ihn auch sonst für Schulen und bei Festlichkeiten verwenden lassen, so daß er unter den Gießener Sportanlagen eine über den Rahmen der Aniversität hinausgehende Bedeutung erlangt hat. Entsprechend der Entwicklung des Platzes und der Leibes⸗ Abungen ist auch die Organisation des Akademischen Ausschusses neu gestaltet worden. Nach den jetzigen Satzungen wählt der Gesamt⸗ senat drei seiner Mitglieder in den engeren Ausschuß für Leibes⸗ Abungen, die unter sich ihren Vorsitzenden bestimmen. Dadurch ist der Ausschuß zur Erfüllung der vielfachen Anforderungen viel besser aktionsfähig geworden, besonders, da die engste Zusammen⸗ arbeit mit der Studentenschaft gewährleistet ist. Diese ist in dem weiteren Ausschuß einerseits durch ein Mitglied des studentischen Amtes für Leibes⸗Abungen, andererseits durch einen Angehörigen der Turnfachschaft vertreten. Die von der Studentenschaft erhobenen Sportbeiträge werden gemeinsam verwaltet. Außerdem gehören der Hochschul-Turnlehrer sowie die Leiter der beiden Abteilungen des Instituts für Körperkultur und fünf von dem engeren Ausschuß gewählte Akademiker, die möglichst Erfahrung im Gebiete der Leibes⸗Abungen haben sollen, zu dem Ausschuß. Nach den Verhandlungen in Marburg ist zu erwarten, daß die Leibes⸗Abungen an den deutschen Hochschulen für manche Examina, vielleicht allmählich für alle, obligatorisch wenigstens in dem Sinne werden, daß zu dem Examen Praktikantenscheine über Leibes⸗ Abungen vorgelegt werden müssen. Die Aniversität Gießen ist für diese grundlegende Anderung des Erziehungsplanes zum Teil vorbereitet. Es ist jedoch dringend zu wünschen, daß die vorliegenden Pläne zum Ausbau des Plahes und zur Errichtung eines Sports⸗ häuschens bald zur Verwirklichung kommen, damit, bei der fort⸗ schreitenden Einführung der Leibes⸗Abungen in die Lehrpläne der Aniversitäten, in Gießen alle Voraussetzungen zur wirklichen Durch⸗ führung solcher Bestimmungen geschaffen werden. Die Studierenden, die unsere Ludoviciana aufsuchen, wollen, was sie bis dahin von Geistesgütern erworben haben, vervollkommnen und erweitern. Die Aniversität unternimmt es, ihre Schüler aus der Region begrenzten Anschauens„in die freien Gefilde des Gedankens“ zu führen, auf daß sie der Wissenschaft, dem Volksganzen dienen. In diesem idealen Streben muß die Aniversität von allen Anterstützung erfahren, die an Deutschlands Sendung in der Kulturwelt glauben. Die Hochschulgesellschaft in Gießen, die sich der Landesuniversität als unermüdliche Helferin erwiesen hat, verdient es in vollem Maße, daß ihr Werk von den weitesten Kreisen der Bevölkerung gehoben und gefördert werde. ,, Fördern Sie die Bestrebungen der Gießener Hochschulgesellschast durch Ihren Beitritt. Anmeldungen sind schrifflich oder mündlich nach Johannesstraße 17 zu richten Jahresbeitrag für außerordentliche Mitgliedern.. Mk. 5.— „ Mindestbeitrag) für ordentliche Mitglieder Mt. 10.— Bankkonto: Mitteldeutsche Creditbank Filiale Gießen und deren Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr. 782 Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei, R. Lange, Gießen. . — ꝑ—ü—4—— a— —