auber⸗ 9 Vanorg nag ßen udn! n Herren: J. A ur, Senta mar, Marktplatz 0 g. Geheimlarten Mk. 20 1 1 5e Pfg., für Selterzweg 90. orstand. ———ꝛ—ß—. * —— all lephon 83 Heel uereien. Furt à. M. id Gebinden. 6 auerei. igener Kelterung, Jeu eröffnet! Nuerie sweg 52. Karen, g aten · 1 4 * — — — — Y N. Gießen, Freitag, den 26. Februar 1897. Poflztg. Nr. 3239 a. Telephon⸗Nr. 112. Ausgabe sche Jandeszeit Gießen. Postztg. Nr. 32393 Telephou⸗Nr. 112. Redaktion: Kreuzplatz Nr. 4. 3 8 Lokales und Provinzielles. * Gießen, 25. Februar. Ein musika⸗ lischer Preiskourant. Das Gouvernement Mainz hat für Militärmusiker folgende Tarif⸗ sätze aufgestellt: Für einen Umzug per Musiker 6, zu Pferd 10., der Kapellmeister bei persönlicher Mitwirkung 15 M., der Stabstrom⸗ peter zu 30% Für Sitzungen von 7 bis 11 Uhr 4,50 4, an Sonntagen 6 4, für Sitzungen mit Ball 8. per Mann, der Kapellmeister bei persönlicher Mitwirkung 15, an Werktagen und 20, an Sonntagen. Bei Masken⸗ oder anderen Bällen von 7 Uhr ab für den Musiker 8 A und den Kapellmeister 25%, und für den Kapellmeister zu Pferd 30% Für Tafelmusik, welche 4 bis 5 Stunden in Anspruch nimmt, 5. und für den Kapellmeister 15% Für einen Fackelzug an Wochentagen 3,50 4 und an Sonn⸗ und Festtagen 5 4, für den Kapell⸗ meister 10 resp. 15% Für Tanzmusiken zu gewöhnlichen Zeiten sind 8 4, und an Kirch⸗ weihtagen 10 4 per Mann zu bezahlen. * Gießen, 24. Februar. Zu den hier 5 bestehenden Vereinen ehemaliger Soldaten st seit gestern ein neuer hinzugekommen. Es hat sich nämlich die Kriegerkameradschaft Gießen mit vorerst 21 Mitgliedern gebildet. In den Verein aufgenommen werden nur Per⸗ sonen, die einen Feldzug mitgemacht haben. * Gießen, 25. Febr. Der Bremser Joh. Georg Spaar von hier feierte vor einiger Zeit, ohne daß seine Kollegen und die vorgesetzte Behörde davon Kenntnis erhielten, sein 25 jäh⸗ riges Dienstjubiläum. Der Jubilar ist seit 25 Jahren ununterbrochen in Gießen sta⸗ tioniert. K. Grünberg, 24. Febr. Um dem„reklame⸗ artigen“ Eingesandt in der hiesigen Lokalpresse entgegenzutreten und um dem unerqguicklichen Thema bezüglich dem„prima Mastochsen⸗ fleisch“ ein Ende zu bereiten, sei bemerkt, daß hierorts die Fleischpreise gegenwärtig wohl vartieren, doch hat die von verschiedenen Blättern mitgeteilte Preisreduktion von 60 auf 50„ per Pfund in den beteiligten Kreisen wegen ihrer „Haltlosigkeit“ geradezu nicht angenehm berührt. Einzelne Viehhändler hatten dieser „angeblichen“ Preisreduktion wegen schon manche unangenehme Erfahrung machen müssen. Im Interesse des hiesigen Metzgergewerbes wäre es für die Zukunft besser, wenn unberufene Kreise mit der öffentlichen Besprechung derartiger Fragen etwas vorsichtiger zu Werke gingen. Denn hier⸗ orts hat man mit Verhältnissen zu rechnen, die einen anhaltenden vermehrten Fleischkonsum und eine etwa damit bedingte Preisreduktion illu⸗ sorisch erscheinen lassen. * Grünberg, 23. Februar. Der hiesige Männergesangverein hielt im Laufe der vergangenen Woche seine diesjährige General⸗ 01 11 ab, worin die seitherigen Vorstands⸗ mitglieder wiedergewählt wurden. Präsident des Vereins ist Herr Kaufmann Schott, Dirigent Sah Lehrer Roth hier. Im Laufe des nächsten ahres wird der Gesangverein sein sechzig⸗ jähriges Jubiläum feiern; er wurde näm⸗ lich im Jahre 1838 gegründet und stand lange Jahre unter der Leitung des Gründers, des Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile. Herrn Kantor Magel. Später übernahm dessen Sohn, der ebenfalls in unserer Stadt eine Reihe von Jahren als Lehrer wirkte und jetzt Lehrer und Organist an der Hofkirche zu Darmstadt ist, die Direktion. Verschiedener Verhältnisse halber war von einer 50 jährigen Jubelfeier ab⸗ gesehen worden, und soll dafür nun im 60. Jahre des Bestehens eine entsprechende Festlichkeit ver⸗ anstaltet werden. Der Verein bildet ein Glied des„Lahnthalsängerbundes“. Ein Beweis dafür, welch gutes Einvernehmen stets unter den Mit⸗ gliedern des hiesigen Gesangvereins herrschte, ist die Thatsache, daß eine Anzahl von Sängern über 20 Jahre, einige sogar schon über 25 Jahre an den Gesangsübungen teilnehmen. D. 3. Aus dem Vogelsberg, 23. Februar. Noch immer herrscht Keuchhust en. Wenn die Plage auch bei der Mehrheit der davon Be— fallenen ihren Höhepunkt überschritten hat, fordert die Krankheit doch noch hie und da Opfer.(D. Z.) * Ulfa(Kreis Schotten), 23. Februar. Die voriges Jahr hier eröffnete Molkerei hat bis heute schöne Fortschritte gemacht. Die Zahl der Genossen und das täglich verarbeitete Milch— quantum ist größer geworden. Der Butterabsatz ist so stark, daß die Genossen für den eigenen Bedarf verschiedene Male keine Butter bekommen konnten, gewiß ein Beweis für die gute Qualität derselben. Trotz der verhältnismäßig geringen Butterpreise im Monat Januar hat die Genossen⸗ schaft doch einen günstigen Abschluß; der Rein⸗ gewinn beträgt 1236. * Lindheim(Oberhessen), 23. Febr. Ein in einer hiesigen Hofraithe ausgebrochener Brand, der wegen des nahen Zusammenhangs der Ge⸗ bäude in dem betreffenden Teile unseres Dorfes leicht größere Dimensionen hätte annehmen können, ist glücklicherweise noch rechtzeitig an dem Ent⸗ stehungspunkt erstickt worden. Der Fuhrmann Berg hatte sich am Morgen früh zum Wegfahren gerüstet, das Pferd bereits geschirrt und dem⸗ selben Futter vorgegeben, wonach er, die Laterne im Stall zurücklassend, wieder in seine Woh⸗ nung gegangen war. Als kurz darauf der Sohn des Fuhrmannes den Stall betrat, stand der Stall in Flammen. Rasch band er das Pferd los, und alsdann versuchte man, das Feuer durch Aufschütten von Wasser zu löschen, was auch gelang. Das Pferd jedoch, das Berg erst vor wenigen Jahren für 600 4 erworben hatte, verendete schon am folgenden Tage infolge der erlittenen Brandwunden. Das Feuer soll durch Herabfallen der Laterne entstanden sein. * Aus dem Kreise Büdingen, 23. Febr. Seitdem sich in den letzten Jahren mehr Aus⸗ wärtige an den Jagdverpachtungen in unserer Gegend beteiligen, werden noch nie da⸗ gewesene Preise erzielt. So wurde die Düdels— heimer Jagd, deren seitheriger Preis 400.. betrug, für 1136 K und die Calbacher, die bisher für 220. verpachtet war, für 800. jährlichen Pachtpreis an eine Offenbacher Ge⸗ sellschaft abgegeben. Die Pachtsumme der Lor⸗ bacher Jagd, die im Besitz des seitherigen Pächters, des Fürsten Bruno zu Ysnburg und Büdingen blieb, wurde von 153* auf 315. gesteigert. * Nidda, 23. Febr. Unser Turnverein hat den Plan gefaßt, sein sehr bescheidenes Heim Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. 251 — — durch eine neue Turnhalle zu ersetzen. Zu dem Zweck veranstaltete der Verein kürzlich in Verbindung mit dem Verein„Fidelio“ eine Abendunterhaltung; dieser sollen noch mehrere folgen, deren Einnahme gedachtem Zwecke zugute kommen soll. Die Bürgerschaft bringt der Sache reges Interesse entgegen. * Darmstadt, 24. Februar. Die Verhand⸗ lungen zwischen den Mainuferstaaten wegen der Fortführung der Mainkanalisierung von Frankfurt bis Offenbach sind nunmehr ab⸗ geschlossen und ist der in dieser Angelegenheit vereinbarte Staatsvertrag zwischen der groß— herzoglich hessischen und königlich preußischen Regierung in diesen Tagen förmlich unterzeichnet worden. Sobald die Ratifikation des Vertrags erfolgt sein wird, sollen die für die Bauaus⸗ führung bestimmten Pläne in den beteiligten Gemeinden offen gelegt werden. * Darmstadt, 23. Febr. Der gegenwärtig den Landständen vorliegende Nachtrag zum Nebenbahngesetz vom 15. November 1890 verlangt eine weitere Mehrbewilligung von 2 350 000, sodaß sich der Gesamtaufwand auf 34 500 000, erhöhen würde. An den entstehenden Mehrkosten sind die Linien Lon⸗ dorf-Lollar, Nieder-Gemünden-Nieder⸗ ofleiden, Lauterbach-Grebenhain-Crain⸗ feld in Oberhessen, Offenbach-Steinheim nebst Abzweichungen in Starkenburg und Undenheim⸗ Nierstein, und Wöllstein-Neu-Bamberg-Frei⸗ laubersheim in Rheinhessen beteiligt.— Die Abgeordneten der Zentrumsfraktion haben bei der Regierung angefragt, ob dieselbe den Ent⸗ wurf für das Einführungsgesetz zum bürgerlichen Gesetzbuch nicht mit möglichster Beschleunigung vorlegen wolle, damit die Besprechung desselben in der Oeffentlichkeit eine ruhige, gründliche Be⸗ ratung durch die Stände ermögliche und dem— nächst noch hinreichend Zeit zum Studium des— selben verbleibt, bevor der Entwurf als Gesetz in Kraft tritt. Auch wird Auskunft gewünscht, ob die Regierung zu der Frage, ob das Notariat aufgehoben oder in ganz Hessen eingeführt werden solle, schon definitive Stellung genommen habe. Vermischtes. — Endlich gesühnt. Ein vor 26 Jahren ver⸗ übter Mord hat in den letzten Tagen endlich seine Sühne vor den Gerichten gefunden. Am 20. November 1870 wurde in dem nahe der sächsisch-böhmischen Grenze ge⸗ legenen Forstrevier Dittersbach der gräflich Clam Gallassche Förster Malek von einigen Holzarbeitern er⸗ schossen aufgefunden. Er hatte einen Schuß aus einem mit gehacktem Blei geladenen Gewehr in den Kopf er⸗ halten. Es unterlag damals keinem Zweifel, daß er von Wilddieben getötet worden war, da er ihnen stets sehr energisch zu Leibe gegangen und ihnen sehr verhaßt war. Der Mörder konnte jedoch nicht ermittelt werden. Sechs Jahre später, im Jahre 1876, wurde gegen einen der be⸗ rüchtigsten Wildschützen der Gegend, den Weber Anton Rieger aus Hohenwald, der verdächtig geworden war, ein Verfahren wegen Ermordung des Försters Malek einge⸗ leitet. Es verlief jedoch ergebnislos und wurde nach kurzer Zeit wieder eingestellt. Erst im Dezember 1896 wurde gelegentlich der Untersuchung wegen eines anderen Mordes durch einen glücklichen Zufall auch das Dunkel, welches über die Ermordung des Försters Malek schwebte, gelichtet und der bereits genannte Weber Anton Rieger Ihre erste Liebe. Novelle von E. von Bischdorf. (Fortsetzung.) Regine suchte entschlossen nach Ablenkung Hier, wo sie im Verhältnis zur häuslichen Abge— schlossenheit gesellig lebte, konnte es ihr nicht schwer fallen, solche zu finden. Sie fing an, ihre Um⸗ gebung, der sie bisher wenig Beachtung geschenkt, genauer zu studieren. Da war zuerst ihre gute, kleine Freundin und Cousine, Lottchen Rechow. Warum hatte sie sich nur zu Hause gegen diese allerliebste Frau mit ihrer herzerfrischenden Fröhlich⸗ keit so ablehnend verhalten? Jetzt lauschte sie ihrem Geplauder mit Vergnügen.„Mein Richard will es so“,„Richard denkt das auch“,„mein Mann kann so etwas nicht leiden“, das waren Sätze, die sich wie ein roter Faden durch alle ihre Reden zogen. Ihr Gatte war die Hauptperson in ihrem Leben; sie hatte sich keine Vorwürfe über irgend eine Vernachlässigung ihrer Pflichten zu machen, die Glückliche! Regine fühlte sich ganz klein neben ihrer schlichten Nachbarin. Ihr eigenes Ich, das ihr in ihrer Einsamkeit von so hoher Bedeutung erschienen, schrumpfte neben diesem einfachen Menschenkinde tüchtig zusammen. „Wie schön Du doch stickst, Lottchen“, sagte Regine bewundernd und blickte auf die zierlichen Finger, die behende bunte Seidenfäden durch die Leinwand zogen. Auf dem Tische vor ihr lag ein Strauß fein schattierter Stiefmütterchen und nach diesem Vorbilde erblühten unter ihren geschickten Händen die nämlichen Blutsen auf ihrer Decke. „Das ist ja wunderbar naturgetreu! Ich ahnte nicht, daß Du ein solches Talent für Kunst— stickerei hast!“ „Zu Hause kommt dasselbe auch selten zur Geltung“, sagte Lottchen lächelnd,„dort sheue ich es ordentlich, mich in diese Lieblingsbeschäftigung zu versenken, weil ich darüber gar leicht Wichtigeres vergesse. Erst kommt die Arbeit, dann das Ver⸗ gnügen, das heißt für mich: das Sticken, und für letzteres bleibt dann selten Zeit übrig!“ Das früher so übersehene Lottchen war also schon lange zu dieser weisen Einsicht gelangt, die Regine erst jetzt nach so bitteren Kämpfen erlangt hatte! „Lottchen“, sagte sie ganz demütig bittend, „würdest Du mir wohl einen großen Gefallen erweisen?“ 5 „Aber gewiß, herzlich gerne“, versetzte diese freundlich. 9 „Ich möchte gerne von Dir wirtschaften lernen; ich bin so unerfahren in praktischen Dingen und fühle das schmerzlich. Darf ich zuweilen zu Dir hinüber kommen und mir bei Dir Rat holen?“ Die kleine Frau horchte hoch auf „Aber natürlich, Regine!“ sagte sie und errötete vor Vergnügen,„es wird mir die größte Ehre sein, Dir mit meinem bischen Weisheit auszu— helfen.“ Die stolze, kluge Regine, vor der sie immer so viel Respekt gehabt, wollte bei ihr lernen! Charlotte fühlte sich im höchsten Grade geschmeichelt. Aber da kam Frau Constanze angetänzelt, und bald war sie mit Lottchen in eine Unterhaltung versunken über die beste Art, Wildpasteten herzu⸗ stellen. Die beiden tauschten gerne ihre hausfrau— lichen Erfahrungen aus, und Regine, die diese Ge⸗ spräche sonst höchst langweilig gefunden, suchte jetzt davon zu profitieren. Das Wirtschaftliche war Constanzens starke Seite. Von ihren kleinbürger⸗ lichen Vorfahren hatte sie das Interesse dafür ererbt. In ihrem Haushalte wurde kein Groschen unnütz verthan, sie ließ es sich nicht nehmen, selbst in der Küche mit anzugreifen, so oft ihr Lothar dieses auch schon als unpassend und höchst über⸗ flüssig verboten hatte. Rezine aber machte die Er⸗ fahrung, daß kein Mensch, so unsympathisch und abgeschmackt er uns erscheinen mag, so gering ist, daß man nicht doch in irgend einer Weise lernen könnte. Zu Hause fand sie einen Brief von Felix vor. „Eine frohe Botschaft habe ich Dir heute zu melden, Reginchen“, schrieb er,„es ist mir mit Mutters Hülfe gelungen, Dir eine vorzügliche als Mörder ermittelt. Anfangs suchte dieser seine That zwar zu leugnen, doch legte er bald ein umfassendes Ge⸗ ständnis ab. Wie er angab, ist er seinerzeit mit dem Förster zusammengetroffen und hat ihn sofort erschossen. Personen, welche damals dabei waren, haben, wie sie er⸗ zählten, bisher geschwiegen, weil sie den Rieger fürchteten. Die Verhandlung gegen Rieger fand dieser Tage vor dem Schwurgericht in Reichenberg statt. Das Gericht ver⸗ urteilte ihn, entsprechend dem Wahrspruch der Geschworenen, zum Tode. — Eine lustige Studentenwette. Ein Leser der„Köln. Volksztg,“ erzählt in diesem Blatte von einer lustigen Studentenwette, die in den achtziger Jahren in Straßburg ausgetragen wurde:„Das römische Erbrecht mittels eines Frühschoppens hinunterspülend, saßen wir, neun Mann hoch, eines schönen Montags zwischen 12 und 1 Uhr im Luxhof, als ein uns bekannter Mediziner ins Lokal trat, sich zu uns setzte und rief:„Kellner, die Speisekarte, ich habe Hunger wie ein Wolf!“„Aber nicht so, wie mein Muckl da,“ antwortete einer der An⸗ wesenden, der erst im dritten Semester stand und sich, Zum die Wirkung seines Auftretens auf Straßburger akade⸗ mischen Boden zu erhöhen, einen mächtigen Bullenbeißer angelegt hatte. Seine Mittel erlaubten ihn das.„Der arme Kerl hat seit gestern Mittag nichts mehr zu fressen gekriegt,“ setzte er noch hinzu.„Hm“, meinte der Medi⸗ ziner, ein lustiges und äußerst gerissenes Herrchen, indem er uns zublinzelte,„das käme noch darauf an.“„Oho“, machte der Andere,„nur nicht aufschneiden!“ Ein Wort gab das andere, und schließlich kam zwischen den Beiden eine Wette zu Stande, wonach der Mediziner sich verpflich⸗ tete, jetzt gleich mehr im Essen zu leisten, wie Muckl im Fressen. Die Auswahl der Gerichte durfte er selbst treffen, aber Alles, was für einen Hundemagen nicht paßte, wie Caviar und dergleichen, war ausgeschlossen. Wer verlor, mußte die gesamten Unkosten einer nachher von der ganzen Corona zu unternehmenven Spritzfahrt nach Kehl nebst Bowle dort bezahlen. Und nun gings los. Zunächst wurde Muckl seines Maulkorbes entledigt, was ihn sehr zu freuen schien. Sodann begann der Mediziner die Speisekarte bedächtig durchzulesen und bestellte ein Beef⸗ steak mit gebratenen Kartoffeln; für den Hund natürlich das Gleiche, denn so war es ausgemacht. Unterdessen war die Sache im Saale bekannt geworden; es hatteu sich noch mehr Bekannte herangeschlängelt, und es herrschte allgemeine Spannung. Daß der Medizinmann gewinnen würde, setzten wir bei seiner Schlauheit voraus; nun waren wir neugierig, wie er die Sache anfangen werde. Dem anderen gönnten wir einigen Hereinfall schon aus dem Grunde, weil er hochfahrend war. Die beiden Beef⸗ steaks kamen. Hup! Muckl war mit dem seinigen fertig, gleich darauf auch mit den Kartoffeln und leckte höchst befriedigt sein umfangreiches Maul. Der Mediziner aß seine Portion langsam auf und bestellte dann noch ein Beefsteak. Muckl machte wieder hup und blickte er⸗ wartungsvoll dem sich mit dem Teller entfernenden Kellner nach. Es mochte ihm wohl so vorkommen, als sb ihm irgend welcher Verdienste halber ein Festfressen gegeben werden solle. Der Student kaute auch sein zweites Beef⸗ steak ruhig zu Ende und bestellte dann zum größten Gau⸗ dium der Umstehenden kaltlächelnd zwei Stücke trockenes Schwarzbrot, wovon er das seine vergnügt aufknupperte. Muckl beroch das neue Gericht, wandte sich aber verach⸗ tungsvoll davon ab und legte sich wieder unter den Tisch. Auf das schöne Essen vorher jetzt hundsgemeines Brot, darauf zu reagieren war er weder durch gute Worte noch durch Prügel zu bewegen. Somit hatte sein Herr die Wette verloren. Das andere nachher in Kehl mit der Bowle besorgten wir gründlich. — Siebensache Bauernhochzeit in Tyrol. Das Bergdorf Kastelruth am Fuße des Schlern über dem steilen Gelände des Eisakthales war dieser Tage der Schauplatz einer großen bäuerlichen Festlichkeit, zu der auch zahlreiche Gäste aus dem Thale Gröden, ferner aus Bozen, Gries, Meran und anderen Orten herbeigekommen —......... 8 Wirtschafterin zu engagieren, nämlich Christinchens älteste Nichte. Sie war bis jetzt in Ditten be⸗ schäftigt und bringt die vortrefflichsten Zeugnisse mit; sie scheint überhaupt das getreue Ebenbild ihrer Tante zu sein.“ Diese Meldung wirkte auf Regine wie eine Enttäuschung. Wieder, wie schon bei der Beauf⸗ sichtigung ihrer Kinder, schien sie mit ihrem guten Willen zu spät zu kommen. „Es ist recht einsam hier, ich sehne mich nach Dir und den Kindern“, hieß es weiter. Wie nüchtern das klang! Sie selbst empfaud jetzt ein quälendes Verlangen, wieder mit Felix vereint zu sein. Sollte sie auch mit ihrer heiß erwachten Liebe zu spät kommen, sollte sie die seine ganz verscherzt haben? Das wolle Gott nicht! „Ich sehne mich nach Dir“, wenn Felix das schrieb, daun meinte er es auch wirklich; über⸗ schwängliche Worte waren ja sein Fall niat; damit tröstete sie sich. Keinen seiner Briefe hatte sie so oft, mit so wechselnden Gefühlen gelesen, schwankend zwischen Furcht und Hoffnung.„Es ist recht einsam hier; der Arme! Aber bald würde er ja erlöst sein; die Zeit rückte heran, in der er nach Heidelberg aufbrechen wollte. Seltsam, daß er nichts Näheres über seine Reise schrieb! (Schluß folgt.) waren. Nach alter Sitte wurden den„M. N. N.“ zu⸗ Widerstandskraft der Indianer gegen die Zivilisation stehen. folge am genannten Tage in Kastelruth nicht weniger als 7 Bauernhochzeiten gefeiert, wovon drei, nämlich jene des Heißbäckbauers in Seis, des Runggersbauers in St. Valentin und des Mitterlanzinerbauers im Dorf, mit be⸗ sonderem Gepränge verbunden waren. Alle Hochzeitsgäste erschienen in der alten Kastelruther Festtracht; der Einzug des Heißbädbauern in Kastelruth bestand aus 24 Schlitten, je von einem reichgeschirrten und mit Federbüschen ge⸗ schmückten feurigen Pferde gezogen. Die Schlittenfahrten erfolgten unter Begrüßung durch die Musikkapelle von Kastelruth an der Dorfgrenze mit lustigen Hochzeitsweisen und boten ein ungemein buntes und malerisches Bild echten Tyroler Volkslebens. Die Brautpaare zogen mit Mufikbeglettung im festlichen Hochzeitszuge zur Trauung in die Pfarrkirche von Kastelruth, die prächtige Altar⸗ bilder von Paul Deschwanden schmücken. Nach der Trau⸗ ung verließ jedes Paar mit den Trauzeugen, Kranz⸗ jungfern und Hochzeitsgästen, abermals an der Kirchen⸗ pforte mit Musfik abgeholt und in der nämlichen Reihenfolge wie beim Einzug, die Kirche. Das Hochzeits⸗ mahl im„Lamm“ des Herrn Postmeisters Peter May⸗ regger begann um 12 Uhr Mittags und endigte erst am späten Abende, da um 3 Uhr nachmittags der 2. Teil der Hochzeitsgäste, die sogenannten„Marendleute“, kamen, und zwar sämtlich in Hemdärmeln, und sich zum Mahle nledersetzten. Der Speisezettel bot Auswahl in Hülle und Fülle. Er lautet für die Hochzeitstafel: 1. Butter, Krapfen und kalten Braten. 2. Suppe und Würste. 9. Geröstete und gebackene Leber. 4. Kälberkopf und Ge⸗ kröse. 5. Gebackenes Kalbfleisch mit Zwetschen. 6. Ob⸗ laten⸗„Kiechl“. 7. Rindfleisch mit Kren, Kraut und Ge⸗ selchtes.— Für die„Marend⸗Leute: 8. Knödel mit Ein⸗ gemachtem und spanischen Krapfen. 9. Grüne Krapfen. 10. Schweinernes mit Kraut. 11. Magen⸗„Profesen“. 12. Hase in Sauce und„Schlieferkiechl“. 13. Grieskoch. 14. Braten mit grünem Salat. 15. Torten, Konfekt und„Hanswurst“. Für diese Kastelruther Hochzeitstafel mußten ihr Leben hinopfern: ein Ochse, ein Schwein, vier Kälber und 14 Hasen. Die Zahl der Knödel, die aufgetischt worden find, beträgt 500! — Sind die Indianer im Aussterben begriffen? Es ist eine allgemein verbreitete An⸗ schauung, daß die indianische Rasse seit dem Auftreten der Weißen in Nordamerika sich in einem Zustand allmählichen Aussterbens befinde. Aufgrund vieler Studien, die von Warden Pope, einem Offizier in der Armee der Ver⸗ einigten Staaten, und von Major Powell, Chef des Bureaus für die indianischen Angelegenheiten, vorge⸗ nommen wurden, sowie des von diesen beigebrachten statistischen Materials muß diese Anschauung ins Reich der Fabel verwiesen werden. So lange ordentliche stati⸗ stische Nachweise bestehen, läßt sich im Gegenteil eher eine allmähliche Zunahme der Rasse feststellen. Nicht besser Aus ein bis drei Jahrhunderte zurückreichenden Angaben über einzelne Stämme, die unter dem Einflusse der Zivili⸗ sation stehen, ergiebt sich nämlich, daß sich die Stämme unter diesem Einfluß durchaus vermehrt haben. Ebenso zeigen auch die in späterer Zeit zivilisterten Stämme, bei denen zivilisierte Lebensart, Landwirtschaft, Kirchen, Schulen, Kommunalverwaltung usw. eingeführt wurden, ihrer Anzahl nach eine stetige Vermehrung. Ueber den Stamm der Irokesen sind Ziffernaugaben seit 1660 vor⸗ handen, der Zeit, wo sie mit den Jesuiten und ihren Missionaren in Berührung kamen. Ihre Zahl wurde damals auf 11000 angegeben, und Angaben über eine zusammenhängende Reihe von Jahren stimmen mit dieser Ziffer überein; jetzt ist ihre Zahl auf 13 000 gestiegen. Zivilisterte Stämme haben sich in augenfälliger Weise und schneller als jemals die wilden Stämme vermehrt, sodaß die Annahme, die Indianer ertrügen die Zivilisation nicht, hinfällig wird. Die wichtigsten der zivilisierten Stämme, die ganz wie weiße amerikanische Mitbürger leben, sind die Tscherokesen, die 1782 3000 und 1887 25 000 Seelen zählten; die Tschockta⸗Indianer, 1782 6000 und 1887 16 000 Personen und die Krikindianer, die 1782 3000 und 1887 14 000 Seelen zählten. Die Tschero⸗ kesen, die sich am meisten vermehrten, sind die zivilisiertesten. Einigermaßen genaue Angaben über die Gesamtzahl der Indianer in den Vereinigten Staaten sind nur für die Zeit von 1860—1890 vorhanden. Sie betrug 259 000 im Jahre 1860 und 250 000 im Jahre 1890, hat sich somit anscheinend auf gleicher Höhe erhalten. Die kleine Verminderung der Zahl wird darauf zurückgeführt, daß sich die Angaben der ersten Jahre auf allgemeine Ueber⸗ schläge und Vermutungen gründen, die sich bei wilden Volksstämmen stets als übertrieben erweisen, während für die spätere Zeit genaue Zählungen vorliegen. Besonders wichtig ist auch der Umstand, daß viele Stämme oder Teile davon nach Kanada ausgewandert sind, wo sie sich weniger von der Zivilisation beengt fühlen. Aus der Zeit vor 1860 ist zu erwähnen, daß das indianische Bureau 1856 die Zahl der Indianer auf 253 000 schätzte, und 1825 veranschlagte das Kriegsministerium die Zahl auf 130 000. Diese abweichenden Ziffern zeigen, in wie hohem Grade die Zählungen auf reinen Vermutungen beruhen. Man glaubte, ihre Zahl stände im Verhältnis zur Größe ihres heimischen Bezirks. So wurde 1850 die Zahl der Kalifornia⸗Indianer auf etwa 100 000 geschätzt, während sie bei der Zählung noch nicht ganz 30 000 erreichte. Nach alledem liegt kein Grund zu der Annahme vor, daß in geschichtlicher Zeit mehr Indianer als jetzt im Gebiete der Vereinigten Staaten lebten. Sicher ist ihre Zahl jetzt ebenso groß wie jemals in den verflossenen 200 Jahren, und in der letzten Zeit hat sie zugenommen. Die Erzählungen von Massen⸗ Ausrottungen von Indianern sind als Fabeln zu be⸗ Wohlbefinden 2400 Mann stark. Sie sind nur nach Kanada ausgewandert. Thatsächlich ist nur ein einziger Fall bekannt, wo ein ganzer Stamm ausgerottet wurde. Dies war in Kanada, wo ein 20 000 Mann starker Stamm teils einer Pockenepidemie, teils der Mordsucht eines anderen sehr kriegerischen Stammes zum Opfer fiel. Die größte Ausrottung, an der Weiße die Schuld haben, fand an der Küste des Stillen Ozeans statt, als sich hier die Goldsucher festsetzten. In den hier stattfindenden Kämpfen kamen insgesamt 7000 Indianer um, doch kennt die Geschichte der Rothäute kein Gegenstück hierzu. — Ein Krieg gegen die Dummen. Die Bürger von Connecticut, denen die Vererbungsgesetze schwere Sorgen bereiten, sind ganz aus dem Häuschen. In Connecticut giebt es, wie in allen anderen Ländern der Welt, Schwachköpfe, und aus Furcht, daß sie sich allzu sehr vermehren könnten, beschloß man, ihnen den Krieg zu erklären, einen Krieg mit Gesetzesparagraphen und Handschellen. Die Leute von Connecticut haben nämlich ein Gesetz durchgebracht, welches„jedem Dummkopf und Geistesarmen verbietet, sich mit einer Dame zu ver⸗ heiraten, die jünger ist, als 45 Jahre; Mindeststrafe: drei Jahre Gefängnis.“ Außerdem sollen Diejenigen, welche eine solche Verbindung begünstigen, zu einer Geld⸗ strafe von 1000 Dollars und zu einem Jahr Gefängnis verurteilt werden! Das Gesetz hat ohne Zweifel die besten Absichten,— aber wie will man mit Bestimmtheit den Grad der Dummheit angeben, bei welchem es ange⸗ wendet werden soll? Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 25. Febr. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt: Bei dem Staatssekretär Stephan hat sich Ende Januar eine Ent⸗ zündung des rechten Fußes eingestellt, welche derart zunahm, daß Professor Berg⸗ mann vorgestern die vierte Zehe amputieren mußte. Die Operation ist gut verlaufen. Dem e wurde eine längere Schonung auf⸗ erlegt. Hd. Wien, 25. Februar. Die von Berlin aus verbreitete Version, daß die zwischen den Mächten schwebenden Vorbesprechungen bereits zu einer Einigung der Mächte über die zu ergreifenden Maßregeln in der Kreta⸗ Frage geführt hätten, wird von hiesigen diplo⸗ matischen Kreisen als verfrüht bezeichnet. Bisher sei noch gar nichts positives erzielt. Mehrere Großmächte hätten selbst auf die von Petersburg und Wien ausgegangenen Vorschläge bisher noch nicht geantwortet. Für eine 1 5 England noch Frankreich und Italien zu jaben. Hd. Brüssel, 25. Febr. Die für Sonntag beabsichtigte große Demon⸗ stration zu gunsten der Gleichberech⸗ tigung der vlämischen mit der französi⸗ schen Sprache wurde von dem Bürger⸗ meister verboten. Hd. Haag, 25. Februar. Der Kolonial⸗ minister wurde gestern auf dem Wege zum Ministerium angefallen und mißhan⸗ delt. Der Thäter, angeblich ein Anarchist, wurde verhaftet. Hd. Athen, 25. Febr. Nach amt ⸗ lichen Angaben betragen die Ver ⸗ luste der Türken in den letzten Kämpfen etwa 500 Maun sowie 104 Gefangene. Oberst Vassos war persönlich dem Feuer ausgesetzt. In seiner nächsten Nähe wurde ein Offizier getötet. Ad. Kanea, 25. Febr. Gestern wütete hier eine furchtbare Feuersbrunst. Die Flammen breiteten sich bis zum Regierungsgebäude aus. Ein ganzes Häuser⸗Viereck, darunter das Re⸗ gierungsgebäude, die Bank und die Rech⸗ nungskammer wurden ein Raub der Flammen. Der Pöbel rast auch gegen die türkischen Notabeln als angebliche Urheber des gegenwärtigen Zustandes und will ihre Häuser niederbrennen. Das Fort Kandanos, wo 3000 Türken eingeschlossen sind, wurde von türkischen Aufständischen hart bedrängt. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, den 27. Februar 1897. Vorabend: 5.30 Uhr. Morgens: 9 Uhr. Nachmittags: 3 Uhr. Sabbathausgang: 6.45 Uhr. Sterbefälle. Am 24. Februar. Friederike Noetzly, geb. May, 63 Jahre alt, Witwe von Metzger J. Noetzly dahier, Sonnenstraße 28. Die Be⸗ erdigung findet Freitag, den 26. d. Mts., vormittags 10 Uhr vom Sterbehause aus statt. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗ soll es mit der eingewurzelten Ansicht von der mangelnden trachten.„Der letzte Mohikaner“ lebt noch bei bestem Blokade des Pyräus seien nach wie vor teur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen. Holzversteigerungen. imbeer⸗, Citronen⸗Saft,—— tei 2 t— Dillenburg.(Regierungsbezirk Wiesbaden) Mittwoch, den 10. März 1897 Schlehen⸗, Waldmeister⸗,. III AT Ol.. findet zu Dillenburg(Deutz⸗Gießener Eisenbahn) im Gastbofe„Zur Stadt Frankfurt a. M.“ Vormittags 10 Ubr beginnend, der öffentliche meistbietende Verkauf der nachbenannten Nutz⸗ hölzer aus sämtlichen Schutzbezirken statt. Eichen: 399 Stämme= 182 Fm, 4 Stangen 1., 3 3. Cl., 13 Rm. Nutzscheit(1,2 m lang, Böttcherholz), 2 Nm. Nutzknilppel; Buchen pp.: 415 Stämme= 331 Fm.(darunter 0,74 Fm. Aborn, 2,37 Fm. Hainbuche), 4 Rm. Hain⸗ buchen- 23 Rm. Buchenschichtnutzholz; Weichholz: 1 Birkenstamm= 0,38 Fm., 5 Rm. Birkennutzscheit, 4 Rm. Knüppel. Nadelholz: 2279 Fichten⸗, Kiefern. und Lärchenstämme= 2685 Fm., 427 Sig. 1. 574 2., 1981 3, 770 4. 520 5, 360 6. El. 10 Rm. Nusscheit, 6 Rm. Nutzknüppel. Das Ausgebot findet bei stärkeren Stämmen(über 2 Fm.) einzeln, sonst in kleineren und größeren Losen statt. Besondere Wünsche werden bis zum 1. März möglichst berücksichtigt. Es kommt eine große Zahl schöner Kiefern- und starker Fichtenstämme(bis 33 Carl Kirsch⸗, Erdbeer⸗, Apfel⸗ finen⸗, Ananas⸗Syrup, garantiert rein, empfiehlt Tindenplatz. Retter, Warme Bäder Freitag, den 26. Februar 1897: Militär-Streich-Konzert, 900 4. Alendienst berbun 1 Eulbag⸗Wern sisetntuns ect zu. cb, Lehrer zu lache sädeschule zu 8 11 jährl. Gehalt duufen zu Erbach. sallercht zu detsel shlle zu Pungstadt, 9 Lehrern zu beseze auc dem Dienstalker Ichalt bon Je 100 Sale it Organis un der zu ernen Aunkionen eines 0 Schule gegen besonk nadel; eine mit eit Lahtertele an der sudt, Kr. Darmstadt bon 900 L. Gießen, 25. gor Kurt Sch Nechtsanwaltsch u Probinz Starker ausgeführt von der 28 Mann starken Kapelle des Pragoner⸗ m Länge und 6 Fm. Inhalt) zum Ausgebet. Speziellere e werden auf Verlangen ge— b 15* Gießen, 20. macht. Auszüge 50 Pf. pro 100 Nummern beim Forstsekretär Kasten in Dillenburg. Mäusbur 8 55 g 5 8 5 e Staufenberg. Montag, den 1. März l. J., von vormittags 10 Uhr an, soll 5 8 5 Regiment Irh. v. Manteuffel(Ahein.) Ar. 5, kammer zahlt, im Staufenberger Gemeindewald, in den Distrikten Schabenberg und Mark, nachverzeichnetes Empfehle prima Cervelatwurst unter Leitung des Stabstrompeters Herrn Fo itz ik. lieberberzeichn Holz versteigert werden: 22 Eichenstämme, von 40 bis 69 em Durchm., mit 27 fm; schönes Schnittholz für Glaser und Schreiner, 15 Nadelstämme mit 2,50 fm Inhalt, 780 Nadel⸗Derb⸗ stangen mit 41 fm Inhalt, 151 Nadel⸗Reisstangen, 120 rm Eichen⸗Scheitholz(darunter schönes Küferholz), 68 rm Buchen- Eichen ⸗ und Nadel⸗Knüppelholz, 32 rm Eichen- und Nadel Stock- holz, 8700 Wellen Buchen-, Eichen und Nadel⸗Reiser. Die Zusammenkunft ist im Distrikt Schabenberg. Hungen. Montag, den 1. März l. J. soll in den Gemeindewaldungen zu Hungen, in den Distrikten Herborn, Hubbach und Galgenwald, nachverzeichnetes Holz ver⸗ sleigert werden: 35 Eichenschnittholzstämme, 40 bis 73 em Durchm., 4—8 m Länge= 39,61 km, 141 Nadelstämme, 15—26 em Durchm., 5—18 m Länge= 37,20 fm, 834 Fichten⸗ stangen, 6—12 em Durchm., 5—12 m Länge= 3840 fm. Der Anfang und Zusa mmenkunft ist im Distrikt Herborn vormittags 10 Uhr. Städt. Arbeitsnachweis, Gießen. Gartenstraße 2. Angebot der Arbeitnehmer. 2 Bäcker, 1 Konditor, 1 Bürstenbinder, 1 Drechsler, 1 Steindrucker, 1 Gelbgießer, 1 Spengler, 1 Barbier, 2 Glaser, 1 Tapezier, 4 Bauschlosser, 3 geprüft. Heizer, 3 ungeprüfte Heizer, 1 Maschinenschlosser, 3 Schuhmacher, 4 Taglöhner, 1 Bauschreiner, 6 Hausburschen, 4 Lauffrauen, 2 Schlosserlehrlinge, 6 Dienstmädchen, 1 fein. Hausmädchen. 1 Kleidermacherin für in und außer dem Hause, 1 Strickerin. Nachfrage der Arbeitgeber. 2 Dreher für Dampfmaschinendrechslerei nach auswärts, 4 Glaser(Rahmenmacher) nach Gießen, 1 Wagner nach auswärts, 1 Schmied, 4 tücht. Bauschreiner nach auswärts, 2 tücht. Bau⸗ und Möbelschreiner, 1 Hausbursche unter 16 Jahren, 3 Hausburschen, 1 Lauffrau, 19 Dienstmädchen nach Gießen, 2 Dienstmädchen nach auswärts, 1 perfekte Köchin nach auswärts, 1 besseres Hausmädchen, 2 Kindermädchen, 1 Schneiderin. Bekanntmachung. Nachdem der Plan über die durch Beschluß der Stadtverordneten⸗Versammlung vom 26. November 1896 festgesetzten Baufluchtlinien für den Tiefenweg durch Großh. Kreisamt Gießen genehmigt worden ist, bringen wir dies in Ge⸗ mäßheit des Art. 7 der allgemeinen Bau⸗ erdunng mit dem Anfügen zur öffentlichen Keuntuls, daß die Einficht dieses Planes auf dem Stadtbauamt Jedermann freisteht. Gießen, den 20. Januar 1897. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Bekanntmachung. Betr.: Die Bertilgung der Raupeunester. Die Garten⸗ und Feldbesitzer der Ge⸗ markung Gießen werdeu hiermit aufgefordert bis zum 1. April l. Js. ihre Bäume, Sträucher und Hecken von den Naupennestern zu reinigen. Diejenigen, welche dieser Auf⸗ sorderung nicht Folge leisteu, verfallen in die in 3 368 des Reichsstrafgesetzbuches bestimmte Geld- oder Haftstrafe. Außerdem wird die Vertilgung der vorhandenen Raupennester auf Kosten des Säumigen angeordnet werden. Gießen, den 18. Februar 1897. Großh. Bürgermeisterei Gießen. nauth. Uhrmacherlehrling aus achtbarer Familie, kanu unter güustigen Bedingungen in die Lehre treten. 443 Georg Koch, Uhrmacher, Gießen. — Bekanntmachung. Die Frist, innerhalb welcher die Angehörigen von mit der Impfung rückständigen Kindern die in den zugestellten Aufforderungen ver⸗ langten Nachweise dem Großh. Kreisgesund⸗ heitsamte Gießen zu erbringen haben, läuft demnächst ab. Die am 1. März er. noch Rück⸗ ständigen werden dem Großh. Kreisamte Gießen zur Stellung von Strafantrag Überwiesen. Gießen, den 20. Februar 1897. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Wolff. Städt. Schlachthaus Freibank. Heute und morgen Ochsenfleisch, nicht ladenrein, pro Pfund 54 Pfg. Schweinefleisch nicht ladenrein, pro Pfund 50 Pfg. Schwere Schimmelstute, 7jährig, zur Zucht geeignet, zu ver⸗ kaufen. 456 Gebr. Röhrle, Exportbierbranerei, Gießen. immer, möbliert oder unmöbliert, zu vermieten. 1442 Schneider, Steinstraße 63. und Mettwurst. 296 Metzger L. Pirr, Neuen Bäue 12. W erners W Areuhaus Elehgärten 10. TLager in Möbeln, Spiegeln, Betten, sowie aller sonstigen Gegenstände. Kommissions⸗ und Agentur ⸗Geschäft. Ankauf von Waren jeder Art. Guter, billiger Mittagstisch Anfang 8 Uhr. mzwischen dem 1. und 2. Teil des Programms 440 Auftreten des berühmten Mimikers Herrn Gotthardt ROëVYSka- Rogge, Darsteller berühmter und bekannter Persönlichkeiten, u. A.:„Kaiser Wilhelm 1“, „Kaiser Friedrich“,„Fürst Bismarck“,„Ex. Windhorst“,„Fritz Reuter“,„Franz Liszt“ u. s. w. Entree 50 Pfg. N in und außer Abonnement 1842 bei J. F. Sorger,„Deutscher Hof““. Darmstädter Haus. Logis, sowie vorzüg⸗ ichen Mittags uh empflehlt Peter Welrieh.(44 Guter, billiger Mittagstisch 5⁴ in und außer Abonnemenk. Jum bevorstehenden Frühjahr erlaube mir die Anfertigung von Gartenspalieren, Hütten, Hallen, Gartenhütten, Waschpflöcken, Baum⸗ und Rosenstangen und aller in dieses Fach einschlagenden Artikel in empfehlende Erinnerung zu bringen. 424 Hochachtungsvollst Fr. Aug. Helfenbein, Marburgerstraße Nr. 68. Restaurant Mühleißen, 3 Brandgasse 3. Für Kranke und Reconvalescenten! Malaga, Portwein, Medieinal-Tokayer. ärztlich empfohlen, empfiehlt 420 Caroline Hoß, Steinstraße 78. Textors Terrasse täglich geöffnet. Ph. Bob.(139 „Zum Gambrinus“. Guten bürgerlichen Mittagstisch empfiehlt A. Albold.(110 Guten billig. Mittagstisch, im Abonnement zu 45 Pfg., empfiehlt Wirt Böhm,„Zum Lahnthal“, 91 Neustadt 48. Geschäfts⸗Verlegung. Meinen geehrten Kunden, sowie dem Publikum zur Nachricht, daß ich von heute ab meine Metzgerei in das von mir erkaufte Haus Kirchenplatz 4 verlegt habe und bitte, mir das seither geschenkte Vertrauen auch ferner zu bewahren. 4¹⁹ Hochachtungsvoll Julius Rosenbaum, Metzger, gegenüber der Stadtkirche, neben Hotel Einhorn. Nestlaur ant ut Cue OGranien- Hrn 5 G6 Ludebigstrusse 6. Für einige Tage in der Woche ist noch ein Vereinslokal zu vergeben. Restaurant und Cafe Oranien- Bräu, Ludwigstraße 6. 29888 Restauration„Westendnalle“ empfiehlt ein vorzügliches Frühstück von 30 Pfg. an, Mittagstisch von 70 Pfg. an, ferner Abendessen à la carte in verschiedenen Preisen, sowie ein vorzügliches Glas Bier aus der Brauerei Hildebrand 378 Pfungstadt, per Glas 10 Pfg. 172 Perfekte empfiehlt sich in und a riseuse 1 außer dem Hause. Fräulein Lina Sehmidt, Neustadt 59 III. 2 Prima f 8 Apfelwein 3. cneld, Bahnhofstr. 7. 2 eee 120) Einfach möbliertes Zimmer billig zu verm. Seltersweg 35, Hiuterh., 2. 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