fenen en 3 Die Eng. c,; ag krückziehen. g bel, 19. Fehr dem griech. uf Kreta 40 furchtbare ia meldet. 74. machten f rsonen konnten Oberst Vassog waltung und sett Das griechi es den düahlshen uführen wollte, der Großmächte ——ů—ů—˙— g ͤ·—ũnu burg, Verantw. Redal⸗ dtmann, beibe in Gehen — fe Au. Tageszelt. Liqueure. oatel. gung! 1180-Helm. 180. Hel. exeil. rtrag 0 Uhr, cgasse lismus. 00 1 Entree 20 Pfg. er Vorstand. Oberstabsartt uud. umidt'sehe Gießen, Sonntag, den 21. Februar 1897. Postztg. Nr. 3239 a. Telephon⸗Nr. 112. Ausgabe Gießen. Adeszeikung. Postztg. Nr. 3239 a. Telephon⸗Nr. 112. Redaktion: 4 Kreuzplatz Nr. 4.* Lofales und Provinzielles. * Gießen, 20. Febr. An Eltern und Vormünder. Bekanntlich hat sich im Buch⸗ druckgewerbe nahezu die Gesamtheit der Prinzi⸗ pale und Gehilfen vereint und erstere sich verpflichtet, für die Folge nur solchen Gehilfen Anstellung in ihren, also gerade in den besseren Geschäften zu geben, die in einer Druckerei ge⸗ lernt, dessen Inhaber: 1. den deutschen Buch⸗ druckertarif beim Tarifamt der deutschen Buch⸗ drucker durch eine schriftliche Erklärung arerkannt hat und 2. die Lehrlingszahl der im deutschen Buchdruckertarif aufgestellten Lehrlingsskala ein⸗ hält. Für Eltern oder Vormünder entsteht nun die Pflicht, falls sie Knaben dem Buchdrucker⸗ beruf zuführen wollen, sich unter allen Umständen zu bergewissern, daß der Lehrprinzipal auch wirklich den deutschen Buchdrucker— 1 anerkannt hat. Das sollten Eltern und Vormünder beachten, namentlich mit Rück⸗ icht auf den nahenden Ostertermin, wo die der Schule entwachsenen Knaben den Berufen zu— Fiat werden. Die eingesetzte Tarifbehörde im uchdruckgewerbe wird streng darauf achten, daß diese Schutzmaßnahme gegen unlautere Konkurrenz und Lehrlingszucht straff gehandhabt wird, und ermahnt deshalb Eltern und Vormünder ein⸗ dringlichst zur Vorsicht bei Anmeldung der Lehr⸗ linge zum Buchdruckerberuf. Sicherste Auskunft über sämtliche Gießener und auswärtige Firmen erteilt kostenlos und bereitwilligst der Vorsitzende des Bezirks⸗Vereins Gießen, Verband der deutschen Buchdrucker, Herr G. Gemmecker, Gießen, Westanlage 44. Gießen, 20. Februar. Im Dienste des Militarismus. Das großh. hess. Be⸗ e J in Darmstadt hat dem„Rad⸗ ahrerverein Darmstadt“ zum Depeschen⸗ dienst im Mobil machungsfalle ver⸗ pflichtet. Gießen, 20. Februar. Blutvergif⸗ tung durch eine Stahlfeder. Vor etwa 5 Jahren wurde das damals Sjährige Söhnchen eines Arbeiters in Seligenstadt von einem Schulknaben mit einer Stahlfeder in das rechte Unterbein gestochen. Nur mit großer Mühe konnte damals der verletzte Knabe von Blulver⸗ gerettet werden. Inzwischen aber * Mang kränkelte das Kind fortwährend und gestern mußte der Junge nach Frankfurt verbracht werden, wo eine schwere Operation des verletzten Beines stattfinden soll. Der bedauerliche Vor⸗ fall mag die mutwillige Jugend zur Vorsicht beim Gebrauche der Schreibfedern mahnen. 8 Gießen, 20. Februar. Ortskranken— kassen und Zahnplomben. Aus Berlin wird berichtet:„„Nach einer Entscheidung des hiesigen Landgerichts 1 haben die Ortskranken⸗ kassen u. s. w. für ihre Mitglieder die Kosten der Zahnplomben zu tragen. Das Plombieren kranker Zähne fällt unter den gehe der ärzt⸗ lichen Behandlung. Daß den hiesigen Kranken- lassen beis ihrer bedeutenden Mitgliederzahl bei —.———— Erscheint täglich mit Ausnahme Prris der Ant 10 N Nerd 79 der großen Verbreitung von erhebliche Kosten entstehen, ist allerdings nicht zu verkennen. Dies kann aber ihre gesetzliche Leistungspflicht nicht beseitigen. Selbstverständlich wird bei dem Plombieren der Zähne nur das billigste Füllungsmaterial zu verwenden sein, denn es hat nicht im Sinne des Gesetzes gelegen, den Gemeinden und Krankenkassen kostspfelige und unerschwingliche Leistungen aufzuerlegen. Ein Anspruch auf eine Goldplombe z. B., deren Wert. die Kosten der zu leistenden ärztlichen Thätigkeit erheblich überschreiten würde, besteht für die Versicherten jedenfalls nicht. 3 Gießen, 20. Febr. Den ersten Früh— lingsboten in Gestalt eines Schmetter⸗ lings(Zitronenfalter), den er am Rande des Stadtwaldes gestern Mittag gefangen, hat uns einer unserer Leser abgeliefert. f 5 Gießen, 20. Febr. In der kommenden Woche findet in der Kunst⸗Ausstellu ng ein Gemälde-Wechsel statt. Es kommen u. a. zur Neuausstellung eine Reihe Bern hard Mannfeldscher Pastelle und Radierungen. Grünberg, 19. Februar. Gestern Nach⸗ mittag verunglückte in der hiesigen Molkerei ein junger Mann von 17 Jahren beim Drehen der sogenannten Quarkmühle. Der linke Daumen wurde fast abgequetscht. „ Bad Nauheim, 19. Februar. Eine wichtige Prinziplenfrage sollte am Montag zur Entscheidung kommen. Der hiesige Ge⸗ meinderat hat ein für allemal für Gelände, das in eine neu anzulegende Straße fällt, einen festen Preis von drei Mark für einen Quadratmeter festgesetzt, einerlei was der Eigentümer des angrenzenden Bauplatzes selbst dafür angelegt hat. Ein Hauseigentümer hat nun 15 Mk. für den Quadratmeter verlangt und blieb trotz längeren Verhandlungen auf diesem Preise bestehen. Es kam zum gesetzlichen Enteignungsverfahren und blieben auch hier die Interessenten auf ihren Ansätzen bestehen. Sollte auch der Provinzialausschuß, an welchem die Sache im Instanzenzuge erwächst, keine gütige Verstäudigung erzielen, so wird das dann einzurufende Civilgericht die Sache zur endgil⸗ tigen Entscheidung bringen. Nidda, 18. Februar. Der Pferdever— sicherungsverein für Nidda und Um⸗ gegend, der sich eines immer größeren Zuwachses erfreut, hielt am Sonntag seine diesjährige Generalversammlung im Gasthaus„Zur Traube“ hier ab. Zunächst wurde die Rechnung abge⸗ hört und ergab sich eine Einnahme von 5969 4 55&, eine Ausgabe von 5505& 07&. Es wurden an Schäden ausgezahlt 2970 4 an 10 Pferdebesitzer. Der Verein hatte Ende 1896: 322 Mitglieder mit 588 versicherten Pferden im Werte von 307130 4, Ende 1895 waren es 306 Mitglieder mit 568 Pferden im Werte von 300 730, mithin ist eine Zunahme von 16 Mitgliedern mit 20 Pferden eingetreten. Das Vereinsvermögen beträgt(in bar und angelegten Zahnkrankheiten Geldern) 13 996 1 55; Ende 1895 waren 6 0 der Tage nach Sonn- und Feiertagen. für die Fspaltige Beiltzeile Expedition: * 2 Kreuzplatz Nr. 4. es 13661 A4 23, mithin eine Zunahme von 335. 32 H. Es wurde noch einstimmig be⸗ schlossen, daß bei versicherten Pferden, die an Milzbrand verenden, mit Rücksicht auf das neue Gesetz, betreffend die Entschädigung für an Milzbrand und Rauschbrand gefallene Tiere, keinerlei Entschädigung aus der Vereinskasse ge⸗ leistet wird.(D. Z.) * Offenbach; 19. Febr. Mit dem 1. April wird das hier garnisonierende 4. Bataillon des 4. großh. Inf.⸗Regts.(Prinz Carl) Nr. 118 von hier an seinen künftigen Garnisonsort Worms übersiedeln und an dessen Stelle das erste Bataillon des neu zu bildenden In— fanterie-Regiments Nr. 167 mit dem Stab und der Regimentsmusik hier seinen Einzug halten. Aus diesem Anlaß hat die Stadtverordneten— versammlung in ihrer letzten geheimen Sitzung beschlossen, für das scheidende Bataillon eine entsprechende Abschiedsfeier zu veranstalten, und soll hierzu ein Betrag von 2500 Mark be— willigt worden sein. Die Feier wird in einem Abschiedsessen für die Offtziere und in Bewirtung der Maunschaften bestehen. Der Rest des be⸗ willigten Betrags wird der Jubiläumsstiftung des Regiments überwiesen werden. Mainz, 19. Februar. Ein junger Mann, der in einem hiesigen Bankgeschäft auf einen von ihm gefälschten Wechsel 600 l erhoben hatte, wurde verhaftet. * Oberwetz(Kreis Wetzlar), 19. Febr. Ein schwerer Unglücksfall hat sich dieser Tage in einem der hiesigen Gemeinde gehörenden Stein— bruch zugetragen. Mehrere Leute waren in dem Bruche mit Steinbrechen beschäftigt als sich plötz— lich eine Masse loslöste und auf die Arbeitenden niederstürzte. Zwei der Arbeiter, die Ackerer Joh. Hellhund und Heinr. Biehl wurden von dem niederfallenden Gestein getroffen und der Erstere so schwer verletzt, daß er am anderen Morgen verstarb. Die Verletzungen Biehls sind zwar ebenfalls erheblich, doch dürfte er mit dem Leben davon kommen. Der Unglücksfall trifft die bedauernswerte Familie des verstorbenen Hellhund außerordentlich hart, um so härter, als die Familie keinerlei Ansprüche auf die Unfall⸗ versicherung oder eine sonstige Kasse besitzt. Der Verstorbene war nämlich, wie uns mitgeteilt wird, in seinem Hauptberufe Ackerer und schlug seine Familie, so gut und schlecht es eben gehen mochte, mit dem kärglichen Ertrage durch, den ihm die harte Arbeit auf meist gemietetem Pacht⸗— land einbrachte. Im Winter nahm er dann, um auch in dieser Zeit etwas Geld zu verdienen, das Brechen von Steinen in Akkord— er war also Unternehmer und Arbeiter in einer Person und deshalb nicht versichert. Dabei hinterläßt der Mann außer seiner Witwe noch 8 Kinder, von denen das jüngste kaum 2 Monate alt ist. Die Armut war schon vorher sehr groß,, das Elend wird unbeschreiblich werden, wenn nicht mildthätige Herzen und Hände Hilfe bieten. Wir unterstützen daher den im Inseratenteil dieser An gen om me u. Humoreske von Graf Günther Rosenhagen. (Nachdrud verboten.) 1(Fortsetzung.) ö Aber der Herr Geheimrat ließ sich seine Be— denken nicht so leicht verjagen, er glaubte dennoch Recht zu haben mit seiner Vermutung— und er hatte auch recht. Am Tage, bevor Alfred nach Beendigung seines Urlaubs— er war Assistenzarzt an einer großen berliner Klinit— wieder abreiste, war es zwischen den Brautleuten zu einer ernsthaften Auseinander- sitzung gekommen. g Ellen war ein sehr kluges, aber auch ein sehr unn derwöhntes Mädchen. Von ihren Eltern abgöttisch liebt, deuchte es ihr selbstverständlich, daß jeter Ihrer Wünsche erfüllt wurde; was sie haben wollte, burde angeschafft und was sie nur immer begehrte, bar zur Stelle, sobald sie nur ein Wort gesagt lutte. Widerspruch, ein Nichterfülltwerden ihrer Büͤnsche kannte sie gar nicht— sie war es ge⸗ bgohnt, daß Alles ihr zu Füßen lag und that, was fte wollte. Der Einzige, der es in neuerer Zeit wagte, ir Opposition zu machen, war derjenige, den sie en meisten auf der Welt liebte, ihr Verlobter. Alfred war von Haus aus mittellos, er bezog ein Ates Gehalt und glaubte annehmen zu können, duß er später eine gute Praxis erhielte— deunoch gelt er es aber eines Tages für notwendig, seine Vraut in liebevollen, aber sehr ernsten Worten drauf aufmerksam zu machen, daß sie späterhin, Mun sie erst seine Frau sei, nicht mehr mit der- selben Sorglosigkeit Geld werden ausgeben können, wie sie es jetzt thäte; sie müsse bei Zeiten daran denken, sparsamer zu werden, vor allen Dingen aber nicht mehr solchen Luxus in Toiletten treiben wie bisher. „Du hast leider Gottes keine Ahnung von Geld und Geldeswert— nur wer sich den Mammon verdienen muß, weiß ihn zu schätzen.“ Und als sie etwas pikiert aufgelacht hatte, war er fortgefahren: „Du scheinst mir nicht zu glauben, frage Deinen Vater oder noch besser, versuche doch einmal selbst irgend etwas zu verdienen— allerdings gehe ich gleich von vorneherein jede Wette mit Dir ein, daß Du nie den Versuch machen wirst und daß, wenn Du es dennoch ersuchen solltest, alle Deine Be— mühungen vergebens sein werden. Ihr Trotz war erwacht. „Was gilt die Wette?“ „Was Du willst.“ Da hatte sie nach einigem Zögern geantwortet: „Tod oder Leben“ und als er sie erschrocken ansah, hatte sie hinzugesetzt:„Ich fühle, daß Du Vieles an mir auszusetzen hast— Du hoffst, daß das sich später in der Ehe ändert, Du hoffst es, aber Du glaubst selbst nicht daran. Die Wette gilt, ich will versuchen, sie zu gewinnen, gelingt es mir, so werde ich die Deine, wenn nicht, so trennen wir uns noch bei Zeiten, denn ich will nicht eine Ehe eingehen mit dem Bewußtsein, eine Frau zu sein, die das Geld ihres Gatten vergeudet.“ Erschrocken war er aufgesprungen und hatte sie gebeten und angefleht, ihre Worte zurückzunehmen; er hatte sie launis d uns kindisch gescholten, ihr auseinandergesetzt, daß eine Verlobung zu ernst sei, —.— Nummer abgedruckten Hilferuf erklären uns gern bereit, Gaben für die so schwer heimgesuchte Familie in Empfang zu nehmen.(W. Anz.) Vermischtes. — Der Kirchenbrand in Dresden. Ueber den Brand der Dresdener Kreuzkirche lesen wir in Dres⸗ dener Blättern: Das Feuer in der erst im Jahre 1896 erneuerten Kirche entstand am 16. d. Mts. während einer Trauung, vermutlich infolge eines Schadens der Heizungs⸗ anlage oder an einer Esse im Dachstuhl. Den Brand auf das mit Kupfer gedeckte Dach zu beschränken, gelang trotz aller fast übermenschlichen Anstrengungen nicht. Nach dem Einsturz der beiden Deckgewölbe wütete daß Feuer im Innern der Kirche weiter. Glücklicherwelse herrschte Windstille. Der Türmer, der 25 Jahre seines Amtes gewaltet, konnte aus der Gefahr des Erstickungs⸗ todes noch gerettet werden, indem er sichz am Blitzableiter herunterließ. Auch die Feuerwehrleute, die bis zuletzt mit Todesverachtung auf dem Dachsims ausgehalten, wurden außer Gefahr gebracht. Die ganze Kreuzkirche samt. Turm brannte vollständig gaus. Das Feuer griff zunächst in den Glockenstuhl hinüber. JSeit vielen Jahren hat kein Ereignis Dresdens Bevölkerung so bewegt, wie die Vernichtung ihrer ersten protestantischen Pfarrkirche. Von Nah und Fern drängten sich die Menschen herzu, um das grausig⸗schöne Schausplel des brennenden Gotteshauses zu betrachten. Schon früher wurde die Kirche mehrmals durch Feuer und zuletzt durch Beschießung zerstört. Das jetzt in Trümmern liegende Gebäude wurde 1764—85 neu errichtet.— Wie wir einer zweiten Schilderung ent⸗ nehmen, bildete die Rettung des Turmwächters einen Augenblick der erregtesten Spannung. Auf dem Turme hatten zwei Wächter die Tagewacht. Einer begab sich kurz vor ½5 Uhr zur raucherfüllten Treppe hinab, während der Andere, auf die Sicherheit des Turmes pochend, auf seinem Posten verblieb und noch /5 Uhr durch die Viertelglocke seine Anwesenheit verkündete. Immer reicher entfalteten sich die Rauchmassen und höher schlugen die Flammen, als der Mann auch seinen Rück⸗ weg antreten wollte. Zu spät! Ein giftiger Schwaden und rußige Rauchwolken drangen eben in das Glocken⸗ haus und von da zur Türmerwohnung, diese durchbrechend und das Freie suchend. Mit atemloser Spannung ver⸗ folgte man die Bewegungen des Mannes, der auf der Turmgallerie ängstlich umherirrte. Die Feuerwehrleute hoben zwei mächtige Steigleitern zum Sims der Kirche und wollten damit dem Bedrängten zu Hilfe kommen. Da durchzuckte die Masse ein Schrei. Der Türmer schwang sich über die Brüstung der Gallerie, erfaßte den Blitzableiter und kletterte an ihm hinab, bis ihm die Feuerwehrleute beistehen und ihn in Sicherheit bringen konnten. Weiter griff das zerstörende Element um sich und vernichtete binnen wenigen Stunden das Gebälk der Kirche. Einen schaurig schönen Anblick gewährte es, wenn der Grünspan des Kupferdaches wie Baryt in grünem Feuer aufleuchtete, dann dunkelrot wurde und schließlich die Flammen hervorbrachten. Niemand ahnte, welche furchtbare Verheerung das Feuer im Innern der Kirche bereits angerichtet. Kurz vor 6 Uhr entstand, während man noch mit der Rettung der Kirchengeräte und der Kirchenbücher beschäftigt war, ein Bersten und Krachen, dann erfolgte ein tosendes Zerreißen von Mauer⸗ wänden und Gewölbeteilen, und der herrliche Bau, der Stolz der Dresdener Kirchengemeinde, war ein glühender Schutt⸗ und Trümmerhaufen, aus dem Feuersäulen und Rauchwölken zur Höhe stiegen.— Die Kreuzkirche, Dres⸗ dens erste protestantische Pfarrkirche, war im 7jährigen Kriege beim Borbardement Dresdens in Trümmer ge⸗ — —. um sie eines tollen Einfalles zwegen wieder aufzu⸗ lösen, ach, was hatte er nicht alles gesagt, um sie umzustimmen! Alles vergeblich und ihr letztes Wort war gewesen:„Ich werde Dir beweisen, daß ich nicht nur Geld auszugeben, sondern es auch zu ver⸗ dienen verstehe— und wenn nicht, so werde ich Dich rechtzeitig von einem solch teuren Luxusartikel, wie ich es bin, befreien.“ Acht Wochen waren seit dieser Aussprache ver⸗ gangen, acht lange Wochen, in denen sie auch nicht für eine Sekunde etwas anderes gedacht hätte, als: „Geld, Geld.“ Lange schon bereute sie die in der Ueber zilung gesprochenen Worte; aber Trotz und verletzte weibliche Eitelkeit hielten sie ab um Ver⸗ zeihung zu bitten. Was hatte sie nicht alles angefangen, um Geld zu verdienen— auf welche Gedanken kommt nicht ein Weiberherz, das um den Geliebten kämpft. Und Ellen liebte ihren Verlobten mit der ganzen Glut und Leidenschaft ihres Herzens— wie sehr, das merkte sie jetzt erst, da die Gefahr drohte, ihn für immer zu verlieren. Noch vier Wochen, daun war die Frist, die sie sich selbst gesteckt, abgelaufen. Was sollte sie an fangen und beginnen, was sie nicht schon versucht hätte! Au alle Frauenzeitungen hatte sie sich mit der Frage gewandt:„wie kann ein hübsches, ge— sundes, kluges, mufikalisches Mädchen, das das Elternhaus nicht verlassen kann um eine Stellung anzunehmen, sich Geld verdienen?“ An Autworten und guten Ratschlägen hatte es bei der Liebens— würdigteit der Redaltionen nicht gefehlt;„sticken Sie“,„fertigen Sie Prallinses“,„geben Sie Klavier stunden“,„lesen Sie einer alten Dame vor“, „geben Sie Sprachunterricht“, frisieren Sie in und außer dem Hause“,„werden Sie Zahnärztin“, „gründen Sie eine Kochschule, natürlich vorausge— setz', daß Sie selbst kochen können“,„fertigen Sie künstliche Blumen“,„werden Sie Telephonistin, ob gleich die Aussichten hierzu sehr gering sind“,— ach, was war ihr nicht alles geraten worden, aber nichts fand ihren Beifall, keinen der guten Rat- schläge konnte sie befolgen, weil sie vergessen hatte bei der Anfrage an die Redaktionen den Zusatz zu machen:„wie kann ich mir Geld verdienen, ohne daß die Eltern oder sonst irgend Jemand erfährt, daß ich für Geld arbeite?“ Kein Mensch durfte etwas davon wissen, kein Mensch, das ging nicht an, wenn sie nicht ihren Eltern und sich selbst die gesellschaftliche Stellung untergraben wollte. Für Geld arbeiten— wenn das Jemand erführe, man würde sie zuerst aus— lachen, daun aber allmählich den Verkehr mit ihr abbrechen,„denn mit Leuten, die für Geld arbeiten, kann man doch eigentlich nicht uuigehen!“ hörte sie im Geiste die Freundinnen sagen— und die Freun⸗ dinnen, die mußten es ja wissen, die verkehrten ja ebenso wie sie in der Gesellschaft. Ellen war ein kluges Mädchen— aber Klugheit allein reicht nicht immer aus, um sich über die Anschauungen und Sitten, in denen man erzogen ist, hinwegzusetzen. Ellen wollte arbeiten, aber nicht für Geld und sie wollte Geld verdienen, aber nicht dafür arbeiten— aus diesem Dillemma kam sie nicht heraus. Gortsetzung folgt). * schossen worden während damals die große Kuppel der „Frauenkirche“ den fridericianischen Bomben widerstand. Von 1764 bis 1785 wurde die Kreuzkirche wieder auf⸗ gebaut. Bei der schon erwähnten Restaurirung im Jahre 1896 hatte die Kirche auch eine neue Orgel er⸗ halten. — Eine geheimnisvolle Majestätsbe⸗ leidigung. Gegen den christlich⸗sozialen Baumeister Foller in Baden bei Wien wurde, so berichtet die„N. Fr. Pr.“, die Anzeige erstattet, er habe sich zwei ehe⸗ maligen deutsch⸗nationalen Gesinnungsgenossen, dem Redak⸗ teur Herzog und dem Mechaniker Kraupa, gegenüber ge⸗ rühmt, daß er nach Vollendung des Danglschen Hauses in Baden in einer Kupferbüchse eine Urkunde mit einer Majestätsbeleidigung habe einmauern lassen. Die beiden Zeugen bestätigten den Inhalt der Aussage, und es wurde deshalb die gerichtliche Anzeige gegen Baumeister Foller erstattet, der aber seinerseits die Anzeige und die Aus⸗ sagen der beiden Zeugen für unwahr erklärte. Er gab ferner an, es sei lediglich eine ganze unverfängliche-Ban⸗ Urkunde in einer Kupferbüchse ei geptetrtert worden; dies sei aber durch—dest Polier geschehen, der inzwischen ge⸗ stürhest ist, weshalb malt die Stelle in dem Gebäude nicht mehr kenne. Um die gerichtliche Untersuchung zum Abschlusse zu bringen, war es aber unbedingt nötig, die eingemauerte Kupferbüchse aufzufinden und nachzusehen, was sie enthalte. Sonnabend morgens ist nun in An⸗ wesenheit des Untersuchungsrichters und überwachender behördlicher Organe in dem Danglschen Hause mit dem Aufbrechen der Mauern begonnen worden. Vorher wurde noch Mechaniker Kraupa vernommen, um nach den ihm gemachten Mitteilungen Aufschlüsse über die Stelle zu geben, wo er die eingemauerte Urkunde vermute. Die Ausbrechungsarbeiten wurden bis Sonntag 11 Uhr vor⸗ mittags fortgesetzt. Es stellte sich dabei heraus, daß Kraupa den Ort nicht angeben könne, wo sich die Urkunde angeblich befinde. Es wurden auf Betreiben des Bau⸗ meisters Foller alle Pfeiler der von Kraupa angegebenen Seite des Hauses von der Decke des zweiten Stockwerkes bis zum Fußboden des ersten Stockwerkes erfolglos auf⸗ gebrochen. Kraupa erklärte schließlich, er glaube, das Dokument sei gleich nach der Einmauerung wegen des in der Kapsel mit enthaltenen Geldes von einem Arbeiter gestohlen worden.— Jetzt hat die Gerichtsbehörde ange⸗ ordnet, daß das Haus niedergerissen werden soll. Die Bewohner des Hauses müssen sofort übersiedeln, und so⸗ bald dies geschehen, beginnt die Demolierung des Baues Foller kandidiert jetzt für den Reichsrat, Herold kandidierte bei den letzten Landtagswahlen, ist aber durchgefallen. — Von einem Haisisch verschlungen. Die Passagiere des Lloyddampfers„Amphitrite“, der in der zweiten Hälfte des Januar die Tour Beirut⸗Konstanti⸗ nopel⸗Odessa machte, waren Zeugen einer entsetzlichen Szene, die sich kurz nach der Abfahrt von Beirut ereig⸗ nete. Der Bootsmann mit drei Matrosen war mit dem Befestigen von Booten an den Krahnen beschäftigt, als bei einem Boot das Seil des Aufzuges riß: das Boot kippte um und die vier in demselben stehenden Seeleute stürzten ins Meer. Der Dampfer wurde sofort zum Still⸗ stande gebracht, ein Rettungsboot herabgelassen und Ret⸗ tungsgürtel hinabgeworfen. Eine allgemeine Aufregung erfaßte die Reisenden, doch wurde man sofort beruhigt, als man die vier Verunglückten wacker dem Schiffe zu⸗ schwimmen und das Rettungsboot schon sehr nahe dem Schwimmern sah. Da that der Bootsmann einen mark⸗ durchdringenden Schrei:„Ein Haifisch.“ Trotzdem die Rettungsmannschaft Alles aufbot, um den armen Boots⸗ mann zu retten und durch Ruderschläge und Geschrei den Hat zu verscheuchen suchte, wurde vor ihren Augen der unglückliche Mensch von dem Ungeheuer in die Tiefe ge⸗ zogen. Die andern drei Matrosen wurden mit Mühe in das Boot gehoben. Zwei der Geretteten fielen infolge der üͤberstandenen Angst bewußtlos nieder. Auf dem Verdecke des Schiffes, von wo fast sämtliche Reisende und die Schiffsmannschaft diesen Vorgängen zusahen, entstand eine furchtbare Aufregung. Von den Reisenden, unter welchen viele Pilger aus Jerusalem sich befanden, da die„Am⸗ phitrite“ vor Beirut Jaffa angelaufen hatte, wurde eine Kollekte für die Hinterbliebenen des verunglückten Boots⸗ mannes, der Vater von fünf unversorgten Kindern war und dessen Familie in Lussin grande wohnt, veranstaltet; dieselbe ergab einige hundert Gulden. Am folgenden Tage wurde im Salon des Dampfers ein Seelenamt für den Verunglückten abgehalten. — Die kürzeste Begrüßung Nansens. Dr. Fridtjof Nansen, der gegenwärtig mit seiner Familie in London weilt, ist dort der Held des Tages. Tausende drängen sich zu seinen Vorlesungen, ungemein feierlich gestalten sich die ihm zu Ehren von verschiedenen Gesell⸗ schaften und Klubs arrangierten Feste und Diners, und der norwegische Forscher muß eine Flut begeisterter Be⸗ grüßungsansprachen über sich ergehen lassen. Kürzlich war Nansen bei einem Manne zu Gaste, der gleich ihm einen gefeierten Namen trägt, bei Stanley. Der berühmte Afrika⸗Forscher hat einen kleinen Knaben adoptiert und ließ denselben nach dem Lunch ins Speisezimmer kommen, damit der dreijährige Knirps einst sagen könne, er habe Nansen kennen gelernt. Stanley hatte geplant, daß der Knabe an Nansen einige Begrüßungsworte richte, und gespannt horchte die Gesellschaft auf die rethorische Ihre erste Liebe. 8 Novelle von E. von Bischdorf. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Als er sein Bemühen fruchtlos sah, verlor er rasch Geduld und Stimmung und erkor besonders seine Gattin, die unschuldige Ursache seines Miß⸗ erfolges, zum Opfer seiner Launen, und mit immer erstaunteren Augen betrachlete Regine ihr einstiges Ideal. Es war später Nachmittag. Mit mächtigem Anprall überschlugen sich die Wogen. Der Wind trug den Badegäsßsen Frische und Stärkung zu und rüttelte sie ordentlich durch. Heute wehte er so stark, daß Regine sich eilig hinter eine der Strand— hallen flüchtete, um nicht umgeblasen zu werden und in Ruhe ein bischen Atem zu schöpfen. Die Kinder hatten mit Lottchen einen Spazier⸗ gang unternommen nach dem süblich gelegenen, im Flugsande halb begrabenen Dörfchen Rantum. Die meisten Gäste machten sich zu dieser Stunde etwas Bewegung. Nur vereinzelte Herren saßen noch bei ihrer Zigarre oder einer Skatpartie. Im Vorüber⸗ eilen hatte Regine Lossen an einem der nächsten Ecktische erkannt und neben ihm einen alten Be— kannten, seinen einstigen Rittmeister aus Falkenberg, der seit kurzem in Westerland weilte. Die beiden waren aber so in ihr Gespräch versunken, daß sie Leistung des festlich herausgeputzten Kleinen. Dieser blieb aber stumm, und erst nach wiederholtem Drängen ließ er sich herbei, die Lippen zu öffnen. Er sah dem norwegischen Forscher fest in die blauen Augen, hob ein Bein in die Höhe und sagte:„Neue Schuhe!“ — Der Schleier der Damen. Damen, welche irgend einen Wintersport ausüben, mögen sich die nach⸗ stehenden Worte ad notam nehmen, die Dr. Seelmann in einem Aufsatze über die Hygiene des Eissports schreibt, in welchem er ausführt, daß die Gefahr, sich die Nasen⸗ spitze zu erfrieren und— schreckliche Perspektive— dauernd das Stumpfnäschen in die schamhafte Farbe ge⸗ kleidet zu sehen, durch den Schleier gesteigert wird.„Da, wo auf Nase und Wangen die Maschen des Schleier⸗ gewebes aufliegen, wird eine ungleichmäßige Erwärmung der Haut herbeigeführt. Die feinen Fäden des Schleiers erwärmen die unter ihnen liegenden Hautteilchen, dagegen bleiben in den Lücken des Gewebes die Hautstellen un⸗ beschützt. Das Blut der Haut strömt nach den erwärmten Punkten hin, während es von den unbedeckten Stellen abfließt, die dadurch an Widerstandsfähigkeit gegen die Kälte Einbuße erleiden. Unter gewöhnlichen Verhältnissen, wie bei einem winterlichen Spaziergang und ruhigem Wetter wird die teilweise Abkühlung nicht stark genug sein, um eine Erfrierung hervorzurufen. Anders ist es beim Eissport. Durch die schnelle Bewegung prallt die Luft heftiger auf die Haut auf, der Schlittschuhläufer be⸗ findet sich in einem beständigen Luftzug und infolgedessen wird die Haut an den betreffenden Punkten ungewöhnlich stark abgekühlt und sie erfriert. Es ist daher für die schönen Schlittschuhläuferinnen viel zweckmäßiger, den Schleier während der Ausübung des Eissports hoch⸗ zuschlagen. Das Gesicht wird zwar dann gleichmäßig von der kalten Luft getroffen, es wird aber auch gleichmäßig von dem Blutstrom erwärmt und die häßlichen Erfrie⸗ rungen werden vermieden. Außerdem wird dadurch den Herren der Schöpfung noch ein besonderer Gefallen er⸗ wiesen, die ein anmutiges Gesicht ohne das seidene Gitterwerk des Schleiers viel aufmerksamer bewundern können.“ — Der Humor des Schauspielers. In einer Theaterplauderei erzählt das Wiener Fremdenblatt von einem Mitglied des Raimundtheaters, das seine Be⸗ schwerde über ungenügende Beschäftigung in witziger Weise zum Ausdruck brachte. Als Herr Balajthy, so heißt der Künstler, kürzlich zur ersten Probe des unga⸗ rischen Volksstückes„Die rote Brieftasche“ wieder einmal einberufen wurde, blieb er gegenüber dem Theater in der Wallgasse stehen, betrachtete das Theatergebäude von unten bis oben und wartete, bis der Theatersekretär vorüber kam; höflich grüßend zog er dann den Hut und fragte den Sekretär, ob dieses Gebäude wohl das Rai⸗ mundtheater sei? Auf die bejahende Antwort ließ er sich dann zur Bühne geleiten, wo die Schauspieler bereits zur Probe versammelt waren. Nachdem er sich den einzelnen Mitgliedern in förmlicher Weise vorgestellt hatte, stellte er an Fräulein Niese die Frage, ob an diesem Theater nicht vor langer, langer Zeit ein munteres, fesches, mit reichem komischem Talent begabtes Mädchen, Namens Hansi Niese, engagiert gewesen sei, und wenn ja, ob sie jetzt als komische Alte Das leiste, was sie in ihrer Jugend versprochen habe. Dann endlich begann die Probe. Der Regisseur konnte sie jedoch nicht beginnen lassen, denn er bemerkte im Parterre einen Dienstmann und im Raimund⸗Theater darf nach der neuen Hausord⸗ nung außer den beschäftigten Schauspielern Niemand einer Probe beiwohnen.„Mein lieber Mann“, rief nun der Regisseur von der Bühne aus dem im Zuschauerraum sitzenden Fremden zu,„entfernen Sie sich doch aus dem Hause, ich kann Sie hier nicht dulden!“„Bitte schön, Herr Regisseur“, sagte nun Herr Balajthy in flehendem Ton,„lassen Sie den Mann doch hier. Es ist mein Führer, ein Dienstmann, der mich nach Hause führen wird, denn sonst weiß ich nicht den Weg vom Theater zurück in meine Wohnung! Ich habe ihn vergessen!“.. Von den Nachmittags⸗Vorstellungen in den Wiener Theatern plaudert das Fremdenblatt: Heutzutage sind diese Vorstellungen im Publikum außerordentlich beliebt und in allen Wiener Theatern schon eine Woche vorher ausverkauft. Früher allerdings war es, namentlich den Vorstadttheatern, schwer, eine Nachmittagsvorstellung zu füllen; besonders das Karl⸗Theater hatte wegen des nach⸗ barlichen Praters an schönen Sonntags-Nachmittagen einen schweren Stand. So geschah es, daß eines nach⸗ mittags die Billetkasse wieder einmal sehr wenig frequen⸗ tiert war. Der Komiker Wittels, der damals an der Leopoldstädter Bühne engagiert war, stand gerade im Foyer, als ein Mann in ländlicher Kleidung der Kasse nahte. Wenigstens einer mehr im Zuschauerraum— dachte Herr Wittels. Doch kaum war der Mann zum Kassierer getreten, brach dieser in ein lautes Lachen aus. Der Fremde hatte an der Billetkasse eine Karte nach— Floridsdorf verlangt, weil er das Karl⸗Theater für den — Nordbahnhof hielt. — Barbarische Brutalität. In der Nähe von Tomsk im Dorfe Bolsche⸗Kossulsk, welches an der großen sibirischen Heerstraße liegt, lebt— so wird von russischen Blättern gemeldet— der Bauer Nikolai Temljakow, der sich mit dem Schmiedehandwerk beschäftigt. Derselbe wollte sein Weib für Untreue bestrafen, und zwar so, daß sie auch für die Zukunft kuriert sei. Er schleppte die Frau, die bittere Thränen vergoß, zu dem Gestell, an welchem er Pferde zu beschlagen pflegt, band dasselbe, mit der Haarflechte an einen Balken des Gestells und begann die Füße seines unglücklichen Opfers mit Huf⸗ eisen zu beschlagen, die er eigens zu diesem Zwecke ver⸗ fertigt hatte. Infolge des entsetzlichen Schmerzes, den die Hammerschläge und die ins Fleisch getriebenen Nägel verursachten, verlor die Gemarterte die Besinnung. Als das Scheusal in Menschengestalt sich nach vollbrachter Arbeit durch einen Schluck Branntwein stärken wollte und zu dem Zwecke an einen Schrank trat, in welchem er seine Schnapsflasche aufbewahrte, entschlüpfte der 13jäh⸗ rige Sohn des Ehepaares aus der Schmiede, um die Bauern des Dorfes zu Hilfe zu rufen. Bevor jedoch die Nachbarn die Schmiede erreicht hatten, hatte der Unmensch dem bewußtlos daliegenden Weibe einige Wunden mit einem Federmesser am Halse und an den Schultern bei⸗ gebracht, damit dasselbe aus der Ohnmacht erwache. Für diese unmenschliche That wurde Temljakow zwar bei der Gemeindeverwaltung in Arrest gehalten, jedoch nach zwei Tagen wieder in Freiheit gesetzt, und damit scheint die bestialische Mißhandlung gesühnt zu sein, da von einer weiteren gerichtlichen Verfolgung des Schuldigen nichts verlautet. Letzte Nachrichten. * Treis a. d. Lda., 19. Febr. Ein hiesiger Einwohner, der sich seither mit Holzmachen be⸗ schäftigte, war dieser Tage der Gastgeber einer Spinnstuben⸗Gesellschaft. Eines Abends kehrte er, mit einigen Kollegen von der Arbeit kommend, in einem hiesigen Wirtshause ein, wo sie länger verweilten, als eigentlich beabsichtigt war. Da erschien seine Frau, um ihren Ehegatten nach⸗ hause zu holen. Letzterer, der sicher die Gewitter⸗ wolken auf der Stirne seiner besseren Ehehälfte wahrgenommen, nahm sich, nichts gutes ahnend, zwei seiner Kollegen als„Blitzableiter“ mit nach⸗ hause. Allein, die Spinnstuben⸗Atmosphäre war so gespannt, daß sie unbedingt zur Entladung kommen mußte, die durch den Dunst des reichlich ge⸗ nossenen Schnapses noch beschleunigt wurde. Als der Ehemann und seine„Blitzableiter“ ruhig weiter„schöpselten“, riß die Frau dem ersteren die Flasche aus der Hand und hieb so derb auf diesen ein, daß der später notwendig herbei⸗ gerufene Arzt eine Knochenzersplitterun konstatierte. Der Mann wird wohl dndürg einige Zeit arbeitsunfähig bleiben. Briefkasten. Ch. W. in Fellingshausen. Unter Sterbe⸗ thaler versteht man solche, die das Bildnis Friedrich Wilhelms IV. tragen, der am 2. Januar 1861 gestorben ist. Nur die an diesem Tage geprägten Thaler, von denen nur eine geringe Anzahl vorhanden ist, werden als Seltenheit gesucht. Thaler von 1861 giebt es sonst eine Menge. Standesamtliche Nachrichten. Geburten. Am 8. Februar. Dem Ofensetzer Ernst Bernhard Nonnewitz ein Sohn, Heinrich Adolf.— Am 10. Febr. Dem Posthilfsboten Philipp Lemp eine Tochter, Johanne Katharine Karoline.— Am 11. Febr. Dem Schneider Heinrich Ludwig Steinbrecher eine Tochter, Anna Johanne Katharine. Dem Schreiner Martin Wacker ein Sohn. — Am 12. Febr. Dem Knecht Georg Reinhardt ein Sohn, Jakob.— Am 13. Februar. Dem Schuhmacher Georg Böttner ein Sohn, Wilhelm.— Am 16. Febr. Dem Schuhmacher Heinrich Krug ein totgeborenes Kind weibl. Geschlechts.— Am 17. Febr. Dem Hilfs⸗Portier Adam Döring ein Sohn.— Am 18. Februar. Dem Schreiner Heinrich Männche ein Sohn, Heinrich. Aufgebote. Am 13. Febr. Dr. Friedrich Karl Ferdinand Hansen, Arzt dahier, mit Johanne Theodore Schulte von Kilburg. Heinrich Lang, Taglöhner zu Frankfurt a. M., mit Barbara Glaiter daselbst.— Am 18. Februar. Gustav Rudolph Richter, Hutmacher dahier, mit Katharina Schmall hierselbst. Jakob Karl Philipp, Fabrikarbeiter dahier, mit Anna Katharine Naumann hierselbst. Eheschließungen. Am 13. Februar. Wilhelm Möser, Mühlenbesitzer dahier, mit Marie Emilie Anna Löber hierselbst. Sterbefälle. Am 13. Febr. Barbara Elisabeth Schäfer, 25 Jahre alt, Ehefrau von Kaufmann Gotthard Schäfer dahier.— Am 14. Februar. Emma Emilie Auguste Jochim, sechs Monate alt, Tochter des Eisenbahnschaffners Johann Georg Jochim dahier. Marie Veith, 6 Monate alt, Tochter des Schreiners Georg Veith dahier.— Am 15. Februar. Ludwig Waldschmidt, 21 Jahre alt, Invalide dahier.— Am 16. Febr. Karl Wilhelm Simmer, ein Jahr alt, Sohn des Bureaugehilfen Franz Joseph Simmer dahier.— Am 17. Febr. Gertrud von Kurnatowsky, geb. von Skopnik, 37 Jahre alt, Ehefrau des Majors Otto von Kurnatowski dahier. Am 19. Februar. Marie Helene Seydel, ein Monat alt, Tochter des Gärtners Anton Seydel dahier. Margarethe Wallbott, geborene Möser, 47 Jahre alt, Ehefrau des Maurers Johannes Wallbott dahier. Reueste Telegramme. Hd. Berlin, 20. Febr. Prinz Heinrich von Preußen stattete gestern dem Kardinal Dr. Kopp in Breslau einen halbstündigen Besuch ab. Hd. Berlin, 20. Februar. reichen Abgeordneten des Reichs⸗ und Landtags besucht sein wird. Hd. Paris, 20. Febr. Etwa 2000 Studenten beteiligten sich an der gestrigen Demonstration für Grie⸗ chenland. Die Polizei schritt nach dem ersten Ruf:„Nieder mit der Türkei“ ein. 8 f Hd. Kanea, 20. Februar. Die türkische Bevölkerung demonstrierte gegen eine Bon Annektion, fürchtet aber ein ombardement. Die Christen aus den Hafen⸗ städten sind zumeist nach Griechenland ge⸗ flohen. Hd. Athen, 20. Febr. Die griechischen Truppen haben auf Kreta den ersten Erfolg erzielt und das Fort Vukol is eingenommen. Dabei sind 250 Gefüngene gemacht worden. Auf griechischer Seite blieben elf Soldaten tot. Ein Offizier wurde schwer verwundet. Von den Türken fielen etwa hundert Mann. Hd. Athen, 20. Februar. Ein englisches Kriegsschiff verhinderte den griechischen Dampfer„Thesfalia“, welcher Munition und Vorräte für Kreta an Bord hatte, an der Landung.— Prinz Nikolaus ist gestern mit 10 Geschützen an die Grenze gegangen.— Das griechische Nationalkomitee hat dem König und der Regierung versprochen, sich jeder aufrühre⸗ rischer Bewegung in Macedonien zu enthalten. Hd. Athen, 20. Febr. Der Minister des Auswärtigen hat die Aufhebung der griechischen Konsulate auf Kreta mit Rücksicht auf die erfolgte Proklamierung der Einverleibung der Insel in Griechen⸗ land vorgeschlagen. Die opttmistischen schen Blätter glauben, daß Griechenland mit seinen Absichten durchdringen wird. Durch königliche Verordnung sind zwei weitere Klassen von Reservisten einberufen. Eine zweite Flottille von Torpedobooten ist nach einem unbekannten Bestimmungsort, indessen nicht nach Kreta, abge⸗ gangen. Hd. London, 20. Febr. Hier fand eine zahlreich besuchte Versammlung statt, in der großer Enthusiasmus für Griechenland herrschte. Marktpreise. Gießen, den 20. Februar. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 0,90— 1,00, Hühner⸗ eier 2 Stück 13—15, Enteneier—, Gänseeier—.—, Käse 5—8, Käsematte 3, Erbsen per Liter 24, Linsen 28 Pfg., Tauben per Paar 0,80— 1,00, Hühner p. St. 1,20— 1,40, Hahnen 1,30— 1,50, Enten 1,60- 1,80, Gänse per Pfund 48 54, Ochsenfleisch 66— 74, Kuh⸗ und Rind leisch 60 bis 66, Schweinefl. 56— 66, Schweinefl., gesalz. 70— 72, Kalbfleisch 50— 54, Hammelfleisch 50— 65, Kartoffeln pro 100 Kilo 4,50,— 5,50, Zwiebeln per Zentner 4,00 Mark, Milch per Liter 16 Pfg. riecht⸗ Sterbefälle. Am 19. Februar. Elisabethe Martern, geb. Walz, 85 Jahre alt, Witwe von Bankbeamten Johann Balthaser Martern dahier, Bahnhof⸗ straße 2. Die Beerdigung findet Sonntag, den 21. d. Mts., nachmittags 4½ Uhr vom Sterbehause aus statt. 19. Februar. Margarethe Wallbott, geb. Möser, 47 Jahre alt, Ehefrau von Johannes Wallbott, Maurer dahier, Neustadt 17. Die Beerdigung findet Sonntag, den 21. Am d. Mts., nachmittags 2 Uhr vom Sterbehause aus statt. i Am 7. März findet in Dresden eine konservative Volks. versammlung statt, welche auch von zahl⸗ —— — —ꝛ——— l Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗ 1 teur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen. niche bemerkt wurde. Wie sie nun erschöpft gegen die Rückwand der Halle lehnte, konnte sie deutlich die Stimmen der Herren unterscheiden. Sie dachte nicht daran, ihrer Unterhaltung Aufmerksamkeit zu schenken, als plötzlich ihr eigener Name an ihr Ohr schlug. „Sieht noch verteufelt hübsch aus, die Frau von Helling“, sagte der dicke Rittmeister,„die Jahre scheinen spurlos an ihr vorübergegangen zu sein.“ „Ja, sie war immer eine schöne Erscheinung“, bestätigte Lossen gedehnt,„biegsame Figur, könig— liche Haltung, prachtvolle Augen!“ „Ich kann mich noch der Zeit entsinnen, als Sie ganz weg waren von der Kleinen“, neckte der Dicke lachend.„Aufrichtig gestanden erwartete ich damals immer Ihre Verlobungsanzeige, als Sie in Berlin auf Turnschule waren, Lossen.“ „Nun, für einen solch unpraktischen Schwärmer hätten Sie mich doch nicht halten sollen“, lautete die Entgegnung,„sie hatte ja kaum das Nötigste zu beißen und zu brechen. Was helfen mir die schönsten Braunaugen ohne anständige Zulage! Jetzt liege ich weicher gebettet, und sie ist ja auch schlau genug gewesen, eine reiche Partie zu machen.“ Regine hatte genug gehört. Sie eilte geräusch— los von dannen, immer weiter und weiter, so lange ihr Fuß sie trug. Der Schlag war grausam. Für spielt, war sie also nie mehr gewesen, als nur ein Spielzeug. Sie hatte ihm ihre reine, glühende Jugendliebe gebracht, er aber verachtete sie um ihres geringen Vermögens willen und setzte bei ihr ohne weiteres die eigene, berechnende Gesinnung voraus, er, von dem sie sich noch vor kurzem allein nach ihrem wahren Werte geschätzt glaubte! Nichts anderes wußte er an ihr zu rühmen, als ihren guten Wuchs! Um dieses Wenschen willen hatte sie sich jenem Manne entfremdet, der nie etwas anderes begehrt als ihr eigenes Selbst, der mit seinem sauer er⸗ worbenen Vermögen auch für die Ihren eintrat als etwas ganz Natürliches, Felix, Felix! Warum hatte sie sich von ihm getrennt, warum war sie nicht daheim geblieben, wo sie hingebörte! O, daß er in ihrer Nähe wäre, daß sie in seine Arme flüchten könnte, ihr verwundetes Gemüt ausruhen an seinem reinen, edlen Herzen, o, daß sie ihn jetzt um Ver⸗ zeihung bitten könnte! Denn plötzlich wußte sie, welch großes Unrecht sie ihm gethan. In Gedanken hatte sie gesündigt gegen ihn durch Jahre und Jahre, bis dieselben eine unheilvolle Gewalt über sie bekamen und sie nicht mehr erkennen ließen, wie viel sie in ihrem Gatten besaß! ** * Am liebsten wäre sie Lossen fortan ganz aus dem Wege gegangen. Aber das ließ sich leider in —— unauffälliger Weise nicht arrangieren. Dazu hielt ihrerseits sich zu fest an die Standesgenossinnen, als Ersatz für die so sehr er⸗ sehnte Haute-volèe, welche ihr meist aus dem Frau Constanze Wege ging. Man war mit Lossens und Baron Barnim nach Keitum gefahren, um sich an dem Schatten stattlicher Bäume zu erfreuen, die man in Wester⸗ land vergebens suchte. unvergleichlicher Weise bereitet. Da kam Lothars jüngster, dreijähriger Sohn angelaufen, und schmiegte sich an Regine. „Papa und Mama böse sein zusammen, ach, so bös!“ flüsterte der Kleine ganz ängstlich. Wirklich erschien nun das Ehepaar in höchster Erregung und setzte seinen Zwist auch vor den anderen ungeniert fort. Es handelte sich um eine Segelpartie. vertragen kannst, es ist die reine Thorheit, wenn Du darauf bestehst, Du verdirbst uns durch Dein Mitkommen nur die ganze Freude“, herrschte Lothar seine Gattin an. 1 „Bei dieser glatten See ist jede heftige Be⸗ wegung ausgeschlossen“, erwiderte sie gereizt,„in meinem Salon in Frankfurt kann ich nicht sicherer vor Seekrankheit sein, als bei diesem flauen Winde auf dem Wattenmeere.“(Fortsetzung folgt.) Regine und Lottchen er“ quickten sich im Garten an der köstlichen,„roten Grütze“, welche die Wirtin des„Friesenhofes“ in „Du weißt doch, daß Du das Segeln nicht angel, ea 0 Zee fal. in Lee g f. aapdeen chnete unc, 1 903 Nad 1 auc. Hartan 115 246 1 fee 4 1 Nähe del 5 0 8d) 1 10. 0% 180 0 00 5 1 6 fd) 280 4 fp 1 62 fle)! 19. 50) 2 3.(4. Ul), 2 89.4 Ip.) 2 89.6 Fd.) 5 9 49.04 süd f 3 49(6 Pd.) 16(fp)! 28.(4 Fo) Sc 389.66 Psd.) Sc Oießen, den 2 — Slabl. Angebot der 2 Ucer, Skeindrucler, bnbier, 1 baclierer, Mucdloseer, Tugzepriste Heizer, 1 Pachinenschlosser, 1 fihtbursche, 9 Laglühner, 1 Sgoserlehrlüinge, 1 duusmüdchen. Senerer Hei ILer folk: Ein engl 0 beagle „welcher Mun N In bord hatte, an der i itt gefern mit 10 1 0— Daz hat dem König und sic fer aufrühr⸗ donien zu enthalten. Ar ge dez Aufhebung der e auf iaret mit late Prollantrung Insel in Griechen. optimistischen griechl⸗ 5 Grehelanh Mit agen wird. Durch zwei weitere Klassen Eine zweite Flottile h einem unbekannten icht nach Kreta, abge⸗ Febr. Hier fand Versammlung Euthusiasmuß herrschte. ——— eise. nut. Auf dem heutigen Vd. 0,90 1,00, Fühne⸗ , Ginseriet——, Kl Alter 24, Ansen 28 Nfg, Hühner p. St. 20 1,0, 1 7 Gänse per Pfund guh⸗ und Rind leisch 60 chweinefl, gesalz. 5 3 sch 50—65, Kattoffell pe v per Zentner 4,00 Matt, a rtern, gc. 977 webe, ern dahier, Bahnhof 0 1 17 115 den bags 1 Uhr bon e efrau bon 15 1 garethe r alt, auret dahier, det Semi t Ihr dun 775 ft Ncbal⸗ Larburg, Ottmann, — erantw. ** be u Gehe. Holzversteigerungen. Groß⸗Rechtenbach(Gemeindewald), Monta 0 . 90. Eichen: 24 1 09 Derb., 205. e 91 e e ) 1 5 15 10 Am“ Reifer Stock, 172 Rm. Reiser, Nadel: 28 Rm. Derb, 265 Rm. Reiser, Weich— Oberförsterei Johannisburg. Montag, den 22. Distr. 44„Schmalburg“ bei Beilstein zum Verkauf; Eichen; 7 8 25 5 Scheit; Buchen: 1 Stamm, 133 Rm Scheit, 166 Rm Knüppel, 218 Rm. Reiser; Weichhol 3 Stämme mit 1 Fm., 10 Rm. Knüppel, 20 Rm. Reiser. Zusammenkunft 10 Uhr auf 925 Straße. Das Nutzholz wird zuerst verkauft und ist vorher zu besichtigen. eßen. Dienstag, den 23. Februar, vormittags 10 Uhr, versteigert Herr Adami im Privatwald„Kornberg“ bei der Ganseburg nachverzeichnetes Holz: a. Bau und Werkbol 348 Fichtenstämme, 14—29 em Durchmesser, bis 15 m lang= 105,93 fm, ca. 600 Derb⸗ 25 9 50 5 i 25 115 Eichen- und Nadelknilppel, 71 xm Nadel— 0 5 a n. ie Zusammenku Hunte fen 81 uft ist auf der Ganseburg, 20 Minuten von Staufenberg. ontag, den 22. Februar l. J. soll i meindewald, in den Distrikten Mühlwald, Lahntepf, e en, S a e strauch, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 72 Eichenstämme von 3059 em Durchm. mit 44 fm, 593 Nadelstämme von 12—35 em Durchm., bis zu 22 m Länge mit 224 fm 114 Nadel- Derbstangen mit 8 fm Inbalt Dienstag, den 23. Februar: 112 rm Buchen⸗ Scheitholz, 216 rm Eichen-Scheitholz, 46 rm Buchen Knüppelholz, 137 rm Eichen und Nadel⸗Knüppelholz, 219 rm Buchen-, Eichen und Nadel— ⸗Stockholz, 3500 Wellen Buchen-Reiser 9750 Wellen Eichen und Nadel⸗Reiser. Der jedesmalige Anfang ist vormittags ½9 uhr, gauz in der Nähe der Haltestelle Friedelbausen 5 rod preise— vom 21. Februar bis 7. März 1897. Der hiesigen Bäcker. 1 Kg.(2 Pfd.) Tafelbrod„ n e 6 2 Kg.(4 Pfd.) Tafelbrod g e 5 5 n 5 5 5 54 1 Kg.(2 Pfd.) Weißbrod 272... 1 Kg.(2 Pfd.) Weißbrod bei Emil Noll. 5. 8 5 24%, 2 Kg.(4 Pfd.) Weißbrod.. g 5 5 f 50„ 2 Kg.(4 Pfd.) Weißbro bei Emil Noll 5 5 5.. 48 1 Kg.(2 Pfd.) Schwarzbrod. a l a 5. 8 2„ 1 Kg.(2 Pfg.) Schwarzbrod bei Emil Noll 5 g 7 8 22 2 Kg.(4 Pfd.) Schwarzbrod. 5 5 5. a 5 46„ 2 Kg.(4 Pfd.) Schwarzbrod bei Emil Noll g. 44 5 2 Kg. 1 Pfd.) Kornbrod bei Georg Keil und Karl Spamer. 5 2 2 Kg.(4 Pfd) Roggen⸗Schwarzbrod bei N Muth und W. Amend 44„ 3 Kg.(6 Pfd.) Schwarzbrod.. 69„ Der er auswärtigen Bäcker. 2 Kg 4 Pfd.) Weißbrod bei W. Weitzel von Lang⸗OGöns ö 46„ W. Steinmüller von Großen Linden 455 L. Schmidt von Gr.⸗Linden i 42 Deibel von Wieseck und Wilh. abel von Wieseck 50„ 2 Kg.(4 Pfd.) Schwarzbrod bei 860 Kd. Velte von Kirch⸗Göns, L. Steinmüller von Großen⸗Linden und L. Schmidt von Gr.⸗Linden 40 5 Wilh. Weitzel von Lang⸗Göns und W. Steinmüller von Gr.⸗Linden 5 42„ Gustav Jacobi von Alten⸗Buseck g 44„ Aug. Deibel von Wieseck 5 46 3 Kg.(6 Pfd.) Schwarzbrod bei Gustav Jacoby von Alten- Buseck, Ernst Christ von e und t Fabel von Wieseck. 66 Der Brodverkäufer. Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 20. Februar 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. Städt. Arbeitsnachweis, Gießen. Gartenstraße 2. Angebot der Arbeitnehmer. Nachfrage der Arbeitgeber. 2 Bäcker, 1 Konditor, 1 Dreher für Dampfmaschinendrechslerei bei 1 Steindrucker, 1 Gelbgießer, hohem Lohn nach auswärts, 1 Barbier, 1 Glaser, 4 tilcht Glaser, 1 Lackierer, 1 Tapezier, 1 Wagner nach auswärts, 4 Bauschlosser,„ 2 Shale Heizer, 1 tücht. Schmied, 2 ungeprüfte Heizer, 3 Schuhmacher, 5 tücht. Bau⸗ und Möbelschreiner nach ausw., 1 Maschinenschlosser, 4 Pferdeknechte, 1 Pferdeknecht, ahr bursche, 7 Laufmädchen, 1 jüng. Bürschchen f. Hausarbeit, 1 erde 6 Hausburschen, 1 Hausbursche, Schlosserlehrlinge, 3 Dienstmädchen, 2 Schuhmacherlehrlinge, 3 Schlosserlehrlinge, 1 Hausmädchen. 2 Buchbinder⸗„ 1 Bäcker⸗ 1 1 Setzer⸗ 4 2 Schmiede⸗„ 2 Schneider⸗ 75 1 Schreiner⸗„ 2 Glaser⸗ 1 1 Bürstenbinderlehrl. 1 Lackierer⸗ 1 1 Steindrucker⸗ 1 Gelbgießer⸗ 1 1 Sattler⸗ 7 1 Kupferschmied⸗„ 1 Barbier⸗„ 1 Maschinenbauerlehrl. 20 Dienstmädchen mit guten Zeugnissen fllr Küche und Haus bei hohem Lohne, 1 perfekte Köchin n. ausw. bei hoh. Lohne, 2 kräft. Kindermädchen. Schrapenborg's „Rheumatica“. per Fl., 70 Mk. incl. Schafswolle. Anerkannt bestes Mittel gegen Rheumatismus. Angemeldet beim Kaiserl. Patentamt 1641. Dieses aus stark ätherischen, flüchtig und scharf durchdringenden Pflanzenstoffen und Kräutern zusammengesetzte, mit Weinrückständen destillierte Extrakt hat sich, wie aus täglich eingehenden Attesten ersichtlich, auf's Beste gegen rheumatische Leiden bewährt. Die Erfolge sind derart 8177 dass schon überaus viele an Rheumatismus leidende Personen geheilt wurden, bevor nur Reklame oder aber auch nur durch den Fabrikanten selbst Propaganda gemacht wurde. Alle Atteste be- stätigen, dass schon nach 4 oder 5 maligem Einreiben die Beulen gelöst und die Schmerzen gelindert wurden, ja sogar bei vielen Kranken die Schmerzen vollständig weg waren. 1372 Zu 100 L. Alk. vini 10 Ko. Aesculus Hypocastanum, Arnica mon- tana, Malva rotundifolia, Semen Cochlearin, Baccae Juniperi, Herba ser- billy, Bryonia alba, je 5 Ko. E 2 Ko. Resina Pini. Zu bezlehen in versehiedenen Apotheken und Droguerleen. Alleiniger Fabrikant: J. Schrapenborg, Mainz. Wiederverkäufer gesucht. 1 8 S 8 8 — a 1 7 8 5 8 8 — : uοανοανðõEstwd̃unuud pun oisanw Ernst eee MALER Giessen, Dammstrasse 20. 5 278 Atelier für Schriftmalerei. Zilligste Berechnung. eee ee, 8 0 * 2 * Prompte Bedienung. 5 M Städt. Schlachthaus Freibank. Heute und Montag Rindfleisch, nicht ladenrein, pro Pfund 48 Pfg. Die Freibank bleibt bis Abends 10 Uhr geöffnet. Holzversteigerung. Donnerstag, den 25. d. M. kommen in dem hiesigen Stadtwald aus den Distrikten Bobenhäuserkopf, Steinrütsche, Hölzchen, Raub— schloß, Zwiebelkopf und Kreuzstein zur Ver— steigerung: 6 Eichenstämme mit 3,64 fm Inh., 268 Fichtenstämme„ 71,01„ 59 Kiefernstämme„ 31,44„ 119 Fichtenderbstgn., 8838 ö Die Zusammenkunft ist morgens 9 ½ Uhr an der Hospitalswiese am Eingang in den Wald. Vorgezeigt wird nur das Holz aus den Distrikten Kreuzstein, Bobenhäuserkopf 3 und Steinrültsche. Auskunft erteilt Forsiwart Büttel. Grünberg, den 18. Februar 1897. Großherzogl. Bürgermeisterei Grünberg. Zimmer. Wegen großen Vorrats versteigere ich Montag, den 22. Februar, morgens 9 Uhr, eine große Anzahl Waschbütten, Züber, pülbränke ꝛc. Küfermeister Abel, Lollar Nr. 14. Vuter, billiger Mi e in und außer Abonnement. Restaurant Mühleißen, 3 Braudgasse 3. Hesluur und un Cafe Oranizn- Hrn= — G Ludibig strasse 6. Darmstädter Ilaus. Logis, sowie vorzüg⸗ 2 lichen Mittags tisch* empfiehlt Peter Weiriech. Restauration Westende empfiehlt ein vorzügliches Frühstück von 30 Pfg. an, Mittagstisch von 70 Pfg. an, ferner Abendessen à la carte in verschiedenen Preisen, sowie ein vorzügliches Glas Bier aus der Brauerei Hildebrand⸗ Pfungstadt, per Glas 10 Pfg. 172 1 Guter, billiger Mittagstisch in und außer Abonnement 1842 bei J. F. Sorger,„Deutscher Hof“. „Zum Gambrinus“ Guten bürgerlichen Mittagstisch empfiehlt A. Albold.(110 Guten billig. Mittagstisch, im Abonnement zu 45 Pfg., Wirt Böhm,„Zum Lahnthal“, Neustadt 48 Textors Terrasse täglich geöffnet. Fh. Bob.(139 Bürgerlichen Mittagstisch im Rebstock. Westanlage. 1824 See Prima 2 3 Apfelwein, verzapft J. Arnold, Bahnhofstr. 7 Seeed Cacao. 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Wie gewöhnlich, wird den Mitgliedern wieder ein genußreicher Abend bereitet werden. Besonders machen wir darauf aufmerksam, daß neue humoristische Gesänge von ganz bedeutenden Künstlern zum Vortrag kommen. 406 Eintritt für Mitglieder frei. Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Der Vorstand. Freunde können eingeführt werden. Sonntag, den 21. Februar veranstaltet der beSangverein Jugendfreund in Steinberg Abendunterhaltung wabunden m Ball, wozu wir Jedermaun herzlich einladen Der Vorstand. Pitz, Präsident. Entree 50 Pfennig. SeeeeT0ꝙꝗ0TeTT—T—dTd—0dsd Wirtschafts⸗ Eröffnung. Meinen werten Freunden und Nachbarschaft, sowie einem verehrten Publikum von Gießen und Umgebung teile ich hierdurch mit, daß ach mit dem Heutigen die Wirtschaft „Zum Sächsischen Hof“ Austerweg 12 eröffnet habe. 418 Es wird mein Bestreben sein, neben einem guten Glas Bier aus der Brauerei 976 Hch. Ihring, Lich, durch gute Weine und Speisen mir die Zufriedenheit meiner Gäste stets zu erwerben und sehe ich einem ge eschäthten Wohlwollen gerne entgegen. Hochachtungsvoll Albert Rahnefeld. D NZ. Gleichzeitig bemerke ich, daß noch zwei Vereinszimmer zu vergeben sind. / ĩðͤ25... ̃—...... zerren: Gasthof mit 20 Betten, bessere und einfache Zimmer, unweit der Bahnhöfe, nächst der Bahuhofstraße gelegen. Seeed Giessen. ibastnaus zum Pfälzer Hof .——1 Ulaher, Karl Rühl. A nne l, l Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit.— Mittagstisch 2 von 12 bis 2 Uhr.— Prima Weine, Bier und Kaffee. 2 2 3 Prompte Bedienung. 149 Mäßige Preise. TTT ä Tur Confirmation neuesten Kleiderstoffe in schwarz und farbig Meter von 25 Pfg. an. S. Sammet. Bahnholstr. 8. Neu eröffnet! Droguerie e Seltersweg 52. W. Hllbinger Cnemik alien, Materialwaren, Farben und Laeke, VWerbandsstoffe, Parfümerien, Cacao, Chokolade, Thee, Sehuämme, Sümtliche freigegebenen Apotnhekervaren, Fabrikation chem. techn. 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Samstag, den 20. Februar 1897, abends 8 Uhr 1 Minute, Grosser Maskenball im Giessener, Festsaal(Cafe Leib) mit Gru ppen⸗ Aufführungen. Es kommt unter vielem Anderen ganz neu zur Auf⸗ fübrung:„Eine afrikanische Jagd- scene und 8 uftreten einer Schutztruppe aus Afrika“. Geheimkarten nur für Mitglieder sind bei dem Präsidenten des Vereins(Markt⸗ platz Nr. It) zu haben— Geheimkarten für Nichtmitglieder bis zur Demaskierung und zwar für Herren 50 Pfg., für Damen 30 Pfg., bei den Mitgliedern Herren Friseur Conrad, Miusburg; Friseur Mühl, Bahnhofstraße; Kaufmann Louis Ockel, Neustadt und Friseur Wahl, Neustadt. 191 Karten zur Teilnahme an Maskerade und Ball à 1 Mk. ebendaselbst und abends an der Kasse à 1.20 Mk. Karten zur Berechtigung auf die Gallerie während der Maskerade à 20 Pfg. ebendaselbst⸗ Der Vorstand. Bauerscher Gesang-Verein. Sonntag, den 21. Februar 1897: Gruppen % Panorama te. imm Saale des Cafe Leib. Im Vorverkauf sind Ballkarten zu haben bei den Herren: D. Heil, Lindenplatz, W. Wirsig, Seltersweg, G. Wahl, Neustadt, Friseur Rott⸗ mann, Kaplansgasse und Louis Feldhaus(Wiener Hof) à 1 Mark. — Geheimkarten für Herren à 50 Pfg, für Damen à 30 Pfg. zu haben. An der Kasse: Ballkarten à. 20 Mark, Gallerie 25 Pfg.— Passive Mitglieder erhalten Geheimkarten bei G. Atzbach, Brauerei Förtsch. 122 Anfang 8 Uhr. Der Vorstand. Uur Damen mit Einladungskarten haben Berechtigung zum Gall. 2 Aus Kamerun zurück! 5 „Heiterkeit“ findet statt Samstag, den 27. Febr., am i n Hesdlsuul( cusel Leib). Zur Aufführung gelangen: Großartige Gruppentänze unter bengalischer Beleuchtung.— Zauber-Panoxa nas — Neueste Schießbuden.— Zigeunerzelter ꝛc. ꝛc. Der Anfang ist präis 7 Uhr 59¾ Miuulen, unter großem Radau, bum, bums des größlen Paußenschlägers aus Japan. Iin oe Ballkarten zu haben bei den Herren: J. Arnold, Schipkapaß, L. Dechert, Friseur, Grünbergerstraße, H. Tichy, Seltersweg 43, G. Wahl, Friseur, Neustadt, A. Kretzschmar, Marktplaß 20, J. Becht, Brandgasse 5, für Herreu à 1 Mt., für Damen 40 Pfg. Geheimkarten für Herren à 50 Pfg., für Damen 30 Pfg. 171 An der Kasse: Ban für Herren à 1 Mk. 20 Pfg., für Damen 50 Pfg., Gallerie 20 Pfg. Für Mitglieder sind Geheimkarten zu haben bei Herrn E. Noll, Seltersweg 30. Der— 5 e. 1. b N Ned Kreuzbla baude 1 ießen, 22. 15 fag e laufene 160 0 0 letten „ lil ah ga he iele fab wafülh, 9 ie. ug wird dem b eanteubn A 10 Vermögen bel 97 74 done e ff 22 erde⸗ igtber e rinz K zunlung halte Terarzt Seiderer pird. Gießen, N. vobel der ui Jette kommen soll. dat, für Ende die dena Vage, in ihren L. brust den Mimi Rogge nit, welche Abertragen it st. Ein Künstlers, worin er Verwandlungen seht zu erwarten, dier 1625 alltägl Jen wird, Gießen, 22. 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