ir geführten Ystem passen, us. EI nner, Glüͤh⸗ fg. Ebenso nder u. s. w. 179 adt 78. der Arbeitgeber. impfmaschinendrechslerei de 9 auswärts, ahmenmacher), i8wärts, ner nach auswärts, Moöbelschreiner nach Gießen ursche von 16-18 Jahren ter 16 Jahren, 1 Schmiedgesele ch auswärts, rlinge, 5 Schlosserlchrllge, 2 Bicker 1 Schmide⸗ 1 Schrein. 1 Birsenbinderlchl 1 Steinbrucer/ 1 Sattler ⸗ 1 Barbie?„ htl. chen, für Küche und Hau be M0. 2 Nr. 43 Gießen, Sonnabend, den 20. Febrnar 1897. Postztg. Nr. 3239 a. Telephon⸗Nr. 112. At che Ausgabe Gießen. Poftztg. Nr. 3239 Telephon⸗Nr. 112. Medaktion: Kreuzplatz Nr. 4. 2 Lokales und Provinzielles. * Gießen, 18. Februar.(Stadtverord⸗ neten⸗Versammlung.) Oberbürgermeister Gnauth eröffnet um 3½ Uhr die Sitzung. Vor Eintritt in die Tagesordnung teilt der Oberbürgermeister mit, daß der Stadtverordnete Professor Gaffky angezeigt habe, daß er auf längere Zeit vorübergehend behindert wäre, den Sitzungen beizuwohnen. Der Oberbürgermeister wird beauftragt, dem Gelehrten, der sich be⸗ kanntlich nach Indien begiebt, gute Reise und lückliche Heimkehr zu wünschen.— Die Ver⸗ audgug engen den Betrag von 10500 Mk. um Ausbau der Moltkestraße von der Grün⸗ ergerstraße bis zum Treffpunkt mit der im Be⸗ bauungsplan vorgesehenen neuen Parallelstraße der Grünbergerstraße, sowie zum Zwecke der Aufschüttung der Moltkestraße über die Wiesen bis zur Wiseck in voller Straßenbreite. Später, so bemerkt der Oberbürgermeister, würde die Ueberbrückung der Wieseck erfolgen, da sich deren Notwendigkeit schon jetzt heraus gestellt habe. Den bewilligten 10500 Mk. stehen schon jetzt 4000, Straßenkostenbeitrag der Anlieger gegenüber.— Stadtv. Löber verwendet sich bei dieser Gelegenheit fuͤr den endlichen Ausbau des verlängerten Asterwegs, indem er darauf hinweist, daß hier schon seit Jahren grauenhafte Zustände herrschen. Der Oberbürgermeister erkennt die Mißstände in der erwähnten Straße im Großen und Ganzen an, aber man könne wegen der Gefällverhältnisse hier nicht eher etwas thun, als bis der Stadterweiterungsplan nordwest⸗ lich der Steinstraße feststehe. Die Bebauung dieser Strecke des Asterweges sei auch noch so weit zurück, daß eine Pflicht der Stadt, die Strecke der Straße auszubauen, nicht bestehe, trotzdem war der Ausbau bereits in das laufende Budget eingestellt.— Stadtv. Löber erkeunt an, daß eine Pflicht der Stadt zum Ausbau, war, streng genommen, für den verlängerten sterweg nicht bestehe, aber unter den obwalten⸗ den trostlosen Umständen müsse entschieden etwas elde— Zur Schaffung eines Lagerplatz⸗ edits bemerkt der Oberbürgermeister scherzhaft, daß es sich hier nicht etwa um eine größere Be⸗ willigung zum Geländeerwerb der städt. Lager⸗ t und Plätze handele. Es werden ver⸗ angt und bewilligt 300% zur Bearbeitung von Bordsteinen. Zur Chaussierung der Feld⸗ wege im bereits konsolodierten Teile des Neu⸗ städter Feldes werden pro 97/8 9000. zur Herrichtung eines Teiles des Wismarer Weges und des Mittelweges zwischen Querweg 2 und 3 bewilligt.— Für die bauliche Erweiterung der Realschule waren von der Versammlung 78 750 1 bereits bewilligt. Es dreht sich um die Erbauung eines besonderen Gebäudes auf dem südöstlichen Teil des Schulgrundstücks. Die vom Stadtbauamt gefertigten Pläne haben die 8 des Ministeriums gefunden, doch kostet deren Herstellung nach dem nunmehr Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Expedition: * Kreuzplatz Nr. 4. 2 Preis der Auzeigen: 10 Pfg. für die Bspaltige Petitzeile. Mehrbetrag von 8750 l wird zu Lasten des Budgets pro 1897/8 bewilligt.— Es folgt eine geheime Sitzung. 5 * Gießen, 18. Febr. Die Stadtverordneten⸗ Versammlung genehmigte heute in der geheimen Sitzung den Ankauf der unterhalb der Lahn⸗ brücke gelegenen Neuen Mühle für den Preis von 80 00⁰.. Der Ankauf geschah wohl lediglich, um der Stadt die Ausnutzung der Wasserkraft für die Zukunft zu sichern.— Ferner wurde, ebenfalls in geheimer Sitzung, der Ankauf von 90 000 Quadratmeter Gelände zwischen der Alten Marburgerstraße und der Main⸗Weserbahn zur Anlage eines neuen Fried⸗ hofs beschlossen. * Gießen, 19. Febr. Der Voranschlag der Stadt Gießen für 1897/98 sieht in Einnahme und Ausgabe je 1684 855,50 4 vor. Es sind veranschlagt die Einnahmen u. a. wie folgt: Gebäude 16 106, Grundstücke 30 279, Waldungen 88 310, Gaswerk 79 300, Wasserwerk 63 865, Schlachthaus 26 604, Jagden 4190, Märkte 3350, Waganstalt 4500, Kirchen 64 235, Friedhöfe 2479, Volks⸗ und Fortbil⸗ dungsschule 987, höhere und erweiterte Mädchen⸗ schule, Realgymnasium und Realschule 330, Vorschule des Gymnasiums 4860, Straßen⸗ unterhaltung 1850, öffentliche Anlagen 200, Filialarbeitshaus 2810, Tonnenanstalt 500, Feuerlöschanstalt 180, Gemarkungs-Parzellen⸗ vermessungs⸗ und Grundbuchskosten 6500, Ver⸗ sicherung der Arbeiter 2453, Stiftungen 6902, Militärzwecke 1500, Polizei 5178, allgemeine 0 6823/ Schuldentilgung 5500, Grund— zinsen 660, Kapitalzinsen 12 754, Oktroi 128 000, Hundesteuer 3970, Fleischbeschau 6067, Cholerabaracken und Desinfektionsanstalt 600, Zusammenlegung von Grundstücken 487, Kom⸗ munalsteuer 450 080; die Vermögensrechnung weist u. a. auf in Einnahmen 20 270&. für Straßenbauten, 825. für Kanalbauten und 389 232 ½ Kapitalaufnahme.— Die wesent⸗ lichen Ausgabeposten sind folgende: Gebäude 2605, Grundstücke 9417, Waldungen 27 497, Schlachthaus 12 677, Märkte 954, Waganstalt 2429, Kirchen 66 150, Friedhöfe 4722, Volks⸗ und Fortbildungsschule 90773, höhere und erweiterte Mädchenschule 59 816, Realgymnastum und Realschule 32 630, Handwerkerschule 1686, Vorschule des Gymnasiums 5486, Aliceschule 609, Oeffentliche Feierlichkeiten 1000, gemein⸗ nützige Zwecke außerhalb der städtischen Ver⸗ waltung 5388, Straßenunterhaltung 26 310, Straßenreinigung 44 195, Straßenbeleuchtung 26 500, öffentliche Anlagen 40 395, Brunnen 5271, Bäche 1485, Kanäle 5906, Entwässerungs⸗ anstalt 2810, Tonnenanstalt 4195, Faselvieh 800, Armenpflege 46 350, Versicherung der Ar⸗— beiter 4750, Stiftungen 6453, Zwecke des Kreises und der Provinz 75 000, Militärzwecke 5000, Polizei 48 261, öffentliche Sicherheit 2223, allgemeine Verwaltung 82 105, Peusiouen und Witwengehalte 5437, Schuldentilgung 54000, —— desuniversität 924, Fleischbeschau 7617, Des⸗ infektionsanstalt usw. 1507, Reservefonds 2000, Betriebskapital 18 988, Kommunalsteuern 14 800 A. * Gießen, 19. Febr. Heute, Freitag Abend, verlassen Geheimer Medizinalrat Professor Dr. Gaffky und Privatdozent Dr. Sticker unsere Stadt und begeben sich nach München, um dort mit Professor Dr. Pfeiffer und dem Dr. Dieudonné zusammenzutreffen. Diese vier Herren bilden bekanntlich die deutsche Kommisston zur Beobachtung der Pest in Ost⸗Indien. Die Herren begeben sich von München nach Brindist, wo ihre Einschiffung nach] Bombay vor sich gehen wird. * Gießen, 19. Febr.(Schöffengericht.) Wegen Körperverletzung hatte sich heute der Maschinenführer Christian Grünewald von hier zu verantworten. Derselbe geriet mit dem Weißbinder Jung am 26. Dezember v. J. in Wortwechsel, der in Thätlichkeiten ausartete, wobei G. den Letzteren mit einem Stuhl auf den Kopf schlug, so daß eine blutende Wunde entstand. Der Angeklagte wird zu 7 Tagen Ge⸗ fängnis verurteilt. * Gießen, 19. Februar. Die Theeater⸗ Direktion Kruse-Helm hat sich entschl ossen, um einer für die nächste Woche geplanten Vor⸗ stellung des hiesigen Theatervereins auszuweichen, die zweite Saison erst acht Tage später (ungefähr am 3. März cr.) zu beginnen. * Gießen, 19. Februar. Der am 26. Januar unter dem Verdacht des Mein eids vor der Strafkammer in Haft genommene Schäfer Joh. Meckel von Ober-Ohmen ist wieder auf freien Fuß gesetzt. * Gießen, 19. Febr. Vergangene Nacht zwischen 12 und 1 Uhr wurden die Bewohner der Kaplansgasse durch Feuerlärm in Schrecken versetzt. Im„Gasthaus zur Traube“ brannte es im VDachstock. Von vorübergehenden Pas⸗ santen wurde das Feuer zuerst bemerkt und konnte durch dereu Hilfe noch rechtzeitig gelöscht werden. Großer Schaden ist nicht entstanden. * Gießen, 19. Februar. Berichtigung.) Zu unserem gestrigen Bericht über die Ver⸗ sammlung des Lokalvereins teilt man uns mit, daß sowohl Herr Schlachthofstierarzt Dr. Liebe als auch Herr Verwalter Möhl eine Einladung nicht erhalten haben. Aller- dings sei kurze Zeit vor der Versammlung ein Mitglied erschienen und habe beide Herren zum Besuch der Versammlung gebeten, was aber in⸗ sofern nicht als Einladung gelten könne, da die⸗ selben als städtische Beamte ihren Berufspflichten nachzukommen hätten und demgemäß nicht stündlich über ihre Zeit verfügen könnten. * Gießen, 19. Februar. Im Jahre 1895 haben in Hessen 614 Persouen einen gewalt⸗ samen Tod gefunden, und zwar 318 durch Verunglückung, 275 durch Selbstmord und 21 durch Mord und totliche Körperverletzung. Da⸗ von kamen auf gtheinhessen duech Verunglückung 10 Todesfälle, auf Starkenburg 120, 140 resp. 10, auf Oberhessen 61, 68 resp. 1.— Im letzten Quartal des Jahres hat der Großherzog 223855 1 30 für Stiftungen und Schenkungen genehmigt. Es entfallen 128 200 A auf Wohlthätigkeits⸗ und Krankenanstalten, 81304 A 64& für die katholische Kirche, 12361 l für die evangelische Kirche, 1090 M. für israelitische Religionsgesellschaften und 900 M. für sonstige Zwecke. * Groß ⸗Eichen, 18. Februar. Auf dem zwischen Ilsdorf und hier gelegenen Eisenstein⸗ bergwert ereignete sich am vergangenen Montag ein schwerer Unfall. Der Bergmann Rahn, Vater von vier Kindern, arbeitete mit anderen Kameraden im Tagbau. Plötzlich löste sich eine über ihm befindliche Erdmasse und stürzte her⸗ nieder. Der Warnungsruf eines Kameraden: „Lauf!“ rettete Rahn zwar von dem gänzlichen Verschüttetwerden, allein die Erdmassen trafen ihn doch noch so schwer, daß er beide Beine brach. Der Verunglückte, der auch wahrschein⸗ lich noch innere Verletzungen erhalten, mußte nachhause getragen werden. Am Dienstag wurde er in die Klinik nach Gießen verbracht. Bei dem starken Froß der Nächte gefriert die auf⸗ geworfene Erdmasse, am Tage aber taut sie der warme Sonnenschein auf und veranlaßt um diese Zeit die Einstürze, die zur größten Vorsicht mahnen.(D. Z.) * Grünberg, 18. Februar. In der Nacht vom Sonntag auf den Montag wurde in der Restauration„Zum wilden Mann“ im Gast⸗ zimmer der größte Teil der auf dem Büffett stehenden Biergläser zertrümmert, auf⸗ fälliger Weise, ohne daß jemand im Hause von dem ganzen Vorfall etwas hörte. Zur Ermitte⸗ lung des oder der Thater fehlt bis jetzt jeder Anhaltspunkt.— Die hiesigen Metzger scheinen sich jetzt Konkurrenz machen zu wollen. Während in der Regel nur Rinder geschlachtet werden, offerieren nun zwei Metzger prima Mastochsen⸗ fleisch zu 66%% das Pfund. Wohl infolgedessen haben sich die meisten anderen Metzger zur Herabsetzung der Preise des Rindfleisches von 60„ auf 50„ das Pfund entschlossen, was von den Konsumenten mit Freuden begrüßt wird. — Die Pläne und Voranschläge zu dem Bau einer Turn- und Festhalle in unserer Stadt sind fertiggestellt, so daß die Arbeiten nun ver⸗ geben und mit Beginn günstiger Witterung in Angriff genommen werden können. Die Bau⸗ summe beläuft sich nach dem Voranschlag auf 21000 A.(D. Z.) * Vom Lande, 18. Februar. Ein selt⸗ sames Märchen findet gegenwärtig auf dem Lande vielfach Glauben. Die zur Zeit das ganze Land heimsuchende Mauls und Klaue n⸗ seuche wird nämlich mit aller Bestimmtheit dem Gebrauche von Kunstdünger zugeschrieben. Diese Üleberzeugung hat sich in der breiten Schicht unserer Landbevölkerung bereits dermaßen ge⸗ festigt, daß sich fuͤr die Folge der Kunstdünger⸗ bezug in manchen Gegenden voraussichtlich aufgestellten Voranschlag 87500% Der Kapitalzinsen 230 000, Oktroi 35545, Lau⸗ —— 137, durch Selbstnord 93 und durch Mord ꝛc. Ihre erste Liebe. Novelle von E. von Bischdorf. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Lossen wurde es sichtlich immer unbehaglicher zu Mute. Er benutzte einen Wink seiner Frau, sich unter dem Vorwande, nach den Kindern zu sehen, stillschweigend zu entfernen. Frau Constanze aber war im schönsten Fahr⸗ wasser. Endlich gewahrte sie einen blassen, blonden Jüngling, höchst stutzerhaft in ein schneeweißes Strand kostüm gekleidet und mit so kurz verschnittenem Haare, daß der Kopf fast kahl erschien. „Sehen Sie dort Baron Barnim“, rief sie er⸗ freut.„Er ist nämlich ein glühender Verehrer von mir, ich kann mich kaum genug wehren gegen seine Aufmerksamkeiten. Nun schleicht er schon den ganzen Vormittag herum auf der Suche nach mir, und läßt sich's keiner Mühe verdrießen. Wenn ich mich in ein Mauseloch verkröche, er würde mich doch heraustüfteln! Ich muß doch wohl barmherzig sein und dem Armen zu Hülfe kommen!“ Damit verabschiedete sie sich hastig und rauschte von dannen. Eine Weile blieb alles stumm in dem Strandzelte, das eben noch von ihrer lebhaften Rede wiederhallte. Dann konnte sich Regine nicht länger enthalten, eine Frage zu thun, die ihr auf den Lippen brannte. „Sag', Lottchen, wie kommt Lossen zu dieser Frau?“ Die Gefragte zuckte mit den Schultern. „Ja, wie das so geht. Man sagt, daß er schwere Spielschulden hatte; Constanze Pottmüller war steinreich, verliebte sich in ihn und brannte vor Begier, sich aus einer simplen Kommerzienratstochter in eine adelige Offiziersfrau zu verwandeln; so wurden sie handelseinig. Ich finde es schade um ihn. Aber es ist Zeit, daß wir uns zur Table d'hôte zurecht machen!“ Damit packte sie die Arbeit ein und rief nach den Kindern. * * Auf das strahlende Bild, das Regine sich von Lossen gemacht, war ein dunkler Schatten gefallen. Sie stand vor einer unbegreiflichen Thatsache. Er hatte sich für Geld an eine ganz gewöhnliche Person verkauft und ertrug nun deren Plattheiten, nur weil ihr Vermögen ihm ein bequemes Leben sicherte. O, wie hatte Regine früher über solche Ehen raison⸗ nieren können, als etwas ganz Unwürdiges! Nun hatte ihr Ideal, Lossen, der ihr bisher als etwas außergewöhnlich Vollkommenes galt, eine solch niedrige Handlung begangen! Diese Offenbarung lastete auf ihr wie ein schwerer Druck in den nächsten Tagen. Lossen bemerkte wohl, daß er in Ungnade ge— fallen sei. Vergebens zeigte er sich wieder als der alte, unwiderstehlich liebenswürdige Gesellschafter. Vergebens sprach er von Dingen, bei denen er sicher war, Reginens Interesse zu erwecken— es gelang ihm nicht mehr, ihre verlorene Gunst zurück⸗ zu erobern. Dieser Mensch, der eine Persönlichkeit, wie Constanze, zur Gattin erwählt, wollte ihr von ästhetischem Feingefühl reden! (Forisetzung folgt). —— Angenommen. Humoreske von Graf Günther Rosenhagen. Ellen, die älteste Tochter des Geheimrats Wichert, war krank— die frühere frische Farbe ihrer Wangen war einer fahlen Blässe gewichen, die Augen, sonst so hell und lustig, blickten müde und abgespannt, der köstliche Humor, durch den sie sonst das ganze Haus entzückte, schien für immer erstorben zu sein, und sie die früher immer lachend behauptet hatte, keine Nerven zu besitzen, war seit einiger Zeit von Nervosität und Gereiztheit, die die ihrigen mit Angst und Sorge erfüllten; bei dem plötzlichen Eintritt der Dienstleute in das Zimmer, bei dem Klang der elektrischen Glocke, bei dem Oeffnen der Hausthür fuhr sie jäh zusammen und sorgenvoll schüttelte der alte Hausarzt sein Haupt. Er war nun doch ein⸗ mal verantwortlich für die Gesundheit der Familie, in der er seit Jahren ein- und ausging, er bildete sich auch ein, in seinem Beruf nicht untüchtig zu sein, aber der Krankheit Fräulein Ellen's gegenüber war sein Wissen eitel Stückwerk. Geduldig ließ sie sich, obwohl sie, die es ja doch am besten wissen mußte, behauptete, vollstäudig gesund zu sein, mehr denn einmal von dem alten Herrn untersuchen, streckte die Zunge aus und verdrehte die Augen, um ihre Pupillen besser bewundern lassen zu können, sie that mit ihren verschiedenen Gliedmaßen, was nur immer verlangt wurde, aber es nützte Alles nichts, es war keine Spur von einer Krankheit zu entde cken. „Wenn Fräulein Ellen nicht verlobt wäre,— würde ich behaupten, sie litt an unglücklicher Liebe, an einem Herzenskummer— so aber weiß ich wirklich keinen anderen Rat zu geben, als zu hoffen, daß die Zukunft das Leiden, wenn es wirklich ein solches ist, von selbst wieder heben möge.“ „Und um solchen guten Rat zu erhalten, den jedes Schulkind geben kann, hält man sich einen Hausarzt, der jedes Jahr seine sechshundert Mark bekommt“, klagte stets die Geheimrätin, wenn der alte Hausarzt sie verlassen und zu ihrem Gatten gewandt, setzte sie dann stets hinzu:„Weißt Du, Otto, ich finde, Du müßtest Dich wirklich einmal nach einem anderen Arzt umsehen, der alte Todsen wird wirklich zu alt; wie soll das werden, wenn einer von uns wirklich mal ernstlich trank ist? „Dann wird ihn sein Wissen schon nicht im Stich lassen entgegnete der Gatte“, aber je mehr ich über Ellen nachdenke, desto mehr komme ich zu der Ueberzeugung, daß ihr Leiden kein körperliches, sondern ein seelisches ist. Hast Du vielleicht etwas bemerkt, ob es zwischen ihr und Alfret zu einem Streit, oder einem Wortwechsel vor seiner Abreise gekommen ist? Wich deucht, daß Ellens Nervositat in den Stunden am größten ist, in denen der Post⸗ bote kommt; gleichsam als fürchte sie, daß dieser ihr von Alfred eine schlechte Nachricht bringe. Hast Du nicht auch die Empfindung?“ „Offen und ehrlich gestanden— nein“, gab sie zurück.„Du weißt, Ellen sieht in mir nicht nur ihre Mutter, sondern auch ihre älteste und beste Freundin. Wäre es wirklich, wie Du anzunehmen scheinst zwischen ihr und Alfred zu einem ernsthaften Streit gekommen, dessen Ausgang Ellen beunruhigen könnte, so hätte sie mir dies sicherlich nicht ver⸗ schwiegen, sondern sich bei mir Rat geholt. Nein, lieber Otto, über diesen Punkt kaunst Du vollständig beruhigt sein.“(Fortsetzung folgt.) 1 eszeitung, wesentlich verringern wird. Daß man es in⸗ dessen hier mit einem gänzlich unbegründeten Aberglauben zu thun hat, wird durch die einfache Thatsache bewiesen, daß die Seuche auch in solchen Gegenden im gleichen Maße auftritt, wo man den Kunstdünger gar nicht kennt. Auch müßten folgerichtig in jenen Gegenden, in denen sich der Kunstdüngergebrauch schon vor Jahr⸗ zehnten einbürgerte, die Viehbestände längst ausgestorben sein, was aber keineswegs der Fall ist. * Staden, 18. Febr. Ein Jäger ging in Begleitung eines Knechtes auf die Jagd nach Wildgänsen, die eben täglich auf den über⸗ schwemmten Wiesen hier angetroffen werden. Nach ergebnislosem Absuchen des Wassers hörten beide, im Begriffe, nachhause zu gehen, daß eine Schar Wildgänse angezogen kam. Rasch wurde der unruhig gewordene Hund an die Leine ge⸗ legt. Da er aber immer noch zu sehr tobte, zog der Jäger die Leine an; der Hund sprang zurück und dabei muß die Leine am Hahn hängen geblieben sein und ihn so in Bewegung gesetzt haben, daß er zuschnappte, denn plötzlich ertönte ein Schuß, und laut rufend stürzte der Knecht zusammen. Die volle Schrot⸗ ladung war ihm in den Oberschenkel mit der Richtung nach oben gedrungen. Es stellte sich bald Erbrechen ein und am nächsten Morgen starb der Verletzte. Man kann sich die ver⸗ zweiflungsvolle Stimmung des unglücklichen Schützen, dem niemand, der ihn kennt, auch auf der Jagd, ein fahrlässiges Umgehen mit dem Gewehr zutraut, denken. Selbst der Verwundete hatte Mitleid mit ihm, ließ ihn an sein Lager holen und reichte ihm die Hand mit den Worten, er möge doch ruhig sein und sich fassen, da er ja doch gänzlich unschuldig an dem Unglücks⸗ fall sei. * Froschhausen, 18. Februar. Der blutige Zusammenstoß zwischen dem Jagd⸗ aufseher Kunkel dahier und dem Schreiner Schmidt zu Seligenstadt scheint immer noch nicht genügend aufgeklärt zu sein. Schmidt wurde nämlich heute durch einen Darmstädter Civil⸗ polizisten vom Untersuchungsgefängnis zu Darm⸗ stadt gefesselt nach dem Thatort im Walde eskortiert, woselbst in Gegenwart des Unter⸗ suchungsrichters photographische Aufnahmen der einzelnen Stellungen bei Ausführung der That vorgenommen wurden. Jagdaufseher Kunkel ist infolge der mit Schmidt durchgemachten Hetz⸗ tour an Lungenentzündung schwer erkrankt und konnte darum nicht erscheinen. Im Amtsgerichts⸗ gebäude zu Seligenstadt wurde später eine größere Anzahl Personen protokollarisch ver⸗ nommen. An Stelle des erkrankten Kunkel trat bei den Aufnahmen der eskortierende Poli⸗ zist in Position. s * Mainz, 18. Februar. Der von Seiten des Bauausschusses geplante Umbau des 2. Ranges des Stadttheaters in Logenplätze wurde von der Schott⸗Braunrasch⸗Stiftung ab⸗ gelehnt, da durch den Umbau 100 Plätze ver⸗ loren gehen und dadurch ein beträchtlicher Aus⸗ fall bei den Einnahmen der städtischen Symphoniekonzerte entstehen wird.— Der Schiffsjunge Michel Moos stürzte heute Mittag von einem Kasteler Schiff beim Anladen durch einen Fehltritt in den Rhein und ertrank. * Mainz, 18. Februar. Zwischen den hier wohnhaften hessischen Landtagsabgeordneten Dr. Schmitt, Dr. Frennay, Dr. David und Haas und dem Ausschuß des Vereins Mainzer Kauf⸗ leute war gestern Abend eine Besprechung über die ablehnende Entscheidung der großh. Regie⸗ rung auf Einführung eines einheitlichen Ladenschlusses an Sonntagen in der Provinz Rheinhessen. Der Ausschuß beschloß, eine Protesteingabe an die zweite Kammer zu richten. Die Abgeordneten einigten sich dahin, in der Kammer einen dringlichen Antrag einzubringen und die Regierung zu veranlassen, daß in ganz Rheinhessen in allen Städten der Ladenschluß gleichmäßig um 1 Uhr nachmittags erfolgen soll. * Worms, 18. Februar. Nach dem Vor⸗ anschlag der Stadt Worms sind die Aus⸗ gaben und Einnahmen auf 1545 668 Mark ver⸗ anschlagt worden. Das Vermögen der Stadt beläuft sich z. Zt. auf 17482 165 Mark und die Schuldenlast auf 10855738 Mk. Man ersucht uns wiederholt um Aufnahme des folgenden Eingesandt. Wer am gestrigen Tage das Glück hatte, in eine Straße zu kommen, in welcher die Straßenkehrer ihre Arbeit verrichteten, mußte gewärtig sein, in dichte Staub⸗ wolken eingehüllt zu werden. Schreiber dieser Zeilen fragte einen Vorarbeiter, warum nicht ein wenig gegossen würde, er bekam zur Antwort:„Ei, mer derfe net, es friert ja“. Wenn wirklich bei der seitherigen Temperatur ein bischen Frost vorhanden ist, so könnte es doch nichts ausmachen, wenn ganz kurze Strecken von 2—3 Meter begossen würden und dann etwas rascher darüber hinweg⸗ gekehrt, es könnte lange nicht so viel Staub aufwirbeln wie seither. Es wird ja seitens unserer städtischen Ver⸗ waltung sehr viel in sanitärer Hinsicht gesorgt, hoffentlich kann auch hier eine Aenderung geschaffen werden. -h. Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 21. Februar. Sexagesimä. Gottesdienst. In der Stadtkirche: Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche. Pfarrer Dr. Grein. Abends 6 Uhr: Pfarrer Schlosser. Donnerstag, den 25. Februar, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaal der Neustadt 61: Ev. Marci, Kapitel 7, Vers 14 und folgend. Pfarrer Dr. Grein. In der Johanneskirche: Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Dingeldey. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Dingeldey. Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Montag, den 22. Februar, abends 8 Uhr: Bibel⸗ stunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Markus, Kapitel 14. Der Leidenskampf Christi. Pfarrer Dr. Naumann. 8 1 Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 19. Februar. Die wirt⸗ schaftliche Vereinigung des Reichs⸗ tags hält morgen eine Sitzung ab, um eine Besprechung der Interpella⸗ tion bezw. des Antrages betreffend die Durchführung des Börsenreform⸗ gesetzes vorzunehmen. Hd. Berlin, 19. Febr. Der Kaiser nahm gestern Nachmittag vor seiner Abreise nach Hubertusstock einen Vortrag des Staats⸗ sekretärs Marschall entgegen. Hd. Berlin, 19. Februar. Wie ein hiesiges Blatt zu berichten weiß, soll sich herausgestellt haben, daß v. Tausch auch zu Mitgliedern der hohen Finanz Beziehungen materieller Natur unterhalten hat. Hd. Berlin, 19. Februar. Die Stadt⸗ verordneten bewilligten gestern mit 65 gegen Fe 160000 l für die Zentenar⸗ eier. Hd. München, 19. Febr. Wie das„Neue Münchener Tagebl.“ aus angeblich guter Guelle erfährt, wird das gegen Berchtold rechtskräftig gewordene Todesurteil nicht vollzogen, aber nur deswegen, weil sich derselbe neuerdings bezüglich des Mordes an Schneider zu verantworten haben wird. In dieser Rich⸗ tung liegen gegen ihn jetzt so gewichtige An⸗ W vor, daß seine Schuld zweifel⸗ os ist. Hd. Rom, 19. Februar. Rudinis Organ „Italia“, hält einen Krieg zwischen der Türkei und Griechenland immer wahr⸗ scheinlicher. Hd. Paris, 19. Febr. Die Begeiste⸗ rung für Griechenland steigt mit jeder Stunde. Zahlreiche französische Offi⸗ ziere a. D. und junge Leute haben sich der griechischen Gesandtschaft zur Disposition gestellt, um in die Reihen der griechischen Truppen einzutreten. Heute Abend findet ein Riesen⸗Mee⸗ ting statt. Hd. London, 19. Februar. Eine Depesche vom Cap meldet, daß zwischen einer englischen Abteilung und Eingeborenen ein Zu— sammenstoß stattgefunden hat. Die Eng⸗ länder mußten sich zurückziehen. 8 wurde ihnen ein Offizier und ein Mann getötet. Hd. Konstantinopel, 19. Febr. Die Pforte erhielt von dem griechi⸗ schen Gouverneur auf Kreta eine Depesche, welche ein furchtbares Massacres in Seythia meldet. Die christlichen Insurgenten machten fast sämtliche muselmanischen Bewohner nieder. Von 2000 Personen konnten sich nur 28 retten. Hd. Athen, 19. Februar. Oberst Vassos richtet auf Kreta eine Verwaltung und setzt überall Behörden ein. Hd. Athen, 19. Febr. Das griechische Schiff„Hydra“, welches den griechischen Truppen Lebensmittel zuführen wollte, wurde durch die Schiffe der Großmächte daran gehindert. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗ teur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen. —.—— 2 Bekanntmachung. Holzversteigerungen. Nachdem sich bei dem bisber geduldeten Oberförsterei Laubach. Donnerstag, den 25. Februar, im Tiergarten und Fußgängerverkehr über den Hof der Stadt— zwar: 1) im Hausplatz:(00 rm Buchenscheiter, 150 rm ⸗Prügel, 130 rm Stöcke, 450 xm knabenschule Mißstände ergeben haben, dabei auch unbefugter Weise der Hof der Aliceschule betreten worden ist, bringen wir auf Beschluß der Stadtverordneten⸗Versammlung vom 21. d. Mts. hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß von nun ab der Hof der Stadtknabenschule von abends 8 Uhr(in den Monaten April bis September bis abends 9 Uhr) bis zum anderen Morgen verschlossen gehalten werden und daß während dieser Zeit das Betreten des Hofes der Stadtknabenschule und dasjenige des Hofes der Aliceschule überhaupt Unbefugten aus— drückltch untersagt ist. Zuwiderhandelnde haben Anzeige und Bestrafung zu gewärtigen. Gießen, den 15 Februar 1897. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. U Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag, den 22. Februar 1897, vor⸗ mittags 9½ Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald in den Distrikten Katharinenhütte, Waldshut und Oberhag ver— steigert werden: 156 Kiefern⸗ und Fichtenstämme mit 105,74 fm(darunter schönes Schnittholz), 1251 Kiefern⸗ und Fichtenstangen mit 69,60 fm(darunter für Weiß⸗ binder geeignet), 116 rm Nadelscheitholz, 151 rm Nadelknüppelholz, 102 xm Nadelstockholz, 5640 Wellen Nadelreisig. Die Zusammenkunft ist auf der Licherstraße an der 1. Schneise. Gießen, den 15. Februar 1897 Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Städt. Schlachthaus Freibank. Heute und morgen Mindfleisch, nicht ladenrein, pro Pfund 48 Pfg. Guter, billiger Mittagstisch 5⁴ in und außer Abonnemenk. Restaurant Mühleißen, 3 Braudaasse 3. Nestuur and und Cuff Oranien- Hrn= G6 Ludibigstrusse 6. 6 Wonas W arenhaus See a οοοοσ Elehgärten 10. TLager in Möbeln, Spiegeln, Betten, sowie aller sonstigen Gegenstände. Kommissious⸗ und Agentur ⸗Geschäft. Anlauf von Waren jeder Art. Darmstädter Haus. Logis, sowie vorzüg⸗ lichen Mittags tish. Peter Weirich.(44 empftehlt He tauration„Westendhalle“ empfiehlt ein vorzügliches Frühstück von 30 Pfg. an, Mittagstisch Gin 70 Pfg. an, ferner Abendessen à la carte in verschiedenen Preisen, sowie ein vorzügliches Glas Bier aus der Brauerei Hildebrand⸗ Pfunugstadt, per Glas 10 Pfg. 172 ⸗Reiser; 2) im Süßekopf: 40 rm Buchenscheiter, II xm-Prügel, 24 rm ⸗Stöcke, 45 1m ⸗Reiser; 3) im Taubhaus: 9 Fichtenstämme von 15—18 em Durchm.= 2.96 ebm; 110 Fichtenstangen von 9—14 em Durchm.= 13,43 cbm; Freitag, den 26. Februar, im Ilsdorfer Walde (bei Bahnstation Mücke): 355 Eichen von 15—55 em Durchm., 3—15 m lang 195 ebm (25 ebm= Schnittholz, 170 ebm= Bau-, Wagner⸗ ꝛc. Holz), 3 Buchen(Schnittholz) von 45—62 em Durchm., 2—4 m Länge= 1,65 cbm; 2 Nadelbolzstämme= 0,58 ebm; 45 Eichenstangen von 12—14 em Durchm.= 3,05 ebm, 68 Fichtenstangen(Leiterbäume ꝛc) von 712 ebm Durchm= 3,65 ebm; 57 mm Buchen- und Eichenscheiter, 50 rm-Prügel, 53 1m „Stöcke, 240 rm Reiser, 15 rm Fichtenstammreiser(Latten- und Bohnenstangen).—, Das Brennholz Nr. 2 kommt erst nachmittags beim Feuer zum Ausgebote und wird nur teilweise vorgezeigt werden. Zusammenkunft an beiden Tagen vormittags 10 Uhr; am ersten Tage beim Pflanzgarten am Hausplatz, am zweiten Tage im Ilsdorfer Walde auf der Kreisstraße Solms⸗ Ilsdorf—Klein-Eichen. 1 Krofdorf. Montag, den 22. Februar, von vormittags 9 Uhr ab, bei Wirt Lauz zu Wißmar. 871 rm Buchen- und 12 xm Eichenscheit- und Knüppelholz, 1403 rm Reiser, 132 rm Stöcke. Das Holz liegt in den Distrikten Beckert und Reusling, Gemeinde— wald von Wißmar. Samstag, den 27. Februar, von vormittags 10 Uhr ab, bei Wirt Reichmann zu Vetzberg. 38 Eichenstämme— 29 km, 5 rm Eichennutzholz, 50 Fichten— stangen 2. und 3. Cl., 5 Fichtenstämme= 3 fm, 11 rm Eichen-, 42 rm Buchen- und 22 rm Nadelscheit und Knüppelholz, 193 rm Reiser, 22 rm Stöcke. Das Holz liegt im Gemeinde— wald von Vetzberg. 5 Die auf Dienstag, den 23. Februar in Salzböden anberaumte Versteigerung findet Mittwoch, den 24. Februar, von vormittags 9 Uhr ab, daselbst statt. Oberförsterei Hohensolms. Freitag, den 26. Februar, vormittags 10 Ubr, Distrikt Helfholz. Zusammenkunft am Erdaer Pfad bei den Solmser Tannen. Buchen: Nutz⸗ holz 20 rm, Brennholz 82 rm Scheit, 3 rm Knüppel, 48 rm Stöcke. Reisig in Wellen: 1000 Ast⸗ und 3000 Durchforstungswellen aus der 2. und 3. Durchforstung. Eichen: Brennholz 3 rin Scheit, 19 rm Knüppel, 1590 Reisigwellen. Fichten: 0,14 Stangen, 10 Wellen. Oberförsterei Brandoberndorf. Donnerstag, den 25. Februar, morgens 10 Uhr, im„Deutschen Hause zu Brandoberndorf“, 1. Schutzbezirk Cleeberg, Distrikt Streitwald, Einhäuserfeld, Bonrot, Aulbachswald, Triebachsheck. Eichen: 279 Stämme 3. und 2. Cl. mit 123 fm, 262 krumme Abschnitte, 2,2 und 2,5 m lang mit 12 fm, 151 Stangen 1. Cl., 31 rm Nutzknülppel. Weichholz: 36 Stämme 3. Cl. mit 7,5 km, 18 rm Nutzkuilppel. Nadelholz: 15 Stämme 2. Cl. mit 10 fm, 170 Derbstangen und 95 Reiserstangen 2. Schutzbezirk Hassel— born, Distrikte Saukhardt, Gönsrodt. Eichen: 70 Stämme 2. und 3. Cl. mit 62 fm, 73 Derb- stangen. Nadelholz: 18 Stämme 2. und 3. Kl. mit 8 fm, 234 Derbstangen, 1086 Reiserstangen. Oberförsterei Krofdorf. 1. Donnerstag, den 25. Februar, um 101/ Uhr vor⸗ mittags, in dem Freund schen Wirtshause zu Krofdorf. Schutzbez. Krofdorf. Forstort Jungferannenwald 7. 4 Eichen 2.—3. Cl. mit 4 fm. 1 rm Schichtnutzholz. Kreuzschläge 14: 1 Eiche 4. Cl. Buchwald 18a, 19 und 21a: 267 Eichen 2.—4. Cl mit 102 fm, 15 1m Schicht⸗ nutzholz 1 m lang, 133 rm 2 m lang, 142 łm 2,5 lang, 32 rm 3 m lang, 18 rm 4 m lang. Dreispitz 26b: 6 rm Schichtnutzholz 2 m lang.— Schutzbez. Waldhaus. Forstort Nuß hecke 28b: 8 Eichen 4. Cl. mit 1 fm, 4 rm Schichtnutzholz. Bäuerstädt 31, 32: 41 Eichen 3. bis 4. Cl. mit 10 fm, 4 Nutzstangen, 14 xm Schichtnutzholz 2 m lang. Junkernstrauch 380: 15 Eichen 3—4. Cl. 4 fm. O. d. schwarzen Gründen 42: 94 Eichen 3 4. Cl. mit 17 fm, 19 rm Schichtnutzh. 2 m lang, 12 rm Schichtnutzh. 4 m lang. Lindenschied 57a: 1 Eiche 3. Cl.— Schutzbez. Salzböden. Forstort Hardt 76a, 78ab, 79b: 89 Eichen 2.—4. Cl. mit 49 fm, 154 rm Schichtnutzh. 2 m lang, 22 rm 2,5 m lang, 26 rm 4 m lang. Gehren 6gab: 4 Eichen 4. Cl. mit 1 fm, 20 rm Schichtnutzb. 2 m lang, 8 rm 4 m lang.— Schutzbezirk Krofdorf. Jungferannenwald 7: 69 Buchen 2.—4. Cl. mit 53 fm, 30 xm Schichtnutzh. 1,25 m lang. Buchwald 18a, 19: 2 Buchen 3. Cl. mit 1 fm, 10 rm Schichtnutzb. 1,25 ml. Oberförster⸗-Garten Krofdorf: 1 Kirsche 4. Cl.— Schutzbez. Waldhaus Nußheck 28b: 1 Hainbuche 4. Cl. Bäuerstädt 31, 32: 39 Hainbuchen 4. Cl. mit 3 fm. Daselbst: 21 rm Buchenschichtnutzh. 1,25 m lang. Daselbst: 3 Eschen 4. Cl. Junkernstrauch 3860: 41m Buchen— schichtnutzholz 1,25 m lang. O. d. schwarzeu Gründen 42: 21 Hainbuchen 4. Cl. mit I fm. Daselbst: 5 rm Buchenschichtnutzb. Daselbst: 2 Birken 4. Cl. Lindenschied 54, 55b, 57a, 58: 256 Buchen 1—4. Cl. mit zusammen 354 km(nur astrein und glatt; darunter extra starke Stämme), 21 łm 1,25 m lang— Schutzbez. Salzböden. Hardt 76a, 782, 79a: 10 rm Buchenschichtnutzh. 1— 1,25 m lang. Daselbst: 3 xm Hainbuchenschichtnutzh. 11,25 m lang. Forstort Wettenberg, Forst, Homberg, sowie aus dem Schutzbez Krofdorf, Forstort Jungfer— annenwald pp.: 440 Fichten und Kiefern mit 70 fm, 200 Stck. Nutzstangen, 70 rm Fichten⸗ und Kiefernschichtnutzh., 2—4 m lang. Kühbett 24b: 59 Fichten 4. Cl. mit 10 fm, 151 Stck. Nutzstangen. Dreispitz 26b: 21 Fichten 4. Cl. mit 3 km, 265 Stck. Nutzstangen.— Schutzbez. Waldhaus. Bäuerstädt 32: 95 Fichten 4. Cl. mit 15 km, 147 Stck. Nutzstangen. Lichten⸗ berg 45, 46, 48: 4 Fichten 3.—4. Cl. mit 1 fm.— Schutzbez. Salzböden. Forstort Hohenschied 62b: 403 Fichten 3.—4. Cl. mit 90 km, 253 Stck Nutzstangen Hasengarten 80b: 38 Lärchen 4. Cl. mit 5 fm, 100 Stck. Nutzstangen, 46 rm Lärchenschichtnutzh., 4 m lang. Gehren 69: 550 Stck. Fichtennutzstangen.— 2. Freitag, den 26. Februar, um 11 Uhr vormittags, im Römischen Kaiser in Wetzlar. Schutzbezirk Stoppelberg. 301 Eichen 2.—4. Cl. mit 171 fm, 4 rm Schichtnutzh. 1 m lang und 28 rm 2 m lang. 150 Fichten und Kiefern 2.—4. Cl. mit 39 fm, 16 Stck. Nutzstangen, 22 rm Schichtnutzholz 2 m lang und 18 rm m lang. Die Hölzer werden in kleineren und größeren Losen zum Aus- e Aufmaßlisten(100 Nummern 60 Pfg.) durch Forstsekretär Möller, rof dorf. in Rechtssachen, Aus⸗ 8 kunft in Invaliditats⸗ und Alters versicherungs⸗ Sachen, Fertigung v. Ge⸗ suchen, Reklamationen, Verträgen, Testamenten, Beitreibung v. Forderungen, Eiunkassieren v. Geldern und dergleichen. 178 empfiehlt 9 8„Ha raße 12. 21 Poppelsdorf, Hammstraß Wohnung, 3 Zimmer, pro 1. April zu vermieten. 205 Liebigstraße 71. Guter, billiger Mittagstisch 8 in und außer Abonnement 1842 bei J. F. Sorger,„Deutscher Hof“. „Zum Gambrinus“. Guten bürgerlichen Mittagstisch A. Albold. (110 2120) Einfach möbliertes Zimmer billig zu verm. Seltersweg 35, Hiuterh., 2. St. Restaurant und Cafe Oranien-Bräu. 6 Ludwigsstraßze 6. Mittagstisch im Abonnemet 63-88 Pfg. Speisen à la carte zu jeder Tageszeit. Separate Zimmer für Gesellschaften. . Weine. Biere und Liqueure. Giessen. Stadt-Theater. Dienstag, den 23. d. Mts. Eröffnungs-Vorstellung. 234 Die Direktion: Kruse-Helm. Arbeiter- Bildungsverein. Oeffentlicher Vortrag am Freitag, den 19. Februar, abends /½9 Uhr, im Lokale des Herrn Orbig, Rittergasse über % Patriotismus und Sozialismus. 0 Referent: Dr. David, Mainz. Entree 20 Pfg.(262) Entree 20 Pfg. 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