2 9 2 8 2 A 38 und 8 8 8 8 „ag K 2 88 9 8 * 2 0 8 — o — 05 — N . — 0 Aigen 121988515 G. NI bun uu 8 p SsneN Apruruogs uleu EM 0440 2 * ageszeli. Adueuer. a Cerbelatwurf 5 Neuen Bin 5 siisch ei Juni siche, Cabllau, 5 — N n eine Wohnung 910 walter, araturel ren werden l tie gut 1 N kt. unt 15 bil 1 ch, Uhrnache oel ee sse w aufer d bun Lina Schund 1 50 II eustad 5 Woche 0 J . age i 4 vergebe. nslokal N el elch lle, lane N e 5 Ahrnaße⸗ ieh 610 e 90 st D — Gießen, Somabend, den 20. Mürz Pofiztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112. iche Ausgabe andes Gießen. Posißtg. Nr. 3319. Telephou⸗Nr. 112. — Lokales und Provinzielles. * Gießen, 19. liederganges, lechtspfle körterte am Diens rünewald von echnete zu diesen bresse“ entnehmen, Nangel eines dem Nil daß Reformen Redaktion: Kreuzplatz Nr. 4. e im deutschen er Fortschrittspartei zu Frankfurt a. M. tärstraf ver fa unserer Zivilprozeßordnung trotz E März. den Die Ursachen des das Ansehen der Reiche erlitten hat, tag Abend Herr Rechtsanwalt hier in einer Versammlung Er Gründen, wie wir der„Kl. den immer noch bestehenden Rechtsbewußtsein genügenden hrens und den Umstand, Ihrer Notwendigkeit nicht durchgesetzt werden. Da muß Schaden nehmen, seaktionäre Bestrebun Entgegenkommen der Die die der Kriegercaste werden sollen, steht auf . 10 6 freie, unabhängige gilt. ment ist die n mancher Gerichts⸗ stätten, zumal auf dem die Ehrfurcht vor der Rechtsidee besonders wenn auch noch egierung verquickt werden. b ae der Richtergehälter, wobei Richter gegen die Verwaltungsbeamten, von ganz zu schweigen, zurückgesetzt derselben Linie. Rü sichten auf den Etat müssen schwinden, wo es Stellung des Richters Ein äußerliches, aber auch wichtiges Mo⸗ ande, wo man oft den Refrain hören kann: Für die Justiz hat der Staat kein Geld. In Hessen geht es damit meist noch an, i Preußen aber sind die Zustände blelfach ganz unhaltbar. Noch viel mehr wird das Ansehen des Richters allerdings geschädigt, wenn die Instiz den Verrat von Staats⸗ eheim nissen nicht verfolgt, sobald er in en„Hamburger Nachrichten“ von einem Hintermann,„den man mit der elzkappe werfen kann“. Wenn der Monarch ch abfällig über Parteien und Personen äußert, o ist das ein gutes Recht einer impulsiven atur. Wenn jedoch auf der anderen Seite der Majestätsbeleidigungs⸗Paragrapb den Angegriffenen die Erwiderung unmögli 5 10 unter gan 3 überhaupt nicht kränken. macht, so ist das auch ein reformbedürftiger Zustand. Majestätsbeleidigungen, soweit sie nur „oses Gerede“ sind, dürften den Monarchen Berechtigte Verteidigung egen Angriffe, die in maßvoller Form gehalten t, sollte nichts Strafbares haben. Die ver⸗ schleierte und versteckte Majestätsbeleidigung aber, verübt von vorgeblich„königstreuer“ Seite, ist nicht zu fassen. Die Anwendbarkeit des§ 193, die Abkürzung der Verjährungefrist, mildere Strafen für die unbedachten Aeußerungen könnten bessernd in Sachen des Majestätsbeleidigungs⸗ Paragraphen wirken. Beim Begnadigungs⸗ recht der Krone ist zu beachten, daß nicht ganze F en von Strafthaten, wie Duell und Amtsmißbrauch, planmäßig zur Begnadigung vorgeschlagen werden dürfen. Andernfalls leidet das Gefühl der Rechtssicherheit. Der Zeugnis⸗ schägt gegen die Presse in Disziplinarverfahren chlägt in dasselbe Kapitel. Ueber Mißstände wichtig versel Satz begangen wird, F lebhaften Beifall. * Gießen, 19. März. bürgermeister Gnauth erhalten wir folgende Zuschrift: richten 2. ein der Bismarckstraße(längs Staat weder erfolgt noch auch nur ver⸗ einbart ist.“ Beide Notizen waren uns von sonst glaub⸗ würdiger Seite zugegangen. * Gießen, 19. März. „Der Veilchenfresser“, Lustspiel von Gust. Moser, gelangte gestern zur im Gerichtswesen selbst gehen ebenfalls mehr oder minder berechtigte, sicherlich aber sympto⸗ matische Klagen, so z. der Staatsanwaltschaft, gegen Schematismus und Formalismus der Charakterschädigungen durch das gegen allzugroße„Energie“ gegen Geringschätzung der ungenügende Wahrung der klagten usw. Justizminister ihn gegen den„subalternen Zug“ verwenden wollte, Auch das reformbedürftig; es geht nichts Justiz als das Verhaften, nichts langsamer, das Wiederfreilassen. en mit dem stellenweisen jemand wegen Bigamie verhaftet wurde, der überhaupt nicht Die Vorschläge durch Entlastung von den Verwaltungsgeschäften, durch Vermehrung Rück⸗ obligatorische Anfangsthätigkeit der Richter in der Advokatur zu heben, höchste n Die Befreiung von dem mit dem Publikum, Titulaturen und Orden. ist eine erheblich le Vorbildung der Kenntnis wirtschaftlicher und gewerblicher Ver⸗ hältnisse, psychiatrischer und pathologischer Theorien der modernen Zeit. wieder bewahrheiten, daß undame „Die der gestrigen ch] Sie ergebenst, 1. Niemand die Gehälter der Lehrer in allen anderen schen Städten seien die gleichen wie bei uns und sich nach der Wormser Skala, und daß Verkauf des städtischen Geländes an v. Oskar vom Kölner Stadttheater, gastierte als Husaren⸗ lieutenant v. Beifall. wiederzu akter, bei dessen Aufführung im übrigen„kriegen“ Erscheint täglich mit Preis der Anzeigen: 10 Pfg. 1 2 B. gegen das Uebergewicht 0 Rechtsauslegung, gegen die lange Assessorat, z der Verurteilungen, Verteidiger, gegen Rechte der Ange⸗ k Ein Assessorenparagraph, wie der würde freilich nichts helfen. Untersuchungsverfahren schneller in unserer als Es ist vorgekommen, da verheiratet war.(GHeiterkeit.) Erwin Kruses, den Richterstand der Richterzahl und durch haben Anspruch auf Advokatur bedarf einer allzu geschäftlichen Verkehr wie von auszeichnenden Und nicht weniger gesteigerte uni⸗ Juristen, die fremder Sprachen und Kulturzustände, Solche Reformen würden den die Justiz das Der Vortrag fand Von Herrn Ober⸗ nt des Reiches ist. zweite und dritte Notiz im lokalen Teil Nummer Ihrer Zeitung ersuche ich dahin berichtigen zu wollen, daß „in der Bürgermeisterei“ glaubt, f hessi⸗ der Wieseck) an den (Stadttheater.) Aufführung. Herr Bohnse, der erste Held und Liebhaber Berndt und erntete stürmischsten Den Inhalt des Stückes ausführlich geben, ist wohl unnütz. Es ist ein Vier⸗ man sich amüstert; sie sich alle. Nur ein alter auch nicht, so ein Oberst Was die Aufführung anlangt, diesmal konstatiert werden, daß ste Abgesehen von Herrn Bohnée, hnten, und der wirklich Partie.— recht gut war. den wir oben schon erwä vorzüglich ist[ Herren Kunert und Leuschner(Referendar v. Feldt), sowie die Damen Leno(Frau v. v. Wildenheim). Herr Schal Bursche übertrieb zu sehr, fand unseres für die vornehme Frau v. Be sich mehr als behäbige Handwerksmeistersfrau, Dame, deren Umgang beschränkt ist. — Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. für die Sspaltige Petitzeise Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. ——— 2 2 — erwitweter Oberst geht leer eiratet. Da aber ist doch ann auch spielte, waren beso Belling) und Erachtens den — Herr Fritzschle war auch recht nett. Die Direk darf mit dem künstlerischen Abends zufrieden sein. * Gießen, 19. März. narfeier findet in der hiesigen S Sonntag, den 21. d. M., Festgottesdienst statt, * Gießen, 19. März. Im d. Mts. eine Festvorstellu tenarfeier statt. Abend das Gutzkopsche Lustspi Schwert“ gewählt, dessen * Gießen, Schiffenberger einer Schlinge aufgefunden. daß dortselbst gewildert Thätern fehlt bis jetzt jede * Gießen, 19. März. mit Sturm, das gestern Na 5 und 6 Uhr über unsere Stad zog und sich 19. März. richten allerorts großen eine Unmasse Bäume entwur sind die hochgelegenen worden. So wird aus und Rodheim berichtet, mit Ziegelstücken b Gleib ersä Fensterscheiben zertr Blitz mehreremale e diesmal Glück gehabt. Hochgehängte Frucht. Novelle von H. Erlin. (Nachdrud verboten.) Er wollte nicht. Da war nichts zu machen. Und somit drohte der schöne Plan, den Onkel Diefenbach's fünfzigjähriges Junggesellenherz aus⸗ geheckt hatte, in Nebel zu zerfließen. Dieser arrogante Junge von f Wenn er wenigstens verraten möchte, was ihm eigentlich an dem reizenden Mädchen nicht paßte! Aergerlich paffte der Onkel dicke Rauchwolken vor sich hin, bis er sich soweit beruhigt hatte, um das bereits fallen gelassene Thema wieder auf⸗ nehmen zu können. „Also es ist Dein letztes Wort, Willy, Du willst meinen Lieblingswunsch nicht erfüllen...“ „Aber Onkel„ Assessor Willy Diefen⸗ bach zuckte ungeduldig die Achseln„mußt Du mich denn gerade verheiraten? Mir ist Kousine Lotte wirklich gleichgültig, wie ich Dir nun schon so oft bewies.“ „So! Und warum Das wirds sein!“ Laut lachend sprang der Neffe auf. „Ja, Onkelchen, die Andere so wie die Eine und umgekehrt. Pa h Er machte eine ge— ringschätzende Geste„Du weißt, wie ich über unsere besseren Hälften denke. Mich reizt kein Spalierobst, nach dem ich blos die Hände auszu— strecken brauche, um es zu besitzen.“ „Na, na, mein Sohn“, zweifelte Major Diefen⸗ bach da lächelnd,„es giebt auch recht hoch hängende Früchte!“ „Mag sein! Aber Koufine Lotte gehört gewiß denn? Du liebst'ne Andere! stuhl un Onkel g Seit gewesen, nichte m den Bei kennen z Wochen das nun Schreck „Bl legenes langen, goldene anderes „W̃ heiraten zum Spalierobst.“ sei Du Gähnend warf sich der Assessor in einen Lehn⸗ seiner Bemühungen, günstig zu stimmen, hübsch in der Familie bliebe und sich der Name Diefenbach wußt, daß sie Wenigstens sollte jetzt zur Strafe ein kleiner aufrütteln! „Ich bezahle nie wieder Junge, merke Dir's.“ n Gleichmütig legte der Assessor seine Zeitung hin. Onkelchen? Sieh mal. baer lege, nur weil es mir von meinem präsentiert worden ist. 10 „Nun leiser Hoffnung. d griff nach der Zeitung, während der rollend über den abermaligen Mißerfolg Willy für die kleine Lotte in Nachdenken versank. Jahren schon war es sein innigster Wunsch seinen Lieblingsneffen und seine Lieblings⸗ iteinander zu verheiraten, damit das Geld standesgemäß weiter vererbe. Und um den Gelegenheit zu geben, sich ordentlich u lernen, hatte er es so zu arrangieren ge— zu gleicher Zeit besuchsweise einige in seinem Hause zubrachten. Was nützte Ges die empörende Seelenruhe des Eigensinns Deine Schulden, mein os weil ich die Kousine nicht heiraten will, ein feines über— vächeln zitterte um seinen flotten Schnurr⸗ „Du kannst doch wirklich nicht ver⸗ daß ich mein ganzes Leben und meine Freiheit diesem kleinen Mädel zu Füßen vielteuren Onkel Aber mir fällt da etwas ein enn absolut einer von den Diefenbachs „Laß die faulen Witze, Vorschlag. „Aber Onkel, ich bitte ernst pbversuchte seine Idee zu verteidigen. den besten Jahren.. „Ein Mädel beißt da noch an was meinst Du....“ ein Schornstein und las er so in die Zeitung hineinblickte, weiter. Der Assessor machte noch ein suche, setzen, weilt in den Garten hinunter. A nahe eine Stunde gestritten hatt Mirstein spazierte mit ihrer Ma auf und ab. sprochenen musterte er seine Kouf sonst. Ein ganz niedlich Ding war Das heißt, nein: das blonde klugen Grauaugen konnte man Katzenbewegungen besaß Wie gesagt... sie war muß... heirate Du, Onkelchen der edle Mensch!“ größter Fehler bestand daran, heiraten sollte und mußte. aus, weil seine lngebetete den jungen Husarenofftzier v. Berndt der Oberst(Herr Kunert) den Mut deshalb nicht zu verli ist wohl mit Sicherheit anzunehmen, daß er in⸗ wischen eine andere gefunden hat. Warum denn f Blitzschlag einen Teil des Daches zertrüm⸗ merte, geben war. Diener(Valesca), ler als v. Berndts und Frau Helm richtigen Ton nicht sagen wir einma denn als eine adelsstolze auf schneidige Militärs Erfolg des gestrigen Anläßlich der Cente⸗ 9 Uhr vormittags ein theater findet am nächsten Sonntag, Die Direktion hat für diesen Aufführung durch einen Prolog eingeleitet wird. Gestern wurde im wald ein Rehbock tot in wird. Spur. Ein Gewitter gegen 8 Uhr abends noch einmal wiederholte, hat nach den eingelaufenen Nach⸗ Schaden Auf der Strecke nach Grünberg hat der Sturm Ortschaften heimgesucht daß die Dorfstraßen]! ich ch im rheinischen Lande nochmals an. den das Gewitter begleitenden Hagel zahlreiche ümmert wurden. Aus der Wetterau wird uns mitgeteilt, inschlug; auch hat das Unwetter dortselbst an den kolossalen Schaden angerichtet.— Falb hat wenn ich bitten e war die gereizte Antwort auf diesen ungeheuerlichen Dich, ich meine das sehr Willy nunmehr feurig Major a. D. stramme Haltung... Kavalier Aber Onkel meinte garnichts. anscheinend dazu. gemäße Scherze ignorierte er stets. mit einem Male merkwürdig hell. Doch er schwieg das Gespräch in scherzhafter Weise fortzu⸗ dann trat er ans Fenster und sah gelang⸗ da war sie ja, um die man sich bei⸗ Noch unter der Einwirkung des vorher Ge— Dumm benahm sie sich auch nicht teil.... Eine hübsche graziöse Figur mit weichen sie ganz entschieden.... eren scheint, so eine ganz nette so nders gut die Egger(Frau rndt. Sie gab r als Feldwebel tion Kruse-Helm ynagoge nächsten hiesigen Stadt⸗ den 21. ng zur Cen⸗ el„Zopf und Es beweist dies, Von den chmittag zwischen t und Umgegend angerichtet. zelt. Am meisten erg, Vetzberg t sind und dur daß der Obstbäumen Mann wie Du in „das jüngste Kleinigkeit! Onkel, Er rauchte wie Unzeit⸗ Und während sein Gesicht wurde ige vergebliche Ver⸗ „Lotte von ma vor dem Hause ine eingehender als sie. So wie alle! Köpfchen mit den interessant nennen. im Gegen⸗ passable.... ihr daß gerade er sie gestern Abend über unsere gegangenen Unwetter Stallgebäude Dach vollständig Darmstadt verstorbene Fräulein Ilberger wurde der großh. Blindenanstalt hier ein ——— 19. März. Bei dem Gemarkung nieder⸗ riß der Sturm von dem Maurers Größer da s ab. Da mehre re Blitz⸗ vermutet man, daß ein kalter * Großen ⸗Buseck, des chläge erfolgten, sodaß letzteres dem Sturm preisge⸗ * Grünberg, 19. März. Der Monat März mit seiner wechselseitigen Witterung brachte uns heute Gewitter, auf der Straße gefährlich werden Schornstein des Herrn eine eiserne letzteres arg beschädigt wurde. Nachmittag ein sehr starkes, stürm isches welches den Aufenthalt der Passanten ließ. Vom Giller warf der Sturm Platte herab auf das Dach, wodurch Durch das zu Emilie Dannen⸗ * Friedberg, 18. März. Legat vermacht, zwei halbe Freistellen für bedürftige bildungs⸗ fäh ge Blinde errichtet worden sind. Da zur Zeit eine erhebliche Zahl von Blinden infolge ihrer Mittellosigkeit ohne jegliche Schul⸗ und gewerbliche Ausbildung bleibt, liegt es im allge⸗ meinen menschlichen Interesse, wenn die Leser dieser Zeilen den ihnen etwa bekannten beteiligten Kreisen von der Errichtung dieser Stipendien Kenntnis geben. * Wetzlar, 19. März.(Ein Denkmal nach Gewicht). Dem„Wetzlarer Anzeiger“ entnehmen wir folgendes: Der Ausschuß zur Errichtung eines Denkmals für die Gefallenen des 8. Jäger⸗ Bataillons wendet sich abermals an alle Freunde der grünen Farbe mit der Bitte, die Enthüllung der Bronzefigur des Rheinischen Jägers am 18. August, dem Ehrentage von St. Hubert, im Jahre des hundertsten Geburtstages Kaiser Wilhelms J. ermöglichen zu helfen. ie an Kaiser Wilhelm II. gerichtete Bitte um ge⸗ geschenkweise Ueberlassung der nötigen Bronze aus eroberten französischen Geschützen hatte leider nicht ganz den gehofften Erfolg. Das Kriegsministerium stellte zwar die Bronze zur Verfügung, jedoch nur gegen Zah⸗ lung von 90 für das Kilogramm, so daß eine unerwartete Ausgabe von etwa 1200 ½ erwächst, die nun aufzubringen sind. Der Ausschuß, dessen Vorsitz Rentmeister Schmiede⸗ bach zu Reichenweiher im Elsaß führt, ruft des⸗ halb die bewährte Opferwilligkeit der alten Jäger und auch der zahlreichen Freunde des Bataillons aus dessen Zinsen e 5 Humoristisches. — Gemütlich. Diener(zum jungen Arzt, in dessen Vorzimmer ein Patient wartet):„Herr Doktor, unsere Praxis ist wieder da!“ Aurilie Gu ihrer älteren Schwester, welche die Verlobungs⸗Anzeigen durchsteht):„Ist die heutige Verlust⸗Liste groß, Helene?“(Fl. Bl.) Ob sie wohl sehr unglücklich sein würde, wenn er in drei Tagen wieder abreiste, obne ihr Herz und Hand angetragen zu haben? Vielleicht, hoffentlich wußte sie von Onkels Plan garnichts. Jetzt... sie schaute zu ihm empor sie bemerkte ihn und wurde glühend rot. So rot wie man wird, wenn man verliebt ist, dachle er mit mitleidigem Lächeln und trat vom Fenster zurück.—— Drei Tage später reiste der Assessor wirklich ab. Zn dem amüsanten Leben der Großstadt, das ihn bald wieder umfing, hatte er gar schnell den Onkel samt seinen Plänen und Wünschen vergessen. Da erinnerte ihn nach beinahe acht Wochen ein Brief des Majors recht wundersam daran. „Komme sofort zu mir“, hieß es darin,„habe Dir wichtige Mitteilung zu machen.“ Aeußerst neugierig trat Willy umgehend die kleine Reise an. Was hatte der Alte vor 8. Herzlicher denn je vom Onkel empfangen, fragte der Assessor sogleich nach den wichtigen Mitteilungen, die auch nicht lange warten ließen. Bei einem Glase Wein vertraute sie Onkel Diefenbach seinem Neffen an. Junge Mensch.... ich hab mich nun doch noch entschlossen.... ich werde heiraten!“ Willys Fassung geriet in Gefahr. „Onkel.... wahrhaftig... 2 Wen denn „Lotten!“ Dũu (Schluß folgt.) e * See e n r — Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 21. März. Invocavit. Kirchliche Feier des hundertjährigen Geburtstags Kaiser Wilhelms I. Gottesdienst. In der Stadtkirche: Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 11/ Uhr: Militärgottesdienst. Dingeldey. Nachmittags 2 Uhr: Konfirmanden der Markusgemeinde. Grein. Nächsten Sonntag, den 28. März, findet im Vor⸗ mittagsgottesdienst Konfirmation für die Markus⸗ gemeinde, verbunden mit der Feier des heiligen Abendmahls statt. Die Beichte findet Samstag, den 27. März, nachmittags 2 Uhr, statt. Pfarrer Vorstellung und Prüfung der Pfarrer Dr. Die Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden aus der Matthäusgemeinde findet Sonntag, den 28. März, nachmittags 2 Uhr, statt. Die Konfirmandenvereinigung der Matthäusgemeinde im Schwesternhaus versammelt sich Donnerstag, den 25. März, abends 8 Uhr. In der Johannes kirche: Vormittags 9-Uhr: Pfarrer Dingeldey. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Geh. Kirchenrat D. Köstlin. Abends 6 Uhr: fällt aus. Die Bibelstunde am Montag fällt aus. Mittwoch, den 24. März, abends 6 Uhr: Vierte Passionsandacht in der Johanneskirche. Pfarrer Dingeldey. Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 19. März. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ meldet aus Wien: Dem Um⸗ stande, daß eine Proklamation der Ad⸗ miräle der Blokade vorausgegangen, legt die hiesige Diplomatie eine Bedeutung bei und zwar als letzten Versuch einer fried⸗ lichen Einwirkung auf Griechenland. Die Blokade wurde in Athen bereits notifiziert, auch die Pforte wurde hier⸗ von verständigt. Bis Sonntag müssen die griechischen Schiffe zurückgezogen sein, da dieselben sonst eskortiert werden. Hd. Berlin, 19. März. Die pol nische Fraktion des Reichstages hat wegen der fortgesetzten Auflösung von Wähler⸗ Versammlungen infolge Gebrauchs der pol⸗ nischen Sprache eine Interpellation ein⸗ gebracht. Hd. Berlin, 19. März. Anläßlich der Märzfeier fanden gestern Abend zehn sozialistische Versammlungen statt. Alle waren stark besucht. Eine von den Anarchisten einberufene Versammlung wurde polizeilich inhibiert. Hd. Bonn, 19. März. Infolge des hef⸗ tigen Sturmes stürzte ein Kamin der Wesel schen Porzellanfabrik in Poppels⸗ dorf ein. Ein Mann wurde getötet, sechs schwer verwundet. Hd. Hamburg, 19. März. Der„Hamb. Korresp.“ meldet die Ernennung des früheren Ministers v. Köller zum Oberpräsi⸗ denten von Schleswig-Holstein. Hd. London, 19. März. Der neue Stahl⸗ Viermaster„Lord Dufferin“ ist auf der Reise von Montevideo nach New-Nork mit 30 Mann Besatzung untergegangen. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗ teur: Wilbelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen. 2—.* r 0 a 5. 5 ee der D 790 Bahnhofstr. 1. —— erfolgt GIESSEN Deere ————— Die Eröffnung der Abteilung für Putz Samstag, den 20. März. Acurunc erosse Ausstelung in denSchaufensterm. ATHTUNM C! Richard Loewenthal& Co.,, Bahnhofstr. 1. c Bekanntmachung. Die mit Ende dieses Monats leihfällig werdenden Marktlauben, bestimmt zum Feilbieten aller Arten von Gegenständen des Wochenmarktverkehrs, auch außerhalb der Markttage und Marktzeiten, sowie die Keller unter dem Turmhaus am Brand, sollen filr die Zeit vom 1. April 1897 bis dahin 1898 Samstag, 20. März 1397, nachmit⸗ tags 2½ Uhr im Saale des alten Rathauses öffeutlich meistbietend verpachtet werden. Im Anschluß hieran soll daselbst der bisher zur Aufstellung einer Bude für den Ver⸗ kauf von Selterswasser, Cigarren und Zuckerwaren benutzte Platz, verbunden mit einem solchen für Obst⸗ und Gemüse⸗ verkauf, Ecke der Westaunlage und Bahnhofstraße für die gleiche Zeit verpachtet werden. Die Verpachtungsbedingungen sowohl fllr die Marktlauben als auch für den letzter⸗ wähnten Platz werden im Versteigerungster⸗ min bekannt gegeben, können aber auch schon vorher bei der unterzeichneten Behörde, Zim⸗ mer Nr. 15, eingesehen werden. Gießen, den 11. März 1897. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Wolff. Nsphaltarbeiten. Die Asphaltierung des Bürgersteigs der Südseite der Löberstraße, zwischen Bis⸗ marck⸗ und Bleichstraße,— 495 qm Belag von 20 mm und 39 qm von 30 mi Stärke — soll Mittwoch, 24. d. Mts. 11 Uhr öffentlich verdungen werden. Die Bedingungen liegen bei uns während der Dienststunden offen. Angebote auf Vor⸗ druck, der von uns zu beziehen ist, sind bis zum genannten Termin einzureichen.— Zu⸗ schlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 10. März 1897. Das Stadtbanamt. Schmandt. Suche zum 1. April ein sauberes Mädchen im Alter von 16 bis 17 Jahren für besseren Haushalt bei ein Kind. 8 Molkerei⸗Juspektor Becker, 77 roß⸗Eichen. Lehr mädchen aus besserer Familie gesucht. Mathilde Nachmann, 784 Bahnhofstraße 6. Zigarren. 55 tüchtige Sortiererinnen für dauernde tellung sofort gesucht. 5 5 Näheres in der Expedition d. Bl. 7 Einen tüchtigen Lehrling für sofort gesucht bei 29 Karl Kling, Steinmetzmeister, Wieseck. Ein Lehrling Be aeg Ostern gesucht von Ludwig Geisler, Schreinermeister, Daubriugen. Einen ordentl. Lehrling, der Kost und Logis im Haus erhält sucht Heinrich Enders, 60⁴ Tapezier, Kaplansgasse Bäckerlehrling gesucht. 5 Wallthorstraße 19. Textors Terrasse täglich geöffnet. Ph. Bob.(139 Bekanntmachung. Samstag, den 27. März 1397, vormittags 9 Uhr, findet zu 2 Wie seck auf der Straße nach Gießen eine Vormusterung des Pferdebestandes statt. Nach § 4 des Reglements vom 16. November 1886, die Beschaffung der Mobilmachungspferde detreffend, ist jeder Pferdebesitzer bei Meidung einer Geldstrafe bis zu 150 Mark verpflichtet, zu diesem Termin seine sämtlichen Pferde zu gestellen mit Ausnahme a) der Fohlen unter 4 Jahren, p) der Hengste, e) der Stuten, die entweder hochtragend sind, oder noch nicht länger als 14 Tage abgefohlt haben, d) der Pferde, die auf beiden Augen blind find, e) der Pferde, welche in Bergwerken dauernd unter Tag arbeiten. Von der Verpflichtung zur Vorführung ihrer Pferde sind ausgenommen: a) Beamte im Reichs⸗ oder Staatsdienst, hinsichtlich der zum Dienst⸗ gebrauch, sowie Aerzte und Tierärzte hinsichtlich der zur Ausübung ihres Berufs notwendigen Pferde, bp) die Posthalter hinsichtlich derjenigen Pferdezahl, welche von ihnen zur Beförderung der Posten kontraktmäßig gehalten werden muß, e) Offiziere und Militärbeamte hinsichtlich ihrer überetatsmäßigen Pferde. unter besonderen Umständen namentlich in dringenden Fällen kann Großh. Kreisamt Gießen Befreiung von der Vorführung eintreten lassen. Wir fordern hiernach sämtliche Pferdebesitzer hiesiger Stadt unter Hinweis auf die obige Strafvorschrift auf, ihre Pferde in dem augegebenen Termin vorzuführen bezw. vorführen zu lassen und zu diesem Zweck ½ Stunde vor Beginn der Musterung zur Stelle zu sein. Die vom 1. März ab bis zum Musterungstermin durch Zu⸗ oder Abgang eingetretenen bezw. eintretenden Veränderungen im Pferdebestand sind von den Pferdebesitzern sofort auf dem Bürgermeistereibureau— Zimmer Nr. 15— anzuzeigen. Gießen, den 15. März 1897. Groß. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 0 N 7 7 1 Jie Illuminations⸗Lampchen J, 10000 Mark 50 Y 6] E 5 1 2 90 N 100% 8 N Friedrich Rüger, NN Kreuzplatz 4. selephon 12. Uderus'sche Eisenwerke liefern von: A Sophienhütte Wetzlar, Margarethenhütte. Gießen, E SGeorgshütte Burgsolms — 2 f 8 f. i 2 zu jedem Bau, besonders zur Erbauung Schlackensteine, gesunder, trockener Wohnhäuser zu em⸗ pfehlen, Format 250412054100 mm zur Ausmauerung von Fach⸗ werk; Normalformat 250(1200465 mm für Massivbauten besonders passend. 791 2 A Ersatz für Cement, Graukalk und Weißkalk, Schlackenmeh 5 zur Herstellung von Fruchtböden und ähn— lichen Räumen geeignet. 2 Schlackensand, bestes Material zur Mörtelbereitung. 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