ud 10 der ihr wahrscheinlichez 5 d zum Fahren mit 1 schen Tier- ch zum allerletzten* ektregen. aft, her- ann.“ I Preis-Jury. die he, die originellse* hützer. 1 u. s. w. berühmten, unüber⸗ 5 Die Ballmusik wird wechselnd Blas⸗ und 1 g., für Herren K on sind im Vor⸗ 104 2 , H. Tichy, Selters.* Bie 12. Jul. Buch, „Marktplatz 20, Daniel „Döll, Marltstraße 32, 5 it 4(Hess. Landesztg.) „Herrenkarten ischauer 20 Pfg. in die Oberfechterei derobe 1 zschmar, E 2 4 III —— iger Mittagstisch außer Abonnement. 51 aut Mühleihen, zrandgasse 3. Terrasse . Ph. Bob.(ũ30 möbliertes Zimmet 19 wergerkusde d. bliertes Zimmer Zounenstrahe 14. 5 1 bel bertt 9 705 1770 101 4 Ir hosstra 9 Bohn i 1 1 U 12 Nr. 24 Gießen, Freitag, den 29. Jannat 1897. Poflztg. Nr. 3239 a Telephon⸗Nr. 112. 6 Ausgabe Landeszeikun Gießen. Postztg. Nr. 3239 a. Telephou⸗Nr. 112. Redaktion: N Kreuzplatz Nr. 4. 8 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen t 10 Pfg. für die Ispaltige Petitzeile. * Expedition: 24 Kreuzplatz Nr. 4. Lokales und Provinzielles. * Gießen, 28. Januar. Der alphabe— tische Teil(Einwohnerverzeichnis) zum 1897er Adreßbuch ist 18 und kann von Jedermann auf Gr. Polizeiamt(Melde⸗ Bureau) am Freitag und Samstag dieser Woche in den üblichen Dienststunden einge⸗ sehen werden. Damit ist Gelegenheit ge— boten etwaige Fehler berichtigen zu können. * Gießen, 28. Januar. Anläßlich des estrigen Geburtstags des Kaisers wurden vom fee Infanterie⸗Regiment„Kaiser Wilhelm“ efördert: Hauptmann Deter(3. Bataillon, 11. Kompagnie) und Hauptmann Goldmann 1. Bataillon, 4. Kompagnie) zu Majoren, remier⸗Lieutenant Brack(1. Bataillon, Leib⸗ kompagnie) zum Hauptmann, Sekonde— Lieutenant Jochim zum Premier-Lieute⸗ nant.— Der Premier⸗Lieutenant der Landwehr, August Gabriel, wurde zum Hauptmann der Landwehr befördert. * Gießen, 28. Januar. Das neueste Re⸗ gierungsblatt enthält das Edikt betreffend die Einberufung des 30. Landtags. Danach wird der Landtag am 9. Februar zusammen⸗ treten. * Gießen, 28. Jan. Bei der am Dienstag e Handelskammerwahl wurde der Getreidehändler A. Katz mit großer Mehr⸗ heit zum Handelskammermitglied gewählt. * Gießen, 28. Januar. Gestern und heute schaffte die städtische Straßenkehrerkolonne den Schnee aus der Stadt. Fremde Ar— beiter wurden dazu nicht herangezogen, wohl aber benötigte man 30 Fuhrwerke. * Gießen, 28. Januar. Man schreibt uns: Die Fälle, daß Lehrlinge ihren Meistern durch— gehen, stehen nicht vereinzelt da, einzig in seiner Art dürfte aber der vor einigen Tagen hier vor⸗ w Fall sein, daß ein Meister seinem ehrling durchgegangen ist. Der Fall trug sich nämlich so zu: Ein hiesiger Handwerksmeister war durch schlechte Bauspekulationen auf die schiefe Ebene geraten, was zur Folge hatte, daß ihm im vorigen Jahr nicht allein das Mobiliar, sondern auch das Handwerkszeug gepfändet und versteigert wurde. Ein biederer Handwerksmeister aus Staufenberg, dessen Bruderssohn bei dem Gepfändeten in der Lehre stand, steigerte das Handwerkszeug für den nahezu an den Bettelstab gebrachten„Meister“, um ihn nicht existenzlos werden zu lassen, beging aber die Unvorsichtigkeit, sich das Werkzeug, für das er 130&. bezahlt ur zu sichern. Wie dankbar sich dieser„Meister“ r die edle Handlungsweise dieses Mannes zeigte, ging daraus hervor, daß er dieser Tage k von hier wegzog und sämtliches Handwerkszeug heimlicherweise mitnahm. Der ahnungslose Lehr⸗ ling mußte sich während des Auszuges in der Werkstatt beschäftigen, und erst als man den letzten Brocken aus dem Hause geschafft hatte, wurde ihm urplötzlich die Mitteilung gemacht, daß er— Geselle geworden sei und nachhause bean könne. In der Wohnung des„Meisters“ efand sich nichts weiter als das Bett des Lehrlings. Letzterer soll sich über seine schnelle „Beförderung zum Gesellen“ nicht wenig ge— wundert haben, am meisten jedoch der um sein Geld geprellte Onkel des so„Beförderten“. * Groß⸗Linden, 28. Januar. In ver⸗ gangener Nacht ist der Mühlgraben am sogen. Steinweg aus den Ufern getreten. In ver⸗ schiedenen Ställen und Kellern steht das Wasser nahezu 2 Fuß hoch. * Nidda, 27. Januar. Infolge des an⸗ haltenden Schneefalles und Gestöbers liegt eben an muldenförmigen Stellen, in Hohl—⸗ wegen u. dergl. der Schnee bis zu 1 Meter hoch und sonst durchschnittlich fast fußhoch die dem Landwirt sehr willkommene natürliche Schutzdecke über unseren Fluren. Da der Boden unter dem Schnee hart gefroren ist, haben wir die schönste Schlittenbahn, die bereits ausgiebig benutzt wird.— In Schotten wird am 11. Februar der Großherzogliche Distrikts⸗ einnehmer Herr Rendant Reitzel sein gol⸗ denes Dienstjubiläum feiern. Er ist noch so rüstig, daß er auch bei der Unbill des Winters die auswärtigen Erhebungen selbst vor⸗ nimmt. „ Neu⸗Isenburg, 27. Januar. In seiner jüngsten Sitzung beschloß der hiesige Ge— meinderat die Errichtung einer Licht- und Wasseranlage. Diese Werke sollen in eigener Regie erbaut werden. Von dem Ver— treter der Sozialdemokratie waren die beiden Anträge eingebracht worden: Uebernahme des Schulgel des und der Leichenbestat— tungskosten auf die Gemeindekasse. Ersterer Antrag wurde abgelehnt, während letz— terer Annahme fand. Nieder⸗Mockstadt, 27. Januar. Dieser Tage kam hier eine jener bekannten unsinnigen Trinkwetten zum Austrag: Ein hiesiger Ein⸗ wohner sollte von morgens bis abends 8 Uhr fünfzig Glas Bier trinken! Er brachte es aber trotz aller Vorübung, die er bereits hatte, und aller Anstrengung doch nur auf 42 Glas. In Folge dessen muß er nun 100 Glas Bier bezahlen.— Eine große Leistung im Trinken können ferner zwei hiesige Einwohner ver zeichnen, die jüngst bei einem Gang hinüber ins Nidderthal nicht weniger als 64 halbe Kännchen Schnaps, d. h. 4 Liter, in wenigen Stunden hinter die Binde gossen. Freilich war der eine schon zu Boden gesunken; er trank aber noch wacker mit und als der Andere mit der Wirtin zankend ihr Vorwürfe machte, daß sie Schnaps hätte, von dem man so viel trinken könnte, und meinte, wenn er das gewußt hätte, würde er den Schnaps schoppenweise bestellt haben, sagte Jener:„Sei doch ruhig, das önnen wir ja immer noch!“ Beide kamen trotz alledem am selben Abend noch zuhause an. Von dem Empfang schweigt des Berichterstatters Höflichkeit. * Mainz, 27. Januar. In vergangener Nacht gegen 1 Uhr ereignete sich hier in dem Werkstätterahon der Hessischen Ludwigs⸗ bahn am Neuthor ein schreckliches Brand— unglück. Das Feuer entstand in bis jetzt un⸗ aufgeklärter Weise in der zu ebener Erde — gelegenen Lackiererwerkstätte am südöstlichen Flügel des umfangreichen Gebäudekomplexes. Mit rasender Schnelligkeit vernichteten die Flam⸗ men alle brennbaren Stoffe der Parterrelokali— täten und sprangen dann zum ersten Stock über, wo die daselbst wohnende Familie des Bahn⸗ ingenieurs Zulauf in tiefem Schlafe lag. Der Wachtposten der gegenüber liegenden Neu- thorkaserne bemerkte zuerst das Feuer; er alar⸗ mierte sofort die Wache und die Mannschaften der 3. und 4. Kompagnie des 3. Branden⸗ burgischen Fußartillerie-Regiments. In diesem Momente schlugen auch schon die Flammen in lichten Garben zu den Fenstern heraus; die Sol⸗ daten griffen wacker zu. Ein Unteroffizier drang mit Mannschaften in den brennenden ersten Stock ein, wobei er mit einem mitgebrachten Beil die Thüren einschlug. Auf diese Weise konnte Frau Zulauf im Nachtgewand sich noch retten, ihr Mann dagegen war bereits erstickt. Die den zweiten Stock bewohnende Familie des Werkmeisters Herrmann(sieben Kinder) wurde gerettet. An dem ee werk und an der Unterdrückung des Feuers be— teiligte sich neben der städtischen Feuerwehr das Militär in hervorragender Weise, wofür ihm alles Lob gebührt. Von anderer Seite wird gemeldet: Der erstickte Zulauf, ein wohlbe⸗ leibter Herr, litt au Asthma. Um ½2 Uhr erfolgte eine heftige Gasexplosion, wodurch das massive aus Sandstein gebaute Haus in einen Feuerherd verwandelt wurde. Es brannte gleichzeitig in allen Stockwerken. Erst um 4 Uhr gelang es der Feuerwehr durch ein Fenster in das Zulaufsche Schlafzimmer zu gelangen und die Leiche zu bergen. Gegen Morgen wurde die Feuerwehr des Brandes Herr. Das ganze Gebäude war ausgebrannt. a * Mainz, 27. Jan. In der Restauration zu den zwölf Aposteln in Worms gerieten kürz⸗ lich einige Schüler der dortigen Brauschule in Disput beim Billardspiel, wobei der Brauschüler Virgolo Mußig aus Triest einen Mitschüler zum Zweikampf forderte. Deshalb an⸗ geklagt, stand er heute vor der Strafkammer des Landgerichts und wurde wegen Herausforde⸗ rung zum Duell zu einem Tag Festungshaft verurteilt.— Der Bericht des städtischen Finanzausschusses über den Verwaltungsbericht der Bürger meisterei, der soeben erschienen ist, befaßt sich auch mit der fesselnden Thatsache, daß die weibliche Bevölkerung gegenüber der männlichen eine bedeutende Zunahme auf⸗ weist. In den letzten Zählperioden von den Jahren 1880 bis 1895 hatte unsere Bevölkerung eine Zunahme von 14 341 Personen;, darunter befinden sich nur 6116 männliche, über 8225 weibliche Personen. Der Finanzbericht bemerkt, daß er„keine genügende Erklärung“ für diese auffallende Thatsache finde. l 5 * Worms, 27. Jan. In unserer Stadt hängt die Erteilung einer Wirtschaftskon⸗ zession von der Bedürfnisfrage ab, die vor einer Reihe von Jahren in der Stadtver⸗ ordnetenversammlung beschlossen worden war. Dies soll nunmehr beseitigt werden. Das Polizei⸗ amt Worms hat im Einvernehmen mit der —— — Ihre erste Liebe. Novelle von E. von Bischdorf. (Fortsetzung.) Sie sprach einen ganz eigenen Dialekt, der sich an keinen der landläufigen anschloß, sondern durch immer neue Abweichungen von allem bisher Da— ewesenen überraschte. Besonders suchte sie ihre sonstige Abneigung gegen das andere Geschlecht wieder gut zu machen, indem sie fast allen Haupt⸗ worten den männlichen Artikel verlieh, oft sehr un⸗ begründeter Weise. „Daß mich der liebe Gottchen das noch hat erleben lassen, die liebe, junge Frau von meinem gnäd'gen Herrn zu sehen, das ist aber ein Freud'“, und wieder und wieder küßte sie Reginens Hände. „Und daß der Tort', der Hochzeitstort', den wir gebacken, auch so nach garnichts aussehen mußte! Der Hagebutt' putzt schon am besten, und der war nicht zu kriegen dieses Jahr!“ Voll Würde leitete sie dann hinab in die Kellerräume, wo die große Zentrifugenbuttermaschine stand, ihr höchster Stolz. Jeden Hahn und jede Schraube erklärte sie der jungen Frau voll Wich— tigkeit, und die Aufmerksamkeit, mit der Regine ihr lauschte, gewann ihr Herz im Sturm. „Man merkt's doch gleich, daß die junge gnä' Frau'ne geborene Helling ist“, meinte sie beifällig. Regine aber warf sich mit einem Eifer auf ihre neuen Pflichten, der ihr Mamsell Christinchens Zu— friedenheit in immer höherem Grade erworb. Um 6 Uhr stand sie des Morgens schon im Keller und konnte sich nicht satt daran sehen, wie in die tote Maschine Leben und Bewegung kam, wie der Separator säuberlich von der Milch die Sahne ausschied, aus der dann die köstliche, gelbe Butter entstand. Dann ging sie hinaus in den Garten, wo noch der Morgentau an Blättern und Gras— halmen hing und der Altweibersommer seine langen Fäden an ihr Kleid heftete; sie mußte zuschauen, ob der Gärtner nicht vergessen habe, die Früh— birnen abzunehmen und das gar zu schwer beladene Pflaumenbäumchen zu stützen. Sie, die sich bisher vor allem Gewürm so unbeschreiblich geekelt hatte, entfernte höchst eigenhändig ein paar fette Raupen von den Rosenstöcken. Es war eine ganz neue, patriarchalische Welt voll rüstigen, gesunden Schaffens, in die Regine getreten. und sie gab sich dem Zauber dieses Lebens hin, mit der ihr eigenen Begeisterung, ohne sich jedoch klar bewußt zu werden, daß sie hier fand, was ihre kräftige Natur immer gebraucht hatte, nützliche, reelle Arbeit nach dem bisherigen geschäf— tigen Müßiggange. Wie köstlich schmeckte das gemeinsame Mittag— essen, wenn man so vom frühen Morgen an auf den Beinen und thätig gewesen war, Felix auf seinen Feldern, sie in der Innenwirtschast! Stolz lächelnd hörte er ihren sprudelnd vorgetragenen Be— richten zu. Sie hatte sich bereits ein französisches Werk über Gartenbaukunst verschrieben, um im Frühlinge danach selbst den Pfirsichschnitt zu lernen, mit dem der Gärtner nicht zu stande kam. Felix hielt freilich wenig vom Bücherlernen, seine Weis— heit beruhte auf praktischer Erfahrung. Aber seine Frau war ja auch so viel klüger, als er! Ein wohlverdientes Ruhestündchen nach Tische, dann ging Regine nach neuer Arbeit in Mamsell Christinchens Stube, an die eine Dachkammer grenzte. Die wunderbarsten Schätze lagen in der⸗ selben aufgespeichert. Massenhaft wollene Socken, bunt gestickte Tücher, wie die Dorffrauen sie auf dem Kopfe trugen, farbige Vorhemdchen für die Männer, Schürzen und Kinderkleidchen in allen Gestalten. „Alles zum Weihnacht', gnä' Frau, alles zum Weihnacht', und alles von der gnä' Frau und von mich geschafft. Sie glauben's nicht, wie stolz die Leut' sind, wenn sie so ein Stück tragen, an das gnä' Frau selbst Hand angelegt hat. Da geht ihnen nichts drüber!“ So hatte Christinchen am ersten Toge erklärt, und hier holte sich Regine Vorrat, um nach dem Begonnenen weiter zu arbeiten. Am Abende gönnte sie sich dann einen Er— holungsspaziergang mit Felix. Da zeigte er ihr denn, was er gearbeitet und erreicht hatte in all den Jahren, in denen er hier gewirkt. Sein väter— liches Gut zeichnete sich mehr durch schöne Lage als durch guten Boden aus. Ein größerer Teil des Ackerlandes war nicht sandig gewesen. Da hatte denn Felix mit Kunstdung fleißig nachgeholfen, der sich im Laufe der Jahre mit dem Sande und den noch vorhandenen Pflanzenfasern zu einem Humus — Stadtverwaltung den Antrag gestellt, die Er⸗ teilung einer Wirtschaftskonzesston nicht mehr von der Bedürfnisfrage abhängig zu machen, es soll aber ein Lokalreglement) geschaffen werden, nach dem eine Konzesston nur dann erteilt wird, wenn das dazu zu benutzende Lokal allen fest⸗ gesetzten Anforderungen in Bezug auf Raum⸗ verhältnisse, Ventilation usw. entspricht. Diese neuen Bestimmungen sollen bereits am 1. April in Kraft treten. 1 * Worms, 27. Januar. Die Stadt⸗ verordneten-Versaummlung nahm ein⸗ stimmig den Autrag Klein gegen die Verwen⸗ dung von Militäranwärtern im Kommunaldienst an. Der Oberbürgermeister wird gleichzeitig ersucht, auf dem demnächst zu- sammentreteuden hessischen Städtetag dahin, zu wirken, daß dieser ebenfalls in protestlerischem Sinne bei der hessischen Regierung vorstellig werde. Vermischtes. —„Jockele sperr!“ So oft vom Schwarzwald her auf des Neckars grüner Flut ein Floß an den Mauern Tübingens entlang gleitet, wird ihm— so will es ein uralter Brauch von der dortigen Studentenschaft, ein feierlicher Empfang bereitet. Hierüber schreibt man den„M. N. N.“: Die Kunde von seinem Nahen ver⸗ breitet sich unter den Musensöhnen stets mit Sturmeseile. Im Nu sind die Ufer von ihnen besetzt, die alten hoch⸗ giebligen Häuser der Neckarhalde Fenster um Fenster mit buntbemützten Köpfen gefüllt. Handtücher und Tischdecken flattern in der Luft, Kanonenstiefel grüßen herab. Zieht dann unten auf dem Flusse das sehnlich erwartete Fahr⸗ zeug vorbei, so gesellt sich zu diesem eigenartigen Schmuck der Häuser noch das unbeschreibliche Halloh der Stu⸗ denten, hundertfache Zurufe schallen den Glößern entgegen, namentlich das berühmte„Jockele sperr!“ eigentlich eine Warnung wegen der für die Flöße schwer zu passierenden Neckarbrücke). Es ertönt aus allen Feustern, im tiefsten Bierbaß und im höchsten Tenor, mit bloßem Munde oder aus ellenlangen Sprachrohren gebrüllt, die eigens zu diesem Zweck auf den Studen tenbuden stets in Bereitschaft stehen. Doch auch die biederen Flößer, die an solchen Empfang seit Jahrhunderten gewöhnt sind, bleiben den Dank nicht schuldig. Je nach Temperament und augen⸗ blicklicher Laune des Einzelnen erwidern sie die Grüße, und wenu einerseits ihr Gegenruf„Zahlet uire Schulda!“ unstreitig von guter Kenntnis studentischer Gepflogenheiten zeugt und keineswegs als überflüssige Mahnung erscheint, so verrät anderseits ein Zuruf, den sie ebenfalls sehr häufig an die ihnen zurufenden Studenten richten, daß man im Schwarzwalde zwar nicht Knigges„Umgang mit Menschen“ liest, aber doch wenigstens Goethes„Götz von Berlichingen“ geläufig zu zitieren versteht. Trotzdem darf man versichert sein, daß die Flößer stets froh sind, wenn sie Tübingen wieder hinter sich haben. Allzu oft sehen sie die Musenstadt freilich nicht, denn die Neckar⸗ flößerei ist im Aussterben begriffen.— — Die Pest in Indien. Wie, der„Berliner Wissensch. Korr.“ aus Wien gemeldetzwird, hat die eng⸗ lische Regierung, an die sich die österreichische Regierung unter Vermittlung des Auswärtigen Amtes gewandt hat, bereits ihre Zustimmung zu der Eypedition erteilt, die auf Veranlassung der Wiener Akademie der Wissen⸗ schaften nach Bombay entsandt wird, um dort die Beulen⸗ pest zu studieren. Die Expedition setzt sich aus einem inneren Kliniker, Dr. Chwoostek, einem Bakteriologen, Dr. Albrecht, und einem pathologischen Auatomen, Dr. Ghon, zusammen.— Aus Petersburg meldet man: Das verband, welcher nun der gepriesenen schlesischen Erde glich; in diesem Sommer hatte derselbe zum ersten Male Weizen getragen. Voll freudigen Stolzes wies Felix Regine die Stätte seines Erfolges. Dann mußte seine hübsche Frau all den alten Gutsinsassen präsentiert werden, und Felix konnte sich nicht satt sehen an all den bewundernden Blicken, die sie erntete, ohne es zu beachten. Jedes Fleckchen Erde des weiten Besitzes wurde ihr vorge⸗ stellt, jede Kindererinnerung, die sich daran knüpfte, für sie aufgefrischt— und sie folgte ihrem Manne tapfer durch Wald und Wiese, sog die kräftige, ost⸗ preußische Herbstluft mit vollen Zügen ein, und schmückte ihn und sich mit den roten Beeren der Eberesche. Das Stadtkind, empfänglich für alles Schöne, schwelgte in der ersten, großen Liebe zur freien Gottesnatur, die jetzt in ihrem Herzen auf⸗ ging wie eine Offenbarung an der Seite des Gatten, dem diese Liebe angeboren und mit dem sie aufge⸗ wachsen war wie ein Glied seines Körpers, dem der Verkehr mit der Natur zum Lebensbedürfnis ge⸗ worden wie das Atemholen. Der Herbst ward rauher, Sturm und Regen verwehrten die Bewegung im Freien, und die Abende wurden länger. Nach Wochen fühlte Regine zuerst wieder das Bedürfnis, ein Buch zu öffnen, und kaum hatte sie das gethan, so schlug die Welt der Phantasie und des Gedankens, in der sie heimisch war, sie wieder in Fesseln.. (Fortsetzung folgt.)* * Medizinal⸗Departement teilt angesichts der Berichte über die Verbreitung der Pest in Indien und wegen der Mög⸗ lichteit des Auftretens neuer Seuchenherde in verschiedenen Teilen Indiens mit, daß der Minister des Innern im Einvernehmen mit dem Finanzminister anordnete, ganz Indien für pestverseucht erklären zu lassen. — Stilblüten aus dem Wiener Rathaus. Der Wiener Gemeinderat hat wie jede parlamentarische Körperschaft seine Vielredner und unter ihnen eine erkleck⸗ liche Anzahl solcher, welche, allerdings ohne es zu beab⸗ sichtigen, etwas Heiterkeit in die häufig langweiligen Verhandlungen zu bringen wissen. Die„N. Fr. Pr.“ teilt folgende Auslese von Redeblüten aus früheren Jahren mit: Nennen wir die Gasse„Petrarcagasse“, es is ja so nur a ganz elendigs Gassel. Was llegt denn dran?— ne Tillygasse wollen Sie die Gasse nennen? Und Sie Wallen liberale Bürger sein? Wissen Sie denn nicht, daß dieser Tilly der Urheber der sizilianischen Vesper ge⸗ wesen ist?— Diese Frage liegt wie ein erotischer Block schon seit vielen Jahren in der zweiten Sektion.— Ich sag' Ihnen, meine Herren, diese Akten durchzustudieren war eine wahre Viechsarbeit. Nur ein Fachmann hat sie bewältigen können.— Wenn die Schulen erst in der Neuzeit gut geworden sind und die Kinder erst in den letzten Jahren was Ordentliches gelernt haben, dann find Sie ja lauter Esel!— In Gott's Namen! Wenn Sie auf das Desinfizieren was halten, so schütten Sie halt a paarmal hunderttausend Gulden in die Kanäle. Nutzt's — Und wenn ich auch damals nichts, so schad's nichts. nirgends dabei war, stolz bin ich doch darauf, daß ich ein Achtundvierziger bin.— Meine Herren, ich sag' es noch einmal, daß die bestehenden Leichenkammern un⸗ zurechnungsfähig sind.— Der Mann hat sich durch todes verächtliche Tapferkeit ausgezeichnet, und als er starb, seine Frau als Witwe hinterlassen.— Es hat so viel Deprimierendes, die Armenbüchsen einzusammeln, auch findet man oft den Schlüssel nicht dazu.— Die Wagen fahren dort nicht nur her und hin, sondern auch hin und her Wie kann ein Referent Anträge stellen, wenn er nicht uniformiert(informiert) ist? Wir haben das Recht, zu verlangen, daß ein Referent doch mindestens uniformiert sei.— Das Eine müssen Sie wenigstens zu⸗ geben, meine Herren, daß die Beschornerschen Särge die gesündesten sind. Unser Pflaster ist so schlecht, daß ein Loch dem andern die Hand reichen kann.— Welchen Nachteil das vorzeitige Schlachten für die jungen Kälber hat, brauche ich nicht auseinanderzusetzen.— Meine Herren, in einer vierstöckigen Schule ist es ebenerdig viel finsterer, als in einer dreistöckigen. Wir haben Fälle erlebt, daß es in vierstöckigen Schulen so finster war, daß die Schiller Brillen aufsetzen mußten, um lesen zu können. „Sie müssen's wissen!““ Ort der Hand⸗ lung: Amtszimmer auf dem Polizeikommissariate eines südwestlichen Bezirks in Wien. Personen: Ein Kommissar und eine Gastwirtin. Der Beamte sitzt vor seinem Schrelb⸗ tisch und die umfangreiche Wirtin tritt, so erzählt das „J. W. E.“, mit einem großen Paket in der Hand auf⸗ geregt ein. Sie legt das Mitgebrachte mit den Worten dem Kommissar auf seine Akten:„Is das a Nudelteig, Herr kaiserlicher Rat? Ziegen's n auseinander und reden's.“ Kommissar:„Ich verstehe nicht, was Sie eigentlich wollen, liebe Frau.“ Wirtin:„Wissen will ich, ob ich dle Köchin gleich davonjagen darf, die so eine Patzerei für ein' Nudel⸗ teig ausgiebt, und Sie sollen da entschelden, Herr Rat.“ Kommissar:„Ich bin aber kein Fachmann, um den Teig beurteilen zu können.“ Wirtin:„Das versteh us net amal als studierter Herr? Das müssen's ja doch wiss'n auf der Polizei. Rufen's Ihre Frau Gemahlin her, die wird's uns sag'n.“ Kommissar:„Ich bin aber nicht verheiratet.“ Wirtin:„Als Herr Rat net verheiratet und net wiss'n, wie man ein' Nudelteig anmacht, das ist das höchste. Da werd' ich selber den Richter mach'n und werf' meine Köchin hinaus.“— Die Frau packt ihren Teig zusammen und geht unwillig ab. Ihre Hochachtung vor der Behörde hat einen empfindlichen Stoß erhalten! — Ein Straußen⸗Magen. Eine bemerkens⸗ werte Operation hat im evangelischen Hospital in Odessa der Oberarzt Dr. Fricker ausgeführt. Es handelt sich um die Oeffnung des Magens einer 32jährigen Frau, in dem sich nach der eigenen Aussage der Patientin„eine ganze Niederlage von Sachen“ befand. Dr. Fricker be⸗ richtet über die merkwürdige Operation in der„Deutsch. Med. Wochenschr.“ Vor anderthalb Jahren hatte der Verlust eines Kindes eine bald vorübergehende Nerven⸗ störung bei der Patientin hervorgerufen. Dieselbe wieder⸗ holte sich, als vor drei Monaten ein zweites Kind starb. Die Krankheit steigerte sich diesmal bis zu ausgesprochener Melancholie. Sie trank Petroleum und Karbollösung, verschluckte Nadeln, kleine Knöpfe und Nägel. Da die gewünschte Wirkung nicht erzielt wurde, ging sie zu größeren Gegenständen über. Trotzdem die Patientin mittlerweile bereits in eine Heilanstalt überführt worden war, wußte sie sich doch Stahlfedern, Drahtstifte und Haarnadeln zu verschaffen, die sie verschluckte. Ferner der Reihe nach: eine Häkelnadel, Glasstücke, zwei Theelöffel, eine Gabel und ein größeres Stück Eisen. Die anfangs geringen Beschwerden nahmen immer mehr zu, sodaß die Patientin, deren Geisteszustand allmählig wieder ein nor⸗ maler geworden war, selbst auf sofortige Operation drang. Dieselbe wurde von Dr. Fricker in der Weise ausgeführt, daß nach Oeffnung der Bauchhöhle ein vier Centimeter langer Schnitt in die Magengegend gemacht wurde. Mit Hilfe einer kleinen Zange gelang es dem Operateur, nicht weniger als 37 Fremdkörper aus dem Magen zu ent⸗ fernen. Außer den bereits 2 Theelöffeln befand sich in dem Magen ein Schlüssel, zwei lange Drahtstifte, 12 Glasstücke, ein nahezu 10 Centimeter langer eiserner Fensterhaken, eine Stahlfeder, 9 Nähnadeln, ein Stück Graphit, ein Schuhknöpfchen, zwei Staniolkügelchen und die bereits erwähnte 11½ Ctm. lange Häkelnadel. Die größte Schwierigkeit verursachte die Entfernung der 20½ Etm. langen Gabel. Die meisten der Gegenstände hatten durch den Magensaft stark gelttten. Die Häkelnadel hatte übrigens die Magenwand durchbohrt und zur Bildung eines Taubenei großen Abscesses in der Bauchhöhle Veranlassung gegeben. Die Operation gelang. Die Er⸗ nährung der Patientin erfolgte die ersten fünf Tage durch Klystiere, dann wieder durch den Mund. Die Operation war am 6. Juni ausgeführt worden, am 12. Jult ver⸗ ließ die Frau geheilt das Krankenhaus. Sie befindet sich sehr wohl und hat seitdem bedeutend an Gewicht zu⸗ genommen. Es dürfte bei dieser Gelegenheit interessieren zu hören, daß bis jetzt in 54 Fällen auf operativem Wege die Oeffnung des Magens erfolgte. Davon sind 44 Fälle= 81% Prozent geheilt worden. In keinem einzigen Falle aber handelte es sich um die Entfernung so vieler Fremdkörper wie in dem eben beschriebenen. — Münzen aus Aluminium. Der Um⸗ stand, daß Aluminium so leicht ist und auch nach dem Gefühl kaum mit einem andern Metall verwechselt wer⸗ den kann, hat die Münze zu Philadelphia angeregt, Ver⸗ suche mit Aluminium nach der Richtung hin zu machen, ob es nicht als Münzmetall sich eigne. Man glaubt durch dasselbe vielleicht die Nickel⸗ und Kupfermünzen er⸗ setzen, oder doch Mischungen aus Aluminium mit Kupfer oder Nickel gewinnen zu können, welche zur Münzprägung geeignet erscheinen möchten. Noch im Laufe dieses Jahres soll dem Kongreß der Vereinigten Staaten über die Ergebnisse dieser Versuche, die auch für Deutschland, wo die Zehnpfennig⸗ und Fünfzigpfennig⸗Stücke so leicht zu nachteiligen Verwechslungen Anlaß geben, nicht ohne In⸗ teresse sein dürften. — Eine Heirat zwischen Hundertjährigen. Eine der seltsamsten Ehen wurde, wie amerikanische Blätter melden, in Rockhouse im Staate Kentucky ge⸗ feiert. Ein gewisser William Sexton, gewöhnlich Onkel Billy genannt und 103 Jahre alt, hat seine Jugendfreundin Mrs. William Craft, 101 Jahre alt, zum Altar geführt. Die Braut war in schwarze Seide gekleidet und trug in den Händen ein großes Bouquet von Stechpalmen und Misteln. Mehr als tausend Verwandte und Gäste nahmen an der Zermonie teil. Mr. Sexton hatte seine erste Frau vor ungefähr drei Monaten und Frau Craft ihren Gatten einige Tage später verloren. Wie man sagt, fand die Verehelichung auf Anstiften der beiden Familien der Hundertjährigen statt. Nach der Zeremouie machte das Ehepaar eine Spazierfahrt in einem Wagen, der vor 83 Jahren gebaut war, und zog hierauf in das Haus des Mr. Sexton, welches vor 90 Jahren gebaut worden war. — Der Lebensabend des Scharfrichters. „Monsieur de Paris“, alias der Henker Deibler in Paris, zieht sich nach langem kopfabschneidendem Wirken ins Privatleben zurück; er wird seine Tage friedlich, als Rentner, unter dem Namen Moreau in dem reizenden, an der Seine gelegenen Vorstädtchen Billancourt be⸗ schließen. 500 Köpfe hat er auf seinem ruhigen Ge⸗ wissen, darunter Mordhelden wie d'Eyrau, Prado, Pranzini und Ravachol. Neueste Telegramme. Hd. Hamburg, 28. Januar. Die entscheidende Abstimmung, ob der Streik fortgesetzt werden soll, erfolgt wahrscheinlich nächsten Samstag. Hd. Hamburg, 28. Januar. Der„H amb. Korresp.“ verzeichnet die in parlamentar ischen Kreisen umlaufende Version, daß auch gegen den früheren Kriegsminister Bronsart von Schellen⸗ dorf etwas im Werke sei. Dessen Fernbleiben vom Kapitel des Schwarzen Adlerordens sei schon sehr bemerkt worden. Hd. Oldenburg, 28. Jan. Auf der durch Sturm beschädigten Roennelbrücke ent⸗ gleiste ein von Brak kommender Güterzug. Der Lokomotivführer wurde getötet. Hd. Rom, 28. Januar. Osservatore Romano veröffentlicht einen Aufsehen erregenden Artikel, in welchem der christlich⸗soziale Abbé Geyrand die Republik anerkennt und den Herzog von Orleans wegen seiner Ansprüche auf den Thron t adelt. Hd. Paris, 28. Jan. Die Abberufung des Berliner Marine⸗-Attachés Buchard, wird von radikaler Seite dahin kommentiert, daß der Marine⸗Minister Pesnard das jüngst stattge⸗ habte Duell zum Vorwand genommen habe, um — 8———— Städt. Schlachthaus Freibank. Heute und morgen Rindfleisch, nicht ladenrein, pro Pfund 30. Schweinefleis ch nicht laden rein, pro Pfund 50 Pfg. 1000 Ouadratmeter statt. Gelände, event. auch weniger, mit breiter Einfahrt von der Wolkengasse, auf Wunsch an Großh⸗ zu erfolgen. Die Eröffnung der Offerten findet am 3. Februar, vormittags 10 Uhr, im Saale des alten Rathauses zu Gießen in Gegenwart der ers Zuschlagsfrist 10 Tage. Gießen, am 26 Verdingung. Die bei Ausführung von Eutwässerungsanlagen in Flur märkung Gießen vorkommenden Leistungen und Lieferungen und zwar: 7 2 N Fuhrleistungen, Drainagearbeiten und Lieferung von Lahnkies 20 sollen durch schriftliches Angebot vergeben werden. Pläue, Voranschlag und Bedingungen liegen* auf Großh. Bürgermeisterei Gießen, Zimmer Nr 7, vom 28. Januar bis 3. Februar 1897 zur Einsicht offen. Offerten sind, mit entsprechender Aufschrift versehen, verschlossen und postfrei a Bürgermeisterei Gießen einzureichen. Angebote haben in Prozenten des Voranschlags Januar 1897. Großh. Kulturinspeltion Gießen. chienenen Uebernahmslustigen den von Lodlroy ernannten Attachs durch einen eigenen Vertrauensmann zu ersetzen. Hd. Paris, 28. Jan. Das Zentral⸗Bureau der Preß⸗Vereine Europas hat gestern das Pro⸗ gramm des nächsten Preß⸗Kongresses in Stock⸗ holm ausgearbeitet. Hd. Paris, 28. Januar. Das Marine⸗ Ministerium dementiert die Nachricht, daß der Schiffslieuten ant Buchard seines Postens als Marine⸗Attache bei der Berliner Botschaft enthoben worden sei. Hd. Bordeaux, 28. Januar. Infolge der Ausschreitungen der Studenten erschienen sechs derselben vor dem Zuchtpolizeigericht und wurden zu Gefängnisstrafen von sechs bis acht Tagen verurteilt. Hd. Brüssel, 28. Jan. Anläßlich der Rekrutierung veranstalteten die Sozialisten in der Provinz Hennegau eine Reihe von Kund⸗ gebungen, die Rekruten sangen Lieder mit gegen das Heer gerichtetem Inhalt und riefen: Nieder mit den Privilegien der Bourgeosie! Die befürchteten Unruhen blieben jedoch aus. Hd. Brüssel, 28. Im. Wie aus Ostende gemeldet wird, wütet auf der Nordsee ein hef⸗ tiger Sturm, der große Verheerungen an der belgischen Küste anrichtet. Hd. Brüssel, 28. Jan. Das hiesige vlä⸗ mische Theater wurde gestern Abend während der Vorstellung infolge Bruches mehrerer Wasserleitungsröhren über schwemmt, das Wasser drang in den Zuschauerraum. Das Publikum ergriff die Flucht. Verletzungen kamen nicht vor. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, den 30. Januar 1897. Vorabend: 5.00 Uhr. Morgens: 9 Uhr. Nachmittags: 3 Uhr. Sabbathausgang: 6.00 Uhr. 2•äͤ——dĩ̃;˙ʃòr.eC:ꝛ— Sterbefälle. Am 23. Januar. Heinrich Feuster,/ Jahre alt, dahier Liebigstraße Nr. 65. Die Beerdigung findet vom Sterbehause aus statt. Am 24. Jan. Katharine Stumpf, 6 Wochen alt, Tochter des Schuhmachers Karl Stumpf dahler, Schottstraße Nr. 13. Die Beerdigung findet vom Sterbehause aus statt. Am 26. Januar. 55 Jahre alt, Nr. 4. Georg Gelzenleuchter, Hilfspedell dahier, Neustadt Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗ teur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gleßen. . 37 und 39 der Ge⸗ Wißmann. auch vom Seltersweg aus, mit oder ohne 2 i i 2 ö 2 2 2 75 Pfg. 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