„ Nr. 16 Gießen, Mittwoch, den 20. Jaunat 1897. 0 fh ü e e. Het Joh der neten und e fasserm Irledtich Heier und an der „Januar. Dem olge haben die Arbeitgeber vForgestrigen Ver e Erklärung üißten auf be⸗ beitaufnahme des Streiks is Jestern sollten im nz Stierkämpfe den aber von der ie sozialistischen „die Regierung ing einer Anzahl ud Sozialdeno⸗ immlungen und son⸗ isten der Unabhängig ⸗ ren. rburg, Verantw. Redal⸗ Ottmann, belde in Gaßen. — — icht. Mark, 5 1 das8b. ale a u. 2 Vragesrelt. Laune. sger Mitac, Abonnement, ühleisen, außer aut N raudhasse 8. een. a Aae 5 banabe liertes Zune, Tonu liefe kt 1 angefangen, Haft 5 5 cus 5 Mk jeder d ind! gaeligeh ober 4 Poulels“ 0 1 2 — 222. 8 2 u Pteise our ssete Postztg. Nr. 3239 a. Telephon⸗Nr. 112. Ausgabe Gießen. deszeitung. Postztg. Nr. 3239 a. Telephon⸗Nr. 112. Redaktion: Kreuzplatz Nr. 4. Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Peg. für die Sspaltige Peiftzeile. Lokales und Provinzielles. Gießen, 19. Januar. Die Bürger— meister der hessischen Städte sind, wie Mainzer Blätter melden, in gemeinschaftlicher Beratung dahin übereingekommen, Gehalts⸗Ver⸗ änderungen bei den Volks schullehrern einer hessischen Stadt ohne vorherige Zustimmung der anderen Städte nicht vorzunehmen, damit nicht fortgesetzt Differenzen in den Gehaltsverhältnissen zu Tage treten.(?) “Gießen, 19. Januar. Der Physiker Gustav Amberg ist heute hier eingetroffen, um die Vorbereitungen zu seinen Experi⸗ mentalvorträgen zu treffen. * Gießen, 19. Jan. Maskenball des Hessischen Fechtvereins „Weisenschutz“ findet am 31. d. Mts. im Café Leib statt. Der Vorstand hat beschlossen, diese Veranstaltung dieses Mal ganz besonders amüsant zu gestalten. * Gießen, 19. Januar. Im Lokale des Arbeiterbildungsvereins(C. Orbig) hielt gestern Abend Herr Dr. Völkel aus Braunschweig den angekündigten Vortrag über„Darwinis- mus und Sozialismus“. Die zahlreichen Zuhörer, unter denen wir auch einige Damen bemerkten, folgten den nahezu zweistündigen Ausführungen mit gespannten Jateresse. Dem Vortragenden wurde mit vielem Beifall gedankt. * Gießen, 18. Januar. Die in Berlin erscheinende„Allgemeine Fleischerzeitung“ be— richtet aus Halle a. d. S. über den dortigen Viehhof:„Der hiesige städtische Viehhof ist nach wie vor ein Schmerzenskind unserer städtischen Behörden. Der beim Schlachthof an— gelegte Viehhof ist viel zu groß angelegt. Nach wie vor decken die hiesigen Fleischer nämlich im wesentlichen ihren Viehbedarf teils durch Ankauf in der Umgegend bei den Produzenten, zum Hauptteil jedoch auf der Rampe des Güterbahn⸗ hofes. Seit Errichtung der Anlagen hat darum der Viehhof stets einen erheblichen städtischen Zuschuß notwendig gemacht und auch für das nächste Haushaltsjahr wird voraussichtlich die Stadt nahezu 30000 41 zuschießen müssen. Schon lange hat dieser stete erhebliche Ausfall der Viehhofkasse Anlaß zur Erörterung der Stadtverordneten gegeben, die denn auch im vorigen Jahre zur Einsetzung einer Kommission 1 1 5 In der letzten Sitzung der Stadtver⸗ ordneten erstattete diese Kommission Bericht. Dieselbe hat Erwägungen angestellt, wie die meist ziemlich öde Rinderhalle und das freie Terrain des Viehhofes nutzbar zu machen seien. In dieser Beziehung sind jedoch bisher Ergeb— nisse nicht erzielt, denn auf die Ausschreibung der Vermietung der Rinderhalle zu Stallungen sind von den Händlern so abnorm niedrige Gebote gemacht, daß keinesfalls ein Eingehen auf dieselben angebracht erschien. In Aussicht genommen ist nun, die leerstehenden Hallen zu einem Markt für Korb⸗ und Läuferschweine zu verwenden. Die Kommission wird fortbestehen und zu gegebener Zeit der Stadtverordneten— Versammlung weitere Vorschläge unterbreiten.“ — Das kommt davon, wenn die Stadtverord— Der große Wiener— neten ohne sich die Sache genügend zu über— legen, ja sagen bei Anlagen, deren finanzielle Tragweite für die Steuerzahler sich schwer über— blicken läßt. * Leihgestern, 18. Jannar. Gestern Abend kam es zwischen hiesigen Burschen zu einer blutigen Schlägerei, bei welcher das Messer wieder eine Rolle spielte. Einem der Beteiligten wurde so übel mitgespielt, daß er das Bett hüten muß. * Hausen, 18. Januar. Am Samstag Abend hielt der hiesige Kriegerverein in dem schön dekorierten Vereinslokal bei Wirt Heinrich Fink seine diesjährige erste Generalver— sammlung ab. Der Vorsitzende gab bekannt, daß die in diesem Jahre, durch Wegzug ausge⸗ schiedenen Mitglieder, durch Neuanmeldungen er⸗ setzt seien. Der Kassenbestand ist als ein günstiger zu bezeichnen. * Grünberg, 16. Januar. Etwa vor Jahresfrist kehrten einige Studenten, die hier— her einen Ausflug unternommen hatten, in vor— gerückter Stunde in einer Wirtschaft ein. Wenige Tage vorher waren in einem anderen Gasthause der Stadt mehrere fremde Personen über Nacht geblieben, hatten abends vorher flott gezecht und verschwanden anderen Morgens, ohne die Zeche 1 5 zu haben. Dies Vorkommnis war wohl die Veranlassung, daß die Wirtin sofort in den späten Gästen eben— solche Schwindler vermutete und sie ohne weiteres aus dem Lokal verwies. Als die Studenten, welche wohl über den sonderbaren Empfang nicht wenig erstauut waren, Ein— wendungen machten und um Aufklärung baten, fielen mehrere der Anwesenden über sie her und mißhandelten sie. Erst die herbeigerufene Polizei vermochte die Aufgeregten zu beruhigen. Gestern hatten sich nun die Wirtin und zwei weitere Angeklagten vor dem Schöffengericht zu verantworten. Erstere wurde zu 20 Al. Strafe und einer der Angeklagten zu einer Ge— fängnisstrafe von 3 Monaten verurteilt. Gegen den anderen Angeklagten konnte nicht eingeschritten werden, da derselbe zur Zeit schwer krank ist und nicht vernommen werden konnte. Nach Schluß der Versammlung blieben die Mitglieder noch recht lange bei einem vorzüglichen Stoff in gemütlicher Stimmung beisammen. Friedberg, 18. Januar. Im hiesigen Haftlokal ist gegenwärtig ein Bettler verhaftet, der, wie er behauptet, Hinze heißt und aus Salzburg stammt. Diese Angaben scheinen nicht richtig zu sein; der Verhaftete spricht Berliner Dialekt. Wahrscheinlich hat derselbe seinen wahren Namen verschwiegen, um nicht seine strafrechtlichen Antezedenzien und eventuelle Vor— strafen angeben zu müssen. * Darmstadt, 18. Januar. Aus Veran⸗ lassung mehrfacher Beschwerden der Bureau— Angestellten bei Rechtsanwälten, No⸗ taren, Genossenschaften ꝛc. über den Mangel einer gesetzlichen Regelung ihrer wirtschaftlichen Lage hat der Reichskanzler umfassende Erhebungen eingeleitet. Durch Ausfüllung von Fragebogen sollen die persönlichen und dienstlichen Verhaͤlt— nisse der Bureau-Angestellten ermittelt werden. — 8 edition: 24 Kr 950 latz Nr. 4. Mainz, 18. Januar. Die in den letzten Ta gen durch die Presse gegangene Mitteilung, es seien zwischen der städtischen Theaterdeputation und dem Direktor des Stadttheaters, Herrn Rainer Simons, ernstliche Differenzen aus⸗ gebrochen, ist unrichtig. Alle von Herrn Simons vorgenommenen Wiederengagements wurden von der Deputation genehmigt. Nur in einem einzigen Falle entstand eine Differenz wegen eines reenga⸗ gierten Mitgliedes, die sich jedoch nicht auf die Person, sondern auf die Satzungen des Theater⸗ vertrags bezogen. Auch diese Differenz ist in der letzten Sitzung der Theaterdeputation voll— ständig beseitigt worden. Mainz, 18. Januar. Die städtische Ver⸗ waltung beabsichtigt die Errichtung eines Massen⸗ grabes für die im Jahre 1870/71 hier ver⸗ storbenen französischen Soldaten. Die Gebeine der zahlreich hier beerdigten Soldaten sollen exchumiert und dann gemeinsam auf dem Friedhof beigesetzt werden an einer Stelle, an der sich bereits ein Denkmal zur Erinnerung an dahier verstorbene französische Soldaten befindet. Die französische Regierung soll hiervon in Kenntnis gesetzt werden, um sich bei der feier— lichen Ueberführung der Gebeine ihrer fern von der Heimat verstorbenen Landeskinder vertreten lassen zu können. Mainz, 18. Januar. Hier soll ein all- gemeiner Sportplatz errichtet werden. Der „Radfahrer-Verein 1895“ hat einen Aufruf an die Bevölkerung erlassen um Zeichnung von Anteilscheinen. Die Gesamtkosten sind auf 30 000 4. veranschlagt, aufzubringen durch Ausgebung von 300 Anteilscheinen zu je 100 A. * Mainz, 18. Jan. Der Hausbursche des Seifenhändlers Liebmann wurde heute Morgen verhaftet, weil er beschuldigt ist, den Tod des in den Keller gestürzten Buchhalters Schott verschuldet zu haben.— Die roße Vogel⸗Ausstellung des Vereins Kana⸗ rien⸗Klub in den oberen Sälen des Café Neuf wurde heute Morgen eröffnet und wird während drei Tagen allen Vogelliebhabern Gelegenheit geboten, auf dem Gebiete der Vogelzucht Her⸗ vorragendes zu sehen und zu hören. In den gut durchwärmten Sälen ist eine große Anzahl gefiederter Sänger ausgestellt, die ihre lieblich tönenden Stimmen erschallen lassen. Im ersten Saale findet man unsre einheimischen Sing⸗ und Ziervögel, wertvolle, seltene Exemplare von Papageien, Exoten in mannigfaltigem Feder⸗ kleide, Hilfsmittel zur Vogelzucht, Käfige, Futterarten ze. Im zweiten Saale sind die Prämiirungs⸗Vögel“ ausgestellt. Im diesem Saale befindet sich auch der Gabentempel mit den vielen und wertvollen Ehrenpreisen. Vermischtes. — Eine Rattengeschichte. In einer Schule des sächsischen Ortes Treuen giebt es Ratten. Die giebt es auch anderwärts. Was aber das Rattenvor⸗ kommen in der erwähnten Schule besonders bemerkenswert macht, ist der Prozeß, der aus diesem Umstande entstanden ist. Der Lehrer Stöbe hatte nämlich öffentlich in einer Wirtschaft von der Rattenexistenz erzählt. Deshalb kam es zwischen ihm und dem Fabrikanten und Stadtverord⸗ neten Wolf zu einer erregten Szene, in deren Verlauf der Herr Stadtverordnete den Lehrer also anschmeichelte:„Mit so einem dummen Jungen, wie Sie, stelle ich z mich noch lange nicht vor Gericht; was wollen Sie denn, sich bezahle mehr Einkommensteuer, als Sie Gehalt bekommen; es thut schon mitunter not, daß, die Lehrer von Ratten auf⸗ gefressen werden, die Hallunken sind mitunter zu saumselig. Sie bekommen noch viel zu viel Gehalt!“ Der Lehrer Stöbe ging darauf zum Kadi. Das Gericht tzhat in An⸗ betracht, daß beide Parteien und die ganze Bürgerschaft wegen eines„Artikels im„Vogtländischen Anzeiger“ sich in einer gewissen Aufregung befunden haben, trotz der äußerst schweren Beleidigungen des Otto Wolfe von einer Freiheitsstrafe abgesehen und auf eine Geldstrafe von 200 Mark erkannt. Stobe wurde auf erhobene„Widerklage wegen Beleidigung zu 30 Mark verurteilt. Die Kosten trägt jede Partei zur Hälfte. Die Ratten, aber treiben ihr, Unwesen in der Schule toller denn je. Sie haben offenbar von der sonderbaren Raltengeschichte auch gehort. — Tödliche Kraftmeierei. Ein boöses Ende hat vor einigen Tagen eine Spielerei in Tittmoning in Oberbayern genommen. Dort unterhielten sich einige junge Leute im postwirtshause. Einer von ihnen brüstete lich, er könne den Postexpeditor J. Laber mit einem einzigen Finger in die Hohe heben. Der Genannte gab sich leider zu dieser orraftleistung her.„Als das Kunststück beendigt war, war der Emporgehobene eine Leiche. Er fand den Erstickungstod, da ihn der seraftmeier am Hals⸗ kragen packte und förmlich erwürgte. — Ein Lehrer als Nachtwächter. Seitdem die Domane Krüchern bei Kothen einen eigenen Nacht⸗ wächter hält, während sie einen solchen früher mit der Dorfgemeinde zusammenhielt, hat letztere festgesetzt, daß die Ortsangehörigen selbst der Reihe nach während je einer Nacht das Wächteramt ausüben. Demzufolge wurde auch der Lehrer aufgefordert, entweder selbst allstündlich die Dorfstrazen zu begehen oder sich einen geeigneten Stellvertreter zu beschaffen. Der schon betagte Mann soll nud eutschlossen sein, den Nachtwachterdienst auszuüben und dann am folgenden Tage jedesmal den Unterricht ausfallen zu lassen, bis die Behörden eine Lösung der Schwierigkeit gefunden haben. — An den Unrechten geraten. Aus Colbitz traf in Tangerhütte die Kunde von einem rauberischen Ueberfall ein. Ein Schmiedegeselle wurde von seinem Meister wegen Arbeitsmangels entlassen. Der Geselle, ein fleißiger, sparsamer Mensch, hatte sich eine hübsche Summe erspart und wollte abends den Ort verlassen, um in der Nachbarschaft Arbeit zu suchen; dies war bekannt geworden und zwei berüchtigte Personen legten sich im Walde auf die Lauer. Als nun Jemand in der Dunkelheit des Weges tam, stürzten sich die Rauber in dem Glauben, es sei der Schmiedegeselle, auf den nichts Ahnenden und wollten ihm das Geld abnehmen. Der Angefalleue, ein Soldat, machte aber von seinem Seitengewehr gehörig Gebrauch und suchte daun den nachsten Ort zu erreichen. Von dort führte der Soldat meyrere Personen nach dem Thatorte, wo man den einen der Uebelthäter als Leiche mit einer klaffenden Halswunde vorfand. Der Andere war verschwunden. Er soll aber bei dem Kampfe auch eine erhebliche Armwunde erhalten haben. — Rückwirkungen des Radfahrsports. Aus Newyork wird gemeldet, daß die dortige Juwelier⸗ firma Johnston und Co. falliert habe. Das Falliment ist auf die Depression im Juwelenhandel zurückzuführen, welche durch den immer mehr um sich greifenden Rad⸗ fahrersport verursacht wurde. Auch audere Geschaftszweige klagen darüber, daß das Radfahren ihnen Schaden bringe, in erster Reihe die Theaterdirektoren und die Tabathändler. — Ein blutiges Ehedrama. In der Pariser Vorstadt Saint⸗Denis hal sich am Samstag, ein schreck⸗ liches Ehedrama ereignet. Eine junge Wascherin„ Emilie — Der Wichser. Eine Freiergeschichte von L. Bürkner. (Nachorud verboten.) (Fortsetzung.) Der Alte der schmunzelt:„Siehst' mein Toni, man muß eine Sach' nur richtig überlegen.— So ein Hof ist keine taube Nuß, gelt? Und wenn nu soll geheirat' werden, da wirst Dir wohl auch Eine ausgesucht haben.“— Der Toni ist ordentlich rot geworden und kaut an seinem Schnauzer.—„Wenn's denn sein soll, denn auch gleich eine Saubere.— Die Schulzeu— marei stünd' mir scho' an.“— Der Rosenhofer grient ordentlich:„Schau, schau der Toni.— Hab gemeint, Du könntst ein Mädel gar nicht ordentlich anschauen.— Das scheint aber doch net so zu sein.— Die Marei stünd mir auch an. Und morgenden Tages mach ich die Geschicht' ab mit'm Schulzenbauern.“— „Vater, wenn's nur erst überstanden wär'“,— seufzt der Toni,—„die Marei ist gar eine Zungenfertige.“— „Na,“ lacht der Rosenhofer,„da ists mal bei Euch umgekehrt, da kann sie die Red' thun.“ Andern Morgens macht sich der Rosenhofer auf zum Schulzenbauer. Dem Toni ists Augst und bange während der Zeit.— Es würgt ihn was am Hals, trotzdem er keinen Kragen an hat.— Und so sonderbar beklommen ist ihm, so warm und kalt und kribbelt ihm die Brust herauf und gar in den Fingern und Füßen.— Nach zwei Stunden Wegs entgegen.— „Uff“, stöhnt der Rosenhofer und trocknet sich die Stirn ab,—„das wär abgemacht.— Aber lieber drei Tag dreschen, als eine Heirat zurecht bringen.“— „Warum?“ fragte der, Toni ärgerlich,„haben sie net gewollt?“ N „Net gewollt?— Was werden sie net wollen! Innerlich gehüppt ist der Schulz vor Freud,— und so wird's die Marei wol auch gemacht haben. — Wär auch net anders moglich, wenn der Rosen— hofer als Freier kommt.— Aber ein Geizkragen ist er, ein zaͤher.— Um jede Kuh hat er gehandelt, wie ein Pferdejud, und um jede Doppelkron', die er rausrücken muß.— Der Knickser, der.“— „Und die Marei?“ „Na, die Marei! Aufgetischt hat sie, Schinke und Wurst, Geselchtes und Kas'. Aber uusfer Schinken ist zärter und unser Kas saftiger. Ja, ja.“ „Na, und sonst?“— „Und sonst?— Heut' Abend gehst mal hin, — nach dem Abendläuten.— Die Sach' muß doch ihren Schick haben.— Paßt sich grad gut, heut auf den Samstag Abend.“— „Heut Abend.“— Der Toni seufzt noch mehr, und spürt das Kribbeln noch viel deutlicher. Und dann schleicht er in den Garten, hinter den Bieueu— stand und denkt noch mal tief und gründlich nach.— i kommt der Rosenhofer zurück.— Der Tout geht ihm schon ein Stück S' ist ein argsaurer Apfel, in den er beißen muß.— Sein Vater hat freilich gemeint, er hätt' sich die Marei gräͤndlich angeschaut,— aber das ist gar net wahr.— Sie ist aus einem ordentlichen Haus und kein unebenes Mädel, und wenn's denn durchaus eine sein soll, kaun's die gerade so gut lein, wie eine Andere. Weiter hat er net gedacht. — Aber jetzt denkt er ernsthaft daruber nach, wie schöͤn es doch sein möcht', wenn er sich so recht verlieben köunt, und seinen Schatz auf deu schönen slolzen Hof führen.— Aber das giebts nun ein— mal net für ihn, scheints.“ Am Abend hat sich der Toni aufs Schönste herausgeputzt.— Datz heißt, er ist nicht im besten Staat,— Gott bewahre, nur in seinem besseren Alllagszeug, so wie es für die Gelegenheit sein muß.— Aber kein Gleckchen und tein Staubchen ist au ihm zu sehen, un Knopfloch sitzt eine breun— role Nelte, und der Schnauzer starrt in zwei lürammen Spitzen in die Höhe.— So ist er aufs Belle geputzt zur Freierei.— Der Vater nickt stolz und befriedigt.„Die Marei kann sich wahrhaftig gradelter'n. So ein Hol, und jo ein sauberer Bursch.— Nu mach mir uur keine Geschichten mit Schenierlichkeit. Das wär' eine schone Blamasch.“— „Vater“, seufzt der Toni,—„' ist mir ganz schlecht zu Put.— Sagt mir blos mal, wie soll ich denn die Sach' anfangen? Ich weiß es wahr⸗ haftig net. Was soll ich denn reden?“— „Was sich blos unser Herrgott gedacht hat, wie er Dich mir geschickt hat“, bricht der Rosenhofer los.—„So einen Dummrian giebts net mehr! Und der Bub will soust so gescheid sein.— Was wirst viel reden.— Jetzt ist sieben Uhr rüber,— wenn Du runter kommst,— wirst die Marei wol antreffen, wie sie die Sonntagsschuh wichst.— Das thun doch die hoffärtigen Madeln all' um die, Zeit, damit am Kirchgang die Buben nur ja die, Füß' bewundern können.— Na, da sagst halt:„Bist Du am Wichsen“, dann kriegst Du ein' Antwort und das Gesprach ist angefangen.— Das ist doch die simpelste Sach' von der Welt.— Jetzt schiebst ab, und daß Du mir kein' Dummhetten machst, sonst kriegst's mit mir zu thun.“— Der Toni macht sich langsam auf den Weg. Das Herz wird ihm immer schwerer, und der Schritt immer laugsamer, je naher er seinem Ziele kommt.— Zwar, um den Gesprachsanfang braucht ihm nicht bange zu sein, denn auf den Haustreppen sitzen überall wirklich die Mädchen, eifrig die Sonn— lagsschuhe bearbeitend, deren oft schon eine lange Reihe piegelblauk dasteyt.— Und beinahe neben leder ein schäkernder Bursche, der die günstige Ge— legenheit benutzt, eine ungestorte Stunde zu plaudern. So ein Samstagabend deim Schuhwichsen, das ist gerade so, wie eine Gesellschaft bei den Stadtleuten, nur, daß auf dem Dorf die Sache viel lustiger und ungestörter hergeht.— (Schluß folgt.) — 3 8—— * harmillon mit Namen, hat aus Eifersucht sowie wegen dessen Trunksucht ihren Gatten, den Bahnschaffner Char⸗ millon und ihr kleines Töchterchen, beide im Schlafe, mit Beilhieben ermordet und hierauf sich selbst Beilhiebe in den Unterleib beigebracht, so daß die Eingeweide heraus⸗ traten. beikam. Alle drei lebten noch, als die Nachbarschaft her⸗ Das kleine Kind wies zwei Kreuzhiebe im Kopfe auf, bewegte noch einmal die Aermchen und starb darauf. Zirkus wurden gewöhnlich Elephanten verwendet. —ů— Auch der Zustand der Mörderin ist hoffnungslos. S liebte ihr Kind sehr und tötete es, damit es nicht im Sie Elend zurückbleibe. — Feuer in einer Menagerie. Am ver⸗ flossenen Freitag Morgens brach in Barnums Zirkus zu Bridgeport in Connecticut(Vereinigte Staaten) ein Feuer aus. Nachdem große Wagenschuppen niedergebrannt waren, ergriffen die Flammen das Menagerie⸗Gebäude. Die Käfige mit den Löwen und Tigern wurden rasch in Sicherheit gebracht. Zur Fortschaffung der Effekten des Diese Tiere wurden beim Anblick der Flammen von einer Panik ergriffen, rissen sich los und rannten auf der Flucht durch die Straßen Menschen, Pferde und Wagen nieder. Viele Personen sind schwer verletzt. Die Elephanten brachen schließlich vor Erschöpfung zusammen. — Eine närrische Millionärin. Bei dem Zivilgerichte in Paris ist gegenwärtig ein komischer Fall anhängig. Ein Fräulein Josephine Borniche hat einem Bekannten ihr ganzes Vermögen, mehrere Millionen, ver⸗ macht, die sie von ihrem Vater geerbt und dann noch durch Sparsamkeit vermehrt hatte. Ihre Vettern und anderen erbfähigen Verwandten fechten nun das Testament an, unter dem Vorwande, die gute Josephine sei ein Bischen verrückt gewesen. Wie man erfährt, hätte man 4 das Gleiche schon von ihrem Vater sagen können, denn er hatte eine Gemäldesammlung von 24000 Nummern angelegt, die alle von der Salon⸗Jury abgewiesen worden Ein anderes Kunstwerk durfte nicht über die Die Tochter ließ waren. Schwelle des alten Borniche kommen. die Gemälde, mit teilweise sehr schönen Rahmen, die ihrem Vater 700 000 Frks. im Staube ver⸗ gekostet hatten, Die Sta⸗ kommen und wandte sich dem Gartenbau zu. tuen, die der Vater auf den Rasenplätzen aufgestellt hatte, ließ sie mit roten Kattunröckchen bekleiden und gab ihnen zur Gesellschaft ausgestopfte Rehe und Hirsche. Von ihren Gärtnern verlangte sie, daß ihr jeden Tag, vom Frühjahr bis in den Herbst, genauer Bericht über die Aepfel, Birnen, Nüsse und sogar Haselnüsse, die an den Bäumen und in den Gebüschen ihrer Besitzung hingen, erstattet würde, und wehe dem, der sich irrte oder ihrem Befehle nicht nachkam. Solche und ähnliche Schnurren lassen allerdings vermuten, daß die Verwandten nicht ganz Un⸗ recht haben, wenn sie von ihrer Kousine Josephine sagen, sie sei etwas verdreht gewesen. Aber viel⸗ leicht genügt dies noch nicht um ihren letzen Willen um⸗ zustoßen. — Eines Menschen Asche unter dem Hammer. Ein bisher wohl noch nicht dagewesenes Pfandobjekt, nämlich die Asche eines in Gotha verbrannten Toten gelangte dieser Tage in Bromberg bei einer durch einen Gerichtsvollzieher vorgenommenen öffentlichen Ver⸗ steigerung von Konkurssachen zur Veräußerung. Der Er⸗ steher der mit der Asche des Toten gefüllten Urne war der Pfandleiher L. für das Meistgebot von 15 4. Die Asche in der bezeichneten Urne ist die des in Berlin vor vieh in das Schlachthaus zu Frankfurt a. M. weg in der Nähe des städtischen Kadaverplatzes einigen Jahren verstorbenen Bankiers Albert Arons. Dieser besaß in Bromberg ein in den fünfziger Jahren von ihm begründetes Bankgeschäft. Bei seiner vor mehreren Jahren erfolgten Uebersiedelung nach Berlin blieb das Geschäft unter der Leitung seines langjährigen Prokuristen Herrn Müller bestehen. Als A. vor vier Jahren in Berlin starb, setzte er letzteren zum Universal⸗ erben ein und bestimmte letztwillig, daß sein Leichnam verbrannt und die Urne mit der Asche in dem Komptoir in Bromberg aufgestellt werden sollte. Das ist denn auch geschehen. Mit der Hinterlassenschaft ist es aber nicht weit her gewesen, denn als auch ner Universalerbe, der frühere Buchhalter M., welcher die Erbschaft ange⸗ treten hatte, vor zwei Jahren starb, brach der Konkurs über das Aronssche Bankgeschäft aus, und so kam es, daß auch die Urne mit der Asche des ehemaligen Grün⸗ ders des Geschäfts als Gegenstand der Konkursmasse unter den Hammer geriet. Wir meinen, daß derartige„Ver⸗ auktionierungen“ gesetzlich zu untersagen seien. — Ein rasender Schneesturm hat im Tele⸗ phonnetz von Stockholm, sowie in den Telegraphenver⸗ bindungen bedeutenden Schaden angerichtet, sodaß die Verbindung mit vielen Landesteilen gänzlich unterbrochen war. Besonders wüst sah es in Stockholm aus, wo etwa 200 Leitungen in Unordnung gerieten. Die argen Zer⸗ störungen waren teils durch den orkanischen Sturm, teils durch die Schneemassen, mit denen die Leitung belastet waren, herbeigeführt. An einigen Stellen waren die großen Fernsprechgerüste mit ihrer Unzahl von Drähten herabgestürzt, und die Drähte bildeten unentwirrbare Knäuel. Ein sonderbares Schauspiel bot eine Strecke der elektrischen Straßenbahn. Hier waren herabgerissene Fernsprechdrähte mit der elektrischen Leitung in Kontakt gekommen, sodaß fußlange blauweiße Feuersäulen hervor⸗ schossen. Die Straße mußte gesperrt werden und an Stelle der elektrischen Wagen traten Dampfwagen. Im Eisenbahnverkehr wurden mehrfache Betriebsstörungen her— beigeführt, indem sich die Drähte der umgerissenen Tele⸗ graphenpfähle in den Rädern der Lokomotiven und Wagen verwickelten. Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten— Versammlung, Donnerstag, 21. Januar 1397, nachm. 3½ Uhr. 1. Feier des 100 jährigen Geburtstages des Professors Credner. 2. Vermietung eines Kellers unter dem Realschul⸗ gebäude. 3. Gesuch des A. und C. Rübsamen dahier um Er⸗ laubnis zur Anlage eines Schienengeleises auf der Schützenstraße und Rodheimerstraße nach der Hammstraße. 4. Desgl. des Wilh. Bernhardt zur Errichtung einer Halle an der Frankfurterstraße zum Verkauf von Sämereien und Pflanzen. 5. Baugesuch der Firma Brüder Schmidt um Bau⸗ erlaubnis für den Seltersweg. 6. Feststellung der Baufluchtlinie für den Seltersweg längs der Hofraithe des Rob. Haas. 7. Die Baufluchtlinie für die Bergstraße. 8. Verlängerung des Entwässerungskanals von der neuen Kaserne zwecks Berieselung des Obstbaumstücks. 9. Den Lindenplatz; hier: den Bürgersteig auf der Die Erhöhung städtischer Trottoirs. Ausbau der Ebelstraße. Das Inventar des städtischen Vermessungsbureaus. 13. Die Passage durch den Hof der Stadtknabenschule. 14. Verlegung des Viehmarktes; hier: Wahl einer besonderen Kommission. Auszug aus den Kirchenbüchern der evangelischen Gemeinde. Matthäusgemeinde. Taufen. Am 10. Januar. Dem Hilfsbremser Adam Zinn eine Tochter, Johanna Frida Katharine Kätha, geb. den 10. 11 12. 28. November.— 10. Dem Tagelöhner Friedrich Weber ein Sohn, Karl, geboren den 13. Dezember. Markusgemeinde. Taufen. Am 10. Januar. Dem Schneider Johann Jost Henkel ein Sohn, August Wilhelm, geboren den 29. Okt. Lukasgemeinde. Taufen. Am 10. Januar. Dem Stationsassistent Karl Borchers eine Tochter, Dorothea Wilhelmine Karoline Maria, geboren den 11. Dezember. Beerdigte. Am 9. Januar. Marie Balser, geborene Krämer, Witwe des Wirts Karl Balser von Steinbach, 38 Jahre alt, starb den 6. Januar.— 9. Dr. August Streng, Geh. Hofrat, ordentl. Universitätsprofessor i. P., 66 Jahre alt, starb den 7. Januar. Militärgemeinde. Taufen. Dem Gensdarm Heinrich Be cker 19. Am 10. Januar. eine Tochter, Lina Marie Pauline, geboren den Dezember. Johannesgemeinde. Taufen. Am 10. Januar. Dem Vorarbeiter Heinrich Kaspar Müller ein Sohn, Heinrich Philipp, geboren den 27. November.— 10. Dem Privatmann Heinrich Weber eine Tochter, Pauline, geboren den 5. Dezember.— Am 15. Januar. Dem Tagelöhner Ludwig Karl Well eine Tochter, Minna Helene, geb. den 13. November. Beerdigte. Am 9. Januar. Heinrich Pfeil, Kutscher, verheiratet, 45 Jahre alt, starb den 6. Januar. Neueste Telegramme. Hd. München, 19. Januar. Die „Münchener Neuesten Nachr.“ schreiben: Nach unseren Informationen hat die Mitteilung gemeinsamer Manöver der beiden bayerischen Armee⸗Rorps mit preußischen Truppen eine thatsächliche Grundlage. Die Manöver wird der Kaiser in seiner Eigenschaft als Bnundes⸗ feldherr leiten. Die Angelegenheit be⸗ findet sich jedoch zur Zeit noch im vor⸗ bereitenden Stadium der zu treffenden Vereinbarungen, sodaß bestimmte An⸗ Hd. Landsberg a. W., 19. Jan. Das Schwurgericht verhängte gestern über die Eisen⸗ bahn⸗Arbeiter Tabbert und Müller aus Neuwedel die Todesstrafe. Die Verurteilten hatten in der Nacht zum 28. November v. J. den Hilfs⸗ weichensteller Pichocki auf dem Bahnhof Neu⸗ wedel ermordet, weil dieser sie bei einem Strohdiebstahl ertappte. Hd. Wien 19. Januar. Nach einer Pariser Zuschrift der„Pol. Korresp.“ wurde dort der Gedanke angeregt, einen ähnlichen Schiedsgericht⸗Vor⸗ schlag mit den Vereinigten Staaten abzuschließen, wie ihn England neuer dings mit denselben abgeschlossen habe. Die Aussichten hierfür sollen nicht un⸗ günstig sein. Hd. Paris, 19. Jan. Die russische Bot⸗ schaft dementiert die über das Befinden des Zaren verbreiteten pessimistischen Nachrichten. Der von Petersburg eingetroffene Flügel⸗Adjutant General Fredericks versichert, daß der Zar sich einer ausgezeichneten Gesundheit erfreut und die gegenteiligen Nachrichten lediglich zu Börsen⸗ Manöverzwecken verbreitet worden sind. Hd. London, 19. Januar. Gestern haben sich 200 Seeleute, 8 Aerzte, 25 Hilfsärzte und eine Anzahl Krankenwärter nach Benin ein⸗ geschifft, wo sie am 8. Februar eintreffen werden. Gießen, den 19. Januar. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 75—85, Hühner⸗ eier 2 St. 13—15, Enteneier—, Gänseeier——, Käse 5—8, Käsematte 3, Erbsen per Liter 18, Linsen 30 Pfg., Tauben per Paar 60—80 Pfg., Hühner p. St. 1,10— 1.30, Hahnen 1,20— 1,50, Enten 1,50— 1,70, Gänse per Pfund 48— 54, Ochsenfleisch 66— 74, Kuh⸗ und Rindfleisch 60 bis 66, Schweinefl. 56— 66, Schweinefl., gesalz. 70— 72, Kalbfleisch 50— 54, Hammelfleisch 50— 65, Kartoffeln pro 100 Kilo 4,50— 5,00, Zwiebeln per Zentner 4,00 Mark, Milch per Liter 16 Pfg. Sterbefälle. 17. Januar. Katharine Schmidt, 58 Jahre alt, Witwe von Hüttenarbeiter Schmidt von Wetzlar. Starb in der neuen Klinik. 17. Januar. Johann Bischoff, 22 Jahre alt, Portefeuiller von Hausen, Kreis Offenbach a. M., Musketier 7/116 dahier. Starb im Garnison⸗Lazarett. Die Beerdigung findet Mittwoch den 20. d. Mts., vormittags 10 Uhr vom Garnison⸗Lazarett aus statt. Am 18. Januar. Christine Dörmer, geb. Schütz, 58 Jahre alt, Ehefrau von Kolporteur Hermann Dörmer dahier. Grabenstraße 8. Die Beerdigung findet Mittwoch den 20. d. Mts., nachmittags 3 Uhr von Sterbehause aus Am Am gaben über Einzelheiten, insbesondere über die Gegend, wo die Manöver ab⸗ gehalten werden sollen, zur Zeit noch Nordseite. nicht gemacht werden können. statt. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak teur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen 2 Bekanntmachung. Betreffend Maul- und Klauenseuche; hier Ver⸗ bringung von Schlachtvieh aus verseuchten Orten in das Schlachthaus nach Frankfurt a. M. Wir bringen hiermit zur Kenntnis der In⸗ teressenten, daß das Verbringen von Schlacht- weg: 14 scheitholz „Stockho aus den durch Maul⸗ und Klaueuseuche verseuchten Orten nur unter folgenden Be⸗ dingungen gestattet ist: 1. Das Einbringen des erwähnten Viehes in das Schlachthaus zu Frankfurt a. M. kann nur am Dienstag, Mittwoch oder Freitag stittfinden. 2. Gesuche um Erlaubnis zum Verbringen von Vieh aus verseuchten Orten nach dem Schlachthaus in Frankfurt a. M. sind mindestens vier Tage vor dem in Aus- sicht genommenen Tage des Einbringens an uns zu richten. 3. Ueber die erfolgte Ablieferung hat der Be⸗ gleiter des Viehes e ine Bescheinigung der Viehhofs-⸗Veterinärpolizei zu Frankfurt a. M. der Bülgermeisterei des Herkunftsortes bei— zubringen. Gießen, den 15. Januar 1897. Großherzogliches Kreisamt Gießen. holz: 1. scheite. Stück 3 Distrikt ⸗Knüppelholz, 54 rm Stockholz, 5 rm Reiser. von 10,13 em Inh., 31 rm Kiesernnutzholz, 6,5 rm Urm-Knülppelbolz, 4 rm-Stockholz, 4 rm Reiser, 1 Buchenstamm Buchenscheitholz, 3 rm-Knilppelholz, 9g rm Stockholz, 44 xm.-⸗Reiser. g Oberförsterei Hohensolms. Montag, den 1. Februar 1397, vormittags 10 Ubr, in der Gastwirtschaft von J. Führer zu Hohensolms: Distrikt Pfaffenmark, Eichenstamm— 5 Stck. mit 1,73 fm. 4 rm Eichennutz— 26 Stck. 1. und 2 Kl. mit 22,71 fm, 12 Abteilung 1: 1 Lärche mit 0,48 fm. Abteilung 4: Eichenstammholz 2. Kl., 10 Stck mit 6,38 fm, 35 Stck. 3. Kl. mit 10,54 fm. Distrikt Junkerwald, Eichenstämme: 1. und 2 Kl. 20 Stck. mit 29,84 fm wald, Eichenstämme 1. und 2. Kl., 29 Stck. mit 27,69 km, 4 Stck. 3. Kl. mit 1,62 fm, 1 rm 8 Eichenstammholz: 3. Kl. 4 Stck. mit 0,49 fm, 2 Stangen mit 0,16 fm. Fichtenstammholz: 2. Kl. 141 Stck. mit 43,96 fm, F em Mittendurchmesser, 8— 12 m lang: fm. Kiefernstammholz: 9 Stck. mit 2,44 fm. Bleidenberg, Kiesernstämme: 62 Stck, mit 7,67 fm, Stangen: Zahlungsfrist gegen Bürgschaft bis Martini 1897. Dienstag, den 26. Januar 1397, vormittags 10 Uhr, im Weisbrodschen Gasthause zu Salzböden. Schutzbez. Waldhaus, Distrikte 54 Münzenhau und 55 Lindenschied: Buchen: 650 rm S beiter und Knüppel, 3 rm Stockholz, 530 1m Reiser Eichennutzscheite. 10 rm Kiefernnutzscheite in Rollen. Oberförsterei Krofdorf. Holzversteigerungen. Wetzlar(Hospitalwaldungen). Freitag, den ö in der Wirtschaft„Schöne Aussicht“ des Herra Bernhard Roth versteigert: 2 Buchenstämme v. 2,45 em Inh., 0 6 rm Reiser, 58 rm Buchenscheitholz, 20 rm Distrikt 1b Hörnsheimerecke: 28 Kiefernstämme Scheitholz, 38,5 rm-Knüppelholz, 15 rm Distrikt 10b Dachsbau: 4 rm Eichennutzholz, 8 rm Scheitholz, v. 1,57 em Inh., 37 rm Eichenstämme v. 10,37 em Inh., „3 rm-Knüppelholz, 8 rm Stockholz, lz, 52 xm Reiser. und 2. Kl. 32 Stck mit 34,31 fm, 3. Kl Distrikt Scheuernwald la, Eichenstammbholz: Kl. mit 4,35 fm, 3 Kiefernstämme mit 1,93 fm. Distrikt Eichelsberg, 184 Stck. mit 19,36 fm. 22. Januar, vormittags 9 Uhr, werden Kiefernstangenholz: 23 Stck. mit 2,59 fm. Distrikt 7a Kreuz⸗ 11 rm Eichen- Gasthaus zum Russischen Hof. Empfehle außer prima Bier der Brauerei Essighaus, Frankfurt a. M., guten Mittagstisch, auch im Abonnement. Daselbst sind auch 2 Zimmer, möbliert oder unmöbliert, zu vermieten, sowie ein Vereinslokal abzugeben. 28 Distrikt Anne⸗ 24 rm Buchenscheiter, „Nadelscheiter, 8 64„Buchenknüppel, ichtenstangen mit 10—14 1 e 1 Lärchenstaum mit 0,42 434„Buchenreiser, 40„Eichen 3 Stck. mit 0,26 fm, 58 rm Nadelknulüppel, 46„ Nadel-Reiser. v. Gagern. Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag, den 25. Jauuar 1397, vor⸗ mittags 9% Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald, in den Distrikten Katbarinenhüftte, Heeg strauch und Unterhaag versteigert werden: 57 Kiefern- und Fichtenstämme 23,75 fm, 53 Eichenstämme mit 16,70 fm, 13 Fichtenstangen mit 107 fm, 8 rm Eichenscheitholz, 303„ Nadelscheitholz, empfie mit Stehbierhalle No. 2 „Zum feuchten Eck“ 5 Lindenplatz 5 hlt vorzügliches Exportbier aus der — Oranienbrauerei Dillenburg. Dunkel,% Ltr. 10 Pfg. Hell,% Ltr. 5 Pfg. Belegte Brödchen 10 Pfg. Zu zahlreichem Besuche ladet ein W. Teitge. Großh. Bürgermeisterei Zimmer. dem hiesigen Stadtwald zur Versteigerung: 1. Aus dem Distrikt Bobenhäuserkopf: und Nadelknüppel, und Nadelreiser. 2. Aus den Distrikten Höllenswarte und Falgenberg(unvorgezeigt): 1 Nadelstamm mit 0,16 fm Inhalt, 10 Nadelderbstangen mit 0,44 fm Inh., Forstwart Büttel erteilt näbere Auskunft Die Zusammenkunft ist morgens 9 Uhr im Bobenhäuserkopf oberhalb der Hospitalswiese. Grünberg, den 18. Januar 1897. Achtungsvoll Jos. Stahl. Holz⸗Versteigerung. I Terners WIr U . erf d. 1 55 1 in 888880 3 haus Elehgärten 10. Tager in Möbeln, Spiegeln, Betten, sowie aller sonsligen Gegenstände. Kommissious⸗ und Agentur ⸗Geschäft. Ankauf von Waren jeder Art. Guter, billiger Mittagstisch t 22 . in und außer Abonnement 1842 bei J. F. Sorger,„Deutscher Hof“ Ver nage, Gesuche und Eingaben aller Art fert. bill. an W. Poppels⸗ dorf, Hammstr. 12. Sprechzeit: Ming von 12—2 Uhr und Sonntags Vorm. 90 Guter, billiger Mittagstisch in und außer Abonnement. 54 Grünberg. 45 8„Eichenknüppelholz, 157„Nadelknüppelholz, 11„Eichenstockholz, 96„ Nadelstockbols, 450 Wellen Eichenreisig, 2910„ Nadelreisig, Die Zusammenkunft ist auf der Licherstraße an der ersten Schneise. Am Schlusse der Versteigerung werden 42 Hausen starkes Erlen⸗Durchsorstungs⸗ holz aus dem Erlenwäldchen am Steinberger- versteigert. Gießen, den 19 Januar 1897. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Städt. Schlachthaus Freibank. Heute und morgen Ochsenfleisch, nicht ladenrein, pro Pfund 54 Pfg. Kalbfleisch, nicht ladenrein, pro Pfund 35 Pfg. Kuhfleisch, %%%%%% eee (%%%%%%, Waisenschutz. Freitag dieser Woche: Mitglieder- Versammlung im Rest.„Zum Pfau“ ⸗Neustadt. Tagesordnung: Maskenball. Restaurant Mühleisen, 3 Brandgasse 3. Eine Stube zu vermieten. Schützenstraße 17 J. Ein möbliertes Zimmer zu vermieten. Sonnenstraße 14.(60 Weißer Streusand, 75 Pfg. billigst. . Gasglühlieht Von heute an ist der Preis der von mir geführten Glühstrümpfehen, die auf jedes Brennersystem passen, nur 75 Pfg. frei ins Haus. Komplette Brenner, bestehend aus Brenner, Glüh— strumpf und Cylinder nur 3 Mk. 70 Pfg. Ebenso empfehle Blacker, Glocken, Schirme, Cylinder u. s. w. A. Gretscher, Neustadt 78. 5* lichen Darmstädter Haus. Logis, sowie vorzüg⸗ Mittagstisch Maurer- und Weißbinder-Sand kann zu jeder Tageszeit bei mir abgeholt und 2 empfiehlt Peter Weirien.(44 auch geliefert werden, bei guter Abfahrt zu Fin Mä ssehlt sich im billigen Preisen. 1843 Ein Mädchen 8 71 7 geln und 2 Waschen. Sontten g e a 8 Fr. Aug. Helfenbein, 5 * zu vermieten. 1442 (immer, möbliert oder unmöbliert, Schneider, Steinstraße 63. Marburgerstraße 68. Ein tüchtiger Schneiders Eine Dezimalwaage Zenzimalwaage, wiegt, billig abzugeben. Exped. d. Ztg. und welche Zu erfragen in der eine neue 30 Pfund sucht Beschäftigung. Neuenweg 48. Klim. Kurort Schömberg 89 8 Guten billig. 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