Gießen, Freitag, den 23. Juli 1897. Postztg. Nr. 3319. Telephonu⸗Nr. 112. Ausgabe Gießen. ische Landeszeitung. Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112. 1* = dokales und Provinzielles. „Gießen, 22. Juli. Der ordentliche Pro— ssor Dr. Spengel ist für die Zeit vom Oktober 1897 bis dahin 1898 zum Rektor Medaktion: Kreuzplatz Nr. 4. detllet „Sul der Landes⸗Universität ernannt. tritt Ist o 112 22. 19 5 Bei 0 schon ge⸗ geldeten Ferien⸗Kursus an unserer Hoch— T ile für Aerzte und Studierende dozieren E e Herren: Prosektor Henneberg: Topo⸗ % Japhisch⸗anatomischer Demonstrationskurs; Geh. U Jseb.⸗Rat Bostroem: Pathologisch⸗anatomischer K au demonstrationskurs; Geh. Med.⸗Rat Riegel: Hedizinische Klinik; Privatdozent Sticker: All⸗ 2 meine Seuchenlehre; Assistenzarzt Dr. Koch: kursus der Laryngoskopie; Geh. Med.⸗Rat bageszell. öhlein: Gynäkologische Untersuchungen und g esprechung ausgew. Kapp.; Privat⸗Dozent Pfg. Palther: Geburtshülflicher Operationskurs ud Kolloquium; Professor Poppert: Chirur⸗ Llqueuer ssch⸗klinischer Kurs mit praktischen Uebungen; —̃ä—— srofessor Vossius: Ophthalmologische Klinik; srofessor Sommer: Pspchiatrische Klinik inkl. 0 serbenkrankheiten; Assistenzarzt Dr. Daune— li die etzeben Mann: Allgem. Psychopathologie mit Kranken⸗ 199 orstellungen; Professor Steinbrügge: Otia⸗ ische Poliklinik.— Bestimmung über den Kurs s dem Gebiete der Hygiene bleibt dem näch⸗ uns zurückkehrenden Geh. Med.⸗RKat Gaffky 1 orbehalten. al 00 Gießen, 22. Juli. Der in Heilbronn gende Kongreß der süddeutschen Feuerbestat⸗ Preislage ügs-Vereine nahm nachstehende Resolution ein⸗ nͤderter Weise uu mmig an:„Der Kongreß der süddeutschen Anerbestattungs⸗Vereine spricht in Uebereinstim⸗ zung mit dem Referat des Herrn Stadtrat II flesch aus Frankfurt a. M. und der übrigen har eedner seine Ueberzeugung dahin aus, daß es ster lufgabe der Vereine sein muß, neben der idealen —ů— ale Seite des Feuerbestattungswesens W Aruba ehr hervortreten zu lassen, insbesondere dahin tsamte Bestattungswesen auf Ge⸗— 8 selndekosten übernommen werde, was öbeln, Spiegel,. Einführung der Feuerbestattung für die Ge⸗ aller sonsig, zeinde weniger Kosten im Gefolge haben würde, flände. i bei der Erdbestattung, ferner dafür zu sorgen, b Agentur⸗ Gl aß bis zur Erreichung dieses Ziels durch Er⸗ Waren seder ut chtung von Feuerbestattungs⸗Versicherungskassen ach den minderbemittelten Klassen die Benutzung parature er Feuerbestattung erleichtert werde.“— Es ist ren werden wirken, daß in den großen Städten das A emerkenswert, daß die Forderung auf Ueber⸗ Vogel Ar zu Mainzlar bei Lollar wurde am 20. April 1897 von der Strafkammer beim hiesigen Amtsgericht von der Anklage wegen Uebertretung der Viehseuchengesetze vom 23. Mai 1880 und vom 1. Mai 1894, sowie von der Anklage wegen Urkundenfälschung freigesprochen. Der Re⸗ gierungspräsident zu Koblenz erließ im Sep⸗ tember 1896 eine Regierungsverordnung, be⸗ treffend die„Maul⸗ und Klauenseuche, wonach jeder, der Schweine in den Kreis einführen will, zuerst eine tierärztliche Bescheinigung beibringen muß, daß die Tiere untersucht und gesund be— funden worden sind. Der Angeklagte hat nun, wie die Anklage ausführt, vier Schweine an einen Landwirt verkauft. Das Gericht unterzog zunächst die Regierungsverordnung der Königl. Regierung zu Koblenz einer Kritik auf ihre Existenzberechtigung, und kam nach eingehender Prüfung zu dem Schlusse, daß die Regierungs- verordnung überhaupt gar nicht zu Recht bestehe, da es unzulässig sei, die Einfuhr innerhalb des Inlands von einem Kreise zum anderen zu ver— bieten oder zu beschränken; Einfuhr-Verbote und»Beschränkungen haben nur Berechtigung dem Auslande gegenüber im Verkehr mit dem Inlande. Eine wirksame Bekämpfung der Seuche im Inlande kann nur durch Ausfuhr— Beschränkung gegenüber dem Inlande durchge— führt werden, da sonst der ganze Handel und Wandel lahm gelegt würde. Die Verordnung der Regierung besteht daher nicht zu Recht und mithin ist der Angeklagte freizusprechen. Was nun die Anklage wegen Urkundenfälschung an⸗ langt, so wurde allerdings festgestellt, daß der Angeklagte, um den erlassenen Einfuhrbestim— mungen zu entsprechen, allerdings ein Attest vor⸗ wies, aber ein gefälschtes. Da indes festgestellt wurde, daß ihm dabei das Bewußtsein der Rechtswidrigkeit gemangelt hatte, wurde er auch in diesem Punkte der Anklage freigesprochen. Gegen dieses Urteil legte die königl. Staatsan⸗ walshaft Revision ein, die von der Reichsan⸗ waltschaft für begründet erachtet und vertreten wurde. Die Verordnung der, königl. Regierung zu Koblenz charakterisiert sich nicht als Straf— verfügung, sondern als eine Verfügung zur Aus⸗ füllung und Ausführung des Blankettgesetzes § 66. Die Frage, ob die darin ausgesprochene Einfuhrbeschränkung auch als Transportbe⸗ schränkung aufzufassen sei, ist zu bejahen, denn der Angeklagte hat die 4 Schweine von außer⸗ halb in den Kreis hinein transportiert. Es wurde daher beantragt, den Angeklagten zu einer Geldstrase von 1. zu verurteilen. Das Reichsgericht hob entsprechend dem Antrage des Reichsauwalts das Urteil auf und verurteilte den Angeklagten, in der Sache selbst erkennend, zu einer Geldstrafe von 1(W. A.) * Gießen, 22. Juli. Das Reichsversiche⸗ rungsamt hat die bemerkenswerte Entscheidung getroffen, daß es vor Bestrafung nicht schütze, wenn ein Arbeitgeber das Marken⸗ kleben für einen von ihm beschäftigten Arbeiter unterläßt, weil er denselben für einen Unter⸗ Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen t 10 Pfg. für die Espaltige Petitzeile. obwalten, ob zu kleben ist oder nicht, hat der Arbeitgeber die Verpflichtung, durch eine Anfrage an zuständiger Stelle zuverlässige Erkundigungen einzuziehen. * Gießen, 22. Juli. Vor einem zahlreichen Publikum trat gestern die Kapelle des sächsi⸗ schen Infanterie- Regiments Nr. 105 in Steins Garten auf. Den Ruf als eine Militärkapelle ersten Ranges rechtfertigte die Musikerschar in vollstem Maße. Sie bot in der That Leistungen, die man selten zu hören be— kommt; dazu war das Programm ein äußerst interessantes. Namentlich dürften diejenigen Nummern, bei denen die sogen. Heroldstrompeten zur Verwendung gelangten, außerordentlich ge— fallen haben. Das Publikum kargte daher auch nicht mit Beifallsbezeugungen. Möge es Herrn Stein gelingen, recht bald wieder eine derartige Kapelle gewinnen 31 können. * Gießen, 21. Juli. Die Gießener Schützen beabsichtigen am 24. August ein großes Preisschießen abzuhalten. Es soll gleich⸗ zeitig damit ein Volksfest größeren Stils ver— bunden werden. * Gießen, 22. Juli. Nachdem der Gold⸗ arbeiter Brück an der Ecke der Kaplausgasse und des Kreuzplatzes einen Prachtbau hingestellt, sahen seine Nachbarn wohl ein, daß ihre Häuser mit dem simplen Spritzbewurf ein wenig gar zu nüchtern neben dem Brückschen Hause sich ausnahmen. Das Kinkelsche Haus wurde zuerst nach einem Entwurf des Architekten Kockerbeck in gothischer Manier durch eine neue Fassade gehoben, welche mit Oelmalerei, vom Maler— meister E. Groß ausgeführt, wirkungsvoll ge— hoben wurde. Das daneben stehende J. Kaansche Haus, mit dem augenblicklich der Malermeister Groß beschäftigt ist, wird mit wetterfester Keim⸗ scher Mineral-Dekorationsmalerei behandelt und präsentiert sich jetzt schon in recht geschmackvoller Weise. Es ist nicht zu verkennen, daß beide alte Giebelhäuser, das Kinkelsche und das Kaansche Haus, mit ihrem neuen Anstrich sehr vorteilhaft wirken. * Gießen, 22. Juli. Der gestrige Ochsen— markt war mit 40 Stück Vieh befahren, von denen 12 Stück nach beendetem Markt über⸗ ständig blieben. Die schwerste am Markt ge⸗ wesene Ware kaufte ein Händler aus Siegburg für 800, pro Paar; geringere Ware ging mit 7— 750 1 pro Paar ab.— Der Schweine markt verzeichnete einen Auftrieb von nur 400 Stück, darunter wenig Ferkel. Trotzdem es sehr an Käufern mangelte und das Geschäft nur sehr schwach ging, forderten die Verkäufer doch hohe Preise für die Ware, sodaß Geschäfte nur zu 10-15 Prozent höheren Preisen als am letzten Markt zustande kamen. Es kosteten: Ferkel, 6—8 Wochen alt 40 70, ältere Ware bis 95 A., Läufer bis 130 1 pro Paar. Fettvieh war nicht am Markt. * Nidda, 21. Juli. Der am Freitag herab— gestürzte Mann ist seinen Verwundnungen er- legen. Merkwürdigerweise ist auch der erste Mann der Witwe 355 ähnliche Weise verunglückt. tie gut m e uhme der Beerdigungskosten auf die Gemeinde 10 instimmig angenommen wurde. Diese For⸗ l u. Uhr, Lung ist eine sozialdemorratische, die oft recht a gu, tig bekämpft wurde. Dem Kongreß wohnte 3 A. auch der Oberbürgermeister von Offen⸗ ch an. In Offenbach befindet sich bekanntlich Leichenverbrennungs⸗Ofen, der aber nicht . utzt werden darf, weil es die Orthodoxen ima Biol icht zugeben wollen. 16 Gießen, 22. Juli. Verurteilung zu 1s del iner Geldstrafe von einer Mark durch ei Hiclle s Reichsgericht. Der Händler Ludwig . T—-—-.— 1. Versöhnt! 5 ine Erinnerung aus dem Eisenbahn⸗Betriebsdienste dune 0 ö 1 4 von Albert Roß. 1 1 frei ins Holl(Nachdrud verboten) y Bob(Fortsetzung.) 5 der Betrieb auf der Neubaustrecke ist seit 4 bocchen eröffnet, die gut besetzten Personenzüge egen ebenso wie die starken Güterzüge, daß der e Schienenweg in dem bisher an größeren Ver⸗ krsstraßen armen Landstrich thatsächlich einem Be⸗ lefnis abgeholfen hat. Auf den Stationen und haltestellen pulsiert reges Leben, Handel und In⸗ trie entwickeln sich, ja selbst in nächster Nähe Käger kleineren Stationen kräuselt sich bereits der kimpf aus hohen Fabrikschornsteinen, an deren Er⸗ fehl sdtung bis vor kurzer Zeit kaum jemand gedacht e he. Kein Unfall ist auf der Strecke zu verzeichnen — — 2 2— 22 — = — . 10. dee Wesen, Stations- und Zugbeamte haben es f Wohl Agende an der gebotenen Vorsicht fehlen lassen U N 15 für eine im Fundament zuverlässig sichere gaußb s eustraße hat das Bau⸗Personal pflichtgemäß das 27 77% inige gethan. Nur die Mehrzahl der Bahn⸗ 2 Hal a ist noch übel daran. Ihre volle Aufmerk- ammte alen haben diese Beamten in der ersten Zeit des Jas sirlebs fast nur auf die Ueberwachung des jungen J. 41% ichulrpere verwenden müssen, die Ordnung ihrer h falerial Vorräte läßt aus Mangel an Zeit noch Lepl st manches zu wünschen übrig. Indessen zeigen T 17 i. auf den Lagerplätzen schon deutliche Spuren, fen, 10. mit dem Aufräumen der Vorräte begonnen ist 1 Cheblh, 0 daß nur noch wenige Wochen vergehen werden, nell 0 1% fu das Material⸗Chaos überall vollständig gelichtet 1 4 bel wird. 1 Dem ersten Personenzuge, welcher früh morgens auf der kleinen Station der 4. Bahnmeisterei hält, ist auch der Revisor Norbert entstiegen. Noch kämpft die Sonne mit schweren Dunstmassen, dicker Nebel umgiebt das Stationsgebäude, kaum daß der Revisor über die Nebengleise hinweg den Weg zu dem abseits stehenden Materialien-Schuppen zu finden vermag. Aus dem Bahnmeister⸗Büreau schimmert ihm Licht entgegen. 5 „Guten Morgen, Scharzfeld! Nun? Heute schon so zeilig bei der Arbeit?“ 8 f „Tonjours en vedette, Herr Revisor, und namentlich bei solchem Nebell“ „Ja, da heißt's freilich auch für Sie: Auf dem Posten sein! Na, hoffentlich wird's bald hell, sonst wäre meine Reise hierher vergeblich!“ „Wollen revidieren?“ fragte Scharzfeld ver⸗ ndert. 5„Ja, wollen mal sehen, ob's möglich ist! Wie weit sind Sie denn mit Ihren Oberbaumaterialien, Scharzfeld? Alles schon aufgeräumt?“ 50 „Soweit es möglich gewesen ist, Herr Revisor! Schienen und Schwellen sind vollständig sortiert und gestapelt, in den Bahnwärterbuden sind die kleinen Bestände aufgenommen, auf der Strecke liegt nichts mehr und auch im Depot habe ich mit Guntermann vor einigen Tagen das letzte Klein— eisenzeug nach den einzelnen Sorten geregelt. „Bon! Da können wir ja heute mal die Probe machen, ob's stimmt. Ihren letzten Bestandsbericht an das Kontroll⸗Büreau habe ich bei mir und was sich seither durch Ab⸗ und Zugang an Alt- und Neumaterial geändert hat, das muß ja genau in Ihren Büchern stehen! Aber warten müssen wir nehmer hält. Sobald die geringsten Zweifel doch, bei solcher Dunkelheit hat's Anfangen absolut keinen Zweck!— Haben Sie jetzt eilige schriftliche Sachen vor, bitte lassen Sie sich nicht stören, ich kann warten!“ „Pressiert nicht mehr so, Herr Revisor, was augenblicklich noch vorliegt, hat Zeit bis heute Abend!“ „Schön, dann wollen wir uns, bis es hell wird, die Zeit mit ein bissel Plauderei verkürzen! — Wie gefällt's Ihnen denn hier auf der Station?“ „Sehr gut, Herr Revisor! Bin ja hier in der Gegend zu Hause, kenne die nächstgelegenen Ort— schaften alle und mehr und weniger auch ihre Ein⸗ wohner. Die Eltern leben auch noch drüben in Mohrbach.“ „Richtig, jetzt fällt's mir ja aus Ihren Per⸗ sonal⸗Akten ein! Ist Ihr Vater nicht Lehrer dort?“ „Allerdings, und ihm verdanke ich auch die bessere Schulbildung, die ich von den meisten meiner Kollegen voraus zu haben glaube!“ „Hm, ja, ja! A propos, Scharzfeld, wundere mich übrigens, daß Sie noch nicht ver— heirotet sind! Haben doch jetzt Ihr Brot und seste Anstellung oder giebt's hier nicht, wie doch sonst überall auf dem Lande, nette junge Mädels, die gern einen Beamten nehmen möchten?“ Scharzfeld schmunzelte.„Das wohl, Herr Revisor, aber ich, ich— habe bereits läugst ge— wählt und hoffe auch trotz aller Hindernisse zum Ziel zu gelangen!“ „Wohl eine Jugendliebe in Ihrem Heimatdorf?“ „Jugendliebe allerdings! Nun Ihnen kann ich's wohl sagen, hier in der Gegend ist's doch kein Ge⸗ Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. 2 E Der neulich als auf Hof Dauernheim erfolgte irrtümlich gemeldete Absturz geschah auf dem Hofgute zu Ranstadt; auch dieser Abgestürzte ist infolge der erlittenen inneren Verletzungen ge- stor ben. * Lauterbach, 21. Juli. In dem benach- barten Radmühl spendete in einer Wirtschaft ein Geschäftsreisender Schnaps an die gerade anwesenden Gäste. Hierbei sprach einer dem Getränke so eifrig zu, daß er bald stark betrunken war. Er wurde in diesem Zustande in den Stall geschafft und dort auf Streu gelegt. Als man am andern Morgen nach ihm sah, war er, wahrscheinlich infolge des übermäßigen Alkohol- genusses, tot. Der Verstorbene war ein Tag⸗ löhner aus Salßzschlirf. * Darmstadt, 21. Juli. Wie aus zuver⸗ lässiger Quelle verlautet, wird der Leiter des hessischen Forstwesens Ministerialrat Muhl am 1. August von seinem Amt zurücktreten. Als Nachfolger Muhls gilt Geh. Oberforstrat Wil⸗ brandt, während Oberforstmeister Thaler in Darmstadt an Wilbrandts Stelle treten soll. Die seither innegehabte Stelle eines Hofjäger⸗ meisters wird Muhl beibehalten. * Offenbach a. M., 21. Juli. Ein be⸗ trunkener Russenbrenner wurde vorgestern wegen Beteiligung an einer Schlägerei verhaftet. Als man gestern Vormittag seine Zelle öffnete, lag er leblos auf der Erde; er war in der Nacht an einer bei der Schlägerei erhaltenen Verletzung gestorben. * Mainz, 21. Juli. Die Nachricht, der verhaftete Müller Thomas spiele im Unter⸗ suchungsgefängnis den wilden Mann, ist nicht richtig. Thomas ist im Gegenteil ruhiger ge— worden, bei seinen Verhören weigert er sich indes hartnäckig, die Protokolle zu unterschreiben. Der Zustand des Gendarmeriewachtmeisters Ditter ist immer noch besorgniserregend. Die Kugeln und Rehposten befinden sich noch alle im Körper. Vermischtes. — Die Bibel der Emanzipierten. Be⸗ kanntlich stoßen die Vorkämpfer der Frauenemanzipation in manchen Kreisen nicht selten auf religiöse Bedenken, die sich auf die verschiedenen Bibelstellen, worin dle Unter⸗ ordnung des Weibes unter den Mann klar und deutlich ausgesprochen ist, stützen. An der Entfernung dieses Hindernisses wird aber gegenwärtig in Amerika emsig ge⸗ arbeitet, denn auf Anregung der bekannten Frau Elisa⸗ beth Cady Stanton hat sich vor eintger Zeit eine Kom⸗ mission gebildet, die„sämtliche Texte und Kapitel der Bibel, die sich auf die Frau beziehen und worin der Frau absichtlich und ausdrücklich eine untergeordnete Stellung angewiesen ist, einer gründlichen Revision unter⸗ ziehen soll.“„Denn warum“, meint genannte Dame, „sollte man nicht Moses ebenso gut wie Blackstone korri⸗ gieren dürfen und weshalb soll das jüdische Gesetzbuch außerhalb des Bereiches der Kritik bleiben, während dles bei der englischen Gesetzgebung in umfassender Weise ge⸗ schieht? Wohlan, ihr Herren, wischen Sie ihre Brille einmal gut ab und überzeugen Sie sich, daß die Welt vorwärts schreitet? In der Kommission wird von einigen des Hebräischen und Griechischen mächtigen Damen der ursprüngliche Text der Bibel untersucht, andere behandeln —————.——— heimnis mehr. Die Christel ist's, dadrüben im Dorfe Breitleben, des Gastwirts einziges Töchterlein!“ „Schau, schau! Interessant! Also heimlich verlobt?“ „O, Ehristels Vater weiß ebenfalls um unsere gegenseitige Zuneigung, leider ist er aber immer noch nicht zum Jawort zu bewegen gewesen. Da muß jemand dahinter sitzen, der entweder selbst Ab⸗ sichten auf die Christel hegt oder mich bei dem Alten angeschwärzt hat!“ „Sagen wir also Nebenbuhler! Wahrscheinlich so ein eifersüchtiger Bauernbursche, hm?“ „Weit gefehlt, Herr Revisor! Glaube vielmehr bessimmt, meinen Gegner in anderen und zwar in den höheren Kreisen Ihrer Großstadt suchen zu müssen!— Ich bitte, sehen Sie es nicht als Ver⸗ schlossenheit an, wenn ich mich darüber nicht ein⸗ gehender auslasse! Gewisse Rücksichten, die Sie be⸗ gründet finden würden, verbieten mir, meiner Mut⸗ maßung hier weiteren Ausdruck zu geben!“ „J Gott bewahre, Scharzfeld, nehme so leicht nichts krumm! Habe ja auch weiter kein Interesse daran und wünsche nur, daß alle Ihre Herzens⸗ wünsche sich bald erfüllen möchten!— Nun ist's aber draußen hell geworden, die Sonne kommt durch. Lassen Sie uns gleich mit der Revision be⸗ ginnen! Am besten wird's wohl sein, wir nehmen erst die Bestände auf der Strecke und in den Wärterbuden auf, im Depot kann Ihr Guntermann inzwischen noch etwaige Reste übersichtlich ordnen, so daß wir heute Abend vielleicht fertig sein werden. Kommen Sie!“ (Fortsetzung folgt.) speziell die biblische Geschichte, während dreißig Frauen damit beauftragt sind, den hergestellten Text in„ein⸗ faches Englisch“ zu übersetzen; ist die ganze Uebersetzung fertig, dann soll sie der Begutachtung und Billigung einer etwa in London, New⸗York oder Chicago zusammenzu⸗ rufenden Generalkommission unterworfen werden, wobei bemerkt werden mag, daß nicht der ganze Inhalt der Bibel, sondern nur ausgewählte Stücke, die sich für die Frauenfrage verwerten lassen, behandelt werden. Von dieser Frauenbibel liegt jetzt die erste Lieferung:„De Peutateuch“ vor. Ueber die Schöpfung heißt es hier: „Wir machen darauf aufmerksam, daß auch der Frau über Alles, was lebt und Odem hat, was kreucht und fleucht, Macht gegeben ist, daß aber nirgends dem Manne Macht über die Frau gegeben ist“. Ueber Evas Anteil an der Tragödie in Edens Garten sagt Frau Stanton: „Ich bin unter allen Umständen mit Evas Haltung zu⸗ frieden, sei es nun, daß man sie als eine mythische Per⸗ son oder als die Heldin einer wirklichen Begebenheit be⸗ trachtet; wer vorurteilslos aus seinen Augen blickt, muß staunen über den Mut, die Würde und den erhabenen Ehrgeiz dieser Frau. Der Versucher kannte offenbar den menschlichen Charakter sehr gut und sah alsbald, wie hochherzig die Person war, der er bei seinen Spazier⸗ gängen im Garten begegnete. Er suchte sie nicht durch Juwelen, schöne Kleider oder weltliche Vergnügungen, son⸗ dern mit dem Versprechen, ihr Kenntnis von der göttlichen Weisheit zu geben, zu verführen. Zweifellos besaß er, wie Sokrates oder Plato, in hohem Grade die Kunst, schwierige Fragen zu stellen und eine Unterhaltung zu führen, und er rief in der Frau den unwiderstehlichen Durst nach Wissen hervor, der durch das Pflücken von Blumen und die Unterhaltung mit Adam nicht befriedigt werden konnte. Mit diesem verglichen spielt sie in dem ganzen Drama eine sehr günstige Rolle, denn von An⸗ fang bis zu Ende steht ihr Auftreten unendlich hoch über dem von Adam, der im Grunde genommen nur ein elender Feigling ist. Denn wie der gefürchtete Augenblick der Vergeltung naht... sucht Adam sich hinter dem schwachen Wesen zu verstecken, schiebt alle Schuld auf sie und sucht sich auf Kosten seiner Frau weiß zu waschen. Wir be⸗ greifen nicht, daß sich die Männer angesichts dieser Er⸗ zählung noch irgend etwas anzumaßen wagen.“„Von dieser Seite sah ichs nie“ wird man hier mit Wallenstein sagen dürfen. Frau Stanton ist aber in ihrem Urteil unpartelisch, denn eine Reihe biblischer Frauen kommt sehr schlecht weg, Sarah wird den heutigen Frauen durchaus nicht als nachahmungswürdiges Beispiel hingestellt, Rebekka besaß kein Ehrgefühl, Rahel war eine Diebin und eine Betrügerin und bekümmerte sich nicht um den guten Namen ihres Mannes. Auch sind durchaus nicht alle Männer aus dem alten Testament schlecht, denn„das Betragen von Moses gegen die sieben Töchter des Priesters am Brunnen zeigt, daß hier und da in einzelnen die man bei dem Manne sonst vergeblich sucht,„der, so⸗ bald er das Paradies verlassen mußte, die Folgen des Fluches so viel als möglich auf die Schultern der Frau wälzte, wie dies ja auch heute noch der Fall ist.“ Eine schwere Nuß hatte die Kommisston an der Thatsache zu knacken, daß die Männer in der Bibel„Söhne Gottes“ und die Frauen„Töchter der Menschen“ genannt werden, worüber sie nur ihr tiefes Bedauern aussprechen kann Man darf nach diesen Proben äußerst gespannt sein, wie die Weiterbehandlung des Stoffes erfolgt. — Das Geheimnis der Bojarin. Im Kur⸗ hof des Kaiserbades— so berichteten Budapester Zeitungen machte vor einigen Tagen das Erscheinen von zwei sehr eleganten Damen in tiefen Trauer durch die Vornehmheit ihres ganzen Wesens und durch die außer⸗ ordentliche Schönheit der jüngeren großes Aufsehen. Die Neugierde der Kurgäste und Besucher wurde rege; allein alles, was man über die interessanten Gäste, die stets in französischer Sprache mit einander verkehrten, in Erfahrung bringen konnte, war, daß sie Mutter und Tochter seien, in einem benachbarten Gasthof wohnen, und daß die alte Dame wegen eines gichtischen Leidens die Kur gebraucht. Die Leibensweise der Damen war sehr einfach, trotzdem aber war es unzweifelhaft, daß sie sehr reich sein müssen, da ihre Freigebigkeit gegen das dienende Personal ganz außerordentlich war. Auch sonst waren sie allen sehr sympathisch, namentlich die junge Dame, deren reizendes Antlitz durch die tiefe Melancholie, die darüber gebreitet lag, unwillkürlich ein reges Mitgefühl erweckte. Als eine besondere Eigentümlichkeit fiel es auf, daß ihre Hände immer und selbst beim Speisen in schwarze Handschuhe gehüllt waren. Jüngst traf hier ein eleganter junger Mann, dem man den Offizier ansah, ein und erschien mehrmals mit den Damen im Kurhof zum Speisen. Er ist rumänischer Kavallerieoffizier und der Verlobte des Fräuleins, die ihr Jawort jedoch von dem glücklichen Ausgange einer Operation abhängig macht, zu deren Vor⸗ nahme sie die Reise hlerher unternommen hat. Das Fräulein hat nämlich sechs Finger an jeder Hand und will nicht heiraten, wenn es nicht gelingt, sie von dieser Anomalie zu befreien. Die biesigen Professoren haben sich gegen die Vornahme der Amputation ausge⸗ sprochen, da sie davon eine Verunstaltung der Hände voraussehen, die weit schlimmer wäre als der gegenwärtige Zustand, der nur durch seine Ungewöhnlichkeit Befremden erregt. Der Offtzier bietet alles auf, um den Entschluß des Fräuleins wankend zu machen und es zu bewegen, ihm die Hand zu reichen, deren Besitz ihn, wie er beteuert, auch mit sechs Fingern glücklich machen würde! Allein die Dame ist von ihrem Vorsatze nicht abzubringen. Dieser Tage erfuhr sie, daß in Paris ein Professor sei, der det⸗ artige Operationen auf elektrokaustischem Wege vornehme, und am 3. Juli sind die Damen dahin abgereist, um dort die Operation vornehmen zu lassen, von deren Ge⸗ Männerseelen noch ein Funke Ritterlichkeit gefunden wurde,“ lingen das Glück zweier jungen Herzen abhängt. S r DD — Eine Zugsentgleisung durch einen Ochsen verursacht. Ein Güterzug, der abends im Bahnhof von Castelnaudary bei Paris eintreffen sollte, ist 1500 Meter vor demselben bei der Brücke über die Pouchonette unter recht eigenartigen Umständen entgleist. Ein Ochse, der in Castelnaudary kurz zuvor ausgeladen worden war, hatte sich losgerissen und war den Schienen⸗ weg entlang auf der nach Castres führenden Linie ge⸗ flohen, wo er dem Zuge 1652 begegnete, der ihm ent⸗ gegenkam. Er stürzte sich mit gesenktem Haupte auf den zweiten Waggon, der entgleiste und dabei das Tier zer⸗ malmte. Eine furchtbare Erschütterung des ganzen Zuges fand daraufhin statt. Ein Dutzend Waggons ungefähr fuhren aufeinander auf, wobei sieben zertrümmert und vier aus den Schienen heraus seitwärts geschleudert wurden. Diese Waggons waren mit Fässern, Mehlsäcken, Kohlen und Bausteinen beladen, deren zusammengehäufte Trümmer eine wahre Pyramide bildeten. — Die Blinden von Genua kennen ihren Tritt. Ein komischer Vorfall hat sich unlängst in der süditalienischen Stadt Barletta ereignet. Im Theater wurde ein aufregendes Melodrama gegeben. Ein junger Schauspieler, der die Rolle des Erzschurken spielte, gab sich die erdenklichste Mühe, eine hervorragende Szene gut herauszubringen. Seinen Dialog mit anderen Schurken hatte er gerade beendet und gab nun das Stichwort für die Heroine.„Fort! Sie kommt! Ich höre ihren Schritt!“ rief der junge Künstler mit großem Pathos. In demselben Augenblick ließ jemand, ob aus Versehen oder mit Absicht, konnte nicht festgestellt werden, hinter den Koulissen einen zwanzig Pfund schweren eisernen Requisiten⸗Gegenstand auf der zu den Garderoben hinauf⸗ führenden Treppe niederfallen. Der Gegenstand war ziemlich rund und rollte daher mit furchtbarem Gepolter von Stufe zu Stufe, bis er unten hinter einer spanischen Wand liegen blieb. Krach auf Krach erfolgte in so gleich⸗ mäßiger Reihenfolge, daß man wirklich glauben konnte, die Fußtritte eines schrecklichen eisenbeschuhten Riesen⸗ ungeheuers zu vernehmen. Das Publikum, welches sofort die drollige Seite der Situation erfaßte, brach in schallen⸗ des Gelächter aus und rief stürmisch nach der sich so geräuschvoll anmeldenden Heroine. Der junge Schauspieler stand wie angewurzelt und wußte nicht, ob er lachen oder sich ärgern sollte. Unglücklicherweise war die Dame, welche die Heldin vorstellte, sehr korpulent. Als sie das entsetzliche Getöse und das Lachen des Publikums vernahm, weigerte sie sich entschieden, vor die Rampen zu treten. Sie war außer sich vor Wut und wollte darauf schwören, daß die ganze Sache ein abgekartetes Spiel sei, um sie zu blamieren. Weder Versprechun gen, noch Drohungen hatten Erfolg— die Signora blieb obstinat. Der Vorhang mußte fallen uud die Zuschauer konnten nachhause gehen. Natürlich verließ auch die — Ermordung einer Deutschen in Nach Berichten aus Chicago soll der 55 nene fabritant Adolf Lütgert, aus Gütersloh in Westfalen stammend, seine Frau ermordet und ihre Leiche in selner Wurstfabrik zu Wurstfleisch und Knochenmehl verarbesset haben. Die Ungeheuerlichkeit dieser Meldung veranlaßte die„Allg. Fleischer⸗Ztg.“ zu einer Anfrage beim deutschen Konsulat in Chicago, das nun bestätigt, daß gegen Lüt. gert in der That die Anklage wegen Ermordung sein Gattin erhoben worden ist und die Angelegenheit dei nächst vor die Geschworenen kommen wird. Im Uebrigen aber war zu der Zeit, da man Frau Lüdgert vermißte und der Mord begangen sein soll, Lütgerts Wurstfab ri bereits seit mehreren Wochen außer Betrieb. Die An⸗ klagebehörde behauptet daher nur, daß Lütgert die Fra ermordet, dann die Leiche in die früher bei der Wurst⸗ fabrikation benutzten Kessel seiner Fabrik gethan und durch ätzende Flüssigkeiten zerstört habe. — Der Nebenverdienst einer Daß mancher Volksschullehrer, so wird der Sab. aus dem Ofenfabrikort Velten berichtet, aus Vergnügen oder um sein kärgliches Einkommen aufzubessern zu Nebenbeschäftigungen greift, ist bekannt. Neu dürfte sein, daß, wie jetzt in Velten vorgekommen ist, eine Lehrerin in ihrer Freizeit bei einem Arzt als Kutscher dient und dabei stets in einem wenig weiblichen Aufzu erscheint, wie einst die Jette Bath, die Jahre hindurch 8. Omnibus zwischen Oranienburg und Berlin führte. Daz Auftreten der Lehrerin hat besonders bei den Vorgesetzten und Standesgenossen großes Mißfallen erregt, und ihr it aufgegeben worden, entweder ihr Amt als Lehrerin ober die Thätigkeit als Kutscher aufzugeben. Sie soll auf ihren Lehrerberuf verzichten wollen. Privattelegramme der 5 Landeszeiteng A erlin,* 7 2.50 uhr. Das Ser ahan gesetznovelle in der vor 3 Wochen schog gutgeheißenen Fassung mit 112 4 19 Stimmen abermals an.— Samstag e das Abgeordnetenhaus end gültig. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, den 24. Juli 1897. Vorabend: 7,30 Uhr. Morgens: 8,30 Uhr. Nachmittags: 4 Uhr. Sabbathausgang: 9,10 Uhr. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Nedaß tödlich beleidigte Heroine das Theater, um nicht wieder dahin zurückzukehren. leur: Wilhelm Sell in Gießen; Druck der E. Ottmanpschem Buchdruckerei, Gießen, Schloßgasse 13. Versteigerung. Eine Partie altes Eisen, sowie alte Hausschläuche und 210 Stück kleine Sauer⸗ wasserkrüge sollen Freitag, den 23. dss. Mts., vormittags 11/ Uhr, auf dem städtischen Lagerplatz am Oswalds⸗ garten meistbietend versteigert werden. Die Bedingungen werden beim Termin verlesen Gießen, den 19. Juli 1897. Das Stadtbauamt. Schmandt. Bekanntmachung, betr.: Absperrung der Wasserleitung. Wegen des Straßenumbaues in der Frank⸗ furterstraße find wir genötigt, dasalbst die Hy⸗ dranten zu versetzen, und am nächsten Freitag, den verstegelt zu haben werden. Gießen. auf der Ladestraße des Bahnhofes Bad⸗Nauheim, Materialien sollen in öffenlicher Ausschreibung vergeben werden. sprechender Aufschrift versehen portofrei bis zum Termin am 3. Angust d. J., morgens 10 Uhr, auf dem Bureau der Großh. Hess. Eisenbahnbetriebsinspektion 1 zu Gießen abzugeben, woselbst Bedingungen und Angebotsformulare zum Preis dem hiesigen Rathause nachstehende Arbeite deckerarbeit zu 254,38 Mk., 410,.— Mk., Spenglerarbeit zu 42,— Mk. großh. Bürgermeisterei Ober⸗Hörgern eingesehen werden. Submissionen. sind. Reiskirchen. Montag, den 26. d. Mts., nachmittags 5 Uhr, sollen auf n auf dem Wege schriftlichen Angebots vergeben Termin bei der großh. Bürgermeisterei eingeseben werden. 1. Maurerarbeit 80 Mk., 2. Steinbauerarbeit 99 Mk., 3. Planier⸗, Chaussier⸗ und Pflasterarbeit 2080 Mk., 4. Schlosserarbeit 309 Mk., 5. Eisen⸗ und Röhrenlieferung 39 Mk., 6. Ausgraben zweier neuer Brunnen. Lich. Montag, den 26. Juli, vormittags 9 Uhr, sollen die zur Herssellung des Ralhauses erforderlichen Arbeiten in Akkord vergeben werden und zwar find veranschlagt: Maurerarbeit zu 211,60 Mk., Zimmerarbeit zu 80 Mk., Schreinerarbeit zu 396,90 Mk., Dach⸗ Glaserarbeit zu 160,.— Mk., Verputz⸗ und Weißbinderarbeit zu Plan, Voranschlag und Bedingungen können bei Voranschlag kann bis zu obigem Die Herstellung von 980 qm Chaussterung und von 125 qm Basaltpflaster sowie die Lieferung aller hierzu erforderlichen Schriftliche Angebote sind Die auf den 28. d. Partie e von je 50 Pfg.] ist bis auf weiteres verschob Abfahrt 2 Uhr 18 Min Gesangverein Heiterkeit, Mts. festgesetzte nach Queckborn en.— Dagegen Ausflug nach Buck Nauheim. Der Vorstand. 23. Juli, von nachmittags 1 uhr bis gegen Abend ur Ausführung von Asphalt-, Zement- und Te rrazzoarbeiten empfiehlt sich 1633 Schipkapaß. (Ueu rennoviert). Einweihung heute und morgen, 2085 seiner heutigen Sitzung die Vereins 2052 sberl 1 6 dt en Harpen am haber füt % in dll un Murk tg dn gehen wer u fit Longsdor ur übertragen u Ln de Nie 0 ibetnommen n ach nicht fein aaclt er sich bor en der von ihm e ind Darlehnske s alen 1 0 h den Händen se I len Kapitali agetätte empfo e bit bon kl A⸗Aemterchen a A Mähe lohnt, eger, Her enden„Deutschen und trotz Allem eic der in jeden u Elulde genau Be Auger mag gla che an irgend ac pegen Ucherbl 10 a annimmt, i in benigstene a gt das Reich =— endet, die Post 1 ungsberlag, die en Vauernbereine amen, er wil fer hon Langs 1 5 Uhr 77 7. 1 de Wesfegar;z, e Hermann Thiele, Wo ist die Wirtschaft ene een uksu 1 Genselts fe 6er Gee Liebigstrasse 35. 1 2067 8 n ar fan sg 0 zur Irreuklinik, er Ho ann N 25 Tuppenwür 5 5 aliche 5 eichstrasse 5. 15 e e, eie 1 Ad 155 8 ae een 38 in Bel. Fig e Krummen Stiefel? Vorzügliches Pfungstädter ö aach 8 in d t d 5— Wan zu haben bei ier.. 8 58 en. ae f Adolf Geisse, E. C. 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