— 2 — — 1 im zur Ruhr, trauen auch ferner 10 Metzger, tel Einhorn. irg. tr. 10 Pf. TPomade, ler Pomaden, geg. Hoarautfall d. d. ppelt geläut. N mark eumatismus, Wee forener Glieder, srophul. 9 „ gel. geschlht und nut ö sehen. b e, Bebe erlauf fllt „ Wallhorte 45. 1 Iasi 10 zer Abonnement 1 1 e 4 Westen 1% igliches Früh 7 stisch von 70 Uf; 4 6 te in verschieben Gießen, Mittwoch, den 24. 1897. * Poftztg. Nr. 3239 a. Telephou⸗Nr. 112. Ausgabe Gießen. Postztg. Nr. 3239. Telephon⸗Nr. 112. Redaktion:* Kreuzplatz Nr. 4. 2 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. — Lokales und Provinzielles. * Gießen, 23. Febr. Zu der am 8. März beginnenden Schwurgerichtsperiode sind bereits drei Termine angesetzt. Dieselben be— treffen: 1. Straßenraub, 2. Münz ver⸗ brechen, 3. Meineid. * Gießen, 23. Febr. Die Vorstände des Kuratorfums der Rennbahn Gießen 1897 und der„Wanderer“ G. R.⸗G. erlassen ace an die Sportskameraden ein undschreiben, wonach der neue Sport— platz an der Hardt am 30. Mai d. J. mit einem großen Rennen eröffnet werden soll. 5 wird der Hoffnung Ausdruck perliehen, daß die Vereine der Nachbar⸗Gaue, sowie die sämtlichen Kameraden des Gaues 9 des D. R.⸗B., besonders die des Nordbezirks, an dieser ersten Veranstaltung sich beteiligen werden. — Das Programm wird noch später bekannt gegeben. * Gießen, 23. Febr. Zu den Wohlfahrts⸗ einrichtungen, die der hessische Pfarrverein für seine Mitglieder in erster Linie der Verwirk⸗ lichung entgegengeführt hat, gehört die Sterbe— kasse, welche neben dem Lebensversicherungs— verband eine sehr zweckdienliche und nicht zu unterschätzende Einrichtung ist, die den Mit⸗ liedern sowohl wie auch den außerhalb des Pfarrvereins stehenden Geistlichen den Eintritt in dieselbe unter den vorteilhaftesten Bedingungen ermöglicht. Der Vorstand ist zusammengesetzt aus den Herren: Nebel⸗Laubach als Vorsitzender, Rötchen⸗Freienseen als Schriftführer und Wagner⸗ Ettingshausen als Rechner. Den Aufsichtsrat sollen Mitglieder aus der Provinz Rheinhessen und Starkenburg bilden. Infolge dieser Grün⸗ dung haben sich unter einzelnen Mitgliedern des Pfarrvereins Meinungsdifferenzen bemerkbar ge⸗ macht, die schon Austritte zur Folge hatten. * Gießen, 23. Februar. Heute Vormittag fand auf dem Amtsgericht hierselbst eine Aus⸗ einandersetzung der Witwe Löber mit den anderen Erbberechtigten der Hofraithe Neustadt Nr. 10 statt. Das Resultat war, daß die Witwe Löber allein das Verfüguagsrecht über die Liegenschaften hat, welche aus der etwa vier Morgen großen Hofraithe und etwa hundert Morgen Acker⸗ und Wiesenland bestehen. Wir hören, daß in aller Kürze das ganze Besitztum verkauft werden wird, wodurch die Möglichkeit erwächst, daß durch rationelle Bebauung des Geländes zwischen der Neustadt und dem Stadt⸗ bach(Bachgasse) endlich an dieser Stelle der Altstadt Luft, Licht und zeitgemäße Verhältnisse geschaffen werden. * Gießen, 23. Februar. Wie aus dem Inseratenteil ersichtlich, findet das Konzert der Dragoner⸗Kapelle aus Hofgeismar in Verbindung mit dem Auftreten des Mimikers Roéevska⸗Rogge am nächsten Freitag, Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile S——————ç—f— 8 Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. Ueber die Leistungen sowohl der Kapelle als des Mimikers äußert sich der in Letmathe er— scheinende„Märkische Volksbote“ wie folgt: „Wohl keine der bisher hier aufgetre— tenen Militärkapellen hat ein solch dankbares Publikum gefunden als die Kapelle der Hofgeis⸗ marer Dragoner, welche vorgestern Abend hier⸗ selbst ein größeres Konzert veranstaltete. Keine hat aber auch durch ihr fleißiges und exaktes Spiel so die Gunst des Publikums sich verdient als diese. Helle Begeisterung rief sogleich die erste der 12 Nummern des Programms hervor, der vom Herrn Kapellmeister Foitzik(mit Be— nutzung von Heroldstrompeten) komponierte „Kommandeur-Marsch“; derselbe mußte auf Wunsch noch zweimal wiederholt werden. Eine weitere Glanznummer bildeten die in den ver— schiedensten Nüancierungen zum Vortrag ge⸗ brachten„Nebelbilder“ und allseitiges Erstaunen rief das geradezu kunstfertige Xylophon⸗Solo hervor. Auch die Violin⸗Solos fanden rauschen— den Beifall. Eine schöne Abwechselung boten die zwischen dem 2. und 3. Teile eingelegten Darstellungen des Mimikers Herrn Gotthard Roévska⸗Rogge. Derselbe wußte die Dar⸗ stellungen berühmter Männer aus Vergangenheit und Gegenwart z. B. der alte Fritz, Napoleon III., Liszt, Windthorst, Bismarck, Kaiser Wilhelm J., Kaiser Friedrich u. a. mit einer täuschend en Aehnlichkeit wiederzugeben. Auch dieser Künstler erntete reichsten Beifall.“ * Gießen, 23. Februar.(Besitzwechsel.) Das dem Herrn Schreinermeister Kinkel gehörige Haus, Rittergasse 19 belegen, ging heute für den Preis von 22 000 Mark in den Besitz des Herrn Hoflohnkutscher Karl Huhn über. * Gießen, 22. Febr. Die s. Zt. viel be⸗ sprochene Ehescheidungs-Affaire des Lieu⸗ tenants v. Autenried ist nun gerichtsseitig am Freitag voriger Woche durch Urteil erledigt. Die von Autenriedsche Ehe wurde ge⸗ schieden und der Ehemann für den schul— digen Teil erklärt. * Gießen, 23. Febr. Der 28 Jahre alte Bahnarbeiter Reuschling von Klein-Linden wurde heute Vormittag von der Strafkammer wegen Sittlichkeitsverbrechens aus 8 178, Abs. 3 des R.⸗St.⸗G., begangen an seiner 74 Jahre alten Schwiegermutter zur höchsten zulässigen Strafe, nämlich 2 Jahre Gefängnis verurteilt. X. Leihgestern, 23. Febr. Einem lange gefühlten Bedürfnis hat endlich unsere Kreis⸗ behörde Rechnung getragen. Die projektierte Kreisstraße, welche kuͤnftig in gerader Linie vom Bahnhof Großen⸗Linden durch Leihgestern nach Steinberg führt, ist in Angriff genommen. Es ist nur zu hoffen, daß unsere Straßenbaubehörde mit Beginn des Frühjahrs die Ueberbrückung des Baches vornimmt und auch damit eine —— Grünberg, 22. Februar. Die von den Interessentenkreisen gemachte Eingabe an das großh. Kreisamt, die Maß- und Gewichts— revision am hiesigen Orte abzuhalten, hat, Dank den eifrigen Bemühungen unserer städti⸗ schen Behörde, insofern einen erfreulichen Erfolg aufzuweisen, als jetzt nur noch kleinere Gewichte und Maße auf dem Gießener Aichamte einer Revision unterworfen sind, dahingegen Wagen und eiserne Gewichte auf Kosten der Steuer⸗ zahler am Orte geaicht werden. Daß für die Diäten und die Transportkosten der Atchwerkzeuge auch noch der ohnedies schon schwer mit Steuern belastete kleine Geschäftsmann aufkommen muß, ist ein wunder Punkt der heutigen Wirtschafts⸗ ordnung. K. Grünberg, 22. Februar. Daß die „Gießener Zeitung“ mit ihrem kürzlich von hier gebrachten Berichte über das„fürchterliche Erdbeben“ noch leichtgläubige Leser ge— funden hat, geht wohl aus der Thatsache hervor, daß ein Bauersmann von einer entfernteren Ortschaft einer gerichtlichen Vorladung des„Erd— bebens“ wegen nicht Folge leisten wollte und in einem Schreiben an das hiesige Amtsgericht unter Bezugnahme auf die„schreckliche Begeben⸗ heit“ sein Nichterscheinen motivierte. B. Grünberg, 22. Februar. Der hiesige Musikverein, von dessen Leistungen wir schon öfters in anerkennenswerter Weise berichten konnten, begeht in diesem Jahre die Feier seines 55jährigen Bestehens. Von den Begrün⸗ dern des Vereins lebt nur noch Herr Kull⸗ mann, dem es hoffentlich vergönnt sein wird, dieser für ihn sehr ehrenvollen Feier beizu— wohnen. * Butzbach, 22. Februar. In der letzten Sitzung des Stadtvorstan des stand u. a. die Frage der elektrischen Beleuchtung der Stadt auf der Tagesordnung und wurde beschlossen, daß die großh. Bürgermeisterei von verschiedenen Firmen Offerten betreffs Einrich⸗ tung einer elektrischen Beleuchtung der Stadt einfordern soll. Die Neuanlage soll so sein, daß eine Abgabe von Kraft von dem Elektrizitäts⸗ werke au die zu errichlende Pumpstation statt⸗ findet. Zur Bestreitung der Kosten für die An⸗ lage sind die durch die außerordentliche Holz⸗ fällung infolge Vergrößerung des Exerzierplatzes zu vereinnahmenden Beträge für verwertetes Holz, die im Voranschlage mit 30000& vor⸗ gesehen waren, und die noch in Reserve gehal⸗ tenen 50000. städtischer Obligationen vorge⸗ sehen. Ferner wurde beschlossen, daß für die Stadt neue weiße Straßenschilder mit schwarzen Buchstaben und für die Häuser neue Nummern, jede Straße für sich, angeschafft werden sollen. — Die Holzfällung am großen Exerzierplatz und die notwendige Holzfällung behufs zweier bezw. 300 Meter und 600 Meter langen Schieß⸗ stände ist beendet und wird nunmehr mit der — Einebnung begonnen, die bis zum 1. April fertig sein muß. * Darmstadt, 22. Februar. Der Verband der hessischen landwirtschaftlichen Ge— nossenschaften, welcher zur Zeit nahezu 500 Vereine mit 40000 Mitgliedern umfaßt, feiert im Juni in Mainz, dem Gründungs⸗ orte des Verbandes, das Fest seines 25jährigen Bestehens. Der Verbandsdirektor, Kreisrat Haas⸗Offenbach, hat bereits ein Rundschreiben an die Genossenschaften erlassen, worin er um Beiträge zur Bilduug eines Jubiläumsfonds bittet. Für die Feier sind zwei Tage in Aus⸗ sicht genommen. Am ersten Tage soll ein fest⸗ licher Verbandstag mit Festmahl, am Abend Konzert in der Stadthalle oder der städtischen Anlage stattfinden. Für den zweiten Tag ist eine Rheinfahrt geplant. Vielleicht wird auch eine Festvorstellung im Theater oder eine ähn⸗ liche Nummer dem Festprogramm eingeflochten. Auch soll den Festtheilnehmern ein kleines An⸗ denken behändigt werden. Mainz, 22. Februar. In dem Lager⸗ schuppen des Agentur⸗Gebäudes der nieder⸗ ländischen Dampfschifffahrts⸗Gesellschaft brach heute Nacht auf bis jetzt unaufgeklärte Weise Feuer aus, das erst gegen 7 Uhr früh entdeckt wurde. Die, dort aufgestapelten Tepich⸗, Tuch⸗ und Leinenballen sind vom Feuer zerstört. Der Schaden wird auf etwa 5000&& geschätzt. Mainz, 20. Februar. Das hiesige Schöffengericht verurteilte vor Kurzem die beiden Inhaber der Schuhfabrik von Beck und Rosenfeld wegen Uebertretung der Ge— werbeordnung zu je 25 x Geldstrafe, weil sie junge Leute von 14 bis 16 Jahren länger als 10 Stunden täglich beschäftigt hatten. Während der Schöffengerichtsverhandlung hatte der Mitangeklagte Beck den Einwurf erhoben, daß er stets auf Reisen sei und mit dem Ge⸗ schäftsbetrieb selbst nichts zu thun habe. Das Schöffengericht erklärte jedoch in seinem Urteile, daß die Angeklagten, da sie beide Inhaber der Firma seien, auch beide strafrechtlich für ihren Fabrikbetrieb haftbar seien. Beck legte gegen dieses Urteil Berufung ein, die vor der hiestgen Strafkammer erneut zur Verhandlung stand. Die Verteidigung führte aus, daß nach konstanter Rechtsprechung die Teilhaberschaft allein keinen Grund zur Bestrafung bilde, wenn im Geschäftsbetrieb etwas Strafbares vorkomme. Es müsse vielmehr jedem Teilhaber die Schuld nachgewiesen werden. Becks Teilhaberschaft allein mache ihn für technische Fehler während seiner fast das ganze Jahr andauernden Ab⸗ wesenheit nicht verantwortlich. Der Staatsan⸗ walt und die Strafkammer schlossen sich diesen Ausführungen an. Das Gericht sprach B. Fe Briefkasten. K. H.⸗Leihgestern. Siehe Inseratenteil. abends 8 Uhr in Steins Saalbau statt. Ihre erste Liebe. Novelle von E. don Bischdorf. (Fortsetzung.) Sie konnte sich das Vergnügen nicht versagen, Lossen diefen kleinen Hieb beizubringen. Er wurde noch verdrossener. Nun wollte das Frauenzimmer auch noch anfangen, logisch zu werden! Als ob sie überhaupt verstehen könnte, was das Wort„Logik“ tigentlich heißt! „Wenn ich das wirklich gesagt habe“, entgegnete er kurz,„dann muß ich wohl an jenem Tage die Welt durch eine rosige Brille angeschaut haben, die mir die Wahrheit entstellte.“ Wieder mußte Regine den Vergleich zwischen ihm und Felix ziehen, wie sie es schon unendlich oft gethan. Aber, wie ihr Gatte bei der Gegen⸗ überstellung mit dem Idealmenschen Lossen stets verlor, so diente nun alles, was der wirkliche, seinet erdichteten Herrlichkeit entkleidete Lothar sprach, nur dazu, Regine über die guten Eigen⸗ schaften iyres Mannes aufzuklären, für welche sie bis dahin blind gewesen. Nun sah sie ihn, wie er war: unermüdlich thätig in seinem Berufe, den er mit ganzer Seele liebte, klaglos die kleinen Mühen, mutig und gefaßt die größeren Schicksals⸗ schlage ertragen. Sie fing an zu begreifen, daß i etwas Heiliges ist um die Arbeit; daß diese allein dem Leben sittlichen Wert verleiht und nicht tin vielseitiges Dilettieren in Kunst und Wissen⸗ schaft. Felix redete, wie er lebte, sprach nicht heute Ueberzeugungen aus, von denen er morgen keine Uhuung mehr hatte. Wie hohl und albern er⸗ schienen ihr Lossens tönende Worte, die mit seinem Gesen in so grellem Widerspruche standen! große Kalamität beseitigt. Dieser innere Zwiespalt in Lossens Sein, der Abstand zwischen der Bildung seines Geistes und derjenigen seines Herzens, beschäftigte Reginens Ge⸗ danken auch beim Heimwege. Sie schritt mit Lottchen und Karin durch die Felder, während die anderen weiter gefahren waren zum Morsum⸗Kliff. Die Kühle des Abends that ihr wohl. Sie band die Blumen zum Strauß, welche die Kleine ihr pflückte, und grübelte über den Gegenstand ihrer ersten Liebe nach. Da offenbarte sich ihr wieder etwas Neues. Mit Beschämung wurde sie sich bewußt, daß auch sie nicht frei war von jenen Fehlern, die bei ihm so abstoßend auf sie wirkten. Auch sie war durch ihre Liebhabereien von dem eigentlich Wesentlichen, von ihrem Berufe als Haus⸗ frau und Mutter abgekommen. Auch sie schwelgte gerne in hohen Gefühlen, denen ihr Handeln nicht entsprach. Hatte sie nicht über der vektüre von Ada Negri der kranken Pächterin, über der stimmungsvollen Malerei der eigenen Kinder ver⸗ gessen? Würde ihr Gatte ihr jetzt noch helfen, sich aus einer Träumerin in ein nützliches Mitglied der menschlichen Gesellschaft zu verwandeln, wie er selbst es war? An ihrem guten Willen sollte es fortan nicht fehlen. Sie seufzte. Gewiß war sie ihm mit ihren Talenten, deuen zu Liebe sie ihre Pflichten ver⸗ nachlässigte, ebenso zuwider geworden, wie ihr vossen mit seinen hochgeistigen Bestrebungen, die ihn nicht hinderten, dieselben leichtsinnigen Streiche zu be⸗ gehen, wie der beschränkteste Tölpel. Sie wollte am liebsten garnicht mehr an Lossen denken! Aber diese schmerzlichen Tage der Ernüchterung hatten sie mehr gelehrt, als Jahre. Nicht nur über ihren Gatten, auch über sich selbst hatten sie ihr die Augen geöffnet.(Fortsetzung folgt.) Angenommen. Humoreske von Graf Günther Rosenhagen. (Nachdrud verboten.) (Fortsetzung.) Die täglichen Spaziergänge, die Ellen zu ihrer Erholung mit ihrer Mutter unternehmen mußte, wurden immer weiter, die Absagen, die die Eltern mit Rücksicht auf das Befinden ihrer Tochter auf die zahlreich einlaufenden Einladungen schrieben, immer häufiger, die Geschenke, mit denen der alte Geheimrat das Rot auf die Wangen seines Kindes zurückzuzaͤubern versuchte, immer wertvoller, die Tage, an denen die Köchin Fräulein Ellens Lieb⸗ lingsgerichte auf den Tisch brachte, mehrten sich von Woche zu Woche, die Besuche ihrer Freun⸗ dinnen, die sie zu zerstreuen und zu erheitern ver⸗ suchten, nahmen täglich zu.— aber alles war ver⸗ gebeus, der Brief kam nicht und der vermochte doch allein zu helfen! Und nun waren es nur noch acht Tage— dazu war es noch mitten im Winter, wo die Tage bekanntlich viel kürzer sind als im Sommer! Da faßte sie sich endlich endlich ein Herz und fragte bei der Redaktion, der sie die Arbeit einge— sandt hatte, lelephonisch an— Rückautwort bezahlt. Morgens um 10 Uhr gab sie die Depesche auf— in drei Stunden konnte nach ihrer Berechnung die Antwort da sein. Sie verlebte die Zeit wie eine Fieberkranke, wie eine Mörderin, die sagt:„in drei Stunden wirst du geköpft, wenn nicht die Gnade des Königs dir doch noch das Leben wiederschenkt“. Aber aus den drei Stunden, in denen sie der Antwort harrte, wurden drei Tage— drei Tage, die ihr trotz der Winterszeit entsetzlich lang vor⸗ kamen und drei endlose Nächte. Die Aufregung, ————. in der sie lebte, die Unruhe, die sie quälte, die Ungewißheit über die Gestaltung ihres ganzen ferneren Lebens— dies alles trug dazu bei, sie wirklich krank zu machen. Endlich, am vierten Tage mittags kam die Antwort, sie riß das Telegramm auf und las: „Dankend abgelehnt“, sonst nichts, und sie hatte doch für zehn Worte die Rückantwort bezahlt! Das war der erste Gedanke, der sie bei dem Lesen des kurzen Bescheides ergriff, dann aber machten sich ihre Sorgen und ihr Kummer in einem Thränenstrom Luft, und sie weinte die bittersten Thränen, sie weinte wie alle Kinder Israels zu⸗ sammen, da sie an den Wässern Babylons saßen und weinten. Was nun? Jetzt war es vorbei mit ihrem Leben, mit ihrem Glück, sie selbst hatte es ver⸗ scherzt und verspielt. Wie sollte sie das Dasein fernerhin ertragen, wie sollte sie vor ihren Eltern, vor ihren Angehörigen die Auflösung ihrer Ver⸗ lobung erklären und rechtfertigen? Alfred zürnte ihr noch immer— seit dem Tag, da er sie ver⸗ lassen, war kein Brief zwischen ihnen gewechselt worden— nur leere Briefbogen hatten die Kouverts enthalten, die er in regelmäßigen Zwischenräumen gerade so wie sonst schickte, um durch das Aus⸗ bleiben jeglicher Korrespondenz die Eltern nicht zu beunruhigen und um jeglichen Verdacht zu ver⸗ meiden. So war es zwischen ihnen verabredet worden, erst der Ausgang der Wette sollte den alten Brief⸗ verkehr wieder herstellen, oder ihn für immer ab⸗ brechen. (Schluß folgt.) ö tung. 1 Vermischtes. — Tragödie bei der Hochzeit. Im Friedrich⸗ schen Gasthofe zu Petersdorfe bei Gleiwitz wurde bei einer Hochzeit während des Tanzes der 70 Jahre alte Bauer Schuba vom Schlage getroffen und war sofort eine Leiche. Ueber die Fortschaffung des Toten entstand zwischen dem Besitzer des Gasthauses, Friedrich, der zu⸗ gleich Fleischermeister dabei ist, und seiner Frau ein Wortwechsel. Im Verlaufe desselben ergriff Friedrich das geladene Gewehr von der Wand, steckte den Lauf in den Mund, drückte ab und war im nächsten Augenblick ebenfalls eine Leiche. — Passionierte Seefahrerin. Wie amerika⸗ kanische Zeitungen berichten, starb in Anamosa(Jowa) Frau Elijah Carson aus Belfast, welche in 30 Jahren nur zum Vergnügen 250 Mal die Ueberfahrt über den Ozean gemacht hat. Zum ersten Mal fuhr sie 1864, als sie Witwe geworden war, mit einer Tochter nach Amerika, um ihren in Chicago ansässigen Bruder zu be⸗ suchen. Als dieser bald darauf starb, benutzte sie das bedeutende Vermögen, welches er ihr hinterließ, um ihrer eigentümlichen Leidenschaft zu fröhnen. Sie benutzte zur Ueberfahrt stets die Cunard⸗Linie und mit Vorliebe das Schiff„Lucania“, dessen Kapitän und Offiziere auch in ihrem Testament reich bedacht wurden. Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 23. Februar. Zum Unter⸗ Aang her Elbe machte der geheime Regierungs⸗ rat Donner vom Reichsamt des Innern in der gestern begonnenen Tagung des deutschen nautischen Vereins eine Mitteilung, welche die Schuld des Steuermanns und des Aus⸗ uck⸗Mannes des englischen Dampfers Erukhie außer allem Zweifel stellt. Ein Matrose, welcher zur Zeit der Katastrophe am Ruder der Crathie stand, hat ein diesbe⸗ zügliches Geständnis abgelegt. Hd. Berlin, 23. Februar. Die in Paris lebenden Türken sandten an Kaiser Wil⸗ helm ein Dank-Telegramm für dessen Ver⸗ halten in der kretensischen Frage. Hd. Berlin, 23. Febr. Das„Berl. Tagebl.“ meldet aus Weimar: In der hiesigen Kaserne erkrankten nach dem Genuß von Kartoffel- salat 200 Mann unter Vergiftungs⸗Er⸗ scheinungen. Es wurde dieserhalb eine Unter— suchung eingeleitet. Hd. Breslau, 23. Febr. Gestern fanden hier, wie der„Bresl. Gen.⸗Anz.“ meldet, in dem Restaurant Feldschlößchen elf Mensuren statt, die von 11 Uhr morgens bis 4 Uhr nachmittags dauerten. Bei der letzten Schläger-Mensur rutschten die Bandagen des Studenten Opitz aus Schweidnitz und sein Gegner, der Student Thiel, verwundete ihn tödlich durch einen Stich ins Herz. Opitz, welcher 19 Jahre alt war,„wurde in eine Droschke ge⸗ hoben. Er starb auf dem Transport nach 10 Minuten. In den beteiligten Kreisen herrscht dieserhalb große Aufregung. Hd. London, 23. Febr. Wie hier zuver⸗ lässig verlautet, soll der Zar dem König von 1 Griecheuland die Mitteilung haben zugehen lassen, daß Rußland in Uebereinstimmung mit Deutschland die Einverleibung Kretas mit Griechenland keineswegs zugeben werde. Hd. Athen, 23. Februar. In der ganzen Stadt herrscht eine unbeschreibliche Auf⸗ regung. Die Wutausbrüche der Bevölke⸗ rung richten sich gegen die Mächte, haupt⸗ sächlich gegen Deutschland, weil es bekannt geworden, daß das deutsche Kriegsschiff mit Granatbomben auf die christlichen In⸗ surgenten geschossen hat. Abends fanden in den Hauptstraßen stürmische Demonstrationen statt. Die Polizei ordnete die Schließung aller Geschäfte an. Der Minister des Aeußern pro⸗ testierte mündlich bei den Gesandten einiger Mächte gegen die Beschießung der Stellung der Aufständischen. Hd. Athen, 23. Febr. Alle griechischen Kolonien des Auslandes, namentlich die von Alexandrien und Kairo, London, Marseille, Livoruo und Triest stellten der Regierung über 6 Millionen Franks zur Verfügung. Marktpreise. Gießen, den 23. Februar. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 1,00— 1,10, Hühner⸗ eier 2 Stück 13—15, Enteneier—, Gänseeier——, Käse 5—8, Käsematte 3, Erbsen per Liter 24, Linsen 28 Pfg., Tauben per Paar 0,80— 1,00, Hühner p. St. 1,20— 1,40, Hahnen 1,30— 1,50, Enten 1,60— 1,80, Gänse per Pfund 48— 54, Ochsenfleisch 66— 74, Kuh⸗ und Rindfleisch 60 bis 66, Schweinefl. 56—66, Schweinefl., gesalz. 70— 72, Kalbfleisch 50— 54, Hammelfleisch 50— 65, Kartoffeln pro 100 Kilo 4,50,— 5,00, Zwiebeln per Zentner 4,00 Mark, Milch per Liter 16 Pfg. Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten Versammlung, Donnerstag, 25. Februar 1397, nachm. 3½ Uhr pünktlich, nötigenfalls mit Fortsetzung am Freitag, den 26. Februar. 1. Baugesuch der Firma Brüder Schmidt für den Seltersweg. 2. Asphaltierung des Bürgersteigs der Löberstraße zwischen Bismarck⸗ und Bleichstraße. 3. Beratung des städtischen Voranschlages für 1897/98. Sterbefälle. Am 20. Februar. Marie Christ, geb. Schmidt, 62 Jahre alt, Witwe vom Kutscher Johann es Christ dahier. Starb in der neuen Klinik. Die Beerdigung findet von der neuen Klinik aus statt. Am 21. Februar. Elisabeth Mootz, 9 Jahre alt, Tochter vom Bahnwärter Christoph Mootz dahier, an den Bahnhöfen 47. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗ teur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen. Bekanntmachung. Die Frist, innerhalb welcher die Angehörigen von mit der Impfung rückständigen Kindern Geschäfts⸗Verlegung. — dSdteins Garten. die in den zugestellten Aufforderungen ver⸗ langten Nachweise dem Großh. Kreisgesund⸗ heitsamte Gießen zu erbringen haben, läuft demnächst ab. Die am 1. März er, noch Rück⸗ ständigen werden dem Großh. Kreisamte Gießen zur Stellung von Strafantrag überwiesen. Gießen, den 20. Februar 1897. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Wolff. Bekanntmachung. Betr.: Die Bertilgung der Raupennester. Die Garten- und Feldbesitzer der Ge⸗ markung Gießen werdeu hiermit aufgefordert bis zum 1. April l. Is. ihre Bäume, Sträucher und Hecken von den Naupennestern zu reinigen. Diejenigen, welche dieser Auf⸗ forderung nicht Folge leisteu, verfallen in die in§ 368 des Reichsstrafgesetzbuches bestimmte Geld- oder Haftstrafe. Außerdem wird die Vertilgung der vorhandenen Raupennester auf Kosten des Säumigen angeordnet werden. Gießen, den 18. Februar 1897. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Nee den 1. März 1397, vor⸗ mittags 9 Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald, Distrikt Hangel— stein, versteigert werden: 99 Eichenstämme mit 49,24 fm(dar⸗ unter schönes Schnittholz), 5 Elsbeer⸗ und Buchenstämme mit 0,68 fm, 14 Nadelstämme mit 2,41 fm, 4 Lindenstämme mit 0,71 fm, 107 Nadelstangen mit 4.06 fm, 214 rm Buchenscheitholz, 74 rm Eichenscheitholz, 191 rm Buchenknüppelholz, 69 rm Eichenknüppelholz, 12 rm Lindenkgüppelholz, 60 xm Buchenstockholz, 50 xm Eichenstockholz, 4790 Wellen Buchenreisig, 3135 Wellen Eichenreisig. Die Zusammenkunft ist auf der Straße nach Daubringen am Hangelsteiner Steinbruch Gießen, den 22. Februar 1897 Großh. Bürgermeisterei Gießen. Stüdt Schlachthaus Heute und morgen Ochsenfleisch, nicht ladenrein, pro Pfund 54 Pfg. Uhrmacherlehrling aus achtbarer Familie, kanu unter günstige Bedingungen in die Lehre treten. 4⁴ Georg Koch, Uhrmacher, Gießen. Guter, billiger Mittagstisch 8 in und außer Abonnement 1842 bei J. F. Sorger,„Deutscher Hof“. Textors Terrasse täglich geöffnet. Ph. Bob.(139 Waunes W arenhaus SSG 8 Elehgärten 10. TLager in Möbeln, Spiegeln, Betten, sowie aller sonstigen Gegenstände. Kommissious⸗ und Agentur ⸗Geschäft. Ankauf von Waren jeder Art. „Sanitas“ Kräuterseife, per Stck 25 Pfg., n 3 Tincturiaseife,„ 40„ Haarwasser, Mundwasser, Zahnpulver empfiehlt 439 Carl Retter, Lindenplatz. Guter, billiger Mittagstisch 5⁴ in und außer Abonnement. Restaurant Jnuügleißen, 3 Brandgasse 1 N Meinen geehrten Kunden, sowie dem Publikum zur Nachricht, daß ich von heute ab meine Metzgerei in das von mir erkaufte Haus Kirchenplatz 4 verlegt habe und bitte, mir das seither geschenkte Vertrauen auch ferner zu bewahren. 419 Hochachtungsvoll Julius Rosenbaum, Metzger, gegenüber der Stadtkirche, neben Hotel Einhorn. Holzversteigerungen. Lich(Stadtwald). Montag, den 1. März, vormittags 10 Uhr beginnend, in den Distrikten Fichtenkopf, Plattewald und Kühunter: 402 Fichtenstämme von 15—33 em Durchm. und von 8—20 m Länge, mit 180 fm, 290 Fichtenstangen mit 12 fm, 8 Hainbuchen⸗Langwiede, 0,42 fm, 29 Birkenstangen, für Wagner geeignet, mit 2,37 fm. Die Zusammenkunft ist auf der Kreisstraße Lich⸗Hattenrod am Pflanzgarten. Braunfels. Donnerstag, den 4. März, vormittags 11 Uhr, wird in dem„Renk⸗ hossschen Saale zu Burgsolms“ folgendes Stammhol! aus den Waldungen der Gemeinden Braunfels, Burgsolms, Leun, Niederbiel, Oberbliel, Oberndorf und Tiefenbach öffentlich ver⸗ steigert werden: 22 Eichenstämme 1. Cl. von 81,61 fm Inh., 73 Eichenstämme 2. Cl. von 124,97 fm Inh., 185 Eichenstämme 3. Cl. von 150,48 km Inh., 33 Eichenstämme 4. Cl. von 12,07 fm Inh., 3 Buchenstämme 2. Cl. von 4,34 fm Inh., 9 Buchenstämme 3. Cl. von 7,72 m Inh. Es befinden sich darunter Stämme bis zu 10 m Länge und 100 em Durchmesser, 28 1 und als Schreinerholz geeignet. Die stärksten Stämme baben 7,07 und 6,36 m Inhalt. ö Nähere Auskunft erteileu die Gemeindevorsteher der genannten Gemeinden und die Förster Hildebrandt zu Braunfels, Barnack zu Burgsolms, Weckmüller zu Leun, Roggendorf zu Oberbiel und Meisel zu Tiefenbach. Die Waldungen liegen in den Abhängen der Lahn zwischen Wetzlar und Weilburg und deren Seitenthälern, und sind von den Eisenbahnstationen Braun- fels, Burgsolms und Albshausen aus bequem zu erreichen. Oberförsterei Hohensolms. Montag, den 1. März, vormittags 10 Uhr. Distrikt Scheuernwald. Anfang an der Straße bei Hohensolms. Buchen: Nutzscheite 2 xm, Brennholz: Buchen 100 1m Scheite, 40 rm Knüppel, 51 xm Stöcke, 3710 Reisigwellen, davon 1280 Durchforstungswellen. Eichen: 19 rm Scheit und Knüppel, 18 xm Stöcke, 680 Wellen. Kiefern: 1 Scheit, 2 Stöcke, 60 Reisigwellen. Distrikt Eichels berg. Brennholz: Buchen: 36 rm Scheite, 30 rm Knüppel, 21 1m Stöcke, Wellen: 610 Ast⸗ und 1950 Durchforstungs. wellen, dritte Durchforstung, Fichten: 12 rm Scheit, 17 rm Knüppel, 50 rm Stöcke, 1550 Wellen. 4 1m Birkenscheit und ⸗Knllppel.— Donnerstag, den 4. März, Distritt Windel⸗ bach, Zusammenkunft vormittags 10 Uhr in der Nähe der Gladenbacher Straße, an der Ein- fahrt zur Windelbach. Nutzholz: 8 rm Buchenscheite, 2 Kiefernstämme mit 0,52 fm, Brennholz: Buchen: 84 rm Scheite, 35 rm Knüppel, 40 rm Stöcke. Reisig: 1830 Ast⸗ und 4700 Durch- forstungswellen 1., 2., 3. Durchforstung. Eichen: 8 rm Scheit und Knüppel, 560 Reisigwellen. Weichholz: 9 Knüppel, 230 Wellen, 50 Nadelholzwellen.— Freitag, den 5. März, Distrikt Junkerwald, Zusammenkunft vormittags 10 Uhr im Junkerwald, auf der Höhe, in der Nähe des Ober⸗Lemper Gemeindewaldes, Distrikt Schießhütte. Daselbst wird auch das Holz aus der Kreuzhege und Landhege verkauft. Brennholz: Buchen: 7 rm Knüppel, 1350 Durch⸗ forstungswellen, zweite Durchforstung. Eiche: 24 rm Scheite, 6 rm Knüppel, 32 rm Stöcke 600 Reisigwellen. Kleine Kreuzbege bei Bellersdorf. Durchforstungswellen. 800 Buchen, 100 Eichen, 300 Kiefern, 50 Weichholzwellen. Land hege bei Bellersdorf. Eichen: 1100 Durchforstungswellen, 100 Weichholzwellen. Oberförsterei Grünberg. Montag, den 1. März werden aus den Distrikten Zuhag, Krummstrauch, Grauwinkel, Klösgesrod, Koppe, Bettenwald, Pfaffenloch und Judeneiche der Forstwartei Harbach versteigert: Stämme: 26 Eichen mit 7 km, 12 Eschen mit 2 fw, 5 Buchen mit 3 fm, 327 Fichten mit 94 fm, 33 Kiefern mit 17 fm; Derbstangen: 3 Eschen mit 0,27 fm, 266 Fichten mit 16 fm; Scheiter rm: 36 Buche, 4 Eiche, 108 Nadelholz; Knüppel rm: 29 Vuche, 61 Eiche, 85 Nadelholz, 1 Weide; Reisig rm: 2 Buche, 853 Eiche, 194 Nadelholz; Stöcke rm: 13 Buche, 2 Eiche. Zusammenkunft vormittags halb neun Uhr auf dem Schnitt⸗ punkt der Staatsstraße Grünberg—Lindenstruth mit der Kreisstraße nach Queckborn im Distrikt Krummstrauch. Nur das Banholz in den Distrikten Klösgesrod und Zubaag wird bei der Ver⸗ steigerung vorgezeigt. Das mit Blaustift bezeichnete Holz wird nicht verkauft. Mit der Ver⸗ steigerung des Brennholzes wird angefangen, das Bau⸗ und Nutzholz kommt von ungefähr halb elf Uhr an zum Ausgebot. 4 5 Reiskirchen bei Wetzlar(Gemeindewald). Mittwoch, den 3. März, Beginn vor⸗ westlich des Feldwegs Reiskirchen- Wetzlar, mittags punkt 10 Uhr. Distrikt 15(Ahwald) Eichen: 1 Stamm 1. Cl.= 2,52 fm, 6 St. 2. Cl. 11.77 fm, 19 St. 3. Cl.= 13,51 em, 102 4. Cl.= 16,17 fm, 18 Stangen und 11 Im Nutzholz. Nadel: 269 Stämme 3. u. 4. Cl.= 53,07 fm, 1066 Stangen und 5 im Nutzholz. Schluß unweit der Straße Wetzlar⸗ Weidenhausen. ö Oberförsterei Hoheusolms. Freitag, den 26. Februar, vormittags 10 Uhr, Distrikt Helfholz, Zusammenkunft am Erdaer Pfad bei den„Solmser Tannen“ Buchen: Nutzholz 20 xm. Brennholz: 82 rm Scheit, 3 rm Knüppel, 48 rm Stöcke Reisig in Wellen. 1000 Ast⸗ und 3000 Durchforstungswellen aus der 2. und 3. Durchforstung. Eiche: Brennholz 3 rm Scheit, 19 rm Knüppel, 1590 Reisigwellen. Fichte 0,14 Stangen, 10 Wellen. Lollar.(Gemeindewald). Samstag, den 27. d. M., nachmittags 1 Uhr, sollen im Distrikt Boden(an der Staatsstraße Lollar⸗Gießen) versteigert werden: 62 Eichen⸗ Stämme, bis zu 58 em Durchm., mit 43,46 km, 19 rm Eichennutzh.,(Küferholz), mit 13,30 fm, 21 Nadelstämme, mit 8,30 fm, 36 Nadel⸗Derbstangen, mit 3,63 km, 71,7 rm Eichen- Scheitholz, 15,5 rm Eichen-Knüppelholz, 33,3 rm Eichen⸗Stockholz, 1530 Wellen Eichen⸗Reish., 18 1m Nadel-⸗ Scheitholz. 249 rm Nadel-Knüppelholz, 24,9 rm Nadel⸗Stockholz, 1885 Wellen Nadel⸗Reisholz. Das Eichen⸗Stamm- und Nutzholz wird zuerst versteigert. Oberwetz. Donnerstag, den 25. Februar, morgens 10 Uhr, kommen in dem Gemeindewald von Oberwetz, Distrikt Brandoberndorferpfad 19a 14 zur Versteigerung: Eichenstämme 3. Klasse mit 2,50 km, Eichenstämme 4. Kl. mit 6,80 km, Stangen 1. Klasse mit 3,60 fm, Kiefern⸗Stämme 3. Klasse mit 10,98 fm, Kiefern-Stämme 4. Klasse mit 6,03 km, 8 rm Eichen Nutzholz, 12 m lang, 15 rm Knüppel. Mittags 12 Uhr, Viehweide 15a, 15b, 3. Klasse 32 km, 4. Klasse 3,25 km, Kiefern 89 Stangen 1. Klasse, Kiefern 57 Stangen 2. Kl., 5 rm Knüppel. 2 Uhr nachmittags: Eichenstämme 3. Klasse mit 2,50 fm, 10 Stangen 1. Kl., Fichte Stangen 1. Klasse mit 0,90 fm, Fichte Stangen 4. Kl. mit 0,39 fm, 5 Stangen 1., 10 Stangen 2., 270 Stangen 3. und 880 Stangen 4. Klasse, 2½ rm Eichen- Knüppel, 285 Stück Fichtenwellen. Wc ccd Unserem lieben Freunde und Kneipwirt Christian Faber zu seinem 27. Geburtstage die herzlichsten Glückwünsche und ein kräftiges Hoch! Leihgestern, 22. Februar 1897. Mehrere Stammgäste. eee Guten billig. 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